Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Re: LiFePo4-Akkus

216 views
Skip to first unread message

Olaf Kaluza

unread,
Sep 11, 2015, 12:58:24 PM9/11/15
to
"J?rgen Gr?ner" <j-sa...@gmx.de> wrote:

>ich habe angefangen, meine neue Gebrauchte über den Winter wieder zur
>Fahrtüchtigkeit zu verhelfen.

Ja, wir freuen uns jetzt alle schon auf den Fruehling. :-D

>lageunabhängig eingebaut werden können. Dabei bin ich auf die LiFePo4-Akkus
>gestoßen, wie sie z.B. hier [1] verkauft werden.
>Ist die Technik wirklich schon so ausgereift, daß man sie auch problemlos
>an einem Alltagsmopped einsetzen kann?

LiFePo4 Akkus in guter Qualitaet haben einen kleinen Innenwiderstand
und eine geringe Selbstentladung. Es gibt aber auch billigen
Chinakram der sich schnell selbst entlaedt.

Von daher ist ein solcher Akku erstmal geeignet wenn man sein
Motorrad nie benutzt und immer nur rumstehen laesst. Allerdings haben
diese Akkus auch eine kleine Kapazitaet. Springt dein Motorrad immer
sofort und problemlos an? Auch wenn es lange rumsteht?

Vor dem Hintergrund bleibe ich bei Bleiakkus.

>Und funktioniert das Laden auch mit
>der Reglertechnik aus den 80ern?

Da wuerde ich mir nicht so die Sorgen machen.

Olaf

T.

unread,
Sep 11, 2015, 7:33:01 PM9/11/15
to
Hallo Olaf,


>> [1] http://www.mbf-racing.de/LiFePo4-Motorradbatterien.html
> Springt dein Motorrad immer
> sofort und problemlos an? Auch wenn es lange rumsteht?
sicher, meistens, kommt darauf an wie fest/gut ich drauftrete :-D

> Vor dem Hintergrund bleibe ich bei Bleiakkus.
Die gehen bei mir leider ziemlich regelmässig (und praktisch neu)
kaputt, weil meine XL schon immer mal länger steht.

So gesehen wäre das eigentlich eine tolle Lösung, die bei der XL wird
die Batterie eigentlich nur für Blinker und Hupe gebraucht.

> >Und funktioniert das Laden auch mit
> >der Reglertechnik aus den 80ern?
>
> Da wuerde ich mir nicht so die Sorgen machen.
Sicher? Ist die gesamte Lade-Elektronik in den Akkus drin?

Denn mit dem was aus den Blei-Akku-Ladern rauskommt, würde man so
ziemlich alle anderen Akkus zerstören!
--
Grüße,

Thorolf

Uwe Schickedanz

unread,
Sep 12, 2015, 1:44:14 AM9/12/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 01:33:00 +0200, "T." <nos...@godawa.invalid>
wrote:
Eben. U.a. zerstört die Lima der Baghira zuverlässig teure,
wartungsarme Batterien. BTDTNT.

Gruß Uwe

--
MZ Baghira, 150Mm, still going strong
Yamaha MT-09, 5,7 Mm
=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Frank Kemper

unread,
Sep 12, 2015, 3:43:10 AM9/12/15
to
"T." <nos...@godawa.invalid> wrote:

>> Vor dem Hintergrund bleibe ich bei Bleiakkus.
> Die gehen bei mir leider ziemlich regelmässig (und praktisch neu)
> kaputt, weil meine XL schon immer mal länger steht.
>
> So gesehen wäre das eigentlich eine tolle Lösung, die bei der XL wird
> die Batterie eigentlich nur für Blinker und Hupe gebraucht.
>
>> >Und funktioniert das Laden auch mit
>> >der Reglertechnik aus den 80ern?
>>
>> Da wuerde ich mir nicht so die Sorgen machen.
> Sicher? Ist die gesamte Lade-Elektronik in den Akkus drin?
>
> Denn mit dem was aus den Blei-Akku-Ladern rauskommt, würde man so
> ziemlich alle anderen Akkus zerstören!

Kedo bietet für die XT schraubengenau passende Li-Batterien an, kosten 43
Euro. Das Problem mit der Aufladung wird dort auch erklärt. Demnach kommt
die Batterie mit der Ladeelektronik des Motorrades klar. Das Problem sind
Automatik-Batterielader, die bei Batterien, die sie als leer
interpretieren, erst mal 16 V draufbraten, um einer Sulfatierung
vorzubeugen. Und das kann eine Li-Batterie zum Explodieren bringen,
schreibt Kahedo.

Ich würde jetzt mal aus dem Bauch sagen, dass man zum Laden einer solchen
Batterie außerhalb des Motorrades am besten ein Laptop-Ladegerät mit 12 V
Ausgangsspannung nimmt. Und ich würde mir Gedanken um den Regler im
Motorrad machen, denn ohne Regler haut eine LiMa ja deutlich mehr als 12 V
raus, oder? Was, wenn der Regler kaputt geht und auf Durchlass schaltet?

E-Techniker anwesend?

Noch 'ne Frage: Läuft eine XT nicht auch komplett ohne Batterie?

Frank

--
Jetzt neu: Red Bullet - der Roman
http://www.amazon.de/Red-Bullet-ebook/dp/B00AXNQPZI

Dirk Wagner

unread,
Sep 12, 2015, 4:20:26 AM9/12/15
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:

> > Vor dem Hintergrund bleibe ich bei Bleiakkus.
> Die gehen bei mir leider ziemlich regelmässig (und praktisch neu)
> kaputt, weil meine XL schon immer mal länger steht.

Ich habe in meiner R80 einen Blei-Gel-Akku - den muss ich eigentlich nur
1x im Frühjahr laden und dann bietet er über den ganzen Sommer genug
Power für den Anlasser.
Und das, obwohl ich eher wenig fahre (so habe ich die Tage gesehen, dass
zwischen den letzten 2 Besuchen beim TÜV gerade mal 560km (in 2 Jahren)
lagen...

Allerdings hat das Teil auf 19Ah - ich weiß nicht, ob man das 1:1 auf
kleinere Akkus übertragen kann...

Ciao

dirk

T.

unread,
Sep 12, 2015, 5:33:12 AM9/12/15
to
Hallo Frank,

> Das Problem sind
> Automatik-Batterielader, die bei Batterien, die sie als leer
> interpretieren, erst mal 16 V draufbraten, um einer Sulfatierung
> vorzubeugen. Und das kann eine Li-Batterie zum Explodieren bringen,
> schreibt Kahedo.
zumindest bei LiPo und LiIon ist eine zu hohe Spannung oder zu lange
Ladung tödlich und kann im schlimmsten Fall die Akkus zum Explodieren
bringen.

In jedem Fall wird die Lebenszeit massiv verringert, meist blähen sich
solche Akkus auf, weil sie zu warm werden und Gase austreten.

Wenn man das nicht bemerkt platzen sie und/oder entzünden sich, da gibt
es "unschöne" Videos auf diversen Plattformen.

Ach ja, gefroren mögen es solche Akkus auch nicht, danach sind sie
nämlich ebenfalls kaputt.

> Ich würde jetzt mal aus dem Bauch sagen, dass man zum Laden einer solchen
> Batterie außerhalb des Motorrades am besten ein Laptop-Ladegerät mit 12 V
> Ausgangsspannung nimmt.
Eine LiPo-Zelle hat 3,7V Ausgangsspannung und darf mit max. 4,2V geladen
werden, unter 3V gehen sie kaputt.

Bei 3 Zellen kommt man also auf 11,1V, etwas wenig für Moppeds, bei 4
Zellen auf 14,8V, was schon am oberen Ende dessen liegt, was LiMa/Regler
ausspucken.

Geladen werden müssen die dann mit 16,8V, aber nicht zu lange sonst
gehen sie kaputt und dann auch mit einem "Balancer", der die Ladung für
jede einzelne Zelle angleicht.

Bei anderen LiXXX-Akkus variieren diese Werte, meines Wissens sind aber
alle anderen genauso empfindlich.

> Und ich würde mir Gedanken um den Regler im Motorrad machen, denn ohne
> Regler haut eine LiMa ja deutlich mehr als 12 V raus, oder?
> Was, wenn der Regler kaputt geht und auf Durchlass schaltet?
Dann kann da ziemlich viel rauskommen, alternativ kann aber auch gar
nichts mehr kommen. Bei meiner XL hat der Regler mal "gesponnen" weil
die Masse nicht ordentlich angeschlossen war, hat mir ständig die Lampen
abgebrannt :-(


Alles in allem sind LiXXX-Akkus also eigentlich nicht so richtig gut für
Moppeds geeignet, weil ziemlich empfindlich (gilt übrigens auch für
Ami-Flieger, wo solche schon abgebrannt sind) und man einigen Aufwand
betreiben muss um die "sicher" zu bekommen.

Daher meine Frage, ob die die gesamte Ladeelektronik in den genannten
"LiFePo4 Akkus" eingebaut ist.
--
Grüße,

Thorolf

Matthias Kohrs

unread,
Sep 12, 2015, 5:49:50 AM9/12/15
to
Am 12.09.2015 um 09:43 schrieb Frank Kemper:
> "T." <nos...@godawa.invalid> wrote:
>
>>> Vor dem Hintergrund bleibe ich bei Bleiakkus.
>> Die gehen bei mir leider ziemlich regelmässig (und praktisch neu)
>> kaputt, weil meine XL schon immer mal länger steht.
>>
>> So gesehen wäre das eigentlich eine tolle Lösung, die bei der XL wird
>> die Batterie eigentlich nur für Blinker und Hupe gebraucht.
[...]
> Ich würde jetzt mal aus dem Bauch sagen, dass man zum Laden einer solchen
> Batterie außerhalb des Motorrades am besten ein Laptop-Ladegerät mit 12 V
> Ausgangsspannung nimmt.

Eine Batterie mit einer Leerlaufspannung von 12V ist ziemlich leer. Für
ständig gepufferte Akkus sind 13,8V üblich, die Ladeschlußspannung liegt
bei 14,4V. Bei Bleiakkus und bei LiFePo4, nur daß letzterer nur vier
Zellen hat.

> Und ich würde mir Gedanken um den Regler im
> Motorrad machen, denn ohne Regler haut eine LiMa ja deutlich mehr als 12 V
> raus, oder? Was, wenn der Regler kaputt geht und auf Durchlass schaltet?

Bei den alten Enduros kommt da original eh nicht viel mehr, als zum
Laden notwendig ist. Das Licht bzw. die elektrische Dunkelheit hängt oft
direkt am Wechselstrom.

> E-Techniker anwesend?
>
> Noch 'ne Frage: Läuft eine XT nicht auch komplett ohne Batterie?

Es ging um eine XL, da scheint das aber genauso zu sein, siehe oben.

CYA! Matthias

Marc Stibane

unread,
Sep 12, 2015, 6:42:32 AM9/12/15
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
> "T." <nos...@godawa.invalid> wrote:

>>>> Und funktioniert das Laden auch mit
>>>> der Reglertechnik aus den 80ern?
>>> Da wuerde ich mir nicht so die Sorgen machen.
>> Sicher? Ist die gesamte Lade-Elektronik in den Akkus drin?
>> Denn mit dem was aus den Blei-Akku-Ladern rauskommt, würde man so
>> ziemlich alle anderen Akkus zerstören!

Blei-Akku-Lader ist nicht dasselbe wie Lichtmaschine und Regler.


> Demnach kommt die Batterie mit der Ladeelektronik des Motorrades klar.

Jupp. BTDT. Mittlerweile sind 3 Li-Akkus bei meinen 6 Krädern verbaut,
und ich werde auch nix anderes mehr kaufen.


> Das Problem sind Automatik-Batterielader, die bei Batterien, die sie als
> leer interpretieren, erst mal 16 V draufbraten, um einer Sulfatierung
> vorzubeugen. Und das kann eine Li-Batterie zum Explodieren bringen,
> schreibt Kahedo.

Korrekt. Eine Li-Zelle hat eine Nennspannung zwischen 3,0 und 3,7 Volt,
je nach verbauter Kathode (die Anode ist immer Lithium). Beim Blei-Akku
(Nennspannung 2 V) verwendet man immer sechs Zellen in Serie um nominal
12 V zu erreichen, und der Regler begrenzt die Spannung der
Lichtmaschine (Laden) auf 14,4 V.
Bei Lithium-Akkus werden vier Zellen seriell geschaltet, ergibt eine
Nennspannung von 12,0 bis 14,8V. Somit kann man keine 3,7 V Zellen
(Li-Poly) für KFZ verwenden, weil man die gar nicht laden könnte. Will
man aber eh nicht, weil Li-Poly zwar die beste Energiedichte haben, aber
auf Kosten der Lebensdauer und Zyklenfestigkeit. Diese Zellen werden im
Modellbau verwendet (Hubschrauber, siehe Youtube), und sind oft bereits
nach ein paar Dutzend Zyklen ausgelutscht.

Für KFZ nimmt man Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4). Robust, langlebig,
sicher bei Tiefentladung (Li-Poly neigen da zu spontaner Selbst-
entzündung).
Nennspannung 3,2 bis 3,3 Volt, mal vier macht 12,8 bis 13,2 Volt. Die
lassen sich prima mit 14,4 V laden, da bekommt jede Zelle eine
Ladespannung von 3,6 V. Passt optimal.
Nur sind 3,7 V auch bereits die Grenze dessen was die Zellen vertragen,
also sollte der Regler auf keinen Fall mehr als 14,8 V rauslassen, sonst
gehen die Zellen in kurzer Zeit kaputt.


> Ich würde jetzt mal aus dem Bauch sagen, dass man zum Laden einer solchen
> Batterie außerhalb des Motorrades am besten ein Laptop-Ladegerät mit 12 V
> Ausgangsspannung nimmt.

14,4 V ist optimal. Weniger und die Zellen werden nicht voll, mehr und
sie altern zu schnell.


> Und ich würde mir Gedanken um den Regler im Motorrad machen, denn ohne
> Regler haut eine LiMa ja deutlich mehr als 12 V raus, oder? Was, wenn der
> Regler kaputt geht und auf Durchlass schaltet?

Dann sollte man die Familienjuwelen in Sicherheit bringen - der Akku
wird überhitzen und abbrennen, wenn nicht sogar explodieren. Das ist
zwar kein TNT, aber halt doch eine Menge Energie die dann auf einen
Schlag rauswill...


> E-Techniker anwesend?

Informatiker ;-)
Mit Nebenfach E-Technik im Studium.


> Noch 'ne Frage: Läuft eine XT nicht auch komplett ohne Batterie?

Meine 250er Suzuki X7 (Baujahr 1978) hatte ich drei Jahre komplett ohne
Batterie betrieben. Was bereits mit wenigen Motor-Umdrehungen aus der
Lichtmaschine kam hat ausgereicht die CDI zu befeuern und einen
Zündfunken zu liefern.
Moderne Einspritzer machen keinen Mucks ohne Batterie.

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Marc Stibane

unread,
Sep 12, 2015, 6:51:53 AM9/12/15
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:

> Eine LiPo-Zelle hat 3,7V Ausgangsspannung und darf mit max. 4,2V geladen
> werden, unter 3V gehen sie kaputt.

Jupp.

> Bei 3 Zellen kommt man also auf 11,1V, etwas wenig für Moppeds, bei 4
> Zellen auf 14,8V, was schon am oberen Ende dessen liegt, was LiMa/Regler
> ausspucken.

Genau deswegen sind Li-Poly ja auch ungeeignet für KFZ.


> Bei anderen LiXXX-Akkus variieren diese Werte, meines Wissens sind aber
> alle anderen genauso empfindlich.
> Alles in allem sind LiXXX-Akkus also eigentlich nicht so richtig gut für
> Moppeds geeignet, weil ziemlich empfindlich...

NACK. LiFePO4 sind sehr robust.


> Daher meine Frage, ob die die gesamte Ladeelektronik in den genannten
> "LiFePo4 Akkus" eingebaut ist.

Nein. Braucht man auch nicht. LiFePO4 (mit großem O), also Lithium-
Eisen-Phosphat kommt prima mit normalen Reglern klar - solange die
ordnungsgemäß funktionieren und keine Überspannung liefern. Aber dann
würden Blei-Akkus auch verkochen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator

Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 7:28:24 AM9/12/15
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:


>> Da wuerde ich mir nicht so die Sorgen machen.
>Sicher? Ist die gesamte Lade-Elektronik in den Akkus drin?

Nein. In den Akkus wird so gut wie nichts drin sein. Allerdings haben
Bleiakkus und Lithiumakkus viele Gemeinsamkeiten. Beide brauchen eine
begrenzung des maximalen Ladestrom und regeln gegen Ladeende auf
Sollspannung. Die genauen Werte fuer 'voll' unterscheiden sich
natuerlich. Aber ich gehe mal davon aus das man bei Lithiumzellen
soviele Zellen in Reihe schaltet das man etwas ueber dem maximalwert
eines Blei-Ladereglers liegt. Man nuetzt dann also die Kapazitaet
nicht ganz aus.

Normale Lithiumakkus sind sehr kritisch was die Spannungslage in
Serienschaltung angeht. Da befindet sich dann eine Ausgleichsschaltung
drin. Aber der Vorteil von LiFePo4 ist das sie an der Stelle etwas
robuster sind.

>Denn mit dem was aus den Blei-Akku-Ladern rauskommt, würde man so
>ziemlich alle anderen Akkus zerstören!

Wieso?

Interessant koennte aber ein defekter Laderegler sein. Wo der dann
einen Bleiakkus langsam leer kocht koennte das bei Lithium zu einem
warmen Popo fuehren.

Olaf

Dirk Wagner

unread,
Sep 12, 2015, 7:33:26 AM9/12/15
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:

> Jupp. BTDT. Mittlerweile sind 3 Li-Akkus bei meinen 6 Krädern verbaut,
> und ich werde auch nix anderes mehr kaufen.

Lohnt sich das finanziell?

Ich habe bisher immer so um die 40 Euro für einen 18 Ah Blei-Gel-Akku
bezahlt (scheinen inzwischen ein wenig teurer).
Davon könnte ich also 4 oder 5 kaufen, bevor ich auf die Kosten eines
10Ah LiFePO4-Akkus beim im OP genannten Shop komme.

Mein Mopped ist jetzt knapp 25 Jahre alt und ich habe den vierten Akku
drin...


Ciao

dirk

Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 7:43:26 AM9/12/15
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:


>Kedo bietet für die XT schraubengenau passende Li-Batterien an, kosten 43
>Euro. Das Problem mit der Aufladung wird dort auch erklärt. Demnach kommt
>die Batterie mit der Ladeelektronik des Motorrades klar. Das Problem sind
>Automatik-Batterielader, die bei Batterien, die sie als leer
>interpretieren, erst mal 16 V draufbraten, um einer Sulfatierung
>vorzubeugen. Und das kann eine Li-Batterie zum Explodieren bringen,
>schreibt Kahedo.

Kommt mir auch etwas an den Haaren herbeigezogen vor. Ich wuerde das
Problem eher bei alten Ladegeraeten vom Opa oder billigsten
Baumarktkram von vor 10-20Jahren sehen. Die bestanden im Prinzip nur
aus einem Trafo und einem Gleichrichter und die haben ja auch
Bleiakkus solange geladen bis sie leise geblubbert haben. Das wuerde
ich einem Lithiumakkus nicht zumuten.


Aber mal was ganz anders.... :-)


Bei Bleiakkus wurde ja immer rumgefasselt bis zum geht nicht mehr
welche Marke nun besser oder schlechter sei. Qualitaet usw....

Bei Lihiumbatterien wird es wohl nur 1-2 gute Hersteller geben, einige
chinesische Billighersteller die den Prozess noch nicht so im Griff
haben, und viele kleine Hinterhofbuden welche diese Zellen in ein
grosses Gehaeuse packen und dann als Motorradbatterie verkaufen. Was
wird man da im Gehaeuse finden? Ich wuerde vor dem Kauf nachfragen. .-)

>Ich würde jetzt mal aus dem Bauch sagen, dass man zum Laden einer solchen
>Batterie außerhalb des Motorrades am besten ein Laptop-Ladegerät mit 12 V
>Ausgangsspannung nimmt. Und ich würde mir Gedanken um den Regler im
>Motorrad machen, denn ohne Regler haut eine LiMa ja deutlich mehr als 12 V
>raus, oder? Was, wenn der Regler kaputt geht und auf Durchlass
>schaltet?

A123 gibt fuer ihre Zellen eine maximale Ladespannung von 3.6V an. Wenn
davon vier Stueck in Serie geschaltet sind dann sind das 14.4V. Das
harmoniert eigentlich ganz gut mit ueblichen Ladereglern.

Und Laptopladegeraete sind gewiss nicht geeignet weil die dort
verwendeten Lithiumakkus eine andere Chemie und eine andere
Spannungslage haben.

Hier hat die Nasa mal A123 vermessen:

https://batteryworkshop.msfc.nasa.gov/presentations/LiIronPhos_Appl_Space_Pwr_Batt_MWixom.pdf
https://batteryworkshop.msfc.nasa.gov/presentations/11_Dev_Batt_Packs_Space_Appl_DCarmen.pdf

>E-Techniker anwesend?

Klar, immer doch...

Olaf


Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 7:58:24 AM9/12/15
to
Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:


>Ich habe in meiner R80 einen Blei-Gel-Akku - den muss ich eigentlich nur
>1x im Frühjahr laden und dann bietet er über den ganzen Sommer genug
>Power für den Anlasser.

Und ich habe in meiner R75 einen Blei-Saeure-Akku. Den habe ich noch
nie geladen. Einfach nur gekauft, Saeure rein, eingebaut und
losgefahren. Ist IMHO jetzt so fuenf Jahre alt. War das billigste
Modell das sie bei Polo oder Loius hatten. (weiss nicht mehr genau wo
ich den gekauft habe)

Aber ich hab auch ein Geheimnis. Immer wenn ein Motorrad bei mir
laenger wie 1Monat gestanden hat, ich hab ja zwei da kommt das
schonmal vor, vor dem anlassen einen Spritzer Startpilot. Dann brauch
ich auch die Batterie niemals leer orgeln.

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 7:58:25 AM9/12/15
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:


>Eine LiPo-Zelle hat 3,7V Ausgangsspannung und darf mit max. 4,2V geladen
>werden, unter 3V gehen sie kaputt.

Liefer mir dafuer mal eine Quelle.
Ich hab hier gerade ein Datenblatt fuer eine YT26650FP von Yuntong
(das ist das was Reichelt verkauft) rumliegen. Das steht:

Charge Voltage Cutoff: 3.65V

und

4.0V sind Maximum Operation Conditions. Also nicht das was man nutzt
wenn man Qualitaet baut!

>Bei 3 Zellen kommt man also auf 11,1V, etwas wenig für Moppeds, bei 4
>Zellen auf 14,8V, was schon am oberen Ende dessen liegt, was LiMa/Regler
>ausspucken.

Ich denke auch das man vier Zellen in Serie schaltet und dann am
besten jeweils drei parallel damit man den Strom liefern kann. Also
zwoelf Einzelzellen. Teurer Spass. Da kann man viel Blei fuer kaufen.

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 8:13:24 AM9/12/15
to
Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:

>Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:

>Lohnt sich das finanziell?

Im Leben nicht. :-)

>Mein Mopped ist jetzt knapp 25 Jahre alt und ich habe den vierten Akku
>drin...

Das entspricht auch so im groben meiner Erfahrung. So alle 5-6Jahre
mal einen neuen.

Olaf

Karl-Heinz Protzer

unread,
Sep 12, 2015, 9:05:12 AM9/12/15
to
Am 12.09.2015 um 12:42 schrieb Marc Stibane:

> Für KFZ nimmt man Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4). Robust, langlebig,
> sicher bei Tiefentladung (Li-Poly neigen da zu spontaner Selbst-
> entzündung).

Davon habe ich ja noch nie gehört. OK, bei Überladung ja, aber dass
LiPos bei Tiefentladung brennen?

> Nur sind 3,7 V auch bereits die Grenze dessen was die Zellen vertragen,
> also sollte der Regler auf keinen Fall mehr als 14,8 V rauslassen, sonst
> gehen die Zellen in kurzer Zeit kaputt.

Ich habe in meiner GS eine Shido Li-Ion (LiFePO4) Batterie drin. Die hat
sogar einen eingebauten Balancer. Dann ist das mit dem Regler gar nicht
mehr so kritisch.

Gruß
Karl-Heinz

--
Linux is like a wigwam: no gates, no windows and
an apache inside!
Karl-Heinz[EMailadressen-Trennungszeichen]khprotzer.de

Marc Stibane

unread,
Sep 12, 2015, 9:12:52 AM9/12/15
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:

> Kommt mir auch etwas an den Haaren herbeigezogen vor. Ich wuerde das
> Problem eher bei alten Ladegeraeten vom Opa oder billigsten
> Baumarktkram von vor 10-20Jahren sehen. Die bestanden im Prinzip nur
> aus einem Trafo und einem Gleichrichter und die haben ja auch
> Bleiakkus solange geladen bis sie leise geblubbert haben. Das wuerde
> ich einem Lithiumakkus nicht zumuten.

Wenn die Spannung passt - warum nicht?
Ein Regler hinter der LiMa macht ja auch nix anderes als die Spannung zu
begrenzen.


> A123 gibt fuer ihre Zellen eine maximale Ladespannung von 3.6V an. Wenn
> davon vier Stueck in Serie geschaltet sind dann sind das 14.4V. Das
> harmoniert eigentlich ganz gut mit ueblichen Ladereglern.

Genau.


>> E-Techniker anwesend?
> Klar, immer doch...

Butter bei die Fische - warum dMn keine stabilisierte Spannung für
LiFePO4 ?

Klar wäre CCCV besser bei leeren Akkus, damit anfangs der Ladestrom
nicht zu hoch wird. Aber wenn die Akkus mal halb voll sind schaltet ein
LiFePO4-Lader eh auf "constant voltage" um.

Marc Stibane

unread,
Sep 12, 2015, 9:33:12 AM9/12/15
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:

> Aber der Vorteil von LiFePo4 ist

Lithium-Eisen-Polonium?


SCNR

PO4 = Phosphat, also Phosphor mit 4 Sauerstoff.

Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 1:13:23 PM9/12/15
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:


>Lithium-Eisen-Polonium?

Hm..das klingt nach einer guten Primaerbatterie :-D

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Sep 12, 2015, 1:13:23 PM9/12/15
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:

>> Baumarktkram von vor 10-20Jahren sehen. Die bestanden im Prinzip nur
>> aus einem Trafo und einem Gleichrichter und die haben ja auch
>> Bleiakkus solange geladen bis sie leise geblubbert haben. Das wuerde
>> ich einem Lithiumakkus nicht zumuten.

>Wenn die Spannung passt - warum nicht?

DAs wird sie eben nicht. Einfache Ladegeraete die nur aus einem
Trafo+Gleichrichter bestehen haben eine sehr hohe Leerlaufspannung.
Es wuerde mich nicht wundern wenn man da 20V und mehr misst. Das ist
bei einem Bleiakku (!Bleigel) kein Problem. Wenn der ein _wenig_ blubbert dann
schadet dem das nicht.
Wenn man da einen Lithiumakku dran haengt und der voll ist dann wird
der ueberladen.

Wer im uebrigen mal nachmessen will, ein Multimeter wird nur dann den
richtigen Maximalwert anzeigen wenn man da noch einen Elko an den Ausgang
schaltet.

>Ein Regler hinter der LiMa macht ja auch nix anderes als die Spannung zu
>begrenzen.

Genau! Da gibt es einen Regler. Das ist besser als ein billiges Ladegeraet.

>Butter bei die Fische - warum dMn keine stabilisierte Spannung für
>LiFePO4 ?

Auf jeden Fall muss die Spannung stabilisiert werden.

>Klar wäre CCCV besser bei leeren Akkus, damit anfangs der Ladestrom
>nicht zu hoch wird. Aber wenn die Akkus mal halb voll sind schaltet ein
>LiFePO4-Lader eh auf "constant voltage" um.

Das hast du automatisch. So eine LiFePo4 hat einen sehr kleinen
Innenwiderstand. Entweder das Ladegeraet (oder auch der
Regler/Lichtmaschine) begrenzen den Ladenstrom oder das Ladegeraet
scheidet dahin. Allerdings ist das kein Problem. Das gilt im Prinzip
auch ganz genauso fuer Bleiakkus und alte Lithiumakkus.

Im Prinzip sind LiFePo4 ein guter Ersatz fuer Bleibatterien. Bloss das
Preis/Leistungsverhaeltnis halte ich fuer unguenstig. Und ob sie
wirklich so robust sind wie ein Bleiakku muss sich noch
herausstellen. Besonders angesichts des Preises!


Olaf

Bernd Laengerich

unread,
Sep 12, 2015, 2:57:08 PM9/12/15
to
Am 12.09.2015 um 07:44 schrieb Uwe Schickedanz:

> Eben. U.a. zerstört die Lima der Baghira zuverlässig teure,
> wartungsarme Batterien. BTDTNT.

Es wird eher nicht die Lima sondern der Regler sein.

Bernd

Uwe Schickedanz

unread,
Sep 12, 2015, 4:31:19 PM9/12/15
to
Oder eher eine grundlegende Unverträglichkeit. Ich habe die Geschichte
hier wohl bereits erzählt; die elektrische Anlage wurde durchgeprüft,
die Lima und der Regler probehalber durch andere ersetzt - es war
alles in Ordnung.

T.

unread,
Sep 14, 2015, 7:13:45 AM9/14/15
to
Hallo Arthur,

> ich glaube ihr redet an der Stelle aneinander vorbei. "T." meinte bei
> LiPo mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Lithium-Polymer,
> nicht Lithium-Eisen-Phosphat. Alle genannten Zahlen sprechen dafür.
so ungefähr, ich kenne nur LiPo und LiIon, beide sind recht empfindlich,
für's Mopped werden aber LiFePO4-Akkus benutzt.

Und die haben etwas andere Kennwerte, eine geringere Kapazität und sind
v.a. viel robuster. Leider aber auch viel teurer, sodass sich das für
meine XL einfach nicht lohnt.

Ich werde wohl einen Kondensator für ca. 20 EUR einbauen, also sowas:
<http://www.kedo.de/?f_page=ArtDetail&f_param=33070>

Für Blinker und Hupe nach dem Start wird das allemal reichen und sonst
braucht die XL eigentlich keine Batterie, ich hoffe mal das der TÜV das
auch so sieht!
--
Grüße,

Thorolf

Joachim Heller

unread,
Sep 14, 2015, 12:32:42 PM9/14/15
to
Am 14.09.2015 um 13:13 schrieb T.:

> Leider aber auch viel teurer, sodass sich das für
> meine XL einfach nicht lohnt.

Die Akkus aus dem Link des urspruenglichen Beitrags waren wirklich nicht
gerade preiswert.
Das geht mittlerweile auch guenstiger.
Schau mal auf der Website von Stein/Dinse nach.
Die verkaufen auch sowas in Motorradbatterieoptik
Mit dem Markennamen kannst du dann mal Tante Google oder die elektrische
Bucht bemuehen.
Balancieren braucht man die Teile normalerweise nicht.
Die Modellbauer laden auf, entladen dann ganz usw.
Im Moped laeuft der Akku ja mehr oder weniger staendig mit dem gleichen
Ladezustand.

> Ich werde wohl einen Kondensator für ca. 20 EUR einbauen, also sowas:

Das ist schon relativ heftig dafuer 20 Teuro zu nehmen.
Wenn es dir nicht zu umstaendlich ist schau mal bei den grossen
Elektronikversendern nach Elektrolytkondensatoren (Elkos)
Spannungsfestigkeit von 25 bis 35Volt sollte reichen. Mehr schadet nciht.
Kapazitaet was du unterbringen kannst.
Schraubanschluesse sind praktisch und bei grossen Kapazitaeten auch
ueblich. Stichwort: Becherelko
Beim anschliessen aufpassen. Die moegen keine Verpolung ;)

> Für Blinker und Hupe nach dem Start wird das allemal reichen und sonst
> braucht die XL eigentlich keine Batterie, ich hoffe mal das der TÜV das
> auch so sieht!

Tuev ist kein Problem.
Ich bin meine Gilera auch jahrelang ohne Akku gefahren.
Weil im Leerlauf alles so schoen pulsiert hat kam dann noch ein Elko
rein (die Werte hab ich aber nicht mehr im Kopf)

Einen Nachteil darf man aber nicht uebersehen.
Faehrst du auch mal nachts?
Wenn der Motor ausgeht stehst du schlagartig im dunkel....

Gruesse Joachim

T.

unread,
Sep 14, 2015, 3:18:32 PM9/14/15
to
Hallo Joachim,

> Balancieren braucht man die Teile normalerweise nicht.
das mag für LiFePO4 gelten, bei LiPo's sieht das m.W. anderes aus.

> Die Modellbauer laden auf, entladen dann ganz usw.
> Im Moped laeuft der Akku ja mehr oder weniger staendig mit dem gleichen
> Ladezustand.
Aber trotzdem dürfen einzelne Zellen nicht überladen werden.

> Das ist schon relativ heftig dafuer 20 Teuro zu nehmen.
> Wenn es dir nicht zu umstaendlich ist schau mal bei den grossen
> Elektronikversendern nach Elektrolytkondensatoren (Elkos)
> Spannungsfestigkeit von 25 bis 35Volt sollte reichen. Mehr schadet nciht.
> Kapazitaet was du unterbringen kannst.
> Schraubanschluesse sind praktisch und bei grossen Kapazitaeten auch
> ueblich. Stichwort: Becherelko
Ich hab mal bei Reichelt geschaut, da bestelle ich öfter, ab 40V gibt es
mit zwei Schraub-Anschlüssen leider gerade nicht so viele:

<http://www.reichelt.de/index.html?&ACTION=446&LA=446&SEARCH=Becher-Elkos&OFFSET=500&SORT=-rank&SHOW=1>

Aber ich hab keine Ahnung wieviele Farad man nehmen soll und mit
47.000µF kosten die dann auch schon 17 EUR (mit Lötfahnen).

> Beim anschliessen aufpassen. Die moegen keine Verpolung ;)
Damit kann man gut "punkt-schweissen" :-D

> Einen Nachteil darf man aber nicht uebersehen.
> Faehrst du auch mal nachts?
> Wenn der Motor ausgeht stehst du schlagartig im dunkel....
Das ist bei kaputter Batterie auch nicht viel anderes ...
--
Grüsse,

Thorolf

Ralf Kiefer

unread,
Sep 14, 2015, 4:04:53 PM9/14/15
to
T. wrote:

> Aber ich hab keine Ahnung wieviele Farad man nehmen soll und mit
> 47.000µF kosten die dann auch schon 17 EUR (mit Lötfahnen).

KTM baute in die LC4, die ohne Batterie betrieben wurden oder werden
konnten, einen Elko mit 10mF @25V ein.

Die LiMa hat 3 Phasen, die Zündbox hat ihren eigenen
Gleichrichter/Regler integriert, d.h. der Strom für die Zündung ging
"außenrum".

Wichtig schien immer die schwingungsgedämpfte Montage in einer
Gummihalterung.

Gruß, Ralf
--
Honda, SWM und ein paar KTMs
Alle komplett Bio, weil unabhängig von Asphalt!

Joachim Heller

unread,
Sep 14, 2015, 4:15:41 PM9/14/15
to
Am 14.09.2015 um 21:18 schrieb T.:
> Hallo Joachim,
>

> Aber trotzdem dürfen einzelne Zellen nicht überladen werden.

Ja. Wen die aber staendig auf der gleichen (weitgehend) Spannung
gehalten werden scheinen sie sich nicht ungleichmaessig zu entladen.


> Ich hab mal bei Reichelt geschaut, da bestelle ich öfter, ab 40V gibt es
> mit zwei Schraub-Anschlüssen leider gerade nicht so viele:

Hab auch mal nachgeschaut ;)
Alles mit Schraubanschluss scheint eher teuer zu sein.
Meiner war damals aus irgendwelchen Restbestaenden. Paar Mark.
Ich muesste am WE mal nachsehen. Im irgendwelchen Teilekisten muesste
der Kondensator eigentlich noch rumliegen.
Ich glaube mal dass es so um die 11000uF gewesen sein muessten. 25Volt.
Das ist aber schon ein paar Jahre her. So um die 20 ;)

Wenn ich mir das Kedo Teil ansehe erscheint mir das eher klein gebaut.
Das deutet auf wenig Kapazitaet hin.

> Das ist bei kaputter Batterie auch nicht viel anderes ...

Ok wenn du das schon gewohnt bist ;)

christian mock

unread,
Sep 15, 2015, 3:26:01 AM9/15/15
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

> interpretieren, erst mal 16 V draufbraten, um einer Sulfatierung
> vorzubeugen. Und das kann eine Li-Batterie zum Explodieren bringen,
> schreibt Kahedo.

LiFePo tendiert nicht zum explodieren oder brennen.

> Ausgangsspannung nimmt. Und ich würde mir Gedanken um den Regler im
> Motorrad machen, denn ohne Regler haut eine LiMa ja deutlich mehr als 12 V
> raus, oder? Was, wenn der Regler kaputt geht und auf Durchlass schaltet?

dasselbe wie mit einem bleiakku: der akku wird geschädigt.

cm.

--
(from a conversation at ork):
"I can't see any data coming out of this Tolkien Ring card."
"Well of course not, it confers invisibility."
-- Anthony de Boer

christian mock

unread,
Sep 15, 2015, 3:53:15 AM9/15/15
to
Jürgen Gröner <j-sa...@gmx.de> wrote:

> Ist die Technik wirklich schon so ausgereift, daß man sie auch problemlos
> an einem Alltagsmopped einsetzen kann? Und funktioniert das Laden auch mit
> der Reglertechnik aus den 80ern?
> Gibt's hier vielleicht jemand, der sowas schon im Einsatz hat? Wäre über
> ein paar Infos dankbar.

ich hab seit dieser saison eine LiFePO in meiner ring-mille, bislang
ohne probleme. man findet in verschiedenen foren leute, die schon ein
paar jahre problemlos mit sowas rumfahren, in verschiedensten radln.

die mille ist insofern ein guter testkandidat, weil sie beim anlassen
spitzenströme von 290A zieht, das ist schon ganz ordentlich.
standzeiten von bis zu einem monat waren auch kein problem.

ein paar wesentliche punkte aus meinem elektrischen background:

- LiFePO4 nehmen, das paßt von der spannung ganz gut und brennt nicht

- vorher schauen, was der regler ausspuckt -- dürfen nicht über 14.4V
sein

- keine billig-bleiakku-lader verwenden; ich hab sowieso einen
modellbaulader, gibt's ab ca 40,-

- ich glaube angesichts der auftretenden ströme nicht, daß in den
teureren akkus wirklich echte, wirksame schutzschaltungen verbaut
sein können; also kann man auf den aufpreis auch verzichten

- balancing ist nach meinen erfahrungswerten nicht (laufend) nötig,
hie und da kann's nicht schaden.

- für winterfahrer ist das nix, schon bei unter +10°C war beim
anlassen zu hören, daß sich die akkus schwertun.

ich hab mir also 4 stk Headways 38120HP gekauft, das sind zylindrische
einzelzellen mit 8Ah, 200A spitzenstrom und schraubanschlüssen. die
haben ein balancer-kabel zusätzlich bekommen, aber keine elektronik,
mit einem billigen balancer (15,-) aus dem modellbaubereich wird hie
und da auf die spannungslage der zellen geschaut. kostenpunkt (ohne
balancer) 100,-; die überlegung war, daß mich ein marken-bleiakku auch
um die 60,- kostet, und den aufpreis war mir das experiment wert.

MMn sind die "fertigen" LiFePO-akkus, die man für weit über 100,-
angeboten bekommt, das zusätzliche geld nicht wert; meist gibt es
keine information, welche zellen verbaut sind, oft nicht einmal,
welche kapazität sie haben, und ein integrierter balancer ist unnötig.

mit ein bisserl handwerklichem geschick kann man sich selber einen aus
einzelzellen konfektionieren, youtube ist voll mit how-to-videos, wo
leute sich ebike-akkus aus den headways-zellen bauen und das
ausführlich erklären.

ciao,

cm.

--
Hat irgendwer schlechte Schwingungen in seiner globalen
Eierkuchen-Aura bekommen weil man ihm gesagt hat er soll bitte nicht
andauernd mit Vollquotes in 10 Gruppen gleichzeitig crossposten?
Albert Koellner in at.usenet

Matthias Kohrs

unread,
Sep 15, 2015, 4:20:03 AM9/15/15
to
Am 14.09.2015 um 21:18 schrieb T.:

> Aber ich hab keine Ahnung wieviele Farad man nehmen soll und mit
> 47.000µF kosten die dann auch schon 17 EUR (mit Lötfahnen).

Ich glaube, ich hatte 22000µF/25V; das war sozusagen eine schnelle
Übergangslösung, deshalb lag der eingewickelt in zahlreiche Plastiktüten
und viel Isolierband lose im Batteriefach. Jahrelang.

Mir ist fast schlecht geworden, als ich den Verhau irgendwann wieder
auseinandergepult habe. Aber nur fast.

Funktioniert hat's absolut unauffällig, sonst hätte die Phase nicht
jahrelang gedauert. Ich hab dann aber irgendwann wieder eine Batterie
eingebaut. Licht im Stand ist auch was schönes.

CYA! Matthias

Marc Stibane

unread,
Sep 20, 2015, 3:18:56 AM9/20/15
to
christian mock <c...@tahina.priv.at> wrote:

> - für winterfahrer ist das nix, schon bei unter +10°C war beim
> anlassen zu hören, daß sich die akkus schwertun.

Tip: Erstmal 'ne Minute das Licht einschalten.
Was bei einem schwachen Blei-Akku grundverkehrt wäre - den noch mehr zu
entladen - ist bei einem Lithium-Akku aber richtig: Der Lichtstrom
erwärmt durch den Innenwiderstand den Akku selber und sorgt für höhere
Elektronenbeweglichkeit.
Nach einer Minute kann man problemlos starten...

Jürgen Gröner

unread,
Sep 25, 2016, 6:55:49 AM9/25/16
to
Hallo zusammen,

da inzwischen ein Jahr vergangen ist, wollte ich euch mal auf den neusten
Stand bringen und meine Erfahrungen mit den LiFePO4-Akkus mitteilen:

In meinem Erstmopped hatte ich das ganze Jahr einen Akku mit 4 Ah
(Standard ist 10 Ah). Starten war nie ein Problem, auch an frischen
Frühlingstagen oder nach längerer Standzeit nicht. Externes (Nach-)Laden
war nicht nötig. Leider ist mir diese Woche der Regler durchgebrannt, was
den Akku gekillt hat. Aber er ist weder aufgebläht, abgefackelt oder
explodiert. Ich vermute, daß die interne Elektronik durchgeschmort ist
und so weiteres verhindert hat. Nun brauche ich wieder einen neuen, aber
bei einem Preis von unter 40 € ist das kein Weltuntergang.
Übrigens: Ich dachte zuerst nicht an einen defekten Regler, sondern nur
an einen defekten Akku. Deshalb hatte ich als vorübergehenden Ersatz
einen kleinen wartungsfreien Bleiakkus eingebaut. Der wurde mächtig heiß
und hat sich aufgebläht. Uiuiuiuiui.

In meinem Zweitmopped habe ich einen Akku mit nur 2,5 Ah. Hat auch zum
ersten Anlassen gereicht, als die Vergaser erst noch vollgepumpt werden
mußten. Auch lange Standzeiten zwischendurch sind hier wirklich kein
Problem.

Ich bin also zufrieden mit den Lithiumteilen. Und das Gewicht von ca. 400
g/Akku tut meinen Moppeds natürlich auch gut. :)

Gruß
Jürgen
--
D,o,-._ Jürgens XV 250 Homepage
_//(....:._,---. www.rabiator.de
/..\ \=.=_\/_/..\
_ind_\''/ `---'`-\''/___________________________________________

Michael Schlücker

unread,
Sep 27, 2016, 6:16:09 AM9/27/16
to
Am 25.09.2016 12:55, schrieb Jürgen Gröner:
> Hallo zusammen,

Hallo Troll.
Aus der Versenkung aufgetaucht?

> Am 11.09.2015 16:39, schrieb Jürgen Gröner:
>> Hallo zusammen,

>> ich habe angefangen, meine neue Gebrauchte über den Winter wieder zur
>> Fahrtüchtigkeit zu verhelfen.

>> ....LiFePo4-Akku...
>> ... an einem Alltagsmopped einsetzen kann?

[Text der an möselsches Kackstuhlgelager erinnert gelöscht]


Alltagsmopped?

Wird für mich ab jetzt zum absoluten Knaller-Spruch :-P
Gequirlte Scheiße³.
Ein "Alltagsmopped" rollt (fast) immer. Und dann braucht man weder
"Spezialbatterien", weil das "Alltagsmopped" dann doch monate- oder
jahrelang nicht benutzt wird...
...noch muss man sich um eine nicht zeitgemäße Kraftstoffzuführung über
Vergaser Gedanken machen.
{den Seitenhieb konnte ich mir bei DER Vorlage nicht verkneifen}

MEIN "Alltagsmopped" rollt immer.
Springt mit einem ca. 1sec-Druck aufs "Knöpfchen" sofort an. Und das,
obwohl die Bleibakterie nächstes Jahr ihren achten Geburtstag feiern
darf ;-)


> Und das Gewicht von ca. 400
> g/Akku tut meinen Moppeds natürlich auch gut. :)

Rennsport? oder wie oder was?
Jedes ausgewachsene Mopped wird mit diversen Gewichten beladen.
(OK. Schwachbrüstige Kindermoppeds ala XV 250 wohl eher nicht ;-) Aber
es gibt ja auch Kackstuhlfans, die mit 50ccm die Welt umsegeln....
obwohl die Krückomobile schon im Alltag zum abschusswürdigen Hindernis
taugen)
Vom Fahrer, über eventuelle Sozius/Sozia, bis hin zu ganzen Batterien
von Koffern und Anbauteilen kommt Gewicht hinzu.
In der Rechnung macht der Elektronenspeicher nicht wirklich Sinn.



Micha

T.

unread,
Sep 27, 2016, 5:02:19 PM9/27/16
to
Michael Schlücker schrieb:
> MEIN "Alltagsmopped" rollt immer.
> Springt mit einem ca. 1sec-Druck aufs "Knöpfchen" sofort an. Und das,
> obwohl die Bleibakterie nächstes Jahr ihren achten Geburtstag feiern
> darf ;-)
dann ist das aber keine BMW, bei der die LiMa so "dimensioniert" ist,
das man die serienmäßig verbauten Heizgriffe bei Kälte auf 15km zur
Arbeit nicht benutzen sollte, Abends ist sie kaum noch angesprungen.
Selbst die 1 - 2x pro Woche zusätzlichen 90 km haben daran nichts geändert.

Der (erste) "original" BMW-Batterie war jedenfalls nach 3 Jahren kaputt.

Mal sehen, ob der Nachbau aus dem Zubehör länger hält, wenn nicht
probiere ich es auch mit einem LiFePo4!

>> Und das Gewicht von ca. 400
>> g/Akku tut meinen Moppeds natürlich auch gut. :)
>
> Rennsport? oder wie oder was?
Nö, XL500R, 140 kg (oder 141 kg mit Bleibatterie) :-D

Naja, eigentlich brauch ich die Batterie nur für Blinker und Hupe, weil
aber die Blei-Dinger lange Standzeiten überhaupt gar nicht mögen,
probiere ich jetzt mal einen LiFePo4-Akku aus.

Mal schauen ob der länger hält ...
--

Gruesse,

Thorolf

T.

unread,
Sep 28, 2016, 6:27:11 AM9/28/16
to
Martin Theodor Ludwig schrieb:
> Gibt's da keine stärkere? Frag
> mal bei Teichmann an, wenn BMW selber nix dahingehend hat ...
es soll wohl "Behörden-LiMa's" geben, also so Dinger die in
Pozilei-Moppeds usw. eingebaut werden.

Aber abgesehen davon das die Dinger unverschämt teuer sind, gibt es
diese nicht für die 800er GS (bzw. gab es nicht als ich gefragt hatte).

Alle paar Jahre 'ne neue Batterie ist zudem deutlich billiger als eine
neue LiMa einbauen zu lassen, ich habe ein Ladegerät zum regelmäßigen
Nachladen über den CanBus angeschafft und die Heizgriffe benutze ich nur
noch mit "Bedacht" ...
--

Gruesse,

Thorolf

Ralf Kiefer

unread,
Sep 28, 2016, 9:20:55 AM9/28/16
to
T. wrote:

> es soll wohl "Behörden-LiMa's" geben, also so Dinger die in
> Pozilei-Moppeds usw. eingebaut werden.

Wenn die zusätzlich einen anderen Regler haben, laden die evtl. mit
höherer Spannung. Das kann für eine moderne Batterie gut sein, ggf. auch
zu viel.


> Aber abgesehen davon das die Dinger unverschämt teuer sind, gibt es
> diese nicht für die 800er GS (bzw. gab es nicht als ich gefragt hatte).

Ich habe gerade auf der Web-Seite eines mir bekannten BMW-Schraubers
nachgeschaut, weil ich mich an LiMas erinnerte, die er hat. Ich finde
auf die Schnelle nix, aber für Dich zum Nachfragen:
www.fernreiseteile.de


> Alle paar Jahre 'ne neue Batterie ist zudem deutlich billiger als eine
> neue LiMa einbauen zu lassen, ich habe ein Ladegerät zum regelmäßigen
> Nachladen über den CanBus angeschafft und die Heizgriffe benutze ich nur
> noch mit "Bedacht" ...

800GS und CAN-Bus? Ein gepimpter 2V-Motor oder ein runtergebüchster
4V-Motor? BTW baut man eine LiMa nicht auf die Schnelle zwischen den
Dünen aus und wieder ein? Man weist mich regelmäßig darauf hin, daß die
Boxer so schrauberfreundlich seien.

Andreas Portz

unread,
Sep 28, 2016, 10:24:57 AM9/28/16
to
Ralf Kiefer wrote:

> BTW baut man eine LiMa nicht auf die Schnelle zwischen den
> Dünen aus und wieder ein? Man weist mich regelmäßig darauf hin, daß die
> Boxer so schrauberfreundlich seien.

Bei einem solchen Arbeitsgang sollte man eigentlich auch gleich mit
etwas Telegraphendraht zusätzliche Wicklungen anbringen, damit sie
stärker lädt.


-Andreas

Olaf Kaluza

unread,
Sep 28, 2016, 10:45:30 AM9/28/16
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:

>800GS und CAN-Bus? Ein gepimpter 2V-Motor oder ein runtergebüchster
>4V-Motor? BTW baut man eine LiMa nicht auf die Schnelle zwischen den
>Dünen aus und wieder ein? Man weist mich regelmäßig darauf hin, daß die
>Boxer so schrauberfreundlich seien.

Die 800GS ist ein Boxer? Ich glaube da muss man dich noch auf was
anderes hinweisen. .-)

BTW: In meiner 75/7 ist das billigste an Batterie drin was es bei Lois
gab. Duerfte jetzt so 7-8Jahre alt sein. Ich denke naechsten Fruehling
werde ich sie mal vorbeugend wechseln weil ich groesseres vorhabe.

Ich stehe ja Lithiumzellen im allgemeinen durchaus positiv gegenueber,
aber im Motorrad sind sie teurer Unsinn.

Olaf

Ralf Kiefer

unread,
Sep 28, 2016, 11:57:31 AM9/28/16
to
Andreas Portz wrote:

> Bei einem solchen Arbeitsgang sollte man eigentlich auch gleich mit
> etwas Telegraphendraht zusätzliche Wicklungen anbringen, damit sie
> stärker lädt.

Das überläßt der Amateur einem MacGu^WMichael Martin.

Ralf Kiefer

unread,
Sep 28, 2016, 12:01:14 PM9/28/16
to
Olaf Kaluza wrote:

> Die 800GS ist ein Boxer? Ich glaube da muss man dich noch auf was
> anderes hinweisen. .-)

Soweit kenne ich das BMW-Angebot durchaus. Ich war allerdings bisher der
Meinung, daß die deutlich modernere Konstruktion dieser BMW mit einer
"normalen" Motorbauweise die alten Probleme abgelegt hätte. Wenn dem
nicht so ist, nehme ich zur Kenntnis, daß BMW ein stark an Traditionen
festhaltener Moppedhersteller ist ;-)

Frank Kemper

unread,
Sep 28, 2016, 4:20:54 PM9/28/16
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:
> Olaf Kaluza wrote:
>
>> Die 800GS ist ein Boxer? Ich glaube da muss man dich noch auf was
>> anderes hinweisen. .-)
>
> Soweit kenne ich das BMW-Angebot durchaus. Ich war allerdings bisher der
> Meinung, daß die deutlich modernere Konstruktion dieser BMW mit einer
> "normalen" Motorbauweise die alten Probleme abgelegt hätte. Wenn dem
> nicht so ist, nehme ich zur Kenntnis, daß BMW ein stark an Traditionen
> festhaltener Moppedhersteller ist ;-)

Wenn man bei seiner BMW eine stärkere Lichtmaschine haben will, ist der
Boxer IMHO grundsätzlich besser geeignet als der Rotax-Twin. Beim
(luftgekühlten) Boxer sitzt die Lima über und außerhalb des Motorgehäuses
und wird über einen Keilriemen angetrieben. Das ist im Grunde Auto-Technik,
und ich würde mich nicht wundern, wenn die LiMa auch aus irgendeinem Auto
stammt. Bei der F800 sitzt die LiMa (wie bei vielen anderen Moppeds) direkt
auf der Kurbelwelle. Eine andere LiMa, die da rein soll, müsste schon ganz
genau passen.



--
Jetzt neu: Red Bullet - der Roman
http://www.amazon.de/Red-Bullet-ebook/dp/B00AXNQPZI

Ralf Kiefer

unread,
Sep 28, 2016, 5:50:32 PM9/28/16
to
Frank Kemper wrote:

> Wenn man bei seiner BMW eine stärkere Lichtmaschine haben will, ist der
> Boxer IMHO grundsätzlich besser geeignet als der Rotax-Twin.

Klar. Und für die 2V-Boxer gab's "damals"[tm] genau so was, eben jene
berüchtigte Behörden-Lima. Die gab's auch als Nachbauten von
Nachrüstern. 4V-Boxer weiß ich nich.


> Bei der F800 sitzt die LiMa (wie bei vielen anderen Moppeds) direkt
> auf der Kurbelwelle.

AFAIK eine Lima im Ölbad. Es gibt in der BMW-Ersatzteilliste eine
leistungsstärkere. Die nennt sich genauso, welch Wunder, Behörden-Lima.
Es gibt auf dieser Welt tatsächlich Rennleitungen, die eine F800 in
welcher Geschmacksrichtung auch immer als "Pace Car" nehmen.
Typischerweise reicht einem Normalnutzer die übliche F800-Lima, im
Gegensatz zur Lima der älteren 2V-Boxer.

Und damit schließt sich der Kreis, weswegen ich mich wundere, daß einer
"800er GS" eine Behörden-Lima implantiert werden soll. Ich weiß von
genau einer Fahrerin einer F800GS, die so was in ihre Werks-BMW bekam,
als diese von BMW für die Winterfahrt nach und in Alaska vorbereitet
wurde. Da hingen als Lasten heizbare Handschuhe, Stiefel, Griffe und
Visier dran, was als Legitimation genügen sollte.

Gerhard Hoffmann

unread,
Sep 28, 2016, 6:09:32 PM9/28/16
to
Am 28.09.2016 um 23:50 schrieb Ralf Kiefer:
> Frank Kemper wrote:
>
>> Wenn man bei seiner BMW eine stärkere Lichtmaschine haben will, ist der
>> Boxer IMHO grundsätzlich besser geeignet als der Rotax-Twin.
>
> Klar. Und für die 2V-Boxer gab's "damals"[tm] genau so was, eben jene
> berüchtigte Behörden-Lima. Die gab's auch als Nachbauten von
> Nachrüstern. 4V-Boxer weiß ich nich.

Die 1200 GS adv hat jedenfalls eine ~ 730 Watt Lima standardmäßig.
Sollte wohl reichen.

Gruß, Gerhard

T.

unread,
Sep 29, 2016, 9:25:27 AM9/29/16
to
Ralf Kiefer schrieb:
> Und damit schließt sich der Kreis, weswegen ich mich wundere, daß einer
> "800er GS" eine Behörden-Lima implantiert werden soll. Ich weiß von
> genau einer Fahrerin einer F800GS, die so was in ihre Werks-BMW bekam,
ich kann nur sagen, was ich die ersten 3 Jahre im Winter mit meiner 2009
GS "erlebt" habe.

War halt nervig entweder die Kiste jede Woche ans Ladegerät zu hängen
oder Abends bei Eiskälte auf der Straße zu stehen und zu hoffen, das der
Bock noch anspringt - da habe ich jedes Mal meine XL herbei gewünscht.

Im Sommer gab's diesbzgl. übrigens keine Probleme und seinerzeit gab es
auch noch kein stärkere Lima für das Mopped, das wurde mir jedenfalls in
der BMW-Niederlassung gesagt, wo bei der Inspektion auch kein Fehler
gefunden wurde.

Es ist natürlich auch möglich, das die BMW-Qualitäts-Batterie nach drei
Jahren fertig war. Die Jahre danach hatte ich mit der
Nicht-BMW-Qualitäts-Batterie keine Probleme, wobei ich auch hier alle
paar Wochen geladen und die Heizgriffen nur "im Notfall" benutze habe ...
--

Gruesse,

Thorolf

Michael Schlücker

unread,
Oct 1, 2016, 2:55:32 AM10/1/16
to
Am 28.09.2016 23:50, schrieb Ralf Kiefer:

> Klar. Und für die 2V-Boxer gab's "damals"[tm] genau so was, eben jene
> berüchtigte Behörden-Lima.

Da wurde ja auch reichlich zusätzlich "verbraten" ;-)
Die viele blauen Zusatzlampen duften auch bei Fahrten als Eskorte nicht
zum Ausfall führen. Und schon der im Alltag dauerhaft genutzte Funk
(auch wenn die Rennleitung ohne laufenden Motor auf der Lauer liegt) hat
"damals"[tm] richtig Strom gefressen.
Ich hab in den '80ern selbst an dieser Ausrüstung "mitgebastelt".
Nicht in Spandau, sondern in Berlin-Tempelhof. "Damals"[tm] gab es noch
meinen ehemaligen Arbeitgeber SEL. Und die ganzen Funken und
Verbindungskabel mussten "wasserdichter" sein, als die Spandaumoppeds
selbst ;-)
Die lustigen Dichtigkeitsprüfungen jedes einzelnen Geräts und jedes
Kabels in einem zweckentfremdeten Aquarium werde ich mein Leben lang
nicht vergessen :-P


Micha

Michael Schlücker

unread,
Oct 1, 2016, 4:05:46 AM10/1/16
to
Am 27.09.2016 23:02, schrieb T.:
> Michael Schlücker schrieb:
>> MEIN "Alltagsmopped" rollt immer.

> dann ist das aber keine BMW,

Nein. Alte unbeliebte Kawa.

> das man die serienmäßig verbauten Heizgriffe...

Solchen Schnickschnack mit _hohem_ Stromverbrauch benutze ich nicht.
Viel härter. Ich fahre fast immer mit "Fingerstrapsen". Nur wenn es mal
unter Null geht, nehme ich mal "richtige" Handschuhe. Fast unbenutzte,
dick gefütterte Winterhandschuhe aus den ganz frühen '80ern (vom HeinG.)
verwende ich gelegentlich als Schutzausrüstung beim Rosenschneiden ;-)
Und wenn's richtig Winter wird...
Ich kann zwar auch Schlittschuh- und Skilaufen...
aber ich mags nicht wirklich. Das ist dann die richtige Zeit, um
notwendige Wartungsarbeiten oder geplante Umbauten in Angriff zu nehmen.
Und...
"Wintersport" wär bei meinem Gewicht und meiner Größe mit 'ner Babyduke
bestimmt ganz lustig...
Aber mal abgesehen davon, daß meine "Finanzministerin" dafür keine
Freigabe erteilt....
...Heizgriffe im Dauerbetrieb füttert die dann auch nicht ;-)


>> Rennsport? oder wie oder was?
> Nö, XL500R, 140 kg (oder 141 kg mit Bleibatterie) :-D

XL500R läuft immer. Weiss ich, weil ich die viele Jahre selbst gefahren
hab. Die alte Dame braucht eigentlich garkeine Batterie. Ein
Kondensator(Daten hab ich leider nicht mehr zur Hand) reicht aus, damit
das Licht nicht drehzahlbedingt an jeder roten Ampel in die Knie geht.
Der Kick braucht auch keine Batterie. Und ohne laufenden Motor muss man
auch nicht blinken und hupen.


Bei zuviel "verbratener" Energie z.B. durch Heizgriffe ist(wie es auch
schon Andere hier anmerkten) ein Wechsel der Batterie eher sinnlos.

Ich mach aber gern auch mal den "Erklärbär" ;-)

Wenn Deine Arbeit(die Lichtmaschine) jeden Monat z.B. 3.000€ipos aufs
Konto (die Batterie) liefert...
und Du jeden Tag 500€ ausgiebst...
also ständig im Minus bist...
Was hilft dagegen?
Die kontoführende Bank (die Batterie) wechseln?
Wohl kaum ;-)
Es bleiben nur zwei Möglichkeiten.
Ausgaben (Stromverbrauch) reduzieren...
Oder eine lukrativere Arbeitsstelle (stärkere Lichtmaschine)...



Micha

Olaf Kaluza

unread,
Oct 1, 2016, 4:45:29 AM10/1/16
to
Michael Schlücker <michaels...@arcor.de> wrote:


>Nein. Alte unbeliebte Kawa.

Kann sich trotzdem lohnen mal bei BMW vorbei zu fahren. Ja ich weiss
die neueren Mopeds sehen haesslich aus, aber BMW hat ganz gute
Winterhandschuhe.
Obwohl meine 75/7 von der Polizei ist und den ganzen Behoerdenkram
drin hat, ich bin noch nicht auf die Idee gekommen da Heizgriffe
reinzubauen. Da wuerde ich mir vorher eher Gelaendereifen drauf
machen.
Ausserdem sorgt die Polizeiverkleidung schon dafuer das mir nicht kalt
wird. Unsere Beamten waren naemlich alle Warmduscher. :-D

>Bei zuviel "verbratener" Energie z.B. durch Heizgriffe ist(wie es auch
>schon Andere hier anmerkten) ein Wechsel der Batterie eher sinnlos.

Was sinnvoll sein kann ist eine Batterie mit einer moeglichst hohen
Kapazitaet. Also dann gerade keine kleine Lithiumbatterie!
Auch die aendert dann nichts daran das man nicht mehr Energie
verbrauchen kann als die Lichtmaschine liefert, aber es gibt ja immer
mal Situtionen wo man ueber laengere Zeit mit hoeheren Drehzahlen
faehrt. Dann ist die Batterie wieder voll und kann laenger Energie
liefern. Hat man dann nur eine Lithiumbatterie mit halber Kapazitaet
verschwendet man die Energie welche man nicht speichern kann.
Die meisten Lithiumbatterien sind ja aus Preisgruenden eher kleiner
dimensioniert. Das raecht sich dann.



Olaf

Peter Weller

unread,
Oct 1, 2016, 1:17:40 PM10/1/16
to
Moin!

Am 01.10.2016 um 10:05 schrieb Michael Schlücker:

> Es bleiben nur zwei Möglichkeiten.
> Ausgaben (Stromverbrauch) reduzieren...
> Oder eine lukrativere Arbeitsstelle (stärkere Lichtmaschine)...

Drei. Den reichen Onkel (Ladegerät) regelmäßig anpumpen.

Kenn ich von unseren Kurzstreckenrollerfahrern im Kundenkreis. Da ist
die Strecke zwischen zwei Starts zu kurz, um das bißchen Strom
nachzuladen, das der Anlasser verbraucht hat. Faszinierend.

Servus, Peter

--
RRR#92 DLISUGC#9 '98 CBR600F "Tigger" 80Mm sold
'07 LC8 990 Adventure 25/47Mm '93 F650 "RealRedRaider" 26/44Mm sold

Michael Schlücker

unread,
Oct 1, 2016, 6:45:05 PM10/1/16
to
Am 01.10.2016 19:17, schrieb Peter Weller:
> Moin!
>
> Am 01.10.2016 um 10:05 schrieb Michael Schlücker:
>
>> Es bleiben nur zwei Möglichkeiten.
>> Ausgaben (Stromverbrauch) reduzieren...
>> Oder eine lukrativere Arbeitsstelle (stärkere Lichtmaschine)...
>
> Drei. Den reichen Onkel (Ladegerät) regelmäßig anpumpen.

Da kontere ich mit einem entschiedenen Jein wenn man(n) aber...
Diese dritte Lösung funktioniert nur, wenn man Zuhause oder wie in
Thorolfs Fall sogar schon am Arbeitsplatz eine Möglichkeit hat, den
schwächelden Stromlieferanten mit Nachschub aus der Steckdose zu
versorgen. (Als Leiharbeiter war ich Anfang 2008 mal in einem BMW-Werk
in München "zu Gast". Reichlich Parkplätze für Mitarbeiter. Aber
spezielle Plätze für Fahrzeuge von Mitarbeitern, die bis zum Feierabend
die leergelutschten Batterien wieder laden müssen, sind mir auch dort
nicht aufgefallen.)
Und wenn man wie ich ein "Laternenparker" ist, wirds ganz schwierig.
Eigenheimer mit Garage und/oder Carport können wenigstens Zuhause bequem
an die Steckdose. Aus dem 4.OG, und dann quer über die Straße bis zu
meinem "Stammplatz" ein Kabel verlegen...? wäre abenteuerlich und
unzulässig. Und ewiges elendes Rein- und rausgefummel des
Energiespenders ist auch keine Option.

Bin sehr zufrieden, daß _ich_ mich nicht mit solchen "Problemen"?
beschäftigen muss. Die olle 14Ah-Bakterie versieht zuverlässig ihren
Dienst. Der Bock springt bei jedem Wetter tadellos und sofort an. Ich
hab Heute(Gestern) noch mal gezielt drauf geachtet... das ist nichtmal
'ne Sekunde "Knöpfchendruck" :-) Kurzes Antippen(eher entsprechend dem
"Ratsch" beim Entzünden eines Streichholzes) und die Kiste läuft. Da tut
mir bei Morgentemperaturen von 5, 6, 7 °C schon manchmal der Nachbar mit
seinem Kackstuhl leid. Der nudelt gefühlte Ewigkeiten mit dem Starter
rum, bis der Motor mit dem Schnapsglashubraum zum Leben erwacht.... ;-)


Micha

Michael Schlücker

unread,
Oct 1, 2016, 9:35:24 PM10/1/16
to
Am 01.10.2016 10:42, schrieb Olaf Kaluza:

> Kann sich trotzdem lohnen mal bei BMW vorbei zu fahren. Ja ich weiss
> die neueren Mopeds sehen haesslich aus,

Du verkennst ein wenig meine Weltanschauung ;-)
Viele der modernen Captain-Kirk-Bikes gefallen mir zwar schon beim
Ansehen nicht...
Was mich aber am meisten stört(und das solltest Du mit Deiner alten
Gummikuh gut verstehen können), ist der für die Technikgläubigen
angeblich unverzichtbare Schnickschnack.
Ein Motor, Kabel für Zündanlage und Beleuchtung. Übersichtlich,
wartungsfreundlich und zuverlässig.
Versuch es mal zu betrachten, wie ein unbeteiligter Dritter.
Was Heute noch hoch gelobt wird(ja, auch hier in drm), ist Morgen
plötzlich schon wieder die letzte Scheiße(Autos und Moppeds ohne Wlan
sollte man besser nicht mehr kaufen?). Mopped ohne Wheelie-Automatik
gehen garnicht mehr? Und gyroskopische Lagekontrolle ist ein absolutes
"Muss"!!! Sonst könnte man versehentlich mal die echte körperliche
Erfahrung einer 90°-Schräglage erleben ;-)
Richtig Scheiße wirds erst, wenn eines der vielen Drähtchen zu den
vielen Sensoren einen Schaden hat. Oder Einer von Diesen ausfällt. Und
selbst Vertragswerkstätten nur "eventuell?" defekte Steuergeräte usw.
tauschen(können?).
Der Hype mit den "SUV-Moppeds" hat ja mal mit dem Paris-Dakar-Fieber
begonnen...
und 'ne XT oder XL flickt zur Not jeder schwarze Dorfschmied mit
abenteuerlichem Schweißgerät und Klimbim wieder wenigstens fahrbar
zusammen...
und auch Deine 75/5 ist kein "Hexenwerk", sondern überschaubare Technik...

Ich will ja jetzt nicht boshaft sein(oder vielleicht doch ?)...
Könnte es eventuell sein, daß die modernen "Abenteurer" mit ihren
überdimensionalen und tonnenschweren zweirädrigen Smartphones sich
bevorzugt auf diverse Alpenüberquerungen konzentrieren, weil man auf
diesen Routen mit der goldenen ADAC-Card im Falle des Falles relativ
bequem aus dem Schneider ist? Denn außer Dir, mir und einem recht
kleinen "harten Kern" aus drm gibt es anscheinend immer weniger Leute,
die ein Mopped nicht nur fahren, sondern auch zerlegen, instandsetzen
und wieder funktionsfähig zusammenbauen können :-(



> aber BMW hat ganz gute Winterhandschuhe.

Vergiss die Handschuhe! ;-)
Als Schutz für die Pfoten hat sich die bequeme Lösung schon seit
Jahrzehnten bewährt. Auch wenn meine Frau das "peinlich" findet, wenn
ich an dieser alten Gewohnheit festhalte. Handschuhe an, Handschuhe aus,
Handschuhe an, Hand....
LMAA! Der Schutz reicht aus, daß man nicht nach einem Abflug die
Gattin(oder andere Personen) für diverse Verrichtungen des täglichen
Lebens ;-) als Hilfe benötigt, wenn man eigentlich seine eigenen Hände
benutzen könnte.
Aber bei jedem Einkauf? Jedem Stop an der Tanke, der Pommesbude? usw...?
Knitterfreier Hut ab... reicht. Mehr Striptease ist nicht notwendig.
Wirklich "erwachsen" werd ich wahrscheinlich nie ;-)


> Was sinnvoll sein kann ist eine Batterie mit einer moeglichst hohen
> Kapazitaet. Also dann gerade keine kleine Lithiumbatterie!

Das stimmt zwar. Und wäre die bessere dritte Lösung. Aber ich hab mich
dabei ganz bewusst nicht geäußert.
Achtung........
Gleich kommen Argumente wie "andere Ladespannung"...
obwohl 12V-Blei-Batterien bei jeweils gleicher Spannung als "Voll" bzw.
"leer" gelten. Unabhängig von der Kapazität.
Endlose Diskussionen darüber, welchen Lichtmaschinen/Reglern das ganz
egal ist, sind mir zu zeitaufwendig.




Micha

Olaf Kaluza

unread,
Oct 2, 2016, 3:00:25 AM10/2/16
to
Michael Schlücker <michaels...@arcor.de> wrote:

>"Ratsch" beim Entzünden eines Streichholzes) und die Kiste läuft. Da tut
>mir bei Morgentemperaturen von 5, 6, 7 °C schon manchmal der Nachbar mit
>seinem Kackstuhl leid. Der nudelt gefühlte Ewigkeiten mit dem Starter
>rum, bis der Motor mit dem Schnapsglashubraum zum Leben erwacht.... ;-)

Erzaehl ihm mal von Startpilot. Meine 1000RX ist auch etwas unwillig
wenn sie mal ein paar Wochen gestanden hat und die Japaner haben ja
nur so eine Maedchenbatterie. Da ist sowas sehr praktisch.

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Oct 2, 2016, 3:00:25 AM10/2/16
to
Michael Schlücker <michaels...@arcor.de> wrote:


>Was mich aber am meisten stört(und das solltest Du mit Deiner alten
>Gummikuh gut verstehen können), ist der für die Technikgläubigen
>angeblich unverzichtbare Schnickschnack.

Nein. :-)

>Richtig Scheiße wirds erst, wenn eines der vielen Drähtchen zu den
>vielen Sensoren einen Schaden hat. Oder Einer von Diesen ausfällt. Und
>selbst Vertragswerkstätten nur "eventuell?" defekte Steuergeräte usw.
>tauschen(können?).

Okay, als gelernter Schlosser und studierter Etechnikingenieur sehe
ich das vielleicht etwas anders. Aber ich habe es nie verstanden wieso
es Leute gibt die keine Angst davor haben den Motor zu zerlegen, dann
aber davor zurueckschrecken mal im Steuergeraet ein paar Loetstellen
nachzuloeten oder einen Transistor auszutauschen.

Von daher haette ich keine Probleme damit wenn meine R75 einen CAN-Bus
haette. :-D


>und 'ne XT oder XL flickt zur Not jeder schwarze Dorfschmied mit
>abenteuerlichem Schweißgerät und Klimbim wieder wenigstens fahrbar
>zusammen...
>und auch Deine 75/5 ist kein "Hexenwerk", sondern überschaubare Technik...

Also erstmal ich hab eine /7 und keine /5. Soviel Zeit muss
sein. Haette ich eine /5 wuerde ich hier auch ueber die
Lichtmaschinenleistung jammern. :)

Der Vorteil der alten BMWs ist vor allem das sie das Ende einer langen
Entwicklungszeit aus einer Zeit sind als Motorraeder noch jeden Tag
genutzt wurden. Sie sind also zuverlaessig. Und wenn sie doch mal ein
Problem haben dann ist alles einfach erreichbar. Bei meiner GPZ1000RX
muss ich z.b erstmal eine Stunde Schrauben bis ich eine Zuendkerze
auch nur in der Hand halte.
Sehr schoen war das im uebrigen auch bei den Enfields zu sehen. Obwohl
die ja nagelneu waren, also Einspritzung und Steuergeraet, konnte man
deutlich sehen das dies sehr Schrauberfreundlich konstruiert
waren. Ich fand es z.B bemerkenswert das man bei denen das Hinterrad
ausbauen konnte und das Kettenrad mit Kette blieb drin.

>bevorzugt auf diverse Alpenüberquerungen konzentrieren, weil man auf
>diesen Routen mit der goldenen ADAC-Card im Falle des Falles relativ

Ich ueberlege gerade ob ich mir eine ADAC-Karte holen soll. :-)
Aber nicht fuer mein Motorrad. Daran schraube ich schon selbst. Eher
um meinen Arsch notfalls vom Ende der Welt nachhause zu schaffen wenn
es zu einem ernsten Zusammenstoss zwischen mir und der Welt kommt.

BTW: Kuck mal da:

http://rideexpeditions.com/forum/everest-basecamp-nepal-tibet/a-ride-to-everest-basecamp-were-in-the-planning-stages/

Das klingt so als ob ich dort hin sollte. :-)

BTW2: Wenn jemand eine gute Reisekrankenversicherung empfehlen kann
nur raus damit. Mit gut meine ich das sie jederzeit erreichbar ist und
es nicht ellenlange Diskussionen gibt wenn man selber gerade nicht in
der Stimmung dazu ist.


>bequem aus dem Schneider ist? Denn außer Dir, mir und einem recht
>kleinen "harten Kern" aus drm gibt es anscheinend immer weniger Leute,
>die ein Mopped nicht nur fahren, sondern auch zerlegen, instandsetzen
>und wieder funktionsfähig zusammenbauen können :-(

Viele der alten Saecke sind heute zu reich&faul. Bei den juengeren
scheint es mir teilweise eine Folge von aeusseren Einfluesterungen zu
sein. Ich hoere da oefters solche Saetze wie "Da kann man heute ja
garnichts mehr selber machen". Ist natuerlich totaler Quatsch.
Andererseits soll ja gerade der Beruf des KFZ-Mechaniker bei
Jugendlichen immer noch sehr begehrt zu sein. Erstaunlich eigentlich.


Olaf

Andreas Portz

unread,
Oct 2, 2016, 3:28:18 AM10/2/16
to
Olaf Kaluza wrote:

> Andererseits soll ja gerade der Beruf des KFZ-Mechaniker bei
> Jugendlichen immer noch sehr begehrt zu sein. Erstaunlich eigentlich.

Ja. Insbesondere da nur noch die von dir oben erwähnten "alten Säcke"
überhaupt wissen können, dass es mal so etwas wie KFZ-Mechaniker gegeben
hatte.
Heute nennt sich das Mechatroniker und auch wenn man da 'Elektronik'
raus liest, wäre kaum eine dieser Personen nach ihrer Ausbildung bzw.
während ihrer Arbeit dazu in der Lage, dass von dir noch weiter oben
erwähnte Nachlöten einer CDI Platine oder den Austausch elektronischer
Bauteile vorzunehmen. Diese Fachkräfte sind - zu ihrer Entschuldigung:
angepasst an die heutzutage vorgegebenen Konstruktionen - reine
Bauteiletauscher. Nach 'Feststellung' des vermuteten Problems mittels
Diagnosegerät.

-Andreas

Manfred Caspari

unread,
Oct 2, 2016, 4:26:52 AM10/2/16
to
Am 02.10.2016 um 09:28 schrieb Andreas Portz:

> Diese Fachkräfte sind - zu ihrer Entschuldigung:
> angepasst an die heutzutage vorgegebenen Konstruktionen - reine
> Bauteiletauscher.

eher Baugruppentauscher....

-Manfred

Ralf Kiefer

unread,
Oct 2, 2016, 5:10:20 AM10/2/16
to
Olaf Kaluza wrote:

> Okay, als gelernter Schlosser und studierter Etechnikingenieur sehe
> ich das vielleicht etwas anders. Aber ich habe es nie verstanden wieso
> es Leute gibt die keine Angst davor haben den Motor zu zerlegen, dann
> aber davor zurueckschrecken mal im Steuergeraet ein paar Loetstellen
> nachzuloeten oder einen Transistor auszutauschen.

In einem Steuergerät ist Software drin. Die sorgt typischerweise dafür,
daß das Verhalten einer Elektronik oder Mechanik nicht mehr
deterministisch ist.


> Von daher haette ich keine Probleme damit wenn meine R75 einen CAN-Bus
> haette. :-D

Kennst Du CAN-Bus-Protokolle?


> Das klingt so als ob ich dort hin sollte. :-)

Dort kann man sogar mit einer 1200GS-Abenteuer hinfahren, denn die
Straße ist mittlerweile zweispurig (mit Mittellinie!) asphaltiert. Je
nachdem, was als Basecamp betrachtet wird (Hüttendorf oder Zeltlager),
sind evtl. die letzten 3000m noch Schotterpiste. Man müßte nur bei BMW
die Zusicherung einholen, daß deren Software nicht bei 5000m über
Meeresspiegel schlapp macht, denn bereits das Hüttendorf liegt auf
5015m.


> BTW2: Wenn jemand eine gute Reisekrankenversicherung empfehlen kann
> nur raus damit.

Das kommt sehr drauf an, in welchem Modus zu verreisen möchtest. Als
erste Anlaufstelle findest Du vielleicht im Motorradkarawane-Forum in
der Versicherungsrubrik ein paar Tips.


> Andererseits soll ja gerade der Beruf des KFZ-Mechaniker bei
> Jugendlichen immer noch sehr begehrt zu sein.

Die moderne Bezeichnung wurde bereits erwähnt. Bald geht bei denen ohne
Bachelor nix mehr.

Joachim Heller

unread,
Oct 2, 2016, 5:41:44 AM10/2/16
to
Am 02.10.2016 um 11:10 schrieb Ralf Kiefer:


>> Andererseits soll ja gerade der Beruf des KFZ-Mechaniker bei
>> Jugendlichen immer noch sehr begehrt zu sein.

Das hoert sich bei uns dann gelegentlich so an:

ich will KFZ

ah Mechatroniker moechtest du also werden

ne KFZ!

;)



Thomas Schade

unread,
Oct 2, 2016, 6:12:53 AM10/2/16
to
Ihr seid ja sonst eigentlich nicht so die technikphoben
Elektronik-ist-der-moderne-Gottseibeiuns-Typen, wie also kommt es, dass
hier jetzt plötzlich ebenfalls in die Kerbe der
Alles-nach-der-Abreißzündung-geht-über-meinen-Horizont-Fetischisten schlagt?


Ciao
Toscha
--
The gods made heavy metal Honda CBR 900RR
and they saw that it was good. FB #1 WTS #5
[Manowar] RB #0 GRR #20
________________________ http://www.toscha.de ________ GUS #35 RRR #666

Olaf Kaluza

unread,
Oct 2, 2016, 6:30:23 AM10/2/16
to
Andreas Portz <Andrea...@gmx.de> wrote:

>Bauteile vorzunehmen. Diese Fachkräfte sind - zu ihrer Entschuldigung:
>angepasst an die heutzutage vorgegebenen Konstruktionen - reine
>Bauteiletauscher. Nach 'Feststellung' des vermuteten Problems mittels
>Diagnosegerät.

Da habe ich aber Verstaendnis fuer. Wenn jemand in einer Werkstatt ein
Steuergeraet auseinander baut um da etwas drin nachzuloeten oder mal
eine Endstufe tauscht dann ist der Stundenlohn hoeher als die
Herstellung eines neuen Steuergeraetes.

Das Problem ist nur das du als Endkunde nicht den Preis fuer die
Herstellung eines Steuergeraetes bezahlst sondern diese Zahl bevor man
sie dir nennt mit 10 multipliziert wird.

Deshalb gibt es ja mittlerweile kleine Nischenunternehmen die es dann
doch machen und dafuer den Endkundenpreis/2 nehmen.

Man koennte sagen hier zeigt sich Kapitalismus und Marktwirtschaft. :-D

Olaf

Andreas Portz

unread,
Oct 2, 2016, 6:47:49 AM10/2/16
to
Thomas Schade wrote:

> Ihr seid ja sonst eigentlich nicht so die technikphoben
> Elektronik-ist-der-moderne-Gottseibeiuns-Typen, wie also kommt es, dass
> hier jetzt plötzlich ebenfalls in die Kerbe der
> Alles-nach-der-Abreißzündung-geht-über-meinen-Horizont-Fetischisten schlagt?

Ähm *räusper* wer fährt doch gleich ein mehrere Jahrzehnte altes
Konzept, das durch konsequentes Weglassen von allem überzeugt (kein
Motor, kein Fahrwerk, keine Bremse (vulgo 'mechanisches' ABS), ...) ;-)


-Andreas

Thomas Schade

unread,
Oct 2, 2016, 6:57:45 AM10/2/16
to
Das ist aber eben kein Ausdruck einer hier mittlerweile allenthalben
plakativ vorgetragenen Technikphobie. :)


Ciao
Toscha
--
Now he's too old to Rock'n'Roll Honda CBR 900RR
but he's too young to die. FB #1 WTS #5
[Jethro Tull] RB #0 GRR #20

Olaf Kaluza

unread,
Oct 2, 2016, 7:00:23 AM10/2/16
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:


>In einem Steuergerät ist Software drin. Die sorgt typischerweise dafür,
>daß das Verhalten einer Elektronik oder Mechanik nicht mehr
>deterministisch ist.

Richtig. Deshalb kann ja die Werkstatt das Diagnosegeraet dranhaengen
und die Ausgaenge einzeln durchschalten.


>Kennst Du CAN-Bus-Protokolle?

Ich geb zu das CAN-Bus zu den wenigen Protokollen gehoert mit denen
ich bisher noch nichts gemacht habe, aber mein privater Oszi hat die
Dekodierung eingebaut. :-p

Als Bastler muss ich das aber nicht kennen. Genauso wie ich mir ja
auch einen Drehmomentschluessel oder ein Multimeter kaufe, kaufe ich
mir einfach eine Software welche die Dekodierung macht.

Als fortgeschrittener (aehem) Bastler koennte ich mich dazu hinreissen
lassen etwas selber zu programmieren. Fuer ISO9141 hab ich das vor
8Jahren schon mal gemacht um die Aktoren meiner Klimaanlage zu schalten.

Es gibt im uebrigen mittlerweile eine ganze Menge Leute die mit
CAN-Bus auf dem Rhaspberry rummachen.



>Dort kann man sogar mit einer 1200GS-Abenteuer hinfahren, denn die
>Straße ist mittlerweile zweispurig (mit Mittellinie!) asphaltiert. Je

Erstens weisst du nicht wovon du redest. .-) Ich bin mir sicher das Tobi
eine Strasse findet auf die das nicht zutrifft. Allein um den Spass zu
erhoehen. Zweitens moechte ich da nicht mit einer 1200GS fahren weil
das die Sache zu teuer macht.

>nachdem, was als Basecamp betrachtet wird (Hüttendorf oder Zeltlager),
>sind evtl. die letzten 3000m noch Schotterpiste. Man müßte nur bei BMW

Haeng dich nicht zu sehr an dem Endpunkt der Reise auf. Die 2-3tkm davor
sind das wichtige. Ausserdem darfst du da ja nicht vergessen das er
seine Reise verkaufen muss und irgendeinen Namen braucht. Er koennte
sie schlecht "Wir fahren 2000km im Himalaya rum und es mag sein das
der MountEverest in der Naehe ist, aber scheiss drauf." nennen.

Ausserdem ist es sicher praktisch wenn man am Ende an einem bekannten
Ort ist von dem man einfach nach Hause fliegen kann.

>die Zusicherung einholen, daß deren Software nicht bei 5000m über
>Meeresspiegel schlapp macht, denn bereits das Hüttendorf liegt auf
>5015m.

Ach komm, was Enfield kann, das kann BMW doch wohl schon lange. :-)

Olaf

Andreas Portz

unread,
Oct 2, 2016, 8:03:37 AM10/2/16
to
Thomas Schade wrote:

> Das ist aber eben kein Ausdruck einer hier mittlerweile allenthalben
> plakativ vorgetragenen Technikphobie. :)

Doch, was nicht dran ist, kann nicht kaputt gehen. Oder "Wo and're
messen, prüfen, beten, muss ich nur kräftig gegentreten!" ;-)


-Andreas

Frank Reutter

unread,
Oct 2, 2016, 10:02:17 AM10/2/16
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:

> Ach komm, was Enfield kann, das kann BMW doch wohl schon lange. :-)

Ja, ich vermute auch, dass es lange her ist, dass BMW das konnte.
:-P
cu
f
--
...ausserdem halte ich verdunkelte Heckscheiben für antisozial und dumm.

Ralf Kiefer

unread,
Oct 2, 2016, 10:07:56 AM10/2/16
to
Olaf Kaluza wrote:

> Deshalb kann ja die Werkstatt das Diagnosegeraet dranhaengen
> und die Ausgaenge einzeln durchschalten.

Die Werkstatt. Du nicht, ich nicht. Bei einer Schadensdiagnose ist so
eine Werkstatt natürlich alles andere als unabhängig, denn die will
Teile verkaufen, und unsereins hat keine Möglichkeit eine Begründung zu
verstehen.


> Es gibt im uebrigen mittlerweile eine ganze Menge Leute die mit
> CAN-Bus auf dem Rhaspberry rummachen.

Es gibt auf dem CAN-Bus ziemlich viel proprietäres Zeuch. Vielleicht
haben das manche Hobbyisten bereits entschlüsselt, vielleicht aber auch
nicht.


> Ich bin mir sicher das Tobi
> eine Strasse findet auf die das nicht zutrifft. Allein um den Spass zu
> erhoehen.

Im chinesischen Teil der Berge gelten die strengen Regeln der
Machthaber. Außer der geringen Auswahl an befahrbaren Wegen gibt's nur
sehr wenige, die administrativ freigegeben sind. Immer mit staatlichem
Aufpasser, denn das ist Tibet, also aus chinesischer Sicht sehr
kritisch.

In Ladakh (Indien) gibt's mehrere Zonen: der vom Militär absolut
gesperrte Teil üblicherweise in Grenznähe zu China und besonders
Pakistan entlang der Waffenstillstandslinie. Dann der Bereich davor, zu
dem man auch als Europäer üblicherweise das "Inner Line Permit" kaufen
kann. Dazwischen gibt es einen "Graubereich". Aber der größere Teil von
Ladakh ist frei befahrbar. Und weil es dort eher Hochebenen als tiefe
Täler gibt, gibt's ein größeres Netz an Pisten statt hierarchischer
Wegestruktur wie in den chinesischen Tälern.

Soll heißen, daß ich Dir zwar nicht die Hoffnung auf hübsche Wege nehmen
möchte, ich allerdings nicht ganz so zuversichtlich bin wie Du. BTW die
Straße zum Mount-Everest-Basislager wurde offensichtlich erst diesen
Sommer asphaltiert, wenn die Datumsangaben bei Google Earth stimmen.


> Ausserdem ist es sicher praktisch wenn man am Ende an einem bekannten
> Ort ist von dem man einfach nach Hause fliegen kann.

Viel Auswahl sehe ich nicht: Lhasa. Für die MTLs dieser Welt gibt's dort
als Teilstrecke die Bahnlinie von Lhasa nach Xigazê ;-)


> Ach komm, was Enfield kann, das kann BMW doch wohl schon lange. :-)

Meinst Du? :-)

Es gibt deutsche Qualitätsfahrzeuge, deren Motorsteuerung bis 4000m
freigegeben ist. Da geht bei 4500m zuverlässig was kaputt. Blöd nur, daß
jener schwäbische "Qualitätshersteller" im Dosenbereich solche
Grenzwerte vor dem Schaden nicht nennt, wohl aber danach.

BTW eine Husaberg mit Einspritzanlage hält den Höhenweltrekord für
Moppeds bei 6361m, allerdings in den Anden.

Gerhard Hoffmann

unread,
Oct 2, 2016, 12:31:25 PM10/2/16
to
Am 02.10.2016 um 16:07 schrieb Ralf Kiefer:
> Olaf Kaluza wrote:

>> Ich bin mir sicher das Tobi
>> eine Strasse findet auf die das nicht zutrifft. Allein um den Spass zu
>> erhoehen.

>
> Soll heißen, daß ich Dir zwar nicht die Hoffnung auf hübsche Wege nehmen
> möchte, ich allerdings nicht ganz so zuversichtlich bin wie Du. BTW die
> Straße zum Mount-Everest-Basislager wurde offensichtlich erst diesen
> Sommer asphaltiert, wenn die Datumsangaben bei Google Earth stimmen.

Ich hoffe, das ist auf der chinesischen Seite. Auf der Nepal-Seite
fände ich das geradezu widerlich. Da hat das Erdbeben die halbe
Infrastruktur plattgemacht und es wird eine Teerstraße zum Basecamp
gebaut.

Ich war vor 20 Jahren schon mal dort. Zu Fuß. Es haben mir noch 2 Tage
bis zum Ende gefehlt, war einfach zu kalt und der Yaccwollepullover
kein Ersatz für das Fleecefutter.

Oberhalb von Namche Bazaar könnte man mit der GSA ganz gut rumkommen,
das war zwar hoch, aber nicht bösartig.

Weiter unten war's schon haariger. Das war teilweise echt nur ein
Trampelpfad und auch Geröll. Da haben auch die paar Mountainbiker
ihr Gerät lieber getragen. Und es geht zwar konzeptionell parallel
zu einem Wildwasserfluss hoch, aber für jeden Nebenfluss muss man
600 m runter, "Brücke" und auf der anderen Seite wieder hoch.
Nicht lustig.

In Mittelnepal kann man jetzt wohl von Pokhara nach Jomsom und weiter
fahren, am Annapurna vorbei. Ich bin nach Jomsom geflogen und dann
von dort weiter hochgelaufen.

Der alte Fußweg zurück durchs Kali Gadaki-Tal ist wegen der Jeeps
jetzt nicht mehr interessant. Man sieht nach einer Stunde wegen der
Staubwolken aus wie ein Schneemann. Technisch wär's mit dem Mopped
kein Problem, keine Ahnung ob man dort was mieten kann.
Ja, Gleitschirm geht.

>> Ausserdem ist es sicher praktisch wenn man am Ende an einem bekannten
>> Ort ist von dem man einfach nach Hause fliegen kann.

Jawoll!
Und in Kathmandu will ich nicht Motorrad fahren:

<
https://get.google.com/albumarchive/103357048842463945642/album/AF1QipMYBHQTwzbh2wCIPDXe5LVF6KqYaGG8NZWdYlAG/AF1QipPYcVF86pOdEX6llwl_BkL3FxfEYH2ILIMIoF5P
>

Gruß, Gerhard

Ralf Kiefer

unread,
Oct 2, 2016, 1:36:20 PM10/2/16
to
Gerhard Hoffmann wrote:
> Ich hoffe, das ist auf der chinesischen Seite.

Tibet.


> Auf der Nepal-Seite
> fände ich das geradezu widerlich. Da hat das Erdbeben die halbe
> Infrastruktur plattgemacht und es wird eine Teerstraße zum Basecamp
> gebaut.

Zwei Einwände von mir:
Wenn die staatlichen Organe in Nepal das Land wieder aufbauen, könnte es
durchaus sein, daß sie die touristische Infrastruktur genauso aufbauen.
Die sind von den Einnahmen abhängig.

BTW Nepal "bettelt" um wiederkehrenden Tourismus. Ich selbst hatte sowas
"damals" 1,5 Jahren nach dem Erdbeben in Bam (Iran) erfahren. Wir waren
in der Gegend unterwegs und wollten uns ausdrücklich nicht am
Katastrophentourismus beteiligen. Wir wurden vor Ort allerdings von
vielen Seiten gebeten und ermutigt hinzufahren, um den verbliebenen
Menschen vor Ort zu zeigen, daß wir als europäische Touristen sie nicht
vergessen hätten. Natürlich ging's auch ums Geld, denn schließlich
übernachteten und aßen wir dort.


> In Mittelnepal kann man jetzt wohl von Pokhara nach Jomsom und weiter
> fahren, am Annapurna vorbei. Ich bin nach Jomsom geflogen und dann
> von dort weiter hochgelaufen.

Heute kann man mit fast jedem Fahrzeug bis ganz hoch nach Mustang (Lo
Manthang) fahren, wenn man eine Genehmigung bekäme. Ab ungefähr 10km
nordöstlich von Jomson braucht man diesen Zettel, nur gibt's den nicht
für Ausländer, AFAIK.


> Der alte Fußweg zurück durchs Kali Gadaki-Tal ist wegen der Jeeps
> jetzt nicht mehr interessant. Man sieht nach einer Stunde wegen der
> Staubwolken aus wie ein Schneemann. Technisch wär's mit dem Mopped
> kein Problem, keine Ahnung ob man dort was mieten kann.

Vermutlich irgendwelche indischen oder chinesischen 125er oder Roller.

Frank Kemper

unread,
Oct 2, 2016, 4:58:24 PM10/2/16
to
Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:
> On 02.10.2016 10:26, Manfred Caspari wrote:
>> Am 02.10.2016 um 09:28 schrieb Andreas Portz:
>
>>> Diese Fachkräfte sind - zu ihrer Entschuldigung:
>>> angepasst an die heutzutage vorgegebenen Konstruktionen - reine
>>> Bauteiletauscher.
>>
>> eher Baugruppentauscher....
>
> Ihr seid ja sonst eigentlich nicht so die technikphoben
> Elektronik-ist-der-moderne-Gottseibeiuns-Typen, wie also kommt es, dass
> hier jetzt plötzlich ebenfalls in die Kerbe der
> Alles-nach-der-Abreißzündung-geht-über-meinen-Horizont-Fetischisten schlagt?

Wenn du auf diese Frage eine Antwort hast, die als Arbeitshypothese taugt,
dann sag's mir weiter. Ich könnte Rat brauchen für das GS-Forum;-)

Frank

--
Jetzt neu: Red Bullet - der Roman
http://www.amazon.de/Red-Bullet-ebook/dp/B00AXNQPZI

Manfred Caspari

unread,
Oct 3, 2016, 5:27:49 AM10/3/16
to
Am 02.10.2016 um 12:12 schrieb Thomas Schade:
> On 02.10.2016 10:26, Manfred Caspari wrote:
>> Am 02.10.2016 um 09:28 schrieb Andreas Portz:
>
>>> Diese Fachkräfte sind - zu ihrer Entschuldigung:
>>> angepasst an die heutzutage vorgegebenen Konstruktionen - reine
>>> Bauteiletauscher.
>>
>> eher Baugruppentauscher....
>
> Ihr seid ja sonst eigentlich nicht so die technikphoben
> Elektronik-ist-der-moderne-Gottseibeiuns-Typen, wie also kommt es, dass
> hier jetzt plötzlich ebenfalls in die Kerbe der
> Alles-nach-der-Abreißzündung-geht-über-meinen-Horizont-Fetischisten schlagt?

Hm, meine mittlerweile schon 25 Jahre alte FJ hatte schon keine
Abreißzündung mehr und gar schon ABS.

Aber mein Olympischer Traum von Auto entwickelt sich zur Zeit eben doch
zum Olympischen Alptraum ala Bartheld. War schon mehrfach beim "wir sind
erst zufrieden, wenn Sie total zufrieden sind", ohne dass man das
Problem gelöst hätte. Bei Technik aus der Abreißzundungs-Ära wäre das
nicht passiert.

Was mich allerdings trotzdem nicht davon abgehalten hat eine MT-10 zu
kaufen :-)


-Manfred

Peter Weller

unread,
Oct 3, 2016, 5:01:14 PM10/3/16
to
Moin!

Am 02.10.2016 um 00:45 schrieb Michael Schlücker:

>>> Es bleiben nur zwei Möglichkeiten.
>>> Ausgaben (Stromverbrauch) reduzieren...
>>> Oder eine lukrativere Arbeitsstelle (stärkere Lichtmaschine)...

>> Drei. Den reichen Onkel (Ladegerät) regelmäßig anpumpen.

> Da kontere ich mit einem entschiedenen Jein wenn man(n) aber...
> Diese dritte Lösung funktioniert nur, wenn man Zuhause oder wie in
> Thorolfs Fall sogar schon am Arbeitsplatz eine Möglichkeit hat, den
> schwächelden Stromlieferanten mit Nachschub aus der Steckdose zu
> versorgen. (Als Leiharbeiter war ich Anfang 2008 mal in einem BMW-Werk
> in München "zu Gast". Reichlich Parkplätze für Mitarbeiter. Aber
> spezielle Plätze für Fahrzeuge von Mitarbeitern, die bis zum Feierabend
> die leergelutschten Batterien wieder laden müssen, sind mir auch dort
> nicht aufgefallen.)
> Und wenn man wie ich ein "Laternenparker" ist, wirds ganz schwierig.
> Eigenheimer mit Garage und/oder Carport können wenigstens Zuhause bequem
> an die Steckdose. Aus dem 4.OG, und dann quer über die Straße bis zu
> meinem "Stammplatz" ein Kabel verlegen...? wäre abenteuerlich und
> unzulässig. Und ewiges elendes Rein- und rausgefummel des
> Energiespenders ist auch keine Option.

[ ] Du kennst:
https://www.louis.de/artikel/optimate-dc-to-dc-12v-batterieladegeraet/10037739?list=235333193&filter_article_number=10037739

> Bin sehr zufrieden, daß _ich_ mich nicht mit solchen "Problemen"?
> beschäftigen muss. Die olle 14Ah-Bakterie versieht zuverlässig ihren
> Dienst. Der Bock springt bei jedem Wetter tadellos und sofort an. Ich

Thema war aber inzwischen schon, daß *jede* Batterie im Laufe der Zeit
leer wird, wenn man mehr verbraucht als nachlädt. Da kannst Du Dir zig
kWh im Anhänger verbauen, das ändert nichts an der Tatsache "Ausgaben
höher als Einkommen", s.o., es ändert nur die Zeit bis zur Pleite.

Und so gibt es Nutzungsszenarien, in denen ein Nachladen der Batterie
mit anderen Mitteln als den bordeigenen angezeigt ist.

Michael Schlücker

unread,
Oct 7, 2016, 8:04:18 PM10/7/16
to
Am 02.10.2016 09:28, schrieb Andreas Portz:

> Ja. Insbesondere da nur noch die von dir oben erwähnten "alten Säcke"
> überhaupt wissen können, dass es mal so etwas wie KFZ-Mechaniker gegeben
> hatte.
> Heute nennt sich das Mechatroniker...
> ...Bauteiletauscher. Nach 'Feststellung' des vermuteten Problems mittels
> Diagnosegerät.

Du hast das Problem schon gut bearbeitet. Im realen Leben kommts aber
noch schlimmer... Selbst wenn sich da jemand auskennt, sich richtig
reinhängt... Einen abgepfiffen Kondensator wechseln ist kein Hexenwerk.
Einen durchgeschmorten Widerstand aus- und einen Neuen einlöten auch
nicht. Und auch der defekte Transistor ist nicht das Problem...
Die hochkomplexen, ständig neuen elektronischen Bauteile sind es.
Schon bei einem Automodell sind elektronische Bauteile aus der
eigentlich gleichen Baureihe... nur mit ein paar Monaten
Fertigungsabstand... nicht kompatibel.
Und der kurzlebige Softwarescheiß ist auch nicht lustig.
Das fängt schon vor der Glotze an.
Der gut drei Jahre alte Samsung bekommt keine aktuelle Software mehr...
weil er eben schon zu ALT ist.
Da kann Olaf ja gern mal nachlöten ;-)

Das Gelaber und Geseiher... auch nach Beas Anfrage... hat ein wenig...
oder auch ziemlich viel... mit Wegwerfmentalität zu tun.
[ich übertreibe jetzt bewusst ein wenig]
Moppeds die 10, 12, 15k€ und aufwärts kosten, sind heute noch das
absolute Optimum. Und kurz nachdem sie das erste Mal eine HU erlebt
haben, sind sie technisch veraltet und reif zur Verschrottung?

Motoren mit Vergaser gehen z.B. garnicht. Diese Technik ist suboptimal.
Wenn man z.B. ein Mopped in die Garage stellen möchte.... und das
monatelang gelangweilt und missachtet in der Gegend rumstehen muss...
könnten Vergaser durch diverse Ablagerungen von altem Sprit
"verkleistert" sein. Einspritzdüsen blasen den eventuell anhaftenden
minimalen Rotz systembedingt schon raus wie ein Kärcher ;-)

Ich mag garnicht an die Liste denken, was an einem ein paar Jahre
"alten" Bock so alles kaputt zu sein hat.

Jetzt musst Du mir mal "auf die Sprünge" helfen.
Was mach ich falsch?
Die alte Dame, die mir 2013 entwendet wurde und nächstes Jahr ihren
30sten Geburtstag gefeiert hätte..
und jetzt, seit Anfang 2014 ihre grössere Schwester, die dieses Jahr
volljährig wurde...
wurden bzw. werden gnadenlos im Alltag benutzt, gejagt, geschruppt,
gehetzt. Kaltstarts. Kurzstreckenbetrieb. Und das auch noch oft gepaart
mit (ich sag mal vorsichtig... ziemlich zügigem) Stadtverkehr.
Da versifft und versagt kein Vergaser... (nur die Kette, die unter
meinem agressivem Fahrstil leidet, könnte auch kein Öltropfer von ihrem
Leiden durch heftige Lastwechsel befreien... ;-) )
Kleine Alterserscheinungen lassen sich ohne Ingenieur und
Softwarespezialisten beheben.
Die alten Damen laufen immer...
(obwohl ich zugaben muss, daß mein Wunschmopped zwar genausoviele
Pferdchen hat, wie der schwarze Panzer... und dabei fast zwei Zentner
leichter ist... und schwarz/orange... aber leider auch schon bei der
Beschaffung das fünffache der €uronen...)


Micha

Frank Kemper

unread,
Oct 8, 2016, 3:40:31 AM10/8/16
to
Michael Schlücker <michaels...@arcor.de> wrote:
> Du hast das Problem schon gut bearbeitet. Im realen Leben kommts aber
> noch schlimmer... Selbst wenn sich da jemand auskennt, sich richtig
> reinhängt... Einen abgepfiffen Kondensator wechseln ist kein Hexenwerk.
> Einen durchgeschmorten Widerstand aus- und einen Neuen einlöten auch
> nicht. Und auch der defekte Transistor ist nicht das Problem...
> Die hochkomplexen, ständig neuen elektronischen Bauteile sind es.
> Schon bei einem Automodell sind elektronische Bauteile aus der
> eigentlich gleichen Baureihe... nur mit ein paar Monaten
> Fertigungsabstand... nicht kompatibel.
> Und der kurzlebige Softwarescheiß ist auch nicht lustig.
> Das fängt schon vor der Glotze an.
> Der gut drei Jahre alte Samsung bekommt keine aktuelle Software mehr...
> weil er eben schon zu ALT ist.
> Da kann Olaf ja gern mal nachlöten ;-)

Das ist so ein bisschen wie Braunkohleverstromung vs. Atomkraft. Wenn ein
Atomkraftwerk kaputtgeht, dann sterben massiv Leute, aber nur WENN es
kaputtgeht. Bei Braunkohlekraftwerken sterben dagegen garantiert Leute,
weil das Ding auf jeden Fall Abgase raushaut...

Ich wage mal einen Blick auf die elektronische Motorsteuerung incl.
Benzineinspritzung meiner BMW R1100GS. Und vergleiche sie mit den
Bing-Vergasern an der R100GS eines Kumpels. An meiner
Einspritzungselektronik war bislang in knapp 19 Jahren noch nix, nur einmal
musste ein Schalter für 12 Euro ausgetauscht werden. Der Kumpel musste die
Vergaser seiner Maschine für 600 Euro überholen lassen.

Und - ich bin ja viel in BMW-Kreisen unterwegs - seit 2004, also
mittlerweile seit 12 Jahren verbaut BMW an der großen GS einen CAN-Bus, ein
Bordelektronikkonzept, wie es im Autobau verbreitet und bewährt ist. Kannst
ja mal eine 2004er Ducati daneben stellen und mir dann sagen, welche von
beiden die zuverlässigere Elektrik hat;-)

Bei der angeblichen Unzuverlässigkeit und Unreparierbarkeit der modernen
Elektronik ist auch viel Gerede und Übertreibung dabei. Und manchmal sind
es auch Funktionen, die ausfallen, die andere Motorräder gar nicht haben.
So haben bestimmte GSen Probleme mit dem Folien-Signalgeber der Tankuhr.
Okay, andere Moppeds haben gar keine Tankuhr, oder sie zeigt auch ohne
Elektronik nach dem Mond an.

Olaf Kaluza

unread,
Oct 8, 2016, 4:30:19 AM10/8/16
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

>Ich wage mal einen Blick auf die elektronische Motorsteuerung incl.
>Benzineinspritzung meiner BMW R1100GS. Und vergleiche sie mit den
>Bing-Vergasern an der R100GS eines Kumpels. An meiner
>Einspritzungselektronik war bislang in knapp 19 Jahren noch nix, nur einmal
>musste ein Schalter für 12 Euro ausgetauscht werden. Der Kumpel musste die
>Vergaser seiner Maschine für 600 Euro überholen lassen.

Erzaehl mal wie das geht. Das Kit mit allen Teilen der Vergaser
(inklusiv Membranen!) kostet so um die 40Euro. (Das ist die STelle an
der Fahrer anderer Produkte imemer weinen) Ich schaetze mal wenn
ich mir Zeit lasse brauche ich dafuer 2h zum einbauen. Vielleicht
nochmal eine weitere halbe zum syncronisieren. Ich glaube man hat
deinen Kumpel verarscht.
Probleme mit dem Vergaser behebe ich notfalls am Strassenrand. Und das
ist jetzt nicht so daher gesagt, hatte ich letzerdings weil ein Stueck
Plastik vom Benzinfilter im Ventil am Schwimmer feststeckte.

>Und - ich bin ja viel in BMW-Kreisen unterwegs - seit 2004, also
>mittlerweile seit 12 Jahren verbaut BMW an der großen GS einen CAN-Bus, ein
>Bordelektronikkonzept, wie es im Autobau verbreitet und bewährt ist. Kannst
>ja mal eine 2004er Ducati daneben stellen und mir dann sagen, welche von
>beiden die zuverlässigere Elektrik hat;-)

Vermutlich werden beide von Bosch geliefert, sind identisch, aber das
'Ich bin ja BMW-Fahrer' Feeling sorgt bei manchem Hirn fuer eine
Verschiebung der Realitaeten. :)

>Bei der angeblichen Unzuverlässigkeit und Unreparierbarkeit der modernen
>Elektronik ist auch viel Gerede und Übertreibung dabei. Und manchmal sind

Das ist korrekt. Zumal die eigentliche Elektronik so gut wie nie
kaputt geht. Was kaput geht das sind Uebergangswiderstaende an
Kontaktstelle/Steckern/Relais und aehnliches. Dazu muesste jedoch der
gemeiner Bastler die Theorie der Spannungs und
Stromquellenersatzschaltung drauf haben um das zu verstehen. Da hat
aber vermutlich schon der KFZ-Mechatroniker (hihi) so seine
Probleme. Also ist immer die Elektronik kaput wenn etwas nicht geht
was er nicht versteht.


Der entscheidende Punkt bei den alten BMWs ist die sehr gute
Erreichbarkeit aller Teile. Eine grosse Redundanz. Ich habe eine sehr
gross ueberdimensionierte Batterie, ich hab einen Kickstarter und ich
kann notfalls auch mit nur einem Zylinder fahren. (hab ich schonmal
wegen Loch im Ventil) Ich hab auch schonmal mit defekter Lichtmaschine
meinen Urlaub einfach fortgesetzt indem ich abends auf dem
Campingplatz immer die Batterie fuer den naechsten Tag geladen
habe. Ausserdem habe ich keinen Wasserkreislauf der kaputt gehen
kann.

Was die Verarbeitsqualitaet angeht ist meine Kawasaki MINDESTENS
genauso gut wie die BMW. Bloss ist bei jedem defekt gleich eine elende
Bastelaktion angesagt bis man das Teil ueberhaubt sieht.

Olaf

Ralf Kiefer

unread,
Oct 8, 2016, 5:43:44 AM10/8/16
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

> Das ist so ein bisschen wie Braunkohleverstromung vs. Atomkraft. Wenn ein
> Atomkraftwerk kaputtgeht, dann sterben massiv Leute, aber nur WENN es
> kaputtgeht. Bei Braunkohlekraftwerken sterben dagegen garantiert Leute,
> weil das Ding auf jeden Fall Abgase raushaut...

Wow! Ein technisch "fundierter"[tm] Vergleich! Ist Dir schon mal
aufgefallen, daß Atomkraftwerke Schornsteine haben? Weißt Du, was da
raus kommt? Hinweis: nicht nur AKWs haben diese Schornsteine, auch
Wiederaufarbeitungsanlagen, Forschungsreaktoren und andere
kerntechnische Anlagen. Hier zwei Beispiele:
ITU
49° 6.073'N 8° 25.912'E

Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe
49° 6.593'N 8° 26.016'E

Und zum Offensichtliche an Deinem Vergleich reicht Allgemeinbildung.


> Ich wage mal einen Blick auf die elektronische Motorsteuerung incl.
> Benzineinspritzung meiner BMW R1100GS. Und vergleiche sie mit den
> Bing-Vergasern an der R100GS eines Kumpels. An meiner
> Einspritzungselektronik war bislang in knapp 19 Jahren noch nix, nur einmal
> musste ein Schalter für 12 Euro ausgetauscht werden. Der Kumpel musste die
> Vergaser seiner Maschine für 600 Euro überholen lassen.

Zu den Ersatzteilpreisen schrieb Olaf bereits was. Zum Allgemeinen habe
ich meine Meinung: wenn dann mal was kaputtgeht, ist's ein kapitaler
Schaden.

Das kannst vergleichen mit Deinem Kardan gegen Kettenantrieb: den
Kettensatz muß ich je nach Mopped und Einsatz zwischen 10Mm und 40Mm
tauschen. Nehme ich 30-40Mm, weil dort der Einsatz mit dem einer GS
vergleichbar ist. D.h. ich verschleiße zwei bis drei Kettensätze, und Du
einen Kardan. Ich habe allerdings den Vorteil, daß ich den
Verschleißzustand jederzeit prüfen kann. Außerdem habe ich den Vorteil,
daß ich vor einer großen Reise einen neuen Kettensatz montiere, und
hinterher den alten trotzdem noch aufbrauchen kann.


> Bei der angeblichen Unzuverlässigkeit und Unreparierbarkeit der modernen
> Elektronik ist auch viel Gerede und Übertreibung dabei.

Sprichst Du aus eigener Erfahrung? Hast Du schon mal geschraubt bzw. mit
Deinen Werkzeugen und Möglichkeiten an der Elektrik gemessen?


> Und manchmal sind
> es auch Funktionen, die ausfallen, die andere Motorräder gar nicht haben.

Blöd nur, wenn diese ein Grund für einen Ausfall einer Grundfunktion
sind. Soll ich Stichworte ins Spiel bringen? Ringantenne, I-ABS3.

Andreas Portz

unread,
Oct 8, 2016, 6:08:51 AM10/8/16
to
Ralf Kiefer wrote:

> Nehme ich 30-40Mm, weil dort der Einsatz mit dem einer GS
> vergleichbar ist. D.h. ich verschleiße zwei bis drei Kettensätze, und Du
> einen Kardan.

Ok, ich bin nicht der von dir angesprochene "Du" und meine XJ ist nicht
dessen Bringmichwerkstatt. Aber da du ja schon seine genannten
Ersatzteilpreise ganz deutlich in Frage stelltest, so möchte ich
Gleiches mit der von dir in den Ring geworfenen Lebensdauer eines
Kardans machen.

-Andreas

Olaf Kaluza

unread,
Oct 8, 2016, 6:15:17 AM10/8/16
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:

>Wow! Ein technisch "fundierter"[tm] Vergleich! Ist Dir schon mal
>aufgefallen, daß Atomkraftwerke Schornsteine haben?

Wirklich? Ich dachte das waeren Kuehltuerme und da kommt Wasserdampf
raus. Und ich hab schon ein paar Kraftwerke von innen gesehen.

Frank hat schon recht. Jede Verbrennung fossiler Energietraeger egal
ob Kohle oder Gas toetet eine Menge Menschen. Sie liegen nur nicht bei
uns am Strassenrand rum sondern saufen auf irgendeiner Insel leise
ab. Ausserdem tritt das Problem erst mit 100-200Jahren Verzoegerung
ein.

>tauschen. Nehme ich 30-40Mm, weil dort der Einsatz mit dem einer GS
>vergleichbar ist. D.h. ich verschleiße zwei bis drei Kettensätze, und Du
>einen Kardan. Ich habe allerdings den Vorteil, daß ich den

Vielleicht aber auch keinen? Der Kardan meiner 75/7 hat jetzt 150tkm
drauf und ich beobachte da keinerlei Auffaelligkeiten. Aber natuerlich
hast du schon recht, wenn es ein Problem gibt dann wird es teuer.

>Verschleißzustand jederzeit prüfen kann. Außerdem habe ich den Vorteil,
>daß ich vor einer großen Reise einen neuen Kettensatz montiere, und
>hinterher den alten trotzdem noch aufbrauchen kann.

Klar und das machen wieviele? Ich hab ja den direkten Vergleich und
ganz klar, Kette ist schlechter.

Olaf

Volker Hau

unread,
Oct 8, 2016, 6:28:41 AM10/8/16
to
Am Sat, 8 Oct 2016 11:43:43 +0200 schrieb Ralf Kiefer:

> Zu den Ersatzteilpreisen schrieb Olaf bereits was. Zum Allgemeinen habe
> ich meine Meinung: wenn dann mal was kaputtgeht, ist's ein kapitaler
> Schaden.
>
> Das kannst vergleichen mit Deinem Kardan gegen Kettenantrieb: den
> Kettensatz muß ich je nach Mopped und Einsatz zwischen 10Mm und 40Mm
> tauschen. Nehme ich 30-40Mm, weil dort der Einsatz mit dem einer GS
> vergleichbar ist. D.h. ich verschleiße zwei bis drei Kettensätze, und Du
> einen Kardan. Ich habe allerdings den Vorteil, daß ich den
> Verschleißzustand jederzeit prüfen kann. Außerdem habe ich den Vorteil,
> daß ich vor einer großen Reise einen neuen Kettensatz montiere, und
> hinterher den alten trotzdem noch aufbrauchen kann.

Interessanterweise hält mein Kardan jetzt schon 229 Mm, genau so wie
Getriebe und Motor (Motorölverbrauch < 1 Liter / 10Mm).
Nur beim Hinterachsantrieb war nach 150 Mm der Simmerring zum Kardangehäuse
(120.- €) und nach 223 Mm ein Tausch von 2 Lagern (280.- €) nötig.
Wie sieht denn dann die Rechnung aus...

Und bei der TDM 900 meiner Holden wechsel ich schon seit Jahr und Tag den
Kettensatz regelmäßig selbst (hält so um die 35 Mm) , hat bist jetzt (144
Mm) schon deutlich mehr gekostet!
Von Ketten(fett)sauereien (Einsprühen, Dreck entfernen & Einstellen) rede
ich da noch nicht mal.

>> Bei der angeblichen Unzuverlässigkeit und Unreparierbarkeit der modernen
>> Elektronik ist auch viel Gerede und Übertreibung dabei.
>
> Sprichst Du aus eigener Erfahrung? Hast Du schon mal geschraubt bzw. mit
> Deinen Werkzeugen und Möglichkeiten an der Elektrik gemessen?

Ich kann das mit "Ja" beantworten.

>> Und manchmal sind
>> es auch Funktionen, die ausfallen, die andere Motorräder gar nicht haben.
>
> Blöd nur, wenn diese ein Grund für einen Ausfall einer Grundfunktion
> sind. Soll ich Stichworte ins Spiel bringen? Ringantenne, I-ABS3.

Einziger elektronischer Defekt, nach 225 Mm ist die Hallplatte komplett
ausgefallen, weil -->beide<-- Geber defekt waren, soll heißen, mit einem
Geber lief die Chose noch sehr lange und es fiel gar nicht auf.
Habe ich selbst lokalisiert (Glück gehabt, der Bock ist vor der Garage
einfach ausgegangen) und durch ein Neuteil ersetzt, (man kann die Platte
"reparieren") aber ich brauchte meine Zeit für was Dringenderes und
Lukrativeres.
Gruß,

Volker

--
BMW R 1100 GS "T(o)urbinentraktor" 229 Mm (98-16) läuft wie am ersten Tag

Werner Schmidt

unread,
Oct 8, 2016, 6:32:18 AM10/8/16
to
Olaf Kaluza schrieb am 08.10.2016 um 12:09:

> Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:
>
> >Wow! Ein technisch "fundierter"[tm] Vergleich! Ist Dir schon mal
> >aufgefallen, daß Atomkraftwerke Schornsteine haben?
>
> Wirklich? Ich dachte das waeren Kuehltuerme und da kommt Wasserdampf
> raus. Und ich hab schon ein paar Kraftwerke von innen gesehen.

dann hättest Du vielleicht von außen genauer draufschauen sollen um den
Abluftkamin zu sehen.

Hier mal ein Absatz aus dem Artikel "Kernkraftwerk" in der Wikipedia,
Abschnitt "Betrieb" / "Risiken":

************************************************************************
"Risiko des Austritts von radioaktivem Material
Im normalen Betrieb entweichen kleine Mengen radioaktiven Materials vom
Kernkraftwerk durch den Abluftkamin in die Umwelt. Dieses Material
umfasst radioaktive Edelgase (Krypton-85) sowie das instabile
Wasserstoffisotop Tritium, deren Entweichen gemessen wird und Auflagen
unterliegt"
************************************************************************

Geht natürlich noch etwas weiter. Die Abluftkamine sind übrigens so
hoch, damit die sehr kurzlebigen Isotope auf dem Weg nach oben bereits
(weitgehend) zerstrahlt sind. Aber Halbwertszeit ist halt Halbwertszeit
und nicht Nullwertszeit. Und etwas längerlebige Isotope sind halt auch
dabei.

Gruß
Werner

Ralf Kiefer

unread,
Oct 8, 2016, 6:41:13 AM10/8/16
to
Olaf Kaluza wrote:

> Wirklich?

Gut, Du weißt das, ich weiß das, nur scheint es trotzdem kein
Allgemeinwissen zu sein.


> Frank hat schon recht. Jede Verbrennung fossiler Energietraeger egal
> ob Kohle oder Gas toetet eine Menge Menschen.

Mir ist genauso bekannt, daß Kohlekraftwerke insbesondere eine Menge
Schwermetalle ringsrum verteilen. Und mit denen kenne ich mich leider
etwas zu gut aus.


> >tauschen. Nehme ich 30-40Mm, weil dort der Einsatz mit dem einer GS
> >vergleichbar ist. D.h. ich verschleiße zwei bis drei Kettensätze, und Du
> >einen Kardan. Ich habe allerdings den Vorteil, daß ich den
>
> Vielleicht aber auch keinen? Der Kardan meiner 75/7 hat jetzt 150tkm
> drauf und ich beobachte da keinerlei Auffaelligkeiten.

Natürlich. Badewannenkurve. Es gibt auch Kettensätze, die 60Mm und mehr
schaffen, insbesondere die mit Kettenölern.


> >Verschleißzustand jederzeit prüfen kann. Außerdem habe ich den Vorteil,
> >daß ich vor einer großen Reise einen neuen Kettensatz montiere, und
> >hinterher den alten trotzdem noch aufbrauchen kann.
>
> Klar und das machen wieviele? Ich hab ja den direkten Vergleich und
> ganz klar, Kette ist schlechter.

An meinem früheren Reisestammtisch alle. Das war Konsens, wenn wir zu
mehreren z.B. mit Reisesportenduros nach Tunesien, Marokko, Libyen oder
Algerien fuhren, aber genauso wenn's mit UBSEs in den Nahen oder
Mittleren Osten ging. Über eine Alpenüberquerung reden wir hier nicht.
Es ging nicht um die Eisdiele am Lago Maggiore, sondern um die in
Aleppo, Urfa oder Shiraz :-)

So ein Kettensatzwechsel ist keine große Angelegenheit: Ritzelwechsel
ist noch der schmutzigste Teil, hinten den Kettenradträger tauschen,
weil das gebrauchte Kettenrad auf dem natürlich montiert bleibt, und die
richtungsmarkierte Kette dazu ist durch Anhängen an die vorherige
ebenfalls schnell eingefädelt.

Gruß, Ralf

Olaf Kaluza

unread,
Oct 8, 2016, 7:15:16 AM10/8/16
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:

>mehreren z.B. mit Reisesportenduros nach Tunesien, Marokko, Libyen oder
>Algerien fuhren, aber genauso wenn's mit UBSEs in den Nahen oder

Ah..ein Fachman. Erzaehl mal, warum genau sollte man da hinwollen? :-)

Ist jetzt nicht boese gemeint, aber ich hab da immer das Vorurteil das
dies verdammt heisse sandige Gegenden sind die nicht gut geeignet sind
fuer den Aufenthalt von Leuten in Motorradklamotten weil einem da der
Arsch wegschmilzt.
Hab ich da was uebersehen?

>Aleppo, Urfa oder Shiraz :-)

Aleppo hab ich schonmal gehoert. Da gab es doch immer die Beule. :)

>So ein Kettensatzwechsel ist keine große Angelegenheit: Ritzelwechsel

Je nach Motorrad stark unterschiedlich.

>richtungsmarkierte Kette dazu ist durch Anhängen an die vorherige
>ebenfalls schnell eingefädelt.

An meiner Kette gibt es da nix zu faedeln, die ist endlos.

Olaf

Ralf Kiefer

unread,
Oct 8, 2016, 9:46:18 AM10/8/16
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:

> Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:
>
> >mehreren z.B. mit Reisesportenduros nach Tunesien, Marokko, Libyen oder
> >Algerien fuhren, aber genauso wenn's mit UBSEs in den Nahen oder
>
> Ah..ein Fachman. Erzaehl mal, warum genau sollte man da hinwollen? :-)

Mir fallen dazu mehrere Gründe ein :-) Einmal so gefühlt (und nur fast
so ;-) ) fahren wie Sala, Roma oder Depres, also Vollgas, geradeaus, den
aufgrund der Vibrationen und Schläge verschwimmenden Horizont vor Augen,
dabei in verspurten Tiefsandpassagen völlig unbequem auf dem Mopped
kauernd (Arsch und überhaupt alles so weit wie möglich nach hinten) im
Wissen, daß die Geschwindigkeit nicht unter 80km/h, keinesfalls unter
60km/h fallen darf, ...

Etwas ernsthafter: hier in .de kann ich nicht spaßhaft moppedfahren. Ich
habe eine 70er Allergie (verbreitete Diagnose speziell in
Süddeutschland). Selbst die Bemühungen unserer Straßenbauämter mehr
Enduropisten zu schaffen, diesen Namen wie A5, A8 o.ä. zu geben sowie
deren Verkehrsaufkommen im Radio zu melden, fruchten bei mir nicht
(mehr).

So fahren wie hier geht nicht:
Hübsches Yamaha-Filmchen
https://www.youtube.com/watch?v=jAGWfejbdZ4

So fahren wie hier geht genausowenig in .de, nicht mal in .fr
mangels geeigneter Strecken:
https://www.youtube.com/watch?v=95Gj6mkUdsM
"Team Aus prep for BAJA 1000 by Adam Riemann"

Überhaupt dieser Australier, der ständig die neuesten KTMS "mißhandeln"
darf ;-)
Hier zerlegt Adam Riemann für KTM (und Teuertech) ein paar 1190GS:
https://www.youtube.com/watch?v=vCrawCrytS4

Hier fahren zwei, die erstens fahren können, und zweitens den geeigneten
Auslauf haben:
https://www.youtube.com/watch?v=rUIJRRsnlFc

Hier ein Filmchen, das die Lust am "draußen" fahren verdeutlichen kann.
Die meisten Bilder sind vom Kontinent der ehemaligen britischen
Strafgefangenen, ein paar aus Jordanien und Ägypten
https://www.youtube.com/watch?v=D_ytJKLXxF4

Ahnst Du jetzt, weswegen es manche weiter weg zieht, wenn sie mit Spaß
Mopped fahren wollen?

Wg. Wüste: es gibt genau zwei Sorten Menschen. Infiziert oder nicht.
<http://www.reiseenduro.de/reise/berichte/asien/iran2005/bilder/unterweg
s/ir05-u050.jpg>
<http://www.ralf-kiefer.de/512ke/reisen/2005marokko/Fotos/ma05-051.jpg>


> Ist jetzt nicht boese gemeint, aber ich hab da immer das Vorurteil das
> dies verdammt heisse sandige Gegenden sind die nicht gut geeignet sind
> fuer den Aufenthalt von Leuten in Motorradklamotten weil einem da der
> Arsch wegschmilzt.
> Hab ich da was uebersehen?

Ja, die Jahreszeit. Eine Jahreswechselreise z.B. nach Marokko ist eher
"frisch" als warm. Den Atlas habe ich bei Schneematsch auf der Straße
auf 2000m überquert, manchmal sind die Pässe für mehrere Tage gesperrt,
südlich hat's teils Nachtfrost, tagsüber 15 bis 25Grad. Da sind die
warmen Sachen immer dabei, insbesondere zum Übernachten "draußen".
Kompromißhafter ist's im Maghreb im April/Mai oder Oktober/November.
Speziell in Marokko kann man bei Wärme "unten" immer in die Berge auf
über 2000m flüchten. Der Atlas ist wunderschön.

Ein bißchen spezieller ist so eine Reise natürlich dann, wenn sie durch
mehrere Klimazonen geht. Mit Carlo seinerzeit im Iran hatten wir in
Anatolien noch Nachtfrost Anfang Mai, nördlich von Teheran wg. Schnee
gesperrte Pässe, auf denen sich stattdessen Skifahrer tummelten, aber
Ende Mai im Süden am Persischen Golf über 40Grad. Da war Moppedfahren in
voller Schutzausrüstung tatsächlich nervig. Aber ohne wäre es genauso zu
warm gewesen.

Später eine Reise in die Türkei und nach Syrien: Anfang Juni
durchquerten wir Österreich bei einstelligen Temperaturen und Regen. Ist
dort halt so, weswegen keiner hin will ;-) Das Regenwetter hielt an bis
in den Süden der Türkei inkl. Überschwemmungen allerorten. So lösten wir
das vorsorglich mitgenommene Syrien-Visum ein, nur wg. der Sonne und der
Wärme. Die gab's dort Ende Juni/Anfang Juli reichlichst. Das ging auch
gleich wieder auf über 40Grad in Palmyra. Man kann nicht alles haben ;-)

Für mich ist das noch kein Grund mir deswegen einen 4*4 zu kaufen. Ich
komme höchstens ins Grübeln, wenn mir 4*4-Fahrer vergleichend verraten,
daß sie 10Tage autark reisen können, d.h. weder Kraftstoff noch Wasser
nachtanken müssen. Ich halte 2 Tage durch, vielleicht sogar drei. Und
das ist zu wenig, um z.B. die Westsahara bereisen zu können. Im Frühling
wg. der Temperaturen und dem Grün in der Landschaft wäre das schön.


> An meiner Kette gibt es da nix zu faedeln, die ist endlos.

Deswegen haben Reiseenduros bis 60Ps, damit man noch Kettenschlösser
nehmen kann.

Marc Stibane

unread,
Oct 11, 2016, 1:56:35 PM10/11/16
to
Michael Schlücker <michaels...@arcor.de> wrote:

> wurden bzw. werden gnadenlos im Alltag benutzt, gejagt, geschruppt,
> gehetzt. Kaltstarts. Kurzstreckenbetrieb. Und das auch noch oft gepaart
> mit (ich sag mal vorsichtig... ziemlich zügigem) Stadtverkehr.
> Da versifft und versagt kein Vergaser... (nur die Kette, die unter
> meinem agressivem Fahrstil leidet, könnte auch kein Öltropfer von ihrem
> Leiden durch heftige Lastwechsel befreien... ;-) )
> Kleine Alterserscheinungen lassen sich ohne Ingenieur und
> Softwarespezialisten beheben.
> Die alten Damen laufen immer...

Für sowas wäre doch ein Elektro-Mopped optimal. Z.B. eine Zero.
Langlebiger Zahnriemen. Kaltstartunempfindlicher Motor. Mehr Drehmoment
untenrum als jeder Verbrenner. Verschleiß eigentlich nur Reifen und
Stoßdämpfer wenn man die Rekuperation vorrausschauend einsetzt und somit
kaum noch bremsen muss. Inspektionskosten minimal. Kein Öl und somit
auch kein Ölwechsel nötig...

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Volker Bartheld

unread,
Oct 12, 2016, 1:59:21 PM10/12/16
to
On Tue, 11 Oct 2016 19:56:34 +0200, Marc Stibane wrote:
> Michael Schlücker <michaels...@arcor.de> wrote:
>> wurden bzw. werden gnadenlos im Alltag benutzt, gejagt, geschruppt,
>> gehetzt. Kaltstarts. Kurzstreckenbetrieb. Und das auch noch oft gepaart
>> mit (ich sag mal vorsichtig... ziemlich zügigem) Stadtverkehr. [...]
>> Die alten Damen laufen immer...

> Für sowas wäre doch ein Elektro-Mopped optimal. Z.B. eine Zero.
> Langlebiger Zahnriemen. Kaltstartunempfindlicher Motor. Mehr Drehmoment
> untenrum als jeder Verbrenner. Verschleiß eigentlich nur Reifen und
> Stoßdämpfer wenn man die Rekuperation vorrausschauend einsetzt und somit
> kaum noch bremsen muss. Inspektionskosten minimal. Kein Öl und somit
> auch kein Ölwechsel nötig...

Wie gestaltet sich gleich wieder der Anschaffungswiderstand einer alten
Dame im Vergleich zu einer Freeride E, Zero, Victory Empulse, Quantya Evo 1
Strada, C Evolution usw.?

Ich glaube außerdem, Du hast nicht den blassesten Dunst, was Rekuperation
und vorausschauende Fahrweise im zügigen Stadtverkehr erreichen können.
Ich komme ja in München noch nicht einmal auf dem MTB ohne die Bremsen
aus, das ist im Vergleich aber eine Schlaftablette.

Ja, nein, Radlrowdie, versteh schon.

Ciao,
Volker

--
@: W E B 2 0 1 6 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Andreas Portz

unread,
Oct 13, 2016, 3:07:00 AM10/13/16
to
Volker Bartheld wrote:

> Ich komme ja in München noch nicht einmal auf dem MTB ohne die Bremsen
> aus, das ist im Vergleich aber eine Schlaftablette.
>
> Ja, nein, Radlrowdie, versteh schon.

Apropos: hast du schon gesehen, was Ken Block am Wochenende so treibt?

https://www.youtube.com/watch?v=K_7k3fnxPq0


-Andreas

Volker Bartheld

unread,
Oct 13, 2016, 5:54:26 AM10/13/16
to
On Thu, 13 Oct 2016 09:06:59 +0200, Andreas Portz wrote:
> Volker Bartheld wrote:
>> Ja, nein, Radlrowdie, versteh schon.
> Apropos: hast du schon gesehen, was Ken Block am Wochenende so treibt?
> https://www.youtube.com/watch?v=K_7k3fnxPq0

Ja, mehrfach, z. B. in "Industrial Revolutions"
(https://www.youtube.com/watch?v=ShbC5yVqOdI) und Epecuén
(https://www.youtube.com/watch?v=PiF5HHkHvX0), was ich weit besser finde.

Die Produkte von Red Bull Mediahouse & Co gehen mir langsam wegen ihrer
zunehmenden Kitschigkeit ein bisserl auf die Nerven, unbenommen der
Fähigkeiten von Danny McAskill, auch wenn seine Stunts logischerweise eine
eher iterative Angelegenheit sind
(https://www.mtb-news.de/news/2016/10/12/danny-macaskill-interview-zu-wee-day-out/),
s. auch YouTube zum Thema "throwing things over your shoulder".

Hoffen wir, daß sein Rücken diesmal länger hält und er nicht im Rollstuhl
landet. Wäre schade.

Was genau Du mit Ken Block meinst, weiß ich leider nicht.

Grüße,

Andreas Portz

unread,
Oct 13, 2016, 6:36:08 AM10/13/16
to
Volker Bartheld wrote:

> Was genau Du mit Ken Block meinst, weiß ich leider nicht.

Nun ja, beide fahren 'etwas anders' [tm] als unsereins, wenn auch auf
stellenweise präpariertem, menschenleerem Terrain.
Mancherorts hinterlassen beide Artisten deutlich sichtbare Spuren ihrer
vorherigen und dabei gescheiterten oder zumindest suboptimalen Versuche,
die man dann in den Videos gut erkennt.

Wobei man Danny mit Fug und Recht als Artist bezeichnen kann. Über Ken
lästern viele, er sei nur ein maßlos Medien gehypter, zweitklassiger
Ex-Rallyefahrer, der es diesbezüglich nie ganz nach oben geschafft hatte
und sich nun in der Arena eher als Clown denn Artist profiliert.


-Andreas

Marc Stibane

unread,
Oct 13, 2016, 3:41:05 PM10/13/16
to
Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:

> Wie gestaltet sich gleich wieder der Anschaffungswiderstand einer alten
> Dame im Vergleich zu einer Freeride E, Zero, Victory Empulse, Quantya Evo
> 1 Strada, C Evolution usw.?

Auch die alte Dame war mal jung...

Ein e-Bike altert weniger bzw. langsamer als ein Verbrenner.


> Ich glaube außerdem, Du hast nicht den blassesten Dunst, was Rekuperation
> und vorausschauende Fahrweise im zügigen Stadtverkehr erreichen können.

Bin bisher nur 2 der o.g. gefahren. Die Zeros rekuperieren nicht genug,
da braucht man zwingend noch die Bremsen. Leider...
Aber ich habe schonmal 3 Stunden einen C-Evolution durch Wien bewegt.
Zügig... (*)
Und in der höchsten Stufe braucht man die mechanische Bremse wirklich
nur noch im Notfall. Hat mir saugut gefallen, dass man fast ohne
auskommt. Wenn das Teil nur nicht so schwer wäre...


(*) In Wien gibt es fast nur festmontierte Blitzer. Da jeder weiß wo die
stehen (Mein Citroen zeigt's sogar im Navi an) fährt man da halt nur 55,
ansonsten eher 65.
Ich arbeite seit 15 Monaten unter der Woche in München, pendele am
Wochenende nach Wien. In München fährt eigentlich niemand schneller als
50, oft eher weniger. So lahm würde kein Wiener fahren...

Ralf Kiefer

unread,
Oct 13, 2016, 4:46:39 PM10/13/16
to
Marc Stibane wrote:

> Ein e-Bike altert weniger bzw. langsamer als ein Verbrenner.

Weil man weniger zum Fahren kommt zwischen den ganzen Aufladorgien?

Ansonsten vermute ich schwer, daß so ein aktuelles Stromfahrrad in 5,
spätestens 8 Jahren Elektroschrott sein wird und bei den vielen 7er
Galaxien im Elektrohimmel, also in Ghana, landet. Grund: keine
Software-Aktualisierungen, keine Ersatzteilakkus.


> So lahm würde kein Wiener fahren...

Du attestierst den Wienern Temperament? Mutig. Ich glaub eher, daß die
es nicht so schnell schaffen vom Gas zu gehen, wenn sie kurz zuvor in
Salzburg draufgetreten sind. SCNR.

Eric Brücklmeier

unread,
Oct 14, 2016, 2:45:42 AM10/14/16
to
Am 13.10.2016 um 21:41 schrieb Marc Stibane:

[...]

> Ich arbeite seit 15 Monaten unter der Woche in München, pendele am
> Wochenende nach Wien. In München fährt eigentlich niemand schneller als
> 50,

Dann bist Du ganz offensichtlich nie auf dem nördlichen Teil des Rings
unterwegs - wenns frei ist, fährt da eigentlich niemand unter 70 oder 80...

--
http://www.headless-brewing.com/

Volker Bartheld

unread,
Oct 14, 2016, 3:53:29 AM10/14/16
to
On Thu, 13 Oct 2016 21:41:04 +0200, Marc Stibane wrote:
> Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
>> Wie gestaltet sich gleich wieder der Anschaffungswiderstand einer alten
>> Dame im Vergleich zu einer Freeride E, Zero, Victory Empulse, Quantya Evo
>> 1 Strada, C Evolution usw.?
> Auch die alte Dame war mal jung...

Und wie die alte Dame jung war, gabs den elektrischen Reiter noch nicht.

> Ein e-Bike altert weniger bzw. langsamer als ein Verbrenner.

*LOL* Bitte erklär mir kurz, was Du rauchst und ob es gegen meine
Kopfschmerzen hilft, bei dem Stuß, den ich mir immer anhören muß. Meine
KTM (ich würde da eher "Eisenschwein" oder "Schraubensack" statt "alte
Dame" sagen, aber das spielt wohl keine wichtige Rolle) ist jetzt fast 20
Jahre alt.

Preisfrage: Wo sind denn Deine LiFePo4-Akkus (gerne auch LiIon oder NiMH)
nach zwanzig Jahren? Klar, der Elektrofanboy wird jetzt sagen:
"Verschleißteil". Für 2-4k€, wie ein Verbrennungsmotor halt auch. Da ist
in der KTM aber - Überraschung - noch der erste drin. Neue Ringe, paar
Lager und eine Getriebezahnrad für insgesamt 1k, fairerweise.

Auch möchte ich gerne mal ein elektrisches Motorrad sehen, das inzwischen
70-80Mm runter hat (wie meine KTM). Ein einziges nur, bitte! Ja, nein,
"das ist eine junge Technologie", "die Erfahrungen müssen sich erst noch
ausbilden", blah.

>> Ich glaube außerdem, Du hast nicht den blassesten Dunst, was Rekuperation
>> und vorausschauende Fahrweise im zügigen Stadtverkehr erreichen können.

> Bin bisher nur 2 der o.g. gefahren. Die Zeros rekuperieren nicht genug,
> da braucht man zwingend noch die Bremsen. Leider...
> Aber ich habe schonmal 3 Stunden einen C-Evolution durch Wien bewegt.

Das ist ja auch _die_ Alternative zu einer alten Dame (für 1k5€ bis max.
3k): Ein gedopter, adipöser Kackstuhl für 15 Riesen.

> In München fährt eigentlich niemand schneller als
> 50, oft eher weniger. So lahm würde kein Wiener fahren...

OK. Ich wiederhole meine Frage: Bitte erklär mir kurz, was Du rauchst und
ob es gegen meine Kopfschmerzen hilft, bei dem Stuß, den ich mir immer
anhören muß.

T.

unread,
Oct 14, 2016, 11:26:05 AM10/14/16
to
Volker Bartheld schrieb:
>> Ein e-Bike altert weniger bzw. langsamer als ein Verbrenner.
> *LOL* Bitte erklär mir kurz, was Du rauchst und ob es gegen meine
> Kopfschmerzen hilft, bei dem Stuß, den ich mir immer anhören muß. Meine
> KTM (ich würde da eher "Eisenschwein" oder "Schraubensack" statt "alte
> Dame" sagen, aber das spielt wohl keine wichtige Rolle) ist jetzt fast 20
> Jahre alt.
ich frag jetzt mal nicht nach, wieviel "Aufwand" in Zeit und Geld da
investiert wurde, um sie fahrfähig zu halten.

Grundsätzlich sind alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb deutlich weniger
wartungsintensiv und verschleißen langsamer als solche mit Verbrenner.

Alleine schon weil die Antriebs-Technik, macht man es richtig, sehr viel
einfacher sein kann!

> Preisfrage: Wo sind denn Deine LiFePo4-Akkus (gerne auch LiIon oder NiMH)
> nach zwanzig Jahren? Klar, der Elektrofanboy wird jetzt sagen:
> "Verschleißteil". Für 2-4k€, wie ein Verbrennungsmotor halt auch.
Jeder "vernünftig" denkende Mensch wird, auch aus seinem persönlichen
Erfahrungsschatz, sagen, das der Akku ein Verschleißteil ist.

Noch sind die Dinger sau-teuer, aber sie werden billiger, außerdem hat
man während der Nutzungszeit permanent Geld gespart.


Ich freue mich daher über jedes Elektro-Fortbewegungsmittel, egal ob auf
der Straße, auf dem Wasser oder in der Luft, das meiste noch im
Test-Modus, aber sie werden sicher kommen und alles mit Verbrenner
ablösen - je schneller desto besser.

Und dann muss man sich nicht mehr über stinkende, laute "Strassenföns"
aufregen, sich nicht mehr über die Zulassungsfähigkeit von Zweirädern
mit ölverbrennenden Motoren wundern, die Luft nicht mehr anhalten, weil
ein SUV, der vor einem Gas gibt, die Abgasregelung "gerade" aus ist ...
--

Gruesse,

Thorolf

Olaf Kaluza

unread,
Oct 14, 2016, 12:00:14 PM10/14/16
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:


>Noch sind die Dinger sau-teuer, aber sie werden billiger, außerdem hat
>man während der Nutzungszeit permanent Geld gespart.

So gut wie alle Ersatzteile fuer ein Auto sind sehr preiswert. Sie
werden dem Kunden halt nur sehr teuer verkauft. Glaubst du das wird
mit den Akkus anders sein wenn du eines Tages fuer einen alten Akku
Ersatz brauchst?

Olaf

Andreas Portz

unread,
Oct 14, 2016, 12:25:21 PM10/14/16
to
T. wrote:

> Noch sind die Dinger sau-teuer, aber sie werden billiger, außerdem hat
> man während der Nutzungszeit permanent Geld gespart.

Gespart? Womit? Strom statt Benzin? Oder Kohlebürsten statt
SAE-schießmichtot? *LOL*
Wie viele Sekunden wird es deiner Meinung nach dauern, bis unser
Finanzministerium eine KFZ Stromsteuer einführt, wenn die KFZ
Mineralölsteuer ihren peak hatte?


-Andreas

Olaf Kaluza

unread,
Oct 14, 2016, 12:45:14 PM10/14/16
to
Andreas Portz <Andrea...@gmx.de> wrote:

>Wie viele Sekunden wird es deiner Meinung nach dauern, bis unser
>Finanzministerium eine KFZ Stromsteuer einführt, wenn die KFZ
>Mineralölsteuer ihren peak hatte?

Ich wuerde sicherheitshalber eine Variable vom Typ signed empfehlen.

Olaf

Ralf Kiefer

unread,
Oct 14, 2016, 12:50:29 PM10/14/16
to
T. wrote:

> Grundsätzlich sind alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb deutlich weniger
> wartungsintensiv und verschleißen langsamer als solche mit Verbrenner.

Reifen, Endantrieb (Kette), Bremsanlage, Sturzteile haben wohl so
ungefähr dieselben Preise. Motoröl, Ventile und Vergaser einstellen
bleiben als Alleinstellungsmerkmal für ein normales Mopped. Was kommt
auf der anderen Seite dazu?


> Noch sind die Dinger sau-teuer, aber sie werden billiger, außerdem hat
> man während der Nutzungszeit permanent Geld gespart.

Damit letzteres nicht passiert, wurde gerade wieder die EEG-Umlage für
Otto-Normalverbraucher erhöht, von der sich manche Großverbraucher
befreien ließen.


> Und dann muss man sich nicht mehr über stinkende, laute "Strassenföns"
> aufregen, sich nicht mehr über die Zulassungsfähigkeit von Zweirädern
> mit ölverbrennenden Motoren wundern, die Luft nicht mehr anhalten, weil
> ein SUV, der vor einem Gas gibt, die Abgasregelung "gerade" aus ist ...

Was hat das mit normalen Moppeds zu tun?

Bei den Elektrodingern freue ich mich schon jetzt drauf, wenn jeder eine
akustische Motorsimulation laufen läßt. Du weißt schon, wg. der
Passanten. Die Töne gibt's dann wie Klingeltöne im Abo.

Andreas Portz

unread,
Oct 14, 2016, 1:07:42 PM10/14/16
to
Ralf Kiefer wrote:

> Bei den Elektrodingern freue ich mich schon jetzt drauf, wenn jeder eine
> akustische Motorsimulation laufen läßt. Du weißt schon, wg. der
> Passanten. Die Töne gibt's dann wie Klingeltöne im Abo.

Ja, das ist das Allergeilste an den ganzen Ökoschwuchteln und
Möchtegernweltverbesserern: erst nennen sie (bedingt durch _sehr_ tief
sitzenden Abschiedsschmerz!) ihren Kunstfraß Tofu-"Wurst" oder
ersatzweise -"Burger". Und anschließend fahren sie mit dem nachhaltig
Eigenheim-Kollektor geladenen Elektrosmog Mobil zur Gruppendiskussion,
wobei sie entweder (Muttis Vespa Ersatz) esoterische Harfenklänge
absondern, oder (Papis Freizeit 'Bolide') bröddelnden V8 Sound.


-Andreas

Ralf Kiefer

unread,
Oct 14, 2016, 1:42:14 PM10/14/16
to
Andreas Portz wrote:

> wobei sie entweder (Muttis Vespa Ersatz) esoterische Harfenklänge
> absondern, oder (Papis Freizeit 'Bolide') bröddelnden V8 Sound.

Ich fürchte eher Elektro-Dschobbr mit dem nicht wegzudiskutierenden
"Born to be aliv^Wwild".

T.

unread,
Oct 14, 2016, 6:09:28 PM10/14/16
to
Ralf Kiefer schrieb:
> Reifen, Endantrieb (Kette), Bremsanlage, Sturzteile haben wohl so
> ungefähr dieselben Preise. Motoröl, Ventile und Vergaser einstellen
> bleiben als Alleinstellungsmerkmal für ein normales Mopped. Was kommt
> auf der anderen Seite dazu?
der Akku und vermutlich sauteure "Spezial-Elektronik" aus China.

Aber sauteure Eletronik ist ja mittlerweile in jedem "modernen" Mopped
verbaut und weshalb man bei E-Motoren immer noch Kette, Riemen oder
Kardan braucht, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.

Würden die deutschen Ingenieure mal genauso viel Energie in die
Entwicklung von sinnigen E-Motoren stecken wie sie das bei der
Abgasausstoßbeschönigung gemacht haben, gäbe es längst brauchbare
Motoren, die man in der Felge "verstecken" kann. Und gegen
"Zweirad-Antrieb" spricht beim Mopped im Prinzip auch nichts.

Zudem sehe ich bei der Bremsenergie-Rekuperation durchaus noch
Verbesserungpotential, eigentlich peinlich, das man Bewegungsenergie
immer noch in Abrieb und Wärme umwandeln muss.

> Bei den Elektrodingern freue ich mich schon jetzt drauf, wenn jeder eine
> akustische Motorsimulation laufen läßt. Du weißt schon, wg. der
> Passanten. Die Töne gibt's dann wie Klingeltöne im Abo.
Solange die leise genug sind, stört mich das nicht.

Aber der größte Kackstuhl-Eisenschrott-Hersteller macht ja mal wieder
vor, wie man es nicht machen sollte: längs eingebauter E-Motor über ein
unendlich lautes Winkel-Getriebe laufen lassen und dann über einen
Riemen nach hinten Geht's noch???
--

Gruesse,

Thorolf

Ralf Kiefer

unread,
Oct 14, 2016, 7:13:14 PM10/14/16
to
T. wrote:

> Aber sauteure Eletronik ist ja mittlerweile in jedem "modernen" Mopped
> verbaut

So was käme mir sowieso nicht ins Haus.


> Würden die deutschen Ingenieure mal genauso viel Energie in die
> Entwicklung von sinnigen E-Motoren stecken wie sie das bei der
> Abgasausstoßbeschönigung gemacht haben, gäbe es längst brauchbare
> Motoren, die man in der Felge "verstecken" kann.

Oje, die alte Frage: wieviel mehr wiegt ein E-Motor als ungefederte
Masse im Vergleich zum Kettenantrieb? Warum vergeßt ihr E-Motoriker
immer, was wesentlich am Moppedfahren ist? Ok, Kardanfahrer haben dieses
Fahrgefühl einfach nicht, d.h. bei denen spielt's eh keine Rolle, was
sich "da unten" abspielt. Es soll allerdings noch andere Kradisten
geben, etws sensiblere :-)


> Und gegen
> "Zweirad-Antrieb" spricht beim Mopped im Prinzip auch nichts.

Pardon, aber damit kämen noch viel weniger Kradisten zurecht als mit den
jetzigen Elektronikkrädern. Ich erinnere mich ein wenig an solche
Versuche von Jammerha auf den letzten afrikanischen Dakars. Das
Fahrverhalten war durchaus vorteilhaft auf den ersten beiden
europäischen Schlammkursen, wenn auch selbst für einen Profi noch sehr
gewöhnungsbedürftig, aber bei den zügigeren afrikanischen Etappen flog
das Zusatzgewicht auf dem Vorderrad raus.


> Zudem sehe ich bei der Bremsenergie-Rekuperation durchaus noch
> Verbesserungpotential, eigentlich peinlich, das man Bewegungsenergie
> immer noch in Abrieb und Wärme umwandeln muss.

Im Prinzip hast Du recht, aber solange es keine vernünftige
Benutzerschnittstelle gibt, kannst Du das Thema vergessen. Wie würdest
Du das Verhalten vom Benutzer ansteuern lassen?


> Aber der größte Kackstuhl-Eisenschrott-Hersteller macht ja mal wieder
> vor, wie man es nicht machen sollte: längs eingebauter E-Motor über ein
> unendlich lautes Winkel-Getriebe laufen lassen und dann über einen
> Riemen nach hinten Geht's noch???

Die hatten mal wieder auf die Realität gesch§"&$%"en, und das mit einem
freudigen "Wir schaffen das!".

Andreas Portz

unread,
Oct 15, 2016, 1:13:52 AM10/15/16
to
Ralf Kiefer wrote:

> Oje, die alte Frage: wieviel mehr wiegt ein E-Motor als ungefederte
> Masse im Vergleich zum Kettenantrieb?

Hihi, dass auf den Vorschlag eines Nabenmotors umgehend mit ungefederten
Massen gekontert wird, war ja klar.

Lösungsvorschlag, zweischienig, fraktionstauglich:

- Technologie wie VOR hundert Jahren (vgl.
https://wikipedalia.com/index.php?title=Stempelbremse). Sollte jeder
Zweite hier noch von seinem ehemaligen Kinderfahrrad kennen, oder dem
seiner damaligen Urgroßmutter. ;-) Alt genug sind wir ja. :->
Die in diesem thread benötigte Antriebsanalogie wäre eine Antriebswalze
auf der Lauffläche, 'irgendwie' über Antriebsriemen o.Ä. vom Motor
massetechnisch entkoppelt.
Dies wäre a) wegen der Walze natürlich Steinzeittechnologie (Zielgruppe:
Harley), sowie b) wegen der blödsinnigen Bastellösung mit der doch
wieder durch Riemen oder Welle zum Motor realisierten, massetechnisch
entkoppelten Verbindung ein 'von hinten durch die Brust ins Auge' Dreck.
Eine reine Verschiebung und Verschlimmbesserung des ursprünglichen
Problems. (Zielgruppe: Tourenfahrer, die eine Karte nicht lesen können -
wegen 'Fähigkeiten' und Lesbarkeit im Tankrucksack während der Fahrt -
und sich deshalb ein Navi kaufen, dessen Display bei Tageslicht noch
schlechter ablesbar ist und außerdem viel zu klein, um darauf zu planen
oder routen, weshalb ein Notebook mit Software zur Routenplanung und
Programmierung des Navis auf der Tour mitgeführt wird, sowie ein
bluetooth tauglicher Kopfhörer in den Helm eingebaut wird, damit man die
Sprachansage des - durch ein teureres Modell ersetzten - Navis hören kann).

- Technologie wie IN hundert Jahren (vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/Linearmotor
http://www.google.com/patents/DE202010013905U1?cl=de)
(Zielgruppe: Hochtechnologie affine 'Premium'hersteller, welche
beispielsweise analoge Rundinstrumenten durch Plasma Displays ersetzen
(head-up display im Werkshelm aufpreispflichtiges Zubehör zum Krad),
sowie nicht nur im Pkw, sondern ebenfalls Krad einen Einparkautomaten
werkeln lassen)


-Andreas, Kardan und Sextant

Thomas Schade

unread,
Oct 15, 2016, 1:27:56 AM10/15/16
to
On 15.10.2016 06:13, Ralf Kiefer wrote:
> T. wrote:

>> Und gegen
>> "Zweirad-Antrieb" spricht beim Mopped im Prinzip auch nichts.
>
> Pardon, aber damit kämen noch viel weniger Kradisten zurecht als mit den
> jetzigen Elektronikkrädern. Ich erinnere mich ein wenig an solche
> Versuche von Jammerha auf den letzten afrikanischen Dakars. Das
> Fahrverhalten war durchaus vorteilhaft auf den ersten beiden
> europäischen Schlammkursen, wenn auch selbst für einen Profi noch sehr
> gewöhnungsbedürftig, aber bei den zügigeren afrikanischen Etappen flog
> das Zusatzgewicht auf dem Vorderrad raus.

Wie wirken sich eigentlich die, bekanntlich stabilisierenden,
Kreiselkräfte bei einem angetriebenen Vorderrad aus? Ich könnte mir
vorstellen, dass die durchaus spürbar sein könnten.


Ciao
Toscha
--
Newton's third Law of Emotion: Honda CBR 900RR
For every male action FB #1 WTS #5
there is a female overreaction. RB #0 GRR #20
________________________ http://www.toscha.de ________ GUS #35 RRR #666
It is loading more messages.
0 new messages