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Eilige Frage: Holmverkastung bei Rippenfläche!

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Frank Steinmetz

unread,
Nov 15, 2001, 10:40:08 AM11/15/01
to
Moin Leute!

Eine eilige Frage (Ich sitze nämlich gerade am Baubrett):

Bei meinem Monster-Telemaster ist die Holmverkastung in 1,5mm Balsa
vorgesehen. Da ich die Fläche jedoch kräftig verstärken möchte fiel mir auf,
daß ich noch gut 1,5 qm Sperrholz (1mm dick, 3*0,3mm - Schicht) habe. Was
meint Ihr: wenn ich die Holmverkastung nun aus diesem Sperrholz mache statt
aus dem normalen Bals - sollte doch mächtig stabil werden, oder Die
Faserrichtung würde ich genauso nehmen (obere und untere Schicht des
Sperrholzes sind gleich, also senkrecht zur Fläche zu nehmen)?
Das Mehrgewicht von gut 200gr. je Fjlächenhälfte würde ich in kauf nehmen,
bei dem Monster ist das nicht gar so wichtig.

Der Flieger hat insgesamt gut 3,8m Spannweite, je Flächenhälfte 14 Rippen
(davon eine vierfach und 3 doppelt, jeweils aus Balsasperrholz), keine
Beplankung, sondern von vorne nach hinten:
Nasenleiste (12*31mm Balsa),
2 dünne Holme (5*12mm Balsa),
Hauptholm (oben 12*25mm Balsa, unten 12*12mm Balsa),
zweiter Holm (oben und unten je 12*12mm Balsa)
Endleiste (14*35mm Balsa, die Leiste zwischen Fläche und Ruder - Nasenleiste
ist gemeint).

In den beiden "großen" Homen werden gerade die Steckungsrohre eingeharzt,
die Tragfläche selbst wird in der Mitte jeder Flächenhälfte abgestrebt
(ähnlich Piper)

Profilhöhe: 65mm, Flächentiefe: 560mm.

Was meint Ihr - bitte eine schnelle Antwort der Holzbauexperten, damit ich
weiterbasteln kann *grins*

Gruß de Frank

Wolfgang Kouker

unread,
Nov 15, 2001, 11:49:43 AM11/15/01
to
Frank Steinmetz wrote:

> Moin Leute!
>
> Eine eilige Frage (Ich sitze nämlich gerade am Baubrett):

Wenn fuer Dich (Euch) auch die Holmverkastung Verbindungsbrettchen zwischen
oberen und unteren Hauptholm sind (jeweils eins von Rippe zu Rippe), dann wird
Dir Deine Methode eine maechtig stabile Flaeche gegen Durchbiegen geben. Dann
aber die Maserung der aeusseren Sperrholflaechen horizontal (Holmparallel),
sonst besteht Bruchgefahr.

Moechtest Du die Verwindungssteifigkeit des Fluegels erhoehen hilft meiner
Meinung nach nur ein richtiger "Kasten", der bei mir (Grossegler im Bau) aus
einer Beplankung oben und unten von Nasenleiste bis Hauptholm (dickste Stelle im
Profil) besteht und eben obiger "Holmverkastung". Dann sollte aber Balsa
komplett genuegen.

Ich kenne allerdings den Flieger nicht. Der Einzelfall kann anders aussehen...

Ich weiss auch nicht obs hilft, bin jetzt jedenfalls weg von Buero und
Internetz,
Will auch in Keller!, Gruss, Wolfgang

Fritz Reschen

unread,
Nov 15, 2001, 12:15:46 PM11/15/01
to

Frank Steinmetz wrote:

[ ... ]


> Was meint Ihr - bitte eine schnelle Antwort der Holzbauexperten, damit ich
> weiterbasteln kann *grins*


Ob da nicht Brückenbauer die geeigneteren Ansprechpartner wären?
Bei diesen Dimensionen kenn ich dir leider nix Gescheiteres sagen ;-)

ciao, Fritz
--
Arbeit führt nicht sofort zum Tode, vorausgesetzt,
man weiß ihre Intensität und Dauer zu begrenzen. ( L. Retzbach )

www.reschen.org

Klaus Wensing

unread,
Nov 15, 2001, 12:21:17 PM11/15/01
to
On Thu, 15 Nov 2001 16:40:08 +0100, "Frank Steinmetz"
<Top...@T-Online.De> wrote:

>Der Flieger hat insgesamt gut 3,8m Spannweite, je Flächenhälfte 14 Rippen
>(davon eine vierfach und 3 doppelt, jeweils aus Balsasperrholz), keine
>Beplankung, sondern von vorne nach hinten:
>Nasenleiste (12*31mm Balsa),
>2 dünne Holme (5*12mm Balsa),
>Hauptholm (oben 12*25mm Balsa, unten 12*12mm Balsa),
>zweiter Holm (oben und unten je 12*12mm Balsa)
>Endleiste (14*35mm Balsa, die Leiste zwischen Fläche und Ruder - Nasenleiste
>ist gemeint).

Da die ganze Fläche aus Balsa gebaut ist, würde ich aus Gründen einer
möglichst ähnlichen Materialreaktion bei Belastungen dabei bleiben.
Ein sehr starres Bauteil in einer biegsamen Konstruktion ist mir
suspekt. Vielleicht kannst Du ja doppelt (beidseitig) verkasten.

Ciao
Klaus I
--

Hajo Giegerich

unread,
Nov 15, 2001, 12:23:34 PM11/15/01
to
Hallo, Frank,

Frank Steinmetz schrieb:


> Bei meinem Monster-Telemaster ist die Holmverkastung in 1,5mm Balsa
> vorgesehen. Da ich die Fläche jedoch kräftig verstärken möchte fiel mir auf,
> daß ich noch gut 1,5 qm Sperrholz (1mm dick, 3*0,3mm - Schicht) habe. Was

Ich würde an Deiner Stelle lieber einen Torsionskasten mit 1,5mm Balsa
um die Nasenleiste herumgezogen bauen und die Holmverkastung so
belassen. Das ist nicht nur mindestens so stabil wie die von Dir
gedachte Sperrholzverkastung, sondern erhöht auch noch massiv die
Torsionssteifigkeit ... für den rauhen Alltagsbetrieb hast Du da bei
ähnlicher Gewichtserhöhung (leichtes 1,5er vorausgesetzt) sicher mehr
davon.

Gruß Hajo


--
Lehrer erklärt ... Schüler: "Das verstehe ich jetzt nicht" ... Lehrer
erklärt wieder ... Schüler: "Ich verstehe es immer noch nicht" ...
Lehrer erklärt nochmal ... Schüler: "Das will ich jetzt nicht mehr
verstehen"

Ruediger Zoll

unread,
Nov 15, 2001, 1:09:48 PM11/15/01
to
servus frank! ;-)

Frank Steinmetz schrieb:

> meint Ihr: wenn ich die Holmverkastung nun aus diesem Sperrholz mache

joo! mit holzleim verkleben, das zieht wegen der aushärtedauer
prima ins sperrholz ein.

> 2 dünne Holme (5*12mm Balsa),
> Hauptholm (oben 12*25mm Balsa, unten 12*12mm Balsa),

balsa gegen kiefer tauschen, unbedingt und generell bei jedem flieger.

wenn die fläche noch offen ist, dremel dir schlitze neben die balsa-
holme und kleb die kiefernholme direkt gegen die balsaholme.

aber is eh zu spät jetzt....

cu/2,

rüdiger

--
Modellbaudateien aller Art ohne Ende: http://corsair.flugmodellbau.de
ROFF! (Read Our Fine FAQ!): http://www.drmm.de
Habt Ihr kein Geld für Benzin??? Dann fahrt gefälligst Landstraße!!!
Heut kam der TD NT Baukasten - und ich hab keine Zeit dafür. Fxxx!

Frank Steinmetz

unread,
Nov 15, 2001, 1:12:52 PM11/15/01
to
Moin Fritz!

> > Was meint Ihr - bitte eine schnelle Antwort der Holzbauexperten, damit
ich
> > weiterbasteln kann *grins*
>
>
> Ob da nicht Brückenbauer die geeigneteren Ansprechpartner wären?
> Bei diesen Dimensionen kenn ich dir leider nix Gescheiteres sagen ;-)

*breitgrins* - da magst Du Recht haben, sind doch etwas größere Dimensionen
als ich das bisher gewöhnt war - ist ja schon fast "richtiger" Flugzeugbau
*hüstel*

Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 15, 2001, 1:16:54 PM11/15/01
to
Moin Hajo!

> Ich würde an Deiner Stelle lieber einen Torsionskasten mit 1,5mm Balsa
> um die Nasenleiste herumgezogen bauen und die Holmverkastung so
> belassen. Das ist nicht nur mindestens so stabil wie die von Dir
> gedachte Sperrholzverkastung, sondern erhöht auch noch massiv die
> Torsionssteifigkeit ... für den rauhen Alltagsbetrieb hast Du da bei
> ähnlicher Gewichtserhöhung (leichtes 1,5er vorausgesetzt) sicher mehr
> davon.

Das wäre ein echtes Problem - Entweder wüßte ich alle 42 Rippen dann vorne
um je 1,5mm abschleifen (schwirig und ob das an den bereits iverleimten
Rippen genau wird?) oder ich müßte noch Aufleimer auf die Rippen setzen, um
die Stufe zu vermeiden, die sonst entsteht.
Das Profil ist aber schon megadick (65mm) :-)

Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 15, 2001, 1:15:13 PM11/15/01
to
Moin Klaus!

> Da die ganze Fläche aus Balsa gebaut ist, würde ich aus Gründen einer
> möglichst ähnlichen Materialreaktion bei Belastungen dabei bleiben.
> Ein sehr starres Bauteil in einer biegsamen Konstruktion ist mir
> suspekt. Vielleicht kannst Du ja doppelt (beidseitig) verkasten.

Das sowieso! Es gibt zwei doppelte Holme mit Steckungsrohr durch die inneren
beiden Rippen. Beide werden jeweils von vorn und hinten mit Verkastung von
Rippe zu Rippe versehen.

Ich überlege gerade, ob ich den Bereich von der Flächenwurzel bis zur
Abstrebung mit Soerrholzverkastung versehe (Bis dort soll sowieso nichts
biegen), und dann von der Verstrebung bis außen weiter mit Blasa verkaste,
was meinst Du dazu ?

Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 15, 2001, 1:11:58 PM11/15/01
to
Moin Wolfgang!

> Wenn fuer Dich (Euch) auch die Holmverkastung Verbindungsbrettchen
> zwischen oberen und unteren Hauptholm sind (jeweils eins von Rippe
> zu Rippe), dann wird Dir Deine Methode eine maechtig stabile

Genau, jeweils eines von vorne und eines von hinten gegen die beiden
Doppelholme, von Rippe zu Rippe.

> Flaeche gegen Durchbiegen geben. Dann aber die Maserung der
> aeusseren Sperrholflaechen horizontal (Holmparallel),
> sonst besteht Bruchgefahr.

Nanu? Warum das? in der Anleitung zu den Balsaverkastungen steht Maserung
senkrecht zum holm, ist das bei Sperrholz anders? Das sind auch bei dem
1mm - Sperhrolz drei Lagen, jeweils senkrecht zueinander sodaß die beiden
äußeren Flächen die gleiche Faserrichtung haben?

> Moechtest Du die Verwindungssteifigkeit des Fluegels erhoehen hilft

Nö, die Fluggeschwindigeit vom großen telemaster ist sehr langsam und die
Torsion sollte angesichts der riesigen Nasen - und Endleisten und der beiden
Doppelholme eigentlich im Rahmen bleiben. Mir geht es nur um die
Durchbiegung.

> Ich kenne allerdings den Flieger nicht. Der Einzelfall kann anders
> aussehen...

Es ist der große Telemaster, also ein abgestrebter Hochdecker mit
Rechteckfläche, dickem (65mm) Clark Y bei gut 55cm Flächentiefe (innen und
außen gleich).

Den will ich zum Schleppen und für Foto/Video etc. einsetzen.

Gruß de Frank

Kurt Harders

unread,
Nov 15, 2001, 1:10:17 PM11/15/01
to
Hallo,

In z-netz.alt.modellbau Klaus Wensing <wen...@dialup.nacamar.de> wrote:

> Da die ganze Fläche aus Balsa gebaut ist, würde ich aus Gründen einer
> möglichst ähnlichen Materialreaktion bei Belastungen dabei bleiben.
> Ein sehr starres Bauteil in einer biegsamen Konstruktion ist mir
> suspekt. Vielleicht kannst Du ja doppelt (beidseitig) verkasten.

Stimmt, s. Perseke Segelflugmodelle Band 2, da zeigt er sehr schoen,
dass dann das Sperrholz aus dem Balsa reisst. Evtl. kann man den das
ganze noch durch Ausfuellen des Raumes zwischen Rippen und Gurt mit
weichem Balsa versteifen.

Gruss, Kurt

--
Kurt Harders Modellbahnelektronik
mailto:ku...@kharders.de
privat: http://www.kharders.de
Modellbahnelektronik: http://www.kharders.de/weichenantrieb/index.html

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 2:37:20 AM11/16/01
to
Moin Rüdiger!

> wenn die fläche noch offen ist, dremel dir schlitze neben die balsa-
> holme und kleb die kiefernholme direkt gegen die balsaholme.
>
> aber is eh zu spät jetzt....

Nenene, die Flächen sind noch einige Wochen offen :-)
Was meinst Du, welche Dimension sollte ich für die Kierferholme wählen? Auch
so riesig wie die Balsaholme? Und bestimmt auch beide Doppelholme damit
versehen, denke ich, oder?

Hätte ich auch früher drauf kommen können, ich Trottel...

Gruß de Frank

Hans-H.Hoffmann

unread,
Nov 16, 2001, 3:34:24 AM11/16/01
to
Hi Frank

Wenn der Plan eine erprobte Konstruktion ist, würde ich nichts ändern, auch
200g kannst Du besser bei der Zuladung nutzen. Die Verkastung dient nur
dazu, die Holmgurte absolut gerade zu halten und bei Nasenbeplankung den
Torsionskasten zu schließen. Auf Zug ist Holz extrem belastbar, die
Bruchgefahr besteht in erster Linie durch Einknicken des auf Druck
belasteten Holmgurts und da wirken die Stege. Da die Verkastung bei jeder
Rippe unterbrochen wird, ist der Gesamtholm immer nur so stark wie der obere
und untere Holmgurt.
Eine andere Möglichkeit ist der torsionssteife Kastenholm mit beidseitiger
Verkastung. Aber dabei immer Materialgleichheit anstreben, also Kiefergurte
plus Sperrholzverkastung oder Balsagurte plus Balsaverkastung.
Die Aufdoppelung der Balsagurte mit Kieferleisten ist konstruktiv absurd,
die Gesamtkräfte werden dann vom steiferen Holz übernommen.

Gruß Hans


Wolfgang Kouker

unread,
Nov 16, 2001, 4:22:34 AM11/16/01
to
Tach Frank, bin wieder im Buero, kein Schleifstaub dafuer Internetz... Nur kurz:

Ich bekomm hier leider nicht ganz alles mit, mein Server nimmt wohl nicht alles,
aber:

Frank Steinmetz wrote:

> > Flaeche gegen Durchbiegen geben. Dann aber die Maserung der
> > aeusseren Sperrholflaechen horizontal (Holmparallel),
> > sonst besteht Bruchgefahr.
> Nanu? Warum das? in der Anleitung zu den Balsaverkastungen steht Maserung
> senkrecht zum holm, ist das bei Sperrholz anders? Das sind auch bei dem
> 1mm - Sperhrolz drei Lagen, jeweils senkrecht zueinander sodaß die beiden
> äußeren Flächen die gleiche Faserrichtung haben?

Versteh ich nicht. Ich hab hierzu zwar nie ne Bauanleitung gesehen, aber mein
"Verstand" sagt mir: Ein Holzbrett bricht leichter, wenn ich es parallel zu
Maserung biege. Entsprechend mein Tipp von gestern. Insofern versteh ich die
Anleitung nicht.

Aber Du weisst wie es ist: Wissen ist Macht, nicht wissen - macht nix.

Gruss, Wolfgang
PS: Ich werd erst jetzt die gigantischen Ausmasse Deines Fliegers bewusst. Mein
gestern so grossspurig genannter "Grosssegler" ist dagegen nur ein Winzling:
3,6m Spannweite:-)

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 4:27:06 AM11/16/01
to
Moin Rüdiger erneut!

> wenn die fläche noch offen ist, dremel dir schlitze neben die balsa-
> holme und kleb die kiefernholme direkt gegen die balsaholme.

So - habe gerade mal gefragt - "mein Laden" hat 16 Kieferleisten 10*10mm da,
wiegen zusammen 816gr. Das ist vertretbar und bringt sicher die Stabilität,
die ich will. Ich habe mir das so gedacht: Da ein teil der Verkastung schon
drauf ist, ziehe ich die Verkastung weiter durch und leime den neuen
Kieferhilm dann nach großer Dremelung der Rippen direkt davor - oben und
unten vor beide Doppelholme. Darauf mache ich dann eine weitere Verkastung
in 1mm Sperrholz. Das gibt insgesamt knapp 1kg Mehrgewicht und sollte
allemale reichen.
In der Mittagspause düse ich fix los und hole die Leisten.

Was meinst Du? Ist das ok, was ich mir dabei denke oder würdest Du es noch
anders machen?
Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 4:13:10 AM11/16/01
to
Moin Hans!

> Wenn der Plan eine erprobte Konstruktion ist, würde ich nichts ändern,
auch
> 200g kannst Du besser bei der Zuladung nutzen. Die Verkastung dient nur

Nach Plan ist der Telemaster Gigant eine extrem leichte Konstruktion, die
bei 3,8m Spannweite ca. 12kg wiegt. Dabei ist er allerdings nur sehr
begrenzt belastbar. Da ich ihn als "BrotundButterSchlepper" im "rauhen"
Alltagsbetrieb einsetzen will, komme ich nicht um kräftige Verstärkungen
herum - leider. Die paar gramm Mehrgewicht z.B. durch eine andere Verkastung
sind nicht weiter relevant - der Flieger ist bis 15kg Zuladung angegeben,
wenn er entsprechend verstärkt wird.

> dazu, die Holmgurte absolut gerade zu halten und bei Nasenbeplankung den
> Torsionskasten zu schließen.

Das Problem ist, daß keine Beplankung vorgesehen ist - daß hieße 42 Rippen
für eine Beplankung zu schleifen - alles Balsasperrholz - Auweia!


> Eine andere Möglichkeit ist der torsionssteife Kastenholm mit beidseitiger
> Verkastung. Aber dabei immer Materialgleichheit anstreben, also
Kiefergurte
> plus Sperrholzverkastung oder Balsagurte plus Balsaverkastung.
> Die Aufdoppelung der Balsagurte mit Kieferleisten ist konstruktiv absurd,
> die Gesamtkräfte werden dann vom steiferen Holz übernommen.

Also denke ich - auch nach dem Hinweis von Hajo - richtig, wenn ich nur den
Bereich zwischen Flächenstrebe und Rumpf verstärke und außen "normal" mit
Balsa weiterarbeite ?

Gruß de Frank


Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 4:36:07 AM11/16/01
to
Moin Wolfgang!

> Aber Du weisst wie es ist: Wissen ist Macht,
> nicht wissen - macht nix.

*Grins* - das kenne ich von mir :-)

> Ich werd erst jetzt die gigantischen Ausmasse
> Deines Fliegers bewusst. Mein gestern so grossspurig
> genannter "Grosssegler" ist dagegen nur ein Winzling:
> 3,6m Spannweite:-)

Ätsch - Meiner ist länger! Und Dicker :-)))

Ich wollte eigentlich die Schleppmaschine vom beineke kaufen (2,8m
Spannweite), aber in die Telemasterbaukasten habe ich mich beim
Durchblättern auf EBay spontan verliebt. Und das mir, der Holzbaukästen
bisher mit der Kneifzange nicht angefaßt hat (Daher meine vielen dummen
Fragen).
Nach Plan aufgebaut ist der extrem leicht gebaut und hält nicht gar so viel
aus. Ich will ihn aber zum Schleppen, als Foto - und Videoflieger und
sozusagen trotz der Größe als alltäglicher "BrotundButterFlieger" einsetzen.
Daher sollen auch überall Maßnahemn zur Verstärkung getroffen werden. Der
Rumpf folgt als nächstes, der ist nur als Stäbchenrumpf geplant, wird aber
etwas breiter gebaut und dann komplett beplankt. (Sperrholz oder Balsa,
vielleicht auch Abachi - muß ich noch überlegen)

Aber momentan beschäftigen mich erst einmal die Flächen. Ich werde heute
erst einmal Rüdigers Vorschlag folgen und zusätzlich Kieferholme besorgen
und vor die Originalholme leimen. Das sollte dann mit einer zusätzlichen
Verkastung reichen...
(hoffe ich)

Wollen mal eben rechnen: 3,8m Spannweite * 55cm Flächentiefe = 2,09qm
tragfläche. Dazu ein tragendes Höhenleitwerk mit 1,2m Spannweite und 40cm
Flächentiefe = 0,48qm, macht insgesamt 2,57qm tragendes Flächenwerk - sollte
reichen, um auch viele Verstärkungen zu tragen :-) Auf dem Karton steht
übrigens etwas von 15kg Zuladung (Boah!) :-)

Gruß de Frank

Wolfgang Kouker

unread,
Nov 16, 2001, 7:07:14 AM11/16/01
to
Tach Frank:

Frank Steinmetz wrote:

> > Ich werd erst jetzt die gigantischen Ausmasse
> > Deines Fliegers bewusst. Mein gestern so grossspurig
> > genannter "Grosssegler" ist dagegen nur ein Winzling:
> > 3,6m Spannweite:-)
> Ätsch - Meiner ist länger! Und Dicker :-)))

Brummel Brummel, - Hier ist nur einer dick und der ...

> Wollen mal eben rechnen: 3,8m Spannweite * 55cm Flächentiefe = 2,09qm
> tragfläche. Dazu ein tragendes Höhenleitwerk mit 1,2m Spannweite und 40cm
> Flächentiefe = 0,48qm, macht insgesamt 2,57qm tragendes Flächenwerk - sollte
> reichen, um auch viele Verstärkungen zu tragen :-) Auf dem Karton steht
> übrigens etwas von 15kg Zuladung (Boah!) :-)
>
> Gruß de Frank

Na dann wird bei Euch das Bier kuenftig standesgemaess eingeflogen, oder???

Viel Spass, Wolfgang


Martin Schoenbeck

unread,
Nov 16, 2001, 8:24:51 AM11/16/01
to
Hallo Hans,

"Hans-H.Hoffmann" schrieb:


>
> Auf Zug ist Holz extrem belastbar, die
> Bruchgefahr besteht in erster Linie durch Einknicken des auf Druck
> belasteten Holmgurts und da wirken die Stege.

Bist du sicher, daß Du da nicht etwas verwechselst? Mein Vater
(gelernter Zimmermann) hat mir immer eingebläut: auf Zug wird Metall
belastet, Holz wird auf Druck belastet. Schau Dir mal Gartentore aus
Holz und aus Metall an. Bei ersterem geht die schräge Verstärkung von
der unteren Angel (ich weiß, korrekt heißt das anders, aber wie?) nach
oben, bei letzterem von der oberen nach unten.

Trotzdem hast Du natürlich recht, daß man seitliches Ausbrechen
verhindern muß. Aber für die Zugbelastung ist normalerweise die
Bespannung da.

Gruß Martin


Dirk Lübeck

unread,
Nov 16, 2001, 9:02:41 AM11/16/01
to
Moin ebenfalls

Stimmt! ;-) Schließe mich Rüdiger an. Besser Kiefernholme und
Sperrholzverkastung. Die Maserung senkrecht! Glaub Wolfgang nicht.
Oder eben die Holmzwischräume mit Balsa auffüllen. Vielleicht
noch zwei Verkastungen mit Balsa auf beiden Seiten der Holme.

Kombination Balsaholm und Sperrholzverkastung würde ich nicht machen.
Umgekehrt schon.

// Dirk

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 9:09:44 AM11/16/01
to
Moin Wolfgang erneut!

>> reichen, um auch viele Verstärkungen zu tragen :-) Auf dem Karton steht
>> übrigens etwas von 15kg Zuladung (Boah!) :-)

> Na dann wird bei Euch das Bier kuenftig standesgemaess
> eingeflogen, oder???

Mensch - daran habe ich ja noch gar nicht gedacht! Das wäre es doch -
Servogesteuerte Sixpackhalterung mit fallschirmbestückten Bieren - Klasse!

Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 9:13:27 AM11/16/01
to
Moin Dirk!

> > so riesig wie die Balsaholme? Und bestimmt auch beide Doppelholme damit
> > versehen, denke ich, oder?
> >
> > Hätte ich auch früher drauf kommen können, ich Trottel...
>
> Stimmt! ;-) Schließe mich Rüdiger an. Besser Kiefernholme und
> Sperrholzverkastung. Die Maserung senkrecht! Glaub Wolfgang nicht.

So - ich war gerade im laden und habe 16 Kieferleisten 10*10 gekauft - da
die Balsaholme nunmal schon drin sind, kommen die Kieferleisten eben jeweils
vor und hinter den Balsaholm und werden nochmal mit Soerrholz verkastet.
Mehrgewicht insgesamt knapp 1kg, das ist ok. Ich verstärke deshalb nur die
innere Hälfte, für außen reichen die Balsaholme.

War eine fruchtbare Diskussion, die mir viel weitergeholfen hat - die
nächsten dummen Fragen stelle ich dann bald zum Rumpfbau :-)

Langsam, aber sicher stelle ich fest, daß die Holzbaukastenbastelei zwar
aufwendig ist, jede Menge Grübelei und Hirnschmalz verbraucht, aber auch
mächtig Spaß bringt!

Gruß de Frank

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 9:17:17 AM11/16/01
to
servus frank! ;-)

Frank Steinmetz schrieb:

> So - habe gerade mal gefragt - "mein Laden" hat 16 Kieferleisten 10*10mm da,

10x10 ist übertrieben, 8x8 tuts dicke. bekommst du evtl. auch
wesentlich günstiger im örtlichen baumarkt.

> wiegen zusammen 816gr. Das ist vertretbar und bringt sicher die
> Stabilität, die ich will.

naja, fast n kilo ist schon happig. aber du willst es ja stabil...


> unten vor beide Doppelholme. Darauf mache ich dann eine weitere
> Verkastung

hab mich jetzt erst so richtig in deinen thread eingelesen....

denk dran, nicht die verkastung bringt die biegefestigkeit (bringt
fast nur tosionssteifigkeit), sondern in erster linie die beplankung.

leg lieber noch ein paar dünne 3x3er kiefernholme parall zu den
hauptholmen (2 vor dem hauptholm in richtung nasenleiste und drei
dahinter in richtung endleiste, das verhindert nämlich bei großen
g-belastungen das einknicken der beplankung - die beplankung
reißt nämlich nicht, wie man sich das im unglücksfall vorstellt, sondern
knickt auf der seite des kleineren biegeradius ein. wenn du das
einknicken mit den zusatzholmen verhindern kannst, ist die fläche
gegenüber biegebelastungen nahezu unzerstörbar.

hast du vielleicht noch eine kaputte fläche da? bieg die mal - du wirst
sehen, das erst die beplankung einknickt. das gilts zu vermeiden,
im gegensatz zu riesen tosionskästen zu bauen ;-)

[da stimmt doch was nicht am letzten satz...was? egal...]

achja: beplanke den rumpf mit balsa. auf sperrholz bekommst du
keine folie sauber gebügelt, noch ist das anpassen der haut eine
freude, das verschleifen schon garnicht. abachi würd ich ebenfalls
lassen, das ist zu spröde. um den rumpf um einiges leiser zu machen,
kannst du die "klebeseite" der beplankungsbrettchen vor dem
beplanken mit dünner styroporisoliertapete auskleiden, die klebestellen
des brettchens auf die leisten mußt du halt freilassen. aber besser
so, als hinterher in den rumpf zu kriechen ;-)

die rumpfbalsastäbchen kannst du ebenfalls direkt nach kiefer
konvertieren.

cu/2,

rüdiger

grummel...da hat ja hans fast das identische schon vorher geschrieben -
mist.

egal. wenn das teil ohne beplankung ist, dann leg, so wie oben
für die 3x3er beschrieben, noch ein paar 5x5er holme ein.

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 9:17:23 AM11/16/01
to
servus hans! ;-)

"Hans-H.Hoffmann" schrieb:

> Die Aufdoppelung der Balsagurte mit Kieferleisten ist konstruktiv absurd,
> die Gesamtkräfte werden dann vom steiferen Holz übernommen.

stimmt, aber die hat frank ja schon drin.... und rausreißen wäre
das größere übel.

cu/2,

rüdiger

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 9:20:42 AM11/16/01
to
servus martin! ;-)

Martin Schoenbeck schrieb:

> Bist du sicher, daß Du da nicht etwas verwechselst? Mein Vater
> (gelernter Zimmermann) hat mir immer eingebläut: auf Zug wird Metall

das ist bestimmt so, aber zieh doch mal an nem popeligen 5x5er
holm mit all deiner kraft - der wird nicht reißen.

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 9:58:35 AM11/16/01
to

Moin!

> stimmt, aber die hat frank ja schon drin.... und rausreißen wäre
> das größere übel.

Stimmt, zumal die Steckung schon drin ist...

Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 9:57:49 AM11/16/01
to
Moin Rüdiger!

> denk dran, nicht die verkastung bringt die biegefestigkeit (bringt
> fast nur tosionssteifigkeit), sondern in erster linie die beplankung.

Die Fläche is unbeplankt - daher sind die Rippen auch nicht auf eine
Beplankung vorbereitet und ich wollte nun nicht 42 riesige Rippen
beschleifen :-)
Zumal die Beplankung schon recht dick sein müßte, um bei 135mm Rippenabstand
nicht einzuknicken, oder sehe ich das falsch?
Die große Rippenzahl kommt übrigens daher, daß viele Rippen doppelt und an
einer Stelle sogar vierfach (Strebenansatz) genommern werden.

> achja: beplanke den rumpf mit balsa. auf sperrholz bekommst du
> keine folie sauber gebügelt, noch ist das anpassen der haut eine

Gut zu wissen - aber bringt eine Balsapeplankung sauf einem Stäbchenrumpf
die nötige Stabilität ohne megadick sein zu müssen (2,50m Rumplänge)?
Ansonsten könnte ich ja erst eine Lage 1mm - Sperrholz auflkeimen und darauf
noch 1,5mm Balsa? Das verschleifen ist nicht so wild bei dem Rumpf, ist eine
einfache Kastenform.

> beplanken mit dünner styroporisoliertapete auskleiden, die klebestellen
> des brettchens auf die leisten mußt du halt freilassen. aber besser
> so, als hinterher in den rumpf zu kriechen ;-)

Mensch, die Idee ist gut - ist vermerkt!

> die rumpfbalsastäbchen kannst du ebenfalls direkt nach kiefer
> konvertieren.

Stäbchen? Das sind halbe Bäume :-)
Aber stimmt, werde ich machen!

> egal. wenn das teil ohne beplankung ist, dann leg, so wie oben
> für die 3x3er beschrieben, noch ein paar 5x5er holme ein.

Ich nehme die vorhin gekauften 10*10er Leisten und leime die jeweils vor und
hinter einen Balsaholm _auf_ die Sperrholzverkastung, die ich dem
Originalholm spendiere. Dann ergibt das ein Sandwich 1mm Sperrholz -> 10*10
Kieferleiste ->1mm Sperrholz -> Balsaholm -> Balsaverkastung.
Ist zwar teilweise Unsinn, aber nun sind die Balsaholme nun einmal alle
eingebaut...

Gruß de Fr*wastäteichohneeuch*ank :-)

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 10:01:58 AM11/16/01
to
Moin erneut!
Korektur:

Dann ergibt das ein Sandwich 1mm Sperrholz -> 10*10
Kieferleiste ->1mm Sperrholz -> Balsaholm -> 1mm Sperrholz -> 10*10
Kieferleiste -> 1mm Sperrholz.

Jede Menge unnützes Zeugs in der Fläche (Balsaholme) , aber so ist das
halt...

Oder mache ich mir doch die Arbeit und säge mir neue Rippen und fange die
Fläche neu an? Ach neeeeee, nicht 42 Stück...

Gruß de Frank

Klaus Wensing

unread,
Nov 16, 2001, 11:08:21 AM11/16/01
to
On Fri, 16 Nov 2001 16:01:58 +0100, "Frank Steinmetz"
<Top...@T-Online.De> wrote:

>Dann ergibt das ein Sandwich 1mm Sperrholz -> 10*10
>Kieferleiste ->1mm Sperrholz -> Balsaholm -> 1mm Sperrholz -> 10*10
>Kieferleiste -> 1mm Sperrholz.
>
>Jede Menge unnützes Zeugs in der Fläche (Balsaholme) , aber so ist das
>halt...

lol!
fast 50mm Holm! Achte auf eine hochwertige Verleimung des Sandwiches,
damit der Holm nicht aufspleissen kann und sich die Kräfte
gleichmässig verteilen. Am besten besorgst Du Dir auch noch ca. 15 -
20 von diesen Feder-Blechleimzwingen aus dem Baumarkt.

Los, noch hat er auf! ;-))

Ciao
Klaus I
--

Fritz Reschen

unread,
Nov 16, 2001, 12:26:51 PM11/16/01
to

Frank Steinmetz wrote:

[ ... ]


> Das Profil ist aber schon megadick (65mm) :-)


Die Verdickung durch eine 1,5 mm Beplankung würde das Profil
von 11,8% auf 12,1% verdicken.
Keine wirklich merkbare Auswirkung, denki.


ciao, Fritz
--
Arbeit führt nicht sofort zum Tode, vorausgesetzt,
man weiß ihre Intensität und Dauer zu begrenzen. ( L. Retzbach )

www.reschen.org

Dietmar Langenohl

unread,
Nov 16, 2001, 1:21:53 PM11/16/01
to
Fritz Reschen <resc...@westnet-kabel.at> schrub:


> Die Verdickung durch eine 1,5 mm Beplankung würde das Profil
> von 11,8% auf 12,1% verdicken.

Vorsicht! Das mag für den Bereich der Maximaldicke gelten. Davor und
dahinter fällt die prozentuale Dickenveränderung größer aus. Du
erhälst ein völlig anderes Profil.

> Keine wirklich merkbare Auswirkung, denki.

Da würde ich nicht drauf wetten.

Dietmar

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 1:35:28 PM11/16/01
to
servus frank! ;-)

Frank Steinmetz schrieb:

> Mehrgewicht insgesamt knapp 1kg, das ist ok. Ich verstärke deshalb nur


> die innere Hälfte, für außen reichen die Balsaholme.

ich will keinen meinen vorredner lügen strafen, aber das macht doch
keinen echten sinn. die biegekräfte werden doch komplett in diesem
bereich von flügelsteckung und flächenabstrebung aufgefangen - da
tritt keine biegung auf holm oder evtl. beplankung auf.

für außen reichen die balsaholme für deinen anspruch !nicht!.

es reicht auch vollkommen je ein kiefernholm oben und unten am balsa-
holm.

> aufwendig ist, jede Menge Grübelei und Hirnschmalz verbraucht, aber auch
> mächtig Spaß bringt!

gell, holz macht laune!

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 1:41:36 PM11/16/01
to
servus frank! ;-)

Frank Steinmetz schrieb:

[...]

> Gut zu wissen - aber bringt eine Balsapeplankung sauf einem Stäbchenrumpf
> die nötige Stabilität ohne megadick sein zu müssen (2,50m Rumplänge)?

ganz einfache antwort: jepp.

> Ansonsten könnte ich ja erst eine Lage 1mm - Sperrholz auflkeimen und auf


> noch 1,5mm Balsa? Das verschleifen ist nicht so wild bei dem Rumpf, ist

du willst dich also unbedingt mit einem sperrholzmaßanzug für den
rumpf kasteien? sag nicht, ich hätte dich nicht vorher gewarnt ;-)

laß dir das wort "maßanzug" noch ein paar mal im kopf in
verbindung mit dem bisherigen anfertigen der sperrholzverkastungen
der fläche herumgehen. willst du das dann wirklich noch?

;-),

rüdiger

Fritz Reschen

unread,
Nov 16, 2001, 2:31:44 PM11/16/01
to

Dietmar Langenohl wrote:


> Vorsicht! Das mag für den Bereich der Maximaldicke gelten.


Die Profildicke wird afaik immer unter Berücksichtigung der
_Maximaldicke_ angegeben.

> Davor und
> dahinter fällt die prozentuale Dickenveränderung größer aus. Du
> erhälst ein völlig anderes Profil.


Wenn du dir diese Riesenrippe vorstellst, ist eine Balsabeplankung
von 1,5 mm eine Größenordnung, die bei einer Styro- Balsa- Fläche
wahrscheinlich nichteinmal die Bauungenauigkeit abdeckt ;-)
_Völlig anderes Pofil_ wirds wohl nicht!


>>Keine wirklich merkbare Auswirkung, denki.
>>
>
> Da würde ich nicht drauf wetten.


Ich schon!

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 2:37:10 PM11/16/01
to
Moin Rüdiger erneut!

> laß dir das wort "maßanzug" noch ein paar mal im kopf in
> verbindung mit dem bisherigen anfertigen der sperrholzverkastungen
> der fläche herumgehen. willst du das dann wirklich noch?

Nicht wirklich - ich folge lieber Deinem Ratschlag und nehme Balsa - 3mm
solten reichen...

Gruß de Frank

Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 2:35:48 PM11/16/01
to
Moin Klaus!

> fast 50mm Holm!
*grins* - jau, ist doch ein wenig viel, nicht wahr :-)

> Achte auf eine hochwertige Verleimung des Sandwiches,
> damit der Holm nicht aufspleissen kann und sich die Kräfte

Mache ich!

> gleichmässig verteilen. Am besten besorgst Du Dir auch noch ca. 15 -
> 20 von diesen Feder-Blechleimzwingen aus dem Baumarkt.
>
> Los, noch hat er auf! ;-))

Ätsch - diesmal war ich schneller - habe ich am letzten Wochenende schon
geholt :-)


Gruß de Frank

Hans-H.Hoffmann

unread,
Nov 16, 2001, 2:36:22 PM11/16/01
to
Moin Frank

> Also denke ich - auch nach dem Hinweis von Hajo - richtig, wenn ich nur
den
> Bereich zwischen Flächenstrebe und Rumpf verstärke und außen "normal" mit
> Balsa weiterarbeite ?

Nein, an der Verstrebung ist überhaupt die größte Biegelast. Wenn
Verstärkung, dann bis Verstrebung und außen ein Drittel der Restspannweite
dazu.

Gruß Hans


Hans-H.Hoffmann

unread,
Nov 16, 2001, 2:51:52 PM11/16/01
to
Hallo Martin

> Bist du sicher, daß Du da nicht etwas verwechselst? Mein Vater
> (gelernter Zimmermann) hat mir immer eingebläut: auf Zug wird Metall
> belastet, Holz wird auf Druck belastet. Schau Dir mal Gartentore aus
> Holz und aus Metall an. Bei ersterem geht die schräge Verstärkung von
> der unteren Angel (ich weiß, korrekt heißt das anders, aber wie?) nach
> oben, bei letzterem von der oberen nach unten.

Das hat was mit den Verbindungsmöglichkeiten zu tun. Hätte man bei Holz die
sicheren Schraubverbindungen ohne Gefahr des Ausreißens, würde es anders
aussehen

Gruß Hans


Hans-H.Hoffmann

unread,
Nov 16, 2001, 2:40:56 PM11/16/01
to
Hi Martin

> das ist bestimmt so, aber zieh doch mal an nem popeligen 5x5er
> holm mit all deiner kraft - der wird nicht reißen.

Und dann setz die Leiste auf den Boden und stütz dich drauf. Noch Fragen?

Gruß Hans


Frank Steinmetz

unread,
Nov 16, 2001, 3:29:47 PM11/16/01
to
Moin Hans!

Grmpf - ich habe schon bei der Lektüre von Rüdigers Mail bemerkt, daß ich da
einen Denkfehler begehe.
Ihr habt natürlich recht - die Biegebelastung ist natürlich im freitragenden
teil die höchste - ich Dussel!

Gruß und Danke de Frank!

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 16, 2001, 3:57:37 PM11/16/01
to
Hallo Hans

"Hans-H.Hoffmann" schrieb:

[ ] Und das ist jetzt ein aussagekräftiger Vergleich!

Gruß Martin

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 16, 2001, 4:01:52 PM11/16/01
to
Hallo Hans

"Hans-H.Hoffmann" schrieb:


>
> Das hat was mit den Verbindungsmöglichkeiten zu tun. Hätte man bei Holz die
> sicheren Schraubverbindungen ohne Gefahr des Ausreißens, würde es anders
> aussehen

Hat man aber nicht. Bezweifele ich aber trotzdem. Man kann auch Holz
ordentlich verbinden. Trotzdem wird man bei Zugbelastungen Metall
verwenden. Schau Dir z.B. mal große aus Holz konstruierte Hallen an, mit
Längsträgern in ähnlicher Bauart wie die beiden Holme einer Fläche. Dann
wirst Du feststellen, daß vom Ende her bis zur Mitte die hölzerne
Querstreben von unten nach oben gehen und von oben nach unten Metall
verwendet wird.

Gruß Martin

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 4:27:37 PM11/16/01
to
servus fritz! ;-)

Fritz Reschen schrieb:



> Dietmar Langenohl wrote:

> > Vorsicht! Das mag für den Bereich der Maximaldicke gelten.

> Die Profildicke wird afaik immer unter Berücksichtigung der
> _Maximaldicke_ angegeben.

was dietmar ausdrücken wollte, war eine überproportionale aufdickung
durch die 1,5mm beplankung an dünnen profilstellen, nasenleisten-
und endrippenbereich werden so stumpfer.

> _Völlig anderes Pofil_ wirds wohl nicht!

nö, aber die skelletlinie als auch die wölbung wird da schon
ganz schön verändert.




> >>Keine wirklich merkbare Auswirkung, denki.

> > Da würde ich nicht drauf wetten.

> Ich schon!

ich nicht ;-)

cu/2,

Ruediger Zoll

unread,
Nov 16, 2001, 4:30:19 PM11/16/01
to
servus frank! ;-)

Frank Steinmetz schrieb:

> Nicht wirklich - ich folge lieber Deinem Ratschlag und nehme Balsa - 3mm
> solten reichen...

2mm reichen auch dicke, eher 1,5er.

denk an den schwerpunkt und daß du z. bsp. für
100 gr hinten am heck mit 500 gr. blei vorne bluten musst.

cu/2,

Fritz Reschen

unread,
Nov 17, 2001, 1:16:45 AM11/17/01
to
Ruediger Zoll wrote:

[ ... ]


> was dietmar ausdrücken wollte, war eine überproportionale aufdickung
> durch die 1,5mm beplankung an dünnen profilstellen, nasenleisten-
> und endrippenbereich werden so stumpfer.


Mir scheint, du bist dir über die Dimensionen des diskutierten
Profils nicht ganz im Klaren?
Oder soll hier die Durchbiegung eines Stahlbetonträgers bein
Aufsitzen eines Sperlings diskutiert werden?
Auch: wer hindert wen daran, die Endleiste nach dem Beplanken
wieder auf die ursprüngliche Zuspitzung auszuschleifen?


> nö, aber die skelletlinie als auch die wölbung wird da schon
> ganz schön verändert.


Siehe Sperling! Oder hast du Zahlen bei der Hand ;-)
BTW: bespannst du deine Tragflächen?

.....
> ich nicht ;-)


Du könntest ja dagegenhalten!
Ich bin nach wie vor der Meinung, die Änderung der Flugeigenschaften
durch das infolge 1,5 mm Beplankung "veränderten" Profils sind für
Modellpiloten mit normal entwickelten Sensorien NICHT feststellbar.
Ich behaupte auch nocheinmal: die Veränderungen durch die Beplankung
markieren eine Größenordnung die bei durchschnittlich gebauten
Styro/Balsa- Flächen schon von den Bautoleranzen gesprengt werden!

Oliver Varoß

unread,
Nov 17, 2001, 4:10:49 AM11/17/01
to
"Hans-H.Hoffmann" <Hans-H....@t-online.de> wrote:

Wird sich durchbiegen und brechen. Ist es das, was Du sagen wolltest?

- Oliver

Ruediger Zoll

unread,
Nov 17, 2001, 4:12:36 AM11/17/01
to
servus fritz! ;-)

Fritz Reschen schrieb:

> Ruediger Zoll wrote:

> Mir scheint, du bist dir über die Dimensionen des diskutierten
> Profils nicht ganz im Klaren?

warum so agressiv?

> Oder soll hier die Durchbiegung eines Stahlbetonträgers bein
> Aufsitzen eines Sperlings diskutiert werden?

na, DER vergleich hinkt aber gewaltig.

> Auch: wer hindert wen daran, die Endleiste nach dem Beplanken
> wieder auf die ursprüngliche Zuspitzung auszuschleifen?

?? das geht nicht. es sei denn, du verlängerst die rippen.

> Siehe Sperling! Oder hast du Zahlen bei der Hand ;-)

joo ;-) 65 mm ists "original" maximal dick, nach dem beplanken 68mm.
macht satte 4.6% dickenzuwachs.

du schriebst dazu:

> Die Verdickung durch eine 1,5 mm Beplankung würde das Profil
> von 11,8% auf 12,1% verdicken.

wie kommst du auf nur 0,3% ?

bei geschätztem 20mm nasenleistendurchmesser dickt die beplankung
auf 26mm auf, das ist ein delta von 30%. das wird sich doch
spürbar in (möglicherweise in sogar gutmütigerem) abreissverhalten aber
um einiges schlechterem luftwiderstand äußern.

auf jeden fall ist das profil von anfänglich 30% an der nasen-
leiste bis schließlich auf 4,6% am holm verzerrt, danach steigt
die verzerrung bis zur endleiste wieder kräftig an, möglicherweise
übersteigt das die 30% der nasenleiste sogar, wenn die endleiste
dünner als 20mm ist.

> BTW: bespannst du deine Tragflächen?

das hinkt wieder, da stimmen die größenordnungen um fast den faktor 10
einfach nicht ;-)

da darfst du jetztmal rechnen. nimm als dicke der folie 0,2 mm
an.

ach was, ich rechne es dir, dann kannst wieder sagen.... ;-) ;-)

65 dick - 3mm aufdickung, das hatten wir schon mit 4,6%

die gleiche fläche mit 65 dick und mit 0,4mm (2*0,2mm) => 0,6%



> Ich bin nach wie vor der Meinung, die Änderung der Flugeigenschaften
> durch das infolge 1,5 mm Beplankung "veränderten" Profils sind für
> Modellpiloten mit normal entwickelten Sensorien NICHT feststellbar.

das käme auf den praktischen versuch an - unsereins ist nach wie
vor ebenfalls meiner meinung ;-) ich wage vorherzusagen, daß das
veränderte profil eine gravierende leistungsverschlechterung auf-
weist.

> Ich behaupte auch nocheinmal: die Veränderungen durch die Beplankung
> markieren eine Größenordnung die bei durchschnittlich gebauten
> Styro/Balsa- Flächen schon von den Bautoleranzen gesprengt werden!

fritz, rechne bitte mal nach - du schreibst hier nämlich etwas
von grobschmieden beim bau von flächen ;-)

herzlichst,

Ruediger Zoll

unread,
Nov 17, 2001, 4:15:02 AM11/17/01
to
servus hans! ;-)

"Hans-H.Hoffmann" schrieb:

> > das ist bestimmt so, aber zieh doch mal an nem popeligen 5x5er


> > holm mit all deiner kraft - der wird nicht reißen.

> Und dann setz die Leiste auf den Boden und stütz dich drauf. Noch Fragen?

da hab ich ein ganz ungutes gefühl dabei - das kann doch so nicht
sehen.

Frank Steinmetz

unread,
Nov 17, 2001, 6:39:07 AM11/17/01
to
MoinRüdiger!

> 65 dick - 3mm aufdickung, das hatten wir schon mit 4,6%
>
> die gleiche fläche mit 65 dick und mit 0,4mm (2*0,2mm) => 0,6%
> > Ich bin nach wie vor der Meinung, die Änderung der Flugeigenschaften
> > durch das infolge 1,5 mm Beplankung "veränderten" Profils sind für
> > Modellpiloten mit normal entwickelten Sensorien NICHT feststellbar.

BTW: Wie wäre es, wenn ich nur 1mm nehme und dann halt Abachi oder 0,6mm und
dann Sperrholz?

Ich weiß noch nicht, ob ich sie beplanke, aber wären das evtl. Alternativen
zum 1,5er Balsa?

Gruß de Frank

Dietmar Langenohl

unread,
Nov 17, 2001, 9:32:02 AM11/17/01
to
Ruediger Zoll <ruedig...@nexgo.de> schrub:


> nö, aber die skelletlinie als auch die wölbung wird da schon
> ganz schön verändert.

Nee, die werden eigentlich weniger verändert, dafür wird die
Dickenverteilung heftig verändert.

Dietmar

Fritz Reschen

unread,
Nov 17, 2001, 12:17:36 PM11/17/01
to
Ruediger Zoll wrote:

> warum so agressiv?


Das war NICHT agressiv gemeint!
Wie auch, als dein Fan aus der ersten Reihe ;-)

[ ... ]


> ?? das geht nicht. es sei denn, du verlängerst die rippen.


??
Was solln das mit den Rippen zu tun haben?

-------

>>Siehe Sperling! Oder hast du Zahlen bei der Hand ;-)

> joo ;-) 65 mm ists "original" maximal dick, nach dem beplanken 68mm.
> macht satte 4.6% dickenzuwachs.


Jaja.
Meine Frage nach Zahlen galt aber den von dir ins Treffen
geführten Veränderungen von Skelettlinie und Wölbung ;-)
Aber du hast Gelegenheit, dazu nochmal was zu sagen!
Zu deinen Zahlen:
Die Profildicke ist also der Quotient aus Dicke durch Dicke ??
Das ist mir neu!
Kennst du auch Profile mit weniger als 100% Dicke :-))
Ich habe das bisher immer als Quotient aus Dicke durch
Profiltiefe gerechnet!
Wodurch diese Betrachtung vielleicht nachvollziehbar wird:


>>Die Verdickung durch eine 1,5 mm Beplankung würde das Profil
>>von 11,8% auf 12,1% verdicken.
>>
>
> wie kommst du auf nur 0,3% ?


Nullkommadrei ist von dir.
Aber ich nehme an, du hast elfkommaacht von zwölfkommaeins abgezogen.

--------

> bei geschätztem 20mm nasenleistendurchmesser dickt die beplankung

> auf 26mm auf, ...


Aha.
Und wo setzen der Herr die Schublehre an?

> ... das ist ein delta von 30%. das wird sich doch
> spürbar in (möglicherweise in sogar gutmütigerem) abreissverhalten ...


Nicht spürbar!

> ... aber


> um einiges schlechterem luftwiderstand äußern.


Auch nicht spürbar!
Unterschiede der Oberfläche wirken sich stärker aus.


> ... wenn die endleiste
> dünner als 20mm ist.


LT- Syndrom? :-) *)


>>BTW: bespannst du deine Tragflächen?
>
> das hinkt wieder, da stimmen die größenordnungen um fast den faktor 10
> einfach nicht ;-)


Gut mitgedacht ;-)


> da darfst du jetztmal rechnen. nimm als dicke der folie 0,2 mm
> an.


OK
Wenn du also einen Flügel mit ~80 mm Profiltiefe bebügelst,
dann hast du das Profil genauso "verunstaltet" wie du es mir
oben vorzurechnen versuchst

> das käme auf den praktischen versuch an - unsereins ist nach wie

> vor ebenfalls meiner meinung ;-) ...


Tja, wer nicht? :-)

> ... ich wage vorherzusagen, daß das


> veränderte profil eine gravierende leistungsverschlechterung auf-
> weist.


Damit du siehst, daß ich auch kein Risiko scheue:
Ich behaupte, der Unterschied ist nicht merkbar!
Einige andere Parameter wie Flächenbelastung und vor allem
Oberflächenrauigkeit machen sich wesentlich deutlicher bemerkbar.
Ich habe vor vielen Jahren in Ermangelung einer Vorlage versucht
ein ClarkY- Profil aus dem Gedächtnis nachzuzeichnen und mit dem
Ergebnis einen Flieger gebaut. Die Abweichungen vom Originalprofil
waren um Größenordnungen von den hier diskutierten entfernt.
Aber an den Flugleistungen hättests mit Sicherheit nicht bemerkt!


> fritz, rechne bitte mal nach - du schreibst hier nämlich etwas
> von grobschmieden beim bau von flächen ;-)


Talichürn!
Erlebt bei solchen "Edelschmieden" wie Blue Airlines!
Das Profil meines Blue Action hatte bei größtem Entgegenkommen
keine Ähnlichkeit mit dem angegebenen.
Oder die Ersatzfläche für meinen Harlekin: afair war die
Wurzelrippentiefe so ziemlich das Einzige, das zur Original-
fläche passte. Die Tiefensprünge und die Profiltiefen waren
abweichend, und beim Fliegen hast exakt NULL gemerkt :-)


> herzlichst,
>
> rüdiger


Gleichfalls :-)


Fritz


*) Linzer Torte

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 17, 2001, 2:09:51 PM11/17/01
to
Hallo Wolfgang,

Wolfgang Kouker schrieb:

> Versteh ich nicht. Ich hab hierzu zwar nie ne Bauanleitung gesehen, aber mein
> "Verstand" sagt mir: Ein Holzbrett bricht leichter, wenn ich es parallel zu
> Maserung biege. Entsprechend mein Tipp von gestern. Insofern versteh ich die
> Anleitung nicht.

Da hat Dein Verstand gar nicht so unrecht gehabt. Wenn ich eine Rechteck
gegen eine Parallelogrammisierung [tm] versteifen will, dann tue ich das
in Längsrichtung. Alles andere ist IMHO Unsinn. Allerdings könnte bei
Franks Flieger noch hinzukommen, daß die vorgesehenen Balsaholme bei dem
Rippenabstand von 11 cm auch gegen Einknicken geschützt werden müssen.
Insofern haben die Versteifungen hier vielleicht eine unübliche
Zusatzfunktion, die die senkrechte Montage erfordert. Zumindest bei den
Balsaholmen.

Ich habe bisher immer mit Längsmaserung verkastet und deshalb mal die
Bauanleitungen durchgestöbert, ob ich daß vielleicht immer falsch
gemacht habe. Mal davon abgesehen, daß das mitgelieferte Material gar
nicht anders gepaßt hätte, ist es zumindest beim Taxi II ausdrücklich so
vorgesehen. Beim DoIt kann man es nur mit gutem Willen rauslesen.

Gruß Martin

Ruediger Zoll

unread,
Nov 17, 2001, 6:45:33 PM11/17/01
to
servus fritz! ;-)

Fritz Reschen schrieb:

> > ?? das geht nicht. es sei denn, du verlängerst die rippen.



> ??
> Was solln das mit den Rippen zu tun haben?

du kannst die originale zuspitzung nur dadurch erreichen, indem
du entweder nicht besonders viel sinn machend die beplankung
wieder gänzlich abschleifst, oder, die rippen soweit verlängerst,
daß das verhältnis d/t wieder stimmt! ;-)

> Jaja.

:-)

> Meine Frage nach Zahlen galt aber den von dir ins Treffen
> geführten Veränderungen von Skelettlinie und Wölbung ;-)

du bist so gut zu mir ;-)

nach ein wenig überlegen bin ich mir jetzt aber garnicht mehr
in bezug auf die wölbung einig - wenn unten und oben gleichviel
"draufkommt", ändert die sich dann...eigentlich nicht, fürn
symmetrisches profil auf jeden fall nicht, auch nicht die skelett-
linie von symmetrischen. aber wie siehts bei nem trainerprofil
aus...grübel. grummel, diese mistigen starrflügler - die hab
ich doch jetzt hinter mir...verbrennerhubi ist eh nur das
einzig ware ;-)

[...]

> > bei geschätztem 20mm nasenleistendurchmesser dickt die beplankung
> > auf 26mm auf, ...

> Aha.
> Und wo setzen der Herr die Schublehre an?

wenn du magst, nehmen wir auch gern den populäreren nasenradius an,
da wird dann aus 10mm radius 13mm nach dem beplanken.


> > ... das ist ein delta von 30%. das wird sich doch
> > spürbar in (möglicherweise in sogar gutmütigerem) abreissverhalten ...

> Nicht spürbar!

woher willstn das wissen! wir theoretisieren doch blos wild herum.


> > ... aber
> > um einiges schlechterem luftwiderstand äußern.

> Auch nicht spürbar!

ach was! ;-)

> Unterschiede der Oberfläche wirken sich stärker aus.

nein! ich will nicht, nein! :-)))

> LT- Syndrom? :-) *)

dachte ich bereits gestern überwunden zu haben, habe ich aber vor
dem schreiben dieses postings durch fleissiges leberkleister, pardon,
jägermeister-einschlucken gaaaaanz sicher neutralisiert.

[...]



> > ... ich wage vorherzusagen, daß das
> > veränderte profil eine gravierende leistungsverschlechterung auf-
> > weist.

> Damit du siehst, daß ich auch kein Risiko scheue:
> Ich behaupte, der Unterschied ist nicht merkbar!

damit sind wir also die zwei, die weder tod noch profil scheuen? ;-)

> Einige andere Parameter wie Flächenbelastung und vor allem
> Oberflächenrauigkeit machen sich wesentlich deutlicher bemerkbar.

ich bin geneigt, dir in diesem punkt zuzustimmen.

> Ich habe vor vielen Jahren in Ermangelung einer Vorlage versucht
> ein ClarkY- Profil aus dem Gedächtnis nachzuzeichnen und mit dem
> Ergebnis einen Flieger gebaut. Die Abweichungen vom Originalprofil
> waren um Größenordnungen von den hier diskutierten entfernt.


[in den staub werf und heftig zu huldigen anfang]

meister, meister, zeichne mir ein profil, jetzt gleich, bitte!
verwandle wein zu profil!

;-) ;-)

[...]

> Erlebt bei solchen "Edelschmieden" wie Blue Airlines!
> Das Profil meines Blue Action hatte bei größtem Entgegenkommen
> keine Ähnlichkeit mit dem angegebenen.

ROTFL!!! GRÖHHHHL!!!!! schnell nen eimer, ich bepiss mich
sonst :-)))

> Oder die Ersatzfläche für meinen Harlekin: afair war die
> Wurzelrippentiefe so ziemlich das Einzige, das zur Original-
> fläche passte. Die Tiefensprünge und die Profiltiefen waren
> abweichend, und beim Fliegen hast exakt NULL gemerkt :-)

LT-syndrom? das ist gefährlich, sag ich dir, es lähmt fast
alles ;-)

cu/2,

Fritz Reschen

unread,
Nov 18, 2001, 3:27:56 PM11/18/01
to
Ruediger Zoll wrote:


> du kannst die originale zuspitzung nur dadurch erreichen, indem
> du entweder nicht besonders viel sinn machend die beplankung
> wieder gänzlich abschleifst, oder, die rippen soweit verlängerst,
> daß das verhältnis d/t wieder stimmt! ;-)


Ich glaube jetzt zu verstehen, was du meinst.
Doch ursprünglich hast du nicht das veränderte d/t- Verhältnis
bemängelt, sondern die Dicke der Endfahne, die sich aus der
doppelten Beplankungsstärke ergäbe. Darum meine Empfehlung, die
Endfahne eben auszuschleifen.

[ ... ]


> wenn du magst, nehmen wir auch gern den populäreren nasenradius an,
> da wird dann aus 10mm radius 13mm nach dem beplanken.


Elfkommafünf, wenma genau sind ;-)
Aber jetzt was Grundsätzliches:
Der Gesamtwiderstand ist das Produkt aus Stirnfläche und spezifischem
Widerstand. Während durch die diskutierte Beplankung die Stirnfläche
zunimmt ( und zwar um die von dir genannte Größenordnung von 4,6 % )
dürfte sich der spez. Widerstand nicht meßbar ändern.
Wenn ich nun den s.W. mit 0,1 annehme, das ist allerdings eine reine
Schätzung von mir, die ich von den sW guter Autos (0,3) ableite, so
ändert sich der Gesamtwiderstand um nullkommasechsundvierzig % !
Die übrigen Profilparameter wie Nullauftriebswinkel, Wölbung,
max. Auftrieb ändern sich ebenfalls nicht meßbar.
Darum also sagich, das merxt net.

> woher willstn das wissen! wir theoretisieren doch blos wild herum.


Wissen tu ichs eh nicht.
Aber meine Vermutung ist durch einige Erfahrung und bereits mit der
Muttermilch aufgesogenem Feeling erhärtet ;-)

[ ... ]


> ich bin geneigt, dir in diesem punkt zuzustimmen.


Juppidideipotzdidldum ( Jubelruf )


> [in den staub werf und heftig zu huldigen anfang]


Die typische Reaktion jener, die glauben um ein Profil zu
designen muß man im Umgang mit okkulten Gesängen, Eidechsenfett
& Krötenspucke oder wenigstens Kubikmetergroßen Großrechnern
bewandert sein :-)
Die Entstehungsgeschichten auch so berühmter Profile wie Clark Y
dürften dir einige Illusionen rauben !
Nun erhebe dich wieder, mein Sohn +-:-)


> meister, meister, zeichne mir ein profil, jetzt gleich, bitte!
> verwandle wein zu profil!


1. Wein ( von steirischen Rieden ) ist IMMER hilfreich!
2.
' '
' (.)
/ { }
/ { }
/..
'
'----
' .
'......


3. ALLE Fliegerprofile sind schon erfunden.
Das von mir gezeichnete hat sich später, als Nachbaubedarf entstand,
als deckungsgleich mit dem Göttingen 596 herausgestellt :-\

-----

> ROTFL!!! GRÖHHHHL!!!!! schnell nen eimer, ich bepiss mich
> sonst :-)))


Pampers :-)
Aber Edelschmiede war auch in Anführungszeichen, falls du
das gemeint hast.

> LT-syndrom? das ist gefährlich, sag ich dir, es lähmt fast
> alles ;-)


Jaja.
Lass dir nur bei den Briten die Pfefferminzsauce und die
lauwarme Cervisia gut schmecken!
Du wirst dich noch nach Linz sehnen :-))

ciao, Fritz

Frank Steinmetz

unread,
Nov 19, 2001, 3:57:20 AM11/19/01
to
Moin Rüdiger!

> ich will keinen meinen vorredner lügen strafen, aber das macht doch
> keinen echten sinn. die biegekräfte werden doch komplett in diesem
> bereich von flügelsteckung und flächenabstrebung aufgefangen - da
> tritt keine biegung auf holm oder evtl. beplankung auf.

Wo Du recht hast, hast Du recht - ich geb's ja zu :-)

> es reicht auch vollkommen je ein kiefernholm oben und unten am balsa-
> holm.

Habe ich jetzt auch so gemacht - aber ich überlege noch an einem neuen
Rippensatz herum (siehe anderes Posting, bin gespannt was Herr Lengsfeld mir
als Preis schreibt...)

> > aufwendig ist, jede Menge Grübelei und Hirnschmalz verbraucht, aber
auch
> > mächtig Spaß bringt!
>
> gell, holz macht laune!

Jawollja - bin ja geradezu bekehrter EX - ARF'ler *grins*

Gruß de Frank

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