Grüße Georg
Georg Leyendecker wrote:
> Meine Frage, weiß jemand wie giftig das Zeug ist oder kann Auskunft
> geben?
Zitat: "Aceton kann wohl nach dem Ethanol als das am wenigsten toxische
der technisch wichtigen Lösemittel bezeichnet werden. Auf der haut
verursacht es Trockheit. Inhalation größerer Dosen erzeugt
Bronchialreizung, Müdigkeit und Kopfschmerz. Sehr hohe Dosen wirken
narkotisch. Ernsthafte Vergiftungen sind selten."
Aus: Textbuch Chemische Substanzen
Der MAK-Wert (Max. Arbeitsplatzkonzentration) liegt bei 1g/m3 (das
stammt allerdings aus einer älteren Quelle).
Meine Schlußfolgerung: Solange Du nicht große Flächen mit entsprechend
großen Mengen Aceton säubern willst, sehe ich kein Problem, wenn eine
ausreichende Lüftung gegeben ist. Ev. hilft es auch, mit größeren Mengen
außerhalb der üblichen Bastelwerkstatt (draußen!) zu arbeiten.
Eine Alternative zu Aceton ist Ethanol (verdampft wegen des höheren
Siedepunktes nicht so schnell/leicht wie Aceton); ich nehme dies immer
zum Entfetten und Reinigen von Klebestellen und bin bisher sehr gut
damit gefahren.
--
Mit freundlichem Gruss
Jürgen Laakmann
schau' mal vorbei bei
http://www.chemie.fu-berlin.de/cgi-bin/chemsafe?-x+-r67-64-1
--
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generell kannst Du glaube ich davon ausgehen, daß alle polyaromatischen
Lösungsmittel potentiell krebserregend sind und man das Einatmen
vermeiden sollte/ in gut belüfteten Räumen arbeiten sollte. Das heißt
nicht daß Aceton besonders giftig wäre aber gesund ist es auch nicht.
gruß
Eckhard
Georg Leyendecker schrieb:
> Hallo zusammen,
> ich habe mir Aceton gekauft um ABS zu säubern, damit ich es besser
> verkleben kann.
> Meine Frage, weiß jemand wie giftig das Zeug ist oder kann Auskunft
> geben?
Eckhard Lucius wrote:
> generell kannst Du glaube ich davon ausgehen, daß alle polyaromatischen
> Lösungsmittel potentiell krebserregend sind...
Seit wann ist Aceton polyaromatisch? (Hab ich da eine neuere Entwicklung
verschlafen? <gr>)
----------
In article <36B873CC...@ops.de>, Eckhard Lucius
<Eckhard...@ops.de> wrote:
> Georg,
>
> generell kannst Du glaube ich davon ausgehen, daß alle polyaromatischen
> Lösungsmittel potentiell krebserregend sind und man das Einatmen
> vermeiden sollte/ in gut belüfteten Räumen arbeiten sollte. Das heißt
> nicht daß Aceton besonders giftig wäre aber gesund ist es auch nicht.
>
Hier muss ich mal einen Einfurf machen, Aceton (andere Namen Dimethylketon,
2-Propanon CH3-O-CH3) ist auf keinen fall ein polyaromatisches
Lšsungsmittel, es ist ueberhaupt kein Aromat, die haben nŠmlich eine
Ringstruktur aus mindestens 6 Kohlenstoff Atomen. Aceton hat nur 2. Das
GefŠhrlichste an Aceton ist wohl das es extrem leicht entzuendlich ist -
also die Zigarrette lieber auslassen...
>
>> Hallo zusammen,
>> ich habe mir Aceton gekauft um ABS zu säubern, damit ich es besser
>> verkleben kann.
Sicher das das geht? Vermutlich wird dir Aceton die OberflŠche gleich
anlšsen. D.h. Du kannst es gleich als Kleber einsetzen!
Jarmo
Aceton geht prima zum ABS-putzen. Hab damit meinen zerhackten, zigmal
geflickten und ziemlich vergilbten Chip-Rumpf wieder auf Hochglanz
gebracht. Ok, an der Oberflaeche fehlt jetzt vielleicht ein zehntel mm,
aber was solls, er schaut wieder gut aus. :-)
Als Kleber ist Aceton auch gut geeignet, wird aber von Sekundenkleber um
Laengen geschlagen.
Zur Giftigkeit hat mich mal ein Chemiker aufgeklaert: Zusaetzlich zur
Brandgefahr nicht unbedingt harmlos. Aceton loest vom Koerper im
Fettgewebe eingelagerte Giftstoffe, die so wieder in den Stoffwechsel
gelangen. Und diese sozusagen vom Koerper irgendwo eingelagerten Gifte
sind das Problem beim Uebermaessigen Umgang mit Aceton.
Jens
M.f.G.
Jörg
Jörg's RC-Car Boxenstop
http://hp.citystar.ju.index.htm
Georg Leyendecker schrieb:
>
> Hallo zusammen,
> ich habe mir Aceton gekauft um ABS zu säubern, damit ich es besser
> verkleben kann.
> Meine Frage, weiß jemand wie giftig das Zeug ist oder kann Auskunft
> geben?
> Es hat einen sehr starken Geruch. Oder sollte man besser die Finger
> davon lassen?
>
> Grüße Georg
nein, im Nagellack ist heute kein Aceton mehr enthalten.
siehe Gefahrstoffverordnung.
Mit freundlichen Grüßen
Institut für Technische Chemie
übringens, sollte man harmlosere Lsm. verwenden z.b. iso-propanol
(2-Propanol)o.a, aber hier sollte man sich wieder an den Modellbau halten
und nicht über die Chemie unterhalten, denn alles kann giftig werden wenn
man die richtigen Konzentrationen verwendet.
> nein, im Nagellack ist heute kein Aceton mehr enthalten.
> siehe Gefahrstoffverordnung.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Institut für Technische Chemie
>
Einspruch:Erstens war von Nagellackentferner die Rede,
zweitens enthalten diese z.T.noch Aceton,drittens gibt
es eine Kleinmengenverordnung,sodass z.B.in Modellbau-
klebern Loesungsmittel,bei Kleinmengen, nicht extra
deklariert sein muessen,auf Packung nur Gefahrenhinweis.
M.f.G.
An die eigene Nase gefasst:
- Ich trage keine Handschuhe bei Acetongebrauch
- In unserer Firma ist noch keiner gestorben, obwohl die Jungs ihre
Haende den ganzen Tag in Aceton (und nicht in Palmolive) baden
Jens
On Wed, 03 Feb 1999 17:05:32 +0100, Eckhard Lucius
<Eckhard...@ops.de> wrote:
>Georg,
>
>generell kannst Du glaube ich davon ausgehen, daß alle polyaromatischen
>Lösungsmittel potentiell krebserregend sind und man das Einatmen
>vermeiden sollte/ in gut belüfteten Räumen arbeiten sollte. Das heißt
>nicht daß Aceton besonders giftig wäre aber gesund ist es auch nicht.
>
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jschum...@tm.net.my
Remove "NOSPAM" before using my email-address
hier wurde bisher nur über die Giftigkeit für den Anwender diskutiert,
was verständlich ist, denn man ist sich selber halt der nächste.
Ein anderer Aspekt ist die Umweltverträglichkeit.
Hier kommt besonders der Aspekt der Abbaubarkeit zum tragen, denn wer weiß
schon genau, wo das Zeug nach der Entsorgung hingelangt (zunächst wohl in
die Athmosphäre durch Verdunstung, aber von dort wohin?).
Nach meinen Informationen hat der Abbauprozeß von Aceton (in der
Athmosphäre?) eine Halbwertszeit von ca. 600 Jahren (!!!).
Das heißt, daß nach 600 Jahren immer noch die Hälfte des ursprünglich
ausgebrachten Acetons existiert.
Allein das hat mich veranlaßt, in Zukunft darauf zu verzichten, obwohl es
ein ausgezeichnetes Allzwecklösungsmittel ist (z.B. auch zum Entfetten).
Weiß jemand was über weniger bedenkliche Alternativen?
Gruß
Thomas