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[H0] Kardinalfehler bei der Anlagenplanung!?

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Peter Ulsamer

unread,
Mar 5, 2004, 12:31:59 PM3/5/04
to
Hallo Modellbahner,

ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,
Hobbyraum-füllend).Langsam komme ich dabei in die Endphase. Bevor ich nun zu
Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage loswerden:Welches ist/sind
der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich Realisierung)
der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser Größenordnung (ca. 20qm
Raumgröße, die Anlage soll nicht viel kleiner werden) vermeiden sollte?

Thema: 2-gleisige Hauptstrecke, mehrgleisiger Hbf, Dampf-Lok-BW mit
Drehscheibe und Lokschuppen, E-Lok-Abstellgleise mit Schiebebühne, große
Paradestrecke, abzweigende eingleisige Nebenstrecke, Zwischenstation und
Nebenbahn-Endbahnhof mit kleinem BW. Dazu kleines Industriegebiet mit
entsprechendem Gleisanschluß. 2 Schattenbahnhöfe mit zusammen >15 Gleise.

Ich weiß, die Frage ist sehr allgemein formuliert. Aber vielleicht weiß der
eine oder andere von Euch doch ein paar wesentliche Tips, was man
grundsätzlich beachten sollte.

Die Planung wird derzeit in Wintrack realisiert. Sobald ich damit fertig
bin, werde ich sie auf meiner HP veröffentlichen.

Fragt
Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de

Kai F. Lahmann

unread,
Mar 5, 2004, 12:43:00 PM3/5/04
to
Peter Ulsamer wrote:

> Welches
> ist/sind der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich
> Realisierung) der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser

> Größenordnung vermeiden sollte?

zuviel Bahn auf zuwenig Platz.

> Thema: 2-gleisige Hauptstrecke, mehrgleisiger Hbf, Dampf-Lok-BW mit
> Drehscheibe und Lokschuppen, E-Lok-Abstellgleise mit Schiebebühne, große
> Paradestrecke, abzweigende eingleisige Nebenstrecke, Zwischenstation und
> Nebenbahn-Endbahnhof mit kleinem BW. Dazu kleines Industriegebiet mit
> entsprechendem Gleisanschluß. 2 Schattenbahnhöfe mit zusammen >15 Gleise.

ja, das klingt schonwieder so...

> Die Planung wird derzeit in Wintrack realisiert. Sobald ich damit fertig
> bin, werde ich sie auf meiner HP veröffentlichen.

wir sind gespannt!

--
Kai F. Lahmann

http://moba.linuxfaqs.de/phpBB2/ - das Forum fuer den Spur N-Frokler

Christoph Müller

unread,
Mar 5, 2004, 2:29:53 PM3/5/04
to
On Fri, 5 Mar 2004 18:31:59 +0100, "Peter Ulsamer"
<elektro...@yahoo.de> wrote:

>Hallo Modellbahner,
>
>ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,
>Hobbyraum-füllend).Langsam komme ich dabei in die Endphase. Bevor ich nun zu
>Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage loswerden:Welches ist/sind
>der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich Realisierung)
>der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser Größenordnung (ca. 20qm
>Raumgröße, die Anlage soll nicht viel kleiner werden) vermeiden sollte?

Bezugnehmend auf deine Planung für die Unterbau-Rahmen fällt mir auf:

Zuviel Platz für Moba, zuwenig Platz für Mobahner.

Viel zu tiefe Segmente - oder ist dein Arm 1 Meter 20 lang? Dann wärst
du ca. 2 Meter 40 groß. Und damit kommst du immer noch nicht in die
linke untere Ecke hinein.


mit freundlichen Grüßen,

Christoph Müller

--

tobias b koehler

unread,
Mar 5, 2004, 6:10:29 PM3/5/04
to
Peter Ulsamer wrote:

> ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,
> Hobbyraum-füllend).Langsam komme ich dabei in die Endphase. Bevor ich nun zu
> Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage loswerden:Welches ist/sind
> der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich Realisierung)
> der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser Größenordnung (ca. 20qm
> Raumgröße, die Anlage soll nicht viel kleiner werden) vermeiden sollte?

Diejenigen, die sich später nicht mehr gut korrigieren lassen:
Zu enge radien, zu kurze gleislängen im bahnhof, profilprobleme.

--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 5, 2004, 9:42:13 PM3/5/04
to
Hallo Peter

Peter Ulsamer wrote:
>
> ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,

> Hobbyraum-füllend). Langsam komme ich dabei in die Endphase.

Gleich die erste Frage: Welches Gleismaterial?

Das entscheidet darüber wie du bauen kannst.
- M-Gleis: Nur kleine Radien, schreckliche Weichen
- C-Gleis: Geht so. Größere Radien und schlankere Weichen
- K-Gleis: Besseres hat M* nicht zu bieten.
Größere Radien und schlankere Weichen, mit dem Flexgleis
erschliesst du dir die Freiheit beim Streckenbau.


> Bevor ich nun zu Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage
> loswerden:
> Welches ist/sind der/die größten Fehler, die man bei der Planung
> (und natürlich Realisierung) der Modellbahn in dieser Spurweite und

> dinieser Größenordnung (ca. 20qm Raumgröße, die Anlage soll nicht

> viel kleiner werden) vermeiden sollte?

Zuviele Gleise und damit einher gehend zu kleine Radien und Abknick-
stellen statt Weichen. Bei ca. 4x5 m2 Fläche für deine Anlage hast
du die Chance großzügig zu bauen, wenn du nicht zuviel willst.


> Thema: 2-gleisige Hauptstrecke, mehrgleisiger Hbf, Dampf-Lok-BW mit
> Drehscheibe und Lokschuppen, E-Lok-Abstellgleise mit Schiebebühne,

> große Paradestrecke, abzweigende eingleisige Nebenstrecke, Zwischen-


> station und Nebenbahn-Endbahnhof mit kleinem BW. Dazu kleines
> Industriegebiet mit entsprechendem Gleisanschluß. 2 Schattenbahnhöfe
> mit zusammen >15 Gleise.

Vergiss es. (Siehe oben)

Das wird eine Gleiswüste.
Fast alle haben davon mal geträumt, aber ohne einen kompletten
Dachboden oder die sprichwörtliche Turnhalle und die notwendigen
Mittel in Geld und Zeit kann es nur schrecklich werden.

Überlege nur einmal welchen Aufwand du treiben musst, um nur eine
rudimentäre Sicherung für dieses Projekt aufzubauen. Und bei sovielen
Strecken und Fahrmöglichkeiten kommst du da nicht drum herum.

Vergleiche mal die Planung von Frank Tensierowski
Thread "[N] Meinung gefragt" vom 26.2.04.
http://www.franks-bahnwelt.de.vu/
Dort geht es um ca. 5x3m, aber in N (1:160)


> Ich weiß, die Frage ist sehr allgemein formuliert. Aber vielleicht
> weiß der eine oder andere von Euch doch ein paar wesentliche Tips,
> was man grundsätzlich beachten sollte.

- Thema reduzieren.
- Thema weiter reduzieren.
- Eigene Schwerpunkte ergründen.
- Thema nochmals reduzieren.
- Große Radien + schlanke Weichen
- Geringe Steigungen
- Lieber ein/zwei Gleise im Bahnhof/... weniger
- ...

Bisher habe ich ja harte Kritik geübt, nun ein Vorschlag, wie du
deiner selbstgestellten Falle entkommen kannst.

Plane und baue eine Rundum-Anlage:
- Ermöglicht größere Radien, da du keine 180°-Kehre brauchst.
- Du stehst mitten in deiner Anlage und kannst nicht alles
gleichzeitig sehen. Sie wirkt dadurch größer + großzügiger.
- Du kannst unterschiedliche Themen räumlich trennen.
- Dein Gleisplan wird von selbst einfacher + großzügiger, da du
keine Platz fressenden 180°-Kehren oder Gleiswendel brauchst.
- Der Schattenbahnhof kann auf der Hauptebene sein. Lasse ihn einfach
hinter einer Kulisse verschwinden. Alternativ lässt du ein Gleis
unauffällig am hinteren Anlagenrand in den Untergrund abtauchen.
- Die Anlagentiefe kann wesentlich geringer ausfallen.
Damit kommst du dann mit deinen Händen überall hin.
- Es ist leichter die Anlage in Segmenten zu planen/bauen. Die Arbeit
an einzelnen Teilen ist viel einfacher als an einer Komplettanlage.

Einziger Nachteil ist der Zugang zum Raum und ggfs. die Erreichbarkeit
von Fenstern. Aber dafür gibt es Lösungen.


Edbert
--
DER_MOBA http://www.der-moba.de/
Linkseiten http://www.der-moba.de/Inhalt/Links/index.php3
Gleissysteme http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/index.php3
Gleisplanung mit MacOS? -> RailModeller (http://www.railmodeller.de/)

A.Lange

unread,
Mar 6, 2004, 2:16:16 AM3/6/04
to
Peter Ulsamer schrieb:

>
> ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,
> Hobbyraum-füllend).Langsam komme ich dabei in die Endphase. Bevor ich nun zu
> Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage loswerden:Welches ist/sind
> der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich Realisierung)
> der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser Größenordnung (ca. 20qm
> Raumgröße, die Anlage soll nicht viel kleiner werden) vermeiden sollte?

Das meiste hast Du ja schon gehört und ich schließe mich an: Zu
überladen.
Ich selber habe einen Bodenraum mit einer nutzbaren Abmessung von 3,20 x
8 m. Da habe ich eine zehngleisigen Kopfbahnhof, zehngleisigen
Schattenbahnhof, einen Unterwegsbahnhof mit 5 Gleisen und einen halb im
Bogen liegenden mittleren Bahnhof mit 15 oder 17 Gleisen.
Jetzt, 15 Jahre nach der Planung bin ich unzufrieden mit der ganzen
Gestaltung, weil ich so gut wie keine Fahrstrecke habe und bin am
Umplanen.
Hätte ich heute noch mal die Chance mich an meine Stelle zu Baubeginn zu
versetzen würde ich:
- Nicht eine zweigleisige Strecke nehmen, sondern die eingleisige
elektrifizierte Hauptbahn Lauban- Kohlfurt,
- grozügigere Gleisanlagen aber mit weniger Gleisen bauen,
- viel weniger Fahrzeuge anschaffen.

An Deiner Stelle scheint mir folgendes geeignet: Abzweigbahnhof, dessen
Strecken im Keller verlaufen und eine Fokussierung auf die Nebenbahn.
Außerdem sollten die Bahnhöfe genügend auseinanderliegen um nicht den
Eindruck zu erwecken, die Reisenden wären zu Fuß schneller, wenn sie nur
den Hang runterlatschen würden.
Im Grund sollte man vermeiden, eine Anlage zu bauen, die dem beliebten
"Zweigleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenstrecke, von der Ostsee
bis an die Alpen auf 2 m²" entspricht.
Sollte allerdings Deine Anlage als Präsentationsfläche für alle
Fahrzeuge dienen, dann paßt Deine Planung schon zur Idee.

Gruß
Andreas

tobias b koehler

unread,
Mar 6, 2004, 4:38:22 AM3/6/04
to
Edbert van Eimeren wrote:

> - M-Gleis: Nur kleine Radien, schreckliche Weichen
> - C-Gleis: Geht so. Größere Radien und schlankere Weichen
> - K-Gleis: Besseres hat M* nicht zu bieten.
> Größere Radien und schlankere Weichen, mit dem Flexgleis
> erschliesst du dir die Freiheit beim Streckenbau.

M-gleis gibt es nicht mehr neu, dafür aber in rauhen mengen
gebraucht zu kaufen. Es wurde nun mal ca. 50 jahre lang massen-
produziert ....
Das K-gleis ist nicht auf ganzer linie "besser" als das C-gleis.
Zum einen ist die (individuelle) entscheidung fertig- oder
eigenbauschotterbett zu treffen (ist die die optik die mühe wert
oder willst du die zeit lieber in andere bereiche der anlage
investieren?) - es gibt aber auch fertige schotterbettungen für
K-gleise zu kaufen (Merkur Styroplast).
Zum anderen hat das C-gleis maßstäblichere schienenprofile als
das K-gleis, andererseits gibt es beim K-gleis elemente wie
schlanke kreuzungsweichen und flexgleise, die beim C-gleis
(noch?) nicht vorhanden sind. Die schlanken K-weichen sind auch
nicht schlanker als die schlanken C-weichen. Bogenweichen großer
radien gibt es noch bei keinem märklingleissystem.
Zu einem großen teil ist es auch einfach eine geschmacksfrage:
welche optik gefällt dir? Baust du lieber mit einer vorgegebenen
geometrie oder willst du lieber flexible gleise verlegen?

> Plane und baue eine Rundum-Anlage:

Kreisfahrer!!!1!!!

Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 5:34:38 AM3/6/04
to

Kai F. Lahmann schreibselte:

> > Welches
> > ist/sind der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich
> > Realisierung) der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser
> > Größenordnung vermeiden sollte?
>
> zuviel Bahn auf zuwenig Platz.

Das ist genau das Risiko, das ich hier eingehe. Wahrscheinlich kann man das
eher beurteilen, wenn man den fertigen Gleisplan sieht, aber der braucht
noch ein bisschen...


> > Thema: 2-gleisige Hauptstrecke, mehrgleisiger Hbf, Dampf-Lok-BW mit
> > Drehscheibe und Lokschuppen, E-Lok-Abstellgleise mit Schiebebühne, große
> > Paradestrecke, abzweigende eingleisige Nebenstrecke, Zwischenstation und
> > Nebenbahn-Endbahnhof mit kleinem BW. Dazu kleines Industriegebiet mit
> > entsprechendem Gleisanschluß. 2 Schattenbahnhöfe mit zusammen >15
Gleise.
>
> ja, das klingt schonwieder so...

Hmmm. Ich werde das bei meiner weiteren Planung im Hinterkopf behalten...

> > Die Planung wird derzeit in Wintrack realisiert. Sobald ich damit fertig
> > bin, werde ich sie auf meiner HP veröffentlichen.
>
> wir sind gespannt!

Ich auch..

grübelt

Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de


Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 5:43:01 AM3/6/04
to

Christoph Müller schreibselte:

> Bezugnehmend auf deine Planung für die Unterbau-Rahmen fällt mir auf:
>
> Zuviel Platz für Moba, zuwenig Platz für Mobahner.
>
> Viel zu tiefe Segmente - oder ist dein Arm 1 Meter 20 lang? Dann wärst
> du ca. 2 Meter 40 groß. Und damit kommst du immer noch nicht in die
> linke untere Ecke hinein.

Gut erkannt, Christoph. Diese Überlegungen gehen mir schon seit Wochen im
Kopf 'rum. Meine Lösung hiefür: Segmente einzeln aufbauen, dann sind sie von
allen Seiten zugänglich. Erst wenn der Rohbau fertig ist, zusammenstellen.
Jetzt die Gleise verlegen. Probefahren. Elektrik einbauen (überwiegend von
unten - sollte kein Problem sein). Erst wenn Probefahrten erfolgreich
beendet, Geländehaut schließen. An den Stellen, an denen die Armlänge nicht
ausreicht, Öffnungen im Gelände vorsehen, um von unten in die Anlage
hineinzuschlüpfen. Zudem bleiben zwei Segmente dauerhaft entnehmbar, so dass
die oberen Segmente (sind auf Rollen) von der Wand weggezogen werden können
(oder alternativ die unteren). Ermöglicht Zugang von hinten (während der
Bauarbeiten und später auch noch). Wenn alle Stricke reißen, baue ich
"Trittstellen" ein, d. h. getarnte Flächen, wo ich später auf die Anlage
steigen kann, ohne selbige zu beschädigen. Damit hoffe ich, das Problem in
Schach zu halten...

Was mich angeht, ich bin halbwegs schlank :=))

meint jedenfalls

Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de

Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 5:46:47 AM3/6/04
to

tobias b koehler schreibte

> Diejenigen, die sich später nicht mehr gut korrigieren lassen:
> Zu enge radien, zu kurze gleislängen im bahnhof, profilprobleme.

Zu enge Radien: im sichtbaren Bereich will ich nur Flexgleise und schlanke
Weichen verwenden (soweit irgend möglich).

Zu kurze Gleislängen: meine Bahnhofsgleise sollen auf jeden Fall länger als
2 m (lichte Weite) werden, um einen Zug aus Lok + 6 Personenwaggons bequem
abstellen zu können.

Profilprobleme: Was meinst Du DAMIT?

Fragt sich
Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de

Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 6:04:43 AM3/6/04
to

Edbert van Eimeren tat kund:

> Gleich die erste Frage: Welches Gleismaterial?
>
> Das entscheidet darüber wie du bauen kannst.
> - M-Gleis: Nur kleine Radien, schreckliche Weichen
> - C-Gleis: Geht so. Größere Radien und schlankere Weichen
> - K-Gleis: Besseres hat M* nicht zu bieten.
> Größere Radien und schlankere Weichen, mit dem Flexgleis
> erschliesst du dir die Freiheit beim Streckenbau.

M* K-Gleis, soweit möglich im sichtbaren Bereich ausschließlich schlanke
Weichen und Flexgleis.

> Zuviele Gleise und damit einher gehend zu kleine Radien und Abknick-
> stellen statt Weichen. Bei ca. 4x5 m2 Fläche für deine Anlage hast
> du die Chance großzügig zu bauen, wenn du nicht zuviel willst.

Durch die Verwendung von schlanken Weichen und Flexgleisen will ich
(zumindest auf der zweigleísigen Hauptstrecke) großzügig bauen. Auf der
Nebenstrecke werde ich das wohl nicht ganz schaffen. Ich habe wahrscheinlich
nur das Problem, dass ich "zuviel will"...

> Vergiss es. (Siehe oben)
> Das wird eine Gleiswüste.
> Fast alle haben davon mal geträumt, aber ohne einen kompletten
> Dachboden oder die sprichwörtliche Turnhalle und die notwendigen
> Mittel in Geld und Zeit kann es nur schrecklich werden.
> Überlege nur einmal welchen Aufwand du treiben musst, um nur eine
> rudimentäre Sicherung für dieses Projekt aufzubauen. Und bei sovielen
> Strecken und Fahrmöglichkeiten kommst du da nicht drum herum.

Was meinst Du bitte mir "rudimentärer Sicherung"?

> Vergleiche mal die Planung von Frank Tensierowski
> Thread "[N] Meinung gefragt" vom 26.2.04.
> http://www.franks-bahnwelt.de.vu/
> Dort geht es um ca. 5x3m, aber in N (1:160)

Bin gerade dabei...

> - Thema reduzieren.
> - Thema weiter reduzieren.
> - Eigene Schwerpunkte ergründen.
> - Thema nochmals reduzieren.
> - Große Radien + schlanke Weichen
> - Geringe Steigungen
> - Lieber ein/zwei Gleise im Bahnhof/... weniger
> - ...

Meine Schwerpunkte habe ich schon ergründet. Das Problem ist nur, ich habe
NOCH zu viele davon. Aber ich werde den Tip mit der "Reduzierung des Themas"
bei der weiteren Planung im Auge behalten.

> Bisher habe ich ja harte Kritik geübt, nun ein Vorschlag, wie du
> deiner selbstgestellten Falle entkommen kannst.

Ich halt's grad' noch so aus ;=)
Aber ohne konstruktive Kritik hätte ich mir die Arbeit sparen können...

> Plane und baue eine Rundum-Anlage:

Da fällt mir das Heft

http://www.eisenbahn-journal.de/art/680202.html

ein. Das habe ich regelrecht verschlungen. Mein Idee ist baut ja im Prinzip
darauf auf, will jedoch den (in meinen Augen) Hauptnachteil (nämlich das
völlige Fehlen einer Fahrmöglichkeit für größere Züge) ausgleichen. Wenn ich
die böde Tür nicht hätte (wozu braucht man im Hobbyraum eigentlich eine
Türe?) würde ich tatsächlich eine Rundumanlage bauen! So aber muss ich an
einigen Stellen (im nicht sichtbaren Bereich) doch Kehren einbauen.

> - Ermöglicht größere Radien, da du keine 180°-Kehre brauchst.

Im sichtbaren Bereich auf der Hauptstrecke will ich darauf trotzdem
verzichten, im Untergrund geht das natürlich nicht.

> - Du stehst mitten in deiner Anlage und kannst nicht alles
> gleichzeitig sehen. Sie wirkt dadurch größer + großzügiger.

Bingo!

> - Du kannst unterschiedliche Themen räumlich trennen.

Ebenso!

> - Dein Gleisplan wird von selbst einfacher + großzügiger, da du
> keine Platz fressenden 180°-Kehren oder Gleiswendel brauchst.

Siehe oben, im sichtbaren Bereich auf jeden Fall zu vermeiden.

> - Der Schattenbahnhof kann auf der Hauptebene sein. Lasse ihn einfach
> hinter einer Kulisse verschwinden. Alternativ lässt du ein Gleis
> unauffällig am hinteren Anlagenrand in den Untergrund abtauchen.

Das habe ich auch überlegt, aber dann doch lieber den Untergrund gewählt.
Das mit der Kulisse kostet mir zuviel kostbaren Platz...

> - Die Anlagentiefe kann wesentlich geringer ausfallen.
> Damit kommst du dann mit deinen Händen überall hin.

Siehe meine Antwort auf die Mail von tobias köhler.

> - Es ist leichter die Anlage in Segmenten zu planen/bauen. Die Arbeit
> an einzelnen Teilen ist viel einfacher als an einer Komplettanlage.

Dito.

> Einziger Nachteil ist der Zugang zum Raum und ggfs. die Erreichbarkeit
> von Fenstern. Aber dafür gibt es Lösungen.

Welche fallen Dir da ein?

fragt

Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de


Peter Popp

unread,
Mar 6, 2004, 6:13:43 AM3/6/04
to
Am Fri, 5 Mar 2004 18:31:59 +0100 schrieb Peter Ulsamer

>ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,
>Hobbyraum-füllend).Langsam komme ich dabei in die Endphase. Bevor ich nun zu
>Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage loswerden:Welches ist/sind
>der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich Realisierung)
>der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser Größenordnung (ca. 20qm
>Raumgröße, die Anlage soll nicht viel kleiner werden) vermeiden sollte?

Aus eigener Erfahrung etwas, das imho viel zu selten erwähnt wird
(auch wenn ich es kürzlich schon mal schrieb): Bei aller Konzentration
auf die Bahn als Kernthema das drumherum nicht übersehen, also dass
auch Landschaft und Strassen glaubwürdig sind. Wenn ein Fluss
plötzlich die Fließrichtung wechselt oder Bahnhöfe nicht per Strasse
erreichbar sind, ist das oft viel schwerer zu korrigieren, als
Weichenstrassen zu verschieben oder Radien etwas zu variieren,

findet
--

Peter Popp
email:peter...@arcor.de
Vorbild und Modell auf:
http://www.peter-popp.de/bahn/

Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 6:15:56 AM3/6/04
to
tobias b koehler tastaturisierte:

> Das K-gleis ist nicht auf ganzer linie "besser" als das C-gleis.
> Zum einen ist die (individuelle) entscheidung fertig- oder
> eigenbauschotterbett zu treffen (ist die die optik die mühe wert
> oder willst du die zeit lieber in andere bereiche der anlage
> investieren?) - es gibt aber auch fertige schotterbettungen für
> K-gleise zu kaufen (Merkur Styroplast).

Vom C-Gleis halte ich nichts, da M* leider die "flexiblen Fahrer" vergessen
hat. Deswegen nehme ich das K-Gleis, das mir ohnehin vorbildgerechter
erscheint, und mache mir die Mühe, es ordentlich einzuschottern (siehe auch
http://www.peter-ulsamer.de/Modellbahn/Systemwahl/systemwahl.html).

Das mit der Merkur Schotterbettung habe ich sofort wieder verworfen, als ich
dem Beipackzettel lesen mußte, dass die Teile nur für eine Lebensdauer von
10 Jahren ausgelegt sind (was danach passiert, haben sie nicht geschrieben,
aber ich entsinne mich gut an einen großen Bericht im M'* Magazin, wo ein
(ich glaube schweizer Arzt in Rente) Modellbahner seine gesamten
Gleisbettungen, als die Anlage gerade fertig war, wegen buchstäblicher
Selbst-Auflösung der Schotterbettungen wieder rausreißen und durch was
richtiges ersetzen mußte. Und da ich erst 38 bin, muss die Gleisbettung
noch wesentlich mehr als 10 Jahre halten...

> Bogenweichen großer
> radien gibt es noch bei keinem märklingleissystem.

Manko! Passend zu den schlanken K-Gleis-Weichen sollte M* dringend schlanke
Bogenweichen herausbringen!!

> Zu einem großen teil ist es auch einfach eine geschmacksfrage:
> welche optik gefällt dir? Baust du lieber mit einer vorgegebenen
> geometrie oder willst du lieber flexible gleise verlegen?

Flexible Gleise, soviel eben nur geht..


plant jedenfalls

Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de

Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 6:27:23 AM3/6/04
to

A.Lange tat sagen:

> Ich selber habe einen Bodenraum mit einer nutzbaren Abmessung von 3,20 x
> 8 m. Da habe ich eine zehngleisigen Kopfbahnhof, zehngleisigen
> Schattenbahnhof, einen Unterwegsbahnhof mit 5 Gleisen und einen halb im
> Bogen liegenden mittleren Bahnhof mit 15 oder 17 Gleisen.
> Jetzt, 15 Jahre nach der Planung bin ich unzufrieden mit der ganzen
> Gestaltung, weil ich so gut wie keine Fahrstrecke habe und bin am
> Umplanen.

Ist Deine Unzufriedenheit nur auf die fehlenden Fahrstrecken zurückzuführen?
Wenn ja, das sollte ich vermeiden können, denn ich plane zwei
Paradestrecken, oberhalb und unterhalb de Hauptbahnhofes und - soweit
möglich - halbwegs davon abgesetzt, ein, damit ich die Züge schön fahren
sehen kann!

> Hätte ich heute noch mal die Chance mich an meine Stelle zu Baubeginn zu
> versetzen würde ich:
> - Nicht eine zweigleisige Strecke nehmen, sondern die eingleisige
> elektrifizierte Hauptbahn Lauban- Kohlfurt,
> - grozügigere Gleisanlagen aber mit weniger Gleisen bauen,
> - viel weniger Fahrzeuge anschaffen.

*Grübel*
Ist das vielleicht der "Reifeprozess eines Modellbahners"? (bitte nicht
persönlich nehmen, aber offensichtlich bis Du ja schon 15 Jahre weiter als
ich!)
Im Moment kann ich mir unter keinen Umständen eine solch extreme Reduzierung
meines Modellbahn-Traumes vorstellen (ich sammle nunmal Fahrzeuge wie
verrückt und will auf jeden Fall eine zweigleisige elektrifiizierte
Hauptstrecke haben)!

> An Deiner Stelle scheint mir folgendes geeignet: Abzweigbahnhof, dessen
> Strecken im Keller verlaufen und eine Fokussierung auf die Nebenbahn.
> Außerdem sollten die Bahnhöfe genügend auseinanderliegen um nicht den
> Eindruck zu erwecken, die Reisenden wären zu Fuß schneller, wenn sie nur
> den Hang runterlatschen würden.

Das ist richtig. Abzweigbahnhof ist vorgesehen. Streckenverlauf im Keller
ist notwendig, um die Strecke insgesamt zu verlängern und die
Schattenbahnhöfe anzufahren.
Die Entfernung der Bahnhöfe sollte halbwegs gewährleistet sein, auch wenn
das mit dem "Hang runterlatschen" sehr schwierig zu realisieren ist.

> Sollte allerdings Deine Anlage als Präsentationsfläche für alle
> Fahrzeuge dienen, dann paßt Deine Planung schon zur Idee.

Danke, das geht runter wie Öl! Für mich ist die Anlage nämlich tatsächlich
auch eine Art Präsentationsfläche, weshalb ich eben NICHT auf den
Dampflokschuppen mit Drehscheibe und die Schiebebühne und den
Nebenbahn-Endbahnhof und das Industriegleis verzichten will!

meint standhaft

Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de


Peter Ulsamer

unread,
Mar 6, 2004, 6:32:12 AM3/6/04
to

Peter Popp schreibselte

> Aus eigener Erfahrung etwas, das imho viel zu selten erwähnt wird
> (auch wenn ich es kürzlich schon mal schrieb): Bei aller Konzentration
> auf die Bahn als Kernthema das drumherum nicht übersehen, also dass
> auch Landschaft und Strassen glaubwürdig sind. Wenn ein Fluss
> plötzlich die Fließrichtung wechselt oder Bahnhöfe nicht per Strasse
> erreichbar sind, ist das oft viel schwerer zu korrigieren, als
> Weichenstrassen zu verschieben oder Radien etwas zu variieren,

Danke für den Hinweis, ich werde mir das noch mal durch den Kopf gehen
lassen. Bisher habe ich mich tatsächlich nur auf die Gleise konzentriert,
aber man sollte das ganze nochmal aus dieser Sicht durchdenken!

bedankt sich

Peter Ulsamer
www.peter-ulsamer.de


Peter Popp

unread,
Mar 6, 2004, 8:24:19 AM3/6/04
to
Am Sat, 6 Mar 2004 12:15:56 +0100 schrieb Peter Ulsamer

>tobias b koehler tastaturisierte:

>> Das K-gleis...


>es gibt aber auch fertige schotterbettungen für
>> K-gleise zu kaufen (Merkur Styroplast).
>

>Das mit der Merkur Schotterbettung habe ich sofort wieder verworfen, als ich
>dem Beipackzettel lesen mußte, dass die Teile nur für eine Lebensdauer von
>10 Jahren ausgelegt sind (was danach passiert, haben sie nicht geschrieben,
>aber ich entsinne mich gut an einen großen Bericht im M'* Magazin, wo ein
>(ich glaube schweizer Arzt in Rente) Modellbahner seine gesamten
>Gleisbettungen, als die Anlage gerade fertig war, wegen buchstäblicher
>Selbst-Auflösung der Schotterbettungen wieder rausreißen und durch was

>richtiges ersetzen mußte...

Hallo Peter,

bei mir liegen Merkurbettungen schon seit über 15 Jahren ohne Probleme
(wobei ich den Verdacht habe, das Zeug lag vorher teilweise schon
mehrere Jahre im Laden;-)). Die Auflösung kenne ich nur von Mössmer,
wobei die Unterscheidung leicht fällt: die Merkur sind aus Styrodur,
relativ steif und innen blau, während Mössmer weichen (graubraunen?)
Schaumgummi verwendet.

Ich kann die Merkur-Bettungen guten Gewissens empfehlen, während beim
Schottern mit Weißleim das Mittelleiterblech zum Rosten neigt,

erinnert sich

A.Lange

unread,
Mar 6, 2004, 3:02:20 PM3/6/04
to
Peter Ulsamer schrieb:
> A.Lange tat sagen:

>
> > Jetzt, 15 Jahre nach der Planung bin ich unzufrieden mit der ganzen
> > Gestaltung, weil ich so gut wie keine Fahrstrecke habe und bin am
> > Umplanen.
>
> Ist Deine Unzufriedenheit nur auf die fehlenden Fahrstrecken zurückzuführen?

Nein.
Mich stört heute auch, daß die ganze sache, trotz des hochtrabenden
Titels "Freiburger Bahnhof - Hirschberg" mit dem Vorbild nur wenig
gemein hat.
Weder stimmen die Gleisanlagen noch die Fahrleitungsbauarten. Hier
könnte ich mich noch rausreden, daß in der DDR Material über das
Schlesien der 20er kaum zu kriegen war.
Aber hinzu kommen noch handwerklich Mängel, ein nicht so schönes
Gleismaterial, räudige Landschaft, usw.
Meine Anlage: http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm


> > Hätte ich heute noch mal die Chance mich an meine Stelle zu Baubeginn zu
> > versetzen würde ich:
> > - Nicht eine zweigleisige Strecke nehmen, sondern die eingleisige
> > elektrifizierte Hauptbahn Lauban- Kohlfurt,
> > - grozügigere Gleisanlagen aber mit weniger Gleisen bauen,
> > - viel weniger Fahrzeuge anschaffen.
>
> *Grübel*
> Ist das vielleicht der "Reifeprozess eines Modellbahners"? (bitte nicht
> persönlich nehmen, aber offensichtlich bis Du ja schon 15 Jahre weiter als
> ich!)

Unbedingt.
Schlimmer wurde das noch durch das bald 5 Jahre dauernde Mitlesen und
-schreiben in drmb, was zwangsläufig zur Entwicklung beiträgt. Vor zwei,
drei Jahren noch habe ich mich gewehrt und 2,1 mm hoches Schienenprofil
als nicht so wichtig angesehen, heute bin ich weiter.


> Im Moment kann ich mir unter keinen Umständen eine solch extreme Reduzierung
> meines Modellbahn-Traumes vorstellen

Man kann ja theoretisch irgendwann mal neu bauen.


> das mit dem "Hang runterlatschen" sehr schwierig zu realisieren ist.
>
> > Sollte allerdings Deine Anlage als Präsentationsfläche für alle
> > Fahrzeuge dienen, dann paßt Deine Planung schon zur Idee.
>
> Danke, das geht runter wie Öl! Für mich ist die Anlage nämlich tatsächlich
> auch eine Art Präsentationsfläche, weshalb ich eben NICHT auf den
> Dampflokschuppen mit Drehscheibe und die Schiebebühne und den
> Nebenbahn-Endbahnhof und das Industriegleis verzichten will!

Naja, dann klappt das wohl.

Gruß
Andreas

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 6, 2004, 3:14:07 PM3/6/04
to
Hallo Leute:

Peter Ulsamer wrote:
>
> Wenn ja, das sollte ich vermeiden können, denn ich plane zwei
> Paradestrecken, oberhalb und unterhalb de Hauptbahnhofes und - soweit
> möglich - halbwegs davon abgesetzt, ein, damit ich die Züge schön fahren
> sehen kann!

Eine solche Streckenführung findet man ja bei vielen Anlagen (so eine
Paradestrecke sieht ja auch toll aus), aber was ich mich dabei immer
frage ist, wie begründet man sowas? Würde die reale Bahn eine
zweigleisige Umgehungsstrecke 100-200 m neben dem Bahnhof bauen (mehr
ist das ja auf den Anlagen nicht, außer man hat eine Turnhalle) und die
Züge so an einem Haupbahnhof vorbeiführen? Bei einem Schmalspurbahnhof
oder einem winzigen unbedeutenden Nebenbahnhof kann ich ja noch
verstehen, daß die Hauptstrecke am Bahnhof vorbei geführt wird (z.B. als
Neubaustrecke für schnelle Züge, weil auf der bisherigen
Bimmelbahnstrecke nur geringe Geschwindigkeiten erlaubt sind), aber
würde man bei einem Hauptbahnhof (oder größeren Nebenbahnhof) nicht eher
diesen um 2 Durchfahrgleise erweitern? Soooo groß kann man bei einer
Zimmeranlage den Höhenunterschied doch gar nicht machen, als daß dadurch
diese Umgehung motiviert würde?

Gruß
Sieglinde

Bjoern Schreiber

unread,
Mar 6, 2004, 3:17:35 PM3/6/04
to
A.Lange wrote:

> Meine Anlage: http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm

Hi!

Hast ja schöne Modelle. Leider hast Du ein paar kleine Kardinalsfehler
bei Deiner Webseite gemacht - Die meisten Referenzen z.B. bei den Eloks
verweisen auf Deine Festplatte...

Gruß,
björn

Bjoern Schreiber

unread,
Mar 6, 2004, 3:25:16 PM3/6/04
to
Sieglinde Kastaun wrote:

> Eine solche Streckenführung findet man ja bei vielen Anlagen (so eine
> Paradestrecke sieht ja auch toll aus), aber was ich mich dabei immer
> frage ist, wie begründet man sowas? Würde die reale Bahn eine
> zweigleisige Umgehungsstrecke 100-200 m neben dem Bahnhof bauen (mehr
> ist das ja auf den Anlagen nicht, außer man hat eine Turnhalle) und die
> Züge so an einem Haupbahnhof vorbeiführen?

Ich habe das schon am Hauptbahnhof in Neuss erlebt: Auf dem Weg von
Duisburg nach Neuss nahm ich einen Umweg über Krefeld Oppum, wo die
Fahr- und Linienpläne hinter dermaßen verkratzten Scheiben hingen, dass
ich nicht erkannte, dass der RE10 nur an Neuss vorbeifährt.

Die Bahn führt nämlich eine Trasse tatsächlich 100 m neben dem
eigentlichen Bahnhof in einen schönen Bogen vorbei und mein Zug hielt
zwar kurz auf Höhe der Bahnsteige, nur waren die eben 100m entfernt und
unerreichbar. Ich wurde demenstprechend weiter nach Düsseldorf verfrachtet.

Gruß,
Björn

A.Lange

unread,
Mar 6, 2004, 3:35:27 PM3/6/04
to
Bjoern Schreiber schrieb:

Och nöööö, der verdammte NS 4,7x, der zerschießt mir die Links...

Gruß
Andreas

A.Lange

unread,
Mar 6, 2004, 3:50:57 PM3/6/04
to
Bjoern Schreiber schrieb:

So, korrigiert.
Seitdem ich W2K habe, funktionieren einige Programme nicht mehr so, wie
gewohnt. IPPlus speichert ohne Endungen, der NS-Composer macht alle
Seiten kaputt, IrfanView öffnet auch nicht mehr alle Mediendateien
sondern läßt sich vom WMP verdrängen.

Aber wenn wir schon bei Fehlermeldungen sind, wie sieht es mit den
Videos aus?
http://www.gillcom.de/modellbahn/08-betrieb/die_neue_videoseite.html

Das fehlende Vorschaublid ist klar. Mpeg ist ja nicht in jedem Fall
gleich Mpeg...

Gruß
Andreas

Kai F. Lahmann

unread,
Mar 6, 2004, 3:50:09 PM3/6/04
to
Peter Ulsamer wrote:

> Die Planung wird derzeit in Wintrack realisiert. Sobald ich damit fertig
> bin, werde ich sie auf meiner HP veröffentlichen.

da liegt ja schon was, mal Vorschläge:
1. die Drehscheibe samt Gleisen dran komplett weg - die Scheibe selbst ist
völlig überdimensioniert, das BW ca. 10mal zu klein. Dafür die Schiebebühne
da oben hin (das ergibt eine bessere optische Trennung zwischen den
Bahnhöfen, der imho schlimmste Fehler fast aller Anlagen!)
2. den Hauptbahnhof um je ein Gleis verkleinern, weiter nach links schieben
und um ca. 1/3 verkürzen 8von rechts her), dafür einseitig eine winzige
Gleisharfe für Güter (imho am besten vorne, da hinten kein Platz ist) mit
3-4 Gleisen
3. laß' den Rest der 2 gleisigen Strecke bis auf je einen Strang aus dem
Bahnhof raus unter der Platte verschwinden, keine "Paradestrecke o.ä.
4. die Nebenbahn vereinfachen: einen Haltepunkt (also ohne Weichen) unten an
die Wand (wo es jetzt aus dem Tunnel geht) und alles, was jetzt an Weichen
im orangen Teil ist weg - dadurch müsste auch der Radius weniger schlimm
aussehen. Der Durchgang wird automatisch 1 Segment breiter und so kommt man
dann auch wieder irgendwo ran.
5. den Bahnhof rchts spiegeln - derzeit hast du das gebäude vorne und den
Betrieb dahinter, da kommt niemand ran.
6 würde ich das ganze ja mit gleichen Radien und gleicher Gleisdichte in N
bauen *gg*

Frank Forsten

unread,
Mar 6, 2004, 4:05:39 PM3/6/04
to
A.Lange schrieb:

> Aber wenn wir schon bei Fehlermeldungen sind, wie sieht es mit den
> Videos aus?

Gut. Klick auf Bild veranlasst Mozilla 1.6, die MPEG-Datei auf die
lokale Festplatte zu speichern. Vor dort funktioniert Anzeige z.B. mit
MS Player einwandfrei.

Grüße, Frank

Kai F. Lahmann

unread,
Mar 6, 2004, 4:19:29 PM3/6/04
to
A.Lange wrote:

> Aber wenn wir schon bei Fehlermeldungen sind, wie sieht es mit den
> Videos aus?
> http://www.gillcom.de/modellbahn/08-betrieb/die_neue_videoseite.html

das Video der EP 248 (is das eine? Die Lok auf dem Bild sieht symetisch aus)
streikt.

Kai Eichstaedt

unread,
Mar 6, 2004, 4:30:35 PM3/6/04
to
Moin,

"Peter Ulsamer" <elektro...@yahoo.de> schrieb:


>Edbert van Eimeren tat kund:
>

>> Einziger Nachteil ist der Zugang zum Raum und ggfs. die Erreichbarkeit
>> von Fenstern. Aber dafür gibt es Lösungen.
>
>Welche fallen Dir da ein?
>

mir würden da herausnehmbare oder schwenkbare Anlagenstücke
einfallen...

Gruß
Kai
--
Unsere Vereinsseite : http://www.mec-tarp.de
Mein Fehmarn-Projekt: http://www.fehmarnbahn.privat.t-online.de/fehmarn/fehmarnp.htm

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 6, 2004, 4:35:06 PM3/6/04
to
Hallo Andreas,

"A.Lange" schrieb:


>
> Och nöööö, der verdammte NS 4,7x, der zerschießt mir die Links...

Den sollst Du ja auch nur als Newsreader benutzen. Für den Rest ist der
nicht mehr brauchbar.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html

Kai F. Lahmann

unread,
Mar 6, 2004, 4:36:42 PM3/6/04
to
Martin Schoenbeck wrote:

> Den sollst Du ja auch nur als Newsreader benutzen. Für den Rest ist der
> nicht mehr brauchbar.

als schlechtes Beispiel auch :)

Bjoern Schreiber

unread,
Mar 6, 2004, 5:43:25 PM3/6/04
to
A.Lange wrote:

> So, korrigiert.
> Seitdem ich W2K habe, funktionieren einige Programme nicht mehr so, wie
> gewohnt. IPPlus speichert ohne Endungen, der NS-Composer macht alle
> Seiten kaputt, IrfanView öffnet auch nicht mehr alle Mediendateien
> sondern läßt sich vom WMP verdrängen.
>

*g* Umstellungen sind immer schwer. aber meistends liegen sie eher an
den neu installierten Programmen, Win2000 ist jedenfalls besser als
jedes vorherige Windows (und xp ist nochmal besser...)

> Aber wenn wir schon bei Fehlermeldungen sind, wie sieht es mit den
> Videos aus?
> http://www.gillcom.de/modellbahn/08-betrieb/die_neue_videoseite.html

Jaein. Liegt aber an mir ;-)

Gruß,
björn

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 6, 2004, 4:59:19 PM3/6/04
to
Hallo Björn:

Bjoern Schreiber wrote:
>
> Die Bahn führt nämlich eine Trasse tatsächlich 100 m neben dem
> eigentlichen Bahnhof in einen schönen Bogen vorbei

Ist das eine Neubaustrecke gewesen oder was war für die Bahn die
Motivation, diesen Umgehungsbogen zu bauen? Mündeten die Gleise später
wieder in die Strecke, die vom Bahnhof kam?

> und mein Zug hielt
> zwar kurz auf Höhe der Bahnsteige, nur waren die eben 100m entfernt und
> unerreichbar. Ich wurde demenstprechend weiter nach Düsseldorf verfrachtet.

Tja, da kann man nur sagen: Dumm gelaufen. :-)

Gruß
Sieglinde


Bjoern Schreiber

unread,
Mar 6, 2004, 6:21:53 PM3/6/04
to
Sieglinde Kastaun wrote:
> Hallo Björn:
>
> Bjoern Schreiber wrote:
>
>>Die Bahn führt nämlich eine Trasse tatsächlich 100 m neben dem
>>eigentlichen Bahnhof in einen schönen Bogen vorbei
>
>
> Ist das eine Neubaustrecke gewesen oder was war für die Bahn die
> Motivation, diesen Umgehungsbogen zu bauen? Mündeten die Gleise später
> wieder in die Strecke, die vom Bahnhof kam?

Tja, gute Frage, warum das eine Umgehung ist...

Jedenfalls mündet die Strecke zwischen HBF und Güterbahnhof in die
Hauptstrecke und geht mit dieser über die Rheinbrücke nach Düsseldorf.

Gruß,
Björn

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 6, 2004, 8:19:45 PM3/6/04
to
Hallo Tobias

tobias b koehler wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
>
> > - M-Gleis: Nur kleine Radien, schreckliche Weichen
> > - C-Gleis: Geht so. Größere Radien und schlankere Weichen
> > - K-Gleis: Besseres hat M* nicht zu bieten.
> > Größere Radien und schlankere Weichen, mit dem Flexgleis
> > erschliesst du dir die Freiheit beim Streckenbau.
>
> M-gleis gibt es nicht mehr neu, dafür aber in rauhen mengen
> gebraucht zu kaufen. Es wurde nun mal ca. 50 jahre lang massen-
> produziert ....

Also sind sie noch problemlos erhältlich.
Peter könnte zudem schon gewaltige Vorräte davon besitzen.


> Das K-gleis ist nicht auf ganzer linie "besser" als das C-gleis.
> Zum einen ist die (individuelle) entscheidung fertig- oder
> eigenbauschotterbett zu treffen (ist die die optik die mühe wert
> oder willst du die zeit lieber in andere bereiche der anlage
> investieren?) - es gibt aber auch fertige schotterbettungen für
> K-gleise zu kaufen (Merkur Styroplast).

Von der Gleisgeometrie gibt es nur den einen Unterschied, dass es
beim K-Gleis ein Flexgleis gibt. Damit ist es besser als die beiden
anderen Alternativen. Im Vergleich zur Auswahl bei Zweileiter-Gleisen
ist die Auswahl insbesondere an großzügigen Weichen trotzdem bescheiden.

Aber damit muss ein M*-Bahner wohl leben.


> ... Bogenweichen großer radien gibt es noch bei keinem
> märklingleissystem.

Ein sehr großes Manko.


> Zu einem großen teil ist es auch einfach eine geschmacksfrage:
> welche optik gefällt dir? Baust du lieber mit einer vorgegebenen
> geometrie oder willst du lieber flexible gleise verlegen?

Mit letzterem hat man halt alle Freiheiten.
Wer sich in das Korsett vorgefertigter Gleisstück(chen) zwängen will,
mag damit glücklich werden.

Übrigens ist das Schotterbett der C-Gleise rund 16 mm zu schmal.


> > Plane und baue eine Rundum-Anlage:
> Kreisfahrer!!!1!!!

Wenn man selbst mitten drin steht und die Strecke fast 20 m lang ist,
kann man damit doch gut leben.


Edbert
--
DER_MOBA http://www.der-moba.de/
Linkseiten http://www.der-moba.de/Inhalt/Links/index.php3
Gleissysteme http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/index.php3
Gleisplanung mit MacOS? -> RailModeller (http://www.railmodeller.de/)

A.Lange

unread,
Mar 7, 2004, 1:13:49 AM3/7/04
to
"Kai F. Lahmann" schrieb:

>
> A.Lange wrote:
>
> > Aber wenn wir schon bei Fehlermeldungen sind, wie sieht es mit den
> > Videos aus?
> > http://www.gillcom.de/modellbahn/08-betrieb/die_neue_videoseite.html
>
> das Video der EP 248 (is das eine? Die Lok auf dem Bild sieht symetisch aus)
> streikt.

Stimmt. Die 100 MB des "Webspace" hatten nur noch 40 KB übrig, aber ich
habe noch es mal woanders abgespeichert.
Irgendwie erstaunlich, wie schnell 100 MB voll sind.

Und zur scheinbaren Symmetrie, das sieht nur so aus:
http://www.gillcom.de/modellbahn/12-elloks/ep_248_drg.jpg

Gruß
Andreas

A.Lange

unread,
Mar 7, 2004, 1:15:27 AM3/7/04
to
Martin Schoenbeck schrieb:

>
> Hallo Andreas,
>
> "A.Lange" schrieb:
> >
> > Och nöööö, der verdammte NS 4,7x, der zerschießt mir die Links...
>
> Den sollst Du ja auch nur als Newsreader benutzen. Für den Rest ist der
> nicht mehr brauchbar.

Ich weiß, ich weiß. Aber in Html kann ich nicht schreiben (außer was man
so für eBay braucht), Frontpage macht nur Unfug und Mozilla ist in
Englisch und hat einige Funktionen nicht mehr wie NS 4.x.

Gruß
Andreas

A.Lange

unread,
Mar 7, 2004, 1:19:14 AM3/7/04
to
Bjoern Schreiber schrieb:

>
> A.Lange wrote:
>
> > So, korrigiert.
> > Seitdem ich W2K habe, funktionieren einige Programme nicht mehr so, wie
> > gewohnt. IPPlus speichert ohne Endungen, der NS-Composer macht alle
> > Seiten kaputt, IrfanView öffnet auch nicht mehr alle Mediendateien
> > sondern läßt sich vom WMP verdrängen.
> >
>
> *g* Umstellungen sind immer schwer. aber meistends liegen sie eher an
> den neu installierten Programmen, Win2000 ist jedenfalls besser als
> jedes vorherige Windows (und xp ist nochmal besser...)

Ich zweifele.
Bis letztes Jahr fuhr ich noch W98, wäre auch dabei geblieben, aber das
neue Bord mochte das 4.1er Windows nicht mehr. Wenn ich mir ansehe, wie
oft mein Machbar sein XP neu installieren muß, nee, da war NT doch die
bessere Wahl. Außerdem ist für meine Begriffe da zuviel Müll mit drin.
Aber in spätestens zwei Jahren habe ich das im Griff, und solange werden
auf meiner Homepage immer wieder Fehler auftreten. :-)

Gruß
Andreas

Frank Forsten

unread,
Mar 7, 2004, 2:07:24 AM3/7/04
to
A.Lange schrieb:

> Wenn ich mir ansehe, wie
> oft mein Machbar sein XP neu installieren muß ...


[OT]Rechner im November 2002 gekauft. XP bislang einmal (und das war
auch überflüssig) neu installiert. Läuft eigentlich ganz geschmeidig.

Grüße, Frank

Roger Schwentker

unread,
Mar 7, 2004, 2:24:26 AM3/7/04
to
Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de> wrote:
> > M-gleis gibt es nicht mehr neu, dafür aber in rauhen mengen
> > gebraucht zu kaufen. Es wurde nun mal ca. 50 jahre lang massen-
> > produziert ....

> Also sind sie noch problemlos erhältlich.
> Peter könnte zudem schon gewaltige Vorräte davon besitzen.

Also dieselbe Situation, in der ich steckte und in der ich
mich entschloß, den Nietenzählern zum Trotz mit M-Gleisen
eine Modellbahn zu entwerfen und zu realisieren.

Gruß
Roger Schwentker
rschw...@regioconnect.net
--
Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Telefonhörer?
Einen Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.
[Dieter Nuhr]

Kai F. Lahmann

unread,
Mar 7, 2004, 7:13:13 AM3/7/04
to
A.Lange wrote:

> Mozilla ist in Englisch

http://mozilla.kairo.at

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 7, 2004, 1:13:04 PM3/7/04
to
Hallo Edbert:

Edbert van Eimeren wrote:
>
> Also sind sie noch problemlos erhältlich.

Jepp, körbeweise auf Börsen und bei Gebrauchthändlern, für 'n Appel
und'n Ei.

> Von der Gleisgeometrie gibt es nur den einen Unterschied, dass es
> beim K-Gleis ein Flexgleis gibt.

Und daher für eine Anlage das einzig sinnvoll zu verwendende.

> Im Vergleich zur Auswahl bei Zweileiter-Gleisen
> ist die Auswahl insbesondere an großzügigen Weichen trotzdem bescheiden.

Leider! :-(((

>
> Aber damit muss ein M*-Bahner wohl leben.

Einspruch, Euer Ehren! Das ist doch gar nicht einzusehen, warum wir
M*-Bahner nicht auch von der Vielfalt an schlanken Weichen und großen
Bogenweichen profitieren sollen.
Nur der Bastelaufwand wird dabei etwas größer sein.

>
> Ein sehr großes Manko.

Jepp, und es scheint da auch nix neues mehr zu kommen. Das Angebot an
Weichen ist doch seit Jahren unverändert. Da hilft nur "fremd gehen".

>
> Übrigens ist das Schotterbett der C-Gleise rund 16 mm zu schmal.

Das fällt doch gar nicht auf, wenn man nicht mit der Schieblehre
nachmißt?

Gruß
Sieglinde


Edbert van Eimeren

unread,
Mar 7, 2004, 3:07:48 PM3/7/04
to
Hallo Peter

Peter Ulsamer wrote:
> Edbert van Eimeren tat kund:
>

> > Gleich die erste Frage: Welches Gleismaterial?
> > - M-Gleis ... C-Gleis ... K-Gleis ...
> M* K-Gleis, soweit möglich im sichtbaren Bereich ausschließlich
> schlanke Weichen und Flexgleis.

Das hört sich für M* Verhältnisse gut an.

Wobei die Radien von M* schlanken K-Weichen (ca. 900 mm, 14.5°)
bei manchen Zweileiter Gleissystemen das Minimum sind.
- Roco Line 873 mm, 15°
- Piko A-Gleis 908 mm, 15°
- Tillig H0 Elite 866 mm, 15°
- Peco Streamline/Finescale 914 mm, 12°
Bei allen vieren gibt es noch Weichen mit deutlich größerem Radius.

Bei Roco und Piko ist dies das Minimum. Bei Tillig und Peco gibt es
kleinere Weichen, allerdings mit dem gleichen Winkel.


> > Zuviele Gleise und damit einher gehend zu kleine Radien und Abknick-
> > stellen statt Weichen. ...
> > Chance großzügig zu bauen, wenn du nicht zuviel willst.
>
> ... Ich habe wahrscheinlich nur das Problem, dass ich "zuviel will"

Genau, du willst alles, dein Gleisplan zeigt das sehr deutlich.

Denke daran, dass es in Realität deutlich mehr Landschaft als
Eisenbahn gibt. Bis auf die Bereiche großer Bahnhöfe fügt sich
die Eisenbahn in die Landschaft ein.


> > ...
> > Überlege nur einmal welchen Aufwand du treiben musst, um eine
> > rudimentäre Sicherung für dieses Projekt aufzubauen. Und bei so
> > vielen Strecken und Fahrmöglichkeiten kommst du da nicht drum herum.
>
> Was meinst Du bitte mit "rudimentärer Sicherung"?

Ich unterstelle mal, dass ein Großteil deines Betriebes automatisch
ablaufen soll. Anders könntest du nicht viele Züge gleichzeitig
fahren lassen.

Ein Minimum an Sicherheitsmaßnahmen dafür wäre:
- Verhindern, dass auf der Hauptstrecke Züge aufeinander auflaufen.
- Verhindern, dass Züge in ein besetztes Gleis im Bahnhof einfahren.
- Verhindern, dass Züge von der Nebenbahn unkontrolliert in die
Hauptbahn einfahren oder diese kreuzen.
- Betrieb in den Schattenbahnhöfen organisieren.
- Ein-/Ausfahrt ins/von den Betriebswerken und Industrieanschlüssen.
- ...

Und das Ganze muss sorgfältig durchdacht werden. Denn der spielende
Mensch findet (irgendwann) die Lücken, die du übersehen hast.

Zum Sicherungsthema auf der Modellbahn gibt es eine interessante
Seite von Sven Herzfeld: http://www.svenherzfeld.de/mbahn/logik.htm

Das mag dir schon zu abgehoben erscheinen, aber es verdeutlich die
Problematik.


> > Vergleiche mal die Planung von Frank Tensierowski
> > ...
> Bin gerade dabei...

Alfreds N-Welt (http://www.meine-n-welt.de/) kennst du schon?
Nur falls dir der Lesestoff ausgeht. ;-)


> > - Thema reduzieren.
> > - ...
> > - ... weniger
>
> Meine Schwerpunkte habe ich schon ergründet. Das Problem ist nur,
> ich habe NOCH zu viele davon. Aber ich werde den Tip mit der
> "Reduzierung des Themas" bei der weiteren Planung im Auge behalten.

Das ist die einzige Chance, die man bei gegebener Raumgröße und
Modellmaßstab hat.


> > ...


>
> > Plane und baue eine Rundum-Anlage:

> Da fällt mir das Heft
> http://www.eisenbahn-journal.de/art/680202.html
> ein. Das habe ich regelrecht verschlungen.

Das kenne ich nun leider nicht.
Sollte vielleicht mal sehen, ob ich es bei meinem Händler finde.


> Mein Idee baut ja im Prinzip darauf auf, will jedoch den (in
> meinen Augen) Hauptnachteil (nämlich das völlige Fehlen einer
> Fahrmöglichkeit für größere Züge) ausgleichen.

Für Punkt zu Punkt Anlagen stimmt das. Bei einer Rundum Anlage hast
du ja gerade den Vorteil der langen Strecke und großen Radien.


> Wenn ich die blöde Tür nicht hätte (...) würde ich tatsächlich
> eine Rundumanlage bauen! So aber muss ich an einigen Stellen
> (im nicht sichtbaren Bereich) doch Kehren einbauen.

- Türen kann man aushängen.
- Manche Türrahmen kann man von Innen- auf Aussen-Tür umbauen.
- Es gibt Schiebetüren.

- Kehren und Gleiswendel verbrauchen viel Platz (Anlagentiefe),
selbst wenn sie im Untergrund sind.
- Bewegliche Brücken wurden schon erfunden.
- Es gibt Segmente auf Rollen (du machst das ja schon).


> > - Ermöglicht größere Radien, da du keine 180°-Kehre brauchst.
> Im sichtbaren Bereich auf der Hauptstrecke will ich darauf trotzdem
> verzichten, im Untergrund geht das natürlich nicht.

Trotzdem musst du darauf Rücksicht nehmen.

Irgendwann muss du ja in so eine Kehre einfahren.
Und das richtet sich danach wo diese Kehre ist.


> > - ...
> > - Der Schattenbahnhof kann auf der Hauptebene sein. Lasse ihn einfach
> > hinter einer Kulisse verschwinden. Alternativ lässt du ein Gleis
> > unauffällig am hinteren Anlagenrand in den Untergrund abtauchen.
>
> Das habe ich auch überlegt, aber dann doch lieber den Untergrund
> gewählt. Das mit der Kulisse kostet mir zuviel kostbaren Platz...

Da muss jede(r) für sich selbst entscheiden, ob die einfachere
Bauweise oder der Platzverbrauch wichtiger sind. Auf jeden Fall
gibt es diese Option.


> > - ...


>
> > Einziger Nachteil ist der Zugang zum Raum und ggfs. die
> > Erreichbarkeit von Fenstern. Aber dafür gibt es Lösungen.
>
> Welche fallen Dir da ein?

Zwei klassische:
- Herausnehmbare Brücke. Ein Brett mit zwei senkrechten zu einem
umgekehrten U zusammenbauen, zwei Widerlager an den festen Teilen.
Das Ganze kann man auch mehrgleisig und über zwei Ebenen bauen.
Bei ausreichender Materialstärke kann man damit auch einen Meter
freitragend überbrücken.
- Ein Trapezsegment auf Rollen. Die schmale Seite zur Tür.
Das kann man einfach aus dem Weg rollen. Eine geeignete
Verriegelung ist vorzusehen.

In beiden Fällen wird der elektrische Kontakt sinnvollerweise über
4 mm Bananen-Stecker und -Buchsen an geeigneter Stelle hergestellt.

Dein Fenster scheint ja relativ hoch angeordnet zu sein und damit
kein Problem (ausser der Erreichbarkeit) darzustellen.

A.Lange

unread,
Mar 7, 2004, 4:40:16 PM3/7/04
to
"Kai F. Lahmann" schrieb:

>
> A.Lange wrote:
>
> > Mozilla ist in Englisch
>
> http://mozilla.kairo.at

Jawoll, Danke!

Gruß
Andreas

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 7, 2004, 7:28:34 PM3/7/04
to
Hallo Sieglinde

Sieglinde Kastaun wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
> >

> > Im Vergleich zur Auswahl bei Zweileiter-Gleisen ist die Auswahl
> > insbesondere an großzügigen Weichen trotzdem bescheiden.

> ...


> Einspruch, Euer Ehren! Das ist doch gar nicht einzusehen, warum wir
> M*-Bahner nicht auch von der Vielfalt an schlanken Weichen und großen
> Bogenweichen profitieren sollen.
> Nur der Bastelaufwand wird dabei etwas größer sein.

Bei der Großbaustelle von Peter wird er wohl kaum zusätzliche Neben-
schauplätze brauchen. Ansonsten kann man/frau natürlich viel machen.


> > ...


>
> > Übrigens ist das Schotterbett der C-Gleise rund 16 mm zu schmal.
>
> Das fällt doch gar nicht auf, wenn man nicht mit der Schieblehre
> nachmißt?

Also die 8 mm auf jeder Seite sieht man durchaus.
Beim Roco Bettungsgleis zum Vergleich fängt die Böschung erst dort an,
wo das C-Gleis bereits zu Ende ist.

Übrigens ist die Böschung des C-Gleis mit ca. 55° zu steil.
[Beim Vorbild beträgt der Böschungwinkel 1:1,5 (ca. 34°).]

Wenn man noch nie etwas anderes als M- oder C-Gleise angesehen hat,
fällt es einem natürlich nicht auf. ;-)

Stefan Sczekalla-Waldschmidt

unread,
Mar 8, 2004, 7:39:17 AM3/8/04
to
Hi,

"A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> wrote in
news:404A2E4C...@gmx.de:

> Peter Ulsamer schrieb:
>> Ist das vielleicht der "Reifeprozess eines Modellbahners"? (bitte
>> nicht persönlich nehmen, aber offensichtlich bis Du ja schon 15 Jahre
>> weiter als ich!)
>
> Unbedingt.
> Schlimmer wurde das noch durch das bald 5 Jahre dauernde Mitlesen und
> -schreiben in drmb, was zwangsläufig zur Entwicklung beiträgt. Vor
> zwei, drei Jahren noch habe ich mich gewehrt und 2,1 mm hoches
> Schienenprofil als nicht so wichtig angesehen, heute bin ich weiter.


... grins .... oh wie kommt mir das bekannt vor - die erste Planung für die
Anlage nach unserem großen Umzug ( 2000 ) hab ich noch fuer M*-K-Gleis
gemacht.

Nun bin ich bei PECO code 75 ....

Ausserdem ist die Gleismenge bei den nachfolgenden Planungen immer mehr
geschrumpft.

Auch wenn das Rangieren der Spaß ist ( imho ) so hat man doch nur zwei
Hände.

Grüße,

Stefan

Michael Koch

unread,
Mar 8, 2004, 12:52:31 PM3/8/04
to
Peter Popp <peter.po...@t-online.de> schrieb:

>während beim
>Schottern mit Weißleim das Mittelleiterblech zum Rosten neigt,

Tzse[tm], wer heute noch mit wasserverdünntem Weissleim schottert, der
macht auch noch Rasenflächen aus grünem Sägemehl. *duckend* :-)

Da frage ich mich allerdings gerade, ob in meinem dauerelastischen
Schotterkleber nicht auch evtl. Wasser. . . .? Muss ich mal Herrn
Lenzen fragen. :-)

--
Michael Koch
http://www.mk-welt.de

Michael Koch

unread,
Mar 8, 2004, 12:52:32 PM3/8/04
to
Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de> schrieb:

>> ... Ich habe wahrscheinlich nur das Problem, dass ich "zuviel will"

>Genau, du willst alles, dein Gleisplan zeigt das sehr deutlich.

Soll ich mal meinen Gleisplan, der vom Anhalter Bahnhof inspiriert
war, hier reinstellen? Da streuben sich aber alle Haare. . . . :-) Ich
habe wirklich vor diesem Plan und seinen Platz- und Finanzansprüchen
schiss gekriegt.

Dagegen ist meine jetzige im Bau befindliche Anlage ein Ausbund an
kaum zu übertreffender Schlichtheit (und Langsamkeit, was die
Ausführung angeht :-).

Philipp Kotter

unread,
Mar 8, 2004, 1:51:02 PM3/8/04
to
Michael Koch wrote:

> Da frage ich mich allerdings gerade, ob in meinem dauerelastischen
> Schotterkleber nicht auch evtl. Wasser. . . .? Muss ich mal Herrn
> Lenzen fragen. :-)

Hallo Michael,

ich habe zwar schon bei Lenzen direkt gefragt, aber einen Anwender nach
seiner objektiven Meinung zu fragen, ist ja immer besser :-)
Klebt sein Schotterkleber matt auf? Wie hoch ist die Ergiebigkeit?
Reicht einmal Schotterbett fluten aus? Ich hab mal gehört, beim Asoa
bräuchte man mehrere Klebegänge.
Und was für Netzmittel nimmst du?

Gruss, Philipp

A.Lange

unread,
Mar 8, 2004, 1:54:49 PM3/8/04
to
Stefan Sczekalla-Waldschmidt schrieb:

>
> "A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> wrote in
> news:404A2E4C...@gmx.de:
>
> > Peter Ulsamer schrieb:
> >> Ist das [Reduktion] vielleicht der "Reifeprozess eines Modellbahners"?
> >
> > Unbedingt.
> > Schlimmer wurde das noch durch das bald 5 Jahre dauernde Mitlesen und
> > -schreiben in drmb, was zwangsläufig zur Entwicklung beiträgt. Vor
> > zwei, drei Jahren noch habe ich mich gewehrt und 2,1 mm hohes

> > Schienenprofil als nicht so wichtig angesehen, heute bin ich weiter.
>
> ... grins .... oh wie kommt mir das bekannt vor - die erste Planung für die
> Anlage nach unserem großen Umzug ( 2000 ) hab ich noch fuer M*-K-Gleis
> gemacht.
>
> Nun bin ich bei PECO code 75 ....
>
> Ausserdem ist die Gleismenge bei den nachfolgenden Planungen immer mehr
> geschrumpft.

Darauf läuft es bei mir auch hinaus.
auch habe ich bestimmt 50 mehr oder weniger vollständige Loks weggegeben
und mir dafür 15 thematisch passende Modelle geholt.
Die Schnellzugwagen müssen auch noch ausgedünnt werden und irgendwann
ist man wahrscheinlich soweit, daß man auf 20 m² 6 Loks und nur
Klöeinserien-Wagen einsetzt und jeder Baum individuell gefertigt wurde.

Gruß
Andreas

André Brandily

unread,
Mar 8, 2004, 6:23:14 PM3/8/04
to
Peter Ulsamer schrieb:

> Hallo Modellbahner,
>
> ich bin gerade dabei, meine Modellbahnanlage zu planen (M*, H0,
> Hobbyraum-füllend).Langsam komme ich dabei in die Endphase. Bevor ich nun zu
> Holz und Säge greife, will ich noch eine Frage loswerden:Welches ist/sind
> der/die größten Fehler, die man bei der Planung (und natürlich Realisierung)
> der Modellbahn in dieser Spurweite und in dieser Größenordnung (ca. 20qm
> Raumgröße, die Anlage soll nicht viel kleiner werden) vermeiden sollte?
>
> Thema: 2-gleisige Hauptstrecke, mehrgleisiger Hbf, Dampf-Lok-BW mit
> Drehscheibe und Lokschuppen, E-Lok-Abstellgleise mit Schiebebühne, große
> Paradestrecke, abzweigende eingleisige Nebenstrecke, Zwischenstation und
> Nebenbahn-Endbahnhof mit kleinem BW. Dazu kleines Industriegebiet mit
> entsprechendem Gleisanschluß. 2 Schattenbahnhöfe mit zusammen >15 Gleise.

Ein paar fehlen noch, aber im Wesentlichen ist die Aufzählung vollständig...

mfg
Andre

André Brandily

unread,
Mar 8, 2004, 6:30:11 PM3/8/04
to
Peter Ulsamer schrieb:

> Zu enge Radien: im sichtbaren Bereich will ich nur ... schlanke
> Weichen verwenden (soweit irgend möglich).

Ich dachte, Du hättest anfangs was von M* geschrieben...
;-)

mfg
Andre

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 8, 2004, 8:03:56 PM3/8/04
to
Hallo Michael

Michael Koch wrote:
> Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de> schrieb:

> > Peter Ulsamer schrieb:

> > >
> > > ... Ich habe wahrscheinlich nur das Problem, dass ich "zuviel will"
>
> > Genau, du willst alles, dein Gleisplan zeigt das sehr deutlich.
>
> Soll ich mal meinen Gleisplan, der vom Anhalter Bahnhof inspiriert
> war, hier reinstellen? Da streuben sich aber alle Haare. . . . :-)

> Ich habe wirklich vor diesem Plan und seinen Platz- und Finanz-
> ansprüchen Schiss gekriegt.

Ich entsinne mich, das war ein Mammut-Projekt.

Ich denke, für manch Einen wäre der Vergleich deiner verschiedenen
Planungsstadien hilfreich, im Bemühen seine eigenen Planungen nicht
zu weit ausufern zu lassen.


> Dagegen ist meine jetzige im Bau befindliche Anlage ein Ausbund an
> kaum zu übertreffender Schlichtheit (und Langsamkeit, was die
> Ausführung angeht :-).

Dafür scheint mir die Ausführung z.B. der Holzarbeiten ausgesprochen
solide zu sein. Das geht nur, wenn man sich genug Zeit dafür nimmt.

Interessant auch die verdeckte Rückführung der Gleise. Durch die sich
dabei ergebende Länge braucht man nur 1-2 Zusatzgleise und ein paar
Weichenverbindungen um einen ansehnlichen Schattenbahnhof ohne viel
Tiefe zu erhalten. Hier macht es eben die Länge und nicht die Breite.

Michael Koch

unread,
Mar 9, 2004, 12:10:04 AM3/9/04
to
Philipp Kotter <ph_k...@yahoo.de> schrieb:

>ich habe zwar schon bei Lenzen direkt gefragt,

>Klebt sein Schotterkleber matt auf?

Auf jeden Fall, nach dem Trocknen ist absolut nichts mehr vom Kleber
zu sehen...

Übrigens wir der Schotter etwas dunkler nach dem Kleben.

> Wie hoch ist die Ergiebigkeit?

Der Kleber ist direkt verwendbar, kein Verdünnen nötig. Mit der 200ml
Flasche, die ich habe, könnte man schon viele Meter Schottern.

>Reicht einmal Schotterbett fluten aus?

Ja, genügt vollkommen.

>Und was für Netzmittel nimmst du?

Gar keins, der Kleber verläuft von selber und benetzt alle Steinchen.

Michael Koch

unread,
Mar 9, 2004, 12:57:06 AM3/9/04
to
Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de> schrieb:

>Ich denke, für manch Einen wäre der Vergleich deiner verschiedenen

>Planungsstadien hilfreich, im Bemühen seine eigenen Planungen nicht
>zu weit ausufern zu lassen.

So sei es, ich öffne die Büchse der Pandorra:
http://www.mk-welt.de/anlagenbau/a_planvergleich.htm

Philipp Kotter

unread,
Mar 9, 2004, 3:48:14 AM3/9/04
to
Michael Koch wrote:
> Philipp Kotter <ph_k...@yahoo.de> schrieb:

>>Klebt sein Schotterkleber matt auf?
> Auf jeden Fall, nach dem Trocknen ist absolut nichts mehr vom Kleber
> zu sehen...

Schön!

> Übrigens wir der Schotter etwas dunkler nach dem Kleben.

Das ist aber üblich bei Steinschotter. Liegt soweit ich weiß, am
Staubanteil, nicht am Kleber.

>>Und was für Netzmittel nimmst du?
> Gar keins, der Kleber verläuft von selber und benetzt alle Steinchen.

Oh. Auch gut, ich dachte immer, man braucht prinzipiell Netzmittel. Ist
vielleicht schon im Kleber drin. Jedenfalls danke für deine Antworten.

Gruss, Philipp

Stefan Sczekalla-Waldschmidt

unread,
Mar 9, 2004, 5:03:32 AM3/9/04
to
Michael Koch <michae...@mk-welt.de> wrote in
news:j0nq40114ncbqpa1s...@4ax.com:

> So sei es, ich öffne die Büchse der Pandorra:

... im Text der Web-Site erwähnst Du XTackCad als Gleisplanungssoftware.

Die hatte ich mir mal angesehen, bin aber nicht so recht hinter den Trick
gestiegen wie ich da z.B. eine Weiche in ein Kurve setzte ... oder z.B.
ein Gleis mit einem bestimmten ( numerischen Radius z.B: 914mm ) erzeuge ..

Grüße,

Stefan

Michael Koch

unread,
Mar 9, 2004, 12:01:57 PM3/9/04
to
"Stefan Sczekalla-Waldschmidt" <stefan.s...@gmx.de> schrieb:

>... im Text der Web-Site erwähnst Du XTackCad als Gleisplanungssoftware.
>Die hatte ich mir mal angesehen, bin aber nicht so recht hinter den Trick
>gestiegen wie ich da z.B. eine Weiche in ein Kurve setzte ... oder z.B.

Man male ein Flexgleis, schnappe sich die Weiche mit gedrückter linker
Maustaste und kann die Weiche an dem Flexgleis entlangschieben. Je
nach der Seite, auf der sich der Mauszeiger bezogen auf das Flexgleis
befindet, wird die Weiche in der einen oder anderen Richtung angelegt.
Wenn man Shift-Taste drückt und dann einmal die linke Maustaste, wird
die Weiche mit einem anderen Ende an das Flexgleis angelegt. Zum
Absetzen an der gewünschten Stelle die Leertaste drücken.

>ein Gleis mit einem bestimmten ( numerischen Radius z.B: 914mm ) erzeuge ..

Wenn Du z.B. ein Flexgleis gemalt hast, kannst Du jederzeit den Radius
auch per Hand neu eingeben. Man sieht beim Malen auch den Radius unten
in der Statusleiste.

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 10, 2004, 8:10:07 AM3/10/04
to
Hallo Edbert:

Edbert van Eimeren wrote:
>
> Bei der Großbaustelle von Peter wird er wohl kaum zusätzliche Neben-
> schauplätze brauchen.

Nunja, da hat wohl jeder andere Präferenzen. Ich finde, wenn man sich
schon die Mühe einer festen Anlage zu Präsentationszwecken macht, dann
sollte das auch einigermaßen stimmig aussehen. Das heißt nun nicht
unbedingt, daß man alles maßstäblich machen muß (wird wohl sowieso fast
nie möglich sein und könnte daher sogar für die Gesamtharmonie an
einigen Stellen durchaus nachteilig sein), sondern man sollte sich mit
der optischen Gestaltung (und deren Regeln) eingehender beschäftigen.
Und dazu gehört meiner Meinung nach auch ein harmonischer, leicht
geschwungener Gleisverlauf. Diese starre Weichengeometrie mit nur
wenigen Standardweichentypen und fehlendes Flexgleis zerstört diese
Harmonie total und das läßt sich auch nicht mit der noch so liebevollen
Gestaltung des Restes der Anlage kompensieren.
Bei Betriebsbahnern dagegen käme es auf die Optik nicht so an, da wäre
eher ein möglichst realistischer Betriebsablauf wichtiger.
Und bei Teppichbahnern ist beides wurscht (ob nun M-Gleis auf
Teppichmuster oder vorbildgerechtes Bettungsgleis auf Teppichmuster
macht den optischen Kohl nun auch nicht mehr fett *g*). :-)

> Also die 8 mm auf jeder Seite sieht man durchaus.

Ich sehe es nicht. :-)
Bei einem rein optischen Vergleich mit der realen Bahntrasse (aus dem
Gedächtnis) empfinde ich das C-Gleis als recht stimmig.
Dagegen sehe ich mit einem Blick, daß beim Fleischmann-Bettungsgleis was
fehlt (die Böschung). Das sieht aus, als wäre es unter eine Dampfwalze
geraten. :-)

> Beim Roco Bettungsgleis zum Vergleich fängt die Böschung erst dort an,
> wo das C-Gleis bereits zu Ende ist.

Und deshalb muß man zur Schere greifen, wenn man sich nicht auf große
Abzweigwinkel und große Gleisabstände beschränkt sein will. :-(
Für wechselne Gleisaufbauten absolut ungeeignet. Und wegen seiner Breite
(mag sie noch so exakt den Vorbildmaßen entsprechen) erscheint mir
dieses Gleis (rein optisch) als zu klobig.

>
> Übrigens ist die Böschung des C-Gleis mit ca. 55° zu steil.
> [Beim Vorbild beträgt der Böschungwinkel 1:1,5 (ca. 34°).]

Auch das merkt man doch nur beim nachmessen (zusätzlich muß man auch
noch wissen, wie groß der Winkel beim Vorbild wirklich ist). :-)
Laßt doch mal eure Schieblehren und Winkelmesser in der Werkzeugkiste
liegen und beurteilt die Sache rein optisch/gefühlsmäßig. *g*

>
> Wenn man noch nie etwas anderes als M- oder C-Gleise angesehen hat,
> fällt es einem natürlich nicht auf. ;-)

*g*
Das C-Gleis kenn ich auch nur vom Sehen beim Händler, und da kann man ja
direkt die verschiedenen Gleise miteinander vergleichen. :-)

Aber viel schlimmer als die nicht exakten Maße empfinde ich bei den
Bettungsgleisen dieses "wunderschöne Plastikgrau". Und sie sind viel zu
gleichmäßig (ich brauche mir nur die Kieler Bahnhofsausfahrt anzusehen,
das ginge mit keinem Bettungsgleis ohne große Schnippelaktion). Daher
würde ich Bettungsgleise nicht für liebevoll gestaltete Anlagen
empfehlen (höchstens für schnell hingetackerte wie z.B. mit
Fertiggelände), sondern immer selber schottern.
Und die Bauberichte, in denen beschrieben wird, wie man C-Gleis für
Anlagen verschönern kann (in einem wurde sogar mal vorgeschlagen, das
Gleis noch mal drüberzuschottern), sehen für mich immer so aus, als ob
M* den M*-Anlagenbauern auf Krampf das Gleis für den Anlagenbau
unterschieben will. :-(

Da gehe ich also lieber gleich fremd und nehme Tillig-Gleise und
schottere selbst. *g*

Gruß
Sieglinde


Christoph Müller

unread,
Mar 10, 2004, 2:46:23 PM3/10/04
to
On Wed, 10 Mar 2004 14:10:07 +0100, Sieglinde Kastaun <tmp...@web.de>
wrote:

>
>> Übrigens ist die Böschung des C-Gleis mit ca. 55° zu steil.
>> [Beim Vorbild beträgt der Böschungwinkel 1:1,5 (ca. 34°).]
>
>Auch das merkt man doch nur beim nachmessen (zusätzlich muß man auch
>noch wissen, wie groß der Winkel beim Vorbild wirklich ist). :-)
>Laßt doch mal eure Schieblehren und Winkelmesser in der Werkzeugkiste
>liegen und beurteilt die Sache rein optisch/gefühlsmäßig. *g*

Aaaalso, bei mir beträgt die Böschung des Gleises genau 4 1/2 Minuten.
;-)


mit freundlichen Grüßen,

Christoph Müller

--

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 10, 2004, 8:56:07 PM3/10/04
to
Hallo Sieglinde

Sieglinde Kastaun wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
>

> Nunja, da hat wohl jeder andere Präferenzen. Ich finde, wenn man sich
> schon die Mühe einer festen Anlage zu Präsentationszwecken macht, dann
> sollte das auch einigermaßen stimmig aussehen.

ACK

> ... sondern man sollte sich mit


> der optischen Gestaltung (und deren Regeln) eingehender beschäftigen.
> Und dazu gehört meiner Meinung nach auch ein harmonischer, leicht

> geschwungener Gleisverlauf. ...

ACK
In dem Punkt ist Peter ja schon auf dem richtigen Weg.


> > Also die 8 mm auf jeder Seite sieht man durchaus.
> Ich sehe es nicht. :-)
> Bei einem rein optischen Vergleich mit der realen Bahntrasse (aus dem
> Gedächtnis) empfinde ich das C-Gleis als recht stimmig.
> Dagegen sehe ich mit einem Blick, daß beim Fleischmann-Bettungsgleis
> was fehlt (die Böschung).

Ich bin das Roco Bettungsgleis gewohnt und mir fällt der Unterschied
auf. Im Vergleich zu Fleischmann, das nur knapp breiter als die
Schwellen (33 mm) und mit 3 mm viel zu flach ist (Roco/Märklin
8-9 mm), schneidet das C-Gleis natürlich besser ab.


> Das sieht aus, als wäre es unter eine Dampfwalze geraten. :-)

Drastisch aber zutreffend.


> > Beim Roco Bettungsgleis zum Vergleich fängt die Böschung erst

> > dort an,wo das C-Gleis bereits zu Ende ist.


>
> Und deshalb muß man zur Schere greifen, wenn man sich nicht auf große
> Abzweigwinkel und große Gleisabstände beschränkt sein will. :-(
> Für wechselne Gleisaufbauten absolut ungeeignet.

Nicht wirklich. Ich hatte vor einiger Zeit einen Schwung gebrauchter
Roco Bettungsgleise erworben, wo auch 'angepasste' Gleise dabei
waren. Eigentlich braucht man die nur als Gegenbogen (R10) oder
Fortführung zu den Weichen.

Je ein R10 oder Standardgerade pro Weiche abgeschnittenen vorbereitet
plus ein paar in Reserve für mehr Flexibilität. Damit steht einem
spontanen Aufbau nichts mehr im Wege. Ist wirklich kein Thema.


> Und wegen seiner Breite (mag sie noch so exakt den Vorbildmaßen
> entsprechen) erscheint mir dieses Gleis (rein optisch) als zu klobig.

Das ist wirklich Gewohnheitssache.


> > Übrigens ist die Böschung des C-Gleis mit ca. 55° zu steil.
> > [Beim Vorbild beträgt der Böschungwinkel 1:1,5 (ca. 34°).]
>

> Auch das merkt man doch nur beim nachmessen ...


> Laßt doch mal eure Schieblehren und Winkelmesser in der Werkzeugkiste
> liegen und beurteilt die Sache rein optisch/gefühlsmäßig. *g*

Den zu steilen Winkel merkt man nur im Vergleich oder wenn man sich
schon intensiv mit Thema beschäftigt hat.

Gerade gefühlsmäßig führt so etwas dazu, dass man denkt 'Irgendwas
stimmt nicht', ohne direkt sagen zu können, was es ist.

Aber natürlich hast du damit Recht, dass der Gesamteindruck stimmen
muss. Aber das hängt eben an vielen Kleinigkeiten.

Die Millimeter usw. habe ich nur angegeben, um _meinen_ Eindruck
mit Fakten zu untermauern.


> > ...


> Das C-Gleis kenn ich auch nur vom Sehen beim Händler, und da kann
> man ja direkt die verschiedenen Gleise miteinander vergleichen. :-)

Manches sieht man sofort, anderes erst, wenn man das Gleis öfters
sieht. Ich habe im Regal rund ein Meter Gleis mit Bettung. Im Laufe
der Zeit sieht man dann immer mehr Details, die man bei einem kurzen
Blick beim Händler wahrscheinlich nicht wahrgenommen hätte.


> Aber viel schlimmer als die nicht exakten Maße empfinde ich bei den
> Bettungsgleisen dieses "wunderschöne Plastikgrau". Und sie sind viel

> zu gleichmäßig (...)

> Daher würde ich Bettungsgleise nicht für liebevoll gestaltete
> Anlagen empfehlen (höchstens für schnell hingetackerte wie z.B.
> mit Fertiggelände), sondern immer selber schottern.

Nun ja, auch Bettungsgleise kann und sollte man mit Farbe behandeln.
Alfred hat auf seiner N-Welt gezeigt, dass man mit etwas zusätzlichem
Schotter und ein wenig Farbe selbst mit dem Fleischmann Gleisen anseh-
bare Ergebnisse erhalten kann.


> Da gehe ich also lieber gleich fremd und nehme Tillig-Gleise und
> schottere selbst. *g*

*g*

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 11, 2004, 8:42:04 AM3/11/04
to
Hallo Christoph:

"Christoph Müller" wrote:
>
> Aaaalso, bei mir beträgt die Böschung des Gleises genau 4 1/2 Minuten.
> ;-)

Ups, soooo flach? Kann man da überhaupt noch von Böschung sprechen? Das
sind ja nur gut 0.08°. :-)

Ich hätte wohl lieber "Geodreieck" schreiben sollen". *g*

Gruß
Sieglinde


Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 11, 2004, 8:57:20 AM3/11/04
to
Hallo Thomas:

Thomas Woditsch wrote:
>
> dann kann es nicht schaden, wenn du dir eine Bahntrasse im Gelände mal
> etwas näher anschaust...

Mach ich immer, um die Zeit bei der Dampflok-Fotopirsch totzuschlagen.
:-)
Beim rein optischen Vergleich fallen mir Unterschiede da nicht auf.

> ACK - allerdings kann man da recht einfach nachschottern.

Ähm, wenn ich sowieso nachschottern muß, wozu dann überhaupt
Bettungsgleis. Dann kann man doch lieber gleich das bettungslose nehmen,
dann gibt es später auch keinen optischen Sprung zwischen angespritzem
Schotter und selbstgeschottertem (Farbe kann Strukturunterschiede kaum
ausgleichen).

>
> Ich persönlich mag fliegenden Aufbau nicht so sehr,

Ich auch schon lange nicht mehr, aber es war früher nix anderes möglich.

> Aber da hat M*-C durchaus seine Berechtigung.

Jepp, sofern es so trittsicher ist wie das M-Gleis. Das kann ich mangels
C-Gleis nicht beurteilen.

>
> Das kommt auf die Propotionen an

Jepp. Bei der realen Bahn fällt mir immer wieder auf, daß da große
Unterschiede bestehen und die Böschung sanft ausläuft, wenn sich die
Trasse Bahnübergängen, Bahnhöfen usw. nähert.

> für ständig wechslenden Teppichaufbau gibt es
> schönere Alternativen.

Wie gesagt, für wechselnde Teppichaufbauten ist die Optik unwichtig, da
kommt es eher auf Robustheit an.

> (Nein, die Idee ist weder neu noch von mir - Ivo Cordes hat sowas mal im
> Eisenbahnmagazin vor ca. 20 Jahren vorgeschlagen...)

Ja, die Zeit kommt ungefähr hin. :-)
Hier habe ich noch vier kleine unvollendete Segmente mit einem
Mini-Bahnhof (für mehr reichte der Platz nicht) aus der damaligen Zeit
rum stehen. Vorgesehen war dann eine Weiterführung der Strecke auf dem
Teppich.

>
> Nimm doch mal ein Stück Modellgleis und heben es vorbildgetreu gegenüber
> der Grundplatte an (Holzleiste, Korkbettung, Moosgummi) und dann
> schottere mit feinem Steinschotter - der Böschungswinkel wird sich ganz
> von alleine passend einstellen.

Ja, so hatte ich das bei den Segmenten damals auch gemacht (in einem
meiner alba-Büchlein stannden auch die Normen drin). Einen Unterschied
von Böschungshöhe und Winkel zum C-Gleis würde man aber wohl nur
erkennen, wenn man beides direkt nebeneinander hält. :-)

Gruß
Sieglinde


Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 11, 2004, 9:28:24 AM3/11/04
to
Hallo Edbert:

Edbert van Eimeren wrote:
>
> In dem Punkt ist Peter ja schon auf dem richtigen Weg.

Ja, der leichte Bogen des Bahnhofs sieht gut aus.

>
> Ich bin das Roco Bettungsgleis gewohnt und mir fällt der Unterschied
> auf.

Ich bin aus den Teppichbahnerzeiten das M-Gleis gewohnt (damals gab's
nix anderes) und da fällt selbst mir der Unterschied auf. :-)

> Nicht wirklich.

Einmal abgeschnitten kann man es doch ncith wieder dranknüpfen?

> Ich hatte vor einiger Zeit einen Schwung gebrauchter
> Roco Bettungsgleise erworben, wo auch 'angepasste' Gleise dabei
> waren. Eigentlich braucht man die nur als Gegenbogen (R10) oder
> Fortführung zu den Weichen.
>
> Je ein R10 oder Standardgerade pro Weiche abgeschnittenen vorbereitet
> plus ein paar in Reserve für mehr Flexibilität. Damit steht einem
> spontanen Aufbau nichts mehr im Wege. Ist wirklich kein Thema.

Warst du jemals intensiver Teppichbahner? *g*
Daß man die Weichen mit ihrem passenden Gegenbogen (oder Gegenweiche)
einbaut, hält sich die Waage mit den Weichen, die man irgendwo im Raum
verbaut, um noch einen Schlenker/Schleife um ein Tischbein oder
sonstiges zu drehen. Größere Bahnhöfe vermeidet man meistens, weil zum
einen die Verkabelung ein Greul ist (für die anfallenden Kabelbäume sind
die Bettungsgleise nicht hoch genug *g*) und zum anderen, weil man dann
zwischen den Gleisen keine Trittmöglichkeit mehr hat. Viel eher wurden
die Gleise immer kreuz und quer mit viele
Verzweigungsstrecken/Schlaufen/Kehrschleifen/usw. verlegt. Bei
solcherart im Raum verteile Weichen lassen sie die Kabel viel besser
unter der Böschung verlegen, weil sich die zahlreichen Kabel auf viele
Strecken verteilen und man kann gut zwischen die Lücken treten (man kann
sogar mal eine Stuhl verstellen *g*).
Das bedeutet aber, daß man die Weichen verbaut, wie sie gerade aus dem
Karton kommen. Wenn man da noch darauf achten sollte, ob da nun
Böschungen abgeschnippelt sind oder nicht, würde man entweder nie fertig
oder hätte nach spätestens 2-3 maligem Aufbau nur noch abgeschippelte
Böschungen (weil einem bei jedem neuen Aufbau immer mindestens eine
Weiche/Gleis mit abgeschnippelte Böschung fehlt. *g*
Übrigens: Das Wort "Reserve" kennt ein Teppichbahner nicht. Es wir
_immer_ gnadelos alles bis auf's letzte Gleis verbaut. :-))

>
> Das ist wirklich Gewohnheitssache.

Wahrscheinlich. Ist wie mit den Pukos. *g*

>
> Den zu steilen Winkel merkt man nur im Vergleich

Also ein C-Gleis mal mit zum Bahndamm nehmen. :-)
Aber wenn man es nur auf die Weise merkt, dann ist der Unterschied doch
egal.

> Gerade gefühlsmäßig führt so etwas dazu, dass man denkt 'Irgendwas
> stimmt nicht', ohne direkt sagen zu können, was es ist.

Ja, so kann es einem natürlich auch gehen.
Aber dann ist ja immer noch Zeit, die Meßgeräte hervorzukramen. :-)
Aber oft hat man das Gefühl, daß erst einmal alles akribisch
nachgemessen wird, und wenn dann winzige Abweichungen gefunden werden,
dann wird groß geschrieen: Ist aber nicht Maßstabsgerecht! :-(

>
> Aber das hängt eben an vielen Kleinigkeiten.

ACK

>
> Die Millimeter usw. habe ich nur angegeben, um _meinen_ Eindruck
> mit Fakten zu untermauern.

*g*
Und damit entsteht der Eindruck eines Nur-NZ. :-)

> Im Laufe
> der Zeit sieht man dann immer mehr Details, die man bei einem kurzen
> Blick beim Händler wahrscheinlich nicht wahrgenommen hätte.

Das geht mir so mit meinen alten Gebäudebausätzen, die ich vor über 25
Jahren mal gebastelt hatte. Heute finde ich immer mehr schreckliche
Fehler, die mir damals überhaupt nicht aufgefallen waren. :-(
Ich habe vor der Planung der jetzigen Anlage mal Bestandsaufnahme
gemacht und dachte eigentlich, daß ich Gebäude nicht mehr kaufen müßte,
da ich ja mehrere Kartons davon schon fertig zusammengebaut bereits im
Regal liegen habe. Aber nach der Inventur bliebt auf der Seite "läßt
sich verwenden" fast nix mehr übrig. :-(((

>
> Nun ja, auch Bettungsgleise kann und sollte man mit Farbe behandeln.

Aber dann geht der Vorteil des Bettungsgleises (weniger Aurbeitsaufwand)
ja wieder verloren. Ist schließlich eine Menge Arbeit, das einigermaßen
realistisch anzumalen (schneller würde es gehen, wenn man die Farbe
einfach über alles drüberkleistert, aber das sieht bestimmt besch***
aus). In der Zeit hat man dann auch geschottert und man muß nur noch
altern.

Gruß
Sieglinde


Edbert van Eimeren

unread,
Mar 11, 2004, 8:15:32 PM3/11/04
to
Hallo Sieglinde

Sieglinde Kastaun wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
> >

> > Ich bin das Roco Bettungsgleis gewohnt und mir fällt der Unterschied
> > auf.
>
> Ich bin aus den Teppichbahnerzeiten das M-Gleis gewohnt (damals gab's
> nix anderes) und da fällt selbst mir der Unterschied auf. :-)

Bedrucktes Blech gegen Kunststoff mit strukturierter Oberfläche,
das ist wirklich ein unfairer Vergleich. ;-)


> Einmal abgeschnitten kann man es doch ncith wieder dranknüpfen?

Aber sicher doch.
Es gibt extra Böschungsstreifen, um verschnittene Gleise wieder
in Form zu bringen. werden einfach in eine dafür vorgesehene Nut
auf der Unterseite eingeklipst.


> > ... wo auch 'angepasste' Gleise dabei waren. Eigentlich braucht

> > man die nur als Gegenbogen (R10) oder Fortführung zu den Weichen.
> >
> > Je ein R10 oder Standardgerade pro Weiche abgeschnittenen vorbereitet
> > plus ein paar in Reserve für mehr Flexibilität. Damit steht einem
> > spontanen Aufbau nichts mehr im Wege. Ist wirklich kein Thema.
>
> Warst du jemals intensiver Teppichbahner? *g*

In meiner Kindheit mit M-Gleis. Heute habe ich als gelegentlicher
Teppichbahner genug Disziplin, um nicht wild drauf los zu bauen.


> [ Köstliche und zutreffende Beschreibung der Gleisverlegepraxis
> von Teppichbahnern und Kindern ]

- Bei einer Teppichbahn würde ich Weichen nur mit Handschaltung
betreiben. Die ist ersten automatisch enthalten und zweitens viel
günstiger als die elektrischen Antriebe.
- Weichen müssen nie beschnitten werden, auch nicht bei Weiche
direkt an einer Weiche. Es wird immer eines der beiden weiter-
führenden Gleise beschnitten.
- Wenn die 'Reserve' bereits verbaut wurde, wird sie bei Bedarf
eben wieder ausgebaut. An der alten Stelle muss man eben mit
etwas anderem klar kommen.


> > ...


>
> > Gerade gefühlsmäßig führt so etwas dazu, dass man denkt 'Irgendwas
> > stimmt nicht', ohne direkt sagen zu können, was es ist.
>
> Ja, so kann es einem natürlich auch gehen.
> Aber dann ist ja immer noch Zeit, die Meßgeräte hervorzukramen. :-)

> Aber oft hat man das Gefühl, daß erst einmal alles akribisch nach-


> gemessen wird, und wenn dann winzige Abweichungen gefunden werden,
> dann wird groß geschrieen: Ist aber nicht Maßstabsgerecht! :-(

Die 16 mm weniger sind immerhin 28.5% von 56 mm. Ein gutes Viertel
also. Da braucht man keine Nieten zu zählen, um das zu merken. ;-)


> > ...


>
> > Im Laufe
> > der Zeit sieht man dann immer mehr Details, die man bei einem kurzen
> > Blick beim Händler wahrscheinlich nicht wahrgenommen hätte.
>
> Das geht mir so mit meinen alten Gebäudebausätzen, die ich vor über
> 25 Jahren mal gebastelt hatte. Heute finde ich immer mehr schreckliche
> Fehler, die mir damals überhaupt nicht aufgefallen waren. :-(

> ...

Das geht mir mit den Faller-Häuschen meiner Jugendanlage genauso.


> > Nun ja, auch Bettungsgleise kann und sollte man mit Farbe behandeln.
>
> Aber dann geht der Vorteil des Bettungsgleises (weniger Aurbeitsaufwand)
> ja wieder verloren. Ist schließlich eine Menge Arbeit, das einigermaßen
> realistisch anzumalen (schneller würde es gehen, wenn man die Farbe
> einfach über alles drüberkleistert, aber das sieht bestimmt besch***
> aus). In der Zeit hat man dann auch geschottert und man muß nur noch
> altern.

Na ja, eigentlich meinte ich genau das "Nur noch Altern".
Ein bisschen Rost, etwas Bremsstaub, hier und da ein wenig fettiger
Schmierfilm, jeweils zu unterschiedlichen Anteilen und schon sieht
das richtig gut aus. Macht man/frau natürlich nur bei festen Einbau.

tobias b koehler

unread,
Mar 12, 2004, 3:49:44 AM3/12/04
to
Peter Ulsamer wrote:

> Zu enge Radien: im sichtbaren Bereich will ich nur Flexgleise und schlanke


> Weichen verwenden (soweit irgend möglich).

"zu eng" gerade im unsichtbaren bereich kann bei langen wagen
zu schwierigkeiten mit kupplungskulisse, ausdrehwinkel der
drehgestelle usw. führen. Am sichersten ist, die minimalradien
nach NEM überall einzuhalten.

> Zu kurze Gleislängen: meine Bahnhofsgleise sollen auf jeden Fall länger als
> 2 m (lichte Weite) werden, um einen Zug aus Lok + 6 Personenwaggons bequem
> abstellen zu können.

Das ist ungefähr auch meine planung.

> Profilprobleme: Was meinst Du DAMIT?

Zu enge tunnelportale im bogen, hochstehende teile von weichen-
antrieben gewisser älterer gleissysteme, ... die zur kollision
führen, wenn da ein zug mit langen wagen kommt.

--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=

tobias b koehler

unread,
Mar 12, 2004, 3:57:00 AM3/12/04
to
Sieglinde Kastaun wrote:

> Jepp, sofern es so trittsicher ist wie das M-Gleis. Das kann ich mangels
> C-Gleis nicht beurteilen.

Es ist trittsicherer. Ein M-gleis, zu stark belastet, wird so
verbogen, dass es kaum noch wieder in form zu bringen ist.

Gruß, tobias (kein teppichbahner, ich habe hier parkett)

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 12, 2004, 2:40:21 PM3/12/04
to
Hallo Tobias:

tobias b koehler wrote:
>
> Es ist trittsicherer.

Da kann auch nix abbrechen, irgendwelche Laschen z.B.?

> Ein M-gleis, zu stark belastet, wird so
> verbogen, dass es kaum noch wieder in form zu bringen ist.

Doch, das geht eigentlich ganz gut. Aufgrund der großen Toleranzen beim
M-Gleis muß es ja auch nur "so ungefähr" wieder in Form gebracht werden
(habe auch einige Geraden mit Knick in Längsrichtung, sind aber trotzdem
noch gut verwendbar).

>
> Gruß, tobias (kein teppichbahner, ich habe hier parkett)

Also Parkettbahner? *g*

Gruß
Sieglinde


Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 12, 2004, 3:08:50 PM3/12/04
to
Hallo Edbert:

Edbert van Eimeren wrote:
>
> Bedrucktes Blech gegen Kunststoff mit strukturierter Oberfläche,
> das ist wirklich ein unfairer Vergleich. ;-)

och... :-))

> werden einfach in eine dafür vorgesehene Nut
> auf der Unterseite eingeklipst.

Aha, najut. :-)

> In meiner Kindheit mit M-Gleis. Heute habe ich als gelegentlicher
> Teppichbahner genug Disziplin, um nicht wild drauf los zu bauen.

Heute will ich eigentlich gar nicht mehr auf dem Teppich aufbauen,
deshalb plane ich jetzt das Anlagenregal.

>
> - Bei einer Teppichbahn würde ich Weichen nur mit Handschaltung
> betreiben.

ARGH! Auf gar keinen Fall!
Dann ist man doch ständig nur dabei, von Weiche zu Weiche zu hechten
(dabei Stitzentanz aufführen, damit man die Lücken und nicht die Gleist
trifft). Und sooo schnell kann man bei einem mit Gleisen zugepflasterten
Wohnzimmer doch gar nicht sein, um Crashes zu verhindern. Und bei der
Hechterei zieht man dann auch leicht mal das halbe Gleissytem hinter
sich her. :-(
Und außerdem, wer fährt dann die Züge? Die rasen in der Zeit
unkontrolliert/unaufhaltsam weiter.


> Die ist ersten automatisch enthalten

Was meinst du mit "automatisch enthalten"?

> und zweitens viel
> günstiger als die elektrischen Antriebe.

Schon, aber damals war M* noch bezahlbar (Lok's bekam man für 30-40 DM)
und man kaufte es ja auch nicht alles auf einmal, sondern über die Jahre
verteilt.
Ich habe nur ein einziges Handweichenpaar, alles andere sind
elektrische. Die Verkabelung ist zwar ätzend, aber nur so lassen sich
mehrere Züge gleichzeitig ohne Crash fahren.
Die Handweichen habe ich immer nur für ganz unwichtige Abstellgleise in
Trafonähe genommen.

> - Weichen müssen nie beschnitten werden, auch nicht bei Weiche
> direkt an einer Weiche. Es wird immer eines der beiden weiter-
> führenden Gleise beschnitten.

Aber im Katalog sieht die Böschungsbreite der Weichen genauso breit wie
bei den Bögen. Was ist denn der Unterschied bei den Böschungen, ob ich
einen normalen Bogen oder eine Weiche als Gegenbogen einbaue?

> - Wenn die 'Reserve' bereits verbaut wurde, wird sie bei Bedarf
> eben wieder ausgebaut.

Nix da. Was erst einmal verbaut ist, das bleibt drin. :-))

> An der alten Stelle muss man eben mit
> etwas anderem klar kommen.

Da würde man eher was nachkaufen. Auf die Weise wurde damals meine
Gleiskiste immer recht schnell zu klein. :-)

>
> Die 16 mm weniger sind immerhin 28.5% von 56 mm. Ein gutes Viertel
> also. Da braucht man keine Nieten zu zählen, um das zu merken. ;-)

Beim Gleis werden ja auch nicht Nieten gezählt, sondern Schotterkörner.
:-))

>
> Das geht mir mit den Faller-Häuschen meiner Jugendanlage genauso.

Jo, die sind plötzlich geschrumpft. :-(

> Na ja, eigentlich meinte ich genau das "Nur noch Altern".
> Ein bisschen Rost, etwas Bremsstaub, hier und da ein wenig fettiger
> Schmierfilm, jeweils zu unterschiedlichen Anteilen und schon sieht
> das richtig gut aus.

Aber dadurch kriegst du dieses ätzende Grau ja nicht weg. Meine
Erinnerungen aus der Kindheit zeigen mir immer nur dunkelbraunen
Schotter. :-)
Grau verbinde ich eher mit Neubaustrecken Ep. V (grauslich).

> Macht man/frau natürlich nur bei festen Einbau.

Sowieso.

Gruß
Sieglinde

Horst Lange

unread,
Mar 12, 2004, 4:09:40 PM3/12/04
to
Edbert van Eimeren schrieb:

[...]


>>>... wo auch 'angepasste' Gleise dabei waren. Eigentlich braucht
>>>man die nur als Gegenbogen (R10) oder Fortführung zu den Weichen.
>>>
>>>Je ein R10 oder Standardgerade pro Weiche abgeschnittenen vorbereitet
>>>plus ein paar in Reserve für mehr Flexibilität. Damit steht einem
>>>spontanen Aufbau nichts mehr im Wege. Ist wirklich kein Thema.
>>
>>Warst du jemals intensiver Teppichbahner? *g*
>
>
> In meiner Kindheit mit M-Gleis. Heute habe ich als gelegentlicher
> Teppichbahner genug Disziplin, um nicht wild drauf los zu bauen.
>
>
>
>>[ Köstliche und zutreffende Beschreibung der Gleisverlegepraxis
>> von Teppichbahnern und Kindern ]
>
>
> - Bei einer Teppichbahn würde ich Weichen nur mit Handschaltung
> betreiben. Die ist ersten automatisch enthalten und zweitens viel
> günstiger als die elektrischen Antriebe.
> - Weichen müssen nie beschnitten werden, auch nicht bei Weiche
> direkt an einer Weiche. Es wird immer eines der beiden weiter-
> führenden Gleise beschnitten.
> - Wenn die 'Reserve' bereits verbaut wurde, wird sie bei Bedarf
> eben wieder ausgebaut. An der alten Stelle muss man eben mit
> etwas anderem klar kommen.

Noch ein Tip für fliegenden Bettungsbetrieb: einfach bei den
abzweigenden Gleisen die Böschung entfernen und das Gitter wieder
einklippsen (Dan bleiben die Scheinen auch gut zusammen :-). Dann
muß man gar nichts abschnippeln und kann beliebig aufbauen.
>
[...]

Horst

Philipp Kotter

unread,
Mar 13, 2004, 4:07:00 AM3/13/04
to
Horst Lange wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:

>>>> Je ein R10 oder Standardgerade pro Weiche abgeschnittenen vorbereitet
>>>> plus ein paar in Reserve für mehr Flexibilität.
>>

>> Weichen müssen nie
>> beschnitten werden, auch nicht bei Weiche direkt an einer Weiche.

>> Es wird immer eines der beiden weiterführenden Gleise beschnitten.

>> Wenn die 'Reserve' bereits verbaut wurde, wird sie bei
>> Bedarf eben wieder ausgebaut. An der alten Stelle muss man eben mit
>> etwas anderem klar kommen.
>
> Noch ein Tip für fliegenden Bettungsbetrieb: einfach bei den
> abzweigenden Gleisen die Böschung entfernen und das Gitter wieder
> einklippsen (Dan bleiben die Scheinen auch gut zusammen :-). Dann muß
> man gar nichts abschnippeln und kann beliebig aufbauen.

Wo Ihr grad dabei seid, ich habe so Ersatzböschungen von Roco zum
Aufschieben. Da ich sie nicht brauche, würde ich sie gerne günstig an
jemanden hier aus der Gruppe abgeben. Hat jemand Interesse?

Gruss, Philipp

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 14, 2004, 1:09:56 PM3/14/04
to
Hallo Sieglinde

Sieglinde Kastaun wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
> >

> > - Bei einer Teppichbahn würde ich Weichen nur mit Handschaltung
> > betreiben.
> ARGH! Auf gar keinen Fall!
> Dann ist man doch ständig nur dabei, von Weiche zu Weiche zu hechten

> (...). Und sooo schnell kann man ... doch gar nicht sein, um Crashes


> zu verhindern. Und bei der Hechterei zieht man dann auch leicht mal
> das halbe Gleissytem hinter sich her. :-(
> Und außerdem, wer fährt dann die Züge? Die rasen in der Zeit
> unkontrolliert/unaufhaltsam weiter.

Nun ja, wenn man rast. ;-)
Meine Nichten und Neffen hatten bei ihrer LGB nie Probleme mit
den Handweichen (es gab keine elektrischen).

Das Hinterherziehen liegt nur an den lose verlegten Kabeln.
Das entfällt ja bei Handweichen. ;-)


> > Die ist ersten automatisch enthalten
> Was meinst du mit "automatisch enthalten"?

In den Roco Line Bettungsweichen sind Handantrieb und Polarisierung
fest eingebaut, also 'automatisch' dabei.


> > und zweitens viel
> > günstiger als die elektrischen Antriebe.
>
> Schon, aber damals war M* noch bezahlbar (Lok's bekam man für
> 30-40 DM) und man kaufte es ja auch nicht alles auf einmal,

> ...


> Ich habe nur ein einziges Handweichenpaar, alles andere sind
> elektrische. Die Verkabelung ist zwar ätzend, aber nur so lassen
> sich mehrere Züge gleichzeitig ohne Crash fahren.
> Die Handweichen habe ich immer nur für ganz unwichtige Abstellgleise
> in Trafonähe genommen.

Tja, früher waren Modellbahnpreise noch Taschengeld freundlicher.

Offensichtlich hatte ich keine so große Teppichanlage wie du
(6 Weichen + 2 DKW).

Später konnte ich eine feste Anlage bauen. Da war ich dann mehr
mit Planen und Bauen beschäftigt als mit Spielen auf dem Teppich.


> > - Weichen müssen nie beschnitten werden, auch nicht bei Weiche
> > direkt an einer Weiche. Es wird immer eines der beiden weiter-
> > führenden Gleise beschnitten.
>
> Aber im Katalog sieht die Böschungsbreite der Weichen genauso breit
> wie bei den Bögen. Was ist denn der Unterschied bei den Böschungen,
> ob ich einen normalen Bogen oder eine Weiche als Gegenbogen einbaue?

Richtig, die Böschung ist bei Weichen und Gleisen gleich breit.

Du kannst ja bei einem der beiden Fortführungen den Schnitt ansetzen
(ist übrigens nicht besonders lang, ca. 9 cm Schräge). Da nimmst du
natürlich die Seite, wo keine Weiche ist.

Wenn du an Abzweig- _und_ Stammgleis direkt eine Weiche anschliesst,
dann ist natürlich auch eine der Weichen fällig. :-(


> > Die 16 mm weniger sind immerhin 28.5% von 56 mm. Ein gutes Viertel
> > also. Da braucht man keine Nieten zu zählen, um das zu merken. ;-)
>
> Beim Gleis werden ja auch nicht Nieten gezählt, sondern Schotterkörner.
> :-))

LOL


> > Das geht mir mit den Faller-Häuschen meiner Jugendanlage genauso.
> Jo, die sind plötzlich geschrumpft. :-(

Das war wohl mehr ein schleichender Prozess über viele Jahre.
Aber nicht nur das, auch die Anordnung und das ganze Dorf sehen
nicht mehr so aus, wie ich mir das heute vorstelle.


> > Na ja, eigentlich meinte ich genau das "Nur noch Altern".

> > ...


> Aber dadurch kriegst du dieses ätzende Grau ja nicht weg. Meine
> Erinnerungen aus der Kindheit zeigen mir immer nur dunkelbraunen
> Schotter. :-)
> Grau verbinde ich eher mit Neubaustrecken Ep. V (grauslich).

Ach so. Für Schotter wird je nach Region unterschiedliches Gestein
verwendet. Auf der ASOA Seite (http://www.asoa.de/) wird das (glaube
ich) beschrieben. Das reicht von hellbraun über grau bis zu grau mit
grünem Einschlag.

Bei mir (Niederrhein, Stuttgart, Bonn) waren das eigentlich immer
Grautöne, die mit dem Alter etwas dunkler und matter wurden (Staub).
Einen Braunton hatte eigentlich nur die Bremsstrecke vor einem Bahnhof.

Da passt das Grau der Roco Gleise durchaus in mein Bild.

Sieglinde Kastaun

unread,
Mar 15, 2004, 9:49:22 AM3/15/04
to
Hallo Edbert:

Edbert van Eimeren wrote:
>
> Nun ja, wenn man rast. ;-)

Hast du als Kind etwa nicht deine Züge rasen lassen? :-)
Damals war die E03 meine Lieblingslok (weil am schnellsten) und über die
Röwa-Elok habe ich mich wegen ihrer Langsamkeit immer geärgert. Heute
ist es genau umgekehrt . :-)

>
> Das Hinterherziehen liegt nur an den lose verlegten Kabeln.

Nicht nur, auch wenn man über die Schieben stolpert, insb. über Brücken.

> In den Roco Line Bettungsweichen sind Handantrieb und Polarisierung
> fest eingebaut, also 'automatisch' dabei.

Ach so, an Polarisierung denke ich immer nicht, weil das bei M*
überflüssig ist.

>
> Tja, früher waren Modellbahnpreise noch Taschengeld freundlicher.

Mein Taschengeld braucht ich dafür zum Glück nie ausgeben. *g*

>
> Offensichtlich hatte ich keine so große Teppichanlage wie du
> (6 Weichen + 2 DKW).

Ups, ja, "etwas" mehr hatte ich schon. Das reicht ja gerade mal für
einen dreigleisigen Durchgangsbahnhof. Wo hast du denn da deine Züge
abgestellt?

>
> Später konnte ich eine feste Anlage bauen.

Dazu fehlte mir damals leider der Platz.

> Da war ich dann mehr
> mit Planen und Bauen beschäftigt als mit Spielen auf dem Teppich.

Jo, geplant und gebaut (Gebäude) hatte ich damals auch.

>
> Wenn du an Abzweig- _und_ Stammgleis direkt eine Weiche anschliesst,
> dann ist natürlich auch eine der Weichen fällig. :-(

Eben.

> Das war wohl mehr ein schleichender Prozess über viele Jahre.

Bei mir war es eher ein Schock, als ich die Häuschen nach 20jährigem
Kartondasein wieder ans Licht brachte.

> Aber nicht nur das, auch die Anordnung und das ganze Dorf sehen
> nicht mehr so aus, wie ich mir das heute vorstelle.

Tja, die Ansprüche steigen immer im Laufe der Zeit und man erkennt immer
mehr Details, die man heute ganz anders gemacht hätte.

>
> Bei mir (Niederrhein, Stuttgart, Bonn) waren das eigentlich immer
> Grautöne,

Graue Trassen finde ich scheußlich. Hier gibt es inzwischen auch einige
(neu gemacht). Ansonsten haben hier die Trassen braunen Schotter. Der
paßt viel besser in die Landschaft.

> die mit dem Alter etwas dunkler und matter wurden (Staub).

Im Ruhrgebiet war das früher eher braunschwarz, aber da waren ja auch
die Zechen noch voll aktiv. Wenn man da ein Fenster öffnete, dann lag
nach wenigen Minuten eine schwarze klebrige Schicht auf der Fensterbank.
:-(

Gruß
Sieglinde

Edbert van Eimeren

unread,
Mar 15, 2004, 7:38:38 PM3/15/04
to
Hallo Sieglinde

Sieglinde Kastaun wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
> >

> > ...


>
> > Offensichtlich hatte ich keine so große Teppichanlage wie du
> > (6 Weichen + 2 DKW).
> Ups, ja, "etwas" mehr hatte ich schon. Das reicht ja gerade mal
> für einen dreigleisigen Durchgangsbahnhof. Wo hast du denn da
> deine Züge abgestellt?

Zwei kleine Dampfer, später noch die amerikanische F7.
Da hatte ich also keine Probleme mit.


> > ...


> >
> > Bei mir (Niederrhein, Stuttgart, Bonn) waren das eigentlich immer
> > Grautöne,
> Graue Trassen finde ich scheußlich. Hier gibt es inzwischen auch
> einige (neu gemacht). Ansonsten haben hier die Trassen braunen
> Schotter. Der paßt viel besser in die Landschaft.
>
> > die mit dem Alter etwas dunkler und matter wurden (Staub).
>
> Im Ruhrgebiet war das früher eher braunschwarz, aber da waren ja auch

> die Zechen noch voll aktiv. ...

Vom Ruhrgebiet war ich zum Glück immer weit genug weg. ;-)

Aber es zeigt sich klar, wie stark so etwas von den eigenen
Erfahrungen abhängt.
Der Schotter der C-Gleise ist für mich z.B. schon zu dunkel.

André Brandily

unread,
Mar 15, 2004, 8:16:19 PM3/15/04
to
Sieglinde Kastaun schrieb:

> Übrigens: Das Wort "Reserve" kennt ein Teppichbahner nicht. Es wir
> _immer_ gnadelos alles bis auf's letzte Gleis verbaut. :-))

Und was für eine Katastrophe, wenn man am Schulz doch noch eins übrig
hat. Vielleicht gar die 30-Grad-Kreuzung. Verflixt, die muß doch
irgendwo reinzufriemeln sein...
;-)

mfg
Andre


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