Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

[Z] hakelnde Lok

377 views
Skip to first unread message

Arno Wald

unread,
Nov 7, 2010, 10:32:58 AM11/7/10
to

Hallo,

ich habe hier eine BR103 von Mini-Club. Die ist schon was älter (habe ich
irgendwann in den 80igern geschenkt bekommen). Die Lok fährt sehr hakelig.
Man muss sehr viel Strom geben, damit sie losfährt. Ist sie einmal in Fahrt,
fährt sie sich relativ gut ein, und bleibt dann auch in Fahrt, aber auch nur
in den höheren Geschwindgkeiten. Geht man vom Gas, ruckelt sie wieder und
bleibt schnell stehen. In einer Richtung fährt sie besser als in der
anderen, wo sie sich anhört, als liefe da irgendwas unrund. Es ist dann kein
Schnurren mehr, sondern mehr ein Schnarren.

Ich hatte die Lok schonmal dem (vermutlich hier bekannten) LokDok (Herr
Niehoff) mitgegeben, der sich an ihr aber die Zähne ausgebissen hatte. Mit
Ultraschallreinigung und neuem Öl lief sie zwar besser, aber das eigentliche
Problemverhalten hat sie nicht abgelegt.

Da ich sowieso alle Loks nach und nach mit 5-Pol Motor versehen wollte (habe
eine damit, die wirklich deutlich schöner fährt, als die 3-Poler, auch wenn
das Zufall sein kann, weil eine der 3-Poler so fährt wie die 5-Poler,
lediglich etwas mehr Strom benötigend ;) ), überlege ich, ob ich mit der
BR103 anfangen sollte, sie mit einem 5-Poler zu bestücken. Wenn aber die
Probleme gar nicht am Motor/Bürsten liegt, sondern am Getriebe oder
verzogenem Gehäuse oder so, wäre das natürlich rausgeschmissenes Geld.

Daher meine Frage: Hat hier jemand eine Idee, wie ich da ran gehen könnte?
Gibt es irgendwas, das ich probieren könnte? Eine bestimmte Vorgehensweise
beim Testen der Einzelteile vielleicht?

Ach so: Nach ein paar Runden mit hoher Geschwindigkeit ist der Motor recht
warm, fast schon heiß. Ich bin mir nicht sicher, ob das so ok ist, und falls
nicht, was dies bedeuten könnte (Problem am Motor, oder nur hoher
mechanischer Widerstand)? Hmm, muss ich gleich mal mit einer anderen Lok
gegentesten.

Gruß,
Arno

Roger Schwentker

unread,
Nov 7, 2010, 12:29:43 PM11/7/10
to
Guten Abend w�nsche ich!

Arno Wald <arno...@netcologne.de> wrote:
> Daher meine Frage: Hat hier jemand eine Idee, wie ich da ran gehen k�nnte?
> Gibt es irgendwas, das ich probieren k�nnte?

Hat die Lok Beleuchtung? Wenn ja, flackert das Licht, wenn sie ruckelt?
Sollte dem so sein, liegt es an der Stromaufnahme, also Schienen, R�der,
Radschleifer.

> Ach so: Nach ein paar Runden mit hoher Geschwindigkeit ist der Motor recht

> warm, fast schon hei�.

Ich lese nicht zum ersten Mal, da� Z-Loks bei l�ngerem Betrieb hei� werden.

Gru�
Roger Schwentker
r.schw...@regioconnect.net
--
Ham wers geschafft: Sind wir solange mit dem Flieger in den S�den geflogen,
bis es warm genug wurde, da� wir hier bleiben k�nnen. [Hagen Rether, Liebe 2]

Arno Wald

unread,
Nov 7, 2010, 1:40:18 PM11/7/10
to
Roger Schwentker wrote:

> Guten Abend wünsche ich!

Danke und einen guten Abend zurück.

> Arno Wald <arno...@netcologne.de> wrote:
>> Daher meine Frage: Hat hier jemand eine Idee, wie ich da ran gehen

>> könnte? Gibt es irgendwas, das ich probieren könnte?


>
> Hat die Lok Beleuchtung? Wenn ja, flackert das Licht, wenn sie ruckelt?

> Sollte dem so sein, liegt es an der Stromaufnahme, also Schienen, Räder,
> Radschleifer.

Es könnte eine Mischung aus allem sein. Manchmal flackert das Licht. Ich
habe aber auch schon gesehen, dass das Licht leuchtete, aber der Motor
dennoch nicht losdrehte.

Ich werde gleich einfach mal einen neuen Motor als 5-Pol bestellen. Ich
überlege schon so lange, was ich mit der Lok mache, dass es mich einfach
interessiert, wie sie sich damit dann verhält. Läuft sie dann immer noch
unrund, weiß ich zumindest, dass es nicht am Motor liegt.

Ich muss mal schauen, was Ultraschall-Reinigungsanlagen kosten. Bisher habe
ich immer gedacht, dass dies Spezialgeräte für Uhrmacher, etc. sind und
daher sehr teuer, aber vielleicht ist das ja gar nicht so. (Kann da zufällig
jemand hier ein gutes Gerät empfehlen? Muss man auf irgendwas besonderes
achten?) Dann kann ich die Getriebe nochmal reinigen. Außerdem las ich was
von Teflon-haltigem Öl, dass ich ausprobieren könnte.

>> Ach so: Nach ein paar Runden mit hoher Geschwindigkeit ist der Motor

>> recht warm, fast schon heiß.
>
> Ich lese nicht zum ersten Mal, daß Z-Loks bei längerem Betrieb heiß
> werden.

Ok. Ich habe mal zwei andere Loks (die eine mit 5-Pol und eine sehr gut
laufende 3-Pol verglichen. Die werden nach einigen Runden mit (zu) hoher
Geschwindigkeit auch warm, aber nicht so heiß, wie die Problemlok.

Gruß,
Arno

Martin Schilling

unread,
Nov 7, 2010, 1:52:12 PM11/7/10
to
Moin,

Arno Wald schrieb:


> ich habe hier eine BR103 von Mini-Club. Die ist schon was älter (habe ich
> irgendwann in den 80igern geschenkt bekommen). Die Lok fährt sehr hakelig.
> Man muss sehr viel Strom geben, damit sie losfährt. Ist sie einmal in Fahrt,
> fährt sie sich relativ gut ein, und bleibt dann auch in Fahrt, aber auch nur
> in den höheren Geschwindgkeiten. Geht man vom Gas, ruckelt sie wieder und
> bleibt schnell stehen. In einer Richtung fährt sie besser als in der
> anderen, wo sie sich anhört, als liefe da irgendwas unrund. Es ist dann kein
> Schnurren mehr, sondern mehr ein Schnarren.

deine Problembeschreibung klingt für mich nach altem, verharztem Öl,
grade wenn sie besser läuft, sobald sie warm ist.

> Ach so: Nach ein paar Runden mit hoher Geschwindigkeit ist der Motor recht
> warm, fast schon heiß. Ich bin mir nicht sicher, ob das so ok ist, und falls
> nicht, was dies bedeuten könnte (Problem am Motor, oder nur hoher
> mechanischer Widerstand)?

Motor ausbauen und beides einzeln testen. Wie warm wird der Motor, wenn
er ohne Lok läuft, und wie geschmeidig ist das Getriebe überhaupt?


Martin.
--
http://mke.gmxhome.de Martins kleine Eisenbahn

Fuer e-Mails an den Autoren [usenet] im Betreff angeben.

Roger Schwentker

unread,
Nov 7, 2010, 3:56:26 PM11/7/10
to

Nochmal guten Abend!

> Es könnte eine Mischung aus allem sein. Manchmal flackert das Licht. Ich
> habe aber auch schon gesehen, dass das Licht leuchtete, aber der Motor
> dennoch nicht losdrehte.

Wenn eine meiner Loks sich so verhält, ist es eine gute Gelegenheit, den
Motor auszubauen und ihn im Reinigungsmittel drehen zu lassen. Danach
dasselbe mit Getriebe. Der Harz könnte sich auch auf den Kollektor
setzen und die Stromzufuhr zum Anker verschlechtern.

Wenn der Motor Strom hat (Licht an) und nicht losdreht, dann liegt es
meist an verharztem Öl oder Dreck im Motor oder Getriebe.

> Ich werde gleich einfach mal einen neuen Motor als 5-Pol bestellen.

Ich halte das für etwas verfrüht. Sofern das Getriebe Ärger macht,
bekommst Du für Dein Geld keine Verbesserung.

> Ich muss mal schauen, was Ultraschall-Reinigungsanlagen kosten.

Der Motor kann auch in Waschbenzin drehen. Spiritus ist auch eine
gute Wahl. Irgendwas eben, das verharztes Öl auflösen kann.

**ABER** was mich dabei wundert ist die Sache, daß dies der
Reperaturdienst nicht beseitigt hat. Ist eigentlich das erste
was eine Fachwerkstatt erledigen sollte.

> > Ich lese nicht zum ersten Mal, daß Z-Loks bei längerem Betrieb heiß
> > werden.

> Ok.

Ich erinnere mich wieder Es gab mal eine Märklin-Schauanlage in der
Gegend des Loreley-Felsens. Hinter der Felswand war ein Schattenbahnhof
eingebaut mit zweimal drei Gleisen, damit die Loks nicht überhitzen.
Das war die offizielle Begründung.

Gruß
Roger Schwentker
r.schw...@regioconnect.net
--
Ham wers geschafft: Sind wir solange mit dem Flieger in den Süden geflogen,
bis es warm genug wurde, daß wir hier bleiben können. [Hagen Rether, Liebe 2]

Arno Wald

unread,
Nov 8, 2010, 2:27:42 AM11/8/10
to
Roger Schwentker wrote:

> Wenn eine meiner Loks sich so verhält, ist es eine gute Gelegenheit, den
> Motor auszubauen und ihn im Reinigungsmittel drehen zu lassen. Danach

Man darf den ganzen Motor in Waschbenzin tunken? Dreht man ihn darin einfach
ein wenig mit der Hand, oder kann man ihn in Waschbenzin ohne Probleme unter
Strom setzen? Wie lange sollte man ihn "einweichen" lassen?

> dasselbe mit Getriebe.

Das geht dann wohl nur mit der Hand zu drehen.

> Der Harz könnte sich auch auf den Kollektor
> setzen und die Stromzufuhr zum Anker verschlechtern.

Ok, das werde ich mal prüfen.

>> Ich werde gleich einfach mal einen neuen Motor als 5-Pol bestellen.
>
> Ich halte das für etwas verfrüht. Sofern das Getriebe Ärger macht,
> bekommst Du für Dein Geld keine Verbesserung.

Ja, das hatte ich ursprünglich auch befürchtet. Aber jetzt ist es zu spät,
ich habe einen bestellt. Hoffe nur, dass der gut einzubauen ist, also exakt
kompatibel ist. Nach der Tabelle auf zscale.de habe ich den richtigen
bestellt, aber mal schauen.

>> Ich muss mal schauen, was Ultraschall-Reinigungsanlagen kosten.
>
> Der Motor kann auch in Waschbenzin drehen. Spiritus ist auch eine
> gute Wahl. Irgendwas eben, das verharztes Öl auflösen kann.

Ok.

> **ABER** was mich dabei wundert ist die Sache, daß dies der
> Reperaturdienst nicht beseitigt hat. Ist eigentlich das erste
> was eine Fachwerkstatt erledigen sollte.

Ja, in der Tat. Das ist auch das, was mir ein wenig Sorgen macht. Wenn er
schon nichts gefunden hat, würde es viel Glück bedeuten, wenn ich etwas
ausrichten kann. Aber ich probiere es jetzt einfach mal aus. Vielleicht muss
ich mir dann noch eine defekte Lok als Ersatzteillager nachkaufen. (Ob die
Drehgestelle und Getriebe bei den Loks gleich sind?)

Gruß,
Arno

Roger Schwentker

unread,
Nov 8, 2010, 12:14:13 PM11/8/10
to
Arno Wald <arno...@netcologne.de> wrote:
> Man darf den ganzen Motor in Waschbenzin tunken? Dreht man ihn darin einfach
> ein wenig mit der Hand, oder kann man ihn in Waschbenzin ohne Probleme unter
> Strom setzen? Wie lange sollte man ihn "einweichen" lassen?

Ich hatte nie Probleme damit, einen kompletten Motor in Waschbenzin zu
legen und/oder im Waschbenzin unter Strom langsam drehen zu lassen. Nie
zeigte ein Motor währenddessen oder nachher Auflösungserscheinungen.

OK, Märklin- oder Fleischmann-Motoren, die sich nicht als Ganzes ausbauen
lassen, seien hier einmal ausgenommen.

> > dasselbe mit Getriebe.
> Das geht dann wohl nur mit der Hand zu drehen.

Richtig. Aber auch da kann Waschbenzin Wunder wirken. Wirkt allerdings
nicht gegen eingesaugten Staub, Fussel oder Fäden. Aber gegen verharztes
Öl eine gute Wahl

Bernhard Hesselt

unread,
Nov 8, 2010, 7:59:02 PM11/8/10
to
Hi,

Am 07.11.2010 21:56, schrieb Roger Schwentker:
> Ich erinnere mich wieder Es gab mal eine Märklin-Schauanlage in der
> Gegend des Loreley-Felsens. Hinter der Felswand war ein Schattenbahnhof
> eingebaut mit zweimal drei Gleisen, damit die Loks nicht überhitzen.
> Das war die offizielle Begründung.
>

So steht es in dem Buch des Erbauers der Anlage, Bernhard Stein.
Andererseits sieht man auf Messen (zuletzt in Friedrichshafen) Z-Anlagen
mit regem Fahrbetrieb, auf denen den Fahrzeugen wenig oder keine Ruhe
gegönnt wird (in Friedrichshafen eine Anlage britischer Z-Fans). Die
Loreley und die Geislinger Steige in Z war in den 80ern, ebenso ist die
hier bemängelte 103 aus der Zeit, vielleicht sind die heutigen Z-Modelle
einfach besser.

Bernhard

Roland Ertelt

unread,
Nov 9, 2010, 12:51:00 PM11/9/10
to
Und so sprach Bernhard Hesselt:

> ...
> hier bem�ngelte 103 aus der Zeit, vielleicht sind die heutigen Z-Modelle
> einfach besser.
>

Ich denke, das liegt auch an der Fahrweise.
- Schauanlage f�r Kinder: Tief fliegen
- Schauanlage f�r Erwachsene: Realistische Gescwindigkeit.

Wenn man jetzt noch sieht, dass ein Elektromotor ab etwa 75%
Leistungsabgabe im Wirkungsgrad stark abnimmt...

Ich habe (vor)letztes WE das Vergn�gen, einen knapp 4m langen G�terzug
in Z seine Runden drehen zu sehen...

Roland

Arno Wald

unread,
Nov 10, 2010, 2:55:33 AM11/10/10
to
Roland Ertelt wrote:

> Ich habe (vor)letztes WE das Vergnügen, einen knapp 4m langen Güterzug


> in Z seine Runden drehen zu sehen...

4m!? Bergab? Oder war die Lok mit Haftreifen präpariert? Ich habe da, vor
allem auf kurvigeren Strecken schon bei deutlich kürzeren Zügen schlechte
Durchdreh-Erfahrung gemacht.

Das ist einer der Gründe, warum ich nachwievor überlege auf Spur N zu gehen.
Die Spur stelle ich mir schon etwas robuster vor, was Fahrweise
(Stromaufnahme) und eben Haftung bei Steigung und/oder längeren Zügen
angeht. Bei mir drehte mal eine Lok mit vielen Waggons durch, weil der Tisch
nicht ganz eben war, wie ich dann mit einer Murmel geprüft habe.

--

Roland Ertelt

unread,
Nov 10, 2010, 12:17:59 PM11/10/10
to
Und so sprach Arno Wald:

> Roland Ertelt wrote:
>
>> Ich habe (vor)letztes WE das Vergnügen, einen knapp 4m langen Güterzug
>> in Z seine Runden drehen zu sehen...
>
> 4m!? Bergab? Oder war die Lok mit Haftreifen präpariert? Ich habe da, vor
> allem auf kurvigeren Strecken schon bei deutlich kürzeren Zügen schlechte
> Durchdreh-Erfahrung gemacht.

> ...

Nein. 4 Loks mit 50 Coalcars auf der Ebene. :-D

Roland

0 new messages