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Wie viel Radius braucht die Lok?

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Michael Krause

unread,
Feb 4, 2002, 2:52:18 PM2/4/02
to
Huhu NG,


mal ´ne einfache Frage nach Erfahrungswerten: wenn ich die Dampfloks (bspw. BR
01, 18 201, 50, 41) eines bekannten österreichischen Kunststofffachbetriebes ;-
)mit sämtlichen mitgelieferten Zubehörteilen ausstatte, welchen Mindest-Radius
sollte ich nehmen?
Empfohlen sind ja 415 mm, aber reicht das? Oder ist das der Kompromissradius, um
ein paar Teile anbauen zu können?


Bis denn
Michael

--
__________________________________________________________
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Edbert van Eimeren

unread,
Feb 4, 2002, 5:30:48 PM2/4/02
to
Michael Krause wrote:
>
> mal ´ne einfache Frage nach Erfahrungswerten: wenn ich die Dampfloks (bspw. BR
> 01, 18 201, 50, 41) eines bekannten österreichischen Kunststofffachbetriebes ;-
> )mit sämtlichen mitgelieferten Zubehörteilen ausstatte, welchen Mindest-Radius
> sollte ich nehmen?
> Empfohlen sind ja 415 mm, aber reicht das? Oder ist das der Kompromissradius, um
> ein paar Teile anbauen zu können?

Alles Loks über 20 cm Länge.
Unter 600 mm Radius würde ich die schon aus optischen Gründen nicht
fahren. Die 415 mm sind wirklich das absolute Minimum, bei dem die Loks
noch gerade nicht entgleisen.
Details zum Mindestradius mit montierten Zurüstteilen sollten in der
Bedienungsanleitung stehen. Kritisch sind oft die Führerstands Auftritte
und bei Dampfloks das Ausschwenken der Vorläufer und die Schutzrohre der
Kolbenstangen.

Als Beispiel die DE 1024 von Lima (Diesel 241 mm LüP, H0):
Mit Zurüstteilen (u.a. Fahrwerksblenden) empfiehlt Lima 800 mm Radius.
Auf 472 mm Radius tut sie sich schon ohne Zurüstteile schwer.
Auf 529 mm geht es, aber der Überhang sieht immer noch unschön aus.

Fazit: Ich würde das meinen Loks nicht antun.


Edbert
--
DER_MOBA
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Gleissysteme http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/index.php3

Werner Huemer

unread,
Feb 4, 2002, 6:23:21 PM2/4/02
to
ich wuerde es einfach probieren, denn das haengt sicher vom modellbaujahr
ab, es gibt von roco unzaehlige 01, 50, ...

warum machst den radius nicht so gross wie moeglich?
die bahnverwaltungen machen das genau so.

im schattenbahnhof: den radius einfach ausprobieren, mit bogenweichen!
auch wie die bahnverwaltungen, jedes tfz muss eine abnahmefahrt machen.

es muss ja auch auf der modellbahn die fahrt einer BR01 nicht auf jeder
strecke genehmigt sein.

darfst du roco nicht beim namen nennen?

gruss, werner

----------------------------------------------------------------------------
--------
werner huemer

w.hu...@hw-engineering.de
http://www.hw-engineering.net
wap: www.hw-wap.de

"Michael Krause" <michael...@radioessen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3c5ee672$1...@netnews.web.de...

Werner Falkenbach

unread,
Feb 5, 2002, 4:57:54 AM2/5/02
to
Hallo Werner,

Werner Huemer schrieb:


>
> ich wuerde es einfach probieren, denn das haengt sicher vom modellbaujahr
> ab, es gibt von roco unzaehlige 01, 50, ...

Vielleicht plant er gerade eine Anlage, hat aber noch gar nicht alle
Loks, die ihm gefallen?
Dann ist das mit dem Probieren so eine Sache.

Grüße
Werner
--
http://home.t-online.de/home/Werner.Falkenbach
mailto:Werner.F...@t-online.de

Werner Huemer

unread,
Feb 5, 2002, 6:44:17 AM2/5/02
to
ja, da gebe ich dir recht.

ich wuerde (habe) trotzdem groesstmoegliche radien planen, schon rein wegen
der optik.
und dann die lok anschaffen die gefallen. (mindestradien sind meist
angegeben, auch im prospekt). oder auch umgekehrt.
nach der zuruestung, einfach probieren.
man kann ja auch den kritischen streckenabschnitt schon einmal auf einem
tisch aufbauen.

ich habe auch eine menge loks, und noch keine anlage, sondern nur den
streckenplan.
ein paar schienen und weichen habe ich mir schon gekauft. die zum
experimentieren dienen.
lok einfahren, kupplungen testen, dekoder einstellungen, lichtraumprofil
ermitteln, .... da gibts viele dinge
die man ausprobieren kann, und in den streckenplan oder fahrplan einfliessen
lassen kann.

bsp: kupplungen
-> ich kam zu ergebnis in radien R9 und kurz danach, schafft es weder die
kurzkupplung (wurde nicht erwartet), noch die universalkupplung von roco
zuverlaessig. folge: ich kann gleich mit kurzkupplung an allen wagen fahren,
und so muss ich halt dann den fahrplan mit lokumspannen auch entsprechend
gestalten.

gruss, werner

----------------------------------------------------------------------------
--------
werner huemer

"Werner Falkenbach" <Werner.F...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C5FACA2...@t-online.de...

Claus Koehler

unread,
Feb 5, 2002, 6:38:29 AM2/5/02
to
Moin,

diese Loks (BR 01, BR 23, BR 41, BR 50)setze ich mit allen Zurüstteilen wie
Kolbenstangenschutzrohren auf meiner Anlage ein. Ich verwende als absoluten
Mindestradius aber 600mm. Andere Loks wie BR 57, FLM BR 55 etc sind da etwas
unkritischer.
Aber abgesehen von der technischen Notwendigkeit, ist ein kleiner Radius wie
415 mm für eine grosse Dampflok, vielleicht sogar noch mit D-Zugwagen,
optisch kein Genuss.
Einen alten Lima VT 08.5 habe ich auf Ribu-KK umgebaut und kann fast
spaltfrei fahren lassen und er passt noch durch den 600mm-Radius.

Grüsse
--
Claus
http://www.koehler-modellbahn.de
mailto:cl...@koehler-essen.de

"Michael Krause" <michael...@radioessen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3c5ee672$1...@netnews.web.de...

Edbert van Eimeren

unread,
Feb 5, 2002, 9:45:30 AM2/5/02
to
Claus Koehler wrote:
>
> [...]

> Einen alten Lima VT 08.5 habe ich auf Ribu-KK umgebaut und kann fast
> spaltfrei fahren lassen und er passt noch durch den 600mm-Radius.

Geht noch runter bis 530 mm Radius. Allerdings nur in Richtung vorwärts,
Im Schiebebetrieb wird der Abstand zu gering und die Wagen hebeln sich
gegenseitig aus den Schienen (Fleischmann KKK Nachrüstsatz).

Michael Krause

unread,
Feb 5, 2002, 11:35:28 AM2/5/02
to
Hallo Werners ;-),


Werner Falkenbach wrote:
>
>Werner Huemer schrieb:
>>
>> ich wuerde es einfach probieren, denn das haengt sicher vom modellbaujahr
>> ab, es gibt von roco unzaehlige 01, 50, ...
>
>Vielleicht plant er gerade eine Anlage, hat aber noch gar nicht alle
>Loks, die ihm gefallen?


Richtig, ich war aber auch in meiner Fragerei etwas arg unpräzise, deshalb ein
Nachtrag:
geplant ist H0, Gleissystem Tillig-Elite, gebaut wird nur mit Flexgleis...
Nach diversen Plänen habe ich mich dafür entschieden, mich auf einen mittleren
Stadtbahnhof mit Güterumschlag und ein (kleines) Industriethema zu beschränken,
vermutlich wirds eine Brauerei mit Gleisanschluss...
Die Anlage wird U-förmig, der Industrie-Teil als max. 50cm breites Regal-Segment
ohne Unterbau an das übrige Anlagen-L angebaut...
Weil der Raum leider weder besonders lang noch breit ist, kann ich keinen
"Hundeknochen" bauen - der Raum für den Bahnhof würde einfach zu sehr beschränkt.
Auf die Kurvenoptik muss ich keine Rücksicht nehmen, da nur Bahnhofsein- und
Ausfahrt bezw. Weichen sichtbare Bögen (noch ein paar Kurvenstücke im
Industriebereich, aber da wirds eh nur kleine sind -alle anderen Kurven sind
"unterirdisch", mit den Radien 600, 540, 480 und 420.
So, jetzt noch mal etwas konkreter: halten Ihr die beiden großen Radien,
möglicherweise auch die beiden engeren, für ausreichend?
Oder muss ich nach Einfahrt einer voll ausgestatteten 01 auf dem inneren Kreis
Teile sammeln ;-))??


>Dann ist das mit dem Probieren so eine Sache.


Genau das - die 01 von Roco fährt zwar ohne Anbauten auch auf dem 358er Radius,
aber das nur mit arg gedrosselter Geschwindigkeit - mit Volldampf möchte ich das
nicht wirklich probieren ;-)


Bis denn, und Sorry wegen der unpräzisen Anfrage...bin momentan etwas
geschlaucht...

Claus Koehler

unread,
Feb 6, 2002, 3:12:53 AM2/6/02
to

"Edbert van Eimeren" <vanei...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a3ovl2$694$00$1...@news.t-online.com...

> Claus Koehler wrote:
> >
> > [...]
> > Einen alten Lima VT 08.5 habe ich auf Ribu-KK umgebaut und kann fast
> > spaltfrei fahren lassen und er passt noch durch den 600mm-Radius.
>
> Geht noch runter bis 530 mm Radius. Allerdings nur in Richtung vorwärts,
> Im Schiebebetrieb wird der Abstand zu gering und die Wagen hebeln sich
> gegenseitig aus den Schienen (Fleischmann KKK Nachrüstsatz).
>
Moin Edbert,

eben darum fahre ich mit 600mm Mindestradius, da meine Anlage (im Aufbau)
keinen Kreisverkehr zulässt. Der VT 08 wickelt auf meiner Anlage
angenommenermassen den Sonderverkehr an die Küste ab. Er muss die Strecke
vorwärts und Rückwärts schaffen.

mailto:ca...@koehler-essen.de


Edbert van Eimeren

unread,
Feb 6, 2002, 8:13:45 AM2/6/02
to

Hallo Claus,

war zum Glück nur ein Testoval auf dem Fussboden. :-)
Bei 470 mm Radius klappt es dann auch vorwärts nicht mehr.

Carlo Peschke

unread,
Feb 6, 2002, 3:16:39 PM2/6/02
to
Hallo Michael

Michael Krause schrieb:

>
> Empfohlen sind ja 415 mm, aber reicht das? Oder ist das der Kompromissradius, um
> ein paar Teile anbauen zu können?

Nö, reicht nicht. Bei meiner 01 braucht man für die Kolbenschutzrohre 470 mm Radius.

Auf Bogenweichen mit 450 mm Radius schleifen die Vorlaufräder schon an den
Kolbenschutzrohren,
aber die Lok entgleist nicht. Ich rede von Mindestradius, nicht von gut aussehen.

Gruß

Carlo


Ronald Felix

unread,
Feb 6, 2002, 4:20:28 PM2/6/02
to

"Carlo Peschke" <carlo....@online.de> schreef in bericht
news:3C618F27...@online.de...
Ich rate jeden: nichts unter R529mm (Roco c100 R5), alle kleinere Radien
gaben bei mir Probleme. Diesen Radius schaffen Roco 01 und 44 ohne meckern,
auch Fleischman 41 mit Schutzrohr (leicht nach Aussen verbogen und hinten
etwas angeschliffen) geht. Die Liliput 05 Stromlinie mit angeklebte Blende
schleift aber mit den Laufrädern. Die steht aber sowieso in der Vitrine.


Ronald


> Gruß
>
> Carlo
>
>


Ulrich Albrecht

unread,
Feb 6, 2002, 4:12:18 PM2/6/02
to
Also ohne Kolbenschutzrohre laeuft jede der angefuehrten Lokomotiven auf
dem Radius 360mm, wenn's auch nich so gut aussieht. Entscheidend ist
natuerlich die Qualitaet der Gleisverlegung.

Ulrich

Edbert van Eimeren

unread,
Feb 6, 2002, 8:54:12 PM2/6/02
to
Ulrich Albrecht wrote:
>
> Also ohne Kolbenschutzrohre laeuft jede der angefuehrten Lokomotiven auf
> dem Radius 360mm, wenn's auch nich so gut aussieht. Entscheidend ist
> natuerlich die Qualitaet der Gleisverlegung.

Hallo Ulrich

Vielleicht wenn da Märklin drunter steht. Bei Roco, Lima, Liliput,
Fleischmann, Piko, Gützold, ... habe ich da so meine Zweifel.

Piko: Br 01, 03, 41, 77, 95 jeweils Mindestradius 415 mm.

Waldemar Rodenberg

unread,
Feb 7, 2002, 2:55:08 AM2/7/02
to

"Edbert van Eimeren" <vanei...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a3spk0$2rf$06$2...@news.t-online.com...


Hallo,


> > Also ohne Kolbenschutzrohre laeuft jede der angefuehrten Lokomotiven auf
> > dem Radius 360mm, wenn's auch nich so gut aussieht. Entscheidend ist
> > natuerlich die Qualitaet der Gleisverlegung.
>
> Hallo Ulrich
>
> Vielleicht wenn da Märklin drunter steht. Bei Roco, Lima, Liliput,
> Fleischmann, Piko, Gützold, ... habe ich da so meine Zweifel.
>
> Piko: Br 01, 03, 41, 77, 95 jeweils Mindestradius 415 mm.

und TRIX HO-FineArt-Lokomotiven, also gerade die "Leckerbissen",
Mindestradius 553,9mm.

MfG

Waldemar


Steffen Kuß

unread,
Feb 7, 2002, 3:44:26 AM2/7/02
to
Hallo,

früher war alles besser, könnte man angesichts



> Piko: Br 01, 03, 41, 77, 95 jeweils Mindestradius 415 mm.

meinen. Denn zu DDR-Zeiten durchfuhren diese Modelle problemlos den
380er Bogen, damals der kleinste Radius, um nicht zu sagen der kleinere
der beiden erhältlichen. Ob sich an den Loks konstruktiv was geändert
hat? Oder hat Piko einfach vom Roco-Katalog abgeschrieben?

Auf die Angaben die Zeitschriften kann man sich da auch nicht verlassen,
denn wenn für eine Kö 358 mm als Minimum angegeben werden, ist das wenig
glaubhaft. Die werden sich auch kaum die Mühe machen, es wirklich zu
testen...

Viele Grüße

Steffen

Edbert van Eimeren

unread,
Feb 7, 2002, 10:53:41 AM2/7/02
to
Steffen Kuß wrote:
>
> früher war alles besser, könnte man angesichts
>
> > Piko: Br 01, 03, 41, 77, 95 jeweils Mindestradius 415 mm.
>
> meinen. Denn zu DDR-Zeiten durchfuhren diese Modelle problemlos den
> 380er Bogen, damals der kleinste Radius, um nicht zu sagen der kleinere
> der beiden erhältlichen. Ob sich an den Loks konstruktiv was geändert
> hat? Oder hat Piko einfach vom Roco-Katalog abgeschrieben?

Das wohl kaum, da Piko eine der wenigen Firmen ist, die zu all ihren
Modellen einen Mindestradius angibt. Sozusagen die löbliche Ausnahme.


> Auf die Angaben die Zeitschriften kann man sich da auch nicht verlassen,
> denn wenn für eine Kö 358 mm als Minimum angegeben werden, ist das wenig
> glaubhaft. Die werden sich auch kaum die Mühe machen, es wirklich zu
> testen...

Nun bei der Piko Kö ist das leicht zu erklären, da es bei Piko keine
kleineren Radien als 358 mm gibt, ist das der Mindestradius für alle
Modelle, die keinen größeren benötigen. Dass dabei ein so kurzes Modell
wie die Kö vermutlich auch wesentlich engere Radien befahren könnte
spielt dann keine Rolle mehr, da es von Piko ja keine engeren gibt.

Ulrich Albrecht

unread,
Feb 7, 2002, 12:04:33 PM2/7/02
to
Also ich habe keine Probleme mit den fogenden Lokomotiven:

Roco: 01, 01.10, 23, 41, 44
Fleischmann: 50
Liliput(alt): 05, 18, 95
Rivarossi: 39(alt)

Bevor ich jetzt eine Menge E-mail's ueber zu kleine Radien bekomme, ich
habe eine Trix Express/NEM-Anlage im Mischbetrieb, und die kleinen
Radien sind historischer Ballast. Wie gesagt, wenn die Schienen gut
verlegt sind, laeuft alles gut, aber man arbeitet ohne Toleranzen fuer
Fehler.

Ulrich

Mario Graul

unread,
Feb 7, 2002, 6:02:13 AM2/7/02
to
Hallo Steffen

Steffen Kuß schrieb:


>
> Hallo,
>
> früher war alles besser, könnte man angesichts
>
> > Piko: Br 01, 03, 41, 77, 95 jeweils Mindestradius 415 mm.
>
> meinen. Denn zu DDR-Zeiten durchfuhren diese Modelle problemlos den
> 380er Bogen, damals der kleinste Radius, um nicht zu sagen der kleinere
> der beiden erhältlichen. Ob sich an den Loks konstruktiv was geändert
> hat? Oder hat Piko einfach vom Roco-Katalog abgeschrieben?

Ich habe voer einiger Zeit die 01 und 41 aus alter Piko Produktion und
habe mit denen und einigen anderen Loks mal einen Test auf einer
Gleisschnecke gemacht. Die Gleisschnecke war so gebaut das sich der
Radius pro Viertelkreis um 20mm, der äußerste Radius war 400mm, da
liefen beide Maschinen durch, aber nicht so ganz problemlos, vor allem
die 41 wurde deutlich langsamer und die Räder der Lok blockierten.
Problemlos ist für mich etwas anderes.

Bei der 03 wird es wenig anders aussehen und die 95 habe ich nicht. Mal
davon abgesehen das es etwas merkwürdig aussieht wenn eine große
Tenderlok in einen Radius unter 400mm einbiegt, darum ging es in dem
Tast aber nicht ;-)



> Auf die Angaben die Zeitschriften kann man sich da auch nicht verlassen,
> denn wenn für eine Kö 358 mm als Minimum angegeben werden, ist das wenig
> glaubhaft. Die werden sich auch kaum die Mühe machen, es wirklich zu
> testen...

Was gefällt muss man selber entscheiden und die Maßstäbe sind auch
verschieden. Die einzigste 2 achsige Lok die ich habe ist auch nicht
sonderlich weit auf meiner Gleisschnecke gekommen. Die Hersteller haben
halt verschiedene Philosophien und die einen versuchen halt etwas näher
am Vorbild zu arbeiten als die anderen.


--

tschüs mario

Mario´s Homepage http://home.t-online.de/home/Mario.Graul/homepage.htm

Steffen Kuß

unread,
Feb 11, 2002, 3:39:56 PM2/11/02
to
Edbert van Eimeren schrieb:

> > der beiden erhältlichen. Ob sich an den Loks konstruktiv was geändert
> > hat? Oder hat Piko einfach vom Roco-Katalog abgeschrieben?
> Das wohl kaum, da Piko eine der wenigen Firmen ist, die zu all ihren
> Modellen einen Mindestradius angibt. Sozusagen die löbliche Ausnahme.

Auffällig ist aber eben nur, dass erstens Roco ebenfalls 415 mm angibt
und zweitens die großen Piko-Loks - zumindest auf meiner (alten) Anlage
- ohne Schwierigkeiten fuhren (gut - sonderlich schön sah's nicht aus)
und das plötzlich nicht mehr können sollen.
Nebenbei kann man auch Rocoloks ohne Anbauten durch engere Radien
"quälen" :)

> > glaubhaft. Die werden sich auch kaum die Mühe machen, es wirklich zu
> > testen...
> Nun bei der Piko Kö ist das leicht zu erklären, da es bei Piko keine
> kleineren Radien als 358 mm gibt, ist das der Mindestradius für alle

Vielleicht hat ein anderer Hersteller aber solche Gleise...

> Modelle, die keinen größeren benötigen. Dass dabei ein so kurzes Modell
> wie die Kö vermutlich auch wesentlich engere Radien befahren könnte
> spielt dann keine Rolle mehr, da es von Piko ja keine engeren gibt.

Ich meinte hier nicht die Herstellerangabe, sondern den Testbericht
einer Zeitschrift. Und die Angabe "Mindestradius" ist für mich
fahrzeugtypbezogen, unabhängig davon, ob man ihn einbaut, weil man
vielleicht auch noch andere Loks hat, oder ob es fertige, gebogene
Gleise gibt.
Den Gleisanschluss einer Fabrik, der nur durch Kö I & Co. bedient wird,
kann man schließlich auch dann mit "Quetschradius" ausstatten, wenn
sonst auf der Anlage nur Loks verkehren, die einen Mindestradius von 600
mm oder mehr erfordern.
Abgesehen davon ist es lächerlich, Mindestradien auf zum Teil
Zehntelmillimeter anzugeben (siehe Waldemars Posting zu den Trix-Loks),
bloß weil das eigene Gleissystem nun eben diesen Radius aufweist.
Ich erwarte daher, in Zeitschriften den getesten Mindestradius zu lesen
(möglichst mit/ohne Kolbenstangenschutzrohren etc.) und nicht die bloße
Abschrift des Kataloges oder die Ergebnisse der Probefahrt auf der
Anlage mit den Standardradien _eines_ Herstellers. Sonst scheuen sie
doch auch keinen Aufwand, v/U-Diagramme und dergleichen mit aufwändiger
Technik zu ermitteln...

Viele Grüße

Steffen

Edbert van Eimeren

unread,
Feb 11, 2002, 9:12:30 PM2/11/02
to
Steffen Kuß wrote:
>
> Edbert van Eimeren schrieb:

>
> > Steffen Kuß wrote:
> > > Ob sich an den Loks konstruktiv was geändert hat?
> > > Oder hat Piko einfach vom Roco-Katalog abgeschrieben?
> > Das wohl kaum, da Piko eine der wenigen Firmen ist, die zu all ihren
> > Modellen einen Mindestradius angibt. Sozusagen die löbliche Ausnahme.
>
> Auffällig ist aber eben nur, dass erstens Roco ebenfalls 415 mm angibt
> und zweitens die großen Piko-Loks - zumindest auf meiner (alten) Anlage
> - ohne Schwierigkeiten fuhren (gut - sonderlich schön sah's nicht aus)
> und das plötzlich nicht mehr können sollen.

Zu 1: Das ist doch ganz normal für größere Dampflok Modelle.
Zu 2: Auch Piko hat in den letzten 11 Jahre das eine oder andere
Modell überarbeitet.

> Nebenbei kann man auch Rocoloks ohne Anbauten durch engere Radien
> "quälen" :)

Du kannst deinen Loks natürlich zumuten, was immer du willst (Backen,
Tiefgefrieren, Falltest, Feuerfestigkeitstest, ...).
Das Quälen gehört aber sicher nicht zu den zugesicherten Eigenschaften.

> > > glaubhaft. Die werden sich auch kaum die Mühe machen, es wirklich zu
> > > testen...
> > Nun bei der Piko Kö ist das leicht zu erklären, da es bei Piko keine
> > kleineren Radien als 358 mm gibt, ist das der Mindestradius für alle
>
> Vielleicht hat ein anderer Hersteller aber solche Gleise...

Was kratzt es Piko, wenn Z*, X* oder Y* andere Gleise hat?


> > Modelle, die keinen größeren benötigen. Dass dabei ein so kurzes Modell
> > wie die Kö vermutlich auch wesentlich engere Radien befahren könnte
> > spielt dann keine Rolle mehr, da es von Piko ja keine engeren gibt.
>
> Ich meinte hier nicht die Herstellerangabe, sondern den Testbericht
> einer Zeitschrift. Und die Angabe "Mindestradius" ist für mich
> fahrzeugtypbezogen, unabhängig davon, ob man ihn einbaut, weil man
> vielleicht auch noch andere Loks hat, oder ob es fertige, gebogene
> Gleise gibt.

Und wie lange funktioniert das? Und unter welchen Bedingungen?
Solofahrt der Lok mag ja ganz nett sein, aber wie ist es mit
angehängten Wagen, wie ist es mit verschiedenen Kupplungen.?
Wie ist es mit Schiebebetrieb? Und behaupte jetzt nicht, dass eine
Köf nicht auch mal einen 30 cm Wagen durch die Gegend schieben darf.
Also so einfach ist das alles nicht.

Ausserdem solltest du das eher den Zeitschriften schreiben. Wir hier
können deren Testmethoden nicht ändern.


> Den Gleisanschluss einer Fabrik, der nur durch Kö I & Co. bedient wird,
> kann man schließlich auch dann mit "Quetschradius" ausstatten, wenn
> sonst auf der Anlage nur Loks verkehren, die einen Mindestradius von 600
> mm oder mehr erfordern.

Das hängt doch nicht von der Lok ab, sondern von den verwendeten Wagen
und deren Größe.


> Abgesehen davon ist es lächerlich, Mindestradien auf zum Teil
> Zehntelmillimeter anzugeben (siehe Waldemars Posting zu den Trix-Loks),
> bloß weil das eigene Gleissystem nun eben diesen Radius aufweist.
> Ich erwarte daher, in Zeitschriften den getesten Mindestradius zu lesen
> (möglichst mit/ohne Kolbenstangenschutzrohren etc.) und nicht die bloße
> Abschrift des Kataloges oder die Ergebnisse der Probefahrt auf der
> Anlage mit den Standardradien _eines_ Herstellers. Sonst scheuen sie
> doch auch keinen Aufwand, v/U-Diagramme und dergleichen mit aufwändiger
> Technik zu ermitteln...

Wie schon gesagt, erzähl das den Zeitschriften.

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