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[Elektronik] Geschwindigkeitsmessung

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Roger Schwentker

unread,
Apr 23, 2012, 2:44:12 PM4/23/12
to
Guten Abend wünsche ich!

Mal was zum diskutieren.

Aufgabe: Messung der als konstant angenommenen Geschwindigkeit
eines Fahrzeuges auf einer gegebenen Strecke, Anzeige in
umgerechneter Realgeschwindigkeit

Hintergrund: Feineinstellung der Decoder auf einer Teststrecke
Zumindest ich weiß nicht, wie genau die Infrarot-Messung von Conrad
ist.

Idee: Lichtschranken, drei oder vier hintereinander
Signale UND-verknüpfen und invertieren
über Optokoppler Tacho vom Fahrrad ansteuern
Tacho auf passend eichen, "Radumfang" ist berechenbar
Max-Wert des Tachos anzeigen lassen

Meinungen?

Oder kennt jemand für leidlich kleines Geld eine Lichtschranken-
Messstrecke, zu kaufen oder zum Basteln?

Viele Grüße
Roger Schwentker
r.schw...@regioconnect.net
--
Die Leute, die für die Todesstrafe eintreten, kommen doch aus genau den
Kreisen, die das Leben schützen und gegen Abtreibung kämpfen, oder?
[Werner Schneyder 1973]

Andreas Priebe

unread,
Apr 23, 2012, 3:29:05 PM4/23/12
to
Moin!

Ein Argument prinzipiell gegen eine stationäre Anordnung hätte ich:

Man kann damit nicht messen, was die Lok macht, wenn es lastmäßige
Änderungen gibt, Kurven, Steigungen etc.

Ich benutze dafür sehr gerne meinen auf 2L-RP25 umfrisierten Messwagen
von Tante Mä.
(Habe allerdings keine Ahnung, ob und für wie kleines Geld der
erhältlich ist. Habe meinen mal sehr günstig bei einer
Geschäftsauflösung erstanden.)

Der zeigt schon direkt eine umgerechnete Vvorbild an.
Außerdem sieht man eben ziemlich genau, was passiert, wenn's bergauf geht.

Das hat mir z.B. bei den kürzlich geschilderten Effekten mit Zimos
Regelungs-Cutoff sehr geholfen.



Ist ansonsten nicht der Geschwindigkeitsmesswagen von GFN genau das, was
Du da erdacht hast, nur auf einem Fahrzeug?



Andreas

Holger Koetting

unread,
Apr 23, 2012, 3:59:49 PM4/23/12
to
Roger Schwentker wrote:
> Hintergrund: Feineinstellung der Decoder auf einer Teststrecke

Was möchtest Du denn genau haben? Eine Tabelle (oder auch nur
ein Meßwert), die Dir sagt, bei Fahrstufe x fährt die Lok y km/h?

Dann dürften Dir - einfache Version - zwei Lichtschranken oder
Reed-Kontakte oder Gleisbelegungsinformationen (Belegung
Meßstrecke und Belegung Folgeabschnitt; Freimeldung Meßstrecke
ist nicht so prickelnd, weil dann jedesmal unterschiedliche
Loklängen rauszurechnen wären) reichen. Wenn Du die per Software
abgreifen kannst, kommt dann sowas wie der folgende Pseudocode
hin:

wait for ($erste_belegung)
$startzeit=$aktuelle_zeit
wait for ($zweite_belegung)
$zielzeit=$aktuelle_zeit
$geschwindigkeit=$bekannte_wegstrecke/($zielzeit-$startzeit)

Andernfalls: Man nehme eine Stopuhr mit externen Eingängen
oder brückbaren Tastern. Erster Kontakt drückt "Start", zweiter
Kontakt "Stop" (oder erneut Start). Zeit ablesen und
Zusammenrechnen wäre dann halt Handarbeit.

Jedenfalls, so ähnlich messe ich unsere Loks ein. Definierte
Messung über 540 cm. Und ein Skript steuert das Fahrzeug mit
Fahrstufe x einmal vorwärts, einmal rückwärts an und dann neu
mit (x+1)...

Da kommt dann z. B. sowas raus:
http://www.strassenbahn-darmstadt.de/strsonst/ls4.jpg
http://www.strassenbahn-darmstadt.de/strsonst/lp4vergl.jpg

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Peter Tarkus

unread,
Apr 24, 2012, 7:36:57 AM4/24/12
to
Am Mon, 23 Apr 2012 18:44:12 +0000 (UTC) schrieb Roger Schwentker:


Schönen Tag!

Bei der Gelegenheit delurke ich gleich mal. Ich les' hier schon ewig mit
und erfreue mich an den Modellen die (bzw. deren Links) hier gepostet
werden. Bin allerdings kein aktiver Modellbahner und hab deshalb
normalerweise nicht viel beizutragen.

> Idee: Lichtschranken, drei oder vier hintereinander
> Signale UND-verknüpfen und invertieren
> über Optokoppler Tacho vom Fahrrad ansteuern
> Tacho auf passend eichen, "Radumfang" ist berechenbar
> Max-Wert des Tachos anzeigen lassen
>
> Meinungen?

Kleiner Magnet und Reed-Kontakt(e) oder eine kleine fertige
Reflektionslichtschranke und Stück Reflektionsmaterial (z.B. weisses
Papier). Das ganze hängst du an eine der Steuerleitungen der seriellen
Schnittstelle. Dann brauchst du nur noch ein kleines Programm in VB.

Ist zwar nicht auf die 1/1000 Sekunde genau, aber wenn dein Rechner sonst
nichts zu tun hat kommen die Events der seriellen Schnittstelle genau genug
um damit die Geschwindigkeit zu berechnen.



lg,
Peter

--
Früher hielt ich das Unmögliche für möglich
heute halte ich das Mögliche für unmöglich

Will Berghoff

unread,
Apr 24, 2012, 8:10:11 AM4/24/12
to
Am 23.04.2012 20:44, schrieb Roger Schwentker:

> Mal was zum diskutieren.

Au, fein! ;-)

> Aufgabe: Messung der als konstant angenommenen Geschwindigkeit
> eines Fahrzeuges auf einer gegebenen Strecke, Anzeige in
> umgerechneter Realgeschwindigkeit

"Umgerechnete Realgeschwindigkeit" - _das_Diskussionsthema.

Welcher Faktor ist hier anzusetzen?

!/87 der Vorbildgeschwindigkeit? Wenn ja, warum?

Oder eine andere Größe?

Berücksichtigung der NEM 661?
http://www.miba.de/morop/nem661-d.pdf

Wenn ja, ist der Ansatz NEM661 hinlänglich korrekt?

Popcorn!




Andreas Priebe

unread,
Apr 24, 2012, 2:43:46 PM4/24/12
to
:-D
Gesalzen oder gezuckert?

>
> !/87 der Vorbildgeschwindigkeit? Wenn ja, warum?
>


Da wir uns hier in genau einer Dimension bewegen könnte man das so machen.
Hat ja nix mit Fläche oder Volumen zu tun.


Man könnte aber auch sagen, dass sowieso alles derbe gestaucht ist und
man deswegen noch watt langsamer fahren müsste.


Das in der Norm iss jedenfalls für meinen Geschmack Käse.
Wenn ich die Längen alle zu klein habe, dann noch extra schneller fahren?
Nee...



Andreas

Werner Falkenbach

unread,
Apr 25, 2012, 2:28:04 AM4/25/12
to
Hallo Andreas,

Am 24.04.2012 20:43, schrieb Andreas Priebe:
> Das in der Norm iss jedenfalls für meinen Geschmack Käse.
> Wenn ich die Längen alle zu klein habe, dann noch extra schneller fahren?

Auch Käse ist Geschmackssache!

Ich bin mit meinen Zügelchen durch die Landschaft gefahren und habe
geschaut, was "echt" aussieht. Daraus kann man sich seinen Faktor
selbermachen.


Grüße
Werner
--
MODULE FÜR DIE SCHMALSPURBAHN ==> http://www.thema-schmalspurbahn.de/Module
THEMA SCHMALSPURBAHN ==> http://www.thema-schmalspurbahn.de
MODELLEISENBAHN FÜR KINDER ==> http://www.kinderbahn.de

mailto:wf.usenet...@werner-falkenbach.de (das kommt schon an)

Will Berghoff

unread,
Apr 25, 2012, 10:40:31 AM4/25/12
to
Am 25.04.2012 08:28, schrieb Werner Falkenbach:

> Ich bin mit meinen Zügelchen durch die Landschaft gefahren und habe
> geschaut, was "echt" aussieht. Daraus kann man sich seinen Faktor
> selbermachen.
Ich habe das mal tabelliert:
km/h m/s H0 m/s NEM661 m/s
20 6 0,06 0,09
30 8 0,10 0,13
40 11 0,13 0,18
50 14 0,16 0,22
60 17 0,19 0,27
70 19 0,22 0,31
80 22 0,26 0,36
90 25 0,29 0,40
100 28 0,32 0,45
110 31 0,35 0,49
120 33 0,38 0,54

Für Werner gilt ja nur der Breich 0-40km/h, also nach NEM661
0-18cm/Sekunde. Das ist gefühlt eine extreme Schleichfahrt und eine
große Herausforderung an die Fahrzeugtechnik und die Gleise. Nähme man
den exakten 1/87-Wert, wäre wohl ohne Pufferkondensator nichts zu machen.

Für die Pickelbahner: bei 20km/h wird ein R1-Gleiskreis in mehr als 37
Sekunden vollendet. Da ist ein Glas Kölsch schon schal ;-)

Gruß
Will

Werner Falkenbach

unread,
Apr 25, 2012, 11:03:54 AM4/25/12
to
Hallo Will,

> Ich habe das mal tabelliert:
> km/h m/s H0 m/s NEM661 m/s
> 40 11 0,13 0,18

> Für Werner gilt ja nur der Breich 0-40km/h, also nach NEM661
> 0-18cm/Sekunde. Das ist gefühlt eine extreme Schleichfahrt und eine
> große Herausforderung an die Fahrzeugtechnik und die Gleise.

Ach was.
Das sind sechs Sekunden für einen Meter, meine Loks sind alle so
eingestellt. Das passt gut zur Atmosphäre der Landschaft, und man hat
bei den Dampfern nicht den Eindruck, dass das Triebwerk explodiert.

> den exakten 1/87-Wert, wäre wohl ohne Pufferkondensator nichts zu machen.

Meine fahren, bis auf eine Ausnahme, alle ohne. Stehen geblieben sind
die eigentlich nie. Warum auch?

Will Berghoff

unread,
Apr 25, 2012, 11:20:25 AM4/25/12
to
Am 25.04.2012 17:03, schrieb Werner Falkenbach:

>> Ich habe das mal tabelliert:
>> km/h m/s H0 m/s NEM661 m/s
>> 40 11 0,13 0,18

> Das sind sechs Sekunden für einen Meter,
> ... Stehen geblieben sind
> die eigentlich nie. Warum auch?

Du rast ja auch mit Vmax...

Holger Koetting

unread,
Apr 25, 2012, 11:35:45 AM4/25/12
to
Will Berghoff wrote:
> Für Werner gilt ja nur der Breich 0-40km/h, also nach NEM661
> 0-18cm/Sekunde. Das ist gefühlt eine extreme Schleichfahrt und eine
> große Herausforderung an die Fahrzeugtechnik und die Gleise. Nähme man
> den exakten 1/87-Wert, wäre wohl ohne Pufferkondensator nichts zu machen.

Die Streckenkilometrierung bei uns ist auf 1:250 festgelegt.

Dementsprechend habe ich unsere Fahrzeuge eingemessen.
D. h. 60 km/h sind bei uns dann (4 m in 60 Sekunden=) 0,066 m/s
Minimalgeschwindigkeit ist auf 20 km/h festgelegt. Dank Pufferelkos
und Powerpack könnte ich auch noch weiter runter gehen und irgendwann
messe ich die Fahrzeuge dann auch noch auf 10 km/h ein.

Die meisten Loks bekommen das ohne besondere Anforderungen an K-Gleise
auch so hin, einige neigen halt zum Hängenbleiben. Ab etwa 40 km/h
(also 0,44 m/s) fährt eigentlich alles ohne größere Konflikte.

Will Berghoff

unread,
Apr 25, 2012, 1:11:08 PM4/25/12
to
On Wed, 25 Apr 2012 17:35:45 +0200, Holger Koetting
<holger....@gmx.de> wrote:
> Die meisten Loks bekommen das ohne besondere Anforderungen an
K-Gleise
> auch so hin, einige neigen halt zum Hängenbleiben. Ab etwa 40 km/h
> (also 0,44 m/s) fährt eigentlich alles ohne größere Konflikte.

Also ausschliesslich auf freier Strecke. Damit wäre ich nicht
glücklich, denn ich verfüge nicht über Streckenabschnitte mit HG 40
oder höher.

--
Gruss Will

Andreas Priebe

unread,
Apr 25, 2012, 1:41:32 PM4/25/12
to
> Meine fahren, bis auf eine Ausnahme, alle ohne. Stehen geblieben sind
> die eigentlich nie. Warum auch?


Dem würde ich mich anschließen wollen.

Ich habe z.B. eine Köf mit Faulhaber und Zimo. Die fährt auf der ersten
Fahrstufe so langsam, dass man es kaum sehen kann, dass sie sich bewegt.
Aber sie bewegt sich.

Durch die Schwungmasse fährt sie sogar, ohne dass jemand wie beim
Eisstockschießen vorweg wienern muss. :-)

Groben Dreck über mehrere cm verträgt sie natürlich nicht, aber den hab'
ich auch nicht. Und ich putz extrem selten mal.
Ich hab aber auch keinen Heizkessel und keine Kreissäge im Keller. :-)


Ansonsten bin ich ja dann schon fast der Raser mit meinen 60 (in Epoche
IV wohlgemerkt). :-)



Andreas

Holger Koetting

unread,
Apr 25, 2012, 4:17:10 PM4/25/12
to
Will Berghoff wrote:
> Also ausschliesslich auf freier Strecke. Damit wäre ich nicht
> glücklich, denn ich verfüge nicht über Streckenabschnitte mit HG 40
> oder höher.

Wie gesagt, wir fahren im Längenmaßstab 1:250. Auf "saubere"
Verkleinerung 1:87 würde das bedeuten, daß so ziemlich alle
Modellfahrzeuge problemlos "15 km/h" schaffen und die meisten
bis auf "7 km/h" herunter kommen. Außerdem bitte beachten, daß wir
3-Leiter fahren. Die Stromaufnahme von DC-Fahrzeugen, zumindest
solche mit mehr als zwei Achsen dürfte noch besser sein.

Dirk Flackus

unread,
May 8, 2012, 3:15:18 AM5/8/12
to

"Roger Schwentker" <r.schw...@regioconnect.net> schrieb im Newsbeitrag
news:jn47ts$el1$4...@amalia.westfalen.de...
> Guten Abend wünsche ich!
>
> Mal was zum diskutieren.
>
> Aufgabe: Messung der als konstant angenommenen Geschwindigkeit
> eines Fahrzeuges auf einer gegebenen Strecke, Anzeige in
> umgerechneter Realgeschwindigkeit
>
> Hintergrund: Feineinstellung der Decoder auf einer Teststrecke
> Zumindest ich weiß nicht, wie genau die Infrarot-Messung von Conrad
> ist.
>
> Idee: Lichtschranken, drei oder vier hintereinander
> Signale UND-verknüpfen und invertieren
> über Optokoppler Tacho vom Fahrrad ansteuern
> Tacho auf passend eichen, "Radumfang" ist berechenbar
> Max-Wert des Tachos anzeigen lassen
>
> Meinungen?
>
> Oder kennt jemand für leidlich kleines Geld eine Lichtschranken-
> Messstrecke, zu kaufen oder zum Basteln?
>
Hallo Roger,
soweit ich weiß sind die Gschw. Messwagen
teilweise mit ordinären Fahrrad Tachos ausgerüstet.

Prinzip:
Magnet auf die Achsekeliben.
Reedkontakt des Tacho in die Nähe forgeln.
Radumfang des Models mit (gewünschtem) Massstab
umrechnen und in den Tacho programmieren.

http://www.meav-traiskirchen.org/wissenswertes/umbauten/anleitung_1.htm
(hier gefunden:
http://www.kostenloses-forum.com/board/viewtopic.php?nxu=01642644nx1878&t=5238&start=10&sid=a227408714506cb5b4e7bb93b709d468)

Etwas einfacher Aufbau:
http://modellbahntechnik-aktuell.de/artikel/tachowagen/
http://www.eload24.com/product/show/742-modellbahntechnik-aktuell-selbstbauprojekt-tachowagen


Mit einem der modernen Funkt Tachos (Reedkontakt ist kabellos
zu montieren) sollte das sogar so gehen dass die Auslesung neben
dem Gleis installiert werden kann.

Alternative:
Reddkontakte im Abstand des Radumfangs neben das Gleis,
alle parallelschalten. Magnet an die Lok.



Gruß
Dirk Flackus
Rastatt

Will Berghoff

unread,
May 8, 2012, 4:14:18 AM5/8/12
to
Am 08.05.2012 09:15, schrieb Dirk Flackus:

> soweit ich weiß sind die Gschw. Messwagen
> teilweise mit ordinären Fahrrad Tachos ausgerüstet.
>
> Prinzip:
> Magnet auf die Achsekeliben.
> Reedkontakt des Tacho in die Nähe forgeln.
> Radumfang des Models mit (gewünschtem) Massstab
> umrechnen und in den Tacho programmieren.

Das dürfte bei einem 28'-Fahrrad relativ genau sein, bei einer
2mm-Modelbahnachse ist der Zeitpunkt des Auslösens des magnetischen
Messimpulses nahezu beliebig und damit eine sinnvolle Messung kaum möglich.

Matthias Kordell

unread,
May 8, 2012, 2:24:58 PM5/8/12
to
Roger Schwentker tut geschreibselt haben:

> Aufgabe: Messung der als konstant angenommenen Geschwindigkeit
> eines Fahrzeuges auf einer gegebenen Strecke, Anzeige in
> umgerechneter Realgeschwindigkeit
>
> Hintergrund: Feineinstellung der Decoder auf einer Teststrecke
> Zumindest ich weiß nicht, wie genau die Infrarot-Messung von Conrad
> ist.
[...]
> Oder kennt jemand für leidlich kleines Geld eine Lichtschranken-
> Messstrecke, zu kaufen oder zum Basteln?

Ich versuche gerade mit einem Radarmodul von Hygrosens die
Geschwindigkeit zu messen. Mal von der noch nicht 100% passenden
Antenne abgesehen (Der Sensor ist mir einfach noch viel zu
empfindlich und misst *alles* in seiner Umgebung) ist der Sensor
fast ideal: er liefert direkt das Mischersignal, welches von der
Geschwindigkeit abhängige Frequenz hat.

Das Ausgangssignal hat eine Frequenz von 44Hz/km/h, allerdings mit
sehr kleiner Amplitude. Eine kleine Verstärkerplatine habe ich schon
gebaut, jetzt muss ich nur noch die Frequenz messen.

Matthias

Roland Ertelt

unread,
May 8, 2012, 3:51:05 PM5/8/12
to
Und so sprach Will Berghoff:
Das ist praktisch kein Problem:
1. Fleischmann? hatte früher einen O-Wagen im Programm, in welchem ein
normaler Fahrradtacho lag.
2. Habe ich so eine "Bastelarbeit" selber gemacht.
3. Sind die Fahrradcomputer nicht nur für 28" Räder gemacht.

Praktisch funktioniert es hervorragend. Ich habe zwei 2x2x1mm
Neodym-Magnete auf die Achse geklebt. Der Meder-Reedkontakt löst damit
zuverlässig aus, wenn der Magnet einen 10°-Bereich um die Senkrechte des
Kontaktes durchquert. Da der Tacho sowieso über 3s Mittelt, verschwinden
Abweichungen komplett im Rauschen. Anzeigen tut er bei einem Ho-Radsatz
mit 11mm Durchmesser von 6km/h bis etwa 750km/h. Achja, es ist ein
SigmaSport BC600.

Roland

Werner Falkenbach

unread,
May 9, 2012, 9:05:26 AM5/9/12
to
> Das dürfte bei einem 28'-Fahrrad relativ genau sein, bei einer
> 2mm-Modelbahnachse ist der Zeitpunkt des Auslösens des magnetischen
> Messimpulses nahezu beliebig und damit eine sinnvolle Messung kaum möglich.

Der Zeitpunkt ist ja auch völlig nebensächlich, sondern die Anzahl der
Auslösungen (=Umdrehungen) pro Zeiteinheit.

Will Berghoff

unread,
May 9, 2012, 9:55:28 AM5/9/12
to
Da ist eben der Knackpunkt. Aufgrund der geringen Varianz des Abstandes
kannst Du den Schaltzeitpunkt nicht genau genau genug bestimmen.

Werner Falkenbach

unread,
May 9, 2012, 10:18:43 AM5/9/12
to
> Da ist eben der Knackpunkt. Aufgrund der geringen Varianz des Abstandes
> kannst Du den Schaltzeitpunkt nicht genau genau genug bestimmen.

Die Ungenauigkeit liegt - unabhängig vom Durchmesser des Rades - bei
einem Impuls.

Martin Schoenbeck

unread,
May 9, 2012, 10:44:34 AM5/9/12
to
Hallo Werner,

Werner Falkenbach schrieb:
Zählen die Teile wirklich die Pulse? Meiner Erfahrung nach messen sie die
Zeit zwischen zwei Impulsen und errechnen daraus die Geschwindigkeit. Auf
der Achse könnte das tatsächlich etwas ungenau werden, weil der Kontakt
auch bei gleichbleibender Geschwindigkeit vielleicht nicht immer bei genau
der gleichen Winkelstellung reagiert. Bei einem Fahrrad liegt zwischen zwei
Millimetern Abstand des Magneten und einem Millimeter Abstand vielleicht
gerade mal ein Grad. Bei einem Magneten auf der Achse locker 15 Grad. Aber
wenn man den Magneten am Rad befestigt und den Kontakt unter dem Wagen
sollte das genau genug sein.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Werner Falkenbach

unread,
May 9, 2012, 10:53:39 AM5/9/12
to
Hallo Martin,

> Zählen die Teile wirklich die Pulse? Meiner Erfahrung nach messen sie die
> Zeit zwischen zwei Impulsen und errechnen daraus die Geschwindigkeit.

Das würde mir Wills Einwand erklären.

Ist mir aber eigentlich egal, denn mein selbstgebauter Messwagen zeigt
sehr reproduzierbare Ergebnisse, und darauf kommt es ja an.

Roland Ertelt

unread,
May 9, 2012, 10:54:10 AM5/9/12
to
Und so sprach Martin Schoenbeck:
Es ist praktisch egal, wie die messen.

Die beiden Magnete sind an der Achse des Standard-Piko-Radsatzes
angeklebt. Der Meder 5-B UI ist am Wagenkasten diagonal zwischen den
Radscheiben angeklebt. Das Magnetfeld der Magnete streift den Kontakt
diagonal genau in der Mitte, allerdings von der Seite. Alles über 6km/h
wird stabil angezeigt. Lediglich darunter springt er etwas.

Roland

Will Berghoff

unread,
May 9, 2012, 1:01:58 PM5/9/12
to
Am 09.05.2012 16:53, schrieb Werner Falkenbach:

>> Zählen die Teile wirklich die Pulse? Meiner Erfahrung nach messen sie die
>> Zeit zwischen zwei Impulsen und errechnen daraus die Geschwindigkeit.
>
> Das würde mir Wills Einwand erklären.
>
> Ist mir aber eigentlich egal, denn mein selbstgebauter Messwagen zeigt
> sehr reproduzierbare Ergebnisse, und darauf kommt es ja an.

Ich vergesse natürlich immer die besonderen Umstände von Walters bahn.

Da bei seiner Strecke das Blumenpflücken während der Fahrt ausdrücklich
erlaubt ist, fällt die Ungenauigkeit natürlich nicht so ins Gewicht.

Gruß
Will

Peter Tarkus

unread,
May 9, 2012, 9:52:19 PM5/9/12
to
Am Wed, 9 May 2012 16:44:34 +0200 schrieb Martin Schoenbeck:


Tschuldigung, daß ich meinen Senf einfach so aus der Tube drück.

> Zählen die Teile wirklich die Pulse?

Nein.

> Meiner Erfahrung nach messen sie die
> Zeit zwischen zwei Impulsen und errechnen daraus die Geschwindigkeit.

Ja.

Alles andere führt zu einer ziemlich unbrauchbaren Anzeige, weil man
mindestens die Zählperiode braucht um die Geschwindigkeit zu ermitteln. Bei
kurzen Zählperioden hat man bei niedrigen Geschwindigkeit ein Problem, bei
langen Zählperioden bei hohen Geschwindigkeiten. Und man braucht einen
Timer im Mikroprozessor. Wenn man die Takte zwischen den Pulsen zählt, kann
man sich den Timer sparen.
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