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Rechnereien zur Boosterleistung/Selbstbaubooster

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Torsten Vogt

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Hi,

wie aus dem "Selbstbaubooster"-Thread bekannt, beschaeftige ich
mich zur Zeit (gedanklich) mit dieser Sache.
Ich habe mir mal angeschaut was Maerklin da so anbietet und
dafuer an Geld haben will.

Die Maerklin Control Unit (6021) liefert mit einem 52VA Trafo
2,5 Ampere. Dies entspricht 40 VA. 12 VA verbraet 6021 also
selbst. Jeder weitere Booster benoetigt einen weiteren 52VA Trafo
und stellt dann auch 2,5 Ampere zur Verfuegung, was wiederum
40 VA entspricht. Der Booster verbraet also selbst 12 VA! Maerklin
laesst sich diese "Leistung" teuer bezahlen: Pro
Booster/Trafo-Kombination fallen ca. 400,- (Listenpreis) an.

Interessanterweise liefert das DELTA Control 6604 mit dem 32VA Trafo
30 VA (Katalogangabe). Somit verbraet das 6604 lediglich 2 VA.
Vermutlich gibt die Schaltung aber bei hoeherer Belastung den Geist auf.
Man kann das 6604 im Boostermodus mit einem 32 VA Trafo und einem
PC via serielle Schnittstelle betreiben. Was relativ kostenguenstige
30 VA im Digitalbetrieb bedeutet. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man
mehrere 6604 an die serielle Schnittstelle haengen kann, um das System
- aehnlich wie das "richtige" Digitalsystem - zu erweitern.

Ein Bekannter von mir machte mir folgenden Vorschlag:

Er baut mir einen Booster auf der Grundlage von K.Froitzheims
"Simple Booster", jedoch um dessen Schwachstellen bereinigt und
fuer hoehere Leistung ausgelegt. (Alternativ kaeme M. Koenigs
Booster in Frage, falls ich den Schaltplan bekomme) Zur Stromversorgung
wird ein Trafo aus dem Elektronikfachhandel, ergaenzt um einen
Ueberlastschutz und eine Kurzschlusssicherung, eingesetzt. Wir denken
da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was
fuer die meisten Belange reichen sollte. Als Preis wurde mir ca. 50 ,- DM
genannt.

Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
noch meine Eisenbahn zerstoeren.

Torsten


--
---------------------------------------------------------------------
| Torsten Vogt - Lehrstuhl Praktische Informatik I,Uni Mannheim |
| email: vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de |
| WWW : http://pi1.informatik.uni-mannheim.de/~vogt |

Stefan Bormann

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Torsten Vogt (vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de) wrote:
: [..]
: da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was

: fuer die meisten Belange reichen sollte. Als Preis wurde mir ca. 50 ,- DM
: genannt.

6 Ampere? Willst du Weichenzungen festloeten? Wenn du einen Booster benutzt
der Ampere liefert, musst du damit rechnen, dass ueberall, wo Stroeme
langfliessen koennen, auch 5,9 Ampere *fliessen* koennten. Schon mal versucht,
5,9 Amprere durch bei der Modellbahn uebliche 0,14mm^2 Leitungen zu
schicken?

: Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
: noch meine Eisenbahn zerstoeren.

Ich glaube, mit der Haelfte - also 3 A - ist man gut bedient. Ausserdem haben
viele kleine Booster den wunderbaren Nebeneffekt, dass man Stoerungen
leichter lokalisieren kann. (Wo ist der bloede Kurzschluss nun?)

--
Stefan Bormann s.bo...@tu-bs.de

http://www.tu-bs.de/~i1101211/stefan_d.htm

Torsten Vogt

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

In article <65ujkt$ejg$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de>,

i110...@ws.rz.tu-bs.de (Stefan Bormann) writes:
>Torsten Vogt (vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de) wrote:
>: [..]
>: da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was
>: fuer die meisten Belange reichen sollte. Als Preis wurde mir ca. 50 ,- DM
>: genannt.
>
>6 Ampere? Willst du Weichenzungen festloeten? Wenn du einen Booster benutzt
>der Ampere liefert, musst du damit rechnen, dass ueberall, wo Stroeme
>langfliessen koennen, auch 5,9 Ampere *fliessen* koennten. Schon mal versucht,
>5,9 Amprere durch bei der Modellbahn uebliche 0,14mm^2 Leitungen zu
>schicken?

Jeder Booster liefert Ampere! Deine Bedenken hatte ich auch. Diese wurden
mir jedoch ausgeredet. Ich muss nochmal mit dem Bastler reden.
Uebrigens ist mir ein kommerzielles Kleinseriensystem bekannt, dessen
Booster angeblich 200VA liefert. Das waeren bei 16 Volt doch ca. 12 Ampere,
oder? Wie geht das denn dann?

Oliver Welter

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Hi Ihr da,

es gibt eine sehr elegante Lösung für sowas:
die Ausgangsleistung auf mehrer 'Stromkreise' verteilen und einzeln kleiner
sichern.
Entweder mit den guten alten Schmelzsicherungenm was aber bei häufigen Störungen
schnell ins Geld geht, oder mit einer kleinen Elektroniksicherung (Spanung über
Mess-Widerstand nutzen um Transistor zu sperren)

Oli
--
FUNARCHY - Oliver Welter - Student fuer Elektro- und Informationstechnik an der TU
Muenchen
E-Mail: oli...@eikon.e-technik.tu-muenchen.de oli...@brk.de
please visit: http://www.eikon.e-technik.tu-muenchen.de/~oliwel
webmaster at: http://www.wasserwacht.brk.de

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 3, 1997, 3:00:00 AM12/3/97
to

On 1 Dec 1997 09:40:43 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

(Torsten Vogt ) wrote:
>Die Maerklin Control Unit (6021) liefert mit einem 52VA Trafo
>2,5 Ampere. Dies entspricht 40 VA. 12 VA verbraet 6021 also
>selbst.

Ich glaube nicht, dasz der Booster diese Leistung selbst braucht. Was
sollte er damit anfangen? Zum einen koennte ich mir vorstellen, dasz
M. nur den Maximalstrom auf 2,5A begrenzt. Zum anderen musz man
bedenken, dasz M. keine H-Bruecke verwendet sondern die "uebliche"
symmetrische Booster-Schaltung mit symmetrischer Spannugsversorgung,
die mittels Halbwellengleichrichtung aus der einzigen vorhanden
Wechselspannung gewonnen wird (also nciht wie z.B. bei EDITS). Fazit:
Nur ca. 70% den AC-Nenn-Stroms koennen je Spannung entnommen werden.
Die 2,5A entsprechen also in etwas der tatsaechlichen Maximalleistung
des Trafos. Tatsaechlich aber duerfte er noch etwas mehr bringen, wie
auch der 32VA-Trafo bis 2,5A bringen kann. Aber M. geht halt auf
Nummer sicher.
Hier setze ich auch mit meinem noch in Entwicklung befindlichen
H-Bruecken-Booster an: Wenn nur eine unipolare Versorgungsspannung
erforderlich ist, kann der Maximalstrom bei beiden Spannungen ohne
Unterbrechung entnommen werden - denn die beiden Spannungen entstehen
ja nur virtuell infolge der H-Bruecke und nicht tatsaechlich
(gegenueber einem feststehenden Massepegel).


>
>Interessanterweise liefert das DELTA Control 6604 mit dem 32VA Trafo
>30 VA (Katalogangabe). Somit verbraet das 6604 lediglich 2 VA.
>Vermutlich gibt die Schaltung aber bei hoeherer Belastung den Geist auf.

Ich kenne diese Schaltung zwar nicht. Sie duerfte aber kurzschluszfest
sein. So weit geht die Marketingpolitik von M. auch wieder nicht, um
den Absatz von Boostern durch Verzicht auf Strombegrenzungen
kurzfristig zu pushen.

>Man kann das 6604 im Boostermodus mit einem 32 VA Trafo und einem
>PC via serielle Schnittstelle betreiben. Was relativ kostenguenstige
>30 VA im Digitalbetrieb bedeutet.

Sicherlich nicht. Zum einen bringen die normalen Booster bei nicht
veraendertem Trafo nur 16V (und bei Vollast sogar weniger) und der
Maximalstrom je Spannung bleibt bei 1,7A.

>Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man
>mehrere 6604 an die serielle Schnittstelle haengen kann, um das System
>- aehnlich wie das "richtige" Digitalsystem - zu erweitern.

Natuerlich - warum nicht? Problematisch ist nur die
Kurzschlusz-Rueckmeldung - so der 6604 eine solche hat (ich habe
keinerlei Maerklin-Digital-Hardware mit Ausnahme von Dekodern - daher
kann ich dies nicht beurteilen).

>Ein Bekannter von mir machte mir folgenden Vorschlag:
>Er baut mir einen Booster auf der Grundlage von K.Froitzheims
>"Simple Booster", jedoch um dessen Schwachstellen bereinigt

Welche? Wie?

>Zur Stromversorgung
>wird ein Trafo aus dem Elektronikfachhandel, ergaenzt um einen
>Ueberlastschutz und eine Kurzschlusssicherung, eingesetzt. Wir denken

>da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was
>fuer die meisten Belange reichen sollte. Als Preis wurde mir ca. 50 ,- DM
>genannt.

Die Kurzschluszsicherung musz im Booster sein. Der Trafo braucht nur -
aehnlich M-Trafos - einen Bimetall-Schalter o.ae.

>Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
>noch meine Eisenbahn zerstoeren.

Koennte aber zu Schaeden an letzterer fuehren. Ich hatte zunaechst den
EDITS-Booster gebaut und bei manchen Kurzschluessen die unerfreuliche
Erfahrung gemacht, dasz Raeder und Schienen etwas gelitten haben.
Fuer diejenigen, die (wie ich) ueber jede Menge der 32VA-Trafos
verfuegen, erscheint mir sinnvoller, einige der billigen
Selbstbau-Booster (ggfs. verstaerkt fuer zwei Trafos bis 3,5A) zu
bauen und damit separate Stromkreise zu versorgen. Wer ohnehin Trafos
kaufen musz, sollte an einen Trafo mehrere kleinere Booster haengen,
in die Spannungszufuehrung zu den Boostern allerdings
Ueberlastsicherungen (Bimetallschalter o.ae.) einbauen. Zu ueberlegen
waere aus, den EDITS-Booster zu nehmen und die Endstufe nicht parallel
sondern separat zu betreiben bzw. weitere nebst eigenem
Kurzschluszschutz hinzuzufuegen.

Dr. Michael Koenig


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 4, 1997, 3:00:00 AM12/4/97
to

On 2 Dec 1997 08:20:33 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

(Torsten Vogt ) wrote:
>In article <65ujkt$ejg$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de>,
> i110...@ws.rz.tu-bs.de (Stefan Bormann) writes:
>>Torsten Vogt (vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de) wrote:
>>: [..]
>>: da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was

>>: fuer die meisten Belange reichen sollte. Als Preis wurde mir ca. 50 ,- DM
>>: genannt.
>>6 Ampere? Willst du Weichenzungen festloeten? Wenn du einen Booster benutzt
>>der Ampere liefert, musst du damit rechnen, dass ueberall, wo Stroeme
>>langfliessen koennen, auch 5,9 Ampere *fliessen* koennten. Schon mal versucht,
>>5,9 Amprere durch bei der Modellbahn uebliche 0,14mm^2 Leitungen zu
>>schicken?
>Jeder Booster liefert Ampere!

Klar Aber meinte mit "Ampere" offensichtlich "viel Ampere".

>Deine Bedenken hatte ich auch. Diese wurden
>mir jedoch ausgeredet. Ich muss nochmal mit dem Bastler reden.

Genau. Der sollte sich schon mal ueberlegen, dasz auch ein
Elektroschweiszgeraet nur mit Ampere arbeitet.

>Uebrigens ist mir ein kommerzielles Kleinseriensystem bekannt, dessen
>Booster angeblich 200VA liefert. Das waeren bei 16 Volt doch ca. 12 Ampere,
>oder? Wie geht das denn dann?

Das ist die interessante Rechnung mit den VAs. Womit rechnet man? Mit
der Nenn-Spannung/Leistung die man reinsteckt? Oder der
Maximalspannung je Polaritaet, die man herausholt? Wenn ich meinen
"Simple"-Booster nehme, dann hole ich nach der Hochstapler-Rechnung 2
x 18V x 1,7A - also mehr als 60 VA - heraus. nicht schlecht, wenn man
bedenkt, dasz ich nur den normalen 32VA-Trafo verwende. Noch besser
steht der in Entwicklung befindliche H-Bruecken-Hybrid-Verstaerker
dar (bzw. wuerde dastehen,wenn er mal fertig wird): 2 x 18V x 2,5A =
sogar 90VA aus einem 32VA-Trafo. Nach dieser Rechnung wuerde der
EDITS-Booster 360VA auf die Beine stellen. Ich vermute daher, dasz
dieser 200VA-Booster tatsaechlich "nur" 6A flieszen laeszt - was aber
fuer Kleinschweiszarbeiten im H0-Bereich durchaus genuegen wuerde.

Dr. Michael Koenig

Peter Kügler

unread,
Dec 4, 1997, 3:00:00 AM12/4/97
to

On 1 Dec 1997 09:40:43 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

(Torsten Vogt ) wrote:
>Die Maerklin Control Unit (6021) liefert mit einem 52VA Trafo
>2,5 Ampere. Dies entspricht 40 VA. 12 VA verbraet 6021 also
>selbst. Jeder weitere Booster benoetigt einen weiteren 52VA Trafo
Das will ich nicht sagen. Märklin schreibt über die Ausgangsleisung
der Komponenten:
6021: 47VA
6017: 47VA
6604: 30VA
Angeschlossene Komponenten verbrauchen:
Keyboard: 1-2VA
Fahrpult: 1VA

Daß Märklin auf S.78 im MM Digital-Special ein Bild zeigt, auf dem
6021, 6040 und ein Signal an einem einzigen Trafo angeschlossen ist,
zeigt meines Erachtens, daß noch Leistungsreserven des Trafos
vorhanden sind.

>Interessanterweise liefert das DELTA Control 6604 mit dem 32VA Trafo
>30 VA (Katalogangabe). Somit verbraet das 6604 lediglich 2 VA.

Ich denke, daß 30VA die Begrenzung ist. Erstens: Mit einem 52VA-Trafo
sind es immer noch 30VA Ausgangsleistung (Märklin), Zweitens: Mit dem
6631, (den 6647 gab es 1992 noch nicht) waren es auch "nur" 30VA
(Hauptkatalog 1992) Das Control 6604 ist für 30VA (oder mehr)
Trafoversorgung ausgelegt (vgl. MM Digital-Special S. 97)

>Vermutlich gibt die Schaltung aber bei hoeherer Belastung den Geist auf.

Nein. Es kommen nicht mehr als 30VA raus (s.o.)
Bei zu hoher Belastung (4-5 Loks im Dauerbetrieb) und zusätzlichen
Verbrauchern schaltet das DELTA-Control wegen Überlastung ab. (MM
Digital-Special S. 97)

>Man kann das 6604 im Boostermodus mit einem 32 VA Trafo und einem
>PC via serielle Schnittstelle betreiben. Was relativ kostenguenstige

>30 VA im Digitalbetrieb bedeutet. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man
Auf diese WWW-Seiten raufzukommen ist nahezu unmöglich. Gerade mal das
Hauptdokument von DirectTrain konnte ich laden, der Rest ging wegen
Timeout nicht. Außerdem habe ich nicht ewig Zeit. >:-<

>mehrere 6604 an die serielle Schnittstelle haengen kann, um das System
>- aehnlich wie das "richtige" Digitalsystem - zu erweitern.

Hmm, und wie bekommt man die anderen 76 Adressen? :-/
Oder meinst Du nur, dass man 2 Triebfz. gleichzeitig steuern kann,
während die anderen beiden fahren?

>Ein Bekannter von mir machte mir folgenden Vorschlag:
>
>Er baut mir einen Booster auf der Grundlage von K.Froitzheims

>"Simple Booster", jedoch um dessen Schwachstellen bereinigt und
"Welche?" (Zitat Koenig)
Hat er eine Homepage, die man auch anwählen kann? Und wo nach
angemessener Zeit ein Bild kommt?

>fuer hoehere Leistung ausgelegt. (Alternativ kaeme M. Koenigs
>Booster in Frage, falls ich den Schaltplan bekomme) Zur Stromversorgung

Ich warte schon lange auf so ein Posting. ;-)

>wird ein Trafo aus dem Elektronikfachhandel, ergaenzt um einen
>Ueberlastschutz und eine Kurzschlusssicherung, eingesetzt. Wir denken

>da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was

Gibt's schon. Ich hatte ein Angebot eines netten Herren, der eine
Lösung für DM 400,- (150 VA) bzw. DM 500,- (250 VA) anbietet.
Vielleicht meldet er sich ja an dieser Stelle zu Wort, da er wohl
manchmal in diese Gruppe reinschaut.

>Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
>noch meine Eisenbahn zerstoeren.

Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
30mA zu einem Herztod kommen kann.
Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird. Und aus der Physik
meine ich gelernt zu haben, daß die Frequenz dabei noch eine
entschiedende Rolle spielt. Aber die weitere Erläuterung wäre hier OT.

Peter

Torsten Vogt

unread,
Dec 4, 1997, 3:00:00 AM12/4/97
to

In article <34858a8a...@newsserver.rrzn.uni-hannover.de>,

Peter....@stud.uni-hannover.de (Peter Kügler) writes:
>>Man kann das 6604 im Boostermodus mit einem 32 VA Trafo und einem
>>PC via serielle Schnittstelle betreiben. Was relativ kostenguenstige
>>30 VA im Digitalbetrieb bedeutet. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man
>Auf diese WWW-Seiten raufzukommen ist nahezu unmöglich. Gerade mal das
>Hauptdokument von DirectTrain konnte ich laden, der Rest ging wegen
>Timeout nicht. Außerdem habe ich nicht ewig Zeit. >:-<

Habe ich auch schon bemerkt. Ich denke, dass der zustaendige Web-Server
der Uni Ulm einigen Traffic hat, seit die URL der "virtuellen Eisenbahn"
in einer grossen deutschen Computerzeitschrift stand. Bis vor kurzem war
es kein Problem auf die Seiten von K.Froitzheim zu kommen.

>>mehrere 6604 an die serielle Schnittstelle haengen kann, um das System
>>- aehnlich wie das "richtige" Digitalsystem - zu erweitern.
>Hmm, und wie bekommt man die anderen 76 Adressen? :-/
>Oder meinst Du nur, dass man 2 Triebfz. gleichzeitig steuern kann,
>während die anderen beiden fahren?

Nein. Im Boostermodus kann man mit dem 6604 alle Lokadressen ansprechen.
Das System funktioniert genaus so, wie ein Digital-Sytsem mit EINEM
Booster. Typischerweise trennt man eine Digitalanlage in mehrere, voneinander
unabhaengige Digitalstromkreise und versorgt jeden mit Hilfe eines eigenen
Boosters und Trafos mit Digitalstrom. Die Booster sind mit EINER CU 6021
gekoppelt und auf jedem Digitalstromkreis liegen dieselben Informationen.
Das 6604 sieht eine solche Koppelung nicht vor. Man muesste also
eine spezielles Kabel fuer die serielle Schnittstelle loeten, um mehrere
6604 an einer seriellen Schnittstelle betreiben zu koennen. Laut Michael
Koenig ist das kein Problem.

>>Ein Bekannter von mir machte mir folgenden Vorschlag:
>>
>>Er baut mir einen Booster auf der Grundlage von K.Froitzheims
>>"Simple Booster", jedoch um dessen Schwachstellen bereinigt und
>"Welche?" (Zitat Koenig)
>Hat er eine Homepage, die man auch anwählen kann? Und wo nach
>angemessener Zeit ein Bild kommt?

Weiss ich nicht. Ich denke aber nicht.

>>Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
>>noch meine Eisenbahn zerstoeren.
>Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
>30mA zu einem Herztod kommen kann.
>Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
>haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird. Und aus der Physik
>meine ich gelernt zu haben, daß die Frequenz dabei noch eine
>entschiedende Rolle spielt. Aber die weitere Erläuterung wäre hier OT.

O.k. ich denke ich habe nun verstanden, warum ein "grosser" Booster
nicht unbedenklich ist.

Joerg.S...@student.uni-augsburg.de

unread,
Dec 4, 1997, 3:00:00 AM12/4/97
to

Peter Kügler wrote:
...

> >Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
> >noch meine Eisenbahn zerstoeren.
> Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
> 30mA zu einem Herztod kommen kann.
> Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
> haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird.

Daß 30mA bereits gefährlich sind ist nachvollziehbar, 30mA ist auch eine
typische Auslöseschwelle für FI-Schalter in Hausinstallationen.

Aber die Verträglichkeit ist vor allem von der Spannung abhängig. Sonst
könnte man auch jemand mit dem Starthilfe-Kabel und dem Autoakku tödlich
elektrisieren...

Auch Booster mit 6A wie bei Lenz (2*LV100) wären dann nicht zulässig.
Soweit ich weiß liegt in Deutschland die Grenze für derartige
Anwendungen bei maximal 42 Volt (effektiv?).

Viel wichtiger ist der Strom für die Verkabelung: Die üblichen Litzen
mit 0,14mm² oder so ähnlich reichen bei mehreren Ampere nicht mehr. Und
die Modellbahner übersehen dabei gerne, daß der große Querschnitt im
gesamten Stromkreis eingebaut werden muß!

Bei einer Gartenbahnanlage (LGB, Lenz) habe ich deshalb von Anfang an
handelsübliche Leitungen aus dem Installationsbereich verwendet.
(1mm²-2,5mm², je nach Anwendung)

Für größere Spuren sind diese Materialien sicher besser geeignet und
leichter zu verarbeiten als das Modelbahnmaterial. Außerdem gibt es für
feste Drähte ideale Verteilerklemmen (Wago) und schraublose
Reihenklemmen (z.B. auch von Wago) die auf einer Schiene bequem montiert
werden können.

Für H0 halte ich 3A für ausreichend. Mehr wäre mir auch angesichts der
dünnen Verdrahtung in den Fahrzeugen zu gefährlich.

Gruß

Jörg


Siegfried Engel

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

>Peter Kügler wrote:
>....

>> >Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen
>> >noch meine Eisenbahn zerstoeren.
>> Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
>> 30mA zu einem Herztod kommen kann.
>> Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
>> haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird.

11A: Absoluter Bloedsinn (s.u.)

>
>Daß 30mA bereits gefährlich sind ist nachvollziehbar, 30mA ist auch eine
>typische Auslöseschwelle für FI-Schalter in Hausinstallationen.

Die 30mA-Abschaltschelle reicht in der Regel aus, weil
die 30 mA meist nicht direkt durchs Herz fließen (ich kenne keinen, der z. B.
mit offenem Herzen an der Hausinstallation 'rummacht ;-)), sondern
teilweise irgendwie drumrum durch die anderen Körperteile gegen Erde
(Arm->Körper->Beine->Erde).

>
>Aber die Verträglichkeit ist vor allem von der Spannung abhängig. Sonst
>könnte man auch jemand mit dem Starthilfe-Kabel und dem Autoakku tödlich
>elektrisieren...

Nicht die Spannung, sondern der Strom macht die Wirkung:
Zitat aus dem Anhang der Norm IEDC 601-1
"Medizinische Geräte - Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit":

"Ströme niederer Frequenz, die im oder direkt durch das Herz fließen, erhöhen
die Gefahr eines Herzkammerflimmerns beträchtlich. Bei Strömen mittlerer oder
hoher Frequenz ist die Gefahr des elektrischen Schlages kleiner oder
zu vernachlässigen, es bleibt aber die Verbrennungsgefahr."

Im Prinzip reicht die Autoakkuspannnung völlig aus: miß doch mal Deinen
Körperwiderstand nach (zwischen linker Hand und rechter Hand, am besten
mit feuchten Händen zur Reduktion des Übergangs zwischen Haut und
Ohmmeter: Du wirst grob Werte von 10kOhm .. 500 kOhm messen)

Bei Wurst-Käse-Betrachtung (Neuhochdeutsch: "worst case") also
12V/10kOhm = 1,2 mA. Kann schon zuviel sein für's geplagte Herz (s.u.)
(aber s.o.: wer macht schon Starthilfe mit offenem Herzen?)

>
>Auch Booster mit 6A wie bei Lenz (2*LV100) wären dann nicht zulässig.
>Soweit ich weiß liegt in Deutschland die Grenze für derartige
>Anwendungen bei maximal 42 Volt (effektiv?).

Bei anderen Anwendungen sind z. B mehr als 0,1V schon zuviel:
in der Medizintechnik muß man mit dem Körperwiderstand von grob 1kOhm beim
(Norm-)Patienten rechnen, der höchstens einem Gehäuseableitstrom (z. B.
beim Berühren von 2 Polen eine Batterie) vom 100 Microampere(!)
ausgesetzt werden darf.

>
>Viel wichtiger ist der Strom für die Verkabelung: Die üblichen Litzen
>mit 0,14mm² oder so ähnlich reichen bei mehreren Ampere nicht mehr. Und
>die Modellbahner übersehen dabei gerne, daß der große Querschnitt im
>gesamten Stromkreis eingebaut werden muß!
>
>Bei einer Gartenbahnanlage (LGB, Lenz) habe ich deshalb von Anfang an
>handelsübliche Leitungen aus dem Installationsbereich verwendet.
>(1mm²-2,5mm², je nach Anwendung)
>

Jo. Grob kann man mit 10 A Nennstrom pro 1qmm Kupferleiterquerschnitt
rechnen, bei Modellbahnlitze mit 0,14 qmm also etwa 1,5A Nominalstrom.

BTW.: Bei Kurzschluß eines 6A-Trafos mit dieser Litze ist mir vor
Ansprechen der Überlastschaltung des Trafos die Litze abgeraucht!
Wenn dann diverse nackte Drähte (Isolation verbrannt) unter der
Anlage hängen, kommt Freude auf!!

>
>Für H0 halte ich 3A für ausreichend. Mehr wäre mir auch angesichts der
>dünnen Verdrahtung in den Fahrzeugen zu gefährlich.
>

Jo.

Gruß,
Siegfried

(verdient die Kohlen zur Befeuerung der Modell-Dampfloks in der
Medizingeräteentwicklung)

Reinhard Scheunemann

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

In article <348548f5...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,
100....@germanynet.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote:
>On 2 Dec 1997 08:20:33 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

>(Torsten Vogt ) wrote:
>>In article <65ujkt$ejg$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de>,
>> i110...@ws.rz.tu-bs.de (Stefan Bormann) writes:
>>>Torsten Vogt (vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de) wrote:

>bedenkt, dasz ich nur den normalen 32VA-Trafo verwende. Noch besser
>steht der in Entwicklung befindliche H-Bruecken-Hybrid-Verstaerker
>dar (bzw. wuerde dastehen,wenn er mal fertig wird): 2 x 18V x 2,5A =
>sogar 90VA aus einem 32VA-Trafo. Nach dieser Rechnung wuerde der
>EDITS-Booster 360VA auf die Beine stellen. Ich vermute daher, dasz
>dieser 200VA-Booster tatsaechlich "nur" 6A flieszen laeszt - was aber
>fuer Kleinschweiszarbeiten im H0-Bereich durchaus genuegen wuerde.
>
>Dr. Michael Koenig

Hallo Michael,
wie es scheint, hast Du ja schon einigen Gehirnschmalz in die Entwicklung von
Boostern investiert. Mich wuerde mal interessieren, wie Dein
_H-Bruecken-Hybrid-Verstaerker_ aussieht. Momentan denke ich ueber ein
aehnliches Projekt nach und bin dabei auf fertige Motorsteuerbausteine
gestossen (auch H-Bruecken-Verstaerker), die sich sich eventuell auch als
Booster einsetzten lassen (z.B. TLE 4203 von Siemens). Diese Teile haben den
Vorteil, dass sie temperaturueberwacht und kurzschlussfest sind. Die
Anstiegszeiten sind auch ganz ok. Hast Du mit solchen ICs schon Erfahrungen
gesammelt?

Alex Strueder

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

>>Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,

>>noch meine Eisenbahn zerstoeren.
>Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
>30mA zu einem Herztod kommen kann.
Die 30 mA werden beim Menschen aber erst bei viel höheren Spannungen erreicht,
als die max. 24V, die im Modellbahnbereich vorhanden sind. Der freundliche E-
Techniker sollte mal in die VDE-Vorschriften reinschauen. Da steht u.a auch
etwas über die Schutzkleinspannungen drin. Auch stehen dort die max. Ströme,
die im "Spielzeugbereich" erreicht werden dürften. Soweit ich weiß liegen die
irgendwo bei 3A. Natürlich müssen die auch entsprechend abgesichert sein. Zu
hoher Ströme können zur Brandgefahr werden.

>Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
>haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird. Und aus der Physik
>meine ich gelernt zu haben, daß die Frequenz dabei noch eine
>entschiedende Rolle spielt. Aber die weitere Erläuterung wäre hier OT.
Das dürfte im Modellbahnbereich auch kaum eine Rolle spielen, da es erst bei
sehr hohen Werten gefährlich wird.

AHOI

Alex aus Koblenz

http://www.geocities.com/MotorCity/Downs/4520/ LAST UPDATE 08.10.97


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 6, 1997, 3:00:00 AM12/6/97
to

On Thu, 04 Dec 1997 23:06:55 +0100,
Joerg.S...@student.uni-augsburg.de wrote:

>Peter Kügler wrote:
>Viel wichtiger ist der Strom für die Verkabelung: Die üblichen Litzen
>mit 0,14mm² oder so ähnlich reichen bei mehreren Ampere nicht mehr. Und
>die Modellbahner übersehen dabei gerne, daß der große Querschnitt im
>gesamten Stromkreis eingebaut werden muß!

Sehr richtig.

>Für H0 halte ich 3A für ausreichend. Mehr wäre mir auch angesichts der
>dünnen Verdrahtung in den Fahrzeugen zu gefährlich.

Ein wichtiger Punkt. Wenn der gesamte Saft ueber diese eine Lok und
deren Kael flieszt wird es wohl rauchen. Man schaue sich einmal die
niedlichen Kaebelchen der M-Dekoder an. Und wie die Radschleifer der
Gleichstromloks nach einigen A Dauerfeuer aussehen werden kann man
sich gut vorstellen.

Dr. Michael Koenig


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 6, 1997, 3:00:00 AM12/6/97
to

On Thu, 04 Dec 1997 07:26:24 GMT, Peter....@stud.uni-hannover.de
(Peter Kügler) wrote:
>On 1 Dec 1997 09:40:43 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

>(Torsten Vogt ) wrote:
>>Man kann das 6604 im Boostermodus mit einem 32 VA Trafo und einem
>>PC via serielle Schnittstelle betreiben. Was relativ kostenguenstige
>>30 VA im Digitalbetrieb bedeutet. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man
>Auf diese WWW-Seiten raufzukommen ist nahezu unmöglich. Gerade mal das
>Hauptdokument von DirectTrain konnte ich laden, der Rest ging wegen
>Timeout nicht. Außerdem habe ich nicht ewig Zeit. >:-<

Versucht es mal mit LOK. Am besten früh morgens.;-)

>>fuer hoehere Leistung ausgelegt. (Alternativ kaeme M. Koenigs
>>Booster in Frage, falls ich den Schaltplan bekomme) Zur Stromversorgung
>Ich warte schon lange auf so ein Posting. ;-)

Eine freundliche Bitte wuerde genuegen. BTW: Herr Eisermann, bitte
melden - aber mit gueltiger email-Adresse.

>>wird ein Trafo aus dem Elektronikfachhandel, ergaenzt um einen
>>Ueberlastschutz und eine Kurzschlusssicherung, eingesetzt. Wir denken
>>da an einen 100VA Trafo. Damit stuenden ca. 6 Ampere zur Verfuegung, was
>Gibt's schon. Ich hatte ein Angebot eines netten Herren, der eine
>Lösung für DM 400,- (150 VA) bzw. DM 500,- (250 VA) anbietet.
>Vielleicht meldet er sich ja an dieser Stelle zu Wort, da er wohl
>manchmal in diese Gruppe reinschaut.

Recht heftig. Selbst der EDITS-Booster kostet nicht mehr als DM 150,-
oder weniger mit 360-VA-trafo


>
>>Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
>>noch meine Eisenbahn zerstoeren.
>Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
>30mA zu einem Herztod kommen kann.

Wie sollen bei +/-18V und max. 40 kHz durch den menschlichen Koerper
30mA flieszen koennen?

>Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
>haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird.

Auch hier wieder: Wir koennen uns tagelang an 20V dranhhaengen - und
wenn diese Spannungsquelle 100A liefern kann.

Dr. Michael Koenig


Peter Kügler

unread,
Dec 6, 1997, 3:00:00 AM12/6/97
to

On 4 Dec 1997 08:36:29 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

(Torsten Vogt ) wrote:
>>Hmm, und wie bekommt man die anderen 76 Adressen? :-/
>>Oder meinst Du nur, dass man 2 Triebfz. gleichzeitig steuern kann,
>>während die anderen beiden fahren?
>
>Nein. Im Boostermodus kann man mit dem 6604 alle Lokadressen ansprechen.
Ja jetzt wo Du es sagst fällt es mir natürlich auch ein. (Ist wohl
etwas spät gewesen.. -). Schließlich ist ja im mm-Sonderheft vom
Booster 6604 die Rede, den man an 6021 anschließen kann.
Nochmals Danke.

>6604 an einer seriellen Schnittstelle betreiben zu koennen. Laut Michael
>Koenig ist das kein Problem.

Dann könnte unser werter Herr Dr. Koening dieser Aufforderung mal
nachkommen und entsprechendes Posten.

>O.k. ich denke ich habe nun verstanden, warum ein "grosser" Booster
>nicht unbedenklich ist.

Ankermung: Wir haben früher 2x 6631 (je 30VA) parallel (L und O)
verbunden und keine Probleme gehabt. Allerdings hat man dann (aufgrund
der Abweichung der Serie) nicht die vollen 60VA, sondern weniger zur
Verfügung gehabt, weswegen der Zusammenschluß - wenn es nur nach der
Leistung geht - mir heute fragwürdig erscheint. Ferner habe ich in den
vielen Mails zu u.a. diesem Thema herausgehört, daß man zwei
"gleichwertige" Geräte zwar zusammenschließen kann, aber es bei "nicht
gleichwertigen" Geräten zu echten Problemen kommen kann.(Das
Bodenfeuerwerk hat zwar saisonbedingt gerade wieder Hochkonjunktur,
aber ich weiß nicht so recht, ob das der Sinn ist.)

Eine Frage an die Elektronik-Spezialisten habe ich aber noch:
Spaßeshalber habe ich mal mein Voltmeter an die Buchse L und O
gehalten und den Strom am 6631 (30VA) gemessen. Dabei hat das
Voltmeter 12,72A angezeigt. Demnach waren nur 2,3V vorhanden. Wie kann
das sein?

Peter

Stefan Duetzer

unread,
Dec 7, 1997, 3:00:00 AM12/7/97
to

Peter Kügler wrote:

> Ankermung: Wir haben früher 2x 6631 (je 30VA) parallel (L und O)
> verbunden und keine Probleme gehabt. Allerdings hat man dann (aufgrund
> der Abweichung der Serie) nicht die vollen 60VA, sondern weniger zur
> Verfügung gehabt, weswegen der Zusammenschluß - wenn es nur nach der
> Leistung geht - mir heute fragwürdig erscheint. Ferner habe ich in den
> vielen Mails zu u.a. diesem Thema herausgehört, daß man zwei
> "gleichwertige" Geräte zwar zusammenschließen kann, aber es bei "nicht
> gleichwertigen" Geräten zu echten Problemen kommen kann.

Das Thema hatten wir ja schon mal ;-)

> Eine Frage an die Elektronik-Spezialisten habe ich aber noch:
> Spaßeshalber habe ich mal mein Voltmeter an die Buchse L und O
> gehalten und den Strom am 6631 (30VA) gemessen. Dabei hat das
> Voltmeter 12,72A angezeigt. Demnach waren nur 2,3V vorhanden. Wie kann
> das sein?
>
> Peter

Dann können wir hier auch direkt weiter machen. Wenn Du ein Voltmeter an
die 0- und L-Buchse Deines Trafos hältst und ein Strom von 12,72 A
fließt, hat entweder Dein Voltmeter einen Kurzen, oder es ist ein
Amperemeter.:-)
Spaß beiseite, Du hast mit der Amperemessung Deinen Trafo praktisch
kurzgeschlossen, d.h. die volle Leistung des Trafos abgezogen.
Und jetzt wird es wissenschaftlich. Unterscheide bei einem Trafo
Kurzschlußstrom (s.o.), Quellenspannung (keine Last, kein Strom fließt)
und Innenwiderstand (Widerstand der Wicklungen usw.).
Diese drei Größen hängen über die folgende Formel zusammen: Ri=Uq/Ik
Graphisch sieht das so aus:
^
Spannung U |
|\
| \
| \
| \
| \
------------->
Strom I
Also: auf dem Schnittpunkt der U-Achse mit dem Graphen findest Du die
Klemmenspannung bei unbelastetem Trafo. Je mehr Strom (I) fließt, desto
geringer ist die abgegebene Spannnung, weil am Innenwiderstand des
Trafos eine Verlustspannung entsteht, die von der Quellenspannung
abgeht. Deinen Kurzschlußstrom findest Du im Prinzip unten rechts, wenn
U=0. Du hast in diesem Fall noch 2,3 V gemessen, weil Dein Meßgerät auch
noch einen sehr geringen Widerstand hat, also kein voller Kurzschluß
gegeben war. Außerdem gibt es auch bei Trafos Streuungen in der Serie.
Ich habe zwei Märklin 6631-Trafos, von denen einer bei weniger Last
abschaltet als der andere. Kann natürlich auch am Thermoschalter liegen.

Stefan Dützer
due...@t-online.de


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

On Sat, 06 Dec 1997 08:31:33 GMT, Peter....@stud.uni-hannover.de
(Peter Kügler) wrote:
>On 4 Dec 1997 08:36:29 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de
>(Torsten Vogt ) wrote:
>>6604 an einer seriellen Schnittstelle betreiben zu koennen. Laut Michael
>>Koenig ist das kein Problem.
>Dann könnte unser werter Herr Dr. Koening dieser Aufforderung mal
>nachkommen und entsprechendes Posten.

Einfach anschlieszen. Auf der Seite von Dr. Froitzheim ist dies fuer
einen Booster beschrieben. In meiner Doku von LOK finden sich da auch
ein huebsches Bildchen. Aber da gibt es wirklich nichts Besonderes -
auszer natuerlich, dasz die Kurzschlusz-Rueckmeldung nicht so einfach
funktionieren kann. Aber da ich diese Maerklin-Hardware nicht habe,
ann ich nicht sagen, wie man die Ausgaenge verknuepfen kann.

Dr. Michael Koenig

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
RA Dr. M. Michael Koenig
Anwaltskanzlei Dr. Koenig & Coll.
Antoniter-Weg 11 Adelonstrasze 58
D-65843 Sulzbach/Ts. D-65929 Frankfurt a.M.
+49/6196/750120 FON +49/69/301024
+49/6196/750324 FAX +49/69/315271
e-mail ra.dr....@poboxes.com
http://www.netforward.com/poboxes/?ra.dr.koenig/
http://home.pages.de/~maerklin/

Joerg Hertzer

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

In article <34844EC7...@eikon.e-technik.tu-muenchen.de>,
Oliver Welter <oli...@eikon.e-technik.tu-muenchen.de> wrote:

> oder mit einer kleinen Elektroniksicherung (Spanung über
>Mess-Widerstand nutzen um Transistor zu sperren)


Wie machst Du das fuer den Wechselstrom der Digitalanlage?


Joerg

--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computer Center University Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany

Joerg Hertzer

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

In article <668l27$csm$1...@siunix1.gsse.sni.de>,
Reinhard Scheunemann <sche...@gsse.sni.de> wrote:

>.... bin dabei auf fertige Motorsteuerbausteine

>gestossen (auch H-Bruecken-Verstaerker), die sich sich eventuell auch als
>Booster einsetzten lassen (z.B. TLE 4203 von Siemens). Diese Teile haben den
>Vorteil, dass sie temperaturueberwacht und kurzschlussfest sind. Die
>Anstiegszeiten sind auch ganz ok. Hast Du mit solchen ICs schon Erfahrungen
>gesammelt?

In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.
6803?) ist als Endstufe ein einziges IC drin. Koennte so etwas sein,
den Typ sehe ich zu Hause nach (nach dem Datenblatt habe ich schon
vergeblich gesucht). Das IC sollte sich auch fuer andere Digitalsysteme
eignen, Temperaturueberwachung und Kurschlussfestigkeit ist jedenfalls
im IC integriert.

Joerg Hertzer

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

In article <34858a8a...@newsserver.rrzn.uni-hannover.de>,
Peter Kügler <Peter....@stud.uni-hannover.de> wrote:

>Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
>30mA zu einem Herztod kommen kann.

Das war ich, aber in anderem Zusammenhang.

Vorab:
Die 30 mA sind natuerlich durch den
Koerper insgesamt gemeint, z.B. von der rechten zur linken Hand, nicht
- wie jemand anders meinte - am offenen Herzen eingeleitet.
Ist ein Chirurg unter uns? Falls ja: Nicht die Modellbahn in den OP
mitnehmen!

Die VDE-Richtlinien gehen davon aus, dass ein solcher Strom fruehestens
bei 42 V (effektiv) Wechselspannung oder 60 V Gleichspannung
(Telefonanlagen!) fliessen kann. Dies sind damit hoechstzulaessige
Spannungen, die bei Beruehrung durch fachkundige Personen zulaessig
sind.

Der Strom durch den menschlichen Koerper haengt jedoch im wesentlichen
vom Hautwiderstand ab. (Wer's nicht glaubt messe mit einem ueblichen
Ohmmeter den Widerstand zwischen zwei Fingern einer Hand sowie zwischen
zwei Fingern beider Haende, er ist in beiden Faellen praktisch gleich!)

Bei grosser Hautfeuchtigkeit (Badewanne!) kann der Strom folglich schon
frueher so hoch werden, auch sind Kinder empfindlicher. Folglich sind
obige Spannungsgrenzen fuer Modellbahnen nicht zulaessig, da liegen die
Werte niedriger.

Auch soll schon mal ein Bauarbeiter toedlich verunglueckt sein, weil er
im Grundwasser stehend mit einer Hacke ein Telefonkabel (60 V) traf.

>Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu
>haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird.

Da gibt es dann ueble Verbrennungen wohl auch im Koerperinneren (auf der
Haut schon frueher), dann hat Erste Hilfe wohl keinen Sinn mehr. Das
kommt aber auch bei 400 V gewoehnlich noch nicht vor.

Hat der Erste-Hilfe-Kursus Herzstillstand
durch elektrischen Stromschlag wirklich nicht behandelt?

>Und aus der Physik
>meine ich gelernt zu haben, daß die Frequenz dabei noch eine
>entschiedende Rolle spielt.

Stimmt, gerade 50 Hz sind fuer das Herz besonders gefaehrlich.

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 9, 1997, 3:00:00 AM12/9/97
to

On 5 Dec 1997 10:29:27 GMT, sche...@gsse.sni.de (Reinhard

Scheunemann) wrote:
>In article <348548f5...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,
> 100....@germanynet.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote:
>>On 2 Dec 1997 08:20:33 GMT, vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de

>>(Torsten Vogt ) wrote:
>>>In article <65ujkt$ejg$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de>,
>>> i110...@ws.rz.tu-bs.de (Stefan Bormann) writes:
>>>>Torsten Vogt (vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de) wrote:
>>bedenkt, dasz ich nur den normalen 32VA-Trafo verwende. Noch besser
>>steht der in Entwicklung befindliche H-Bruecken-Hybrid-Verstaerker
>>dar (bzw. wuerde dastehen,wenn er mal fertig wird): 2 x 18V x 2,5A =
>>sogar 90VA aus einem 32VA-Trafo. Nach dieser Rechnung wuerde der
>>EDITS-Booster 360VA auf die Beine stellen. Ich vermute daher, dasz
>>dieser 200VA-Booster tatsaechlich "nur" 6A flieszen laeszt - was aber
>>fuer Kleinschweiszarbeiten im H0-Bereich durchaus genuegen wuerde.

>wie es scheint, hast Du ja schon einigen Gehirnschmalz in die Entwicklung von

>Boostern investiert. Mich wuerde mal interessieren, wie Dein
>_H-Bruecken-Hybrid-Verstaerker_ aussieht.

Kommt als PM (wenn ich es nicht vergesse). Ist aber uebewiegend noch
Theorie bzw. funktioniert noch nicht richtig.

>Momentan denke ich ueber ein

>aehnliches Projekt nach und bin dabei auf fertige Motorsteuerbausteine

>gestossen (auch H-Bruecken-Verstaerker), die sich sich eventuell auch als
>Booster einsetzten lassen (z.B. TLE 4203 von Siemens). Diese Teile haben den
>Vorteil, dass sie temperaturueberwacht und kurzschlussfest sind. Die
>Anstiegszeiten sind auch ganz ok. Hast Du mit solchen ICs schon Erfahrungen
>gesammelt?

Mit diesen nicht - kenne ich nicht. Ich hatte mir mal die L297
(richtig?) angeschaut, die die DCC-Fraktion oft verwendet. Aber die
hat den Nachteil, dasz die Spannung nicht stabilisiert ist - was bei
allen herkoemmlichen H-Bruecken der Fall ist. Man kann natuerlich eine
MOSFET-H-Bruecke nehmen - aber die benoetigt dann auch eine separatre
Stabilisierung. Deswegen will ich oben NPN-Darlingtons als
Emitterfolger einsetzen. Aber wenn ein Chip alles bringen wuerde waere
es natuerlich besser

Dr. Michael Koenig.

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 9, 1997, 3:00:00 AM12/9/97
to

On 8 Dec 1997 18:43:54 GMT, rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de (Joerg

Hertzer) wrote:
>In article <668l27$csm$1...@siunix1.gsse.sni.de>,
>Reinhard Scheunemann <sche...@gsse.sni.de> wrote:
>>.... bin dabei auf fertige Motorsteuerbausteine
>>gestossen (auch H-Bruecken-Verstaerker), die sich sich eventuell auch als
>>Booster einsetzten lassen (z.B. TLE 4203 von Siemens).
>In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.
>6803?) ist als Endstufe ein einziges IC drin. Koennte so etwas sein,
>den Typ sehe ich zu Hause nach (nach dem Datenblatt habe ich schon
>vergeblich gesucht)

Ist der Ausgang des Geraets stabilisiert?

Dr. Michael Koenig

Reinhard Scheunemann

unread,
Dec 9, 1997, 3:00:00 AM12/9/97
to

In article <348c7bb8...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,

100....@germanynet.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote:

>
>Mit diesen nicht - kenne ich nicht. Ich hatte mir mal die L297
>(richtig?) angeschaut, die die DCC-Fraktion oft verwendet. Aber die
>hat den Nachteil, dasz die Spannung nicht stabilisiert ist - was bei
>allen herkoemmlichen H-Bruecken der Fall ist. Man kann natuerlich eine
>MOSFET-H-Bruecke nehmen - aber die benoetigt dann auch eine separatre
>Stabilisierung. Deswegen will ich oben NPN-Darlingtons als
>Emitterfolger einsetzen. Aber wenn ein Chip alles bringen wuerde waere
>es natuerlich besser
>
>Dr. Michael Koenig.
>
>

Der TLE4203 ist ein ganz normaler Brueckenverstaerker ohne Stabilisierung.
Fuer SelecTrix wird meiner Meinung nach eine Stabilisierung auch nicht
benoetigt, da die Dekoder eine Drehzahlregelung haben.
Grundsaetzlich wuerde ich Brueckenverstaerker und Stabilisierung voneinander
trennen, schon der Uebersichtlichkeit halber.

Reinhard

Joerg Hertzer

unread,
Dec 9, 1997, 3:00:00 AM12/9/97
to

In article <348c7d06...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,
RA Dr. M. Michael Koenig <100....@germanynet.de> wrote:

>(Joerg Hertzer) wrote:

>>Reinhard Scheunemann <sche...@gsse.sni.de> wrote:

>>>.... bin dabei auf fertige Motorsteuerbausteine
>>>gestossen (auch H-Bruecken-Verstaerker), die sich sich eventuell auch als
>>>Booster einsetzten lassen (z.B. TLE 4203 von Siemens).

>>In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.
>>6803?) ist als Endstufe ein einziges IC drin.

Artikel Nr. 6803 stimmt, das IC ist ein L6202.

Hat jemand ein Datenblatt dazu? Ich bitte um Kopie.

>Ist der Ausgang des Geraets stabilisiert?

Nein, halte ich aber auch nicht fuer noetig.

Die Folge im Leistungsteil ist:

Trafo (separat) - Brueckengleichrichter - Elko - IC L6202 --- fertig!

Wenn man jedoch Stabilisierung moechte, laesst die sich bei Selbstbau
sicher vor dem IC einfuegen, die Spannungsabfaelle im IC sind nicht
gross.

Uebrigens hat FMZ auch Zeitanteile mit 0 V im Protokoll, das geht also
mit dem IC auch.

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 10, 1997, 3:00:00 AM12/10/97
to

On 9 Dec 1997 11:34:16 GMT, rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de (Joerg

Hertzer) wrote:
>In article <348c7d06...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,
>RA Dr. M. Michael Koenig <100....@germanynet.de> wrote:
>>(Joerg Hertzer) wrote:
>>>Reinhard Scheunemann <sche...@gsse.sni.de> wrote:
>>>>In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.
>>>6803?) ist als Endstufe ein einziges IC drin.
>Artikel Nr. 6803 stimmt, das IC ist ein L6202.
>>Ist der Ausgang des Geraets stabilisiert?
>Nein, halte ich aber auch nicht fuer noetig.

Warum? Wenn die spannung nicht stabilisiert ist, liegt unbelastet (je
nach Trafo) z.B. +/-25V an der Schiene, bei Vollast nur z.B. +/.16.
Das hat offensichtlich erhebliche Auswirkungen - Geschwindigkeit,
Beleuchtung und Schaltverhalten der Weichen.

>Die Folge im Leistungsteil ist:
>Trafo (separat) - Brueckengleichrichter - Elko - IC L6202 --- fertig!
>Wenn man jedoch Stabilisierung moechte, laesst die sich bei Selbstbau
>sicher vor dem IC einfuegen, die Spannungsabfaelle im IC sind nicht
>gross.

eine zusaetzliche Stabilsierung vorher mag moeglich sein, ist aber
nicht sehr elegant und setzt vor allem voraus, dasz selbst bei Vollast
noch genuegend Spannung zum Regeln vorhanden ist, die Soll-Spannung
also um einige Volt unter der Trafo-Last--Spannung liegt. Auszerdem
kann je nach Innereien des ICs der (nicht ausregelbare)
Spannungsabfall ueber diesem vie Veollast einige Volt betragen, d.h.
der Spannungsabfall ueber dem Chip ist wahrscheinlich variabel. Mehr
wissen wir, wenn das Datenblat vorliegt,

>Uebrigens hat FMZ auch Zeitanteile mit 0 V im Protokoll, das geht also
>mit dem IC auch.

Ist das sicher? Wie waere es mit einem Schaltplan des Boosters?

Dr. Michael Koenig
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

RA Dr. M. Michael Koenig

Peter Kügler

unread,
Dec 10, 1997, 3:00:00 AM12/10/97
to

On 7 Dec 1997 17:33:55 GMT, Due...@t-online.de (Stefan Duetzer)
wrote:

>Dann können wir hier auch direkt weiter machen. Wenn Du ein Voltmeter an
>die 0- und L-Buchse Deines Trafos hältst und ein Strom von 12,72 A
>fließt, hat entweder Dein Voltmeter einen Kurzen, oder es ist ein
>Amperemeter.:-)

Sorry, das war ein wenig "unscharf" von mir formuliert. Gemeint war
natuerlich mein DMM (DigitalMultimMeter). Das kann Spannung, Ampere
und noch ein wenig mehr messen.

>Spaß beiseite, Du hast mit der Amperemessung Deinen Trafo praktisch
>kurzgeschlossen, d.h. die volle Leistung des Trafos abgezogen.
>Und jetzt wird es wissenschaftlich. Unterscheide bei einem Trafo

Danke! Ich liebe wissenschaftliche Erklaerungen! ;-)

>gegeben war. Außerdem gibt es auch bei Trafos Streuungen in der Serie.
>Ich habe zwei Märklin 6631-Trafos, von denen einer bei weniger Last
>abschaltet als der andere. Kann natürlich auch am Thermoschalter liegen.

Trotzdem erscheinen mir 12,72A ein wenig hoch. Ich denke, es sollen
nur 2,5A maximal bei Maerklin fliessen. Taeusche ich mich, oder habe
ich jetzt etwas verwechselt? Kann es sein, dass die "alten" Geraete
mit Bi-Metall viel traeger sind und dass deswegen die 12,72A fliessen
konnten?

Peter

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 10, 1997, 3:00:00 AM12/10/97
to

On 9 Dec 1997 10:56:23 GMT, sche...@gsse.sni.de (Reinhard

Scheunemann) wrote:
>In article <348c7bb8...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,
> 100....@germanynet.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote:
>Der TLE4203 ist ein ganz normaler Brueckenverstaerker ohne Stabilisierung.
>Fuer SelecTrix wird meiner Meinung nach eine Stabilisierung auch nicht
>benoetigt, da die Dekoder eine Drehzahlregelung haben.

Abgesehen davon, dasz man es der Elektronik so leicht machen sollte
wie moeglich, aendert nichts daran, dasz die Beleuchtung variiert und
auch die Weichen unterschiedlich schalten. Und was ist mit den vielen,
die keine geregelten Dekoder einsetzen?

>Grundsaetzlich wuerde ich Brueckenverstaerker und Stabilisierung voneinander
>trennen, schon der Uebersichtlichkeit halber.

Finde ich nicht. Abgesehen davon, dasz die Stabilisierung selbst sehr
einfach ist (wenn der NPN als Emitterfolger betrieben wird), entstehen
andernfalls zusaetzlich, stromabhaengige Spannungsabfaelle in der
Endstufe.

Reinhard Scheunemann

unread,
Dec 10, 1997, 3:00:00 AM12/10/97
to

In article <66jabo$b3e$1...@news.belwue.de>,
rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de (Joerg Hertzer) wrote:

>>>In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.
>>>6803?) ist als Endstufe ein einziges IC drin.
>
>Artikel Nr. 6803 stimmt, das IC ist ein L6202.
>

>Hat jemand ein Datenblatt dazu? Ich bitte um Kopie.
>

Den L6202 gibt es uebrigens z.B. bei Schuricht, ist ein
DMOS-Vollbrueckentreiber mit Uebertemperaturschutz Iout = 1,5A von SGS-Thomson
(?). Datenblatt laesst sich bestimmt ueber chipdir herunterladen oder aber
Schuricht FAX-Dienst.

Reinhard

Christian Kuschnarew

unread,
Dec 10, 1997, 3:00:00 AM12/10/97
to


Joerg Hertzer schrieb:

> ... das IC ist ein L6202.


>
> Hat jemand ein Datenblatt dazu? Ich bitte um Kopie.
>

Datenblatt fuer den L6202:
http://wwwgen.uni-paderborn.de/gbt/static_data/supplier/sgst/stonline/books/pdf/docs/1373.pdf

Datenblatt zum vorgeschlagenen TLE 4203:
http://www.siemens.de/Semiconductor/products/36/pdf/TLE4203.pdf

Eine ganze Sammlung von 'Power Controllers & Motor Drivers':
http://wwwgen.uni-paderborn.de/gbt/static_data/supplier/sgst/stonline/books/pdf/menu/02030100.htm

mfG Christian


Stefan Duetzer

unread,
Dec 10, 1997, 3:00:00 AM12/10/97
to

Peter Kügler wrote:
> >gegeben war. Außerdem gibt es auch bei Trafos Streuungen in der Serie.
> >Ich habe zwei Märklin 6631-Trafos, von denen einer bei weniger Last
> >abschaltet als der andere. Kann natürlich auch am Thermoschalter liegen.
> Trotzdem erscheinen mir 12,72A ein wenig hoch. Ich denke, es sollen
> nur 2,5A maximal bei Maerklin fliessen. Taeusche ich mich, oder habe
> ich jetzt etwas verwechselt? Kann es sein, dass die "alten" Geraete
> mit Bi-Metall viel traeger sind und dass deswegen die 12,72A fliessen
> konnten?

Ein Trafo wird im Regelfall (Spannungswandler) so ausgelegt, daß er
seine Nennleistung bei einer bestimmten Spannung abgibt. D.h. bei
Märklin, daß ein 30 VA-Trafo seine 30 VA bei etwa 16 V abgeben sollte.
Natürlich kann der Trafo auch kurzzeitig mehr Ampere abgeben, allerdings
sind die Drahtdurchmesser dafür nicht ausgelegt, und der daraus
folgenden Erwärmung (Wärme kommt vom Strom) der Wicklungen folgt
irgendwann die thermisch ausgelöste Abschaltung. Das ist natürlich auch
nicht der vorgesehene Betriebsbereich.
Den Zusammenbruch der Spannnung bei höherer Last kann man auch gut daran
sehen, daß die Loks langsamer fahren wenn eine weitere Lok den
Stromkreis "betritt".

Stefan


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to

On Wed, 10 Dec 1997 07:15:24 GMT, Peter....@stud.uni-hannover.de
(Peter Kügler) wrote:
>On 7 Dec 1997 17:33:55 GMT, Due...@t-online.de (Stefan Duetzer)
>wrote:
>Trotzdem erscheinen mir 12,72A ein wenig hoch. Ich denke, es sollen
>nur 2,5A maximal bei Maerklin fliessen. Taeusche ich mich, oder habe
>ich jetzt etwas verwechselt? Kann es sein, dass die "alten" Geraete
>mit Bi-Metall viel traeger sind und dass deswegen die 12,72A fliessen
>konnten?

Nein. Die 2,5 A (im Mittel) beziehen sich auf den Strom, den der Trafo
noch liefern kann, ohne daß die Sicherung ihn abschaltet. Bis zu deren
Aktivierung vergehen aber immer einige Sekunden, und wenn während
dieser Zeit ein kurzschluß besteht, fließt eben der erläuterte
Kurzschluszstrom. Wenn der Booster nicht ebenfalls ueber eine
elktromische (und daher sofort ansprechende) Strombegrenzung verfuegt,
zerreszt es entweder seine Endstufe oder - falls diese dick genug ist
- leiden ggfs. Raeder und Schienen.

Dr. Michael koenig

Joerg Hertzer

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to

In article <66ljgi$m6o$1...@siunix1.gsse.sni.de>,
Reinhard Scheunemann <sche...@gsse.sni.de> wrote:

>Den L6202 gibt es uebrigens z.B. bei Schuricht,

Die Firma in Bremen und Hannover, die jedenfalls um 1980/85 zwar viel
im Katalog, aber fast nichts am Lager Hannover hatte?

Ich habe so ein IC bei Buerklin (Muenchen) gekauft, nachdem ein
8-jaehriger den Fleischmann DC 6803 gleichzeitig (!) mit Eingang und
Ausgang an den Trafo angeschlossen hatte.

Ausser dem IC war nichts kaputt, die Spannung _nur_ am Ausgang haette
es wohl vertragen.

>Datenblatt laesst sich bestimmt ueber chipdir herunterladen

^^^^^^

Da weisst Du mehr als ich, erklarst Du mir das bitte?

Danke fuer die Hilfe!

Joerg Hertzer

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to

In article <348EFD0D...@eev.e-technik.uni-erlangen.de>,
Christian Kuschnarew <k...@eev.e-technik.uni-erlangen.de> wrote:

Die Datei gibt es nicht (mehr?) oder ist fuer mich "versteckt".

>Datenblatt zum vorgeschlagenen TLE 4203:
>http://www.siemens.de/Semiconductor/products/36/pdf/TLE4203.pdf

pdf-Datei habe ich geholt; mal sehen, ob ich die auch gedruckt bekomme.

Gefunden, da gibt es sogar den L6202.

Wenn ich aber da anklicke, kommt:

Not Found

The requested object does not exist on this server. The link you
followed is either outdated, inaccurate, or the server has been
instructed not to let you have it. Please inform the site administrator
of the referring page.

Nach Stichproben genauso auch fuer andere ICs

Christian Kuschnarew

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to


ich schrieb:

> Eine ganze Sammlung von 'Power Controllers & Motor Drivers':
> http://wwwgen.uni-paderborn.de/gbt/static_data/supplier/sgst/stonline/books/pdf/menu/02030100.htm
>

Hans Ebenhoch machte mich darauf aufmerksam, dass diese Adresse nicht zu erreichen ist.
Als ich obiges schrieb, hatte ich das Datenblatt unmittelbar zuvor von dort geladen.
hier sind alternative Adressen:

direkt beim Hersteller - SGS Thomson:
http://www.st.com/stonline/books/pdf/menu/05030100.htm

oder von der TU Graz:
http://www-ife.tu-graz.ac.at/stonline/books/pdf/alpha/ds/l.htm

mfG Christian
__


Christian Kuschnarew

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to


Joerg Hertzer schrieb:

> ..

> Die Datei gibt es nicht (mehr?) oder ist fuer mich "versteckt".
>

> ..


> >Eine ganze Sammlung von 'Power Controllers & Motor Drivers':
> >http://wwwgen.uni-paderborn.de/gbt/static_data/supplier/sgst/stonline/books/pdf/menu/02030100.htm
>

> Gefunden, da gibt es sogar den L6202.
>
> Wenn ich aber da anklicke, kommt:
>
> Not Found
>
> The requested object does not exist on this server. The link you
> followed is either outdated, inaccurate, or the server has been
> instructed not to let you have it. Please inform the site administrator
> of the referring page.
>
> Nach Stichproben genauso auch fuer andere ICs
>
> Joerg
>

Hi Joerg,

gestern abend lief das noch - ich weiss nicht was da los ist.
hier zwei Alternativen:

direkt beim Hersteller - SGS Thomson:
http://www.st.com/stonline/books/pdf/menu/05030100.htm

eben ueberprueft anhand von L6202 - die sollten's tun.

mfG Christian
__


Joerg Hertzer

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to

In article <348e462...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,
RA Dr. M. Michael Koenig <100....@germanynet.de> wrote:
>On 9 Dec 1997 11:34:16 GMT, rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de (Joerg
>Hertzer) wrote:
>>In article <348c7d06...@nntp.server.uni-frankfurt.de>,

>>RA Dr. M. Michael Koenig <100....@germanynet.de> wrote:
>>>(Joerg Hertzer) wrote:

>>>>>In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.

>>>>6803) ist als Endstufe ein einziges IC drin.

>>>Ist der Ausgang des Geraets stabilisiert?
>>Nein, halte ich aber auch nicht fuer noetig.
>
>Warum? Wenn die spannung nicht stabilisiert ist, liegt unbelastet (je
>nach Trafo) z.B. +/-25V an der Schiene, bei Vollast nur z.B. +/.16.
>Das hat offensichtlich erhebliche Auswirkungen - Geschwindigkeit,
>Beleuchtung und Schaltverhalten der Weichen.

Die Spannungen unter Last muesste ich mal nachmessen, aber auffaellige
Geschwindigkeitsabhaengigkeiten oder Schwankungen der Beleuchtung habe
ich nie bemerkt.

Allerdings nutze ich den (kleinen) DC 6803 fuer Werkstattzwecke, an der
Anlage ist ein modifizierter (fuer raschen Adresswechsel) DC 6804, aber
stabilisiert ist der meines Wissens auch nicht. Weiterhin bekomme ich
auf meiner kleinen Anlage das Ding wahrscheinlich nicht auf Vollast.

>eine zusaetzliche Stabilsierung vorher mag moeglich sein, ist aber
>nicht sehr elegant

Die einfachste Loesung, die funktioniert, ist die beste.

(Alte Ingenieurregel)

>und setzt vor allem voraus, dasz selbst bei Vollast
>noch genuegend Spannung zum Regeln vorhanden ist, die Soll-Spannung
>also um einige Volt unter der Trafo-Last--Spannung liegt.

Muss in dem Fall nicht unbedingt sein, dann bekommst Du nur im
Extremfall Volllast geringe Absenkungen.

>Auszerdem
>kann je nach Innereien des ICs der (nicht ausregelbare)
>Spannungsabfall ueber diesem vie Veollast einige Volt betragen, d.h.
>der Spannungsabfall ueber dem Chip ist wahrscheinlich variabel.

Im Prinzip ja, aber soviel ist das beim L6202 offenbar nicht.

Und bei Regelung nach dem Schalten muss die Regelung der Frequenz des Digitalsignales folgen, das wirst Du vermutlich kaum finden.

Weiterhin erhoeht Regelung im IC drastisch die Verlustleistung mit entsprechenden Konsequenzen fuer die Waermeabfuhr.

>>Uebrigens hat FMZ auch Zeitanteile mit 0 V im Protokoll, das geht also
>>mit dem IC auch.
>
>Ist das sicher?

Ja, ich kann mit meinem Oszilloskop umgehen.

>Wie waere es mit einem Schaltplan des Boosters?

Booster stimmt nicht, das DC 6803 ist eine einfache, aber vollstaendige
Digitalsteuerung.

Um das IC herum sind nur noch ein paar kleine Kondensatoren, die
Steuerung kommt von einem Microcontroller, kann sein, dass da noch je
ein Transistor zwischen ist.

Aber deswegen mache ich das Geraet nicht wieder auf, wird man vom
Datenblatt ableiten koennen.

Christian Kuschnarew

unread,
Dec 11, 1997, 3:00:00 AM12/11/97
to


Peter Kügler schrieb:

> >Gibt es dazu irgendwelche Bedenken? Ich will mich naemlich weder umbringen,
> >noch meine Eisenbahn zerstoeren.

> Ein freundlicher Elektrotechniker teilte mir mal mit, daß es schon ab
> 30mA zu einem Herztod kommen kann.

> Ich selbst meine mal in einen der vielen Erste-Hilfe-Kurse gelernt zu

> haben, daß es ab 11A so richtig gefährlich wird. Und aus der Physik


> meine ich gelernt zu haben, daß die Frequenz dabei noch eine

> entschiedende Rolle spielt. Aber die weitere Erläuterung wäre hier OT.
>

> Peter

Meines Wissens ist der Sachverhalt folgender:

ab ca. 10 mA Koerperstrom (z.B. von einer Hand zu den Fuessen) uber
eine Zeit von ca. 10 Sekunden besteht das Risiko des Herzkammerflimmerns.
Je hoeher der Strom, desto kuerzere Stromflussdauer kann zum
Herzkammerflimmern fuehren (Naeheres siehe z.B. Grundlagen der
Elektrischen Energieversorgung; Hosemann, Boeck; Springer-Verlag)
Beim Herzkammerflimmern foerdert das Herz kein Blut mehr und der Koerper wird
nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Die Folgen brauche ich wohl nicht
auszumahlen.

Standard-Fehlerstromschutzschalter loesen deshalb schon bei Stroemen < 30 mA in
weniger als 0,2 aus.

Folgende Normen habe ich gefunden, die in diesem Zusammenhang von Interesse
sind:
VDE 0700 Sicherheit elektrischer Geraete fuer den Hausgebrauch u. aehnl. Zwecke
Teil 1: Allgemeine Anforderungen
Teil 209: Geraete zum Spielen und Lernen
Teil 210: Sicherheit elektrischer Spielzeuge
VDE 0551 Transformatoren und Sicherheitstransformatoren
Kap. I: Anforderungen
Kap. III, Teil zwei: Spielzeugtransformatoren

In den Normen finden sich eine Menge Hinweise, an die man zunaechst vielleicht
nicht denkt:
- Erwaemung
- unsachgemaesser Betrieb
- Spannungsfestigkeit
- Feuchtigkeitsbestaendigkeit
- mechanische Festigkeit
- Aufbau
- Schutz von Kabeln und Leitungen
- Kriech und Luftstrecken
- Schutzleiteranschluss
- Ableitstrom
- Schutz gegen Zugang zu aktiven Teilen
- ...

Unter anderem sind folgende Punkte darin geregelt:

- maximale Augangspannung fuer Spielzeuge 24 V (Wechselspg. effektiv oder
Gleich)
- maximale Transformatorleistung fuer Spielzeuge 200 VA oder 200 W
- maximale Leerlaufspannung der Versorgungsspannung
33V (Wechsel)
oder Wurzel(2)*33V (Gleichspannung)
- Spielzeuge muessen einen Sicherheitstransformator haben -> dopplete oder
verstaerkte
Isolation

Ich denke das ist ein wichtiges Thema mit man nicht sorglos umgehen sollte.
Und wer zu wenig Ahnung davon hat sollte unbedingt die Finger von der
Netzspannung lassen.

mfG Christian


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 13, 1997, 3:00:00 AM12/13/97
to

On 11 Dec 1997 16:17:06 GMT, rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de

(Joerg Hertzer) wrote:
>>>>>>In der relativ neuen Digital Control von Fleischmann (Artikel Nr.
>>>>>6803) ist als Endstufe ein einziges IC drin.
>>>>Ist der Ausgang des Geraets stabilisiert?
>>>Nein, halte ich aber auch nicht fuer noetig.
>>Warum? Wenn die spannung nicht stabilisiert ist, liegt unbelastet (je
>>nach Trafo) z.B. +/-25V an der Schiene, bei Vollast nur z.B. +/.16.
>>Das hat offensichtlich erhebliche Auswirkungen - Geschwindigkeit,
>>Beleuchtung und Schaltverhalten der Weichen.
>>Allerdings nutze ich den (kleinen) DC 6803 fuer Werkstattzwecke, an der
>Anlage ist ein modifizierter (fuer raschen Adresswechsel) DC 6804, aber
>stabilisiert ist der meines Wissens auch nicht. Weiterhin bekomme ich
>auf meiner kleinen Anlage das Ding wahrscheinlich nicht auf Vollast.

Daran liegt es vielleicht,

>>eine zusaetzliche Stabilsierung vorher mag moeglich sein, ist aber
>>nicht sehr elegant
>Die einfachste Loesung, die funktioniert, ist die beste.
>(Alte Ingenieurregel)

Mag sein. Ich ziehe aber die beste Lösung vor. Und doppelter
Spannungsabfall durch Netzteil und Endstufe ist sicher nicht die beste
Lösung.

>>und setzt vor allem voraus, dasz selbst bei Vollast
>>noch genuegend Spannung zum Regeln vorhanden ist, die Soll-Spannung
>>also um einige Volt unter der Trafo-Last--Spannung liegt.
>Muss in dem Fall nicht unbedingt sein, dann bekommst Du nur im
>Extremfall Volllast geringe Absenkungen.

Gering? Das ist relativ. Ja, wenn man mit einemm 400VA-Trafo im
Hintergrund operiert und nur 100VA maximal braucht, dann istder
Spannungsabfall nicht bemerkenswert ,,,

>>Auszerdem
>>kann je nach Innereien des ICs der (nicht ausregelbare)
>>Spannungsabfall ueber diesem vie Veollast einige Volt betragen, d.h.
>>der Spannungsabfall ueber dem Chip ist wahrscheinlich variabel.
>Im Prinzip ja, aber soviel ist das beim L6202 offenbar nicht.

Messen, messen. Ich bin sicher, daß auch bei diesem Chip bei Vollast
einige Volt abfallen.

>Und bei Regelung nach dem Schalten muss die Regelung der Frequenz des Digitalsignales folgen, das wirst Du vermutlich kaum finden.

Wieso? Wo soll das Problem sein? Alle Booster mit Emitterfolgern (z.B.
EDITS odre auch meine Booster) arbeiten so und funktionieren prima.

>Weiterhin erhoeht Regelung im IC drastisch die Verlustleistung mit entsprechenden Konsequenzen fuer die Waermeabfuhr.

Richtig. Das ist nun mal der Nachteil bei jeder dieser Art von
Reglern. Aber vielleicht kommt ja mal ein Profi auf die Idee und
entwirft eine verlustleistuingslose Regelung für Modellbahnbooster.

Dr. Michael König


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

RA Dr. M. Michael Koenig

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Dec 13, 1997, 3:00:00 AM12/13/97
to

On 10 Dec 1997 23:18:11 GMT, Due...@t-online.de (Stefan Duetzer)
wrote:

>Ein Trafo wird im Regelfall (Spannungswandler) so ausgelegt, daß er
>seine Nennleistung bei einer bestimmten Spannung abgibt. D.h. bei
>Märklin, daß ein 30 VA-Trafo seine 30 VA bei etwa 16 V abgeben sollte.
>Natürlich kann der Trafo auch kurzzeitig mehr Ampere abgeben, allerdings
>sind die Drahtdurchmesser dafür nicht ausgelegt, und der daraus
>folgenden Erwärmung (Wärme kommt vom Strom) der Wicklungen folgt
>irgendwann die thermisch ausgelöste Abschaltung. Das ist natürlich auch
>nicht der vorgesehene Betriebsbereich.

Man wird davon ausgehen können, daß M. auf der sicheren Seite bleibt.
D.h. jeder Betrieb des Trafos, der nicht zum Abschalten führt, ist
unbedenklich. Denn jeder Hersteller muß davon ausgehen, daß Kinder
(oder auch Erwachsene ;-)) den Trafo bis zum geht-nicht-mehr belasten.
So kann der 32VA-Trafo schon bei 16V bis 2,5A auf Dauer liefern - ist
also iN Wirklichkeit ein 40VA-Trafo. Und wenn man die 24V-Spannung
herausführt gilt dasselbe. Der Trafo wird zwar wärmer, schaltet aber
nicht ab. Und da durchaus die Möglichkeit besteht, daß Kindern die 24V
durch Dauerdrücken des Regler erzeugen, gilt die Logik, daß dies der
Trafo abkönnen muß, weiter, Davon abgesehen: Bevor ich dies in prxi
benutz habe, habe ich den Trafo über Stunden und Stunden bei 24V mit
Vollast betrieben. Ach ja - ein anderer, neuer und niucht umgebauter
Trafo ist einem meiner Söhne aber schon bei normalem Betrieb (kein
Kurzschluß) regelrecht durchgebrannt. So was gibt´s auch.

Peter Kügler

unread,
Dec 17, 1997, 3:00:00 AM12/17/97
to

Hi (Torsten & Co.),
Ich habe da noch ein paar Zeilen zu dem Thema gefunden und gebe den
Wortlaut wieder. Es ging in einer Fragestellung um das Abschalten der
DELTA-Control bei laengerem Spielbetrieb. (Leider komme ich nicht um
ein Zitat herum):
märklin magazin Sonderausgabe digital-special / Märklin Digital für
Einsteiger und Profis, vom Modellbahnen-Welt Verlags-GmbH, Postfach 9
40, 73009 Göppingen, Telefax: 07161/ 79439, Hausanschrift: Holzheimer
Str. 8 73037 Göppingen
(Sorry, der Form halber)
Zitat von Seite 97, 2. Spalte:
<<Zitat Anfang:
[...] (Das Delta-Control) gibt höchstens 30VA Ausgangsleistung ab.
Dazu müssen Sie es mit einem 30-VA-Transformator kombinieren. Die
Leistung reicht für den gleichzeitigen Betrieb von vier Standard-Loks
aus. Wenn dann weitere Stromverbraucher dazukommen, dann ist die
Leistungsfähigkeit des DELTA-Controls überschritten, und es schaltet
sich wegen Überlastung von selbst ab.
Zitat Ende>>

Fazit: Das DELTA-Control wuerde demzufolge "keinen" Strom verbrauchen.
Ich denke jedoch, dass der Verbrauch bei 1-2VA liegt, da um diesen
Wert 6647 gegenueber 6631 erhoeht wurde. (Oder liegt 32 in einer
Normreihe und 30 nicht?)

Woertlich darf man so manches aus dem Heft nicht nehmen, da auch von
technischem Obst und vom Ziehen der Schrauben die Rede ist.
Peter

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