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Wie soll ich Hügel und Berge bauen?

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Markus Wäfler

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Oct 21, 1999, 3:00:00 AM10/21/99
to
Ich habe die Modelbahn teils auf Platten und teils auf einem Holzgerüst,
Abhänge und Hügellandschaft schienen mir erst nicht schwer zu sein aber nun.

Ich dachte da an Maschendrat! Was sagt ihr? Wie habt ihr es gemacht?


Markus Wäfler
mar...@webel.ch
www.webel.ch

Guenter Jaritz

unread,
Oct 21, 1999, 3:00:00 AM10/21/99
to
Markus Wäfler schrieb in Nachricht <7uo1p4$cu8$1...@bw107zhb.bluewin.ch>...

>Ich habe die Modelbahn teils auf Platten und teils auf einem Holzgerüst,
>Abhänge und Hügellandschaft schienen mir erst nicht schwer zu sein aber
nun.
>
>Ich dachte da an Maschendrat! Was sagt ihr? Wie habt ihr es gemacht?


Die Antwort ist nicht schwer:

http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/landschaft.html

insbesondere

http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/Landschaftsbau/lbmattab.htm
l

HTH, Guenter

Peter Popp

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On Thu, 21 Oct 1999 22:10:38 GMT, "Guenter Jaritz"
<ne...@sbox.tu-graz.ac.at> wrote:

>Markus Wäfler schrieb in Nachricht <7uo1p4$cu8$1...@bw107zhb.bluewin.ch>...
>>Ich habe die Modelbahn teils auf Platten und teils auf einem Holzgerüst,

>>Abhänge und Hügellandschaft schienen mir erst nicht schwer zu sein ...
..


>>Ich dachte da an Maschendrat!

Es gibt viele Möglichkeiten, Fliegengitter z.B. , drüber ein Überzug
aus Pappmache, Küchenkrepp mit Leimaufstrich oder die Gipsbinden.

Bei dieser Gelegenheit: oft wird auch Toilettenpapier mit Leim
empfohlen, ich lehne das ab da Toilettenpapier sich schnell auflöst,
wenn es nass wird (aus naheliegenden Grünen beabsichtigt!).
Küchenkrepp lässt sich wesentlich besser verarbeiten. Ein dünner Brei
Moltofill mit Weißleimzusatz und etwas Abtönfarbe aufgestrichen, und
die Landschaft wartet nur noch auf den Gärtner ;-)

Nicht nur für Anfänger sind die mit Papier kaschierten Gitter
geeignet, die es von Modellbahn-Zubehörherstellern gibt, Vorteil:
nichts tropft durch! Auch hier wieder der nicht zu dicke Überzug mit
Moltofill zur Versteifung...

Zur oft gestellten Frage Gips oder Moltofill: Moltofill-innen ist aus
Gips mit Zusätzen, die die Aushärtung verlängern und die ausgehärtete
Masse weniger spröde machen (Unter http://www.molto.de findet man
ausführliche Beschreibungen der verschiedenen Molto-Produkte). Der
Vorteil von Moltofill ist die lange Verarbeitungszeit, allerdings ist
es wesentlich teurer als Gips. Zum Ausgiessen von Formen ist Moltofill
weniger geeignet.

Denkbar sind auch alle möglichen improvisierten Lösungen nach dem
Motto "wie's drunter aussieht, geht keinen was an", z.B.
Styropor-Verpackungsreste, Schachteln, Pappröhren in verschiedenen
Längen auf die Grundplatte geklebt und mit Zeitungspapier oder alter
Tapete überkleistert, darauf dann mit Moltofill weitergespachtelt.


Ansonsten wie schon Günter Jaritz schrieb:

>http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/landschaft.html

auf Wiederbasteln wünscht Euch

Peter...@t-online.de
http://home.t-online.de/home/peter.popp/peters.htm

Werner Falkenbach

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Peter Popp schrieb:

>
> Bei dieser Gelegenheit: oft wird auch Toilettenpapier mit Leim
> empfohlen, ich lehne das ab da Toilettenpapier sich schnell auflöst,
> wenn es nass wird (aus naheliegenden Grünen beabsichtigt!).
> Küchenkrepp lässt sich wesentlich besser verarbeiten.
>

Hier stösst jetzt hart die Küchen-auf die Klofront :
Die Küchentücher sind im mir trockenen Zustand zu störrisch, 3-lagiges
Toilettenpapier ist (für alle Zwecke ;-) ) nassfest genug.

> Zur oft gestellten Frage Gips oder Moltofill:

Aus den von Peter gennannten Gründen : Moltofill.

Eins noch beachten : der "Hasendraht" (Fliegengitter o.ä.) muss rostfrei
sein (Alu, Kunsstoff)

Grüße

Werner

Harald Kiel

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Peter Popp wrote:

> Bei dieser Gelegenheit: oft wird auch Toilettenpapier mit Leim
> empfohlen, ich lehne das ab da Toilettenpapier sich schnell auflöst,
> wenn es nass wird (aus naheliegenden Grünen beabsichtigt!).
> Küchenkrepp lässt sich wesentlich besser verarbeiten.

Hier irrt der Schreiber! Bei mir hat sich nix aufgelöst! Und dabei war das
Papier nur dreilagig und nicht so Popo-sanft wie das gute vierlagige! Vorteil
von Toilettenpapier, die Streifen sind nicht so breit und lassen sich dabei
besser an die Konturen der Landschaft anpassen - Küchenkrepp müßte man erst
schneiden.

> Ein dünner Brei
> Moltofill mit Weißleimzusatz und etwas Abtönfarbe aufgestrichen, und
> die Landschaft wartet nur noch auf den Gärtner ;-)

Ein Brei aus feinem Sand, Weißleim und Abtönfarbe ist günstiger und sieht
erdiger aus, aber auch hier wartet dann der Gärtner (o:

Harald

--
Harald Kiel haral...@tu-clausthal.de
Leibnizstr. 22/99 http://www.math.tu-clausthal.de/~inhk/
38678 Clausthal-Zellerfeld haral...@hello.to
http://hello.to/harald.kiel/


Peter Popp

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On Fri, 22 Oct 1999 08:25:13 +0200, Harald Kiel
<haral...@tu-clausthal.de> wrote:

>Peter Popp wrote:
>
>> Bei dieser Gelegenheit: oft wird auch Toilettenpapier mit Leim
>> empfohlen, ich lehne das ab da Toilettenpapier sich schnell auflöst,
>> wenn es nass wird (aus naheliegenden Grünen beabsichtigt!).
>> Küchenkrepp lässt sich wesentlich besser verarbeiten.
>
>Hier irrt der Schreiber! Bei mir hat sich nix aufgelöst!

Weil Du es mit Leim getränkt hast. Entscheidend ist die Arbeitsweise:
wenn Du Klopapier auflegst und dann Leim aufstreichst, ist es kein
Problem. Wenn du das Papier in Leim tauchst und dann auflegst, ist
Küchenkrepp besser.

> Und dabei war das
>Papier nur dreilagig und nicht so Popo-sanft wie das gute vierlagige!

Lass hier bitte Deine Hinteransicht aus dem Spiel ;-)


> Vorteil
>von Toilettenpapier, die Streifen sind nicht so breit und lassen sich dabei
>besser an die Konturen der Landschaft anpassen - Küchenkrepp müßte man erst
>schneiden.

Das schneidet man nicht, sondern reisst in Stücke. Dann wird die
Oberfläche schön glatt ohne Schnittkanten. Wenn man das Papier in
Kleister taucht und dann aufbringt, gibt es auch keine Probleme es an
beliebige Formen anzupassen.

>> Ein dünner Brei
>> Moltofill mit Weißleimzusatz und etwas Abtönfarbe aufgestrichen, und
>> die Landschaft wartet nur noch auf den Gärtner ;-)
>
>Ein Brei aus feinem Sand, Weißleim und Abtönfarbe ist günstiger und sieht
>erdiger aus, aber auch hier wartet dann der Gärtner (o:

Mir wird das zu rauh, ich streue Sand nur dort auf wo er auch an der
Oberfläche sichtbar sein soll.

Aber alles kein Streitgrund: jeder macht es so, wie er am besten
zurechtkommt!

Martin Kurz

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
webm...@msc-software.de (Peter Popp) wrote in
<380ff61...@news.btx.dtag.de>:

>empfohlen, ich lehne das ab da Toilettenpapier sich schnell auflöst,
>wenn es nass wird (aus naheliegenden Grünen beabsichtigt!).

Ein wenig OT (Puristen, bitte weglesen)

Hallo Peter!

Entschuldige, aber wieso ist es aus naheliegenden Gründen beabsichtigt, daß
sich Toilettenpapier bei Kontakt mit Wasser auflöst? Ich hoffe eigentlich,
daß gerade das nicht passiert, der Erfolg liegt sonst klar auf der Hand. :-)

happy ....ääääh?

Martin

Peter Popp

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On 22 Oct 1999 07:33:04 GMT, marti...@univie.ac.at (Martin Kurz)
wrote:

Peter Popp wrote in

>>empfohlen, ich lehne das ab da Toilettenpapier sich schnell auflöst,
>>wenn es nass wird (aus naheliegenden Grünen beabsichtigt!).
>
>Ein wenig OT (Puristen, bitte weglesen)
>
>Hallo Peter!
>
>Entschuldige, aber wieso ist es aus naheliegenden Gründen beabsichtigt, daß
>sich Toilettenpapier bei Kontakt mit Wasser auflöst? Ich hoffe eigentlich,
>daß gerade das nicht passiert, der Erfolg liegt sonst klar auf der Hand. :-)

Ganz einfach: um Abflussrohre nicht zu verstopfen, ist Toilettenpapier
ganz wenig bzw. wasserlöslich geleimt. Bei Küchenkrepp ist die
Verleimung und verfilzung so stabil, dass es auch im feuchten Zustand
nicht reisst (wird ja immer so schön in der Werbung gezeigt ;-) )

Wie ich in einem parallelen Posting schon geschrieben habe, ist der
Effekt natürlich problemlos, wenn man das Papier auflegt und dann mit
Kleister/Kleber einstreicht.
Nebenbei komme ich mit den grösseren Stücken Küchenkrepp besser
zurecht als mit den kleinen Klopapierstückchen ;-) womit wir wieder
beim Fazit wären jeder macht es so wie er es am besten kann. Richtig
oder falsch wären hier die falschen Attribute...

Guenter Jaritz

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Naja, wenn es soviele Befuerworter der Fliegengitter-Drueberpapp-Methode
gibt, muss natuerlich auch eine Lanze fuer die Styro-Por/Dur Methode
gebrochen werden:

Vorteile Styropor:
beicht
billig
guter Haftgrund fuer Moltofill-Ueberzug
Baeumchen aus Seemoos und anderen Pflaenzchen lassen sich leicht einstecken;
mit altem Uhrmacherschraubenzieher Loch stechen, Baeumchen mit Pinzette
einstecken, fertig! Durch die Kornstruktur des Styropors (geschaeumt aus
PS-Kugeln) hat man an den Baeumchen einen "Feder-Klemm"-Effekt, wodurch ein
Rausfallen so gut wie unmoeglich wird. Und mit einem Tropfen verduenntem
Weissleim am Stamm kann das Ganze dann noch gesichert werden, falls noetig.
Bei Gitter als Untergrund muss man da schon etwas tricksen: Loch bohren,
Baum durchstecken und von unten mit Klebstoff fixieren

Bearbeitbarkeit: mit dem guten alten Heizdraht oder mit Schleifpapier

Ich arbeite sehr gerne mit Schleifgeraeten (Powerfeile, Winkelschleifer mit
Schleifscheibe), da sich so die Landschaft sehr genau und mit glatter
Oberflaeche (positiv fuer den Moltofillverbrauch) "herausfraesen" laesst.

Vorteil gegenueber Fliegengitter: groessere Flexibilitaet, wenn das Gelaende
wo nicht passt, kommt einfach noch ein Klotz Styro drauf

Und da kommt man schon zum einzigen Nachteil, den ich in der Styropormethode
sehe: Das Ganze artet in eine unheimliche Broeselei aus, drum bearbeite ich
meine Module nur im Freien, wo die Kruemel leicht entfernt werden koennen.

Auf jeden Fall viel Spass mit der Anlage!
Guenter

Hans-Wilhelm Berghoff

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Guenter Jaritz schrieb in Nachricht
<1cVP3.13957$0t5....@news.chello.at>...

>Naja, wenn es soviele Befuerworter der Fliegengitter-Drueberpapp-Methode
>gibt...

Fliegengitter rosten. Besser sind Plastikgitter.

Gruß
Will

Marcus Fuechtenschnieder

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Am Fri, 22 Oct 1999 10:51:48 +0200,schrieb "Hans-Wilhelm Berghoff"
<berg...@vdi.de> :


>Fliegengitter rosten. Besser sind Plastikgitter.

Plastikgitter oder aber beschichtete Fliegengitter.
Ich verwende, ebenfalls aus dem Baumarkt stammende Fliegengitter mit
schwarzer Kunststoffbeschichtung, bzw Lackierung.
Mit den Kunststoffgittern habe ich mitunter Probleme bei der Formung.
Die Aluvarianten sind da wesentlich formbarer.

BTW: Fliegengitter aus Alu rosten auch nicht, aber die Oxidation ist
trotzdem vorhanden, keine Frage.
Die werden im unbeschichteten Zustand in jedem Falle nicht besser.

Viele Gruesse
Marcus

--
Marcus Fuechtenschnieder
24944 Flensburg
http://home.foni.net/~its-magic/index.htm
mailto: its-...@foni.net

Stefan Sczekalla-Waldschmidt

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Hallo,

Also die Diskussion zum Thema Toilettenpapier erinnert mich
an das Problem, das sich - z.B. zum "Feucht" nachwischen ... -
nicht jede Sorte eignet.

Wie von einem "Vorredner" korrekt beschriebne, droht naemlich die
sofortige
Auflösung des Papiers aus kanaltechnischen Gründen.

Ich hab da also ein wenig rumgesucht bis ich eine "Nass-feste" Sorte
gefunden
habe. - Ganz ausgezeichnet hat sich die Marke "Kokett" von ALDI
bewährt.
( Farbe ist Weiss, und mehrlagig )

Ich kann mir vorstellen das diese Marke auch gut für die
"Leim-Tauch-Methode"
geeignet ist.


Gruesse,

Stefan

PS:

> >Ein wenig OT (Puristen, bitte weglesen)

Sind Puristen nicht "Reinlichkeitsfanantiker" :-)

Peter Popp

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On Fri, 22 Oct 1999 08:25:33 GMT, "Guenter Jaritz"
<ne...@sbox.tu-graz.ac.at> wrote:

>Und da kommt man schon zum einzigen Nachteil, den ich in der Styropormethode
>sehe: Das Ganze artet in eine unheimliche Broeselei aus,

Die Brösel aufsammeln bzw. saugen und in dünnen Moltofillbrei
einrühren gibt eine hervorragend leichte Spachtelmasse, die bereits
eine felsähnliche Struktur aufweist! Kein Schaden ohne Nutzen ;-)

Nebenbei habe ich mir schon überlegt, eine "biegsame Welle" in einen
Staubsaugerschlauch einzubauen, so dass die Fräser aus dem
Ansaugstutzen rauskucken, und damit bröselfrei Styrodurlandschaften zu
fräsen. Lediglich die Preise für diese biegsamen Wellen haben mich
bislang davon abgehalten :-(

>drum bearbeite ich
>meine Module nur im Freien, wo die Kruemel leicht entfernt werden koennen.

Umweltverschmutzer! ;-) Aber auch: ein Vorteil der Modulbauweise :-)

Stefan Sczekalla-Waldschmidt

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Peter Popp wrote:

> Nebenbei habe ich mir schon überlegt, eine "biegsame Welle" in einen
> Staubsaugerschlauch einzubauen, so dass die Fräser aus dem
> Ansaugstutzen rauskucken, und damit bröselfrei Styrodurlandschaften zu
> fräsen. Lediglich die Preise für diese biegsamen Wellen haben mich
> bislang davon abgehalten :-(

Hi,

Warum nimmst Du keinen kleinen Elektromotor z.B. Mabuch 380RS oder so,
bastelst den Fräser an das Wellenende und ummantelst das ganze mit einem
Gehäuse so, das Du den Staubsauger and das Gäuse anschliessen kannst.

Alternative - Das Griffstück des Flexschlauches ist doch meisst
gwinkelt.
Du könntest etwas Basteln, das der unten aufgeführten Zeichnung Ähnelt:


O: Lager fuer Welle

+---+ /-----------------------------
| M |----O-----------------------------O--X(Fräser)
+---+ / /--------------------------
/ / Normalerweise kommt hier
/ / Das Teleskoprohr dran
/ /
ab hier Flexibler
Staubsaugerschlauch
( wie immer )


Der Motor treibt über eine Welle den Fräser an. Die Welle wird an zwei
Punkten gelagert, und der Motor "M" in geeigneter Weise befestigt -
viel spass beim "Bröseln" ...

Wenn Du die Befestigung in geeigneter Weise wählst ist das ganze sogar
"Rückbaubar" und für den "mütterlichen" Staubsauger geeignet.

Gruesse,

Stefan

Waldemar Rodenberg

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to

>Fliegengitter rosten. Besser sind Plastikgitter.
>
>Gruß
>Will


Hi!

Kommt drauf an welche Sorte. Wenn Fliegengitter im Modellbahnraum rostet,
dann tut diese Klima ansich auch der Modellbahn nicht gut.

Meistens bringt erst die Kombination der Methoden die besten Ergebnisse am
jeweiligen Platz.

Wo Felsen nachgebildet werden sollen, habe ich meist Styropor in Form
geschnitten und mit einem leichten Gipsüberzug versehen. Mit dem Spachtel
oder einem Messer lassen sich leicht Felsstrukturen herstellen, die nachher
entsprechen "künstlerich" bemalt werden müssen.

Wo sanfte Hügel, leichte Böschungen o.ä. nachgebildet werden, ist die
Fliegengitter-Methode besser. Fliegengitter läßt sich auch schnell und
einfach am Holzrand antackern. Überstehendes Fliegengitter wird je nach
Fliegengittermaterial mit einer Scheere oder einem Bastelmesser nach dem
Tackern zurechtgeschnitten. Zum Belegen habe ich angefeuchtetes
Zeitungspapier aufgelegt und mit Abtönfarbe bepinselt. An Falten und Kanten
muß man zwar etwas schnipseln, aber das geht trotzdem schnell und gut. Wohl
auch deshalb, weil es nicht so schnell reißt. Das Zeitungspapier wird mit
grüner, dunkelgrauer oder brauner Abtönfarbe gestrichen. Auf die feuchte
(nur leicht verdünnte) Abtönfarbe kann man auch direkt Streumaterialien
aufkleben. Das hält wunderbar und erspart einen zweiten Arbeitsgang.

MFGerassel

Waldemar Rodenberg

Peter Popp

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On Fri, 22 Oct 1999 20:19:49 +0200, "Waldemar Rodenberg"
<wrode...@debitel.net> wrote:

>>Fliegengitter rosten. Besser sind Plastikgitter.
>

>Kommt drauf an welche Sorte. Wenn Fliegengitter im Modellbahnraum rostet,
>dann tut diese Klima ansich auch der Modellbahn nicht gut.

Hallo,

liegt nicht nur am Klima, sondern vor allem an der Bauweise! Gips
(entsprechend auch Moltofill u.ä.) ist chemisch nicht neutral und
greift Eisen an. Alu-Gitter ist hier problemlos. Auch Kleber sind
selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.
Normalerweise sollte Fliegengitter aus Alu bzw ein verzinktes
Material keine Probleme bereiten, wenn nicht - wie Waldemar erwähnte -
grundsätzlich zu feuchtes Klima im Raum ist.

Stahlbeton wäre ausreichend fest, allerdings meist zu unhandlich für
die Modellbahn ;-).

Peter Popp

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On Fri, 22 Oct 1999 19:09:53 +0200, Stefan Sczekalla-Waldschmidt
<Stefan.S...@gmx.de> wrote:

>Peter Popp wrote:
>
>> Nebenbei habe ich mir schon =FCberlegt, eine "biegsame Welle" in einen
>> Staubsaugerschlauch einzubauen, ......


>
>Warum nimmst Du keinen kleinen Elektromotor z.B. Mabuch 380RS oder so,

>bastelst den Fr=E4ser an das Wellenende und ummantelst das ganze mit eine=
>m
>Geh=E4use so, das Du den Staubsauger and das G=E4use anschliessen kannst.=

Hallo Stefan,

Hatte ich auch schon überlegt, aber ein kleiner Elektromotor hat nicht
die Kraft für einen solchen Fräser. Bei der Biegsamen Welle hat man
das Bohrfutter gleich mit dran, so eine Fräserbefestigung müsste man
sonst erst basteln und das halte ich für zu aufwendig ;-).

Bei Festo habe ich mal was gesehen, da gibt es ein System für
Druckluftwerkzeuge mit zwei Schläuchen ineinander, der innere liefert
die Druckluft, der äussere saugt den Dreck ab. Die Dinger wären ideal,
wenn sie nicht so ein Schweinegeld kosten würden ;-)

Guenter Jaritz

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
>Stahlbeton wäre ausreichend fest, allerdings meist zu unhandlich für
>die Modellbahn ;-).


Die skurrilste Gelaendebaumethode, die mir jemals untergekommen ist:

Jutesaecke
hineinge"flochten": aufgedroeselte Kleiderbuegel (2mm-Eisendraht)
darueber eine diche Schicht (1cm) Fliesenkleber

Haelt natuerlich bombenfest, ist aber selbstredend nicht ganz federleicht
(de facto braucht man 2 Leute, um sich beim Transport keinen
Bandscheibenschaden zu holen)

Und zum Setzen von Loechern braucht man petrotechnisches Werkzeug :)

Die damit gestalteten Felsformationen sind aber durchaus beeindruckend

Liebe zufaellig mitlesende Kinder: Probiert das bitte nicht zu Hause!

Guenter

Waldemar Rodenberg

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to

Guenter Jaritz schrieb in Nachricht
<0m3Q3.14619$0t5....@news.chello.at>...

>>Stahlbeton wäre ausreichend fest, allerdings meist zu unhandlich für
>>die Modellbahn ;-).
>
>
>Die skurrilste Gelaendebaumethode, die mir jemals untergekommen ist:


Hallo,

sag das nich, super Idee und bestimmt erbebensicher! :-))) Wir wollen ja
hinterher auch noch spielen - oder??? :-)

MFGerassel

Waldemar Rodenberg

Armin Muehl

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
On Fri, 22 Oct 1999 19:58:52 GMT, "Guenter Jaritz"
<ne...@sbox.tu-graz.ac.at> wrote:

>Die skurrilste Gelaendebaumethode, die mir jemals untergekommen ist:
>

>Jutesaecke
>hineinge"flochten": aufgedroeselte Kleiderbuegel (2mm-Eisendraht)
>darueber eine diche Schicht (1cm) Fliesenkleber

Mir sind Module eines USA-Bahners im FREMO bekannt, die aus
Jutesaecken und Epoxidharz gebaut wurden. Ist tatsaechlich
unverwuestlich :-)))

>Haelt natuerlich bombenfest, ist aber selbstredend nicht ganz federleicht
>(de facto braucht man 2 Leute, um sich beim Transport keinen
>Bandscheibenschaden zu holen)

So eine Schwermodul kenne ich doch....
Der Wuthaer Tunnel: 50cm^3 und etliche kg :-(


>Und zum Setzen von Loechern braucht man petrotechnisches Werkzeug :)
>
>Die damit gestalteten Felsformationen sind aber durchaus beeindruckend

Diesen Fliesenkleber haben letztens bei uns auch noch einige Leute auf
ihre Rohbauten gepappt. Das Zeug ist durchaus fuer den Gelaendebau
brauchbar, aber es ist sinnvoller als Unterbau Styropor oder andere
Hartschaumplatten zu verwenden, um mit duennen Schichten auszukommen.


>Liebe zufaellig mitlesende Kinder: Probiert das bitte nicht zu Hause!

Warum nicht? Wir bauen uns ein Modul...
Man nehme eine Mischmaschine,....

:-)))

Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)

http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)

Thomas Malkus

unread,
Oct 22, 1999, 3:00:00 AM10/22/99
to
Hi Peter,

Peter Popp wrote:

>selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
>Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.

Aeh, das mit der Chemie ist schon lange her, aber wenn ich es
noch richtig weiss, entsteht Rost (Eisenoxid) nicht durch Wasser.
War es nicht so, dass Wasser nur den Vorgang der Oxidation durch
die 2 Sauerstoffatome beschleunigt? Wenn dann noch jemand die
chemische Formel fuer Gips parat hat, koennte man abschaetzen,
ob ausgehaerteter Gips weitere chemische Vorgaenge in Verbindung
mit Eisen ausloest.

vy 73 de Tom
--
Thomas Malkus, DL7BJ http://www.qsl.net/dl7bj
27356 Rotenburg, JO43PC mailto:dl...@qsl.net


Markus Schaub

unread,
Oct 23, 1999, 3:00:00 AM10/23/99
to
Am 22 Oct 1999 22:05:13 GMT, schrieb Thomas Malkus <t...@isnix.inka.de>:

> >selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
> >Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.
>
> Aeh, das mit der Chemie ist schon lange her, aber wenn ich es
> noch richtig weiss, entsteht Rost (Eisenoxid) nicht durch Wasser.
> War es nicht so, dass Wasser nur den Vorgang der Oxidation durch
> die 2 Sauerstoffatome beschleunigt?

Hmm, ist aber komisches Wasser. Also das Wasser hier hat nur ein
Sauerstoffatom, dafür aber 2 Wasserstoffatome.

> Wenn dann noch jemand die chemische Formel fuer Gips parat hat, koennte
> man abschaetzen, ob ausgehaerteter Gips weitere chemische Vorgaenge in
> Verbindung mit Eisen ausloest.

Abgebundener Gips hat CaSO4 * 2 H2O
Also 2mol Wasser pro 1mol Calciumsulfat.
Ich könnte mir schon vorstellen, daß dadurch die Oxidation beschleunigt
wird. Allerding ist es ziemlich fest im Kristallgitter verbaut.

Markus
--
Markus Schaub, DB7NE, Fürth
mailto:m...@schaub.dhis.org
http://www.fen.baynet.de/markus.schaub/
PGP Public Key available -> Mail

André Brandily

unread,
Oct 23, 1999, 3:00:00 AM10/23/99
to
Guenter Jaritz schrieb:

>
> Und da kommt man schon zum einzigen Nachteil, den ich in der Styropormethode
> sehe: Das Ganze artet in eine unheimliche Broeselei aus, drum bearbeite ich

> meine Module nur im Freien, wo die Kruemel leicht entfernt werden koennen.

Entfernt? Vom Wind?! In Nachbars Garten. :-)

In diesem Sinne

> Auf jeden Fall viel Spass mit der Anlage!
> Guenter

den Nachbarn.

mfg
Andre

Thomas Malkus

unread,
Oct 23, 1999, 3:00:00 AM10/23/99
to
Hallo Markus,

Markus Schaub wrote:

>Am 22 Oct 1999 22:05:13 GMT, schrieb Thomas Malkus <t...@isnix.inka.de>:

>> War es nicht so, dass Wasser nur den Vorgang der Oxidation durch
>> die 2 Sauerstoffatome beschleunigt?
>
>Hmm, ist aber komisches Wasser. Also das Wasser hier hat nur ein
>Sauerstoffatom, dafür aber 2 Wasserstoffatome.

Ah, deswegen schmeckt das wahrscheinlich auch so seltsam...
NeNe, ist schon klar, nicht aufgepasst ;-).

>
>> Wenn dann noch jemand die chemische Formel fuer Gips parat hat, koennte
>> man abschaetzen, ob ausgehaerteter Gips weitere chemische Vorgaenge in
>> Verbindung mit Eisen ausloest.
>
>Abgebundener Gips hat CaSO4 * 2 H2O
>Also 2mol Wasser pro 1mol Calciumsulfat.
>Ich könnte mir schon vorstellen, daß dadurch die Oxidation beschleunigt
>wird. Allerding ist es ziemlich fest im Kristallgitter verbaut.

Nach der Formel zu urteilen dürfte es nicht so leicht loesbar sein.
Wenn also der Sauerstoff nicht freigesetzt wird, kann doch eigentlich
nichts passieren? Und wenn er freigesetzt wird, duerfte der Gips wohl
etwas broeseln. Ich werde mich mal erkundigen, ein Kumpel hat da so
gewisse chemische Kenntnisse.

Peter Popp

unread,
Oct 24, 1999, 3:00:00 AM10/24/99
to
On 22 Oct 1999 22:05:13 GMT, t...@isnix.inka.de (Thomas Malkus) wrote:

>Peter Popp wrote:
>
>>selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
>>Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.
>
>Aeh, das mit der Chemie ist schon lange her, aber wenn ich es
>noch richtig weiss, entsteht Rost (Eisenoxid) nicht durch Wasser.

Entschuldigt meine chemische Ungenauigkeit ;-), aber ich hatte ja
ausgeführt dass Gips und teilweise auch Kleber nicht chemisch neutral
sind und dann entsteht halt Rost. Du brauchst nur eine (billige)
Spachtel im Gipsrest stehen lassen, dann siehst Du es....

"reines", also destilliertes Wasser klebt halt nicht ;-)...

Markus Schaub

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Oct 24, 1999, 3:00:00 AM10/24/99
to
Hallo!

Am 23 Oct 1999 22:42:55 GMT, schrieb Thomas Malkus <t...@isnix.inka.de>:


> >Abgebundener Gips hat CaSO4 * 2 H2O
> >Also 2mol Wasser pro 1mol Calciumsulfat.
> >Ich könnte mir schon vorstellen, daß dadurch die Oxidation beschleunigt
> >wird. Allerding ist es ziemlich fest im Kristallgitter verbaut.
> Nach der Formel zu urteilen dürfte es nicht so leicht loesbar sein.
> Wenn also der Sauerstoff nicht freigesetzt wird, kann doch eigentlich
> nichts passieren? Und wenn er freigesetzt wird, duerfte der Gips wohl
> etwas broeseln. Ich werde mich mal erkundigen, ein Kumpel hat da so
> gewisse chemische Kenntnisse.

Stimmt, wenn ich es mir genauer überlege, dürfte das Wasser da überhaupt
nicht rauskommen. Jedenfalls bei Raumtemperatur.
Bei 180°C kommt es raus, aber dann kann man den Gips mit einem Staubsauger
absaugen und damit einen neuen Berg bauen.
Gute Recycling-Methode :-)!

cu

Markus Schaub

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Oct 24, 1999, 3:00:00 AM10/24/99
to
Am Sun, 24 Oct 1999 15:56:25 GMT, schrieb Peter Popp:

> >>selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
> >>Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.
> >
> >Aeh, das mit der Chemie ist schon lange her, aber wenn ich es
> >noch richtig weiss, entsteht Rost (Eisenoxid) nicht durch Wasser.
>
> Entschuldigt meine chemische Ungenauigkeit ;-), aber ich hatte ja
> ausgeführt dass Gips und teilweise auch Kleber nicht chemisch neutral
> sind und dann entsteht halt Rost. Du brauchst nur eine (billige)
> Spachtel im Gipsrest stehen lassen, dann siehst Du es....

Ich denke dabei kommt der Rost eher durch überschüssiges Wasser. Der
Gips kann ja nicht beliebig viel Wasser aufnehmen. Bei vollkommen
abgebundenem und getrockneten Gips sollte da nix rosten.

Joerg Butterfass

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Oct 25, 1999, 3:00:00 AM10/25/99
to
Peter Popp wrote:
> Es gibt viele Möglichkeiten, Fliegengitter z.B. , drüber ein Überzug
> aus Pappmache, Küchenkrepp mit Leimaufstrich oder die Gipsbinden.

Es gibt noch eine Methode, die ich persoenlich bevorzuge. Ein grober
Aufbau aus Styroporstuecken mit Weissleim verklebt. Mit einem scharfen
Messer kann man starke Ecken abschneiden.

Die Feinmodellierung mache ich aus einer Gips-Spezialmischung. Ich
ruehre einfach Styroporkuegelchen unter den sehr duennfluessigen Gips.
Die Kugeln gibt es als Schuettgut zur Gebaeudedaemmung. Man kann den
Anteil an Styropor nahezu beliebig waehlen. Das Ergebnis ist ein sehr
leichter Gips.
Sollte die Oberflaechenstruktur zu kugelig sein, kann man sie mit einer
Lage aufgepinseltem duennem Gips glaetten.

Gruss, Joerg

Guenter Jaritz

unread,
Oct 25, 1999, 3:00:00 AM10/25/99
to

Armin Muehl schrieb in Nachricht <3810d206...@news.btx.dtag.de>...

>Mir sind Module eines USA-Bahners im FREMO bekannt, die aus
>Jutesaecken und Epoxidharz gebaut wurden. Ist tatsaechlich
>unverwuestlich :-)))


Oder CFK-verstaerktes Styropor :)

>>Haelt natuerlich bombenfest, ist aber selbstredend nicht ganz federleicht
>>(de facto braucht man 2 Leute, um sich beim Transport keinen
>>Bandscheibenschaden zu holen)

>>Liebe zufaellig mitlesende Kinder: Probiert das bitte nicht zu Hause!
>
>Warum nicht? Wir bauen uns ein Modul...
>Man nehme eine Mischmaschine,....


Hmm, ein Stahlbetonmodul: Haette ja alles dafuer zuhause: Schaltafeln,
Zwangsmischer, Restbestaende Zement und Sand, ein bisschen Baustahl muss
auch noch wo rumliegen...

Werd's bei Gelegenheit ins Modulbau-HOWTO aufnehmen...

Und die Verformungsprobleme bei Feuchtigkeit und Temperatur gehoeren damit
der Vergangenheit an...

...abgesehen von den Verformungen der Fuesse von Clubkollegen, auf welche
die Module beim Auf/Abbau "versehentlich" fallengelassen werden :))))

SCNR

Guenter

Jens Beckmann

unread,
Oct 25, 1999, 3:00:00 AM10/25/99
to
Hallo zusammen,

Guenter Jaritz <ne...@sbox.tu-graz.ac.at> schrieb in im Newsbeitrag:
1cVP3.13957$0t5....@news.chello.at...


> Naja, wenn es soviele Befuerworter der Fliegengitter-Drueberpapp-Methode

> gibt, muss natuerlich auch eine Lanze fuer die Styro-Por/Dur Methode
> gebrochen werden:

Da brech' ich doch gleich mit ;-), allerdings nur für StyroDUR o.ä.
PU-Hartschäume... Wenig Gebrösel, keine elektrostatisch aufgeladenen
Kügelchen überall, mit allen gängigen Werkzeugen leicht zu bearbeiten und
stabil genug, um in Modulen und Anlagenrahmen gleichzeitig auch noch als
stabilisierendes Element und als Unterbau für die Gleisverlegung zu dienen.
Die allgemeine Begeisterung für Gitter- und Gipsereien aller Art konnte ich
da noch nie so ganz nachvollziehen...

Gruß, Jens


Paiska Peter

unread,
Oct 25, 1999, 3:00:00 AM10/25/99
to

webm...@msc-software.de (Peter Popp) wrote:
>
>Hallo Stefan,
>
>Hatte ich auch schon überlegt, aber ein kleiner Elektromotor hat nicht
>die Kraft für einen solchen Fräser. Bei der Biegsamen Welle hat man
>das Bohrfutter gleich mit dran, so eine Fräserbefestigung müsste man
>sonst erst basteln und das halte ich für zu aufwendig ;-).
>
>Bei Festo habe ich mal was gesehen, da gibt es ein System für
>Druckluftwerkzeuge mit zwei Schläuchen ineinander, der innere liefert
>die Druckluft, der äussere saugt den Dreck ab. Die Dinger wären ideal,
>wenn sie nicht so ein Schweinegeld kosten würden ;-)

Hi zusammen,

als am Wochenende hat ein anderer Modellbahner seine Lösung fürs
Styropor/Syrodur bearbeiten gezeigt. Er hat einfach an einem selbergebastelten
Griff die beiden Enden eines Hitzedrahts in Klemmen eingespannt und formt den
Draht (natürlich kalt) zu einer Schlaufe, Treppe oder einer anderen Form. Legt er
dann Spannung an den Draht wird er heiß und er kann mit dem Draht das Material
wie Butter schneiden - keine Brösel dadurch. Die Oberfläche wird dadurch auch
einwandfrei glatt zum weiterverarbeiten. Wäre also eigentlich optimal, oder?

Gruß Peter P.
--
_____________________________________________________________
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Florian Schwarz

unread,
Oct 26, 1999, 3:00:00 AM10/26/99
to
> liegt nicht nur am Klima, sondern vor allem an der Bauweise! Gips
> (entsprechend auch Moltofill u.ä.) ist chemisch nicht neutral und
> greift Eisen an. Alu-Gitter ist hier problemlos. Auch Kleber sind
> selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
> Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.
> Normalerweise sollte Fliegengitter aus Alu bzw ein verzinktes
> Material keine Probleme bereiten, wenn nicht - wie Waldemar erwähnte -
> grundsätzlich zu feuchtes Klima im Raum ist.

wieso ist den rost beim nicht sichtbaren gitter so schlimm? so schnell rostet
es doch nicht durch, oder?

mfg flo


Moritz Gretzschel

unread,
Oct 27, 1999, 3:00:00 AM10/27/99
to

Florian Schwarz wrote in message <3816004F...@gmx.net>...


Außerdem ist zumindest beim Baustahl das Anrosten ausdrücklich
erwünscht, weil er nur dann eine sichere Verbindung mit dem Beton
eingehen kann. Ob dies auch bei Gips so ist, entzieht sich
meiner Kenntnis.

Moritz Gretzcshel

--
Moritz Gretzschel Moritz.G...@dlr.de
http://www.op.dlr.de/FF-DR/dr_fs/staff/gretzschel/gretzschel.html
Deutsches Zentrum fuer Luft- und Raumfahrt
Abteilung Fahrzeug-Systemdynamik

Peter Popp

unread,
Oct 27, 1999, 3:00:00 AM10/27/99
to
On Wed, 27 Oct 1999 08:33:45 +0200, "Moritz Gretzschel"
<Moritz.G...@dlr.de> wrote:

>
>Florian Schwarz wrote ....


>>wieso ist den rost beim nicht sichtbaren gitter so schlimm? so schnell
>rostet
>>es doch nicht durch, oder?

.


>Außerdem ist zumindest beim Baustahl das Anrosten ausdrücklich
>erwünscht, weil er nur dann eine sichere Verbindung mit dem Beton
>eingehen kann. Ob dies auch bei Gips so ist, entzieht sich
>meiner Kenntnis.
>
>Moritz Gretzcshel

Bei Gips ist es meines Wissens nicht so, dass ist eine Besonderheit
zwischen Stahl und Beton. Bei anhaltender Feuchtigkeit im Raum kann
tatsächlich das Gitter im Gips durchrosten, dann muss sich der Gips
alleine halten ;-). was m.E. noch mehr stört ist dass der Rost sich
durch das Material zieht und hässliche Flecken macht.

Frank Wieduwilt

unread,
Oct 27, 1999, 3:00:00 AM10/27/99
to
Florian Schwarz <florian...@gmx.net> wrote:

Hallo Florian,


>> liegt nicht nur am Klima, sondern vor allem an der Bauweise! Gips
>> (entsprechend auch Moltofill u.ä.) ist chemisch nicht neutral und
>> greift Eisen an. Alu-Gitter ist hier problemlos. Auch Kleber sind
>> selten chemisch neutral, und alle diese Baumethoden erfordern den
>> Einsatz von Wasser, wodurch logischerweise Rost entsteht.
>> Normalerweise sollte Fliegengitter aus Alu bzw ein verzinktes
>> Material keine Probleme bereiten, wenn nicht - wie Waldemar erwähnte -
>> grundsätzlich zu feuchtes Klima im Raum ist.
>

>wieso ist den rost beim nicht sichtbaren gitter so schlimm? so schnell rostet
>es doch nicht durch, oder?

Das ist richtig, nur leider vergrößert sich beim Rosten des Gitters das Volumen
des Gitters und dadurch kann dann der Gips der darüber liegenden Landschaftshaut
platzen und/oder reißen.

Viele Grüße

Frank

Waldemar Rodenberg

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to

>wieso ist den rost beim nicht sichtbaren gitter so schlimm? so schnell
rostet
>es doch nicht durch, oder?


Was mich etwas irritiert ist die Tatsache, daß man bei den letzten Postings
davon ausgeht, den Gips direkt auf das Fliegengitter zu schmieren. (Oder
habe ich da was falsch verstanden) Das habe ich noch nie so gemacht. Bei mir
kommt immer erst eine Lage mit duünnflüssigem Weißleim angefeuchtetes
Zeitungspapier drauf (trocknet sehr schnell). Darauf kommt je nach dem was
man darstellen will Abtönfarbe bzw. Styropor bzw. Gips. Also Gitter und Gips
berühren sich nicht.

Natürlich kann das Gitter trotzdem rosten wenn das Klima nicht stimmt. Das
ist dann aber nicht mehr sooo schlimm, da das mit Weißleim und Abtönfarbe
getränkte Zeitungspapier ziemlich formstabil ist.

MFGerassel

Waldemar Rodenberg


Peter Popp

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to
On Thu, 28 Oct 1999 09:40:13 +0200, "Waldemar Rodenberg"
<wrode...@debitel.net> wrote:


>
>Was mich etwas irritiert ist die Tatsache, daß man bei den letzten Postings
>davon ausgeht, den Gips direkt auf das Fliegengitter zu schmieren. (Oder
>habe ich da was falsch verstanden) Das habe ich noch nie so gemacht. Bei mir
>kommt immer erst eine Lage mit duünnflüssigem Weißleim angefeuchtetes
>Zeitungspapier drauf (trocknet sehr schnell).

Lass mal einen Nagel in Weissleim liegen: der rostet auch ganz schön
;-)

Fliegengitter bzw. etwas grobmaschigeres mit Gipsbinden drauf ist halt
eine der klassischen Methoden. Die Felsbaumethode von B.Stein ist z.B.
auch Fliegengitter und direkt Gips draufgeklatscht. Aber ich würde nie
sagen, eine Methode ist falsch oder richtig (es sei denn Du willst
Fliegengitter mit Gips ausgiessen oder so ;-) ). Vollständige
Gips-Geländeschalen werden aus Gewichtsgründen in der Regel vermieden.

Marcus Fuechtenschnieder

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to
Am Thu, 28 Oct 1999 09:40:13 +0200,schrieb "Waldemar Rodenberg"
<wrode...@debitel.net> :
Hi Waldemar,


>Was mich etwas irritiert ist die Tatsache, daß man bei den letzten Postings
>davon ausgeht, den Gips direkt auf das Fliegengitter zu schmieren. (Oder
>habe ich da was falsch verstanden)

Nein, vollkommen richtig!
Der Gips kommt direkt auf das Gitter.
Vorteil: es rutscht immer ein wenig (wirklich nur *wenig*, es kleckst
nichts) durch das Gitter hindurch und sorgt so fuer die
groesstmoegliche Stabilitaet und Haltbarkeit. Ist im Prinzip wie mit
Stahlbeton: Das Gewebe im Beton bietet zusaetzliche Festigkeit; genau
so ist es so auch hier.

Funktioniert prima.

Viele Gruesse
Marcus

--
Marcus Fuechtenschnieder
24944 Flensburg
http://home.foni.net/~its-magic/index.htm
mailto: its-...@foni.net

Waldemar Rodenberg

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to

Peter Popp schrieb in Nachricht <38181f43...@news.btx.dtag.de>...

>On Thu, 28 Oct 1999 09:40:13 +0200, "Waldemar Rodenberg"
><wrode...@debitel.net> wrote:


Hi Peter!

>Lass mal einen Nagel in Weissleim liegen: der rostet auch ganz schön>;-)

Peter, warum machst Du sowas? Klebt er dann besser oder läßt er sich besser
nageln?:--))

>Fliegengitter mit Gips ausgiessen oder so ;-) ). Vollständige
>Gips-Geländeschalen werden aus Gewichtsgründen in der Regel vermieden.


Jo und das ist wirklich wichtig! Und genau deswegen brauche ich Gips nur
dort, wo Felsen nachgebildet werden sollen und auch da sowenig wie möglich.
Die Leim-Farb-Zeitung härtet ziemlich stabil aus, ist relativ leicht und das
Fliegengitter wird hinterher eigentlich gar nicht mehr gebraucht. Aber
"viele Wege führen nach Rom", auf das Ergebnis kommt es an.

Ist das Raumklima allerdings zu feucht, würde der "Leim-Farb-Zeitungsboden"
lappig. Aber ein derart feuchter Raum taugt eh nicht für die Eisenbahn. :-)

MFGerassel

Waldemar Rodenberg


thobartels

unread,
Dec 1, 1999, 3:00:00 AM12/1/99
to
Nur damit ich es auch verstehe.
Das Problem ist doch das Gebrösel. Habe ich auch. Allerdings habe ich zwei
Hände, kann also eine für den Sauger nehmen während die andere schneidet.
Oder ist mein Styropor zu weich? Wie wär's mit Styrodur, ist angeblich sehr
gut zu verarbeiten und krümelt nicht.

Thomas

Guenter Jaritz

unread,
Dec 1, 1999, 3:00:00 AM12/1/99
to
[Styropor vs. Styrodur]

>Das Problem ist doch das Gebrösel. Habe ich auch. Allerdings habe ich zwei
>Hände, kann also eine für den Sauger nehmen während die andere schneidet.

Wenns Dich die Kruemel nicht stoeren, ist das mit dem Styropor und einer
duennen Moltofillschicht drueber sicher sehr elegant.

>Oder ist mein Styropor zu weich? Wie wär's mit Styrodur, ist angeblich sehr
>gut zu verarbeiten und krümelt nicht.


Ist teuer, es sollte aber auch als Abfall zu organisieren sein, also genau
schaun', wenn der Nachbar grade mal den Dachboden isoliert.

Guenter

Oliver Zoffi

unread,
Dec 2, 1999, 3:00:00 AM12/2/99
to
anstelle von styrodur oder "normalen" (weissen) styropor könnte man ja auch
solches verwenden wie es als isolierung an den hauswänden benutzt wird.
dies ist grünlich und wesentlich fester (bröselt auch nicht so) .
lg
oliver

Guenter Jaritz <ne...@sbox.tu-graz.ac.at> schrieb in im Newsbeitrag:

eah14.18591$Up1.9...@news.chello.at...

Moritz Gretzschel

unread,
Dec 2, 1999, 3:00:00 AM12/2/99
to

Oliver Zoffi <oli...@zoffi.net> wrote in message
news:825ele$ckc$1...@news.netway.at...

> anstelle von styrodur oder "normalen" (weissen) styropor könnte man ja
auch
> solches verwenden wie es als isolierung an den hauswänden benutzt wird.
> dies ist grünlich und wesentlich fester (bröselt auch nicht so) .

Das _ist_ doch Styrodur!
Der Unterschied besteht darin, daß Styropor eine offene Struktur
hat (und deswegen so körnig/bröselig erscheint), Styrodur eine
geschlossene.

Moritz Gretzschel

Oliver Zoffi

unread,
Dec 2, 1999, 3:00:00 AM12/2/99
to
aha - man lernt nicht aus - ich dachte du meisnt das zeug, was man
langläufig als thermopete (isolierende untertapete) kennt.
danke für die aufklärung
lg
oliver

Moritz Gretzschel <Moritz.G...@dlr.de> schrieb in im Newsbeitrag:
825f93$m...@news.go.dlr.de...

Paiska Peter

unread,
Dec 2, 1999, 3:00:00 AM12/2/99
to

"Moritz Gretzschel" <Moritz.G...@dlr.de> wrote:
>
>Oliver Zoffi <oli...@zoffi.net> wrote in message
>news:825ele$ckc$1...@news.netway.at...
..schnipp...

>Das _ist_ doch Styrodur!
>Der Unterschied besteht darin, daß Styropor eine offene Struktur
>hat (und deswegen so körnig/bröselig erscheint), Styrodur eine
>geschlossene.
>
>Moritz Gretzschel

genau, außerdem bricht Styropor schneller als Styrodur und wenn man Styropor
bearbeitet sieht man aus wie ein Schneemann - das Zeug ist sehr "anhänglich", da
ist Styrodur viiiiel pflegeleichter ;-)))

Gruß Peter

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