Stefan Neugebauer schrieb:
> Ich frage deshalb, weil ich mir eine Epoche IV Anlage
> aufbauen möchte und schon 3 und 4 Achsige Umbauwagen habe. Die 4-Achsigen
> sind im Märklin Katalog mit Epoche IV angegeben und bei Roco mit Epoche
> III.
Das ist einfach eine frage der beschriftung. Die wagen mit
computerbeschriftung gehoeren zur epoche IV, die mit der alten zwischen
den fenstern (DB) zur epoche III. Ob die umbauwagen ueberhaupt
umbeschriftet wurden, weiss ich aber nicht. In Oesterreich wurden die
4-achser alle umbeschriftet, die 2-achser dagegen erst in den 80ern und
da waren schon fast alle weg. Irgendwann hab ich hier gelesen, dass auch
in Deutschland die 3-achser nicht umbeschriftet wurden. Bei den
gueterwagen ist es genauso mit der beschriftunmg, obwohl die schon ein
paar jahre vorher umbeschriftet wurden. Also kann man in der
uebergangszeit durchaus die beschriftungen kombinieren. Zb.
reisezugwagen mit epoche III beschriftet, gueterwagen schon mit
computerbeschriftung. Bei den loks weiss ich aber nicht, wann die in
Deutschland umbeschriftet wurden.
Was Roco oder M* fuer maerchen erzaehlen ist eine andere frage ;-).
Liebe gruesse
Hans
> Hallo Leute,
> ... unterschiedlichen Epochen...
im Märklin-Katalog findest du eine gute Beschreibung der Epochen
Epoche 4 ist z. B. durch Computer-Nummern der Fahrzeuge
gekennzeichnet. Die Umzeichnung wurde bei den Triebfahrzeugen
sehr schnell gemacht (außer bei den Dampfloks, für die es sich
"nicht mehr gelohnt" hat), bei Wagen eher nach und nach.
Zudem ist der Beginn der Ep 4 etwa zeitgleich mit der Einführung
des Farbschemas ozeanblau/beige. Fahrzeuge in dieser Bemalung
gab es also nicht früher, aber sehr wohl noch Fahrzeuge in
Epoche 3 -grün, -blau, -rot usw, aber mit neuer Nummer.
Die Umbauwagen sind in den 50ern (um-)gebaut worden, nach
1968 mit Computernummer versehen und Anfang/Mitte der 90er
ausgemustert worden. Sie sind also abhängig von der Beschriftung
in Ep3 und 4 korrekt.
An Literatur kann ich dir kein konkretes Buch empfehlen, eher
Bildbände zu verschiedenen Themen.
Im konkreten Einzelfall kannst du natürlich auch hier fragen.
MfG Gerhard
Stefan Neugebauer <St.Neu...@web.de> wrote:
> anzusehen? Wo finde ich denn konkrete Angaben ?ber Indienststellung und
> Ausmusterung von Lokomotiven und Wagen? Beispiel ist z.B. die V200, die
> mit Epoche III angegeben wird, aber teilweise noch Ende der 70er bzw.
> sogar Anfang der 80er im Dienst gesehen wurde, dann allerdings als BR220,
Solche Angaben findest Du in der einschlaegigen Literatur (Baureihen-
Buecher/Hefte).
> versteht sich. Ich frage deshalb, weil ich mir eine Epoche IV Anlage
> aufbauen m?chte und schon 3 und 4 Achsige Umbauwagen habe. Die 4-Achsigen
> sind im M?rklin Katalog mit Epoche IV angegeben und bei Roco mit Epoche
> III.
Das bedeutet, dass die M*-Wagen in Beschriftung... Epoche IV entsprechen
(z.B. Wagennummern in der Mitte unter dem Keks) und die Roco der Ep.III
(Wagennummer am Tuerholm oben). Wie Du schon sagst, unterschieden sich
z.B. die Loks in der Nummerung (1968 umgestellt). Und genau das sollen
die Epochen angeben: welche Merkmale haben sich geaendert. So gab es
z.B. frueher eine 3. Wagenklasse, nur zwei Spitzenlichter, Frabgebungen
und viel andere Merkmale.
Gruss, Kurt
--
Kurt Harders Modellbahnelektronik
mailto:ku...@kharders.de
privat: http://www.kharders.de
Modellbahnelektronik: http://www.kharders.de/weichenantrieb/index.html
Einspruch euer Ehren ;-) Die Computernummern sind 1968 eingeführt worden,
das Faebschema türkis/beige erst 1974...
Viele Grüße
Holger
Stefan Neugebauer <St.Neu...@web.de> writes:
> die Einteilung der unterschiedlichen Epochen scheint mir teilweise etwas
> konfus. Sind die Herstellerangaben z.B. von Roco oder Märklin die
> Haupteinsatzzeiten der Wagen und Lokomotiven und als grobe Richtung
> anzusehen?
IMHO ja. Vergiss diese "Epocheneinteilung". Sie ist nur ein grobes
Raster, das nachträglich erschaffen wurde. Interessanter sind da die
Jahreszahlen, der Hauptuntersuchung, die ein Fahrzeug trägt. Mit einer
Lupe sollte man diese Zahlen lesen können (immer vorausgesettzt, die
Moba-Hersteller bringen authentische Fahrzeuge auf den Markt).
Es gibt da natürlich Einschnitte in der Gescchichte, die gewisse
Zeichen (wie z.B. das Hakenkreuz der späten Deutschen Reichsbahn)
recht schnell verschwinden ließen. Das kann man natürlich
berücksichtigen.
> Wo finde ich denn konkrete Angaben über Indienststellung und
> Ausmusterung von Lokomotiven und Wagen?
Letztendlich nur in Sekundärliteratur. Eine Lok oder ein Wagen wurde
über die Jahre oftmals umbeschriftet, bzw. umgebaut. Hier das
Vertrauen allein auf den Moba-Hersteller zu setzen ist "leicht"
blauäugig. Allerdings hängt das immer vom eigenen Anspruch ab, ob man
wirklich genau einen Zeitabschnitt treffen will, ober ob man "fünfe
grade sein läßt".
Nicht alle Loks und Wagen wurden an einem Tage umbeschriftet. Gewisse
o.g. Symbole dürften aber recht schnell verschwunden sein. Das nur als
Anhalt.
Gruß,
Martin
Martin Teschner schrieb:
> IMHO ja. Vergiss diese "Epocheneinteilung". Sie ist nur ein grobes
> Raster, das nachträglich erschaffen wurde. Interessanter sind da die
> Jahreszahlen, der Hauptuntersuchung, die ein Fahrzeug trägt. Mit einer
> Lupe sollte man diese Zahlen lesen können (immer vorausgesettzt, die
> Moba-Hersteller bringen authentische Fahrzeuge auf den Markt).
Wenn du nach den angaben auf den fahruegen gehst wirst alt. Oft sind die
jahrzehnte im einsatz gewesen, manchmal sehr veraendert andere wieder
lange gleich. Die epochen einteilung der modellbahn sagt natuerlich
wenig aus, weil sich ja dauernd was veraendert hat. Wenigstens
beschriftungsart, solche sachen wie wegfall der 3. klasse und so sind
schon mal gute richtlinien. Aber um genauer zu fahren muesstest die
ausmusterungs- und indienststellungsdaten jedes fahrzeuges haben. Das
geht ja kaum. Dann kaeme einsatzort auch noch dazu...
Die einteilung der modellbahnfirmen ist jedenfalls zuwenig und das was
die bei den fahrzeugen verbrechen meist auch :-(
> Es gibt da natürlich Einschnitte in der Gescchichte, die gewisse
> Zeichen (wie z.B. das Hakenkreuz der späten Deutschen Reichsbahn)
> recht schnell verschwinden ließen. Das kann man natürlich
> berücksichtigen.
Also wagen mit DR alleine, abgesehen von DDR ist schon mal diese zeit.
Geschweisste wagen mit epoche II beschriftung auch, da brauchst keine
kreuze. Kriegsbauartwagen, schuerzenwagen, eine 50, 52, E94. So ist es
halt, aber auch egal...
> Letztendlich nur in Sekundärliteratur. Eine Lok oder ein Wagen wurde
> über die Jahre oftmals umbeschriftet, bzw. umgebaut. Hier das
> Vertrauen allein auf den Moba-Hersteller zu setzen ist "leicht"
> blauäugig.
Milde ausgedruckt...
> Allerdings hängt das immer vom eigenen Anspruch ab, ob man
> wirklich genau einen Zeitabschnitt treffen will, ober ob man "fünfe
> grade sein läßt".
Eben, so die grundzuege treffen ist schon viel. Aber es gefaellt soviel,
dass das ganz genaue garnicht lustig ist. In wirklichkeit hatte eine
strecke vielleicht 5 baureihen. Davon dann mehrere klar. Das ist im
grunde auch nicht so lustig.
Die meisten fahrzeuge haben sich in wirklichkeit nie getroffen.
Liebe gruesse
Hans
Martin Teschner <mar...@teschnertron.de> wrote:
> Stefan Neugebauer <St.Neu...@web.de> writes:
> IMHO ja. Vergiss diese "Epocheneinteilung". Sie ist nur ein grobes
> Raster, das nachträglich erschaffen wurde. Interessanter sind da die
Zustimmung.
> Jahreszahlen, der Hauptuntersuchung, die ein Fahrzeug trägt. Mit einer
> Lupe sollte man diese Zahlen lesen können (immer vorausgesettzt, die
> Moba-Hersteller bringen authentische Fahrzeuge auf den Markt).
Ich halte offensichtliche Aussehensaenderungen (keine 3.Klasse...) fuer
offensichtlicher. Die Jahreszahlen am Fahrzeug liest eh keiner :-).
Kurt Harders schrieb:
> Ich halte offensichtliche Aussehensaenderungen (keine 3.Klasse...) fuer
> offensichtlicher. Die Jahreszahlen am Fahrzeug liest eh keiner :-).
So sehe _ich_ es auch.
Auch bei mir fahren Loks auf der Anlage, die so nie gleichzeitig auf
einer Strecke in Dienst waren.
Entweder weil sie auf verschiedenen Strecken beheimatet waren, oder eben
die Dieselloks die Dampfloks von einem auf den anderen Tag abgelöst
haben.
So gesehen ist die Anlage unrealistisch.
Aber es hätte durchaus so sein können, daß die Loks auch ein Jahr
zusammen im Dienst waren.
So gesehen ist sie _plausibel_. Und das finde ich ausreichend.
Ähnliches gilt für die Autos: Sie sind aus _der_ Zeit (Epoche) .
Natürlich dürfte dann ein Auto, das erst ein Jahr nach
Ausserdienststellung der Dampfloks in dieser Ausführung herauskam nicht
da stehen.
Dennoch _wirkt_ das ganze nicht "falsch" (mindestens auf mich nicht),
auch wenn es das faktisch ist.
Modellbahn ist immer auch Illusion.
Grüße
Werner
--
http://home.t-online.de/home/Werner.Falkenbach
mailto:Werner.F...@t-online.de
Hans Pesserl <hans.p...@chello.at> writes:
> Wenn du nach den angaben auf den fahruegen gehst wirst alt. Oft sind die
> jahrzehnte im einsatz gewesen, manchmal sehr veraendert andere wieder
> lange gleich.
das meinte ich auch eher als Beispiel (auch wenn ich es nicht so
ausruecklich schrieb) um mehr auf die Einsatzzeiten eines Fahreugs in
der jeweiligen Bauform/Ausstattung/Beschriftung etc. zu achten.
> Die einteilung der modellbahnfirmen ist jedenfalls zuwenig und das was
> die bei den fahrzeugen verbrechen meist auch :-(
Schoen waere es, wenn sie zum ganzen Sermon, den sie im Katalog unter
die Fahrzeuge schreiben, angeben wuerden, wann und wo diese Fahrzeuge
anzutreffen waren. Es reicht ja ein circa. Da wuerden meist zwei
Textzeilen schon ausreichen.
> Eben, so die grundzuege treffen ist schon viel. Aber es gefaellt soviel,
> dass das ganz genaue garnicht lustig ist. In wirklichkeit hatte eine
> strecke vielleicht 5 baureihen. Davon dann mehrere klar. Das ist im
> grunde auch nicht so lustig.
Dem stimme ich zu. Ich wuerde auch nie die Nase ruempfen, wenn auf
einer Moba der Rheingold neben dem Henschell-Wegmann-Zug steht.
Gruß,
Martin