im Jahre 1964, zu Weihnachten, erhielt ich meine erste Modelleisenbahn. Eine
Trix-Express Anlage mit zwei Trafos, die von einem befreundeten Modellbauer
nach den Erkenntnissen damaliger Zeit mit den damals möglichen Schikanen im
Auftrag meiner Eltern erstellt worden war. Hierfür wurde ein Eisenbahnzimmer
zur Verfügung gestellt, daß heute manchem Wohnzimmer Ehre machen würde.
Im Jahr zuvor hatten meine Eltern anhand einer Trix Batteriebahn das
generelle Interesse des Filius an der Modellbahn getestet. Ich weiß es noch
wie heute: An Stelle der ersehnten Dampflok wurde der Zug unter
Weihnachtskerzenschein von einer E-Lok gezogen. Mein Geplärre war wohl so
groß, daß noch am Heiligen Abend der Händler zur Herausgabe einer BR 80 von
Trix genötigt wurde.
In den darauf folgenden Jahren gewann ich durch Austausch mit meinen
Klassenkameraden etc.den Eindruck, daß Trix -damals zumindest- einen höheren
Stellenwert als Märklin hatte. Heute, beim Durchblättern von alten
Katalogen, kann ich das nicht mehr nachvollziehen.
Täusche ich mich?
Mit freundlichem Gruß
Kai-Uwe Glauth
>In den darauf folgenden Jahren gewann ich durch Austausch mit meinen
>Klassenkameraden etc.den Eindruck, daß Trix -damals zumindest- einen höheren
>Stellenwert als Märklin hatte. Heute, beim Durchblättern von alten
>Katalogen, kann ich das nicht mehr nachvollziehen.
Hallo Kai-Uwe,
Also für mich war früher (sollte auch so um 1964 gewesen sein, also
mit 10 Jahren) Modelleisenbahn gleichbedeutend mit Märklin (m.W.
damals noch mit großem "M"). Trix und Fleischmann waren natürlich auch
bekannt (meine allererste Eisenbahn - ich weiß gar nicht mehr wann das
war - war eine Fleischmann Spur 0, Wagen noch mit Aufdruck "Made in
US-ZONE"), aber so viel ich mich erinnern kann, war Märklin auch am
meisten im Handel verbreitet (soetwas kann allerdings auch regional
unterschiedlich sein). Erstaunlich ist vielleicht, daß Trix-Express ja
m.W. eigentlich das erste Mehrzugsystem darstellte, aber sich trotzdem
nicht an die Spitze setzen konnte. Ich könnte mir am ehesten
vorstellen, daß Modellbahn damals noch mehr Spielzeug als Hobby war
und da halt die Vorteile des Gleissystems - Stabilität und einfacher
elektrischer Aufbau durch das Mittelleitersystem - ausschlaggebend
waren.
Mittlerweile ist es eh egal, da ja Trix jetzt märklin gehört...
--
auf baldwiederbasteln
Peter Popp
Peter...@t-online.de
http://home.t-online.de/home/peter.popp/ppmoba.htm
Es ist ja nicht unwahrscheinlich, daß sich bei mir durch kindliches Gemüt
geprägte Erinnerungen gemeldet haben. Man möge es mir verzeihen.
Allerdings, wenn man eine typische mittlere Märklin-Anlage des Jahres 1964
mit einer Trix vergleicht, soweit mir das bekannt ist, gibt es doch
nachvollziehbare Präferenzen aus heutiger Sicht:
M's Blechschienen dieser Zeit sahen nun wirklich im Vergleich zu den
Modellschienen von Trix schäbig aus. Der Richtungswechsel mit Bocksprung
degradierte M m. E.s völlig in die Abteilung Kinderkram. Dann die schlanken
D-Zug Wagen aus Kunststoff, die ich damals von Trix hatte, in der Qualität
gab es von M. nichts Vergleichbares. ...
Schon interessant ist die Entwicklung der Unternehmen bis heute. Im Grunde
genommen hat es M. als einziges Unternehmen aus dieser Zeit geschafft, ein
wirklich professionelle Marketing zu entwickeln, in dem es die Rasselbahn
zum Sammelobjekt stilisiert hat ohne den Massenmarkt zu vernachlässigen.
Im technischen Bereich hat M. seit den 50ern keine bahnbrechende Neuerung
auf dem eigenen Konto zu verbuchen: Während FL und Trix frühzeitig auf
Gleichstrom umschwenkten, beharrte M. gegen den damaligen Strom auf dem
Mittelleiter-Wechselstromsystem, das damals m.E. durchaus nicht technisch
überlegen war.
M. hat das vorhandene System weiterentwickelt und geschickt die
systembedingten Nachteile im Rahmen des jeweils technisch Machbaren
kaschiert. Erst mit der elektronischen Umschaltung wurde der Märklin'sche
Richtungswechsel bei Modellbahnern überhaupt salonfähig. Die Loks sind, wenn
ich meine Fleischmänner betrachte, immer noch fürchterlich laut und
schlechter detailiert. Aber mit dem Einsatz von Gleichstrommotoren und
Hochleistungsdekodern schlägt heute eine 37*** Lok alles inpuncto
Fahrverhalten, was man (aus Industriefertigung) aufs Gleis stellen kann.
Dasisso.
Auch die Digitalsteuerung, meine ich, ist doch von FL mit FMZ (bzw. noch
früher von Siemes als Flop) eingeführt worden. Aber was haben die daraus
gemacht!
>Im technischen Bereich hat M. seit den 50ern keine bahnbrechende Neuerung
>auf dem eigenen Konto zu verbuchen:
Das stimmt nun so nicht! Mit Z wurde die kleinste Spurweite kreiert,
dann denke ich an die Telex-Kupplung (Mitte der 60er?), und m.W. war
die M-Digitalsteuerung die erste am Markt (oder irre ich da?). Das
Problem der Bocksprünge wurde mit einem elektronischen Zusatzbaustein
eliminiert. Neben dem Metallgleis hat man mit dem K-Gleis ein nicht
ideales, aber doch wesentlich "schöneres" Gleis aufgelegt. Also
vollkommen "geschlafen" hat man bei märklin nicht, und offensichtlich
hat man sein Zeug auch besser vermarktet.
Man sollte (wie auch bei MS-Windows) nicht über den schimpfen, der das
"schlechtere" System erfolgreich vermarktet, sondern über die die ihre
besseren Produkte nicht an den Mann bringen können. ("schlechter"
bitte nicht wörtlich nehmen!)
>Während FL und Trix frühzeitig auf
>Gleichstrom umschwenkten, beharrte M. gegen den damaligen Strom auf dem
>Mittelleiter-Wechselstromsystem, das damals m.E. durchaus nicht technisch
>überlegen war.
Wie ich schon mal schrieb: offensichtlich war hier nicht technische
Überlegenheit (wobei man über den Begriff noch streiten kann)
ausschlaggebend, sondern das einfachere (ergonomischer ?,-)). Für
Kinderhände bzw. die sogenannten "Teppichbahner" ist es halt
praktischer, wenn man nicht auf Kehrschleifen usw. achten muss (wobei
hier vielleicht noch öfters die Form der 8 vorkommt, damit man die
Brücke unterbringt - die elektrisch das gleiche Problem verursacht).
Das mit der 8 kapier ich nicht.
Bei einer Kreuzung mit isolierten Herzstücken (wir reden hier ja
eh von Teppich/Spielbahn) ist die 8 bei 2L überhaupt kein Problem,
es gibt ja keine gepolten Zungen, die man aufschneiden könnte.
Und bei einer 8 mit Brücke (zumindest so wie ich sie mir vorstelle,
einmal über sich selbst drüber wie in der BRIO-Anfangspackung)
ist das Problem nochmal geringer, da überhaupt keine Kreuzung
vorkommt. Oder verstehe ich Dich völlig falsch?
Nachtrag zum isolierten Herzstück: Der Peco'sche Inselfrosch
(insulfrog) ist auf nebulöse Weise im Conrad-Katalog
(wie schon hier geschrieben eh eine groteske Stilblütensammlung)
vom Frosch zum Nebel mutiert, bzw hat sich in Nebel aufgelöst,
jedenfalls kann man dort ebenso vom "electrofog" lesen :-)
Moritz
Kai-Uwe Glauth schrieb:
> > Stabilität und einfacher
> > elektrischer Aufbau durch das Mittelleitersystem - ausschlaggebend
> > waren.
>
Ich wage mal zu behaupten, daß T.E. das vergleichsweise komplizierteste System
war. Mitteleiter als gemeinsamer Rückleiter, wahlweise die linke oder rechte
Außenschiene für zwei Lokomotiven, die dann aber auch unabhängig voneinander
geregelt werden konnten.
Da war das wirklich symmetrische 3L-AC System von Märklin sicher einfacher.
> .... Dann die schlanken
> D-Zug Wagen aus Kunststoff, die ich damals von Trix hatte, in der Qualität
> gab es von M. nichts Vergleichbares. ...
Die stammten aus der Fertigung eines auch ansonsten nicht ganz unbekannten Herrn
Willy Ade. Das Zerwürfnis zwischen Ade und Trix hatte für Trix modellmäßig einen
Rückfall in die "Steinzeit" zur Folge. Von den Folgen hat sich Trix bis heute
nicht erholt, bzw. sie dürften die Ursache für die Übernahme durch Märklin
gewesen sein.
Die genannten Wagen bildeten später den Grundstock für das Röwa-Programm. Nach
dem Konkurs von Röwa gelangen sie schließlich zu Roco. Roco hätte nicht
annähernd den Erfolg auf dem Deutschen Markt gehabt, wenn sie nicht auf diesen
soliden Grundstock hätten zurückgreifen können...
In der Tat waren diese Wagen ihrer Zeit damals weit voraus.
> Schon interessant ist die Entwicklung der Unternehmen bis heute. Im Grunde
> genommen hat es M. als einziges Unternehmen aus dieser Zeit geschafft, ein
> wirklich professionelle Marketing zu entwickeln, in dem es die Rasselbahn
> zum Sammelobjekt stilisiert hat ohne den Massenmarkt zu vernachlässigen.
>
Das ist sicher wahr, auch wenn mich ein derart professionelles Marketing, in dem
der Zweck die Mittel heiligt, manchmal wieder abstößt ....
> Auch die Digitalsteuerung, meine ich, ist doch von FL mit FMZ (bzw. noch
> früher von Siemes als Flop) eingeführt worden. Aber was haben die daraus
> gemacht!
>
Fleischmann hat sich mit seinem Digitalsystem aus meiner Sicht von Anfang an auf
einem toten Gleis bewegt. Schon die erste Besichtigung beim Händler nach der
Auslieferung irgendwann Mitte der 80er hat mich nicht überzeugt. Sehr spät hat
man jetzt das Ruder herumgerissen und bietet nun mit Twin-Box und Twin-Decoder
ein System an, daß nun den Weg in die digitale Zukunft bahnt, ohne die alten
Kunden vor den Kopf zu stoßen.
Gruß
Michael
Peter Popp wrote:
> Erstaunlich ist vielleicht, daß Trix-Express ja
> m.W. eigentlich das erste Mehrzugsystem darstellte, aber sich trotzdem
> nicht an die Spitze setzen konnte.
Eins darf man dabei nicht vergessen: TRIX-Express hat mit einem
Wechselstromsystem angefamgen. Leider mit dem Nachteil, dass die
Richtungsumschaltung nicht mit einem Spannungsimpuls, sondern mit dem
Ausschalten der Fahrspannung bewerkstelligt wurde. Für ein stehendes
Fahrzeug lag also immer noch eine geringe Spannung an der Schiene. Ergo,
jeder Fussel auf der Schiene erzeugte eine Fahrtrichtungsänderung. Warum
damals nicht auf die Umschaltung nach dem Prinzip von Märklin
umgeschwenkt wurde, ist mir nicht bekannt, da könnten aber evtl. die
Märklin-Historiker ein wenig nachhelfen.
Sei es wie es sei, ab dem Jahre 1953 wurde mit Gleichstrom gefahren und
so schöne Sachen wie eine fernsteuerbare Automatikentkupplung an der E94
(Baujahre 51-55) waren plötzlich nicht mehr möglich. D.h. die Kundschaft
der letzten 28Jahre hatte plötzlich veraltete Modelle auf der Platte.
Nun ja, da kommt die Firmentreue schon mal ins wanken.
> Ich könnte mir am ehesten
> vorstellen, daß Modellbahn damals noch mehr Spielzeug als Hobby war
> und da halt die Vorteile des Gleissystems - Stabilität und einfacher
> elektrischer Aufbau durch das Mittelleitersystem - ausschlaggebend
> waren.
Schon mal das Bakelitgleis von Trix in der Hand gehabt? Das Blechzeugs
ist dagegen einfach schwach und wenn ich auf die zweite Lok verzichte,
dann sind Gleisgeometrien noch und nöcher möglich.
> Mittlerweile ist es eh egal, da ja Trix jetzt märklin gehört...
Richtig, das Bakelit^WC-Gleis feiert fröhliche Auferstehung. Nur die
Kontakte sind heute etwas filigraner.
Gruss Jens
Meine Darstellung ist natürlich holzschnittartig. Ich möchte auch nur eine
Art Evolution darstellen. 'Geschlafen' habe ich nicht gesagt und nicht
gemeint. Aber, bezogen auf die vorgebrachten Einwände, könnte man dagegen
präzisieren, daß alle s.o. gebrachten technischen Innovationen, wenn sie
schon nicht geflopt haben, sie immerhin nicht zugleich auch ein so großer
kommerzieller Erfolg geworden sind, daß DAmit die Konkurrenz beim
Marktanteil abgehängt werden konnte. Gilt insbesondere für Z und MAXI.
Digital ist hier sicherlich ein Spezialfall. (Und schon wieder gleiten wir
ins Digitale ab!) Im Jahre 1984 war Digital sicherlich keine vertriebliche
Offenbarung. Das kam später, als der ausrangierte Zweit-PC in Haushalten
verfügbar wurde. Und auch hier gab es Irrungen in Gestalt von in der
Funktionsweise eingeschränktem Material (6022/23 -Zentralen, Delta-Decoder).
Übrigens, Lenz macht sicherlich mit seiner kompakten Dingsbox jetzt den
gleichen Fehler.
Einen richtigen Sprung wird M Digital erst durch das Aufkommen von
Multiprotokollzentralen von (notabene) Fremdherstellern bekommen, sprich
Intellibox (IB muß ja aber nicht das letzte Wort sein). Die IB ist ja wie
eine PremiereWorld-Box für Märklinisten: Endlich (Gleichstrom-) Decoder von
Selectrix oder DCC fahren, die in ihrer Entwicklung zugegebenermaßen weiter
sind als ihre M.-Pendants. Warum dann noch auf ein anderes System neidisch
sein. M's Zenit könnte damit aber auch überschritten sein.
>
> Man sollte (wie auch bei MS-Windows) nicht über den schimpfen, der das
> "schlechtere" System erfolgreich vermarktet, sondern über die die ihre
> besseren Produkte nicht an den Mann bringen können. ("schlechter"
> bitte nicht wörtlich nehmen!)
>
Doch, weil es richtig ist. Genau das habe ich ja gemeint. Ich glaube
trotzdem, daß ich mit M Digital allemal die besseren (wenn auch) Kompromisse
gemacht habe. Aber dieses ist ein anderes Thema.
>Peter Popp wrote:
>>
>> Für Kinderhände bzw. die sogenannten "Teppichbahner" ist es halt
>> praktischer, wenn man nicht auf Kehrschleifen usw. achten muss (wobei
>> hier vielleicht noch öfters die Form der 8 vorkommt, damit man die
>> Brücke unterbringt - die elektrisch das gleiche Problem verursacht).
>
>Das mit der 8 kapier ich nicht.
Tut mir Leid: das war Quatsch. Irgendwie hatte ich mir das eingebildet
aufgrund der Erfahrung mit der Autorennbahn, wo die Autos mal innen
und mal aussen sind.... manchmal sollte man vor inbetriebnahme der
Finger das Gehirn einschalten ;-).
>Nachtrag zum isolierten Herzstück: Der Peco'sche Inselfrosch
>(insulfrog) ist auf nebulöse Weise im Conrad-Katalog
>(wie schon hier geschrieben eh eine groteske Stilblütensammlung)
>vom Frosch zum Nebel mutiert, bzw hat sich in Nebel aufgelöst,
>jedenfalls kann man dort ebenso vom "electrofog" lesen :-)
Naja, auch der Conrad-Hauptkatalog scheint aus der gleichen Feder zu
stammen, ich habe beispielsweise einen Stecker mit zeitlicher
Zuleitung (statt seitlicher) gefunden ... ;-).
--
auf Wiederschottern
Kai-Uwe Glauth schrieb:
> Digital ist hier sicherlich ein Spezialfall. (Und schon wieder
> gleiten wir ins Digitale ab!) Im Jahre 1984 war Digital
> sicherlich keine vertriebliche Offenbarung. Das kam später,
> als der ausrangierte Zweit-PC in Haushalten verfügbar wurde.
Braucht man wirklich einen PC zum digitalen fahren? (Duck)
> Und auch hier gab es Irrungen in Gestalt von in der Funktionsweise > eingeschränktem Material (6022/23 -Zentralen, Delta-Decoder).
> Übrigens, Lenz macht sicherlich mit seiner kompakten Dingsbox
> jetzt den gleichen Fehler.
Was heisst "Fehler"? Fuer den Hersteller sicherlich nicht:
Die Leute sehen, dass es fuer 99,-- Euro eine Zentrale gibt. Dazu noch
ein paar DM 35,-- Decoder und ab gehts. Wenn sie dann feststellen, dass
man mit dem "Compact" nur die ersten 8 Register programmieren kann und
man daher viele Moeglichkeiten der Decoder nicht nutzen kann, muessen
sie nachlegen: Entweder sie kaufen was anderes, dann koennen sie das
Compact an die Wand nageln. Oder sie bleiben bei Lenz und koennen es
zumindestens noch als Regler verwenden. Und schon hat Lenz die Kunden an
sein System gebunden.
Das ist wie die billige Anfaengerpackung, bei der sich die
mitgelieferten Zuege in der zu kurzen Ausweichstelle nicht begegnen
koennen, und man ersteinmal Schienen nachkaufen muss. Aber zunaechst
muss man den Kunden mit einer billigen Anfangspackung koedern.
Gehaessig koennte man sagen:
Billig anfixen und dann das Dope teuer verkaufen.
Nur so kommt man zu Geld.
Gruss,
Reinhard
>Braucht man wirklich einen PC zum digitalen fahren? (Duck)
Habe ich das etwa behauptet? (Wieso Duck?)
>Was heisst "Fehler"? Fuer den Hersteller sicherlich nicht:
>Die Leute sehen, dass es fuer 99,-- Euro eine Zentrale gibt. >Dazu noch
>ein paar DM 35,-- Decoder und ab gehts. Wenn sie dann >feststellen, dass
>man mit dem "Compact" nur die ersten 8 Register >programmieren kann und
>man daher viele Moeglichkeiten der Decoder nicht nutzen >kann, muessen
>sie nachlegen: Entweder sie kaufen was anderes, dann >koennen sie das
>Compact an die Wand nageln. Oder sie bleiben bei Lenz und >koennen es
>umindestens noch als Regler verwenden. Und schon hat Lenz >die Kunden an
>sein System gebunden.
So genau wußte ich das gar nicht mehr.
>Das ist wie die billige Anfaengerpackung, bei der sich die
>mitgelieferten Zuege in der zu kurzen Ausweichstelle nicht >begegnen
>koennen, und man ersteinmal Schienen nachkaufen muss. Aber >zunaechst
>muss man den Kunden mit einer billigen Anfangspackung >koedern.
Das ist was anderes: In Startpackungen erhält der Kunde anständige Ware,
womöglich zur Hälfte des Preises.
>Gehaessig koennte man sagen:
>Billig anfixen und dann das Dope teuer verkaufen.
>Nur so kommt man zu Geld.
Vorsichtig, so was darf man doch nicht (öffentlich?) sagen! Ich hielte das
lediglich für eine Vergesäßung des Kunden, die sich hoffentlich nicht
auszahlt.
Mit freundlichem Gruß
KUG
> Braucht man wirklich einen PC zum digitalen fahren? (Duck)
Braucht man wirklich eine Teerstraße um einen Ferrari zu fahren? Nein,
es reicht auch ein Feldweg;-)
Gruß
Michael
Michael´s Maerklin Modeltrain
http://Bardioc.tripod.com/
>>Das ist wie die billige Anfaengerpackung, bei der sich die
>>mitgelieferten Zuege in der zu kurzen Ausweichstelle nicht >begegnen
>>koennen, und man ersteinmal Schienen nachkaufen muss. Aber >zunaechst
>>muss man den Kunden mit einer billigen Anfangspackung >koedern.
>>Gehaessig koennte man sagen:
>>Billig anfixen und dann das Dope teuer verkaufen.
>>Nur so kommt man zu Geld.
>
>Vorsichtig, so was darf man doch nicht (öffentlich?) sagen! Ich hielte das
>lediglich für eine Vergesäßung des Kunden, die sich hoffentlich nicht
>auszahlt.
Naja, als "Ködern" oder "Vergesäßung" (ein schönes Wort!) würde ich
das jetzt nicht unbedingt betrachten: wie bei vielem anderen auch hat
m.E. der Käufer einer Sache eine gewisse "Holschuld" in Bezug auf
Informationen und ist selber verantwortlich, was er kauft. Vielleicht
ist der ein oder andere (der nicht selber bauen will oder kann) auch
froh über eine günstige Einstiegsmöglichkeit in Digital...
Wer blind das kauft, was ihm der am Verkauf verdienende empfiehlt, ist
m.E. selber schuld. Von der anderen Seite gesehen: die Hersteller
merken jetzt offensichtlich doch, dass der Einstieg in Digital - bzw.
der Umstieg - vielen zu teuer ist und preiswerte Geräte den Weg
bereiten müssen. Auch der Fahranfänger kauft sich erst mal ein
billiges Auto....
--
auf Wiederschottern
Eher. Meine 01, die Weihnachten 1958 unter dem Weihnachtsbaum lag, hatte
bereits eine Telex-Kupplung.
Viele Grüße
Heinrich Hanke
>im Jahre 1964, zu Weihnachten, erhielt ich meine erste Modelleisenbahn. Eine
Das war auch bei mir das Datum.
>In den darauf folgenden Jahren gewann ich durch Austausch mit meinen
>Klassenkameraden etc.den Eindruck, daß Trix -damals zumindest- einen höheren
>Stellenwert als Märklin hatte. Heute, beim Durchblättern von alten
Mir ist aus damaliger Zeit überhaupt kein Trixler in Erinnerung. Auch
jetzt kenne ich persönlich nur einen, der früher Trix Express fuhr.
Außer den Märklinisten hatten wir nur ein oder zwei regelmäßig
bemitleidete (bzw., wie Kinder nun mal sind, mit Häme übergossene)
Fleischmänner in der Schule.
Dr.K.
--
RA Dr. M. Michael König
Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
Antoniter-Weg 11 Adelonstraße 58
D-65843 Sulzbach/Ts. D-65929 Frankfurt a.M.
+49/6196/750120 FON +49/69/301024
+49/6196/750324 FAX +49/69/315271
e-mail in...@drkoenig.de
http://www.drkoenig.de
Ulrich
Peter Popp <peter...@msc-software.de> wrote in message
news:39c35a0f...@news.btx.dtag.de...
> Zum Thema Lenz:
>
> >>Das ist wie die billige Anfaengerpackung, bei der sich die
> >>mitgelieferten Zuege in der zu kurzen Ausweichstelle nicht >begegnen
> >>koennen, und man ersteinmal Schienen nachkaufen muss. Aber >zunaechst
> >>muss man den Kunden mit einer billigen Anfangspackung >koedern.
>
> >>Gehaessig koennte man sagen:
> >>Billig anfixen und dann das Dope teuer verkaufen.
> >>Nur so kommt man zu Geld.
> >
> >Vorsichtig, so was darf man doch nicht (öffentlich?) sagen! Ich hielte
das
> >lediglich für eine Vergesäßung des Kunden, die sich hoffentlich nicht
> >auszahlt.
>
> Naja, als "Ködern" oder "Vergesäßung" (ein schönes Wort!) würde ich
> das jetzt nicht unbedingt betrachten: wie bei vielem anderen auch hat
> m.E. der Käufer einer Sache eine gewisse "Holschuld" in Bezug auf
> Informationen und ist selber verantwortlich, was er kauft. Vielleicht
> ist der ein oder andere (der nicht selber bauen will oder kann) auch
> froh über eine günstige Einstiegsmöglichkeit in Digital...
> Wer blind das kauft, was ihm der am Verkauf verdienende empfiehlt, ist
> m.E. selber schuld. Von der anderen Seite gesehen: die Hersteller
> merken jetzt offensichtlich doch, dass der Einstieg in Digital - bzw.
> der Umstieg - vielen zu teuer ist und preiswerte Geräte den Weg
> bereiten müssen. Auch der Fahranfänger kauft sich erst mal ein
> billiges Auto....
> --
>
> auf Wiederschottern
>
Kai-Uwe Glauth schrieb:
> "Reinhard Mueller" schrieb:
> >Braucht man wirklich einen PC zum digitalen fahren? (Duck)
> Habe ich das etwa behauptet? (Wieso Duck?)
Na, das Thema Digital ohne PC hatten wir schon mal.
> Das ist was anderes: In Startpackungen erhält der Kunde
> anständige Ware, womöglich zur Hälfte des Preises.
Das Compact ist durchaus anstaendige Ware zu einem sehr guenstigen
Preis. Nur eben bewusst im Funktionsumfang eingeschraenkt.
Peter Popp schrieb:
> Wer blind das kauft, was ihm der am Verkauf verdienende empfiehlt,
> ist m.E. selber schuld. Von der anderen Seite gesehen:
> die Hersteller merken jetzt offensichtlich doch, dass der Einstieg
> in Digital - bzw. der Umstieg - vielen zu teuer ist und preiswerte
> Geräte den Weg bereiten müssen.
Und genau so ist das Compact gemeint. Lenz wird sicherlich nicht viel
mehr am Compact verdienen, als die Modellbahnhersteller an ihren
Startpackungen.
> Auch der Fahranfänger kauft sich erst mal ein billiges Auto....
Wobei das aber nicht 'kuenstlich' in seiner Leitstungsfaehigkeit
beschnitten ist. Bei Einsteigergeraeten muss das wohl so sein, um nicht
das Preisgefuege total zu zerstoeren und den Herstellern noch einen
anstaendigen Gewinn zu ermoeglichen.
Gruss,
Reinhard
Michael Prieskorn schrieb:
> Reinhard Mueller wrote:
> > Braucht man wirklich einen PC zum digitalen fahren? (Duck)
>
> Braucht man wirklich eine Teerstraße um einen Ferrari zu fahren? Nein,
> es reicht auch ein Feldweg;-)
Vooorsicht. Schon mal digitalen Btrieb auf FREMO-Modulen gesehen?
Vermutlich nein. Anders ist der Kommentar nicht nachvollziehbar.
Natuerlich sind das andere Voraussetzungen als bei der Heimanlage, wo
man sich nicht auf jeder Lok einen Lokfuehrer leisten kann. Dort kann
der PC Mitspieler sein bzw. ersetzen. Aber im Verein mit ausreichender
Personaldecke ist es schoener als mit einem 'dummen' PC.
Gruss,
Reinhard
"Reinhard Mueller" <Reinhard....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:39C650B2...@gmx.de...
>Moin moin,
>> Das ist was anderes: In Startpackungen erhält der Kunde
>> anständige Ware, womöglich zur Hälfte des Preises.
>Das Compact ist durchaus anstaendige Ware zu einem sehr >guenstigen
>Preis. Nur eben bewusst im Funktionsumfang eingeschraenkt.
>Wobei das aber nicht 'kuenstlich' in seiner Leitstungsfaehigkeit
>beschnitten ist. Bei Einsteigergeraeten muss das wohl so sein, um >nicht
>das Preisgefuege total zu zerstoeren und den Herstellern noch >einen
>anstaendigen Gewinn zu ermoeglichen.
>Gruss,
>Reinhard
Wenn ich mich recht entsinne, wird das gutste Ding angepriesen wie das
NONPLUSULTRA, OHNE auf die Einschränkungen hinzuweisen. Damit wird ein
Fehlkauf vom Hersteller m. E. billigend inkauf genommen, wenn nicht gar
provoziert. Und das ist nicht mehr akzeptabel. Aber das ist Ansichtssache
und unter klugen Leuten wie uns nicht streitfähig.
Mit freundlichem Gruß,
Kai-Uwe Glauth
sehe ich auch so.
Der Unterschied zu Anfangspackungen ist der , daß ich bei diesen _alle_
Teile später weiterverwenden und zu einem großen Ganzen ergänzen kann.
Das ist bei dem Lenz eben genau nicht so - will man alle Features der
Produktphilosophie nutzen, muß man ein _neues_ Gerät kaufen, das Compact
ist dann schlicht überflüssig.
Ein modulares System, das (z.B. durch Tausch eines Eproms) aufgerüstet
werden könnte wäre hier für den Kunden mehr wert. Aber um den geht's ja
nicht...
Grüße
Werner
--
http://home.t-online.de/home/Werner.Falkenbach
mailto:Werner.F...@t-online.de
Ich habe das compact....
Ich habe es mir aus zwei Gründen gekauft: Ich wollte digital fahren
können und der Preis war gut. Ich habe auch erst nach dem Kauf
erfahren, dass das Gerät nur die Register-Programmierung zuläßt.
Derzeit habe ich noch nicht getestet, ob sich Lenz Decoder über
den Modus "register indirect" programmieren lassen. Es steht zwar
nirgends, dass es geht aber ich wüßte nicht, was dagegen sprechen
sollte. Dann könnten man wenigstens bei Lenz-Dekodern z.B. die
Kennlinie programmieren.
Ansonsten hatte ich von Anfang an vor, TMW o.ä. zu bauen und meinen
Laptop als Zentrale zu nutzen. Bis das allerdings fertig ist und
funktioniert, habe ich eben das compact als funktionsfähiges
Testmuster;-)
Ciao, Udo
Kai-Uwe Glauth schrieb:
> Wenn ich mich recht entsinne, wird das gutste Ding angepriesen
> wie das NONPLUSULTRA, OHNE auf die Einschränkungen hinzuweisen.
> Damit wird ein Fehlkauf vom Hersteller m. E. billigend inkauf
> genommen, wenn nicht gar provoziert.
Ich habe mich bisher nur mit der technischen Seite befasst. Aber ich bin
auch der Meinung, dass die begrenzten Faehigkeiten im Prospect deutlich
vermerkt sein muessten.
Werner Falkenbach schrieb:
> Der Unterschied zu Anfangspackungen ist der , daß ich bei diesen
> _alle_ Teile später weiterverwenden und zu einem großen Ganzen
> ergänzen kann. Das ist bei dem Lenz eben genau nicht so - will
> man alle Features der Produktphilosophie nutzen, muß man ein
> _neues_ Gerät kaufen, das Compact ist dann schlicht überflüssig.
Nein. Es kann immernoch als Handregler genutzt werden. Und die sind bei
Lenz sogar teurer als das Compact. Sonst wuerde das mit der
Kundenbindung nicht funktionieren.
> Ein modulares System, das (z.B. durch Tausch eines Eproms)
> aufgerüstet werden könnte wäre hier für den Kunden mehr wert.
> Aber um den geht's ja nicht...
Ich hoffe, dass sich die Funktionsbeschraenkung des Compact rumspricht
und es ein Update auf den Funktionsumfang der Atlas-Zentrale geben wird.
http://www.atlasrr.com/dcc/commander.asp
Die gibt es demnaechst in den USA, sieht fast genauso aus wie das
Compact und kann alle CVs programmieren. Zudem ist die Ausgangsspannung
stabilisiert, womit dort die Zentrale auch etwas teurer ist.
Ich moechte hier keinesfalls die Verkaufpolitik von Lenz vertreten.
Mir gefaellt, dass es eine billige Zentrale fuer Einsteiger gibt, aber
mir gefaellt nicht, dass dem Kunden gegenueber die Einschraenkungen
nicht deutlich genug geaeussert werden.
Gruss,
Reinhard
Udo Baumgart schrieb:
> Ich habe das compact....
> Ich habe es mir aus zwei Gründen gekauft: Ich wollte digital fahren
> können und der Preis war gut. Ich habe auch erst nach dem Kauf
> erfahren, dass das Gerät nur die Register-Programmierung zuläßt.
Genau so hat sich das Lenz wohl gedacht. :-(
> Derzeit habe ich noch nicht getestet, ob sich Lenz Decoder über
> den Modus "register indirect" programmieren lassen.
Meinst Du den Paged Mode ueber Register 6?
Das ist der Standardmoduls bei Digitrax, weshalb wir den am Anfang
grundsaetzlich verwendet haben. Sollte also _vom_Decoder_her_ gehen (bei
'alten' Lenz-Decodern ohne 'XF' bin ich mir aber nicht sicher).
Aber: Entsprechend der NMRA-RP 9.2.3
http://www.tttrains.com/nmradcc/rp923.html#physical_addressing
wird beim "physical register addressing" vor _jedem_ Zugriff auf ein
Register das Pageregister (R6) auf den Default 1 = Zugriff auf CV1 bis
CV4 gesetzt. D.h. schon beim Pruefen, ob der Wert im Register 6
angekommen ist, wird dieses Register auf 1 gesetzt. :-(
Da muss wirklich die Zentrale selbst das R6 bedienen, und das macht das
Compact nicht. Der Trick geht also leider nicht.
> Ansonsten hatte ich von Anfang an vor, TMW o.ä. zu bauen und meinen
> Laptop als Zentrale zu nutzen. Bis das allerdings fertig ist und
> funktioniert, habe ich eben das compact als funktionsfähiges
> Testmuster;-)
Dann verschieb mal die Programmierorgien und konzentrier dich auf TMW.
Gruss,
Reinhard
>Ich moechte hier keinesfalls die Verkaufpolitik von Lenz vertreten. =
>
>Mir gefaellt, dass es eine billige Zentrale fuer Einsteiger gibt, aber
>mir gefaellt nicht, dass dem Kunden gegenueber die Einschraenkungen
>nicht deutlich genug geaeussert werden.
Tja, das ist leider ein allgemein feststellbares Prinzip - nicht nur
bei der Modellbahn.
--
auf Wiedersteuern
Da wäre ich mir nicht so sicher. In der Dekoderdoku wird beschrieben,
wie mit Lenz Software Version < 2.0 (oder war es 3.0) genau diese
Vorgehensweise möglich sein soll. Wie gesagt: Ich werde es
ausprobieren.
Ciao, Udo
Udo Baumgart schrieb:
>
> Reinhard Mueller schrieb:
> > Da muss wirklich die Zentrale selbst das R6 bedienen, und das
> > macht das Compact nicht. Der Trick geht also leider nicht.
>
> Da wäre ich mir nicht so sicher. In der Dekoderdoku wird beschrieben,
> wie mit Lenz Software Version < 2.0 (oder war es 3.0) genau diese
> Vorgehensweise möglich sein soll. Wie gesagt: Ich werde es
> ausprobieren.
Ich bitte das Ergebnis hier zu posten.
Es waere zu schoen, wenn es doch ginge.
Mein Wissensstand:
Die NMRA-Norm schreibt das Ruecksetzen von R6 vor, damit ein Zugriff auf
z.B. Register 2 auch Register bzw. CV 2 erreicht, und nicht CV6 oder
CV10 oder CV14 oder ....
Lenz hat das Compact zur Konformitaetspruefung eingereicht. Er weiss,
dass die Registerprogrammierung so gemacht werden muss, wenn das Compact
das Siegel erhalten soll.
Die Software Versionen < 2.0 haben kein Konformitaetssiegel *), konnten
das also anders machen, d.h. brauchten R6 nicht immer zurueckzusetzen.
Gruss,
Reinhard
*) Ein Konformitaetssiegel haben:
(96-8) LZ100, Vers. 2.2 mit LH Versionen 1.5 und 2.1
(99-47) LV101 command station (damit ist wohl das Set 02 gemeint)