Hallo Daniel,
Am 21.11.2013 22:05, schrieb Daniel Guidetti:
> Hallo Uli
>
> Zu deiner Antwort:
> Das heisst also fᅵr mich, dass ich im Prinzip vor jedem
> Signal (Einfahrsignal, Ausfahrsignal, Blocksignal) einen
> Halteabschnitt einplanen sollte um sehr genau vor dem Signal
> anhalten zu kᅵnnen.
genau, das ist dann das Mittel zum Zweck.
> Diesen werde ich gemᅵss deinem Tipp mind.
> 30 cm lang machen. Gehe ich richtig in der Annahme, dass dieser
> Abschnitt auch 50 cm oder 70 cm sein kann (nicht jeder Punkt
> der Anlage ist gleich gut zugᅵnglich...)?
Das geht auch. Man kann den Haltepunkt dann virtuell weiter
vor das Signal verlegen, hat aber wieder etwas mehr Ungenauigkeit
bei der Halteposition.
>
> Und der Rest erledigt die Software? Wow, wusste nicht, dass
> das so einfach ist.
Ja so einfach ist das, wenn das Programm das auch so hergibt.
Als erstes wird ein Profil der Lok angelegt, bei dem auch eine
Geschwindigkeitskurve angelegt wird. (Das ist ein automatischer
Ablauf, den das Programm dann ausfᅵhrt.) Wenn die Software dann weiᅵ,
wie schnell das Fahrzeug bei den einzelnen Fahrstufen ist,
und in den Blᅵcken dann ein Distanzpunkt in cm eingestellt werden kann,
ab wann die Bremsung zu beginnen hat, kann die Software das mᅵhelos
ᅵber eine Zeit- Wegberechnung steuern. Voraussetzung ist natᅵrlich, das
die Fahrzeuge einwandfrei laufen. Der Haltepunkt ist dann der dritte
und Endpunkt.
Also etwa so, der Block ist 5 Meter lang und wird auf der ganzen
Lᅵnge durch *einen* Belegtmelder ᅵberwacht. Erster Punkt,
nach 3 Metern beginn der Bremsstrecke, zweite Eingabe, die Rampe fᅵr
die Bremsung, also der Weg, der von V-ist bis V-min zurᅵckgelegt wird,
sind z.b. 1,70 Meter, dann ist der Haltepunkt bei 4,70 Meter zu setzen.
Wird ein weiterer Melder als Haltmelder eingesetzt, dann ist die Distanz
fᅵr diesen Haltmelder bei 0 cm zu setzen, oder eben der Lᅵnge
die es bis zum Signal braucht. Bis das alles perfekt lᅵuft,
braucht man ganz sicher etwas Routine mit dem Programm.
>
> Wie ist denn das mit den Einstellungen der Loks? Dort gibt
> es doch diesen Regler fᅵr die Bremsverzᅵgerung. Spielt der
> hier ᅵberhaupt eine Rolle? Kann ich damit das Verhalten jeder Lok fein justieren?
Auch hier kommt es auf den Komfort des Programms an. In der Regel ist
es so, das die Anfahr- und Bremsverzᅵgerung auf ein Minimum eingestellt
wird und die Software das ᅵbernimmt. Da wird dann sogar berᅵcksichtigt,
wie schwer der Zug ist der an der Lok hᅵngt und sogar ist einzustellen,
ob der Zug beladen oder leer ist. Mit Soundloks wird man etwas mehr
probieren mᅵssen, aber auch das funktioniert dann perfekt.
>
> Von RocRail habe ich schon gehᅵrt, werde mir das einmal zu Gemᅵte fᅵhren.
Ein Tipp dazu, je billiger die Software ist, um so mehr muss in die
Hardware investiert werden. Das heiᅵt jetzt aber nicht, das die Hardware
fᅵr das teurere Programm schlampig sein darf. Aber man benᅵtigt z.B.
eventuell mehr Kontakt- und Belegtmelder. Bei dem obigen Beispiel kann
man z.B. mehrere virtuelle Brems- und Haltepunkte mit dem einen
Belegtmelder verbinden und diese in Abhᅵngigkeit von bestimmten
Betriebssituationen, Zugfahrten, oder Zᅵgen zuordnen. So kann z.B.
ein Personenzug, egal wie lang er ist, mittig am Bahnsteig halten,
wᅵhrend der Gᅵterzug bei Hp0 bis zum Signal vorzieht.
Gruᅵ