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rutschende Lok

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cbm642

unread,
Mar 9, 2004, 3:29:52 PM3/9/04
to
Habe eine Lok der BR250 für Spur TT von Tillig TT Bahnen, die anfangs sehr
gut mit Waggons leichte Steigungen geschafft hat.
Mittlerweile hat diese Lok Probleme, selbst ohne Waggons leichte Steigungen
zu schaffen.
Haftreifen habe ich gewechselt, leider ohne Erfolg. Eine Ursache habe ich
finden können: Durch das Verwenden eines Schienenreinigungswagens wurde die
Gleisoberfläche derart geglättet, daß der Zug Probleme hat, Halt zu finden
(andere Lokomotiven scheinen von diesem Phenomän unbeeindruckt). Durch
Nachbearbeiten der Gleisoberfläche mit Schleifpapier zum Anrauen ergibt nur
kurzzeitigen Erfolg, nach wenigen Runden auch ohne den Reinigungswagen ist
der Halt weg. Wenn ich den Zug mehrere Haftreifen besetzte Treibräder
einbaue, dann ist die Stromaufnahme erheblich eingeschränkt.
Welche Hausmittel gibt es, um solche Rutscheffekte zu vermindern oder zu
beseitigen?


Stefan Seibt

unread,
Mar 10, 2004, 3:20:16 PM3/10/04
to
Hallo cbm642,

cbm642 schrieb:

> Habe eine Lok der BR250 für Spur TT von Tillig TT Bahnen,

Ja die habe ich auch allerdings von BTTB.

>die anfangs sehr
> gut mit Waggons leichte Steigungen geschafft hat.
> Mittlerweile hat diese Lok Probleme, selbst ohne Waggons leichte
Steigungen
> zu schaffen.
> Haftreifen habe ich gewechselt, leider ohne Erfolg. Eine Ursache habe
ich
> finden können: Durch das Verwenden eines Schienenreinigungswagens
wurde die
> Gleisoberfläche derart geglättet, daß der Zug Probleme hat, Halt zu
finden
> (andere Lokomotiven scheinen von diesem Phenomän unbeeindruckt).

Was fuer eine Steigung war das denn?

> Durch
> Nachbearbeiten der Gleisoberfläche mit Schleifpapier zum Anrauen
ergibt nur
> kurzzeitigen Erfolg, nach wenigen Runden auch ohne den Reinigungswagen
ist
> der Halt weg. Wenn ich den Zug mehrere Haftreifen besetzte Treibräder
> einbaue, dann ist die Stromaufnahme erheblich eingeschränkt.
> Welche Hausmittel gibt es, um solche Rutscheffekte zu vermindern oder
zu
> beseitigen?

Nachdem meine Lok (Sie stand etwa 3-4 Jahre) auch nicht so recht fahren
wollte,
dachte ich auch das laege an den Haftreifen.
Frage: Hast du die Lok auch schon mal gereinigt? Sprich die Wellen und
Zahnraeder?

Nachdem ich das durchgezogen habe funktionierte die Lok wieder wie am
Schnuerchen.

mfg Stefan

--
--
sTefan seibT

Bei PM als Betreff "News" angeben alles andere landet im Filter!

Joerg Schroeter

unread,
Mar 10, 2004, 4:31:50 PM3/10/04
to
cbm642 schrieb: Durch

> Nachbearbeiten der Gleisoberfläche mit Schleifpapier zum Anrauen ergibt nur
> kurzzeitigen Erfolg, nach wenigen Runden auch ohne den Reinigungswagen ist
> der Halt weg. Wenn ich den Zug mehrere Haftreifen besetzte Treibräder
> einbaue, dann ist die Stromaufnahme erheblich eingeschränkt.
> Welche Hausmittel gibt es, um solche Rutscheffekte zu vermindern oder zu
> beseitigen?
>

Niemals die Gleisköpfe aufrauhen!!!!!
In die Rillen, auch wenn sie nicht sichtbar sind, setzt sich Schmutz ab
und verschlechtert den Kontakt zwischen Gleis und Rad! Der kurze
positive Effekt schlägt dann um in Frust.
Den Rest hat Stefan ja schon beantwortet.
Bitte das nächste mal mit richtigen Namen posten - gehört sich so.
Jörg


--

-------------------------------------------------------------------------------------
http://www.modellbahncenter-minich.de - der etwas anders gut sortierte
Modellbahnshop

Armin Muehl

unread,
Mar 10, 2004, 5:35:10 PM3/10/04
to
On Wed, 10 Mar 2004 22:31:50 +0100, Joerg Schroeter
<joes...@t-online.de> wrote:

>Niemals die Gleisköpfe aufrauhen!!!!!
>In die Rillen, auch wenn sie nicht sichtbar sind, setzt sich Schmutz ab
>und verschlechtert den Kontakt zwischen Gleis und Rad! Der kurze
>positive Effekt schlägt dann um in Frust.

Allerdings.
Das mit den vom Reinigungswagen glatt polierten Schienen mag ich auch
nicht so recht glauben. Vermutlich sind die Raeder der Lok marode.
Lokraeder sind oftmals vernickelt und diese Schicht faehrt sich ab.


Zum Thema Zugkraft kann ich noch etwas vom Treffen am Wochenende
berichten :-)
Meine mit einem neuen Fahrwerk und Neusilberradern versehene Koe1 zog
anstandslos einen Zug mit 54 Achsen weg. Bei sinnvoller
Materialpaarung (also Neusilberschiene - Neusilberrader) kann man also
auch ohne Haftreifen gute Ergebnisse erzielen.

Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

cbm642

unread,
Mar 12, 2004, 2:59:24 PM3/12/04
to
Hallo!

Ja, habe die Lok mehrfach gereinigt, alles was an Mechanik da war und ich
als Laie rankomme ohne das komplette Modell zerlegen zu müssen. Brachte
leider nichts.
Die Steigung beträgt so um die 4-5%, also daß der Zug innerhalb von ca.
110cm eine Höhe zurücklegt, daß ein anderer Zug unten hindurchfahren kann.
Andere Steigungen sind meist noch geringer.

Gruß, André.


"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:c2nt98$1vado2$1...@ID-218287.news.uni-berlin.de...

cbm642

unread,
Mar 12, 2004, 3:04:07 PM3/12/04
to
Gut, Gleisköpfe nicht aufrauhen leuchtet ein.
Fakto ist, die Lok rutscht, gewünscht ist, daß sie dies nicht mehr tut.
Die Radsätze sind neu, habe ich gewechselt, weil ich auch den Verdacht
hatte, daß dort die Haftung nachläßt. Die erhoffte Besserung blieb aus. Der
Schienenreinigungswagen, den ich nutze, hat keinen Schleifstein, sondern
eine Art harten Schaumstoff oder derartiges, also nichts hartes/festes.
Daher war meine Vermutung, daß dieser poliert und das Rutschen die Folge
ist.

Gruß,
André (Namen letztens wohl unterschlagen bzw. vergessen)

"Joerg Schroeter" <joes...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c2o1gl$bmb$02$1...@news.t-online.com...

Stefan Seibt

unread,
Mar 13, 2004, 10:55:47 AM3/13/04
to
Hallo,

cbm642 schrieb:
(Bitte schreibe doch mal deinen Realname dahin)

> Ja, habe die Lok mehrfach gereinigt, alles was an Mechanik da war und ich
> als Laie rankomme ohne das komplette Modell zerlegen zu müssen. Brachte
> leider nichts.

Ich habe auch in den sauren Apfel gebissen und die Loks komplett
zerlegt. Da kommt man halt nicht drumrum wenn man ein gutes Resultat
haben will. Also mit Wattestaebchen und Reiniger bewaffnen Pinzette
und kleinen Schraubendreher und Komplettreinigung durchführen.
Das bringt den gewuenschten Erfolg.

> Die Steigung beträgt so um die 4-5%, also daß der Zug innerhalb von ca.
> 110cm eine Höhe zurücklegt, daß ein anderer Zug unten hindurchfahren kann.
> Andere Steigungen sind meist noch geringer.

Diese Steigung ist ja schon sehr bedenklich wobei 4% eigentlich das hoechste
der Gefuehle sind. Wenn es Platzmaeszig geht wuerde ich mit weniger arbeiten.
Dann gibts mit der Kraft dann auch keine Probleme.

cbm642

unread,
Mar 13, 2004, 5:00:14 PM3/13/04
to
Hallo,

leider geht es bei mir aus Platzgründen nicht, bin ja froh, überhaupt einen
Platz für meine Platte (sehr bescheiden mit 2,5m x 1,2m) gefunden zu haben.
Habe die Steigung schon reduziert (war einst höher), aber noch niedriger
geht es bei dieser Platte wirklich net.
Die Zugkraft des Zuges ist ja so nicht schlecht, nur fehlt ihm der Halt, der
anfangs jedoch da war. Werde wohl deinen Rat vorsichtig umsetzen und die Lok
behutsam zerlegen, soweit ich es Verantworten kann.

Gruß, André.


"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag

news:ca6d926b.04031...@posting.google.com...

Roger Schwentker

unread,
Mar 13, 2004, 1:09:15 PM3/13/04
to
Stefan Seibt <Stefan...@gmx.net> wrote:
> Also mit Wattestaebchen und Reiniger bewaffnen Pinzette
> und kleinen Schraubendreher und Komplettreinigung durchführen.

Und was ist davon zu halten, die Lok komplette eingetaucht in
Waschbenzin ein paar Minuten laufen zu lassen?

So habe ich schon zwei N-Loks meines Vaters auf Vordermann
gebracht. Der Lack löst sich dabei nicht, auch lösen sich die
Kunststoffteile nicht auf.

Gruß
Roger Schwentker
rschw...@regioconnect.net
--
Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Telefonhörer?
Einen Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.
[Dieter Nuhr]

Stefan Seibt

unread,
Mar 14, 2004, 4:53:28 AM3/14/04
to
Hallo,

Roger Schwentker schrieb:

> Und was ist davon zu halten, die Lok komplette eingetaucht in
> Waschbenzin ein paar Minuten laufen zu lassen?

Dann erklaer mal wie du das gemacht hast?
Ich moechte jedoch auf keinen Fall den Motor ruinieren.
Muss ich mir das so vorstellen, dass du eine Schiene in die
Fluessigkeit stellst und dann die Lok darauf fahren leaszt?
Oder denke ich da zu kompliziert?
Wenn das geht dann probiere das vielleicht mal aus.

> Der Lack löst sich dabei nicht, auch lösen sich die
> Kunststoffteile nicht auf.

Nachteile scheints ja dabei nicht zu geben.

mfg Stefan

--
sTefan seibT

Bei PM als Subject "News" sonst Filter!

Stefan Seibt

unread,
Mar 14, 2004, 5:04:06 AM3/14/04
to
Hallo,

André ("cbm642")schrieb:

> (sehr bescheiden mit 2,5m x 1,2m)

Tja das ist nicht viel aber immerhin mehr als ich hatte. (1,7 m x 0,95
m)

> Die Zugkraft des Zuges ist ja so nicht schlecht, nur fehlt ihm der Halt, der
> anfangs jedoch da war.

Welches Schienensystem benutzt du eigentlich?

> Werde wohl deinen Rat vorsichtig umsetzen und die Lok
> behutsam zerlegen, soweit ich es Verantworten kann.

Mach das mal. Ich hatte auch Bedenken weil ich vorher das auch noch
nie gemacht habe aber es geht man muss sich nur trauen.

mfg Stefan
--
sTefan seibT

Bei PM Subject "News" sonst Filter

Johannes Röttges

unread,
Mar 14, 2004, 8:01:56 AM3/14/04
to

"cbm642" <cbm...@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c3009f$6v2$1...@ngspool-d02.news.aol.com...

> Hallo,
>
> leider geht es bei mir aus Platzgründen nicht, bin ja froh, überhaupt
einen
> Platz für meine Platte (sehr bescheiden mit 2,5m x 1,2m) gefunden zu
haben.
> Habe die Steigung schon reduziert (war einst höher), aber noch niedriger
> geht es bei dieser Platte wirklich net.

Wie sieht denn der Gleisplan aus?
kreuzen sich da nur ein paar Schienen oder soll über eine Wendel Höhe
gewonnen werden?
Bei einer Kreuzung könntest du ja das untere Gleid leicht absenken, dabei
gewinnst du auch Abstand für die Durchfahrt.

meit
JohaNN
(habe 2 38er, ohne Prob bei 3,5% Steigung im Wendel)

cbm642

unread,
Mar 14, 2004, 5:20:27 PM3/14/04
to
Auch ich halte diese Lösung (im wahrsten Sinne des Wortes) für ein Risiko.
Entweder habe ich da einen Denkfehler oder meine Lok ist dann hinüber.

Gruß, André.

"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag

news:ca6d926b.04031...@posting.google.com...

cbm642

unread,
Mar 14, 2004, 5:22:05 PM3/14/04
to
Ich habe das Modellgleissystem von Zillig aus Neusilber, funktioniert soweit
auch zuverlässig, ist nicht brüniert oder sonstig behandelt.

Reinigen der kompletten Lok funktioniert leider nicht so wie es soll. Soweit
ich rankomme ist der Zug auch innerlich sauber, die Zugkraft/Haftung ist
jedoch nahezu unverändert.

Gruß, André.

"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:ca6d926b.04031...@posting.google.com...

cbm642

unread,
Mar 14, 2004, 5:29:13 PM3/14/04
to
Schwierig zu beschreiben. Habe im Prinzip eine Strecke, die zum Teil unter
der Anlage und zum Teil auf halber Höhe zwischen unteren Etage und
"normalem" Plattenniveau verläuft, die Kurven sind auch die Steigungen, nur
mit diesen hat der Zug keine Probleme. on der halben Höhe, die ich zu
beschreiben versucht habe verläuft ein Gleisstrang nochmal aufwärts, welcher
auf das eigentliche Anlagenniveau führt. Dieser überquert dann mittels
Brücke den vorherigen Gleisstrang (Verbindung verläuft in ganzer Länge
gerade), der auf die Platte führt. Somit kann ein Zug unterhalb der Anlage
verkehren und bei Bedarf nach oben fahren. Es ist praktisch die Verbindung
zwischen den beiden Plattenniveaus. Genau auf diesem Abschnitt gerät sie
immer wieder ins Rutschen.
Ich hoffe, den Anlagenplan etwas anschaulich beschrieben haben zu können.

Gruß, André.

"Johannes Röttges" <johan...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c31l44$9e1$01$1...@news.t-online.com...

Stefan Seibt

unread,
Mar 15, 2004, 8:11:35 AM3/15/04
to
Hallo André,

André schrieb:

> Ich habe das Modellgleissystem von Zillig aus Neusilber, funktioniert
soweit
> auch zuverlässig, ist nicht brüniert oder sonstig behandelt.

Gut dann wuerde ich die Schienen nochmals entfetten.
Sprich mit Alkohol oder Spiritus.

> Reinigen der kompletten Lok funktioniert leider nicht so wie es soll.
Soweit
> ich rankomme ist der Zug auch innerlich sauber, die Zugkraft/Haftung
ist
> jedoch nahezu unverändert.

Hm ich habe mir meine 250 nochmal gerade angesehen:
Insgesamt 4 Haftreifen (2 Radsaetze) und 4 Radsaetze fuer die Strom-
abnahme. Pruef doch mal ob die alle Durchgang haben.

Ich hatte auch schon mal das Phaenomaen, dass sich Wagen irgendwo
festgehakt hatten und da konnte die Lok ziehen wie sie wollte, geschafft
hat sie es dann nicht.

Nochmal ne andere Frage: Wieviele Wagen hast du denn an der Lok?
Bei 4 - 5% geht ja da nicht mehr allzuviel.

mfg Stefan
--
--
sTefan seibT

Bei PM als Betreff "News" angeben alles andere landet im Filter!


cbm642

unread,
Mar 15, 2004, 4:29:06 PM3/15/04
to
Hi,

habe die BR250 von Tillig, die hat nur 2 Haftreifen. Pro Drehgestell je 1,
auf rechts und links aufgeteilt. Leider kann ich die Haftreifen nicht auf
die vorhandenen Treibräder aufziehen, da diese nicht dafür vorgesehen sind
(wegen der Einkerbung für den Halt der Haftreifen). Wenn ich einen weiteren
Radsatz mit Haftreifen einbaue, dann leidet die Stromaufnahme extrem
darunter, obwohl alle Kontakte etc. gut anliegen und gereinigt sind.
Mir bleibt da nicht viel übrig, als die Ursache bei den Schienen an sich zu
versuchen zu beheben.
Bei der angegebenen Steigung reichen 3 Rekowagen aus, damit der Zug ins
Rutschen gerät. Die Rekowagen habe ich so hinbekommen, daß diese recht
leicht laufen, aber scheinbar doch noch nicht leicht genug für den Zug. Das
Phenomän tritt aber auch bei anderen Waggons auf.

Gruß, André.

"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag

news:c34a1r$23r2su$1...@ID-218287.news.uni-berlin.de...

cbm642

unread,
Mar 15, 2004, 4:31:00 PM3/15/04
to
Hi,

habe die Treibradsätze schon versetzt, bringt leider nichts. Die sind von
Haus aus schon an den Enden der Lok angebracht, jedoch nur 1 Haftreifen pro
Drehgestell, die Lok hat demnach insgesamt nur 2 davon.

Greets, André.

"Thomas Niering" <thomas....@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:94w6v...@thomas.niering.news.arcor.de...

Hallo cbm642,

> Fakto ist, die Lok rutscht, gewünscht ist, daß sie dies nicht mehr
> tut. Die Radsätze sind neu, habe ich gewechselt, weil ich auch den
> Verdacht hatte, daß dort die Haftung nachläßt.

Mhm, ich kenn jetzt die BR250 nicht, aber vielleicht hilft es, wenn du
die Position der evtl. vorhandenen Haftreifenradsätze in den Drehgstellen
veränderst?

Ich hab das jetzt bei meinem BlueTiger gemacht (CC-Lok), die hatte die
Haftreifen zur Lokmitte hin. Nun sind sie zu den Lokenden hin.
Ich hab das Gefühl, dass das etwas gebracht hat.

Es hängt aber auch von der Bauart der Lok ab (Kupplung an den
Drehgestellen),
dem Motor und der Übersetzung, ob die Lok in der Steigung auch noch über
Zugkraft verüfgt, oder einfach hängen bleibt.

BTW, auch die Strecke hat einen Einfluß darauf. Die Taigatrommel von Rocco
hat zwar eine höhere Zugkraft in der Steigung, stellt aber auch höhere
Anforderungen an die Strecke...

Ciao Thomas


Stefan Seibt

unread,
Mar 16, 2004, 2:31:35 AM3/16/04
to
Hallo,

cbm642 schrieb:

> habe die BR250 von Tillig, die hat nur 2 Haftreifen. Pro Drehgestell
je 1,
> auf rechts und links aufgeteilt.

Das ist imho zu wenig aber leider Sache von Tillig :-(

> Leider kann ich die Haftreifen nicht auf
> die vorhandenen Treibräder aufziehen, da diese nicht dafür vorgesehen
sind
> (wegen der Einkerbung für den Halt der Haftreifen).

ACK.

> Wenn ich einen weiteren
> Radsatz mit Haftreifen einbaue, dann leidet die Stromaufnahme extrem
> darunter, obwohl alle Kontakte etc. gut anliegen und gereinigt sind.

Ich habe nochmals genauer hingesehen und festgestellt, dass alle Raeder
einer _Seite_ untereinander elektrisch leitend verbunden sind, auch
die
Radsaetze mit den Haftreifen. Aber wie gesagt das ist eine BTTB-Lok.

> Mir bleibt da nicht viel übrig, als die Ursache bei den Schienen an
sich zu
> versuchen zu beheben.

Da bin ich jetzt leider am Ende mit meinem Latein.

> Bei der angegebenen Steigung reichen 3 Rekowagen aus, damit der Zug
ins
> Rutschen gerät. Die Rekowagen habe ich so hinbekommen, daß diese recht
> leicht laufen, aber scheinbar doch noch nicht leicht genug für den
Zug. Das
> Phenomän tritt aber auch bei anderen Waggons auf.

Ich zitiere jetzt mal aus der alten Zeitschrift "Gleisplaene" von BTTB:

<zitat>
Beachten Sie jedoch, dasz die Neigung von Streckenabschnitten bei Neben-
bahnen nicht mehr als 40 Promille betragen soll, d.h., die Strecke darf
auf
einem Meter Laenge nicht mehr als 4 cm ansteigen!
Dies gilt fuer alle Triebfahrzeuge der Berliner TT-Bahnen.
</zitat>

und aus "Kleine Eisenbahn kurz und bündig":

<zitat>
Die Zugkraft eines Tfz veringert sich proportional dem
Neigungsverhaeltnis.
Entsprechend sinkt die Zahl der zu foerdernden Wagen.
</zitat>

Und da ich neugierig und experimentierfreudig, habe ich das ganze jetzt
mal
nachgebaut. Eine Rampe variabel mit 4,5 bzw 5,5 % Steigung:
Der Testzug bestand jeweils 6 Personenwagen ( 4 x ex Ci-30,
1 x ex Ci pr 91a, 1 x ex Ci pr 93) mit unterschiedlichen Loks.
Alles auf Tillig Modellflexgleis.

Testergebnis bei 5,5 %:
BR 250 (BTTB) ohne Probleme
BR 01 (Tillig) etwas Muehe
BR 92 (BTTB) schafft es nicht
BR 107 (BTTB) ohne Probleme
V 36 (BTTB) schafft es nicht (man sieht das Durchrutschen, keine
Haftreifen)

Testergebnis bei 4,5 %:
BR 250 ohne Probleme
BR 01 ohne Probleme
BR 92 etwas Muehe
BR 107 kein Problem
V 36 schafft es nicht

Sogar der LVT hatte mit Beiwagen bei beiden Steigungen kein Problem.

Was soll ich zur Auswertung sagen?
Die V36 schaffte es imho nur nicht, weil sie keine Haftreifen hatte.
Bzw. zu wenig Eigengewicht.

HTH
Jetzt bin ich mit meinem Latein wirklich am Ende. Leider :-(

cbm642

unread,
Mar 16, 2004, 4:03:19 PM3/16/04
to
Hi,

bin leider auch am Ende meines Lateins, wie es so schön heißt. Die Steigung,
etwa 5cm auf ca. 110cm ist meines Erachtens nicht übertrieben hoch, nur aus
Platzgründen nicht niedriger anzulegen. Meine BR106 (auch ohne Haftreifen)
schafft diese Strecke mit Hängern nicht, max. 1-2 leichte wären machbar. Die
BR250 streikt bei 3 Hängern (Reko) aufwärts. Meine BR132 jedoch schafft dies
ohne zu zucken, dank der 4 Haftreifen, je 2 an den Enden des Zuges und des
doch recht hohen Eigengewichtes. Die BR250 bzw 106 sind meines Erachtens zu
leicht. Bei der 106 ist es jedoch nicht möglich, mehr Gewicht einzubauen, da
die Lok von Haus aus recht klein und kompakt ist.

Natürlich würde ich die Steigungen niedriger verlegen, aber aus Platzgründen
ist leider nicht mehr drin. Bei meiner nächsten Anlage, die nach Auszug der
Kinder anstehen wird, wird die Fläche großzügiger ausfallen, da kann man
solche Erfahrungen gut einfließen lassen und deren Folgen vermeiden.

Greets, André.

"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag

news:c36agd$243oot$1...@ID-218287.news.uni-berlin.de...

cbm642

unread,
Mar 16, 2004, 4:05:57 PM3/16/04
to
Hi,

ja, die Strecke steigt gleichmäßig an, ca. 5cm auf 100cm. Allerdings läßt
das Gefälle zum Ende der Steigung nach, sodaß dort die Probleme nicht mehr
vorhanden sind.
Doppeltraktion mag vielleicht eine Lösung sein, nur habe ich bisher nur 1
BR250, weitere sollen folgen. Gibt es Doppeltraktionen der 250 auch in der
Realität oder nur als Notlösung für mein Problem? Es handelt sich im Orginal
ja immerhin um eine schwere Güterzuglokomotive.

Greetz, André.

"Thomas Niering" <thomas....@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag

news:94-HY...@thomas.niering.news.arcor.de...

Hallo cbm642,

> habe die Treibradsätze schon versetzt, bringt leider nichts. Die
> sind von Haus aus schon an den Enden der Lok angebracht, jedoch nur
> 1 Haftreifen pro Drehgestell, die Lok hat demnach insgesamt nur 2
> davon.

Dann würd ich sagen, Doppeltraktion ist angesagt... ;-(

Spiel ich auch mit meinen GFM-218ern...

BTW, die Strcke steigt gleichmäßig an?

Ciao Thomas


Stefan Seibt

unread,
Mar 16, 2004, 4:21:10 PM3/16/04
to
Hallo André,

schrieb:

> bin leider auch am Ende meines Lateins, wie es so schön heißt. Die
Steigung,
> etwa 5cm auf ca. 110cm ist meines Erachtens nicht übertrieben hoch,
nur aus
> Platzgründen nicht niedriger anzulegen.

Das ist schon in Ordnung.

> Meine BR106 (auch ohne Haftreifen)
> schafft diese Strecke mit Hängern nicht, max. 1-2 leichte wären
machbar. Die
> BR250 streikt bei 3 Hängern (Reko) aufwärts. Meine BR132 jedoch
schafft dies
> ohne zu zucken, dank der 4 Haftreifen, je 2 an den Enden des Zuges und
des
> doch recht hohen Eigengewichtes. Die BR250 bzw 106 sind meines
Erachtens zu
> leicht. Bei der 106 ist es jedoch nicht möglich, mehr Gewicht
einzubauen, da
> die Lok von Haus aus recht klein und kompakt ist.

Ich denke auch, dass es am Eigengewicht liegt. Versuche doch mal noch
Haftreifenradsaetze irgendwo herzubekommen und dann diese in die BR 250
einzubauen. Vielleicht klappts dann.

> Natürlich würde ich die Steigungen niedriger verlegen, aber aus
Platzgründen
> ist leider nicht mehr drin. Bei meiner nächsten Anlage, die nach
Auszug der
> Kinder anstehen wird, wird die Fläche großzügiger ausfallen, da kann
man
> solche Erfahrungen gut einfließen lassen und deren Folgen vermeiden.

Deshalb baue ich nur noch Module :-)

Reinhard Peters

unread,
Mar 17, 2004, 6:17:57 AM3/17/04
to
On Tue, 16 Mar 2004 22:05:57 +0100, "cbm642" <cbm...@compuserve.de>
wrote:

>die Strecke steigt gleichmäßig an, ca. 5cm auf 100cm. Allerdings läßt
>das Gefälle zum Ende der Steigung nach, sodaß dort die Probleme nicht mehr
>vorhanden sind.

Dann hast Du also im ersten Teil der Steigung mehr als 5%. Mit
Dampfloks hatte ich da auch massive Probleme. Meine geliebte 38'ger
schleuderte bei 0% Steigung in r30cm 90° Kurve mit 5 4-achsigen
Abteilwagen am Haken.
Ich empfehle wirklich bei Spur-N nicht über 3% zu gehen. Nur wenn Du
ausschliesslich Diesel- und E-Loks mit Drehgestellen und Haftreifen
fährst ist. u.U. mehr möglich.
--
Best regards / mfG Reinhard Peters
MRR pictures at : http://www.rub-peters.privat.t-online.de/
email is reserved for news only and will not be read.

cbm642

unread,
Mar 18, 2004, 3:46:53 PM3/18/04
to
Hi!

Habe mir extra 2 Treibradsätze für die BR250 bestellt und ausprobiert, da
ich auch die Hoffnung hatte, daß der Zug besseren Halt hat. Nur aus
irgendwelchen Gründen versagt dann die Stromzufuhr bei der Lok. Selbst auf
sauberen, geraden Streckenabschnitten bleibt sie wegen Strommangel stehen.
Ein Prüfen der Kontakte an den Achsen etc. ergab keine Auffälligkeiten.
Daher habe ich die Radsätze wieder ausgebaut. Leider kann man auf einen
Radsatz keine 2 Haftreifen, also re. und li., aufziehen, da an dem Rad ohne
Haftreifen die Einkerbung fehlt, damit der Haftreifen hält.
Der Versuch ist leider gescheitert.

Greetz, André.

"Stefan Seibt" <Stefan...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag

news:c37r3a$25a7m6$1...@ID-218287.news.uni-berlin.de...

cbm642

unread,
Mar 18, 2004, 3:50:09 PM3/18/04
to
Hi!

Ein Umbau kommt derzeit nicht in Frage, da ich dann die halbe Anlage
auseinandernehmen müßte. In der ersten Zeit hat die betreffende Lok die
Steigung ja geschafft, auch mit Hängern, ohne irgendwelche Schwächen zu
zeigen. Es ist ein Problem, daß sich im Laufe des Modellbahnbetriebes
ergeben hat.

Doppeltraktionen habe ich bei Dampf- und Dieselloks schon gesehen, aber bei
E-Loks war es mir bis dato unbekannt, was nicht heißen soll, es wäre Utopie.
Bin über jede Info dankbar.

Greetz, André.

"Thomas Niering" <thomas....@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag

news:953Qv...@thomas.niering.news.arcor.de...

Hallo cbm642,

> ja, die Strecke steigt gleichmäßig an, ca. 5cm auf 100cm.
> Allerdings läßt das Gefälle zum Ende der Steigung nach, sodaß dort
> die Probleme nicht mehr vorhanden sind.

Und wenn du jetzt die flacheren Abschnitte des Gefälles an den Enden der
Steigung soweit reduzierst, dass die Loks und Wägen gerade eben ohne
Abhängen und Entgleisen durch kommen, und die eingesparte Strecke in
eine geringere Maximalsteigung investierst? Vielleicht bekommst du so
die paar Promille weniger Gefälle, die zwischen "Lok kommt nicht drüber"
und "Lok fährt drüber" liegen...

> Doppeltraktion mag vielleicht eine Lösung sein, nur habe ich bisher
> nur 1 BR250, weitere sollen folgen. Gibt es Doppeltraktionen der
> 250 auch in der Realität oder nur als Notlösung für mein Problem?

Keine Notlösung, eher eine Nachbildung der Realität.

Vor schweren Zügen kann man sowas sehen, und wenn nicht, wird die 2. Lok
gerade mit einem normalen Zug überführt.

Bei der Bahn ist so gut wie alles möglich, Doppeltraktion vor normalen
Nahverkehrszügen (eine Lok wird überführt), zwei Loks an je einem Ende
eines IC's, Güterzugloks vor Nahverkehrswägen, alles schon mal live
gesehen.

Ciao Thomas


cbm642

unread,
Mar 18, 2004, 3:52:28 PM3/18/04
to
Hi!

Da beim Aufbau der Anlage die Lok die Steigung mit Hängern ohne Probleme
geschafft hatte, bin ich einst davon ausgegangen, es genügt ihr. Ich habe
daher unbeirrt weitergebaut und somit kann ich jetzt nachträglich diese
Stelle nicht mehr ändern. Werde aber die Infos, die ich hier erhalten habe,
auch meine bisherigen und künftigen Erfahrungen, bei meiner nächsten neuen
Anlage (größerer Raum und mehr Platz) berücksichtigen.

Greetz, André.

"Reinhard Peters" <reinhar...@uni.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c39c66$shh$02$1...@news.t-online.com...

Matthias Kordell

unread,
Mar 18, 2004, 4:32:08 PM3/18/04
to
cbm642 tut geschreibselt haben:


> Habe mir extra 2 Treibradsätze für die BR250 bestellt und
> ausprobiert, da ich auch die Hoffnung hatte, daß der Zug besseren
> Halt hat. Nur aus irgendwelchen Gründen versagt dann die Stromzufuhr
> bei der Lok. Selbst auf sauberen, geraden Streckenabschnitten bleibt
> sie wegen Strommangel stehen. Ein Prüfen der Kontakte an den Achsen
> etc. ergab keine Auffälligkeiten. Daher habe ich die Radsätze wieder
> ausgebaut. Leider kann man auf einen Radsatz keine 2 Haftreifen,
> also re. und li., aufziehen, da an dem Rad ohne Haftreifen die
> Einkerbung fehlt, damit der Haftreifen hält. Der Versuch ist leider
> gescheitert.
>

Was ich probieren würde, wäre das Rad mit Haftreifen von einer Achse
abzuziehen und auf einer Achse mit Haftreifenrad zu montieren.
Ich kenne zwar die Konstruktion von Tillig nicht, aber bisher habe
ich jedes Rad verschoben bekommen (i.d.R. nur zum Umspuren, aber sie
gehen auch ganz runter).

Matthias

PS: Du kannst uns das lesen deutlich leichter machen, wenn du die
Tipps von http://www.oe-faq.de und http://got.to/quote beachtest

Erik Meltzer

unread,
Mar 18, 2004, 4:07:17 PM3/18/04
to
Moin!

cbm642 wrote:
> Doppeltraktionen habe ich bei Dampf- und Dieselloks schon gesehen, aber bei
> E-Loks war es mir bis dato unbekannt, was nicht heißen soll, es wäre Utopie.
> Bin über jede Info dankbar.

Der Peine+Salzgitter-Erzzug fährt seit Jahrzehnten mit je zwei
Loks der BR 151.

[Fullquote]

http://lernst.de/zitieren/kriegst.de/antworten/

HTH,
Erik.
--
Die fünfte Million
Jeder nennt sie "Dreitausend"
Kein Ende in Sicht
-- Haikus für den Marktführer, Teil 9

Peter Popp

unread,
Mar 19, 2004, 1:26:09 AM3/19/04
to
Am Thu, 18 Mar 2004 22:07:17 +0100 schrieb Erik Meltzer

>cbm642 wrote:
>> Doppeltraktionen habe ich bei Dampf- und Dieselloks schon gesehen, aber bei
>> E-Loks war es mir bis dato unbekannt, was nicht heißen soll, es wäre Utopie.
>> Bin über jede Info dankbar.
>
>Der Peine+Salzgitter-Erzzug fährt seit Jahrzehnten mit je zwei
>Loks der BR 151.

Auf vielen Alpenstrecken üblich, teilweise sogar noch mit Nachschub,

meint
--

Peter Popp
email:peter...@arcor.de
Vorbild und Modell auf:
http://www.peter-popp.de/bahn/

cbm642

unread,
Mar 19, 2004, 6:26:01 PM3/19/04
to
Hi!

Hatte den Gedanken auch schon, die Räder sitzen aber verdammt fest, sodaß
ich dieses nicht probieren konnte.

Greetz, André.

"Matthias Kordell" <use...@warez.game-server.cc> schrieb im Newsbeitrag
news:8435394.3...@tropenbahn.dyndns.org...

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