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Österreichische Dampflok BR 214 (DR: BR 12)

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Thomas Sommer

unread,
Oct 13, 1999, 3:00:00 AM10/13/99
to
Hi Ihr!

Ich komme morgen günstig an eine DRG-Lok von Liliput (alt) der
DR-Baureihe 12 ran. In meiner Literatur fnde ich jedoch kaum etwas über
diese Lokomotive (auch in "Österreichs Staatsbahnen" vom EK-Verlag
findet sich wenig). Weiß jemand von Euch etwas über diese Lok (Baujahr,
Einsatz, evtl. Stationierung, "typische" Wagengarnituren für das Modell
etc.)? Vielleicht einer der Österreicher hier in der NG...?

Danke im Voraus, Euer TS

tsommer.vcf

Rainer Finke

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to
On Wed, 13 Oct 1999 18:32:35 +0200, Thomas Sommer <tso...@on-luebeck.de>
wrote:

Also: Baujahre ab 1929, Einsatz auf der Westbahn Wien - Salzburg bzw.
Passau. Der Beschaffung gingen seinerzeit Diskussionen voraus, ob man die
Westbahn nicht besser elektrifizieren sollte. Man entschied anders, und so
entstand diese bemerkenswerte Type.

Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
ebenso wie bei ihrer Vorläuferin, der 1' C 2' Reihe 310. Fast alle
Schnellzugloks hatten zu dieser Zeit ein führendes Drehgestell, und so hat
man Loks dieser Leistungsklasse entweder als Pacifik oder, als dies nicht
mehr reichte, als Mountain gebaut. Das Dilemma dieser Konstruktionen ist
aber die Unterbringung des Stehkessels.
Nach dem Schema der S10 (Stehkessel lang und schmal, zwischen den
Treibrädern eingezogen, Rost über 3m lang) konnte man bei großen Loks
nicht mehr bauen, da man auf Rostlängen von über 4m gekommen wäre. Also
kam der Stehkessel hinter die Treibräder. Dort konnte er in die Breite
gehen. Das schwere Bauteil verschob jedoch den Schwerpunkt weit nach
hinten. Die Schleppachse der 01 z. B. hatte daher das gleiche Gewicht zu
tragen wie die Kuppelachsen.
Die österreichischen Konstrukteure lösten das Problem, indem sie die
Achsen nicht vorrangig nach den Erfordernissen der Lauftechnik anordneten
sondern nach der Gewichtsverteilung. Das macht diese Lok so bemerkenswert.

Die Lok hat schwere Schnellzüge befördert. Richtige BBÖ-Wagen gibt es ja
leider nicht aus der Vorkriegszeit (warum eigentlich nicht?), doch liefen
in diesen Zügen natürlich auch deutsche, schweizer und französische Wagen,
außerdem WR und WL der CIWL.

Freundliche Grüße
Rainer Finke


Martin Kurz

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to
bunt...@t-online.de (Rainer Finke) wrote in
<LQcFOCp9OVUAwi...@4ax.com>:

>
>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
>ebenso wie bei ihrer Vorläuferin, der 1' C 2' Reihe 310. Fast alle
>Schnellzugloks hatten zu dieser Zeit ein führendes Drehgestell, und so hat
>man Loks dieser Leistungsklasse entweder als Pacifik oder, als dies nicht
>mehr reichte, als Mountain gebaut.

Die Achsfolge der 310 oder 214 wird auch Adriatic genannt, da Österreich
damals noch am Mittelmeer lag.

>Die österreichischen Konstrukteure lösten das Problem, indem sie die
>Achsen nicht vorrangig nach den Erfordernissen der Lauftechnik anordneten
>sondern nach der Gewichtsverteilung. Das macht diese Lok so bemerkenswert.

Zusätzlich hatte Gölsdorf mit dem Problem zu kämpfen, daß der maximal
zulässige Achsdruck nur 14.5 Tonnen betragen durfte, was die Sache nicht
unbedingt erleichterte.

happy weighting

Martin

Moritz Gretzschel

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Martin Kurz wrote in message <7u3su0$5t96$1...@www.univie.ac.at>...

>bunt...@t-online.de (Rainer Finke) wrote in
><LQcFOCp9OVUAwi...@4ax.com>:
>
>>
>>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
>>ebenso wie bei ihrer Vorläuferin, der 1' C 2' Reihe 310. Fast alle
>>Schnellzugloks hatten zu dieser Zeit ein führendes Drehgestell, und so hat
>>man Loks dieser Leistungsklasse entweder als Pacifik oder, als dies nicht
>>mehr reichte, als Mountain gebaut.
>
>Die Achsfolge der 310 oder 214 wird auch Adriatic genannt, da Österreich
>damals noch am Mittelmeer lag.


Nur die der 310, also 1´C2´, gewissermaßen eine rückwärts laufende
Pacific. In Anlehnung daran das dem Einsatzgebiet nächstliegende Meer.
Für die 1´D2´ ist mir kein derartiger Name geläufig. Außerdem lag ja
Österreich 1929 schon nimmer an der Adria... ;-)

Noch ein paar Ergänzungen zu Rainers hervorragenden Ausführungen:
Die Notwendigkeit eines riesigen Rostfläche und damit der 2 Nachlaufachsen
(man kann auch sagen, die Treibradgruppe mußte weit nach vorne
geschoben werden) resultiert aus der österreichischen Praxis, heimische
Braunkohle zu verfeuern.
Als angenehmes Nebenprodukt war man freier in der Kesselgestaltung,
da der Stehkessel z.B. nicht zwischen Triebräder eingezogen werden mußte.
Die 214 hat von allen europ. Schnellzugloks den am einfachsten aufgebauten
Kessel. Zudem hatte sie lange den Rekord, stärkste europ. Schnellzuglok
zu sein. Die mit der höchsten Kessellage ist sie ohnehin.
Alles in allem eine ungeheuer bemerkenswerte Konstruktion.

>>Die österreichischen Konstrukteure lösten das Problem, indem sie die
>>Achsen nicht vorrangig nach den Erfordernissen der Lauftechnik anordneten
>>sondern nach der Gewichtsverteilung. Das macht diese Lok so bemerkenswert.
>
>Zusätzlich hatte Gölsdorf mit dem Problem zu kämpfen, daß der maximal
>zulässige Achsdruck nur 14.5 Tonnen betragen durfte, was die Sache nicht
>unbedingt erleichterte.


Was Du hier schreibst, ist etwas irreführend. Klar, die 310 ist von
Gölsdorf.
Die 214 wurde indes maßgeblich von Giesl-Gieslingen (ja, der mit dem
Flachejektor, und seinerseits wiederum ein Gölsdorf-Schüler) konstruiert.
Der gesamte Entwicklungsprozeß und die überaus fortschrittlichen und
zukunftweisenden Baumethoden dieser einmaligen Reihe, die zu einer sehr
starken Vereinfachung gegenüber Gölsdorfs filigranen Konstruktionen
führten, sind ausführlich u.a. in Giesls Buch "Anatomie der Dampflokomotive"
beschrieben (ohnehin m.E. das beste Buch über Dampfloktechnik, sicher auch
für
Laien verständlich, spannend wie ein Roman und didaktisch vorzüglich
aufgebaut).

Moritz Gretzschel

--
Moritz Gretzschel Moritz.G...@dlr.de
http://www.op.dlr.de/FF-DR/dr_fs/staff/gretzschel/gretzschel.html
Deutsches Zentrum fuer Luft- und Raumfahrt
Abteilung Fahrzeug-Systemdynamik

Harald Möller

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to
Rainer Finke wrote in message ...

>
>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
>ebenso wie bei ihrer Vorläuferin, der 1' C 2' Reihe 310. Fast alle
>...

Eine kleine Korrektur:
Die Achsfolge der 214 ist 1'D2'.

Harald

Joachim Schmid

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to
Nachtrag:

Im Gegensatz zu ihren Vorgängern hatte die 214 kein Verbundtriebwerk
mehr, sondern war wie die zeitgenössische deutsche 01 ein Zwilling, was
für Schnellzugloks der damaligen Zeit eher ungewöhnlich ist.

Die einzelne führende Laufachse erforderte ein Krauss-Helmholtz-Gestell,
dessen Anwendung bei Schnellzugloks zur damaligen Zeit sehr mutig war.

Interessanterweise wurde die 214 ausserhalb ihrer Heimat viel öfter
gebaut. Dem starken Dutzend BBÖ-Maschinen stehen fast 40 Stück
gegenüber, die nach Rumänien geliefert bzw. dort nachgebaut worden sind.

Die Korrektur mit der Achsfolge (1'D2') hat mir soeben Harald
vorweggenommen.

Joachim

Rainer Finke

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Natürlich. Das 1' C 2' bezog sich auch nur auf die 310.

Freundliche Grüße
Rainer Finke

Udo Kappel

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Rainer Finke <bunt...@t-online.de> writes:

> On Wed, 13 Oct 1999 18:32:35 +0200, Thomas Sommer <tso...@on-luebeck.de>
> wrote:
>
> >Hi Ihr!
> >
> >Ich komme morgen günstig an eine DRG-Lok von Liliput (alt) der
> >DR-Baureihe 12 ran. In meiner Literatur fnde ich jedoch kaum etwas über
> >diese Lokomotive (auch in "Österreichs Staatsbahnen" vom EK-Verlag
> >findet sich wenig). Weiß jemand von Euch etwas über diese Lok (Baujahr,
> >Einsatz, evtl. Stationierung, "typische" Wagengarnituren für das Modell
> >etc.)? Vielleicht einer der Österreicher hier in der NG...?
>
> Also: Baujahre ab 1929, Einsatz auf der Westbahn Wien - Salzburg bzw.
> Passau. Der Beschaffung gingen seinerzeit Diskussionen voraus, ob man die
> Westbahn nicht besser elektrifizieren sollte. Man entschied anders, und so
> entstand diese bemerkenswerte Type.

Es gab 13 Maschinen der 214 (Zwilling) und eine Vorrauslokomotive 114
(Drilling), die der 214 einigermaßen ähnlich war. Der Einsatz auf der
Westbahn endete mit deren Elektrifizierung 1954(?). Da waren die
Maschinen m.W. in Wien West stationiert. Dann gab es ein kurzes
Gastspiel am Semmering für einige Maschinen (ich glaube von Wien Süd
aus). Ende der 50er Jahre waren dann alle 12er abgestellt. Eine gibt
es im Museum in Wien zu bestaunen.

Die Tschechischen Bahnen bauten in Lizenz gleiche Lokomotiven nach,
von denen eine betriebsfähig in Österreich (ÖGEG?) mit der Nummer
12.14 erhalten ist.

Zu den Wagen-Garnituren: Im Prinzip alle Schnell- und Eilzugwagen, die
in den Jahren 1930 - 1954 auf der Westbahn im Einsatz waren. Neben
österreichischen Wagen (etwa die N28-Wagen, gibt es zumindest als
Epoche IV Modell von Klein) natürlich auch deutsche Garnituren (ich
kenne Bilder mit Schürzenwagen).

Das Liliput-Modell ist mit Vorsicht zu genießen: Die Vorlaufachse
entgleist recht gerne, ebenso der angetriebene Tender bei schweren
Zügen und nicht ganz exakt verlegten Kurven/Weichenstraßen. Zudem gab
beim Modell meines Vaters der Motor irgendwann seinen Geist auf.

Mit freundlichen Grüßen

Udo.

--
===========================================================================
Udo Kappel Tel. : 0231 / 755-3033
Universität Dortmund Fax : 0231 / 755-5981
Arbeitsgebiet Theorie der EMV
44221 Dortmund Mailto : u...@tem.e-technik.uni-dortmund.de
===========================================================================

Martin Kurz

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to
Hi!

Ooops!

Du hast natürlich vollkommen recht: der Text, den ich geschrieben habe,
gilt nur für die 310, nicht für die 214! Ich wollte mich zuerst auf beide
Loks beziehen, bin draufgekommen, daß mein Text ja nur die 310 betrifft und
den Rest rausgelöscht, nur nicht aus dem 1. Satz. Damit war der Blödsinn
auch schon perfekt. Sorry for that.
Danke, Moritz, daß Du die Fehlinformation aufgeklärt hast.

Moral von der Geschicht': Man sollte seine eigenen Postings lesen, bevor
man sie abschickt

happy failing

Martin


Moritz.G...@dlr.de (Moritz Gretzschel) wrote in
<7u3uiu$j...@news.go.dlr.de>:

>
>Martin Kurz wrote in message <7u3su0$5t96$1...@www.univie.ac.at>...
>>bunt...@t-online.de (Rainer Finke) wrote in
>><LQcFOCp9OVUAwi...@4ax.com>:
>>
>>>

>>>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
>>>ebenso wie bei ihrer Vorläuferin, der 1' C 2' Reihe 310. Fast alle

Christian Hruschka

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Rainer Finke <bunt...@t-online.de> wrote:

>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,...

Einspruch, euer Ehren! Was ist mit den "Dovregubben" der NSB (ebenso 1'D2')?

Grüße!

Christian


--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de


Moritz Gretzschel

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Joachim Schmid wrote in message <38058A23...@fh-duesseldorf.de>...

>Nachtrag:
>
>Im Gegensatz zu ihren Vorgängern hatte die 214 kein Verbundtriebwerk
>mehr, sondern war wie die zeitgenössische deutsche 01 ein Zwilling, was
>für Schnellzugloks der damaligen Zeit eher ungewöhnlich ist.


Nicht nur vom Kessel (wie bereits erwähnt), auch vom
Triebwerk her war die Lokomotive für ihre Leistungsfähigkeit
bemerkens- und bewundernswert simpel aufgebaut.

>Die einzelne führende Laufachse erforderte ein Krauss-Helmholtz-Gestell,
>dessen Anwendung bei Schnellzugloks zur damaligen Zeit sehr mutig war.


Giesl schreibt ausführlich über die Schwierigkeiten bei
dessen Auslegung mangels entsprechender Vorbilder
bzw. Erfahrungen in diesem Geschwindigkeitsbereich,
beispielsweise bei der Dimensionierung der Rückstellfedern
(und was es an Vorbildern gab, war eher intuitiv entworfen
und entbehrte jeglicher Systematik). Bei der laufdynamischen
Berechnung wurde hier erfolgreich Pionierarbeit geleistet.

Jan Tepper

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Ein Bild von "Dovregubben" finden Sie hier:
http://www.nmj.no/NMJ%20Superline.htm
Drucken am Bild für Grösser Bild!

MfG
Jan (Norwegen)

Christian Hruschka

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Udo Kappel <u...@chakaal.E-Technik.Uni-Dortmund.DE>
>
>Die Tschechischen Bahnen bauten in Lizenz gleiche Lokomotiven nach,

Nö, das war die rumänische CFR, aber das wurde schon hinreichend geklärt. In der
Tat haben aber die Tschechen nach dem 2. Weltkrieg u.a. mit den Reihen 498 und
475 wunderschöne und gelungene Schnellzug-Vierkuppler gebaut. BTW: Weiß jemand,
ob es diese Maschinen irgendwo als HO-Modelle gibt?

Christian Hruschka

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to

Rainer Finke <bunt...@t-online.de> wrote:

>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,

Nix für ungut, aber... eine hab' ich noch: CSD 486.1 von 1933, ebenso 1'D2'...

Wenn mir noch eine einfällt, darfst du mich auf ein Bier einladen...! ;-)

Rainer Finke

unread,
Oct 14, 1999, 3:00:00 AM10/14/99
to
On 14 Oct 1999 21:51:48 +0100, "Christian Hruschka" <hrus...@odn.de>
wrote:

>
>Rainer Finke <bunt...@t-online.de> wrote:
>
>>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
>
>Nix für ungut, aber... eine hab' ich noch: CSD 486.1 von 1933, ebenso 1'D2'...
>
>Wenn mir noch eine einfällt, darfst du mich auf ein Bier einladen...! ;-)

Das tue ich dann auch. Du hast jedenfalls recht, die norwegische Lok habe
ich vergessen.

Freundliche Grüße
Rainer Finke

Stefan Lieser

unread,
Oct 15, 1999, 3:00:00 AM10/15/99
to
Hallo,

Moritz Gretzschel schrieb in Nachricht <7u3uiu$j...@news.go.dlr.de>...
[schnibbel]


>führten, sind ausführlich u.a. in Giesls Buch "Anatomie der
Dampflokomotive"
>beschrieben (ohnehin m.E. das beste Buch über Dampfloktechnik, sicher auch
>für Laien verständlich, spannend wie ein Roman und didaktisch vorzüglich
>aufgebaut).


Hat jemand einen Tip wo man das Buch noch erstehen kann?

Viele Grüße,
Stefan Lieser

Udo Kappel

unread,
Oct 15, 1999, 3:00:00 AM10/15/99
to
"Christian Hruschka" <hrus...@odn.de> writes:

> Udo Kappel <u...@chakaal.E-Technik.Uni-Dortmund.DE>
> >
> >Die Tschechischen Bahnen bauten in Lizenz gleiche Lokomotiven nach,
>
> Nö, das war die rumänische CFR, aber das wurde schon hinreichend
> geklärt.

Hoppla. Asche auf mein Haupt.

Hans Kraus

unread,
Oct 15, 1999, 3:00:00 AM10/15/99
to

Im Eisenbahnmuseum Straßhof bei Wien <http://www.heizhaus.com/>
gibt's im Souveniershop noch einige (2 ?) Exemplare aufliegen.
Dort steht auch die 12.10.

MfG., Hans

Hans Kraus

unread,
Oct 15, 1999, 3:00:00 AM10/15/99
to
Moritz Gretzschel wrote:
> [...]

> Die 214 wurde indes maßgeblich von Giesl-Gieslingen (ja, der mit dem
> Flachejektor, und seinerseits wiederum ein Gölsdorf-Schüler) konstruiert.

Einspruch! Gölsdorf ist 1916 gestorben, Giesl-Gieslingen hat
irgendwann um 1927 promoviert (Elektrotechnik, auf der (heutigen)
TU Wien)). Und Giesl-Gieslingen kritisiert immer wieder einzelne
Gölsdorf-Konstruktionen, auch die 310. Vor allem bezüglich
Kraftverteilung zwischen Hoch/Niederdruckteil (Durchmesser der
Zylinder), Auslegung der Steuerung und zu geringer Überhitzung.

> Der gesamte Entwicklungsprozeß und die überaus fortschrittlichen und
> zukunftweisenden Baumethoden dieser einmaligen Reihe, die zu einer sehr
> starken Vereinfachung gegenüber Gölsdorfs filigranen Konstruktionen

> führten, sind ausführlich u.a. in Giesls Buch "Anatomie der Dampflokomotive"
> beschrieben (ohnehin m.E. das beste Buch über Dampfloktechnik, sicher auch
> für
> Laien verständlich, spannend wie ein Roman und didaktisch vorzüglich
> aufgebaut).

> [...]

Empfehle ich auch. Zur 214 gibt's auch noch in folgenden Büchern was
zu lesen:

Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen,
Dampflokomotiven BBÖ und ÖBB
Heribert Schröpfer
Alba Publikation, Ddf.; ISBN: 3870941103

Die Ära nach Gölsdorf
Giesl-Gieslingen
Verlag Josef O. Slezak <http://www.web4you.at/slezak/verlag.htm>
(darin ist auch kurze Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte der
214, aus Sicht von Giesl-Gieslingen)

Lokomotiven der Republik Österreich
Slezak
Verlag Josef O. Slezak


MfG., Hans

Christian Hruschka

unread,
Oct 15, 1999, 3:00:00 AM10/15/99
to

Rainer Finke <bunt...@t-online.de> wrote:
>On 14 Oct 1999 21:51:48 +0100, "Christian Hruschka" <hrus...@odn.de>>wrote:
>
>>
>>Rainer Finke <bunt...@t-online.de> wrote:
>>
>>>Die Achsfolge ist afaik international einmalig für eine Schnellzuglok,
>>
>>Nix für ungut, aber... eine hab' ich noch: CSD 486.1 von 1933, ebenso 1'D2'...
>>
>>Wenn mir noch eine einfällt, darfst du mich auf ein Bier einladen...! ;-)
>
>Das tue ich dann auch.

He stark! Ein Mann, ein Wort! Okay, die Wette gilt: Gelten auch Entwürfe
("Prinzenlok" oder T 09 der DR)? Oder was ist mit den Woodard-"Berkshires" (so
heißt die Achsfolge) aus den USA (Erie, NYC)? Das waren zwar offiziell keine
Schnellzugloks, aber trotzdem mit 1760mm-Kuppelrädern ausgestattet und 145km/h
schnell...

KRIEG ICH JETZT MEIN BIER??? ;-)))))))))))))))))))))))

Rainer Finke

unread,
Oct 15, 1999, 3:00:00 AM10/15/99
to
On 15 Oct 1999 18:39:18 +0100, "Christian Hruschka" <hrus...@odn.de>
wrote:


>KRIEG ICH JETZT MEIN BIER??? ;-)))))))))))))))))))))))

Gerne, aber wie machen wir das?

Freundliche Grüße aus Berlin
Rainer Finke

Joachim Schmid

unread,
Oct 18, 1999, 3:00:00 AM10/18/99
to
Roland Messerschmidt schrieb:
>
> ;-) (-; <-- sollen zwei Smilys am Wirtshaustisch sein

Vermutlich vor dem Bier-Genuß. Hinterher:

%/ ~o=<

Joachim

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