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Dampfdestilat zum selbermachen ??

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Benjamin Klein

unread,
Dec 27, 2002, 11:03:36 AM12/27/02
to
Hallo,
langsam geht mir mein "Dampfdestilat" für meine Häuser, Grillhütte....
aus und bei meinem Händler erscheint es mir zu teuer.

Nun wollte ich fragen, ob man das "Dampfdestilat" auch selber
herstellen kann !???

MfG Benjamin Klein

Stefan Sczekalla-Waldschmidt

unread,
Dec 27, 2002, 11:12:48 AM12/27/02
to
Hi,

Benjamin Klein <Benny...@web.de> wrote in
news:geuo0vsnco8jsccth...@4ax.com:

Jein,

Da gab es hier mal einen Thread zu, einfach mal googeln ...

Gruesse,

Stefan

Benjamin Klein

unread,
Dec 26, 2002, 3:25:53 AM12/26/02
to

Benjamin Klein

unread,
Dec 26, 2002, 3:27:37 AM12/26/02
to

Klaus Rudolph

unread,
Dec 27, 2002, 12:00:51 PM12/27/02
to

Es lohnt sich nicht wirklich. Es handelt sich bei denn Dampfölen
um mehrwertige Alkohole, die man in Kleinmengen nur selten unter dem
Marktpreis von Nebelöl bekommt. Aber: Dieses Dampföl ist
als Nebelöl für Diskothekennebelmaschinen faktor 1000 billiger!
Hier kosten 5l rund 8-30 Euro!, je nachdem wieviel Wasser
drin ist. Sogenannte Longlife-Öle (der Nebel hält halt länger)
haben den höchsten Alkohohlanteil und sind daher zu empfehlen.
Da muß man mal die 25-30 Euro zahlen. Vielleicht gibt es auch 1 Liter
Flaschen,
kann ich Dir aber nicht sagen. Beachte aber, daß alle Nebelöle
relativ reaktiv sind. Sie bilden auf Dauer (lange Lagerung,
Sonnenlicht, Wärme) eventuell mit Co2 aus der Luft oder
mit sich selbst Verbindungen, die deutlich höher Molekular sind.
Das bedeutet die Verdampfen erst bei höherer Temperatur oder
eben langsamer. Wenn Du also einen weißen Film, im Raucherzeuger
einer braunen Belag findest, dann hast Du schon solche langkettigen
Anteile im Öl. Kann man mit Isopropanol/Spiritus oder einem anderen
Alkohohl aber entfernen, solange das Zeug nicht komplett verbrannt ist.
Kohlenstoff kannst Du dann nur noch mechanisch entfernen.

Ggf. sollten wir hier mal einen 25 Liter Kanister aufteilen :-)


Gruß
Klaus

Kurt Harders

unread,
Dec 27, 2002, 12:09:24 PM12/27/02
to
Hallo Benjamin,

Benjamin Klein <Benny...@web.de> wrote:

> Nun wollte ich fragen, ob man das "Dampfdestilat" auch selber
> herstellen kann !???

Brauchst Du so viel Dampf, dass Du 3 mal posten musst? :-)

Gruss, Kurt

--
MBTronik Kurt Harders Modellbahnelektronik
mailto:in...@mbtronik.de
Modellbahnelektronik: http://www.mbtronik.de
privat: http://www.kharders.de

Benjamin Klein

unread,
Dec 27, 2002, 1:07:34 PM12/27/02
to
On 27 Dec 2002 17:09:24 GMT, Kurt Harders <ku...@kharders.de> wrote:

>Hallo Benjamin,
>
>Benjamin Klein <Benny...@web.de> wrote:
>
>> Nun wollte ich fragen, ob man das "Dampfdestilat" auch selber
>> herstellen kann !???
>
>Brauchst Du so viel Dampf, dass Du 3 mal posten musst? :-)

lol, nein. Das lag daran das ich meinen Beitrag einmal mit
Fehlermeldung verschickt habe, einmal ohne und nie zeigte mir mein
Newsclient meinen Beitrag an. Nun zum drittenmale hat es funktioniert.

MfG Benjamin Klein ;-)
>
>Gruss, Kurt

Juergen Utecht

unread,
Dec 30, 2002, 3:27:14 AM12/30/02
to
Moin!

Hatte den Beitrag mal gespeichert:

From ra.dr....@drkoenig.de Fri May 18 08:28:59 2001
Newsgroups: de.rec.modelle.bahn
Subject: Rauchgenerator
From: ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M. Michael Koenig)
Date: Fri, 18 May 2001 06:28:59 GMT

Hallo,

auf der Suche nach dem besten Rauchöl gibt es Neuigkeiten:
Im Rahmen einer Patentrecherche, für deren Vollständigkeit ich nicht
garantieren möchte, stieß ich auf zahlreiche Seuthe-Patente, darunter
auch eines aus den 60er Jahren zur Zusammensetzung des Rauchöls (ich
nehme an, daß es auch ein entsprechendes deutsches Patent dazu gibt).
Nachfolgend der Text (ich habe ihn eingescannt und hoffe, alle Fehler
rmanuell beseitigt zu haben):

*****
Seuthe-Patent Nr.383238 vom 15.10.64 de Eigenössischen Amts für
geistiges Eigentum:
Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Erdöldestillates zum
Erzeugen von Dampf unter Anwendung von Wärme in einem Spielzeug,
insbesondere einem Dampflokomotivmodell, einem ortsfesten Schornstein
in Spielzeugausführung oder dergleichen und ist dadurch
gekennzeichnet, daß das Erdöldestillat einen Siedepunkt zwischen
100 und 400° hat.
Bekanntlich liegen elektrische Wärmeerzeugeroder ähnliche Geräte oft
im Nebenschluß zu regelbaren Elektromotoren. Es ist deshalb
vorteilhaft, wenn das Erdöldestillat Bestandteile enthält, die schon
bei geringer Beheizung des Wärmeerzeugers Dampf entwickeln.
Insbesondere handelsübliches, vor allen Dingen gereinigtes
Leuchtpetroleum mit einem Siedepunkt zwischen 150 und 300 ist
geeignet, da dieses lange aufbewahrt werden kann, ohne daß sich
infolge Verdunstens einzelner Komponenten die Wirkung ändert.
Das Puffgeräuscb und die dabei auch sichtbar werdende
Haufenwolkenbildung des Dampfes bzw. Nebels kann durch Zusätze von bei
100° und darunter siedenden Flüssigkeiten, z. B. durch Wasser,
Alkohol, ätherisches Öl bzw. Duftatofföl (z. B. Zitronenöl,
Lavendelöl, Orangenöl, Fichtennadelöl) oder dergleichen, also durch
flüssige Zusätze mit einem Siedepunkt unter 100°, vorzugsweise unter
80° (z. B. 40°), verbessert und verstärkt werden.
Ein in der Praxis erprobtes und sich als harmlos und verträglich
erwiesenes vorteilhaftes Gemisch besteht aus einem aus 50-92%
Leuchtpetroleum gebildeten Erdöldestillat, welchem 30-2% ätherisches
Öl und 30-2% reines Paraffinöl zugesetzt wird. Zur Erzielung der
gewünschten Rauchwölkchen wird dieses Gemisch in elektrisch beheizten
Kapillarröhrehen erhitzt.
Die besten Ergebnisse wurden bisher mit einer bevorzugten Mischung
von 90% Petrolat, 8% ätherischem Öl (Zitronenöl) und 2% Paraffinöl
erzielt.
Dabei wurde das Petrolat unter Schütteln gewaschen, wozu Wasser,
konzentrierte Schwefelsäure, Calciumchlorid und eine verdünnte
Sodalösung als Waschmittel gedient haben.
Der Duftstoft des ätherischen Öles beherrscht den Geruch des
Dampfes, wenn das Petrolat bestmöglich mit einem Hauptsiedebereich
zwischen 200 und 210° gereinigt ist. In einem solchen Fall hat das
Petrolat nicht mehr den typischen Petroleumgeruch an sich.
*****

Außerdem gibt es da noch ein entsprechendes Patent aus GB, von ich nur
den relevnten Teil zitiere (die Vorlage war sehr schlecht und ich
binkein Chemiker, so daß möglicherweise einige Erkennungsfehler
verblieben sind):

Patent 930,147 (Nr.36896/59) aus dem Jahr 1963:
According to the invention, there is provided a material which
produces a vapour simulating steam when heated, comprising a mixture
of a first aliphatic hydrocarbon having a boiling point within the
range 180 to 270° C., a second aliphatic hydrocarbon having a boiling
point within the ranege 300 to 400° C. and a liquid having a boiling
point within the range 40 to 100° C.
The inventlon will now be described by way of three examples.
In the first example, the material is a mixture consisting
substantially of petroleum distillate in the proportion 50 to 96%, a
second aliphatic hydrocarbon in the proportion 30 to 2% and an
essential oil having a boiling point within the range 40 to 100° C.,
in the proportion 30 to 2%.
The petroleum distillate which Is purified kerosene and has a boiling
point within the range 180 to 270° C., preferably between 200 and 210°
C., has the advantage that it can be stored for quite A long time
without changing as a result of evaporation.
The petroleum distillate is preferably washed by water, concentrated
sulphuric acid, calcium chloride and a diluted soda solution as
washing agent.
The addition of the second aliphatic hydrocarbon having a boiling
point within the range 300 to 400° C. results in the mixing of light
and dark vapour clouds when the mixture is heated.
The formation of cumulus clouds of vapour is improved and made more
realistic by the addition of a liquid having a boiling point within
the range 40 to l00° C. Although water could be used, an essential
oil, e.g. citric oil, lavender oil, orange oil or pine-needles oil,
gives a pleasant smelling vapour.
The material of this example produces a vapour realistically
simulating steam when it is heated.
In the second example, the material is a mixture consisting
substantially of petroleum distiliate in the proportion 75 to 96%, a
second aliphatic hydrocarbon in the proportion 12,5 to 2% and
an essential oil having a boiling point within the range 40 to 100°
C., in the proportion 12,5 to 2%.
In the third example, the material is a mixture consisting
substantially of petroleum distiliate in the proportion 83 to 90%, a
seeond aliphatic hydrocarbon in the proportion 12 to 5% and an
essential oil having a boiling point within the range 40 to 100° C.,
in the proportion 5 to 2%.
The second aliphatic hydrocarbon may be one of the hydrocarbons
present in the fuel oil obtained from the distillation of petroleum.
Suitable hydrocarbons include heptadecane and octadecane.
Both the materials in die second and third examples produce vapour
realistically simulating steam when subjcected to heat.
*****

Eines ist klar: Lampenpetroleum kann offenbar ohne Gefahr von Schäden
verwendet werden.

Aber Chemiker vor: Was können wir daraus hinsichtlich der Verbesserung
der eher suboptimalen "Dampf"eigenschatten normalen (und billigen)
Lampenpetroleums lernen?
Muß man Lampetroleum "waschen", wie dort beschrieben?
Wie optimiert/mischt man für den Hausgebrauch am besten, ohne mit
Säuren usw. hantieren zu müssen.?
Welche Schußfolgerungen sind aus dem doch differenzierteren (wennauch
für mich nicht recht verständliche) englischsprachigen "Rezept" zu
ziehen?

Dr.K.
--
RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11 * +49/6196/750120 Fax 750324
D-65929 Frankfurt a.M. * Adelonstraße 58 * +49/69/301024 Fax 315271
e-mail in...@drkoenig.de * http://www.drkoenig.de

Gruß Jürgen
--
Museums- und Denkmallokliste auf:
http://www.museumslok.de

Michael Hobel

unread,
Dec 30, 2002, 2:25:39 PM12/30/02
to

"Juergen Utecht" <nos...@museumslok.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3e10034f...@170.56.59.6...

gaaaanz viel interessantes,

Mir ist im Winter mal ein kleiner Frokel-Unfall auf dem kalten Dachboden
passiert, ich war gerade dabei für einen Bekannten Märklin Metall-Gleise mit
Petroleum zu reinigen, die er gebraucht verkaufen wollte (egal das ist ne
andere Geschichte), also ich war beim reinigen der Gleise und es war
Ar...kalt auf dem Dachboden. Also holte ich mir irgendwann einen Heizlüfter
und stellte diesen in der Nähe auf, na ja irgendwie muß dieser dann auf
seine Rückseite gefallen sein so das er seine Warmluft nicht mehr zu Seite
hin pustete sondern nach oben zur gleichen Zeit fiel auch noch ein mit
Petrolium getränkter Lappen auf das Schutzgitter, ich bemerkte das relativ
schnell da ich somit einen Riesenrauchgenerator gebaut hatte es war
definitiv das Petroleum denn selbst als ich vor Schreck den Lappen vom
Lüfter nahm qualmte der Lappen immer noch und dabei war er gar nicht mal so
warm, ich testete das nochmal in dem ich eine Lappen im warmen Luftstrom
hielt und wieder qualmte dieser nach kurzer Zeit, der Geruch war auch
ähnlich dem des Dampföls.

Trotzdem liebe Kinder bitte nicht nachmachen, nicht das ich schuld bin dass
ihr kein Dach mehr über den Kopf habt.

In diesem Sinne wünsche ich allen hier in der NG einen GUTEN RUTSCH UND EIN
ERFOLGREICHES JAHR 2003!!!


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