nach einem Berichten der Salzburger Nachrichten und des ORF hat Roco eine
neue Führung:
---
Roco unter neuer Führung
Die Modell-Loks von Roco fahren unter neuer Führung. Ein ehemaliger
Mitarbeiter hat den Salzburger Familienbetrieb mit 500 Beschäftigten
gekauft.
SALZBURG (SN-sam).
Die Roco Modellspielwaren GmbH hat einen neuen Besitzer. Peter Maegdefrau
hat den traditionsreichen Salzburger Modelleisenbahnhersteller nach mehr als
40 Jahren von der Gründerfamilie Rößler gekauft. Dienstag Abend wurden die
500 Mitarbeiter über den Eigentümerwechsel informiert. Maegdefrau war bis
1999 technischer Leiter bei Roco. Neben dem bisherigen Geschäftsführer
Christian Plohberger wird er auch die Geschäftsleitung bei Roco übernehmen.
Der Kaufpreis wird nicht bekannt gegeben.
Unter dem neuen Besitzer werde Roco den zuletzt erfolgreich eingeschlagenen
Weg der Restrukturierung fortsetzen, erklärt Prokurist Anton Gebert. Der
Salzburger Modelleisenbahnbauer hat "einige schwierige Jahre" hinter sich.
Der Markt der Modelleisenbahnen stagniert. Viele Konkurrenten haben die
Produktion in Billiglohnländer wie China verlagert. Auch Roco musste im Jahr
2000 ein Werk im oberösterreichischen Frankenburg mit über 70 Mitarbeitern
schließen. Jetzt werden in der Salzburger Alpenstraße mit rund 300
Mitarbeitern Lokomotiven, im niederösterreichischen Gloggnitz mit 100
Mitarbeitern Formen und Baugruppen sowie in Banska Bystrica in der Slowakei
einfache Waggons hergestellt. In Freilassing betreibt man eine
Vertriebstochter.
Eine weitere Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer sei derzeit kein
Thema, betont Gebert. "Bei uns ist das meiste handgefertigt. Hier geht es um
hoch komplexe Technik und wertvolles Knowhow."
Den Umsatz habe man zuletzt zweistellig auf deutlich über 37 Mill. Euro
steigern können. "Und wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr (mit Ende
Jänner, Anm.) die Trendwende geschafft und wieder Gewinne geschrieben", so
Gebert.
Mehr als 80 Prozent der von Roco erzeugten Modelleisenbahnen werden
exportiert. Nach dem deutschen Riesen Märklin sind die Salzburger am
Weltmarkt damit bereits die Nummer zwei. Mehr als eine Million Waggons und
300.000 Loks verlassen jährlich das Werk.
Copyright Salzburger Nachrichten
Quelle: http://www.salzburg.com/servlet/scom2/searchresult?xm=255033&res=0
cu Michael
Besuchen sie auch meine Webpages:
http://www.eisenbahn-webkatalog.de
http://www.eisenbahntermine.de
Hallo,
ORF.ON berichtet unter http://salzburg.orf.at/oesterreich.
orf?read=detail&channel=5&id=199075
---
"Mittwoch, 10.04.02 16:50 MET
Neuer Besitzer für Modellbahnhersteller
Der Salzburger Modellbahnhersteller ROCO hat einen neuen Besitzer. Der frühere
technische Leiter des Unternehmens, Peter Mägdefrau, hat es zur Gänze gekauft.
Damit sei sichergestellt, dass ROCO nicht von einem Konkurrenten aufgekauft wird
und der Standort Salzburg gefährdet sein könnte, heißt es in der ersten
Stellungnahme.
ROCO beschäftigt 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in seinem Bereich
österreichischer Marktführer und verkauft 80 Prozent seiner Produkte ins Ausland.
"
---
Es bleibt für uns Modelleisenbahner zu hoffen, dass Roco auch weiterhin die
positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen kann.
Diese Lösung erscheint mir sicherlich besser, als wenn ein Konkurrent die Firma
aufgekauft hätte. Der Fortbestand der Marke Roco mit seinen guten Produkten
scheint so eher gesichert.
mfg
Rainer
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Damit war sicher Klein(modell)bahn gemeint und eine Verlagerung nach Wien ...
Was soll's, unser Unternehmen hat seit dem 01. März auch neue Eigentümer ...
Schöne Grüße, Frank
>Rainer Jelinek <rainer....@utanet.at> wrote:
>>Damit sei sichergestellt, dass ROCO nicht von einem Konkurrenten aufgekauft wird
>>und der Standort Salzburg gefährdet sein könnte, heißt es in der ersten
>>Stellungnahme.
>
>
>Damit war sicher Klein(modell)bahn gemeint und eine Verlagerung nach Wien ...
Das wohl sicher nicht, dazu fehlt denen das Geld,
meint
--
Peter Popp
http://peter.popp.bei.t-online.de
> Die Modell-Loks von Roco fahren unter neuer Führung. Ein ehemaliger
> Mitarbeiter hat den Salzburger Familienbetrieb mit 500 Beschäftigten
> gekauft.
Siehe auch http://www.roco.co.at/roco01/verkauft/verkauft.html
Gruß
Andreas
--
Software für Ihr Hobby, z. B. Münzenverwaltung
http://www.pothe.de * http://www.muenze-online.de
Damit war sicherlich kein anderer österreichischer Hersteller gemeint, sondern
die wirklichen Konkurrenten, wie Märklin/Trix, Fleischmann (gibt's sonst noch
welche, die finanziell dazu in der Lage wären?).
Für den Modelleisenbahner wäre es wahrscheinlich ohnehin kein Vorteil, wenn sich
die Zahl der grossen Hersteller durch Zusammenschlüsse weiter verringern würde,
und nur mehr zwei grosse Hersteller den Markt beherrschen würden. Insofern macht
obige Stellungnahme von Roco sicherlich Sinn.
mfg
Rainer
Das war ein Scherz! Offensichtlich nicht offensichtlich genug, um ohne Smiley
als solcher erkannt zu werden. Da hätte ich wohl "Rivarossi" schreiben müssen ...
aber wer weiß, was dann erst passiert wäre ...
Hmm, ein eigenes Verzeichnis zum Thema "verkauft" ... ob da der Webmaster mit
weiteren Informationen rechnet?
zuunächst danke für die interessante Info.
Aber sie zeigt auch wieder, wie schlecht doch sowas von den Medien
recherchiert wird. Ich meine folgendes:
> Den Umsatz habe man zuletzt zweistellig auf deutlich über 37 Mill. Euro
> steigern können.
...
> Weltmarkt damit bereits die Nummer zwei. Mehr als eine Million Waggons und
> 300.000 Loks verlassen jährlich das Werk.
Nehmen wie nur mal an, Roco verschenkt 1 Millionen Wagons. Dann würden bei
dem Umsatz eine Lok im Durchschnitt EUR 123,- kosten. Tja, da nehme man sich
mal eine aktuelle Preisliste zur Hand...
Ich halte die angeblichen Produktionszahlen für ziemlich überzogen, vor
allem wenn man bedenkt, dass der Umsatz ja auch duch den Verkauf von Gleisen
und Zubehör erwirtschaftet wird.
Viele Grüße
Holger
Holger Kubsch wrote:
>
>zuunächst danke für die interessante Info.
>
>Aber sie zeigt auch wieder, wie schlecht doch sowas von den Medien
>recherchiert wird. Ich meine folgendes:
Da zeigt sich doch, wie falsch Meldungen vom geneigten Rezipienten verstanden
werden....;-)
>
>> Den Umsatz habe man zuletzt zweistellig auf deutlich über 37 Mill. Euro
>> steigern können.
>....
>> Weltmarkt damit bereits die Nummer zwei. Mehr als eine Million Waggons und
>> 300.000 Loks verlassen jährlich das Werk.
>
>Nehmen wie nur mal an, Roco verschenkt 1 Millionen Wagons. Dann würden bei
>dem Umsatz eine Lok im Durchschnitt EUR 123,- kosten. Tja, da nehme man sich
>mal eine aktuelle Preisliste zur Hand...
Und dann weißt du, die meisten kosten laut Preisliste mehr, gut.
Aber in der "schlecht recherchierten" Meldung steht mit keinem Wort, das Loks und
Waggons auch in diesen Mengen verkauft wurden, sondern nur, das sie das Werk
verließen...
Ich behaupte aber trotzdem mal: diese Meldung wurde, wie fast jede Bilanzmeldung
aus der Wirtschaft auch, gar nicht recherchiert - es handelt sich dabei um eine
Pressemitteilung von Roco, die bestenfalls unter rein handwerklichen Kritierien
(nennen wir es mal "leserfreundlicher Textaufbau") überarbeitet wurde.
Nochmal zum Preis: Erfahrungsgemäß liegen auch zwischen den Preislisten ab Werk
und dem Verkaufspreis auch deutliche Unterschiede - wie ich kürzlich schon mal
schrieb: Preis für Roco-ICE-Startpackung laut Roco 500 DM, im Laden etwa 290 DM.
>
>Ich halte die angeblichen Produktionszahlen für ziemlich überzogen, vor
>allem wenn man bedenkt, dass der Umsatz ja auch duch den Verkauf von Gleisen
>und Zubehör erwirtschaftet wird.
>
Richtig - aber welche Form von Recherche schlägst du vor?
Neben dem Band stehen und zählen?
Sämtliche Spielzeugläden weltweit anrufen und nach Bestellzahlen/Verkaufszahlen
fragen??
Solche Meldungen sind bestenfalls in kleineren Details recherchierbar, oder wenn
man verlässliche Quellen innerhalb eines Unternehmens hat, das einem handfeste
Beweise fürs Gegenteil liefert.
In der Regel gelten Unternehmen in dieser Größenordnung ebenso wie Kirche,
Polizei, Staatsanwaltschaft, Verbraucherschutz etc.pp. als sogenannte
"verlässliche Quellen"...
Auch hier ein SCNR - weil ich es als Mitarbeiter in den Medien manchmal echt
leid bin, dass (in meinem Fall) Hörer nur halb zuhören und anschließend
behaupten, es sei etwas Falsches erzählt worden.
Nix für ungut,
noch ein Michael
Welche Preisliste meinst Du? Die Liste, die wir vom Händler erhalten? Das sind
nicht die Preise, zu denen Roco ab Werk an die Händler verkauft (und aus denen
sich dann der Umsatz von Roco errechnet). Da steckt typischerweise ein Faktor 2
drin und dann kommen die EUR 123,- als grobe Überschlagsrechnung gut hin.
Also nicht über Journalisten meckern, wenn man Einkaufspreis nicht von
Verkaufspreis unterscheiden kann.
Schöne Grüße, Frank
Umsatz ca. 37 Mio EUR
davon ca. 70% Rollmaterial und 30% Zubehör
bleibt für Lok und Wagen ca. 25,9 Mio EUR
Preisverhältnis Lok/Wagen 1:5
ergäbe bei angegebenen 300.000 Loks und 1 Mio Wagen einen Preis von
ca. EUR 10,40 pro Wagen und EUR 51,80 je Lok ab Werk.
Aufschlag bis zum Endkunden 100% + MwSt. ergäbe durchschnittliche Verkaufspreise
von EUR 24,80 je Wagen und EUR 124,30 je Lok (gerundet bei 20% MwSt. in A).
Somit scheinen die genannten Zahlen (Umsatz und Stückzahlen) gar nicht so abwegig.
Viel Spaß beim Nachrechnen
M. Klement
Frank Forsten schrieb:
Rainer Jelinek schrieb:
>
> >>>Damit sei sichergestellt, dass ROCO nicht von einem Konkurrenten aufgekauft
> wird
> >>>und der Standort Salzburg gefährdet sein könnte, heißt es in der ersten
> >>>Stellungnahme.
> >>
> >>
> >>Damit war sicher Klein(modell)bahn gemeint und eine Verlagerung nach Wien ...
> >
> >Das wohl sicher nicht, dazu fehlt denen das Geld,
>
> Damit war sicherlich kein anderer österreichischer Hersteller gemeint, sondern
> die wirklichen Konkurrenten, wie Märklin/Trix, Fleischmann (gibt's sonst noch
> welche, die finanziell dazu in der Lage wären?).
Finanziell sicher nicht, aber der ungekrönte Meister der Übernahmen ist
ja immer
noch Tillig (innerhalb weniger Monate 2 Firmen) ...
Lucas.
...ja aber, KATO http://www.katousa.com wo stehen denn die ?
ok, hauptsaechlich SD40-2, SD90's und C44-9's aber doch etwas mehr als 300k
oder nicht ? oder ? bis dann dann...
steve w. "nscalesteve"
http://www.nscalecorner.com
http://www.yukonrail.com
ja, unter der Annahme das Roco die Wagen verschenkt kommen die Zahlen hin -
nur: tun die das ;-)
Viele Grüße
Holger
PS: Der Faktor 2 ist zu hoch - realistischer ist 1.75
Was den Umsatz eines Herstellers drückt und die Stückzahlen erhöht:
* Sonderaktionen bei Aldi & Co - da sind übliche Händlerrabatte bei
70-80 Prozent
* Spezialaktionen für Einkaufsgenossenschaften wie Idee & Spiel
(ebenfalls hohe Rabatte)
* Sonderverkäufe wie Zweite Wahl, Mitarbeiterverkäufe
* Startverkäufe in Nischenmärkte (zB billige Abgabe nach Ungarn, um sich
dort Marktanteile zu sichern)
Fazit: passt scho, die Zahlen.
--
Her*Z*lichst,
Joachim Graf
Nicht vergessen:
"Märklin ist an allem schuld."
Dafür langen diese Gemeinschaften bei den Endverkaufspreisen um so
heftiger hin...
Gruß
Will
Holger Kubsch schrieb:
> Nehmen wie nur mal an, Roco verschenkt 1 Millionen Wagons. Dann würden bei
> dem Umsatz eine Lok im Durchschnitt EUR 123,- kosten. Tja, da nehme man sich
> mal eine aktuelle Preisliste zur Hand...
>
> Ich halte die angeblichen Produktionszahlen für ziemlich überzogen, vor
> allem wenn man bedenkt, dass der Umsatz ja auch duch den Verkauf von Gleisen
> und Zubehör erwirtschaftet wird.
Das glaub ich eher weniger.
Was meinst, was Roco fuer ein modell kriegt? Die haendler schneiden doch
immens mit. Und dann hast zwischenhaendler auch noch. Nur KMB macht
werkverkauf, und kassiert dann in den eigenen geschaeften gleich viel
wie ein haendler fuer Roco ware.
Wie sagt man in Polen: Lieber 3 gramm handeln als 5 kilo arbeiten...
Also ich wuerde 1/3 rechnen, das die haendler an Roco zahlen. Mehr
sicher nicht, und dann jammern und jaulen sie noch. Uebrigens ein 1/2
bier kostet bei der brauerei ca. 0,6 - 0,7 euro. 1/4 rotwein ca. 0,35
direkt beim weinbauern natuerlich...
Liebe gruesse
Hans
Frank Forsten schrieb:
>
> peter...@msc-software.de (Peter Popp) wrote:
> >Am 11 Apr 2002 17:07:27 +0200 schrieb Frank Forsten
> >
> >>Damit war sicher Klein(modell)bahn gemeint und eine Verlagerung nach Wien ...
> >
> >Das wohl sicher nicht, dazu fehlt denen das Geld,
>
> Das war ein Scherz! Offensichtlich nicht offensichtlich genug, um ohne Smiley
> als solcher erkannt zu werden. Da hätte ich wohl "Rivarossi" schreiben müssen ...
> aber wer weiß, was dann erst passiert wäre ...
Lima kauft Roco, das wäre ein guter Aprilscherz gewesen.
--
tschüs mario
Mario´s Homepage http://home.t-online.de/home/Mario.Graul/homepage.htm
Mario Graul schrieb:
> Lima kauft Roco, das wäre ein guter Aprilscherz gewesen.
Na, ob das ein scherz waere? Fragt sich was fuer die modellbahner dabei
rausschauen wuerde.
Lima ist eine der grossten firmen der branche, die haetten die substanz
dazu. Schau mal was die alles schon aufgekauft haben.
Naja, mir wuerde Roco sowieso nicht abgehen, sie produzieren nichts, das
ich brauchen koennte...
Liebe gruesse
Hans
> Lima ist eine der grossten firmen der branche, die haetten die substanz
> dazu. Schau mal was die alles schon aufgekauft haben.
> Naja, mir wuerde Roco sowieso nicht abgehen, sie produzieren nichts, das
> ich brauchen koennte...
Sei es wie es sei, Roco bedient mit hohem Anteil den Zweileiter-Spielbahnermarkt.
Schon allein den Gedanken an ein Salzburger Schiff unter italienischer Flagge
finde ich greuelhaft.
--
SchöNe Grüße,
Peter Wagner von und zu Wien
>Schon allein den Gedanken an ein Salzburger Schiff unter italienischer Flagge
>finde ich greuelhaft.
Südtirol ist überall
Luigi
Peter Wagner schrieb:
> Sei es wie es sei, Roco bedient mit hohem Anteil den Zweileiter-Spielbahnermarkt.
Du hast das wort "deutschen" vergessen.
> Schon allein den Gedanken an ein Salzburger Schiff unter italienischer Flagge
> finde ich greuelhaft.
Wieso? Im grunde ist alles in der EU, und Lima und RR machten schon
einiges fuer Oesterreich. Die 1040 zwar gut, aber sauteuer. N kann ich
persoenlich kaum beurteilen.
Stell dir vor, eine deutsche firma uebernimmt Roco. Damit waren wir
endgueltig im ghetto, aber die modellausfuehrung haette wieder einen
standard von Kleinbahn erreicht.
Es ist arg, aber als Oesterreicher darf man sich eher von Italien was
erwarten als von Deutschland. Das einzige deutsche modell fuer
Oesterreich war bisher der 5045 von Piko, und dann so bloed gemacht,
dass er nicht zum verkaufen ist und schon garnicht fuer einen
ostdeutschen markt, wo er als Vindobona fuhr. Glaubst, dass er sonst
gemacht worden waere? Die 1042 von Arnold in N ist ja auch eher negativ
zu sehen...
Liebe gruesse
Hans