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Für Märklin bricht die heile Welt zusammen - Artikel aus Sonntagszeitung vom 17.10.2004

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Christoph Müller

unread,
Oct 17, 2004, 5:32:26 AM10/17/04
to
Heute in der Sonntagszeitung:

Für Märklin bricht die heile Welt zusammen

Der Modellbahnbauer will Hunderte Stellen streichen: Märklin-Loks sind
zwar gut, den Kunden aber zu teuer.


Von Thiemo Heeg
Was macht Modelleisenbahnen so faszinierend? Ist es ausschließlich die
Erkenntnis, daß sie das Kind im Erwachsenen wecken? Nicht nur das,
weiß Märklin-Chef Paul Adams. Über den Spieltrieb hinaus sei es doch
ganz aufregend, sich seine eigene Welt zu bauen. Eine kleine Welt, die
man kontrollieren kann - wo den Normalbürger im Normalfall eher die
Welt selbst im Griff hat.
Jetzt ist die kleine heile Märklin-Welt unkontrollierbar geworden.
Weniger für die Kunden, dafür aber um so heftiger für die Mitarbeiter.
In der Göppinger Zentrale des Marktführers für Modelleisenbahnen
sollen 400 von 1100 Stellen wegfallen. Hier in Schwaben produziere man
einfach zu teuer, findet die Geschäftsführung und legt Zahlen auf den
Tisch: "Märklin zahlt in Göppingen bis zum Dreifachen, wie dies an
anderen deutschsprachigen Standorten der Spielwarenindustrie üblich
ist."
Tatsächlich liegt das Lohnniveau in der thüringischen Märklin-Fabrik
in Sonneberg, nahe der bayerischen Grenze, im Schnitt um ein Drittel
niedriger. Und im ungarischen Györ müssen die Arbeiter mit einem
Monatslohn von gerade 350 Euro auskommen. Das sind rund 85 Prozent
weniger als im westdeutschen Stammwerk: Hier werden durchschnittliche
Monatslöhne von 2200 Euro gezahlt.
Die Probleme ähneln frappierend jenen der Autoindustrie. Opel-Manager
loben das Werk im ostdeutschen Eisenach als "absolut wettbewerbsfähig"
- und kritisieren im gleichen Atemzug die "hohen Lohnkosten" an den
westdeutschen Standorten Rüsselsheim und Bochum. Außerdem haben sich
Autobauer wie VW ähnlich wie Märklin gleichfalls schon in Osteuropa
eingerichtet.
Doch in zwei Punkten hinkt der Vergleich. Automatisieren läßt sich bei
den detailgenauen Mini-Bahnen nur wenig, gefragt ist Handarbeit. So
liegt der Anteil der Kosten in Göppingen, der durch manuelle Arbeit
anfällt, bei deutlich mehr als 40 Prozent. Auf der anderen Seite kann
es sich der Modellbahnbauer nicht leisten, mit Auswanderung zu drohen:
"Märklin muß in Deutschland produzieren", sagt Firmensprecher Roland
Gaugele. Die Kunden verlangten das einfach von dem 145 Jahre alten
Traditionsunternehmen. Und sie legen dafür auch mal 800 Euro auf die
Ladentheke: für eine einzige Lokomotive, wohlgemerkt.
Freilich tun das immer weniger Fans, wie Branchenkenner wissen.
Märklin gilt als Sammlermarke, und dabei handelt es sich um Menschen,
die nicht jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Sammler wollen am
liebsten alles komplett haben: eine bestimmte LokEpoche, einen ganzen
Fahrzeug-Jahrgang. Märklin aber bringt Jahr für Jahr Neuheiten für
20000 Euro auf den Markt - "da spielen viele Leute nicht mehr mit",
weiß Martin Knaden, Chefredakteur des Fachmagazins "Miba
Miniaturbahnen". Schließlich biete das Unternehmen, bei aller
Qualität, ein "unverschämtes Preis-Leistungs-Verhältnis".
Der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde schlägt in die gleiche
Kerbe. "Wenn ich bei Märklin 350 Euro für eine Lok zahle, kriege ich
beim Konkurrenten Fleischmann ein vergleichbares Modell für 200 Euro.
Da zögert man doch sehr", sagt Geschäftsführer Jürgen Dreyer. Selbst
Firmenchef Adams plagen inzwischen leise Zweifel, ob sich die
Hochpreispolitik angesichts der allgemeinen Konsumflaute durchhalten
läßt: "Wir kommen jetzt in eine Situation hinein, in der der Markt
diese Preisschiene nicht mehr akzeptiert."
Am kommenden Dienstag will Adams auf der Jahrespressekonferenz die
Geschäftszahlen 2003 bekanntgeben. Schon jetzt zeichnet sich ab, daß
von einem guten Ergebnis keine Rede sein kann. Das so entscheidende
Weihnachtsgeschäft fiel für Märklin alles andere als erfreulich aus.
Im Ergebnis dürften die Göppinger den 2002er Umsatz von 170,5
Millionen Euro klar verfehlen. Wenn das Minus auch nicht, wie
kolportiert, 15 Prozent betragen wird: Im Unternehmen spricht man von
Umsatzverlusten im einstelligen Prozentbereich. Vom Gewinn ganz zu
schweigen - den nennt die Firma traditionell nicht. Doch Berechnungen,
wonach die Umsatzrendite allenfalls ein halbes Prozent betragen soll,
bewerten Insider als durchaus realistisch.
Wie es mit Märklin weitergehen soll, ist zur Stunde noch völlig
unklar. "Die Stimmung ist sehr gedrückt", berichtet Betriebsrat Dieter
Weißhaar. Nach Bekanntwerden der Stellen-Streichliste Ende September
machte sich in Göppingen erst einmal Empörung breit. Die Arbeiter
marschierten vom Werk in die Stadt und legten die Produktion
zweieinhalb Tage still. Die Situation sei zwar "nicht ganz so wie bei
Opel" - zumal ein Teil der in Göppingen wegfallenden Stellen in
Sonneberg, Györ und Nürnberg wieder eingerichtet werden sollen. Doch
für die baden-württembergischen Arbeiter ist das keine Alternative,
müßten sie an den neuen Standorten doch mit erheblich weniger Lohn
auskommen.
Noch vor einem Jahr rechnete offenbar kaum jemand damit, daß sich die
Geschäftsentwicklung so negativ entwickeln würde. Adams
prognostizierte damals "gute Kennzahlen" und kündigte den Start von
Harry Potters "Hogwarts-Express" an. Doch auch der scharlachrote
Schnellzug hat die Geschäftsbilanz nicht verzaubern können.


Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17.10.2004, Nr. 42 /
Seite 40

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Will Berghoff

unread,
Oct 17, 2004, 8:08:42 AM10/17/04
to
Kai F. Lahmann wrote:
>> Der Modellbahnbauer will Hunderte Stellen streichen: Märklin-Loks
>> sind zwar gut, den Kunden aber zu teuer.
>
> gut? Na, immerhin einer, der es so sieht!

M* stellt seine Kunden auch weiterhin nicht völlig zufrieden. So wünscht
sich ein Leserbriefschreiber im em 11/2004 einen blauen Schürzen-Pw4üe als
Variante der diesjährigen grünen Pleitegeier-Neuheit "passend" zur damaligen
"Loreley"-Packung.

Dumm nur, dass schon die Formneuheit des Pleitergeier-Schürzen-Pw kein
Vorbild hat.

Und dafür hat M* wieder mal ca. eine halbe Mio EUR für Formenkosten in den
Sand gesetzt. Nun, vielleicht werden die Fans des Pleitegeiers die Rechnung
ja noch aufgehen lassen. Auf die ist meist Verlass. Nur mag ich den Begriff
"heile Welt" in dem Zusammenhang ja nicht hören...

Ach ja, falls noch jemand einen Pw für den Loreley/Rheingold sucht: der
korrekte Fleischmann-Wagen 5843 aus 1997 (blauer Pw4üe-37 mit
Stromlinien-Kanzel) ist längst ausverkauft. Vielleicht wird man ja auch bei
minderem Anspruch bei Liliput-Bachmann fündig.

Gruß
Will

Peter Popp

unread,
Oct 17, 2004, 8:23:00 AM10/17/04
to
Am Sun, 17 Oct 2004 13:48:15 +0200 schrieb Kai F. Lahmann

>Christoph Müller wrote:
>
>> Der Modellbahnbauer will Hunderte Stellen streichen: Märklin-Loks sind
>> zwar gut, den Kunden aber zu teuer.
>

>gut? Na, immerhin einer, der es so sieht!

>Immerhin lobenswert, dass man hieraus keinen "Tod der Modellbahn" erkennt,
>sondern den Fehler recht eindeutig bei der Preispolitik sucht ? es ist wohl
>auch reichlich unglaubwürdig, wenn Piko zeitgleich wächst wie wild...
<Gebetsmühle>
Interessant dazu ja auch, dass die Probleme von Opel und VW weniger
branchentypisch, sondern vielmehr (wie auch bei Karstadt) durch
falsche Geschäftspolitik verursacht sind.
</Gebetsmühle>.

Immerhin erstaunlich, dass ein doch relativ kleines Unternehmen wie
Märklin eine derartige Resonanz in der Presse erzeugt,

findet
--

Peter Popp
email:peter...@arcor.de
Vorbild und Modell auf:
http://www.peter-popp.de/bahn/

Message has been deleted

Martin Preuss

unread,
Oct 17, 2004, 8:50:34 AM10/17/04
to

"Peter Popp" <peter.po...@t-online.de> schrieb

[...]


> Immerhin erstaunlich, dass ein doch relativ kleines Unternehmen wie
> Märklin eine derartige Resonanz in der Presse erzeugt,


Märklin ist nunmal ein traditionsreiches Unternehmen, dass auch sehr vielen
Nicht-Modellbahnern bekannt sein dürfte. Und für viele Menschen (vor allem
in den alten Bundesländern) ist Märklin immernoch_das_Synonym für
Modelleisenbahn (ähnlich wie Tempo oder Maggi in anderen Bereichen). Wobei
diese Erkenntnis nicht wirklich neu sein dürfte ;-)


Gruß
Martin

Joachim Schmid

unread,
Oct 17, 2004, 9:16:39 AM10/17/04
to
Peter Popp verfasste am 17.10.2004 14:23:

> <Gebetsmühle>
> Interessant dazu ja auch, dass die Probleme von Opel und VW weniger
> branchentypisch, sondern vielmehr (wie auch bei Karstadt) durch
> falsche Geschäftspolitik verursacht sind.
> </Gebetsmühle>.

Nur teilweise. Es IST die längst fällig gewesene Branchenkrise. Sehr
viele Hersteller eiern derzeit herum: Daimler-Chysler, Ford, GM,
Renault, FIAT, Rover, Mitsubishi, Daewoo, ...

Da überlagern sich Managementfehler mit allgemeinen Überkapazitäten
infolge Wirtschaftsflaute und neuer Ostasien-Konkurrenz, mit politischen
Fehlern, und mit den Folgen einer falschen Gewerkschaftspolitik und der
Besitzstandsverteidigung der Arbeitsplatzbesitzer.

Die Parallelen zwischen Auto und Moba sind da sehr vielfältig. Nicht
nur, was die Ostasien-Konkurrenz und den nicht mehr solventen Markt
betrifft. Denn so wie Märklin ist auch z.B. VW jetzt Opfer einer
Überschätzung seiner Marktposition geworden. Überzogene Preise für
hausbackene Produkte, Modellpolitik mit technischem Schnickschnack und
Höchstpreis-Nischenprodukten statt echter Innovationen für die breite
Kundschaft, Zusammenschlagen äh "straffen" des Vertriebsnetzes statt
Unterstützung der Händlerschaft.

Aber man muss auch klar sagen - und auch hier gibt es Parallelen: Die
Belegschaften haben es sich jahrzehntelang mit ihren Haustarifen gut
gehen lassen und sich jeder rechtzeitigen Anpassung an die rauhe Welt
draußen versagt, während ringsum Zulieferer und Kleinbetriebe baden
gingen. Heile kleine Welt eben. Jetzt kracht es (scheinbar) plötzlich,
und man schimpft nur aufs Management und schreit nach dem Staat.

Joachim

Klaus Rudolph

unread,
Oct 17, 2004, 9:41:23 AM10/17/04
to
Christoph Müller schrieb:

> Heute in der Sonntagszeitung:
>
> Für Märklin bricht die heile Welt zusammen
>
> Der Modellbahnbauer will Hunderte Stellen streichen: Märklin-Loks sind
> zwar gut, den Kunden aber zu teuer.
>

Schade das auch bei Minitix durch besagte Mutter die selben Fehler
eingepflanzt werden:
- (viel) zu teuer
- schlechte Technik (Faulhaber nutzt auch bei schlechten Getrieben &
Fahrwerken gar nix. Ein GFN Standardmotor in einer Standardlok fährt
meist besser und viel billiger.
- teilweise immer noch sehr schlechte Formen (Bremzklötze außerhalb der
Spur usw. auch bei Neufahrzeugen).
- merkwürdig kurze Produktlaufzeiten, Nachkauf ausgeschlossen.

Na ja, der Markt wird es richten! Leider werden wie beim
Siemens/Daimler/Karstadt/Opel die Mitarbeiter für das Management haften
müssen. Die Liste der Firmen wird wohl noch länger werden....

Bin gespannt wann die Chinesen mit guten Modellen auf den deutschen
Markt kommen und hier mal richtig aufräumen. Nicht das ich deutsche
Arbeitsplätze gerne im Ausland sehen will, aber bei uns schluckt
Management & Verwaltung, Handel und Steuer so viel, das es jeder externe
eigentlich besser und billiger können muß. Und ich denke ich werde das
noch erleben.

Und noch ne Frage:
Wenn doch die größten Kosten angeblich bei der Montage entstehen, weil
alles so vielteilig ist, ja warum bitte kann ich keinen Bausatz kaufen.
bei Gebäuden ist das doch auch üblich. Mal abgesehen davon, daß ich
jedes Modell aus dem Laden sowieso erst mal zerlegen und richtig
zusammensetzen muß. Gerade bei GFN lief in letzer Zeit kein einziges
Modell wunschgemäß. Mal war die Elektrik vom Radschleifer bis zur Kohle
komplett verölt, mal Kontaktfedern verbogen, mal ein Ritzel "fast
richtig" eingebaut und bei meiner 98.8 er waren noch Grate am Gestänge
die die Lok humpeln ließ. Damit hatten wir 100% Garantiefälle, die ich
mal eben selber ausgebügelt hatte. Zufall? Persönliches Pech?
Die Chinesen können das bestimmt besser, wenn Sie nur wollen.
Da wird dann kein Jammern mehr helfen!


Gruß
Klaus


Message has been deleted

Joachim Schmid

unread,
Oct 17, 2004, 9:51:07 AM10/17/04
to
Klaus Rudolph verfasste am 17.10.2004 15:41:

> Bin gespannt wann die Chinesen mit guten Modellen auf den deutschen
> Markt kommen und hier mal richtig aufräumen. Nicht das ich deutsche
> Arbeitsplätze gerne im Ausland sehen will, aber bei uns schluckt
> Management & Verwaltung, Handel und Steuer so viel, das es jeder externe
> eigentlich besser und billiger können muß.

Auch ausländische Anbieter haben die hiesigen Vertriebskosten und
Steuern zu zahlen.

Bei den asiatischen Herstellern zahlen die Mitarbeiter buchstäblich -
mit Hungerlöhnen. Wenn die Märklin-Belegschaft bereit wäre, auch für 1-2
€/h zu arbeiten, könnte Märklin sofort den Markt aufräumen.

Joachim

Peter Popp

unread,
Oct 17, 2004, 12:08:35 PM10/17/04
to
Am Sun, 17 Oct 2004 15:16:39 +0200 schrieb Joachim Schmid

>Peter Popp verfasste am 17.10.2004 14:23:
>
>> <Gebetsmühle>
>> Interessant dazu ja auch, dass die Probleme von Opel und VW weniger
>> branchentypisch, sondern vielmehr (wie auch bei Karstadt) durch
>> falsche Geschäftspolitik verursacht sind.
>> </Gebetsmühle>.
>
>Nur teilweise. Es IST die längst fällig gewesene Branchenkrise. Sehr
>viele Hersteller eiern derzeit herum: Daimler-Chysler, Ford, GM,
>Renault, FIAT, Rover, Mitsubishi, Daewoo, ...

Nach meinen Informationen geht es Renault (wie auch anderen Franzosen)
sogar recht gut.

Zufrieden sind BMW und Audi (die man mittlerweile so häufig sieht, wie
man früher von VW, Opel und Ford gewohnt war) und einige
Billigautohersteller, schlecht geht es den "Mittelklassern".

Bei den anderen Punkten,

>Da überlagern sich Managementfehler mit allgemeinen Überkapazitäten

>infolge Wirtschaftsflaute und neuer Ostasien-Konkurrenz..


>Die Parallelen zwischen Auto und Moba sind da sehr vielfältig. Nicht
>nur, was die Ostasien-Konkurrenz und den nicht mehr solventen Markt
>betrifft. Denn so wie Märklin ist auch z.B. VW jetzt Opfer einer

>Überschätzung seiner Marktposition geworden....


>
>Aber man muss auch klar sagen - und auch hier gibt es Parallelen: Die
>Belegschaften haben es sich jahrzehntelang mit ihren Haustarifen gut
>gehen lassen und sich jeder rechtzeitigen Anpassung an die rauhe Welt

>draußen versagt..

gehe ich konform,

meint

tobias b köhler

unread,
Oct 17, 2004, 1:51:23 PM10/17/04
to
Will Berghoff schrieb:

> Dumm nur, dass schon die Formneuheit des Pleitergeier-Schürzen-Pw kein
> Vorbild hat.

Kannst du das erläutern? Inwiefern unterscheidet er sich von einem
"echten" schürzengepäckwagen? Wurde etwa vorbildwidrig ein
personenwagen-untergestell trotz falscher länge verwendet?

--
tobias benjamin köhler ____________________________________ t...@uncia.de
._______..__________.._______.._________. <>_<> <>_<>
| |_| || |_| |_| || |_| || |_| |_| | .---|'"`|---. .---|'"`|---.
"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_

Joachim Schmid

unread,
Oct 17, 2004, 2:04:42 PM10/17/04
to
Peter Popp verfasste am 17.10.2004 18:08:

>>Nur teilweise. Es IST die längst fällig gewesene Branchenkrise. Sehr
>>viele Hersteller eiern derzeit herum: Daimler-Chysler, Ford, GM,
>>Renault, FIAT, Rover, Mitsubishi, Daewoo, ...
>
> Nach meinen Informationen geht es Renault (wie auch anderen Franzosen)
> sogar recht gut.

Schon witzig, dass sich Renault und VW beide als Marktführer der
Volumenhersteller betrachten ... ;-)

Renault hat schwerste technische Probleme mit seinen Dieselmotoren und
mit den Garantiekosten des Modells Laguna, das auf dem deutschen Markt
völlig eingebrochen ist. Das Modell Avantime ist ein krasser Fehlschlag
geworden und musste schon nach knapp 2 Jahren Produktion eingestellt
werden. Das Modell Vel Satis erfüllt längst nicht die Absatzerwartungen,
der neue Espace verkauft sich nur schleppend. Renault lebt mehr denn je
vom gut angekommenen neuen Megane und den Kleinwagen. Selbst der neue
Scenic ist am Markt eingeknickt.

Dass Renault dennoch relativ gute Finanzergebnisse hat, liegt an der
exzellenten Kapitalausstattung aus den Zeiten als Staatskonzern, der
guten Positionierung bei Vans und im Kleinwagensegment, und den
niedrigeren Produktionskosten in Frankreich.

Mal sehen, wie die Zahlen für 2004 werden. Zumindest für Renault
Deutschland war das 1. Halbjahr ein Desaster.

> Zufrieden sind BMW und Audi

BMW hat eine kontinuierliche Modellpolitik, und produktionstechnisch
seine Hausaufgaben gemacht. Die sind der lebende Widerspruch zu den
Fusions-Propagandisten. Audi profitiert allein vom Modell A3. Alle
anderen Audi-Modelle haben schwere Markteinbußen gehabt. Schauen wir mal:

Zulassungszahlen D - Vergleich Januar bis August 2004 gegenüber 2003:

Audi: - 9,1 %
BMW: + 1,7 %
Daewoo: + 57,0 %
Ford: - 0,2 %
Honda + 4,4 %
Hyundai: + 24,4 %
Kia: +8,0 %
Mazda: + 7,8 %
Mercedes: - 7,6 %
Opel: - 5,1 %
Seat: - 0,2 %
Skoda: + 6,8 %
Toyota: + 18,9 %
Volvo: + 27,8 %
Volkswagen: - 3,4 %

Audi hat also mit Sicherheit keinen Grund, zufrieden zu sein. Auch ganz
und gar nicht im Vergleich zu seiner direkten Konkurrenz.

Joachim

Will Berghoff

unread,
Oct 17, 2004, 2:27:47 PM10/17/04
to
"tobias b köhler" <t...@uncia.de> schrieb im Newsbeitrag
news:viycd.23191$z77....@news.chello.at...

>> Dumm nur, dass schon die Formneuheit des Pleitergeier-Schürzen-Pw kein
>> Vorbild hat.
>
> Kannst du das erläutern? Inwiefern unterscheidet er sich von einem
> "echten" schürzengepäckwagen? Wurde etwa vorbildwidrig ein
> personenwagen-untergestell trotz falscher länge verwendet?

Es gab schlichtweg keine...

Bekannt bei der DB sind nur 3 SalPw4ü-38, 2 SalMaschPw4ü-39 und -41 aus den
Regirungszügen sowie ein aus einem WR-Aufbau gefertigter Pw4ü-41 in
Schürzenwagenform.

Gruß
Will


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Frank Forsten

unread,
Oct 17, 2004, 2:49:54 PM10/17/04
to
Joachim Schmid schrieb:

> Zulassungszahlen D - Vergleich Januar bis August 2004 gegenüber 2003:
>

> Audi hat also mit Sicherheit keinen Grund, zufrieden zu sein. Auch ganz
> und gar nicht im Vergleich zu seiner direkten Konkurrenz.

Zufrieden ist wahrscheinlich niemand, Jammern ist das Lied der
Unternehmer (und nicht nur der Kaufleute).

Bei Audi (und auch BMW) wären auch die US-Zahlen interessant, vielleicht
sehen die besser aus.

Grüße, Frank

tobias b köhler

unread,
Oct 17, 2004, 3:10:51 PM10/17/04
to
Kai F. Lahmann schrieb:

> Bitte bei der Wahrheit bleiben. Sie haben Löhne, die den dortigen
> (niedrigeren) Lebenshaltungskosten entsprechen.

und die uns aufgrund politisch gewollter niedriger umtauschkurse der
dortigen währungen (noch) niedriger erscheinen, als sie sind.

Nachdem der US-Dollar gegenüber dem Euro in den letzten jahren
nachgegeben hat und die chinesische währung an den Dollar gebunden zu
sein scheint, wurde es für unternehmen aus dem Euroraum immer günstiger,
in China fertigen zu lassen. Sollte der Dollar wieder ansteigen, könnte
sich das ändern, oder China steigt aus der Dollarbindung aus ....

Stefan Sczekalla

unread,
Oct 17, 2004, 3:23:52 PM10/17/04
to
Hallo,

Klaus Rudolph <lts-r...@gmx.de> wrote in news:41727...@news.arcor-
ip.de:

> - merkwürdig kurze Produktlaufzeiten, Nachkauf ausgeschlossen.
>

vergangen Woche hatte ich maletwas Urlaub und bin mal bei dem hiesiegen
Händler (Fa.Bieger in Hofheim ) vorbeigefahren - zufällig war ein
Vertreter von Trix gerade vor Ort.

einen Teil der hier angesprochenen punkte - im Besonderen der obige habe
ich thematisiert.

das nervt mich maemlich auch schon länger das ich - eigentlich bei Trix
nicht kaufen kann, denn entweder ist es noch nicht lieferbar oder schon
sind wir ein Jahr wieter - und das Teil gibt es nicht mehr...

Das kann man jetzt glauben oder nicht - er deutete an, das bei M* hier
ein umdenken begonnen habe ...

Interessant fand ich jedoch die Bemerkung - auf die - bei Fleischmann
doch konstanter lieferbare Produktpalette - das Fleischmann auch über
eigenes Geld verfüge ....

Da stelleich mir doch die Frage - krankt ( auch )Märklin/Trix an einer -
zum Zwecke der (kurzfristigen) Gewinnmaximierung falsch gewählten
firmenpolitik ?

Ich meine "JA" ...

Grüße,

Stefan

Joachim Schmid

unread,
Oct 17, 2004, 3:23:19 PM10/17/04
to
Kai F. Lahmann verfasste am 17.10.2004 20:45:

>>Bei den asiatischen Herstellern zahlen die Mitarbeiter buchstäblich -
>>mit Hungerlöhnen.
>

> Bitte bei der Wahrheit bleiben. Sie haben Löhne, die den dortigen
> (niedrigeren) Lebenshaltungskosten entsprechen.

Du willst sagen, dass sich ein Chinese, der für Bachmann Modelle
montiert, von seinem Lohn auch nur annähernd unseren Lebensstandard
leisten kann?

Joachim

viczena

unread,
Oct 17, 2004, 3:46:58 PM10/17/04
to
handy, wohnung, computergesteuerter kühlschrank, klimaanlage? jawohl...

und das können sich natürlich auch alle deutschen leisten...

peter

"Joachim Schmid" <E94...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ckugr2$203$04$1...@news.t-online.com...

Bernhard Hesselt

unread,
Oct 17, 2004, 4:01:17 PM10/17/04
to
"Joachim Schmid" <E94...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ckugr2$203$04$1...@news.t-online.com...
Genausowenig, wie sich der deutsche M*-, Ford- oder VW-Arbeiter 1952 den
amerikanischen Lebensstandard leisten konnte. Dennoch hätte er das
wahrscheinlich nicht als Hungerlohn gesehen, denn er konnte sich schließlich
das Lebensnotwendige davon leisten und jedes Jahr zusätzlich ein wenig mehr
Komfort dazu. Ähnlich ist es jetzt in manchen Schwellenländern.

So etwas als Hungerlohn zu bezeichnen ist recht überheblich. Man ist
vielleicht auch leichter zufrieden, wenn man aus der Armut kommt und an
einer Aufbruchstimmung teilhat, als wenn man damit beschäftigt ist,
Besitzstände und "Errungenschaften" gegen die böse Welt zu verteidigen, die
den Segen von Kurwesen, Ökosteuer und "Pflegeversicherung" einfach nicht
einsehen will.

Bernhard


Mario Graul

unread,
Oct 17, 2004, 4:05:54 PM10/17/04
to
Kai F. Lahmann wrote:

> Joachim Schmid wrote:
>
>
>>Bei den asiatischen Herstellern zahlen die Mitarbeiter buchstäblich -
>>mit Hungerlöhnen.
>
>

> Bitte bei der Wahrheit bleiben. Sie haben Löhne, die den dortigen
> (niedrigeren) Lebenshaltungskosten entsprechen.

Nein das ist auch nicht die Wahrheit. Es ist nicht so das sich ein
chinesischer Arbeiter von seinem Gehalt auch nur annähernd einen
Lebensstandart leisten kann, wie er bei deutschen Arbeitern üblich ist.
Es sind keine Hungerlöhne aber deutlich darüber hinaus gehen sie auch nicht.

tschüs Mario

Mario Graul

unread,
Oct 17, 2004, 4:17:28 PM10/17/04
to
viczena wrote:

> handy, wohnung, computergesteuerter kühlschrank, klimaanlage? jawohl...

Das alles hat der chinesische Arbeiter? Das glaube ich dir nicht. Gut
ich war noch nicht in China sondern in Indonesien, Singapur und auf den
Philippinen. Der Philippinische Arbeiter der vor 10 Jahren für die Firma
Commodore den Amiga 1200 zusammengeschraubt hat, wohnte am Rande Manilas
in den Slums. Gut das ist einige Jahre her, auf obigen Lebensniveau ist
er aber auf keinen Fall. In Indonesien sieht es ähnlich aus. In Singapur
gibt es zwar keine Slums aber auch dort ist es mit computergesteuerten
Kühlschränken eher Essig.

> und das können sich natürlich auch alle deutschen leisten...

Noch, können sie das.

tschüs Mario

Will Berghoff

unread,
Oct 17, 2004, 4:20:23 PM10/17/04
to
"Joachim Schmid" <E94...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ckugr2$203$04$1...@news.t-online.com...
> Du willst sagen, dass sich ein Chinese, der für Bachmann Modelle montiert,
> von seinem Lohn auch nur annähernd unseren Lebensstandard leisten kann?

Warst Du in den letten Monaten mal in Shanghai?

Du wirst dich wie in Los Angeles fühlen - es ist ein echter Schock. So hat
man sich China nicht vorgestellt. Da ist wirklich viel geschehen.

Gruß
Will


A.Lange

unread,
Oct 17, 2004, 4:21:40 PM10/17/04
to
Stefan Sczekalla schrieb:
>
> [...] Vertreter von Trix [...]

>
> Interessant fand ich jedoch die Bemerkung - auf die - bei Fleischmann
> doch konstanter lieferbare Produktpalette - das Fleischmann auch über
> eigenes Geld verfüge ....
>
> Da stelleich mir doch die Frage - krankt ( auch )Märklin/Trix an einer -
> zum Zwecke der (kurzfristigen) Gewinnmaximierung falsch gewählten
> firmenpolitik ?

Oder bedeuted diese Aussagen, daß Trix mit Märklins Geld arbeitet?

Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm

Will Berghoff

unread,
Oct 17, 2004, 4:23:49 PM10/17/04
to
"A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4172D454...@gmx.de...

> Oder bedeuted diese Aussagen, daß Trix mit Märklins Geld arbeitet?

Es gibt Finanzierungsunterschiede zwischen Kapitalgesellschaften und
Personengesellschaften. Personengesellschaften haben kein Eigenkapital. Wenn
die Gesellschafter nichts geben sondern nur nehmen, ist der finanzielle
Spielraum sehr dünn.

Gruß
Will


Mario Graul

unread,
Oct 17, 2004, 4:26:45 PM10/17/04
to
Bernhard Hesselt wrote:

>>Du willst sagen, dass sich ein Chinese, der für Bachmann Modelle
>>montiert, von seinem Lohn auch nur annähernd unseren Lebensstandard
>>leisten kann?
>
> Genausowenig, wie sich der deutsche M*-, Ford- oder VW-Arbeiter 1952 den
> amerikanischen Lebensstandard leisten konnte. Dennoch hätte er das
> wahrscheinlich nicht als Hungerlohn gesehen, denn er konnte sich schließlich
> das Lebensnotwendige davon leisten und jedes Jahr zusätzlich ein wenig mehr
> Komfort dazu. Ähnlich ist es jetzt in manchen Schwellenländern.

Du hast damit Recht aber das ist ein anderes Problem. Fakt ist das die
geringeren Produktionskosten unter anderem auch etwas mit geringeren
Löhnen zu tun haben. Und der Chinesische Arbeiter bekommt auch dann
deutlich weniger, wenn man Lebenshaltungskosten, Währungskurse und was
sonst noch in diesem thread genannt wurde, herausrechnet.

> So etwas als Hungerlohn zu bezeichnen ist recht überheblich.

Das hat mit Überheblichkeit nichts zu tun. Es ist zugegeben etwas
überspitzt aber immer noch näher drann als mancher der meint es könne
sich jeder eine Klimaanlage leisten. Ein Arbeiter in einer Fabrik in
Sumatra verdiente ca. 20 bis 50 DM im Monat, damit kommt man nicht über
die Runden wenn nur einer arbeitet. Das heist es müssen die Frau sowiso
und auch die Kinder mitarbeiten. Und vor allem letzteres ist für mich
kein haltbarer Zustand.

tschüs Mario

Peter Popp

unread,
Oct 17, 2004, 4:55:27 PM10/17/04
to
Am Sun, 17 Oct 2004 22:23:49 +0200 schrieb Will Berghoff

Hähä... Du wärst mir ein Buchhalter ;-). Bei Personengesellschaften
wird zwar einiges anders verbucht als bei Kaptitalgesellschaften, aber
Personengesellschaften haben sehr wohl ein Eigenkapital (sonst würden
die auch z.B. keinerlei Kredit bekommen),

Peter Popp

unread,
Oct 17, 2004, 4:55:31 PM10/17/04
to
Am Sun, 17 Oct 2004 22:17:28 +0200 schrieb Mario Graul

>viczena wrote:
>
>> handy, wohnung, computergesteuerter kühlschrank, klimaanlage? jawohl...
>
>Das alles hat der chinesische Arbeiter? Das glaube ich dir nicht. Gut
>ich war noch nicht in China sondern in Indonesien, Singapur und auf den
>Philippinen. Der Philippinische Arbeiter der vor 10 Jahren für die Firma
>Commodore den Amiga 1200 zusammengeschraubt hat, wohnte am Rande Manilas
>in den Slums. Gut das ist einige Jahre her, auf obigen Lebensniveau ist
>er aber auf keinen Fall. In Indonesien sieht es ähnlich aus. In Singapur
>gibt es zwar keine Slums aber auch dort ist es mit computergesteuerten
>Kühlschränken eher Essig.

Ein Bekannter von mir war ja einige Monate in Shanghai beim
Transrapid, eine chinesische Mitarbeiterin dort war ihm äusserst
dankbar, weil er Sie in seinem Hotel ab und zu hat duschen lassen
(nein, wirklich sonst nichts ;-)).

Wenn man die Bilder ansieht, die er von da drüben mitgebracht hat und
sich diese Stories anhört (ein Wasserhahn pro Haus und zentrale
Toiletten irgendwo in der Strasse..) - nein, leben würde ich dort
nicht wollen,

denkt sich

Message has been deleted

Joachim Schmid

unread,
Oct 17, 2004, 5:32:27 PM10/17/04
to
Will Berghoff verfasste am 17.10.2004 22:20:

> Warst Du in den letten Monaten mal in Shanghai?
>
> Du wirst dich wie in Los Angeles fühlen - es ist ein echter Schock. So hat
> man sich China nicht vorgestellt. Da ist wirklich viel geschehen.

Warst du auch mal 20 km außerhalb des Zentrums von Shanghai? Da wo die
Arbeiter wohnen?

Joachim

Joachim Schmid

unread,
Oct 17, 2004, 5:40:10 PM10/17/04
to
Stefan Sczekalla verfasste am 17.10.2004 21:23:

> Interessant fand ich jedoch die Bemerkung - auf die - bei Fleischmann
> doch konstanter lieferbare Produktpalette - das Fleischmann auch über
> eigenes Geld verfüge ....
>
> Da stelleich mir doch die Frage - krankt ( auch )Märklin/Trix an einer -
> zum Zwecke der (kurzfristigen) Gewinnmaximierung falsch gewählten
> firmenpolitik ?

Nein, das heißt: Fleischmann hat mehr Eigenkapital und kann sich daher
eine größere Bevorratung leisten.

Joachim

Werner Huemer

unread,
Oct 17, 2004, 5:50:59 PM10/17/04
to
"Martin Preuss" <mpreuss...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cktpqq$dr7$03$1...@news.t-online.com...
>
> "Peter Popp" <peter.po...@t-online.de> schrieb
>
> [...]
> > Immerhin erstaunlich, dass ein doch relativ kleines Unternehmen wie
> > Märklin eine derartige Resonanz in der Presse erzeugt,
>
>
> Märklin ist nunmal ein traditionsreiches Unternehmen, dass auch sehr
vielen
> Nicht-Modellbahnern bekannt sein dürfte. Und für viele Menschen (vor allem


sowie österreich die kleinbahn.
wie ist das in anderen ländern?

--
[werner huemer]
ne...@lotus-i.com
http://www.lotus-i.com


Björn Schreiber

unread,
Oct 17, 2004, 5:48:12 PM10/17/04
to
Am Sun, 17 Oct 2004 20:04:42 +0200 schrieb Joachim Schmid:

> Audi: - 9,1 %
> BMW: + 1,7 %
> Daewoo: + 57,0 %
> Ford: - 0,2 %
> Honda + 4,4 %
> Hyundai: + 24,4 %
> Kia: +8,0 %
> Mazda: + 7,8 %
> Mercedes: - 7,6 %
> Opel: - 5,1 %
> Seat: - 0,2 %
> Skoda: + 6,8 %
> Toyota: + 18,9 %
> Volvo: + 27,8 %
> Volkswagen: - 3,4 %

Hast Porsche vergessen. *Die* haben quasi alles richtig gemacht.

Schon alleine der zeitig passende Rückzug aus dem Motorsport hat damals
sehr gut geklappt. Rennwagen zu verkaufen, anstatt sie teuer zu betreiben
bringt eben mehr.

Roger Schwentker

unread,
Oct 17, 2004, 2:37:21 PM10/17/04
to
Will Berghoff <real....@railforum.de> wrote:
> Ach ja, falls noch jemand einen Pw für den Loreley/Rheingold sucht: der
> korrekte Fleischmann-Wagen 5843 aus 1997 (blauer Pw4üe-37 mit
> Stromlinien-Kanzel) ist längst ausverkauft.

Ähm, ich hab davon noch einen übrig. Ich habe zu spät gesehen, daß ein
F-Zug mit zwei Packwagen (einer an jedem Ende) doch nicht so toll aussieht.

Gruß
Roger Schwentker
rschw...@regioconnect.net
--
Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Telefonhörer?
Einen Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.
[Dieter Nuhr]

Markus Schwitter

unread,
Oct 18, 2004, 1:33:04 AM10/18/04
to
> > Märklin ist nunmal ein traditionsreiches Unternehmen, dass auch sehr
> vielen
> > Nicht-Modellbahnern bekannt sein dürfte. Und für viele Menschen (vor
allem
> sowie österreich die kleinbahn.
> wie ist das in anderen ländern?

Wenn man in CH einen Nicht-Mobahner fragt, sagt er als erstes sicher auch
'Märklin', GFN war ja früher jeweils eine alternative, welche man ev. auch
noch kannte, aber die haben im Vergleich zu M* sehr wenige CH-Modelle.

Ist schon so, Modelleisenbahn wird als erstes mal mit M* gleichgesetzt,
nicht so wie Opel=Auto.

Grüsse Markus


Will Berghoff

unread,
Oct 18, 2004, 3:48:51 AM10/18/04
to
"Joachim Schmid" <E94...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ckuod6$dhd$04$1...@news.t-online.com...

> Warst du auch mal 20 km außerhalb des Zentrums von Shanghai? Da wo die
> Arbeiter wohnen?

Leider auch da...

Aber es gibt inzwischen sehr unteschiedliche "Klassen" der "Arbeiterklasse".
Die meisten Chinesen sind nach unseren - nicht nach ihren - Maßstäbe bitter
arm. Aber BMW hat ausgerechnet, dass sie in China jedes Jahr mehr 5er ( ab
45.000 Euro) verkaufen können als im Rest der Welt. Daraus muss man den
Schluss ziehen, dass es in China inzwischen eine Wohlstandsschicht gibt, die
grösser ist als die in D. Und genau dieser Eindruck festigt sich, wenn man
in Shanghai im inneren 10km-Bereich unterwegs ist. Der Schock folgt z.B. an
der Strasse nach Hangzhou, wo sich eine armselige Behausung an die andere
setzt, hundert km lang.

Gruß
Will


Will Berghoff

unread,
Oct 18, 2004, 4:03:26 AM10/18/04
to
"Roger Schwentker" <rschw...@regioconnect.net> schrieb im Newsbeitrag
news:ckue51$jd7$1...@silvana.westfalen.de...

> Ähm, ich hab davon noch einen übrig. Ich habe zu spät gesehen, daß ein
> F-Zug mit zwei Packwagen (einer an jedem Ende) doch nicht so toll
> aussieht.

Dann hast Du doppelt übersehen, dass im Regelverkehr F-Züge _keinen_
Packwagen hatten. Die Ausnahemn waren eben die "Rheingold-Express" und
"Loreley-Express"-Umläufe.

Bei ebay geht der Wagen richtig gut.

Gruß
Will


Joachim Schmid

unread,
Oct 18, 2004, 4:38:37 AM10/18/04
to
Will Berghoff verfasste am 18.10.04 09:48:

> Daraus muss man den
> Schluss ziehen, dass es in China inzwischen eine Wohlstandsschicht gibt, die
> grösser ist als die in D.

Das sind die, welche jetzt die Ölpreise hochjagen. Aber nicht die,
welche für den euopäischen Markt Modellbahnen montieren.

Joachim

Bernhard Hesselt

unread,
Oct 18, 2004, 5:15:05 AM10/18/04
to
Joachim Schmid <E94...@yahoo.de> wrote in message news:<ckuc7l$gp6$02$1...@news.t-online.com>...
> BMW hat eine kontinuierliche Modellpolitik, und produktionstechnisch
> seine Hausaufgaben gemacht. Die sind der lebende Widerspruch zu den
> Fusions-Propagandisten.

ACK. Zumal der einzige wirkliche Fehler von BMW in den letzten 15
Jahren das Rover-Abenteuer war. Dieser Übernahme- und Fusionsunfug ist
eine Seuche. Ohne dieses Desaster wüßte BMW jetzt nicht mehr, wohin
mit dem Geld. Auch bei M* könnte es sein, daß die Trix-Übernahme zu
den gegenwärtigen Schwierigkeiten beiträgt. Nicht, daß sowas
grundsätzlich nicht funktioniert, aber meistens eben nicht.

Bernhard

Reinhard Pfeiffer

unread,
Oct 18, 2004, 5:42:28 AM10/18/04
to
Hallo,

>> Volvo: + 27,8 %
>ein Europäer mit nennenswertem zuwachs - und das aus der Ford-Ecke.

Das verstehe ich auch nicht. So ein sonderlich gutes
Preis-Leistungsverhältnis hat Volvo doch auch nicht.
Die Volvos sind zwar immer noch gute Autos trotz
Ford-Zugehörigkeit, aber auch keine Modelle für die
breite Masse.


--
Gruß Reinhard

Message has been deleted

Peter Popp

unread,
Oct 18, 2004, 7:03:04 AM10/18/04
to
bernhard...@web.de (Bernhard Hesselt) schrieb am 18 Oct 2004
02:15:05 -0700, :

Sehr häufig werden eben Firmen übernommen, weil sie alleine nicht mehr
existieren können. Und das ist so, wie wenn Du 2 Menschen aneinander
bindest, von denen einer nur ein Bein hat: zusammen werden sie
langsamer als jeder einzelne,

meint
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn

Bernhard Hesselt

unread,
Oct 18, 2004, 9:51:04 AM10/18/04
to
Mario Graul <Mario...@gmx.de> wrote in message news:<ckukd0$4q0$01$1...@news.t-online.com>...

> Bernhard Hesselt wrote:
>
> >>Du willst sagen, dass sich ein Chinese, der für Bachmann Modelle
> >>montiert, von seinem Lohn auch nur annähernd unseren Lebensstandard
> >>leisten kann?
> >
> > Genausowenig, wie sich der deutsche M*-, Ford- oder VW-Arbeiter 1952 den
> > amerikanischen Lebensstandard leisten konnte. Dennoch hätte er das
> > wahrscheinlich nicht als Hungerlohn gesehen, denn er konnte sich schließlich
> > das Lebensnotwendige davon leisten und jedes Jahr zusätzlich ein wenig mehr
> > Komfort dazu. Ähnlich ist es jetzt in manchen Schwellenländern.
>
> Du hast damit Recht aber das ist ein anderes Problem. Fakt ist das die
> geringeren Produktionskosten unter anderem auch etwas mit geringeren
> Löhnen zu tun haben. Und der Chinesische Arbeiter bekommt auch dann
> deutlich weniger, wenn man Lebenshaltungskosten, Währungskurse und was
> sonst noch in diesem thread genannt wurde, herausrechnet.

Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.
Sie sind dadurch aber nicht automatisch zu niedrig für ein
menschenwürdiges Leben dort. Da könnte sein, muß aber nicht.


>
> > So etwas als Hungerlohn zu bezeichnen ist recht überheblich.
>
> Das hat mit Überheblichkeit nichts zu tun. Es ist zugegeben etwas
> überspitzt aber immer noch näher drann als mancher der meint es könne
> sich jeder eine Klimaanlage leisten. Ein Arbeiter in einer Fabrik in

Das mid der Klimaanlage habe ich nicht behauptet.

> Sumatra verdiente ca. 20 bis 50 DM im Monat, damit kommt man nicht über

Es ging grad um China, zumindestens in einigen Regionen ein
Schwellenland. Über Löhne, Lebenshaltungskosten und ökonomische
Situation in Sumatra weiß ich nicht bescheid.

> die Runden wenn nur einer arbeitet. Das heist es müssen die Frau sowiso

Daß die Frau auch gewerblich arbeitet wird uns hier ja schon seit
einigen Jahrzehnten als soziale "Errungenschaft" verkauft.

> und auch die Kinder mitarbeiten. Und vor allem letzteres ist für mich
> kein haltbarer Zustand.
>

Da sind wir uns einig; ich ging aber davon aus, daß Bachmann in China
keine Kinder beschäftigt und die Löhne der Beschäftigten zur
Versorgung ihrer Familie ausreichen.

Gruß
Bernhard

Klaus Rudolph

unread,
Oct 18, 2004, 11:37:53 AM10/18/04
to
Joachim Schmid schrieb:

> Nein, das heißt: Fleischmann hat mehr Eigenkapital und kann sich daher
> eine größere Bevorratung leisten.

Ja und nein.
Es wäre doch durchaus machbar die entsprechenden Artikel als "Halbzeuge"
auf Halde zu legen und bei bedarf entsprechende Farb- & Detailvarianten
daraus zu erzeugen. die Kapitalbindung bei dieser Art der
halbzeugbevorratung dürfte nicht viel höher sein als die eingesparten
Kosten durch sehr große Fertigungsstückzahlen der Grundbausteine.
Den ist die Form einmal gebaut, sollten sich einige zigtausend
Abgüsse erstellen lassen. Auch wenn man mehrere Forman dafür bräuchte,
dann wäre das erstellen mehrerer Formen aus einem CNC Program
mit Richtkosten usw. immer noch drastisch billiger als nochmal eine
Serie nachzulegen.

Und wenn wir schon dabei sind: Wieso werden teilweise über viele Jahre
die Wagen mit der selben Nummer verkauft??? Blödsinn! Wäre doch nett,
wenn man ab und zu mal ne neue Nummer ergattern könnte. Führt bei
manchen loks doch tatssächlich zum Zweitmodell :-). Was für ein Wunder!
Hoffentlich merkt das keiner...

Gruß
Klaus

Klaus Rudolph

unread,
Oct 18, 2004, 11:52:38 AM10/18/04
to
Joachim Schmid schrieb:
> Klaus Rudolph verfasste am 17.10.2004 15:41:
>
>> Bin gespannt wann die Chinesen mit guten Modellen auf den deutschen
>> Markt kommen und hier mal richtig aufräumen. Nicht das ich deutsche
>> Arbeitsplätze gerne im Ausland sehen will, aber bei uns schluckt
>> Management & Verwaltung, Handel und Steuer so viel, das es jeder externe
>> eigentlich besser und billiger können muß.
>
>
> Auch ausländische Anbieter haben die hiesigen Vertriebskosten und
> Steuern zu zahlen.

Jain,
Sie zahlen sicherlich Steuern, aber nicht für die ganze Fertigungstiefe.
Zudem entfallen naturgemäß die Sozialabgaben für im Ausland Beschäftigte.

Dann brauchen Sie nicht über die kleinen Einzelhändler vertreiben. Wie
wärs mit einem China-Modellbahn-Onlineshop mit ein paar Läden in
Ballungsräumen, wo auch der Service direkt stattfindet.
Motor tauschen, direkt da!
Achse "krumgefallen"... na baun wa ne neue ein, Kostet... ach ist
Service... kaufense lieber noch was neues...
Einschicken... ach wozu denn, nehmen Sie doch direkt dieses Fahrzeug im
Austausch mit, oder wir senden es Ihnen nach Hause....

Nur noch mal zur Erinnerung wie das hier läuft:
Kaputt: Muß ich einschicken! Kostet? Weiß ich nicht? Dauert? Lange!
Ist es dann in Ordnung? Nach dem dritten Versuch bestimmt, dann ist aber
was anderes im Eimer.....

Ne, ich sag ja nicht das es nicht auch Läden gibt die was können, aber
ich kenne leider noch keinen.

Man Stelle sich vor in Deutschland gäbe es Service, und dann glaube man
noch der Deutsche würde was dafür bezahlen wollen. Und dann glaube man
noch das ganze hätte Bestand.... dann ist es nicht Deutschland :-)

>
> Bei den asiatischen Herstellern zahlen die Mitarbeiter buchstäblich -

> mit Hungerlöhnen. Wenn die Märklin-Belegschaft bereit wäre, auch für 1-2
> €/h zu arbeiten, könnte Märklin sofort den Markt aufräumen.
>

Das ist so nicht korrekt. Wenn ich ortsübliche Löhne bezahle, dann ist
das wohl in Ordnung, mehr oder weniger. Nun gibt es noch die Probleme
bei Menschenrechten und Umwelt, auch klar. Aber sind es nicht eigentlich
nur die völlig unsinnigen Wechselkurse die uns diese falsche Welt
vorgaukeln? Wenn ich in China für 10 Euro mit meinen kollegen eine
riesen Festmahl abhalten kann, dann ist da nix kaputt und auch der
Chinese ist nicht zu billig, nein der Umtauschkurs ist einfach "falsch".
Und wenn die Märklinesen für 1-2Euro/h arbeiten müssten, dann sollte die
Miete bitte 30-60 Euro kosten. Sonst ist das alles nonsens.

Zudem denke ich das die Märklinesen durchaus ein gutes Gehalt verdienen
und das das auch wirtschaftlich wäre, wenn nicht dieses "grandiose"
Management alles kaputt machen würde.

Gruß
Klaus

tobias b köhler

unread,
Oct 18, 2004, 11:53:30 AM10/18/04
to
Klaus Rudolph schrieb:

> Es wäre doch durchaus machbar die entsprechenden Artikel als "Halbzeuge"
> auf Halde zu legen und bei bedarf entsprechende Farb- & Detailvarianten
> daraus zu erzeugen. die Kapitalbindung bei dieser Art der
> halbzeugbevorratung dürfte nicht viel höher sein als die eingesparten
> Kosten durch sehr große Fertigungsstückzahlen der Grundbausteine.
> Den ist die Form einmal gebaut, sollten sich einige zigtausend
> Abgüsse erstellen lassen. Auch wenn man mehrere Forman dafür bräuchte,
> dann wäre das erstellen mehrerer Formen aus einem CNC Program
> mit Richtkosten usw. immer noch drastisch billiger als nochmal eine
> Serie nachzulegen.

So wird das teilweise gemacht. Insbesondere gibt es die technik der
"verlorenen formänderung" (ich nenne sie mal so), in der eine gussform
für eine formvariante verändert wird, ohne dass sie leicht
zurückzuändern ist. Dann werden oft ein paar hundert bis tausend teile
aus der alten form gemacht und auf die seite gelegt, falls doch noch
bedarf an der alten form bestehen sollte.

> Und wenn wir schon dabei sind: Wieso werden teilweise über viele Jahre
> die Wagen mit der selben Nummer verkauft??? Blödsinn! Wäre doch nett,
> wenn man ab und zu mal ne neue Nummer ergattern könnte. Führt bei
> manchen loks doch tatssächlich zum Zweitmodell :-). Was für ein Wunder!

Ja, statt ein modell millionenfach mit der gleichen nummer zu
produzieren, sollten die hersteller mal herausfinden, ab welchen
stückzahlen sich eine neue beschriftungsvariante lohnt, und alle "so
viele" modelle eine neue nummer herausbringen.

Die zeiten, wo ein und dasselbe modell millionenfach produziert werden
kann, sind wohl ohnehin vorbei. Es gibt weniger kunden, und diese haben
auch noch speziellere anforderungen als früher. Vorbei sind die zeiten,
wo jahr für jahr unter den weihnachtsbäumen "DB 89.0" und "DB V200.0"
lagen, so wie das bei mir in den 1980er jahren noch mit
gebrauchtmaterial der fall war ....

--
tobias benjamin köhler ____________________________________ t...@uncia.de
._______..__________.._______.._________. <>_<> <>_<>
| |_| || |_| |_| || |_| || |_| |_| | .---|'"`|---. .---|'"`|---.
"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_

Knut Ochdorf

unread,
Oct 18, 2004, 12:55:26 PM10/18/04
to
Klaus Rudolph schrieb:

> Und wenn wir schon dabei sind: Wieso werden teilweise über viele Jahre
> die Wagen mit der selben Nummer verkauft??? Blödsinn! Wäre doch nett,
> wenn man ab und zu mal ne neue Nummer ergattern könnte. Führt bei
> manchen loks doch tatssächlich zum Zweitmodell :-). Was für ein Wunder!
> Hoffentlich merkt das keiner...

Ich kenne das von Sachsenmodelle, die machen bei jeder Auflage eine neue
Fahrzeugnummer, auch Roco macht so etwas ansatzweise (ich habe mehrere
DR-243 mit unterschiedlichen Nummern).

Leider geht das Prinzip nicht immer auf: Einerseits gibt es bestimmte
Unikate (welche Nummer will man der 18 201 künftig geben?) und
andererseits gab es auch Abweichungen innerhalb einer Reihe, selbst
Güterwagen sind nicht alle gleich. Da nun ein passendes Vorbild zu
suchen, was genau der bisher produzierten Form entspricht ist schwierig.

Knut

Georg Feddern

unread,
Oct 18, 2004, 1:01:42 PM10/18/04
to
Will Berghoff schrieb:

> Tobias B Köhler schrieb:
>
>>> Dumm nur, dass schon die Formneuheit des Pleitergeier-Schürzen-Pw kein
>>> Vorbild hat.
>>
>> Kannst du das erläutern? Inwiefern unterscheidet er sich von einem
>> "echten" schürzengepäckwagen? Wurde etwa vorbildwidrig ein
>> personenwagen-untergestell trotz falscher länge verwendet?
>
> Es gab schlichtweg keine...
>
> Bekannt bei der DB sind nur 3 SalPw4ü-38, 2 SalMaschPw4ü-39 und -41 aus den
> Regirungszügen sowie ein aus einem WR-Aufbau gefertigter Pw4ü-41 in
> Schürzenwagenform.

Gemäß Hermann Hoyer in Miba Messe 2004 soll es sich um den Probewagen
Pw4ü-38, Nr. 105 885, Wumag Görlitz 1941, handeln.
Im Nummernplan 1930 bzw. der Zusammenstellung von Diener steht unter dieser
Wagennummmer ein Pw4ü-40 mit Baujahr 1938 drin, mit der Bemerkung "umgebaut
in Pw4üe-38/52".
Handelt es sich ggf. um das Einzelexemplar aus dem WR-Aufbau?
Die halbfertigen WR-Aufbauten standen übrigens bei der Wumag in Görlitz...

"Echte Schürzengepäckwagen" in dem Sinne gab es wie Will schon schrieb also
nur Einzelexemplare, der Vollständigkeit halber hinzuzufügen wäre höchstens
noch ein dritter SalMaschPw4ü-39, der gemäß Diener in einen Dienstwagen
umgebaut wurde (Dienst4ü Han 729047, später Han 5068).

Diener erwähnt andererseits noch einen 105 887, Pw4ü, umgebaut aus einem
Post4-b/21,6 Berlin 5200 - also einem Schürzen-Postwagen.
Da einige Schürzen-Postwagen (bzw. ursprünglich Sendewagen für Funkfeuer)
wiederum aus WR-Aufbauten entstanden, ist dieser evtl. der angesprochene?

Dann müßte die DB wiederum aber 2 Schürzen-Gepäckwagen gehabt haben.

Gruß
Georg

Werner Falkenbach

unread,
Oct 18, 2004, 2:10:12 PM10/18/04
to
Hallo,

Knut Ochdorf schrieb:


> Ich kenne das von Sachsenmodelle, die machen bei jeder Auflage eine neue
> Fahrzeugnummer, auch Roco macht so etwas ansatzweise (ich habe mehrere
> DR-243 mit unterschiedlichen Nummern).

BEMO auch, sogar mit eigenen Katalognummern.

Grüße
Werner
--
* NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU
Wir sind umgezogen
http://www.thema-schmalspurbahn.de
mailto:Werner.F...@t-online.de

Björn Schreiber

unread,
Oct 18, 2004, 2:59:06 PM10/18/04
to
Am Mon, 18 Oct 2004 12:23:41 +0200 schrieb Kai F. Lahmann:

> du glaubst, die rund 30 Autos im Porsche Supercup gehören den Teams?

Du glaubst, die werden von Porsche bezahlt?
Du glaubst, das sind die einzigen?

Vor allem auch der Verkauf der Strassenversion bring einiges.
Neue Modelle werden konservativ wirtschaftlich abgeschätzt - bis alleine
der (sehr erfolgreich verkaufte) Carrera GT in Serie ging, hat man genügend
feste Bestellungen abgewartet, dass sich der Wagen auf jeden Fall rentiert.
(Beim McLaren SLR bin ich mir da z.B. nicht so sicher). Man breut es wohl
allerdings, beim Cayenne VW mit ins Boot geholt zu haben, man hätte die
Serienproduktion auch alleine geschafft.

Die Wagen haben soviele gleichteile wie möglich.

Es gibt insgesamt sehr wenige Karosserievarianten, aber dafür sehr viele
Modelle, alleine schon auf dem 996, bzw. jetzt 996 beruhend.

Und man war sich nicht zu schade, eine Cash-Cow zu bauen, die eigentlich
nicht ins Image passt.

A.Lange

unread,
Oct 18, 2004, 3:03:26 PM10/18/04
to
Knut Ochdorf schrieb:

Nun, ja, aber die Abweichungen kennt gewöhnlich nur der Spezialist. Mir
würde auch schon reichen, wenn ich von GFN mal eine andere Wagennummer
bekäme. Das sit in dieser Beziehung die Firma mit dem größten
Unmutspotential. Da werden die Formen aufwendig geändert, KKK drunter
genagelt usw aber die Wagennummer ist seit 35 Jahren die selbe.

Da ist Roco tatsächlich pfiffiger, vom O Halle der Einfachausführung
kenne ich allein sieben verschiedene Wagennummern.

Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm

Bernhard Hesselt

unread,
Oct 18, 2004, 3:02:39 PM10/18/04
to
"Peter Popp" <peter.po...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ej87n0dfts1a5m54s...@4ax.com...

> existieren können. Und das ist so, wie wenn Du 2 Menschen aneinander
> bindest, von denen einer nur ein Bein hat: zusammen werden sie
> langsamer als jeder einzelne,

Den Vergleich find ich gut, den merk ich mir für den Fall, daß bei meinem
Laden wieder von einer Fusion die Rede ist.

Gruß
Bernhard


Joachim Schmid

unread,
Oct 18, 2004, 3:57:30 PM10/18/04
to
Bernhard Hesselt verfasste am 18.10.2004 15:51:

> Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.

Und zwar um ein Mehrfaches - selbst unter Berücksichtigung der
Kaufkraft. Wer also auf unfähiges Management deutscher Firmen schimpft,
und sie mit chinesischen Firmen aufmischen will, der möge erst mal eine
vergleichbare Kostenbasis schaffen.

Von den viel geringeren Kosten für Energie, Steuern, Umweltschutz usw.
war ja noch nicht mal die Rede.

Joachim

Tobias Stening

unread,
Oct 18, 2004, 5:38:48 PM10/18/04
to
Mark Segmüller schrieb:
> "Reinhard Pfeiffer" <r...@reinhard-pfeiffer.de> schrieb
> Sorry Jungs,
>
> Aber die Qualität von Ford wird schwerst unterschätzt. Im persönlichen
> Vergleich mittlerweile 4:1 Nieten Premium:Ford. Und die Fahrwerke sind
> spätestens seit dem ersten Focus so gut, dass sie mittlerweile die Pace
> selbst für "Premium"-Konkurrenz (und z.B. Audi/VW teuer nachziehen
> musste) setzen. Von der technischen Basis profitiert Volvo zunehmend
> (neuer V40) - wie es geht, zeigt ja der VW-Konzern. Gleiche Technik,
> bis zu 30% Preisunterschied für ein anderes "Image"

Meines Erachtens ist das größte Problem bei Ford das schlechte Image,
welches sie noch aus der Vergangenheit mit sich rumschleppen und das
Design der Fahrzeuge. Sorry, aber ist gibt nur wenige Modelle in der
Fordpalette, die ansehnlich sind. Abschreckenste Beispiele sind Mondeo,
Fusion, Ka und Tourneo. Der oben erwähnte V40 schlägt doch jeden Ford um
Längen, wenns ums Design geht (ist zumindest meine unmaßgebliche Meinung).

Ich bin aber - im Gegensatz zu oben - eher der Meinung, dass Ford auch
viel von Volvo profitiert hat, denn Volvo hat die Qualitätsmesslatte
immer recht hoch gelegt.

Viele Grüße,
Tobias

Mario Graul

unread,
Oct 18, 2004, 6:01:07 PM10/18/04
to
Hallo Bernhard

Bernhard Hesselt wrote:
>>Du hast damit Recht aber das ist ein anderes Problem. Fakt ist das die
>>geringeren Produktionskosten unter anderem auch etwas mit geringeren
>>Löhnen zu tun haben. Und der Chinesische Arbeiter bekommt auch dann
>>deutlich weniger, wenn man Lebenshaltungskosten, Währungskurse und was
>>sonst noch in diesem thread genannt wurde, herausrechnet.
>
> Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.
> Sie sind dadurch aber nicht automatisch zu niedrig für ein
> menschenwürdiges Leben dort. Da könnte sein, muß aber nicht.

Dann verstehen wir etwas verschiedenes unter: "menschenwürdiges Leben"

>>>So etwas als Hungerlohn zu bezeichnen ist recht überheblich.
>>
>>Das hat mit Überheblichkeit nichts zu tun. Es ist zugegeben etwas
>>überspitzt aber immer noch näher drann als mancher der meint es könne
>>sich jeder eine Klimaanlage leisten. Ein Arbeiter in einer Fabrik in
>
> Das mid der Klimaanlage habe ich nicht behauptet.

und ich habe nicht behauptet das du das behauptet hast ;-)

>>Sumatra verdiente ca. 20 bis 50 DM im Monat, damit kommt man nicht über
>
> Es ging grad um China, zumindestens in einigen Regionen ein
> Schwellenland. Über Löhne, Lebenshaltungskosten und ökonomische
> Situation in Sumatra weiß ich nicht bescheid.

Es geht um Lohnbedingungen in Schwellenländern und Indonesien ist wie
China ein Schwellenland. Naja und Sumatra gehört zu Indonesien.

>>die Runden wenn nur einer arbeitet. Das heist es müssen die Frau sowiso
>
> Daß die Frau auch gewerblich arbeitet wird uns hier ja schon seit
> einigen Jahrzehnten als soziale "Errungenschaft" verkauft.

Es ist aber ein Unterschied ob sie mit arbeiten muss oder mitarbeiten darf.

>>und auch die Kinder mitarbeiten. Und vor allem letzteres ist für mich
>>kein haltbarer Zustand.
>
> Da sind wir uns einig; ich ging aber davon aus, daß Bachmann in China
> keine Kinder beschäftigt und die Löhne der Beschäftigten zur
> Versorgung ihrer Familie ausreichen.

Natürlich reicht es aus, sonst würden die Leute ja alle verhungern und
könnten demzufolge auch nicht mehr arbeiten.

tschüs Mario

Mario Graul

unread,
Oct 18, 2004, 6:13:03 PM10/18/04
to
Hallo Will

Will Berghoff wrote:

> "Joachim Schmid" <E94...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:ckuod6$dhd$04$1...@news.t-online.com...
>
>>Warst du auch mal 20 km außerhalb des Zentrums von Shanghai? Da wo die
>>Arbeiter wohnen?
>
> Leider auch da...
>
> Aber es gibt inzwischen sehr unteschiedliche "Klassen" der "Arbeiterklasse".
> Die meisten Chinesen sind nach unseren - nicht nach ihren - Maßstäbe bitter
> arm. Aber BMW hat ausgerechnet, dass sie in China jedes Jahr mehr 5er ( ab
> 45.000 Euro) verkaufen können als im Rest der Welt.
> Daraus muss man den
> Schluss ziehen, dass es in China inzwischen eine Wohlstandsschicht gibt, die
> grösser ist als die in D.

Dort wohnen auch 1 Mrd. Menschen. Außerdem glaube ich das erst wenn es
so weit ist. Gut bei BMW ist es bisher immer besser gelaufen als bei den
anderen aber die nächste Asienkrise kommt ganz bestimmt.

> Und genau dieser Eindruck festigt sich, wenn man
> in Shanghai im inneren 10km-Bereich unterwegs ist. Der Schock folgt z.B. an
> der Strasse nach Hangzhou, wo sich eine armselige Behausung an die andere
> setzt, hundert km lang.

Eben. Und *das* sind die Arbeiter. Und Arbeiter sind immer noch die, die
sich am Band die Hände schmutzig machen.

tschüs Mario

Kai F. Lahmann

unread,
Oct 18, 2004, 7:52:26 PM10/18/04
to
Klaus Rudolph wrote:

> Es wäre doch durchaus machbar die entsprechenden Artikel als "Halbzeuge"
> auf Halde zu legen und bei bedarf entsprechende Farb- & Detailvarianten
> daraus zu erzeugen. die Kapitalbindung bei dieser Art der
> halbzeugbevorratung dürfte nicht viel höher sein als die eingesparten
> Kosten durch sehr große Fertigungsstückzahlen der Grundbausteine.

ich vermute, mit genau diesem Konzept arbeiten GFN und Piko. Dafür spricht
auch, dass man offenbar kaum Rentabilitätsberechnungen für einzelne
Varianten machen muss, man prügelt einfach alles durch, was ihnen in 1:1 in
die Finger kommt.

--
Kai Lahmann

http://www.1zu160.net

Kai F. Lahmann

unread,
Oct 18, 2004, 7:55:35 PM10/18/04
to
Björn Schreiber wrote:

> Du glaubst, die werden von Porsche bezahlt?

ich habe keine Ahnung, wer das zahlt, aber sicher nicht die Teams - evtl.
auch die Sponsoren, wo Firmen zu finden sind, bei denen selbst F1 oder DTM
(beide mit viel mehr Zuschauern) neidisch werden.

> Du glaubst, das sind die einzigen?

von diesen Autos? Nö, "Rennwagen von der Stange" (die Unterschiede zum GT3
sind auch nicht groß)

> Und man war sich nicht zu schade, eine Cash-Cow zu bauen, die eigentlich
> nicht ins Image passt.

man sieht dem Ding aber seine Herkunft irgendwie an ;)

Markus Schwitter

unread,
Oct 19, 2004, 1:40:28 AM10/19/04
to
> Fordpalette, die ansehnlich sind. Abschreckenste Beispiele sind Mondeo,
> Fusion, Ka und Tourneo. Der oben erwähnte V40 schlägt doch jeden Ford um
> Längen, wenns ums Design geht (ist zumindest meine unmaßgebliche Meinung).

Ein bisschen kann ich mitreden, habe einen V40, bin sogar zufrieden, und er
war nur ca. 3000 Fr. teurer als ein Passat, er ist besser ausgestattet, 3
Jahre Garantie, Unterhalt bis 100000km inklusive. Kein Vergleich zu Ford. In
CH ist der V40 T4 sehr beliebt, man sieht Ihn sehr häufig, weil er ein sehr
gutes Preis-Leistungsverhältnis hat(te).

Grüsse Markus


Markus Schwitter

unread,
Oct 19, 2004, 1:43:27 AM10/19/04
to
> > Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.
> > Sie sind dadurch aber nicht automatisch zu niedrig für ein
> > menschenwürdiges Leben dort. Da könnte sein, muß aber nicht.
>
> Dann verstehen wir etwas verschiedenes unter: "menschenwürdiges Leben"
>
> >>>So etwas als Hungerlohn zu bezeichnen ist recht überheblich.

Es geht doch darum ob man sich 'verbessern' kann oder zurückstecken muss,
das erstere bereitet den Leuten weniger Probleme (China), das zweite schon
(Deutschland). Wobei, man muss schon unterscheiden ob man mit China die
Städte meint oder das Land, auf dem Land wird sehr sehr einfach gelebt, mit
wenigen $ pro Monat, das gefälle ist sehr viel grösser als in Europa.

Grüsse Markus


Will Berghoff

unread,
Oct 19, 2004, 4:58:23 AM10/19/04
to
"Georg Feddern" <fed...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
news:18sek4pgg7t7e.150xxs8pf1qho$.dlg@40tude.net...

> Gemäß Hermann Hoyer in Miba Messe 2004 soll es sich um den Probewagen
> Pw4ü-38, Nr. 105 885, Wumag Görlitz 1941, handeln.
> Im Nummernplan 1930 bzw. der Zusammenstellung von Diener steht unter
> dieser
> Wagennummmer ein Pw4ü-40 mit Baujahr 1938 drin, mit der Bemerkung
> "umgebaut
> in Pw4üe-38/52".
> Handelt es sich ggf. um das Einzelexemplar aus dem WR-Aufbau?

Ja, dieser müsste es dann zwingend sein. Allerdings ist der Düse948 23,5m
lang und im Aufbau völlig abweichend von den Standard-PW4ü.

Die anderen, in Frage kommenden Wagen sind in Regelzügen nicht eingesetzt
gewesen, da sie für die Regeirungszüge genutzt wurden.

Die ehemaligen SalPW4ü sind optisch sehr abweichend:
Einer wurde im Rahmen einer Diskussion über unser Thema in DSO vorgestellt:
http://www.revisionsdaten.de/forum/read.php?f=5&i=4248&t=4229

Es gab folgende PW im Sonderfuhrpark:

SdrMaschPw4ük-37 LüP 23.500mm Wagen Bln 105 060 - 105 065 nicht in
Schürzenwagenbauart

SdrMaschPw4ü-43 LüP 24.300mm Wagen Bln 105 066 + 105 067 , davon 105 066 bei
der DB als Düse944, 105 067 erst USTC, dann Dienstü s.u.

SalonPw4ü-38 LüP23.500mm Wagen Bln 105 071 - 105 073 beide DB als Düse947

SalonPw4ü(F)-38 LüP 21.720mm Wagen Bln 105 637 Autotransportwagen Umbau 1938
aus Pw4ü-37 mit Angleichung an Schürzenwagenform, lief nie im
Regelzugverkehr

> "Echte Schürzengepäckwagen" in dem Sinne gab es wie Will schon schrieb
> also
> nur Einzelexemplare, der Vollständigkeit halber hinzuzufügen wäre
> höchstens
> noch ein dritter SalMaschPw4ü-39, der gemäß Diener in einen Dienstwagen
> umgebaut wurde (Dienst4ü Han 729047, später Han 5068).

das war obiger 105 067, der lief nie im Regelzugdienst.

http://bdw002.privat.t-online.de/658/658-maschinenwg.htm

> Diener erwähnt andererseits noch einen 105 887, Pw4ü, umgebaut aus einem
> Post4-b/21,6 Berlin 5200 - also einem Schürzen-Postwagen.
> Da einige Schürzen-Postwagen (bzw. ursprünglich Sendewagen für Funkfeuer)
> wiederum aus WR-Aufbauten entstanden, ist dieser evtl. der angesprochene?

Der dürfte aber erst nach 1945 umgebaut worden sein, also ist er _nicht_
Vorbild für den Ep.II-Wagen.
Einen Nachweis dieses Wagens habe ich noch nicht gefunden. Er wäre ja
ebenfalls 23,5m lang gewesen, wenn er aus einem WRü-Aufbau entstanden wäre.
Die SchürzenPost4 sind nicht generell Umbauten aus den Funkfeuerwagen.

> Dann müßte die DB wiederum aber 2 Schürzen-Gepäckwagen gehabt haben.

Wie man sieht, hatte sie mehr als 2, aber keiner davon war ein
Einheitsgepäckwagen, der als Basis für ein von 1939 bis 1981 universell
verwendbares Modell taugt. Denn solche gab es nicht.

Gruß
Will


Georg Feddern

unread,
Oct 19, 2004, 6:21:19 AM10/19/04
to
Will Berghoff schrieb:

> "Georg Feddern" <fed...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:18sek4pgg7t7e.150xxs8pf1qho$.dlg@40tude.net...

>> [M* Schürzenwagen-Pw Modell]


>> Handelt es sich ggf. um das Einzelexemplar aus dem WR-Aufbau?
>
> Ja, dieser müsste es dann zwingend sein. Allerdings ist der Düse948 23,5m
> lang und im Aufbau völlig abweichend von den Standard-PW4ü.

Zustimmung - hat Märklin den Wagen etwa *nicht* auf dem WR-Fahrgestell
aufgebaut? Aarggh ...
Ich hatte noch die Hoffnung, das Neuheiten-/Katalog-Bild und Modell im
positiven Sinne nicht übereinstimmen, so wie beim bayerischen
Viehwagen-Einzelexemplar ...

> http://www.revisionsdaten.de/forum/read.php?f=5&i=4248&t=4229

Danke, interessanter Link.

>> [...] der Vollständigkeit halber hinzuzufügen wäre höchstens


>> noch ein dritter SalMaschPw4ü-39, der gemäß Diener in einen Dienstwagen
>> umgebaut wurde (Dienst4ü Han 729047, später Han 5068).
>
> das war obiger 105 067, der lief nie im Regelzugdienst.

Mea culpa, es gab gar keinen dritten, konnte nicht rechnen ...

>> Diener erwähnt andererseits noch einen 105 887, Pw4ü, umgebaut aus einem
>> Post4-b/21,6 Berlin 5200 - also einem Schürzen-Postwagen.
>> Da einige Schürzen-Postwagen (bzw. ursprünglich Sendewagen für Funkfeuer)
>> wiederum aus WR-Aufbauten entstanden, ist dieser evtl. der angesprochene?
>
> Der dürfte aber erst nach 1945 umgebaut worden sein, also ist er _nicht_
> Vorbild für den Ep.II-Wagen.

Zustimmung, bezog mich nur auf die DB-Variante, aber ...

> Einen Nachweis dieses Wagens habe ich noch nicht gefunden. Er wäre ja
> ebenfalls 23,5m lang gewesen, wenn er aus einem WRü-Aufbau entstanden wäre.

... hätte über die Längenangabe stolpern müsse.
Man reiche mir einen vollen Aschenbecher ...

> Die SchürzenPost4 sind nicht generell Umbauten aus den Funkfeuerwagen.

_Den_ Schuh zieh ich mir jetzt aber nicht an. ;-)

>> Dann müßte die DB wiederum aber 2 Schürzen-Gepäckwagen gehabt haben.
>
> Wie man sieht, hatte sie mehr als 2,

Da hatte ich die Augen noch auf - und bezog mich nur auf evtl. "normale"
Wagen.

> aber keiner davon war ein
> Einheitsgepäckwagen, der als Basis für ein von 1939 bis 1981 universell
> verwendbares Modell taugt. Denn solche gab es nicht.

Stimmt.
Aber seid wann ist das ein Hinderungsgrund, ein korrektes Modell
herzustellen, das nur für eine kurze Zeitperiode richtig zu verwenden ist?

Ja ich weiß - _Sie_ (M*) halten sich da äusserst selten dran, weder an die
Vorgaben noch die Verwendung ... wobei mir eine Phantasie-Verwendung noch
relativ egal ist, solange das Modell überhaupt ein korrektes Modell
darstellt bzw. leicht dahin verwandelt werden kann.
Aber eben auch da hapert's ja zu oft ...

Gruß
Georg

Will Berghoff

unread,
Oct 19, 2004, 6:49:57 AM10/19/04
to
"Georg Feddern" <fed...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pmfa0rm225wv$.dw9oh08d8mez.dlg@40tude.net...
...

> Aber seid wann ist das ein Hinderungsgrund, ein korrektes Modell
> herzustellen, das nur für eine kurze Zeitperiode richtig zu verwenden ist?

Da wären wir dann wieder bei der Diskussion um eine 01.10 Stromlinie mit
Vollverkleidung, Pleitegeier und ohne Verdunkelungsblenden...

Oder Schürzenwagen mit Pleitegeier...

Oder roter WR4ü-39...

> Ja ich weiß - _Sie_ (M*) halten sich da äusserst selten dran, weder an die
> Vorgaben noch die Verwendung ...

Nicht nur dieser eine Hersteller. Aber wenn die Kundschaft es nachfragt,
sichert es ja Arbeitsplätze. Dafür standen die Propagandisten des
Pleitegeiers ja schonmal.

Gruß
Will


Bernhard Hesselt

unread,
Oct 19, 2004, 7:08:59 AM10/19/04
to
Hallo Mario,

Mario Graul <Mario...@gmx.de> wrote in message news:<cl1e9s$qr9$01$1...@news.t-online.com>...


> Bernhard Hesselt wrote:
> >>Du hast damit Recht aber das ist ein anderes Problem. Fakt ist das die
> >>geringeren Produktionskosten unter anderem auch etwas mit geringeren
> >>Löhnen zu tun haben. Und der Chinesische Arbeiter bekommt auch dann
> >>deutlich weniger, wenn man Lebenshaltungskosten, Währungskurse und was
> >>sonst noch in diesem thread genannt wurde, herausrechnet.
> >
> > Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.
> > Sie sind dadurch aber nicht automatisch zu niedrig für ein
> > menschenwürdiges Leben dort. Da könnte sein, muß aber nicht.
>
> Dann verstehen wir etwas verschiedenes unter: "menschenwürdiges Leben"

Das wäre möglich. Wenn es "menschenwürdiges Leben" nicht unter unserem
deutschen Standard gibt, leben schon die meisten Europäer im Elend,
ganz zu schweigen von Asien oder von unseren Vorfahren 1930 oder 1960.


>
> >>die Runden wenn nur einer arbeitet. Das heist es müssen die Frau sowiso
> >
> > Daß die Frau auch gewerblich arbeitet wird uns hier ja schon seit
> > einigen Jahrzehnten als soziale "Errungenschaft" verkauft.
>
> Es ist aber ein Unterschied ob sie mit arbeiten muss oder mitarbeiten darf.

Sie soll und muß hier auch, teils aus ideolgischen Gründen (das Volk
soll gefälligst seine Kinder beim Staat abliefern zur korrekten
Erziehung und Beeinflussung), teils aus wirtschaftlichen Gründen (um
beim Lebensstandard mit anderen mithalten zu können).


>
> >>und auch die Kinder mitarbeiten. Und vor allem letzteres ist für mich
> >>kein haltbarer Zustand.
> >
> > Da sind wir uns einig; ich ging aber davon aus, daß Bachmann in China
> > keine Kinder beschäftigt und die Löhne der Beschäftigten zur
> > Versorgung ihrer Familie ausreichen.
>
> Natürlich reicht es aus, sonst würden die Leute ja alle verhungern und
> könnten demzufolge auch nicht mehr arbeiten.
>

Nein, es könnte ja sein, daß ihre Kinder trotzdem zusätzlich arbeiten
müßten, damit die Familie über die Runden kommt, was ich nicht hoffe
bzw. glaube.

Gruß
Bernhard

Bernhard Hesselt

unread,
Oct 19, 2004, 7:25:27 AM10/19/04
to
Joachim Schmid <E94...@yahoo.de> wrote in message news:<cl1775$g9p$02$1...@news.t-online.com>...

> Bernhard Hesselt verfasste am 18.10.2004 15:51:
>
> > Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.
>
> Und zwar um ein Mehrfaches - selbst unter Berücksichtigung der

Wieviel ist denn "um ein mehrfaches" geringer, negativer Lohn? SCNR

> Kaufkraft. Wer also auf unfähiges Management deutscher Firmen schimpft,
> und sie mit chinesischen Firmen aufmischen will, der möge erst mal eine
> vergleichbare Kostenbasis schaffen.
>
> Von den viel geringeren Kosten für Energie, Steuern, Umweltschutz usw.
> war ja noch nicht mal die Rede.
>

Stimmt schon, daher bräuchten wir Deregulierung und Reduktion von
Steuern und Abgaben vor allem auf Arbeit. Dann wären die Lohnkosten
immer noch nicht die gleichen wie die in China, aber unsere Produkte
auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger.

Ein Arbeitsplatz in Deutschland kann trotz höherer Lohnkosten
konkurrenzfähig sein, wenn er auch entsprechend produktiver ist. Bei
weitgehender Handarbeit in der Modellbahnherstellung ist das aber
nicht der Fall, so daß da nur automatisieren/rationalisieren oder
Fertigung in Niedriglohnländern sinnvoll ist.

Bernhard

tobias b köhler

unread,
Oct 19, 2004, 9:56:51 AM10/19/04
to
Will Berghoff schrieb:

> Da wären wir dann wieder bei der Diskussion um eine 01.10 Stromlinie mit
> Vollverkleidung, Pleitegeier und ohne Verdunkelungsblenden...

> Oder Schürzenwagen mit Pleitegeier...

> Oder roter WR4ü-39...

Unabhängig von moralischen fragen (darf ein hersteller alles
produzieren, was gekauft wird, egal von wem) - Existierten die?

Die epoche IIIc (nach NEM 806 D: von 1937 bis 1950) ist nicht mein
spezialgebiet.

Will Berghoff

unread,
Oct 19, 2004, 10:24:41 AM10/19/04
to
"tobias b köhler" <t...@uncia.de> schrieb im Newsbeitrag
news:D29dd.27176$z77....@news.chello.at...

>> Oder Schürzenwagen mit Pleitegeier...
>
>> Oder roter WR4ü-39...
>
> Unabhängig von moralischen fragen (darf ein hersteller alles produzieren,
> was gekauft wird, egal von wem) - Existierten die?

Natürlich (ohne jetzt eine einzelne Nachbildung diskutieren zu wollen)
existierten die. Werksabbildungen bei der Auslieferung belegen das für fast
jeden Wagen. Das Görlitzer Bildarchiv ist ja erhalten.

Nur war der Einsatzzeitraum in diesem Zustand extrem kurz:

Die WR4ü-39 wurden vom Sommer 1939 bis Frühjahr 1942 gebaut und im SoFPl
1942 zurückgezogen. Sicherlich wurde das Rot auch sehr bald darauf
überstrichen, als die Wagen ans OKW gingen und in den Fronteinsatz als
Stabsbesprechungswagen gingen.

Auch die übrigen Wagen der 39er- Bauart dürften mit hellen Zierlinien und im
sauberen Zustand kaum mehr als 3 Jahre im Einsatz gewesen sein - im
Durchschnitt sicher kürzer. Die 28er-Rheingoldwagen wurden z.B. nach
Einstellung des Zuges komplett flaschengrün o.ä. überstrichen - inklusive
der aufgesetzten Ziffern und Buchstaben. Dadurch blieben diese Buntmetalle
interessanterweise erhalten. Ein Wagen ist übrigens als DB-Wagen mit den
erhabenen Buchstaben MITROPA bzw. DEUTSCHE REICHSBAHN noch in den 50ern
fotografisch belegt (Foto: Friedhelm Ernst in em 3/86 "DR bei der DB" im
Artikel über die blauen F-Zug-Wagen). Ein weiteres Foto eines solchen Wagens
ist bekannt aus 1945, Berlin AnhBf.

Da muss man sich einfach fragen, warum die Marktchancen für diese
Pleitegeier-Modelle anscheinend soviel größer sind als für einen Rheingold
'62, dessen Sitzwagen man ja (auch gemischt mit blauen A4ümg) hinter eine
E03.0 hängen kann und (mit passenden Drehgestellen) als Schnellfahrzug zur
IVA 1965 laufen lassen kann.

Gruß
Will


Andreas Iwanowitsch

unread,
Oct 19, 2004, 10:47:20 AM10/19/04
to
Will Berghoff schrieb:

[...]

> Da muss man sich einfach fragen, warum die Marktchancen für diese
> Pleitegeier-Modelle anscheinend soviel größer sind als für einen Rheingold
> '62, dessen Sitzwagen man ja (auch gemischt mit blauen A4ümg) hinter eine
> E03.0 hängen kann und (mit passenden Drehgestellen) als Schnellfahrzug zur
> IVA 1965 laufen lassen kann.

Außer dem offensichtlichen noch ein zweiter Grund, der vermutlich die
größere Rolle spielt:

Weil man vor den Pleitegeierzug eine Dampflok spannen kann.

Andreas

Will Berghoff

unread,
Oct 19, 2004, 11:00:08 AM10/19/04
to
"Andreas Iwanowitsch" <a.iwan...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2tknsvF...@uni-berlin.de...

> Außer dem offensichtlichen noch ein zweiter Grund, der vermutlich die
> größere Rolle spielt:
>
> Weil man vor den Pleitegeierzug eine Dampflok spannen kann.

Und die Mönchengladbacher 23er vor dem Rheingold gelten nicht als Dampflok?
Na gut, das war nur kurz. Danach lief ein V11-Päarchen - eine umsatzgünstige
Angelegenheit für Hersteller, oder?

Gruß
Will


Mario Graul

unread,
Oct 19, 2004, 5:07:02 PM10/19/04
to
Markus Schwitter wrote:

Wenn du den Stadtrand mit seinen Wellblechbuden als "Land" wertest, dann
geht es auf. Ansonsten gibt es auch genug Elend in den Städten. Man muss
nur eben nicht nur auf die Zentren mit ihren Protzburgen schauen.

tschüs Mario

Mario Graul

unread,
Oct 19, 2004, 5:09:49 PM10/19/04
to
Hallo Bernhard

Bernhard Hesselt wrote:

>>>Ich habe nicht bestritten, daß die Löhne dort geringer sind als hier.
>>>Sie sind dadurch aber nicht automatisch zu niedrig für ein
>>>menschenwürdiges Leben dort. Da könnte sein, muß aber nicht.
>>
>>Dann verstehen wir etwas verschiedenes unter: "menschenwürdiges Leben"
>
> Das wäre möglich. Wenn es "menschenwürdiges Leben" nicht unter unserem
> deutschen Standard gibt, leben schon die meisten Europäer im Elend,
> ganz zu schweigen von Asien oder von unseren Vorfahren 1930 oder 1960.

Nein es ist in diesem thread genug geschrieben wurden was dem nicht
entspricht. Ich denke, das "genug zu essen" nicht ausreicht. Nicht mehr
und nicht weniger.

>>>>die Runden wenn nur einer arbeitet. Das heist es müssen die Frau sowiso
>>>
>>>Daß die Frau auch gewerblich arbeitet wird uns hier ja schon seit
>>>einigen Jahrzehnten als soziale "Errungenschaft" verkauft.
>>
>>Es ist aber ein Unterschied ob sie mit arbeiten muss oder mitarbeiten darf.
>
> Sie soll und muß hier auch, teils aus ideolgischen Gründen (das Volk
> soll gefälligst seine Kinder beim Staat abliefern zur korrekten
> Erziehung und Beeinflussung), teils aus wirtschaftlichen Gründen (um
> beim Lebensstandard mit anderen mithalten zu können).

Für China gilt eher letzteres.

>>>>und auch die Kinder mitarbeiten. Und vor allem letzteres ist für mich
>>>>kein haltbarer Zustand.
>>>
>>>Da sind wir uns einig; ich ging aber davon aus, daß Bachmann in China
>>>keine Kinder beschäftigt und die Löhne der Beschäftigten zur
>>>Versorgung ihrer Familie ausreichen.
>>
>>Natürlich reicht es aus, sonst würden die Leute ja alle verhungern und
>>könnten demzufolge auch nicht mehr arbeiten.
>
> Nein, es könnte ja sein, daß ihre Kinder trotzdem zusätzlich arbeiten
> müßten, damit die Familie über die Runden kommt, was ich nicht hoffe
> bzw. glaube.

Ich glaube es schon.

tschüs Mario

Christoph Müller

unread,
Oct 20, 2004, 9:11:52 AM10/20/04
to
On Sun, 17 Oct 2004 22:26:45 +0200, Mario Graul <Mario...@gmx.de>
wrote:

>Bernhard Hesselt wrote:
>
>>>Du willst sagen, dass sich ein Chinese, der für Bachmann Modelle
>>>montiert, von seinem Lohn auch nur annähernd unseren Lebensstandard
>>>leisten kann?
>>
>> Genausowenig, wie sich der deutsche M*-, Ford- oder VW-Arbeiter 1952 den
>> amerikanischen Lebensstandard leisten konnte. Dennoch hätte er das
>> wahrscheinlich nicht als Hungerlohn gesehen, denn er konnte sich schließlich
>> das Lebensnotwendige davon leisten und jedes Jahr zusätzlich ein wenig mehr
>> Komfort dazu. Ähnlich ist es jetzt in manchen Schwellenländern.


>
>Du hast damit Recht aber das ist ein anderes Problem. Fakt ist das die
>geringeren Produktionskosten unter anderem auch etwas mit geringeren
>Löhnen zu tun haben. Und der Chinesische Arbeiter bekommt auch dann
>deutlich weniger, wenn man Lebenshaltungskosten, Währungskurse und was
>sonst noch in diesem thread genannt wurde, herausrechnet.

>> So etwas als Hungerlohn zu bezeichnen ist recht überheblich.
>


>Das hat mit Überheblichkeit nichts zu tun. Es ist zugegeben etwas
>überspitzt aber immer noch näher drann als mancher der meint es könne
>sich jeder eine Klimaanlage leisten. Ein Arbeiter in einer Fabrik in

>Sumatra verdiente ca. 20 bis 50 DM im Monat, damit kommt man nicht über

>die Runden wenn nur einer arbeitet. Das heist es müssen die Frau sowiso

>und auch die Kinder mitarbeiten. Und vor allem letzteres ist für mich
>kein haltbarer Zustand.

Economic Freedom 2002: (www.freetheworld.com)

Hong Kong 8.7 1st
Singapur 8.6 2nd

United States 8.2 3rd. of 123
Großbritannien
Neuseeland
Schweiz

Germany 7.3 22nd. of 123

China 5.7 90th. of 123

Indonesia 5.8 86th. of 123


Hier liegt das Problem: Der Bevölkerung geht es schlecht, weil sie
nicht frei ist, weil sie vom - in der Regel totalitären und
sozialistischen - Staat unterdrückt, bevormundet und ausgebeutet wird.
Je mehr Freiheit ein Land hat, je ungehinderter der Handel laufen
kann, desto besser geht es den Menschen.

In Deuschland geht es uns deswegen nicht besser, weil wir uns mit
unserem umverteilenden "Sozial"staat das eigene rosarot-sozialistische
Kuschelgrab schaufeln.

Christoph.

Christoph Müller

unread,
Oct 20, 2004, 9:24:13 AM10/20/04
to

Nachtrag:

Interessant wirds, wenn der Index für Deutschland aufgedröselt wird.


1) Size of Government: Expenditures, Taxes and Enterprises

Freiheitsgrad: 4.2, Rang 102 von 123

5) Regulation of Credit, Labour and Business:

Freiheitsgrad: 5.6, Rang 84 von 123

5b) Labour Market regulations:

Freiheitsgrad: 2.5, Rang 94 von 123


Damit ist eindeutig klar, wo das Problem in Deutschland liegt. Wenn
hier eine deutliche Korrektur erfolgt (wofür es keinen Anhalt gibt),
wird es uns wieder besser gehen.

tobias b köhler

unread,
Oct 20, 2004, 9:52:46 AM10/20/04
to
Christoph Müller schrieb:

> Hong Kong 8.7 1st

> China 5.7 90th. of 123

Und wo sind da Shenzhen, Shanghai und andere "boomzonen" einzuordnen, in
denen ein großteil der in Europa konsumierten güter produziert wird?

Die aufstellung zeigt nur, dass "China" als ganzes sehr heterogen ist.
Hong Kong gehört nämlich politisch auch dazu.

Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 5:13:56 AM10/21/04
to
Hallo,

Joachim Schmid schrieb:

> Bei den asiatischen Herstellern zahlen die Mitarbeiter buchstäblich -
> mit Hungerlöhnen. Wenn die Märklin-Belegschaft bereit wäre, auch für 1-2
> /h zu arbeiten, könnte Märklin sofort den Markt aufräumen.
>

Dann muessten nur noch die lebenserhaltungskosten gleichziehen...

1kg brot: 0,1 Euro
1l milch: 0,1 Euro
Butter: 0,1 Euro
Monatsmiete: 50,- Euro
Fahrkarte im Oeffi: 0,1 Euro. monatskarte 2,- Euro

Luxusmercedes kann ruhig gleich teuer bleiben. Flugkarten,
handygebuehren und schmuck auch...

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 4:49:29 AM10/21/04
to
Hallo,

tobias b köhler schrieb:

> Die epoche IIIc (nach NEM 806 D: von 1937 bis 1950) ist nicht mein
> spezialgebiet.

IIc?

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 5:18:37 AM10/21/04
to
Hallo,

viczena schrieb:
>
> handy, wohnung, computergesteuerter kühlschrank, klimaanlage? jawohl...
>
> und das können sich natürlich auch alle deutschen leisten...

Und das ist es, was wir alle zum leben brauchen? Aber beim essen muessen
wir sparen :-(

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 4:57:23 AM10/21/04
to
Hallo,

Peter Popp schrieb:

> Interessant dazu ja auch, dass die Probleme von Opel und VW weniger
> branchentypisch, sondern vielmehr (wie auch bei Karstadt) durch
> falsche Geschäftspolitik verursacht sind.

Und die deutsche regierung sagt richtig: Verfehlte geschaeftspolitik wir
nicht durch den staat finanziell unterstuetzt!

Der erfolg waere nur, dass die arbeiter trotzdem gekuendigt werden und
die herren oben sich sanieren koennten. Und wenn es nicht die im
gefoerderten betrieb sind, sondern die arbeiter beim nachbarbetrieb, der
ohne subventionen raufen muss. Dann fliegen halt 10 x 40 und nicht 400
auf einmal.

Und da sagt dann keiner was? :-(.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 6:00:25 AM10/21/04
to
Hallo,

Mario Graul schrieb:

> Das alles hat der chinesische Arbeiter? Das glaube ich dir nicht. Gut
> ich war noch nicht in China sondern in Indonesien, Singapur und auf den
> Philippinen. Der Philippinische Arbeiter der vor 10 Jahren für die Firma
> Commodore den Amiga 1200 zusammengeschraubt hat, wohnte am Rande Manilas
> in den Slums. Gut das ist einige Jahre her, auf obigen Lebensniveau ist
> er aber auf keinen Fall. In Indonesien sieht es ähnlich aus. In Singapur
> gibt es zwar keine Slums aber auch dort ist es mit computergesteuerten
> Kühlschränken eher Essig.

Auch in China leben die leute halt eher im "plattenbau", und nicht auf
dem bahnhofsklo, unter der bruecke oder in abgestellten waggons, wie es
bei uns auch immer haeufiger wird. Diese leute jagt die polizei dann im
winter raus
und hofft, dass sie erfrieren. Man muss nicht in die slums der 3. welt
schauen, um das elend zu suchen.

Gibt es nicht? Sagt nur einer der blind ist und die wagen und
einrichtungen der privaten hilfsorganisationen nicht sehen will. Der
staat kuemmert sich nur mehr um die geldtaschel der freunderl.

Und wer wegen alkohol was sagen will. Warum ist das zeug so billig und
schon die kinder werden mit modegetraenken vorbereitet: Wie will man
sonst die leute ruhig halten? Den trick hatten die Amis schon mit den
Indios heraussen, lallende leute wehren sich nicht mehr!



> > und das können sich natürlich auch alle deutschen leisten...
>

> Noch, können sie das.

Oder auch nicht mehr, aber wir schauen ja weg. :-(.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 5:17:00 AM10/21/04
to
Hallo,

Joachim Schmid schrieb:

> Du willst sagen, dass sich ein Chinese, der für Bachmann Modelle
> montiert, von seinem Lohn auch nur annähernd unseren Lebensstandard
> leisten kann?

Lebensmittel und wohnung ja, und das koennen sich verdammt viele bei uns
eigentlich nicht mehr leisten!

Aber DVD-player sind sowas von billig. Leider ist der naehrwert
auesserst gering.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 6:39:41 AM10/21/04
to
Hallo,

Peter Popp schrieb:

> Wenn man die Bilder ansieht, die er von da drüben mitgebracht hat und
> sich diese Stories anhört (ein Wasserhahn pro Haus und zentrale
> Toiletten irgendwo in der Strasse..) - nein, leben würde ich dort
> nicht wollen,

Die bassena und auch das WC am gang ist doch auch bei uns noch was
normales.
Heute erst legen sich viele das wasser selber in die wohnung und
manchmal ist auch das WC moeglich. Und das nur, weil die baumaterialien
auesserst billig wurden.

Aber nur, wenn man es selber machen kann. Der installateur verlangt
beinhart 60,- bis 70,- die stunde und bezahlt dem monteur heisse 10,-
brutto, falls er ihn ueberhaupt anmelden will. Einen einhandmischer fuer
einen waschtisch mit ablauf und sifon kriegst aber schon um 15,-, ein WC
um 16,90. Und das sind die sachen, die in china noch fehlen. In Oe. ist
das erst seit dem EU-beitritt aktuell, vorher war das 3-fache zu
rechnen. Damals war die arbeit das billige, weil ja eh die Polen oder
Tschechen heruebergekommen sind.

Man muss mal wohnungen gesehen haben, wo viele arme oder auch "nur"
alte personen leben.

Arbeitskraft haetten die Chinesen, nur die (bau)materialien dafuer
kriegen wir hier geliefert.
Und alles ist moeglich, weil der transport ja nichts kosten darf!

Unsere modellloks koennen die leute selber nicht brauchen, die sind das
richtige fuer den export, aber selber nichts haben und die wichtigen
sachen billig exportieren ist der falsche weg. Zuerst muesste gerade
hier der eigenbedarf gedeckt werden!

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 8:19:44 PM10/21/04
to
Hallo,

"Kai F. Lahmann" schrieb:

> wobei es im vergleich zu HIER der eher kleinere Teil des Problems ist. HIER
> bekommt nämlich der Staat, inklusive Sozialkassen den größten Teil.

Das ist immerhin teil des lohnes!

Oder willst lieber die sozialversicherung direkt bezahlen? Dann wuerdest
du auch wissen, was das kostet. Ich kenne naemlich keine versicherung,
die irgendetwas ohne praemien anbietet. Weder kranken-, pensions- noch
arbeitslosenversicherung gibt es kostenlos.

Und was machen die selbstaendigen? Offiziell moeglichst wenig verdienen,
dem staat nichts zahlen und privat legen wir das geld dann gut an. Aber
jammern, wenn die pension so niedrig ist und dann zur sozialhilfe auch
noch gehen, damit man den ausgleich bekommt.

Und dann kommt noch dazu, dass die herren unternehmer zwar gewoehnt sind
keine steuern zu zahlen, dem arbeitnehmer bleibt dies aber nicht
erspart. Und diese ersparten steuern sollten natuerlich in die
privatkasse des herren dick und fett fallen. Der konsument wuerde
naemlich sicher keine preisermaessigung sehen.

Wird auch der modellbahner nicht, wenn die M*-modelle wesentlich
billiger erzeugt werden...

Wie war das mit der Euroumrechnung? Der lohn wurde auf den Cent genau
umgerechnet, die preise beiweitem nicht.

Meinst ich lasse mir die sozialversicherung wegnehmen, um mich dann
entweder privat versichern zu muessen oder alle arztrechnungen selber
bezahlen zu duerfen? Da muesste wohl netto dementsprechend mehr auf dem
lohnzettel stehen!

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 9:07:30 PM10/21/04
to
Hallo,

Joachim Schmid schrieb:

> Warst du auch mal 20 km außerhalb des Zentrums von Shanghai? Da wo die
> Arbeiter wohnen?

Warst du schon mal in den USA dort?

Nein, nicht das was man in fernsehen sieht. Die Golden Girls leben in
keiner arbeitersiedlung. Auch Donald Duck ist weit von jeder
arbeiterrealitaet weg. In den USA gibt es keine arbeitstellen mehr,
sondern nur mehr jobs. Da muessen genauso alle familienmitglieder
arbeiten gehen um ueberleben zu koennen. Und kinder tragen dann die
zeitungen aus. Ach wie romantisch.

Und sollten in D. leute verarmen, dann wollen die ja alle nicht
arbeiten.

Vielleicht nur nicht zu diesen bedingungen, die die fetten herren der
chefetage sich so vorstellen. Dann gaebe es naemlich
arbeitslosengeldniveau mit einiges mehr als 40 stunden arbeit. Ohne
"wenn und aber", es gibt ja genug auf der strasse, die am verhungern
sind.

Sollte ich mir wuenschen, dass diverse posten ordentlich wackeln, damit
auch diese herren mal soziales denken lernen koennten?

Oder sind das unkuendbare beamte? Die sind in dieser beziehung die
letzten, genau deswegen. Wenn selber der a* nicht brennt, dann schiebt
man wohl mit freuden anderen den pfefferoni rein. Und er zeigt auf die
boesen staaten mit sozialsystem, wo trotzdem jeder schulbildung und
krankenversorgung bekommt. Schon mal was von der analphabetenzahl im
gelobten land gehoert? Oder wie die krankensituation dort aussieht?
Sogar auf Kuba sind in dieser beziehung die leute naemlich versorgt. Und
richtig, das ist ein wichtiger teil von entlohnung, das merkt man dann,
wenn man krank oder alt wird!

Und auch in China muss keiner wegen armut sterben. Nicht sozialistische
3.weltlaender waeren deswegen naemlich wesentlich interessanter fuer
diese netten firmen, dort ist noch ein ganz anderes lohnniveau.
Saemtliche sozialkosten fallen dort auch noch weg, nur eine paar panzer
zur volksberuhigung muss man hinstellen. Aber dort sind die leute dann
wieder nur fuer bananenpfluecken oder teppichknuepfen geeignet. Schaut
mal nach Suedamerika oder Afrika, wie 3.weltlaender funktionieren
sollten um die schmarotzer der welt zu ernaehren. Und im Nahen Osten
werden wir das wohl auch bald hinkriegen :-(.

Und deswegen wird in China gute qualtitaet produziert, dort sind die
leute gebildet. Wenn sie auch aus verschiedenen gruenden nicht unseren
lebensstandard haben. Ich hoffe, wir koennen uns chinesischen standard
erhalten und nicht auf USA absinken. Ich steh nicht so auf verhungernde
leute auf den strassen, wie es auch jetzt in verschiedenen ostlaendern
nach entsprechendem rechtsruck der fall ist.

Liebe gruesse

Hans

Hans Pesserl

unread,
Oct 21, 2004, 8:27:57 PM10/21/04
to
Hallo,

"Christoph Müller" schrieb:

> In Deuschland geht es uns deswegen nicht besser, weil wir uns mit
> unserem umverteilenden "Sozial"staat das eigene rosarot-sozialistische
> Kuschelgrab schaufeln.

Oja, im musterland USA geht es einzelnen leute viel besser als hier in
Europa.

Dein lebensmuster? Super dieses szenario, das du dir vorstellst. Slums,
verbrechensrekorde, selbstjustiz. Warum wohl geht es dort so zu? Bist
auch einer der wenigen, die viel geld zu verteidigen haben, das andere
mit haenden oder kopf erarbeiten muessen?

Liebe gruesse

Hans


Markus Hoffmann

unread,
Oct 23, 2004, 4:55:57 PM10/23/04
to
Hans Pesserl <sp...@eimer.at> wrote in message news:<41785D52...@eimer.at>...

> Hallo,
>
> Joachim Schmid schrieb:
>
> > Warst du auch mal 20 km außerhalb des Zentrums von Shanghai? Da wo die
> > Arbeiter wohnen?
>
> Warst du schon mal in den USA dort?

Wenn man Dein geschreibsel sich antut, dann warst Du es auch nicht!
Sicherlich wird es in der Alpenrepublik auch sowas wie die BILD geben
wo Du Deine "Weisheiten" her hast.

Zeitungen austragen hat noch keinem Jugendlichen geschadet ...

Joachim Schmid

unread,
Oct 23, 2004, 5:32:05 PM10/23/04
to
Markus Hoffmann verfasste am 23.10.2004 22:55:

> Wenn man Dein geschreibsel sich antut, dann warst Du es auch nicht!
> Sicherlich wird es in der Alpenrepublik auch sowas wie die BILD geben
> wo Du Deine "Weisheiten" her hast.

HP ist sogar zu verbohrt, in der Kronenzeitung etwas anderes als die
Buchstaben K, l, e, i, n, b, a, h und n zu erkennen.

Joachim

Magnum

unread,
Oct 25, 2004, 6:48:50 AM10/25/04
to
Hans Pesserl <sp...@eimer.at> wrote in message news:<41785220...@eimer.at>...

> Hallo,
>
> "Kai F. Lahmann" schrieb:
>
> > wobei es im vergleich zu HIER der eher kleinere Teil des Problems ist. HIER
> > bekommt nämlich der Staat, inklusive Sozialkassen den größten Teil.
>
> Das ist immerhin teil des lohnes!
>
> Oder willst lieber die sozialversicherung direkt bezahlen? Dann wuerdest
> du auch wissen, was das kostet. Ich kenne naemlich keine versicherung,
> die irgendetwas ohne praemien anbietet. Weder kranken-, pensions- noch
> arbeitslosenversicherung gibt es kostenlos.
>
> Und was machen die selbstaendigen? Offiziell moeglichst wenig verdienen,
> dem staat nichts zahlen und privat legen wir das geld dann gut an. Aber
> jammern, wenn die pension so niedrig ist und dann zur sozialhilfe auch
> noch gehen, damit man den ausgleich bekommt.
>
> Und dann kommt noch dazu, dass die herren unternehmer zwar gewoehnt sind
> keine steuern zu zahlen, dem arbeitnehmer bleibt dies aber nicht
> erspart. Und diese ersparten steuern sollten natuerlich in die
> privatkasse des herren dick und fett fallen. Der konsument wuerde
> naemlich sicher keine preisermaessigung sehen.
>
> Wird auch der modellbahner nicht, wenn die M*-modelle wesentlich
> billiger erzeugt werden...
Sind sie! Grad in dem Bereich läßt sich heut erstaunlich viel
automatisieren. Und die Käufer gucken auf "Geiz ist Geil" und nicht
mehr auf "Handarbeit"!

Unternehmer sind alles Schuld und lass uns doch den Kommunismuss
einführen!
Da wird bestimmt alles besser... ;)))

In fast JEDEM anderen Land kann man besser Geld an der Steuer
vorbeischieben, als in Deutschland! Und dann müssen die, die es hier
immer noch versuchen und riskieren auch als Sündenbock hergehalten...

Ich möchte den Arbeiter/Angestellten sehen, der genauso wie viele
kleine Unternehmer in Deutschland locker 50+ Stunden die Woche
arbeiten und ihre Familie dadurch vernachlässigen!

Viele Grüße,
Christian
PS: Nicht persönlich nehmen!

tobias b köhler

unread,
Oct 25, 2004, 7:52:57 AM10/25/04
to
Magnum schrieb:

> Sind sie! Grad in dem Bereich läßt sich heut erstaunlich viel
> automatisieren.

Gibt es automatisiert zusammengebaute modellbahnen? Meines wissens
werden die meisten immer noch von hand zusammengesetzt. Um das zu
automatisieren, müssten die serien wohl wesentlich größer sein.

Peter Popp

unread,
Oct 25, 2004, 9:18:02 AM10/25/04
to
tobias b köhler <t...@uncia.de> schrieb am Mon, 25 Oct 2004 11:52:57
GMT, :

>Magnum schrieb:
>
>> Sind sie! Grad in dem Bereich läßt sich heut erstaunlich viel
>> automatisieren.
>
>Gibt es automatisiert zusammengebaute modellbahnen? Meines wissens
>werden die meisten immer noch von hand zusammengesetzt. Um das zu
>automatisieren, müssten die serien wohl wesentlich größer sein.

Wäre mal interessant, wie die Stückzahlen von Roco im Vergleich zu
Märklin und das ganze wieder im Vergleich zum Verhältnis der
Belegschaft aussieht.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie ein Automat die
Zurüststangerl von Roco in die Löcher bastelt, so knapp wie das sitzt,

meint
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn

tobias b köhler

unread,
Oct 25, 2004, 9:30:02 AM10/25/04
to
Peter Popp schrieb:

> Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie ein Automat die
> Zurüststangerl von Roco in die Löcher bastelt, so knapp wie das sitzt,

Deshalb wird diese arbeit dem endkunden überlassen. Soll der doch über
nicht passende zapfen bzw. löcher fluchen .... (übrigens, hallo Roco:
eine fase am ende des zapfens würde das positionieren deutlich erleichtern.)

Will Berghoff

unread,
Oct 25, 2004, 9:45:18 AM10/25/04
to
"tobias b köhler" <t...@uncia.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ud7fd.37821$z77....@news.chello.at...

>> Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie ein Automat die
>> Zurüststangerl von Roco in die Löcher bastelt, so knapp wie das sitzt,

Ihr würdet Euch wundern, was alles heute per Raboter geht ...

> Deshalb wird diese arbeit dem endkunden überlassen.

Diese Tendenz nimmt wieder ab - beim Solberling sind nur noch die fiesen
Trittbretter und die 75% passenden E-Kupplungen zu montieren.

> Soll der doch über nicht passende zapfen bzw. löcher fluchen ....
> (übrigens, hallo Roco: eine fase am ende des zapfens würde das
> positionieren deutlich erleichtern.)

Das kann ich nur unterstützen. Und um Überschuss bei den beigefügten
Zurüstteilen bitten. Nichts fliegt weiter als ein nur abgezählt
vorhandenenes Teil.

Gruß
Will


Peter Popp

unread,
Oct 25, 2004, 9:50:36 AM10/25/04
to
tobias b köhler <t...@uncia.de> schrieb am Mon, 25 Oct 2004 13:30:02
GMT, :

>Peter Popp schrieb:
>
>> Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie ein Automat die
>> Zurüststangerl von Roco in die Löcher bastelt, so knapp wie das sitzt,
>
>Deshalb wird diese arbeit dem endkunden überlassen. Soll der doch über
>nicht passende zapfen bzw. löcher fluchen .... (übrigens, hallo Roco:
>eine fase am ende des zapfens würde das positionieren deutlich erleichtern.)

Letzteres hatte ich denen auch schon mal geschrieben.

Und: bei neueren Modellen sind die Zurüstteile meist schon dran
(lieber würde ich für ein paar Euro weniger die selber dranfummeln),

Björn Schreiber

unread,
Oct 25, 2004, 10:03:26 AM10/25/04
to
Am Mon, 25 Oct 2004 15:45:18 +0200 schrieb Will Berghoff:

>>> Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie ein Automat die
>>> Zurüststangerl von Roco in die Löcher bastelt, so knapp wie das sitzt,
>
> Ihr würdet Euch wundern, was alles heute per Raboter geht ...

Sowas würde heute eigentlich eher direkt gegossen werden.

Playmobil-Figuren werden z.B. auch direkt komplett gegossen, incl. aller
beweglichen Teile (sind zwar mehrere Giessvorgänge, aber eine weitere
Montage findet nicht statt

Tom Orle

unread,
Oct 25, 2004, 1:38:13 PM10/25/04
to
Peter Popp <peter.po...@t-online.de> wrote:

>Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie ein Automat die
>Zurüststangerl von Roco in die Löcher bastelt, so knapp wie das sitzt,

Hast Du schon mal die Automaten gesehen die PC Platinen mit den
winzigen SMT Bausteinen bestücken? Besonder die zum Zusammenbau für
Militär-genormten Platinen oder Statellitenbau gebraucht werden.

Ob die jetzt für den Modellbahnmarkt erschwinglich sind ist eine
andere Frage.

Aber - fast alles ist machbar! Man braucht bloss das Geld dazu - und
da wird es zur Zeit knapp :(

Märklin löted fast alle Loks per Hand. Und gerade dort könnte man
automatisieren und einsparen. Der PC Markt tut's täglich! Beim
zusammenbau von HDD's oder Video Karten legt niemand mehr Hand an
ausser vielleicht bei der letzten 'Inspection'.

Per Hand Kesselringe zu malen ist auch nicht gerade 'cost effective' -
wo die schon Meister im tampondrucken sind. Wenn die schon winzig
kleine Schriften (lesbar sogar!!) an eine Führestandseite drucken
können - warum nicht Kesselringe?

-=tom=-

Jens Schmidt

unread,
Oct 25, 2004, 6:44:39 PM10/25/04
to
Peter Popp schrieb:

> Und: bei neueren Modellen sind die Zurüstteile meist schon dran
> (lieber würde ich für ein paar Euro weniger die selber dranfummeln),

Und dann noch ein kleines Zettelchen, wo welches Teil hingehört. Ich
mußte öfters mal raten.
Und bei Wagen ein von außen lesbarer Aufdruck, dass man überhaupt nach
extra Teilen sehen soll. Manchmal entdecke ich die nur zufällig.
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt

Mario Graul

unread,
Oct 25, 2004, 7:17:52 PM10/25/04
to
Magnum wrote:

> In fast JEDEM anderen Land kann man besser Geld an der Steuer
> vorbeischieben, als in Deutschland! Und dann müssen die, die es hier
> immer noch versuchen und riskieren auch als Sündenbock hergehalten...

Nein das müssen die nicht, nur die die dabei Bockmist bauen. Wer als
Arbeitnehmer solche Leistungen bringt der fliegt, wer es als Manager
macht, der bekommt eine kräftige Abfindung. Kein Wunder das dafür außer
er selber niemand Verständnis hat.

> Ich möchte den Arbeiter/Angestellten sehen, der genauso wie viele
> kleine Unternehmer in Deutschland locker 50+ Stunden die Woche
> arbeiten und ihre Familie dadurch vernachlässigen!

Ach davon gibt es genug, vor allen von denen die nur einen Teil ihrer
Arbeitszeit bezahlt kriegen und den Rest ohne Bezahlung für ihren
Unternehmer arbeiten. Oder jemanden der für einen geringen Lohn einen
Teil der Arbeitszeit am Vormittag erledigen muss und dann 4 Stunden
Pause hat und den Rest dann am Nachmittag arbeitet. Weil er außerhalb
der Stadt wohnt lohnt es sich nicht nach Hause zu fahren und so kommt er
auf 12 Stunden mit an und Abfahrt sind es 14. Auch der sieht seine
Familie bestenfalls nach der Arbeitszeit und das kümmert seine Chefs
überhaupt nicht.

tschüs Mario

Hans Pesserl

unread,
Oct 25, 2004, 7:03:06 PM10/25/04
to
Markus Hoffmann schrieb:

> Zeitungen austragen hat noch keinem Jugendlichen geschadet ...

Nein, nein kinderarbeit schadet nie :-(


Hans Pesserl

unread,
Oct 25, 2004, 7:04:46 PM10/25/04
to
Joachim Schmid schrieb:

> HP ist sogar zu verbohrt, in der Kronenzeitung etwas anderes als die
> Buchstaben K, l, e, i, n, b, a, h und n zu erkennen.

Ach ja, fuer den echten standhaften teutschen ist doch nur die marke
wichtig. Man denkt und handelt ausschliesslich so...


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