kann mir von Euch jemand sagen, unter welchem Namen bzw. von welchen Herstellern
Zellulosespachtel angeboten wird?
Die "Fachkräfte" in den Baumärkten gucken immer nur hilflos, wenn man danach
fragt...vermutlich haben sie das zwar, wissen aber nicht, dass das Zeug so heißt,
und das von Jacqes le Plat genannte Polyfilla kennt im Ruhrgebiet auch keine S..;-
)
Und die zweite Frage: kennt jemand eine Spachtelmasse, mit denen sich die
Gefache bei Fachwerk gut auffüllen lässt?
Die sollte optimalerweise
1. nicht von PS-Platten abfallen
2. im angetrockneten Zustand leicht wieder vom PS-Fachwerk abzuwischen sein
3. mit handelüblichen Farbe, bspw. Acryl oder Disperionsfarbe, einfärbbar sein
4. schon in relativ geringer Dicke aufzutragen sein
5. und eine leicht rauhe Oberflächenstruktur haben, ohne Sand o.ä. einzustreuen
Ok, ich gebe zu: das ist wahrscheinlich die Vorstellung der optimalen
Spachtelmasse für den Modelleigenbau;-) - und in sofern vermutlich das letzte,
was Hersteller anbieten möchten....
Michael
--
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>Moin NG,
>kann mir von Euch jemand sagen, unter welchem Namen bzw. von welchen Herstellern
>Zellulosespachtel angeboten wird?
Imho ist Zellulose immer ein Zusatz, da Zellulose alleine - also ohne
Bindemittel - nicht fest wird. Zudem hat Zellulose (auch Papier ist da
draus, Pappmache ist auch sowas wie Zellulosespachtel) den Nachteil,
dass es quillt und beim Trocknen wieder schrumpft. Spachtelmassen auf
Zellulose-Basis bzw. mit Zusatz desselbigen gibt es m.W. von Noch,
Faller usw (also diese typischen Geländebau-Pulver zum Anrühren), im
Baustoffhandel gibt es meist auf Gips basierende Produkte mit
Zellulosezusatz, wobei diese langsamer aushärten als reiner Gips und
die Zellulose-Fasern eine gewisse Elastizität verleihen und damit
Rissen vorbeugen sollen.
>Die "Fachkräfte" in den Baumärkten gucken immer nur hilflos, wenn man danach
>fragt...
Fachkräfte in Baumärkten gucken immer hilflos - also nichts
bemerkenswertes ;-).
>vermutlich haben sie das zwar, wissen aber nicht, dass das Zeug so heißt,
am besten selber die Packungen studieren, normalerweise steht das
drauf wenn Zellulose mit drin ist.
>und das von Jacqes le Plat genannte Polyfilla kennt im Ruhrgebiet auch keine S..;-
Leider sind bei JlP viele Artikel aufgeführt, die hier kaum oder nur
unter anderem Markennamen (aber welcher?) zu finden sind. Das hätte
man in der deutschen Version ergänzen können.
>Und die zweite Frage: kennt jemand eine Spachtelmasse, mit denen sich die
>Gefache bei Fachwerk gut auffüllen lässt?
Ich würde Acryl-Spachtelmasse verwenden, und zwar wasserverdünnbare
bzw. "Werkzeuge mit Wasser reinigen". Einen Rauhputzeffekt kann man
erzielen, wenn man sie etwas antrocknen lässt und dann noch mal mit
der Spachtel drübergeht.
Verwendbar ist auch eine Mischung aus Weißleim und feinem Sand -
billiger und gibt einen schönen Putzeffekt. allerdings gibt es hier
manchmal Haftungsprobleme auf glatten PS-Platten.
auf Wiederbasteln
--
Peter Popp
Peter...@t-online.de
http://home.t-online.de/home/peter.popp/pmstart.htm
> kann mir von Euch jemand sagen, unter welchem Namen bzw. von welchen Herstellern
> Zellulosespachtel angeboten wird?
AFAIR Moltofill.
mfg
Stefan
Dann sind sie wirklich beliebig unfähig. Die allergängigsten Bauspachtel
als Pulver zum Anrühren sind etweder auf Gips- oder auf Zellulosebasis.
Ein etwas schärferer Blick auf die Packung sollte Klarheit verschaffen.
> vermutlich haben sie das zwar, wissen aber nicht, dass das Zeug so heißt,
> und das von Jacqes le Plat genannte Polyfilla kennt im Ruhrgebiet auch
> keine S..;-
Polyfilla hat ein ganzes Sortiment an unterschiedlichsten Spachtel-
und Füllmassen für innen, außen, Holz etc. pp.
Also ungefähr so wie hierzulande die Moltofill-Reihe.
Viel Erfolg, Moritz Gretzschel
Wie willst Du 1. und 2. miteinenader vereinbaren?
Oder woher soll, anders ausgedrückt, die Spachtelmasse wissen,
ob sie gerade erlaubterweise am Hintergrund oder unerlaubterweise
am Vordergrund der Polystyrolwand haftet?
Moritz Gretzschel
Gibts bei der Acrylmasse einen speziellen Trick, wie das Zeug anschließend
wieder vom Fachwerk entfernt werden kann?
Ich habe damit ein bisschen rumprobiert, aber entweder die ganze Masse wieder aus
den Gefachen gewischt, weil sie noch zu feucht war - oder aber das gesamte
Fachwerk unabsichtlich grau patiniert, weil der Spachtel sich nicht mehr
entfernen liess, vor allem aus der "kunstvoll" mit der Raspel geritzten
Holzstruktur...grummel;-)
>Verwendbar ist auch eine Mischung aus Weißleim und feinem Sand -
>billiger und gibt einen schönen Putzeffekt. allerdings gibt es hier
>manchmal Haftungsprobleme auf glatten PS-Platten.
>
Auch mal testen...
Auf Weiterbasteln....
ACK!
>Die allergängigsten Bauspachtel
>als Pulver zum Anrühren sind etweder auf Gips- oder auf Zellulosebasis.
>Ein etwas schärferer Blick auf die Packung sollte Klarheit verschaffen.
>
>> vermutlich haben sie das zwar, wissen aber nicht, dass das Zeug so heißt,
>> und das von Jacqes le Plat genannte Polyfilla kennt im Ruhrgebiet auch
>> keine S..;-
>
>Polyfilla hat ein ganzes Sortiment an unterschiedlichsten Spachtel-
>und Füllmassen für innen, außen, Holz etc. pp.
>Also ungefähr so wie hierzulande die Moltofill-Reihe.
Moltofill ist aber AFAIK nicht geeignet, um mit Farbe angerührt zu werden -
zumindest bei Dispersion streikt das Zeug und härtet nicht mehr aus. Funktioniert
das mit Acryl- oder irgendeiner anderen Farbe?
bis denn
OK - war etwas unpräzise: abfallen nicht nach dem Trocknen, und wenn eben noch
nicht ganz getrocknet, dann noch leicht entfernbar;-)...so müsste sich das
vereinbaren lassen.
Bei normalem Modellgips hatte ich schon mal das Problem, dass die Füllung glatt
und ohne Rückstände aus dem Gefache fiel...
<"Intelligente" Spachtelmasse gesnipt;-)>
Bis denn
Michael Krause schrieb:
> Fachwerk unabsichtlich grau patiniert, weil der Spachtel sich nicht mehr
> entfernen liess, vor allem aus der "kunstvoll" mit der Raspel geritzten
> Holzstruktur...grummel;-)
Interessantes Problem!
Abhilfe könnten selbstklebende Bänder (z.B. zum Platinenbau) bieten, mit
denen Du das Fachwerk abklebst.
Zwar Arbeit, aber Du bsit in der Wahl der Spachtelnmasse freier.
Die Klebebänder kann man auch selber machen, indem man Isolierband
passender Länge, 10-20 cm auf eine Glasplatte klebt und dann mit
Stahllineal und Sklapell Streifen passender breite schnitzelt.
Grüße
Werner
--
http://home.t-online.de/home/Werner.Falkenbach
mailto:Werner.F...@t-online.de
Moltofill (siehe www.molto.de):
Hochwertiger Naturgips mit Methylcellulosen.
auf wiederspachteln
Das ist wohl insofern schwierig, als die ganz dünne Schicht auf dem
Fachwerk schneller trocknet als die dicke zwischendrin... aber ich
würde mal versuchen, mit einem feuchten Wattestäbchen drüberzugehen.
Wenn dabei die benachbarten Putzflächen auch einen "Wischer"
abbekommen, ist das durchaus vorbildgerecht,
meint
>Bei normalem Modellgips hatte ich schon mal das Problem, dass die Füllung glatt
>und ohne Rückstände aus dem Gefache fiel...
Das ist doch die ideale Lösung - erst mit Gips füllen und nach dem
Trocknen rausnehmen, dann die Holzstruktur in den "Balken" machen und
die Füllung mit Uhu-Plast reinkleben ;-). Risse (gebrochene Füllungen)
machen das ganze noch vorbildähnlicher,
freut sich
Ich bin für jede zusätzliche Arbeit zu haben - so lange es ums Modellbauen geht;-
) (sonst besteht ja Gefahr, fertig zu werden...)
>
>Die Klebebänder kann man auch selber machen, indem man Isolierband
>passender Länge, 10-20 cm auf eine Glasplatte klebt und dann mit
>Stahllineal und Sklapell Streifen passender breite schnitzelt.
Das und Peters Wattestäbchen werde ich mal probieren...ich denke, beide Methoden
tun sich unter Strich nicht viel, weil das Wischen mit den fussseligen
Ohrreinigern auch nicht ohne ist.
Sehr angenehm + hilfreich, das sich hier so viele Menschen mit Eigenbau
befassen;-)
meint
Uwe Graichen <Uwe.Gr...@alcatel.de> wrote:
>>>>>> "M" == Michael Krause <michael...@radioessen.de> writes:
>
>M> Moin NG,
>
>M> kann mir von Euch jemand sagen, unter welchem Namen bzw. von
>M> welchen Herstellern Zellulosespachtel angeboten wird? Die
>M> "Fachkräfte" in den Baumärkten gucken immer nur hilflos, wenn man
>M> danach fragt...vermutlich haben sie das zwar, wissen aber nicht,
>M> Polyfilla kennt im Ruhrgebiet auch keine S..;- )
>
>[...]
>
>Wie sieht es mit einer Mischung von Moltofill oder Gips und Zellulose
>(e.g. Pappmasche) aus? Geht das ueberhaupt? Macht JlP es nicht auch
>so?
>(Habe das Buch erst ein paar tage und bisher nur kurz reingeschaut.
>
Jain - zum einen mischt er Zellulose mit Gips wie von dir beschrieben, beim
Verputzen von Mauern o.ä. spricht er aber von besagtem Polyfilla als
Zellulosespachtel - was offenbar identisch ist mit Molztofill hierzulande, wie
ich dank der Postings jetzt weiß;-)
gut Spachtel
Da fällts mr doch - na, wie Gips aus dem Gefache:-))
Arbeiten wir also am kontrollierten Absturz...
freut sich ebenfalls
--
Alex Keck
Alexan...@T-online.de
http://www.efbb-online.de
--
Arbeit zieht Arbeit nach sich!
"Michael Krause" <michael...@radioessen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3b948127$1...@netnews.web.de...
>Gibt es denn eine Spachtelmasse die beim aushärten nicht schwindet, sondern
>sich noch ausbreitet?
>Das wäre toll, weil der Putz zwischen den Balken eigentlich immer
>hervorquillt, wäre schön, wenn man das irgendwie nachbauen könnte!
Bei der Methode, die Balkenimitate mit Klebestreifen abzudecken, sieht
es ja nachher so aus. Also eine gute Idee,
meint
> >Die "Fachkräfte" in den Baumärkten gucken immer nur hilflos, wenn man danach
> >fragt...
> Fachkräfte in Baumärkten gucken immer hilflos - also nichts
> bemerkenswertes ;-).
Nein, die sind hilflos, nachdem die sogar meinen Bekannten der in
seinem Leben noch nie einen Hammer angefaßt hat und der eigentlich aus
der Bekleidungsbranche kommt, in so einem Baumarkt angestellt haben,
weiß ich genug.
mfg
Stefan
Btw: warum eigentlich unbedingt Zellulosespachtel? wen du hinterher in
den Putz noch irgendetwas (Schadstellen z.B.) einritzen willst gibt
das nur Probleme. Ich würde, wie hier schon vorgeschlagen, Modellgips
nehmen und die Teile wenn sie dann doch herausfallen einfach
festkleben. Vielleicht reicht ja es ja auch schon das Polystyrol
vorher gut aufzurauhen und vor dem Gips eine dünne Schicht Weißleim in
die Fächer zu geben.
mfg
Stefan
Ich werde mal ausprobieren, ob sich der Modellgips auch "kontrolliert" aus dem
Gefache drücken lässt (und nicht nur gelegentlich + zufällig rausfällt), so etwa
wie bei einer Silikonform...wenn das funktioniert, kann man den Gips ja etwas
dicker spachteln und anschließend die Gefacheformen ausschneiden.
Sobald es Resultate gibt, werd ichs hier reinstellen....
>
<Rest gesnipt>
droht
> kann mir von Euch jemand sagen, unter welchem Namen bzw. von welchen
Herstellern
> Zellulosespachtel angeboten wird?
Die Eisenbahnfreunde-Werl bieten so etwas in der Richtung an.
Zerrupftes Toilettenpapier oder ähnliches mit beiliegendem Kleber.
Das Ganze muß gemischt werden, hat aber naturgemäß eine lange
Trochenzeit.
Reinhardt
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>Michael Krause wrote
>> kann mir von Euch jemand sagen, unter welchem Namen bzw. von welchen
>Herstellern
>> Zellulosespachtel angeboten wird?
>
>Die Eisenbahnfreunde-Werl bieten so etwas in der Richtung an.
>Zerrupftes Toilettenpapier oder ähnliches mit beiliegendem Kleber.
Ist das das Zeug, das immer wieder eingeweicht und neu verwendet
werden kann?
Um korrekt zu sein: das ist dann aber eine Modelliermasse und keine
Spachtelmasse,
Reinhardt Alter
Als Verursacher des babylonischen Bezeichnungsgewirrs habe ich noch mal
folgendes beitzutragen: le Plat verwendet die Bezeichnung Zellulosespachtel für
eine französische Gipssorte, die ähnlich ist wie Moltofill (Polyfilla), und die
gleiche Bezeichnung auch für etwas, das dem der Eisenbahnfreunde Werl sehr nahe
kommt - eben eingeweichten Zellstoff (er nimmt dafür irgendwelche Pressplatten)
mit Stuckgips gemischt.
Mit Modelliermasse ist allerdings ein Zeug gemeint, das ähnlich wie Knetgummi ist
und in Deutschland beispielsweise von Faber unter dem Namen Efa-Plast in
verschiedenen Grundfarben angeboten wird...
Danke für eure zahlreichen Tipps
Michael
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