Ich habe das mal in einem diagramm aufgetragen:
http://uncia.at/bilder/wagenmasse.png
Hellgrün/dunkelgrün sind die grenzwerte nach NEM, blau das NMRA-optimum,
orange der FREMO-zweiachser und rot der FREMO-vierachser.
Es ist unmöglich, alle normen gleichzeitig zu erfüllen; NMRA liegt
mindestens 28,35 g über dem NEM-maximum. Viele real erhältliche wagen
liegen zwischen NEM-maximum und NMRA - auch ich liege mit den von mir
konstruierten reisezugwagen so zwischen 150 und 180 g. Bei güterwagen
divergiert es naturgemäß stärker; flachwagen liegen gern mal darunter,
weil das volumen nicht vorhanden ist, um zusatzgewichte unterzubringen,
und die fertigung aus zinkdruckguss zu teuer oder fertigungstechnisch
unpraktikabel wäre.
Es gibt eine theorie, dass niedrige spurkränze nach RP25 nur in
verbindung mit einer hohen wagenmasse nach RP20.1 gut funktionieren könnten.
viele grüße
tobias
Ich habe mic hschon gefragt, wie lange Du noch warten willst... ;-)
> Hellgrün/dunkelgrün sind die grenzwerte nach NEM, blau das NMRA-optimum,
> orange der FREMO-zweiachser und rot der FREMO-vierachser.
>
> Viele real erhältliche wagen
> liegen zwischen NEM-maximum und NMRA - auch ich liege mit den von mir
> konstruierten reisezugwagen so zwischen 150 und 180 g.
Bei Schnellzugwagen sehe ich die Probleme nicht so , da haben die mir
zur Verfügung stehenden Fahrzeuge der üblichen Verdächtigen excl. MäTrix
keine Entgleisungsneigung wegen zu geringer Masse.
> Bei güterwagen
> divergiert es naturgemäß stärker; flachwagen liegen gern mal darunter,
> weil das volumen nicht vorhanden ist, um zusatzgewichte unterzubringen,
> und die fertigung aus zinkdruckguss zu teuer oder fertigungstechnisch
> unpraktikabel wäre.
Ich habe mir mal Deine Tabelle ausgedruckt und bin gestern mal wiegen
gegangen.
Anlaß war eigentlich, daß nach dem Umbau auf die Drahtbügelkupplung und
RP25 einige Zweiachser häufiger entgleisten. Primäre Ursache ist, daß
der vorn laufende Wagen bei genügend langem oder schweren Zug mit seinem
parallel zur Pufferbohle liegenden "Pralldraht" hoch in den Haken
gezogen wird.
Zur Verdeutlichung:
http://www.rbd-breslau.de/71-tips/78-tb-kupplung/tb-47.jpg
Der rechte Wagen wird zuerst mit dem Haken des Nachbarwagens gezogen,
der auf ungefähr 5 nach 7 steht, also praktisch mit dem Minutenzeiger.
Wird die Zuglast zu groß, wandert der Prallbügel hin zur Zeigerspitze
und hebt damit den Wagen aus.
Nun habe ich mal die Kandidaten gewogen. GFNs Ovw, offener Viehwagen
liegt 30% unter dem NEM Minimum, der Ov Würzburg von Trix ebenfalls
knapp unter 30%. Konkret in Zahlen, bei 95 bis 115 mm LüP (So ungefähr)
haben die Wagen Massen von 28 bis 32g.
Natürgemäß können die kleineren Spurkränze den Wagen, wenn er um 1 mm
angehoben wird, nicht mehr halten. Das führt mich zu:
> Es gibt eine theorie, dass niedrige spurkränze nach RP25 nur in
> verbindung mit einer hohen wagenmasse nach RP20.1 gut funktionieren
> könnten.
Meine bescheidenen Erfahrungen auf dem Gebiet lassen mich bislang diese
Meinung teilen. Auch bei Wagen mit normalen Kupplungen stieg die
Entgleisungshäufigkeit etwas an, wenn die Fahrzeuge zu leicht sind. Eine
Erhöhung der Wagenmasse brachte sofortige Besserung.
Da ich inzwischen maxima 3%ige Steigungen habe, die Radien über 800 mm
liegen und meine Loks, bis auf eine Ausnahme, über eine Umlenkrolle in
der Ebene mindestens 65g anheben (das soll rund 130 Achsen entsprechen,
Spitzenreiter ist eine E 95 von Günther, die 175g bei 434g Eigenmasse
des angetriebenen Teils bringt), werde ich meine Wagen ordentlich
beschweren, mindestens 50g, ansonsten eher der NRMA-Linie annähern. Also
über NEM max.
--
Gruß
Andreas
tobias benjamin koehler schrieb:
> Wie schwer soll ein modellbahnwagen sein?
> FREMO empfiehlt unabhängig
> von der länge 80 g für zweiachser, 120 g für vierachser.
Wo findet man denn diese Information?
AFAIK gibt es keine FREMO-Norm, die das regeln wuerde.
Wir (FREMO-Regionalgruppe Rhein-Neckar) haben gute Erfahrungen mit 5g/cm
Wagenlänge gemacht; die meisten unserer Wagen haben (Luck)-Radsätze
RP25-Fine (2,2 mm Radbreite).
Aber da gibt es sicherlich auch andere Meinungen zu - dafür ist ja ein
solches Diskussionsforum da, oder? ;-)
Schwierigkeiten bereiten eher schlecht verlegte Gleise (egal ob Modul
oder Anlage) und Wagen mit beweglichen Achslagern (z.B. Hbis von Roco,
etc.). Offenbar brauchen _die_ Wagen das, um den unvermeidlichen(?)
360mm-Radius auf den Anlagen noch zu schaffen.
Wir haben diese Achslager mit einem Tropfen Sekundenkleber in gerader
Stellung fixiert - Problem gelöst.
Weitere Infos, was _wir_ mit unseren Wagen so anstellen gibt's auf
meiner Homepage: http://www.andreas-nothaft.de/
Einfach rechts unten auf den TÜV-Stempel klicken.
Viele Gruesse
Andreas Nothaft
Keine Norm, aber eine Empfehlung:
http://www.fremo.org/fremo87/gewicht.htm
Jens Battermann
>Wo findet man denn diese Information?
>AFAIK gibt es keine FREMO-Norm, die das regeln wuerde.
Auf der Homepage. Das steht dort seit vielen Jahren.
>Wir (FREMO-Regionalgruppe Rhein-Neckar) haben gute Erfahrungen mit 5g/cm
>Wagenlänge gemacht; die meisten unserer Wagen haben (Luck)-Radsätze
>RP25-Fine (2,2 mm Radbreite).
>Aber da gibt es sicherlich auch andere Meinungen zu - dafür ist ja ein
>solches Diskussionsforum da, oder? ;-)
Bei langen 2achsigen Wagen passt das dann doch mit 5g/cm :-)
Gut, es gibt noch Brunos Bleiklumpen und andere Leute haben
untergewichtige Wagen. Es kommt aber auch nicht auf`s letzte Gramm an.
Kritisch sind meistens nur die Klein-Wagen, weil die sehr leicht sind.
>Schwierigkeiten bereiten eher schlecht verlegte Gleise (egal ob Modul
>oder Anlage) und Wagen mit beweglichen Achslagern (z.B. Hbis von Roco,
>etc.). Offenbar brauchen _die_ Wagen das, um den unvermeidlichen(?)
>360mm-Radius auf den Anlagen noch zu schaffen.
>Wir haben diese Achslager mit einem Tropfen Sekundenkleber in gerader
>Stellung fixiert - Problem gelöst.
Nein, neues Problem erzeugt. Ein Achslager kann man festkleben. Beim
anderen sollte man nur einen Verdrehschutz einbauen, damit die
Dreipunktlagerung erhalten bleibt. allenfalls bei sehr kurzen Wagen
sollte man einfach alles festkleben.
Armin
Armin Muehl
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://de.geocities.com/anschlussbahn (Modellbahnbilder)
> > FREMO empfiehlt unabhängig
>> von der länge 80 g für zweiachser, 120 g für vierachser.
>
>Wo findet man denn diese Information?
>AFAIK gibt es keine FREMO-Norm, die das regeln wuerde.
Wie so vieles, ist das eine individuelle Meinung eines Mitglieds, der
sich bereits vieel angeschlossen haben:
http://www.hauptbahn.de/Betrieb/masse.htm
mfg
Thomas
--
Thomas Woditsch Gelsenkirchen / Duelmen
http://www.mec-duelmen.de http://www.fremo.org
"Model railroading is fun", John Allen
>Bei langen 2achsigen Wagen passt das dann doch mit 5g/cm :-)
Ein G10 kommt dann auf 53 g, ein Gbs auf 80 g. Das paßt schon.
>Kritisch sind meistens nur die Klein-Wagen, weil die sehr leicht sind.
Die Wagen von KMB sind lauftechnisch oft ein Ärgernis. Sie sind nicht
nur zu leicht, sondern bei Kesselwagen, wo eine Ballastzugabe zwingend
ist, auch noch hermetisch verklebt, so daß man sich mit Gewalt einen
Weg schaffen muß.
>Nein, neues Problem erzeugt. Ein Achslager kann man festkleben. Beim
>anderen sollte man nur einen Verdrehschutz einbauen, damit die
>Dreipunktlagerung erhalten bleibt. allenfalls bei sehr kurzen Wagen
>sollte man einfach alles festkleben.
Eine richtige Dreipunktlagerung haben die Wagen nicht, deswegen kann
man eigentlich mit Festkleben (oder, wie ich es oft gemacht habe) mit
Festnieten nichts falsch machen.
meint
Rainer Finke
>Die Wagen von KMB sind lauftechnisch oft ein Ärgernis. Sie sind nicht
>nur zu leicht, sondern bei Kesselwagen, wo eine Ballastzugabe zwingend
>ist, auch noch hermetisch verklebt, so daß man sich mit Gewalt einen
>Weg schaffen muß.
Die ersten Serien der Kriegskesselwagen waren nur zusammengeclipst.
Das war leicht zu zerlegen, sah aber besch.. aus, weil der Kessel nie
richtig zusammen passte.
>>Nein, neues Problem erzeugt. Ein Achslager kann man festkleben. Beim
>>anderen sollte man nur einen Verdrehschutz einbauen, damit die
>>Dreipunktlagerung erhalten bleibt. allenfalls bei sehr kurzen Wagen
>>sollte man einfach alles festkleben.
>
>Eine richtige Dreipunktlagerung haben die Wagen nicht, deswegen kann
>man eigentlich mit Festkleben (oder, wie ich es oft gemacht habe) mit
>Festnieten nichts falsch machen.
Bei Wagen, wie den Gbs1500 von Piko ist sogar eine Dreipunktlagerung
vorhanden, aber auch drehbare Achslager. Dort waere festkleben
unsinnig. Hier habe ich dann den besagten Verdrehschutz in Form zweier
Evergrenn-Plastikstreifen eingebaut und das andere Lager festgelegt
Von Klein habe ich keine langen Zweiachser, nur den Gabs der MAV mit
vier Achsen. Da darf man auch nix festkleben ;-)