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[N] Kato Unitrack Weichen

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Matthias Hanft

unread,
Apr 19, 2004, 8:11:18 AM4/19/04
to
Hallo,

nur mal so interessehalber, nachdem ich im NOCH-Katalog drübergestolpert
bin (und alles gelesen habe, was groups.google zu "Kato Unitrack" so ge-
funden hat):

- Haben die Dinger nun ein polarisiertes Herzstück oder nicht? Gar noch
eines, das sich ohne weiteres Zutun automatisch mit umschaltet? Oder
ist das zu- und abschaltbar? Aus den zahlreichen Einstellmöglichkeiten
auf
http://www.katousa.com/consumers/N-4-turnouts.html
werde ich nicht so recht schlau - ich vermute, mit "Power Routing" meinen
die sowas wie GFN mit den "Denkenden Weichen"? Das sollte man bei DCC dann
wohl deaktivieren - aber "Frog On"? So einen richtigen Schaltplan zum Down-
loaden gibts da anscheinend ja nicht... (oder kann mir mal jemand eine An-
leitung scannen und mailen?)
(Mit aktiviertem Javascript kommt man mit dem obigen Link leider nur auf
die Homepage - also entweder JS abschalten oder sich von dort aus durch
die Menüs hangeln...)

- Ich habe gelesen, daß zum Motor (oder Magnet? Oder was sind da überhaupt
für Antriebe drin?) nur ein zweipoliges Kabel geht und sich die Stellrich-
tung anhand der Polung ergibt - dann müßte IMHO das Stellen mit der "Dio-
denschaltung" für Stellmotoren des Lenz LS 150 funktionieren (siehe
http://www.lenz-elektronik.com/pdf_files/LS150_d.pdf / Seiten 7 - 9). Kann
das jemand bestätigen oder dementieren?

- Warum gibts zwischen den 481mm- und den 718mm-Weichen einen so gravierenden
Preisunterschied? Oder gibts zu den 481mm-Weichen noch die ganzen Zusatzgleise
mit dazu, die im NOCH-Katalog mit abgebildet sind?

Hat sonst noch jemand eine Meinung zu dem Kato-Zeug (abgesehen vom "optischen
Geschmack")? Das Fehlen von Flexgleisen empfinde ich bei sieben verschiedenen
Radien nicht wirklich als Problem, und die Weichen inkl. Antrieb sind irgendwie
konkurrenzlos günstig. Leider wird das durch den horrenden Preis der Gleise
wieder aufgewogen >:-?

Danke & Gruß Matthias.

Heiko Herholz

unread,
Apr 19, 2004, 9:58:57 AM4/19/04
to
Hallo Matthias,

> - Haben die Dinger nun ein polarisiertes Herzstück oder nicht? Gar noch
> eines, das sich ohne weiteres Zutun automatisch mit umschaltet? Oder
> ist das zu- und abschaltbar? Aus den zahlreichen Einstellmöglichkeiten
> auf
> http://www.katousa.com/consumers/N-4-turnouts.html
> werde ich nicht so recht schlau - ich vermute, mit "Power Routing"
meinen
> die sowas wie GFN mit den "Denkenden Weichen"? Das sollte man bei DCC
dann
> wohl deaktivieren - aber "Frog On"?

also fangen wir mal an. Ich habe hier 2 verschiedene Weichentypen von Kato
rumliegen:
1. Die Weichen mit dem 718mm Abzweiradius:
Die Weichen haben ein polarisiertes Herzstück und die Polarisierung ist auch
komplett intern verkabelt.
Wimre haben die Weichen auch sowas wie die Stop-Weichen-Funktion. (Habe
jetzt gerade keine Zeit das nochmal auszuprobieren)
Keine weiteren Einstellmöglichkeiten.
2. Die Weichen mit 481 mm Abzweiradius:
In der Grundeinstellung wie die anderen Weichen, aber:
Wenn ich das richtig sehe: Herzstückpolarisierung abschaltbar und
Stop-Weichen-Funktion abschaltbar.

> - Ich habe gelesen, daß zum Motor (oder Magnet? Oder was sind da überhaupt
> für Antriebe drin?) nur ein zweipoliges Kabel geht und sich die
Stellrich-
> tung anhand der Polung ergibt - dann müßte IMHO das Stellen mit der
"Dio-
> denschaltung" für Stellmotoren des Lenz LS 150 funktionieren (siehe
> http://www.lenz-elektronik.com/pdf_files/LS150_d.pdf / Seiten 7 - 9).
Kann
> das jemand bestätigen oder dementieren?
>

Die Katoweichen benötigen definitiv Gleichstrom. Ich habe mal kurz die
Anleitung zu dem Lenz-Teil überpflogen, das mit der "Diodenschaltung" müsste
funzen.
Wichtig ist, dass eine Endabschaltung programmiert wird. Die originalen
Katoschalter sind Polwendetaster, würde ich sagen.

> - Warum gibts zwischen den 481mm- und den 718mm-Weichen einen so
gravierenden
> Preisunterschied? Oder gibts zu den 481mm-Weichen noch die ganzen
Zusatzgleise
> mit dazu, die im NOCH-Katalog mit abgebildet sind?

Ich habe mal ne Weiche gekauft, da waren noch ein paar Gleise mit bei. Es
kann sein, dass das die 481mm Weiche war. (Ich glaube, da waren wegen dem
steilen Abzweigwinkel passen zugeschnitte Bettungsgleise dabei.)

>
> Hat sonst noch jemand eine Meinung zu dem Kato-Zeug (abgesehen vom
"optischen
> Geschmack")? Das Fehlen von Flexgleisen empfinde ich bei sieben
verschiedenen
> Radien nicht wirklich als Problem, und die Weichen inkl. Antrieb sind
irgendwie
> konkurrenzlos günstig. Leider wird das durch den horrenden Preis der
Gleise
> wieder aufgewogen >:-?

Mir gefallen die Katogleise ganz gut. Auf alle Fälle ist es die
betriebssicherste Variante in N und auch für einen fliegenden
Schreibtisch-Aufbau geeignet. Die Farbe der Bettung ist Geschmackssache, das
Schienenprofil ist zu hoch und damit unmaßstäblich. Die Schwellenabstände
könnten für ein DB-Vorbild falsch sein, das habe ich noch nicht
nachgemessen. Wenn ich irgendwann mal dazu kommen meine N-Module
weiterzubauen werde ich allerdings wohl ehe Peco Code 55 Gleise verwenden.

Viele Grüße,

Heiko


Matthias Hanft

unread,
Apr 19, 2004, 10:25:21 AM4/19/04
to
Hallo Heiko,

vielen Dank für Deine Antwort! Das hilft mir schon mal weiter.

> Die Weichen haben ein polarisiertes Herzstück und die Polarisierung ist auch
> komplett intern verkabelt.

Das klingt schon mal sehr gut - dann braucht man den "Goldenen Peco-Schnitt"
ja auch nicht machen...

> Die Katoweichen benötigen definitiv Gleichstrom. Ich habe mal kurz die
> Anleitung zu dem Lenz-Teil überpflogen, das mit der "Diodenschaltung" müsste
> funzen.

Ist dann halt Halbwelle - da müßte man mal checken, ob die Spannung dafür
noch reicht... vielleicht probier ichs einfach mal aus und bestelle so ein
Teil. Den LS 150 habe ich schon hier, und 18,35 EUR für eine "Weiche-zum-
ausgiebigen-Experimentieren" wäre auch grad noch bezahlbar... notfalls
kommts halt auf Ebay :-)))

> Wichtig ist, dass eine Endabschaltung programmiert wird. Die originalen
> Katoschalter sind Polwendetaster, würde ich sagen.

Ja, vermutlich. Naja, die Einschaltdauer des LS 150 kann man zwischen 0,1 s
und 10 s einstellen - da wird dann schon eine passende Dauer dabei sein.

> Ich habe mal ne Weiche gekauft, da waren noch ein paar Gleise mit bei. Es
> kann sein, dass das die 481mm Weiche war. (Ich glaube, da waren wegen dem
> steilen Abzweigwinkel passen zugeschnitte Bettungsgleise dabei.)

Ah, ok - dann sind da die abgebildeten Gleise mit dabei. Ja, das ist ein
Gegenbogen und noch ein paar kurze Ausgleichsstücke (vermutlich damit nachher
das Raster wieder paßt). Dann darfs wirklich 7,40 EUR teurer sein :-)

> Mir gefallen die Katogleise ganz gut. Auf alle Fälle ist es die
> betriebssicherste Variante in N und auch für einen fliegenden
> Schreibtisch-Aufbau geeignet. Die Farbe der Bettung ist Geschmackssache, das
> Schienenprofil ist zu hoch und damit unmaßstäblich. Die Schwellenabstände
> könnten für ein DB-Vorbild falsch sein, das habe ich noch nicht
> nachgemessen. Wenn ich irgendwann mal dazu kommen meine N-Module
> weiterzubauen werde ich allerdings wohl ehe Peco Code 55 Gleise verwenden.

Ich hatte eigentlich auch erst mal (stehe noch ganz am Anfang) Peco-55 geplant
und zum Ausprobieren auch schon mal eine Weiche und zwei Flexgleise bestellt.
Allerdings ist das mit den Weichen halt so eine Sache mit der anständigen
Polarisierung - sägen und löten muß man da wohl immer, und auch die möglichen
Antriebe brauchen ja ganz schön monströse Löcher in der Platte (und zumindest
der Kurt-Antrieb ist auch noch teuer, aber gut; der originale Peco ist nicht
so teuer, aber schlecht und polarisiert auch nix) - all das könnte man bei
den Kato-Weichen einfach mit einem Lächeln vergessen...

Und meine Frau und ich haben beschlossen, daß die Höhe des Schienenprofils
auf unserer Anlage keine Rolle spielen wird :-)))

Naja, ich laß mir mal von NOCH direkt für 2 EUR "Schnuppergebühr" mal die
zwei angebotenen Kato-Gleise schicken - vielleicht schauen die dann ja gleich
so grausig aus, daß ich reumütig wieder zu Peco zurückkehre :-)))

Danke & Gruß Matthias.

Heiko Herholz

unread,
Apr 19, 2004, 10:39:04 AM4/19/04
to
Hallo Matthias,


ein kurzer Nachtrag noch:

Hier in Berlin beim C* in der Kleiststr. hängen die Packungen mit den
Unitrack-Gleisen, da kann man sich auch direkt ansehen, was man kauft. Ich
weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber vielleicht hast Du auch einen C* in der
Nähe, der das hat...

Viele Grüße,

Heiko

(der auch weiß, daß C* eine Apotheke ist...)


Edbert van Eimeren

unread,
Apr 19, 2004, 12:04:49 PM4/19/04
to
Hallo Matthias.

Matthias Hanft wrote:
>
> nur mal so interessehalber, nachdem ich im NOCH-Katalog drüber

> gestolpert bin (und alles gelesen habe, was groups.google zu
> "Kato Unitrack" so gefunden hat):

Bravo, so ist das gut.
Zuerst selber informieren, dann gezielt fragen.


> - Haben die Dinger nun ein polarisiertes Herzstück oder nicht?
> Gar noch eines, das sich ohne weiteres Zutun automatisch mit
> umschaltet? Oder ist das zu- und abschaltbar? Aus den zahlreichen
> Einstellmöglichkeiten auf
> http://www.katousa.com/consumers/N-4-turnouts.html
> werde ich nicht so recht schlau - ich vermute, mit "Power Routing"
> meinen die sowas wie GFN mit den "Denkenden Weichen"? Das sollte
> man bei DCC dann wohl deaktivieren - aber "Frog On"? So einen

> richtigen Schaltplan zum Downloaden gibts da anscheinend ja nicht
> ...

Eigentlich steht es doch genau auf der Seite:
Power Routing will cause the electricity being supplied to the
track to flow in the direction of the turnout. Thus, if the
turnout is set for the mainline track, there is no power being
delivered to the siding or spur track.

Auf deutsch (gekürzt): Power Routing lässt den Strom nur in das
Gleis fliesen, in die die Weiche geschaltet ist. Das andere
Gleis erhält keinen Strom.
Also genau das, was Fleischmann mit 'Denkender Weiche' bezeichnet.

Weiter:
Frog On means the frog is electrically powered. A locomotive
running over the frog, while the switch is set against it, will
create a dead short.

Auf deutsch: Frog On bedeutet, dass das Herzstück mit Strom
versorgt wird. Eine Lok, die gegen die anders gestellte Weiche
fährt [auffährt, Anm. vE], verursacht einen Kurzschluss.
Also genau das, was man mit Polarisiertem Herzstück bezeichnet.


> - [ Weichen-Antriebe ]


>
> - Warum gibts zwischen den 481mm- und den 718mm-Weichen einen so
> gravierenden Preisunterschied? Oder gibts zu den 481mm-Weichen
> noch die ganzen Zusatzgleise mit dazu, die im NOCH-Katalog mit
> abgebildet sind?

So würde ich die Abbildung im Noch Katalog 2003 interpretieren.
Bei der kleinen Weiche müssten mindestens ein oder zwei Ausgleich-
stücke enthalten sein, da die Böschung schmaler ausfallen muss.

Weder der NOCH Katalog noch die NOCH Webseite sind im Punkt
Antrieb oder Lieferumfang besonders auskunftsfreudig.


> Hat sonst noch jemand eine Meinung zu dem Kato-Zeug (abgesehen vom
> "optischen Geschmack")? Das Fehlen von Flexgleisen empfinde ich bei
> sieben verschiedenen Radien nicht wirklich als Problem, und die
> Weichen inkl. Antrieb sind irgendwie konkurrenzlos günstig. Leider
> wird das durch den horrenden Preis der Gleise wieder aufgewogen >:-?

Nun ja, die Schienenverbinder, UniJoiner genannt, sind wohl recht
stabil aber fallen doch sehr deutlich auf.


Edbert
--
DER_MOBA http://www.der-moba.de/
Linkseiten http://www.der-moba.de/Inhalt/Links/index.php3
Gleissysteme http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/index.php3
Gleisplanung mit MacOS? -> RailModeller (http://www.railmodeller.de/)

Matthias Hanft

unread,
Apr 19, 2004, 11:10:17 AM4/19/04
to
Heiko Herholz schrieb:

>
> Hier in Berlin beim C* in der Kleiststr. hängen die Packungen mit den
> Unitrack-Gleisen, da kann man sich auch direkt ansehen, was man kauft. Ich
> weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber vielleicht hast Du auch einen C* in der
> Nähe, der das hat...

Ja, einen C* hab ich tatsächlich in der Nähe (Nürnberg) - weiß allerdings
nicht, ob der eine Modellbahnabteilung hat. Aber das werde ich noch raus-
finden :-) Danke für den Tip!

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 19, 2004, 11:15:09 AM4/19/04
to
Edbert van Eimeren schrieb:

>
> Auf deutsch (gekürzt): Power Routing lässt den Strom nur in das
> Gleis fliesen, in die die Weiche geschaltet ist. Das andere
> Gleis erhält keinen Strom.
> Also genau das, was Fleischmann mit 'Denkender Weiche' bezeichnet.

Ah, das hatte ich mir schon fast gedacht...

> Auf deutsch: Frog On bedeutet, dass das Herzstück mit Strom
> versorgt wird. Eine Lok, die gegen die anders gestellte Weiche
> fährt [auffährt, Anm. vE], verursacht einen Kurzschluss.
> Also genau das, was man mit Polarisiertem Herzstück bezeichnet.

Ok. Ich war mir nur nicht sicher, was die Amis als "Frog" bezeichnen -
Herzstück oder Zungen oder ganz was anderes... bin leider nicht so fit
in englischer Modellbaunomenklatur :-(

Danke für die Transjodelation :-)

Also müßte man dann für Digitalbetrieb und polarisierte Herzstücke
wohl "Power Routing OFF" stellen (was bedeutet, daß Power immer und
überall ist) und "Frog ON" (damit das Herzstück polarisiert wird).

Dann sollte alles klappen...?!

> Nun ja, die Schienenverbinder, UniJoiner genannt, sind wohl recht
> stabil aber fallen doch sehr deutlich auf.

Hm, das würde mich jetzt nicht so arg stören - nur falls es "tock-tock-
tock-tock-..." macht, wenn der Zug drüberfährt, das würde ich dann doch
eher als unangenehm empfinden...

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 19, 2004, 12:51:08 PM4/19/04
to
Moin,

Matthias Hanft wrote:
> Ich hatte eigentlich auch erst mal (stehe noch ganz am Anfang) Peco-55 geplant
> und zum Ausprobieren auch schon mal eine Weiche und zwei Flexgleise bestellt.
> Allerdings ist das mit den Weichen halt so eine Sache mit der anständigen
> Polarisierung - sägen und löten muß man da wohl immer, und auch die möglichen
> Antriebe brauchen ja ganz schön monströse Löcher in der Platte

was nennst Du monströs? Ich habe 10mm-Löcher unter der Stellschwelle,
das fällt gar nicht auf, sobald das Gleis liegt. Kleiner würde ich die
Löcher nicht haben wollen: Auch bei nur 2mm Stellweg freue ich mich über
die Toleranz beim Einbauen, weil man zwischen Löcherbohren und
Weichefestkleben doch wieder verrutscht ist.

> all das könnte man bei
> den Kato-Weichen einfach mit einem Lächeln vergessen...

...wenn sie denn betriebssicher sind! Ich habe heute wieder mal ein paar
Züge fahren lassen: im Minitrix-Teil mußte ich ständig schubsen, im
Pecoteil keine Probleme. Wenn mich das "eines Tages" richtig nervt,
werde ich das wohl auch auf Peco umbauen:-/

> Und meine Frau und ich haben beschlossen, daß die Höhe des Schienenprofils
> auf unserer Anlage keine Rolle spielen wird :-)))

Jepp, wenn die Schienen rostig gemalt sind, fällt das wirklich kaum noch
auf.

Gruß,
Martin.
--
may contain nuts.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 19, 2004, 6:28:04 PM4/19/04
to
Hallo Matthias.

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
> >
> > ...


>
> Ok. Ich war mir nur nicht sicher, was die Amis als "Frog" bezeichnen
> - Herzstück oder Zungen oder ganz was anderes... bin leider nicht so
> fit in englischer Modellbaunomenklatur :-(
>
> Danke für die Transjodelation :-)

Jau, da gibt es doch einiges an Spezialausdrücken, zudem noch
unterschiedlich je nach dem ob aus UK oder USA kommend.

Aber Frog (wörtlich Frosch) ist irgendwie schon einleuchtend,
wenn man sich mal ein Herzstück ansieht.
Ich versuch es mal mit ASCII-Kunst:
\\//
/ \


> ...


>
> > Nun ja, die Schienenverbinder, UniJoiner genannt, sind wohl recht
> > stabil aber fallen doch sehr deutlich auf.
>
> Hm, das würde mich jetzt nicht so arg stören - nur falls es "tock-

> tock-tock-tock-..." macht, wenn der Zug drüberfährt, das würde ich


> dann doch eher als unangenehm empfinden...

Also für ausreichend stabile Verbindung sollten die UniJoiner
wohl sorgen können. Durch die Nachbildung des Schotterbetts sind
die Unitrack-Gleise zudem stabiler als Gleise auf Schwellenrosten.
(Das gilt wohl für alle Bettungsgleise.)


Was die Preise für einfache Gleise angeht, musst du berücksichtigen,
dass bei NOCH oft der Preis für eine Packung mit mehreren Gleisen
angegeben ist.

Als Beispiel kostet die Packung 78001/20-000 (NOCH-/Kato-Nummer)
mit vier geraden Gleisen je 248 mm Länge bei NOCH 6,95 Euro, also
rund 1,75 Euro je Gleis. Nicht zuviel finde ich.

Zum Vergleich kostet eine Roco Line Standard-Gerade (230 mm) mit
Bettung meist 2 Euro.

Gegenüber Gleisen ohne Bettung sicher deutlich teurer, aber
Schotter, Leim, Arbeit und Zeit sind schliesslich auch nicht
kostenlos.

Matthias Hanft

unread,
Apr 20, 2004, 2:49:40 AM4/20/04
to
Hallo Edbert,

> Was die Preise für einfache Gleise angeht, musst du berücksichtigen,
> dass bei NOCH oft der Preis für eine Packung mit mehreren Gleisen
> angegeben ist.

Ja, das habe ich gestern abend bei der Bettlektüre von
http://www.katousa.com/cgi-bin/dl/dl.pl?dl.mif,Kato_N_Unitrack_Brochure.pdf
inzwischen auch herausgefunden.

> Als Beispiel kostet die Packung 78001/20-000 (NOCH-/Kato-Nummer)
> mit vier geraden Gleisen je 248 mm Länge bei NOCH 6,95 Euro, also
> rund 1,75 Euro je Gleis. Nicht zuviel finde ich.

Richtig. Mensch, da schneiden die sich doch ins eigene Fleisch, wenn
sie das nirgendwo bekanntgeben - ich hätte das auch schon fast komplett
zu den Akten gelegt, mit der Begründung "horrende Preise" (hatte mich
schon gewundert, warum die Weichen so günstig und die Gleise so teuer
sind).

Im Noch-Katalog steht einfach "Gleis gerade 248mm", und auch auf
http://www.puerner.de/shop?a=k&k=&p=KATO&g=9 steht einfach "Gerades
Gleis 248mm". Als Laie fragt man sich da ja schon, warum so ein
lumpiges Gleis 6,45 EUR kosten soll, aber wenn das natürlich _vier_
sind...

> Gegenüber Gleisen ohne Bettung sicher deutlich teurer, aber
> Schotter, Leim, Arbeit und Zeit sind schliesslich auch nicht
> kostenlos.

Richtig! In den Google-Groups hatte ich außerdem gelesen, daß die Kato-
Gleise schon allgemein sehr "leise" sein sollen und daß eine 2mm-Kork-
unterlage dann schon fast zur völligen Geräuschlosigkeit führt - evtl.
kann man ja sogar _die_ noch weglassen...

Gruß Matthias.

PS: In dem obigen PDF ist als Weichenantrieb die Rede von "a pre-wired
switch motor is factory installed" - ist "motor" bei den Amis alles,
was sich bewegt (auch Magnetspulen), oder ist ein "motor" ein "Motor"?
Könnte man ja fast annehmen, nachdem das ja wohl nur gleichstrommäßig
mit Umpolen geht...?!

Erik Meltzer

unread,
Apr 20, 2004, 4:14:15 AM4/20/04
to
Moin!

Edbert van Eimeren wrote:
> Aber Frog (wörtlich Frosch) ist irgendwie schon einleuchtend,
> wenn man sich mal ein Herzstück ansieht.
> Ich versuch es mal mit ASCII-Kunst:
> \\//
> / \

Und dann war da noch der englische Modellbahnverein, der
Ärger mit der RSPCA [1] bekam, "for running trains over
live frogs" [2].

SCNR,
Erik.

[1] Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals.
Königliche Gesellschaft zur Vermeidung von Grausamkeit
gegen Tiere. (Tierschutzverein.)
[2] "live frog" bedeutet nicht nur "lebender Frosch", sondern
auch "polarisiertes (stromführendes) Herzstück".
--
> Klappt das überhaupt? Google findet darüber nichts.
Ja, aber nur sehr langsam. Sie tragen es jahrelang auf,
und altern fast unmerklich, aber beständig. ;-)
-- Carsten Beyer in d.r.m.b. zum Thema "Altern mit Schminke"

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 20, 2004, 3:19:30 PM4/20/04
to
Hallo Matthias.

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
>

> > Was die Preise für einfache Gleise angeht, musst du berück-
> > sichtigen, dass bei NOCH oft der Preis für eine Packung mit


> > mehreren Gleisen angegeben ist.
>
> Ja, das habe ich gestern abend bei der Bettlektüre von
> http://www.katousa.com/cgi-bin/dl/dl.pl?dl.mif,Kato_N_Unitrack_Brochure.pdf
> inzwischen auch herausgefunden.

Danke für den Link, den kannte ich noch nicht.
Leider wird z.Z. die Unitrack H0 Broschüre überarbeitet und ist
daher nicht verfügbar. :-((


> > [ Beispiel ]


> Richtig. Mensch, da schneiden die sich doch ins eigene Fleisch,
> wenn sie das nirgendwo bekanntgeben - ich hätte das auch schon fast

> komplett zu den Akten gelegt, ...

Auf der NOCH Webseite steht das schon (da hatte ich die Info her),
aber im Katalog ist das dummer weise nicht vermerkt.


> ...


>
> In den Google-Groups hatte ich außerdem gelesen, daß die Kato-
> Gleise schon allgemein sehr "leise" sein sollen und daß eine

> 2mm-Korkunterlage dann schon fast zur völligen Geräuschlosigkeit

> führt - evtl. kann man ja sogar _die_ noch weglassen...

Keine Ahnung. Da helfen nur eigene Versuche.

Ausserdem hängt der ganze Akustik-Kram auch vom sonstigen Umfeld ab.
Eine ...-Platte mit 16 mm Stärke überträgt nun einmal weniger Schall-
pegel als eine mit nur 6 mm Dicke.


> PS: In dem obigen PDF ist als Weichenantrieb die Rede von
> "a pre-wired switch motor is factory installed" - ist "motor"
> bei den Amis alles, was sich bewegt (auch Magnetspulen), oder
> ist ein "motor" ein "Motor"? Könnte man ja fast annehmen,
> nachdem das ja wohl nur gleichstrommäßig mit Umpolen geht...?!

Mein Eindruck ist, dass alles was eine Weichenzunge bewegt also auf
deutsch Weichenantrieb genannt wird, mit 'motor' oder 'drive'
bezeichnet wird. Wenn jemand Wert auf die Tatsache legt, dass es
eine Magnetspulen-Antrieb ist, nennt sich dies 'soleonid ...'.


PS: Eine gutes Online-Wörterbuch deutsch-englisch (auch für
technische Begriffe) ist http://dict.leo.org/
Dort habe schon manches gefunden.
'Frog := Herzstück' ist gleich der zweite Treffer.

Matthias Hanft

unread,
Apr 21, 2004, 8:18:00 AM4/21/04
to
Hallo Edbert,

[4 Gleise pro Packung]


> Auf der NOCH Webseite steht das schon (da hatte ich die Info her),
> aber im Katalog ist das dummer weise nicht vermerkt.

Das ist aber gut versteckt auf der NOCH Website - auf der Übersicht
stehts noch nicht; erst wenn man ein bestimmtes Gleis anklickt, z.B.
"Gerades Gleis 248mm" - dann steht endlich "4 Stück im Blister" da.
Die hätten sich einen Preis fürs beste Versteck verdient...

(Der Rest scheint auch nicht so dolle zu funktionieren. Oder was mögen
sie mit "Artikel ist in Kürze wieder lieferbar. Voraussichtlicher Liefer-
termin: 1753-01-01" meinen?! Im Jahr 1753 wurde das Britische Museum
in London gegründet und in Paris mit dem Bau der Place de la Concorde
begonnen... :-)

(Links kann ich nicht angeben, da anscheinend alles dynamisch erzeugt
wird. Von der Homepage aus oben auf "Partner", dann "Zur KATO-NOCH-
Seite", dann aufs "Unitrack"-Logo und dann auf "Elektrische Weichen"...)

[Was ist ein "motor"?]


> Mein Eindruck ist, dass alles was eine Weichenzunge bewegt also auf
> deutsch Weichenantrieb genannt wird, mit 'motor' oder 'drive'
> bezeichnet wird. Wenn jemand Wert auf die Tatsache legt, dass es
> eine Magnetspulen-Antrieb ist, nennt sich dies 'soleonid ...'.

Hm, auf der o.a. Übersichtsseite übers Gleissystem steht immerhin
"In den Weichen versteckt sich ein äußerst robuster und durchzugs-
starker Magnetspulenantrieb". Naja, werd ich wohl doch einfach
mal ausprobieren müssen.

> PS: Eine gutes Online-Wörterbuch deutsch-englisch (auch für
> technische Begriffe) ist http://dict.leo.org/

Ja, diese Website kenne ich schon und benutze sie (für "Allerwelts-
begriffe") auch regelmäßig. Bin nur noch nicht auf die Idee gekommen,
da (Modellbahn-)Fachbegriffe reinzufüttern :-) Danke für den Tip!

Gruß Matthias.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 21, 2004, 7:18:45 PM4/21/04
to
Hallo Matthias.

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van eimeren schrieb:

>
> [4 Gleise pro Packung]
> > Auf der NOCH Webseite steht das schon (da hatte ich die Info her),
> > aber im Katalog ist das dummer weise nicht vermerkt.
>
> Das ist aber gut versteckt auf der NOCH Website - auf der Übersicht
> stehts noch nicht; erst wenn man ein bestimmtes Gleis anklickt, z.B.
> "Gerades Gleis 248mm" - dann steht endlich "4 Stück im Blister" da.
> Die hätten sich einen Preis fürs beste Versteck verdient...

In die Top 5 kommen sie damit bestimmt. ;-)


> ... Voraussichtlicher Liefertermin: 1753-01-01" ...

Das ist vermutlich der Nullpunkt der Datenbank für Datumsangaben.
Wenn also jemand nichts einträgt, kommt dieses merkwürdige Datum.


> > PS: Eine gutes Online-Wörterbuch deutsch-englisch (auch für
> > technische Begriffe) ist http://dict.leo.org/
>
> Ja, diese Website kenne ich schon und benutze sie (für "Allerwelts-
> begriffe") auch regelmäßig. Bin nur noch nicht auf die Idee gekommen,
> da (Modellbahn-)Fachbegriffe reinzufüttern :-) Danke für den Tip!

Es erstaunt mich auch immer wieder, wieviel technische Bedeutungen
und Begriffe dort abgelegt sind.

Klaus Grote

unread,
Apr 22, 2004, 3:34:39 AM4/22/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote in message news:<4083C1E6...@hanft.de>...

Moin Matthias, moin NG,

na das ist ein Fall für mich. Ich habe meine komplette Bahn vor drei Jahren
umgestellt auf KATO Unitrack und bin mehr als zufrieden.

1. Weichen, alle mit automatischer Herzstückpolarisierung, abschaltbar,
2. unterschiedliche Preise der Weichen, das liegt an den Zusatzschienen,
die 415er brauchen diese um die Gleisgeometrie zu vervollständigen, außer-
dem sind hier wg. des Schotterbettes angeschnitte Gleisstückchen vorhanden.
Die 781er benötigen nur die Gegenkurve (781mm - 15 Grad).
3. Schotterbett, genau 1 Zoll breit, 1/4 Zoll hoch, der Kunststoff läßt sich
normal kleben und bearbeiten.
4. In den Packungen sind i.d.R. immer 4 Schienen enthalten, somit gelten die
Preise für 4 Geraden bzw. eine 180 Grad-Kurve (4 * 45 Grad).
5. Stabilität, Unitrack-Schienen kannst Du draußen verwenden.
6. Verdeckte Gleisantriebe, endlich!
7. Geräuschdämmung - ich verwende 2 mm Kork und 2 mm Moosgummiplatten, auf dem
Kork sind noch leichte Geräusche auszumachen, auf Moosgummi nix mehr. Aller-
dings wird der Moosgummi bei Sonneneinstrahlung brökelig (so 3 Jahre hält er).
Keine Platte - offene Rahmen, 4 mm Sperrholz für die Trassen. In Verbindung
mit dem stabilen Gleis reicht das völlig aus.
8. Schienenhöhe liegt im erträglichen Rahmen, ist genauso hoch wie die Gleise
von Minitrix und Roco (ich glaube 2,3 mm), den Unterschied sieht man aus 50 cm
Entfernung doich eh nicht mehr. Und wer liegt schon den ganzen Tag mit dem Kopf
auf den Gleisen um die Profilhöhe nachzuschauen?

Wirkliche Nachteile, bis auf die fehlenden Flexgleise, gibt es eigentlich nur
bei den Weichen. Die Weichen werden tatsächlich durch einen Magneten mit
Umploung von Gleichstrom geschaltet. Digital lassen sie sich mit den Lenz-Decodern
schalten, daß wurde im N-Bahn-magazin mal beschrieben.

Ich fahre aber analog und wollte nicht die Batterie der billigen Plastik-Hebel
von Kato aufbauen (die auch noch recht teuer sind). Zwischenzeitlich habe
ich eine Lösung gefunden. Ich verwende Taster, die gleichzeitig Öffner und
Schliesser beinhalten, damit kann ich einmal normal gepolten Strom und einmal
umgepolten Strom zur Weiche führen. Da die Weichen KEINE Endabschaltung haben,
mußten Taster her. Wenn jemand eine bessere Lösung weiß - immer her damit.

Also, ich bin begeister von KATO Unitrack, ich halte es für das beste Gleis-
system hinsichtlich Stabilität, Stromführung, Befahrbarkeit und Preis. Für
Genauigkeitsfreaks, die auch die Spurkränze abdrehen, ist es wahrscheinlich
nichts. Na ja - jedem sein Geschmack.

Fröhliches Runden drehen wünscht weiterhin

Klaus Grote

Matthias Hanft

unread,
Apr 22, 2004, 4:37:38 AM4/22/04
to
Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Das bestärkt mich
darin, mir dieses System doch mal etwas näher anzuschauen...

> na das ist ein Fall für mich. Ich habe meine komplette Bahn vor drei Jahren
> umgestellt auf KATO Unitrack und bin mehr als zufrieden.

Das hört sich ja schon mal gut an :-)

> 7. Geräuschdämmung - ich verwende 2 mm Kork und 2 mm Moosgummiplatten, auf dem
> Kork sind noch leichte Geräusche auszumachen, auf Moosgummi nix mehr. Aller-
> dings wird der Moosgummi bei Sonneneinstrahlung brökelig (so 3 Jahre hält er).

Naja, Sonneneinstrahlung hätte ich eher nicht - es handelt
sich um einen Kellerraum mit einem relativ kleinen Fenster,
das auch noch nach Norden gerichtet ist...

Hast Du für Deinen Kork bzw. Moosgummi einen bevorzugten
(Modellbahn-?)Hersteller bzw. -Lieferanten?

> 8. Schienenhöhe liegt im erträglichen Rahmen, ist genauso hoch wie die Gleise
> von Minitrix und Roco (ich glaube 2,3 mm), den Unterschied sieht man aus 50 cm
> Entfernung doich eh nicht mehr. Und wer liegt schon den ganzen Tag mit dem Kopf
> auf den Gleisen um die Profilhöhe nachzuschauen?

Ich jedenfalls nicht :-)

> Wirkliche Nachteile, bis auf die fehlenden Flexgleise, gibt es eigentlich nur
> bei den Weichen. Die Weichen werden tatsächlich durch einen Magneten mit
> Umploung von Gleichstrom geschaltet. Digital lassen sie sich mit den Lenz-Decodern
> schalten, daß wurde im N-Bahn-magazin mal beschrieben.

Na, dann paßts ja :-) Ob ich die fehlenden Flexgleise als
Nachteil sehen soll, weiß ich gar nicht. Immerhin gibts ja
sieben verschiedene Radien - da wird einer davon schon mei-
stens passen. Ich habe bezüglich Flexgleise eh noch trauma-
tische Erinnerungen aus meiner "Kinder-Modellbahnzeit": Nach
dem Absägen war grundsätzlich immer eine der Schienen zu
kurz, und überhaupt hätte man fünf Hände gleichzeitig
gebraucht, die Biegung so festzuhalten wie man sie mon-
tieren wollte...

Eher nachteilig finde ich da schon das Fehlen von Bogen-,
Y-, Dreiweg- und Doppelkreuzweichen. Andererseits sind das
ja eigentlich nur Platzsparer (die wohl im Vorbild heutzu-
tage auch kaum mehr neu eingebaut werden), und mit dem
Platz schauts bei mir eigentlich nicht sooo schlecht aus
(insgesamt ca. 3,60m x 2,50m).

> Also, ich bin begeister von KATO Unitrack, ich halte es für das beste Gleis-
> system hinsichtlich Stabilität, Stromführung, Befahrbarkeit und Preis. Für
> Genauigkeitsfreaks, die auch die Spurkränze abdrehen, ist es wahrscheinlich
> nichts. Na ja - jedem sein Geschmack.

Ok, danke für Deine Antwort. Die zwei "Demo-Gleise" habe
ich inzwischen direkt bei NOCH bestellt, und eine Weiche
werde ich dann mal bei der nächsten Pürner-Bestellung zum
Ausprobieren mitbestellen.

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 22, 2004, 2:51:34 PM4/22/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Na, dann paßts ja :-) Ob ich die fehlenden Flexgleise als
> Nachteil sehen soll, weiß ich gar nicht. Immerhin gibts ja
> sieben verschiedene Radien - da wird einer davon schon mei-
> stens passen. Ich habe bezüglich Flexgleise eh noch trauma-
> tische Erinnerungen aus meiner "Kinder-Modellbahnzeit": Nach
> dem Absägen war grundsätzlich immer eine der Schienen zu
> kurz, und überhaupt hätte man fünf Hände gleichzeitig
> gebraucht, die Biegung so festzuhalten wie man sie mon-
> tieren wollte...

Da gibt es bei den Flexgleisen sehr verschiedene Ausführungen, die sich
alle unterschiedlich verhalten. Für MiniTrix und Roco "besonders
flexibel" (No.22200) kann ich das oben gesagte bestätigen; Roco
halbstarr (No.22201) und Peco sind deutlich angenehmer, weil sie die
Biegung auch nach dem Loslassen beibehalten.

> Eher nachteilig finde ich da schon das Fehlen von Bogen-,
> Y-, Dreiweg- und Doppelkreuzweichen. Andererseits sind das
> ja eigentlich nur Platzsparer (die wohl im Vorbild heutzu-
> tage auch kaum mehr neu eingebaut werden),

Das kommt mE stark aufs Vorbild und die gewählte Epoche an, ob Du diese
Weichenformen vermissen wirst. Wenn Du schon einen Gleisplan im
Hinterkopf hast, kannst ihn ja einmal mit Peco und einmal mit Kato
planen - wenn es mit Kato so hinkommt, wie Du es Dir wünschst, ist es ja OK.

> und mit dem
> Platz schauts bei mir eigentlich nicht sooo schlecht aus
> (insgesamt ca. 3,60m x 2,50m).

Für *einen* Nebenbahn-Bahnhof wird das reichen;)

Klaus Grote

unread,
Apr 23, 2004, 3:30:23 AM4/23/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote in message news:<40878452...@hanft.de>...

Hallo Matthias,


>
> > 7. Geräuschdämmung - ich verwende 2 mm Kork und 2 mm Moosgummiplatten, auf dem
> > Kork sind noch leichte Geräusche auszumachen, auf Moosgummi nix mehr. Aller-
> > dings wird der Moosgummi bei Sonneneinstrahlung brökelig (so 3 Jahre hält er).

den Kork aus dem Baumarkt oder Tapetenmarkt, gibts von der Rolle. Moosgummi
habe ich bei http://www.winklerschulbedarf.com/ gekauft, da gibts noch
mehr nützliche Dinge.

> Na, dann paßts ja :-) Ob ich die fehlenden Flexgleise als
> Nachteil sehen soll, weiß ich gar nicht. Immerhin gibts ja
> sieben verschiedene Radien - da wird einer davon schon mei-
> stens passen. Ich habe bezüglich Flexgleise eh noch trauma-
> tische Erinnerungen aus meiner "Kinder-Modellbahnzeit": Nach
> dem Absägen war grundsätzlich immer eine der Schienen zu
> kurz, und überhaupt hätte man fünf Hände gleichzeitig
> gebraucht, die Biegung so festzuhalten wie man sie mon-
> tieren wollte...

Ja, das kenne ich. Und dann flutschten die Schienenverbinder nicht
auf die Gleise, oder die Schiene verzog sich usw. usf.
Bei guter Vorplanung, ich habe mit Raily 4.0 geplant, die haben
die KATO-Schienen im Programm, kommst Du problemlos ohne Flexgleise
aus. Es gibt auch Zwischenstücke, ca. 1 und 2 Zoll lang, die kleinere
Lücken ausgleichen, darüberhinaus gibt es noch Schiebestücke, die ver-
wende ich bei den Übergängen von einem Modul zum anderen. So kann ich
meine Bahn in L-Form trennen und bei Umzügen transportieren. Der letzte
Umzug vor einem halben Jahr war kein Problem.

>
> Eher nachteilig finde ich da schon das Fehlen von Bogen-,
> Y-, Dreiweg- und Doppelkreuzweichen. Andererseits sind das
> ja eigentlich nur Platzsparer (die wohl im Vorbild heutzu-
> tage auch kaum mehr neu eingebaut werden), und mit dem
> Platz schauts bei mir eigentlich nicht sooo schlecht aus
> (insgesamt ca. 3,60m x 2,50m).

Bogenweichen fehlen allerdings, die wären schon sinnvoll, Kreuzungen
gibt es aber, sogar eine 90 Grad Kreuzung. Das Gleismaterial hält sich
ziemlich an amerikanische und japanische Verhältnisse, macht mir aber
nichts, bei mir fahren hauptsächlich AMI-Loks ;-).

>
> Ok, danke für Deine Antwort. Die zwei "Demo-Gleise" habe
> ich inzwischen direkt bei NOCH bestellt, und eine Weiche
> werde ich dann mal bei der nächsten Pürner-Bestellung zum
> Ausprobieren mitbestellen.
>
> Gruß Matthias.

Also, Schienen mußt Du entweder über C*, kleinere Einzel- bzw. Versand-
händler, EBAY oder bei Walthers in USA bestellen. Ich habe den größten
Teil bei gutem Dollarkurs bei Walthers gekauft. Den Rest bei C* und EBAY.

Dann mal viel Spaß beim Bauen
wünscht
Klaus Grote

Matthias Hanft

unread,
Apr 23, 2004, 3:57:07 AM4/23/04
to
Hallo Martin,

[Flexgleistrauma]


> Da gibt es bei den Flexgleisen sehr verschiedene Ausführungen, die sich
> alle unterschiedlich verhalten. Für MiniTrix und Roco "besonders
> flexibel" (No.22200) kann ich das oben gesagte bestätigen; Roco
> halbstarr (No.22201) und Peco sind deutlich angenehmer, weil sie die
> Biegung auch nach dem Loslassen beibehalten.

Ja, stimmt, ich hab mir mal ein Peco-Flexgleis zum Ausprobieren gekauft -
das verhält sich doch deutlich "biegestabiler"... (im Vergleich zum GFN-
H0-"Modellgleis", das ich damals hatte - das hätte man eindeutig als Feder
einsetzen können :-). Trotzdem hätte ich auch bei Peco & Co. noch Angst
vor dem Gefummel mit den Schienenverbindern und Schwellen drunter - und
evtl. auch vor nur wenigen Zentimeter langen Ausgleichsstücken im Bahnhof.

Aber ab dem zehnten eingebauten Flexgleis lacht man da sicher nur noch
drüber :-)

[Platzsparweichen]


> Das kommt mE stark aufs Vorbild und die gewählte Epoche an, ob Du diese
> Weichenformen vermissen wirst. Wenn Du schon einen Gleisplan im
> Hinterkopf hast, kannst ihn ja einmal mit Peco und einmal mit Kato
> planen - wenn es mit Kato so hinkommt, wie Du es Dir wünschst, ist es ja OK.

Der Gleisplan ist bisher nur recht undeutlich in meinem Hinterkopf (und
auf ein paar Bleistiftzeichnungen). Aber ich denke, die Kato-481mm-Weichen
sind schon "kurz" genug, daß man da auf vernünftiger Länge eine Bahnhofs-
weichenstraße zusammenbekommt, ohne schon im Bogen damit anfangen zu müssen.

Epoche ist IV geplant, aber ich bin nicht sooo ein fanatischer Vorbildfreak,
als daß ich mir da wegen der einen oder anderen "falschen" Weiche Sorgen
machen müßte :-)

> > (insgesamt ca. 3,60m x 2,50m).
>
> Für *einen* Nebenbahn-Bahnhof wird das reichen;)

Grmpf :-)

Nee, rauskommen soll im wesentlichen "das übliche": Zweigleisige Parade-
strecke (zusammengedrückter Hundeknochen mit Schattenbahnhof an jedem
Ende) mit ca. fünfgleisigem Bahnhof, von dem eine eingleisige Strecke
zu einem kleinen Kopfbahnhof abzweigt.

Da wir inzwischen den bisherigen Inhalt unseres Kellers auf Ebay losge-
worden sind, ist nun auch der Fußboden frei, um den mal mit Papier aus-
zulegen und einen Gleisplan im Maßstab 1:1 draufzumalen - ich glaube,
so merkt man noch am ehesten, wo man nicht "um die Kurve" kommt...

(Ein 1:5-Modell haben wir schon mal angefangen zu bauen, aber irgendwie
ist das immer noch nicht anschaulich genug.)

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 23, 2004, 4:09:07 AM4/23/04
to
Hallo Klaus,

> den Kork aus dem Baumarkt oder Tapetenmarkt, gibts von der Rolle. Moosgummi
> habe ich bei http://www.winklerschulbedarf.com/ gekauft, da gibts noch
> mehr nützliche Dinge.

Danke für den Tip - sieht dort ja ganz interessant aus. Gespeichert!

> Bogenweichen fehlen allerdings, die wären schon sinnvoll, Kreuzungen
> gibt es aber, sogar eine 90 Grad Kreuzung. Das Gleismaterial hält sich
> ziemlich an amerikanische und japanische Verhältnisse, macht mir aber
> nichts, bei mir fahren hauptsächlich AMI-Loks ;-).

Ja, die 90-Grad-Kreuzung finde ich auch bemerkenswert :-) Da muß ich mir doch
glatt mal überlegen, ob ich mir da nicht einen passenden Gleisplan drumherum
ausdenken kann :-)

> Also, Schienen mußt Du entweder über C*, kleinere Einzel- bzw. Versand-
> händler, EBAY oder bei Walthers in USA bestellen. Ich habe den größten
> Teil bei gutem Dollarkurs bei Walthers gekauft. Den Rest bei C* und EBAY.

Die C*-Preise sind allerdings nicht wirklich prickelnd, was ich da bisher
gesehen habe:
Conrad Pürner
Weiche 718mm 22,95 18,35
Weiche 481mm 31,95 25,75
Kreuzweiche 54,95 51,35
4 gerade Gleise 248mm 8,45 6,45

(Bemerkenswert finde ich da übrigens, daß der "Hosenträger", der mit der Kato-
"Kreuzweiche" gemeint ist und dort schon mit Antrieben ausgerüstet ist, bei
Peco/Pürner - ohne Antriebe! - 77,35 kosten würde.)

C* hat in meinem Fall halt den Vorteil, daß ich da notfalls mit dem Fahrrad
hinfahren kann und auch Samstagmittag noch schnell dieses eine Gleis holen
kann, ohne dem ich das ganze Wochenende nicht weiterkommen würde :-) (naja,
wenns vorrätig ist)

Reimann ist in anderen Bereichen sehr günstig und hat auch NOCH, aber da fehlen
die ganzen 78xxx-Kato-Bestellnummern. Walthers kenne ich noch nicht.

> Dann mal viel Spaß beim Bauen

Danke! Eigentlich wollte ich ja erst anfangen, wenn ich Renter bin, aber nun
hab ichs doch nicht so lange ausgehalten :-)))

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 23, 2004, 5:44:35 AM4/23/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Trotzdem hätte ich auch bei Peco & Co. noch Angst
> vor dem Gefummel mit den Schienenverbindern und Schwellen drunter - und
> evtl. auch vor nur wenigen Zentimeter langen Ausgleichsstücken im Bahnhof.

Das hast Du aber immer bei Flexgleis - oder einem ungewöhnlichen
Gleisverlauf. In meiner Spitzkehre laufen 4 Gleise aus einem 30°-Fächer
an einem Prellbock zusammen. Glaub doch bloß nicht, daß ich da die
Weichen einfach aneinanderstecken konnte: Um den (Oberflur-) Antrieb
unterzubringen, mußte ich ein ca.5cm Stück einflicken. Eine
Weichenlaterne kann ich da auch nicht einstecken, weil die ins
Lichtraumprofil des hinteren Gleises ragt.

> Aber ab dem zehnten eingebauten Flexgleis lacht man da sicher nur noch
> drüber :-)

Jein, meine ganze Rocoerfahrung hat mir bei Pecogleisen herzlich wenig
genützt, außer daß ich keine Angst vorm Schnippeln hatte

>>>(insgesamt ca. 3,60m x 2,50m).
>>Für *einen* Nebenbahn-Bahnhof wird das reichen;)

> Nee, rauskommen soll im wesentlichen "das übliche": Zweigleisige Parade-
> strecke (zusammengedrückter Hundeknochen mit Schattenbahnhof an jedem
> Ende) mit ca. fünfgleisigem Bahnhof, von dem eine eingleisige Strecke
> zu einem kleinen Kopfbahnhof abzweigt.

Autsch, das wird knapp! Rechnen wir mal mit 2m Nutzlänge, dann kommst Du
auf etwa 3m Bahnhofslänge. Und plane mehr Abstellgleise im Schatten ein,
denke dran, daß ein Durchfahrgleis freibleiben sollte - und daß die
Nebenbahn auch mind. 2 Gleise braucht.
Weiterhin ist jeder Gleiswechsel im Hundeknochen eine Kehrschleife mit
der üblichen Problematik.

> Da wir inzwischen den bisherigen Inhalt unseres Kellers auf Ebay losge-
> worden sind, ist nun auch der Fußboden frei, um den mal mit Papier aus-
> zulegen und einen Gleisplan im Maßstab 1:1 draufzumalen - ich glaube,
> so merkt man noch am ehesten, wo man nicht "um die Kurve" kommt...

Man bekommt zumindest einen Eindruck von den Proportionen. Mach Dir
vielleicht schonmal Pappmodelle von geplanten Gebäuden und zeichne
Weichenstraßen am Schreibtisch vor, sonst betrügt man sich zu leicht
selbst:-/

> (Ein 1:5-Modell haben wir schon mal angefangen zu bauen, aber irgendwie
> ist das immer noch nicht anschaulich genug.)

Hast Du kleine Kinder? Wenn nicht, leih Dir welche und suche den
nächstgelegenen Sandkasten heim, schmeiß die kleinen Racker raus und bau
ein 1:1 Sandmodell;) Das geht auch am Strand, damit bin ich meiner
Familie mal einen Urlaub lang furchtbar auf die Nerven gegangen;)

Gruß,
Martin.
--
Martins kleine Eisenbahn http://mke.gmxhome.de/index.htm

may contain nuts.

Matthias Hanft

unread,
Apr 23, 2004, 8:46:06 AM4/23/04
to
Hallo Martin,

> Das hast Du aber immer bei Flexgleis - oder einem ungewöhnlichen
> Gleisverlauf. In meiner Spitzkehre laufen 4 Gleise aus einem 30°-Fächer
> an einem Prellbock zusammen. Glaub doch bloß nicht, daß ich da die
> Weichen einfach aneinanderstecken konnte: Um den (Oberflur-) Antrieb
> unterzubringen, mußte ich ein ca.5cm Stück einflicken. Eine
> Weichenlaterne kann ich da auch nicht einstecken, weil die ins
> Lichtraumprofil des hinteren Gleises ragt.

Dann wären die Kato-Weichen (mit integriertem Antrieb) ja ideal - die kann
man wohl wirklich einfach aneinanderstecken. Auf Weichenlaternen würde ich
ggf. auch verzichten :-)

> >>>(insgesamt ca. 3,60m x 2,50m).

> Autsch, das wird knapp! Rechnen wir mal mit 2m Nutzlänge, dann kommst Du
> auf etwa 3m Bahnhofslänge. Und plane mehr Abstellgleise im Schatten ein,
> denke dran, daß ein Durchfahrgleis freibleiben sollte - und daß die
> Nebenbahn auch mind. 2 Gleise braucht.

Ähm - wir reden aber schon über N, oder? Ich hab hier einen Zug, der mit
Lok und fünf Reisezugwagen ziemlich genau 92cm lang ist - was längeres
wollte ich eigentlich eh nicht einsetzen. Daher rechne ich mit gut einem
Meter Nutzlänge (Bahnsteig), plus Weichenvorfelder (vielleicht je 50cm?).
Macht insgesamt ca. zwei Meter (mit Bogenweichen etwas weniger, aber die
gibts bei Kato ja nicht). Das hatte ich auf einem ersten 1:20-Plan schon
mal ganz gut untergebracht.

Mit Kato müßte eigentlich in jeder Bahnhofseinfahrt ein Hosenträger und
eine Weiche genügen - das wären dann zusammen exakt 496mm. Gar nicht
schlecht getippt mit dem halben Meter :-)

> Weiterhin ist jeder Gleiswechsel im Hundeknochen eine Kehrschleife mit
> der üblichen Problematik.

Logisch, aber digital eher weniger ein Problem (einfach beim Hinfahren
zum Schattenbahnhof ein zuglanges isoliertes Stück im richtigen Moment
umpolen) - da hab ich schon ein paar Ideen und Schaltpläne dafür (bzw.
es gibt ja auch fertige Module zu kaufen, wenns denn sein muß).

> Hast Du kleine Kinder? Wenn nicht, leih Dir welche und suche den
> nächstgelegenen Sandkasten heim, schmeiß die kleinen Racker raus und bau
> ein 1:1 Sandmodell;) Das geht auch am Strand, damit bin ich meiner
> Familie mal einen Urlaub lang furchtbar auf die Nerven gegangen;)

Genialer Gedanke :-)))

Vielleicht sollte ich doch mal wieder meinen Kumpel in der Nähe von
Den Haag besuchen (von dort mitm Auto zehn Minuten zum Strand, da hab
ich dann Platz bis Amsterdam :-)

Gruß Matthias.

Rudolf Lindner

unread,
Apr 23, 2004, 10:44:43 AM4/23/04
to
On Fri, 23 Apr 2004 14:46:06 +0200, Matthias Hanft <m...@hanft.de>
wrote:

Hi

,
>das wären dann zusammen exakt 496mm. Gar nicht
>schlecht getippt mit dem halben Meter :-)

Noe, hattu fein gemacht <taetschel>

Aber das hier [ , ] schenke ich dir <g>
gruss Rudi

--

FJ 1200 A - Dat Dickschiff

Martin Schilling

unread,
Apr 23, 2004, 12:09:16 PM4/23/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
[>Martin Schilling schrieb:]

> Dann wären die Kato-Weichen (mit integriertem Antrieb) ja ideal - die kann
> man wohl wirklich einfach aneinanderstecken.

Das sagst Du jetzt - probier es besser aus, bevor Du dich drauf verläßt:-/

> Auf Weichenlaternen würde ich ggf. auch verzichten :-)

Klar, im anderen Bhf lasse ich die trotz Pecoweichen weg, weil ich nicht
wirklich Lust habe, mir einen Antrieb dafür hinzufummeln.

> [MoBa-Fläche ca. 3,60m x 2,50m]


>>
>>Autsch, das wird knapp! Rechnen wir mal mit 2m Nutzlänge, dann kommst Du
>>auf etwa 3m Bahnhofslänge. Und plane mehr Abstellgleise im Schatten ein,
>>denke dran, daß ein Durchfahrgleis freibleiben sollte - und daß die
>>Nebenbahn auch mind. 2 Gleise braucht.
>
> Ähm - wir reden aber schon über N, oder?

Ja, aber wenn Du zweigleisig baust, wirst Du da ja mehr als einen GmP
über die Strecke schicken wollen.

> Ich hab hier einen Zug, der mit
> Lok und fünf Reisezugwagen ziemlich genau 92cm lang ist - was längeres
> wollte ich eigentlich eh nicht einsetzen.

Upps, warum das nicht? 92cm ist realistisch für 5 Wagen mit Lok, aber
das ist ja nur ein Kurzzug, so um die 8 Wagen solltest Du schon
einplanen. Und denk an Güterzüge. 90cm NL sind 15 Zweiachser(*), die
werden in Ep4 allerdings kaum unterwegs sein, also geschätzt 8
Vierachser - da sind ja selbst die Züge hier zum Ostuferhafen bzw.
Gemeinschaftskraftwerk in Kiel länger. Und das ist eine eingleisige
Nebenbahn mit Trapeztafeln, unbeschrankten Bahnübergängen etc.

(*) das weiß ich leider genauer, als ich es wissen will:((

> Daher rechne ich mit gut einem
> Meter Nutzlänge (Bahnsteig), plus Weichenvorfelder (vielleicht je 50cm?).
> Macht insgesamt ca. zwei Meter

Jepp, wenn Du meinst, daß Dir so wenig reicht...
Wie willst Du die Grundfläche eigentlich anordnen? U-förmig rundherum,
nur mit Platz an der Tür?

> Mit Kato müßte eigentlich in jeder Bahnhofseinfahrt ein Hosenträger und
> eine Weiche genügen - das wären dann zusammen exakt 496mm. Gar nicht
> schlecht getippt mit dem halben Meter :-)

Ja - klingt ziemlich langweilig;)

> Vielleicht sollte ich doch mal wieder meinen Kumpel in der Nähe von
> Den Haag besuchen (von dort mitm Auto zehn Minuten zum Strand, da hab
> ich dann Platz bis Amsterdam :-)

LOL, das dürfte sogar für einen 160:1-Nachbau reichen.

Matthias Hanft

unread,
Apr 23, 2004, 12:57:37 PM4/23/04
to
Martin Schilling schrieb:
>
[Kato-Weichen einfach zusammenstecken]

> Das sagst Du jetzt - probier es besser aus, bevor Du dich drauf verläßt:-/

Werde ich garantiert tun :-) Bin eh schon beim Ausprobieren diverser Gleise,
Weichen, Antriebe, Elektronik... kaufe von allen Teilen, die in Frage kommen
könnten, erst mal je ein oder zwei Stück, damit ich weiß, was ich dann später
hundertfach kaufen werde :-)

> Ja, aber wenn Du zweigleisig baust, wirst Du da ja mehr als einen GmP
> über die Strecke schicken wollen.

Äh, was ist ein GmP? Güterzug mit Puffer? :-)

[Bahnsteig<=1m]


> Upps, warum das nicht? 92cm ist realistisch für 5 Wagen mit Lok, aber
> das ist ja nur ein Kurzzug, so um die 8 Wagen solltest Du schon
> einplanen. Und denk an Güterzüge. 90cm NL sind 15 Zweiachser(*), die
> werden in Ep4 allerdings kaum unterwegs sein, also geschätzt 8
> Vierachser - da sind ja selbst die Züge hier zum Ostuferhafen bzw.
> Gemeinschaftskraftwerk in Kiel länger. Und das ist eine eingleisige
> Nebenbahn mit Trapeztafeln, unbeschrankten Bahnübergängen etc.

Jetzt machst Du mich aber ganz schön unsicher... also die Güterzüge könnte
ich ja theoretisch auch beliebig lang machen - die halten dann im (zu kurzen)
Personenbahnhof halt einfach nicht, sondern fahren über die Paradestrecke von
einem Schattenbahnhof in den anderen - oder? :-) (Ok, dann muß zumindest die
Nutzlänge des Schattenbahnhofs lang genug sein, aber da habe ich ja schließ-
lich auch mehr Platz - und darf enge Radien verwenden :-)

Personenzüge mit 8 Wagen hatte ich geistig schon abgehakt ("paßt eh nirgend-
wo rein"). Daher haben wir definiert, daß wir unseren derzeit einzigen Zug
mit fünf Wagen hübsch (und lang) genug finden :-) Aber aufgrund Deines
Artikels werden wir da vielleicht doch nochmal drüber nachdenken...

> Wie willst Du die Grundfläche eigentlich anordnen? U-förmig rundherum,
> nur mit Platz an der Tür?

Ich persönlich bin eigentlich ein Fan des Rechtecks, aber dann bräuchte
ich diese Löcher mit Deckel irgendwo mitten in der Anlage, aus denen man
"auftauchen" kann - davon hält meine Frau nix (und damit hat sie wahr-
scheinlich auch recht: es dürfte gar nicht so einfach sein, eine für
den Oberkörper groß genuge Stelle zu finden, auf der es weder Gleise
noch Straßen noch allzuviele beleuchtete Gebäude oder sonstige störende
Installationen gibt).

Momentan planen wir mit der U-Form. Angedacht war auch schon mal eine T-Form
und evtl. eine E-Form. Dafür hatten wir aber keine guten Ideen... der Raum
sieht etwa so aus:

+-----------------------------TTTTT--+
| R|
| R|
| R|
| R|
| R|
| R|
F R|
F RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR|
+------------------------------------+

(T=Tür, F=Fenster, R=Regal)

Die Bahn soll in die "linke obere Ecke", da hat man bis zur Tür ca. 3,60m
(3,80m, wenn man den Lichtschalter zubaut :-); nach vorne (damit man zwi-
schen Bahn und Regal noch durchgehen kann) sind etwa 2,50m Platz.

Zuerst hatten wir an ein "T" gedacht (B=Bahn):

+-----------------------------TTTTT--+
|BBBBBBBB R|
|BBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBB R|
|BBBBBBBB R|
F R|
F RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR|
+------------------------------------+

Dann könnte man von beiden Seiten ran und bräuchte sich nicht (bzw. nur an
der linken Wand, wo eh Gebirge ist) um einen Hintergrund kümmern. Haben wir
aber ziemlich schnell wieder verworfen, weil der schmale Schenkel nach rechts
irgendwie zu schmal ist, um anständig "rumzukommen".

Dann hatten wir kurz auch noch an ein "E" gedacht:

+-----------------------------TTTTT--+
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBB BBBBB BBBBB R|
|BBBBB BBBBB BBBBB R|
|BBBBB BBBBB BBBBB R|
F R|
F RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR|
+------------------------------------+

aber auch da sind die drei Schenkel dann ziemlich unbrauchbar schmal. Also
wirds vermutlich doch einfach ein "U":

+-----------------------------TTTTT--+
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBB BBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBB BBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBB BBBBBBBBBB R|
F R|
F RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR|
+------------------------------------+

und der "Hauptbahnhof" soll dann "rechts oben" schräg in die Ecke (mit den
Stadthäusern _dahinter_ - dann braucht man nicht so viele :-); der Berg-
Kopf-Bahnhof auf dem linken Schenkel (ganz vorne). "Hochgebirge" links
hinten in der Zimmerecke (vielleicht mit Zahnradbahn vom Kopfbahnhof aus
rauf). Industrie vielleicht rechts vorne.

Ist aber alles noch sehr im unreinen...

[Nur wenig Weichen in der Bahnhofseinfahrt]


> Ja - klingt ziemlich langweilig;)

In der Tat. Ich bin auch immer ganz hingerissen von Fotos in den Modell-
bahnkatalogen mit kunstvoll angelegten Weichenstraßen für 27 Bahnhofs-
gleise, aber sowas habe ich mir halt gleich abgeschminkt, weil ich schon
von vornherein gar nicht damit rechne, sowas unterzubringen :-(

Naja, am Wochenende tragen wir unser Test-Oval mal in den Keller runter
an die Bahnhofsposition im Maßstab 1:1 und denken mal drüber nach, wie
lang der Bahnhof denn noch werden könnte...

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 23, 2004, 2:26:16 PM4/23/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Bin eh schon beim Ausprobieren diverser Gleise,
> Weichen, Antriebe, Elektronik... kaufe von allen Teilen, die in Frage kommen
> könnten, erst mal je ein oder zwei Stück, damit ich weiß, was ich dann später
> hundertfach kaufen werde :-)

Hundertfach halte ich für übertrieben, ausprobieren dagegen nicht. Grade
auch beim Landschaftsbau, wenn Du da noch unbeleckt bist.

> Äh, was ist ein GmP? Güterzug mit Puffer? :-)

Güterzug mit Personenbeförderung, da steigen nur die Leute ein, die
viiiel Zeit haben - umgekehrt gibt es auch den PmG. Nebenbahntypischer
Unsinn^W Romantik eben, das muß Dich als Ep4-Bahner nicht wirklich
interessieren;)

>> [92cm NL zu wenig]


>
> Jetzt machst Du mich aber ganz schön unsicher... also die Güterzüge könnte
> ich ja theoretisch auch beliebig lang machen - die halten dann im (zu kurzen)
> Personenbahnhof halt einfach nicht, sondern fahren über die Paradestrecke von
> einem Schattenbahnhof in den anderen - oder? :-)

Überlege Dir zuerst, was Du mit deiner MoBa anstellen willst. _Ich_
finde Güterzüge besonders interessant, gerade Nahgüterzüge (NG), weil
ich da an jedem Bahnhof rangieren kann. Wenn es ganz dicke kommt auch
mit Frachtkarten und Fahrplan, da brauche ich schonmal 20min Echtzeit,
bevor der Zug wieder aus dem Bhf kommt - ein (langweiliger;) Personenzug
ist nach 30 Sekunden wieder weg - es sei denn, es gehen Kurswagen auf
die Nebenbahn über. Oder Die Lok muß gewechselt werden. In meiner
Spitzkehre zB muß die Lok vom Zug, ggf. gedreht und auf der anderen
Seite wieder angekuppelt werden.

Wenn man es genau nimmt, kann man auch noch zwischen Nutzlänge (NL) und
Bahnsteiglänge unterscheiden, 'in echt' ist die NL gerne doppelt so lang
wie der nackte Bahnsteig.

Wenn Du also von 5 Gleisen im Bhf schreibst - was passiert auf den
Gleisen? Wieviele davon sind mit Bahnsteig versehen, und wenn ja, warum?
Wieviel Betrieb ist denn auf der Strecke, müssen da gleichzeitig
Zugkreuzungen und Überholungen stattfinden?
Dann kommt die Ortsgüteranlage (OG) an die Reihe: Stückgutschuppen,
Rampe, Kopframpe, Freiladestraße, vielleicht mit Überladekran. Das ist
evtl. zuviel für Ep4 (ich denke in Ep2;)) aber dann sollten die Gleise
zumindest verkrautet noch vohanden sein.
Nächste Frage: Industrie? Hat deine imaginäre Region das Glück, daß die
dortigen Industriebetriebe ihre Rohstoffe per Schiene bekommen und die
fertige Ware auch per Bahn verschicken? Dann brauchst Du einen
Gleisanschluß, evtl. Aufstellgleise oder Platz im Fahrpaln für die Ganzzüge.

Du siehst, wenn man erstmal anfängt, sich damit zu beschäftigen ist es
schwierig, ein Ende zu finden;))

> Personenzüge mit 8 Wagen hatte ich geistig schon abgehakt ("paßt eh nirgend-
> wo rein"). Daher haben wir definiert, daß wir unseren derzeit einzigen Zug
> mit fünf Wagen hübsch (und lang) genug finden :-)

Schlechte Nachrichten: Es gibt tatsächlich Läden, in denen man rollendes
Material (aka Wagen) käuflich erwerben kann;) Ich habe auch mal mit
einem 3-Wagen-Zug angefangen, inzwischen sind es 44 Personenwagen, die
ich nichtmal vernünftig gleichzeitig auf die Anlage stellen kann. Dazu
nochmal gut das Doppelte an Güterwagen...

> Aber aufgrund Deines
> Artikels werden wir da vielleicht doch nochmal drüber nachdenken...

Das freut mich. Nichts ist ärgerlicher als Planungsfehler aus Ungeduld!

>>Wie willst Du die Grundfläche eigentlich anordnen?
>

> Ich persönlich bin eigentlich ein Fan des Rechtecks, aber dann bräuchte
> ich diese Löcher mit Deckel irgendwo mitten in der Anlage, aus denen man
> "auftauchen" kann - davon hält meine Frau nix

Wenn Du ein Rechteckfan bist, kannst Du ja zumindest ein geschlossenes O
in die Möglichkeiten einbeziehen und den Deckel einfach weglassen.

> [Raumplan]

2 Fragen: Warum muß das Regal im selben Raum sein - und wofür brauchst
Du den Platz in ca. 120cm Höhe? Eine MoBa ist ja relativ bescheiden in
der Höhe, rechne mal 15cm Kastenhöhe und 30cm für den Hintergrund, da
bleiben drüber und drunter noch 2m fürs Regal. Nur um Dich auf dumme
Gedanken zu bringen;))
Das U würde ich sonst liegend anordnen, ein Schenkel muß ja nicht tiefer
als 50cm sein, evtl mit Kehrenverdickung an den Enden, so hast Du mehr
Länge als wenn Du es hochkant anordnest. E und T würde ich bei dem
bißchen Platz auch nicht machen wollen.

> und der "Hauptbahnhof" soll dann "rechts oben" schräg in die Ecke (mit den
> Stadthäusern _dahinter_ - dann braucht man nicht so viele :-)

Klar, geht's anders?-))

> der Berg-
> Kopf-Bahnhof auf dem linken Schenkel (ganz vorne). "Hochgebirge" links
> hinten in der Zimmerecke (vielleicht mit Zahnradbahn vom Kopfbahnhof aus
> rauf). Industrie vielleicht rechts vorne.

Vergiß die Zahnradbahn, es sei denn, Du bildest eine touristische Ecke
DE-Land nach. Vor allem gibt es da AFAIK genau eine E-Lok in blau, die
nichtmal ein Vorbild hat. Für Romantik tu Dir lieber eine Museums-
Dampfbahn an, das kannst Du leichter ändern, wenn Du den Kitsch nicht
mehr sehen magst.

> [Nur wenig Weichen in der Bahnhofseinfahrt]
>>Ja - klingt ziemlich langweilig;)

Mißverständnis - ich meinte nicht die Anzahl der Weichen, sondern die
streng geometrische Anordnung, zudem noch stur geradeaus.

> In der Tat. Ich bin auch immer ganz hingerissen von Fotos in den Modell-
> bahnkatalogen mit kunstvoll angelegten Weichenstraßen für 27 Bahnhofs-
> gleise, aber sowas habe ich mir halt gleich abgeschminkt, weil ich schon
> von vornherein gar nicht damit rechne, sowas unterzubringen :-(

Ich habe leider kein brauchbares Foto vom fertigen "Unterlenningen" (so
ein langgestreckter Bhf ist ein recht undankbares Motiv), aber guck mal
hier: http://mke.gmxhome.de/ul/pics/mke-ul_030821.jpg
Das ist auch stur geradeaus (und wegen geistiger Umnachtung beim Bauen
auch noch parallel zur Anlagenkante!) aber die rechte Einfahrt ist mit 5
Weichen alles andere als langweilig.

Rauenstein (http://mke.gmxhome.de/rst/pics/rst_gp_020519.jpg) ist schon
deutlich größer (jaja, NL sind die beklagten 90cm) und komplexer,
trotzdem ist das nur Minitrix von der Stange, Flexgleis und eine Tüte
Phantasie.

> Naja, am Wochenende tragen wir unser Test-Oval mal in den Keller runter
> an die Bahnhofsposition im Maßstab 1:1 und denken mal drüber nach, wie
> lang der Bahnhof denn noch werden könnte...

Er kann nicht zu lang werden! ;)))

Matthias Hanft

unread,
Apr 24, 2004, 8:38:59 AM4/24/04
to
Hallo Martin,

[Vorherige Tests]


> Hundertfach halte ich für übertrieben, ausprobieren dagegen nicht. Grade
> auch beim Landschaftsbau, wenn Du da noch unbeleckt bist.

Da hab ich damals (in Kindertagen) ein bißchen was gemacht, aber diesmal
wird die Landschaft von meiner (noch unbeleckteren :-) Frau übernommen.
Da werden wir also auf jeden Fall erst mal ein bißchen herumspielen.

> Überlege Dir zuerst, was Du mit deiner MoBa anstellen willst. _Ich_
> finde Güterzüge besonders interessant, gerade Nahgüterzüge (NG), weil
> ich da an jedem Bahnhof rangieren kann. Wenn es ganz dicke kommt auch
> mit Frachtkarten und Fahrplan, da brauche ich schonmal 20min Echtzeit,
> bevor der Zug wieder aus dem Bhf kommt - ein (langweiliger;) Personenzug
> ist nach 30 Sekunden wieder weg - es sei denn, es gehen Kurswagen auf
> die Nebenbahn über. Oder Die Lok muß gewechselt werden. In meiner
> Spitzkehre zB muß die Lok vom Zug, ggf. gedreht und auf der anderen
> Seite wieder angekuppelt werden.

Ehrlich gesagt sind die Rangierbewegungen ein Thema, das ich bis jetzt
erst einmal erfolgreich verdrängt habe. Ich bin erst mal von der Parade-
strecke mit Halt (und Überholen) im Bahnhof ausgegangen, wo "viele ver-
schiedene, schöne, lange" Züge (Personen und Güter) fahren sollen (daher
waren schon immer in jedem Schattenbahnhof mindestens fünf Gleise geplant,
aber vielleicht sind die auch noch zu wenig).

Das mit dem Rangieren im Bahnhof ist sicher interessant, aber da hab ich
noch überhaupt keinen Plan, wie man das (digital und - bei Bedarf - eini-
germaßen automatisch) realisiert:
- fährt man da immer mit einem untrennbaren Zugverbund rum, oder kuppelt
man Wagen auseinander und zusammen? Oder vielleicht nicht die einzelnen
Wagen, sondern nur die Lok?
- wenn kuppeln, wo sind die sinnvollen Stellen für Entkuppler? (manuell
mit den Fingern da reinzulangen wäre ein Tabubruch für mich)
- wenn man das Fahren nicht (nur) manuell mit dem Fahrregler machen will,
sondern (auch mal) per Fahrplan auf dem PC: wo und wieviele getrennte
Rückmeldeabschnitte braucht man, damit man eine automatische saubere
"Punktlandung" zum (Ent-)Kuppeln hinlegen kann?

Über das alles muß ich glaube ich noch höchst ausgiebig hirnen...

> Wenn Du also von 5 Gleisen im Bhf schreibst - was passiert auf den
> Gleisen? Wieviele davon sind mit Bahnsteig versehen, und wenn ja, warum?
> Wieviel Betrieb ist denn auf der Strecke, müssen da gleichzeitig
> Zugkreuzungen und Überholungen stattfinden?

S.o. - ich hatte erst mal in "Personenzugdimensionen" gedacht:

+------------+
| EG |
+------------+
-------------1--------------
Nebenstrecke---/-------------2--------------\
zum Kopfbhf. / +--------------------+ \
/ | Bahnsteig | \
/ +--------------------+ \
------\----/-----------------3------------------\----/------
-------\--/------------------4-------------------\--/-------
\ +--------------------+ /
\ | Bahnsteig | /
\ +--------------------+ /
\-----------------5------------------/

Das ist natürlich ein höchst langweiliger Bahnhof, der a. sicher nicht
endgültig so bleibt und dem b. noch die Rangier- und Gütergleise fehlen.
Aber mit irgendwas muß man ja mal anfangen... :-)

Einen festen Fahrplan habe ich da natürlich noch nicht, aber Überholen
ist schon geplant, also daß was langsames auf den Gleisen 1, 2 oder 5
wartet, während auf 3 und 4 was durchfährt. Oder einen Anschluß der
Nebenbahn auf Gleis 1/2 zur Hauptbahn auf 3/4 (da kann man am PC schön
einen Fahrplan dafür programmieren, daß die passend zueinander ankommen,
warten und wieder abfahren). Irgendwie so ähnlich...

> Dann kommt die Ortsgüteranlage (OG) an die Reihe: Stückgutschuppen,
> Rampe, Kopframpe, Freiladestraße, vielleicht mit Überladekran. Das ist
> evtl. zuviel für Ep4 (ich denke in Ep2;)) aber dann sollten die Gleise
> zumindest verkrautet noch vohanden sein.

Verkrautete Gleise hatten wir zumindest am Ende des Kopfbahnhofs (zum
Bauch des Betrachters hin) geplant - dort ging es dann vor hundert Jahren
mal weiter :-)

Außerdem wollten wir eh nicht die ganze Grundplatte mit Gleisen zupfla-
stern, so daß auf der Paradestrecke auch noch Platz für einen netten
kleinen Abzweig zu einer Fabrik oder so wäre...

> Nächste Frage: Industrie? Hat deine imaginäre Region das Glück, daß die
> dortigen Industriebetriebe ihre Rohstoffe per Schiene bekommen und die
> fertige Ware auch per Bahn verschicken? Dann brauchst Du einen
> Gleisanschluß, evtl. Aufstellgleise oder Platz im Fahrpaln für die Ganzzüge.

_Irgendwas_ industrielles soll natürlich schon hin, ja. Allerdings wohl
etwas abseits vom Personenbahnhof. Wenns U-förmig wird, hätten wir da
auf dem rechten Schenkel Platz dafür (da ist auch kein Gebirge, was für
Industriegleise wohl ohnehin eher hinderlich wäre :-)

> Du siehst, wenn man erstmal anfängt, sich damit zu beschäftigen ist es
> schwierig, ein Ende zu finden;))

Ja, das haben wir auch schon bemerkt - langsam fürchte ich schon, vor lauter
Überlegungen und Planungen wird der Baubeginn nicht mehr dieses Jahr statt-
finden :-(

[Lange Züge]


> Schlechte Nachrichten: Es gibt tatsächlich Läden, in denen man rollendes
> Material (aka Wagen) käuflich erwerben kann;) Ich habe auch mal mit
> einem 3-Wagen-Zug angefangen, inzwischen sind es 44 Personenwagen, die
> ich nichtmal vernünftig gleichzeitig auf die Anlage stellen kann. Dazu
> nochmal gut das Doppelte an Güterwagen...

Aber Deine 44 Personenwagen sind nicht im gleichen Zug, oder? Irgendwann
macht ja dann wohl auch die Lok einmal schlapp. Wieviele Reisezugwagen
kann man einer "normalen" N-Lok denn überhaupt so üblicherweise zumuten
(vorausgesetzt, man hält sich an maximal 3% Steigung)?

[Nachdenkung über längere Züge]


> Das freut mich. Nichts ist ärgerlicher als Planungsfehler aus Ungeduld!

Och, keine Sorge - wir machen jetzt seit ca. Weihnachten dran rum, und bisher
ist erst mal ein Testoval mit besagtem fünfwagigen Zug entstanden, dazu ein
paar Digitalbausteine, um zu sehen, wie das mit der Weichen- und Signalsteue-
rung und Rückmeldung und PC-Steuerung so funktioniert. Ein Arbeitskollege hat
mir mit Bleistift mal einen ungefähren Gleisplan skizziert, meine Frau hat
mit dem 1:5-Modell angefangen, und in den letzten Wochen haben wir den Keller
ausgeräumt. Der nächste Schritt ist dann ein grober 1:1-Plan auf dem Fußboden...

> Wenn Du ein Rechteckfan bist, kannst Du ja zumindest ein geschlossenes O
> in die Möglichkeiten einbeziehen und den Deckel einfach weglassen.

Wäre auch eine Idee. Aber sieht das "Loch" dann nicht etwas sonderbar aus?
(Außer natürlich, man verwendet das ganze Zimmer dafür und macht das O
"immer an der Wand lang".)

> 2 Fragen: Warum muß das Regal im selben Raum sein - und wofür brauchst
> Du den Platz in ca. 120cm Höhe? Eine MoBa ist ja relativ bescheiden in
> der Höhe, rechne mal 15cm Kastenhöhe und 30cm für den Hintergrund, da
> bleiben drüber und drunter noch 2m fürs Regal. Nur um Dich auf dumme
> Gedanken zu bringen;))

Das Regal steht im Keller, weil es ein Keller ist :-) Im Ernst, da befinden
sich halt die "üblichen Kellersachen" drin, die man halt in Kellern gewöhn-
lich so hat (Oster- und Christbaumschmuck, alte Bücher, leere Kartons,
Schlittschuhe, Werkzeug usw. usf.). Ich glaub nicht, daß wir das alles
anderswo noch reinquetschen können. Einen Teil vielleicht, ja, aber alles
ratzeputz ausräumen - das wird wohl eher nicht funktionieren...

Aber ein Regal über bzw. unter die MoBa stelle ich mir höchst unpraktisch
vor - an das drüber kommt man nicht ran (außerdem müßte das dann mit
dem MoBa-Hintergrund beklebt werden :-), und für das drunter müßte man
dann immer unter die MoBa krabbeln?! Nun gut, wir werden die Zimmerein-
richtung nochmals einer eingehenden Prüfung unterziehen :-) (Gerade meint
meine Frau, die Komplettentfernung des Regals hätte sie mir schließlich
schon immer vorgeschlagen...?! :-)

BTW, wie würdest Du ein Aufputz-Abflußrohr (ca. 15cm Durchmesser) in die
MoBa-Landschaft integrieren? :-)

> Das U würde ich sonst liegend anordnen, ein Schenkel muß ja nicht tiefer
> als 50cm sein, evtl mit Kehrenverdickung an den Enden, so hast Du mehr
> Länge als wenn Du es hochkant anordnest. E und T würde ich bei dem
> bißchen Platz auch nicht machen wollen.

Hm, liegendes U mit Kehrenverdickung? Klingt auch höchst interessant...
da hätte man wohl mehr Platz als beim bisher geplanten U. Ich glaube,
da müssen wir doch nochmal ausgiebiger über die Grundform nachdenken...

> Vergiß die Zahnradbahn, es sei denn, Du bildest eine touristische Ecke
> DE-Land nach. Vor allem gibt es da AFAIK genau eine E-Lok in blau, die
> nichtmal ein Vorbild hat. Für Romantik tu Dir lieber eine Museums-
> Dampfbahn an, das kannst Du leichter ändern, wenn Du den Kitsch nicht
> mehr sehen magst.

Gute Idee :-) Das mit der Zahnradbahn hatte ich eigentlich auch nur wegen
der möglicherweise heftigen Steigung in Betracht gezogen. Ganz glücklich
war ich damit aber eh nicht (a. gibts die nur analog, und b. erfordert
die Oberleitung). Aber vermutlich kriegt man auch mit einer Museums-
Dampfbahn mehr als 3% Steigung zusammen, wenn die nur wenige Wagen
ziehen muß (_da_ sind die Züge doch nicht _sooo_ lang, oder?).

> Ich habe leider kein brauchbares Foto vom fertigen "Unterlenningen" (so
> ein langgestreckter Bhf ist ein recht undankbares Motiv), aber guck mal
> hier: http://mke.gmxhome.de/ul/pics/mke-ul_030821.jpg
> Das ist auch stur geradeaus (und wegen geistiger Umnachtung beim Bauen
> auch noch parallel zur Anlagenkante!) aber die rechte Einfahrt ist mit 5
> Weichen alles andere als langweilig.

In der Tat :-) Was ist das, was da von rechts herkommt? Zweigleisige Haupt-
strecke mit großem Gleisabstand, oder zwei (drei?) eingleisige Strecken zum
Kreuzen/Abzweigen?

> Rauenstein (http://mke.gmxhome.de/rst/pics/rst_gp_020519.jpg) ist schon
> deutlich größer (jaja, NL sind die beklagten 90cm) und komplexer,
> trotzdem ist das nur Minitrix von der Stange, Flexgleis und eine Tüte
> Phantasie.

Sieht gut aus :-) Würde ich allerdings aus mehreren Gründen eher _nicht_
so bauen wollen:
- an Bahnsteigselbstbau traue ich mich nicht ran, also muß es ein Bausatz
sein, aber da gibts AFAIK nix kurviges
- von Kato gibts gar keine Doppelkreuzweichen
- vom Einbau einer Drehscheibe habe ich mich auch schon verabschiedet (a.
Epoche IV und b. braucht viel Platz, den man anders sinnvoll nutzen kann)

[Bahnhof]


> Er kann nicht zu lang werden! ;)))

Ach was :-)))

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 24, 2004, 12:27:07 PM4/24/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Da hab ich damals (in Kindertagen) ein bißchen was gemacht, aber diesmal
> wird die Landschaft von meiner (noch unbeleckteren :-) Frau übernommen.
> Da werden wir also auf jeden Fall erst mal ein bißchen herumspielen.

Spielen? In der Nähe der Modellbahn? Aaargh! Ein Ketzer!!!!! ;)

> Ehrlich gesagt sind die Rangierbewegungen ein Thema, das ich bis jetzt
> erst einmal erfolgreich verdrängt habe.

Das hatte ich befürchtet.

> Ich bin erst mal von der Parade-
> strecke mit Halt (und Überholen) im Bahnhof ausgegangen, wo "viele ver-
> schiedene, schöne, lange" Züge (Personen und Güter) fahren sollen (daher
> waren schon immer in jedem Schattenbahnhof mindestens fünf Gleise geplant,
> aber vielleicht sind die auch noch zu wenig).

Wenn das eher eine Zuguck-Anlage sein soll, dann ist das viel zu wenig.
PePa hat 2x16 Gleise und schimpft über Platzmangel.

> Das mit dem Rangieren im Bahnhof ist sicher interessant, aber da hab ich
> noch überhaupt keinen Plan, wie man das (digital und - bei Bedarf - eini-
> germaßen automatisch) realisiert:

Rangieren ist immer eine Sache, die Du per Hand machst.

> - fährt man da immer mit einem untrennbaren Zugverbund rum, oder kuppelt
> man Wagen auseinander und zusammen? Oder vielleicht nicht die einzelnen
> Wagen, sondern nur die Lok?

Einzelne Wagen. Stell Dir einen Zug vor, der in "Rauenstein" ankommt. Da
sind fürs BW 2 Kohlenwagen und ein Klappdeckelwagen für die Schlacke.
Ein Stückgutwagen, ein Rungenwagen mit Brettern für die neue Scheune von
Bauer Piepenbrink, Bleche für Carl Eysenbarths Maschinenfabrik. Das sind
schonmal 5 Wagen die auf 4 verschiedene Glesie rangiert werden wollen.
Nebenbei stehen überall noch Wagen vom letzten Güterzug rum, mit Glück
sind die schon entladen und werden an den übriggebliebenen Wagenstamm
angehängt.
Guck mal bei http://www.fremo.org ,was die alles für Schweinkram mit
Güterwagen machen. Matthias König hat mal eine Liste zusammengestellt,
was seine Fabriken so in der Woche für Wagen brauchen, das ist schon
beeindruckend.

> - wenn kuppeln, wo sind die sinnvollen Stellen für Entkuppler? (manuell
> mit den Fingern da reinzulangen wäre ein Tabubruch für mich)

Ich mache es mit einem selbstgebogenen Entkiupplungshaken, ähnlich dem
fiesen Zahnarzt-Haken. "In Echt" wird ja auch per Hand entkuppelt, das
hat den großen Vorteil, daß ich punktgenau da kuppeln kann, wo ich den
Wagen stehen haben will, und nicht irgendwo, wo ich bei der Planung der
Meinung war, daß dort ein Entkuppler sinnvoll wäre.

> - wenn man das Fahren nicht (nur) manuell mit dem Fahrregler machen will,
> sondern (auch mal) per Fahrplan auf dem PC: wo und wieviele getrennte
> Rückmeldeabschnitte braucht man, damit man eine automatische saubere
> "Punktlandung" zum (Ent-)Kuppeln hinlegen kann?

Das klingt digital, da hab ich keine Ahnung von!

>>Wenn Du also von 5 Gleisen im Bhf schreibst - was passiert auf den
>>Gleisen? Wieviele davon sind mit Bahnsteig versehen, und wenn ja, warum?
>

> S.o. - ich hatte erst mal in "Personenzugdimensionen" gedacht:
>
> +------------+
> | EG |
> +------------+
> -------------1--------------
> Nebenstrecke---/-------------2--------------\
> zum Kopfbhf. / +--------------------+ \
> / | Bahnsteig | \
> / +--------------------+ \
> ------\----/-----------------3------------------\----/------
> -------\--/------------------4-------------------\--/-------
> \ +--------------------+ /
> \ | Bahnsteig | /
> \ +--------------------+ /
> \-----------------5------------------/
>
> Das ist natürlich ein höchst langweiliger Bahnhof, der a. sicher nicht
> endgültig so bleibt und dem b. noch die Rangier- und Gütergleise fehlen.

Als Nebenbahner kann ich da wenig zu sagen, außer daß Du bei so vielen
Gleisen wirklich alles an Nutzlänge hernehmen solltest, was Du kriegen
kannst. Beidseitig des Bahnhofs doppelte Gleiswechsel einzubauen halte
ich für Overkill, das tut doch gar nicht Not!

> Aber mit irgendwas muß man ja mal anfangen... :-)

Ja, am besten nimmst Du dir einen Vorbildplan her und guckst, was Du
daran anpassen mußt, damit der zu deinen Vorstellungen paßt.

> Einen festen Fahrplan habe ich da natürlich noch nicht, aber Überholen
> ist schon geplant, also daß was langsames auf den Gleisen 1, 2 oder 5
> wartet, während auf 3 und 4 was durchfährt.

Wenn das ein "oder" steht, brauchst Du nur eines von diesen drei
Gleisen! Denk dran, daß Weichen und die Fahrstraßen teuer Geld kosten,
die wird sich keine Bahngesellschaft einfach so in die Landschaft legen,
weil die so schick aussehen;)

> Oder einen Anschluß der
> Nebenbahn auf Gleis 1/2 zur Hauptbahn auf 3/4 (da kann man am PC schön
> einen Fahrplan dafür programmieren, daß die passend zueinander ankommen,
> warten und wieder abfahren)

Ooch, da brauch ich keinen PC zu, das geht auch auf einen Blatt Papier.

> Verkrautete Gleise hatten wir zumindest am Ende des Kopfbahnhofs (zum
> Bauch des Betrachters hin) geplant - dort ging es dann vor hundert Jahren
> mal weiter :-)

Schöner Gedanke - aber dann sollten die Gleise abgebaut sein und nur
noch zB ein alter Brückenkopf einer wegen Baufälligkeit längst
abgerissenen Brücke unmotiviert in der Landschaft rumstehen.

> Außerdem wollten wir eh nicht die ganze Grundplatte mit Gleisen zupfla-
> stern, so daß auf der Paradestrecke auch noch Platz für einen netten
> kleinen Abzweig zu einer Fabrik oder so wäre...

Klar, aber ein Bahnhof braucht schonmal unmengen an Platz.

> Ja, das haben wir auch schon bemerkt - langsam fürchte ich schon, vor lauter
> Überlegungen und Planungen wird der Baubeginn nicht mehr dieses Jahr statt-
> finden :-(

Davon würde ich mal ausgehen. Vielleicht baust Du zwischendurch als
Fingerübung ein Diorama mit Weiche, da kannst Du Schottern, Felsen
bauen, Digitalsteuerung ausprobieren, mal einen Meter fahren - und
kannst nebenbei in aller Ruhe weiterplanen.

> [Lange Züge]


> Aber Deine 44 Personenwagen sind nicht im gleichen Zug, oder?

Nein, wie schon geschrieben ist die Nutzlänge auf 90cm begrenzt.

> Irgendwann
> macht ja dann wohl auch die Lok einmal schlapp. Wieviele Reisezugwagen
> kann man einer "normalen" N-Lok denn überhaupt so üblicherweise zumuten
> (vorausgesetzt, man hält sich an maximal 3% Steigung)?

In N empfehlen wir[tm] in drmb 2% einzuhalten. Die tatsächlich machbare
Zuglänge hängt auch von Kleinigkeiten wie Beleuchtung und Anzahl der
Achsen ab, es gibt einerseits ausgesprochene Leichtläufer, andererseits
auch Ganzmetallwagen (zB der 6achsige SSyms Köln von Minitrix). Mit
"normalen" Wagen sind 2m lange Züge kein Problem.

>>Das freut mich. Nichts ist ärgerlicher als Planungsfehler aus Ungeduld!
>
> Och, keine Sorge - wir machen jetzt seit ca. Weihnachten dran rum,

Da Du das Jahr nicht dazuschreibst, darf ich mal von Weihnachten 2001
ausgehen? Das wäre ein realistischer Zeitraum.

> und bisher
> ist erst mal ein Testoval mit besagtem fünfwagigen Zug entstanden,

Fünf Wagen. Laß mich raten: Packwagen, Postwagen, 1 A4ü, 1 WR, 2C4ü -
hoppla, das sind schon 6 - also PwPost4ü (rate mal, warum ich bei GFN's
Ankündigung des PwPost4ü28 so laut Hurra! geschrieben hab! ;) - und wenn
da jetzt Sonnabends noch ein ABC4ü als Kurswagen dransoll, hab ich mit
meinen 90cm NL ein ernsthaftes Problem.

> Wäre auch eine Idee. Aber sieht das "Loch" dann nicht etwas sonderbar aus?
> (Außer natürlich, man verwendet das ganze Zimmer dafür und macht das O
> "immer an der Wand lang".)

Das Loch sieht nicht komischer aus als eine Bahn, die im Kreis herumführt...

> Das Regal steht im Keller, weil es ein Keller ist :-)

Du hast nur diesen einen Kellerraum?

> Aber ein Regal über bzw. unter die MoBa stelle ich mir höchst unpraktisch
> vor - an das drüber kommt man nicht ran (außerdem müßte das dann mit
> dem MoBa-Hintergrund beklebt werden :-), und für das drunter müßte man
> dann immer unter die MoBa krabbeln?!

Naja, ich habe nur 2 Schränke unter der MoBa sowie ein paar
Schraubenmagazine und eine Vitrine über der MoBa. Wenn ich das alles
irgendwo außerhalb lagern müßte, hätte ich ernsthaft Probleme, und das
ist nur MoBa-Kram.

> (Gerade meint
> meine Frau, die Komplettentfernung des Regals hätte sie mir schließlich
> schon immer vorgeschlagen...?! :-)

Schön, wenigstens eine, die mitdenkt *duck*

> BTW, wie würdest Du ein Aufputz-Abflußrohr (ca. 15cm Durchmesser) in die
> MoBa-Landschaft integrieren? :-)

In einer Ecke? Stück Sperrholz davor, schön rundgebogen, Himmelblau
angemalt, "baßt scho!"

> Hm, liegendes U mit Kehrenverdickung? Klingt auch höchst interessant...
> da hätte man wohl mehr Platz als beim bisher geplanten U. Ich glaube,
> da müssen wir doch nochmal ausgiebiger über die Grundform nachdenken...

Das mach mal. Vergiß dabei das Fenster nicht, das ist eine potentielle
Dreckquelle, die besonders gesichert sein muß - und wenn die Arme nicht
2 Meter lang sind, muß die MoBa an der Stelle schmaler werden!

> Gute Idee :-) Das mit der Zahnradbahn hatte ich eigentlich auch nur wegen
> der möglicherweise heftigen Steigung in Betracht gezogen.

Wenn Du hoch hinaus willst, kannst Du dich ja auch mehr oder weniger
offensichtlich um einen Berg hinaufwinden.

> Ganz glücklich
> war ich damit aber eh nicht (a. gibts die nur analog, und b. erfordert
> die Oberleitung). Aber vermutlich kriegt man auch mit einer Museums-
> Dampfbahn mehr als 3% Steigung zusammen, wenn die nur wenige Wagen
> ziehen muß (_da_ sind die Züge doch nicht _sooo_ lang, oder?).

Naja, dafür sind die Radien meist fies klein, die 3% (besser 2%) gelten
für die Gerade, je kleiner die Kurve, desto doller klemmt es. Frag mal
google, das haben wir hier schon öfters kontrovers diskutiert.

>>[Unterlenningen]


>
> In der Tat :-) Was ist das, was da von rechts herkommt? Zweigleisige Haupt-
> strecke mit großem Gleisabstand, oder zwei (drei?) eingleisige Strecken zum
> Kreuzen/Abzweigen?

eine eingleisige Strecken und ein Fabrikanschluß. Guckst Du hier:
http://mke.gmxhome.de/thema.htm#skizze

>>[Rauenstein]


>
> Sieht gut aus :-) Würde ich allerdings aus mehreren Gründen eher _nicht_
> so bauen wollen:
> - an Bahnsteigselbstbau traue ich mich nicht ran, also muß es ein Bausatz
> sein, aber da gibts AFAIK nix kurviges

Das ist grau angemaltes Balsaholz, keine große Kunst.

> - von Kato gibts gar keine Doppelkreuzweichen

Ein Grund, Pecogleise zu verbauen;)

> - vom Einbau einer Drehscheibe habe ich mich auch schon verabschiedet (a.
> Epoche IV und b. braucht viel Platz, den man anders sinnvoll nutzen kann)

Klar, aber da bei mir ausschließlich Dampfloks verkehren (Epoche 2 eben)
muß für die Schlepptenderloks auch eine Drehscheibe vorhanden sein.
_Geplant_ war das auch nicht, ich wollte nur eine kleine Nebenbahn mit
Tenderloks, aber "das kommte sich so"

Gruß aus der Stadt des frischgebackenen EHF-Pokalsiegers,

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 24, 2004, 1:56:35 PM4/24/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

> Ehrlich gesagt sind die Rangierbewegungen ein Thema, das ich bis
> jetzt erst einmal erfolgreich verdrängt habe.

Das ist schade, weil man heute besser als annodazumal kuppeln und
entkuppeln, folglich auch rangieren kann.

> Das mit dem Rangieren im Bahnhof ist sicher interessant, aber da
> hab ich noch überhaupt keinen Plan, wie man das (digital und -
> bei Bedarf - eini- germaßen automatisch) realisiert:
> - fährt man da immer mit einem untrennbaren Zugverbund rum,

Das wäre kein Rangieren, sondern Herumfahren.

> oder kuppelt man Wagen auseinander und zusammen?

Genau.

> Oder vielleicht nicht die einzelnen Wagen, sondern nur die Lok?

Auch das, etwa wenn ein Ganzzug auf das Gebiet einer anderen
Eisenbahnverwaltung übergeht. Dampfloks wurden auch häufiger
gewechselt, weil die einfach viel häufiger "Service" brauchten.
Heute wechselt bei einem Langlauf eher der Lokführer als die Lok.

> - wenn kuppeln, wo sind die sinnvollen Stellen für Entkuppler?

Entkuppler sind überall dort unterzubringen, wo ein oder mehrere
Wagen ausgesetzt werden oder Lokomotiven wechseln. Auch Mehrfach-
traktionen kann man mit einem Entkuppler zerlegen.
Entkuppler brauchen gerade Gleise, aber auch das automatische
Kuppeln funktioniert nur auf der Geraden, jedenfalls nicht in den
Kurven der handelsüblichen Radien. Vielleicht funktionieren aber
sehr große, durch Flexgleise realisierte Radien. Der Entkuppler muß
so weit von der Kurve entfernt werden, daß auch der längste Wagen
bzw. die längste Lokomotive noch das (Ent)kuppeln in Richtung
geradem Gleisstück gestattet.

Ein ein Bahnhof setzt sich aus einem Weichenvorfeld an jeder
Einfahrt und den Gleisen dazwischen zusammen. Es empfiehlt sich,
sowohl am Anfang und am Ende der Gleise dazwischen einen Entkuppler
zu platzieren:

Strecke Durchfahrt Strecke
<-----------°--------------------------°------------------>
\ Ausweichgleis /
\-°----------------------°-/----------------| A
\
\-°---------------------------------------| B
Weichenvorfeld Weichenvorfeld

Die Kringel symbolisieren Entkuppler. In Durchfahrts- und
Ausweichgleis nur einen Entkuppler mittig zu platzieren, reicht
meiner Erfahrung nach nicht aus, es sei denn, die zu behandelnden
Züge sind im Verhältnis zur Bahnhofslänge sehr kurz. In der Regel
ist allerdings das Gegenteil der Fall.

Das Stumpfgleis A benötigt keinen eigenen Entkuppler, da man ohne
Einbuße den kurz vor der Einfahrtsweiche dieses Stumpfgleises im
Ausweichgleis liegenden Entkuppler nutzen kann, sofern das
Kupplungssystem nach dem Entkuppeln ein Zurückdrücken der
entkuppelten Wagen erlaubt (Vorentkuppeln). In diesem Falle kann es
auch sinnvoll sein, Entkuppler bereits in das Weichenvorfeld zu
integrieren, um größere Zuglängen zu erreichen, aber dazu müßte ich
jetzt einen deutlich komplizierteren Bahnhof zeichnen. ;-)
Stumpfgleis B muß dagegen in jedem Falle mit einem eigenen
Entkuppler ausgerüstet werden, weil es mit einer Kurve, nämlich der
Gegenkurve seiner Einfahrtsweiche beginnt.

Eine Lokomotive, die selbst entkuppeln kann (wie etwa die Märklin
Telex-Kupplung), ersetzt Entkuppler nur teilweise, weil sie
natürlich nur vom ganzen Zug getrennt werden kann. Für Zugteilungen
oder dem Aussetzen einzelner Wagen kann auf Entkuppler nicht
verzichtet werden.

> (manuell mit den Fingern da reinzulangen wäre ein Tabubruch für
> mich)

Das ist bei einer Kurzkupplungskulisse, z.T. aber auch bei manchen
Kupplungstypen (etwa der Fleischmann-Profikupplung für H0) gar
nicht mehr möglich.

> - wenn man das Fahren nicht (nur) manuell mit dem Fahrregler
> machen will, sondern (auch mal) per Fahrplan auf dem PC: wo und
> wieviele getrennte Rückmeldeabschnitte braucht man, damit man
> eine automatische saubere "Punktlandung" zum (Ent-)Kuppeln
> hinlegen kann?

Die für die Sicherung empfehlenswerten per Stromfühler versorgten
Gleisabschnitte eignen sich vermutlich nicht für diesen Zweck, da
die Kupplungen bei den Lokomotiven verschiedene Lagen zum ersten
Radsatz haben. Neuere Modelle haben eine Kurzkupplungskulisse,
ältere nicht, und dann wären da noch die Radsätze mit wenigstens
einem Haftreifen, so daß sich selbst bei einer symmetrischen
Lokomotive bei jeder Fahrtrichtung ein unerschiedliches Verhalten
ergibt. Du wirst wohl mit Infrarot-Reflexlichtschranken experi-
mentieren müssen, die auf den Kupplungskopf reagieren. Wegen dem
unterschiedlichen Auslaufverhalten der Loks müßtest Du höchst-
wahrscheinlich sogar in jeder Fahrtrichtung mit zweien arbeiten,
zumal der Auslauf ja auch vom Zug hinter der Lok abhängt.

CU
--
Lars P. Wolschner lars.wo...@nexgo.de
Bernardstraße 11b lars.wo...@nikocity.de
D-63067 Offenbach am Main
Fon & Fax: +49 69 80068670 Mobil: +49 163 8122462 (eplus)

Martin Schilling

unread,
Apr 24, 2004, 3:40:24 PM4/24/04
to
Moin,

Lars P. Wolschner wrote:
> Matthias Hanft <m...@hanft.de>:
>>Ehrlich gesagt sind die Rangierbewegungen ein Thema, das ich bis
>>jetzt erst einmal erfolgreich verdrängt habe.
> Das ist schade, weil man heute besser als annodazumal kuppeln und
> entkuppeln, folglich auch rangieren kann.

Hmmmja, an den Kupplungen hat sich in den letzten 30 Jahren nicht
allzuviel getan. Das Gros der Fahrzeuge hat zwar inzwischen einen
Normschacht, in dem dann doch die Normkupplung drinsteckt. Die GFN-KK
oder Hammerschmid sind mE Insellösungen, da immer alle Fahrzeuge
umgerüstet werden müssen.

> Entkuppler brauchen gerade Gleise, aber auch das automatische
> Kuppeln funktioniert nur auf der Geraden, jedenfalls nicht in den
> Kurven der handelsüblichen Radien. Vielleicht funktionieren aber
> sehr große, durch Flexgleise realisierte Radien.

Wir hatten hier mal über Radien jenseits vom 2m schwadroniert, ich kann
mich aber nicht dran erinnern, dass hier mal eine Rückmeldung dazu kam.

> Das Stumpfgleis A benötigt keinen eigenen Entkuppler, da man ohne
> Einbuße den kurz vor der Einfahrtsweiche dieses Stumpfgleises im
> Ausweichgleis liegenden Entkuppler nutzen kann, sofern das
> Kupplungssystem nach dem Entkuppeln ein Zurückdrücken der
> entkuppelten Wagen erlaubt (Vorentkuppeln).

Das geht ausschließlich(*) mit der Fleischmann-Kurzkupplung, weder die
Normkupplung noch Hammerschmid haben eine Vorentkuppelmöglichkeit.
Weshalb ich händisch da entkuppel, wo ich es brauche, die Normkupplung
ist wirklich einfach zu trennen.

(*) Die Schiffer/Emmermann Magnetfeldkupplung erwähne ich bewußt nicht.

> Eine Lokomotive, die selbst entkuppeln kann (wie etwa die Märklin
> Telex-Kupplung)

Arnold-Simplex, die wird man aber allenfalls noch bei eBay kriegen.
Digital entkuppelbare Loks sind mir nicht bekannt - aber das mag dran
liegen, dass ich Analogfahrer bin und digitale Neuerungen kaum verfolge.

> Das ist bei einer Kurzkupplungskulisse, z.T. aber auch bei manchen
> Kupplungstypen (etwa der Fleischmann-Profikupplung für H0) gar
> nicht mehr möglich.

sowohl bei der Normkupplung wie auch bei der GFN-KK kann man den Wagen
nach oben rausnehmen und 1cm daneben wieder eingleisen - das geht bei
2achsern manchmal schneller als das Suchen nach dem Haken und Fummeln im
Dunkeln;)

N-spuriger Gruß,
martiN.
--
may contain nuts.

Kai Eichstaedt

unread,
Apr 24, 2004, 5:51:30 PM4/24/04
to
Moin,

Matthias Hanft schrieb:


>
>> Du siehst, wenn man erstmal anfängt, sich damit zu beschäftigen ist es
>> schwierig, ein Ende zu finden;))
>
>Ja, das haben wir auch schon bemerkt - langsam fürchte ich schon, vor lauter
>Überlegungen und Planungen wird der Baubeginn nicht mehr dieses Jahr statt-
>finden :-(
>

da fällt mir wieder Murpy's Gesetz der FdE Burscheid ein:
http://www.neunelf.de/fde/murphy.html, insbesondere Wolfgangs
Planungsregel mit Ergänzung :-)

Gruß
Kai
--
Unsere Vereinsseite : http://www.mec-tarp.de
Mein Fehmarn-Projekt: http://www.fehmarnbahn.privat.t-online.de/fehmarn/fehmarnp.htm

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 24, 2004, 8:09:26 PM4/24/04
to
Hallo Matthias.

Matthias Hanft wrote:
> Martin Schilling schrieb:
>

> ...

>
> > Wenn Du ein Rechteckfan bist, kannst Du ja zumindest ein
> > geschlossenes O in die Möglichkeiten einbeziehen und den Deckel
> > einfach weglassen.
>
> Wäre auch eine Idee. Aber sieht das "Loch" dann nicht etwas
> sonderbar aus? (Außer natürlich, man verwendet das ganze Zimmer
> dafür und macht das O "immer an der Wand lang".)

Das ist es, was ich immer gerne vorschlage.

Vorteile sind:
- Geringere Anlagentiefe, da man/frau ja niemals zurück muss.
Dadurch kann man/frau auch ein Regal unter der Anlage plazieren.
Bauen, ändern und Problembeseitigung werden einfacher.
- Optisch weitläufig, da man/frau die Anlage nicht auf einem
Blick übersehen kann.
- Großzügige Radien können ohne Probleme verwendet werden.
- Man/frau kann in Etappen bauen und gestalten.
Je nach lust und Laune mal bauen, gestalten, Betrieb machen.
Die einzelnen Etappen führen schneller zu einem Erfolgserlebnis.
- Segment-/Modul-Bauweise bietet sich an, so dass ggfs. einzelne
Teile ausgetauscht oder neu gestaltet werden können.

Nachteil ist der Zugang.
Für die Tür muss eine Lösung z.B. durch ein herausnehmbares
Teilstück gefunden werden.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 25, 2004, 3:41:19 AM4/25/04
to
Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:

> Lars P. Wolschner wrote:

>> Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

>>> Ehrlich gesagt sind die Rangierbewegungen ein Thema, das ich
>>> bis jetzt erst einmal erfolgreich verdrängt habe.
>>
>> Das ist schade, weil man heute besser als annodazumal kuppeln
>> und entkuppeln, folglich auch rangieren kann.
>
> Hmmmja, an den Kupplungen hat sich in den letzten 30 Jahren
> nicht allzuviel getan. Das Gros der Fahrzeuge hat zwar
> inzwischen einen Normschacht, in dem dann doch die Normkupplung
> drinsteckt. Die GFN-KK oder Hammerschmid sind mE Insellösungen,
> da immer alle Fahrzeuge umgerüstet werden müssen.

Haben Märklin und Roco denn (in H0 und N) eine genormte Kupplung
und sind demzufolge wechselseitig kompatibel?

Ich denke mal, daß das Rangieren eine solche Umrüstung wert ist;
zumal mehr Entkuppler auch viel Geld kosten, besonders wenn sie
noch digital angesteuert werden müssen. Das kommt natürlich auf den
Einzelfall an; wer bereits Hunderte von Fahrzeugen besitzt, hat
natürlich ein Problem. Wer aber neu anfängt oder nur wenige
Fahrzeuge hat, sollte zur besseren Lösung greifen. Ich kenne
allerdings nur die Profikupplung für H0.

>> Das Stumpfgleis A benötigt keinen eigenen Entkuppler, da man
>> ohne Einbuße den kurz vor der Einfahrtsweiche dieses
>> Stumpfgleises im Ausweichgleis liegenden Entkuppler nutzen
>> kann, sofern das Kupplungssystem nach dem Entkuppeln ein
>> Zurückdrücken der entkuppelten Wagen erlaubt (Vorentkuppeln).
>
> Das geht ausschließlich(*) mit der Fleischmann-Kurzkupplung,
> weder die Normkupplung noch Hammerschmid haben eine
> Vorentkuppelmöglichkeit. Weshalb ich händisch da entkuppel, wo
> ich es brauche, die Normkupplung ist wirklich einfach zu
> trennen.
>
> (*) Die Schiffer/Emmermann Magnetfeldkupplung erwähne ich bewußt
> nicht.

http://home.t-online.de/home/finescale.n/mfk1.htm

Das ist eine rein manuell zu bedienende Kupplung. Das starke
Magnetfeld stört bei allen magnetischen Bestandteilen eines
Fahrzeuges und es fragt sich, wie sich die im Laufe der Zeit
unvermeidliche Magnetisierung der Kupplungshaken auf den Vorgang
auswirkt. Bei kurzen Wagen könnte schwierig sein, nur die Kupplung
einer Wagenseite zu beeinflussen.

>> Eine Lokomotive, die selbst entkuppeln kann (wie etwa die
>> Märklin Telex-Kupplung)
>
> Arnold-Simplex, die wird man aber allenfalls noch bei eBay
> kriegen. Digital entkuppelbare Loks sind mir nicht bekannt -
> aber das mag dran liegen, dass ich Analogfahrer bin und digitale
> Neuerungen kaum verfolge.

Märklin liefert etwa eine digitale V60 in H0 mit Telex-Kupplung.

>> Das ist bei einer Kurzkupplungskulisse, z.T. aber auch bei
>> manchen Kupplungstypen (etwa der Fleischmann-Profikupplung für
>> H0) gar nicht mehr möglich.
>
> sowohl bei der Normkupplung wie auch bei der GFN-KK kann man den
> Wagen nach oben rausnehmen und 1cm daneben wieder eingleisen -
> das geht bei 2achsern manchmal schneller als das Suchen nach dem
> Haken und Fummeln im Dunkeln;)

Das ist aber nur bei einer kleinen Anlage eine Lösung, bei der der
Bahnhof in Armreichweite liegt und keine Oberleitung hat. Ich
rangiere ohne jeden manuellen Eingriff in das Geschehen, fahre
allerdings auch H0.

Matthias Hanft

unread,
Apr 25, 2004, 3:53:28 AM4/25/04
to
Hallo Martin,

> Wenn das eher eine Zuguck-Anlage sein soll, dann ist das viel zu wenig.
> PePa hat 2x16 Gleise und schimpft über Platzmangel.

Naja, gibts denn jemanden auf dieser Welt, der _nicht_ über Platzmangel
schimpft? :-) (Außer http://www.modellfrey.net vielleicht :-)

> Rangieren ist immer eine Sache, die Du per Hand machst.

Es _gibt_ Digital- und PC-Freaks, die sogar das Ab- und Ankuppeln programm-
gesteuert hinkriegen. Nicht daß ich besonders scharf auf sowas wäre, aber
zumindest möchte ich mir von der montierten "Hardware" her (Isolierschienen-
verbinder, Entkupplungsgleise) die künftigen Möglichkeiten dafür nicht von
vornherein verbauen...

[Kuppeln]


> Ich mache es mit einem selbstgebogenen Entkiupplungshaken, ähnlich dem
> fiesen Zahnarzt-Haken. "In Echt" wird ja auch per Hand entkuppelt, das
> hat den großen Vorteil, daß ich punktgenau da kuppeln kann, wo ich den
> Wagen stehen haben will, und nicht irgendwo, wo ich bei der Planung der
> Meinung war, daß dort ein Entkuppler sinnvoll wäre.

Hm, aber meine Hand ist da ja eigentlich 160mal zu groß dafür... :-)

Hab meinen Test-Zug schon mal komplett mit der GFN-"Profikupplung" ausge-
rüstet - damit soll ja "Vorentkuppeln" gehen (noch nicht ausprobiert). Dann
wäre zumindest die Entkupplerposition nicht ganz so kritisch.

> Als Nebenbahner kann ich da wenig zu sagen, außer daß Du bei so vielen
> Gleisen wirklich alles an Nutzlänge hernehmen solltest, was Du kriegen
> kannst. Beidseitig des Bahnhofs doppelte Gleiswechsel einzubauen halte
> ich für Overkill, das tut doch gar nicht Not!

Wir haben grad eben nochmal das geplante "U" aufgezeichnet:

+-----------------------------TTTTT--+
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBB BBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBB BBBBBBBBBB R|
|BBBBBBBBBB BBBBBBBBBB R|
F R|
F RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR|
+------------------------------------+

und dabei festgestellt, daß wir zwar grad noch 2m Bahnhof (inkl. Weichen)
unterbringen würden, aber dann wäre kein Platz mehr für die Paradestrecke... :-(

Wenn ich dagegen das Regal auf die andere Seite ummontieren würde, könnten
wir ein "O" machen:

+-----------------------------TTTTT--+
|RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR |
|R |
|R BBBBBBBBBBBBBBBBBB |
|R BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
|R BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
| BBBBBBBBBBBBB Loch BBBBBBBBBB|
F BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
F BBBBABBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
+------------------------------------+

("A"="Abflußrohr"! Blöde Stelle, oder?)

Das "Loch" wäre dann so dimensioniert, daß man überall innerhalb des 1m-
Radius hinlangen könnte.

"U" würde 7,62qm Fläche ergeben, "O" dagegen 10,27qm (weil die Länge bis
"kurz vors Fenster" wesentlich länger ist als in der U-Form "bis zur Tür").
Sollte man sich nicht entgehen lassen, oder?! :-)

Das mit "Regal ganz weg" entscheidet sich dann noch beim temporären Ausräumen
- sollte soviel Schrott drin sein, daß man die "sinnvollen Sachen" auch woan-
ders unterbringt, könnte man sich das überlegen. Aber das bringt nur ein paar
Zentimeter (ist eh nur 30cm tief).

> Wenn das ein "oder" steht, brauchst Du nur eines von diesen drei
> Gleisen! Denk dran, daß Weichen und die Fahrstraßen teuer Geld kosten,
> die wird sich keine Bahngesellschaft einfach so in die Landschaft legen,
> weil die so schick aussehen;)

Ja, schon. Aber ich _liebe_ halt diese Bahnhofsvorfelder mit 27 Gleisen,
5 parallelen Fahrwegen und 53 Weichen... :-)

> Klar, aber ein Bahnhof braucht schonmal unmengen an Platz.

Mit dem "O" könnten wir von der Bahnsteiglänge 100cm auf ca. 120cm gehen.
Da würde sogar ein siebenteiliger ICE-T komplett reinpassen.

[Baubeginn im Jahr 201x]


> Davon würde ich mal ausgehen. Vielleicht baust Du zwischendurch als
> Fingerübung ein Diorama mit Weiche, da kannst Du Schottern, Felsen
> bauen, Digitalsteuerung ausprobieren, mal einen Meter fahren - und
> kannst nebenbei in aller Ruhe weiterplanen.

Ja, aber da Geld durchaus eine Rolle spielt, kann man das auch nicht
in sooo großem Umfang betreiben - denn Weichen, Gleise, Felsen etc.,
die mal in sowas eingebaut waren, lassen sich später vermutlich nur
sehr schlecht (="nicht zerstörungsfrei") dort wieder ausbauen und
auf der "richtigen" Anlage weiter-/wieder-verwenden - oder?

> > Och, keine Sorge - wir machen jetzt seit ca. Weihnachten dran rum,
>
> Da Du das Jahr nicht dazuschreibst, darf ich mal von Weihnachten 2001
> ausgehen? Das wäre ein realistischer Zeitraum.

Naja, wenn man die "Planung im Hinterkopf" mit dazuzählt, kommt W.2001
ganz gut hin. So richtig konkret betreiben wir das allerdings erst seit
W.2003 :-)

> > ist erst mal ein Testoval mit besagtem fünfwagigen Zug entstanden,
>
> Fünf Wagen. Laß mich raten: Packwagen, Postwagen, 1 A4ü, 1 WR, 2C4ü -
> hoppla, das sind schon 6 - also PwPost4ü (rate mal, warum ich bei GFN's
> Ankündigung des PwPost4ü28 so laut Hurra! geschrieben hab! ;) - und wenn
> da jetzt Sonnabends noch ein ABC4ü als Kurswagen dransoll, hab ich mit
> meinen 90cm NL ein ernsthaftes Problem.

Also _meine_ fünf Wagen sind die DoSto aus dem GFN-Digital-Startset :-)
(die drei, die dabei waren, und dann noch zwei weitere. Aber meine Frau
hat den Zug grad angeguckt und gemeint, ein oder zwei weitere wären in
der Tat nicht schlecht :-)

> Du hast nur diesen einen Kellerraum?

Es gibt noch ein paar andere, aber die sind wesentlich kleiner. Wobei
doch 4,40m x 2,50m (O-Form in der anderen Kellerecke) für die MoBa
vollauf ausreichen müßte - wenn man sich ansieht, was auf den NOCH-
Fertiganlagen von 1,60m x 1,00m so alles drauf ist (nein, nicht, daß
ich sowas nachbauen wollte, aber alleine vom Platzbedarf her...)

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 25, 2004, 3:59:10 AM4/25/04
to
Hallo Lars,

"Lars P. Wolschner" schrieb:
>
[viele interessante Ausführungen zum Thema Entkuppeln]

Danke, das war schon mal eine klasse Abhandlung!

> > - fährt man da immer mit einem untrennbaren Zugverbund rum,
>
> Das wäre kein Rangieren, sondern Herumfahren.

Ja, das hab ich auch schon befürchtet. Also muß ich mir dann doch mal
so langsam Gedanken um die Rangiermöglichkeiten machen...

> Strecke Durchfahrt Strecke
> <-----------°--------------------------°------------------>
> \ Ausweichgleis /
> \-°----------------------°-/----------------| A
> \
> \-°---------------------------------------| B
> Weichenvorfeld Weichenvorfeld

Das werde ich mir mal als Grundschema aufheben, danke :-)

Mit der GFN-Profikupplung sollte das so ja funktionieren, denke ich.

Es soll auch noch Entkuppler in Wagen geben, die über einen digitalen
Funktionsdecoder angesprochen werden. Aber ob sowas zuverlässig funk-
tioniert? Von der Fummelei, bis man sowas eingebaut hat, mal ganz
abgesehen.

> Die für die Sicherung empfehlenswerten per Stromfühler versorgten
> Gleisabschnitte eignen sich vermutlich nicht für diesen Zweck, da
> die Kupplungen bei den Lokomotiven verschiedene Lagen zum ersten
> Radsatz haben. Neuere Modelle haben eine Kurzkupplungskulisse,
> ältere nicht, und dann wären da noch die Radsätze mit wenigstens
> einem Haftreifen, so daß sich selbst bei einer symmetrischen
> Lokomotive bei jeder Fahrtrichtung ein unerschiedliches Verhalten
> ergibt. Du wirst wohl mit Infrarot-Reflexlichtschranken experi-
> mentieren müssen, die auf den Kupplungskopf reagieren. Wegen dem
> unterschiedlichen Auslaufverhalten der Loks müßtest Du höchst-
> wahrscheinlich sogar in jeder Fahrtrichtung mit zweien arbeiten,
> zumal der Auslauf ja auch vom Zug hinter der Lok abhängt.

Naja, wenn ich einen vorentkuppelten Zug (dessen Güterwagenachsen
mit Widerstandslack behandelt sind) ins Abstellgleis schiebe, müßte
der Stromfluß "ein paar Zentimeter vorm Prellbock" ja eigentlich
anzeigen, daß es jetzt reicht mit dem Hinterschieben, oder?

Gruß Matthias.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 25, 2004, 5:03:13 AM4/25/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

> "Lars P. Wolschner" schrieb:

>>> - fährt man da immer mit einem untrennbaren Zugverbund rum,
>>
>> Das wäre kein Rangieren, sondern Herumfahren.
>
> Ja, das hab ich auch schon befürchtet. Also muß ich mir dann
> doch mal so langsam Gedanken um die Rangiermöglichkeiten
> machen...
>
>> Strecke Durchfahrt Strecke
>> <-----------°--------------------------°------------------>
>> \ Ausweichgleis /
>> \-°----------------------°-/----------------| A
>> \
>> \-°---------------------------------------| B
>> Weichenvorfeld Weichenvorfeld
>
> Das werde ich mir mal als Grundschema aufheben, danke :-)
>
> Mit der GFN-Profikupplung sollte das so ja funktionieren, denke
> ich.

Ich kenne allerdings nur die für H0.

> Es soll auch noch Entkuppler in Wagen geben, die über einen
> digitalen Funktionsdecoder angesprochen werden. Aber ob sowas
> zuverlässig funk- tioniert? Von der Fummelei, bis man sowas
> eingebaut hat, mal ganz abgesehen.

Das käme wohl sehr teuer und wäre dann für einige Regulars hier
wahrscheinlich die Gelegenheit, den Lokomotivadreßraum ihrer
Digitalsysteme auszuschöpfen. Selbst für H0 stelle ich mir eine
entsprechende Ausrüstung für alle offenen, flachen Wagen schwierig
vor: Wie sollte der Decoder und die Mechanik versteckt werden?
Außerdem braucht dann jeder einzelne Wagen eine gute Stromabnahme
und wahrscheinlich wäre der Eigenverbrauch der Decoder bei dieser
Menge nicht mehr zu vernachlässigen. Da scheint mir der Ansatz mit
Entkupplern doch realistischer.

>> Die für die Sicherung empfehlenswerten per Stromfühler
>> versorgten Gleisabschnitte eignen sich vermutlich nicht für
>> diesen Zweck, da die Kupplungen bei den Lokomotiven
>> verschiedene Lagen zum ersten Radsatz haben. Neuere Modelle
>> haben eine Kurzkupplungskulisse, ältere nicht, und dann wären
>> da noch die Radsätze mit wenigstens einem Haftreifen, so daß
>> sich selbst bei einer symmetrischen Lokomotive bei jeder
>> Fahrtrichtung ein unerschiedliches Verhalten ergibt. Du wirst
>> wohl mit Infrarot-Reflexlichtschranken experi- mentieren
>> müssen, die auf den Kupplungskopf reagieren. Wegen dem
>> unterschiedlichen Auslaufverhalten der Loks müßtest Du höchst-
>> wahrscheinlich sogar in jeder Fahrtrichtung mit zweien
>> arbeiten, zumal der Auslauf ja auch vom Zug hinter der Lok
>> abhängt.
>
> Naja, wenn ich einen vorentkuppelten Zug (dessen
> Güterwagenachsen mit Widerstandslack behandelt sind) ins
> Abstellgleis schiebe, müßte der Stromfluß "ein paar Zentimeter
> vorm Prellbock" ja eigentlich anzeigen, daß es jetzt reicht mit
> dem Hinterschieben, oder?

Ich habe Dich so verstanden, daß Du eine Kupplung genau passend zum
Entkuppeln über einen Entkuppler fahren lassen willst. Als
Prellbocksicherung wäre der Stromfühler wohl praktikabel. Du
müßtest einen Haltabschnitt vor einem unveränderlich auf Halt
stehenden Signal implementieren. Das würde aber bedeuten, daß der
dort hineingeschobene Zug nie länger als das Stumpfgleis sein darf,
da diese Art der Sicherung sonst versagt.

Bei allen Halteproblemen kommt es eigentlich darauf an, nicht nur
zu wissen, *daß* etwas halten muß, sondern auch *was* halten muß,
d.h. an welche Adresse der Bremsbefehl gehen soll. Bei DCC hat man
das bisher so umgangen, daß man Befehle auch an alle Lokomotiv-
adressen versenden kann. Der Haltabschnitt wird dann vor Halt
zeigendem Signal elektrisch von der übrigen Anlage getrennt und mit
dem sog. Bremsgenerator verbunden, der immer Bremsbefehl für alle
gibt. Da sich in dem Haltabschnitt vor dem Signal nur ein Trieb-
fahrzeug aufhalten kann, bremst nur dieses. Allerdings gibt es
geschobene Züge, so daß sich das Triebfahrzeug auch weit vor dem
Signal befinden kann. Genau dieses Problem hat auch die Prellbock-
sicherung mit diesem Verfahren.
Da Du aber wenigstens teilweise einen Automatikbetrieb planst,
solltest Du ein Zugmeldesystem einbauen. Das kann der Steuerung an
geeigneten Stellen melden, welcher Zug dort gerade vorbeifährt und
in Abhängigkeit von Weichen- und Signalstellungen ggfs. einen
gezielten Bremsbefehl auslösen.

Matthias Hanft

unread,
Apr 25, 2004, 6:30:25 AM4/25/04
to
Hallo Lars,

[Vorentkuppeln]


> > Mit der GFN-Profikupplung sollte das so ja funktionieren, denke
> > ich.
>
> Ich kenne allerdings nur die für H0.

Also ich habs jetzt grad mal probiert (GFN-N, Handentkupplungsgleis,
Profi-Kupplung, Reisezugwagen): Sobald auch nur der Anfang einer
Kurve beteiligt ist, gehts nicht mehr. Auf gerader Strecke gehts
"meistens" (hab nur mal schnell von Hand die Wagen drübergeschoben,
müßte man mal im "realen" Betrieb probieren).

> Ich habe Dich so verstanden, daß Du eine Kupplung genau passend zum
> Entkuppeln über einen Entkuppler fahren lassen willst. Als
> Prellbocksicherung wäre der Stromfühler wohl praktikabel. Du
> müßtest einen Haltabschnitt vor einem unveränderlich auf Halt
> stehenden Signal implementieren. Das würde aber bedeuten, daß der
> dort hineingeschobene Zug nie länger als das Stumpfgleis sein darf,
> da diese Art der Sicherung sonst versagt.

Richtig. Bzw. anhalten würde sie den Zug schon auch (Lok kriegt Stop-
Befehl, sobald der Stromfühler vorm Prellbock anspricht), aber die
hintere Hälfte des Zuges inkl. der Lok würde dann irgendwo mitten
auf der Weichenstraße herumstehen...

Man kann aber in der Software (Windigipet) für jede Fahrstraße die
zulässige Zuglänge einstellen, so daß man mit dem Monsterzug gar
nicht erst (zumindest per Automatik bzw. PC-Befehl) da rein fahren
kann.

Allerdings hängt die Zuglänge in der Software anscheinend nur von
der jeweiligen Lok ab - wenn man da also Wagen an- oder abhängt,
muß man vermutlich die Zulänge bei der zugehörigen Lok manuell ändern.

> Bei allen Halteproblemen kommt es eigentlich darauf an, nicht nur
> zu wissen, *daß* etwas halten muß, sondern auch *was* halten muß,

[...]


> Da Du aber wenigstens teilweise einen Automatikbetrieb planst,
> solltest Du ein Zugmeldesystem einbauen. Das kann der Steuerung an
> geeigneten Stellen melden, welcher Zug dort gerade vorbeifährt und
> in Abhängigkeit von Weichen- und Signalstellungen ggfs. einen
> gezielten Bremsbefehl auslösen.

Ja. Wenn ich mit dem PC fahre, muß ich nur ("einmal im Leben") der
Software sagen, welcher Zug sich gerade wo befindet - und der wird
dann anhand der befahrenen Fahrstraßen "weitergemeldet". Da weiß
der Rechner dann schon, an _welche_ Lok er den Stop-Befehl senden
muß. Das geht halt solange gut, bis man statt mitm PC mit Fahr-
regler manuell in der Gegend herumfährt.

Es gibt dann noch die "richtigen" Zug-Ident-Systeme (mit Hallsen-
soren, Strichcodes, RFID oder was es da alles gibt), aber angesichts
der horrenden Preise für sowas werde ich das erst dann einbauen,
wenn ich bei der PC-Software einen Sync Loss Error habe (sprich:
die Kiste glaubt, die Züge, die die steuert, wären ganz woanders :-)

Gruß Matthias.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 25, 2004, 7:06:15 AM4/25/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

> [Vorentkuppeln]

>>> Mit der GFN-Profikupplung sollte das so ja funktionieren,
>>> denke ich.
>>
>> Ich kenne allerdings nur die für H0.
>
> Also ich habs jetzt grad mal probiert (GFN-N,
> Handentkupplungsgleis, Profi-Kupplung, Reisezugwagen): Sobald
> auch nur der Anfang einer Kurve beteiligt ist, gehts nicht mehr.

Bei der H0-Kupplung hat man beim Kuppeln in einer Kurve entweder
das Problem, daß die Kupplungsköpfe einander verfehlen oder daß
wenigstens die zum Einrasten erforderliche Kraft zu groß wird.
Dementsprechend ist die erforderliche Trennkraft beim Entkuppeln in
der Kurve zu groß, der zurückzulassende Zugteil ist i.d.R. bei
weitem nicht schwer genug.

> Auf gerader Strecke gehts "meistens" (hab nur mal schnell von
> Hand die Wagen drübergeschoben, müßte man mal im "realen"
> Betrieb probieren).

Beim realen Betrieb ist ein wenig Übung bei der Positionierung der
Kupplung über der Entkupplerplatte erforderlich, vor allem bei den
vom Bedienplatz der Anlage entfernten Entkupplern. Das Vorbild
entkuppelt grundsätzlich im Stehen, weil dazu ja ein AFAIR als
"Pudel" bezeichneter Rangierer zwischen die Fahrzeuge treten muß.

Martin Schilling

unread,
Apr 25, 2004, 6:30:19 AM4/25/04
to
Moin,

Edbert van Eimeren wrote:
>[Anlage in O-form]


> Das ist es, was ich immer gerne vorschlage.
>

> Vorteile sind: [snip]


> - Optisch weitläufig, da man/frau die Anlage nicht auf einem
> Blick übersehen kann.
> - Großzügige Radien können ohne Probleme verwendet werden.

zusätzlich sieht man die Züge nur von Innen, es entstehen also nie
sichtbare Lücken in den Faltenbalgen oder zwischen den Puffern - die
sind 'unsichtbar' an der Außenseite.

> - Segment-/Modul-Bauweise bietet sich an, so dass ggfs. einzelne
> Teile ausgetauscht oder neu gestaltet werden können.

Jepp, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, weil man sich idR
weiterentwickelt und irgendwann das alte Gelumpe nicht mehr sehen kann.
Ich habe es grade letztes Jahr mit "Unterlenningen" so gemacht:)

> Nachteil ist der Zugang.
> Für die Tür muss eine Lösung z.B. durch ein herausnehmbares
> Teilstück gefunden werden.

Zur Not läßt man an der Tür eine Lücke und baut statt des O ein C.

Martin Schilling

unread,
Apr 25, 2004, 7:50:03 AM4/25/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Hm, aber meine Hand ist da ja eigentlich 160mal zu groß dafür... :-)

Pff, die braucht man sowieso immer wieder zum Anschubsen:-/

> Hab meinen Test-Zug schon mal komplett mit der GFN-"Profikupplung" ausge-
> rüstet - damit soll ja "Vorentkuppeln" gehen (noch nicht ausprobiert). Dann
> wäre zumindest die Entkupplerposition nicht ganz so kritisch.

Jepp - die soll allerdings gegen Höhenversatz in der Gleislage
empfindlich sein.

> Wir haben grad eben nochmal das geplante "U" aufgezeichnet:

> [snip]


> und dabei festgestellt, daß wir zwar grad noch 2m Bahnhof (inkl. Weichen)
> unterbringen würden, aber dann wäre kein Platz mehr für die Paradestrecke... :-(

Ich sag doch, daß Du mehr Platz brauchst!

> Wenn ich dagegen das Regal auf die andere Seite ummontieren würde, könnten

> wir ein "O" machen: [SNIP]


> Das "Loch" wäre dann so dimensioniert, daß man überall innerhalb des 1m-
> Radius hinlangen könnte.

hinlange mag ja angehn, aber denk dran, daß mit Pech auch kompliziertere
Sachen anfallen, wie eine Signalreparatur oder Auswechseln eines
Birnchens. Da würde ich leiber Edberts Vorschlag folgen und "An der Wand
lang" bauen.

> ("A"="Abflußrohr"! Blöde Stelle, oder?)

Jepp. Einfach wegflexen, dann stört es nichtmehr;))
Im Ernst, wenn da ein Berg vor ist, merkst Du das kaum noch.

> "U" würde 7,62qm Fläche ergeben, "O" dagegen 10,27qm (weil die Länge bis
> "kurz vors Fenster" wesentlich länger ist als in der U-Form "bis zur Tür").
> Sollte man sich nicht entgehen lassen, oder?! :-)

Es kommt nicht so sehr auf die Fläche an als auf die abgewickelte Länge.
Fahrstrecke und Nutzlänge ist ja das, was Du haben willst - nicht Platz,
der mit teuren Bäumen oder Häusern vollgestellt werden muß;)

> Das mit "Regal ganz weg" entscheidet sich dann noch beim temporären Ausräumen
> - sollte soviel Schrott drin sein, daß man die "sinnvollen Sachen" auch woan-
> ders unterbringt, könnte man sich das überlegen. Aber das bringt nur ein paar
> Zentimeter (ist eh nur 30cm tief).

Das bringt Dir pschikologisch, daß Du endlich;)) die Wand mit einplanst.

Aber hier nur 30cm zu rechnen stimmt ja nicht - zu dem regal kommt ja
noch ein Durchgang hinzu, der auch noch mal Platz wegnimmt - damit bist
Du bei etwa 80cm. Die Anlage selbst muß ja gar nicht mal tief sein,
rechne mal mit 50cm, das ist für die Landschaft völlig ausreichend,
eventuell im Bahnhofsbereich etwas knapp.

> Ja, schon. Aber ich _liebe_ halt diese Bahnhofsvorfelder mit 27 Gleisen,
> 5 parallelen Fahrwegen und 53 Weichen... :-)

Ach so. Die Weichen brauchen aber auch einiges in der Länge...

> Mit dem "O" könnten wir von der Bahnsteiglänge 100cm auf ca. 120cm gehen.
> Da würde sogar ein siebenteiliger ICE-T komplett reinpassen.

Echt? Klingt immer noch zu kurz, ein 12teiliger ICE-1 ist da nicht drin.
Oder ein IC mit 15 Wagen.

>>[Diorama als Fingerübung]


>
> Ja, aber da Geld durchaus eine Rolle spielt, kann man das auch nicht
> in sooo großem Umfang betreiben - denn Weichen, Gleise, Felsen etc.,
> die mal in sowas eingebaut waren, lassen sich später vermutlich nur
> sehr schlecht (="nicht zerstörungsfrei") dort wieder ausbauen und
> auf der "richtigen" Anlage weiter-/wieder-verwenden - oder?

Naja, wenn Du die Weiche nicht mitschotterst, nimmst Du sie einfach
wieder raus, ein Meter Flexgleis kostet vielleicht 5,- Fragezeichen. Der
Felsen wird aus Fliegengitter und Gips gemacht, das kostet auch fast
nix. Und wenn Du den Vorschlag mit den Segmenten aufgreifst und Dir das
Diorama gefällt, baust Du es einfach in die Anlage mit ein.

> Also _meine_ fünf Wagen sind die DoSto aus dem GFN-Digital-Startset :-)
> (die drei, die dabei waren, und dann noch zwei weitere. Aber meine Frau
> hat den Zug grad angeguckt und gemeint, ein oder zwei weitere wären in
> der Tat nicht schlecht :-)

Mein Reden, die Züge werden immer länger, als man es sich anfangs
ausgedacht hat - weil es eben realistisch ist, mit langen Zügen zu
fahren. Wenn Dir kurz Züge reichen, kannst Du ja auch H0 fahren;)) *duck*

>>Du hast nur diesen einen Kellerraum?
>
> Es gibt noch ein paar andere, aber die sind wesentlich kleiner.

So klein, dass da das Gerümpel aus dem Regal nicht reinpaßt???

Gruß,

Martin Schilling

unread,
Apr 25, 2004, 11:35:28 AM4/25/04
to
Moin Lars,

Lars P. Wolschner wrote:
> Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:


>>Hmmmja, an den Kupplungen hat sich in den letzten 30 Jahren
>>nicht allzuviel getan. Das Gros der Fahrzeuge hat zwar
>>inzwischen einen Normschacht, in dem dann doch die Normkupplung
>>drinsteckt.
>

> Haben Märklin und Roco denn (in H0 und N) eine genormte Kupplung
> und sind demzufolge wechselseitig kompatibel?

Weltweit ALLE N-Fahrzeuge sind mit der Normkupplung ausgestattet, egal
ob in Japan oder USA gekauft. Ja, es gibt Ausnahmen von der Regel, so
soll in den USA die Mini-Kadee-Kupplung eine gewisse Verbreitung haben,
so wie auch GFN einige Sets mit deren KK herausbringt...

> Ich denke mal, daß das Rangieren eine solche Umrüstung wert ist;
> zumal mehr Entkuppler auch viel Geld kosten, besonders wenn sie
> noch digital angesteuert werden müssen. Das kommt natürlich auf den
> Einzelfall an; wer bereits Hunderte von Fahrzeugen besitzt, hat
> natürlich ein Problem.

Aus dem Grund entkupple ich per Hand, das ist trotz rangierintensivem
Thema kein Problem. Allerdings "An der Wand lang" mit maximal 50cm
Anlagentiefe.

> Wer aber neu anfängt oder nur wenige
> Fahrzeuge hat, sollte zur besseren Lösung greifen.

Da ist dann eben die Frage, ob die GFN-KK "die bessere" Lösung ist - ich
denke, sie hat Vor- und Nachteile, die man gegeneinander abwägen muß.
Aus eigener Anschauung kenne ich sie nicht, deshalb halte ich mich mit
einer Wertung zurück.

>>(*) Die Schiffer/Emmermann Magnetfeldkupplung erwähne ich bewußt
>>nicht.
>

> Das ist eine rein manuell zu bedienende Kupplung.

Jepp:)

> Märklin liefert etwa eine digitale V60 in H0 mit Telex-Kupplung.

Klar, AFAIK hat roco das auch - aber eben nur in H0, in N ist mir nichts
dergleichen bekannt. Man möge mir bitte widersprechen, wenn ich
schonwieder digitalen Mift erzähle!

>>sowohl bei der Normkupplung wie auch bei der GFN-KK kann man den
>>Wagen nach oben rausnehmen und 1cm daneben wieder eingleisen -
>

> Das ist aber nur bei einer kleinen Anlage eine Lösung, bei der der
> Bahnhof in Armreichweite liegt und keine Oberleitung hat.

Klar, das ist bei mir gegeben - und noch habe ich den Versuch nicht
aufgegeben, Matthias von den Vorteilen einer Anderwandlang-Anlage zu
überzeugen.

Matthias Hanft

unread,
Apr 25, 2004, 12:34:01 PM4/25/04
to
Hallo Martin,

[Entkuppeln]


> > Hm, aber meine Hand ist da ja eigentlich 160mal zu groß dafür... :-)
>
> Pff, die braucht man sowieso immer wieder zum Anschubsen:-/

Na, das hoffe ich doch mal NICHT! :-) (Zumindest wenn ich überall Weichen
mit leitendem Herzstück nehme...)

> hinlange mag ja angehn, aber denk dran, daß mit Pech auch kompliziertere
> Sachen anfallen, wie eine Signalreparatur oder Auswechseln eines
> Birnchens. Da würde ich leiber Edberts Vorschlag folgen und "An der Wand
> lang" bauen.

Hmja. Diverse "Armreichenweitentests" haben ergeben, daß man 80cm weit noch
sehr gut hinkommt, 100cm "geht so", 120cm nur unter Schmerzen :-)

> Es kommt nicht so sehr auf die Fläche an als auf die abgewickelte Länge.
> Fahrstrecke und Nutzlänge ist ja das, was Du haben willst - nicht Platz,
> der mit teuren Bäumen oder Häusern vollgestellt werden muß;)

Ja, das haben wir vorhin (beim Kelleraufräumen) auch gemerkt. Das mit der
Breite ist wirklich eher egal (zumindest solange man noch "rumkommt"), aber
ein zehn oder zwanzig Meter langer Keller, das wär's! :-)

> Mein Reden, die Züge werden immer länger, als man es sich anfangs
> ausgedacht hat - weil es eben realistisch ist, mit langen Zügen zu
> fahren. Wenn Dir kurz Züge reichen, kannst Du ja auch H0 fahren;)) *duck*

Lach nicht, H0 ist eh der Traum meiner Frau. Sollten wirs schaffen, mit H0
immer noch lange Züge zu fahren (das muß nämlich auch sein :-), wird das
Regal definitiv aus dem Keller verbannt, egal, ob das Zeug woanders rein-
paßt oder nicht :-) Dann hätten wir den _ganzen_ Kellerraum (5,50m x 3,60m)
für die MoBa (unter den Randbedingungen, daß die Tür noch aufgeht und man
noch ans Fenster zum Putzen & Lüften rankommt). Dann gibts entweder O-Form
(mit Serviceöffnungen mittendrin) oder G-Form (ganz rum an der Wand lang
außer Tür, mit schmaler zweigleisiger Strecke unterm Fenster).

Wenn man hinten am Fenster einen schmalen Gang mit ca. 80cm läßt (außerdem
muß ich das ganze ja auch noch von irgendwo steuern, da würde sich der Platz
unterm Fenster anbieten), hätte man also eine MoBa-Nutzlänge von ca. 4,70m.
Da könnte es auf der einen Seite durchaus für einen 4m-H0-Bahnhof reichen...?!

Den Grundriß des Raumes kennst Du inzwischen ja zur Genüge - schafft mans
da mit H0 für einen vernüftigen "Hauptbahnhof" an einer zweigleisigen
Strecke, mit abzweigender eingleisiger Strecke zu einem Kopfbahnhof,
und dann noch die Paradestrecke, ein bißchen Industrie und natürlich
_Landschaft_? Oder sollten wir uns das gleich aus dem Kopf schlagen?!

(Meine Frau hat nämlich den Fehler gemacht, in den Faller-, Vollmer- etc.
-katalogen auch die H0-Seiten durchzublättern, und da gibts alles, was
sie sich unter N schon immer gewünscht hätte... :-)

[Kellerräume]


> > Es gibt noch ein paar andere, aber die sind wesentlich kleiner.
>
> So klein, dass da das Gerümpel aus dem Regal nicht reinpaßt???

Wissen wir noch nicht. Wir sind grad noch dabei (nur für ne kurze Verschnauf-
pause an'n Rechner gesetzt :-)

Gruß Matthias.

PS: Um nicht völlig offtopic zu werden: Von Kato scheints für H0 ja eher
kaum was zu geben, oder? (nur einen Typ Weiche, keine Kreuzungen...)
Was wäre denn für H0 das Gleissystem der Wahl? Peco hat glaub ich
auch H0-Finescale, oder? Aber die vollintegrierten Kato-Antriebe in
den Weichen wären halt schon irgendwie reizvoll...

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 25, 2004, 1:03:33 PM4/25/04
to
Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:

> Lars P. Wolschner wrote:

>> Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:

>>> Hmmmja, an den Kupplungen hat sich in den letzten 30 Jahren
>>> nicht allzuviel getan. Das Gros der Fahrzeuge hat zwar
>>> inzwischen einen Normschacht, in dem dann doch die Normkupplung
>>> drinsteckt.
>>
>> Haben Märklin und Roco denn (in H0 und N) eine genormte
>> Kupplung und sind demzufolge wechselseitig kompatibel?
>
> Weltweit ALLE N-Fahrzeuge sind mit der Normkupplung
> ausgestattet, egal ob in Japan oder USA gekauft.

Ach ja, jetzt erinnere ich mich auch wieder daran. Wie es wohl zu
dieser im Prinzip ja erfreulichen frühen Standardisierung kam?

>> Wer aber neu anfängt oder nur wenige Fahrzeuge hat, sollte zur
>> besseren Lösung greifen.
>
> Da ist dann eben die Frage, ob die GFN-KK "die bessere" Lösung
> ist - ich denke, sie hat Vor- und Nachteile, die man
> gegeneinander abwägen muß. Aus eigener Anschauung kenne ich sie
> nicht, deshalb halte ich mich mit einer Wertung zurück.

Ich bewerte sie als besser, weil man nicht in die Anlage eingreifen
muß. Man könnte da auch nur mit einem Entkupplungswerkzeug arbeiten
und es wäre immer noch sehr fummelig. Die Wagen haben in der
Geraden ein Pufferspiel von teilweise weniger als einem Millimeter
und man muß unter der Kupplung beide Rastnasen-Stößel anheben.

Ich lese gerade, daß Fleischmann in N die gleiche Kupplung wie in
H0 verwendet.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 25, 2004, 1:03:37 PM4/25/04
to
Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:

> Matthias Hanft wrote:

>> Hm, aber meine Hand ist da ja eigentlich 160mal zu groß
>> dafür... :-)
>
> Pff, die braucht man sowieso immer wieder zum Anschubsen:-/

Wenn ich eine Lok anschubsen muß, stimmt was nicht. Entweder muß
das Gleis gereinigt oder die Lok repariert bzw. von einem Fremd-
körper befreit werden.

>> Hab meinen Test-Zug schon mal komplett mit der
>> GFN-"Profikupplung" ausge- rüstet - damit soll ja
>> "Vorentkuppeln" gehen (noch nicht ausprobiert). Dann wäre
>> zumindest die Entkupplerposition nicht ganz so kritisch.
>
> Jepp - die soll allerdings gegen Höhenversatz in der Gleislage
> empfindlich sein.

Zugtrennungen kenne ich bisher nur beim Arbeitszug mit dem
Schienenreinigungswagen, der wegen des Reibungswiderstandes eine
verhältnismäßig große Last darstellt. Dabei hat sich ein Teil des
Gleises unter dem Gewicht der Lok abgesenkt. Das sollte bei einer
festinstallierten Anlage aber nicht vorkommen, zumal man diesen
Oberbaumangel schon beim Fahren mit bloßem Auge wahrnehmen kann,
bevor es zu den ersten Zugtrennungen kommt.

>> "U" würde 7,62qm Fläche ergeben, "O" dagegen 10,27qm (weil die
>> Länge bis "kurz vors Fenster" wesentlich länger ist als in der
>> U-Form "bis zur Tür"). Sollte man sich nicht entgehen lassen,
>> oder?! :-)
>
> Es kommt nicht so sehr auf die Fläche an als auf die
> abgewickelte Länge. Fahrstrecke und Nutzlänge ist ja das, was Du
> haben willst - nicht Platz, der mit teuren Bäumen oder Häusern
> vollgestellt werden muß;)

YMMD.

>> Also _meine_ fünf Wagen sind die DoSto aus dem
>> GFN-Digital-Startset :-) (die drei, die dabei waren, und dann
>> noch zwei weitere. Aber meine Frau hat den Zug grad angeguckt
>> und gemeint, ein oder zwei weitere wären in der Tat nicht
>> schlecht :-)

Wo außer im Ruhrgebiet gibt es schon Doppelstockzüge mit mehr als
fünf Wagen?

Martin Schilling

unread,
Apr 25, 2004, 1:01:47 PM4/25/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
>>[Hand...] die braucht man sowieso immer wieder zum Anschubsen:-/


>
> Na, das hoffe ich doch mal NICHT! :-) (Zumindest wenn ich überall Weichen
> mit leitendem Herzstück nehme...)

Das hilft nicht immer, auch bei Peco kann man Mist machen, über den
Minitrixweichemurks habe ich wohl schon oft genug gejammert, besonders
schlimm ist da die DKW:(

> Ja, das haben wir vorhin (beim Kelleraufräumen) auch gemerkt. Das mit der
> Breite ist wirklich eher egal (zumindest solange man noch "rumkommt"), aber
> ein zehn oder zwanzig Meter langer Keller, das wär's! :-)

Dann müßte der auch tief genug sein, damit Du weit genug zurücktreten
kannst;)

>>Mein Reden, die Züge werden immer länger, als man es sich anfangs
>>ausgedacht hat - weil es eben realistisch ist, mit langen Zügen zu
>>fahren. Wenn Dir kurz Züge reichen, kannst Du ja auch H0 fahren;)) *duck*
>
> Lach nicht, H0 ist eh der Traum meiner Frau.

LOL - das hatte ich befürchtet:))

> Sollten wirs schaffen, mit H0
> immer noch lange Züge zu fahren (das muß nämlich auch sein :-), wird das
> Regal definitiv aus dem Keller verbannt, egal, ob das Zeug woanders rein-
> paßt oder nicht :-) Dann hätten wir den _ganzen_ Kellerraum (5,50m x 3,60m)
> für die MoBa (unter den Randbedingungen, daß die Tür noch aufgeht und man
> noch ans Fenster zum Putzen & Lüften rankommt).

Wenn es das eigene Haus ist, kannst Du evtl. die Tür so umbauen, daß sie
nicht nach innen, sondern nach außen aufgeht, dann bist Du die Sorge
schonmal los. (solange Du beweglich genug zu drunterdurchducken bist)

> Dann gibts entweder O-Form
> (mit Serviceöffnungen mittendrin) oder G-Form (ganz rum an der Wand lang
> außer Tür, mit schmaler zweigleisiger Strecke unterm Fenster).

in H0 würde ich bei dem (jetzt ja 4x kleineren) Raum die O-Form
anstreben, sonst kommst Du nur mit Minimalradius um die End-Kurven.

> Wenn man hinten am Fenster einen schmalen Gang mit ca. 80cm läßt (außerdem
> muß ich das ganze ja auch noch von irgendwo steuern, da würde sich der Platz
> unterm Fenster anbieten),

was hälst Du von dezentraler Steuerung, Walk-Around Control (WAC) und
lokalen Weichenstelltischen (bzw. PC-Monitor über/unter der Anlage)? Du
stehst ja immer mit dem Rücken zur Hälfte der Anlage und mit Pech 6m vom
Geschehen weg. Da sollte man zwanglos dem Zug hinterhergehen können,
digital kannst Du das WAC auch während der Fahrt ausstöpseln und
woanders wieder einstecken.

> hätte man also eine MoBa-Nutzlänge von ca. 4,70m.
> Da könnte es auf der einen Seite durchaus für einen 4m-H0-Bahnhof reichen...?!

Habe nie in H0 geplant, aber das klingt machbar, wenn die ganze Einfahrt
um die Kurve gelegt wird. Die Bahnsteiggleise können ja auch gerne in
einer leichten Kurve angelegt werden, es gibt (u.a. von BraWa)
Bahnsteigkanten, mit denen Du dann kurvige Selbstbaubahnsteige
verschönern kannst.

> Den Grundriß des Raumes kennst Du inzwischen ja zur Genüge - schafft mans
> da mit H0 für einen vernüftigen "Hauptbahnhof" an einer zweigleisigen
> Strecke, mit abzweigender eingleisiger Strecke zu einem Kopfbahnhof,
> und dann noch die Paradestrecke, ein bißchen Industrie und natürlich
> _Landschaft_? Oder sollten wir uns das gleich aus dem Kopf schlagen?!

Die Paradestrecke könnte ganz am vorderen Rand eine Ebene tiefer liegen,
ansonsten versuch doch einfach mal, einen Bahnhof auf der Fläche
unterzubringen. Auf der anderen Raumseite könnte dann der Neben-
Endbahnhof liegen, wenn Du das geschickt ausfädelst und die 3 Strecken
nicht offensichtlich parallel führst, _könnte_ es klappen. Landschaft
baust Du einfach überall da, wo keine Gleise sind;))

> (Meine Frau hat nämlich den Fehler gemacht, in den Faller-, Vollmer- etc.
> -katalogen auch die H0-Seiten durchzublättern, und da gibts alles, was
> sie sich unter N schon immer gewünscht hätte... :-)

Ja, als N-Bahner kriegt man da immer ganz feuchte Augen. Aber Armin hat
schon davor gewarnt, daß die größere H0-Auswahl auch viele Leichen
enthält, die seit 30 Jahren unverändert im Katalüg verstauben (nicht
jeder zu kleine H0-Bausatz läßt sich den N-Bahnern andrehen;) Aber wenn
Du die Kleinserien mitrechnest, sollte das Gebäudeangebot immer noch
3-4x so groß wie in N sein. Von den Fahrzeugen mal ganz zu schweigen.

> [Kram in andere(n) Kellerraum]


> Wissen wir noch nicht. Wir sind grad noch dabei (nur für ne kurze Verschnauf-
> pause an'n Rechner gesetzt :-)

Sehr seltsam, alle Welt nutzt den Sonnenschein aus und geht im Garten
buddeln, und ihr verkriecht auch im Keller:)

> Was wäre denn für H0 das Gleissystem der Wahl? Peco hat glaub ich
> auch H0-Finescale, oder? Aber die vollintegrierten Kato-Antriebe in
> den Weichen wären halt schon irgendwie reizvoll...

Da fragst Du den Falschen... Es wird immer von Tillig-Elite geschrieben,
die haben niedrige Schienenprofile (ungefähr Code 75) und durchgehende
Zungen an den Weichen, die zudem noch als Flexweichen passend in die
Kurve gelegt werden können. Fütter doch mal groups.google mit
"Tillig-Elite", das wurde hier schon öfters diskutiert, ich habe es
wegen zu hohem Neidfaktor nicht soo doll verfolgt;)

Matthias Kordell

unread,
Apr 25, 2004, 1:28:25 PM4/25/04
to
Lars P. Wolschner tut geschreibselt haben:

> Ich lese gerade, daß Fleischmann in N die gleiche Kupplung wie in
> H0 verwendet.

Nein, die Kupplungen heissen zwar gleich und funktionieren ähnlich,
aber sie sind doch deutlich unterschiedlich.
Bei der H0-PK wird der Haken von einer Feder in die Halteposition
gedrückt, bei der N-PK vom ankuppelnden Fahrzeug. Dadurch kuppelt die
N-PK fast ohne Widerstand ein, im Gegensatz zur H0-PK, die einen
kräftigen Bums braucht. Ausserdem hat die N-PK eine zusätzliche
Führung und ist kleiner.

Matthias
--
Achtung: Dieses Posting kann Ironie und Sarkasmus enthalten!

Martin Schilling

unread,
Apr 25, 2004, 2:13:49 PM4/25/04
to
Moin Lars,

Lars P. Wolschner wrote:
> Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:

>>die [Hand] braucht man sowieso immer wieder zum Anschubsen:-/


>
> Wenn ich eine Lok anschubsen muß, stimmt was nicht. Entweder muß
> das Gleis gereinigt oder die Lok repariert bzw. von einem Fremd-
> körper befreit werden.

Du bist HaNuller. In N sind häufig genug schon die Weichen so schlecht
konstruiert, dass die Loks kaum Saft kriegen (weshalb ich letztes Jahr
konsequent den Roco-ScheiXX rausgerissen habe) und die Fahrwerke mitsamt
"Stromabnahme" (das kann ich nur in Anführungszeichen schreiben)
größtenteils völlig idiotisch konstruiert sind. Loks mit Drehgestellen
sollen weniger Probleme haben, aber als Nur-Dampflok-Fahrer hat man da
schon ein paar Schätzchen, die jeden Fehler unbarmherzig finden, wo
andere Loks unbeeindruckt drüberfahren. Die GFN-Dampfer nehmen zB
grundsätzlich den Strom nur von den unegfederten, nicht angetriebenen
Treibrädern ab - bei der 55er geht es gut, bei der 56er nicht.
So wird in N eben konsequent geputzt und ab und zu mal angeschubst. Und
wenn das Geld reicht, wieder ein Stück auf Peco umgebaut.

>>die [GFN-KK] soll allerdings gegen Höhenversatz in der Gleislage
>>empfindlich sein.
>

> Das sollte bei einer
> festinstallierten Anlage aber nicht vorkommen, zumal man diesen
> Oberbaumangel schon beim Fahren mit bloßem Auge wahrnehmen kann,
> bevor es zu den ersten Zugtrennungen kommt.

Ich weiß nur, daß Peter Paiska schon öfters auf dies Problem hingewiesen
hat. Besonders gemein ist es für Umsteiger, wenn die Normkupplung
jahrelang problemlos gelaufen ist und die KK an derselben Stelle Ärger
macht.

> Wo außer im Ruhrgebiet gibt es schon Doppelstockzüge mit mehr als
> fünf Wagen?

Keine Ahnung, hier oben gibt es nichtmal Doppelstockzüge.

Martin Schilling

unread,
Apr 25, 2004, 2:20:05 PM4/25/04
to
Moin Lars,

Lars P. Wolschner wrote:
> Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de>:

>>Weltweit ALLE N-Fahrzeuge sind mit der Normkupplung
>>ausgestattet, egal ob in Japan oder USA gekauft.
>
> Ach ja, jetzt erinnere ich mich auch wieder daran. Wie es wohl zu
> dieser im Prinzip ja erfreulichen frühen Standardisierung kam?

Es gab ja ursprünglich nur Arnold (die Erfinder der Normkupplung) und
Minitrix. Ich denke mal, der Markt wurde von vornherein als so klein
eingeschätzt, dass man es sich nicht leisten wollte/konnte, inkompatibel
zur Konkurrenz zu sein, sondern sich als Ergänzung gesehen hat. Für mich
war es noch Anfang der 80er mit ein Argument, nicht H0 zu bauen. Daß das
inzwischen völlig anders ist, hat Ermel ja schon (mehrfach) bemerkt.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 25, 2004, 9:29:12 PM4/25/04
to
Hallo Martin

Martin Schilling wrote:
> Edbert van Eimeren wrote:
>

> [Anlage an der Wand lang]
> >
> > Vorteile sind: [snip]
> > - ...


>
> > Nachteil ist der Zugang.
> > Für die Tür muss eine Lösung z.B. durch ein herausnehmbares
> > Teilstück gefunden werden.
>
> Zur Not läßt man an der Tür eine Lücke und baut statt des O ein C.

Nun ja man kann die Tür umbauen, so dass sie nach aussen öffnet
oder durch eine Schiebetür ersetzen.

Es gibt mehrere Lösungen für herausnehmbare Teile.
Bei Bedarf soll Matthias einfach nochmal gezielt fragen.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 25, 2004, 9:29:17 PM4/25/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
>
> PS: Um nicht völlig offtopic zu werden: Von Kato scheints für H0
> ja eher kaum was zu geben, oder? (nur einen Typ Weiche, keine
> Kreuzungen...) Was wäre denn für H0 das Gleissystem der Wahl?
> Peco hat glaub ich auch H0-Finescale, oder? Aber die voll
> integrierten Kato-Antriebe in den Weichen wären halt schon
> irgendwie reizvoll...

Kato Unitrack in H0 kennt nur zwei Weichen 550mm/19° und 867mm/10°.
Alles andere wie Kreuzung, DKW, Bogenweiche fehlen. Es scheinen
aber nach und nach weitere Elemente dazu zu kommen. Informationen
zu Unitrack H0 findest du bei Kato USA (http://www.katousa.com/),
Walthers (http://www.walthers.com/) oder MGSharp aus England
(http://www.mgsharp.com/).

Nachteil ist, dass es in Deutschland kaum direkt erhältlich ist.
Weiter ist mir die Farbe zu hell und die Bettung zu schmal, ähnlich
wie bei M* C-Gleis.


Alternative in H0 ist Roco Line mit Bettung, wenn dir die Antriebe
innerhalb der Bettung wichtig sind. Das Programm ist ähnlich
umfangreich wie das Kato Programm in N. Es gibt fast alles was du
wünschen kannst: Weichen mit 15 (R=8xxmm) und 10 Grad (R=19xxmm),
Kreuzungen, DKW, EKW mit 15 und 10 Grad, Bogenweichen mit großem
Radius (8xxmm) und vor allem Flexgleis.

Nachteil bei Roco ist, dass die großen Weichen sehr lang sind.

Mit den 12° Weichen von Peco Finescale (http://www.peco-gleis.de/)
oder Tillig Elite (http://www.tillig-modellbahnen.de/) kommt
man/frau sehr viel einfacher hin.

Das sind neben Roco Line pur auch die Alternativen, wenn es ohne
fertige Bettung geht. Für alle drei gibt es Styroplast Gleis-
bettungen, so dass du nicht gezwungen bist, selber zu schottern.

Tillig hat Weichenzungen ohne Gelenk. Das sieht sehr gut aus, aber
erfordert einen motorischen Antrieb, der die notwendige Haltekraft
aufbringen kann.

Matthias Hanft

unread,
Apr 26, 2004, 12:28:35 AM4/26/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:
>
[vieles über H0-Gleissysteme]

Danke für diese Übersicht. Was hält "man" hier eigentlich vom GFN-
"Profigleis"? Da sind die Antriebe zwar nicht in der Bettung, aber
wenigstens auf Unterflur umsteckbar. Und es gibt anscheinend _alles_
(Bogenweichen, Kreuzungen, DKW, Dreiwegweichen...)

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 26, 2004, 12:30:26 AM4/26/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:
>

> Nun ja man kann die Tür umbauen, so dass sie nach aussen öffnet
> oder durch eine Schiebetür ersetzen.

Ich glaube, bauliche Veränderungen sähe meine Frau nicht so gerne :-)

> Es gibt mehrere Lösungen für herausnehmbare Teile.
> Bei Bedarf soll Matthias einfach nochmal gezielt fragen.

Leider sind wir bis gestern abend noch nicht mit dem Komplett-Ausräumen
fertig geworden. Wenn der Raum mal _ganz_ leer ist, stellen wir mein
noch vorhandenes H0-Material mal in Zuglänge auf den Fußboden, damit
man mal einen Eindruck im Maßstab 1:1 kriegt...

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 26, 2004, 4:40:59 AM4/26/04
to
Hallo Martin,

> Wenn es das eigene Haus ist, kannst Du evtl. die Tür so umbauen, daß sie
> nicht nach innen, sondern nach außen aufgeht, dann bist Du die Sorge
> schonmal los. (solange Du beweglich genug zu drunterdurchducken bist)

Es ist zwar das eigene Haus, aber a) trau ich mich selber an sowas nicht
ran, b) wäre ein Türenbauer zu teuer, c) mag meine Frau weder bauliche
Änderungen noch sich irgendwo drunterdurchducken, und d) würde das ein-
fach blöd ausschauen, wenn im Kellerflur drei Türen nach innen und die
vierte nach außen aufginge. Noch Fragen, Kienzle? :-)

> in H0 würde ich bei dem (jetzt ja 4x kleineren) Raum die O-Form
> anstreben, sonst kommst Du nur mit Minimalradius um die End-Kurven.

Wir haben ein wenig herumgerechnet und zwei mögliche Formen gefunden,
einmal die hier mit Gang am Rand entlang:

+-----------------------------TTTTT--+
| |
| BBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
| BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
| BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
| BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
| BBBB Loch1 BBBBBBBB Loch2 BBBBBBB|
F BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
F BBBBBABBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
+------------------------------------+

(wobei die Anzahl und Position der Löcher noch genau zu definieren
wäre), und dann halt noch das "ganz rum" mit Gang in der Mitte:

+-----------------------------TTTTT--+
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
|BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
|B |3,60m
|B BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
|B BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
FB BBBBBBBBBBBBB Loch? BBBBBBBBBB|
FBBBBBBBBABBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
+------------------------------------+
5,50m

Wenn der Gang in der Mitte 80cm breit sein soll, hätte man in der
Skizze "oben" z.B. 1,20m Tiefe für den Kopfbahnhof und "unten"
1,60m Tiefe für den "Hauptbahnhof" - mit einem 80er-Radius sollte
man eigentlich schon noch "rumkommen", oder? (Wobei ein 60er-Mit-
telgang vielleicht auch noch reicht. Oder nur 1m für das Kopfbahn-
hof-Segment.)

Links unterm Fenster darf dann halt nur was ganz schmales vorbei-
gehen (am besten mit rechtwinkliger Kurve :-), damit man da noch
rankommt. Aber da das Fenster recht weit oben ist, blieben da
sogar zwischen Fenster und Heizung ein paar Höhenzentimeter übrig,
so daß man eine "Brücke über die Heizung" bauen könnte... (viel-
leicht sogar zweistöckig wie in New York? Oben die Züge, unten die
Autos oder so?)

> was hälst Du von dezentraler Steuerung, Walk-Around Control (WAC) und
> lokalen Weichenstelltischen (bzw. PC-Monitor über/unter der Anlage)? Du
> stehst ja immer mit dem Rücken zur Hälfte der Anlage und mit Pech 6m vom
> Geschehen weg. Da sollte man zwanglos dem Zug hinterhergehen können,
> digital kannst Du das WAC auch während der Fahrt ausstöpseln und
> woanders wieder einstecken.

Muß ich mal überlegen. Bisher wollte ich eigentlich alles (evtl.
bis auf "haarige" Rangierbewegungen) von der PC-Software Win-
digipet steuern lassen. Da braucht man im laufenden Betrieb
nur Bildschirm und Maus, weiter nix. Bildschirm müßte man halt
an einer geeigneten Stelle anbringen, und wenns dann noch Funk-
mäuse zum "Rumlaufen" gäbe (also die kein Mousepad drunter brau-
chen, sondern die man einfach "in der Hand" betätigen kann), gäbe
das ja schon den gewünschten Effekt...

> Habe nie in H0 geplant, aber das klingt machbar, wenn die ganze Einfahrt
> um die Kurve gelegt wird. Die Bahnsteiggleise können ja auch gerne in
> einer leichten Kurve angelegt werden, es gibt (u.a. von BraWa)
> Bahnsteigkanten, mit denen Du dann kurvige Selbstbaubahnsteige
> verschönern kannst.

Vor gebogenen Bahnsteigen hab ich halt ein wenig Horror - da hätte ich
lieber ganz normale Bausätze gekauft (inkl. Dach, Beleuchtung und Aus-
schmückungsteilen). Aber das Brawa-Zeug guck ich mal an (das ist leider
der einzige größere Hersteller, von dem ich hier vor Ort noch _keinen_
aktuellen Katalog ergattern konnte - und mein letzter ist von 1983 :-)

> Die Paradestrecke könnte ganz am vorderen Rand eine Ebene tiefer liegen,
> ansonsten versuch doch einfach mal, einen Bahnhof auf der Fläche
> unterzubringen. Auf der anderen Raumseite könnte dann der Neben-
> Endbahnhof liegen, wenn Du das geschickt ausfädelst und die 3 Strecken
> nicht offensichtlich parallel führst, _könnte_ es klappen. Landschaft
> baust Du einfach überall da, wo keine Gleise sind;))

Das mit der Landschaft ist in der Tat einfach :-) Ja, so ähnlich könnte
das wirklich klappen. Am besten, wir legen mal den _ganzen_ Keller mit
Papier aus und skizzieren da ein paar Radien ein...

[H0-Abteilung in Katalogen]


> Ja, als N-Bahner kriegt man da immer ganz feuchte Augen. Aber Armin hat
> schon davor gewarnt, daß die größere H0-Auswahl auch viele Leichen
> enthält, die seit 30 Jahren unverändert im Katalüg verstauben (nicht
> jeder zu kleine H0-Bausatz läßt sich den N-Bahnern andrehen;) Aber wenn
> Du die Kleinserien mitrechnest, sollte das Gebäudeangebot immer noch
> 3-4x so groß wie in N sein. Von den Fahrzeugen mal ganz zu schweigen.

Von den Fahrzeugen her wäre ich z.B. mit den GFN-N-Angebot schon durch-
aus zufrieden. Der Hauptbereich, bei dem meine Frau die feuchten Augen
kriegt, sind eigentlich die Tausende (oder sinds Millionen? :-) kleine
Ausschmückungsteile wie Brunnen, Döner-Verkaufswagen, Marktstände usw.,
aber auch ganze Stadthauszeilen und Spezialbauten wie Burger King, Auto-
häuser etc. - und nicht zuletzt, daß es im Faller Car System auch was
anderes gibt als quietschgelbe Postbusse :-)

> Sehr seltsam, alle Welt nutzt den Sonnenschein aus und geht im Garten
> buddeln, und ihr verkriecht auch im Keller:)

Das Buddeln im Garten haben wir schon am Freitag gemacht :-) und außerdem
wars gestern bei uns gar nicht sooo sonnig - und nur 13 Grad und recht
windig; sooo prickelnd ists im Garten da auch grad nicht...

[H0-Gleissystem]


> Da fragst Du den Falschen... Es wird immer von Tillig-Elite geschrieben,
> die haben niedrige Schienenprofile (ungefähr Code 75) und durchgehende
> Zungen an den Weichen, die zudem noch als Flexweichen passend in die
> Kurve gelegt werden können. Fütter doch mal groups.google mit
> "Tillig-Elite", das wurde hier schon öfters diskutiert, ich habe es
> wegen zu hohem Neidfaktor nicht soo doll verfolgt;)

Werd ich mal gucken, danke. Allerdings komme ich langsam zu dem Schluß,
daß ich nicht _allzuviel_ umbauen möchte - der "Goldene Schnitt" der
Peco-Weichen wäre da schon die Obergrenze.

Aber erst mal müssen wir ja eh noch die Platzfrage klären :-)

Gruß Matthias.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 26, 2004, 4:43:17 AM4/26/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

> Edbert van Eimeren schrieb:

> [vieles über H0-Gleissysteme]
>
> Danke für diese Übersicht. Was hält "man" hier eigentlich vom
> GFN- "Profigleis"? Da sind die Antriebe zwar nicht in der
> Bettung, aber wenigstens auf Unterflur umsteckbar.

Das ist richtig, dürfte aber in der Praxis nicht viel helfen. Der
Antrieb steht mit seinem nach oben gedrehten Boden zwangsläufig
immer noch höher als die Umgebung. Außerdem fragt es sich, wie man
einen Ersatzantrieb bei festverlegter Weiche von unten einbauen
soll: Für die feste Verbindung mit der Weiche sorgen drei
Metallzungen, die in entsprechende Aussparungen der Bettung zu
schieben sind und nur allzuleicht unter dem metallenen Boden der
Weiche landen.

> Und es gibt anscheinend _alles_ (Bogenweichen, Kreuzungen, DKW,
> Dreiwegweichen...)

Ich habe dieses Gleis, kann es aber nicht empfehlen. Heute würde
ich wohl zu Roco Line greifen. Aber ob die Fahrzeuge von Fleisch-
mann mit ihren überhöhten Spurkränzen darauf laufen würden?

Da wäre erstmal die Verbindung zwischen zwei Schienen mit einem
Gleisschuh, der auf beiden Seiten einrastet; sie stört beim
Zerlegen des Gleisnetzes. Meines Erachtens ist das entbehrlich,
weil es die Freiheit von Stoßlücken auch nicht zuverlässiger
garantiert als ggfs. mit der Zange verengte herkömmliche "Gleis-
schuhe". Die Gleislage muß bei einer Teppichbahn eh immer mal
wieder kontrolliert werden.

Die Gleisgeometrie gerät im Zusammenhang mit Bogenweichen irgendwie
durcheinander. Bei Einbau eines Gleiswechsels im Bogen muß im
äußeren R2-Gleis plötzlich ein Gleisstück aus dem R1-Sortiment
eingefügt werden. Es paßt dann auch sonst nicht so genau, der
Gleisabstand im Bogen variiert.

Dann wären da die Weichen. Man verkürzt die für den Radsatz strom-
los zu durchfahrende Länge im Herzstück, indem man es mit dünnen,
stromversorgten Blechzungen auslegt. Doch da müssen die Spurkränze
auflaufen, so daß die Fahrzeuge eine Weiche nicht ruhig durchlaufen
können. Außerdem könnte man die Blechzungen durchaus noch ein wenig
verlängern, obwohl ich selbst mit der dreiachsigen BR 361 ex V 60
keine Probleme habe.
Unverständlich ist mir, warum man die Spurkränze auch in den dop-
pelten Kreuzweichen auflaufen läßt, wo es eine solche Stromver-
sorgung gar nicht gibt. In der Stellung auf Bogenfahrt werden die
äußeren Räder des Fahrzeuges nicht bogenförmig geführt.
Die symmetrische Dreiwegweiche (Art. 6157 bzw. 6158) ist eine
Fehlkonstruktion, da die Antriebe die Zungen anscheinend nur so
gerade eben umlegen können. Die kürzere Zunge vibriert manchmal
beim Umlauf. Man sollte sie jedenfalls ausschließlich in langsam
befahrenen Bereichen verlegen, was beim Vorbild allerdings genauso
gehalten wurde.
Bei den Entkupplern muß schon beim Kauf darauf geachtet werden, daß
die Entkupplerplatte nach Betätigung wieder zurückfällt und nicht
verkantet. Man könnte das sicherlich leicht in Ordnung bringen,
doch ist die Mechanik unter dem Gleisbett nicht wiederverschließbar
eingehaust.

Die Kreuzung für "Hosenträger" (Art. 6160) hat genau den richtigen
Winkel, um o.a. Lokomotive einen kleinen Aussetzer zu bescheren.
Allerdings hat auch diese Lokomotive einige konstruktive Mängel.

Matthias Hanft

unread,
Apr 26, 2004, 5:31:45 AM4/26/04
to
Hallo Lars,

[GFN-Weichen mit Unterflurantrieb]


> Das ist richtig, dürfte aber in der Praxis nicht viel helfen. Der
> Antrieb steht mit seinem nach oben gedrehten Boden zwangsläufig
> immer noch höher als die Umgebung. Außerdem fragt es sich, wie man
> einen Ersatzantrieb bei festverlegter Weiche von unten einbauen
> soll: Für die feste Verbindung mit der Weiche sorgen drei
> Metallzungen, die in entsprechende Aussparungen der Bettung zu
> schieben sind und nur allzuleicht unter dem metallenen Boden der
> Weiche landen.

Hm, da könnte man dann nur noch ein "großes" Loch durch die ganze
Platte sägen, so daß man den Antrieb evtl. von _unten_ umstecken
kann. Aber was tut man dann obendrauf? Ein Blatt Papier, mit Streu-
material kaschiert? Eine "Beule" wäre dann aber wohl immer noch
sichtbar, das stimmt.

So richtig befriedigend ist das nicht. Allerdings müßte man nix
basteln.

> Ich habe dieses Gleis, kann es aber nicht empfehlen. Heute würde
> ich wohl zu Roco Line greifen. Aber ob die Fahrzeuge von Fleisch-
> mann mit ihren überhöhten Spurkränzen darauf laufen würden?

Ooops, das sollte man dann wohl lieber erst mal ausgiebig testen?!

> Dann wären da die Weichen. Man verkürzt die für den Radsatz strom-
> los zu durchfahrende Länge im Herzstück, indem man es mit dünnen,
> stromversorgten Blechzungen auslegt. Doch da müssen die Spurkränze
> auflaufen, so daß die Fahrzeuge eine Weiche nicht ruhig durchlaufen
> können. Außerdem könnte man die Blechzungen durchaus noch ein wenig
> verlängern, obwohl ich selbst mit der dreiachsigen BR 361 ex V 60
> keine Probleme habe.

Soweit ich gesehen habe, _gibt_ es inzwischen Weichen mit vollmetal-
lisierten Herzstücken. Im aktuellen N-Katalog auf jeden Fall (sind
so ca. 2-3 EUR teurer als die mit den Plastikherzstücken und dünnen
Blechzungen); einen aktuellen H0-Katalog habe ich momentan leider
nicht vorliegen, aber ich gehe mal davon aus, daß es da ähnlich
aussieht...

[u.v.a. Schlechte über GFN-Gleise/-Weichen]

Das hört sich in der Tat gar nicht gut an. Von GFN (und den ja doch
etwas höheren Preisen) hätte ich da eigentlich eher Präzisionsmecha-
nik erwartet... :-(

Gruß Matthias.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 26, 2004, 7:20:05 AM4/26/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

> [GFN-Weichen mit Unterflurantrieb]

>> Das ist richtig, dürfte aber in der Praxis nicht viel helfen.
>> Der Antrieb steht mit seinem nach oben gedrehten Boden
>> zwangsläufig immer noch höher als die Umgebung. Außerdem fragt
>> es sich, wie man einen Ersatzantrieb bei festverlegter Weiche
>> von unten einbauen soll: Für die feste Verbindung mit der
>> Weiche sorgen drei Metallzungen, die in entsprechende
>> Aussparungen der Bettung zu schieben sind und nur allzuleicht
>> unter dem metallenen Boden der Weiche landen.
>
> Hm, da könnte man dann nur noch ein "großes" Loch durch die
> ganze Platte sägen, so daß man den Antrieb evtl. von _unten_
> umstecken kann.

Genau das habe ich ja vorausgesetzt. Von unten siehst Du dann aber
nicht mehr die Weiche und hast daher keinerlei Orientierung beim
Einstecken. Das Loch wird ja vorn und hinten ein wenig Spiel lassen
und etwa doppelt so breit wie der Antrieb sein müssen. Evtl. könnte
man das Loch bis unter die Weiche reichen lassen und vor dem Einbau
Markierungen an ihrem Boden anbringen.
Fleischmann wirbt ja auch damit, daß das Deutsche Museum in München
damit fährt. Auf dem Anlagenbild im Katalog ist jedenfalls zu
erkennen, daß die Antriebe oberirdisch belassen wurden.

>> Ich habe dieses Gleis, kann es aber nicht empfehlen. Heute
>> würde ich wohl zu Roco Line greifen. Aber ob die Fahrzeuge von
>> Fleisch- mann mit ihren überhöhten Spurkränzen darauf laufen
>> würden?
>
> Ooops, das sollte man dann wohl lieber erst mal ausgiebig
> testen?!

Ich fahre allerdings H0.

>> Dann wären da die Weichen. Man verkürzt die für den Radsatz
>> strom- los zu durchfahrende Länge im Herzstück, indem man es
>> mit dünnen, stromversorgten Blechzungen auslegt. Doch da müssen
>> die Spurkränze auflaufen, so daß die Fahrzeuge eine Weiche
>> nicht ruhig durchlaufen können. Außerdem könnte man die
>> Blechzungen durchaus noch ein wenig verlängern, obwohl ich
>> selbst mit der dreiachsigen BR 361 ex V 60 keine Probleme habe.
>
> Soweit ich gesehen habe, _gibt_ es inzwischen Weichen mit
> vollmetal- lisierten Herzstücken.

> Im aktuellen N-Katalog auf jeden Fall (sind so ca. 2-3 EUR teurer
> als die mit den Plastikherzstücken und dünnen Blechzungen);

Das setzt ein Polarisierung des Herzstückes, also bewegliche
Kontakte im Weichenmechanismus voraus. Hoffentlich halten die
lange, wie übrigens auch die Kontakte der Endabschaltung der
Magnetantriebe, die für H0 und N gleich sind.

> einen aktuellen H0-Katalog habe ich momentan leider nicht
> vorliegen, aber ich gehe mal davon aus, daß es da ähnlich
> aussieht...

Nein, von neuen Weichen ist mir nichts bekannt. Es gibt allerdings
Schnellfahrweichen mit beweglichem und wohl auch polarisiertem
Herzstück, die ich aber noch nicht verbaut habe. Allerdings
funktioniert die Stromversorgung der Fahrzeuge mit der einen
Ausnahme recht gut; es ist hier Standard, daß kein Spitzensignal
flackert oder Loks gar stehenbleiben. Das Spitzensignal der
Lokomotiven bietet eine gute Kontrolle der Stromaufnahme, weil es
nicht durch einen Kondensator gepuffert wird und jede Unterbrechung
unerbittlich anzeigt. Dabei fällt der Test natürlich umso strenger
aus, je weniger stromabnehmende Achsen die Lok hat.

Die H0-Weichen können übrigens seit letztem Jahr mit beleuchteten
Weichenlaternen versehen werden.

> [u.v.a. Schlechte über GFN-Gleise/-Weichen]
>
> Das hört sich in der Tat gar nicht gut an. Von GFN (und den ja
> doch etwas höheren Preisen) hätte ich da eigentlich eher
> Präzisionsmecha- nik erwartet... :-(

Die Stärke Fleischmanns liegt wohl eher bei den schönen Fahrzeugen,
der Profi-Kupplung (den von Martin geschilderten "Bumms" zum
Einkuppeln in H0 kann man weitgehend rausjustieren), dem analogen
MSF-Trafo und dem Digitalsystem auf der Basis des TWIN-Centers. Die
H0-Formsignale sind auch recht schön, unterstützen aber keine
Unterflurmontage ihres Magnetantriebs.
Ich bin gespannt, wie sie auf das luxuriöse Digitalsystem von
Märklin reagieren, daß allerdings erst mal ausgeliefert werden muß.

<Lock Dest="Spurweite H0"> Erwähnte ich bereits, daß hier auch 66-
achsige Güterzüge in H0 fahren und N eigentlich tot ist? </Lock>
;-)

Matthias Hanft

unread,
Apr 26, 2004, 10:25:25 AM4/26/04
to
Hallo Lars,

> Genau das habe ich ja vorausgesetzt. Von unten siehst Du dann aber
> nicht mehr die Weiche und hast daher keinerlei Orientierung beim
> Einstecken. Das Loch wird ja vorn und hinten ein wenig Spiel lassen
> und etwa doppelt so breit wie der Antrieb sein müssen. Evtl. könnte
> man das Loch bis unter die Weiche reichen lassen und vor dem Einbau
> Markierungen an ihrem Boden anbringen.

Ja, das wäre ne Idee. Oder ne kleine (abschaltbare) Glühbirne mit
ins Loch einbauen, damit man was sieht beim Austausch :-)

Im Ernst, haben Weichenantriebe wirklich eine so kurze Lebenszeit?

> Fleischmann wirbt ja auch damit, daß das Deutsche Museum in München
> damit fährt. Auf dem Anlagenbild im Katalog ist jedenfalls zu
> erkennen, daß die Antriebe oberirdisch belassen wurden.

Meinst Du, die werden schon wissen, warum? :-)

So 'ne Bahnhofseinfahrt wie da abgebildet hätt' ich auch gern :-)

> Ich fahre allerdings H0.

Welche Wagen, welche Gleise?

[GFN-Weichen in N mit leitendem Herzstück]


> Das setzt ein Polarisierung des Herzstückes, also bewegliche
> Kontakte im Weichenmechanismus voraus. Hoffentlich halten die
> lange, wie übrigens auch die Kontakte der Endabschaltung der
> Magnetantriebe, die für H0 und N gleich sind.

Dazu kann ich mangels eigener Erfahrung leider nix sagen. Laut
http://www.puerner.de/shop?a=k&k=&p=Fleischmann&g=291 gibts sogar
von _allen_ Weichen Exemplare mit polarisiertem Herzstück. Alle
so ca. 2-3 EUR teurer als ohne.

> Nein, von neuen Weichen ist mir nichts bekannt. Es gibt allerdings
> Schnellfahrweichen mit beweglichem und wohl auch polarisiertem
> Herzstück, die ich aber noch nicht verbaut habe.

Ja, die sehen sehr schlank aus (und sind in H0 30cm lang!). Da
steht auch im Katalog, daß die nicht aufgeschnitten werden dürfen.
Polarisierte Herzstücke gibts beim H0-Profigleis laut
http://www.puerner.de/shop?a=k&k=&p=Fleischmann&g=161 aber anschei-
nend wirklich nicht :-( Vielleicht denken sie, daß sowas nur in N
nötig wäre?!

> Die H0-Weichen können übrigens seit letztem Jahr mit beleuchteten
> Weichenlaternen versehen werden.

Ah, stimmt, da hatte ich irgendwo was gelesen. Naja, hübsch wär das
schon :-) Andererseits: Kann mich nicht erinnern, im Hbf Nürnberg
letzte Woche irgendwelche gesehen zu haben - da bin ich wohl in
einer zu modernen Epoche dafür?! :-)

> <Lock Dest="Spurweite H0"> Erwähnte ich bereits, daß hier auch 66-
> achsige Güterzüge in H0 fahren und N eigentlich tot ist? </Lock>
> ;-)

Grmpf :-) Wie lang in Metern ist so ein Zug? Und hast Du einen Bahn-
hof, wo der reinpaßt?

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 26, 2004, 9:26:25 AM4/26/04
to
Moin,

Lars P. Wolschner wrote:
> Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

>>Soweit ich gesehen habe, _gibt_ es inzwischen Weichen mit

>>vollmetallisierten Herzstücken.

>
> Das setzt ein Polarisierung des Herzstückes, also bewegliche
> Kontakte im Weichenmechanismus voraus. Hoffentlich halten die
> lange, wie übrigens auch die Kontakte der Endabschaltung der
> Magnetantriebe, die für H0 und N gleich sind.

zu GFN kann ich nichts sagen, bei MTX ist innerhalb der Weiche ein
seltsamer Umschaltkontakt. Die Polarisierung des Herzstücks klappt mit
etwa 90-95%, was ich als herzlich wenig empfinde.

Martin Schilling

unread,
Apr 26, 2004, 10:11:13 AM4/26/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
>> [Tür umbauen]


>
> Es ist zwar das eigene Haus, aber a) trau ich mich selber an sowas nicht
> ran, b) wäre ein Türenbauer zu teuer, c) mag meine Frau weder bauliche
> Änderungen noch sich irgendwo drunterdurchducken, und d) würde das ein-
> fach blöd ausschauen, wenn im Kellerflur drei Türen nach innen und die
> vierte nach außen aufginge. Noch Fragen, Kienzle? :-)

zu a) überlege es nochmal mit einer Schiebetür (Hmm, war da nicht ein
Lichtschalter? Der kommt dann an die andere Wand...)
b) ACK
c) kann ich nur lästern "aber HaNull fahren wollen!" ;)
d) freu Dich, wenn Du nach Ausräumen des Regals überhaupt noch eine Tür
im Flur erkennen kannst;)

> Wir haben ein wenig herumgerechnet und zwei mögliche Formen gefunden,
> einmal die hier mit Gang am Rand entlang:

[snip] ich schmier mal in Form 2 herum...

> +-----------------------------TTTTT--+
> |BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
> |BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
> |BBBBB BBBBBBBB BBBBB|
> |BBB BBBBBBB|3,60m
> |BB BBBBBBBBBBBBBB|
> |B BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
> FB BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
> FBBBBBBBBABBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
> +------------------------------------+
> 5,50m

Bei 80cm Gangbreite hast Du oben Platz für den Kopfbahnhof, darunter
jede Menge Platz für eine Kehre und einen Schattenbhf, am vorderen Rand
kannst Du auch noch eine lange Paradestrecke hinquetschen.
Auf dem unteren Schenkel wird der Durchgangsbahnhof in der Diagonalen
angeordnet, ich würde die Anlage so hoch ziehen, dass die Tür grade noch
aufgeht, ohne irgendwo gegenzubumsen. In ungefährer Türbreite solltest
Du auch in H0 noch um die Ecke kommen, um im Untergrund zu verschwinden.
Ich kann jetzt nicht überblicken, ob da auch ein Schattenbhf mitsamt
Kehre drunterpaßt, wenn nicht, führst Du die Gleise noch eine Etage
tiefer unter den Kopfbahnhof und hast da denn 3 Etagen übereinander.

> Links unterm Fenster darf dann halt nur was ganz schmales vorbei-
> gehen (am besten mit rechtwinkliger Kurve :-), damit man da noch
> rankommt.

längere Arme kaufen;))

> Aber da das Fenster recht weit oben ist, blieben da
> sogar zwischen Fenster und Heizung ein paar Höhenzentimeter übrig,
> so daß man eine "Brücke über die Heizung" bauen könnte... (viel-
> leicht sogar zweistöckig wie in New York? Oben die Züge, unten die
> Autos oder so?)

klingt gut - aber wenn man keine vernünftige Landschaft da hinmogeln
kann, baust Du da ein nacktes Trassenbrett mit Absturzsicherung.

>> was hälst Du von dezentraler Steuerung, Walk-Around Control (WAC)...


>
> Muß ich mal überlegen. Bisher wollte ich eigentlich alles (evtl.
> bis auf "haarige" Rangierbewegungen) von der PC-Software Win-
> digipet steuern lassen.

Für einen Analogfahrer klingt das doch sehr nach wirrtueller Modellbahn.

> Da braucht man im laufenden Betrieb
> nur Bildschirm und Maus, weiter nix.

Jepp, nichtmal eine echte Bahn *duck*

> Bildschirm müßte man halt
> an einer geeigneten Stelle anbringen, und wenns dann noch Funk-
> mäuse zum "Rumlaufen" gäbe (also die kein Mousepad drunter brau-
> chen, sondern die man einfach "in der Hand" betätigen kann), gäbe
> das ja schon den gewünschten Effekt...

Es soll Handregler mit infrarot-steuerung geben. Funken würde ich lieber
nicht, bevor der Nachbar deine Lok in den Prellbock jagt.

> Vor gebogenen Bahnsteigen hab ich halt ein wenig Horror - da hätte ich
> lieber ganz normale Bausätze gekauft (inkl. Dach, Beleuchtung und Aus-
> schmückungsteilen).

Kauf Dir doch einfach ein Balsaholzbrett, graue Farbe wird sich finden,
und probier es aus.

> Aber das Brawa-Zeug guck ich mal an (das ist leider
> der einzige größere Hersteller, von dem ich hier vor Ort noch _keinen_
> aktuellen Katalog ergattern konnte - und mein letzter ist von 1983 :-)

Ich habe gar keinen Brawakatalog - aber es gibt doch die NG, die man
fragen kann;) Die Lampen haben sie ja inzwischen online, guck doch mal,
ob der dortige Katalog was taugt.

> Das mit der Landschaft ist in der Tat einfach :-) Ja, so ähnlich könnte
> das wirklich klappen. Am besten, wir legen mal den _ganzen_ Keller mit
> Papier aus und skizzieren da ein paar Radien ein...

Jepp - und mach schonmal fertige Elemente (Fabrik, Kehrschleife) zum
hinundherschieben.

> Von den Fahrzeugen her wäre ich z.B. mit den GFN-N-Angebot schon durch-
> aus zufrieden. Der Hauptbereich, bei dem meine Frau die feuchten Augen
> kriegt, sind eigentlich die Tausende (oder sinds Millionen? :-) kleine
> Ausschmückungsteile wie Brunnen, Döner-Verkaufswagen, Marktstände usw.,

Dann guck mal bei Weinert, Marks, Schiffer, Beier...

> aber auch ganze Stadthauszeilen und Spezialbauten wie Burger King, Auto-
> häuser etc. - und nicht zuletzt, daß es im Faller Car System auch was
> anderes gibt als quietschgelbe Postbusse :-)

Nagut, das Faller Carsystem ist natürlich ein KO-Argument.

> Werd ich mal gucken, danke. Allerdings komme ich langsam zu dem Schluß,
> daß ich nicht _allzuviel_ umbauen möchte - der "Goldene Schnitt" der
> Peco-Weichen wäre da schon die Obergrenze.

Dann scheint ja Rocoline mit Bettung das Gleis deiner Wahl zu sein.

> Aber erst mal müssen wir ja eh noch die Platzfrage klären :-)

"Alles für die MoBa!"
[x] geklärt.

Jens Schmidt

unread,
Apr 26, 2004, 1:25:18 PM4/26/04
to
Martin Schilling wrote:

Bei GFN sind innerhalb des Mechanismus Kontakte, so ähnlich wie in einem
Schiebeschalter. Das war auch schon bei der alten Ausführung. Das nutzen
die für die "denkende" Weiche aka Stopweichenfunktion.

Das durfte ich mir mal ansehen, als auf der Weiche ein 628 entgleist ist und
dadurch einen Kurzschluß verursachte: Der Kunststoff über dem genannten
Kontakt ist weggeschmolzen. Die Radschleifer am 628 übrigens auch. Das
sollte aber nicht wirklich beunruhigen, außer Du benutzt auch ein
Labornetzgerät mit 10A :-(.

Jens

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 26, 2004, 3:03:48 PM4/26/04
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de>:

>> Genau das habe ich ja vorausgesetzt. Von unten siehst Du dann
>> aber nicht mehr die Weiche und hast daher keinerlei
>> Orientierung beim Einstecken. Das Loch wird ja vorn und hinten
>> ein wenig Spiel lassen und etwa doppelt so breit wie der
>> Antrieb sein müssen. Evtl. könnte man das Loch bis unter die
>> Weiche reichen lassen und vor dem Einbau Markierungen an ihrem
>> Boden anbringen.
>
> Ja, das wäre ne Idee. Oder ne kleine (abschaltbare) Glühbirne
> mit ins Loch einbauen, damit man was sieht beim Austausch :-)

Das ist viel zu umständlich und nützt auch nichts. Wenn ich die
Weiche einzeln in der Hand habe, um einen Antrieb wieder anzu-
stecken, *muß* ich seitlich nach den drei Schlitzen für die Metall-
zungen suchen. Beim Einstecken muß ja zugleuch das kleine Hand-
hebelchen in die Aussparung des Mitnehmers im Antrieb bugsiert
werden.

> Im Ernst, haben Weichenantriebe wirklich eine so kurze
> Lebenszeit?

Ich habe noch keinen ersetzen müssen. Bei einem oder zweien sehe
ich aber Funken beim Stellen, das belastet die Kontakte ganz
erheblich. Denn in so einem Funken herrschen hohe Temperaturen,
Material wird abgetragen und Korrosion gefördert. Die Endab-
schaltung besteht aus einem sehr dünnen Metallstreifen mit
Kontaktstellen, der vom Antrieb über geeignet geformte Leiter-
bahnen bewegt wird.

In diesem Zusammenhang ärgert mich die Dreiwegweiche, denn das
Vibrieren der kleinen Zunge bedeutet ja ein Vielfaches an
Schaltspielen beim Stellen (manchmal läuft sie aber auch glatt um).
Ich führe an dieser Stelle wohl unfreiwillig einen zeitgerafften
Lebensdauertest des Antriebes durch.

>> Fleischmann wirbt ja auch damit, daß das Deutsche Museum in
>> München damit fährt. Auf dem Anlagenbild im Katalog ist
>> jedenfalls zu erkennen, daß die Antriebe oberirdisch belassen
>> wurden.
>
> Meinst Du, die werden schon wissen, warum? :-)

Naja, vielleicht auch einfach eine notwenige Arbeitszeit-
Sparmaßnahme. Außerdem soll die Anlage ja einen Fahrbetrieb
veranschaulichen und keine Modellbaukunst sein.

Wenn Du die Unterflurmontage dieser Antriebe planst, würde ich das
Wechseln des Antriebes auf jeden Fall vorher ausprobieren. Vor dem
Einbau der Weiche sollte man mit einem wasserunlöslichen Stift auf
der metallenen Bodenplatte die genaue Lage der Schlitze markieren.
Die Aussparung für den Antrieb muß noch unter die Weiche reichen,
damit man diese Markierungen auch bei montierter Weiche von unten
sehen kann. Ohne herausnehmbare Module, die man sich für das
Wechseln senkrecht auf eine Werkbank stellen kann, um mit den Armen
auf beiden Seiten hantieren zu können, halte ich den Wechsel aber
für aussichtslos. Denn die Weiche kann ja im Interesse einer guten
Schalldämmung nicht bombenfest mit dem Planum verbunden werden, man
wird sie beim Herausziehen und Hereinstecken eines Antriebes mit
einer Hand festhalten müssen.

> So 'ne Bahnhofseinfahrt wie da abgebildet hätt' ich auch gern
> :-)
>
>> Ich fahre allerdings H0.
>
> Welche Wagen, welche Gleise?

Ich habe das Profigleis und fahre Ep. V digital (TWIN-Center in
reinem DCC-Betrieb). Im Verhältnis zu vielen Regulars hier habe ich
wahrscheinlich nur sehr wenige Fahrzeuge; denn ich beschaffe sie
erst dann, wenn ich sie auch auf Gleise stellen und fahren kann
ohne andere herunternehmen zu müssen.

Ich habe einen Nahverkehrszug mit beleuchteten modus-Wagen (DB
Regio Nordbayern), gezogen von einer verkehrsroten Münchner BR 111.
Solche Züge verkehren zwischen Frankfurt/Main, Würzburg und
Nürnberg.
Mein Zug hat lediglich einen Steuer- und zwei Mittelwagen, für
einen weiteren Mittelwagen wäre mittlerweile Platz. Das Vorbild
fährt mit insgesamt fünf Wagen und wird meistens von Nürnberger BR
111, aber auch mal von einer BR 112 (ex DR) geführt.

Im Güterverkehr fahren zwei verkehrsrote Würzburger BR 212 ex V 100
(DB Cargo) ggfs. auch in Doppeltraktion und eine BR 361 ex V 60 (DB
Cargo) rangiert. Allmählich denke ich über die Beschaffung einer
Güterzuglokomotive nach, die stärker und schneller als meine
Doppeltraktion ist, denn eine BR 212 fährt höchstens 100 km/h, was
für einen sehr modernen Güterverkehr oft nicht reicht.

An Güterwagen steht ein Ganzzug aus sieben Hochbordwagen Eanos-x
052, ein Ganzzug aus fünf Doppelrungenwagen Snps 719 (da könnte
noch einer dazu), ein Zug aus u.a. fünf mit verschiedenen Getränke-
marken dekorierten zweiachsigen Kühlwagen Ichs und noch ein Zug,
der unter anderem vier sechsachsige Teleskophaubenwagen Sahimms 900
enthält.
Ganzzug heißt bei mir, daß der Zug über die maximal im Bahnhof
behandelbare und vor allem abstellbare Zuglänge aus dem gleichen
Wagentyp besteht. Diese Zuglänge hängt allerdings auch davon ab,
was man tun will.

Es gibt noch einen kleinen Arbeitszug, zu dem ein 10 t-Kran der
Bauart WHYLEN gehört. Mein Wagen ist zweiachsig und entstammt der
Junior-Serie von Fleischmann, das Vorbild war möglicherweise
dreiachsig. In diesem kleinen Zug läuft auch ein Schienenreini-
gungswagen. Der Arbeitszug wird für gewöhnlich von der BR 361
gezogen.

>> Nein, von neuen Weichen ist mir nichts bekannt. Es gibt
>> allerdings Schnellfahrweichen mit beweglichem und wohl auch
>> polarisiertem Herzstück, die ich aber noch nicht verbaut habe.
>
> Ja, die sehen sehr schlank aus (und sind in H0 30cm lang!). Da
> steht auch im Katalog, daß die nicht aufgeschnitten werden
> dürfen. Polarisierte Herzstücke gibts beim H0-Profigleis laut
> http://www.puerner.de/shop?a=k&k=&p=Fleischmann&g=161 aber
> anschei- nend wirklich nicht :-( Vielleicht denken sie, daß
> sowas nur in N nötig wäre?!

Fleischmann bietet vorsichtshalber keine Kö(f) an ...

>> Die H0-Weichen können übrigens seit letztem Jahr mit
>> beleuchteten Weichenlaternen versehen werden.
>
> Ah, stimmt, da hatte ich irgendwo was gelesen. Naja, hübsch wär
> das schon :-) Andererseits: Kann mich nicht erinnern, im Hbf
> Nürnberg letzte Woche irgendwelche gesehen zu haben - da bin ich
> wohl in einer zu modernen Epoche dafür?! :-)

Mir sind diese dort wohl elektrisch beleuchteten Laternen in großer
Zahl aus Hamburg-Altona in Erinnerung, war aber auch schon 1986/87.

>> <Lock Dest="Spurweite H0"> Erwähnte ich bereits, daß hier auch
>> 66- achsige Güterzüge in H0 fahren und N eigentlich tot ist?
>> </Lock> ;-)
>
> Grmpf :-) Wie lang in Metern ist so ein Zug?

1,50 bis 2 m, je nach Komposition. Nun hört man ja bei der
Modellbahn die Schienenstöße nicht, obwohl sie anders als das
Vorbild noch welche hat. Das Geräusch beim Durchfahren von Weichen
gibt das dominierende Geräusch des Vorbildes BTW recht gut wieder,
wenn auch maßstäblich verkleinert, auch wenn ich nur mit Zügen in
normaler Länge fahre.

> Und hast Du einen Bahnhof, wo der reinpaßt?

Beim Zusammenstellen und Zerlegen eines derartigen Zuges muß per
Befehl auf die Strecke hinausrangiert werden, sonst aber nicht.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 26, 2004, 5:15:13 PM4/26/04
to
Hallo Matthias

Bei Fleischmann Profi fühle ich mich absolut unwohl.
Das fängt mit dem viel zu schmalen (33 statt ca. 57 mm) und
niedrigen (3 statt ca. 7 mm) Schotterbett an, geht über die hohen
Profile (2.5 statt 1.9-2.1 mm bei P, T, R) und endet bei dem mMn
merkwürdigen Systemwinkel von 18/36 Grad. Dadurch gehen die Weichen
ziemlich deutlich in Richtung Abknickstelle.

Auch die 'Schnellfahrweiche' hat diesen 18° Winkel. Da sie den
gleichen Gleisabstand wie die Standardweiche ergibt, kann das nur
heissen, dass sie am Anfang einen größeren und am Ende einen
kleineren Radius als die Standardweiche hat.

Ganz übel sind die Bogenweichen, die es nur für die beiden
kleinsten Radien (356/420 mm) gibt. Absolut unbrauchbar für eine
großzügige Gleisführung.

Der größte fertige Radius beträgt 547 bzw. 647 mm als Gegenbogen
zu den beiden Weichen. Bei den von euch gewollten langen Wagen
(303 mm in H0) wären 800 mm oder mehr anzustreben. Zeichne es
einfach mal auf und staune wie weit die Wagen bei 547/647 mm Radius
noch neben der Kurve hängen.


Meine Meinung:
Wenn Gleise mit fertiger Bettung in H0 2-Leiter gewünscht sind, führt
kein Weg an Roco Line vorbei. Da hast du dann auch eine ausgefeilte
Geometrie, Weichen mit schlanken Winkeln und Bogenweichen mit großem
Radius. Persönlich würde ich für einen festen Aufbau allerdings die
Styroplast Gleisbettungen vorziehen, wenn man/frau nicht selber
einschottern will.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 26, 2004, 5:14:50 PM4/26/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
> >
> > Nun ja man kann die Tür umbauen, so dass sie nach aussen öffnet
> > oder durch eine Schiebetür ersetzen.
>
> Ich glaube, bauliche Veränderungen sähe meine Frau nicht so gerne :-)

Bei einigen Stahl-Türrahmen kann man den Anschlag von innen nach
aussen wechseln, so dass der Umbau ohne Maurerarbeiten möglich ist.


> > Es gibt mehrere Lösungen für herausnehmbare Teile.
> > Bei Bedarf soll Matthias einfach nochmal gezielt fragen.
>
> Leider sind wir bis gestern abend noch nicht mit dem Komplett-

> Ausräumen fertig geworden. Wenn der Raum mal _ganz_ leer ist,


> stellen wir mein noch vorhandenes H0-Material mal in Zuglänge auf
> den Fußboden, damit man mal einen Eindruck im Maßstab 1:1 kriegt...

Wahrscheinlich werdet ihr dann zu einer Rundum-Anlage tendieren.
;-)

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 26, 2004, 6:04:57 PM4/26/04
to
Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de>:

> Das fängt mit dem viel zu schmalen (33 statt ca. 57 mm) und
> niedrigen (3 statt ca. 7 mm) Schotterbett an,

Es dürfte einfacher sein, ein zu niedriges Schotterbett zu erhöhen
als die gesamte Umgebung bei einem zu hohen (und auch sonst wenig
realistischen) mit anzuheben. Daher würde ich dem Profigleis das
niedrige Schotterbett eher als Pluspunkt anrechnen.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 26, 2004, 7:40:55 PM4/26/04
to
Hallo Lars

"Lars P. Wolschner" wrote:
> Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de>:
>
> > Das fängt mit dem viel zu schmalen (33 statt ca. 57 mm) und
> > niedrigen (3 statt ca. 7 mm) Schotterbett an,
>
> Es dürfte einfacher sein, ein zu niedriges Schotterbett zu erhöhen
> als die gesamte Umgebung bei einem zu hohen (und auch sonst wenig
> realistischen) mit anzuheben. Daher würde ich dem Profigleis das
> niedrige Schotterbett eher als Pluspunkt anrechnen.

Bei wem gibt es denn ein zu hohes Schotterbett?
M‰rklins M-Gleise können wir wegen Produktionsende wohl ignorieren.

Damit dass man die fehlenden 4 mm Höhe und 24 mm Breite leicht
ergänzen kann, hast du natürlich recht.
Aber dadurch entsteht zusätzliche Arbeit, die man/frau eigentlich
durch Verwendung eines Bettungsgleises vermeiden will.

Lars P. Wolschner

unread,
Apr 27, 2004, 5:03:37 AM4/27/04
to
Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de>:

> "Lars P. Wolschner" wrote:

>> Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de>:

>>> Das fängt mit dem viel zu schmalen (33 statt ca. 57 mm) und
>>> niedrigen (3 statt ca. 7 mm) Schotterbett an,
>>
>> Es dürfte einfacher sein, ein zu niedriges Schotterbett zu
>> erhöhen als die gesamte Umgebung bei einem zu hohen (und auch
>> sonst wenig realistischen) mit anzuheben. Daher würde ich dem
>> Profigleis das niedrige Schotterbett eher als Pluspunkt
>> anrechnen.
>
> Bei wem gibt es denn ein zu hohes Schotterbett?

Bei Roco und bei Märklin, und Du weißt ganz genau, daß sich die
Höhe des Schotterbettes bei beiden Herstellern an gewissen
technischen Anforderungen bemißt, nicht aber am Vorbild. Bei
Märklin dürfte es die mechanische Stabilität und elektrische
Zuverlässigkeit der stoßlaschenfreien Gleisverbindungen sowie die
Antriebe im Gleisbett, bei Roco nur das letztere sein.

> M‰rklins M-Gleise können wir wegen Produktionsende wohl
> ignorieren.

Zumindestens optisch wirkt das neue Bettungsgleis noch höher als
das alte metallene. Nachgemessen habe ich allerdings nicht.

Meiner Beobachtung nach sind derartig hohe Schotterbetten sogar auf
den neuesten Strecken nur selten anzutreffen, deren Schotter dann
außerdem hell ist. Gerade bei den hier so beliebten Ep. III-
Nebenbahnthemen aber ist das Fleischmann-Schotterbett passend, im
Bahnhof liegen die vernachlässigten Gleise sogar oft ebenerdig im
Kiesbett. Fleischmann bietet übrigens sowohl für N als auch H0
farblich passenden losen Schotter an. Die Farbe scheint mir bei
Fleischmann auch besser gewählt, wenngleich natürlich nicht
perfekt.

> Damit dass man die fehlenden 4 mm Höhe und 24 mm Breite leicht
> ergänzen kann, hast du natürlich recht.
> Aber dadurch entsteht zusätzliche Arbeit, die man/frau
> eigentlich durch Verwendung eines Bettungsgleises vermeiden
> will.

Und die Arbeit, im Bahnhof ein Material zum Auffüllen der
Gleiszwischenräume zuzuschneiden (dabei den Böschungswinkel zu
berücksichtigen) und zu verkleben?

Matthias Hanft

unread,
Apr 27, 2004, 12:37:22 AM4/27/04
to
Hallo Martin,

[Türumbau]


> zu a) überlege es nochmal mit einer Schiebetür (Hmm, war da nicht ein
> Lichtschalter? Der kommt dann an die andere Wand...)

Den Lichtschalter können wir auch ganz weglassen - das Licht hängt eh
am Bus (EIB), und das kann ich dann vom MoBa-PC aus per Browser einfach
mitschalten :-) Wenns sein muß, auch noch per Kontaktgleis :-)))

>> +-----------------------------TTTTT--+
>> |BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
>> |BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB |
>> |BBBBB BBBBBBBB BBBBB|
>> |BBB BBBBBBB|3,60m
>> |BB BBBBBBBBBBBBBB|
>> |B BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
>> FB BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
>> FBBBBBBBBABBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB|
>> +------------------------------------+
>> 5,50m

Sieht elegant aus! Da hat man ja sogar in der Mitte ganz nett Platz -
jedenfalls mehr als einen schmalen Gang...

> Bei 80cm Gangbreite hast Du oben Platz für den Kopfbahnhof, darunter
> jede Menge Platz für eine Kehre und einen Schattenbhf, am vorderen Rand
> kannst Du auch noch eine lange Paradestrecke hinquetschen.
> Auf dem unteren Schenkel wird der Durchgangsbahnhof in der Diagonalen
> angeordnet, ich würde die Anlage so hoch ziehen, dass die Tür grade noch
> aufgeht, ohne irgendwo gegenzubumsen. In ungefährer Türbreite solltest
> Du auch in H0 noch um die Ecke kommen, um im Untergrund zu verschwinden.
> Ich kann jetzt nicht überblicken, ob da auch ein Schattenbhf mitsamt
> Kehre drunterpaßt, wenn nicht, führst Du die Gleise noch eine Etage
> tiefer unter den Kopfbahnhof und hast da denn 3 Etagen übereinander.

Das ist ja schon fast ein fertiges Rezept - danke!!!

Muß dann nur noch sehen, ob ich einen vernünftigen Gleisplan damit
zusammenbekomme - da bin ich irgendwie nicht besonders "künstlerisch"
veranlagt. Aber da hab ich ja meinen Arbeitskollegen... und diese
Newsgroup :-)))

Im Ernst, ich bin bei Gleisplänen in Moba-Heften etc. oft sprachlos
und denke mir "wie kommt man nur auf sowas"? Ich finds faszinierend,
wenn ein Zug irgendwo im Tunnel verschwindet und dann eben _nicht_
dort wieder zum Vorschein kommt, wo's offensichtlich wäre bzw. wo
mans denkt, sondern gaaanz woanders... ich komm auf sowas einfach
nicht von selber >:-|

[Brücke zwischen Fenster und Heizung]


> klingt gut - aber wenn man keine vernünftige Landschaft da hinmogeln
> kann, baust Du da ein nacktes Trassenbrett mit Absturzsicherung.

Ich glaub nicht, daß man da viel "landschaften" kann. Abgesehen davon
wäre ein Tunnel vielleicht eh sinnvoller - denn dann machts nix, wenn
beim Fensterputzen mal was runtertropft oder -fällt.

[PC-Steuerung]


> Für einen Analogfahrer klingt das doch sehr nach wirrtueller Modellbahn.
>> Da braucht man im laufenden Betrieb
>> nur Bildschirm und Maus, weiter nix.
> Jepp, nichtmal eine echte Bahn *duck*

Hatte ich damals auch gedacht. Aber das stimmt so nicht. Auf dem Bildschirm
hat man ja nur das Gleisbild (und keinen Microsoft Train Simulator :-), und
die Gleisbesetztmeldung bewegt sich ohne reale Züge auch nicht weiter :-)

Das Zeug hat IMHO durchaus mehrere Vorteile:
- die Bedienung (von diversen - wahlweise zuschaltbaren - Automatiken
mal abgesehen) orientiert sich am Fahrstraßenvorbild: Klick auf Start
und Ziel, die Fahrstraße wird gestellt (Weichen & Signale), der Zug
setzt sich in Bewegung und löst beim Erreichen des Ziels die Fahr-
straße automatisch wieder auf
- man spart das Geld für ein sündhaft teures Gleisbildstellpult
- eine analoge Verdrahtung der obigen Fahrstraßenlogik wäre höchst auf-
wendig
- und letztendlich bringts auch mehr Sicherheit durch die Fahrstraßen-
verriegelung, weil man die Züge so nicht crashen lassen kann.

In irgendwelchen überschaubaren "manuellen" Bereichen kann man ja
trotzdem immer noch von Hand rangieren...

> Es soll Handregler mit infrarot-steuerung geben. Funken würde ich lieber
> nicht, bevor der Nachbar deine Lok in den Prellbock jagt.

Grins... :-) Wir haben keine Nachbarn :-)

Fürn Arbeitsplatz-PC hab ich ne Funkmaus, bei der ich für die ver-
schlüsselte Übertragung ein zufällig gewähltes Passwort eingeben
mußte. Irgendwas machen die also wohl schon, damit nicht Hinz &
Kunz da reinfunken können.

> Ich habe gar keinen Brawakatalog - aber es gibt doch die NG, die man
> fragen kann;) Die Lampen haben sie ja inzwischen online, guck doch mal,
> ob der dortige Katalog was taugt.

Hab gestern mal ein bißchen auf der Website rumgeguckt - anscheinend
haben sie sogar _alles_ online?!

> Jepp - und mach schonmal fertige Elemente (Fabrik, Kehrschleife) zum
> hinundherschieben.

Haben wir schon in N gemacht - machen wir halt noch ein paar H0-Modelle...

(Wobei die Maßstabsänderung wirklich nicht so genau stimmt - beim GFN-
ICE-T kommt man ungefähr auf die H0-Länge, wenn man die N-Länge durch
87 teilt und mit 160 multipliziert, aber z.B. der Vollmer-Bahnhof "Ba-
den-Baden" ist in H0 viel kürzer als er nach N-Umrechnung sein müßte...)

[es gibt keine N-Ausschmückungsteile]


> Dann guck mal bei Weinert, Marks, Schiffer, Beier...

Weinert kenne ich nur dem Namen nach, die anderen gar nicht. Danke für
die Aufzählung, da werde ich mich mal informieren. (Oder auch nicht,
falls wir doch H0 bauen :-)

> Dann scheint ja Rocoline mit Bettung das Gleis deiner Wahl zu sein.

Hört sich gut an - wenn die nur nicht so besch*** Webserver hätten :-(

Naja, da werd ich mir dann halt doch mal den gedruckten Katalog gönnen...

[Platzfrage]


> "Alles für die MoBa!"
> [x] geklärt.

Ach, so einfach ist das :-)))

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 27, 2004, 8:10:01 AM4/27/04
to
Hallo Edbert,

> Bei Fleischmann Profi fühle ich mich absolut unwohl.

[...u.v.a...]

Hört sich gar nicht gut an. Schade, das Sortiment ist sonst ja
eigentlich eines der umfangreichsten...

> Ganz übel sind die Bogenweichen, die es nur für die beiden
> kleinsten Radien (356/420 mm) gibt. Absolut unbrauchbar für eine
> großzügige Gleisführung.

Ja, das ist mir auch schon aufgefallen - die "R3"-/"R4"-Bogen-
weichen fehlen irgendwie...

Ich hab hier N-Bogenweichen von GFN, da verhält sichs wohl ähn-
lich: Da hängt der Reisezugwagen wirklich _komplett_neben_ der
Weiche :-(((

> Wenn Gleise mit fertiger Bettung in H0 2-Leiter gewünscht sind, führt
> kein Weg an Roco Line vorbei. Da hast du dann auch eine ausgefeilte
> Geometrie, Weichen mit schlanken Winkeln und Bogenweichen mit großem
> Radius. Persönlich würde ich für einen festen Aufbau allerdings die
> Styroplast Gleisbettungen vorziehen, wenn man/frau nicht selber
> einschottern will.

Styroplast Gleisbettungen? Gibts da zufällig Dokus und/oder Bilder
im Internet?

Die "Roco Line" schaue ich mir auf jeden Fall mal an. Wurde mir jetzt
schon von verschiedenen Seiten empfohlen.

Danke!

Gruß Matthias.

Gerhard Thumm

unread,
Apr 27, 2004, 8:35:23 AM4/27/04
to
Matthias Hanft wrote ...

> Styroplast Gleisbettungen? Gibts da zufällig Dokus und/oder Bilder
> im Internet?

Eine Suche bei Google mit "Merkur Styroplast" hat so auf die Schnelle
mal folgende/n URL ergeben, halt in Englisch:
>http://home.istar.ca/~axelh/tips/merkur.html

Mit den gleichen Stichworten ergeben sich auch noch mehr Treffer.
Dass die Styroplast-Gleisbettungen von Merkur sind, muss man bei
dieser Suche - zugegeben ;-) - wissen.

MfG Gerhard

Matthias Hanft

unread,
Apr 27, 2004, 10:40:02 AM4/27/04
to
Gerhard Thumm schrieb:

> http://home.istar.ca/~axelh/tips/merkur.html

Danke! Das sieht auf dem Foto genau so aus wie das, was Peco
unter eigenem Namen als Gleisunterlage verkauft?! Könnte das
evtl. vollkompatibel sein?!

> Mit den gleichen Stichworten ergeben sich auch noch mehr Treffer.
> Dass die Styroplast-Gleisbettungen von Merkur sind, muss man bei
> dieser Suche - zugegeben ;-) - wissen.

In der Tat :-) Ich wußt's nicht. Daher danke für den Tip :-)

Gruß Matthias.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 27, 2004, 10:39:32 AM4/27/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
>

> > Bei Fleischmann Profi fühle ich mich absolut unwohl.
> [...u.v.a...]
>
> Hört sich gar nicht gut an. Schade, das Sortiment ist sonst ja
> eigentlich eines der umfangreichsten...

Im Vergleich zu Peco Finescale, Roco Line und Tillig Elite fällt
Fleischmann Profi bei der Auswahl an Weichen deutlich zurück.


> > Ganz übel sind die Bogenweichen, die es nur für die beiden
> > kleinsten Radien (356/420 mm) gibt. Absolut unbrauchbar für eine
> > großzügige Gleisführung.
>
> Ja, das ist mir auch schon aufgefallen - die "R3"-/"R4"-Bogen-
> weichen fehlen irgendwie...

Eher noch die R5/6 oder noch besser R9/10 von Roco.
Ähnlich großzügige Bogenweichen gibt es auch von Peco und Tillig


> > ... Persönlich würde ich für einen festen Aufbau allerdings


> > die Styroplast Gleisbettungen vorziehen, wenn man/frau nicht
> > selber einschottern will.
>
> Styroplast Gleisbettungen? Gibts da zufällig Dokus und/oder Bilder
> im Internet?

Du musst nach Styroplast und Merkur suchen.
Leider hat (so weit ich weis) Merkur keine eigene Webseite.

Von Peco gibt es die Styroplast Gleisbettung direkt. Ebenso von
Tillig, dort allerdings unter dem Markennamen Styrostone.


> Die "Roco Line" schaue ich mir auf jeden Fall mal an.
> Wurde mir jetzt schon von verschiedenen Seiten empfohlen.

Tu das, gegenüber Fleischmann Profi oder Modell Gleis ist das
System deutlich ausgewogener und wesentlich umfangreicher.

Roco Line gibt es mit und ohne Bettung. So könnt ihr das wählen,
was euch besser gefällt.

Tillig Elite und Roco Line sind bereits DCC-friendly.
Dies heisst konkret, dass kein Schnitt in den Schienen notwendig
ist. Lediglich auf der Unterseite der Weichen sind Verbindungen zu
setzen oder zu trennen.


PS: Kannst du deinem Netscape beibringen, den Namen des Vorposters
anzugeben? Es ist etwas lästig, dies immer per Hand einzufügen.

Matthias Hanft

unread,
Apr 27, 2004, 11:22:46 AM4/27/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:

> Von Peco gibt es die Styroplast Gleisbettung direkt. Ebenso von

> Tillig, dort allerdings unter dem Markennamen Styrostone.

Ja, von Peco hab ich mal so eine Bettung für ein Flexgleis und für
eine Weiche eingekauft zum Ausprobieren. Dann ist das schon das
gesuchte (kam mir doch gleich so bekannt vor :-)

> Roco Line gibt es mit und ohne Bettung. So könnt ihr das wählen,
> was euch besser gefällt.

Mit Bettung machts weniger Arbeit :-) Aber ich werde mir Freitag
mal den gedruckten Roco-Katalog besorgen und alles in Ruhe stu-
dieren (die Roco-Websites in .at und .com sind bezüglich Produkt-
informationen ja eine Katastrophe!).

> Tillig Elite und Roco Line sind bereits DCC-friendly.
> Dies heisst konkret, dass kein Schnitt in den Schienen notwendig
> ist. Lediglich auf der Unterseite der Weichen sind Verbindungen zu
> setzen oder zu trennen.

Klingt gut. Ist eine Roco-Bettungsweiche denn standardmäßig schon
mit einem Antrieb ausgerüstet, oder muß man den immer erst noch
dazu kaufen?

> PS: Kannst du deinem Netscape beibringen, den Namen des Vorposters
> anzugeben? Es ist etwas lästig, dies immer per Hand einzufügen.

So wie da oben? Oder meinst Du was anderes?

Gruß Matthias.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 27, 2004, 11:39:50 AM4/27/04
to
Hallo Lars

"Lars P. Wolschner" wrote:
> Edbert van Eimeren <vanei...@t-online.de>:

> > "Lars P. Wolschner" wrote:
> > >
> > > Es dürfte einfacher sein, ein zu niedriges Schotterbett zu

> > > erhöhen als die gesamte Umgebung bei einem zu hohen (...)
> > > mit anzuheben. ...


> >
> > Bei wem gibt es denn ein zu hohes Schotterbett?
>
> Bei Roco und bei Märklin, und Du weißt ganz genau, daß sich die
> Höhe des Schotterbettes bei beiden Herstellern an gewissen
> technischen Anforderungen bemißt, nicht aber am Vorbild.

Du bist der erste, der behauptet, dass die Schotterbetten von
Roco Line und Märklin C-Gleis zu hoch sind.

Und ich denke, dass du dich irrst. Nach NEM 122 (Querschnitt des
Bahnkörpers) soll die Höhe (H0) Planum bis Schienenoberkante 10 mm
betragen. Roco Line und Märklin C-Gleis passen genau in dieses Maß.


> Bei Märklin dürfte es die mechanische Stabilität und elektrische
> Zuverlässigkeit der stoßlaschenfreien Gleisverbindungen sowie die
> Antriebe im Gleisbett, bei Roco nur das letztere sein.

Hat offensichtlich auch ohne Vergrößerung der Höhe gepasst.


> > [ M-Gleise ]


> Zumindestens optisch wirkt das neue Bettungsgleis noch höher als
> das alte metallene. Nachgemessen habe ich allerdings nicht.

Das C-Gleis ist zu schmal (40 mm statt 57), daraus folgt, dass die
Böschung zu steil ist, was wiederum einen zu hohen Eindruck ergibt.


> Meiner Beobachtung nach sind derartig hohe Schotterbetten sogar
> auf den neuesten Strecken nur selten anzutreffen, deren Schotter
> dann außerdem hell ist.

Bei der linken Rheinstrecke zwischen Bonn und Bad Godesberg passt
der Eindruck perfekt zum Roco Bettungsgleis. Die Farben reichen
dabei von braun (alt, Rostspuren) bis mittelgrau (kürzlich erneuert).


> Gerade bei den hier so beliebten Ep. III-Nebenbahnthemen
> aber ist das Fleischmann-Schotterbett passend, im Bahnhof liegen
> die vernachlässigten Gleise sogar oft ebenerdig im Kiesbett.

Der Zwischenraum zwischen parallelen Gleisen darf bis zur Schwel-
lenoberkante mit Schotter aufgefüllt werden (muss aber nicht).


> Fleischmann bietet übrigens sowohl für N als auch H0 farblich

> passenden losen Schotter an. Die Farbe scheint mir bei Fleisch-


> mann auch besser gewählt, wenngleich natürlich nicht perfekt.

Über Schotterfarben kann man trefflich streiten. Die sind beim
Vorbild nämlich regional (je nach verwendetem Gestein) sehr
unterschiedlich. Roco hat ein mittleres Grau von relativ neuen
Strecken gewählt. Das Grau von Märklin C-Gleis hingegen erscheint
mir zu dunkel.


> > Damit dass man die fehlenden 4 mm Höhe und 24 mm Breite leicht
> > ergänzen kann, hast du natürlich recht.
> > Aber dadurch entsteht zusätzliche Arbeit, die man/frau eigent
> > lich durch Verwendung eines Bettungsgleises vermeiden will.
>
> Und die Arbeit, im Bahnhof ein Material zum Auffüllen der
> Gleiszwischenräume zuzuschneiden (dabei den Böschungswinkel zu
> berücksichtigen) und zu verkleben?

Man/frau kann den Zwischenraum auffüllen, muss es aber nicht.
Beides wird dem Vorbild gerecht.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 27, 2004, 1:19:01 PM4/27/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
>

> > Roco Line gibt es mit und ohne Bettung. So könnt ihr das wählen,
> > was euch besser gefällt.
>
> Mit Bettung machts weniger Arbeit :-) Aber ich werde mir Freitag
> mal den gedruckten Roco-Katalog besorgen und alles in Ruhe stu-
> dieren (die Roco-Websites in .at und .com sind bezüglich Produkt-
> informationen ja eine Katastrophe!).

Mit Netscape 4.x absolut unbenutzbar.
Aber alle drei Jahre gönne ich mir einen neuen Roco-Katalog.


> Ist eine Roco-Bettungsweiche denn standardmäßig schon mit einem
> Antrieb ausgerüstet, oder muß man den immer erst noch dazu kaufen?

Roco Line Weichen werden ohne Antrieb verkauft. Der Antrieb ist
getrennt zu erwerben. In den Bettungsweichen ist die Mechanik
und Polarisierung bereits enthalten. Das heisst sie enthalten
im Gegensatz zu den Weichen ohne Bettung immer einen Handantrieb.


> > PS: Kannst du deinem Netscape beibringen, den Namen des

> > Vorposters anzugeben? ...


>
> So wie da oben? Oder meinst Du was anderes?

Genau so, Danke.

Matthias Hanft

unread,
Apr 27, 2004, 1:40:02 PM4/27/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:
>
[Roco-Websites]


> Mit Netscape 4.x absolut unbenutzbar.

Stimmt, und mit IE hagelts Javascript-Errors... :-(

> Aber alle drei Jahre gönne ich mir einen neuen Roco-Katalog.

Ich hab hier nur die "Roco Neuheiten 2004", aber da kommen leider
keine Gleise drin vor...

> Roco Line Weichen werden ohne Antrieb verkauft. Der Antrieb ist
> getrennt zu erwerben. In den Bettungsweichen ist die Mechanik
> und Polarisierung bereits enthalten. Das heisst sie enthalten
> im Gegensatz zu den Weichen ohne Bettung immer einen Handantrieb.

Ah, ok. Das machts natürlich gleich etwas teurer. Aber geht noch
einigermaßen. Sind da nur die Original-Roco-Antriebe geeignet,
oder könnte man da auch Fremdantriebe (Kurt) verwenden?

Gruß Matthias.

Martin Schoenbeck

unread,
Apr 27, 2004, 1:44:48 PM4/27/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:
>

> Du bist der erste, der behauptet, dass die Schotterbetten von
> Roco Line und Märklin C-Gleis zu hoch sind.

Ich drück das die ganze Zeit ungelesen weg, dabei diskutiert ihr hier
über H0. Noch schlimmer als gar kein Tag ist ein falsches.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html

Martin Schilling

unread,
Apr 28, 2004, 4:02:04 AM4/28/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Martin Schilling schrieb:
>>[Raumskizze]


> Sieht elegant aus! Da hat man ja sogar in der Mitte ganz nett Platz -
> jedenfalls mehr als einen schmalen Gang...

Jepp - denk dran, daß Du dich ja selbst in dem Raum aufhalten möchtest,
vermutlich mit Drehstuhl/sessel um den Zügen zuzugucken.

>> [Kopfbahnhof, Kehre, Paradestrecke, Schattenbhf etc]


>
> Das ist ja schon fast ein fertiges Rezept - danke!!!

Gern geschehn!

> Muß dann nur noch sehen, ob ich einen vernünftigen Gleisplan damit
> zusammenbekomme - da bin ich irgendwie nicht besonders "künstlerisch"
> veranlagt. Aber da hab ich ja meinen Arbeitskollegen... und diese
> Newsgroup :-)))

Für den Gleisplan kann ich Dir nur raten, beschäftige Dich mit dem
Vorbild. Es gibt ganze Bücher voll mit Gleisplänen, vielleicht kann dein
Kollege Dir mal was ausleihen. Hier in der NG beteilige ich mich immer
wieder gerne am Plänezerfleddern anderer Leute;))

> Im Ernst, ich bin bei Gleisplänen in Moba-Heften etc. oft sprachlos
> und denke mir "wie kommt man nur auf sowas"? Ich finds faszinierend,
> wenn ein Zug irgendwo im Tunnel verschwindet und dann eben _nicht_
> dort wieder zum Vorschein kommt, wo's offensichtlich wäre bzw. wo
> mans denkt, sondern gaaanz woanders...

Jepp, da gibt es wirkliche Künstler zwischen. Gleise die durch den
Lokschuppen oder eine Fabrik die Kulisse durchstechen und plötzlich
mitten im Schattenbhf sind. Gedeckte Fußgängerstege, in denen ein Gleis
versteckt ist - immer wieder faszinierend!

> ich komm auf sowas einfach nicht von selber >:-|

Nö, ich auch nicht - aber das kann man sich ja abgucken und aus den
schönsten Elementen etwas eigenes komponieren.

> [Brücke zwischen Fenster und Heizung]

> Ich glaub nicht, daß man da viel "landschaften" kann. Abgesehen davon
> wäre ein Tunnel vielleicht eh sinnvoller - denn dann machts nix, wenn
> beim Fensterputzen mal was runtertropft oder -fällt.

Dafür könntest Du auch eine Klappe vorsehen, die Du im Ernstfall einfach
über die Strecke unterm Fenster stülpst. Sonst müßten 3 Gleise relativ
gleichzeitig im Tunnel verschwinden, wenn Du nicht grade Wuppertal
nachbaust, eine doch ungewöhnliche Situation.

> [PC-Steuerung]
>> Für einen Analogfahrer klingt das doch sehr nach wirrtueller Modellbahn.
>

> Hatte ich damals auch gedacht. Aber das stimmt so nicht. Auf dem Bildschirm
> hat man ja nur das Gleisbild (und keinen Microsoft Train Simulator :-), und
> die Gleisbesetztmeldung bewegt sich ohne reale Züge auch nicht weiter :-)
>
> Das Zeug hat IMHO durchaus mehrere Vorteile:
> - die Bedienung (von diversen - wahlweise zuschaltbaren - Automatiken
> mal abgesehen) orientiert sich am Fahrstraßenvorbild: Klick auf Start
> und Ziel, die Fahrstraße wird gestellt (Weichen & Signale), der Zug
> setzt sich in Bewegung und löst beim Erreichen des Ziels die Fahr-
> straße automatisch wieder auf

An der Stelle kriege ich schon Bauchschmerzen: Wieso fährt der Zug los,
wenn die Fahrstraße gestellt ist? Überläßt Du dem PC auch das Steuern
der Züge?

> - man spart das Geld für ein sündhaft teures Gleisbildstellpult

Hmmm, http://mke.gmxhome.de/pics/stellpult_030704.jpg hätte mit neuen
Schaltern vielleicht 15,- gekostet, in Wirklichkeit war das umsonst,
weil alles in der Bastelkiste rumflog.

> - eine analoge Verdrahtung der obigen Fahrstraßenlogik wäre höchst auf-
> wendig

Ja, heutezutage sind Fahrstraßen mit Relaistechnik veraltet und viel zu
aufwendig, um so etwas neu zu bauen. Aber nur weil der Rechenknecht die
Sicherung übernimmt (passiv), muß er ja nicht aktiv eingreifen, mE muß
er nichtmal zu sehen sein.

> In irgendwelchen überschaubaren "manuellen" Bereichen kann man ja
> trotzdem immer noch von Hand rangieren...

Eben davor möchte ich Dich warnen - eigenes Eingreifen als Ausnahme zu
definieren. Stell Dir vor, Du hast in einer Ecke des Raumes den Monitor
stehen, von dem aus ALLES gesteuert wird. Wirst Du da wirklich
1)hingehen 2)Fahrstraße anklicken 3)zum Zug zurückgehen 4)pfeifen,
winken, losfahren? Oder wirst Du nicht viel eher a)sitzenbleiben und
b)zugucken?
Ich kann nicht einschätzen, wie aufwendig es ist, ein reales Stellpult
mit einer wirrtuellen Sicherung zu verdrahten, mit entsprechenden En-
und DeCodern sollten "2 Kabel" reichen;) Und Du bleibst mit der Nase am
Geschehen.

> Hab gestern mal ein bißchen auf der Website rumgeguckt - anscheinend
> haben sie sogar _alles_ online?!

Die Frage gebe ich gerne weiter - als Offlinesurfer bin ich nicht
wirklich motiviert, daselbst zu gucken;)

> (Wobei die Maßstabsänderung wirklich nicht so genau stimmt - beim GFN-
> ICE-T kommt man ungefähr auf die H0-Länge, wenn man die N-Länge durch
> 87 teilt und mit 160 multipliziert, aber z.B. der Vollmer-Bahnhof "Ba-
> den-Baden" ist in H0 viel kürzer als er nach N-Umrechnung sein müßte...)

Das hat mindestens 2 Ursachen: in H0 haben die Leute keinen Platz,
deshalb werden viele Häuser (und Wagen;) verkürzt oder in völlig
flaschem Maßstab hergestellt. In N dagegen sehen maßstäbliche Häuser
wohl so mickrig aus, dass gerade Vollmer sich nicht scheut, Häuser mit
der Türklinke in Schulterhöhe als N zu verkaufen. Was man mit einer
Laubsäge für tolle Sachen aus Vollmerbausätzen machen kann, habe ich ja
auf meiner Heimseite[1] beschrieben;)) Und Faller verkauft über 30 Jahre
alte H0-Sachen als N-Neuheiten...
Das Einzige, was Dir da hilft ist ein tatsächliches Umrechnen von
Vorbildmaßen in 1:87 bzw. 1:160 - und vor jedem Kauf hier fragen, ob
jemand das Gebäude schon hat oder noch aus 60er-Jahre Katalogen kennt;)

>> Dann guck mal bei Weinert, Marks, Schiffer, Beier...
> Weinert kenne ich nur dem Namen nach, die anderen gar nicht. Danke für
> die Aufzählung, da werde ich mich mal informieren. (Oder auch nicht,
> falls wir doch H0 bauen :-)

Aber ja doch, Marks Metallclassics machen auch in H0 tolle Autos,
Schiffer zB den Lokschuppen Klütz als Messingätzbausatz.
Vergiß nicht, bei Artitec (www.artitec.nl) zu gucken, falls Du irgendwie
was Norddeutsches bauen willst - wobei die Bauanleitungen für deren
Schiffe ein verdammt schlechter Witz sein sollen:/

Gruß aus Kiel,
Martin.

PS: Ich habe mal das [N]-Tag weggenommen, damit Martin nicht mehr weint;)

[1] http://mke.gmxhome.de/ul/wein/wein.htm und
http://mke.gmxhome.de/rst/stw/stadthus.htm
--
may contain nuts.

Werner Falkenbach

unread,
Apr 28, 2004, 4:19:16 AM4/28/04
to
Moin Martin,

Martin Schilling schrieb:


>
> Ja, heutezutage sind Fahrstraßen mit Relaistechnik veraltet und viel zu
> aufwendig, um so etwas neu zu bauen. Aber nur weil der Rechenknecht die
> Sicherung übernimmt (passiv), muß er ja nicht aktiv eingreifen, mE muß
> er nichtmal zu sehen sein.

genau das ist IMHO ein zweckmäßger Ansatz.
Logik in die Blechbüchse statt in Relais, Bedienung aber vor Ort, evtl.
dezentral.

> Eben davor möchte ich Dich warnen - eigenes Eingreifen als Ausnahme zu
> definieren. Stell Dir vor, Du hast in einer Ecke des Raumes den Monitor
> stehen, von dem aus ALLES gesteuert wird. Wirst Du da wirklich
> 1)hingehen 2)Fahrstraße anklicken 3)zum Zug zurückgehen 4)pfeifen,
> winken, losfahren? Oder wirst Du nicht viel eher a)sitzenbleiben und
> b)zugucken?

Nee, das kann es nicht sein. Da beibt der Spielspaß auf der Srecke, im
wahrsten Sinn des Wortes.

> Ich kann nicht einschätzen, wie aufwendig es ist, ein reales Stellpult
> mit einer wirrtuellen Sicherung zu verdrahten, mit entsprechenden En-
> und DeCodern sollten "2 Kabel" reichen;) Und Du bleibst mit der Nase am
> Geschehen.

Alle Stellbefehle in die Kiste, dort Logigprüfung, Plausibilität, und
Stellbefehle raus.
Züge *können* dann auch automatisch starten, müssen aber nicht.

Grüße
Werner
--
* * * * * THEMA SCHMALSPURBAHN * * * * *
http://home.t-online.de/home/werner.falkenbach
mailto:Werner.F...@t-online.de

Matthias Hanft

unread,
Apr 28, 2004, 6:08:33 AM4/28/04
to
Hallo Martin,

Martin Schilling schrieb:

[Platz in der Mitte]


> Jepp - denk dran, daß Du dich ja selbst in dem Raum aufhalten möchtest,
> vermutlich mit Drehstuhl/sessel um den Zügen zuzugucken.

Ja, klar. Allerdings müßten das dann wohl eher Barhocker sein -
es wird ja immer wieder erwähnt, daß es umso besser aussieht,
je weniger man "von oben" auf die Anlage schaut. Also wird
die niedrigste Ebene nicht unter 1,10m oder so gebaut - richtig?

> Für den Gleisplan kann ich Dir nur raten, beschäftige Dich mit dem
> Vorbild. Es gibt ganze Bücher voll mit Gleisplänen, vielleicht kann dein
> Kollege Dir mal was ausleihen. Hier in der NG beteilige ich mich immer
> wieder gerne am Plänezerfleddern anderer Leute;))

Grins... :-) Naja, wir gehen übermorgen eh mal wieder in einen
MoBa-Laden, weil ich die GFN- und Roco-H0-Kataloge besorgen
möchte; die haben da auch ein Regal mit diversen Heften und
Büchern, u.a. mit Gleisplänen, Anlagengestaltung etc., da
stöbern wir dann mal ein wenig herum... vielleicht ist ja
was brauchbares dabei.

[Fensterputzschutz]


> Dafür könntest Du auch eine Klappe vorsehen, die Du im Ernstfall einfach
> über die Strecke unterm Fenster stülpst. Sonst müßten 3 Gleise relativ
> gleichzeitig im Tunnel verschwinden, wenn Du nicht grade Wuppertal
> nachbaust, eine doch ungewöhnliche Situation.

...und eine Straße evtl. auch noch (wenn die Fallerleins auch
auf den anderen Anlagenteil rüberfahren sollen).

Außerdem hätte man bei "offener" Bauweise gleich noch ein paar
Meter mehr Paradestrecke.

[PC-Steuerung]


> An der Stelle kriege ich schon Bauchschmerzen: Wieso fährt der Zug los,
> wenn die Fahrstraße gestellt ist? Überläßt Du dem PC auch das Steuern
> der Züge?

Ein anständiger Lokführer fährt halt nun mal selbständig los,
wenn die Fahrstraße gestellt und das Signal grün geworden ist
(naja, schlimmstenfalls nach Zp9 :-). Ist doch nett, wenn das
auch mein virtueller MoBa-Lokführer tut, nachdem ich (als Stell-
werker) die Fahrstraße gestellt habe, oder? :-)

BTW, falls es Dich irgendwie beruhigt: In der Software gibts
direkt neben dem Button "Stellen und Fahren" auch einen
Button "Nur Stellen", und dann fährt man halt selber...

> Hmmm, http://mke.gmxhome.de/pics/stellpult_030704.jpg hätte mit neuen
> Schaltern vielleicht 15,- gekostet, in Wirklichkeit war das umsonst,
> weil alles in der Bastelkiste rumflog.

Ja. Aber wo ist da die weiße Fahrstraßenausleuchtung, die rote
Gleisbelegtmeldung, die Stellung der Weichen und Signale, die
Zugnummernanzeige...?!

In _der_ Beziehung bin ich kompromißlos anspruchsvoll :-)

> Eben davor möchte ich Dich warnen - eigenes Eingreifen als Ausnahme zu
> definieren. Stell Dir vor, Du hast in einer Ecke des Raumes den Monitor
> stehen, von dem aus ALLES gesteuert wird. Wirst Du da wirklich
> 1)hingehen 2)Fahrstraße anklicken 3)zum Zug zurückgehen 4)pfeifen,
> winken, losfahren? Oder wirst Du nicht viel eher a)sitzenbleiben und
> b)zugucken?

Das werde ich rausfinden. Wobei man mit der Software Fahrstraßen auch
über externe Eingänge (z.B. eben Gleisbildstellpulte) stellen kann.
Eine Vorort-Bedienung über Drucktasten bleibt mir also unbenommen -
sowas kann ich dann immer noch installieren, wenn ich merke, daß ein
"Bildschirm-und-sonst-nix" nicht ausreicht.

> Ich kann nicht einschätzen, wie aufwendig es ist, ein reales Stellpult
> mit einer wirrtuellen Sicherung zu verdrahten, mit entsprechenden En-
> und DeCodern sollten "2 Kabel" reichen;) Und Du bleibst mit der Nase am
> Geschehen.

Ich hab vor gut 20 Jahren sowas ähnliches schon mal ganz ohne PC
selber gebaut: Für jedes Signal und jede Weiche gabs eine eigene
(selbergeätzte) Platine mit einer Art "Bus", der gemäß dem Gleis-
plan die einzelnen Module verbunden hat und über den Fahrstraßen
eingestellt und wieder aufgelöst wurden. Pro Platine waren so ca.
drei bis fünf 74er-ICs drauf. Hört sich jetzt zwar nach "nicht
viel" an, aber das war ganz schön aufwendig... da tut man sich
mit einem PC dann doch irgendwie viel einfacher.

[Flchsae Maßstäbe]


> Das hat mindestens 2 Ursachen: in H0 haben die Leute keinen Platz,
> deshalb werden viele Häuser (und Wagen;) verkürzt oder in völlig
> flaschem Maßstab hergestellt. In N dagegen sehen maßstäbliche Häuser
> wohl so mickrig aus, dass gerade Vollmer sich nicht scheut, Häuser mit
> der Türklinke in Schulterhöhe als N zu verkaufen. Was man mit einer
> Laubsäge für tolle Sachen aus Vollmerbausätzen machen kann, habe ich ja
> auf meiner Heimseite[1] beschrieben;)) Und Faller verkauft über 30 Jahre
> alte H0-Sachen als N-Neuheiten...

Ist das in H0 auch so schlimm? Muß man da Gartenbahn-Dimensionen
erwarten? Oder ist das da eher umgekehrt, und die armen Preiser-
leins müssen sich bücken, um die Türklinke zu erreichen und um
sich den Kopf nicht am Türrahmen anzustoßen? :-)

> Vergiß nicht, bei Artitec (www.artitec.nl) zu gucken, falls Du irgendwie
> was Norddeutsches bauen willst - wobei die Bauanleitungen für deren
> Schiffe ein verdammt schlechter Witz sein sollen:/

Naja, für einen Hafen langt der Platz dann wohl doch nimmer. Höchstens
für ein Ruderboot aufm Bach :-)

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Apr 28, 2004, 6:14:24 AM4/28/04
to
Hallo Werner,

Werner Falkenbach schrieb:

> Alle Stellbefehle in die Kiste, dort Logigprüfung, Plausibilität, und
> Stellbefehle raus.
> Züge *können* dann auch automatisch starten, müssen aber nicht.

Genau so hab ich das auch vor (siehe mein anderer Artikel von
vor ein paar Minuten).

Wobei ich sicher auch gelegentlich einfach nur entspannt herum-
sitzen und zugucken werde, und da ist eine Automatik (u.U. noch
mit Zufallsgenerator) dann doch nicht so übel :-)

Gruß Matthias.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 28, 2004, 7:19:41 AM4/28/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
> >

> > Roco Line Weichen werden ohne Antrieb verkauft. Der Antrieb ist
> > getrennt zu erwerben. In den Bettungsweichen ist die Mechanik
> > und Polarisierung bereits enthalten. Das heisst sie enthalten
> > im Gegensatz zu den Weichen ohne Bettung immer einen Handantrieb.
>
> Ah, ok. Das machts natürlich gleich etwas teurer. Aber geht noch
> einigermaßen. Sind da nur die Original-Roco-Antriebe geeignet,
> oder könnte man da auch Fremdantriebe (Kurt) verwenden?

Ihr könntet etwas in der Größe der Roco Bettungsantriebe basteln,
das die Bewegung eines Stelldrahtes auf die integrierte Mechanik
überträgt. Das ist allerdings etwas mühsam.

Eine langsame Stellbewegung ist wegen der integrierte Mechanik
damit trotzdem nicht möglich. Wenn ihr das wollt, wären Weichen
ohne Bettung die bessere und preislich günstigere Wahl.

Matthias Hanft

unread,
Apr 28, 2004, 8:12:20 AM4/28/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:

[Welche Antriebe für Roco Bettungsweichen?]


> Ihr könntet etwas in der Größe der Roco Bettungsantriebe basteln,
> das die Bewegung eines Stelldrahtes auf die integrierte Mechanik
> überträgt. Das ist allerdings etwas mühsam.
>
> Eine langsame Stellbewegung ist wegen der integrierte Mechanik
> damit trotzdem nicht möglich. Wenn ihr das wollt, wären Weichen
> ohne Bettung die bessere und preislich günstigere Wahl.

Das weiß ich noch nicht, ob ich das will. Aber daß die langsame
Bewegung dabei sowieso nicht geht, ist schon mal ein wertvoller
Hinweis, danke.

Ich habe mal drei Varianten für Bettungsantriebe durchgerechnet:
a) normaler Roco-Antrieb plus 1/6 Lenz LS 150 Decoder: 21,08 EUR
b) Roco-"Digital-Antrieb" mit integriertem Decoder: 36,20 EUR
c) Kurts Flüsterantrieb inkl. Decoder: 24,80 EUR

Variante b) finde ich - auch wenn man dadurch NULL Kabel mehr
braucht - vom Preis her ziemlich unverschämt (außerdem kann man
da bestimmt keinen separaten Wechselstrom einspeisen?); der
Aufpreis von a) nach c) wärs mir wert, aber nur bei langsamen
Stellbewegungen.

Bei Gleisen ohne Bettung wärens mit dem Unterflurantrieb (Best.-
Nr. 10030) 25,53 EUR inkl. Decodierung bzw. nach wie vor 24,80 EUR
bei Kurt. (Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Weichen-
antrieben 10010 und 40295 bzw. 10011 und 40296?)

Uff, da ist so'n Peco-Weichenmagnet inkl. Decodierung mit ca.
13,50 EUR ja direkt nachgeschmissen...

Das mit der Bettung werde ich wohl mal noch genauer durchdenken
müssen... :-)

Gruß Matthias.

Frank Forsten

unread,
Apr 28, 2004, 8:23:42 AM4/28/04
to
Matthias Hanft schrieb:


> a) normaler Roco-Antrieb plus 1/6 Lenz LS 150 Decoder: 21,08 EUR
> b) Roco-"Digital-Antrieb" mit integriertem Decoder: 36,20 EUR
> c) Kurts Flüsterantrieb inkl. Decoder: 24,80 EUR

> Aufpreis von a) nach c) wärs mir wert, aber nur bei langsamen
> Stellbewegungen.

Ich sehe bei c) als weiteren Vorteil die Verwendung eines robusten
Servos anstelle des IMO "schlabbrigen" Roco-Antriebes. Bin mal gespannt,
wie lange es die Bettungsantriebe von Roco auf unserer Modulanlage
bringen werden.

Grüße, Frank

Matthias Hanft

unread,
Apr 28, 2004, 9:25:42 AM4/28/04
to
Hallo Frank,

Frank Forsten schrieb:

[Flüsterantrieb bei Roco Bettungsweichen]


> Ich sehe bei c) als weiteren Vorteil die Verwendung eines robusten
> Servos anstelle des IMO "schlabbrigen" Roco-Antriebes. Bin mal gespannt,
> wie lange es die Bettungsantriebe von Roco auf unserer Modulanlage
> bringen werden.

Das ist ein gutes Argument, allerdings hat Edbert diese Lösung ja
als "etwas mühsam" klassifiziert. Sehe ich durchaus auch so...

Ich werds mal an einem Exemplar ausprobieren und dann entscheiden,
ob ich sowas hundertfach machen möchte :-)

Gruß Matthias.

Frank Forsten

unread,
Apr 28, 2004, 10:03:28 AM4/28/04
to
Matthias Hanft schrieb:

> Das ist ein gutes Argument, allerdings hat Edbert diese Lösung ja
> als "etwas mühsam" klassifiziert. Sehe ich durchaus auch so...

Edbert schlug vor, etwas in der Größe des Bettungsantriebes zu bauen -
das halte ich auch für mühsam.

Wir (MoBa-Verein) RocoLine mit Bettung auf einer Modulanlage ein. Da wir
entsprechende Spenden erhielten, werden Digitalbettungsantriebe
verwendet. Damit diese auch nachträglich getauscht werden können, sind
unter den Weichen entsprechende Löcher in die Trasse geschnitten worden
- genauso gut hätte man ein einfache Loch für den Servo-Stelldraht
bohren können und den Servo natürlich unter die Platte montiert.

Hab' mal im Thread zurückgeschaut: Wir haben im Keller 5 Türen, die ans
Treppenhaus grenzen. 4 gehen in die Räume hinein auf, 1 Tür zur Treppe
hin - rate mal, welche :-)

Für den Umbau habe ich mir im Baumarkt ein paar Türangeln zum
Festschrauben besorgt und die Tür einfach umgehängt. Ein Flacheisen -
auch aus dem Baumarkt - dient als Ersatz für das Einbauschloß. Sieht
zwar nur 80%ig statt 100%ig aus, aber wenn ich im MoBa-Keller bin, sehe
ich es eh nicht. Die Planungsmöglichkeiten haben sich aber drastisch (!)
verbessert.

Schöne Grüße, Frank

Matthias Hanft

unread,
Apr 28, 2004, 10:41:19 AM4/28/04
to
Hallo Frank,

Frank Forsten schrieb:

> Wir (MoBa-Verein) RocoLine mit Bettung auf einer Modulanlage ein. Da wir

> entsprechende Spenden erhielten, werden Digitalbettungsantriebe
> verwendet. Damit diese auch nachträglich getauscht werden können, sind
> unter den Weichen entsprechende Löcher in die Trasse geschnitten worden
> - genauso gut hätte man ein einfache Loch für den Servo-Stelldraht
> bohren können und den Servo natürlich unter die Platte montiert.

Vom Loch-in-der-Trasse her schon, allerdings hab ich noch nie so eine
Bettungsweiche in der Hand gehabt und kann daher nicht beurteilen, ob
man da überhaupt an eine Stelle rankommt, wo man den Stelldraht be-
festigen kann. Mein Arbeitskollege hat mir vorhin einen 94er-Roco-
Katalog in die Hand gedrückt, da sind ein paar Fotos "von-unten"
drin, und das sieht alles ziemlich gekapselt und unzugänglich aus...

Die Weichen ohne Bettung haben wohl eine "normale" Stellschwelle.

> Hab' mal im Thread zurückgeschaut: Wir haben im Keller 5 Türen, die ans
> Treppenhaus grenzen. 4 gehen in die Räume hinein auf, 1 Tür zur Treppe
> hin - rate mal, welche :-)

Oooch, da komm' ich jetzt gar nicht drauf... :-)))

> Für den Umbau habe ich [...]

Naja, an der Tür haben wir trotz Nach-Innen-Aufgehen immer noch eine
MoBa-Nutztiefe von 2,50m - da käme man sogar mit R9/R10 noch ganz gut
'rum...

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 28, 2004, 10:55:14 AM4/28/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Martin Schilling schrieb:

>> Jepp - denk dran, daß Du dich ja selbst in dem Raum aufhalten
>> möchtest, vermutlich mit Drehstuhl/sessel um den Zügen zuzugucken.
>
> Ja, klar. Allerdings müßten das dann wohl eher Barhocker sein -
> es wird ja immer wieder erwähnt, daß es umso besser aussieht,
> je weniger man "von oben" auf die Anlage schaut. Also wird
> die niedrigste Ebene nicht unter 1,10m oder so gebaut - richtig?

Hmmja - das kommt auch drauf an, ob Du lieber im Sitzen oder im Stehen
zugucken willst. Augenhöhe auf SO ist eine tolle Perspektive, allerdings
sind Menschen verschieden groß und manchmal muß/will man auch was
basteln, also sind Kompromisse nötig. Bei mir ist SO wegen Dachschräge
bei etwa 90cm.

>> [Gleisplan]


> wir gehen übermorgen eh mal wieder in einen
> MoBa-Laden, weil ich die GFN- und Roco-H0-Kataloge besorgen
> möchte; die haben da auch ein Regal mit diversen Heften und
> Büchern, u.a. mit Gleisplänen, Anlagengestaltung etc., da
> stöbern wir dann mal ein wenig herum... vielleicht ist ja
> was brauchbares dabei.

Hier in Kiel ist der Bahnhofsbuchhändler das bezüglich Bahnliteratur
bestausgestattete Geschäft, die MoBaLäden kann man in der Hinsicht
komplett vergessen.


> [Fensterputzschutz]
> ....und eine Straße evtl. auch noch (wenn die Fallerleins auch


> auf den anderen Anlagenteil rüberfahren sollen).

Nö, wenn da eine Straße ist, steigen die Preiserlein gar nicht mehr in
den Zug! Solche Straßen sind nur für autoschiebende Kinder sinnvoll;)

> Außerdem hätte man bei "offener" Bauweise gleich noch ein paar
> Meter mehr Paradestrecke.

Huch, wie groß ist denn das Fenster?? Ich dachte an einen halben Meter,
auf den man getrost verzichten kann.

>> Überläßt Du dem PC auch das Steuern der Züge?
>
> Ein anständiger Lokführer fährt halt nun mal selbständig los,
> wenn die Fahrstraße gestellt und das Signal grün geworden ist
> (naja, schlimmstenfalls nach Zp9 :-). Ist doch nett, wenn das
> auch mein virtueller MoBa-Lokführer tut, nachdem ich (als Stell-
> werker) die Fahrstraße gestellt habe, oder? :-)

Nö, ich finde das Stellwerken die langweiligere Tätigkeit und das
Lokführern interessant. So fände ich eine Zwangsbremsung _hinterm_
Signal deutlich sinnvoller als einen automatischen Haltabschnitt _vor_
dem Signal. Aber das ist wohl Geschmackssache.

>> [mein Schattenbhfs-Stellpult]


>
> Ja. Aber wo ist da die weiße Fahrstraßenausleuchtung, die rote
> Gleisbelegtmeldung, die Stellung der Weichen und Signale, die
> Zugnummernanzeige...?!

hamwanich, brauchmanich.

> In _der_ Beziehung bin ich kompromißlos anspruchsvoll :-)

Wenn es danach ginge, müßte ich mechanische Stellhebel einbauen, dafür
bin ich deutlich zu faul.

>> Eben davor möchte ich Dich warnen - eigenes Eingreifen als Ausnahme zu
>> definieren.
>

> Das werde ich rausfinden. Wobei man mit der Software Fahrstraßen auch
> über externe Eingänge (z.B. eben Gleisbildstellpulte) stellen kann.

Das beruhigt mich schonmal.

> Eine Vorort-Bedienung über Drucktasten bleibt mir also unbenommen -
> sowas kann ich dann immer noch installieren, wenn ich merke, daß ein
> "Bildschirm-und-sonst-nix" nicht ausreicht.

Ich befürchte bei solchen Sachen immer, daß der PC zum Selbstzweck
verkommt und an automatischen Abläufen rumgefeilt wird, anstatt daß die
MoBa im Mittelpunkt steht.

>> Ich kann nicht einschätzen, wie aufwendig es ist, ein reales Stellpult
>> mit einer wirrtuellen Sicherung zu verdrahten, mit entsprechenden En-
>> und DeCodern sollten "2 Kabel" reichen;) Und Du bleibst mit der Nase
>> am Geschehen.
>
> Ich hab vor gut 20 Jahren sowas ähnliches schon mal ganz ohne PC
> selber gebaut: Für jedes Signal und jede Weiche gabs eine eigene
> (selbergeätzte) Platine mit einer Art "Bus", der gemäß dem Gleis-
> plan die einzelnen Module verbunden hat und über den Fahrstraßen
> eingestellt und wieder aufgelöst wurden. Pro Platine waren so ca.
> drei bis fünf 74er-ICs drauf. Hört sich jetzt zwar nach "nicht
> viel" an, aber das war ganz schön aufwendig...

Daß das viel Aufwand ist, glaube ich gerne. Ich hab für Elektronik 2
linke Hände, da laß ich gleich die Finger von.

> [Flchsae Maßstäbe]


>
> Ist das in H0 auch so schlimm? Muß man da Gartenbahn-Dimensionen
> erwarten? Oder ist das da eher umgekehrt, und die armen Preiser-
> leins müssen sich bücken, um die Türklinke zu erreichen und um
> sich den Kopf nicht am Türrahmen anzustoßen? :-)

Letzteres, jedenfalls hat Armin lautstark protestiert, als ich die
Hanuller ob ihrer großen Bausatzauswahl beneiden wollte.

>>[Artitec]


> Naja, für einen Hafen langt der Platz dann wohl doch nimmer. Höchstens
> für ein Ruderboot aufm Bach :-)

Die Zahnradbahn hab ich Dir ja schon ausgeredet, jetzt kann ich Dir ja
noch einreden, daß die Nebenbahn nach Klütz oder Fehmarnsund geht (ööh,
Epoche4? Puttgarden!) Son klitzekleines, meterlanges Fährschiff wirst Du
doch wohl noch unterbringen!!!

Gruß,
Martin.
--
may contain nuts.

Edbert van Eimeren

unread,
Apr 28, 2004, 12:36:37 PM4/28/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
> Edbert van Eimeren schrieb:
>

> ... (Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Weichen-


> antrieben 10010 und 40295 bzw. 10011 und 40296?)

Die Antriebe 10010/11 (S.43) sind für die Weichen des alten Roco
Gleissystems mit 2.5 mm hohem Profil. Sie sind länger und brauchen
mehr Strom (600 mA) als die Antriebe 40297/98 (S.33) für Roco Line
ohne Bettung. Beide haben einen 1-poligen Umschalter.
[Seitenzahlen = Roco Katalog 1994/95]


> ...
> Das mit der Bettung werde ich wohl mal noch genauer durchdenken
> müssen... :-)

Jede Lösung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile (inkl. Preis/Arbeit).
Wie wichtig die für einen selbst sind, ist dann Teil der Bewertung.

Matthias Hanft

unread,
Apr 29, 2004, 12:13:10 AM4/29/04
to
Hallo Martin,

[Anlagenhöhe]


> Hmmja - das kommt auch drauf an, ob Du lieber im Sitzen oder im Stehen
> zugucken willst. Augenhöhe auf SO ist eine tolle Perspektive, allerdings
> sind Menschen verschieden groß und manchmal muß/will man auch was
> basteln, also sind Kompromisse nötig. Bei mir ist SO wegen Dachschräge
> bei etwa 90cm.

Dachschräge habe ich im Keller nicht :-) allerdings ist die Decke nur
2,25m statt der üblichen 2,50m hoch. Ob ich da künftig stehen oder
sitzen will, weiß ich noch nicht. Wir haben mal verschiedene Höhen
abgemessen und sind zu dem (vorläufigen) Schluß gekommen, daß das
unterste Niveau (evtl. Paradestrecke) auf ca. 100cm Höhe ganz gut
sein könnte, der Hauptbahnhof würde dann eine Ebene (10cm?) höher
liegen.

Müssen wir halt mal mit temporär verschieden hoch befestigten Plat-
ten und Kartonhäusern ausprobieren...

> Hier in Kiel ist der Bahnhofsbuchhändler das bezüglich Bahnliteratur
> bestausgestattete Geschäft, die MoBaLäden kann man in der Hinsicht
> komplett vergessen.

Interessanter Gedanke, da können wir ja mal bummeln gehen. Allzuoft
kommen wir da leider nicht vorbei (am anderen Ende der Stadt...)

[Verbindung der beiden Anlagenteile unterm Fenster]


> Nö, wenn da eine Straße ist, steigen die Preiserlein gar nicht mehr in
> den Zug! Solche Straßen sind nur für autoschiebende Kinder sinnvoll;)

Naja, daß mal ne Straße entlang einer Bahnlinie geht, kommt ja auch
in freier Wildbahn gelegentlich vor :-) Muß ich dann halt gleich bei
Erreichen des anderen Anlagenteils gaaaanz woandershin abbiegen
lassen :-)

> Huch, wie groß ist denn das Fenster?? Ich dachte an einen halben Meter,
> auf den man getrost verzichten kann.

Also das Fenster selber ist 87cm breit - das weiß ich zufällig, weil
ich letzte Woche erst ein Fliegengitter drauf montiert habe :-) Mit
Rahmen etc. wirds dann schon ca. 1m breit sein.

Die schmale Wand da hinten sieht in der Draufsicht ungefähr so aus:

+-------------------+
| +---+ |
| +---+ |
hier-> | |
| HHHHHH |Höhe 2,25m
| HHHHH |
| HHHHH |
| HHHHH |
+-------------------+
Breite 3,60m

also links oben das Fenster, drunter die Heizung, und zwischen Fenster
und Heizung ist ein Abstand von vielleicht knapp einem halben Meter. Da
müssen die Züge durch :-)

[PC-Steuerung]


> Ich befürchte bei solchen Sachen immer, daß der PC zum Selbstzweck
> verkommt und an automatischen Abläufen rumgefeilt wird, anstatt daß die
> MoBa im Mittelpunkt steht.

Ja, davor hatte ich auch gehörig Angst ("wozu noch eine echte MoBa,
wenn die Züge eh aufm Bildschirm rumfahren?"). Ist aber inzwischen
einigermaßen abgeklungen (die Angst), denn Fahrstraßen stellen (und
sichern) wollte ich schon immer per Start- und Zieltaste auf einem
Gleisbildstellpult, und analog ist sowas kaum mit vertretbaren Mit-
teln zu realisieren. Insofern kommt es mir also schon entgegen, daß
man das mit relativ wenig Aufwand (und Kosten) mit dem PC erledigen
kann. Sollte ich mal irgendwann zuviel Geld übrig haben, kann ich
mir ja immer noch einen großen Stelltisch bauen. Aber seit Epoche
IV/V wandert das wohl auch im großen Vorbild immer mehr auf die
Bildschirme...

Abgesehen davon ist ein bei Bedarf vorhandener "Zurücklehn-und-
Zuguck-Modus" (mit Automatik-, Zufalls- oder Fahrplan-Betrieb)
ja gelegentlich vielleicht auch gar nicht mal sooo schlecht :-)

[Flchsae Maßstäbe]


> Letzteres, jedenfalls hat Armin lautstark protestiert, als ich die
> Hanuller ob ihrer großen Bausatzauswahl beneiden wollte.

Gibts denn irgendwo (im Web?) eine Tabelle, in der die "üblichen"
"Fehlermaßstäbe" der einschlägigen Hersteller aufgeführt sind? Wenn
man z.B. wüßte, daß Vollmer-Häuser eher groß und Faller eher klein
sind, könnte man sich das dann ja passend in Vorder- und Hintergrund
montieren, um ein wenig Tiefenwirkung zu erzielen...

> Die Zahnradbahn hab ich Dir ja schon ausgeredet, jetzt kann ich Dir ja
> noch einreden, daß die Nebenbahn nach Klütz oder Fehmarnsund geht (ööh,
> Epoche4? Puttgarden!) Son klitzekleines, meterlanges Fährschiff wirst Du
> doch wohl noch unterbringen!!!

Ich glaub, das schaffst Du nicht. Laut meiner Frau muß die Nebenbahn
unbedingt nach (Vollmer-)Neuffen gehen, damit dort die Vollmer-Roman-
tik-Häuser gebaut werden können :-)))

(Als Nürnberger hat man eben mehr Bezug zu Rothenburg, auch wenn das
inzwischen fest in amerikanisch-/japanischer Hand ist :-)

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
Apr 29, 2004, 7:25:44 AM4/29/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> [Anlagenhöhe]


> Dachschräge habe ich im Keller nicht :-)

seltsamer Keller das!

> allerdings ist die Decke nur
> 2,25m statt der üblichen 2,50m hoch. Ob ich da künftig stehen oder
> sitzen will, weiß ich noch nicht.

Im Zweifelsfall nimmt Du tatsächlich Barhocker;)

> Wir haben mal verschiedene Höhen
> abgemessen und sind zu dem (vorläufigen) Schluß gekommen, daß das
> unterste Niveau (evtl. Paradestrecke) auf ca. 100cm Höhe ganz gut
> sein könnte, der Hauptbahnhof würde dann eine Ebene (10cm?) höher
> liegen.

100cm klingt plausibel, ob 10cm lichte Höhe ausreichen, kann ich nicht
beurteilen, denk dran, daß Du mit der Hand evtl. über einen abgestellten
Zug drübergreifen mußt, ohne ihn umzuschmeißen. Frag mal google, das
haben wir schon manchmal diskutiert.

> [Verbindung der beiden Anlagenteile unterm Fenster]

> Naja, daß mal ne Straße entlang einer Bahnlinie geht, kommt ja auch
> in freier Wildbahn gelegentlich vor :-)

Man muß ja nicht jeden ScheiXX nachbauen;))

> Muß ich dann halt gleich bei
> Erreichen des anderen Anlagenteils gaaaanz woandershin abbiegen
> lassen :-)

Jepp, irgendwo mußt Du ja eh einen Tunnel begründen, in dem die
zweigleisige Strecke verschwindet - an der Stelle muß die Straße leider
gaaanz woanders hingeführt werden;)

>> Huch, wie groß ist denn das Fenster?? Ich dachte an einen halben
>> Meter, auf den man getrost verzichten kann.

> [SNIP]


> also links oben das Fenster, drunter die Heizung, und zwischen Fenster
> und Heizung ist ein Abstand von vielleicht knapp einem halben Meter. Da
> müssen die Züge durch :-)

Autsch, das muß also wirklich schmal und unauffällig werden, damit die
Heizung überhaupt eine Chance zum Heizen hat:-/ Vielleicht läßt Du
hinter dem schmalen Stück 10cm Abstand zur Wand, damit sich die warme
Luft nicht staut.
Spontan fallen mir Weinberge ein, die sind schön steil, es ist nicht
ungewöhnlich, 3 Gleise und eine Straße in verschiedenen Ebenen da
durchzuquetschen, und Du kannst hinter der Stützmauer noch verdeckte
Gleise verstecken...

> [PC-Steuerung]


> Insofern kommt es mir also schon entgegen, daß
> man das mit relativ wenig Aufwand (und Kosten) mit dem PC erledigen
> kann.

ACK.

> Sollte ich mal irgendwann zuviel Geld übrig haben, kann ich
> mir ja immer noch einen großen Stelltisch bauen. Aber seit Epoche
> IV/V wandert das wohl auch im großen Vorbild immer mehr auf die
> Bildschirme...

Naja, denk dran, daß da auch eine Nebenbahn mit im Spiel ist. Wenn das
über Bildschirm gesteuert wird, steht der Zentralrechner irgendwo in der
Mitte Deutschlands:(

> Abgesehen davon ist ein bei Bedarf vorhandener "Zurücklehn-und-
> Zuguck-Modus" (mit Automatik-, Zufalls- oder Fahrplan-Betrieb)
> ja gelegentlich vielleicht auch gar nicht mal sooo schlecht :-)

ist auf jeden Fall praktisch, wenn Besuch da ist, der einer einzelnen
rangierenden Lok nix abgewinnen kann...

> [Flchsae Maßstäbe]
>> Letzteres, jedenfalls hat Armin lautstark protestiert, als ich die
>> Hanuller ob ihrer großen Bausatzauswahl beneiden wollte.
>
> Gibts denn irgendwo (im Web?) eine Tabelle, in der die "üblichen"
> "Fehlermaßstäbe" der einschlägigen Hersteller aufgeführt sind? Wenn
> man z.B. wüßte, daß Vollmer-Häuser eher groß und Faller eher klein
> sind, könnte man sich das dann ja passend in Vorder- und Hintergrund
> montieren, um ein wenig Tiefenwirkung zu erzielen...

Nein, gibt es nicht. Das Problem ist ja, daß man diese Aussage nicht
pauschal für einen Hersteller treffen kann, sondern bei jedem Bausatz
einzeln gucken muß, wie alt der schon ist und ob der zu groß (in H0 eher
zu klein) oder maßstäblich ist.
Ganz allgemein kann man raten, daß die Gebäude in Bahnnähe eher
maßstäblich sind als das weiter weg hinzustellende Zeug - aber auch da
kann man sich nicht drauf verlassen, der Bhf Bonn kam im selben Jahr von
2 verschiedenen Herstellern mit völlig unterschiedlichen Maßen raus:(

>> [Nebenbahn nach Klütz oder Fehmarnsund]


>
> Ich glaub, das schaffst Du nicht. Laut meiner Frau muß die Nebenbahn
> unbedingt nach (Vollmer-)Neuffen gehen, damit dort die Vollmer-Roman-
> tik-Häuser gebaut werden können :-)))

Auweia, Neuffen harrt in seine Einzelteile zerlegt einer
Weiterverwendung als Halbreliefhintergrundkulisse, die Vollmer-Romantik
wird konsequent zerlaubsägt. In H0 hat man ja immerhin einige
Fachwerkauswahl, das einzige, worum ich sogar die Z-ler beneide, ist der
Bhf Rodach von kibri, das wär auch in anderen Maßstäben endlich mal kein
Einheitsspielzeug nach Württemberger Einheitsplänen. Naja, ich hab mich
mit "Schwarzburg" nach Thürigen gerettet...

> (Als Nürnberger hat man eben mehr Bezug zu Rothenburg, auch wenn das
> inzwischen fest in amerikanisch-/japanischer Hand ist :-)

Ich habe ja selbst Mittelgebirge mit Fachwerkstadt gebaut...

Dirk Flackus

unread,
May 1, 2004, 6:29:57 PM5/1/04
to

Martin Schilling <a.m.sc...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
c6qukb$fe5s0$1...@ID-127150.news.uni-berlin.de...
> Moin Matthias,

>
>
> 100cm klingt plausibel, ob 10cm lichte Höhe ausreichen, kann ich nicht
> beurteilen, denk dran, daß Du mit der Hand evtl. über einen abgestellten
> Zug drübergreifen mußt, ohne ihn umzuschmeißen. Frag mal google, das
> haben wir schon manchmal diskutiert.
>
Hallo Matthias,
ich kann Martins Warnung nur unterstützen.
Ein Kumpel hatte den Schaten Bf und die Gleiseben fertig, als ihm
einfiel, dass er nun kein OL mehr in den Schatten Bf bekommt.
Nun suchen wir nach einer Lösung. Aber selbst Versicht auf
OL im SBf mit Fangbügel an den Auf-/ Abfahrten scheidet aus,
da die Patographen ja nach oben schnalzen. :-(

Und selbst bei Verwendung von N werden eure Hände nicht dünner.
Im Schatten Bf gelten die kritischen Eingrifftiefen (siehe oben, hattest
du doch schon getest :-) ) noch dramatischer. Weil man will nicht erst
5 Gleise freiräumen weil es auf dem 6. Ärger gegeben hat.
Also muß über Zügen (und OL) noch Paltz für den Arm (und den
Schlabberärmen :-) ) sein.

Ich weiß wegen Rampenlänge und Steigung geizzt man mit jedem mm
Durchfahrthöhe. Aber es wird sich rächen.

Übrigens auch noch einen "Nachdenker" bezüglich Bettung ja/nein:
Eventuell im SBf auf Bettung verzichten. Ansonsten deren Höhen-Maß
bei der Steigungsberechnung nicht vergessen. (Gilt auch bei Merkur
Gleisbettung oder Kork Unterlage.

Weiterhin víel Spaß beim
Planen und Tüfftel
wünscht

Dirk Flackus
Rastatt


Armin Muehl

unread,
May 1, 2004, 7:59:18 PM5/1/04
to
On Wed, 28 Apr 2004 16:55:14 +0200, Martin Schilling
<a.m.sc...@gmx.de> wrote:

>Nö, ich finde das Stellwerken die langweiligere Tätigkeit und das
>Lokführern interessant.

Es kommt auf das Stellwerk an :-)
Wenn es nicht gerade ein Kippschalterstellwerk ist, sondern ein dem
Vorbild angenaehertes Stellwerk, dann kann das schon recht interessant
sein. Lokfuehrer bin ich auf der Modellbahn eigentlich eher ungern. Da
fehlen mir gewisse Dinge. Naja, die habe ich dann am Samstagnachmittag
bei der 1:1-Feldbahn...


>So fände ich eine Zwangsbremsung _hinterm_
>Signal deutlich sinnvoller als einen automatischen Haltabschnitt _vor_
>dem Signal. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Warum Zwangsbremsung?
Beim Vorbild gibt`s auch nicht ueberall PZB.


>> Ja. Aber wo ist da die weiße Fahrstraßenausleuchtung, die rote
>> Gleisbelegtmeldung, die Stellung der Weichen und Signale, die
>> Zugnummernanzeige...?!
>
>hamwanich, brauchmanich.

Gleisbelegtmeldung und Zugnummernanzeige braucht man wirklich
nicht :-)


>Ich befürchte bei solchen Sachen immer, daß der PC zum Selbstzweck
>verkommt und an automatischen Abläufen rumgefeilt wird, anstatt daß die
>MoBa im Mittelpunkt steht.

So sehe ich das auch. Man schiesst die Zuege in die Umlaufbahn und
kann sich beruhigt dem Bier zuwenden :-)


[Flchsae Maßstäbe]
>>
>> Ist das in H0 auch so schlimm? Muß man da Gartenbahn-Dimensionen
>> erwarten? Oder ist das da eher umgekehrt, und die armen Preiser-
>> leins müssen sich bücken, um die Türklinke zu erreichen und um
>> sich den Kopf nicht am Türrahmen anzustoßen? :-)
>
>Letzteres, jedenfalls hat Armin lautstark protestiert, als ich die
>Hanuller ob ihrer großen Bausatzauswahl beneiden wollte.

Es gibt nunmal genug Mist auf dem Markt. Teilweise ist es so, dass die
Haeuser zwar gut sind, aber dann nur noch mit anderem unbrauchbaren
Muell verkauft werden. Kibri ist da auch so ein Kandidat. Frueher gab
es fuer einen annehmbaren Preis Siedlungshaeuser, wie sie praktisch
ueberall in Deutschland stehen. Heute sind die nur noch irgendwelchem
Zubehoer erhaeltlich und deutlich teurer.
Vollmer driftet immer mehr in die Kitschecke ab und Faller/Pola hat
genug alte Buden dabei, deren Formen als Kernschrott entsorgt
gehoeren. Was dann noch brauchbar ist, hat gesalzene Preise.
Die Bauaetze, die fuer H0 zu peinlich waren, versuchte man den
TT-Bahnern anzudrehen, nur dort fallen dann die immer noch falschen
Proportionen ebenfalls auf.
Allenfalls Auhagen ist bei den aktuellen Bausaetzen so, dass die
wirklich gut sind. Was alt ist, wird aber auch als fuer H0 und TT
geeignet gekennzeichnet, was wenigstens klar sagt, dass da was nicht
passt.
Piko macht an sich ganz nette Gebaeude (z.B. Fabrik mit Tonnendach),
aber eine alte Fabrik hat nunmal keine Ytong-Steine in der Fassade.
Vielleicht hat Herr Wilfer aber auch nur die falsche Brille
aufgesetzt, als die Steingroesse beurteilt wurde.

Und dann war`s das auch so ziemlich mit der Grossserie. Neben den
falschen Massstaeben kommt dazu die oftmals unsinnige Vorbildwahl.
Statt Standardgebaeuden werden die Exoten nachgebaut, weil man
offenbar keine ordentliche Vorbildrecherche macht.


Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Matthias Hanft

unread,
May 2, 2004, 5:30:40 AM5/2/04
to
Hallo Martin,

Martin Schilling schrieb:
>

> 100cm klingt plausibel, ob 10cm lichte Höhe ausreichen, kann ich nicht
> beurteilen, denk dran, daß Du mit der Hand evtl. über einen abgestellten
> Zug drübergreifen mußt, ohne ihn umzuschmeißen. Frag mal google, das
> haben wir schon manchmal diskutiert.

Ich vermute schon selber, daß 10cm zwischen Ebenen eher _nicht_ ausreichen -
da unten will ich keine Oberleitung verlegen, also stehen die Stromabnehmer
eh noch ganz schön in die Höhe (und dürfen dann auch nicht an einem Unter-
flurantrieb der Oberfläche vorbeikommen... :-)

Kann ich mangels E-Lok leider noch nicht "handgreiflich" testen, habe aber
in der einschlägigen Literatur schon ein paar Stellen gefunden, wo die di-
versen Breiten und Höhen erläutert werden.

> > Naja, daß mal ne Straße entlang einer Bahnlinie geht, kommt ja auch
> > in freier Wildbahn gelegentlich vor :-)
>
> Man muß ja nicht jeden ScheiXX nachbauen;))

Hm, wir sind neulich von Nürnberg nach Frankfurt gefahren, da gabs eigent-
lich zu 83,75% der Gesamtstrecke eine Autostraße neben denen Schienen :-)

[Übergang unterm Fenster]


> Autsch, das muß also wirklich schmal und unauffällig werden, damit die
> Heizung überhaupt eine Chance zum Heizen hat:-/ Vielleicht läßt Du
> hinter dem schmalen Stück 10cm Abstand zur Wand, damit sich die warme
> Luft nicht staut.
> Spontan fallen mir Weinberge ein, die sind schön steil, es ist nicht
> ungewöhnlich, 3 Gleise und eine Straße in verschiedenen Ebenen da
> durchzuquetschen, und Du kannst hinter der Stützmauer noch verdeckte
> Gleise verstecken...

Meine Frau meint grad, _über_ der Heizung wärs eh Mist, weil dann die
Wärme nicht nach oben weggeht, also gibts evtl. ne Konstruktion _vor_
der Heizung (die dann _noch_ schmaler sein muß, damit man ans Fenster
hinkommt), aber _dort_ dann irgendwelche Landschaft hinzukriegen, dürfte
schon fast ein Ding der Unmöglichkeit werden...

Das mit den verschiedenen Ebenen muß wohl sein (u.U. machen wir nur
einen statt zwei Schattenbahnhöfe, und dann muß da verdeckt was hin-
fahren können) - am besten tunneln wir das vermutlich eh komplett ein
und betrachten es einfach gar nicht als "zur Anlage gehörig" :-)

[Gebäudeherstellergrößenfehlertabelle]


> Nein, gibt es nicht. Das Problem ist ja, daß man diese Aussage nicht
> pauschal für einen Hersteller treffen kann, sondern bei jedem Bausatz
> einzeln gucken muß, wie alt der schon ist und ob der zu groß (in H0 eher
> zu klein) oder maßstäblich ist.
> Ganz allgemein kann man raten, daß die Gebäude in Bahnnähe eher
> maßstäblich sind als das weiter weg hinzustellende Zeug - aber auch da
> kann man sich nicht drauf verlassen, der Bhf Bonn kam im selben Jahr von
> 2 verschiedenen Herstellern mit völlig unterschiedlichen Maßen raus:(

Na klasse :-( Na gut, dann untersuchen wir "einfach" bei jedem Gebäude
die Einzelabmessungen...

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
May 2, 2004, 6:09:44 AM5/2/04
to
Hallo Dirk,

Dirk Flackus schrieb:


>
> Im Schatten Bf gelten die kritischen Eingrifftiefen (siehe oben, hattest
> du doch schon getest :-) ) noch dramatischer. Weil man will nicht erst
> 5 Gleise freiräumen weil es auf dem 6. Ärger gegeben hat.
> Also muß über Zügen (und OL) noch Paltz für den Arm (und den
> Schlabberärmen :-) ) sein.

Yo, da werden wir auf jeden Fall reichlich Platz einplanen...

> Übrigens auch noch einen "Nachdenker" bezüglich Bettung ja/nein:
> Eventuell im SBf auf Bettung verzichten. Ansonsten deren Höhen-Maß
> bei der Steigungsberechnung nicht vergessen. (Gilt auch bei Merkur
> Gleisbettung oder Kork Unterlage.

Stimmt, sowas vergißt man leicht... hab aber grad erst vorhin im
Roco-Katalog gelesen, daß sie für unsichtbare Strecken selber schon
das "billige" Non-Bettungsgleis vorschlagen. Hab aber noch keinen
direkten Preisvergleich gemacht.

Hab allerdings nix von einem "Übergangsgleis" oder so gelesen (also
zwischen Bettungs- und Non-Bettungs-Gleis) - also selber Rampe bauen
oder sowas?!

Gruß Matthias.

Branko Simic

unread,
May 2, 2004, 10:33:05 AM5/2/04
to
"Lars P. Wolschner" schrieb:
>
> Wo außer im Ruhrgebiet gibt es schon Doppelstockzüge mit mehr als
> fünf Wagen?

zwischen Wien und Wr. Neustadt. :-)

lg, BS

Edbert van Eimeren

unread,
May 2, 2004, 6:42:54 PM5/2/04
to
Hallo Matthias

Matthias Hanft wrote:
> Dirk Flackus schrieb:


> >
> > Übrigens auch noch einen "Nachdenker" bezüglich Bettung ja/nein:
> > Eventuell im SBf auf Bettung verzichten. Ansonsten deren Höhen-Maß
> > bei der Steigungsberechnung nicht vergessen. (Gilt auch bei Merkur
> > Gleisbettung oder Kork Unterlage.
>
> Stimmt, sowas vergißt man leicht... hab aber grad erst vorhin im
> Roco-Katalog gelesen, daß sie für unsichtbare Strecken selber schon
> das "billige" Non-Bettungsgleis vorschlagen. Hab aber noch keinen
> direkten Preisvergleich gemacht.
>
> Hab allerdings nix von einem "Übergangsgleis" oder so gelesen
> (also zwischen Bettungs- und Non-Bettungs-Gleis) - also selber
> Rampe bauen oder sowas?!

Oder sowas.
Entweder nimmst du eine Unterlage passender Höhe (ca. 5 mm) oder
du baust dir selbst eine Rampe auf der einen oder anderen Seite.

Da ist keine Magie drin, weswegen Roco den durchschnittlichen
Modellbahner offenbar für fähig genug hält, dies mit eigenen
Mitteln zu erreichen.

Matthias Hanft

unread,
May 3, 2004, 12:56:09 AM5/3/04
to
Hallo Edbert,

Edbert van Eimeren schrieb:

[Übergang Roco Bettungsgleis]


> Entweder nimmst du eine Unterlage passender Höhe (ca. 5 mm) oder
> du baust dir selbst eine Rampe auf der einen oder anderen Seite.
>
> Da ist keine Magie drin, weswegen Roco den durchschnittlichen
> Modellbahner offenbar für fähig genug hält, dies mit eigenen
> Mitteln zu erreichen.

Ich glaube, das schaffe ich gerade noch. Habe nur gefragt, weil
sich in mir inzwischen die Meinung gefestigt hat, daß es in der
Modellbahnbranche nichts gibt, das es nicht gibt :-)

<Fortschrittsbericht>
Wir haben im Zuge unserer Forschungen inzwischen übrigens fol-
gendes herausgefunden:
[x] Wir nehmen den _ganzen_ Keller und schmeißen das Regal raus
[x] Wenn wir den "breiten" und den "schmalen" Schenkel (der ur-
sprünglichen Planung) vertauschen, wird die Paradestrecke
länger, und es gibt keinen Punkt der Anlage mehr, den man
aus einer Entferung von mehr als ca. 2m betrachten muß (bis-
her teilweise 2,50m - da könnte man statt N-Preiserleins auch
einfach Stecknadelköpfe nehmen :-)
[x] Falls wir H0 bauen, nehmen wir Roco Bettungsgleis (zumindest
in den sichtbaren Bereichen)
[x] Falls wir N bauen, nehmen wir Kato Unitrack (zumindest in den
sichtbaren Bereichen)
[x] Ein realer H0-Zug auf dem Fußboden mit 1,60m Länge schaut
schon ganz schön lang aus (habe ich aus meinen 20 Jahre
alten Beständen mal zusammengebaut und dahingestellt)
[x] Ein Quick Hack in einem Gleisplanungsprogramm zeigt, daß
bei einem fünfgleisigen H0-Bahnhof die Nutzlängen zwischen
ca. 1,30m und 2,20m (je nach Gleis) liegen würden
[ ] Wir bauen H0 oder N
</Fortschrittsbericht>

Demnächst mehr in diesem Theater... :-)

Gruß Matthias.

Martin Schilling

unread,
May 4, 2004, 12:52:09 PM5/4/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> <Fortschrittsbericht>


> [x] Wir nehmen den _ganzen_ Keller und schmeißen das Regal raus

Ein guter Gedanke:)

> [x] Wenn wir den "breiten" und den "schmalen" Schenkel (der ur-
> sprünglichen Planung) vertauschen,

ursprüngliche Planung? Jetzt hast Du mich erwischt - was denn für ein
Plan? Falls Du auf meinen Entwurf anspielst, der obere linke Teil ist in
allen Richtungen kürzer als der untere rechte Teil, den
Durchgangsbahnhof in den kürzeren Teil zu legen hielte ich für keine
gute Idee.

> wird die Paradestrecke
> länger, und es gibt keinen Punkt der Anlage mehr, den man
> aus einer Entferung von mehr als ca. 2m betrachten muß (bis-
> her teilweise 2,50m - da könnte man statt N-Preiserleins auch
> einfach Stecknadelköpfe nehmen :-)

immer noch realistischer als die kibri-Figuren;))

> [x] Ein realer H0-Zug auf dem Fußboden mit 1,60m Länge schaut
> schon ganz schön lang aus (habe ich aus meinen 20 Jahre
> alten Beständen mal zusammengebaut und dahingestellt)

*rechne* das wären 87cm in N:/ *Ich* kann mich jedesmal über meine
kurzen Züge ärgern, 16 2achser oder 5 4achser, das ist also allenfalls
nebenbahntauglich, auf der Hauptbahn sollten schon 30 Güterwagen
angestrebt werden. Ja, ich bin da Extremist, aber solange Du noch in der
Planung bist, kannst Du ja noch auf vernünftige Längen umplanen;)

> [x] Ein Quick Hack in einem Gleisplanungsprogramm zeigt, daß
> bei einem fünfgleisigen H0-Bahnhof die Nutzlängen zwischen
> ca. 1,30m und 2,20m (je nach Gleis) liegen würden

zu kurz. Das sind Längen, die ich in 1:160 anstrebe, nur wegen akutem
Platzmangel nicht erreichen kann.

> [ ] Wir bauen H0 oder N

N ;)

Gruß,
MartiN.
--
may contain nuts.

Martin Schilling

unread,
May 4, 2004, 1:10:15 PM5/4/04
to
Moin Matthias,

Matthias Hanft wrote:
> Martin Schilling schrieb:
>> [10cm lichte Höhe ausreichend?]


>
> Ich vermute schon selber, daß 10cm zwischen Ebenen eher _nicht_ ausreichen -
> da unten will ich keine Oberleitung verlegen, also stehen die Stromabnehmer
> eh noch ganz schön in die Höhe (und dürfen dann auch nicht an einem Unter-
> flurantrieb der Oberfläche vorbeikommen... :-)

Upps, an Stromabnehmer denke ich als Dampfbahner gar nicht - also mehr
Platz planen.

> Kann ich mangels E-Lok leider noch nicht "handgreiflich" testen, habe aber
> in der einschlägigen Literatur schon ein paar Stellen gefunden, wo die di-
> versen Breiten und Höhen erläutert werden.

NEM 102

> Hm, wir sind neulich von Nürnberg nach Frankfurt gefahren, da gabs eigent-
> lich zu 83,75% der Gesamtstrecke eine Autostraße neben denen Schienen :-)

Hmm, Kiel-Hamburg hat kaum Straßen daneben, nur manchmal Feldwege,
Kiel-Lübeck sieht iirc nicht besser aus.

> [Übergang unterm Fenster]


>>Spontan fallen mir Weinberge ein, die sind schön steil, es ist nicht
>>ungewöhnlich, 3 Gleise und eine Straße in verschiedenen Ebenen da
>>durchzuquetschen, und Du kannst hinter der Stützmauer noch verdeckte
>>Gleise verstecken...
>
> Meine Frau meint grad, _über_ der Heizung wärs eh Mist, weil dann die
> Wärme nicht nach oben weggeht, also gibts evtl. ne Konstruktion _vor_
> der Heizung (die dann _noch_ schmaler sein muß, damit man ans Fenster
> hinkommt),

Ja, mein Reden.

> aber _dort_ dann irgendwelche Landschaft hinzukriegen, dürfte
> schon fast ein Ding der Unmöglichkeit werden...

Schmale Landschaft eben. Falls Du Pratchett's "Scheibenwelt" kennst,
denk an das Königreich Lancre in den Spitzhornbergen *vbg*

hatte ich schon Weinberge erwähnt?-)

> Das mit den verschiedenen Ebenen muß wohl sein (u.U. machen wir nur
> einen statt zwei Schattenbahnhöfe, und dann muß da verdeckt was hin-
> fahren können)

mach zwei - erstmal, um die Richtungen zu trennen und keine verdeckten
Kreuzungen unterirdisch zu haben, und zweitens weil Du den Platz sowieso
bald brauchen wirst - der Fahrzeugpark wächst schneller als Du denkst.

> - am besten tunneln wir das vermutlich eh komplett ein
> und betrachten es einfach gar nicht als "zur Anlage gehörig" :-)

Schattenbahnhöfe dürfen gerne eingetunnelt sein;)

Matthias Hanft

unread,
May 5, 2004, 12:08:44 AM5/5/04
to
Hallo Martin,

Martin Schilling schrieb:

> ursprüngliche Planung? Jetzt hast Du mich erwischt - was denn für ein

> Plan? Falls Du auf meinen Entwurf anspielst, der obere linke Teil ist in
> allen Richtungen kürzer als der untere rechte Teil, den
> Durchgangsbahnhof in den kürzeren Teil zu legen hielte ich für keine
> gute Idee.

Wir habens mal vorsichtig probiert. Das würe auf dem längeren
Schenkel halt eine laaaaaaaaaaaaange Paradestrecke ergeben :-)

Daher haben wir probiert, den "oberen" Teil tiefer als den
"unteren" zu machen und da den Durchgangsbahnhof schräg rein-
zulegen. Das ergäbe die besagten Längen zwischen 1,30m und
2,20m, aber es wäre nicht ganz sicher, ob man dann am Ende
noch "rumkommt". Mein Arbeitskollege meint "eher nicht".

[1,60m-Zug sieht IOHO in H0 ok aus]


> *rechne* das wären 87cm in N:/ *Ich* kann mich jedesmal über meine
> kurzen Züge ärgern, 16 2achser oder 5 4achser, das ist also allenfalls
> nebenbahntauglich, auf der Hauptbahn sollten schon 30 Güterwagen
> angestrebt werden. Ja, ich bin da Extremist, aber solange Du noch in der
> Planung bist, kannst Du ja noch auf vernünftige Längen umplanen;)

Dazu müßte ich aber meine Terrasse unterkellern :-)

Im Ernst, wenn das längste Bahnhofsgleis ca. 2,20m lang wäre
(in ein kürzeres dürfte ein zu langer Zug dann halt eben nicht
reinfahren), würden hinter der Lok noch sechs, evtl. sieben
Reisezugwagen reinpasssen - also _wir_ finden sowas durchaus
OK.

Außerdem würden irgendwann sonst die Züge so lang, daß sie
hinten noch im letzten Tunnel wären, während sie vorne schon
wieder ins nächste reinfahren - sowas würde doch irgendwie
ziemlich eigenartig aussehen?!

(da könnte man ja einen Endloszug machen, der im Tunnel an
sich selbst gekuppelt ist :-)))

>> [ ] Wir bauen H0 oder N
>
> N ;)

Meine Frau hat gestern mal wieder ein paar N-Preiserleins ange-
malt, was sie eher in ihrem Entschluß für H0 bestärkt hat :-)

Gruß Matthias.

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