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Wer stellt die beste H0 BR50 her?

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Matt Lang

unread,
Oct 29, 2004, 1:43:10 AM10/29/04
to
Hallo Leute,

bin zur zeit spur 1 fahrer. Mir gefaellt die BR50, jedoch ist die in
spur 1 (Kiss) grad nicht im budget unterzubringen :(

Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
etwas plump.

Nun frage ich mich welche firma schoene H0 modelle der 50 herstellt?
Da ich im moment H0 nicht fahre ist das system egal aber es waere
schoen die option zu habe sie mal zu fahren. Daher waere M* ideal aber
ich glaub das ist nicht das wo man die best detailierten loks findet
...

Hat jemand eine idee wo ich mich nach so einer BR50 umschauen koennte?
Idealerweise sollte die lok aus metall sein aber wenns gut ausiegt
geht auch plastik.

:) Matt

Andreas Iwanowitsch

unread,
Oct 29, 2004, 2:09:04 AM10/29/04
to
Matt Lang schrieb:

> Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
> ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
> etwas plump.
>
> Nun frage ich mich welche firma schoene H0 modelle der 50 herstellt?

Roco. Es kann nur eine geben.

Die über 20 Jahre alte M* kannst Du unverändert auch noch heute neu
kaufen, die GFN wird schon seit 1968 (oder noch länger) quasi
unverändert produziert. Lemaco hatte mal eine (für deren Preis kann man
wohl genug Rollmaterial für eine mittlere Großanlage kaufen) - ich habe
sie nicht mit eigenen Augen gesehen, nur auf Abbildungen, und da fand
ich sie optisch eher weniger gelungen.

Roco und Fleischmann gibt/gab es übrigens auch in
Wechselstromausführung.

Andreas

Frank Forsten

unread,
Oct 29, 2004, 2:10:22 AM10/29/04
to
Matt Lang schrieb:

> Hat jemand eine idee wo ich mich nach so einer BR50 umschauen koennte?
> Idealerweise sollte die lok aus metall sein aber wenns gut ausiegt
> geht auch plastik.

Die schönste Plastik 50er gibt es von Roco, Lichtjahre besser als die
HO-Modelle von Fleischmann und Märklin.

Wenn's denn Metall sein soll, bieten sich die 50er von Lemaco an, vgl.
http://www.singer-team.ch/spur_ho_europa_lok_wagen.htm (Pos. 6109)

Grüße, Frank

Klaus D. Mikkelsen

unread,
Oct 29, 2004, 2:50:11 AM10/29/04
to
Frank Forsten skriver:

>
> Wenn's denn Metall sein soll, bieten sich die 50er von Lemaco an, vgl.
> http://www.singer-team.ch/spur_ho_europa_lok_wagen.htm (Pos. 6109)

Huh 1000Euro

Klaus
--
Modelbane Europas hjemmeside: http://www.modelbaneeuropa.hadsten.dk
Modeltog, NE2 internetopsćtning, elektronik og andet:
http://home6.inet.tele.dk/moppe

Will Berghoff

unread,
Oct 29, 2004, 3:48:02 AM10/29/04
to
"Frank Forsten" <fr...@forsten-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:clsmsn$qq7$00$1...@news.t-online.com...

> Wenn's denn Metall sein soll, bieten sich die 50er von Lemaco an, vgl.
> http://www.singer-team.ch/spur_ho_europa_lok_wagen.htm (Pos. 6109)

Leider nicht sehr maßstäblich.

Gruß
Will


Frank Forsten

unread,
Oct 29, 2004, 3:56:04 AM10/29/04
to
Will Berghoff schrieb:

> Leider [Lemaco 50] nicht sehr maßstäblich.

Die V100 soll ja auch nicht so dolle sein, weder Dach noch
Fahreigenschaften - aber nur vom Hörensagen.

Aber zumindest wollte ich Matt eine Metallalternative bieten, damit sich
keiner nachher beschwert :-)

Eine von meinen beiden Roco 50er hat jetzt Teichmann Radsätze bekommen,
schicke Sache. Mal sehen, wie es mit der Wendel nun klappt ... der
Tender hat keine Haftreifen mehr.

Grüße, Frank

Will Berghoff

unread,
Oct 29, 2004, 5:03:48 AM10/29/04
to
"Frank Forsten" <fr...@forsten-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:clst2n$ogr$05$1...@news.t-online.com...

> Eine von meinen beiden Roco 50er hat jetzt Teichmann Radsätze bekommen,
> schicke Sache. Mal sehen, wie es mit der Wendel nun klappt ... der Tender
> hat keine Haftreifen mehr.

Meine hat ja schon länger Weinert-Räder und ist damit angeblich völlig
Decoder-untauglich.

Beim FREMO gibt es im Prinzip keine Steigungen...

Gruß
Will


Frank Forsten

unread,
Oct 29, 2004, 5:10:58 AM10/29/04
to
Will Berghoff schrieb:

> Meine hat ja schon länger Weinert-Räder und ist damit angeblich völlig
> Decoder-untauglich.

? Kurzschluß über die Steuerungsteile? Für die Werkstatt mußte ich den
Dekoder ausbauen, war eh ein Uralt-Lenz 130 von '96. Deshalb habe ich
nur eine kurze Testfahrt auf der Analog-Adresse 00 gemacht. Da ich
derzeit alle Arbeitsflächen im Bastelkeller mit Grünzeuch belegt habe,
wird es noch etwas dauern ...

> Beim FREMO gibt es im Prinzip keine Steigungen...

Ja, deshalb ist die Landschaft auch so "interessant" - vermutlich
Absicht, damit nichts von den gegrälerten Loks ablenkt ;-)

Grüße, Frank

Will Berghoff

unread,
Oct 29, 2004, 5:15:20 AM10/29/04
to
"Frank Forsten" <fr...@forsten-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:clt1f4$9e8$02$1...@news.t-online.com...

>> Meine hat ja schon länger Weinert-Räder und ist damit angeblich völlig
>> Decoder-untauglich.
>
> ? Kurzschluß über die Steuerungsteile?

Keine Ahnung - Weinert selbst warnt in einem Beipackzettel davor.

> Für die Werkstatt mußte ich den Dekoder ausbauen, war eh ein Uralt-Lenz
> 130 von '96. Deshalb habe ich nur eine kurze Testfahrt auf der
> Analog-Adresse 00 gemacht. Da ich derzeit alle Arbeitsflächen im
> Bastelkeller mit Grünzeuch belegt habe, wird es noch etwas dauern ...

Irgendwann wurde das kürzlich hier wieder dikutiert - auch die
Schnittstellen-50er sollen nur mit Roco-Rädern Decoder-tauglich sein.

>> Beim FREMO gibt es im Prinzip keine Steigungen...
>
> Ja, deshalb ist die Landschaft auch so "interessant" - vermutlich Absicht,
> damit nichts von den gegrälerten Loks ablenkt ;-)

Welche Landschaft?

Gruß
Will


Michael Landenberger

unread,
Oct 29, 2004, 5:18:22 AM10/29/04
to
Hi Matt,

"Matt Lang" schrieb:

> bin zur zeit spur 1 fahrer. Mir gefaellt die BR50,

Irgendwann packt's jeden, das BR50-Fieber ;-)

> jedoch ist die in spur 1 (Kiss) grad nicht im budget unterzubringen :(

Mir geht's genauso, weswegen ich meine Lieblingsbaureihe bisher auch nur in
H0 besitze.

> Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
> ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
> etwas plump.

Genau die (3084) habe ich auch, ich finde sie ebenfalls etwas plump. Auch
das Knickfahrwerk stoert mich. Aber sie hat etwas, das kein mir bekanntes
Konkurrenzmodell bietet (denn die haben alle den Antrieb im Tender): absolut
einmalige Fahr- und Zugeigenschaften. 5 angetriebene Achsen, beschwert durch
einen Metallaufbau, sind durch nichts zu ersetzen. Ich habe dieser Lok daher
(als einziger meiner H0-Loks) den digitalen Hochleistungsantrieb 60901
(5-Pol-Motor + geregelter Decoder) spendiert, jetzt ist sie in Sachen
Fahreigenschaften nicht m. E. nicht mehr zu toppen.

Vielleicht ist das eine Alternative, auch wenn du sie im Moment nicht fahren
willst? In diesem Zusammenhang kann ich dich auch auf die Website
http://home.arcor-online.de/udo.nitzsche/br50kab.htm verweisen, auch wenn
dort relativ wenig zur detailmaessigen Verschoenerung der Lok beschrieben
ist.

Falls du allerdings wirklich eine Lok nur zum Anschauen suchst oder nicht
ganz so hohe Ansprueche an die Fahreigenschaften hast, ist die Roco 50
sicher kein schlechter Tipp. Es gibt sie auch als Wechselstromausfuehrung
mit Digitaldecoder.

Gruss

Michael

Will Berghoff

unread,
Oct 29, 2004, 5:32:34 AM10/29/04
to
"Michael Landenberger" <spameim...@onlinehome.de> schrieb im
Newsbeitrag news:2ueg75F...@uni-berlin.de...

> Genau die (3084) habe ich auch, ich finde sie ebenfalls etwas plump. Auch
> das Knickfahrwerk stoert mich. Aber sie hat etwas, das kein mir bekanntes
> Konkurrenzmodell bietet (denn die haben alle den Antrieb im Tender):
> absolut einmalige Fahr- und Zugeigenschaften. 5 angetriebene Achsen,
> beschwert durch einen Metallaufbau, sind durch nichts zu ersetzen. ...

Wenn man die Roco-Lok belässt, wie sie geliefert wird, hat sie Antrieb auf
Tender und Treibräder. Das hat der M*-Gussklumpen mit freistehenden
Zahnrädern und Motorbeule im Kessel nicht.

Gruß
Will


Frank Forsten

unread,
Oct 29, 2004, 5:53:59 AM10/29/04
to
Michael Landenberger schrieb:

> Ich habe dieser Lok daher (als einziger meiner H0-Loks) den
> digitalen Hochleistungsantrieb 60901 (5-Pol-Motor + geregelter Decoder)
> spendiert, jetzt ist sie in Sachen Fahreigenschaften nicht m. E. nicht
> mehr zu toppen.

> Falls du allerdings wirklich eine Lok nur zum Anschauen suchst oder

> nicht ganz so hohe Ansprueche an die Fahreigenschaften hast, ist die
> Roco 50 sicher kein schlechter Tipp.

Hast Du die Fahreigenschaften einer Roco 50 mit geregeltem Dekoder (z.B.
ZIMO) im Vergleich dazu schon erlebt? Oder worauf beruht Deine Aussage?

Falls Du Fahreigenschaften darauf reduzierst, wieviel kg eine Lok auf
der 10% Rampe schafft, dann magst Du evtl. recht haben.

Schöne Grüße, Frank

Wolfgang Uhl

unread,
Oct 29, 2004, 6:23:37 AM10/29/04
to
Hallo,

Bei den Weinert-Rädern ist die Isolierung nur einseitig durchgeführt,
dadurch ist der Lokrahmen leitend mit einer Schiene verbunden. Wenn sich da
irgendwo ein Anschluß versteckt (Beleuchtung, Rauchgenerator usw.) kanns
durchaus Probleme geben. Abgesehen von der Funktion als Antenne. Die Roco
Räder sind aus Kunststoff und isolieren den Rahmen, daher auch die
beidseitigen Stromabnehmer.
Ich denke das Problem ist durch beidseitige Isolierung der
Teichmann/Weinert-Räder gelöst, das sollte man beim Ersatz von
Kunststoffrädern grundsätzlich machen.

Grüsse

Wolfgang

Carsten Moeller

unread,
Oct 29, 2004, 6:35:26 AM10/29/04
to
Matt Lang schrieb:
>...

>Nun frage ich mich welche firma schoene H0 modelle der 50 herstellt?
>...
>Hat jemand eine idee wo ich mich nach so einer BR50 umschauen koennte?

Moin, moin!

Wenn dir die Budgettauglichkeit _deutlich_ wichtiger als die Option
des Fahrens sein sollte, wäre die BR50 als Revellbausatz eventuell
eine Alternative (z.B. bei Conrad für 16 EUR zu haben). Die Details
sind eher auf Einfachniveau, aber da beim Zusammenbau sowieso die
Bastel-/werkzeugkiste geöffnet ist, kann man dann auch gleich
Superungsmaßnahmen je nach persönlichem Anspruch durchführen.

Gruß, Carsten Möller

Michael Landenberger

unread,
Oct 29, 2004, 6:41:21 AM10/29/04
to
"Frank Forsten" schrieb:

> Hast Du die Fahreigenschaften einer Roco 50 mit geregeltem Dekoder (z.B.
> ZIMO) im Vergleich dazu schon erlebt?

Ja. Sie ruckelte, vermutlich aufgrund von Kontaktproblemen, mit denen man es
aber auf einer Durchschnitts-Anlage immer mal wieder zu tun hat.

> Falls Du Fahreigenschaften darauf reduzierst, wieviel kg eine Lok auf der
> 10% Rampe schafft, dann magst Du evtl. recht haben.

Zugkraft ist einer von vielen Aspekten von hohem Gewicht. Kontaktsicherheit
ein anderer. Aus diesem Grund ruckelt meine 50 auch auf relativ ungepflegten
Schienen nicht, lediglich an manchen Weichen wegen des unebenen Verlaufs der
PuKo-Spitzen ein bisschen, was aber durch die Massenträgheit von Lok und
Antrieb auch bei langsamer Geschwindigkeit problemlos ausgeglichen wird. Sie
fährt ansonsten butterweich an und hält eisern und ohne die geringste
Schwankung die eingestellte Geschwindigkeit, selbst wenn diese bei
umgerechnet Schritttempo liegt. Sie fährt fast wie eine Spur-1-Lok und kommt
auch in Sachen Fahrverhalten dem Vorbild näher als jede andere H0-Lok, die
ich bisher gesehen habe.

Aber Detaillierung, freistehende Motorbeule, Zahnräder und Knickfahrwerk der
Märklin-50 sehen bescheiden aus, da stimme ich zu.

In Sachen Detaillierung und Vorbildtreue können es gute H0-Modelle
heutzutage durchaus mit größeren Baugrößen aufnehmen, die Märklin 50er
stecken sie in diesem Punkt auch locker in die Tasche. Wenn ich aber eine
Lok mit spürbar ungleichmäßiger Geschwindigkeit oder gar ruckelnd
daherkommen sehe, dann weiß ich, es ist H0 (oder kleiner), und es ist nicht
meine 50er. Wohlgemerkt, ich rede nur von dieser. Jede andere
Märklin-H0-Lok, die ich besitze, kommt auch nicht annähernd an das
Fahrverhalten der 50er heran, auch nicht meine ca. 35 Jahre alte BR44 (mit
nachgerüstetem Deltadecoder), deren Fahrwerks- und Antriebstechnik ganz
ähnlich ist.

Gruß

Michael

Andreas Pothe

unread,
Oct 29, 2004, 6:50:07 AM10/29/04
to
"Michael Landenberger" <spameim...@onlinehome.de>:

> Auch
> das Knickfahrwerk stoert mich.

Das lese ich so häufig, aber was ein Knickfahrwerk ist, habe ich noch
nirgends gefunden. Auch Google schweigt sich aus.

Was also ist dieses ominöse Knickfahrwerk? Bilder?

CU Andreas

--
Software für Ihr Hobby, z. B. Briefmarkenverwaltung
http://www.pothe.de * http://www.ap-briefmarke.de

Thomas Woditsch

unread,
Oct 29, 2004, 7:00:23 AM10/29/04
to
Andreas Pothe wrote:

> Das lese ich so häufig, aber was ein Knickfahrwerk ist, habe ich noch
> nirgends gefunden. Auch Google schweigt sich aus.
>
> Was also ist dieses ominöse Knickfahrwerk? Bilder?

Der Rahmen der M-50er ist geteilt, einmal 3 Kuppelachsen und einmal 2 in je
einem starren Rahmen, die Rahmen sind gelenkig verbunden.
Natürlich sind die Kuppelstangen dadurch sehr weit abgerückt und können mit
den Rahmenteilen abknicken.

mfg

Thomas

Will Berghoff

unread,
Oct 29, 2004, 7:01:43 AM10/29/04
to
"Andreas Pothe" <po...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cltea...@news.pothe.de...

> Das lese ich so häufig, aber was ein Knickfahrwerk ist, habe ich noch
> nirgends gefunden. Auch Google schweigt sich aus.
>
> Was also ist dieses ominöse Knickfahrwerk? Bilder?

Das Knickfahrwerk wurde von M* erstmals bei der 44er angeboten. Die
Kuppelachsen sind nicht mehr in einem gemeinsamen Rahmen, sondern in 2 mit
einem Gelenk verbundenen Rahmengruppen untergebracht. Dadurch kann man mit
diesen Spielzeugloks durch engste Radien fahren. Ein Foto habe ich mangels
Objekt natürlich nicht.

Ein anderes bekanntes Knickfahrwerk hatte Rocos E16/17/18. Das konnte man
mit einem Günther-Messingteil festlegen.

Gruß
Will


Frank Forsten

unread,
Oct 29, 2004, 7:02:41 AM10/29/04
to
Andreas Pothe schrieb:

> Was also ist dieses ominöse Knickfahrwerk? Bilder?

Keine Bilder, aber:

Nimm (in Gedanken) einen Sattelzug. Entferne Fahrerhaus der Zugmaschine.
Drehe das Fahrgestell der Zugmaschine um 180 Grad um die Hochachse, so
daß es komplett unter dem Auflieger verschwindet. Ersetze den Aufbau des
Aufliegers durch Kessel und Führerstand.

Das ist im Prinzip ein Knickfahrwerk :-)

Verwendet u.a. bei

Märklin BR50
Roco BR93 alt
Roco BR23

Grüße, Frank

Tobias Meyer

unread,
Oct 29, 2004, 7:27:44 AM10/29/04
to
Wolfgang Uhl schrieb:

> Ich denke das Problem ist durch beidseitige Isolierung der
> Teichmann/Weinert-Räder gelöst, das sollte man beim Ersatz von
> Kunststoffrädern grundsätzlich machen.

Wie isoliert man denn Weinert-Räder nachträglich am besten?

Tobi

--
http://www.bf-vln.de
(Um-) Baubeschreibungen,
Berichte von fremotreffen,
Infos über den Bahnhof Vier Linden.

Tobias Meyer

unread,
Oct 29, 2004, 7:32:43 AM10/29/04
to
Michael Landenberger schrieb:

> Sie fährt fast wie eine Spur-1-Lok und kommt
> auch in Sachen Fahrverhalten dem Vorbild näher als jede andere H0-Lok, die
> ich bisher gesehen habe.

Und klingt dabei wie?

Michael Landenberger

unread,
Oct 29, 2004, 7:48:58 AM10/29/04
to
"Tobias Meyer" schrieb:

> Michael Landenberger schrieb:
>
>> Sie fährt fast wie eine Spur-1-Lok und kommt
>> auch in Sachen Fahrverhalten dem Vorbild näher als jede andere H0-Lok,
>> die
>> ich bisher gesehen habe.
>
> Und klingt dabei wie?

Na wie wohl. Sie schnurrt wie ein Kätzchen ;-) Aber obwohl sie wesentlich
leiser fährt als bei Märklin-Loks üblich, bewegt sie sich nicht vollkommen
geräuschlos. Märklin ist eben Rasselbahn ;-) Auch erwünschte Geräusche kann
sie mangels Soundmodul nicht produzieren.

Aber die Rede war ja auch von Fahrverhalten, nicht von Akustikverhalten.

Gruß

Michael

tobias b köhler

unread,
Oct 29, 2004, 8:00:06 AM10/29/04
to
Andreas Pothe schrieb:

> Das lese ich so häufig, aber was ein Knickfahrwerk ist, habe ich noch
> nirgends gefunden. Auch Google schweigt sich aus.

> Was also ist dieses ominöse Knickfahrwerk? Bilder?

Zu dem thema habe ich, als diese frage das letzte mal aufkam, meine 050
von unten photographiert:

http://www.uncia.de/maerklin_050.jpg

Um die bogenläufigkeit in engen radien zu verbessern, sind die ersten
drei antriebsradsätze gegenüber den beiden folgenden gelenkig gelagert,
und der lokkessel sitzt auf den beiden wiederum gelenkig auf. Der motor
sitzt im stehkessel und wirkt auf die hinteren treibradsätze, über
zahnräder werden die vorderen mit angetrieben. Der vorlaufradsatz ist am
vorderen "treibachsgestell" angebracht und die vordere kupplung am
vorläufer.

Die gelenkige anordnung des motorblocks (mit dem hinteren
treibachsgestell fest verbunden) bringt mit sich, dass der stehkessel
breiter ausgeführt ist als maßstäblich. Außerdem wird fast das ganze
führerhaus ausgefüllt. Roco hat mit seiner antriebsanordnung dagegen ein
freies führerhaus ermöglicht.

So weit ich weiß, haben mehrere andere fünfkuppler-dampfloks von märklin
(52, 85) das gleiche fahrwerksprinzip, die 45 hat dagegen "nur"
seitenverschiebliche radsätze.

Es ist ein optischer kompromiss. Aber die lok zieht im 360er radius
astrein was weg. :)

--
tobias benjamin köhler ____________________________________ t...@uncia.de
._______..__________.._______.._________. <>_<> <>_<>
| |_| || |_| |_| || |_| || |_| |_| | .---|'"`|---. .---|'"`|---.
"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_

Wolfgang Uhl

unread,
Oct 29, 2004, 7:59:29 AM10/29/04
to

"Tobias Meyer" <alle_mails_hierher...@nurfuerspam.de>
schrieb im Newsbeitrag news:14tsrmjhhrlhv$.dlg@bf-vln.de...

> Wie isoliert man denn Weinert-Räder nachträglich am besten?
>

gar nicht :-)

Am sinnvollsten ist es in diesem Fall die Weinert Räder bei Ebay zu
verticken und neue aus Rohlingen zu machen (gibts mit etwas betteln bei
Weinert, bei Teichmann regulär).
Ansonsten:
-Abachsen (alle Räder)
-im Futter oder wenn vorhanden in der passenden Spannzange alle Räder
aufbohren (im Dreibackenfutter am besten mit Zwischenring spannen damit
nacher keine übermäßig deutlichen Spuren auf der Lauffläche zu sehen sind)
-Isolierbuchse (mit Bund!) einpressen
-bohren und reiben
-wenn nötig Spurkränze leicht nachdrehen um Spannmarken an den Laufflächen
zu beseitigen
-wieder aufpressen
-einbauen und fertig :-)

Grüsse

Wolfgang


Michael Landenberger

unread,
Oct 29, 2004, 9:17:02 AM10/29/04
to
"tobias b köhler" schrieb:

> So weit ich weiß, haben mehrere andere fünfkuppler-dampfloks von märklin
> (52, 85) das gleiche fahrwerksprinzip, die 45 hat dagegen "nur"
> seitenverschiebliche radsätze.

Ebenso hat Märklin die 6-fach gekuppelte württ. K ohne Knickfahrwerk
hingekriegt und sie schafft trotzdem 360er Radien (allerdings im Gegensatz
zur BR50, BR44 & Co. nicht den "Industrieradius"). Angesichts dessen
verstehe ich nicht ganz, warum eine Roco 23 einen Knickrahmen braucht.

Gruß

Michael

Andreas Iwanowitsch

unread,
Oct 29, 2004, 9:17:44 AM10/29/04
to
Michael Landenberger schrieb:

> Ebenso hat Märklin die 6-fach gekuppelte württ. K ohne Knickfahrwerk
> hingekriegt und sie schafft trotzdem 360er Radien (allerdings im Gegensatz
> zur BR50, BR44 & Co. nicht den "Industrieradius"). Angesichts dessen
> verstehe ich nicht ganz, warum eine Roco 23 einen Knickrahmen braucht.

Nenne es "Jugendsünde". Es war AFAIK die erste von Roco konstruierte
Dampflok. Ich vermute mal, sie hat den Knickrahmen spendiert bekommen,
weil der Nachläufer nicht so weit ausschwenken kann, wie es nötig wäre,
um Industrieradien umrunden zu können.

Andreas

Reinhard Mueller

unread,
Oct 29, 2004, 1:00:34 PM10/29/04
to
Moin Michael,

Michael Landenberger schrieb:


> "Frank Forsten" schrieb:
>> Hast Du die Fahreigenschaften einer Roco 50 mit geregeltem
>> Dekoder (z.B. ZIMO) im Vergleich dazu schon erlebt?
>
> Ja. Sie ruckelte, vermutlich aufgrund von Kontaktproblemen,

Dann war da etwas nicht in Ordnung. Und eigentlich hat die
50 aus eine ausreichende Stromabmahme (2 Tenderachsen und
? Kuppelachsen).

Im FREMO ist die 50 als universelle Nebenbahnlok sehr beliebt
und dementsprechend sind einige davon unterwegs. Wenn da eine
wie beschrieben ruckeln sollte, wuerde sie mit dem Spruch
"Die faehrt nicht richtig!" im Schattenbahnhof abgestellt und
nicht mehr verwendet. Gerade wenn man einen NG am Haken hat
und mit der 50 rangiert, muss sie einwandfrei laufen. Und
bisher hatte ich da keine Probleme.

Und das sind alles Roco-Loks. (Nicht nur) wegen der Beule im
Kessel traut sich wohl keiner, eine Maerklin-50 mitzubringen.
Aber Maerklin-212 habe ich durchaus schon im FREMO gesehen.

Gruss,
Reinhard

Martin Schilling

unread,
Oct 29, 2004, 6:02:05 AM10/29/04
to
Moin Michael,

Michael Landenberger wrote:
> Irgendwann packt's jeden, das BR50-Fieber ;-)

nö, als Epoche2-vor-1933-Fahrer finde ich die Lok völlig uninteressant.
Obwohl es sie in N vom Fleischmann gibt und mE auch vernünftig aussieht.

Gruß,
Martin.
--
Martins kleine Eisenbahn http://mke.gmxhome.de

Die e-mail Adresse wird selten (alle paar Wochen) gelesen!

Matt Lang

unread,
Oct 29, 2004, 3:22:46 PM10/29/04
to
Andreas Iwanowitsch <a.iwan...@gmx.de> wrote in message news:<2ue593F...@uni-berlin.de>...
> Matt Lang schrieb:

>
> > Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
> > ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
> > etwas plump.
> >
> > Nun frage ich mich welche firma schoene H0 modelle der 50 herstellt?
>
> Roco. Es kann nur eine geben.
>
> Die über 20 Jahre alte M* kannst Du unverändert auch noch heute neu
> kaufen, die GFN wird schon seit 1968 (oder noch länger) quasi
> unverändert produziert. Lemaco hatte mal eine (für deren Preis kann man
> wohl genug Rollmaterial für eine mittlere Großanlage kaufen) - ich habe
> sie nicht mit eigenen Augen gesehen, nur auf Abbildungen, und da fand
> ich sie optisch eher weniger gelungen.
>
> Roco und Fleischmann gibt/gab es übrigens auch in
> Wechselstromausführung.
>
> Andreas

Konnte sie auf der rocoseite nicht finden, ist ja noch schlimemr als
Beim marktfuehrer da ;)

Werd mal schauen ob sie der (einzige) haendler hat


Matt

Matt Lang

unread,
Oct 29, 2004, 3:24:32 PM10/29/04
to
Frank Forsten <fr...@forsten-online.de> wrote in message news:<clsmsn$qq7$00$1...@news.t-online.com>...
> Matt Lang schrieb:

>
> > Hat jemand eine idee wo ich mich nach so einer BR50 umschauen koennte?
> > Idealerweise sollte die lok aus metall sein aber wenns gut ausiegt
> > geht auch plastik.
>
> Die schönste Plastik 50er gibt es von Roco, Lichtjahre besser als die
> HO-Modelle von Fleischmann und Märklin.

>
> Wenn's denn Metall sein soll, bieten sich die 50er von Lemaco an, vgl.
> http://www.singer-team.ch/spur_ho_europa_lok_wagen.htm (Pos. 6109)
>
> Grüße, Frank

Konnte leider kein bild finden, hat wer die URL von lemaco?

Leider ist das prunkstueck mit 1000 euronen nur halb so teuer als die
Kiss 050 :( da ists dann doch besser den grossen brocken zu holen ..

Matt

A.Lange

unread,
Oct 29, 2004, 3:26:17 PM10/29/04
to
Martin Schilling schrieb:

>
> Moin Michael,
>
> Michael Landenberger wrote:
> > Irgendwann packt's jeden, das BR50-Fieber ;-)
>
> nö, als Epoche2-vor-1933-Fahrer finde ich die Lok völlig uninteressant.
> Obwohl es sie in N vom Fleischmann gibt und mE auch vernünftig aussieht.

Ich kann ihr auch nichts abgewinnen.
Ähnlich langweilig finde ich an Vorkriegsloks:
- bayerische Elloks,
- 24, 41, 45, 62, 64, 86 und an Länderbahmloks
- G 8.1, G 12.

Am schlimmsten sind aber 24, 64 und 86, lieber keine Modellbahn, als nur
die drei Fahrzeuge einsetzen.

Gruß
Andreas

Matt Lang

unread,
Oct 29, 2004, 3:29:50 PM10/29/04
to
"Michael Landenberger" <spameim...@onlinehome.de> wrote in message news:<2ueg75F...@uni-berlin.de>...

> Hi Matt,
>
> "Matt Lang" schrieb:
>
> > bin zur zeit spur 1 fahrer. Mir gefaellt die BR50,
>
> Irgendwann packt's jeden, das BR50-Fieber ;-)

Ja, ja jetzt hoer blos auf ;) Ist schliesslich 100% deine schuld dass
ich durch postings wie "Schaut mal, Kiss stellt eine spur 1 050 her"
da infiziert wurde ;)

Meine M* H0 050 haette sicher weiterhin friedlich in einer schachtel
geschlummert ...

>
> > Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
> > ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
> > etwas plump.
>
> Genau die (3084) habe ich auch, ich finde sie ebenfalls etwas plump. Auch
> das Knickfahrwerk stoert mich. Aber sie hat etwas, das kein mir bekanntes
> Konkurrenzmodell bietet (denn die haben alle den Antrieb im Tender): absolut
> einmalige Fahr- und Zugeigenschaften. 5 angetriebene Achsen, beschwert durch
> einen Metallaufbau, sind durch nichts zu ersetzen. Ich habe dieser Lok daher
> (als einziger meiner H0-Loks) den digitalen Hochleistungsantrieb 60901
> (5-Pol-Motor + geregelter Decoder) spendiert, jetzt ist sie in Sachen
> Fahreigenschaften nicht m. E. nicht mehr zu toppen.

Gibts de vielleicht irgendwo super realistische pleuelstangen ,raeder
und anbauteile zu beziehen?


> Vielleicht ist das eine Alternative, auch wenn du sie im Moment nicht fahren
> willst? In diesem Zusammenhang kann ich dich auch auf die Website
> http://home.arcor-online.de/udo.nitzsche/br50kab.htm verweisen, auch wenn
> dort relativ wenig zur detailmaessigen Verschoenerung der Lok beschrieben
> ist.

Interessant :) Leider hauptsaechlich auf den fahrbetrieb gezielt ...
bin noch nicht bereit auch H0 wieder zu beleben ...


> Falls du allerdings wirklich eine Lok nur zum Anschauen suchst oder nicht
> ganz so hohe Ansprueche an die Fahreigenschaften hast, ist die Roco 50
> sicher kein schlechter Tipp. Es gibt sie auch als Wechselstromausfuehrung
> mit Digitaldecoder.

Die werd ich mir mal anschauen ... leider muss ich mich da dann fuer
ein system entscheiden ...2l vs 3l...

Matt

Matt Lang

unread,
Oct 29, 2004, 3:32:14 PM10/29/04
to
Carsten Moeller <carsten...@uni-hamburg.de> wrote in message news:<5l64o0tjep54a6bgc...@4ax.com>...


Also das ist dann doch zu viel plastik :(

Etwas mehr als E16 sind zum glueck auch noch da ... hab wieder viel
ramsch auf ebay verkleppert ;)

Matt

Matt Lang

unread,
Oct 29, 2004, 3:33:12 PM10/29/04
to
web...@shaw.ca (Matt Lang) wrote in message news:<a0e12e54.04102...@posting.google.com>...
> Hallo Leute,
>
> bin zur zeit spur 1 fahrer. Mir gefaellt die BR50, jedoch ist die in

> spur 1 (Kiss) grad nicht im budget unterzubringen :(
>
> Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
> ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
> etwas plump.
>
> Nun frage ich mich welche firma schoene H0 modelle der 50 herstellt?
> Da ich im moment H0 nicht fahre ist das system egal aber es waere
> schoen die option zu habe sie mal zu fahren. Daher waere M* ideal aber
> ich glaub das ist nicht das wo man die best detailierten loks findet

> ...
>
> Hat jemand eine idee wo ich mich nach so einer BR50 umschauen koennte?
> Idealerweise sollte die lok aus metall sein aber wenns gut ausiegt
> geht auch plastik.
>

Allen sie mal gedankt! Werde morgen mal zum haendler zischen und mir
das roco teil anschauen..

Matt

Erik Meltzer

unread,
Oct 29, 2004, 2:36:40 PM10/29/04
to
Moin!

Reinhard Mueller schrieb:
[Roco-50]


> Dann war da etwas nicht in Ordnung. Und eigentlich hat die
> 50 aus eine ausreichende Stromabmahme (2 Tenderachsen und
> ? Kuppelachsen).

Leider auch nur 2 Kuppelachsen. Das reicht zwar, aber
wirklich üppig ist es nicht. Deswegen hat meine auch
2 weitere Kuppelachsen als Stromabnahme dazubekommen.

> Im FREMO ist die 50 als universelle Nebenbahnlok sehr beliebt
> und dementsprechend sind einige davon unterwegs. Wenn da eine
> wie beschrieben ruckeln sollte, wuerde sie mit dem Spruch
> "Die faehrt nicht richtig!" im Schattenbahnhof abgestellt

So wie meine in Räbke -- Platinenbruch, Stromabnahme nur
noch vom Tender.

> bisher hatte ich da keine Probleme.

Ich schon -- bis ich den Platinenbruch gefunden und geflickt
hatte.



> Und das sind alles Roco-Loks. (Nicht nur) wegen der Beule im
> Kessel traut sich wohl keiner, eine Maerklin-50 mitzubringen.

Gibts die überhaupt für DC? IIRC ist das mit dem Knickrahmen
ausgesprochen aufwendig zu isolieren. Aber Hauptfaktor
wird wohl sein, daß die Roco-Lok so schön aussieht und fährt,
daß sich wohl keiner, der sie mal gesehen hat, die Mäh-50
kaufen wird -- zumindest nicht für | |-Betrieb (bei |:| mag
das evtl. anders aussehen).

> Aber Maerklin-212 habe ich durchaus schon im FREMO gesehen.

Deren Zeit läuft aber auch ab ;-)

Liebe Grüße,
Erik.
--
Es ist Digital
Doch wär's ohne nicht bill'ger?
Es ist Digital
-- Haikus für den Marktführer, Teil 7

Erik Meltzer

unread,
Oct 29, 2004, 2:38:59 PM10/29/04
to
Moin!

Andreas Iwanowitsch schrieb:
> Michael Landenberger schrieb:


> > verstehe ich nicht ganz, warum eine Roco 23 einen Knickrahmen braucht.
>
> Nenne es "Jugendsünde". Es war AFAIK die erste von Roco konstruierte
> Dampflok. Ich vermute mal, sie hat den Knickrahmen spendiert bekommen,
> weil der Nachläufer nicht so weit ausschwenken kann, wie es nötig wäre,
> um Industrieradien umrunden zu können.

Das hat die Roco-41 auch. Aber ich finde es weit weniger störend
als die zu kleinen Nachlaufräder und riesigen Rahmenausschnitte
der Starrahmen-41 von GFN.

Liebe Grüße,
Erik.
--
Picklige Schwellen
Gefahr droht ständig dem Fuß
des Streckenläufers
-- Haikus für den Marktführer, Teil 2

Markus Hoffmann

unread,
Oct 30, 2004, 4:13:14 AM10/30/04
to
Erik Meltzer <ermel-seine...@ermel.org> wrote in message news:<41828DB8...@ermel.org>...
> Moin!

>
> Gibts die überhaupt für DC? IIRC ist das mit dem Knickrahmen
> ausgesprochen aufwendig zu isolieren. Aber Hauptfaktor
> wird wohl sein, daß die Roco-Lok so schön aussieht und fährt,
> daß sich wohl keiner, der sie mal gesehen hat, die Mäh-50
> kaufen wird -- zumindest nicht für | |-Betrieb (bei |:| mag
> das evtl. anders aussehen).

Ob es eine 50 gab/gibt kann ich Dir nicht sagen, aber Märklins 52 gab
es für DC und da diese das gleiche Knickfahrwerk hat wie die 50 und
auch die neue 44 ...

Gruß,
Markus Hoffmann

Hans Gomoll

unread,
Oct 30, 2004, 7:23:27 AM10/30/04
to
Hallo,

Erik Meltzer schrieb:


> Andreas Iwanowitsch schrieb:
> > Michael Landenberger schrieb:
> > > verstehe ich nicht ganz, warum eine Roco 23 einen Knickrahmen braucht.
> >
> > Nenne es "Jugendsünde". Es war AFAIK die erste von Roco konstruierte
> > Dampflok. Ich vermute mal, sie hat den Knickrahmen spendiert bekommen,
> > weil der Nachläufer nicht so weit ausschwenken kann, wie es nötig wäre,
> > um Industrieradien umrunden zu können.
>
> Das hat die Roco-41 auch. Aber ich finde es weit weniger störend
> als die zu kleinen Nachlaufräder und riesigen Rahmenausschnitte
> der Starrahmen-41 von GFN.

bei den Roco Loks ist der Rahmen nicht innerhalb der Kuppelräder
geknickt, sondern unterhalb der Rauchkammer drehend gelagert. Piko/DDR
hat das soweit ich weiß, damals als erster Hersteller überhaupt bei der
01.5 angewendet.
Diese drehende Lagerung hat einen ähnlichen Effekt wie der Knickrahmen,
ist aber konstruktiv eleganter als bei den M* Loks. Die Loks ragen
dadurch bei Kurvenfahrt nicht so weit über das Gleis. Bei der R* 23 hat
das zusätzlich den Effekt, daß Lok und Tender einen geschlossenen
Eindruck machen.

Gruß Hans Gomoll

Rainer Finke

unread,
Oct 30, 2004, 7:34:30 AM10/30/04
to
On Fri, 29 Oct 2004 15:17:44 +0200, Andreas Iwanowitsch
<a.iwan...@gmx.de> wrote:

>Nenne es "Jugendsünde". Es war AFAIK die erste von Roco konstruierte
>Dampflok. Ich vermute mal, sie hat den Knickrahmen spendiert bekommen,
>weil der Nachläufer nicht so weit ausschwenken kann, wie es nötig wäre,
>um Industrieradien umrunden zu können.

Nein, die erste Roco-Dampflok war die BR 58 (pr. G12). Die hatte auch
keinen Knickrahmen.

Man sollte übrigens unterscheiden zwischen einem "echten" Knickrahmen
à la Märklin (bei dem der Knick die Treibachsgruppe teilt) und der
beweglichen Lagerung des Hauptrahmens gegenüber dem Lokaufbau wie bei
der Roco T14.0 und der BR 23. Dort geht es darum, daß irgendwelche
Leitern oder Armaturen der Auslenkung einer Laufachse im Wege sind.
Indem man die Treibachsgruppe in die Gegenrichtung schwenkt, begrenzt
man den Auslenkung der Laufachse.
Also ein ganz ähnliches Prinzip wie beim Krauss-Helmholtz-Gestell.

Freundliche Grüße
Rainer Finke


Andreas Iwanowitsch

unread,
Oct 30, 2004, 8:20:42 AM10/30/04
to
Reinhard Mueller schrieb:

> > Ja. Sie ruckelte, vermutlich aufgrund von Kontaktproblemen,
>
> Dann war da etwas nicht in Ordnung.

Wenn die Roco-50 ruckelt, liegt es in der Regel daran, daß Tenderantrieb
und die angetriebenen Treibräder unterschiedlicher Meinung sind, wie
schnell es vorangehen soll - eine Schwäche des Antriebskonzepts.

Ralph Timmermann hat hier schon mal beschrieben, daß er deswegen den
Antrieb auf die Treibräder stillgelegt hat. Bei den neueren Auflagen der
50Kab tritt der Effekt nach meiner Beobachtung nicht so deutlich auf.

Andreas

Andreas Iwanowitsch

unread,
Oct 30, 2004, 8:20:36 AM10/30/04
to
Erik Meltzer schrieb:

> > Nenne es "Jugendsünde". Es war AFAIK die erste von Roco konstruierte
> > Dampflok. Ich vermute mal, sie hat den Knickrahmen spendiert bekommen,
> > weil der Nachläufer nicht so weit ausschwenken kann, wie es nötig wäre,
> > um Industrieradien umrunden zu können.
>
> Das hat die Roco-41 auch. Aber ich finde es weit weniger störend
> als die zu kleinen Nachlaufräder und riesigen Rahmenausschnitte
> der Starrahmen-41 von GFN.

Die kleinen Nachlaufräder bei GFN sind ein Konstruktionsfehler. Ich habe
keine 41, aber die 03. Vergleicht man mit Rocos 01, fällt auf, daß bei
beiden der Rahmen im Bereich des Nachläufers komplett ausgespart wurde;
leidglich der Führerhausboden sorgt für Stabilität. Bei Fleischmann hat
man den Boden zu dick gelassen, daher bleibt kein Platz mehr für einen
maßstäblichen Radsatz.

Andreas

Georg Feddern

unread,
Oct 30, 2004, 12:51:35 PM10/30/04
to
Moin,

Rainer Finke schrieb:


> Andreas Iwanowitsch wrote:
>
>>Nenne es "Jugendsünde". Es war AFAIK die erste von Roco konstruierte
>>Dampflok.
>

> Nein, die erste Roco-Dampflok war die BR 58 (pr. G12). Die hatte auch
> keinen Knickrahmen.

Wurde aber auch noch von Röwa konstruiert ...

Ansonsten stimme ich aber voll zu.

Gruß
Georg

Matt Lang

unread,
Oct 31, 2004, 12:24:44 AM10/31/04
to
Andreas Iwanowitsch <a.iwan...@gmx.de> wrote in message news:<2ue593F...@uni-berlin.de>...
> Matt Lang schrieb:
>
> > Ich habe eine 20 jahre alte M* 50 aber obwohl ein schoenes modell muss
> > ich sagen in sachen detailierung und pleuelstangen ists sie schon
> > etwas plump.
> >
> > Nun frage ich mich welche firma schoene H0 modelle der 50 herstellt?
>
> Roco. Es kann nur eine geben.
>
> Die über 20 Jahre alte M* kannst Du unverändert auch noch heute neu
> kaufen, die GFN wird schon seit 1968 (oder noch länger) quasi
> unverändert produziert. Lemaco hatte mal eine (für deren Preis kann man
> wohl genug Rollmaterial für eine mittlere Großanlage kaufen) - ich habe
> sie nicht mit eigenen Augen gesehen, nur auf Abbildungen, und da fand
> ich sie optisch eher weniger gelungen.
>
> Roco und Fleischmann gibt/gab es übrigens auch in
> Wechselstromausführung.
>
> Andreas


War heute beim haendler, er hatte keine roco lok aber die von
maerklin. Also ich war beindruckt. Ist VIEL besser als meine .. gibt
viele leitungen und kleinteile am kessel :)

Er hatte auch eine demoanlage des neuen digitalsystems .. gar nicht so
schlecht ..

Matt

Michael Landenberger

unread,
Oct 31, 2004, 2:16:42 AM10/31/04
to
"A.Lange" schrieb:

[BR 50]

> Ich kann ihr auch nichts abgewinnen.

Das ist Geschmackssache. Die BR50 Kab gehört u. a. wegen ihres markanten
Aussehens (Kabinentender) sowie ihrer universellen Einsetzbarkeit (Haupt-
und Nebenbahnen, Personen- und Güterzüge) zu meinen Lieblingsloks. 1'E-Loks
finde ich allesamt sehr imposant, aber eine BR44 hat erstens keinen
Kabinentender, lässt sich achslastbedingt nicht auf Nebenbahnen einsetzen
und hat drittens vorwiegend (lange) Güterzüge gezogen. Die BR52 gibt's
wiederum nicht mit Kabinentender. Alle anderen DB-Fünfkuppler-Baureihen
wiederum waren zu selten, als dass ich da eine pflegenswerte Beziehung
entwickeln konnte.
Apropos Beziehung: als Kind stand ich mit meinem Papa immer auf dem
Fußgängersteg am Bahnhof Ludwigsburg/Württ. Dieser liegt kurz vor
Kornwestheim, einem bedeutenden Güterbahnhof. Unter uns sind reihenweise
50er durchgedonnert und haben uns eingenebelt. Das prägt ;-)

> Ähnlich langweilig finde ich an Vorkriegsloks:

Die erste BR50 wurde 1939 gebaut, es ist also keine echte Vorkriegslok.

> - bayerische Elloks,
> - 24, 41, 45, 62, 64, 86 und an Länderbahmloks

BR24: war meine erste Modellbahn-Lok überhaupt. Ich habe daher ein
sentimentales Verhältnis zu dieser Baureihe.

BR41: nicht uninteressant, habe ich in meiner Jugend aber nur selten
gesehen. Als Hauptbahnlok für meine Zwecke sowieso nicht brauchbar.

BR45: gigantischer Exot. Mir persönlich zu plump. Außerdem: Hauptbahnlok.

BR62: dito.

BR64: sieht aus wie eine eingelaufene 86er. Sie ist zwar beim Vorbild auch
vor langen Wagen (z. B. Silberlingen) gelaufen, wirkt aber vor diesen wie
eine Rangierlok. Am besten passt sie noch vor einen Zug aus Donnerbüchsen
oder einen NG. Manche finden sie niedlich, ich nicht.

BR86: Für mich der Idealtyp einer Nebenbahn-Tenderlok. Einsatzmöglichkeiten
ähnlich universell wie BR50. In H0 besitze ich schon eine, in Spur 1 hätte
ich gern eine.

> - G 8.1, G 12.

G8.1 mit Laufachse (BR56.2) kann ich aber durchaus etwas abgewinnen. G12
wurden bei der DB bereits 1953 ausgemustert, daher für mich, obwohl durchaus
ansehnlich, uninteressant.

> Am schlimmsten sind aber 24, 64 und 86, lieber keine Modellbahn, als nur
> die drei Fahrzeuge einsetzen.

Das ist aber vernichtend ;-) Wenn du eine Modellbahn mit nur 3 Loks hättest,
welche wären das dann?

Gruß

Michael

Will Berghoff

unread,
Oct 31, 2004, 2:40:44 AM10/31/04
to
Michael Landenberger wrote:
>... Die BR52 gibt's wiederum nicht
> mit Kabinentender. ...

Nicht bei DR/DB, aber bei BBÖ/ÖBB schon.

Gruß
Will

Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 7:14:00 AM10/27/04
to
Hallo,

"Klaus D. Mikkelsen" schrieb:

> Huh 1000Euro

Aber schon was anderes als eine Rocolok, geschweige denn die von M*. Mit
dem stueckl darfst wirklich sagen sie hat einen wert.

Dass Roco und M*-fetischisten das gegenteil behaupten ist aber auch
garantiert.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 7:01:33 AM10/27/04
to
Hallo,

Matt Lang schrieb:

> Hat jemand eine idee wo ich mich nach so einer BR50 umschauen koennte?
> Idealerweise sollte die lok aus metall sein aber wenns gut ausiegt
> geht auch plastik.

Es duerfte wohl nur die Rocolok bleiben, wenn sie auch nicht aus metall
ist.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 8:07:10 AM10/27/04
to
Hallo,

Tobias Meyer schrieb:
>
> Michael Landenberger schrieb:
>
> > Sie fährt fast wie eine Spur-1-Lok und kommt
> > auch in Sachen Fahrverhalten dem Vorbild näher als jede andere H0-Lok, die
> > ich bisher gesehen habe.
>
> Und klingt dabei wie?

Vielleicht wie die 52? :-)

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 8:06:25 AM10/27/04
to
hallo,

Michael Landenberger schrieb:

> Ja. Sie ruckelte, vermutlich aufgrund von Kontaktproblemen, mit denen man es
> aber auf einer Durchschnitts-Anlage immer mal wieder zu tun hat.

Roco verursacht normalerweise nur uebelkeit bei mir, aber die 50 ist
wirklich in ordnung.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 8:17:20 AM10/27/04
to
Hallo,

Frank Forsten schrieb:

> Das ist im Prinzip ein Knickfahrwerk :-)
>
> Verwendet u.a. bei
>
> Märklin BR50
> Roco BR93 alt
> Roco BR23

Hey, da werden die Rocofans dich gleich mal hinrichten.

Man hat niemals was schlechtes ueber den heiligen Roco zu denken,
geschweige denn zu schreiben! Wie soll man denn da in zukunft ueber M*
herziehen koennen?

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 8:08:45 AM10/27/04
to
Hallo,

Michael Landenberger schrieb:

> Aber die Rede war ja auch von Fahrverhalten, nicht von Akustikverhalten.

Und du bist dir sicher, dass du keine leiche einer roco-50 als vergleich
hattest?

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 8:01:48 AM10/27/04
to
Hallo,

Michael Landenberger schrieb:

> Genau die (3084) habe ich auch, ich finde sie ebenfalls etwas plump. Auch
> das Knickfahrwerk stoert mich. Aber sie hat etwas, das kein mir bekanntes
> Konkurrenzmodell bietet (denn die haben alle den Antrieb im Tender): absolut
> einmalige Fahr- und Zugeigenschaften. 5 angetriebene Achsen, beschwert durch
> einen Metallaufbau, sind durch nichts zu ersetzen.

Ausser, dass Roco alle 5 achsen angetrieben hat und 2 tenderachsen dazu.

Ueber eine sch*konstruktion namens tenderantrieb, wie bei der 657 oder
gar 52 (mit 2 antriebsachsen!) will ich mich gar nicht naeher auessern!

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 27, 2004, 8:14:05 AM10/27/04
to
Hallo,

Will Berghoff schrieb:

> Das Knickfahrwerk wurde von M* erstmals bei der 44er angeboten. Die
> Kuppelachsen sind nicht mehr in einem gemeinsamen Rahmen, sondern in 2 mit
> einem Gelenk verbundenen Rahmengruppen untergebracht. Dadurch kann man mit
> diesen Spielzeugloks durch engste Radien fahren. Ein Foto habe ich mangels
> Objekt natürlich nicht.

Warum das Kleinbahn mit der 52 geschafft hat, dass sie durch den
kleinsten radius nur mit seitenverschiebbarkeit laeuft und M* nicht,
verstehe ich auch nicht.

Liebe gruesse

Hans


Matt Lang

unread,
Oct 31, 2004, 12:02:03 PM10/31/04
to
Hans Pesserl <sp...@eimer.at> wrote in message news:<417F800D...@eimer.at>...


Ist die roco lok auch detailierter als die maerklin lok oder hat sie
nur realistischere konstruktion (keine beulen, kein knickfahrwerk und
so) ?

Habe mir die M* 50 angschaut und war beeindruckt wiviele kleinteile
wie leitungen und so da dran waren.

Matt

tobias b köhler

unread,
Oct 31, 2004, 1:21:05 PM10/31/04
to
Matt Lang schrieb:

> Ist die roco lok auch detailierter als die maerklin lok oder hat sie
> nur realistischere konstruktion (keine beulen, kein knickfahrwerk und
> so) ?

Da der Lokshop sehr eifrig kataloge scannt, hier zum vergleich:

http://www.lokshop.de/images/Kataloge/MAR/2003_2004/DI/image_51.html
http://www.lokshop.de/images/Kataloge/ROC/2004-2005/D/047.jpg

Roco hat mehr freistehende leitungen am kessel und bildet am tender die
ringförmigen griffe nach.

Die märklinlok gibts auch mit Telexkupplung.

Bei märklin ist der kessel aus metallguss, bei Roco der tender.

Achtung: Mindestradius bei Roco 415 mm.

Die loks haben auch unterschiedliche serien zum vorbild (Roco
geschlossene schürze).

--
tobias benjamin köhler ____________________________________ t...@uncia.de
._______..__________.._______.._________. <>_<> <>_<>
| |_| || |_| |_| || |_| || |_| |_| | .---|'"`|---. .---|'"`|---.
"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_

Erik Meltzer

unread,
Oct 31, 2004, 1:40:53 PM10/31/04
to
Moin!

Michael Landenberger schrieb:


> Wenn du eine Modellbahn mit nur 3 Loks hättest,
> welche wären das dann?

Zwei 50er und ne Köf 2,

findet
Erik.
--
"Wer sich über !Service und !Kundenorientierung von Die Bahn aufregt,
hat viel zu wenig mit der Post zu tun."
-- Christoph Biedl in d.a.s.r.

Tobias Meyer

unread,
Oct 31, 2004, 8:06:39 PM10/31/04
to
Erik Meltzer schrieb:

> So wie meine in Räbke -- Platinenbruch, Stromabnahme nur
> noch vom Tender.

Und ein verdammt schwer zu findender Fehler, Die Lok wurde ja etliche Male
seziert.

Tobi

--
http://www.bf-vln.de
(Um-) Baubeschreibungen,
Berichte von fremotreffen,
Infos über den Bahnhof Vier Linden.

A.Lange

unread,
Nov 1, 2004, 2:01:19 AM11/1/04
to
Michael Landenberger schrieb:

>
> "A.Lange" schrieb:
>
> [BR 50]
>
> > Ich kann ihr auch nichts abgewinnen.
>
> Das ist Geschmackssache. Die BR50 Kab gehört u. a. wegen ihres markanten
> Aussehens (Kabinentender) sowie ihrer universellen Einsetzbarkeit (Haupt-
> und Nebenbahnen, Personen- und Güterzüge) zu meinen Lieblingsloks.

Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
Tenderkonstruktion ausgesucht! (Wahrscheinlich gefällt die auch die V 80
und die komische "Lollo"?)
Für Reichsbahneraugen sowieso abstoßend, finde ich persönlich auch diese
Tenderausführung so schrecklich, daß ich bis in die präebaysche Epoche
diese Tendergehäuse immer wegegeworfen habe. Ich hatte nie den Mut, mich
damit auf einer Börse sehen zu lassen.

Im übrigen bewundere ich Wittes konsequenten Mut zur Häßlichkeit bei den
Neubauten und Rekos.


> 1'E-Loks
> finde ich allesamt sehr imposant,

Das sind sie u.U.

> aber eine BR44 hat erstens keinen
> Kabinentender,

Ein Glück!


> lässt sich achslastbedingt nicht auf Nebenbahnen einsetzen
> und hat drittens vorwiegend (lange) Güterzüge gezogen. Die BR52 gibt's
> wiederum nicht mit Kabinentender.

Dito. Aber auch hier finde ich, daß man sich an den 52ern irgendwie
sattgesehen hat. Die meisten Traditionsfahrten finden mit den Büchsen
(aus nachvollziehbaren Gründen) statt, so gesehen muß ich mir nicht
anschaffen, was ich jeden Monat (oder jeden Mittwoch, wenn ich will)
sowieso sehe.


> > Ähnlich langweilig finde ich an Vorkriegsloks:
>
> Die erste BR50 wurde 1939 gebaut, es ist also keine echte Vorkriegslok.

Also Vorkriegsendeloks.


> > - bayerische Elloks,
> > - 24, 41, 45, 62, 64, 86 und an Länderbahmloks
>
> BR24: war meine erste Modellbahn-Lok überhaupt. Ich habe daher ein
> sentimentales Verhältnis zu dieser Baureihe.

24, 64, 86, das waren so die Loks, die im Grunde jedes Kind in der DDR
hatte, deshalb waren sie so zahlreich und man begegnete ihnen überall,
daß ich keine positive Beziehung dazu aufbauen konnte.


> BR64: sieht aus wie eine eingelaufene 86er. Sie ist zwar beim Vorbild auch
> vor langen Wagen (z. B. Silberlingen) gelaufen, wirkt aber vor diesen wie
> eine Rangierlok. Am besten passt sie noch vor einen Zug aus Donnerbüchsen
> oder einen NG. Manche finden sie niedlich, ich nicht.
>
> BR86: Für mich der Idealtyp einer Nebenbahn-Tenderlok. Einsatzmöglichkeiten
> ähnlich universell wie BR50. In H0 besitze ich schon eine, in Spur 1 hätte
> ich gern eine.

Mag ja zutreffen, aber wie schon oben gesagt. Auch Weinert würde bei
mehr Kunden wie mir Pleite gehen und die H0puristen müssen auch auf mich
verzichten, beim Einsatz solcher Dampfer.


> Das ist aber vernichtend ;-) Wenn du eine Modellbahn mit nur 3 Loks hättest,
> welche wären das dann?

Wieso, können doch 4 x 64, 3 x 86 und zwei 24er sein?
Z.B. irgendweine Nebenbahn. Oder ein H0pur Arragement...

Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm

Will Berghoff

unread,
Nov 1, 2004, 2:20:38 AM11/1/04
to
A.Lange wrote:
>> Das ist Geschmackssache. Die BR50 Kab gehört u. a. wegen ihres
>> markanten Aussehens (Kabinentender) sowie ihrer universellen
>> Einsetzbarkeit (Haupt- und Nebenbahnen, Personen- und Güterzüge) zu
>> meinen Lieblingsloks.
>
> Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
> Tenderkonstruktion ausgesucht!

Wenn man mit dieser Loktype "aufgewachsen" ist - auf meinen
Kindheitserinnerungsstrecken trug sie neben der 55 und der 86 die Hauptlast,
hat man gefühlsmässig eine eigene Einstellung dazu.

"Reichbahnland" habe ich ausschliesslich in ausserordentlich unangenehmer
Erinnerung - drum bleibt es mir gestohlen mit den "hässlichen" Reko-Kesseln
und den Russen-Dieseln ;-)

Gruß
Will

A.Lange

unread,
Nov 1, 2004, 2:35:37 AM11/1/04
to
Will Berghoff schrieb:

>
> A.Lange wrote:
> >> Das ist Geschmackssache. Die BR50 Kab gehört u. a. wegen ihres
> >> markanten Aussehens (Kabinentender) sowie ihrer universellen
> >> Einsetzbarkeit (Haupt- und Nebenbahnen, Personen- und Güterzüge) zu
> >> meinen Lieblingsloks.
> >
> > Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
> > Tenderkonstruktion ausgesucht!
>
> Wenn man mit dieser Loktype "aufgewachsen" ist - auf meinen
> Kindheitserinnerungsstrecken trug sie neben der 55 und der 86 die Hauptlast,
> hat man gefühlsmässig eine eigene Einstellung dazu.

Nicht zwangsläufig, sonst müßte ich S-Bahnzüge und 52er abgöttisch
verehren.


> "Reichbahnland" habe ich ausschliesslich in ausserordentlich unangenehmer
> Erinnerung - drum bleibt es mir gestohlen mit den "hässlichen" Reko-Kesseln

Der Kessel ist doch oft nich so weit weg vom Original, der
Mischvorwärmer aber macht in der Tat nicht viel her. Sieht aber um
Längen besser aus als dieses Gebilde, daß bei der DB-01 teilweise die
Rauchkammer verunstaltete.


> und den Russen-Dieseln ;-)

Denen ich auch nichts abgewinnen kann. Die TE 109 ist aber die
häßlichere von beiden.

Will Berghoff

unread,
Nov 1, 2004, 3:34:30 AM11/1/04
to
"A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> schrieb

> Sieht aber um
> Längen besser aus als dieses Gebilde, daß bei der DB-01 teilweise die
> Rauchkammer verunstaltete.

Das musst Du erklären. Bis auf ca. 2 zeitweilige Versuchloks mit
Mischvorwärmern von Henschel hatten die DB 01/01.10 keine Zugaben auf der
Rauchkammer. Die Neubaukessel ("ReKo" nach Reichsbahnsprache) hatten
keinerlei Aufsätze. Die Vorwärmer waren typischerweise bei den Einheitsloks
in die Kessellinie integriert und schauten nur in Form der Deckel seitlich
etwas heraus, bei den Neukesseln war da nichts mehr.

Meinst Du den Vorwärmer bei den entkleideten 01.10/03.10? Da kann doch die
DB nichts dazu, dass waren GröFaZ-Techniker schuld.

Gruß
Will


Michael Landenberger

unread,
Nov 1, 2004, 3:57:59 AM11/1/04
to
"A.Lange" schrieb:

[BR50]

> Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
> Tenderkonstruktion ausgesucht!

wir sprechen beide von der gleichen Lok? Der Tender der BR50 Kab ist ein
ganz normaler Kastentender 2'2' T26, dem man eben noch eine Zugführerkabine
verpasst hat. Reicht das für dich schon, um aus einer ansehnlichen eine
hässliche Lok zu machen? Dass der Kabinentender beim Vorbild nicht sehr
beliebt beim Personal war, ist mir bekannt, aber für die Optik, speziell auf
einer Modellbahn, spielt das ja keine Rolle.

Abgesehen davon: wem der Kabinentender nicht gefällt, der kann sich ja auch
eine 50er mit normalem Kasten- oder Wannentender auf die Anlage stellen,
allerdings handelt es sich dabei um mehr oder weniger unauffällige
Einheitsloks ohne "Hingucker"-Effekt. Außerdem entstehen zusätzliche Kosten
für einen Pwg oder anderen Begleitwagen ;-)

> (Wahrscheinlich gefällt die auch die V 80
> und die komische "Lollo"?)

Nein. Alles was irgendwie nach Nierentisch aussieht, gefällt mir nicht. In
diese Kategorie fällt auch die (DB-)V200 mit ihrer dicken Nase, die ich
niemals nie nicht auf meiner Anlage sehen möchte, so legendär diese Baureihe
auch sein mag. Aber die Frage stellt sich für mich nicht, denn auch die V200
ist eine Hauptbahnlok. Für Dieselbetrieb sorgen auf meiner Spur-1-Anlage V60
und V100, das muss reichen. In H0 besitze ich noch einen Schienenbus und
eine 218. Speziell letztere besitzt für meine Begriffe eines der
gelungensten und zeitlosesten Designs, das die DB jemals auf die Räder
gestellt hat. Übertroffen wird das nur noch von den Baureihen 103 und 403
(ICE3) und seinen Abkömmlingen. Aber leider passen diese Baureihen weder von
der Epoche, noch preis- oder platzmäßig auf meine Spur-1-Anlage.

Als Ep.-3-Weichei mit Spezialisierung auf die DB der frühen 60er ist es aber
zugegebenermaßen schwierig, "Nierentisch"elemente von der Anlage
fernzuhalten. Also beschränke ich mich darauf, selbige wenigstens nur auf
der Straße zuzulassen. So sind VW Käfer, VW Bus T1 und ein Vespa Motorroller
mehr oder weniger meine einzigen Straßenfahrzeuge, bei denen dieses Design
vorhanden ist. Demnächst kommt noch ein Magirus pa-Containerzustellfahrzeug
hinzu, allerdings als Eckhauber, da mir der Rundhauber ebenfalls zu
"nierentischig" aussieht.

> Im übrigen bewundere ich Wittes konsequenten Mut zur Häßlichkeit bei den
> Neubauten und Rekos.

Ich persönlich finde mindestens Dampfloks mit Witte-Blechen schöner als
solche mit Wagner-Blechen. Das liegt aber vermutlich nur an meiner Prägung
zur Kinder- und Jugenzeit: Loks mit Wagner-Blechen habe ich weder beim
Vorbild je zu Gesicht bekommen, noch hatte ich auf meiner Modellbahn welche,
einzige Ausnahme: BR24.

Gruß

Michael

A.Lange

unread,
Nov 1, 2004, 4:43:16 AM11/1/04
to
Will Berghoff schrieb:

>
> "A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> schrieb
> > Sieht aber um
> > Längen besser aus als dieses Gebilde, daß bei der DB-01 teilweise die
> > Rauchkammer verunstaltete.
>
> Das musst Du erklären. Bis auf ca. 2 zeitweilige Versuchloks mit
> Mischvorwärme

Nur zwei, aha. Die meinte ich aber.

A.Lange

unread,
Nov 1, 2004, 5:07:45 AM11/1/04
to
Michael Landenberger schrieb:

>
> "A.Lange" schrieb:
>
> [BR50]
>
> > Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
> > Tenderkonstruktion ausgesucht!
>
> wir sprechen beide von der gleichen Lok?

Ja.


> Der Tender der BR50 Kab ist ein
> ganz normaler Kastentender 2'2' T26, dem man eben noch eine Zugführerkabine
> verpasst hat. Reicht das für dich schon, um aus einer ansehnlichen eine
> hässliche Lok zu machen?

Ja. Der Tender paßt so überhaupt nicht in die Linienführung der Lok, das
ist so wie eine Corvette mit Dachgepäckträger. Oder ein Manta mit
Anhängerkupplung.


> Abgesehen davon: wem der Kabinentender nicht gefällt, der kann sich ja auch
> eine 50er mit normalem Kasten- oder Wannentender auf die Anlage stellen,
> allerdings handelt es sich dabei um mehr oder weniger unauffällige
> Einheitsloks ohne "Hingucker"-Effekt.

Ich würde meinen Blick lieber nicht von einer solchen Zughführerkabine
ablenken lassen.

> Außerdem entstehen zusätzliche Kosten
> für einen Pwg oder anderen Begleitwagen ;-)

Aber Hübners Pwg ist doch ausgesprochen reizvoll.
Im übrigen war der Pwg auf Nebenbahnen nicht Pflicht, vor allem bei
kurzen Touren.


> > (Wahrscheinlich gefällt die auch die V 80
> > und die komische "Lollo"?)
>
> Nein. Alles was irgendwie nach Nierentisch aussieht, gefällt mir nicht.

Beruhigend.


> In
> diese Kategorie fällt auch die (DB-)V200 mit ihrer dicken Nase, die ich
> niemals nie nicht auf meiner Anlage sehen möchte, so legendär diese Baureihe
> auch sein mag.

Hier gehe ich mit Dir, m.E. wird die Lok deutlich überbewertet, was auch
schon in der Bezeichnung "legendär" deutlich wird.
Um eine Lok legendär zu nennen, sollte sie 60 Jahre im Einsatz gewesen
sein, überdurchschnittliche Leistungen, die die Konstrukteure nicht
planten, erbracht haben und maximal ein Exemplar dürfte erhalten sein.


> [...] 218. Speziell letztere besitzt für meine Begriffe eines der


> gelungensten und zeitlosesten Designs, das die DB jemals auf die Räder
> gestellt hat.

Die V 160?

> Übertroffen wird das nur noch von den Baureihen 103

Och neeee...


> > Im übrigen bewundere ich Wittes konsequenten Mut zur Häßlichkeit bei den
> > Neubauten und Rekos.
>
> Ich persönlich finde mindestens Dampfloks mit Witte-Blechen schöner als
> solche mit Wagner-Blechen. Das liegt aber vermutlich nur an meiner Prägung
> zur Kinder- und Jugenzeit:

Wittebleche ansich gehen noch, aber dazu das "Kriegslokgesicht" ohne
Schräge und zurückgeschnittenem Umlauf paßt nicht zu einer "schnellen"
Lok.
Die großen Wagnerbleche dagegen passen zu den Loks perfekt, denn auch
hier haben sich Formgestalter beteiligt und die ganze Lok vom Design
angepaßt. Jede Veränderungen daran verstümmelt natürlich die Lok
optisch.

> Loks mit Wagner-Blechen habe ich weder beim
> Vorbild je zu Gesicht bekommen, noch hatte ich auf meiner Modellbahn welche,
> einzige Ausnahme: BR24.

Naja, das sind aber keine wirklichen Wagnerbleche.

tobias b köhler

unread,
Nov 1, 2004, 5:27:08 AM11/1/04
to
A.Lange schrieb:

> Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
> Tenderkonstruktion ausgesucht! (Wahrscheinlich gefällt die auch die V 80
> und die komische "Lollo"?)
> Für Reichsbahneraugen sowieso abstoßend, finde ich persönlich auch diese
> Tenderausführung so schrecklich, daß ich bis in die präebaysche Epoche
> diese Tendergehäuse immer wegegeworfen habe. Ich hatte nie den Mut, mich
> damit auf einer Börse sehen zu lassen.

Mir gefällt der DB-kabinentender! (Dafür finde ich wannentender,
insbesondere ÖBB-verkabinentenderte wannentender, abstoßend, auch wenn
ich in Österreich lebe.)

Will Berghoff

unread,
Nov 1, 2004, 5:55:44 AM11/1/04
to
"A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41860534...@gmx.de...

>> Das musst Du erklären. Bis auf ca. 2 zeitweilige Versuchloks mit
>> Mischvorwärme
>
> Nur zwei, aha. Die meinte ich aber.

Das waren AFAIR aber Altbaukessel-Loks...

Gruß
Will


Hans Pesserl

unread,
Oct 28, 2004, 4:53:00 AM10/28/04
to
Hallo,

Matt Lang schrieb:

> Ist die roco lok auch detailierter als die maerklin lok oder hat sie
> nur realistischere konstruktion (keine beulen, kein knickfahrwerk und
> so) ?
>

> Habe mir die M* 50 angschaut und war beeindruckt wieviele kleinteile


> wie leitungen und so da dran waren.

Also im vergleich mit M* trau ich mir das sicher sagen. Roco hat
massenhaft muell gebaut, und noch mehr kopiert, die 50 ist keiner.

Dabei ist diese lok fuer die OeBB absolut unwichtig, die 52 haben sie
bezeichnenderweise locker vergessen. Mit 50er rahmen haetten sie
wenigstens eine 152 machen koennen, wie es Guetzold dann gezeigt hat.
Leider ist der Giesl bei der Guetzoldlok saubloed eingesetzt, sowas
wurde nicht einfach statt dem rundschlot aufgeschraubt, es ist traurig.

Liebe gruesse

Hans


Michael Landenberger

unread,
Nov 1, 2004, 12:41:58 PM11/1/04
to
Hallo,

"A.Lange" schrieb:

[BR50 Kab]

> Ja. Der Tender paßt so überhaupt nicht in die Linienführung der Lok, das
> ist so wie eine Corvette mit Dachgepäckträger. Oder ein Manta mit
> Anhängerkupplung.

das sehe ich anders. Richtig schlimm finde ich z. B. V36 mit Dachkanzel, so
nützlich sie auch war.

>> Außerdem entstehen zusätzliche Kosten
>> für einen Pwg oder anderen Begleitwagen ;-)
>
> Aber Hübners Pwg ist doch ausgesprochen reizvoll.

Du scheinst dir speziell im Fall von Hübners Pwg nicht ganz im Klaren zu
sein, was ich mit "zusätzlichen Kosten" meine ;-)

[V200]

> Hier gehe ich mit Dir, m.E. wird die Lok deutlich überbewertet, was auch
> schon in der Bezeichnung "legendär" deutlich wird.

Ich vergaß ganz den absoluten "Über-Nierentisch" auf Schienen, den VT11.5 zu
erwähnen. Einfach nur grausam, diese Nase. Der fahrende Beweis dafür, dass
zwischen 1950 und ca. 1980 eine Art kollektive Geschmacksverirrung
herrschte, die in Pril-Blumen, Schlaghosen und großgemusterten,
braun-orangen Tapeten der 70er gipfelte. Ausnahmen wie Bügelfalten-110, 103
oder 218 & Co. bestätigen die Regel.

> Um eine Lok legendär zu nennen, sollte sie 60 Jahre im Einsatz gewesen
> sein, überdurchschnittliche Leistungen, die die Konstrukteure nicht
> planten, erbracht haben und maximal ein Exemplar dürfte erhalten sein.

Ich weiß nicht, ob noch BR220 im Planeinsatz sind, aber BR221 sind es
definitiv (bei Privatbahnen). Die ersten 221 wurden 1962 in Dienst gestellt,
in 18 Jahren wären also 60 Einsatzjahre um. V200.0/BR220 feiern ihr
60jähriges Jubiläum schon 6 Jahre früher, aber bei denen weiß ich wie gesagt
nicht, ob noch welche außer bei Museumsfahrten zum Einsatz kommen. Es
existiert aber von beiden Baureihen noch mehr als nur eine Lok.

>> [...] 218. Speziell letztere besitzt für meine Begriffe eines der
>> gelungensten und zeitlosesten Designs, das die DB jemals auf die Räder
>> gestellt hat.
>
> Die V 160?

Ja, das ist sozusagen der "Urahn". Da das Design bei allen Abkömmlingen
(215, 216, 217, 218, 219 und nicht zuletzt auch V320) sehr ähnlich ist,
beziehe ich diese Baureihen in meine Aussage mit ein.

>> Übertroffen wird das nur noch von den Baureihen 103
>
> Och neeee...

Doch. Wobei mir die Vorserien-E03 besser gefällt als die Serienversion mit 2
Lüfterreihen und dem beigen Dach, das an einen Glatzkopf erinnert.
Allerdings finde ich auch die Serien-103er immer noch wesentlich schöner als
das derzeitige E-Lok-Design á la 101, 152 etc. oder auch Taurus und seine
Verwandten. Mag sein, dass da der Windkanal die Form diktiert hat, aber die
Eleganz ist auf der Strecke geblieben. Dass man Eleganz und Aerodynamik aber
durchaus unter einen Hut bringen kann, beweist wiederum der ICE 3.

Gruß

Michael

Erik Meltzer

unread,
Nov 1, 2004, 5:43:15 AM11/1/04
to
Moin!

"A.Lange" schrieb:
> Michael Landenberger schrieb:


> > Das ist Geschmackssache. Die BR50 Kab gehört u. a. wegen ihres markanten
> > Aussehens (Kabinentender) sowie ihrer universellen Einsetzbarkeit (Haupt-
> > und Nebenbahnen, Personen- und Güterzüge) zu meinen Lieblingsloks.
>
> Na, da hast Du Dir aber m.E. die mit Abstand häßlichste
> Tenderkonstruktion ausgesucht!

Das ist, wie Michael richtig bemerkte, Geschmacksssache.

> (Wahrscheinlich gefällt die auch die V 80
> und die komische "Lollo"?)

Hm? Die sind rundgelutscht, ein Kabinentender ist etwa so eckig
wie möglich. Wo ist der Zusammenhang?

Liebe Grüße,
Erik.
--
"Neulich sah ich eine 218 am falschen Ende des Bahnsteiges, mitten in
der Nichtraucherzone ..."
-- Hans Bonfigt in d.e.b.t+s.

Erik Meltzer

unread,
Nov 1, 2004, 5:37:23 AM11/1/04
to
Moin!

Tobias Meyer schrieb:


> Erik Meltzer schrieb:
> > So wie meine in Räbke -- Platinenbruch, Stromabnahme nur
> > noch vom Tender.
>
> Und ein verdammt schwer zu findender Fehler, Die Lok wurde ja etliche Male
> seziert.

Und Du warst höchstens die Hälfte der Male dabei ;-)

Liebe Grüße,
Erik, der das Ding wg. Krois-Kupplungen aber irgendwann
*nochmal* neuverkabeln wird -- und sich schon sehr
drauf freut ... :-/
--
"Wie war das noch, wenn man Zucker auf die Anlage streut, hat man bald
maßstäbliche Modelle von durch Genmanipulation auf das 87-fache
gewachsenen Ameisen?"
-- Sven Herzfeld in d.r.m.b.

Frank Forsten

unread,
Nov 1, 2004, 1:44:28 PM11/1/04
to
Michael Landenberger schrieb:

> Dass man Eleganz und Aerodynamik aber durchaus unter
> einen Hut bringen kann, beweist wiederum der ICE 3.

An Andreas, dem nur seine ollen schlesischen Nähmaschinen auf Rädern
gefallen, habe ich mich schon gewöhnt :-)

Aber den Vt11.5 blöd finden und gleichzeitig für so ein
ICE-Riesenzäpfchen schwärmen? Holt mich hier raus! ;-)

Zumindest teilen wir den Gefallen an 103 und V160-Familie - erster aber
bitte in der Ursprungslackierungen, als Cola-Büchse verlor sie arg an
Wirkung.

Grüße, Frank

Andreas Iwanowitsch

unread,
Nov 1, 2004, 2:14:52 PM11/1/04
to
Frank Forsten schrieb:

> An Andreas, dem nur seine ollen schlesischen Nähmaschinen auf Rädern
> gefallen, habe ich mich schon gewöhnt :-)
>
> Aber den Vt11.5 blöd finden und gleichzeitig für so ein
> ICE-Riesenzäpfchen schwärmen? Holt mich hier raus! ;-)
>
> Zumindest teilen wir den Gefallen an 103 und V160-Familie - erster aber
> bitte in der Ursprungslackierungen, als Cola-Büchse verlor sie arg an
> Wirkung.

Danke :-)

An "Nierentischfahrzeugschönfinder" dreas

tobias b köhler

unread,
Nov 1, 2004, 3:12:34 PM11/1/04
to
Michael Landenberger schrieb:

> Ich vergaß ganz den absoluten "Über-Nierentisch" auf Schienen, den
> VT11.5 zu erwähnen. Einfach nur grausam, diese Nase.

Der gefällt mir nun wieder. Er hat eine prägnante nase, anders als die
V200, deren front nur an einen bierbauch erinnert.

Aber entscheidend ist der silberstreifen. Der DSB Lyntog mit der
gleichen grundform wirkt viel weniger elegant.

> Ich weiß nicht, ob noch BR220 im Planeinsatz sind, aber BR221 sind es
> definitiv (bei Privatbahnen).

DB 220 gibts wohl noch in Italien bei der FER und in Deutschland bei der
EVB (letzteres vorübergehend eine SBB Am 4/4).

http://www.railfan.de/images/photos/?dat=nebahn/evb/41701_evb_b.jpg

A.Lange

unread,
Nov 1, 2004, 3:21:08 PM11/1/04
to
Frank Forsten schrieb:

>
> Michael Landenberger schrieb:
>
> > Dass man Eleganz und Aerodynamik aber durchaus unter
> > einen Hut bringen kann, beweist wiederum der ICE 3.
>
> An Andreas, dem nur seine ollen schlesischen Nähmaschinen auf Rädern
> gefallen, habe ich mich schon gewöhnt :-)

Ich finde sie keineswegs einfach "schön", deren Reize liegen auf
anderen, teilweise esoterischen Ebenen. ;-)

A.Lange

unread,
Nov 1, 2004, 3:21:42 PM11/1/04
to
tobias b köhler schrieb:

>
> Michael Landenberger schrieb:
>
> > Ich vergaß ganz den absoluten "Über-Nierentisch" auf Schienen, den
> > VT11.5 zu erwähnen. Einfach nur grausam, diese Nase.
>
> Der gefällt mir nun wieder. Er hat eine prägnante nase, anders als die
> V200, deren front nur an einen bierbauch erinnert.

Gut gesagt!

Martin Schilling

unread,
Nov 1, 2004, 4:02:42 PM11/1/04
to
Moin Michael,

Michael Landenberger wrote:
>Andreas Lange schrieb:


> BR86: Für mich der Idealtyp einer Nebenbahn-Tenderlok.
> Einsatzmöglichkeiten ähnlich universell wie BR50. In H0 besitze ich
> schon eine, in Spur 1 hätte ich gern eine.

och, da wär noch die BR93, die ich wohl statt der GFN-86er hätte, gäbe
es ein _fahrbares_ _Modell_ davon:/

>> Am schlimmsten sind aber 24, 64 und 86, lieber keine Modellbahn, als nur
>> die drei Fahrzeuge einsetzen.


>
> Das ist aber vernichtend ;-) Wenn du eine Modellbahn mit nur 3 Loks
> hättest, welche wären das dann?

Erstmal eine 94er, weil die ohne zu mucken fährt, zum Rangieren, für
Güterzüge und für langsame PmG. Dann eine 55er für "richtige" Güterzüge,
mit derselben Begründung, daß das Biest einfach fährt. Zum Schluß
tatsächlich eine 86er für die Personenzüge mit einem Sammelsurium an
preußischen Abteilwagen und Donnerbüchsen.
Wie oben angedeutet, würde ich sie lieber gegen eine 93er eintauschen,
aber da die Züge auch fahren sollen, steht das nicht zur Debatte.
Liebe mitlesende Fleischmänner: Wo Arnold jetzt doch sowas von tot ist
und ich von Hornby keine Wunder mit Pizzaschneider-Rädern _und_
Stromabnahme _und_ Antrieb erwarte: Baut mir doch bitte eine pr T14!

Gruß,
Martin.
--
Martins kleine Eisenbahn http://mke.gmxhome.de

Die e-mail Adresse wird selten (alle paar Wochen) gelesen!

Hans Pesserl

unread,
Oct 28, 2004, 7:53:17 AM10/28/04
to
Hallo,

"A.Lange" schrieb:

> Wittebleche ansich gehen noch, aber dazu das "Kriegslokgesicht" ohne
> Schräge und zurückgeschnittenem Umlauf paßt nicht zu einer "schnellen"
> Lok.
> Die großen Wagnerbleche dagegen passen zu den Loks perfekt, denn auch
> hier haben sich Formgestalter beteiligt und die ganze Lok vom Design
> angepaßt. Jede Veränderungen daran verstümmelt natürlich die Lok
> optisch.

Wenn ich mal die BBOe-214 als beispiel hernehme, dann schauen die
kleinen bleche auf dem kessel neben dem rauchfang viel "gefaehrlicher"
aus, als die grossen bleche der ersten serie, die hatten fast optische
widerstandswirkung. So nach 2 montierten scheunentoren.

Und auch die wittebleche der anderen loks wirkten windschluepfriger. 33
(113) zb., die sieht ohne irgendwas einfach ein bissl nackt aus. 78
(729) auch...

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 28, 2004, 7:37:27 AM10/28/04
to
Hallo,

"A.Lange" schrieb:

> Denen ich auch nichts abgewinnen kann. Die TE 109 ist aber die
> häßlichere von beiden.

Ist egal, eine V200 oder V160 der DB sind genauso zum schnell weglaufen.
Und den vorbau einer Lollo schau ich mir auch woanders lieber an.

DR und DB blieben sich in bezug auf haesslichkeit nichts schuldig. War
wohl schon wiedervereinigungsplanung?

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 28, 2004, 7:27:20 AM10/28/04
to
Hallo,

"A.Lange" schrieb:

> Dito. Aber auch hier finde ich, daß man sich an den 52ern irgendwie
> sattgesehen hat. Die meisten Traditionsfahrten finden mit den Büchsen
> (aus nachvollziehbaren Gründen) statt, so gesehen muß ich mir nicht
> anschaffen, was ich jeden Monat (oder jeden Mittwoch, wenn ich will)
> sowieso sehe.

Klar, ist das richtige zum zusammenreissen fuer die modellbahnspieler
1:1. Die sehen ihr mutwilliges zerstoeren von originalexponaten noch als
rettung von kulturgut: "Sonst waere es verschrottet worden," ist das
lieblingsargument. Leider stimmt das nicht immer. Bei der 52 schon...

Ich mag sie trotzdem als modell, weil ich immerhin damit aufgewachsen
bin. War es ja die einzige lok die in nennenswerten stueckzahlen
vorhanden war, ueberhaupt zu meiner zeit. Selbst bei der GKB waren die
maschinen, die ich am meisten gesehen habe. Wenn sie schon durch den
bloeden giesl, der mir nur optisch gefaellt nicht mit einer 56er aber
auch 50er mithalten konnten in der beliebtheit bei mir. So ein Giesl
wirkt wie ein taschentuch vor dem mund.

Wenn ich aber an deine E95 denke, ist klar, die gefaellt mir auch
besser, gestern habe ich auf einer modellbahnanblage einen von Brawa
gesehen, in kombination mit einem DDR-zug. Ganz einmalig der walfisch!

> > > Ähnlich langweilig finde ich an Vorkriegsloks:
> >
> > Die erste BR50 wurde 1939 gebaut, es ist also keine echte Vorkriegslok.

Doch, kriegslok heisst nicht mehr als, dass die lok fuer den krieg
vereinfacht gebaut wurde und nicht wann sie gebaut wuerde. Es ist sowas
wie eine eigene norm.

> Also Vorkriegsendeloks.

Loks die nicht nur einen rueckwaertsgang hatten, sonstern auch noch nach
vorne fahren konnten. Da beissen sich die ewiggestrigen mit dem holzbein
und steifen knien fuers marschieren, noch heute in den hintern.

> 24, 64, 86, das waren so die Loks, die im Grunde jedes Kind in der DDR
> hatte, deshalb waren sie so zahlreich und man begegnete ihnen überall,
> daß ich keine positive Beziehung dazu aufbauen konnte.

Die sind auch so herzzerreissend haesslich, das glaubt man kaum. Obwohl
die 86 in Oe. heimisch war, druecke ich mich weiterhin erfolgreich,
diese maschine in meinen fahrpark einzureihen. Na gut, ich habe genug
deutschstaemmige loks fuer ewig. Nur die 52 muss irgendwann mal ersetzt
werden. Liliput erfordert einen vollkommenen neuaufbau. Buhu, wieso habe
ich damals keine 42 gekauft und die waere mit einem Guetzold-tender auf
die beine zu bringen.:-(.

> > Das ist aber vernichtend ;-) Wenn du eine Modellbahn mit nur 3 Loks hättest,
> > welche wären das dann?
>
> Wieso, können doch 4 x 64, 3 x 86 und zwei 24er sein?
> Z.B. irgendweine Nebenbahn. Oder ein H0pur Arragement...

Selbst 3 loks alleine wuerden fuer den betrieb einer nebenbahn reichen,
normalerweise hatte eine einzige den pendelverkehr und alles andere auch
gemacht. Wieso brauchen alle unzaehlige loks und haben dann heisse 3
wagen pro maschine? 20 pro lok waeren eher angebracht! Und fuer DB-ler
1/3 DB 1/3 EUROP inkl. DB und 1/3 rest. Auf nebenbahnen vielleicht mehr
DB. Was haben die leute? Einen lokbestand wie auf einer internationalen
hauptbahn und einen wagenpark wie auf der vizinalbahn im hintersten
Bayern. Und siehe da, die 44 ist dann mit 7 wagerln unterwegs und fuehlt
sich dabei schon ueberlastet, weil es sonst nur 5 sind. Aber der
schnellzug muss mindestens 6 wagen haben => 1:100 ist schon fast zu
lange.

70 achsen = etwa 3,5m, dann wird es interessant fuer solche brummer und
eine 01 darf ruhig auch mal 10 wagen haengen haben. Haben wir nicht den
platz? Aber grosses BW mit drehscheibe, bahnsteighalle und dafuer 360mm
radien.

Und wenn man so faehrt, merkt man das leider die modellbahnfirmen auch
nicht anders denken, die kupplungen fangen an grosse probleme zu machen.
Solche garnituren muessen lange ausprobiert werden, weil sich oft nur
ganz gewisse wagen vertragen. Also nichts mit herumrangieren und so. Und
kurzkupplungen stellen als erstes die patschen auf.

Wie schoen von der grossen hauptbahn mit vorbildbetrieb zu traeumen,
wirklich machbar bleibt daheim nur eine nebenbahn, wenn man irgendwie in
der realitaet belieben will. Und damit sind 3 loks durchaus ausgelastet.
Also nicht lustig machen drueber, es hat durchaus alles seine
berechtigung, wenn man seine modellbahn so gestalten will.

Und trotzdem, alle andern haben genauso recht, wenn es gefaellt :-).

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 28, 2004, 7:41:05 AM10/28/04
to
Hallo,

"A.Lange" schrieb:

> > Das musst Du erklären. Bis auf ca. 2 zeitweilige Versuchloks mit
> > Mischvorwärme
>
> Nur zwei, aha. Die meinte ich aber.

Die querliegende walze vor dem rauchfang hatten sie schon vom anfang an?
Eben, na servas. Die sind schon so auf die welt gekommen. Die armen.

Da sind unsere unsaeglichen zusaetzlichen druckluftkessel noch harmlos
dagegen.

Liebe gruesse

Hans


Hans Pesserl

unread,
Oct 28, 2004, 7:33:52 AM10/28/04
to
Hallo,

Will Berghoff schrieb:

> "Reichbahnland" habe ich ausschliesslich in ausserordentlich unangenehmer
> Erinnerung - drum bleibt es mir gestohlen mit den "hässlichen" Reko-Kesseln
> und den Russen-Dieseln ;-)

Das koennte vielleicht ein grund sein, dass ich Reichsbahneinheitsloks
ueberhaupt nicht mag. Ist es aber nicht, die sind einfach
naturhaesslich, das ist alles.

Preussen koennten auch kaum meine freunde werden, aber die preussenloks
sind teilweise direkt ertraeglich. Und diverse bayrische vizinaldampfer
mag ich nicht deswegen, weil ich mich mit Bayern besonders "verwandt"
fuehle...

Liebe gruesse

Hans


A.Lange

unread,
Nov 2, 2004, 1:54:39 AM11/2/04
to
Martin Schilling schrieb:

>
> Michael Landenberger wrote:
> >Andreas Lange schrieb:
> > BR86: Für mich der Idealtyp einer Nebenbahn-Tenderlok.
> > Einsatzmöglichkeiten ähnlich universell wie BR50. In H0 besitze ich
> > schon eine, in Spur 1 hätte ich gern eine.
>
> och, da wär noch die BR93, die ich wohl statt der GFN-86er hätte, gäbe
> es ein _fahrbares_ _Modell_ davon:/

So sieht es auch in H0 aus.


> >> Am schlimmsten sind aber 24, 64 und 86, lieber keine Modellbahn, als nur
> >> die drei Fahrzeuge einsetzen.
> >
> > Das ist aber vernichtend ;-) Wenn du eine Modellbahn mit nur 3 Loks
> > hättest, welche wären das dann?
>
> Erstmal eine 94er, weil die ohne zu mucken fährt, zum Rangieren, für
> Güterzüge und für langsame PmG. Dann eine 55er für "richtige" Güterzüge,
> mit derselben Begründung, daß das Biest einfach fährt.

Die 94 sehe ich als ähnlich problematisch, wenn man sie nicht grälern
kann.

Will Berghoff

unread,
Nov 2, 2004, 3:49:38 AM11/2/04
to
"A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41872F2F...@gmx.de...

> Die 94 sehe ich als ähnlich problematisch, wenn man sie nicht grälern
> kann.

Mann kann sie wipplagernd teichmannen ;-)

Gruß
Will


Erik Meltzer

unread,
Nov 2, 2004, 2:42:40 AM11/2/04
to
Moin!

"A.Lange" schrieb:
> Martin Schilling schrieb:


> > och, da wär noch die BR93, die ich wohl statt der GFN-86er hätte, gäbe
> > es ein _fahrbares_ _Modell_ davon:/
>
> So sieht es auch in H0 aus.

Na komm, soo schlecht fährt die Roco-93.5 ja nun auch wieder nicht.
Besser als GFNs Quermotor-86 allemal. Und meine Roco-93.0 fährt
auch gut: mit GFN-Rädern, Roco-57-Kuppelstangen, Faulhabermotor
und Zimo-Decoder. Das ist, selbst wenn man's bauen *läßt*, sicher
kaum teurer als eine neue GFN-86.


> Die 94 sehe ich als ähnlich problematisch, wenn man sie nicht grälern
> kann.

ACK. Vor allem stört der zu lange Achsstand auch optisch. Das
nervt mich ja auch an meiner GFN-56.20 -- vor allem, wenn die aus
einer Roco-58 umgefrokelte 56.1 danebensteht, bei der stimmt der
Achsstand nämlich. *seufz*

Liebe Grüße,
Erik, der die erwähnten Loks fertig umgefrokelt erworben hat, JFTR
--
Der Motor liegt quer
Alles, doch nur keine Schnecke!
Und ergo zu schnell
-- Haikus für den Marktführer, Teil 4

Will Berghoff

unread,
Nov 2, 2004, 5:42:13 AM11/2/04
to
"Erik Meltzer" <ermel-seine...@ermel.org> schrieb im Newsbeitrag
news:41873A70...@ermel.org...

> Na komm, soo schlecht fährt die Roco-93.5 ja nun auch wieder nicht.

Kessel voraus entgleist die Lok regelmässig und verlässlich. Schrott!

Gruß
Will


A.Lange

unread,
Nov 2, 2004, 9:01:53 AM11/2/04
to
Eingangs mal meine drei Loks für die besagte Insel. (Darf es auch Spur 0
sein? So'ne Insel hat ja Platz.)
die EP 211/212, die EP 248 und die EG 575.


Erik Meltzer schrieb:


>
> "A.Lange" schrieb:
> > Martin Schilling schrieb:
> > > och, da wär noch die BR93, die ich wohl statt der GFN-86er hätte, gäbe
> > > es ein _fahrbares_ _Modell_ davon:/
> >
> > So sieht es auch in H0 aus.
>
> Na komm, soo schlecht fährt die Roco-93.5 ja nun auch wieder nicht.
> Besser als GFNs Quermotor-86 allemal. Und meine Roco-93.0 fährt
> auch gut: mit GFN-Rädern, Roco-57-Kuppelstangen, Faulhabermotor
> und Zimo-Decoder. Das ist, selbst wenn man's bauen *läßt*, sicher
> kaum teurer als eine neue GFN-86.

Ich habe die alte 93 gehabt, trotz der Umbauten, wie Stromabnehmer,
Kuppelstangen, Lager ausfüttern und Knickrahmen festlegen, war sie im
Grunde unbrauchbar. Als Panzerzuglok 93 225 aber noch zu verkaufen...
:-)

Die neue 93 habe ich bei einem Bekannten gesehen und die ruckelte auch.
Gut, jeweils nur ein Einzelfall, aber mir hat es gereicht.

> Erik, der die erwähnten Loks fertig umgefrokelt erworben hat, JFTR

JFTR?
JeFrokelte TeichmannRäder?


--

Erik Meltzer

unread,
Nov 2, 2004, 9:42:23 AM11/2/04
to
Moin!

"A.Lange" schrieb:
> Erik Meltzer schrieb:


> > Na komm, soo schlecht fährt die Roco-93.5 ja nun auch wieder nicht.
> > Besser als GFNs Quermotor-86 allemal. Und meine Roco-93.0 fährt
> > auch gut: mit GFN-Rädern, Roco-57-Kuppelstangen, Faulhabermotor
> > und Zimo-Decoder. Das ist, selbst wenn man's bauen *läßt*, sicher
> > kaum teurer als eine neue GFN-86.
>
> Ich habe die alte 93 gehabt, trotz der Umbauten, wie Stromabnehmer,
> Kuppelstangen, Lager ausfüttern und Knickrahmen festlegen, war sie im
> Grunde unbrauchbar.

Hm. Ob meine ein Glücksfall ist, weiß ich erst, wenn ich mir ne
zweite entsprechend umgefrokelt habe. Kann sich ergo nur um
Jahre handeln ;-)

> > Erik, der die erwähnten Loks fertig umgefrokelt erworben hat, JFTR
>
> JFTR?
> JeFrokelte TeichmannRäder?

Just For The Record. Eh noch einer denkt, ich sei ein begnadeter
Lokfrokler.

Liebe Grüße,
Erik.
--
"'Station' ist IMHO sprachlich mit 'stationär' verwandt. Etwas bewegliches
Feststehendes ist wohl sowas ähnliches wie ein 'zentraler Eckpfeiler'
von dem unser aller Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister ständig labert."
-- Roger Schwentker in d.r.m.b. über die Märklin-"Mobile Station"

André Brandily

unread,
Nov 2, 2004, 5:20:23 PM11/2/04
to
Michael Landenberger schrieb:

> Genau die (3084) habe ich auch, ich finde sie ebenfalls etwas plump.
> Auch das Knickfahrwerk stoert mich. Aber sie hat etwas, das kein mir
> bekanntes Konkurrenzmodell bietet (denn die haben alle den Antrieb im
> Tender): absolut einmalige Fahr- und Zugeigenschaften. 5 angetriebene
> Achsen, beschwert durch einen Metallaufbau, sind durch nichts zu
> ersetzen. Ich habe dieser Lok daher (als einziger meiner H0-Loks) den
> digitalen Hochleistungsantrieb 60901 (5-Pol-Motor + geregelter Decoder)
> spendiert, jetzt ist sie in Sachen Fahreigenschaften nicht m. E. nicht
> mehr zu toppen.

Meinst Du mit Hochleistungsantrieb diesen 5-pol-Rastefroh mit dem
Betriebsgeräusch einer Kreissäge, den ich aus der 10 und der 85 mittels
einer großformatigen Eisensäge entfernt habe?
Wenn ja, keine weiteren Fragen...

mfg
Andre

André Brandily

unread,
Nov 2, 2004, 5:23:28 PM11/2/04
to
Erik Meltzer schrieb:

> Leider auch nur 2 Kuppelachsen. Das reicht zwar, aber
> wirklich üppig ist es nicht. Deswegen hat meine auch
> 2 weitere Kuppelachsen als Stromabnahme dazubekommen.

Wahnsinn! Hast Du ein Bild davon? Ich hab noch nie eine 1'G-Lok gesehen.

SCNR.

mfg
Andre

Erik Meltzer

unread,
Nov 2, 2004, 5:42:30 PM11/2/04
to
Moin!

André Brandily schrieb:
> Erik Meltzer schrieb:


> > 2 weitere Kuppelachsen als Stromabnahme dazubekommen.
>
> Wahnsinn! Hast Du ein Bild davon? Ich hab noch nie eine 1'G-Lok gesehen.

Autsch.

Aber meinetwegen (is aber ne 44):
http://www.modellbahnfrokler.de/temp/1g.jpg
--
"Cogito, ergo sum?
Mag sein, doch die meisten sind dumm.
Drum -- lautet des Fachmanns Befund:
Non cogitant, ergo non sunt." -- Erich Kästner

André Brandily

unread,
Nov 2, 2004, 5:56:57 PM11/2/04
to
A.Lange schrieb:

> Hier gehe ich mit Dir, m.E. wird die Lok deutlich überbewertet, was auch
> schon in der Bezeichnung "legendär" deutlich wird.

> Um eine Lok legendär zu nennen, sollte sie 60 Jahre im Einsatz gewesen
> sein, überdurchschnittliche Leistungen, die die Konstrukteure nicht
> planten, erbracht haben und maximal ein Exemplar dürfte erhalten sein.

Die Kollegen, die auf der 220/221 gefahren sind, schwärmen heute noch
davon, während über die 216/218 immer nur gemeckert wird. Und der 601
war auch sehr beliebt, wie ich gehört habe.
Aber es ist schon ein Unterschied, ob man auf der Brücke steht oder im
Führerstand. Da sind völlig andere Dinge von Bedeutung.
Und das wundervollste Gefährt von allen war die 103. Also spotte nicht,
sondern verneige Dich, wenn Dir mal eine begegnet (gestern in Münster
stand eine, die 233).

mfg
Andre

A.Lange

unread,
Nov 3, 2004, 1:22:11 AM11/3/04
to
André Brandily schrieb:

>
> A.Lange schrieb:
>
> > Hier gehe ich mit Dir, m.E. wird die Lok deutlich überbewertet, was auch
> > schon in der Bezeichnung "legendär" deutlich wird.
> > Um eine Lok legendär zu nennen, sollte sie 60 Jahre im Einsatz gewesen
> > sein, überdurchschnittliche Leistungen, die die Konstrukteure nicht
> > planten, erbracht haben und maximal ein Exemplar dürfte erhalten sein.
>
> Die Kollegen, die auf der 220/221 gefahren sind, schwärmen heute noch
> davon, während über die 216/218 immer nur gemeckert wird. Und der 601
> war auch sehr beliebt, wie ich gehört habe.

Die Gründe dafür zu ermitteln, dürfte etwas schwieriger sein. Ich
behaupte mal, daß für jemanden, der sich vorher mit einer DB-Rekolok
quälen mußte, einen Diesel mit geschlossenem und geheizten Führerstand
als das Paradis betrachten erscheint.


> Aber es ist schon ein Unterschied, ob man auf der Brücke steht oder im
> Führerstand. Da sind völlig andere Dinge von Bedeutung.

Eben.


> Und das wundervollste Gefährt von allen war die 103.

Ich weiß nun nicht, wie sie in ihren guten Tagen aussah, aber die heute
noch rollenden Geräte sehen ausgesprochen räudig und verkommen aus.
Verbeulte Fronten und Seitenwände, überall Rostwasserspuren, gammeliger
Gesamtzustand. Aber das sit ja bei allen DB-Loks dieser Epoche zu
beobachten.
Auch insgesamt ist sie von der Formgestaltung eher verunglückt. Vor ein
paar Wochen fielen mir mal wieder Aufzeichnungen aus dem Kunstunterricht
in die Hände. So wie den goldenen Schnitt bei den Grundflächen von
Räumen gibt es auch ein vergleichbares Verfahren für Fahrzeuge. Und bei
der E 03 sind die wichtigsten Regelen eklatant verletzt worden. Deshalb
wirkt sie so unproportioniert. Eine E 18 einfach verlängern und auf ein
anderes Fahrwerk setzten, funktioniert eben nicht.


> Also spotte nicht,
> sondern verneige Dich, wenn Dir mal eine begegnet (gestern in Münster
> stand eine, die 233).

Nein, niemals. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, daß die E 03 im
Grunde nicht erhaltungswürdig ist, also ein Exemplar genügt. Weit
bedeutendere Fahrzeuge wurden verschrottet.

André Brandily

unread,
Nov 3, 2004, 2:48:12 AM11/3/04
to
Erik Meltzer schrieb:

> Aber meinetwegen (is aber ne 44):

Stark! Schafft die auch den 360er Radius?
;-)

mfg
Andre

André Brandily

unread,
Nov 3, 2004, 2:57:08 AM11/3/04
to
A.Lange schrieb:

> Die Gründe dafür zu ermitteln, dürfte etwas schwieriger sein. Ich
> behaupte mal, daß für jemanden, der sich vorher mit einer DB-Rekolok
> quälen mußte, einen Diesel mit geschlossenem und geheizten Führerstand
> als das Paradis betrachten erscheint.

Da gab es verschiedene Gründe, z.B. den zweiten Motor, so daß man fast
nie eine Hilfslok brauchte, der riesige Führerraum, die erhöhte
Sitzposition, das allgemeine Fahtgefühl etc. Ich werde demnächst mal
nachfragen, was es genau war.

> Ich weiß nun nicht, wie sie in ihren guten Tagen aussah, aber die heute
> noch rollenden Geräte sehen ausgesprochen räudig und verkommen aus.
> Verbeulte Fronten und Seitenwände, überall Rostwasserspuren, gammeliger
> Gesamtzustand. Aber das sit ja bei allen DB-Loks dieser Epoche zu
> beobachten.

ALs man sie noch gepflegt hat, sah sie natürlich besser aus.

> Auch insgesamt ist sie von der Formgestaltung eher verunglückt. Vor ein
> paar Wochen fielen mir mal wieder Aufzeichnungen aus dem Kunstunterricht
> in die Hände. So wie den goldenen Schnitt bei den Grundflächen von
> Räumen gibt es auch ein vergleichbares Verfahren für Fahrzeuge. Und bei
> der E 03 sind die wichtigsten Regelen eklatant verletzt worden. Deshalb
> wirkt sie so unproportioniert. Eine E 18 einfach verlängern und auf ein
> anderes Fahrwerk setzten, funktioniert eben nicht.

Ob Goldener Schnitt oder nicht, ich fand sie einfach schön. Und mit
keiner anderen Lok hat das Fahren soviel Spaß gemacht.

> Nein, niemals. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, daß die E 03 im
> Grunde nicht erhaltungswürdig ist, also ein Exemplar genügt. Weit
> bedeutendere Fahrzeuge wurden verschrottet.

Ja, es muß ja nicht eine dieser fahrbaren Cola-Dosen sein. Die eine oder
andere in einer richtigen Farbe gibt es ja auch noch. Neulich stand eine
in Bochum-Dahlhausen.

mfg
Andre

Bernhard Hesselt

unread,
Nov 3, 2004, 4:05:53 AM11/3/04
to
"A.Lange" <Die_werbu...@gmx.de> wrote in message news:<41860AF1...@gmx.de>...
> Michael Landenberger schrieb:
>
> > In
> > diese Kategorie fällt auch die (DB-)V200 mit ihrer dicken Nase, die ich
> > niemals nie nicht auf meiner Anlage sehen möchte, so legendär diese Baureihe
> > auch sein mag.

>
> Hier gehe ich mit Dir, m.E. wird die Lok deutlich überbewertet, was auch
> schon in der Bezeichnung "legendär" deutlich wird.
> Um eine Lok legendär zu nennen, sollte sie 60 Jahre im Einsatz gewesen
> sein, überdurchschnittliche Leistungen, die die Konstrukteure nicht
> planten, erbracht haben und maximal ein Exemplar dürfte erhalten sein.
>
Obwohl seit den klebrigen 70ern Eisenbahnfan, kann ich mich überhaupt
nicht dran erinnern, die V200 beim Vorbild mal gesehen zu haben (sie
war sicher da, ich erinner mich aber nicht).

Doch sie war damals auf fast jedem Anlagenbild in MoBabüchern und
-zeitschriften drauf, entweder VT98 oder V200. Und jeder, der eine
MoBa hatte, besaß eine V200. Eine "Legende" ist die Lok meiner Meinung
nach auch durch die Omnipräsens als Modell geworden, denn beim Vorbild
war sie in der Jugendzeit des heutigen Modellbahners "in den besten
Jahren" bereits uncool, anders als die 103, die vor 30 Jahren noch als
fortschrittlich und "in" betrachtet wurde.

Gruß
Bernhard

tobias b köhler

unread,
Nov 3, 2004, 5:09:53 AM11/3/04
to
A.Lange schrieb:

> Vor ein
> paar Wochen fielen mir mal wieder Aufzeichnungen aus dem Kunstunterricht
> in die Hände. So wie den goldenen Schnitt bei den Grundflächen von
> Räumen gibt es auch ein vergleichbares Verfahren für Fahrzeuge.

Was ist das denn? Nie davon gehört.

A.Lange

unread,
Nov 3, 2004, 5:32:13 AM11/3/04
to
tobias b köhler schrieb:

>
> A.Lange schrieb:
>
> > Vor ein
> > paar Wochen fielen mir mal wieder Aufzeichnungen aus dem Kunstunterricht
> > in die Hände. So wie den goldenen Schnitt bei den Grundflächen von
> > Räumen gibt es auch ein vergleichbares Verfahren für Fahrzeuge.
>
> Was ist das denn? Nie davon gehört.

Oje, mal überlegen:

Goldener Schnitt: Lange Wand des geplanten Raumes halbieren, Strecke
rechtwinklig hochklappen, dann ein Dreieck draus zeichnen, diese
"Diagonale" halbieren und diese Strecke dann als die kürzere Wand
benutzen. Glaub ich.

Bei Fahrzeugen gibt es eine ähnliche Geschichten in der Formel werden
Länge, Breite, Höhe und die Abschrägungenbzw. Abstufungen der Front
berücksichtigt.
Bei der E 44 paßt das z.B. auch besser als bei der E 94.

Jens Schmidt

unread,
Nov 3, 2004, 6:02:31 AM11/3/04
to
André Brandily schrieb:

> Wahnsinn! Hast Du ein Bild davon? Ich hab noch nie eine 1'G-Lok gesehen.

Gab es aber echt, wenn auch nicht erfolgreich:
http://www.dself.dsl.pipex.com/MUSEUM/LOCOLOCO/russ/russrefr.htm
War sogar eine 2'G2'
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt

Will Berghoff

unread,
Nov 3, 2004, 6:05:56 AM11/3/04
to
"Bernhard Hesselt" <bernhard...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1183a76f.04110...@posting.google.com...

> Obwohl seit den klebrigen 70ern Eisenbahnfan, kann ich mich überhaupt
> nicht dran erinnern, die V200 beim Vorbild mal gesehen zu haben (sie
> war sicher da, ich erinner mich aber nicht).
>
> Doch sie war damals auf fast jedem Anlagenbild in MoBabüchern und
> -zeitschriften drauf, entweder VT98 oder V200. Und jeder, der eine
> MoBa hatte, besaß eine V200. Eine "Legende" ist die Lok meiner Meinung
> nach auch durch die Omnipräsens als Modell geworden, denn beim Vorbild
> war sie in der Jugendzeit des heutigen Modellbahners "in den besten
> Jahren" bereits uncool, anders als die 103, die vor 30 Jahren noch als
> fortschrittlich und "in" betrachtet wurde.

Das kann man so nicht stehen lassen. Die V200 war in Form ihrer Motoren und
Antriebstechnik omnipräsent:

VT08.5
VT11.5
VT12.5
V80
V100
V200
V300

Sie prägte den Verkehr auf der Schwarzwaldbahn und in Ostfriesland sowie in
Schleswig-Holstein und Hamburg-Lübeck, nachdem sie auf den Haupstrecken der
Nordmagistralen nicht mehr gebraucht wurde.

Ich werde die Fahrten mit dem Schlafwagen hinter einer 221
Offenburg-Villingen durch den morgendlichen Schnne 1974/75 nicht vergessen.

Gruß
Will


Andreas Iwanowitsch

unread,
Nov 3, 2004, 7:34:07 AM11/3/04
to
Bernhard Hesselt schrieb:

> Obwohl seit den klebrigen 70ern Eisenbahnfan, kann ich mich überhaupt
> nicht dran erinnern, die V200 beim Vorbild mal gesehen zu haben (sie
> war sicher da, ich erinner mich aber nicht).
>
> Doch sie war damals auf fast jedem Anlagenbild in MoBabüchern und
> -zeitschriften drauf, entweder VT98 oder V200. Und jeder, der eine
> MoBa hatte, besaß eine V200. Eine "Legende" ist die Lok meiner Meinung
> nach auch durch die Omnipräsens als Modell geworden, denn beim Vorbild
> war sie in der Jugendzeit des heutigen Modellbahners "in den besten
> Jahren" bereits uncool, anders als die 103, die vor 30 Jahren noch als
> fortschrittlich und "in" betrachtet wurde.

Zeitschiene beachten. Die V200.0 war in den 50er Jahren das, was die 103
in den 70ern war: Absolutes technisches Highlight, Aushängeschild der
Bundesbahn, zeitgemäß (!) elegante, auffällige Optik. Dabei nicht
vergessen, daß es die V200 war, die in den 50ern die blauen F-Züge quer
durch die Republik beförderte, also in allen Landesteilen auf den
Magistralen zu sehen war.

Daß sie so schnell in den niederen Dienst bzw. aufs Abstellgleis
wanderte, ist neben der fortschreitenden Elektrifizierung u.a. darauf
zurückzuführen, daß man per ordre de mufti beschloß, daß eine
zweimotorige Diesellok unwirtschaftlich sei. Erschwerend kommt noch
dazu, daß die Traktionsleistung der V200.0 bei den steigenden
Zuggewichten rasch als unzureichend empfunden wurde. Ob eine 218
letztendlich mehr auf die Schiene bringt, sei dahingestellt; immerhin
ist ein Großteil der Nennleistung nicht als Traktionsleistung nutzbar.

Das ästhetische Empfinden von Andreas Lange verblüfft mich allerdings
immer wieder aufs Neue.

Andreas

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