ein Kopfbahnhof (H0, Epoche III) solls u.a. werden.
Kann mir da jemand Links zu Beispielen im Netz nennen, wo ich die "reale
Ansicht" sehen kann - also Beispiele, welche Empfangsgebäude mit welchen
Bahnsteighallen und welchen Bahnsteigüberdachungen in der Modellbahnpraxis
wie aussehen?
Gruss.
T.L.
Erst mal:
- soll es Bahnhof nach Vorbild werden, ein "es hätte so sein können"
oder ein reines Phantasieprojekt?
- wieviel Platz hast Du zur Verfügung?
Kopfbahnhöfe gibt es von winzig (Vorbildbeispiele: Tönning, Gefrees) über
mittel (Cuxhaven, Bad Wildungen) bis riesig (München Hbf, Stuttgart Hbf).
Viele der kleineren haben weder Bahnsteighallen noch Bahnsteigüberdachungen,
oder zumindest nur teilweise.
Viele Kopfbahnhöfe sind übrigens deutlich größer als Durchgangsbahnhöfe,
weil auch noch die zugehörigen Lokbehandlungsanlagen und Abstellgruppen
noch beitragen. Ausnahmen sind Spitzkehren wie das schon genannte Tönning
oder einige im Bereich Thüringer Wald (Lauscha, Rennsteig, Wurzbach).
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt
> Erst mal:
> - soll es Bahnhof nach Vorbild werden, ein "es hätte so sein können"
> oder ein reines Phantasieprojekt?
muss nicht exakt vorbildgetreu werden, also es hätte eher so sein können
> - wieviel Platz hast Du zur Verfügung?
insgesamt ca 3 m * 1,80 m
>
> Kopfbahnhöfe gibt es von winzig (Vorbildbeispiele: Tönning, Gefrees) über
> mittel (Cuxhaven, Bad Wildungen) bis riesig (München Hbf, Stuttgart Hbf).
> Viele der kleineren haben weder Bahnsteighallen noch Bahnsteigüberdachungen,
> oder zumindest nur teilweise.
Ne,ne, also riesig fällt mit Sicherheit weg; eher mittel bis klein
Gruss.
T.L.
Und auch kannst Du beim Vorbild alles bekommen, was Du Dir denken
kannst. Mit Bahnsteighalle, ohne, Bahnhofsgebäude quer,
Bahnhofsgebäude parallel zum Gleis, L-Form, U-Form. Wenn Du in
etwa eine Vorstellung hast, was Du gerne bauen würdest, könnten
Dir vermutlich alle hier dann passende Vorbilder nennen.
Dazu kannst Du Dir überlegen, ob Du einen "echten" Kopfbahnhof
willst, d. h. alle Gleise am Bock enden und dahinter z. B. ein
Querbahnsteig liegt, oder ob Du auch an einen "unechten"
Kopfbahnhof denkst, wo hinter dem eigentlichen Personenbahnhof
die Gleise zumindest wieder teilweise zusammenlaufen, aber eben
keine Strecke weitergeht. Für die bereits genannten Spitzkehren
wäre Lauscha eine Beispiel für einen hübschen kleinen echten
Kopfbahnhof, Wurzbach zumindest früher "unecht" (da dürfte
inzwischen einiges weggerissen sein) oder Bad Kissingen.
Gruß,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
http://www.eisenbahn-harzvorland.de/htm/bhf_bh.htm
Ganz allgemein sollten sich Gebirgsbahnhöfe besser eignen, weil das auch
beim Vorbild alles sehr beengt war oder ist.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Auf 3m * 1,8m???
Andreas
--
PMs an andreasUNTERSTRICHpriebeATwebPUNKTde
> - soll es Bahnhof nach Vorbild werden, ein "es hätte so sein können"
> oder ein reines Phantasieprojekt?
> - wieviel Platz hast Du zur Verfügung?
>
> Kopfbahnhöfe gibt es von winzig (Vorbildbeispiele: Tönning, Gefrees)...
Lenzkirch/Schwarzwald, Spitzkehre, schmale Gleisanlage mit relitiv
langer Ausdehnung, Endbahnhof der Strecke: Bonndorf
Hofheim/Ufr., recht breit, dafür kurz und mit Stumpfgleis am
Bahnhofskopf - daran baue ich: www.modellbahn.net
Gruß
Will
Jens Schmidt schrieb:
> Ausnahmen sind Spitzkehren wie das schon genannte Tönning
> oder einige im Bereich Thüringer Wald (Lauscha, Rennsteig, Wurzbach).
Rauenstein wäre auch ein Beispiel aus Thüringen, das hatte ich auf
meiner letzten Anlage (mit einer Drehscheibe erweitert)
http://www.flickr.com/photos/captain_joe/5170922297/
Frank Wieduwilt hat meinen Gleisplan in H0 aufgezeichnet:
http://www.wieduwilt.org/gleisplaene/kopfbahnhoefe.html
Aktuell baue ich an einem Kopfbahnhof ohne Vorbild, hier mal in der
Draufsicht:
http://mke.gmxhome.de/pics/bilder/mke_ganz_02182.jpg
HTH,
martiN.
--
http://mke.gmxhome.de Martins kleine Eisenbahn
Fuer e-Mails an den Autoren [usenet] im Betreff angeben.
>> Bad Harzburg hat z.B. selbst heute noch eine Signalbrücke mit
>> Formsignalen, das wäre schonmal ein Hingucker. Dazu zwei
>> Streckenanschlüsse (vor ~1970 drei), das Vorfeld ist relativ kurz, nur
>> sechs Bahnsteiggleise, parallel zu den Bahnsteiggleisen gibt es noch
>> Gütergleise, die neben dem Empfangsgebäude weiterlaufen und erst später
>> enden. Damit wären auf relativ wenig Baulänge sogar recht lange Güterzüge
>> noch darstellbar.
>
> Auf 3m * 1,8m???
>
Alles relativ. Auf einem Nebenstreckenbahnhof irgendwo in der Pampas gibt es
allenfalls mal Viehverladung, oder einzelne Güterwagen am Schuppen. Das ist
dann der "kleine Bahnhof". Sowas ist in H0 natürlich auch auf 3m x 1,8m nie
ein Problem, aber eben auch keine Herausforderung.
Der OP hat aber explizit auch nach einem "mittleren Bahnhof" gefragt, also
Hauptbahn oder zumindest Nebenbahn XXL. Und wenn wirklich nur dieser eine
Bahnhof und nur ganz ganz wenig Strecke auf die Anlage soll, bevors es dann
in die Unterwelt (oder auf ein Regalbrett oben drüber) geht, passt der auch
auf 3m x 1,8m. Muss man halt den Bahnhof auf ein großes L packen.
Ein Zug aus zehn bis zwangig O-Wagen für Zuckerrüben oder Altmetall oder
sowas wäre am obigen Bahnhof glaubhaft und würden auch noch in ein L-Modell
reinpassen. Im Vorbild wurden die Schotterzüge sogar geteilt, damit Sie in
den Bahnhof passen. Kann man ja im Modell ebenfalls so machen. Außerdem darf
man auch noch sparen: Es wurden ja auch etliche Gleise inzwischen abgebaut.
Wer sagt denn, dass es in Epoche 3 unbedingt 6 Bahnsteiggleise gewesen sein
müssen? 4 Stück tun es genauso, solange man nur das Umsetzen der Lok am
Bahnsteig zeigen kann.
Mit freundlichem Gruß
Jan
>> Auf 3m * 1,8m???
>>
> Alles relativ. Auf einem Nebenstreckenbahnhof irgendwo in der Pampas gibt es
> allenfalls mal Viehverladung, oder einzelne Güterwagen am Schuppen. Das ist
> dann der "kleine Bahnhof". Sowas ist in H0 natürlich auch auf 3m x 1,8m nie
> ein Problem, aber eben auch keine Herausforderung.
Naja, maßstäblich passt Hofheim/Ufr. längenmäßig gerade mal so eben da
drauf. Und das ist wirklich ein kleiner Bahnhof. Bad Wildungen ist auf
dieser Fläche nicht unter zu bringen.
Bad Wildungen kannste schön schmal gestalten. Hat ja nur noch zwei
Gleise. :-)
Aber das Gebäude ist nicht schlecht.
Ich käme im Leben nicht mehr auf die Idee, auf insgesamt(!) 3*1,8
irgendwas anderes als einen Kleinstbahnhof bauen zu wollen.
Es sei denn, es soll explizit eine Spielbahn sein.
Andreas
--
--
PMs an andreasUNTERSTRICHpriebeATwebPUNKTde
also erstmal danke für die Tips.
Hört sich andererseits aber aufgrund der Platzproblematik nach der
Alternative an:
Entweder Spiel-Bahn
oder Modell-Bahn.
Wobei _für mich_ weder das eine noch das andere prinzipiell negativ wäre.
Halt nur anders.
MfG.
T.L.
Was hälst Du von Modulen oder Segmenten? Die sind auch sehr hilfreich, wenn
die Anlage mal den Raum wechseln muss, z.B. wegen Umzug.
Du baust dann auf 2,5m einen nur leicht längenkomprimierten Kopfbahnhof,
nutzt die bleibenden 0,5m für eine halbwegs getarnte Kurve in die
Gegenrichtung und am anderen Ende dann einen Fiddleyard. Auf freier Strecke
könnte dann noch ein Anschließer liegen.
Der Kopfbahnhof könnte dabei als Modell-Bahn ausgeführt sein, der Rest
erstmal (vielleicht für immer) als Spiel-Bahn. Passt so ein U überhaupt in
den Raum? Dazu müssen Türen und Fenster berücksichtigt werden.
Thadeus Laufer schrieb:
> Hört sich andererseits aber aufgrund der Platzproblematik nach der
> Alternative an: Entweder Spiel-Bahn oder Modell-Bahn.
so krass würde ich da den Schnitt nicht machen - die letzten in dieser
NG verbliebenen Recken sind schon ein bißchen abgedreht, was
Vorbildtreue angeht. So würde ich mir keinen Bahnhof mit 15°-Weichen
mehr bauen, sondern lieber das Thema so weit abspecken, daß ich auf dem
vorhandenen Platz mit 10°-Weichen bauen kann. Das macht aber den Bahnhof
mit steilen Weichen nicht gleich zu einer Spielbahn, wenn der Gleisplan
ansonsten die Abläufe des Vorbilds berücksichtigt.
Für deinen Platz schlage ich vor, den Bahnhof in eine weit geschwungene
Kurve zu legen (schwarz), um dann mit einer recht engen, verdeckten
Kurve (rot) in Richtung Strecke bzw Schattenbahnhof (grün) zu fahren.
http://mke.gmxhome.de/pics/tmp/gp_skizze.gif
...und falls Du irgendwann mal mehr Platz hast, kannst Du anstelle der
engen Kurve eine "richtige Strecke" anklemmen, Modul- bzw
Segementbauweise (wie von Jens vorgeschlagen) vorausgesetzt.
Eine Raumskizze wäre hier hilfreich, falls zB die Tür nicht an einer
Schmalseite ist. Wo sind Wände, Nischen, Schornsteine, Fenster - all die
häßlichen Dinge, die uns Modellbahnern das Leben schwermachen...
Martin.
>> Hört sich andererseits aber aufgrund der Platzproblematik nach der
>> Alternative an: Entweder Spiel-Bahn oder Modell-Bahn.
>
> so krass würde ich da den Schnitt nicht machen - die letzten in dieser
> NG verbliebenen Recken sind schon ein bißchen abgedreht, was
> Vorbildtreue angeht.
Ja, auch wieder wahr. Aber auch als "Recke" würde ich nicht das Wort
"Spielbahn" als Alternative nennen, sondern "Betriebsmodellbahn" - weil
eben der Betrieb und nicht die detaillierte Nachbildung des Umfeldes im
Vordergrund steht.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Aber ihr habt recht, vermutlich ist das in H0 einfach schon zu knapp. Ich
hab's jetzt auch nicht aufgemalt, sondern nur grob in Gedanken rumgeschoben.
Wenn es nicht passt, muss der OP sich vom Gedanken des Kopfbahnhofs einer
Hauptbahn, Epoche 3 verabschieden, viel kleinere wird man nicht mehr finden.
Mit freundlichem Gruß
Jan
MfG.
T.L.
Thadeus Laufer schrieb:
> Der Raum ist schon größer (etwa 4 * 10 m) - keine Schrägen , nur eine Tür
> "an der Ecke".
> Es sollte aber nur zu etwa 3 m * 1,80 m "ausgefüllt" werden.
nu laß dir doch nicht alles einzeln aus der Nase ziehen - was passiert
denn sonst noch in dem Raum? Hast Du da eine Tischlerwerkstatt, steht da
ein Billardtisch oder ist es dein Wohnzimmer? Es muß doch einen Grund
haben, warum Du dich nur so schamhaft in eine Ecke verziehst, statt eine
ganze Wand zu belegen. Wenn du die 5,4m² Grundfläche auf 10m Länge
umlegst, könntest Du einen Kopfbahnhof schon fast in vorbildgerechter
Ausdehnung unterbringen, statt dich krampfhaft in die Kurve legen zu müssen.
Als Anregung ein Artikel von Felix Geering:
http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/betriebserlebnis1.htm
Martin.
> nu laß dir doch nicht alles einzeln aus der Nase ziehen
Stimmt schon
Und abgesehen davon ist nachmessen sehr viel präziser als raten (nix 10 m,
äh). ;-)
Also:
- Kellerraum rechteckig
- Tür befindet sich in der rechten Ecke einer Längswand. links von der Tür:
Wandlänge bis zur Querwand: 4,20 m, die ersten 1,95m werden durch eine
Couch (1,20m Tiefe) belegt.
- Daran anschießend die linke Querwand des Raumes 3,97 m Länge
- Tür gegenüberliegende Längswan d4,20 m lang, nach 1,80 m kommt Heizkörper
(L: 2,10, Tiefe in den Raum 0,15m)
- rechte Querwand neben der Tür enthält komplett Schrankwand, Länge der
Seitenwände ist bis zur offenstehenden Tür gemessen.
MfG.
T.L.
In diesem Fall würde ich an der Wand entlang bauen (alle Wände außer
Tür, Sofa und Schrankwand). Ist die Anlage hoch genug, ist der
Heizkörper kein Hindernis.
Zum Thema: Einen Kopfbahnhof würde ich nicht machen, wenn Du den Betrieb
mit einem solchen noch nicht ausprobiert hast. Ich habe es probiert mit
einer gebrauchten Anlage und war ziemlich ernüchtert. Man will
gelegentlich auch mal Züge fahren ohne immer nach ein paar Sekunden
Fahrt Kopf machen zu müssen. Der Zwang zum dauernden Rangieren hat mir
den Spaß am Betrieb ziemlich verdorben. Zugkreuzungen und -überholungen
und durchfahrende Züge im Durchgangsbahnhof erweitern die
Betriebsmöglichkeiten sehr. Man kann trotzdem einzelne Züge dort
kopfmachen lassen. Deshalb kommt das für mich höchstens als
zusätzlicher, aber nicht alleiniger Bahnhof in Frage.
An der Wand entlang brauchst Du nur an den Enden Wendebögen (wenn sie an
der Stelle stören, klapp- oder abnehmbar), die evtl. in den
Schattenbahnhof darunter führen.
Bernhard
>> Bahnsteighallen und welchen Bahnsteigüberdachungen in der Modellbahnpraxis
>> wie aussehen?
> Viele der kleineren haben weder Bahnsteighallen noch Bahnsteigüberdachungen,
> oder zumindest nur teilweise.
Modell-kopfbahnhöfe mit bahnsteighallen sind betrieblich etwas
problematisch, weil es schwierig ist, auf sicht einzufahren, die lok
abzukuppeln .... du steckst schließlich nicht drin. Bei
dürchgangsbahnhöfen, wo oft nur die zugmitte überdacht ist, ist das
einfacher.
Schon eine "Stuttgarter Lösung", wo die gleise nicht überdacht sind,
aber alles andere, könnte die dinge deutlich einfacher machen.
tobias
> Modell-kopfbahnhöfe mit bahnsteighallen sind betrieblich etwas
> problematisch, weil es schwierig ist, auf sicht einzufahren, die lok
> abzukuppeln .... du steckst schließlich nicht drin.
Baue doch einfach ein Kamera ein. ;-)
Da gibt's viele Möglichkeiten...
* Kamera
* Glasdach (besonders schön ist z.B. Helsinki HBF)
* Lichtschranken (gekoppelt mit Gleisstrom-Relais bzw. Halte-Schaltung)
* Gleisabschnitt über Dioden anbinden (stoppt einfahrende Analog-Loks)
* Bahnhofshalle zu einer Seite (Bediener) halb offen ;-)
Einen Entkuppler könnte man am Bahnsteigende gleich fest einbauen.
Entweder die Lok schiebt den (Wende-)Zug aus dem Bahnhof und kuppelt
beim Losfahren wieder ein, oder sie bleibt halt einfach stehen während
eine zweite Lok ankuppelt und den Zug weg zieht. Einzig wenn der Zug
ohne Lok am Querbahnsteig bereitgestellt wird muss man etwas früher
anhalten ;-)
Technisch sehe ich das nicht so problematisch und ein Kopfbahnhof ist
betrieblich sehr interessant. Es braucht nur halt ziemlich viel Platz,
schließlich bedürfen Kopfbahnhöfe einer Abstellanlage ;-) OK,
Schattenbahnhof tut's auch. Und ein Weichenfeld...
Wie viele Gleise sollen es denn werden?
Ach ja, wie gesagt, Helsinki HBF hat mich echt beeindruckt, der ist zwar
recht überschaubar, aber die Außen-Fassade ist toll und die Gleishalle
auch. Offenbar war die früher offen und wurde in den letzten 10 bis 20
Jahren mit einem Glasdach versehen. Sehr gelungene Kombination von alt
und neu.
Viel Spass!!!