Hat hier jemand Erfahrungen mit Last(Drehzahl)geregelten Fahrpulten für
Analogbetrieb ?
Grüße
Werner
>Hat hier jemand Erfahrungen mit Last(Drehzahl)geregelten Fahrpulten für
>Analogbetrieb ?
Gegenfrage: gibt es das überhaupt bzw. kann das überhaupt
funktionieren? Es können ja völlig verschiedene bzw. mehrere Loks auf
dem Gleis stehen, zudem Belastung durch Innenbeleuchtung, wie soll da
eine Lastregelung durchgeführt werden?
--
Grüsse aus der Modellbahnlandschaft
Peter Popp
Peter...@t-online.de
http://home.t-online.de/home/peter.popp/ppmoba.htm
Gaugemaster ist doch sowas, oder ?
\ Will
> Peter Popp schrieb:
> Gegenfrage: gibt es das überhaupt bzw.
Ja.
> kann das überhaupt funktionieren?
Ja. Es wird mit PWM oder PWM gefahren und in der Pause gemessen, wie bei
geregelten Digitaldecodern.
> Es können ja völlig verschiedene bzw. mehrere Loks auf
> dem Gleis stehen,
Aber, aber. Im Analogbetrieb steht auf einem Gleis_abschnitt_ immer nur
eine Lok, sonst würden ja auch mit jedem Trafo immer alle losspringen.
Bist Du schon so digitalverwöhnt-analogentwöhnt ;-) ?
> zudem Belastung durch Innenbeleuchtung, wie soll da
> eine Lastregelung durchgeführt werden?
a.) Habe ich keine Innenbeleuchtung
b.) Wollte ich gerade solche Dinge mit meiner Frage in Erfahrung
bringen.
Grüße
Werner
>> Es können ja völlig verschiedene bzw. mehrere Loks auf
>> dem Gleis stehen,
>
>Aber, aber. Im Analogbetrieb steht auf einem Gleis_abschnitt_ immer nur
>eine Lok, sonst würden ja auch mit jedem Trafo immer alle losspringen.
>Bist Du schon so digitalverwöhnt-analogentwöhnt ;-) ?
Ich fahre analog, manchmal auch mit Doppeltraktion. Und jetzt? ;-)
Da fällt mir die Tastatur vom Tisc...schepperklapperrumms
ich hatte letztens mal testweise das "Mikroprozessor Modellbahn-Fahrpult"
von Conrad-Electronic an meine Spur-N Teststecke angeschlossen und das
funktionierte eigentlich ganz gut. Es funktioniert aber nur mit
Gleichstrombahnen (in Deinem Text stand nicht, wasDu fährst. Das Fahrpult
arbeitet mit Pulsbreitenmodulation, hat eine Lastenausgleichsregelung, kann
Anhängermasse simulieren und hat eine Anfahr- und Bremsautomatk.
Wie gesagt, es funktionierte gut. Engen Kurven durchfuhr mein Testzug
(20-teiliger Eurostar, ca. 2,4m lang) ohne sichtbaren
Geschwindigkeitsverlust, wo man normalerweise deutlich nachregeln mußte.
Auch die Anfahr- und Bremsfunktion sowie die Massensimulation funktionierte
einwandfrei. Das einzige was etwas störte, war das kurzzeitige Brummen beim
Anfahren und kurz vor Stillstand. Eine ältere Dampflok machte die
Lastenausgleichsregelung nicht so gut mit (mal raste sie los, dann schlich
sie wieder über die Strecke), aber ich vermute, das lag eher an der Lok -
die hat schon immer etwas gesponnen.
Das Gerät kostet DM 129,-, wenn man es selber zusammenlöten will, gibt´s den
Bausatz incl. Gehäuse und Frontplatte für DM 102,90, der Bausatz ohne
Gehäuse ist für DM 79,- zu haben.
Man kann das Fertiggerät bei Conrad auch auf Probe kaufen, wenn´s nicht
gefällt muß man nur das Porto bezahlen.
Gruß
Eike
Also, analoge Doppeltraktion finde ich ja noch in keinster Weise
skurril.
Interessant wirds IMHO erst bei folgendem (ohne Dummy-Loks natürlich):
- Sandwich-Dienst (bezugnehmend auf die aktuelle Folge von
Eisenbahnromantik im SWR: 2-3 Silberlinge ohne Steuerwagen zwischen 2
V100 eingewickelt)
- 3er Traktion mit Zuglok plus eingewickelter Lok plus Schiebelok am
Zugende
--
Regards / Grüße
Peter Wagner
ps...@hotmail.com
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Peter Wagner schrieb in Nachricht <8alb0b$jfg$1...@nnrp1.deja.com>...
>Also, analoge Doppeltraktion finde ich ja noch in keinster Weise
>skurril.
>Interessant wirds IMHO erst bei folgendem (ohne Dummy-Loks natürlich):
>
>- Sandwich-Dienst (bezugnehmend auf die aktuelle Folge von
>Eisenbahnromantik im SWR: 2-3 Silberlinge ohne Steuerwagen zwischen 2
>V100 eingewickelt)
>- 3er Traktion mit Zuglok plus eingewickelter Lok plus Schiebelok am
>Zugende
Auf meiner Anlage fährt ein ICE-1 von Fleischmann, beide Triebköpfe
motorisiert, mit acht Zwischenwagen, ohne Probleme (bis 3% Steigung,
min.Radius Roco R4 = 472mm (?)).
Wichtig ist nur, das die beiden Motore bzw. die beiden (oder mehrere) Loks
(bei Vorspann, Doppeltraktion etc.)
_fast_ identische Geschwindigkeitscharateristika haben. Haben sie sie nicht,
merkt man dieses an den Entgleisungen bei Kurvenfahrten ;-)
Außerdem sollen bei mehr als zwei Loks der Trafo eine entsprechende Leistung
aufweisen (>1a).
--
Mit freundlichen Grüßen _==____<>_
Sven Jürgens ___|O O|___ | | | | | | |
Hamburg |___|______|___|_|__|__|__|__|__|__|_
sjue...@mehev.de `O-O-O´ `O-O-O´ `O-O´ `---´ `O-O´
nochmal was zu dem Thema: eigentlich sind ja sogar diese
Einfach-Fahrregler mit LM 317 o.ä. (regelbare Konstantspannungsquelle)
geregelt, zumindest da - soweit Leistungsgrenzen von Trafo usw. nicht
überschritten werden - die Spannung konstant gehalten wird, also kein
Spannungseinbruch durch stärkere Last entsteht.
Da taucht wieder die Frage auf: was ist eine Regelung?
> Interessant wirds IMHO erst bei folgendem (ohne Dummy-Loks natürlich):
>
> - Sandwich-Dienst (bezugnehmend auf die aktuelle Folge von
> Eisenbahnromantik im SWR: 2-3 Silberlinge ohne Steuerwagen zwischen 2
> V100 eingewickelt)
> - 3er Traktion mit Zuglok plus eingewickelter Lok plus Schiebelok am
> Zugende
>
Hmmm, ich woll jetzt nicht unbedingt stur sein, aber wegen 5090'er
ausfall (hat zur Zeit "Vitrinendienst") biete ich auf HOe:
2095 + BD4/s + B4/s + B4/s + 2095 (BD von ROCO, rest Liliput)
Beide loks motorisiert, steuerung über PWM. Und: problemlos durch
ROCO-standartradius!
Gute fahrt!
Roald.
>nochmal was zu dem Thema: eigentlich sind ja sogar diese
>Einfach-Fahrregler mit LM 317 o.ä. (regelbare Konstantspannungsquelle)
>geregelt, zumindest da - soweit Leistungsgrenzen von Trafo usw. nicht
>überschritten werden - die Spannung konstant gehalten wird, also kein
>Spannungseinbruch durch stärkere Last entsteht.
>Da taucht wieder die Frage auf: was ist eine Regelung?
Eine Regelung ist ein System, bei dem eine Regelgroesse erfasst und
ueber einen Regler auf eine Stellgroesse ZURUECKGEFUEHRT wird, mit dem
Ziel, die Regelgroesse moeglichst gut auf einem vorgegebenen Wert zu
halten.
In Deinem obigen Beispiel ist Regelgroesse die Ausgangsspannung des LM
317, Stellgroesse irgendein Strom im inneren des ICs, das ja auch den
Regler selbst enthaelt.
Bei Modellbahnantrieben meint aber Regelung eine andere Regelgrosse:
Die Drehgeschwindigkeit des Lok-Motors. Wie schon oefters erwaehnt,
kann diese bei Impulsbetrieb des Motors (dauernde Erregung, z.B. durch
Permanentmagnet vorausgesetzt) mittels der im Motor induzierte Spannung
ermittelt werden.
Nach glaubhaften Schilderungen arbeiten manche geregelten
Digitaldekoder auch so.
Andere Dekoder haben einen Lastausgleich; hier wird meines Wissens nach
dem fliessenden Strom das Tastverhaeltnis der Motorspannung, also die
effektive Spannung, nachgefuehrt. So etwas ist KEINE REGELUNG, sondern
eine STOERGROESSENAUFSCHALTUNG.
Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
moeglich erscheint. Ich vermute, dass solche Systeme stattdessen eine
Stoergroessenaufschaltung enthalten.
Bei geeigneter Anpassung scheint mir aber durchaus denkbar, dass
brauchbare Qualitaet erreicht wird.
Joerg
--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computing Center University of Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany
>Peter Popp <webm...@msc-software.de> wrote:
.....
>>Da taucht wieder die Frage auf: was ist eine Regelung?
>
>Eine Regelung ist ein System, bei dem eine Regelgroesse erfasst und
>ueber einen Regler auf eine Stellgroesse ZURUECKGEFUEHRT wird, mit dem
>Ziel, die Regelgroesse moeglichst gut auf einem vorgegebenen Wert zu
>halten.
Genauso ist es. Leider verstehen einige Digital-Hersteller etwas
anderes, aber das haben wir hier schon bis zur Vergasung diskutiert
;-)
>Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
>wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
>Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
>moeglich erscheint. Ich vermute, dass solche Systeme stattdessen eine
>Stoergroessenaufschaltung enthalten.
Darf ich mich Deiner Meinung anschliessen? ;-) (ich hatte ja schon
gepostet, dass ich auch aufgrund von Innenbeleuchtungen usw. es nicht
für möglich halte)
>Bei geeigneter Anpassung scheint mir aber durchaus denkbar, dass
>brauchbare Qualitaet erreicht wird.
Was wieder zur Frage führt: was ist brauchbar? dass Loks in der Ebene
konstante Rundenzeiten einhalten? ;-))
Schnapsidee: man könnte die Regelung ja über die Beleuchtung machen,
wenn die Beleuchtung durch steigende Last dunkler wird, wird
nachgeregelt ;-) (das war jetzt Spass, bitte nicht
weiterdiskutieren!!!!)
Sowas meine ich eigentlich.
> Andere Dekoder haben einen Lastausgleich; hier wird meines Wissens nach
> dem fliessenden Strom das Tastverhaeltnis der Motorspannung, also die
> effektive Spannung, nachgefuehrt. So etwas ist KEINE REGELUNG, sondern
> eine STOERGROESSENAUFSCHALTUNG.
Auch gut.
> Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
> wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
> Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
> moeglich erscheint.
Was zu ergründen (testen) wäre.
> Ich vermute, dass solche Systeme stattdessen eine
> Stoergroessenaufschaltung enthalten.
> Bei geeigneter Anpassung scheint mir aber durchaus denkbar, dass
> brauchbare Qualitaet erreicht wird.
Das war ja die Frage: hat jemand damit Erfahrungen?
Grüße
Werner
>Joerg Hertzer schrieb:
>>
>> >Da taucht wieder die Frage auf: was ist eine Regelung?
>[snip]
>> Bei Modellbahnantrieben meint aber Regelung eine andere Regelgrosse:
>> Die Drehgeschwindigkeit des Lok-Motors.
>
>Sowas meine ich eigentlich.
Die BVZ-Farpulte von Klingenberger hatten eine Regelung ueber die
Gegen-EMK (das wurde hier in der NG aber mal anders benannt..)
Ich habe auch in einem "meb- Modelleisenbahner" mal eine
dementsprechende Schaltung gefunden.
Im Prinzip: Impuls ans Gleis, umschalten auf Spannungsmessung,
Messwert mit Sollwert vergleichen und Impulsdauer/-hoehe entsprechend
anpassen.
Das Problem liegt in der Definition des Sollwertes :-)
Diese Technik macht AFAIR nur bei einer definierten Verbindung
zwischen Ausgang der Regelschaltung und Motor Sinn - z.B. in
Digitaldekodern, wie es uns Trix seit Jahren mit Selectrix vormacht.
mfg
Thomas
>
>> Andere Dekoder haben einen Lastausgleich; hier wird meines Wissens nach
>> dem fliessenden Strom das Tastverhaeltnis der Motorspannung, also die
>> effektive Spannung, nachgefuehrt. So etwas ist KEINE REGELUNG, sondern
>> eine STOERGROESSENAUFSCHALTUNG.
>
>Auch gut.
>
>> Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
>> wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
>> Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
>> moeglich erscheint.
>
>Was zu ergründen (testen) wäre.
>> Ich vermute, dass solche Systeme stattdessen eine
>> Stoergroessenaufschaltung enthalten.
>> Bei geeigneter Anpassung scheint mir aber durchaus denkbar, dass
>> brauchbare Qualitaet erreicht wird.
>
>Das war ja die Frage: hat jemand damit Erfahrungen?
>
>Grüße
> Werner
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
Heimatbf: EDUL (KBS 412/425)
wo finde ich mehr Literatur/Wissen ueber Analog-Fahrpulte?
Mich interessieren vor allem die in diesem Thread
angesprochenen Moeglichkeiten mehr aus dem Analog-Fahren
zu machen.
Danke!
Jens
--
Jens Kupferschmidt
eMail : kupfer...@rz.uni-leipzig.de
WWW : http://wwwrz.uni-leipzig.de/~bt1cu
Zu den phys. Grundlagen fand ich folgende Einführung
sehr wertvoll (allerdings in englischer Sprache):
http://www.mikrolog.fi/~psi/taprk/eng/pakki.htm
> Mich interessieren vor allem die in diesem Thread
> angesprochenen Moeglichkeiten mehr aus dem Analog-Fahren
> zu machen.
Ich bin gerade dabei, ein paar "Kalte Kriecher"
zu bauen, auf die ebenfalls in dem obigen Artikel
verwiesen wird:
http://www.mcs.net/~teller/www/tractronics/articles/ccartcl/ccartcl.html
Wenn ich fertig bin und sie getestet habe, werde
ich hier kurz meine Eindrücke kundtun.
Moritz Gretzschel
--
Moritz Gretzschel Moritz.G...@dlr.de
http://www.op.dlr.de/FF-DR/dr_fs/staff/gretzschel/hobbies.html
Deutsches Zentrum fuer Luft- und Raumfahrt
Abteilung Fahrzeug-Systemdynamik
Eine "Lastregelung" kann nur in gewissem Rahmen geschehen, wenn die
angesteuerten Motoren vom selben Typ sind (also z.b. Reihenschlußmotor).
Die "Regelung" besteht dann in einer Konstantspannungsquelle.
AFAIR wird/wurde dies mit den Elektronik-Fahrpulten Nr, 6600 und 6699 von
Märklin realisiert.
mfG.
Stephan-Alexander Heyn
sh...@www.der-moba.de
> nochmal was zu dem Thema: eigentlich sind ja sogar diese
> Einfach-Fahrregler mit LM 317 o.ä. (regelbare Konstantspannungsquelle)
> geregelt, zumindest da - soweit Leistungsgrenzen von Trafo usw. nicht
> überschritten werden - die Spannung konstant gehalten wird, also kein
> Spannungseinbruch durch stärkere Last entsteht.
Durch Stabilisierung kann man die Modell-Loks erheblich gleichmäßiger
fahren lassen, auch unter hohen Belastungen. Lediglich bei Erreichen der
Leistungsgrenze des Motors geht das Modell dennoch in die Knie.
> Da taucht wieder die Frage auf: was ist eine Regelung?
Wahrscheinlich eine elektronische (ist hier wohl gemeint?) Hilfe, womit
ein Geschwindigkeitseinbruch bei Belastung resuziert werden soll.
mfG.
Stephan-Alexander Heyn
sh...@www.der-moba.de
> Andere Dekoder haben einen Lastausgleich; hier wird meines Wissens nach
> dem fliessenden Strom das Tastverhaeltnis der Motorspannung, also die
> effektive Spannung, nachgefuehrt. So etwas ist KEINE REGELUNG, sondern
> eine STOERGROESSENAUFSCHALTUNG.
Da kommen wir der Sache schon näher.
> Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
> wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
> Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
> moeglich erscheint. Ich vermute, dass solche Systeme stattdessen eine
> Stoergroessenaufschaltung enthalten.
> Bei geeigneter Anpassung scheint mir aber durchaus denkbar, dass
> brauchbare Qualitaet erreicht wird.
Die ehemals von Märklin erhältlichen elektronischen Fahrpulte arbeiten
mit PWM (oder PFM?) und sind ausschließlich zum Betrieb mit
Reihenschlußmotoren gedacht.
Es wären Betriebserfahrungen mit diesen Geräten sehr interessant.
BTW: Ist nach Deiner Definition eine Konstantspannungsquelle eine
"Störgrößenaufschaltung"?
mfG.
Stephan-Alexander Heyn
sh...@www.der-moba.de
Für Kleinbohrmaschinen und auch für Gleichstrommodellbahnen habe ich
einmal einen Regler gebaut, der Lastschwankungen ausgleicht:
Dazu verwende ich die Tatsache, daß jeder Gleichstrommotor auch als
Generator arbeiten kann, und dabei eine Spannung liefert, die der
Drehzahl
proportional ist. Wenn man diese Spannung zu einer Zeit mißt, wo kein
Strom zwischen Regler und Motor fließt, hat man auch keinen
Spannungsabfall an diversen Zuleitungswiderständen und man erhält mit
einer Signalaufbereitung (Tiefpaß, Sample and Hold) die Drehzahl, die
man
in eine Regelschleife führen kann.
Konkret läuft die Schaltung bei mir so:
Als Versorgung verwende ich einen gleichgerichteten, aber
ungeglätteten
Sinus mit 50 Hz (Trafo an Steckdose). Dadurch erhalte ich lauter
Sinus-
Halbwellen mit einer Länge von 10ms. In den ersten 8ms wird der Motor
je nach Tastverhältnis ein bzw. aus geschaltet.
In der 9. ms wird auf alle Fälle ausgeschaltet, damit ev. induktive
Spannungen und Ströme abklingen können. Jetzt läuft der Motor als
Generator.
In der 10. ms wird diese Spannung gemessen , gespeichert(Ist-Wert) und
mit dem Sollwert verglichen. Je nach Abweichung wir das Tastverhältnis
der nächsten Periode verändert.
Ich habe diese Schaltung auch aufgebaut und verwendet und sie
funktioniert
mit folgender Einschränkung gut:
Da man eine gewisse Zeit zum Messen braucht, kann man die Frequenz
(100Hz) nicht viel weiter erhöhen. Dadurch hört man ein Brummen,
welches
für Faulhabermotoren nicht so gut sein soll, aber da ich immer im
Nulldurch-
gang des Sinus einschalte, ist der Einschaltstromstoß deutlich kleiner
als bei
Pulsweitenregler mit Glättungskondensator.
Ich hoffe, es war nicht zu kompliziert erklärt.
mfG Christian Leopold
>Für Kleinbohrmaschinen und auch für Gleichstrommodellbahnen habe ich
>einmal einen Regler gebaut, der Lastschwankungen ausgleicht:...
... gesnippt...
>Ich hoffe, es war nicht zu kompliziert erklärt.
Hallo,
das ist genau die bei Elektromotoren übliche Form der Regelung. Der
Regelkreis wird schon durch die Lämpchen der Lok gestört.
Ja, die Schaltung hatte ich mir vor kurzem auch angesehen, das
Interessante ist die Speicherung der Geschwindigkeit in einem
Kondensator, sodaß ein Walk-Around mit An-und-Abstöpseln der Handregler
möglich ist.
Grüße
Werner
nein, alles prima erklärt, Danke.
Jetzt ist nur noch die Frage, ob es auf diesem Prinzip basierende Geräte
gibt, zwei wurden hier schon genannt -Conrad und Gaugemaster-, meines
Wissens bietet Lauer (der mit der Schattenbahnhofssteuerung) auch so
was, und ob das Ganze zufriedenstellend funktioniert.
Grüße
Werner
>> Andere Dekoder haben einen Lastausgleich; hier wird meines Wissens nach
>> dem fliessenden Strom das Tastverhaeltnis der Motorspannung, also die
>> effektive Spannung, nachgefuehrt. So etwas ist KEINE REGELUNG, sondern
>> eine STOERGROESSENAUFSCHALTUNG.
>BTW: Ist nach Deiner Definition eine Konstantspannungsquelle eine
>"St=F6rgr=F6=DFenaufschaltung"?
Obige Definition ist NICHT meine, sondern in der Regelungstechnik
ueblich.
Eine Konstantspannungsquelle beinhaltet eine Regelung der Spannung,
aber darum geht es hier ja zunaechst nicht. Wir bemuehen uns, die
Motordrehzahl moeglichst konstant zu halten.
Wenn man bei steigender Last (im Strom erkennbar) die Spannung erhoeht,
um die vergroesserte Belastung auszugleichen, dann ist das eine
Stoergroessenenaufschaltung. Dabei ist offensichtlich, dass
Uebertreibungen schaedlich sind, also ist eine Anpassung an den Motor
erforderlich.
Eine Konstantspannungsquelle eliminiert eine der beiden folgenden
Stoergroessen: (Schwankungen der) Spannung und (Schwankungen der) Last,
was natuerlich auch eine Verbesserung bewirkt und dazu den Vorteil hat,
dass Fehlanpassungen an die Motorcharakteristik nicht passieren
koennen. Das ist also von allen denkbaren Loesungen die robusteste
(Robustheit ist offizieller Fachbegriff der Regelungstechnik), bei
unklaren oder schwankenden Eigenschaften der Regelstrecke (hier: des
Motors) kann sie auch die beste Loesung sein.
Eine Stoergroessenenaufschaltung ist das jedoch nicht, obwohl
natuerlich die Rueckwirkung der Stoergroesse Last auf die Stoergroesse
Spannung unterbunden wird.
Moritz Gretzschel wrote:
> Wenn ich fertig bin und sie getestet habe, werde
> ich hier kurz meine Eindrücke kundtun.
das waere wirklich nett, denn auch ich bin noch auf der Suche nach dem
optimalen Fahrregler, nachdem verschiedene Versuche noch kein rundum
befriedigendes Ergebnis gebracht haben. Einige Eigenschaften der
Schaltung erscheinen mir vielversprechend; waere schoen, wenn Du nach
Abschluss Deiner Testreihe berichten koenntest.
Vielen Dank und viele Gruesse
Ralph Timmermann
Tja, die Frage ist, was so ein Ding können soll.
Ich lege zum Beispiel Wert auf äußerste Langsamfahrt und präzieses
Rangieren. Da brauche _ich_ keine Anfahr- und Bremsautomatik.
Andere brauchen genau das.
Ich fahre mit einen Fahrpult, das aus einem Transistor,einem
Widerstand,einem Brückengleichrichter und einem Poti besteht und daher
mit nicht gesiebter Gleichspannung betrieben wird.
Der Witz ist eine Diode und ein Widerstand in Reihe von der
Wechselspannung zur Basis des Transistors (War mal in der MIBA).
Damit fahren sowohl Loks mit billigstem 3pol-Taiwan-Motor und
Ein-Zahnrad-Getriebe wunderbar langsam an und lassen sich prima regeln
wie auch Loks mit Faulhaber-Motor (deutlich besser als mit dem
sb-Regler). Alles weitaus besser als mein PWM-Regler. Außerdem brummt
und knurrt nichts.
Und das alles für DM 10,--!
Wahrscheinlich kann man den von Moritz angesprochenen CoolerCrawler auch
so anpassen.
Bei Interesse könnte ich die Schaltung mal ins Netz stellen.
Vielleicht finden wir hier genügend Leute, die genug von Elektronik
verstehen, und gemeinsam eine gute Schaltung zu entwickeln?
Ich habe meinen Regler dann noch mit einstellbarer Höchstgeschwindigkeit
und Anfahrspannung versehen (jeweils 1 Widerstand!).
Mit etwas mehr Aufwand kann ich diese Werte jetzt vom PC in den Regler
laden, d.h ich gebe am PC den namen der Lok an und der Regler stellt
sich darauf ein.
Durch den Einsatz eines Tandem-Potis habe ich erreicht, daß jede
(wirklich jede, s.o.) Lok mit absoluter Kriechgeschwindigkeit losfährt,
sobald der Regler sich von "0" wegbewegt und nicht irgendwann bei
"halber" Reglerstellung, wenn's die mechanik zulässt.
Aber nochmal, andere Anlagen und Modellbahner mögen andere Prioritäten
erfordern.
Grüße
Werner
Werner Falkenbach schrieb:
> Ich fahre mit einen Fahrpult, das aus einem Transistor,einem
> Widerstand,einem Brückengleichrichter und einem Poti besteht und daher
> mit nicht gesiebter Gleichspannung betrieben wird.
> Der Witz ist eine Diode und ein Widerstand in Reihe von der
> Wechselspannung zur Basis des Transistors (War mal in der MIBA).
>
Solange die elektrische Last konstant ist, d. h. nur ein paar Birnen
in der Lok,
aber nicht ein ganzer "flackernder" Zug, womöglich mit
Stützkondensatoren,
ist das für den Regler kein Problem, solange Du nicht darauf Wert
legst, daß
jede Lok bei gleicher Reglerstellung gleich schnell fährt. Die
Lämpchen der Lok
bewirken nur, daß die Generatorspannung etwas niedriger wird, d.h. der
Regler
würde nachregeln, die Lok fährt schneller. Diese Lok hat dann
lediglich eine
andere Regelkurve als die gleiche Lok ohne Lämpchen. Natürlich
funktioniert
der Regler nicht mehr, wenn die Stromaufnahme der Lämpchen viel größer
als die des Motors ist, was bei einem beleuchten Zug schon der Fall
sein kann.
mit freundlichen Grüßen
Christian Leopold
>Tja, die Frage ist, was so ein Ding können soll....
>Ich lege zum Beispiel Wert auf äußerste Langsamfahrt und präzieses
>Rangieren.
(schnipp)
>Aber nochmal, andere Anlagen und Modellbahner mögen andere Prioritäten
>erfordern.
Genau, das ist das Problem und das wird sich wohl mit einer Schaltung
nur schwer realisieren lassen. Das sieht man auch an der Diskussion
zum Weichenantrieb ;-).
Ich bin mit dem Conrad-Fahrpult für 49,-- DEM (ca.) recht zufrieden,
allerdings habe ich die Anfahr- und Bremsverzögerung meist
ausgeschaltet, da dies beim Rangieren eher stört. Man kann damit auch
sehr schön langsam fahren, wenn es die Lok zulässt ;-). Das
unterschiedliche Fahrverhalten der Loks bei gleichen Einstellungen
(Extrem: die 1020 v. Roco kriecht und steigert ab 2/3-Stellung die
Geschwindigkeit nicht mehr, der Lima-Transalpin hängt bei 1/3 schon
jeden Transrapid ab ) spricht m.E. eher für eine Digitalisierung, bei
der jedes Fahrzeug resp. der jeweilige Decoder individuell
eingestellt werden kann, als für ein High-tech-Analog-Fahrpult.
> Bei Interesse könnte ich die Schaltung mal ins Netz stellen.
hiermit sei mein Interesse bekundet
vielen Dank und viele Gruesse
Ralph
Modellbahngruesse
Franz Pascher
Hallo Ralph,
ich habe jetzt meine (noch provisorische) Homepage hoffentlich halbwegs
auf Vordermann gebracht und den Nachmittag damit zugebracht, die
Schaltung zu beschreiben.
Unter http://home.t-online.de/home/werner.falkenbach/index.htm findet
sich der Punkt Elektrik, der den Plan enthält.
Wie gesagt, es ist ein ganz einfacher Regler, der aber durch die externe
Einstellmöglichkeit IMO sehr komfortabel zu bedienen ist. Besonders gut
gefällt mir, daß die Loks beim Drehen des Knopfes auch losfahren und
nicht irgendwann und Faulhaberloks, die ja bei 0,5V (kein Tippfehler)
losfahren damit wunderbar geregelt werden können.
Grüße
Werner
Hallo Moritz,
ich habe die Schaltung jetzt noch mal angeschaut.
Was mir fehlt ist die Möglichkeit, die Anfahrspannung einzustellen.
Ich glaube aber, das könnte man analog zu meiner Schaltung (jetzt auf
meiner Homegage) noch einbauen.
Interessant ist sicher die Walk-Around-Möglichkeit über den Kondensator.
Vielleicht löte ich auch mal ein bißchen.
Grüße
Werner
--
http://home.t-online.de/home/werner.falkenbach/index.htm
>Genauso ist es. Leider verstehen einige Digital-Hersteller etwas
>anderes, aber das haben wir hier schon bis zur Vergasung diskutiert
Nein. Die wissen schon auch, was es ist, können oder wllen es aber
nicht realisieren und dennoch das Etikett drauf kleben, weil diese
höhere Umsätze und Gewinne ermöglicht.
>>Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
>>wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
>>Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
>>moeglich erscheint. Ich vermute, dass solche Systeme stattdessen eine
>>Stoergroessenaufschaltung enthalten.
>Darf ich mich Deiner Meinung anschliessen? ;-) (ich hatte ja schon
>gepostet, dass ich auch aufgrund von Innenbeleuchtungen usw. es nicht
>für möglich halte)
Die Elektor hat - ich glaube Anfang ´87 - eine entsprechende
Baunaleitung gebracht. Hielt sich im Rahmen des Erwarteten: PWM,
bemfv, Komparator usw. - alles Standard, nichts Geniales. Vorgesehen
war eine Anpassung in den Loks, um die bemfv der unterschiedlichen
Loms einigermaßen zu egalisieren. Eine "Störgrößenaufschaltung" - was
immer das auch sein mag - war hierin nicht enthalten.
Abgesehen davon, daß natürlich Kontaktprobleme ungewollte Reaktionen
der Lok zur Folge haben (aber auch da ist bei der Elektor-Schaltung
etwas Vorsorge getroffen worden) stört weder die Beleuchtung noch der
Gleiswiderstand: Zur Regelung ist allein die bemfv in den Pausen von
Bedeutung, und die wird weder durch den Gleiswiderstand (denn die
Abnahme im regler ist ja relataiv hochohmig) noch durch ein Lämpchen
in de Lok beeinträchtigt.
Dr.K.
--
RA Dr. M. Michael König
Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
Antoniter-Weg 11 Adelonstraße 58
D-65843 Sulzbach/Ts. D-65929 Frankfurt a.M.
+49/6196/750120 FON +49/69/301024
+49/6196/750324 FAX +49/69/315271
e-mail info[remove]@drkoenig.de
http://www.drkoenig.de
eines noch was mir wichtig erscheint: das beste Fahrpult kann einen
schlechten Antrieb nicht gut machen (was bei Digital genauso gilt).
Wenn ich nochmals auf meine 1020 zurückkommen darf: Diese Lok ist vom
Getriebe her ziemlich hoch übersetzt, daher kann die Lok auch mehr
Kraft auf die Schiene bringen und fällt bei Steigungen auch ungeregelt
nicht so schnell ab! Bei alten Lima-Modellen ist ein relativ schwacher
Motor mit wenig Übersetzung, der eben entsprechend schnell in die Knie
geht. Wenn man dann (per Hand) nachregelt, drehen halt die Haftreifen
durch ;-).
Anders rum: wenn das Fahrpult _und_ die Lok nichts taugen, wird es
doppelt schlimm...
Nachdem meine bisherigen Postings zu dem Thema vielleicht
missverstanden werden können: Ich habe nix gegen "gute"
Analogfahrpulte. Allerdings sollte der Aufwand nicht über dem für eine
Digitale Steuerung liegen ;-)!
Hallo Dr. König,
etwas Einfaches - das funktioniert - würde _mir_ schon genügen ;-)
Daher die erwarteten Frage: Haben Sie die Schaltung greifbar?
Oder eine Quelle wo ich sie auftun kann?
Hat jemand Erfahrung damit?
Schade, daß die Industrie sowas nicht fertig anbietet.
Grüße
W. Falkenbach
>>Fuer "geregelte" Analog-Fahrpulte kann ich nicht glauben, dass diese
>>wirklich eine Regelung enthalten, da die zuverlaessige Bestimmung der
>>Spannung am Motor ueber Radschleifer und Rad-Schiene-Kontakte mir nicht
>>moeglich erscheint.
Na ja ich dachte schon es kommt keiner mehr drauf.:-))
Eine Lastregelung à la Digital ist Analog nicht möglich. Es ist zwar auch im
Analogbetrieb möglich, eine Anfahr- und Bremsverzögerung einzurichten und
wirklich hervorragende Fahrergebnisse (die dem des Digitalbetriebs in nichts
nachstehen) zu erzielen, aber bei der Lastnachregelung hörts einfach auf.
Der Grund liegt nicht an der herzustellenden Regelelektronik, das ist nicht
das Problem. Das Problem ist schlichtweg darin zu sehen, daß der Mehrbedarf
an "Saft" im Analogbetrieb manuell nachgeregelt wird. D.h. ein El-Baustein
in der Lok kann nachregeln soviel er will, es wird nur nichts nutzen solange
eben nicht ständig die Max.-Spannung am Gleis anliegt. Oder der El.Baustein
sorgt dafür, daß der Trafo mehr "Saft" abgibt und zwar nur genau dort, wo
der Saft benötigt wird.
Ergo wäre eine Lastnachregelung im Analogbetrieb möglich, wenn in die ganze
Anlage ständig die Max.-Spannung eingespeist würde. Dann hat der E-Baustein
auch reserven zum Nachregeln und die Anfahr und Bremselektronik würde für
sanftes Anfahren oder Abbremsen an Stopstellensorgen. Dies bedeutet aber
auch, daß auf so einer Anlage generell nur geregelte Loks einsetzbar wären.
Deshalb halte ich diesen Wunsch für vergleichbar mit dem Versuch, eine
mechanische Rechenmaschine durch Kopplung mit einem modernen PC, dem
Leistungsstandart eines modernen Rechners anzupassen :-))
Die Kosten würden jedenfalls kaum unter den Kosten einer Digitalumstellung
liegen und die Leistungen/Möglichkeiten einer Digitalsteuerung würden
trotzdem nicht erreicht - oder?
MFGerassel
Waldemar Rodenberg
Eben, das betrifft ja überhaupt nicht die eigtl. Schaltung der
Platine, sondern ist nur eine Frage, wie komfortabel der
Handregler, der den Speicherkondensator auf- oder
entlädt, aufgebaut ist.
> Interessant ist sicher die Walk-Around-Möglichkeit über den Kondensator.
> Vielleicht löte ich auch mal ein bißchen.
Dann könntest Du statt Deiner Kodierstecker die ganze
Trimmpoti-Mimik (vielen Dank übrigens für die Schaltung!)
in den Handregler verbannen, sofern Du jeder Lok (zumindest
-jedem Loktyp) einen entsprechend eingestellten Handregler
spendierst (hoffentlich kommt jetzt nicht wieder die von
unseren Digitalisten vorgelebte Diskussion, wieviele
Handregler man denn braucht...). Der eigentlichen
CoolerCrawler-Schaltung ist das völlig Wurscht.
Ich baue eh meine eigenen Handregler, in denen ich die
beisen vorgeschlagenen Drehknopf- und Auf-Ab-Steuerungen
kombiniere:
Zusätzlich zum Drehknopf habe ich einen "Fahrschalter"
in Form eines dreibegriffigen Wippschalters
"Fahren-Beharren-Bremsen":
Wenn der Schalter konstant auf "Fahren" liegt, wird ganz
konventionell mit dem Drehknopf gefahren.
Oder man kann mit dem Drehknopf z.B. die zul.
Streckengeschw. vorwählen und mit dem Fahrschalter
beschleunigen, in Mittelstellung die Beschleunigung
unterbrechen, oder in der Taststellung "Bremsen"
als Betriebsbremse wieder verzögern.
Im ehem. Batteriefach des Handreglergehäuses hab
ich drei Trimmpotis für ev. Anfahrbeschleunigung,
Höchstgesch. und Bremsverzögerung versteckt.
Vielleicht kommt ja noch eins für die Anfahrspannung,
nach Deinem Vorschlag dazu..?
Moritz
--
Moritz Gretzschel Moritz.G...@dlr.de
http://www.op.dlr.de/FF-DR/dr_fs/staff/gretzschel/gretzschel.html
>Waldemar Rodenberg schrieb:
>
> Na ja ich dachte schon es kommt keiner mehr drauf.:-))
> Eine Lastregelung à la Digital ist Analog nicht möglich.
[snip]
> Der Grund liegt nicht an der herzustellenden Regelelektronik, das ist nicht
> das Problem. Das Problem ist schlichtweg darin zu sehen, daß der Mehrbedarf
> an "Saft" im Analogbetrieb manuell nachgeregelt wird. D.h. ein El-Baustein
> in der Lok kann nachregeln soviel er will, es wird nur nichts nutzen solange
> eben nicht ständig die Max.-Spannung am Gleis anliegt.
Das stimmt natürlich, aber darum gehts doch gar nicht.
Niemand wollte einen Analog-Regler _in_ die Lok einbauen.
Es geht um gute alte herkömmliche (konventionelle) Anlagen, die mit z.B.
eienm Trafo betrieben werden. Diesen durch eine etwas komfortableres
(lastgeregeltes) Fahrpult zu erstezen, das war die Frage.
Und wie wir jetzt wissen, gibts das ja auch zu kaufen und die
Erfahrungen sind gut.
Grüße
Werner
>Eine Lastregelung à la Digital ist Analog nicht möglich. Es ist zwar auch im
>Analogbetrieb möglich, eine Anfahr- und Bremsverzögerung einzurichten und
>wirklich hervorragende Fahrergebnisse (die dem des Digitalbetriebs in nichts
>nachstehen) zu erzielen, aber bei der Lastnachregelung hörts einfach auf.
Hallo Waldemar,
was Du meinst ist nicht das Problem, eine Lastregelung kann
prinzipiell genauso im analog-Fahrpult stecken wie im Decoder - das
Fahrpult regelt ja über die am Gleis anliegende Spannung nach.
Problematisch wird die Regelung aber dadurch, dass Kontaktprobleme und
zusätzliche Lasten wie Innenbeleuchtung störend wirken - m. E. auch
wesentlich deutlicher als manche hier glauben wollen. Hier haben
Digitaldecoder eindeutige Vorteile, da nur der Motor und nix anderes
dahinterhängt.
>D.h. ein El-Baustein
>in der Lok kann nachregeln soviel er will, es wird nur nichts nutzen solange
>eben nicht ständig die Max.-Spannung am Gleis anliegt.
Wir haben ja beim analog-Fahrpult eben keinen Baustein in der Lok.
>Die Kosten würden jedenfalls kaum unter den Kosten einer Digitalumstellung
>liegen und die Leistungen/Möglichkeiten einer Digitalsteuerung würden
>trotzdem nicht erreicht - oder?
Das ist ein Problem: vor allem wenn das Fahrpult so ausgelegt wird
dass es auf verschiedene Loks eingestellt werden kann, dürfte schnell
der Bereich erreicht sein wo die Digitalsteuerung vom Aufwand her
mithalten kann.
n.B.: in dem Büchlein "Modellbahnelektronik - Fahrregler und
Fahrstrassen" v. Wolfgang Horn sind eine Vielzahl von Schaltungen zu
dem Thema vom einfach-Fahrregler mit LM 317 über "fernsteuerbare"
Fahrregler, die von mehreren externen Reglern und auch vom PC
gesteuert werden können bis zum Impulsfahrregler mit digitaler
Signalerzeugung, der zum Booster umgebaut werden kann. M.E. rentiert
sich das Büchlein, wenn man sich mit dem Thema befassen will.
> Peter Popp schrieb:
> Problematisch wird die Regelung aber dadurch, dass Kontaktprobleme und
> zusätzliche Lasten wie Innenbeleuchtung störend wirken - m. E. auch
> wesentlich deutlicher als manche hier glauben wollen.
Ich will es nicht glauben, ich weiss es einfach nicht. Der Bericht von
Eike über das Conrad Fahrpult war doch positiv.
> Hier haben
> Digitaldecoder eindeutige Vorteile, da nur der Motor und nix anderes
> dahinterhängt.
Digitalisierung hat neben Vorteilen auch Nachteile.
(Möglicherweise deutlicher als manche hier glauben wollen :-)
> Das ist ein Problem: vor allem wenn das Fahrpult so ausgelegt wird
> dass es auf verschiedene Loks eingestellt werden kann, dürfte schnell
> der Bereich erreicht sein wo die Digitalsteuerung vom Aufwand her
> mithalten kann.
Nö.
> n.B.: in dem Büchlein "Modellbahnelektronik - Fahrregler und
> Fahrstrassen" v.
[snip]
Guter Tipp, Danke.
Grüße
Werner
Das hatte ich auch schon mal, macht aber die nötige Z-Schaltung recht
umfangreich. Deswegen "lade" ich ja jetzt die Lokparameter aus dem PC.
Da der immer weiß, welche Lok wo ist, brauche ich keine Loknummern oder
ähnliches. Losfahren - und die Parameter passen!
Grüße
Werner
>Das stimmt natürlich, aber darum gehts doch gar nicht.
>Niemand wollte einen Analog-Regler _in_ die Lok einbauen.
>Es geht um gute alte herkömmliche (konventionelle) Anlagen, die mit z.B.
>eienm Trafo betrieben werden. Diesen durch eine etwas komfortableres
>(lastgeregeltes) Fahrpult zu erstezen, das war die Frage.
>Und wie wir jetzt wissen, gibts das ja auch zu kaufen und die
>Erfahrungen sind gut.
Hallo Werner,
ich kann mir das bei einem Mehrzugbetrieb mit nur einem Trafo trotzdem nicht
so recht vorstellen. Es sei denn, dieser Trafo versorgt nur den
Steigungsabschnitt oder " Nachregel-bedarfs-abschnitt" und es befindet sich
immer nur eine zu versorgende Lok im "Nachregelbereich" . D.h. aber auch,
es müssen mehrere Trafos eingesetzt werden.
Das macht dann schon Sinn, denn denke ich zurück an meine Analogzeit und den
Blockstreckenbetrieb, da wurden die Züge an langen Steigungen immer
langsamer, was nicht gerade schön aussah. Eine automatische Nachregelung
wäre ideal gewesen.
MFGerassel
Waldemar Rodenberg
>
>Digitalisierung hat neben Vorteilen auch Nachteile.
>(Möglicherweise deutlicher als manche hier glauben wollen :-)
Welche ?
MFGerassel
Waldemar Rodenberg
>Waldemar Rodenberg schrieb:
> Werner Falkenbach schrieb in Nachricht <38D115EE...@t-online.de>...
> >Digitalisierung hat neben Vorteilen auch Nachteile.
> >(Möglicherweise deutlicher als manche hier glauben wollen :-)
>
> Welche ?
Ich hoffe Du hast den Smiley nicht übersehen.
Es liegt mir fern, die Digitalsysteme zu kritisieren.
Dennoch möchte ich (hoffentlich ohne Öl ins Feuer zu gießen) Dir
antworten.
Zum einen lese ich hier alle Threads, und viele Fragen tauchen zu
Digitalsystemen auf. Das heißt, das diese komplexen Systeme nicht so
trivial sind wie ein "Trafo". Das erwartet ja bei den vielfältigen
Möglichkeiten auch niemand. Dennoch erinnere ich mich noch an die
Threads z.N. zum Thema IB, IB Upgrade etc. Da scheint ja nicht immer
alles so zu laufen wie es sollte.
Ich habe mir, um mir selbst ein Bild zu machen, vor einigen Wochen eine
IB und drei Decoder gekauft. Die IB selbst hat sich erst nach einem
Software-Upgrade dazu bequemen können, halbwegs ordentlich zu
funktionieren. Noch heute passiert es regelmäßig, daß die Lok mit
voreingestellter Geschwindigkeit weiterfährt und keine Befehle mehr
annimmt.
Das Fahrverhalten aller meiner Loks, die ich testweise bestückt habe,
hat sich deutlich verschlechtert. Das Gegenteil hatte ich mir von der
Lastregelung eigentlich schon versprochen.
Das sind natürlich subjektive Eindrücke, die nicht prinzipiell gegen ein
Digitalsystem sprechen. Es zeigt aber, daß die komplexe Technik neben
unbestrittenen Stärken auch ihre Tücken hat.
Ob diese _Nachteile_ überhaupt auftreten hängt doch sehr von den
persönlchen Vorstellungen über die eigene Modellbahn und das
Fahrverhalten der Fahrzeuge ab.
Immerhin wurde mir hier auf Fragen bestätigt, daß auch andere nicht so
ganz glücklich mit dem Verhalten diverser Decoder sind. Empfohlen wurde
mir jetzt der Zimo MX61, den probiere ich noch, wenn's dann nix wird
geht das ganze Zeug an ebay.
Grüße
Werner
Werner Falkenbach wrote:
> Zum einen lese ich hier alle Threads, und viele Fragen tauchen zu
> Digitalsystemen auf. Das heißt, das diese komplexen Systeme nicht so
> trivial sind wie ein "Trafo". Das erwartet ja bei den vielfältigen
> Möglichkeiten auch niemand. Dennoch erinnere ich mich noch an die
> Threads z.N. zum Thema IB, IB Upgrade etc. Da scheint ja nicht immer
> alles so zu laufen wie es sollte.
[...]
> Das sind natürlich subjektive Eindrücke, die nicht prinzipiell gegen ein
> Digitalsystem sprechen. Es zeigt aber, daß die komplexe Technik neben
> unbestrittenen Stärken auch ihre Tücken hat.
Da muß ich zustimmen. Ich war ja noch nie so wild auf Digital,
aber seit ich hier mitlese, bin ich noch viel weniger wild
drauf. Mit Softwareproblemen schlag ich mich beruflich genug
herum (hallo Peter, ich mache übrigens auch Gupta!), da muß
ich nicht auch noch Bugs in der Steuerung meiner Fahrzeuge
suchen.
Anders gesagt: Analog ist, was die Fehlerquellen angeht, ziemlich
digital: Fährt oder fährt nicht. Von dem, was ich hier so lese,
scheint Digital da erstaunlich analog zu sein...
Nix für ungut, JMHO und mfG,
Erik.
--
I don't think that what I do is extraordinary, I think I just happen to be
competent. But in the age of incompetence, that makes me extraordinary.
-- Billy Joel
I don't reply? Check message headers for hints.
Hallo Erik,
hhmm, tjaa, selbst wenn mich hier einige steinigen (und Will den Horror
kriegt :--))) meine Erfahrungen mit Digital sind durchweg positiv und ich
möchte den Komfort meiner Digitalsteuerung nicht mehr vermissen. Vielleicht
liegt das auch einfach daran, daß ich konsequenterweise *nur* das
Märklin-Digital-System verwende (jetzt...jetzt kriegt er ihn :--)))und somit
alle Komponenten passen.
Aber ich will mal nicht zuviel loben sonst.........wer weiß .... - oder?
:--))
MFGerassel
Waldemar Rodenberg
Erik Meltzer <er...@gmx.de> schrieb
> Werner Falkenbach wrote:
> > Zum einen lese ich hier alle Threads, und viele Fragen tauchen zu
> > Digitalsystemen auf. Das heißt, das diese komplexen Systeme nicht so
> > trivial sind wie ein "Trafo".........
> [...]
> > Das sind natürlich subjektive Eindrücke, die nicht prinzipiell gegen
ein
> > Digitalsystem sprechen. Es zeigt aber, daß die komplexe Technik neben
> > unbestrittenen Stärken auch ihre Tücken hat.
>
> Da muß ich zustimmen. Ich war ja noch nie so wild auf Digital,
> aber seit ich hier mitlese, bin ich noch viel weniger wild
> drauf.
Nun mal nicht so pessimistisch. Nach viel Skepsis am Anfang hat sich bei
der groessten Gruppe im FREMO das digitale Fahren durchgesetzt, und zwar
weil es sehr zuverlaessig laeuft und im Betrieb deutlich mehr Freiheiten
bietet. Und die Loks laufen auch nicht schlechter als vorher, sonst haette
sich das niemals durchgesetzt.
Und das, ob wohl wir mit einer wilden Mischung von DCC-Geraetschaften auf
Modulen Betrieb machen. ;-)
Als Einsteiger braucht man aber sicherlich jemanden, der schon etwas
Durchblick hat. Das ist der Vorteil eines Vereins.
Gruss,
Reinhard
Das mit den Freiheiten ist gar keine Frage.
> Und die Loks laufen auch nicht schlechter als vorher, sonst haette
> sich das niemals durchgesetzt.
Da hat hier in einem andern Thread aber Armin (Mühl), der ja auch FREMOt
durchaus davon gesprochen, daß nicht alle Decoder gleichermaßen
akzeptiert wurden.
Im übrigen gilt das für HO, und da ist aufgrund der Baugröße die Auswahl
an Decodern erheblich reichhaltiger als bei kleinen Größen.
Die von mir eingebauten Decoder von Minitrix und Arnold funktionieren
zwar, verbessern die Fahreigenschaften aber keinen Deut. Und mit
Einstellen ist da nicht viel. (Bei allerdings analog _sehr_ gut
fahrenden Modellen).
Grüße
Werner
>>Für Kleinbohrmaschinen und auch für Gleichstrommodellbahnen habe ich
>>einmal einen Regler gebaut, der Lastschwankungen ausgleicht:...
>... gesnippt...
>>Ich hoffe, es war nicht zu kompliziert erklärt.
>
>das ist genau die bei Elektromotoren übliche Form der Regelung. Der
Und was StA ja einfach nicht wahrhaben/akzeptieren will.
>Da muß ich zustimmen. Ich war ja noch nie so wild auf Digital,
>aber seit ich hier mitlese, bin ich noch viel weniger wild
>drauf. Mit Softwareproblemen schlag ich mich beruflich genug
>herum (hallo Peter, ich mache übrigens auch Gupta!)
heftige Beileidsbezeugungen ;-)
>, da muß
>ich nicht auch noch Bugs in der Steuerung meiner Fahrzeuge
>suchen.
Hallo Erik,
entspricht genau meiner Einstellung. Ich betone allerdings das dies
meine (unsere?) persönliche Meinung ist und kein generelles Urteil
gegen Digitalsteuerungen darstellt! Gerade diese
analogfahrpultdiskussion zeigt ja auch dass bestimme Dinge eben mit
Digitalsteuerungen besser zu lösen sind.
Ebenfalls m.E. ist das gerade das Schöne an unserem Hobby, dass es so
facettenreich ist, oder?
Ganz genau.
> Gerade diese
> analogfahrpultdiskussion zeigt ja auch dass bestimme Dinge eben mit
> Digitalsteuerungen besser zu lösen sind.
Bestimmte Dinge, keine Frage.
Nun steckt aber in dem Digitalkram zehn Jahre lange Forschung von großen
Firmen (u.a. der Marktführer!).
Andererseits hat offenbar mit Aufkommen des Digitalzeitalters die
Forschung nach Verbesserungen im konventinellen Bereich aufgehört.
Ich denke, daß man da mit etwas Ideenreichtum durchaus noch Sachen dem
technischen Status Quo anpassen kann. Ein Tafo mit einem schleifenden
Abgriff ist nicht so der letzte Schrei.
Wie würde sowas heute aussehen, wenn ebensoviel Entwicklungsenergie da
reingesteckt worden wäre ?
> Ebenfalls m.E. ist das gerade das Schöne an unserem Hobby, dass es so
> facettenreich ist, oder?
Das Wort zum ModellbahnWochende.
Grüße
Werner
Hallo Werner,
die Idee, die Transistor-Basis ueber die Diode mit Halbwellen zu
versorgen, gefaellt mir. Wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, probier
ich aus, ob ich das in meine eigentlich sehr aehnliche Schaltung mit
Massensimulation integriert bekomme.
Vielen Dank und viele Gruesse
Ralph Timmermann
>Nun steckt aber in dem Digitalkram zehn Jahre lange Forschung von großen
>Firmen (u.a. der Marktführer!).
Ja, aber: Marktführer bei Modellbahn, nicht Elektronik. Die Firmen die
im Elektronik-bzw Digitalbereich heute Marktführer sind, gab es
Grossteils vor 10,20 Jahren gar nicht bzw. haben sich radikal
umorientiert. Die Modellbahnhersteller sind hier m.E. schlichtweg
überfordert und haben auch Entwicklungen verschlafen bzw gemeint, man
könne mit proprietären Systemen bestehen (siehe GFn).
>Andererseits hat offenbar mit Aufkommen des Digitalzeitalters die
>Forschung nach Verbesserungen im konventinellen Bereich aufgehört.
>Ich denke, daß man da mit etwas Ideenreichtum durchaus noch Sachen dem
>technischen Status Quo anpassen kann. Ein Tafo mit einem schleifenden
>Abgriff ist nicht so der letzte Schrei.
Zustimmung.
>Wie würde sowas heute aussehen, wenn ebensoviel Entwicklungsenergie da
>reingesteckt worden wäre ?
Tja, das ist halt so ein Problem (Stichwort ROI usw). Da ist halt der
Markt zu gering - bzw. man hat in sich klein gehalten. Hätte z.B. M*
radikal auf Digitaldecoder gesetzt bzw. die Fahrtrichtungsschalter
durch Decoder ersetzt (die ja analogbetriebfähig sind) hätte man mit
wesentlich geringeren Preisen eine schnelle Marktdurchdringung
erreicht. Aber die glauben ja immer noch dass sie etwas Besonderes
machen, das viel Geld kosten muss.
Wenn man die Preisentwicklungen im Consumer-Elektronik-Markt ansieht,
läuft erfolgreiche Strategie heute anders.
Aber das ist eine andere Geschichte, und wir haben da schon häufig
drüber diskutiert ;-)
Das meinst Du jetzt aber nicht wirklich ernst, oder? Was soll denn
da geforscht worden sein? Man konnte sich doch einfach dem Wissen
anderer Industriezweige bedienen. So wie ich das sehe, ist speziell
fuer digitale Modellbahnen nicht wirklich etwas neues entwickelt worden.
Selbst der "Marktfuehrer" griff in die Bastelkiste von Motorola. Der
I2C-Bus wurde nicht fuer Modellbahnen entwickelt. XBus?
LocoNet ist zwar eine modellbahnspezifische Entwicklung, allerdings
nichts wirklich neues (vgl. Netzwerke).
Torsten
--
---------------------------------------------------------------------
| Torsten Vogt - Lehrstuhl Praktische Informatik I,Uni Mannheim |
| Diplom-Wirtschaftsinformatiker |
| email: vo...@pi1.informatik.uni-mannheim.de |
| WWW : http://pi1.informatik.uni-mannheim.de/~vogt |
Peter Popp wrote:
> On Thu, 16 Mar 2000 19:58:19 +0100, Erik Meltzer <er...@gmx.de> wrote:
> >(hallo Peter, ich mache übrigens auch Gupta!)
> heftige Beileidsbezeugungen ;-)
:-)
> >ich nicht auch noch Bugs in der Steuerung meiner Fahrzeuge
> >suchen.
> entspricht genau meiner Einstellung. Ich betone allerdings das dies
> meine (unsere?) persönliche Meinung ist und kein generelles Urteil
> gegen Digitalsteuerungen darstellt!
Natürlich. Ich würde mir nicht anmaßen, über etwas zu urteilen,
das ich nicht kenne. Ich wollte nur betonen, daß die Diskussionen
hier beim Mitlurken mir nicht gerade Lust darauf machen, Digital
kennenzulernen...
> Ebenfalls m.E. ist das gerade das Schöne an unserem Hobby, dass es so
> facettenreich ist, oder?
Mein Reden.
MfGleichstrom :-)
> Das meinst Du jetzt aber nicht wirklich ernst, oder? Was soll denn
> da geforscht worden sein?
Naja, im Wort vergiffen, Forschung ist sicher das falsche Wort.
Ich meine zum einen Adaption vorhandene Technik und zum anderen
Anpassung der Parameter an die Bedürfnisse (z.B. Anzahl Fahrstufen,
Einstellen Frequenz, Anzahl Lokadressen etc.) im Laufe der Zeit,
Entwicklung von Schnittstellen, Multiprotokollsysteme etc.
Wo ist das Analog-Fahrpult mit Bus-System, an das ich Regler
verschiedener Hersteller anschließen kann?
> Man konnte sich doch einfach dem Wissen
> anderer Industriezweige bedienen.
Stimmt. Aber auf das "vernünftige" analoge Fahrpult bezogen warten wir
immer noch, oder gibt es in iregndeinem anderen Industriezweig die
Methode, eine variable Gleichspannung (das Wort Regelung extra
vermieden) durch einen beweglichen Trafoabgriff zu erzeugen?
Hoffentlich nicht. Warum wird da nix adaptiert?
War 'ne rhetorische Frage, wer fährt heute noch konventionell :-((
Grüße
Werner
--
mfg
Oliver Zoffi
http://zoffi.net/MOBAZI
> Oliver Zoffi schrieb:
>
> Hm... also Elektronik-Fahrpulte gabs doch schon ->
> z.b. Kleinbahn (Thyristorsteuerung) oder Roco (mit Anfahr-, Bremsverzögerung und Pendelautomatik)
> Auch von Conrad gibts was.. sind die alle so schlecht?
Weiss ich nicht, daß wollte ich ja gerade erfragen.
Speziell hatte ich nach _geregelten_ Pulten gefragt, da nutzt mich die
Pendelautomatik nix ;-)
Ich will es mal mit dem Conrad-Pult versuchen.
Außerdem habe ich von Dr. König (danke!) inzwischen den Schaltplan für
ein lastgeregeltes Pult zum Selberbasteln (Elektor 1/97).
Grüße
Werner
>Außerdem habe ich von Dr. König (danke!) inzwischen den Schaltplan für
>ein lastgeregeltes Pult zum Selberbasteln (Elektor 1/97).
Hallo,
den hätte ich auch gerne. Wer schickt ihn mir ?
> War 'ne rhetorische Frage, wer fährt heute noch konventionell :-((
Mehr Leute als die, die Digital-Decoder schon bei der Herstellung
einbauen, wahrhaben wollen, glaubt
Ralph Timmermann
>On Fri, 17 Mar 2000 12:47:46 +0100, Werner Falkenbach
><Werner.F...@t-online.de> wrote:
>
>>Außerdem habe ich von Dr. König (danke!) inzwischen den Schaltplan für
>>ein lastgeregeltes Pult zum Selberbasteln (Elektor 1/97).
>
>Hallo,
>den hätte ich auch gerne. Wer schickt ihn mir ?
Ich kann mich den Worten meines Vorredners nutr voll und ganz
anschliessen :-)
mfg
Thomas
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
Heimatbf: EDUL (KBS 412/425)
"Selbst Caesar war manchmal mit seinem Latein am Ende.."
>etwas Einfaches - das funktioniert - würde _mir_ schon genügen ;-)
Einfach ist relataiv. Eine Regelung braucht halt schon einen gewissen
Aufwand. Und funktionieren ... ich habe die Schaltung so nicht
aufgebaut (denn ich bin ja kein DC-Analoger) sondern mir nur bei
meinen eigenen Basteleien inspirieren lassen.
>Oder eine Quelle wo ich sie auftun kann?
Bibliotheken?
>Schade, daß die Industrie sowas nicht fertig anbietet.
So etwas oder etwas vergleichbares steckt mit Sicherheit in jedem
Fahrpult mit PWM und Regelung
>an "Saft" im Analogbetrieb manuell nachgeregelt wird. D.h. ein El-Baustein
>in der Lok kann nachregeln soviel er will, es wird nur nichts nutzen solange
>eben nicht ständig die Max.-Spannung am Gleis anliegt. Oder der El.Baustein
>sorgt dafür, daß der Trafo mehr "Saft" abgibt und zwar nur genau dort, wo
>der Saft benötigt wird.
Sie sehen das nicht richtig. Stelen Sie sich mal vor, zwischen Dekoder
und Motor hängen nicht 10 cm Kabel sondern 5 Meter - und diese nicht
in Kabelform sondern in Form der Schiene.
>Ergo wäre eine Lastnachregelung im Analogbetrieb möglich, wenn in die ganze
>Anlage ständig die Max.-Spannung eingespeist würde. Dann hat der E-Baustein
Nein. In der Lok ist ja "nichts" (mit Ausnahme vielleicht einer
Anpaßschaltung wegen der Höchstgeschwindigkeit).
>sanftes Anfahren oder Abbremsen an Stopstellensorgen. Dies bedeutet aber
>auch, daß auf so einer Anlage generell nur geregelte Loks einsetzbar wären.
Auch nein. bzw: Solange die Regelung aktiv ist, wird jede eingesetzte
Lok geregelt. Ist ja kein problem, solange es DC-Loks sind; bei denen
gehts das ja auch.
>Die Kosten würden jedenfalls kaum unter den Kosten einer Digitalumstellung
>liegen und die Leistungen/Möglichkeiten einer Digitalsteuerung würden
>trotzdem nicht erreicht - oder?
Naja, das Ergbenis ist natürlich - ungeachtet der anderen Vorteile der
Digitalsteuerung - nicht so gut wie bei einer Regelung des Motors
durch den eingebauten Dekoder. Der lange Weg vom Regler zum Motor plus
die Vorsorge, die man gegen Kontaktpobrleme treffen muß (Trägheit)
plus die Einflüsse der Zugbeleuchtung (wenn man sie haben will)
fordern ihren Preis. Aber sehen Sie das mal aus der Sicht eines- aus
unserer Sicht - bedauernswerten Analogen: Da ist so etwas doch besser
als überhaupt keine Regelung.
>Digitalsystemen auf. Das heißt, das diese komplexen Systeme nicht so
>trivial sind wie ein "Trafo". Das erwartet ja bei den vielfältigen
>Möglichkeiten auch niemand. Dennoch erinnere ich mich noch an die
>Threads z.N. zum Thema IB, IB Upgrade etc. Da scheint ja nicht immer
>alles so zu laufen wie es sollte.
Lassen wir die Kirche im Dorf.
Ich habe den Eindruck, daß hier eine gewisse Polarisierung erfolgt.
Auf der einen Seote fortgeschrittene Anwender, die tief einsteigen und
daher Infos brauchen, die der Hersteller nicht anbietet bzw. die nicht
auf der Straße liegen. Auf der anderen Seite Anfänger, die nicht
willens oder in der Lage sind, auch nur das Manual zu lesen (da gibt
es doch so ein nettes Akronym für diese Leute).
Obwohl ich eher zu der ersten Gattung zähle. verwende ich die IB
völlig anspruchslos: Einstöpseln, Format einstellen und fertig. Es
liegt mir fern, U. zu loben - aber mit meiner IB hatte ich bei dieser
simplen Anwendung trotz alter Firmware keine Probleme. Und so geht es
der weit überwiegenden Mehrzahl der User einer 6021 oder einer IB (und
den Pendants der anderen Systeme).
Das man natürlich etwas mehr wissen muß als beim Spielen im
Analog-Systsme (Trafo einstöpseln und fertig) ist klar - aber ist es
wirklich problematisch, zu verstehen, daß jeder Dekoder eine Adresse
hat und man diese Adresse beim Ansteuern der Lok einstellen muß?
Das ist die simpleste Form des Digital-Betrieb - und dies dürfte
wirklich niemanden überfordern.
Wenn bei Erlangung der höheren Weihen mehr Know-how gefordert ist und
Hardware-Probleme auftreten (was aber nicht typisch für Digital
sondern transient IB-eigen ist), so sehe ich da keinen Unterschied zu
komplene Analog-Anwendungen. Z-Schaltungen und alles andere, was der
Analoge braucht, wenn er mehr als eine Lok fahren lassen möchte,
werden dem Spieler auch nicht eben in die Weige gelegt.
>IB und drei Decoder gekauft. Die IB selbst hat sich erst nach einem
>Software-Upgrade dazu bequemen können, halbwegs ordentlich zu
>funktionieren. Noch heute passiert es regelmäßig, daß die Lok mit
>voreingestellter Geschwindigkeit weiterfährt und keine Befehle mehr
>annimmt.
Tja. Die IB. Ich kann nur sagen: Bei meiner Anwendung mit der alten
Firmware habe ich keinerlei Probleme. Und da mich die dort vorhandenen
bugs mangels entsprechender Anwendung nicht stören, werde ich erst
updaten, wenn das Update wirklich fehlerfrei ist.
Aber zu Ihrem Problem: So weit bekannt ist, haben die Jungs einen
Prozessor von einem anderen Hersteller bezogen. der sich in einem
Details anders verhielt. Diesen Fehler haben sie per Software
abgefangen. Kann es sein,d aß Sie nicht das neueste Update mit ebem
der Fehlerkorrektur drin haben?
>Das Fahrverhalten aller meiner Loks, die ich testweise bestückt habe,
>hat sich deutlich verschlechtert. Das Gegenteil hatte ich mir von der
>Lastregelung eigentlich schon versprochen.
Sie wissen ja sicherlich, daß "Digital" nicht Regelung bedeutet
sondern Sie eine geregelten Dekoder benötigen. Und auch da gibt es
natürlich Unterschiede. Außerdem kann man provokant die These
vertreten, daß das Digitalsystem "Mängel" der Lok aufdeckt anstatt sie
gnädig zu verdecken. Vielleicht können die Profis dies sogar begründen
- etwas mit dem fehlen der langen Leitung zwischen Fahrpult und
Lok/Motor, so daß der daraus resultierende Widerstand für ein
gleichmäßigeres Verhalten sort natürlich auch die Leistung des Motors
reduziert.
>Immerhin wurde mir hier auf Fragen bestätigt, daß auch andere nicht so
>ganz glücklich mit dem Verhalten diverser Decoder sind. Empfohlen wurde
>mir jetzt der Zimo MX61, den probiere ich noch, wenn's dann nix wird
>geht das ganze Zeug an ebay.
Wenn das wirklich soo kritisch ist (ich kann das nicht nachvollziehen,
denn an 6090-Loks kann ich keinen Kritikpunkt entdecken und ich finde
auch das Fahrverhalten der M-Loks mit ungeregeltem Dekoder nicht so
furchbar, wie von manchen bewertet wird) würde ich mal die Loks genau
untersuchen.
Ganz einfach: Da wor wir heute stehen.
Erinnern wir uns: Die Gründe, ie zur Entwicklung der Digitalsysteme
geführt haben, führten schon weit vorher zu verschiedenen Konzepten
der Mehrzugsteuerung auf analoger Basis. Sie haben sich nicht
durchgesetzt - der Grund ist klar: Sie waren nicht unaufwendig und
gleichzeit naturgemäß beschränkt. Die Digitalsteuerung ist die
logische Weiterentwicklung der an ihrem Ende angelangten
Analogsteuerung.
Und noch etwas sollten die kritisierenden und skeptischen Anloger
bedenken: Digital gibt es zwar schon relativ lange, war aber eine
kleine Nische und geht jetzt erst richtig los. Das, worüber heute
diskutiert wird, wird morgen Standardwissen sein.
Das sind ja die, die ich habe, Fahrverhalten unter aller Sau.
In Fahrstufe 1 deutliches ruckartiges Bewegen des Gestänges der Dampflok
durch Regelung / PWM o.ä.
Grüße
Werner