Marcel
Gahler und Ringstmeier ist kein Digitalsystem. Der grösste Nachteil ist
sicher die Verdrahtung der Anlage. Jeder Anschluss muss Zentral auf ein
Rack geführt werden. Zudem muss brauchst Du zwingend einen PC zur
Steuerung der Anlage. Leider ist keine graphische Oberfläche auf dem
Bildschirm vorhanden. Der grösste Vorteil ist, wenn Du ein externes
Stellwerk mit einer perfekten Ausleuchtung betreiben möchtest. Ob es ein
Vorteil ist das diese Steuerung keine Decoder für die Lok's benötigt
bezweifle ich. Ich habe mich am Schluss für das NMRA System von Lenz
entschieden. Das System ist genormt und es gibt verschiedene andere
Anbieter. Bei Gahler und Ringstmeier bist Du von 2 Männern abhängig und
das System ist nicht genormt.
Gruss
Thomas
Hallo Marcel,
ich habe, denke ich, viel Erfahrung mit der MpC von Gahler+Ringstmeier. Ich besitze selbst zwei
Anlagen und betreue u.a. die Spur-I-Anlage im Museum für Hamburgische Geschichte.
Vielleicht hast Du die Antwort von Thomas Peter schon lesen, denn zunächst möchte ich dazu Stellung
nehmen. Die MpC IST ein Digitalsystem, nur ist es mit anderen nicht vergleichbar, da die Decoder
nicht in den Loks, sondern in einem 19"-Gehäuse untergebracht sind und dort Gleisabschnitte der
Anlage mit Spannung versorgen. Daraus resultiert selbst verständlich ein erhöhter
Verdrahtungsaufwand. Der Vorteil / Nebeneffekt dieser Verdrahtung ist, daß der Computer jederzeit
weiß, wo sich Fahrzeuge auf der Anlage befinden und in welche Richtung sie fahren. Dadurch kann die
MpC eine Fahrstreckensicherung durchführen, die Kollisionen zwischen Fahrzeugen verhindert.
Nebenbei, wenn Du mit einem Digitalsystem wie Märklin, Lenz, Zimo etc. eine Fahrwegsicherung
aufbauen willst, fällt der gleiche Verkabelungsaufwand an.
Das Gleisbild läßt sich (noch) nicht auf dem Bildschirm darstellen, es gibt aber genügend Kunden,
die diese Option wünschen und auch schon erste Reaktionen von Herrn Ringstmeier, diesen Wunsch
umzusetzen. Nebenbei ist dieses System seit 13 Jahren auf dem Markt und im ca. 2-Jahres-Rhythmus
erscheint eine neue Version des Steuerungsprogramms. Die Hardware (dieverse Steckkartentypen) bleibt
hiervon unberührt, da sie die softwaremäßigen Änderungen nur umsetzen muß. So wurde z.B. die Anzahl
der Fahrstufen nur durch eine Programmänderung von 64 auch 240 (!) erhöht.
Trotzdem sollte man sich vor Anschaffung einer Digitalsteuerung gut informieren, was man möchte und
welche Steuerung dieses zu welchem Preis bietet.
Die Kosten für die MpC sind nur von der Größe der Eisenbahnanlage abhängig, da an den Fahrzeugen
keine Veränderungen vorzunehmen sind. Somit ist die Anschaffung für größere Anlagen mit nur
begrenztem Fahrzeugpark genau zu überdenken.
Genauere Info's und Beschreibungen findest Du auch unter:
http://home.t-online.de/home/cmhak/index.htm
Solltest Du noch genauere Fragen haben, kannst Du mich auch direkt anmailen.
Gruß Sven
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Sven Jürgens ___|0 0|___ | | | | | | |
Universität Hamburg |___|______|___|_|__|__|__|__|__|__|_
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ich habe meine einschlaegigen Erfahrungen mit diesem und anderen Systemen gemacht.
Es gibt es zwei wesentliche Unterschiede bei den am Markt vertretenen Digitalsystemen:
- Systeme mit Lokdecoder (z.B. Maerklin, Lenz, Selectrix, FMZ, Wangrow, Digitrax, EasyDCC, Zimo, Intellibox und weitere)
- Systeme ohne Lokdecoder (z.B. Gahler & Ringstmeier, CTI)
Da Du speziell nach Gahler & Ringstmeier (G&R), also einem System OHNE Lokdecoder gefragt hast, moechte ich mich im folgenden auf die zweite Gruppe konzentrieren. Ueber die Systeme MIT Fahrzeugempfaenger findest Du bei Bedarf in dieser newsgroup und anderen Stellen im Internet haufenweise Informationen.
Nun zu G&R:
G&R ist seit etwa Mitte der 80er Jahre auf dem Markt und da es in Deutschland nur wenig vergleichbare Systeme gibt, nach meiner Einschaetzung hierzulande wohl auch der Markfuehrer dieser Art von Systemen.
Das wichtigste vorab: G&R ist ein gutes System und Du wirst von den meisten G&R-Benutzern eher gute Einschaetzungen hoeren.
Aber man kann es ganz kurz auf einen einfachen Nenner bringen: "Das Bessere ist der Feind des Guten!"
In den USA gibt es ein System namens CTI, dass von der Arbeitsweise/Philosophie her mit G&R vergleichbar ist, diesem aber in der praktischen Anwendung haushoch ueberlegen ist. Anders ausgedrueckt: ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Anwender, der BEIDE Systeme kennt, sich fuer G&R entscheidet. Zu den Gruenden komme ich gleich.
Es gibt aus meiner Sicht lediglich einen - allerdings raeume ich ein auch fuer viele Leute entscheidenden - Pluspunkt fuer G&R: G&R kommt mit einer guten, deutschen Dokumentation daher. Die Dokumentation zu CTI ist ebensogut, aber leider ausschliesslich in Englisch verfuegbar.
Nun einige Vergleichspunkte:
1. Montage:
Mein wichtigster Kritikpunkt an G&R. Die Montage ist - besonders im Vergleich zu CTI - aeusserst umstaendlich. Die einzelnen Platinen muessen in einem zentralen 19'' Rahmen montiert und dort in zeitraubender, m.E. auch fehleranfaelliger Loetarbeit untereinander und mit den Verbrauchern verkabelt werden. Bei CTI werden die einzelnen Moduln dezentral mit Hilfe mitgelieferter Standardkabel ringartig zusammengesteckt; keine Loetarbeiten noetig. Die dezentrale Montage verringert ausserdem den Verkabelungsaufwand zu den Verbrauchern.
Den Zeitaufwand fuer Montage und etwaige Fehlersuche kannst Du gar nicht vergleichen. Bei CTI geht der Anschluss der ersten Weichen und Bloecke untereinander und an den PC innerhalb von wenigen Minuten vonstatten. Bei G&R dauert dies Stunden, wenn nicht Tage!
2. Verfuegbare Software:
Fuer G&R gibt es nur ein einziges Programm, naemlich das von G&R selbst gelieferte. Hierbei handelt es sich um ein nach meiner Meinung mittlerweile betagtes DOS-Programm ohne Grafik und Gleisbildstellwerk. Dieses Programm wird ausserdem mit einer meiner Meinung nach etwas eigentuemlichen Lizenzpolitik verkauft (siehe G&R-Beschreibung). Es ist uebrigens das teuerste der Programme, von der hier und weiter unten die Rede ist.
Zu CTI werden von mindestens drei verschiedenen Herstellern Programme angeboten. Diese Programme koennen zudem parallel mit allen am Markt verfuegbaren Digitalsystemen kombiniert werden, so dass auch ein spaeterer gleitender Uebergang oder ein Parallelbetrieb mit ALLEN anderen Digitalsystemen moeglich ist. G&R unterstuetzt in diesem Zusammenhang nur zwei weitere Fabrikate.
Die zu CTI verfuegbaren Programme bieten teilweise auch moderne grafische Oberflaechen und Gleisbildstellwerk - etwas, was zu G&R bisher nicht verfuegbar ist.
3. Zukunftsicherheit:
G&R laeuft nur mit seiner eigenen DOS-Software direkt auf einer in den PC eingebauten Hardware. Es kann unter Windows NT nicht betrieben werden. Wenn im Zuge der Weiterentwicklung der Windows-Systeme auch bei den anderen Systemen (Win95/98 Nachfolger) einmal der direkte Hardwarezugriff gesperrt werden sollte, siehst Du mit G&R in seiner heutigen Form auf diesen Systemen erst einmal alt aus. CTI wird an den seriellen Port des PC angeschlossen; also zunaechst keine Probleme aus dieser Richtung.
Nun noch eine Schlussbemerkung in eigener Sache:
Von Anfang an hatte ich vor, in der von mir vertriebenen Software Railroad & Co. auch die Unterstuetzung fuer Loks ohne Decoder anzubieten. Railroad & Co. unterstuetzt mittlerweile die Systeme von allen relevanten Digital-Herstellern. Auch der Anschluss von G&R wurde von mir fuer meinen eigenen Bedarf implementiert, da ich selbst vorhabe, meine Anlage mit einer Mischung aus Loks ohne und mit Decodern zu betreiben.
Ich habe mir selbst ein G&R-System gekauft, da ich dieses selber nutzen wollte. Inzwischen habe ich das CTI-System kennengelernt. Mittlerweile steht es ausser Frage fuer mich, CTI zu verwenden. Ich biete Interessenten in Deutschland ausserdem an, CTI-Komponenten fuer sie kostenguenstiger als bei Direktbestellung in den USA zu besorgen. Dieses mache ich nicht aus kommerziellem Interesse sondern vor allem auch deshalb, weil ich von CTI wirklich ueberzeugt bin und um den bestehenden "Standortnachteil" gegenueber G&R etwas auszugleichen.
Warum erwaehne ich dies? Nun, weil bei Beitraegen dieser Art immer wieder jemand unterstellt, der Autor erzaehle das Blaue vom Himmel herunter, weil es angeblich seinen kommerziellen Interessen nuetze. Kein Problem, bilde Dir doch einfach Dein eigenes Urteil. Du brauchst wirklich nichts anderes zu tun, als BEIDE Systeme in Ruhe zu vergleichen (z.B. anhand vorab besorgter Handbuecher und Montageanleitungen).
Gruss,
Juergen
Marcel Roels schrieb in Nachricht <36952470...@t-online.de>...
R+G in Österreich
WIEN Privatanlage Erfahrung sehr gut
GRAZ Clubanlage Testbetrieb ausgezeichnet / Umbau der Anlage E 99 - A 2000
Kontakt ho...@zeta.at
R+G in Deutschland
AACHEN eine der größten Clubanlagen
Kontakt Gerd.Ku...@t-online.de
Nimm R+G es gibt nix besseres
Kurt Hörtner
Danke für Die Info
wo gibt es infos zu CTI ?
Marcel
sicher: die Original-URL von CTI (USA) lautet http://www.cti-electronics.com
Auf meinem Web-Server http://www.freiwald.com gibt es auch ein paar deutschsprachige Informationen zum Thema.
Gruss,
Juergen
-----Original Message-----
From: Ulrich Czichos <ulrich....@rhein-main.net>
To: Juergen Freiwald <in...@freiwald.com>
Date: Friday, January 08, 1999 9:05 PM
Subject: Re: GAHLER + RINGSTMEIER
Hallo Juergen,
CTI - nie ghoert! Wo kriegt man denn Unterlagen dafuer?
Hast Du sowas, evtl. Kopien oder eine URL zu dem Thema?
Viele Gruesse aus Frankfurt
Ulrich Czichos
Infos und gratis Download aller Handbuecher und Demo-Software gibt es direkt bei CTI / USA unter http://www.cti-electronics.com und zu einem weiteren der verfuegbaren Software-Programme bei mir unter http://www.freiwald.com/seiten
Gruss,
Juergen
P.S.:
Bei meinem Vergleich G&R vs. CTI hatte ich noch vergessen zu erwaehnen, dass es mit CTI (im Parallelbetrieb mit einem beliebigen "klassischen" Digitalsystem mit Lokdecodern) moeglich ist, mehrere digitale und konventionelle Loks gleichzeitig in verschiedenen Bloecken derselben Strecke fahren zu lassen. Moeglicherweise ist diese Info interessant fuer alle, die ueber eine "gemischte" Sammlung konventioneller und digitaler Loks verfuegen und diese gleichzeitig einsetzen moechten. Ich bezweifle, dass dies mit G&R auch geht - bin mir aber ehrlicherweise nicht absolut sicher. Aber wenn es jemand besser weiss, kann er ja diese Anmerkung entsprechend ergaenzen.
P.S. # 2:
In wenigen Tagen wird eine neue Beta-Version von Railroad & Co. erscheinen, die auch noch das neue SECSI-System von Rich Weyand (http://www.mcs.net/~weyand) unterstuetzt. Dieses System bietet Bausteine zur Weichensteuerung und zum Aufbau einer Z-Schaltung, die direkt an den PC angeschlossen werden koennen. Natuerlich koennen die SECSI-Bausteine ohne Probleme auch mit den CTI-Elementen (und allen anderen Digitalsystemenen) kombiniert werden. Damit kann man sich aus allen am Markt verfuegbaren Systemen die best geeigneten Komponenten fuer den eigenen Bedarf heraussuchen und natuerlich auch kritische Preis- und Leistungsvergleiche anstellen.
Marcel Roels schrieb in Nachricht <36967EB5...@t-online.de>...
>Juergen Freiwald schrieb:
>>
>> Hallo Marcel,
>>
>> ich habe meine einschlaegigen Erfahrungen mit diesem und anderen Systemen gemacht.
>>
>> Es gibt es zwei wesentliche Unterschiede bei den am Markt vertretenen Digitalsystemen:
>>
>> - Systeme mit Lokdecoder (z.B. Maerklin, Lenz, Selectrix, FMZ, Wangrow, Digitrax, EasyDCC, Zimo, Intellibox und weitere)
>> - Systeme ohne Lokdecoder (z.B. Gahler & Ringstmeier, CTI)
>>
>>
>
habe mit grossem Interesse den threat verfolgt und die Infos auf Deiner
Seite gelesen. Viele Fragen bleiben noch offen, deshalb die Frage nach
entsprechenden Anlagen, die mit RR möglichst im Mischbetrieb CTI/DCC
betrieben werden, wo man möglicherweise im direkten Kontakt mit dem
Betreiber den Betrieb und die Programmierung erleben kann. Für mich
steht die Entscheidung für DCC (ZIMO-DCC) nach den erhaltenen Info´s
wieder zur Diskussion, da mein Fahrzeugpark nicht unerheblich ist, und
auf jeden Fall Teile der im Bau befindlichen Anlage im Automatikbetrieb
laufen sollen. Auch würde ich ungern auf Zusatzfunktionen in speziellen
Fällen (z.B. Triebwerksbeleuchtung BR 62 Lil (!)) verzichten. Für
weitere Informationen wäre daher ich daher dankbar.
MfG Gunnar
kannst Du die Probleme beschreiben, die beim Testbetrieb auftraten? Was
hatten die anderen Clubs an G&R zu beanstanden?
Joachim Wolf wrote:
> Hallo MOBAhner,
>
> leider muß ich sagen, daß das System G&R nicht so unumstritten ist wie es
> hier dargestellt wird. Wir haben für unsere Clubanlage (MBC Pfaffenwinkel
> e.V.) ebenfalls eine Digitalsteuerung ohne Lokdekoder gesucht und uns
> entsprechend über das G&R System bei befreundeten Clubs informiert. Die
> Reaktionen waren nicht sehr positiv und gingen sogar soweit, das ein Club
> das gesamte bereits gekaufte Material von G&R nach dem ausführlichen
> Testbetrieb dem Hersteller wieder buchstäblich vor die Füße geworfen hat!?
--
Jens Schiffler email: jen...@rz.fh-augsburg.de
im deutschsprachigen Raum kann ich Dir noch keine Referenzanlage nennen, wo Mischbetrieb DCC/CTI gefahren wird. Dieses Feature von Railroad & Co. ist ja noch nicht allzu lang verfügbar und das CTI-System ist in Deutschland auch noch ziemlich unbekannt.
Grundsaetzlich funktioniert es etwa so:
1.
Railroad & Co. kann mehrere Digitalsysteme (bis zu 12) parallel steuern. Damit kannst Du Weichensteuerung, Lokbetrieb und Rueckmeldeauswertung auf verschiedene Systeme verteilen - oder auch digitale Loks mit dem einen (z.B. ZIMO), konventionelle Loks mit dem anderen System (CTI) fahren.
2.
Railroad & Co. bietet eine Blocksicherung, unter der man den (manuellen, teil- oder vollautomatischen) Betrieb seiner Zuege abwickeln kann. Diese Blocksicherung sorgt dafür, daß ein Block immer nur fuer hoechstens eine Lok/einen Zug reserviert wird. Weiterhin sorgt sie fuer die Reservierung weiterer benoetigter Bloecke entsprechend der Fahrt dieser Loks/Zuege. Nebenbei bietet diese Funktion auch noch die Ueberwachung von Zugpositionen.
3.
Railroad & Co. weiss bei jeder Lok, ob es sich um eine digitale oder konventionelle Lok handelt. Nachdem also ein Block fuer eine Lok reserviert wurde, werden nachfolgende Steuerkommandos fuer die Lok entweder an die Lokadresse des DCC-Systems gesendet, wenn es sich um eine digitale Lok handelt, oder an den mit dem Block verbundenen "stationaeren Decoder" (z.B. des CTI-Systems), falls es sich um eine konventionelle Lok handelt.
4.
Ein stationaerer Decoder kann einem Block fest zugeordnet werden, wie es bei Gahler&Ringstmeier grundsaetzlich gemacht wird. Es ist aber auch der Aufbau einer Z-Schaltung moeglich. Im letzteren Fall wird bei der Reservierung eines Blockes zusaetzlich die Verbindung zwischen dem Block und einem freien stationaeren Decoder geschaltet.
5.
Als stationaere Decoder koennen auch die Lok-Decoder eines "herkoemmlichen" Digitalsystems verwendet werden. Hier sollte man sich aber beim Hersteller/Haendler des Decoders noch einmal rueckversichern, dass der Decoder dies auch wirklich verkraftet. Von einigen Fabrikaten habe ich aber entsprechende "inoffizielle" Zusagen des Herstellers, die diese "Zweckentfremdung" aber nicht gerade begeistert "promoten".
6.
Uebrigens ist diese Art der Steuerung nicht nur bei einem grossen Bestand konventioneller Loks interessant, sondern auch fuer den Betrieb einer Z-Spur-Anlage.
7.
Folgende Einschraenkungen muessen allerdings beachtet werden: digitale und konventionelle Loks koennen sich zwar gleichzeitig in verschiedenen Bloecken derselben Strecke aufhalten, aber nicht gleichzeitig im selben Block. Mehrfachtraktion geht also nicht im Mischbetrieb konventionelle/digitale Loks. Zusatzfunktionen wie Lokbeleuchtung usw. koennen nur bei digitalen Loks geschaltet werden.
Weitere Informationen zu diesem Thema stehen auch im Handbuch zu Railroad & Co.
Gruss,
Juergen
Gunnar Blache schrieb in Nachricht <3698BA0E...@t-online.de>...
so ganz "unumstritten" habe ich G&R in meinem ursprunglichen Beitrag doch gar nicht dargestellt sondern ziemlich eindeutig fuer ein anderes System (CTI) plaediert - ich selbst wuerde G&R naemlich auch nicht mehr einsetzen.
Mich wuerden allerdings noch zwei Dinge interessieren:
Ihr sucht jetzt weiterhin auf dem Markt - habt Ihr Euch das CTI-System schon einmal angeschaut?
Weisst Du zufaellig, warum der von Dir erwaehnte Club das G&R-System nach Testbetrieb dem Hersteller wieder vor die Fuesse geworfen hat?
Gruss,
Juergen
Joachim Wolf schrieb in Nachricht <77aa7i$62r$1...@urmel.fs.kiosk-online.de>...
>Marcel Roels schrieb in Nachricht <36952470...@t-online.de>...
>>Wer Hat Erfhrungen mit diesem Digitalsystem ohne Lockdekoder?
>>
>>Marcel
>
>
>
>
>Hallo MOBAhner,
>
>leider muß ich sagen, daß das System G&R nicht so unumstritten ist wie es
>hier dargestellt wird. Wir haben für unsere Clubanlage (MBC Pfaffenwinkel
>e.V.) ebenfalls eine Digitalsteuerung ohne Lokdekoder gesucht und uns
>entsprechend über das G&R System bei befreundeten Clubs informiert. Die
>Reaktionen waren nicht sehr positiv und gingen sogar soweit, das ein Club
>das gesamte bereits gekaufte Material von G&R nach dem ausführlichen
>Testbetrieb dem Hersteller wieder buchstäblich vor die Füße geworfen hat!?
>Das hat uns so verunsichert, daß wir von G&R wieder Abstand genommen haben
>und jetzt weiterhin auf dem Markt suchen. Parallel arbeiten unsere
>"Elektroniker" an der Entwicklung einer eigenen Steuerung.
>
>Joachim
>
>
>kannst Du die Probleme beschreiben, die beim Testbetrieb auftraten? Was
>hatten die anderen Clubs an G&R zu beanstanden?
Hallo Jens,
ich habe leider nicht bei den Diskussionen teilgenommen, habe aber soviel
mitbekommen, daß der Verein nach der Anschaffung erhebliche Probleme bei der
Installation gehabt hat. Teilweise mußten Baugruppen bei G&R umgetauscht
werden, weil sie nicht den Anforderungen entsprachen. Auch bei dem Support
muß es erhebliche Probleme gegeben haben. Da es sich um eine größere
Clubanlage handelt, haben sich die Mitglieder von G&R vorher natürlich
beraten lassen. Nach dem Auftreten der Schwierigkeiten muß dann G&R immer
wieder neue Lösungmöglichkeiten aufgeführt haben, die immer wieder in der
Anschaffung von weiteren Komponenten bestand. Der Club hat da natürlich
nicht eben erfreut reagiert, da er bereits meines Wissen ca. 10.000,- DM
ausgegeben hatte!?
Leider kann ich keine genaueren Angaben machen. Bei anderen Gelegenheiten,
bei denen G&R zur Sprache kommt, was bei diversen Ausstellungen passiert,
kursiert immer wieder der G&R Insiderwitz "Zug verloren, hehehe!". Ich weiß
allerdings nicht was es damit auf sich hat.
Viele Grüße
Joachim
G&R arbeitet systembedingt nicht mit einer echten Zugerkennung, sondern
das System koppelt den Standort der Züge lediglich mit. D.h. der Rechner
stellt fest, daß ein Zug nach Blockabschnitt B eingefahren ist. Die
Fahrstraße nach B kommt von Blockabschnitt A, dort war in der
Buchführung Zug 1 eingetragen, also muß sich Zug 1 jetzt in Block B
befinden und wird entsprechend umgetragen.
Der Schwachpunkt dieses Systems ist, daß bei Störungen jeglicher Art
(Zugtrennungen, defekte Zugmeldekontakte, Stromunterbrechung im Rechner,
Softwarefehler, ...) die Buchhaltung durcheinanderkommt.
Joachim
>Bei anderen Gelegenheiten, bei denen G&R zur Sprache kommt,
>was bei diversen Ausstellungen passiert, kursiert immer
>wieder der G&R Insiderwitz "Zug verloren, hehehe!".
>Ich weiß allerdings nicht was es damit auf sich hat.
Hier nun die ausführliche Erläuterung als Auszug aus dem
Anwenderhandbuch:
Kein Kontakt: Zug verloren!
---------------------------
Bei Kontaktstörungen ist auch die "Modellbahnsteuerung per Computer"
machtlos. Saubere Schienen und saubere Stromabnehmer sind die
Voraussetzung für einwandfreien Stromfluß und damit auch für
einwandfreie Funktion des Zugüberwachungssystems.
Da die Loks bei der MpC nur anhand der Gleisbesetztmeldung geortet
werden können, sind sie plötzlich verloren, wenn diese Besetztmeldung
aufgrund von Kontaktstörungen verschwindet. Damit sie aber nicht bei
jedem kurzen Kontaktabriß als verschwunden gelten, werden
Kontaktstörungen mit einer Dauer von weniger als 2 Sekunden von der
Elektronik automatisch überbrückt. Erst wenn sich eine Lok länger als
diese 2 Sekunden nicht mehr "gemeldet" hat, leuchtet die
Betriebsstörungs-LED in allen Fahrpulten auf und es erscheint die
zugehörige Bildschirmmeldung:
M55: Fahrregler # / Block #: Zug verloren
Gleichzeitig erscheint über den Zustandsmeldungen der Hinweis <siehe F2>
in roter Schrift. Sie werden dadurch aufgefordert, sich die Zugstandorte
durch Drücken der Taste F2 anzeigen zu lassen. In der Liste der
Zugstandorte ist der verloren gegangene Zug ebenfalls in roter Schrift
markiert. Auch wenn die Meldung M55 im rechten Bildschirmbereich bereits
nach oben verschwunden ist, läßt sich so der verlorene Zug anhand der
roten Standortmeldung noch erkennen. Sobald sich der Zug wieder meldet
oder aber durch eine Eingabe (F#.0) beim Fahrregler gelöscht wird,
verschwindet der Hinweis und der betreffende Fahrregler wird wieder in
weiß angeschrieben.
Mögliche Ursachen für ein Verlieren des Zuges können sein:
----------------------------------------------------------
- Verschmutzungen der Schienen oder der Stromabnehmer.
- Die Lok ist "verschwunden", weil
-- sie entgleist ist,
-- sie per Hand von der Anlage genommen wurde,
-- sie aufgrund falscher Weichenstellung in einen falschen Block
gefahren ist,
-- sie verkehrt herum auf dem Gleis steht (nur Mittelleitersysteme)
-- die Anschlußdrähte am Lokmotor vertauscht sind (nur
2-Leiter-Gleichstromsysteme)
-- die Bremscharakteristik zu hoch eingestellt ist,
-- die Schleichgeschwindigkeit zu hoch eingestellt ist,
-- die Rechengeschwindigkeit zu langsam ist.
Zur Sicherung des Betriebes wird der zuletzt befahrene Streckenabschnitt
eines verlorenen Zuges solange als besetzt unterstellt und für alle
anderen Züge gesperrt, bis:
- der Kontakt wieder hergestellt ist,
- die Lok wieder in ihren Block zurückgeschoben wurde oder
- falls Sie die Lok mit der Hand von der Anlage genommen haben, der Zug
durch eine entsprechende Eingabe (F#.0) als gelöscht deklariert wurde.
Anders sieht es dagegen aus, wenn die Lok nicht alleine unterwegs war,
sondern noch belegtmeldende Wagen angehängt hatte. Es ist dann
unwahrscheinlich, daß der gesamte Zug gleichzeitig den Kontakt verliert.
Was kann passieren ?
--------------------
1. Verliert die an der Zugspitze fahrende Lok den Kontakt, bleibt der
Zug wegen der fehlenden Stromversorgung des Motors stehen. Dieser Fall
ist sicherheitstechnisch also völlig unkritisch.
2. Verliert der Zugschluß den Kontakt, werden die zurückliegenden Blöcke
und Fahrstraßen zu früh wieder freigegeben. Die Folge hiervon kann
unzulässiges Schalten von Weichen unter dem (für den Rechner schon nicht
mehr dort befindlichen) Zugschluß sein oder unzulässiges Einfahren eines
fremden Zuges in den vom Zugschluß noch nicht verlassenen Block.
3. Verliert bei von hinten schiebender Lok der an der Zugspitze laufende
Wagen den Kontakt, werden die Brems- und Haltepunkte nicht oder zu spät
ausgelöst. Unzulässiges Überfahren des Haltepunktes ist dann die Folge.
Wie Sie sehen, ist es von besonderer Wichtigkeit, daß der Computer
sowohl die Zugspitze, als auch den Zugschluß immer einwandfrei orten
kann, daher lautet eine eigentlich selbstverständliche Empfehlung:
Sorgen Sie für gute Kontaktgabe. Zugspitze und Zugschluß müssen sich
immer melden.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Ringstmeier
>Da die Loks bei der MpC nur anhand der Gleisbesetztmeldung geortet
>werden können, sind sie plötzlich verloren, wenn diese Besetztmeldung
>aufgrund von Kontaktstörungen verschwindet.
Dumme Frage eines Nur-Manuell-Spielers:
Gilt dies nicht für alle Steuersysteme/-programme?
Dr.K.
---------------------------------------------------
--
RA Dr. M. Michael Koenig
Anwaltskanzlei Dr. Koenig & Coll.
Antoniter-Weg 11 Adelonstrasze 58
D-65843 Sulzbach/Ts. D-65929 Frankfurt a.M.
+49/6196/750120 FON +49/69/301024
+49/6196/750324 FAX +49/69/315271
e-mail ra.dr....@poboxes.com
http://www.netforward.com/poboxes/?ra.dr.koenig/
http://home.pages.de/~maerklin/
>Am Sun, 14 Feb 1999 19:00:56 +0100, meinte mpc.rin...@t-online.de
>(Frank Ringstmeier):
>
>>Da die Loks bei der MpC nur anhand der Gleisbesetztmeldung geortet
>>werden können, sind sie plötzlich verloren, wenn diese Besetztmeldung
>>aufgrund von Kontaktstörungen verschwindet.
>
>Dumme Frage eines Nur-Manuell-Spielers:
>Gilt dies nicht für alle Steuersysteme/-programme?
>
Das ist ja IMHO das Problem, das in einem anderen Thread schon mal in
Bezug auf die Zugerkennungsmöglichkeiten (Barcode, Transponder etc.)
diskutiert wurde: Solange der Zug nur durch Verlassen bzw. Befahren
des vorhergehenden/Nachfolgenden Blocks verfolgt wird, ist der
tatsächliche Standort des Zuges eher Zufall... Außerdem: was passiert,
wenn die Steuerung ausgeschaltet wird?
Grüsse
Peter Popp
Peter Popp schrieb in Nachricht <36ca6e76...@news.btx.dtag.de>...
Schaut Euch doch mal die Zimo-Webseite (www.zimo.at) an - durch das
Verfahren der "signalabhaengigen Zugbeeinflussung" ist eine Anlagensteuerung
ueber Computer moeglich, ohne dass dieser eine Zuordnung Gleisabschnitt -
Decodernummern mitfuehren muß (die Info über die max. Geschwindigkeit je
Gleisabschnitt wird ueber sog. Gleisabschnittsmodule in den
Digital-Datenstrom eincodiert und jeder entsprechend ausgeruestete Decoder
wird darauf entsprechend reagieren). Damit sind natuerlich viele Vorteile
verbunden:
- freies manuelles Rangieren
- Loks koennen jederzeit von der Anlage genommen bzw. dazugegeben werden
(ohne Eingabe´n am Computer)
- Anlage muss nicht komplett ueberwacht werden (z.B. kann nur
Schattenbahnhof computergesteuert sein, der Rest der Anlage wird manuell
gefahren)
- Anlage kann auch manuell (bei abgeschaltetem Rechner) befahren werden
- kein Speichern von Anlagenzustaenden bei Spielende
- computervorgegebene Langsam- und Halteabschnitte koennen am Fahrregler
mittels MAN-Taste uebersteuert werden
- wird der Computer im Betrieb abgeschaltet, fahren alle Zuege bis zu Ihrem
naechsten vorgesehenen Haltepunkt auf gesicherten Strecken / Fahrstrassen.
Es sei hier nicht verschwiegen, dass dieses Verfahren nur mit Zimo-Decodern
(mit dem "orignal"-Zimo-Datenformat oder mit NMRA/DCC-Datenformat)
funktioniert - allerdings ist das Verfahren bei der NMRA zur Aufnahme in die
"Recommended Practices" vorgeschlagen und wird dzt. in den entsprechenden
Gremien diskutiert (ebenso wie die davon voellig unabhaengige, bei Zimo
entwickelte Methode der Zugnummernerkennung).
Entsprechende Software, die dieses Verfahren anwendet, gibt´s natuerlich
auch :-)
Gruesse aus dem verschneiten Oesterreich,
Ewald
D.I. Ewald Sperrer
STP-Software
s...@neuhofen.at
Wenn Du mit "ausschalten" das radikale Abschalten des PCs und der der G+R-
Hardware meinst, sind die Daten weg. Beim sauberen Herunterfahren des Rechners
werden die Daten, und damit auch die die Lokstandorte, gesichert und können
dadurch beim nächsten Betrieb der Anlage wieder genutzt werden. Allerdings
sollten dann die Tfz nicht "zu Fuss" umgesetzt werden, da sonst die Daten
nicht mit dem tatsächlichen Zusatnd der Anlage übereinstimmen.
AHOI
Alex aus Koblenz
http://home.rhein-zeitung.de/~astruede/
> Am Sun, 14 Feb 1999 19:00:56 +0100, meinte mpc.rin...@t-online.de
>
> (Frank Ringstmeier):
>
> >Da die Loks bei der MpC nur anhand der Gleisbesetztmeldung geortet
> >werden können, sind sie plötzlich verloren, wenn diese Besetztmeldung
>
> >aufgrund von Kontaktstörungen verschwindet.
>
> Dumme Frage eines Nur-Manuell-Spielers:
> Gilt dies nicht für alle Steuersysteme/-programme?
Jein. Das typische Zentrale/Decoder-System kann Loks auch dann gezielt
ansteuern, wenn ihr Standort unbekannt ist (ist er ja auch meistens).
Selbst wenn die Lok entfernt und wieder aufgesetzt wird, funktioniert
die Steuerung sofort wieder.
Ein Blocksystem muss dagegen stets nach Plausibilitätskritereien
ermitteln, welche Lok sich in welchem Block befindet um sie gezielt
anzusteuern. Der Gleisbesetztmelder kann die Loks nicht identifizieren.
Schlägt die "Ortung" einmal fehl, kann die Lok nicht mehr angesteuert
werden. Schön ist dabei die Ortungsmöglichkeit, die aber durch die
Umfangreiche Verdrahtung teuer erkauft wird.
Idealerweise hätte man gerne eine geschickte Kombination aus beiden
Systemen.
Gruss,
TM