Hallo Michael,
herzlich Willkommen in der NG.
Ich gehe mal gleich auf die Steuerungsfragen ein.
Am 07.02.2013 00:15, schrieb
ms09...@googlemail.com:> Nun aber zu meinen
Fragen:
> Wie kann ich den genauen Halt vor einem roten Signal oder am Bahnsteig
> realisieren?
> Ich fand bis jetzt hierzu nur ᅵltere Beitrᅵge aus dem jahr 2000 o.ᅵ.
> Es gilt sicher noch, daᅵ ich vor der Stoppstelle zwei Abschnitte
> (bremsen und halt) brauche. Allerdings ist hierbei dann ja die Lᅵnge
> der Bremsstrecke fix. Gibt es da Heute andere Mᅵglichkeiten, sodaᅵ
> z.b. ein schwerer Gᅵterzug schon frᅵher mit dem bremsen beginnt?
> Er hat ja eigentlich einen lᅵngeren Bremsweg.
Beim Vorbild sind diese Abschnitte auch immer gleich lang. Die Zᅵge dᅵrfen
nur so schnell fahren, das sie innerhalb der Grenzen anhalten kᅵnnen.
In Abhᅵngigkeit des Bremssystems und des Gewichtes wird ein Bremszettel
erstellt, der ᅵber die Bremshundertstel Auskunft gibt. In der
Streckenbeschreibung (Fahrplan) steht dann drin, wie schnell der Zug
fahren darf, damit er bei halt zeigendem Signal ab dem Vorsignal
rechtzeitig vor dem Hauptsignal zu stehen kommt.
>
> Lᅵᅵt sich eigentlich die Zugbeeinflussung durch ein Signal
> mittlerweile auch so realisieren, daᅵ die Zentrale bzw. ein PC
> einen Zug vor einem Signal anhᅵlt, ohne Beeinflussung der Spannung
> an den Schienen? Also etwa so: Signal XY steht auf Halt; Rᅵckmelder
> teilt mit, daᅵ meine Lok S3/6 in den Abschnitt einfᅵhrt; Zentrale/PC
> befiehlt der Lok zu bremsen und dann zu halten.
Sowohl als auch. ᅵber ein Steuerungsprogramm mit entsprechenden
Rᅵckmeldern, veranlasst die Software das punktgenaue Anhalten
vor dem Signal. Ohne Steuerungssoftware gibt es diverse Ansᅵtze
mittels RailCom/Lissy von z.B. Uhlenbrock, oder ABC Technik
von Lenz, das verschiedene Decoder auch unterstᅵtzen.
Die ABC Technik ist aber im 3L System nicht mehr Richtungswirkend.
Ferner hat Uhlenbrock gerade eine neue Universalsteuerung vorgestellt.
>
> Was empfiehlt sich bei meinem 3L-System von M* zur Realisierung der
> Rᅵckmeldung (z.b. fᅵr Gleisbesetzt)? Als ich mich frᅵher mal damit
> beschᅵftigte fand ich die Empfehlung, daᅵ man eine der beiden Masse
> fᅵhrenden Schienen entsprechend in Abschnitte aufteilen sollte und
> ᅵber Rᅵckmeldedekoder an den Rᅵckmeldebus anschlieᅵen soll. Damit
> wᅵrden dann auch evtl. verlorene Waggons in einem Abschnitt erkannt.
> Die andere Schiene bleibt direkt an Masse.
Einer der wenigen wirklichen Vorteile des 3L Systems, die Rᅵckmeldung
verlorener Wagen ist so, recht effizient. Aber keine Sorge, man handelt
sich auch andere Probleme ein. Die Rᅵckmeldung per Stromfᅵhler ist
in der Regel die bessere. Zu ᅵberdenken ist, ob man den Mittelleiter
oder die Schienen fᅵr die Strommessung heranzieht. Das Problem bei
dem Mittelleiter ist, das der Schleifer schon mal weiter hinten an
der Lok sein kann, oder auch am anderen Ende eines Triebwagens.
Rᅵder sind da immer besser zur Feststellung, wo der Zug anfᅵngt.
>
> Was wᅵrdet ihr mir als Rᅵckmelde-System empfehlen? LocoNet hᅵrt
> sich eigentlich interessant an, weil ich hier wohl auch die Mᅵglichkeit
> der Mitteilung habe, welche Lok sich gerade in einem ᅵberwachten Bereich
> befindet. Damit lieᅵe sich ja evtl. das obige Szenario vor einem Signal
> oder am PC eine Anzeige realisieren die mir mitteilt, wo eine bestimmte
> Lok gerade ist.
LocoNet beschreibt einen Eingabe- und Meldebus. Hieran kᅵnnen
verschiedene Systeme angeschlossen werden, die auch eine Rᅵckmeldung
auslᅵsen. LocoNet ist durchaus ein gutes System, das ich auch in meinem
Club verwende(
www.mef-wtal.de). Man benᅵtigt dann aber fᅵr bestimmte
Anwendungen wie Lissy/Marco, auch eine Intellibox, da hier
Funktionen verknᅵpft sind. Die Ecos von ESU kann das demnᅵchst
auch, wenn der L-net Adapter lieferbar ist. (Laut ESU ca. Mitte
des Jahres)
> Oder gibt es inzwischen bessere Mᅵglichkeiten?
Canbus wie z.B. der von ESU. Nur gibt es dafᅵr noch nicht so
umfangreiche Steuerungssysteme wie z.B. Lissy/Marco das bietet.
>
> Was wᅵrdet ihr als Dekoder zum Ansteuern von Weichen und
> Flᅵgelsignalen empfehlen (K-Gleis von M*)?
Mein momentaner Favorit ist der SwitchPilot von ESU. Der hat
ein gutes Preisleistungsverhᅵltnis und ist sehr universell
einsetzbar.
> Um die Zentrale nicht
> unnᅵtig zu belasten, sollte der Arbeitsstrom zum Schalten der
> Magnetartikel aus einem simplen Trafo genommen werden kᅵnnen.
In jedem Fall den Arbeitsstrom vom digitalen Fahrstrom trennen.
Nur in Ausnahmefᅵllen nimmt man einen Decoder ohne Trennung.
>
> Ich wᅵrde mich ᅵber ein paar Anregungen freuen, damit ich
> mich etwas gezielter mit den angerissenen Fragen beschᅵftigen kann.
>
> VG Michael Schoch
>
Du kannst mich gerne auch anrufen.
Gruᅵ
Uli
--
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ujo...@nurfuerspam.de