Hallo Christoph,
Hallimasch sind roh giftig, man muss sie erst ein paar Minuten abkochen
(und das Wasser wegschuetten), bevor man sie essen kann. Und Pilze und
Alkohol sollte man auch nicht zusammen geniessen!
Viele Gruesse,
Karsten
--
Karsten Meyer
Institute of Systematic Botany, University of Mainz
55099 Mainz - Germany
Tel: +49 (0)6131-39 25 91, Fax: +49 (0)6131- 39 35 24
>Und Pilze und
>Alkohol sollte man auch nicht zusammen geniessen!
So allgemein, wie Du das formulierst, gilt das aber nicht. Bestimmte
Pilze wirken bei dafür empfindlichen Personen im Zusammenhang mit
Alkohol seltsam; zum Beispiel werden in meinen Pilzbüchern bestimmte
rotporige Röhrlinge und der Faltentintling genannt.
Ob Hallimasch auch zu diesen Pilzen gehört, weiß ich nicht (der
schmeckt mir sowieso nicht besonders).
hmm, der hallimasch wird verdaechtigt ein pilz zu sein, der starke
allergische abwehrreaktionen ausloesen kann. nachdem ein allergischer
schock mitunter toedlich verlaufen kann, sollte er nicht verzehrt
werden. das gleiche gilt auch fuer den kahlen krempling.
gruss, hermann biller
>Wer kennt sich mit der Vertr=E4glichkeit von Hallimasch aus? Habe zuerst=
ca.
Hallo,
hier zwei Zitate aus verschiedenen Kochb=FCchern:
Hallimasch
(Armillaria mellea)
E=DFbar, aber roh giftig!
In manchen Gegenden ist der Hallimasch der am meisten gesammelte
Speisepilz.Trotzdem hat er =F6fter unangenehme Vergiftungen
hervorgerufen, da er roh giftig ist und auch gekocht nicht von allen
Menschen gut vertragen wird. Er erscheint in dichten B=FCscheln von Juli
ab, meist aber Ende September-Anfang Oktober schlagartig =FCberall an
St=FCmpfen von Laub- und Nadelb=E4umen. Kommt man zur rechten Zeit, kann
man ihn in manchen Jahren s=E4ckeweise ernten. Der braunschuppige Hut
und der wei=DFe Stielring sind gute Kennzeichen. Das rohe Fleisch
schmeckt widerlich-zusammenziehend. Nur junge Exemplare sind zu
sammeln. Im Walde kann er als Parasit an jungen Nadelb=E4umen schweren
Schaden verursachen.
(Dr. Oetker Pilzkochbuch)
Hallimasch
Der Hallimasch, der in B=FCndeln auf Baumst=FCmpfen, aber als =
zerst=F6render
Sch=E4dling auch an lebenden B=E4umen vorkommt, kann in manchen Jahren
zentnerweise geerntet werden. Er besitzt roh einen laugen=E4hnlichen,
s=E4uerlich herben Geschmack, der aber durch kr=E4ftiges Abbr=FChen
verschwindet. Da die Stiele holzig sind, ist es am besten, sie gleich
im Wald an den Fundstellen zu lassen oder nur die K=F6pfe zu pfl=FCcken
oder abzuschneiden.
Die Hallimaschk=F6pfe sind nach dem Abbr=FChen f=FCr viele gute =
Pilzgerichte
zu verwenden. Als Trockenpilz ist der Hallimasch nicht geeignet.
(Heyne, Das Pilzkochbuch)
HTH
So long
Hans-Juergen
ich habe eine Suchanfrage zu Coprin gestartet und dies hier auf
<http://ph70.rz.uni-karlsruhe.de/~bh28/pilze/atram.html> gefunden:
Pilze
Coprinus atramentarius (Faltentintling)
möglicherweise: Coprinus micaceus (Glimmertintling)
Clitocybe clavipes (Keulenfußtrichterling)
Symptome
Die Latenzzeit hängt von der Alkoholeinnahme ab. Wird im Zeitraum bis zu
50 Stunden nach der Pilzmahlzeit
Alkohol konsumiert, so treten rasch Hitzegefühl, Rötungen, Atemnot,
Schwindel, Erbrechen usw. auf. Die Symptome
lassen nach 1/2 bis mehreren Stunden wieder nach, können aber nach
erneuter Alkoholeinnahme wiederkehren,
sind aber nicht lebensgefährlich.
Gifte
Als verantwortliches Gift wurde aus dem Faltentintling das sogenannte
Coprin isoliert. Es hemmt den Abbau des bei
der Alkoholzersetzung im Körper entstehenden Azetaldehyds, das sich
daraufhin anreichert und zu den Symptomen
führt. Die Intensität der Vergiftung richtet sich nach Alkohol- und
Copringehalt des Blutes. Es kann auch ein
Alkoholkonsum vor der Mahlzeit eine Vergiftung hervorrufen, wenn der
Alkohol noch nicht vollständig abgebaut ist.
Auch versteckter Alkohol (z.B. Pralinen) muß berücksichtigt werden. In
anderen Pilzen wurde bisher kein Coprin
nachgewiesen.
In article <6glPi...@malente.forth-ev.de>, mic...@malente.forth-ev.de
(Michael Kalus) wrote:
> Faltentintlinge enthalten COPRIN welches in Verbindung mit Alkohol giftig
> wirkt. 2 Tage vor und nach Genuß dieses Pilzen unter keinen Umständen und
> in keiner Form Alkohol!
> PS: Zum Coprin selbst habe ich nichts gefunden. Wie wirkt das Zeug?
Hermann meinte zum Thema "Re: Hallimasch":
Hallo Hermann,
> hmm, der hallimasch wird verdaechtigt ein pilz zu sein, der starke
> allergische abwehrreaktionen ausloesen kann. nachdem ein allergischer
> schock mitunter toedlich verlaufen kann, sollte er nicht verzehrt
> werden.
Die Maer habe ich schon vor Jahren vernommen. Allerdings verspeise ich
und die ganze Familie seit einigen Jahrzehnten alle Jahre wieder einige
ueppige Hallimaschgerichte, ohne jemals auch nur das kleinste,
unangenehme Ruehren verspuert zu haben. Es sei denn, der Fund war so
reichlich, dass ich mich ein wenig ueberfressen hatte ;-))
Auch alle meine Bekannten, soweit sie Pilze sammeln, verwenden den
Hallimasch ebenfalls gerne. Allerdings verwenden wir ihn niemals roh.
Ich moechte allerdings niemanden ueberreden gegen seine Ueberzeugung zu
handeln. Dies ist lediglich ein Bericht meiner persoenlichen Erfahrungen
mit dem Hallimasch.
Gruesse
Gerd