Re: Gedanken zum Fraß in Rußland

9 views
Skip to first unread message

Feldmarschall Alexander Gogol von Bein

unread,
Jan 9, 2022, 2:36:54 PMJan 9
to
Kerstin wrote:

> Ich war noch nie in Russland, würde mir aber auch mal ganz gerne den
> Kreml und das Land angucken. Habe aber schon viel gehört. Gutes,
> nicht so gutes und auch fragwürdiges. Die Russen, die ich
> kennengelernt habe sind freundliche und lustige Menschen. Kochen
> können sie sehr gut.

Kochen? Nein. Dort gibt es immer nur Suppe, Brei, Suppe, Brei, Suppe,
Brei. Jeden Tag. Essen können die Russen nicht. Laß Dich nicht täuschen,
wenn Du mal eingeladen wirst und es mal keine Suppe oder Brei gibt.

Alexander

Zugmarschall Jupp Kappes

unread,
Jan 9, 2022, 2:52:07 PMJan 9
to
Mir doch egal, was einem zum Wodka serviert wird.


Jupp

Ole Jansen

unread,
Jan 10, 2022, 1:04:46 AMJan 10
to
Am 09.01.2022 um 20:36 schrieb Feldmarschall Alexander Gogol von Bein:
> Kerstin wrote:
>
>> Ich war noch nie in Russland, würde mir aber auch mal ganz gerne den
>> Kreml und das Land angucken. Habe aber schon viel gehört. Gutes,
>> nicht so gutes und auch fragwürdiges.

Highlight war für mich ein Abend in der Banja.
Mit Schnittchen wo ich heute noch nicht genau weiß was drauf
war. Ich vermute u.A. Zwiebeln, Eier und Sprottenpaste.

Sicherlich Geschmackssache.

>> Die Russen, die ich
>> kennengelernt habe sind freundliche und lustige Menschen. Kochen
>> können sie sehr gut.
>
> Kochen? Nein. Dort gibt es immer nur Suppe, Brei, Suppe, Brei, Suppe,
> Brei.

Jetzt übertreibst Du aber. Es gibt doch noch Brot, Pelmeni, Qwast...

Wer lernen möchte mit einfachen und leicht beschaffbaren Zutaten
und ohne Fertigprodukte zu kochen für den lohnt sich die nähere
Beschäftigung mit dem Thema ganz bestimmt.

> Jeden Tag. Essen können die Russen nicht. Laß Dich nicht täuschen,
> wenn Du mal eingeladen wirst und es mal keine Suppe oder Brei gibt.

Buchtip:
"Geheimnisse der russischen Küche" von Markus Wolf.
Neben Anekdoten über seine Einladungen sind auch noch
doch die wichtigsten russischen Rezepte enthalten.

O.J.

Hasso

unread,
Jan 10, 2022, 1:28:02 AMJan 10
to
Am 09.01.2022 um 20:36 schrieb Feldmarschall Alexander Gogol von Bein:
Die Medien von denen du etwas über Russland gehört hast waren offenbar
nicht so doll.

Heinz Schmitz

unread,
Jan 10, 2022, 1:30:15 AMJan 10
to
Ole Jansen wrote:

>Buchtip:
>"Geheimnisse der russischen Küche" von Markus Wolf.
>Neben Anekdoten über seine Einladungen sind auch noch
>doch die wichtigsten russischen Rezepte enthalten.

Rezepte aus DDR-Geheimdienst-Akten, oder war das nicht DER Wolf?
https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Wolf

Grüße,
H.


Ole Jansen

unread,
Jan 10, 2022, 1:50:06 AMJan 10
to
Doch. Es ist genau der Wolf.

O.J.

Ulf Kutzner

unread,
Jan 10, 2022, 2:40:38 AMJan 10
to
Ole Jansen schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 07:04:46 UTC+1:

> Jetzt übertreibst Du aber. Es gibt doch noch Brot, Pelmeni, Qwast...

Vom Verzehr von Quasten nähme ich Abstand.

Hans-R. Biermann

unread,
Jan 10, 2022, 8:54:51 AMJan 10
to
Ulf Kutzner schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 08:40:38 UTC+1:

>> Jetzt übertreibst Du aber. Es gibt doch noch Brot, Pelmeni, Qwast...

> Vom Verzehr von Quasten nähme ich Abstand.

Vorschlage statt dessen zum Portepee zu greifen.

Es ist aber nun mal so, daß 70 Jahre sozialistischer Mangel die
Kenntnisse besserer Kochkunst hat weitgehend gelöscht.
Ich hatte geschäftlich in Rußland zu tun, wir aßen abends in
einer Spielbank (die Russen setzten dort wahnsinnige Summen -
wir nichts), es war annehmbar und preiswert, allerdings kaum
Russisches zu haben. Ich habe einmal Soljanka genommen,
war gut, hatte aber nichts mit dem gemein, was in der DDR unter dieser
Bezeichnung angeboten wurde. Einmal hatte ich Roulade, die
war aus Rinderfilet gemacht - Unfug. Man ist dort der Meinung,
nähme man teure Rohstoffe, wäre das Ergebnis vortrefflich -
Trugschluß. Schweinefilet, dick Schinken drauf und Käse, das ganze
kretiniert, so sieht die Russ. Küche heute aus. Stroganoff gab's
im Kasino nicht, aber Sibirischen Lachs, den ich aber nicht
verkostet hatte. Weiß jemand, wie der ist?
Ein litauisches Nationalgericht sind Cepeliny: Gewürzte
Hackfleischbällchen in Kartoffelknödelteig, das ganze
zeppelinartig geformt. Dazu eine Soße, die das enthielt, was das
Geheimnis aller Ostküchen ist: Sahne. Im von mir erlebten Falle
war es Pilz-Sahne-Soße von gewaltiger Mächtigkeit.
Ähnliches gibt es in Hessen, allerdings rund geformt, wohl
Rossäpfel geheißen - FR

Ulf Kutzner

unread,
Jan 10, 2022, 9:21:18 AMJan 10
to
Hans-R. Biermann schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 14:54:51 UTC+1:

> Es ist aber nun mal so, daß 70 Jahre sozialistischer Mangel die
> Kenntnisse besserer Kochkunst hat weitgehend gelöscht.
> Ich hatte geschäftlich in Rußland zu tun, wir aßen abends in
> einer Spielbank (die Russen setzten dort wahnsinnige Summen -
> wir nichts), es war annehmbar und preiswert, allerdings kaum
> Russisches zu haben. Ich habe einmal Soljanka genommen,
> war gut, hatte aber nichts mit dem gemein, was in der DDR unter dieser
> Bezeichnung angeboten wurde. Einmal hatte ich Roulade, die
> war aus Rinderfilet gemacht - Unfug. Man ist dort der Meinung,
> nähme man teure Rohstoffe, wäre das Ergebnis vortrefflich -
> Trugschluß. Schweinefilet, dick Schinken drauf und Käse,

Schnittkäse ist der dortigen Volksküche eigentlich fremd,
auch wenn er nun verteilt über das Land hergestellt wird.

> das ganze
> kretiniert, so sieht die Russ. Küche heute aus. Stroganoff gab's
> im Kasino nicht, aber Sibirischen Lachs, den ich aber nicht
> verkostet hatte. Weiß jemand, wie der ist?

Keta und Gorbuscha. Nicht schlecht, findet man annähernd wechselweise
dort, wo heute in Deutschland Wildlachs vermarktet wird.

Hans-R. Biermann

unread,
Jan 10, 2022, 11:07:34 AMJan 10
to
Ulf Kutzner schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 15:21:18 UTC+1:

>> Trugschluß. Schweinefilet, dick Schinken drauf und Käse,

> Schnittkäse ist der dortigen Volksküche eigentlich fremd,
> auch wenn er nun verteilt über das Land hergestellt wird.

Es gibt heute doch an jeder Ecke Filialen deutscher Supermarktketten.

>> kretiniert, so sieht die Russ. Küche heute aus. Stroganoff gab's
>> im Kasino nicht, aber Sibirischen Lachs, den ich aber nicht
>> verkostet hatte. Weiß jemand, wie der ist?

> Keta und Gorbuscha. Nicht schlecht, findet man annähernd wechselweise
> dort, wo heute in Deutschland Wildlachs vermarktet wird.

Mir noch nicht untergekommen, vielleicht im KaDeWe - FR

Ulf Kutzner

unread,
Jan 10, 2022, 10:50:40 PMJan 10
to
Hans-R. Biermann schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 17:07:34 UTC+1:
> Ulf Kutzner schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 15:21:18 UTC+1:
>
> >> Trugschluß. Schweinefilet, dick Schinken drauf und Käse,
>
> > Schnittkäse ist der dortigen Volksküche eigentlich fremd,
> > auch wenn er nun verteilt über das Land hergestellt wird.
> Es gibt heute doch an jeder Ecke Filialen deutscher Supermarktketten.

Der Handel soll teils mit produktklassenbezogenen Sanktionen belegt sein.

> >> Stroganoff gab's
> >> im Kasino nicht, aber Sibirischen Lachs, den ich aber nicht
> >> verkostet hatte. Weiß jemand, wie der ist?
>
> > Keta und Gorbuscha. Nicht schlecht, findet man annähernd wechselweise
> > dort, wo heute in Deutschland Wildlachs vermarktet wird.
> Mir noch nicht untergekommen, vielleicht im KaDeWe

Sicher in den Tiefkühltruhen deutscher Selbstbedienungsketten – bis
hin zum Ermäßiger.

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 11, 2022, 4:32:41 AMJan 11
to
Am Mon, 10 Jan 2022 06:21:17 -0800 (PST) schrieb Ulf Kutzner:

> Hans-R. Biermann schrieb am Montag, 10. Januar 2022 um 14:54:51 UTC+1:
>
>> Es ist aber nun mal so, daß 70 Jahre sozialistischer Mangel die
>> Kenntnisse besserer Kochkunst hat weitgehend gelöscht.
>> Ich hatte geschäftlich in Rußland zu tun, wir aßen abends in
>> einer Spielbank (die Russen setzten dort wahnsinnige Summen -
>> wir nichts), es war annehmbar und preiswert, allerdings kaum
>> Russisches zu haben. Ich habe einmal Soljanka genommen,
>> war gut, hatte aber nichts mit dem gemein, was in der DDR unter dieser
>> Bezeichnung angeboten wurde. Einmal hatte ich Roulade, die
>> war aus Rinderfilet gemacht - Unfug. Man ist dort der Meinung,
>> nähme man teure Rohstoffe, wäre das Ergebnis vortrefflich -
>> Trugschluß. Schweinefilet, dick Schinken drauf und Käse,
>
> Schnittkäse ist der dortigen Volksküche eigentlich fremd,
> auch wenn er nun verteilt über das Land hergestellt wird.

Das ist der, der brennt wenn man ihn anzündet?!

https://www.focus.de/finanzen/news/wegen-milch-mangel-in-russland-verbraucher-muessen-mit-ersatz-kaese-leben_id_5695981.html

Grüße,

Frank
Reply all
Reply to author
Forward
0 new messages