letzten stand auf einem Tresen ne Flasche Maggi. Und wenn sie nicht
gestorben ist, so steht sie noch heute da!
NEEEE: Was ist eigentlich in Maggi drin? Auf dem Aufkleber stand nämlich
*pflanzliches* Eisweiss (biologisch aufgespalten). Und ich dachte immer,
maggi wäre aus totem Tier gemacht...
Grübel Grübel
Tim "Würze" Wenger
--
Tim Wenger
**********
AKTUELL: Weinprobe ausgesuchter Nahe-Weine
vom 23.4.1998 bis 25.4.1998 - kostenlos & unverbindlich -
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NEEEE: Was ist eigentlich in Maggi drin? Auf dem Aufkleber stand nämlich
> *pflanzliches* Eisweiss (biologisch aufgespalten). Und ich dachte immer,
> maggi wäre aus totem Tier gemacht...
>
> Grübel Grübel
>
> Tim "Würze" Wenger
Hallo Tim,
hautsächlich Liebstöckel, glaube ich .
Habe selber keins, weil ich lieber frische Kräuter benutze.
Manche hauen sich davon jede Menge in die Suppe - Bähhh....
Gruß
Ingrid
Hallo Tim und andere,
kuerzlich habe ich im Fernsehen einen Bericht ueber die Maggiherstellung und
die Geschichte des Produkts gesehen (war ganz interessant). Als es jedoch um
die Frage nach der Rezeptur ging, huellte man sich seitens der Firma in
Schweigen. Das Maggirezept ist angeblich ein Geheimnis, das so gut wie das
Coca-Cola-Rezept gehuetet wird.
--
Ich habe fertig!
Michael......ein schlechter Tauchtag ist besser als ein guter Arbeitstag
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Anschrift durch nwn.de
>NEEEE: Was ist eigentlich in Maggi drin? Auf dem Aufkleber stand nämlich
>*pflanzliches* Eisweiss (biologisch aufgespalten). Und ich dachte immer,
>maggi wäre aus totem Tier gemacht...
NEEEE: "Maggi" und ähnliche Speisewürzen sind im wesentlichen saure
Hydrolysate von proteinhaltigen Ausgangsprodukten wie Weizenkleber,
Soja-, Palmkern- und Erdnußschrot. Die Hydrolyseprodukte machen das
Aroma (schwefelhaltige Aminosäuren, diverse Lactone). Von besonderer
Bedeutung das sogenannte Maggi-Lacton (kein Scherz)
a-Hydroxy-b-methyl-D,a,b-g-hexenolacton (a=alpha, b=beta, g=gamma,
D=Delta).
Maggi enthält etwa 20% Mineralstoffe, davon ca. 20% Kochsalz und etwa
30% organische Verbindungen (Aminosäuren, Lactone, Kohlenhydrate und
deren Abbauprodukte wie z.B. Lävulinsäure)
Anscheinend also völlig vegetarisch hergestellt. Ob Liebstöckel, das
ja deutlich wie Maggi riecht, ebenfalls die geschmacksbestimmenden
Lactone enthält, ist mir nicht bekannt.
Viele Grüße,
Ulf Neumann
--
Biochemists wear designer genes
mibu schrieb in Nachricht <01bd6c6a$dbba6140$05c408c2@internet>...
>
>
> NEEEE: Was ist eigentlich in Maggi drin? Auf dem Aufkleber stand nämlich
>> *pflanzliches* Eisweiss (biologisch aufgespalten). Und ich dachte immer,
>> maggi wäre aus totem Tier gemacht...
>>
>> Grübel Grübel
>>
>> Tim "Würze" Wenger
>
>Hallo Tim,
>hautsächlich Liebstöckel, glaube ich .
>Habe selber keins, weil ich lieber frische Kräuter benutze.
>Manche hauen sich davon jede Menge in die Suppe - Bähhh....
>Gruß
>Ingrid
>
Hallo, Ihr zwei,
in unserer Nachbarstadt gibt es ein Maggiwerk. Von denen weiß ich, daß die
bei jeder Werksbesichtigung hören, Maggi bestünde ja in erster Linie aus
Liebstöckel. Es würde dann stets geantwortet, Maggi enthielte alles mögliche
an leckeren Kräutern etc. (was genau, wird natürlich nicht gesagt), nur
eines wäre nicht drin: Liebstöckel.
Aber fragt mich bitte nicht, was denn nun drin ist. Ich müßte mich
vielleicht mal bei ´ner Besichtigung einschließen lassen ...
Tschau. Armin.
> NEEEE: "Maggi" und ähnliche Speisewürzen sind im wesentlichen saure
> Hydrolysate von proteinhaltigen Ausgangsprodukten wie Weizenkleber,
> Soja-, Palmkern- und Erdnußschrot. Die Hydrolyseprodukte machen das
> Aroma (schwefelhaltige Aminosäuren, diverse Lactone). Von besonderer
> Bedeutung das sogenannte Maggi-Lacton (kein Scherz)
> a-Hydroxy-b-methyl-D,a,b-g-hexenolacton (a=alpha, b=beta, g=gamma,
> D=Delta).
> Maggi enthält etwa 20% Mineralstoffe, davon ca. 20% Kochsalz und etwa
> 30% organische Verbindungen (Aminosäuren, Lactone, Kohlenhydrate und
> deren Abbauprodukte wie z.B. Lävulinsäure)
> Anscheinend also völlig vegetarisch hergestellt. Ob Liebstöckel, das
> ja deutlich wie Maggi riecht, ebenfalls die geschmacksbestimmenden
> Lactone enthält, ist mir nicht bekannt.
Hilfe! Auch wenns nicht tot ist: Jetzt rühr ich "es" bestimmt nicht an!
;-)
Danke!
> Biochemists wear designer genes
Tim "designer jeans sind geschmacklich fade" Wenger
--
Das ist leider falsch! Liebstöckel (= Maggikraut) hat außer dem
Maggi-Geruch nichts mit Maggi zu tun.
Gruß
Axel
T. (tim.w...@gmx.de) schrieb am 21.04.98 um 09:03 :
> Hilfe! Auch wenns nicht tot ist: Jetzt ruehr ich "es" bestimmt nicht an!
Mein Grossvater nahm nie Maggi, weil er `wusste, was drin ist`, wie er
sagte. Vor so 20 Jahren hab ich mal gelesen (Leute, die alles ohne
Quellenangabe ignorieren, koennen jetzt aufhoeren zu lesen, ich weiss
naemlich nicht mehr, wo), dass man Schlachthofabfaelle in Salzsaeure
kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert. Wenn die das
in die Werbung schreiben wuerden, wuerden sie vermutlich nix mehr
verkaufen, deswegen huellen sie sich auch in Schweigen bei der Frage
nach den Zutaten. Wenn man aber weiss, dass Salzsaeure und Natronlauge im
richtigen Verhaeltnis einfaches Salzwasser ergeben, weiterhin mal Maggi
mit Fleischextrakt vergleicht, und den hohen Salzgehalt von Maggi zur
Kenntnis nimmt, dann scheint das Rezept wohl zu stimmen. Wer kochts
mal nach???
MfG ________
\ '
(__) i g i
Genau das habe ich auch "gewusst" bzw. gedacht... Deswegen war ich so
verwundert, als ich auf Fläschen schaute...
Tim "Salzwasser ist lecker" Wenger
--
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>Mein Grossvater nahm nie Maggi, weil er `wusste, was drin ist`, wie er
> sagte. Vor so 20 Jahren hab ich mal gelesen (Leute, die alles ohne
> Quellenangabe ignorieren, koennen jetzt aufhoeren zu lesen, ich weiss
> naemlich nicht mehr, wo), dass man Schlachthofabfaelle in Salzsaeure
> kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert. Wenn die das
> in die Werbung schreiben wuerden, wuerden sie vermutlich nix mehr
> verkaufen, deswegen huellen sie sich auch in Schweigen bei der Frage
> nach den Zutaten.
So ganz huellen sich die Maggi-Leute aber nicht in Schweigen. Auf der
Flasche steht:
"Zutaten: Pflanzliches Eiweiss, biologisch aufgeschlossen (Wasser,
Pflanzeneiweiss, Salz), Hefeextrakt, Aroma, Geschmacksverstaerker
(Natriumglutamat)"
Vor einiger Zeit stand mal ein Artikel im Zeit-Magazin ueber Maggi,
und soweit ich mich erinnern kann, wurde das Gewuerz erfunden, um dem
militaerischen Huelsenfruechteeintopf. soetwas wie Fleischgeschmack zu
verleihen. Erreicht wird das durch Fermentieren eiweissreicher
Huelsenfruechte (soweit ich mich erinnere hauptsächlich Erbsen).
Maggi ist also nichts anderes als eine europaeische Variante der
asiatischen Sojasauce.
(Es wird auch von Asiaten haeufig so benutzt, ich erinnere mich an
eine Gruppe Chinesen in einer Mensa, die ueber wirklich jedes Gericht
Unmengen Maggi kippten. - Da war nicht viel zu verderben)
Kurz und gut, mir scheint dein Grossvater selig ist einem Geruecht
aufgesessen.
Gruss
Gerald
--
http://www.snafu.de/~endres
>"Zutaten: Pflanzliches Eiweiss, biologisch aufgeschlossen (Wasser,
>Pflanzeneiweiss, Salz), Hefeextrakt, Aroma, Geschmacksverstaerker
>(Natriumglutamat)"
Hi Ihr *Maggi* Fans oder solche die es werden wollen!!
Ich glaube nicht, dass es sich eine Firma mit *Namen* heute erlauben kann,
solche ekligen Restprodukte zu verwerten, wie in einigen Postings angedeutet
wurde. Im Allgemeinen unterliegen doch alle Lebensmittlelhersteller einer
(hoffe ich) strengen staatlichen Kontrolle. Und das nicht nur im geruehmten
Deutschland. Ich hoerte in meiner (Ost-) Jugend auch solche Stories von
aufgeloesten Pferdehufen u.v.a.m. Das betraf allerdings die sogenannte *EiWü'
aus vergangener Ost-Produktion. Das Zeug schmeckte aehnlich, wurde aber in
einer runden Flasche angeboten.
Scheint wohl mehr ein Raten zu sein, da wohl hier keiner wirklich genau weiss
(oder aeussern mochte), was in der braunen Flasche schwappt.
Deshalb mal <lex/on>
MAGGI: Suppenwürze, fertige Würztunke, nach dem Erfinder Julius Maggi auch
Maggi-Würze genannt. Eiweiß von Magermilch, Hefe oder Soja wird zu Aminosäuren
abgebaut, die man mit Kräutern, Gemüse, Pilzen, Kochsalz würzt.
und <lex/off>
Ansonsten kann ich nur sagen, das ich das Produkt relativ haeufig einsetze, um
in meinem Single-Dasein praktische Fertiggerichte ein bisschen aufzuwerten.
Mein (schon mal gepostetes) Leckerli ist Maggi statt Salz auf dem gekochten
Ei!!!
Es gibt sogar Gegenden in Deutschland (Saarland), wie mir von
(w.mu...@hit.handshake.de (Walter Mueller)) versichert wurde, wo Maggi ein
Standargewuerz fuer nahezu alle Gerichte sei.
Hoffe ein bisschen Aufklaerung geleistet zu haben!
Gruss von Peter aus der Lausitz
Sowas aehnliches hat man mir als Kind auch beigebracht.
Karlo
--
email: k...@orion.ddorf.rhein-ruhr.de
smail: Karl-O. Gross Blombachweg 11 40625 Duesseldorf Germany
> Mein Grossvater nahm nie Maggi, weil er `wusste, was drin ist`, wie er
> sagte. Vor so 20 Jahren hab ich mal gelesen (Leute, die alles ohne
> Quellenangabe ignorieren, koennen jetzt aufhoeren zu lesen, ich weiss
> naemlich nicht mehr, wo), dass man Schlachthofabfaelle in Salzsaeure
> kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert. Wenn die das
[...]
Das duerfte unter "Urban Legend" zu verbuchen sein.
Unser Lebensmittelrecht ist vielleicht verbesserungswuerdig, aber so
schlecht, dass auf den Flaschen dann irgendwas von "aus rein
pflanzlichen Zutaten" (oder so aehnlich) stehen darf, ist es wohl doch
nicht. Hoffentlich...
Bye,
Thorsten
--
Thorsten Lange <thorste...@hagen.netsurf.de>
PGP Key fingerprint = 3C 00 A7 63 48 26 D4 8D F6 4B A5 19 31 F7 3F E5
FABRICATI DIEM, PVNC
>Ich hab in einer Fernsehsendung eine andere Erklaerung gesehen: Maggi
>wurde erfunden,
"Maggi" hiess doch zunaechst einmal der Erfinder, oder?
>um den berufstaetigen sowie armen Muettern die
>Moeglichkeit zu geben, ihre Familien halbwegs gesund ernaehren zu
>koennen ohne ein paar Stunden lang am Herd stehen und Rindsuppe kochen
>zu muessen.
Da war aber sicher nicht dieses fluessige Wuerzmittel gemeint, sondern
eines unserer ersten (?) Instant-Lebensmittel (AFAIK "Erbswurst"
genannt).
>Maggi ist also nichts anderes als eine europaeische Variante der
>asiatischen Sojasauce.
>(Es wird auch von Asiaten haeufig so benutzt, ich erinnere mich an
>eine Gruppe Chinesen in einer Mensa, die ueber wirklich jedes Gericht
>Unmengen Maggi kippten. - Da war nicht viel zu verderben)
Das scheint mir dann doch ein wenig einfach. Die Geschichte von Maggi
kenne ich zwar nicht, hatte aber schon mal das Vergnügen einer
Fabrikbesichtigung!
Maggi ist bei Weitem nicht nur Flussigwürze, da gehört die ganze
Palette von Bouillonwürfeln und Suppen dazu!
Für weitere Infos dürften folgende Adressen interessant sein:
E-Mail: in...@maggi.ch
Hompage: http://www.maggi.ch
Gruss
Harry
Da
--- OffRoad 1.9s registered to Harald von Mengden
habe mal gesehen, dass maggi-grundstoff aus säure-zersetzen getreide
(roggen/weizen ???) besteht - mit lauge neutralisiert und mit
"wunderbaren"
zutaten verfeinert wurde und wird ....
werden eigendlich die grundstoffe div. geschmacks-stoffe nicht auf ähnliche
weise hergestellt ?
vielleicht ist ja ein lebensmittelchemiker(in) unter uns ?
mfg ANDI
Heidrun Kirchweger schrieb:
> end...@snafu.de (Gerald Endres) wrote:
> >Vor einiger Zeit stand mal ein Artikel im Zeit-Magazin ueber Maggi,
> >und soweit ich mich erinnern kann, wurde das Gewuerz erfunden, um dem
> >militaerischen Huelsenfruechteeintopf. soetwas wie Fleischgeschmack zu
> >verleihen. Erreicht wird das durch Fermentieren eiweissreicher
> >Huelsenfruechte (soweit ich mich erinnere hauptsächlich Erbsen).
>
> Ich hab in einer Fernsehsendung eine andere Erklaerung gesehen: Maggi
> wurde erfunden, um den berufstaetigen sowie armen Muettern die
> Moeglichkeit zu geben, ihre Familien halbwegs gesund ernaehren zu
> koennen ohne ein paar Stunden lang am Herd stehen und Rindsuppe kochen
> zu muessen.
>
> --
> Heidrun Kirchweger, Department of Mechanics, TU-Graz, Austria
> http://fmechds01.tu-graz.ac.at/~heidrun
> --- Man soll das Programm nicht vor dem ABEND loben
> (alte Programmiererweisheit: ABnormal END) ---
ich glaube, diesen Thread sollte man mal an Maggi schicken, vieleicht
graut denen dann so sehr vor der wilden Geruechtekueche, dass sie das
echte Rezept mal rausruecken?...
Hat wer eine Adresse?
neko
baghira <intern...@cheerful.com> writes:
>hallo,
>weise hergestellt ?
>mfg ANDI
>Heidrun Kirchweger schrieb:
--
--
e-mail: ne...@greenie.muc.de *** http://greenie.muc.de/~neko/
http://www.informatik.uni-muenchen.de/~demmel/
Tel.: 089/354 41 69 Fax.: 089/354 59 79
Eigentlich wollte ich Dir nur sagen, dass Du dich als oldie geoutet hast.:-)
22 Apr 98, Siegfrid Breuer writes:
SB> naemlich nicht mehr, wo), dass man Schlachthofabfaelle in Salzsaeure
SB> kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert.
Genau. Meine Urgrossmutter hat mir auch immer erzaehlen wollen, dass Maggi aus
"Knochen und sowas" gemacht wird. Ich persoenlich glaube ja, dass es aus
zerstampften Vogelspinnen gemacht wird, die extra in unterirdisch versteckten
Jucca-Palmen-Plantagen gezuechtet werden... ueberlegt's euch - nichts ist so
unwahrscheinlich, dass es nicht vielleicht doch wahr ist.
Sayonara...
Torsten
> Mein Grossvater nahm nie Maggi, weil er `wusste, was drin ist`, wie
>er sagte. Vor so 20 Jahren hab ich mal gelesen (Leute, die alles
>ohne Quellenangabe ignorieren, koennen jetzt aufhoeren zu lesen, ich
>weiss naemlich nicht mehr, wo), dass man Schlachthofabfaelle in
>Salzsaeure kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert.
Was Du beschreibst ist die Herstellung von Instant-Bruehe, nach dem
von Liebig patentierten Verfahren - mit Maggi hat das nichts zu tun.
MfG, Juergen
> Mein Grossvater nahm nie Maggi, weil er `wusste, was drin ist`, wie er
> sagte. Vor so 20 Jahren hab ich mal gelesen (Leute, die alles ohne
> Quellenangabe ignorieren, koennen jetzt aufhoeren zu lesen, ich weiss
> naemlich nicht mehr, wo), dass man Schlachthofabfaelle in Salzsaeure
> kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert. Wenn die das
> in die Werbung schreiben wuerden, wuerden sie vermutlich nix mehr
> verkaufen, deswegen huellen sie sich auch in Schweigen bei der Frage
> nach den Zutaten. Wenn man aber weiss, dass Salzsaeure und Natronlauge im
> richtigen Verhaeltnis einfaches Salzwasser ergeben, weiterhin mal Maggi
> mit Fleischextrakt vergleicht, und den hohen Salzgehalt von Maggi zur
> Kenntnis nimmt, dann scheint das Rezept wohl zu stimmen. Wer kochts
> mal nach???
Hallo,
im Chemieunterricht hatten wir mal Eiweiss hydrolysiert. Der Kram wurde braun
und stank nach Maggi... seitdem bin ich auch etwas skeptisch.
Ach ja - probieren wollte auch keiner :-)
Gruss
Thomas
Tja lieber H-Josef, da hat wohl Dein Proggi nicht ganz sauber gearbeitet!
Sinngemäß habe ich das geäußert, aber wo ist Deine werte Meinung dazu???
Gruss von Peter Stephan aus Schwarzheide
> dass man Schlachthofabfaelle in Salzsaeure
> kocht, und den Sud danach mit Natronlauge neutralisiert.
So ungefähr stimmt das. Allerdings wird heute das Klebereiweiß (Gluten) aus
Weizenkleie verwendet (viel billiger). Die Schlachthofabfälle werden doch alle
für die gute eingeschweißte Fabrikwurst gebraucht, die die Leute so gern kaufen.
:->
> Wer kochts
> mal nach???
Das ist nicht weiter schwer:
In einen 250 ml Erlenmeyerkolben gibt man 50g getrocknetes und zerkleinertes
Rindfleisch (kleinscheiden und auf der Heizung trocknen). Weiter kommt soviel
konzentrierte Salzsäure dazu, daß das Fleisch gut durchfeuchtet ist (ca. 30ml).
Nun wird der Kolben eine Stunde lang im Wasserbad auf 100 Grad erwärmt. Es bildet
sich eine dicke dunkelbraune Brühe. Notfalls setzt man noch 5ml konz. Salzsäure
zu. Es darf nicht zuviel Säure rein, sonst wird das Ganze am Ende zu salzig.
In einem zweiten Kolben hat man 20g Sellerieblätter, 15g Zwiebel, etwas Muskat,
Pfeffer und Paprika (alles fein zerkleinert) getan. Dazu kommen 50ml
10-prozentige Salzsäure. Dieser Kolben wird ebenfalls im Wasserbad erhitzt, bis
der Inhalt zu bräunen anfängt (nach ca. 20 Minuten).
Danach gießt man den Inhalt beider Kolben in eine flache Schüssel, vermischt und
neutralisiert indem man löffelweise Natriumhydrogenkarbonat (Kaisernatron)
zusetzt. Das schäumt mächtig. Wenn die Schaumbildung nachläßt, ist die
Neutralisation fast beendet. Am Schluß soll die Soße nur noch sehr schwach sauer
sein.
Das Endprodukt ist durchaus brauchbar.
--
Tschuess, Robin.
Dieses Rezept verdient wirklich weitere Bekanntheit. Nebenbei gesagt,
mich
schreckt es nicht mehr als die Herstellung von Anchovis am Mittelmeer,
und
die sind ja ausgezeichnet!
Verstehe ich Deinen Hinweis auf Weizenkleber als Proteinquelle so, dasz
man mas Ganze auch mit Weizenmehl machen kann? Wird's dann nicht durch
Staerkehydrolyse zu suesz?
Gernot
Gernot Katzer schrieb in Nachricht
<354B2A95...@bkfug.kfunigraz.ac.at>...
< Ein ganzer Rammel aus Platzgründen gelöscht...>
>Dieses Rezept verdient wirklich weitere Bekanntheit.
Soweit ich mich erinnere, gibt es dieses Rezept in kürzester Kurzform in
einer Ausgabe von Trivial Pursuit. Es wird danach gefragt, was aus in
Salzsäure gekochten und mit Lauge neutralisierten Innerein hergestllt wird.
Antwort: BRÜHWÜRFEL. Das hat zwar auch etwas mit Maggi zu tun, aber der
eigentliche Sinn dieses Threads lag ja in der Ergründung, was in dieser
seltsamen Flüssigwürze drin ist. Ich glaube also, wir sind seit einiger Zeit
auf dem Holzweg.
Ciao, Jens
> Verstehe ich Deinen Hinweis auf Weizenkleber als Proteinquelle so, dasz
> man mas Ganze auch mit Weizenmehl machen kann? Wird's dann nicht durch
> Staerkehydrolyse zu suesz?
Da hast Du bestimmt recht. Deshalb nimmt man in der Industrie auch Weizenkleie statt
Mehl. Es ist keine Staerke drin und, das ist der Hauptgrund, sie ist spottbillig. Das
"Ost-Maggi" hiess deshalb bezeichnenderweise auch "Weizenin-Speisewuerze".
Aber theoretisch muss es auch mit Weizenmehl gehen, sogar besser als mit Kleie, ist ja
mehr Gluten drin. Man muss nur vorher die Staerke vom Gluten trennen. Wie man das
macht, wissen die Veganer. Was dabei rauskommt ist ein Fleischersatz namens "Seitan".
Rene hat IIRC vor etwa einem Jahr eine genaue Anleitung dazu gepostet.
--
Tschuess, Robin.
> Es gibt sogar Gegenden in Deutschland (Saarland), wie mir von
> (w.mu...@hit.handshake.de (Walter Mueller)) versichert wurde, wo Maggi ein
> Standargewuerz fuer nahezu alle Gerichte sei.
In harten Zeiten tut eine Portion Spaghetti mit Maggi schon ihre
Dienste.
--
Mirko
When the going gets tough the tough eat Maggi.
Ich bin auch im Saarland aufgewachsen und kann mich
nicht erinnern dass wir das jemals gehabt haetten.
Saarland - das Land von Schales, Dibbelabbes, Lyoner, Urpils
und Bibbelchesbohnesupp' mit Quetschekuche, aber doch nicht Maggi!
Gerhard
--
on the air: DK4XP
in the air: D-8551
und wie !!! ohne maggi geht hier nix. abgesehen von erbeerkuchen
vom liesgau...
aber ich kenn das auch: typisch fuer studenten: spaghtetti kochen
und soviel maggi drauf, dasses beim essen flutscht. auch gut:
ein butter brot mit maggi. ist kein witz.
gruesse ausm saarland
uwe
--
___________________________________________________________________
Uwe Schmitt
Universitaet des Saarlandes Angewandte Mathematik
Geb. 38, Zi. 107, Postfach 151150, D-66041 Saarbruecken
Fax : +49 (0)681/302-4435 Phone: +49 (0)681/302-2468
EMail: sch...@num.uni-sb.de Private: +49 (0)681/373635
___________________________________________________________________
> auch gut:
> ein butter brot mit maggi. ist kein witz.
Eins mit Maggi und (zum Nachtisch) eins mit Zucker.
--
Mirko
> Dieses Rezept verdient wirklich weitere Bekanntheit. Nebenbei gesagt,
> mich
> schreckt es nicht mehr als die Herstellung von Anchovis am Mittelmeer,
> und
> die sind ja ausgezeichnet!
Wie werden denn die Anchovies hergestellt ?
cu Christian
Indem man Fische mit etwas Salz schichtenweise in einen Topf packt und
wartet, bis sie sich verfaerben und Fluessigkeit abgeben
(=fermentieren).
Auf Sterilitaet musz nicht geachtet werden; ein Ueberwuchern der
Oberflaeche mit Schimmel ist kein Qualitaetsmangel, oder so wird
geschrieben.
Gernot
Zeller-, Pastinake- und Petersilienblätter, Zeller-, Möhren, Pastinake- und
Petersilienwurzeln, etwas Porree, Tomaten, Champignons, Habichtsschwämme,
Steinpilze und Zwiebeln werden gewaschen, zugeputzt und mit wenig Wasser
ganz weich gekocht, der Saft ausgepreßt, gesalzen (2 - 3 g Salz per Liter
Saft) und fast sirupartig eingedickt, absetzen gelassen, das Klare
abgegossen, in Flaschen gefüllt und nach dem Verkorken und Verbinden mit
Pergamentpapier 1/2 - 3/4 Stunden bei 75 - 80 Grad C. sterilisiert.
Ich glaube jetzt schmeckt es allen wieder?
MfG Gunter
Zeller, der; -s (österr. ugs. für Sellerie)
ein unindentifizierbares altes, fast zerfallenes und teilweise unleserliches
Werk. Verfaßt von Emilie Lösel (Löfel), ihresgleichen Wanderlehrerin.
MfG Gunter