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Kaki

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Britta Kuncke

unread,
Nov 2, 2001, 3:16:30 AM11/2/01
to
Hallo,

da hab ich mir gestern beim Einkaufen so eine lecker aussehende
israelische Frucht namens Kaki mitgenommen und nun frage ich mich,
wie wird sie gegessen?
Kann man die Haut (oder sagt man Schale) mitessen oder wird die
Frucht geschält? Oder wie bei Kiwi: halbieren und auslöffeln?

*auf Hilfe hoffend*
Britta

Rene Gagnaux

unread,
Nov 2, 2001, 3:43:07 AM11/2/01
to

Guten morgen Britta, guten morgen allerseits,

On Fri, 2 Nov 2001 09:16:30 +0100, "Britta Kuncke"
<Britta...@tenovis.com> in <9rtkp3$6g9$1...@proxy2.fe.internet.bosch.com>
wrote:

Wenn es sich um die israelische Kakizüchtung handelt - also um die
Sharonfrucht - dann kann man sie aus der Hand essen, wie Aepfeln, da die
Schale dünn ist. Wenn es sich um normale Kakis handelt, dann ist die Schale zu
zäh, man halbiert die Kaki und löffelt sie aus. Dabei achten, dass die Kakis
wirklich sehr reif - fast überreif - sind, sonst schmecken sie nicht so gut.

Ergänzend die Kurzinfo, die ich mal zusammengestellt habe:

MMMMM----- Recipe via Meal-Master (tm) v8.04

Title: Kaki, einige Infos, 1 von 2
Categories: Aufbau, Info, Kaki
Yield: 1 Text

Kaki
Kakipflaume
Chinesische Dattelpflaume
Diospyros kaki, Ebenaceae
Plaquemine
Figue caque
Abricot du Japon
Japanese persimmon
Diospiro
Loto di Giappone
Kaki del Japon
Caqui

MMMMM-------------------------VERWANDTE------------------------------
Virginische Dattelpflaume
-- Diospyros virginiana
Lotoskirsche
-- Diospyros lotus

MMMMM---------------------NACH SCHRIFTEN VON--------------------------
-- K.Stoll u. U.Gremminger
-- Heinz Jenuwein
-- S. Krebs u. Y Tempelmann
-- kompiliert: Rene Gagnaux

Die lateinische Bezeichnung wurzelt im griechischen Dios (Gott) und
Pyros (Getreide), was demnach "goettliche Speise", eine treffliche
Interpretation fuer die eigenwillig aromatisch-suesse Frucht, die uns
grosszuegig mit Vitaminen und Mineralien versorgt und uns im spaeten
Herbst nochmals mit frischen Desserts verwoehnt. Urspruenglich in
China und Japan beheimatet, werden Kakis heute weltweit in den
Subtropen angebaut.

Die Pflanze...

In Zentralchina heimisch und dort seit Jahrhunderten kultiviert,
wurde der Kakibaum erst um 1870 in Europa bekannt. In den
Mittelmeerlaendern, in Florida und Kalifornien sind davon beachtliche
Kulturen auf Erwerbsbasis angepflanzt worden. An sich dem
subtropischen Klimaguertel zugehoerend, kommen noerdlich der Alpen
nur geschuetzte milde Weinbergslagen zur Pflanzung in Betracht.
Kaeltere Wintertemperaturen als -15 bis -16C werden schlecht
vertragen. Doch wo die Weinrebe und Feige den normalen Winter
ueberdauern, kann der Kakibaum in geschuetzten Nischen sein
Daseinsrecht bestaetigen: nach den Eisheiligen gehoert der Kakibaum
ins Freie an einen sonnigen, moeglichst windstillen Ort. Da die
Pflanze im Herbst die Blaetter abwirft, genuegt im Winter ein maessig
heller Platz. Die Temperatur sollte dort 5 oC nicht uebersteigen.

Obschon der Baum nicht waehlerisch ist hinsichtlich der Bodenarten,
und auch im alkalischen Bereich gedeiht, werden naehrstoffreiche, aber
durchlaessige Boeden doch vorgezogen. Nur in solchen ist das
fruehzeitige Ausreifen des Holzes gewaehrleistet, was die
Frostfestigkeit des Baumes erhoeht. Ist der Sommer zu kurz oder in
einem Jahr zu kuehl geraten, besteht das Risiko dass die Fruechte
nicht voll ausreifen.

Der Kakibaum kann Wuchshoehen von 10 m erreichen. Die runde Krone, das
dekorative Blatt und die tomatenaehnlichen Fruechte machen diesen
Baum zu einer ausgesprochenen Zierpflanze. Das grosse Laubblatt ist
ungeteilt, mit 6 bis 15 cm Laenge oft etwas gewellt und an seinen
Enden zugespitzt. Im Herbst verfaerbt es sich schoen bunt und faellt
oft ab, bevor die Fruechte gepflueckt sind. Alsdann haengen die roten
Kakikugeln voller Leuchtkraft in den Baumkronen.

Eher unscheinbar praesentieren sich die Blueten. Neben
zweigeschlechtigen Baeumen existieren auch Exemplare mit rein
weiblichen oder rein maennlichen Blueten. Doch mit zunehmendem
Baumalter koennen Geschlechtsverschiebungen stattfinden. Auch
existieren jetzt neue parthenokarpe Sorten, bei welchen eine
Fruchtbildung ohne Bestaeubung erfolgt. Liegt eine solche Sorte nicht
vor und die Fruchtbarkeit eines Baumes laesst zu wuenschen uebrig,
sollte eine zweite Sorte daneben gepflanzt werden. Eine andere
Methode besteht darin, einen Kronenast mit einer Befruchtersorte
aufzupfropfen, wobei das Rindenpfropfen im Fruehjahr gangbar ist.

Weiter: siehe Teil 2 von 2

MMMMM

MMMMM----- Recipe via Meal-Master (tm) v8.04

Title: Kaki, einige Infos, 2 von 2
Categories: Aufbau, Info, Kaki
Yield: 1 Text

Kaki
Kakipflaume
Chinesische Dattelpflaume
Diospyros kaki, Ebenaceae
Plaquemine
Figue caque
Abricot du Japon
Japanese persimmon
Diospiro
Loto di Giappone
Kaki del Japon
Caqui

MMMMM-------------------------VERWANDTE------------------------------
Virginische Dattelpflaume
-- Diospyros virginiana
Lotoskirsche
-- Diospyros lotus
Sharonfrucht

MMMMM---------------------NACH SCHRIFTEN VON--------------------------
-- K.Stoll u. U.Gremminger
-- Heinz Jenuwein
-- S. Krebs u. Y Tempelmann
-- kompiliert: Rene Gagnaux

Anfang: siehe Teil 1 von 2

Die Fruechte...

Eine ausreichende Befruchtung ist bei den herkoemmlichen Sorten von
grosser Bedeutung fuer die Ausbildung von Farbe, Fruchtfleisch und
vollem Geschmack. Zur Pollenuebertragung ist das Vorhandensein von
Bienenvoelkern in der Naehe wichtig.

Die tomatenaehnliche Kakifrucht von Gewichten zwischen 100 und 300 g
faerbt zuerst gelb aus und erreicht erst im Oktober/November den
roetlichen Farbton. Eine duenne, glatte, glaenzende Haut umschliesst
das geleeartige Fruchtfleisch. Dieses ist in 4 bis 16 Faecher
unterteilt, bleibt vielfach samenlos oder traegt ein bis zwei Samen.
Der Geschmack wirkt aprikosenaehnlich, aromatisch-suess. Die Frucht
ist reif, wenn sie butterweich ist.

Ein zu fruehes Abernten hat Defizite im Geschmack zur Folge. Der fuer
den Wohlgeschmack der Fruechte entscheidende Zuckergehalt kann sich
waehrend des letzten Monats am Baum noch verdoppeln. Doch wenn die
sortentypische Faerbung erreicht ist und das Fruchtfleisch sich etwas
erweicht, soll mit dem Abernten nicht gezoegert werden. Das Pfluecken
von Hand ist obligatorisch, da die Fruechte ausserordentlich
empfindlich sind. Zur Lagerung vorgesehene Fruechte muessen frueher
geerntet werden als solche fuer den Sofortkonsum. Vollentwicklung ist
auch in diesem Fall notwendig, aber das Fruchtfleisch darf noch nicht
erweicht sein. Solche Fruechte lassen sich bei -1 bis 0 oC bis zu
drei Monaten frisch aufbewahren.

Viele der herkoemmlichen Sorten sind direkt vom Baum gepflueckt auch
reif noch ungeniessbar herb. Ein Entbittern ist moeglich durch
Haengenlassen der Fruechte am Baum bis die ersten leichten Froeste
eingewirkt haben. Zur Nachreifebehandlung dieser herkoemmlichen,
gerbstoffreichen Sorten existieren verschiedene Methoden. Beim
Liegenlassen auf Stroh waehrend einigen Wochen normalisiert sich der
Geschmack. Beschleunigen laesst sich die Essreife durch das
Zusammenpacken der Kakifruechte mit reifenden Aepfeln in einem
Kunststoffsack bei Zimmertemperatur. Hier wirkt das Aethylengas der
Aepfel reifefoerdernd. Groessere Kakimengen lassen sich entbittern
durch CO2-Begasung oder Behandlung mit Essigbaedern. Baumschulen in
Italien kultivieren jetzt neue samenlose japanische Sorten, wie 'Hana
Tuyu' und 'Izu', welche geringe Gerbstoffgehalte aufweisen und direkt
ab Baum geniessbar sind.

Die Fruechte des Kakibaumes eignen sich zum Frischgenuss, zu
Salatbeigaben und zur Konfituerenbereitung. Herstellung von Sirup,
das Heisseinfuellen und Sterilisieren in Dosen oder Glaesern sind
ebenfalls moeglich. Auch das Tiefkuehlen von Kakipueree als Beigabe
zu Puddings und Eiscreme kann in Betracht kommen. Bereitung von
"Kakifeigen" ist in China unter der Bezeichnung "Ki-Kwe" ueblich. Zum
Trocknen der hierzu gevierteilten Fruechte sind Temperaturen von 60
bis 65 oC empfohlen.

Verwandte Arten

Die Virginische Dattelpflaume (Diospyros virginiana) stammt aus dem
Osten von Nordamerika und wurde 1629 nach Europa gebracht. Als
winterharter Parkbaum erreicht er eine Hoehe bis zu 30 m. Seine
oval-elliptisch geformten Laubblaetter weichen in ihrer Groesse nicht
stark ab von denen des Kakibaumes. Die gelb-orangen Fruechte
erreichen allerdings nur Kirschengroesse von 2 bis 3 cm. Sie sind
erst nach Frosteinwirkung essbar. Saemlinge von dieser Dattelpflaume
dienen als Pfropfunterlage fuer den Kakibaum.

Die aus Asien stammende Lotoskirsche (Diospyros lotus) mit Baumhoehen
bis zu 20 m ist nicht ganz so frosthart wie die Virginische
Dattelpflaume. Lotoskirschen sind jedoch weniger kaelteempfindlich
als Kakibaeume. Er entwickelt kleinere Laubblaetter und auch kleinere
Fruechte von 12 bis 14 mm Durchmesser. Die gerbstoffhaltigen
Lotoskirschen koennen direkt verzehrt oder auch als getrocknete
Fruechte genossen werden.

Aus der in Indien heimischen Baumart Diospyros ebenum sind die
schwarzen echten Ebenholztasten unserer Klaviere angefertigt worden.

Die Sharonfrucht (Saron-, Scharonfrucht) ist eine israelische
Zuechtungsvariante, benannt nach der fruchtbaren Kuestenebene
zwischen Tel Aviv und dem Karmelgebirge. Sie enthaelt weniger
Gerbstoff und schmeckt bei voller Reife besonders suess und
aromatisch, wobei das Aroma an Quitten, Birnen und Aprikosen
erinnert. Die festfleischige Sharon kann auch wie ein Apfel mit
Schale gegessen werden.

MMMMM

Salut ,
Rene

Barbara Langer

unread,
Nov 2, 2001, 8:28:21 AM11/2/01
to
Hallo Britta!

Man kann aus ihnen auch was Feines zubereiten.
Vielleicht gefällt Dir zum Essen der Khaki-(Sharon-)Früchte Folgendes:

========== winREZKONV v1.51 Rezept ==========

Titel: Fruchtsalat mit Sharonfrüchten
Kategorien: Süßspeise, Salat, Sharonfrüchte, Südfrüchte
Menge: 1 Rezept

3 Sharonfrüchte
3 Apfelsinen
2 Bananen
2 Äpfel
2 Essl. Rosinen
2 Essl. Zucker
1 Teel. Rum oder Curaçao
100 ml Saft (Zitrone oder
- Apfelsine)
Minze, gehackt

======================QUELLE======================
- Erfasst *RK* 02.11.01 von
- Barbara Langer

1. ) Die Sharonfrüchte schälen und in dünne Scheiben schneiden.

2. ) Die Apfelsinenscheiben und die Äpfel in kleine Stückchen
schneiden.

3. ) Die Bananen in dünne Scheiben schneiden.

4. ) Die übrigen Zutaten hinzu fügen, das Ganze miteinander leicht
vermischen und abschmecken. Servieren.

=====

------------------------------------------------------------------

========== winREZKONV v1.51 Rezept ==========

Titel: Sharonfruchtsalat
Kategorien: Süßspeise, Salat, Sharonfrüchte, Schlagsahne
Menge: 1 Rezept

4 Sharonfrüchte
Birnengeist
Schlagsahne
Pistazien, gehackt

======================QUELLE======================
- "Das neue Küchenlexikon"
- von Gorys
- Erfasst *RK* 02.11.01 von
- Barbara Langer

Die Sharonfrüchte quer in Scheiben schneiden, so daß sie besonders
dekorativ aussehen, einzuckern und Birnengeist darüber tropfen, kurze
Zeit kühl stellen und mit Sahnehaube und gehackten Pistazien
geschmückt servieren.

=====

Gruß Barbara


Britta Kuncke schrieb:

Hartmut W. Kuntze

unread,
Nov 2, 2001, 9:43:07 AM11/2/01
to
Britta Kuncke wrote:

Hi Britta.

Die Persimmons (so heisst die hier) wird aufgeschnitten und
ausgeloeffelt, oder geschaelt fuer Salate.
Kann auch mit braunem Zucker gebroilt (gratiniert) werden.

Meist, wenn ueberhaupt, hat sie nur ein/zwei Samen.

Sehr gut schmeckt sie auch gefroren, einfach einfrieren, schmeckt wie
Sorbet.

Die Haut ist sehr Astringent, viele Tannine und sollte nicht gegessen
werden.
Koennte auch in der Frucht sein wenn sie nicht richtig reif ist.

Gruesse.
--
--C=Ś-)§ Hartmut W. Kuntze, CMC, S.g.K. (_o_)
" Die einfachsten Dinge sind sehr kompliziert " Morgenroete
"http://home.earthlink.net/~hans48/index.html" --
_/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/


Monika Schleidt

unread,
Nov 3, 2001, 3:21:15 AM11/3/01
to
>
> Die Persimmons (so heisst die hier) wird aufgeschnitten und
> ausgeloeffelt, oder geschaelt fuer Salate.

Hi Hartmut,
wo ist denn "hier" eigentlich, irgendwo in den US, aber wo?
Ich hab in Maryland gelebt und wir hatten einen Persimmontree, die konnte
man aber erst nach dem ersten Frost essen, vorher schmecken sie wie
Tannenzapfen.
Deine Seite find ich super, damit kann man sich ziemlich lang beschäftigen.
Grüsse, Monika


Hartmut W. Kuntze

unread,
Nov 3, 2001, 10:38:07 AM11/3/01
to
Monika Schleidt wrote:

> >
> > Die Persimmons (so heisst die hier) wird aufgeschnitten und
> > ausgeloeffelt, oder geschaelt fuer Salate.
>
> Hi Hartmut,

Hi Monika.

> wo ist denn "hier" eigentlich, irgendwo in den US, aber wo?

Z. Zt. Las Vegas. Aber bis vor kurzem noch East-Bay, San Francisco.
Mein Nachbar dort hatte 2 Fuyu Persimmons.
Die brauchten keinen Frost um gut zu schmecken.

> Ich hab in Maryland gelebt und wir hatten einen Persimmontree, die konnte
> man aber erst nach dem ersten Frost essen, vorher schmecken sie wie
> Tannenzapfen.

Ja, das sind die Nativen Persimmons, nicht so gut wie die Japanischen.
Die Fruechte sind auch viel kleiner, werden meist fuer Marmelade genommen.
Die Baeume wachsen da auch wild in der Gegend..

> Deine Seite find ich super, damit kann man sich ziemlich lang beschäftigen.
> Grüsse, Monika

Danke, ist mehr fuer Professionals, hoffe Du findest was Nuetzliches fuer Dich.

Gruesse.

--
--C=¦-)§ Hartmut W. Kuntze, CMC, S.g.K. (_o_)

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