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"Armen-Essen"

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Georg Wieser

unread,
Apr 21, 2016, 1:39:45 PM4/21/16
to
Weil ichs gerade gelesen habe.

Erbsensuppe :-)

Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
guten Zutaten gemacht saulecker sind?

Z.B. Brotsuppe.
arme Ritter
Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Wolfgang Kynast

unread,
Apr 21, 2016, 1:42:27 PM4/21/16
to
On Thu, 21 Apr 2016 19:39:45 +0200, "Georg Wieser" posted:
Pellkartoffeln mit Butter und Quark

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Gitta Faust

unread,
Apr 21, 2016, 1:44:23 PM4/21/16
to
Hast Du evtl. ein tolles Rezept für Bayrisch Kraut?

Gitta

Ina Koys

unread,
Apr 21, 2016, 1:45:32 PM4/21/16
to
Am 21.04.2016 um 19:39 schrieb Georg Wieser:
> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?

Quiche lorraine (oder wie immer die korrekt geschrieben wird)
Kartoffelpuffer

Ina
--
Zur Flutgefahr in Deutschland:
https://www.facebook.com/ndrtalkshow/videos/1046869092026588/
Zum Gemüse bei Berlin:
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/

Lothar Frings

unread,
Apr 21, 2016, 1:56:30 PM4/21/16
to
Georg Wieser tat kund:
Hering mit Pellkartoffeln

Lisa Brill

unread,
Apr 21, 2016, 2:02:59 PM4/21/16
to
...aus dem Süden der Republik:

"Verheierte" (für nicht Süddeutsche - Verheiratete- Spätzle und
Kartoffel mit Zwiebel abgeschmelzt.

"Sauerkraut und Spätzle" - abwechseld geschichtet und mit Zwiebel oder
Rauchfleisch abgeschmälzt.

Grüsse Lisa



Georg Wieser schrieb:

Lars Krause

unread,
Apr 21, 2016, 2:37:19 PM4/21/16
to
Guten Abend,

Georg Wieser schrieb:

> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?

Da geht es schon los: Wer galt wann wie als "arm"?
Versorgung und Märkte haben sich im Lauf der Zeit auch sehr verändert.

> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Jetzt noch nicht direkt Rezepte für "Arme",
aber mal einige Grundbestandteile, aus denen man etwas gemacht hatte.

Lachs und Flusskrebs:
Gab es im 19. Jahrhundert reichlich und billig bei Hausbediensteten.

Stinte und Sprotten:
Geräuchert oder gebraten mit Brot oder Kartoffeln.

Schwarzwurzeln:
Früher[tm] auch "Spargel des armen Mannes" genannt.

Pastinake, Steckrübe, Topinambur:
Als Grundlage für Eintöpfe.

Bucheckern:
Als Ersatz für Nüsse oder Mandeln.

Zichorie (Wegwarte):
Als Ersatz für Kaffeebohnen.

Grüße
Lars

--
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Georg Wieser

unread,
Apr 21, 2016, 2:39:22 PM4/21/16
to
Kann man da was falsch machen :-) ??

Weiß-Kraut in Streifen hobeln/schneiden.
Auf einen kleinen Kopf Kraut ca. 200Gramm Speckwürfel in Fett auslassen
zwei geschnittene Zwiebeln glasig bis hellbraun schwitzen dann das Kraut
rein und kurz heiß "anbraten".

Dann mit Wasser ablöschen und bis zur gewünschten Bißfestigkeit köcheln
lassen. Kann über ne gute Stunde dauern. ab 45min ab und zu mal
probieren. Zu breiig ist's auch nicht lecker.

Das ganze mit gemörsertem Kümmel Salz Pfeffer ein bis 2 Wacholderbeeren
würzen. Ein Schuß Worchester schadet nicht und ein gaaaanz vorsichtiger
halber Teelöffel Essig auch nicht. (Nimmt ein wenig die Süße)

Gemörsert deshalb, weil ich das Aroma von Kümmel und Wacholder mag, wenn
ich aber auf einen Kümmel beiße mit dem Essen fertig bin :-(

Auch wenn die Puristen jetzt schreien anfangen. Ich geb immer einen
normalen Teelöffel Suppenpulver dazu. Muß nicht sein, schadet aber nicht :-)

Schmeckt auch am nächsten Tag und die "Suppe" die unten im Topf ist, die
schmeckt zum reinlegen! Eine frische Semmel zum Eintunken und das
Abendessen ist gelutscht!

Lothar Frings

unread,
Apr 21, 2016, 2:47:08 PM4/21/16
to
Lars Krause tat kund:

> Guten Abend,
>
> Georg Wieser schrieb:
>
> > Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> > guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Da geht es schon los: Wer galt wann wie als "arm"?

Das wird von der Politik je nach gerade gewünschter
Statistik neu festgelegt.

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 21, 2016, 2:48:19 PM4/21/16
to
Am 21.04.2016 um 19:39 schrieb Georg Wieser:
> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
Grüne Heringe mit Bratkartoffeln (heute eine kostspielige Angelegenheit)
- und am nächsten Tag: eingelegter Brathering
Spagetti mit Tomatensosse (das moderne Armenessen)
Milchreis mit Zimt und Zucker
Pfannenschlag mit Gurke und Pellkartoffeln
Falsches Schnitzel (aus Bauchfleisch)
Kartoffeln mit Petersiliensosse
Steckrübeneintopf
und nicht zu vergessen: Labskaus

tbc

Hans-Jürgen



Johann Mayerwieser

unread,
Apr 21, 2016, 2:56:15 PM4/21/16
to
Einbrennte Hund:
Kartoffel kochen, in Scheiben schneiden, in einer lichten Einbrenn
(Schwitze) mit Dill und/oder Senf etc. abgeschmeckt.

Dämpfte Hex:
von unten önach oben in einen Topf schlichten:
je 1/3 Zwiebel, rohe, in Scheiben geschnittene Kartoffel, Schweinsbraten
vom Vortag (eher fettes Bauchfleisch), gewürfelt.
Das Ganze auf kleinster Flamme einige STunden, dann durchrühren. Schaut
aus wie schon einmal gegessen und retour gekommen - der Geschmack ist
Wahnsinn.

Diedrich Ehlerding

unread,
Apr 21, 2016, 2:57:16 PM4/21/16
to
Georg Wieser meinte:

> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?

Na ja, es kommt natürlich immer drauf an, was man unter "arm" versteht.
Jedenfalls nicht aus der vornehmen Küche stammen diverse regionale
Gerichte, die eben zur Ernährung hart arbeitender Bauern, Seeleute usw.
gedcht waren - also durchaus nahrhaft sind - wie

Calenberger Pannslag
"Himmel un Ääd"
Labskaus
Grünkohl mit Pinkel

--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Aleks Holub

unread,
Apr 21, 2016, 3:20:44 PM4/21/16
to
Am 21.04.2016 um 20:57 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Georg Wieser meinte:
>
>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Na ja, es kommt natürlich immer drauf an, was man unter "arm" versteht.

Ich verstehe darunter ein Essen, das satt macht und wenig kostet. Z.B.:
Bratkartoffeln mit Spiegel- oder Rühreiern. War das nicht sogar Dagobert
Ducks Lieblingsessen?

Luigi Rotta

unread,
Apr 21, 2016, 4:24:39 PM4/21/16
to
Am Thu, 21 Apr 2016 19:39:45 +0200 schrieb Georg Wieser
<weninteressiert...@gmx.de>:
- Maronen / Kastanien (auf alle Arten)

- Mais


--

Gruss

Luigi




Was dem einen die richtige Schuhgrösse ist sind dem anderen seine Clownschuhe.

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 21, 2016, 5:02:57 PM4/21/16
to
Am 21.04.2016 um 20:57 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Georg Wieser meinte:
>
>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Na ja, es kommt natürlich immer drauf an, was man unter "arm" versteht.

Und das in Abhängigkeit der Zeit.
1950 war ein arme Leute Essen anders definiert als heute.

Früher war das hauptsächlich alles rund um Kartoffel und Steckrüben. DAS
heutige arme Leute sind für mich Nudeln in allen Varianten.

1 Pfund Nudeln gibt es im Angebot für 50 ct. Dazu ein Tomatenketchup mit
Mehlschwitze und Wasser verlängert (da reicht die 1l Flasche für diverse
Mahlzeiten). Eine Hauptmahlzeit für unter einem Euro - für 4 Personen.
Als Fleischbeilage eine Dose Rindfleisch im eigenen Saft (gibt es häufig
als Sonderangebot für 1,50 aus Lagerbeständen) mit Zwiebeln und
Knoblauch unter den Tomatenketchup macht daraus ein Gericht für rund 50
ct pro Person. Ohne Fleischbeilage für rund 15ct.
Ersetzt man das Rindfleisch durch Eier liegt man weiter in der
Preisklasse 50ct/Person.

> Jedenfalls nicht aus der vornehmen Küche stammen diverse regionale
> Gerichte, die eben zur Ernährung hart arbeitender Bauern, Seeleute usw.
> gedcht waren - also durchaus nahrhaft sind - wie
>
> Calenberger Pannslag
> "Himmel un Ääd"
> Labskaus

Wir kennen das ja noch. Aber frag mal eine (n) heute zwanzigjährigen.

> Grünkohl mit Pinkel
>
Das ist hier zumindest immer noch sehr verbreitet und beliebt. Das gibt
es fast in jedem deutschen Lokal mal im Winter.

Hans-Jürgen

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 21, 2016, 6:51:22 PM4/21/16
to

On 21 Apr 16 at group /de/rec/mampf in article nfb32k$c8o$7...@dont-email.me
<weninteressiert...@gmx.de> (Georg Wieser) wrote:

>Weil ichs gerade gelesen habe.
>
>Erbsensuppe :-)
>
>Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>guten Zutaten gemacht saulecker sind?

Kottenbutter
Solingen, Butterbrot für Schlieperkotten. Das sind die
Schleifwerkstätten mit Schleifstein am Wasserad.

von unten nach oben

Schwarzbrot
Senf (Butterersatz)
Zwiebeln in Ringen geschichtet
grobe geräucherte Mettwurst in Scheiben

Mit reichlich Pfeffer abschmecken und kühlem Bier abschrecken :)

---

Pizza
-----

Armenessen in PY:

Manioka (Maniok, Mandioka, Yuka, Tapioka)
gekocht oder frittiert
Bei falscher Zubereitung bleibt viel Blausäure drin! Sehr ungesund!

Als Pommes genial. Hab das folgende gefunden:

https://www.paleo360.de/rezepte/maniok-pommes/

weiter unten steht auch was zu Blausäure.

---

Chipa Guazu: eine Art 4cm dicker Pfannekuchen,

3 gehackte Zwiebeln
1kg Mais gerieben
1/2 Tasse Schweineschmalz
300g Frischkäse
5 gequirlte Eier
1 Tasse Milch
Salz und Pfeffer.

Zwiebeln glasig schwitzen in Schmalz oder Öl
Milch dazu, 10min kochen, vom Feuer, Käse krümeln und unterziehen, Dann
die Eier und den Mais gut verrühren
ungefähr 40min bei 190°C in den Ofen bis oben goldbraun.
Wenn man mit dem Messer reinsticht und nix bleibt dran kleben, ist es
fertig.

Bier nicht vergessen!
---

Sopa Paraguaya:
die weltweit einzige Suppe, die geschnitten wird :) [1]
Konsistenz ähnelt einem Soufflé und ist eine Art Maisbrot.

300g Maismehl fein, keine Polenta
1/2L Milch
3 gr. Zwiebeln
4 Eier
400g Frischkäse
1 Ästchen Oregano
Salz, Pfeffer, Öl

Ziebeln in Streifen in etwas Öl glasig schwitzen
Eier aufschlagen/verrühren mit der Milch, dann mit Schneebesen das
Maismehl unterziehen.
Zwiebel inrühren, salzen, pfeffern

Käse in Würfelchen dazu bis er sich aufgelöst hat. Geht gut mit
(Koch)löffel

Ab in den Ofen, 30min bei mittlerer Hitze bis oben schön goldbraun.

In Würfel schneiden und servieren.

Bier nicht vergessen.

[1] es wird berichtet, dass die Köchin eines Generals vor 200 Jahren die
Suppe auf dem Herd vergessen hat. Alle Zutaten waren verbraucht und hat
dann den Kram in Würfel geschnitten. General war begeistert und es wurde
sein Leibgericht.

---


Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Dottore H. Deichmann

unread,
Apr 22, 2016, 3:24:13 AM4/22/16
to
Am Thu, 21 Apr 2016 21:20:37 +0200, Aleks Holub
<alex...@mail-buero.de> schrieb:
Fiktive Personen können nicht essen. Wenn schon, dann bitte Carl
Barks, der Erfinder von Dagobert . Was dennoch unsicher ist, da nicht
gesagt, dass Dagobert ein alter Ego war.

Ciao
Harald
--
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt,
aber vielen bleibt es erspart.

Curt Goetz

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 22, 2016, 4:07:41 AM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 09:19 schrieb Hans-Juergen Lukaschik:
> Hallo Hans-Jürgen,
>
> am Donnerstag, 21 April 2016 20:47:58
> schrieb Hans-Jürgen Meyer <spamme...@gmx.de>:
>
>>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>>>
>> Grüne Heringe mit Bratkartoffeln (heute eine kostspielige
>> Angelegenheit)
>
> Seine Frage zielte auf "als Armenessen durchgehen". Das war mal.

Hat aber immer noch den Ruf des Armeleuteessens. Der ist nicht
totzukriegen. Wohl aber die Heringsbestände :(

> Ich
> kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in denen meine Mutter mit
> 'nem großen Eimer am Fischwagen stand. Grüner Hering für 'nen Groschen
> pro Stück.
>
Ja, kenne ich auch noch. Und (siehe unten) im Hafen auf Fehmarn gab es
eine Kühltasche Schollen für 5 DM vom Kutter. Und im Fischladen wurden
Schillerlocken fast verschenkt. Heute 5 Euro für 100g...

>> - und am nächsten Tag: eingelegter Brathering
>
> Viel zu kurz. Ich rechne da eher mit vier Tagen. Bald ist es wieder so
> weit. Mein Junior ist vom 04.05. bis 08.05. auf Fehmarn. Ich hoffe für
> ihn auf 'nen guten Fang. Vielleicht habe ich sogar Zeit, mit zu fahren.
>
Ich habe rund 20 Jahre Ferien auf Fehmarn gemacht. Es aber leider in den
letzten Jahren nicht mehr geschafft :( Ich muss unbedingt versuchen mal
wenigsten wieder ein langes Wochenende zu machen. Zur Rapsblüte bin ich
leider im Süden unterwegs...

Gibt es den Fischladen auf der linken Straßenseite in Richtung Hafen
noch? Böhrk hieß der glaube ich. Da gab es immer leckeren Mittagstisch
wie gebratenen Aal mit Bratkartoffeln u.ä. Und eine große Auswahl an
Räucherfisch.

Und in der Fleischerei in Dänschendorf am Dorfplatz gab es außer
Spanferkel die besten Fischplatten Fehmarns. Leider ist das wohl alles
Vergangenheit...

Hans-Jürgen


Lothar Frings

unread,
Apr 22, 2016, 4:43:54 AM4/22/16
to
Hans-Jürgen Meyer tat kund:

> Ich habe rund 20 Jahre Ferien auf Fehmarn gemacht.

Respekt. Ich kann kaum mal zwei Wochen einplanen.

Ina Koys

unread,
Apr 22, 2016, 5:02:09 AM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 09:24 schrieb Dottore H. Deichmann:

>> Ich verstehe darunter ein Essen, das satt macht und wenig kostet. Z.B.:
>> Bratkartoffeln mit Spiegel- oder Rühreiern. War das nicht sogar Dagobert
>> Ducks Lieblingsessen?
>
> Fiktive Personen können nicht essen. Wenn schon, dann bitte Carl
> Barks, der Erfinder von Dagobert . Was dennoch unsicher ist, da nicht
> gesagt, dass Dagobert ein alter Ego war.

Finanziell sicher nicht, da er für Walt Disney gearbeitet hat. Da wird
man nicht von Reichtümern bedroht, auch nicht als Chefzeichner.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 22, 2016, 5:14:05 AM4/22/16
to
Als Beilage: Polenta.

Grüße,

Frank

Ina Koys

unread,
Apr 22, 2016, 5:35:21 AM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 11:14 schrieb Frank Hucklenbroich:

>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?

> Als Beilage: Polenta.

Auf die Assoziation "saulecker - Polenta" käme ich im Leben nicht. Das
Zeuch schmeckt noch nicht mal schlecht, das ist einfach Pappe. Der
Sättigungseffekt ist wirklich die einzige Entschuldigung, so etwas zu
sich zu nehmen.

Ina,
dies für den womöglich einzigen Versager der italienischen Küche haltend

Lothar Frings

unread,
Apr 22, 2016, 5:46:15 AM4/22/16
to
Hans-Jürgen Meyer tat kund:

> Am 22.04.2016 um 09:19 schrieb Hans-Juergen Lukaschik:
> > Hallo Hans-Jürgen,
> >
> > am Donnerstag, 21 April 2016 20:47:58
> > schrieb Hans-Jürgen Meyer <spamme...@gmx.de>:

> >> Grüne Heringe mit Bratkartoffeln (heute eine kostspielige
> >> Angelegenheit)
> >
> > Seine Frage zielte auf "als Armenessen durchgehen". Das war mal.
>
> Hat aber immer noch den Ruf des Armeleuteessens. Der ist nicht
> totzukriegen. Wohl aber die Heringsbestände :(

Darauf bin ich auch reingefallen. Ich dachte an das, was
sich "arme Leute" früher(TM) leisten konnten, was
aber heute mangels armer Leute kein Armeleuteessen
mehr ist und irgendwie verfeinert sehr gut schmeckt.
Heringe zum Beispiel waren früher billig ("Hollandske Bücking,
für'n Groschen zwei Stücking"), heute dank dezimierter
Fischbestände nicht mehr.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 22, 2016, 7:47:34 AM4/22/16
to
Am Fri, 22 Apr 2016 11:35:17 +0200 schrieb Ina Koys:

> Am 22.04.2016 um 11:14 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
>> Als Beilage: Polenta.
>
> Auf die Assoziation "saulecker - Polenta" käme ich im Leben nicht. Das
> Zeuch schmeckt noch nicht mal schlecht, das ist einfach Pappe.

Dann hast Du noch keine gut erwischt. Ich habe die öfters mal bei einem
italienischen Restaurant im Berner Oberland gegessen, die machten ein
köstliches Osso Buco mit Polenta. Die wurde dabei in relativ feste Scheiben
gepreßt und im Ofen leicht angeröstet, das waren dann so viereckige
Scheiben von vielleicht 3 cm Stärke. Ein absolutes Gedicht in Verbindung
mit der Sauce.
Im Tessin bekam ich das schon ähnlich gut, aber es ist selten auf der
Speisekarte zu finden, weil es 1. aufwendig zu kochen ist und 2. eben als
"Arme-Leute-Essen" gilt.

> Der
> Sättigungseffekt ist wirklich die einzige Entschuldigung, so etwas zu
> sich zu nehmen.

Wie gesagt, die angeröstete Variante fand ich sehr lecker. Da kommt der
Maisgeschmack gut durch.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 22, 2016, 7:49:19 AM4/22/16
to
Am 21 Apr 2016 18:41:00 -0300 schrieb Wolfgang Allinger:

> Chipa Guazu: eine Art 4cm dicker Pfannekuchen,

Diese Dinger gibt es wohl in ganz Südamerika. Ich hatte sowas mal in
Venezuela, zum Frühstück. Dicker Maispfannekuche, in Fett frittiert, von
Indianern zubereitet. Danach war ich für den Rest des Tages pappsatt, aber
sowas von.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 22, 2016, 7:50:24 AM4/22/16
to
Am Fri, 22 Apr 2016 02:46:15 -0700 (PDT) schrieb Lothar Frings:

> Darauf bin ich auch reingefallen. Ich dachte an das, was
> sich "arme Leute" früher(TM) leisten konnten, was
> aber heute mangels armer Leute kein Armeleuteessen
> mehr ist und irgendwie verfeinert sehr gut schmeckt.
> Heringe zum Beispiel waren früher billig ("Hollandske Bücking,
> für'n Groschen zwei Stücking"), heute dank dezimierter
> Fischbestände nicht mehr.

Noch extremer beim Kabeljau, das war früher[tm] ein einfacher Kochfisch,
der nicht viel kostete. Heute ist der richtig teuer geworden.

Grüße,

Frank

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 22, 2016, 9:14:38 AM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 13:47 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Fri, 22 Apr 2016 11:35:17 +0200 schrieb Ina Koys:
>
>> Am 22.04.2016 um 11:14 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>
>>>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>>>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>>
>>> Als Beilage: Polenta.
>>
>> Auf die Assoziation "saulecker - Polenta" käme ich im Leben nicht. Das
>> Zeuch schmeckt noch nicht mal schlecht, das ist einfach Pappe.
>
Spätestens mit Parmesan und Butter sollte es saulecker sein...

> Dann hast Du noch keine gut erwischt. Ich habe die öfters mal bei einem
> italienischen Restaurant im Berner Oberland gegessen, die machten ein
> köstliches Osso Buco mit Polenta.

Die Kombination ist auf jeden Fall super.

[...]
>
> Wie gesagt, die angeröstete Variante fand ich sehr lecker. Da kommt der
> Maisgeschmack gut durch.
>
Das ist so ähnlich wie mit den Kartoffelklößen. Die schmecken in
Scheiben geschnitten und geröstet am besten...

Hans-Jürgen

hajo werner

unread,
Apr 22, 2016, 9:57:40 AM4/22/16
to
Am 21.04.2016 um 19:39 schrieb Georg Wieser:
> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Willi Haider: Sparstrumpf & Kochhaube, 2005 MEGAPHON/Caritas der Diozöse
Graz-Seckau (Hrsg.).

MEGAPHON ist die dortige Straßenzeitung der Caritas.

h.

Hans-Heinrich Hoppenstedt

unread,
Apr 22, 2016, 10:32:58 AM4/22/16
to
Georg Wieser wrote:
> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Mehlpfannkuchen

3/8 l (375 ml) Vollmilch
250 g Mehl
3 Eier
Prise Salz

Alles in einen Standmixer geben und bei größter Stufe durchmixen. Eine
halbe Stunde ruhen lassen und dann den Teig portionsweise in eine große
Pfanne mit etwas mäßig heißem Bratfett geben, gleichmäßig verteilen und
von beiden Seiten goldgelb backen. Die erste Seite des Pfannkuchens
besser mit einem Deckel auf der Pfanne backen. Evtl. noch etwas Fett
zugeben, wenn die andere Seite gebacken wird.

In diese Pfannkuchen kann man irgendwas drin einwickeln: Pilz- oder
Spargelbruchragout z.B. - dann kann man natürlich auch noch feingewiegte
Petersilie in den Teig geben.

Die sind aber auch als Apfel- oder Zwetschgenpfannkuchen, mit Zucker
bestreut, ganz lecker.

Das Rezept stammt wohl aus "Das Buch vom Starmix (1953)"

Falls sich hier jetzt jemand über viel zu viel Mehl im Rezept mokieren
sollte: Die Dinger heißen schließlich nicht umsonst "*Mehlpfannkuchen*".

Ciao!
Pranken-Hannes



BTW: Es gibt praktische Pfannkuchenwender, die dabei gleichzeitig auch
als Pfannendeckel benutzt werden können.


--
Die Kinder schreien "Hunger, Hunger!" und der Vater ruf mal wieder nur
"Durst, Durst, Durst!"

Ina Koys

unread,
Apr 22, 2016, 10:36:38 AM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 11:46 schrieb Lothar Frings:

>>>> Grüne Heringe mit Bratkartoffeln (heute eine kostspielige
>>>> Angelegenheit)
>>>
>>> Seine Frage zielte auf "als Armenessen durchgehen". Das war mal.
>>
>> Hat aber immer noch den Ruf des Armeleuteessens. Der ist nicht
>> totzukriegen. Wohl aber die Heringsbestände :(

Schon. Aber der Hering ist einer der wenigen Fische, die auch bei
Greenpeace & Co. noch als fang- und essbar empfohlen werden.

Ina

Lothar Frings

unread,
Apr 22, 2016, 10:48:57 AM4/22/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 22.04.2016 um 11:46 schrieb Lothar Frings:

nichts von dem Zitierten

>
> >>>> Grüne Heringe mit Bratkartoffeln (heute eine kostspielige
> >>>> Angelegenheit)
> >>>
> >>> Seine Frage zielte auf "als Armenessen durchgehen". Das war mal.
> >>
> >> Hat aber immer noch den Ruf des Armeleuteessens. Der ist nicht
> >> totzukriegen. Wohl aber die Heringsbestände :(
>
> Schon. Aber der Hering ist einer der wenigen Fische, die auch bei
> Greenpeace & Co. noch als fang- und essbar empfohlen werden.

Der Hering kommt nun mal in dem Rezept vor.

Das mit den Kölner Dienstboten und dem Lachs
hat sich ja wohl als zumindest zweifelhaft herausgestellt.

Ist die Angabe des Fanggebietes eigentlich
inzwischen Pflicht? Die sehe ich oft auf Fischpackungen.

Lothar Frings

unread,
Apr 22, 2016, 10:56:20 AM4/22/16
to
Hans-Jürgen Meyer tat kund:

> tbc

Viele Eintöpfe waren bestimmt auch mal ein
Armeleute-Essen, zum Beispiel Borschtsch,
Soljanka, Leipziger Allerlei, Consommé.
Vielleicht sogar Bouillabaisse, als sie noch aus
Fischresten bestand.

Ina Koys

unread,
Apr 22, 2016, 10:58:19 AM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 16:48 schrieb Lothar Frings:

>>>> Hat aber immer noch den Ruf des Armeleuteessens. Der ist nicht
>>>> totzukriegen. Wohl aber die Heringsbestände :(
>>
>> Schon. Aber der Hering ist einer der wenigen Fische, die auch bei
>> Greenpeace & Co. noch als fang- und essbar empfohlen werden.
>
> Der Hering kommt nun mal in dem Rezept vor.

Ja. Aber der Sinn der Bemerkung bleibt dunkel.

> Ist die Angabe des Fanggebietes eigentlich
> inzwischen Pflicht? Die sehe ich oft auf Fischpackungen.

Wohl nicht. Denn ich sehe sie zu wenig.

Frank Nitzschner

unread,
Apr 22, 2016, 12:36:11 PM4/22/16
to
Georg Wieser schrieb:

>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen

Brennesselspinat?

>aber mit guten
> Zutaten gemacht saulecker sind?

Auch mit den Originalzutaten..

Grüsse
Frank

Ina Koys

unread,
Apr 22, 2016, 1:27:01 PM4/22/16
to
Bitte um ein Rezept. Meine Versuche in der Richtung waren bestenfalls
essbar.

Daniel Krebs

unread,
Apr 22, 2016, 2:00:59 PM4/22/16
to
Georg Wieser <weninteressiert...@gmx.de> wrote:

> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

1 kleiner Wirsing (nicht ganz klein)
1 mittlere Stange Lauch
2 Möhren
2 mittelgroße Kartoffeln (festkochend)
1 mittelgroße Beinscheibe
1/2 Tl Paprikapulver (rosenscharf)
1/2 Tl Kümmel (ganz)
1/2 Tl Kreuzkümmel (gemahlen)
1/8 Tl Anissamen (oder weniger)
1 EL körniger Senf (scharf)
Pfeffer
Salz
Öl

Vom Wirsing die grünen Blätter entfernen und waschen
Danach abtropfen lassen, schlechte Stellen und Mittelrippe
rausschneiden, in Streifen schneiden
Den restlichen Wirsing vierteln, Strunk rausschneiden und dann in
Streifen schneiden
Vom Lauch das Grüne abschneiden und gut waschen, schräg in Streifen
schneiden
Das Weiße waschen und in fingerdicke Scheiben schneiden
Möhren putzen und in Scheiben schneiden
Kartoffeln schälen, waschen und in nicht zu große Würfel schneiden
Beinscheibe waschen und mit Küchenpapier abtrocknen
Äußere Haut von der Beinscheibe abschneiden
Knochen aus der Beinscheibe lösen
Fleisch in Stücke schneiden

Den Knochen in einem recht großen Topf im Öl anrösten
Paprika, Kümmel, Kreuzkümmel und Anis zugeben
Das Grüne von Wirsing und Lauch zugeben, unter ständigem Wenden anbraten
Den Rest des Wirsings zugeben, weiter ständig wenden
Mit kochendem Wasser bedecken, aufkochen
Gut salzen!
Möhren- und Kartoffelstücke zugeben, aufkochen
Fleisch zugeben
Min. ca. 1 Stunde bedeckt bei leichter Hitze kochen lassen
Senf unterrühren (Kann auch mehr sein.)
Mit reichlich Pfeffer aus der Mühle würzen
Evtl. nachsalzen
Heiß servieren!

Daniel




--
"Die Ratten schrubben das sinkende Schiff
mit der Zahnbürste, mit der Klobürste,
mit der Nietzsche-Büste."
Baader

Daniel Krebs

unread,
Apr 22, 2016, 2:00:59 PM4/22/16
to
Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:

> On Thu, 21 Apr 2016 19:39:45 +0200, "Georg Wieser" posted:
>
> >Weil ichs gerade gelesen habe.
> >
> >Erbsensuppe :-)
> >
> >Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> >guten Zutaten gemacht saulecker sind?
> >
> >Z.B. Brotsuppe.
> > arme Ritter
> > Kohlsuppe/Bayerisch Kraut
>
> Pellkartoffeln mit Butter und Quark

...mit Leinöl und Qark!

Daniel Krebs

unread,
Apr 22, 2016, 2:00:59 PM4/22/16
to
Georg Wieser <weninteressiert...@gmx.de> wrote:

> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Ich zitiere mal Konrad:

2 So hat mein Vater grüne Heringe zubereitet (und ich heute auch):

für 2 Personen:

1 große Zwiebel sehr fein würfel
die Schale einer Zitrone mit dem Sparschäler abschälen und fein hacken
1 Bund glatte Petersilie fein hacken

Alles mischen, Salz und etwas Zitronensaft dazu.

Bei 4 grünen Heringen (fertig geputzt, ohne Kopf) die Bauchhöhle mit
der Zwiebelmischung füllen, Rücken nach unten in eine gebutterete
Auflaufform (mit Deckel) nebeneinander schichten.

Saft von 1 1/2 Zitronen, 4 gehäufte TL Dijon-Senf, Salz, wenig
Weißwein glatt rühren und zwischen und über die Fische verteilen.

Im Backofen bei 200 C 20 bis 30 min garen.

Dazu Salzkartoffeln und Bier.

k.
--
Konrad Wilhelm <Konrad_...@web.de>
Südstr. 3, D48329 Havixbeck"

Daniel Krebs

unread,
Apr 22, 2016, 2:01:00 PM4/22/16
to
Georg Wieser <weninteressiert...@gmx.de> wrote:

> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Jägerschnitzel mit Spirelli und roter Soße

Daniel Krebs

unread,
Apr 22, 2016, 2:01:00 PM4/22/16
to
Georg Wieser <weninteressiert...@gmx.de> wrote:

> Weil ichs gerade gelesen habe.
>
> Erbsensuppe :-)
>
> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Z.B. Brotsuppe.
> arme Ritter
> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut

Saure Kartoffeln (Kartoffelsuppe mit Speck, Schweineschmalz, Malzkaffee
und Essig)

Luigi Rotta

unread,
Apr 22, 2016, 2:08:50 PM4/22/16
to
Am Fri, 22 Apr 2016 18:34:09 +0200 schrieb Frank Nitzschner
<nos...@nitzschner.de>:

>Brennesselspinat?

Löwenzahnsalat. Auch gekocht wie Spinat.


--

Gruss

Luigi




Was dem einen die richtige Schuhgrösse ist sind dem anderen seine Clownschuhe.

Heinz-Mario Frühbeis

unread,
Apr 22, 2016, 2:35:05 PM4/22/16
to
Am 21.04.2016 um 19:42 schrieb Wolfgang Kynast:
> On Thu, 21 Apr 2016 19:39:45 +0200, "Georg Wieser" posted:
>
>> Weil ichs gerade gelesen habe.
>>
>> Erbsensuppe :-)
>>
>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>>
>> Z.B. Brotsuppe.
>> arme Ritter
>> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut
>
> Pellkartoffeln mit Butter und Quark
>

Jep, und wenn man so *richtige *schmackhafte Sorte hat, mmmmmhh.

Georg Wieser

unread,
Apr 22, 2016, 2:47:41 PM4/22/16
to
Am 21.04.2016 um 20:47 schrieb Hans-Jürgen Meyer:

> Falsches Schnitzel (aus Bauchfleisch)

??? Schnitzel aus Bündla?

Ich brauche mehr Infos. :-)

Georg Wieser

unread,
Apr 22, 2016, 2:51:35 PM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 11:46 schrieb Lothar Frings:
Nicht "reingefallen"

Die Frage war wirklich so gemeint.

Früher ging z.B. Brotsuppe oder arme Ritter als "Arme Leute Essen" durch.

Heute eine gut gemachte g'schmalzte Brotsuppn mit Knoblauch. Da schleckt
man sich die Finger ab. Oder Linseneintopf.

Ja früher war die Brotsuppe vermutlich aus warmem Wasser... Heute tut es
eine klare Rinderbrühe auch :-) Und statt altem trockenen harten
Schwarzbrot ein Rustico Baguette... läääcker.

Georg Wieser

unread,
Apr 22, 2016, 2:53:29 PM4/22/16
to
Am 21.04.2016 um 20:56 schrieb Johann Mayerwieser:
> Einbrennte Hund:
> Kartoffel kochen, in Scheiben schneiden, in einer lichten Einbrenn
> (Schwitze) mit Dill und/oder Senf etc. abgeschmeckt.


genau sowas mein ich! Danke.

>
> Dämpfte Hex:
> von unten önach oben in einen Topf schlichten:
> je 1/3 Zwiebel, rohe, in Scheiben geschnittene Kartoffel, Schweinsbraten
> vom Vortag (eher fettes Bauchfleisch), gewürfelt.
> Das Ganze auf kleinster Flamme einige STunden, dann durchrühren. Schaut
> aus wie schon einmal gegessen und retour gekommen - der Geschmack ist
> Wahnsinn.
>
Kuck doch mal "Dortmunder Erbrochenes"....

Ich glaube sie nennen es Grünkohl mit Pickel oder so.

Kann man nur essen ohne hinzusehen. Dann aber schmeckts geil :-)

Georg Wieser

unread,
Apr 22, 2016, 2:56:56 PM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 09:03 schrieb Hans-Juergen Lukaschik:
> Hallo Georg,
>
> am Donnerstag, 21 April 2016 19:39:45
> schrieb Georg Wieser <weninteressiert...@gmx.de>:
>
>> Weil ichs gerade gelesen habe.
>>
>> Erbsensuppe :-)
>>
>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>
> Gibt es heute bei mir. Als Armeleuteessen geht das aber nicht mehr
> durch.
> Grüne Erbsen 1,49 Euro, Suppengrün 1,49 Euro, Bauchspeck, 1,79 Euro,
> Mettenden, 1,79 Euro, Kartoffeln, etwas Brühe und Gewürze, sonstiges
> Zubehör.
> Da komme ich auf etwa 2,35 Euro Wareneinsatz pro Person. Alles
> Supermarktware, die Preise habe ich gerade vom Kassenbon abgelesen.
>
> MfG Hans-Jürgen
>


"Früher" kamen auch Erbsen und Suppengrün aus dem Garten, der Bauchspeck
war nur äußerst spärlich vertreten und die Würstel gar nicht.

Dann hat das schon gepasst.

Georg Wieser

unread,
Apr 22, 2016, 2:58:48 PM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 15:14 schrieb Hans-Jürgen Meyer:

>>
> Das ist so ähnlich wie mit den Kartoffelklößen. Die schmecken in
> Scheiben geschnitten und geröstet am besten...
>
> Hans-Jürgen
>


Auch das war früher ein "arme Leute Essen".

Mit Speck und Ei wirds eine kleine Delikatesse!

Vor allem wenn man statt der Kotzbollen (Kartoffelklöse) Semmelknödel
nimmt :-)

Georg Wieser

unread,
Apr 22, 2016, 3:00:21 PM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 16:33 schrieb Hans-Heinrich Hoppenstedt:

>
>
>
> BTW: Es gibt praktische Pfannkuchenwender, die dabei gleichzeitig auch
> als Pfannendeckel benutzt werden können.
>
>

In der richtigen Pfanne braucht der Pfannkuchen nur einen "Schups" und
er wendet sich von alleine in der Luft.

Für die Fettspritzer bringt mich meine Frau um :-)

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 22, 2016, 3:08:17 PM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 20:00 schrieb Daniel Krebs:
[...]
>
> Ich zitiere mal Konrad:
>
> 2 So hat mein Vater grüne Heringe zubereitet (und ich heute auch):
>
> für 2 Personen:
>
> 1 große Zwiebel sehr fein würfel
> die Schale einer Zitrone mit dem Sparschäler abschälen und fein hacken
> 1 Bund glatte Petersilie fein hacken
>
> Alles mischen, Salz und etwas Zitronensaft dazu.
>
> Bei 4 grünen Heringen (fertig geputzt, ohne Kopf) die Bauchhöhle mit
> der Zwiebelmischung füllen, Rücken nach unten in eine gebutterete
> Auflaufform (mit Deckel) nebeneinander schichten.
>
> Saft von 1 1/2 Zitronen, 4 gehäufte TL Dijon-Senf, Salz, wenig
> Weißwein glatt rühren und zwischen und über die Fische verteilen.
>
> Im Backofen bei 200 C 20 bis 30 min garen.
>
Gibts bei uns immer KISS (Keep It Simple Stupid):
Hering pfeffern und salzen
In Mehl wenden
...und ab in die Pfanne mit guter Butter damit.

> Dazu Salzkartoffeln und Bier.
>
Passt. Wobei Bratkartoffeln ohne Schischi noch besser dazu passen. Und
wenn das Bier ein Jever ist, dann ist der Mensch zufrieden :)

Hans-Jürgen

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 22, 2016, 3:13:42 PM4/22/16
to
Bauchfleisch in Scheiben (wie fürs Grillen, nicht zu dick)
Schwarte einschneiden
Knorpel entfernen
...und dann wie ein paniertes Schnitzel zubereiten.

Ungesund und lecker... :)

Hans-Jürgen

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 22, 2016, 3:46:07 PM4/22/16
to

On 22 Apr 16 at group /de/rec/mampf in article vi5ze3quzs6p.1x...@40tude.net
<Hucklen...@aol.com> (Frank Hucklenbroich) wrote:

>Am 21 Apr 2016 18:41:00 -0300 schrieb Wolfgang Allinger:

>> Chipa Guazu: eine Art 4cm dicker Pfannekuchen,

>Diese Dinger gibt es wohl in ganz Südamerika.

So isset.

>Ich hatte sowas mal in Venezuela, zum Frühstück. Dicker
>Maispfannekuche, in Fett frittiert, von Indianern zubereitet. Danach
>war ich für den Rest des Tages pappsatt, aber sowas von.

Das ist ja auch der Sinn von Armeleuts Essen. Billich, normalerweise
sehr lecker, hält lange vor.

Die Armen haben ja typischerweise viel Zeit, weil keine Arbeit und da
kann man u.U. stundenlang was kochen und sie probieren auch, es mit
allen möglichen einfachen Zutaten geschmacklich zu verbessern.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Peter H. Beier

unread,
Apr 22, 2016, 6:13:33 PM4/22/16
to
Am 22.04.2016 um 10:43 schrieb Lothar Frings:
> Hans-Jürgen Meyer tat kund:
>
>> Ich habe rund 20 Jahre Ferien auf Fehmarn gemacht.
>
> Respekt. Ich kann kaum mal zwei Wochen einplanen.
>
:-)

--
Mit freundlichem Gruß
P. Beier
Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's.

Johann Mayerwieser

unread,
Apr 23, 2016, 1:50:36 AM4/23/16
to
Am Fri, 22 Apr 2016 09:35:00 -0300 schrieb Wolfgang Allinger:

> Die Armen haben ja typischerweise viel Zeit, weil keine Arbeit und da
> kann man u.U. stundenlang was kochen und sie probieren auch, es mit
> allen möglichen einfachen Zutaten geschmacklich zu verbessern.

Die Armen, die keine Arbeit hatten, hatten auch kaum was, um Armenessen
zuzubereiten. Die, die Arbeit hatten, konnten sich einfache Lebensmittel
leisten, hatten aber bei 7x12 STunden Arbeit pro Woche (und am Sonntag 1
Stunden frei für den Kirchgang) kaum Zeit, lange herum zu kochen.

Johann Mayerwieser

unread,
Apr 23, 2016, 1:56:50 AM4/23/16
to
Am Fri, 22 Apr 2016 21:00:22 +0200 schrieb Georg Wieser:

> In der richtigen Pfanne braucht der Pfannkuchen nur einen "Schups" und
> er wendet sich von alleine in der Luft.
>
> Für die Fettspritzer bringt mich meine Frau um

Einige Tropfen Öl in die Pfanne und mit Küchenpapier in der Pfanne
verteilen. Das genügt vollkommen.

Frank Nitzschner

unread,
Apr 23, 2016, 3:20:31 AM4/23/16
to
Ina Koys schrieb:

>
> Bitte um ein Rezept. Meine Versuche in der Richtung waren bestenfalls essbar.
>

Meine Großmutter kann ich dazu leider nicht mehr befragen, aber
am ehesten kommt sicher dieses Rezept hin:
http://www.kochmeister.com/r/55610-brennesselspinat.html

Grüsse
Frank

Ina Koys

unread,
Apr 23, 2016, 4:41:23 AM4/23/16
to
Auch früher gabs Arbeitslosigkeit.

Ina Koys

unread,
Apr 23, 2016, 4:43:50 AM4/23/16
to
:( Kenn ich. War nix.

Ina Koys

unread,
Apr 23, 2016, 4:45:08 AM4/23/16
to
Am 22.04.2016 um 20:08 schrieb Luigi Rotta:
> Am Fri, 22 Apr 2016 18:34:09 +0200 schrieb Frank Nitzschner
> <nos...@nitzschner.de>:
>
>> Brennesselspinat?
>
> Löwenzahnsalat.

Pfui Deibel! Wenn, dann bestenfalls vor der Blüte. Aber auch dann nur
homöopathische Mengen bitte.

Ina Koys

unread,
Apr 23, 2016, 4:47:43 AM4/23/16
to
Am 22.04.2016 um 20:00 schrieb Daniel Krebs:

> Jägerschnitzel mit Spirelli und roter Soße

Das ist Ost-Kantinenessen. Dass das mal andere Arme gegessen haben,
bezweifle ich.

Dottore H. Deichmann

unread,
Apr 23, 2016, 5:01:30 AM4/23/16
to
Am Fri, 22 Apr 2016 11:02:05 +0200, Ina Koys
<garten...@iko-web.de> schrieb:

>Am 22.04.2016 um 09:24 schrieb Dottore H. Deichmann:
>
>>> Ich verstehe darunter ein Essen, das satt macht und wenig kostet. Z.B.:
>>> Bratkartoffeln mit Spiegel- oder Rühreiern. War das nicht sogar Dagobert
>>> Ducks Lieblingsessen?
>>
>> Fiktive Personen können nicht essen. Wenn schon, dann bitte Carl
>> Barks, der Erfinder von Dagobert . Was dennoch unsicher ist, da nicht
>> gesagt, dass Dagobert ein alter Ego war.
>
>Finanziell sicher nicht, da er für Walt Disney gearbeitet hat. Da wird
>man nicht von Reichtümern bedroht, auch nicht als Chefzeichner.

Das war er nie. Zuerst Zwischenphasenzeichner, dann in der Abt. f.
Geschichtenentwicklung. Blieb aber nur 7 Jahre dort. Danach dann
endlich freiberuflicher Comiczeichner. Uncle Scrooge wurde erst dann
erfunden. Aus diesem Artikel hier geht hervor, dass er 500 Lithos zum
Preis von 500 Dollar verkauft hat, was immerhin schon 250 000 gebracht
hat.
Von Walt Disney erhielt er später die Lizenz Donald Duck auf
Ölgemälden zu verewigen. Die brachten auch eine Stange Dollars. Sicher
kein Dagobert, aber auf dem Wege dorthin.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/auktionen/carl-barks-als-maler-die-kunst-im-gold-zu-baden-11008359.html

Ciao
Harald

Lothar Frings

unread,
Apr 23, 2016, 5:08:32 AM4/23/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 22.04.2016 um 20:00 schrieb Daniel Krebs:
>
> > Jägerschnitzel mit Spirelli und roter Soße
>
> Das ist Ost-Kantinenessen. Dass das mal andere Arme gegessen haben,
> bezweifle ich.

Mit dem Ost-Jägerschnitzel, also panierter
Jagdwurst, vielleicht doch. Aber generell
war im Arme-Leute-Essen wohl wenig bzw.
selten Fleisch.

Ina Koys

unread,
Apr 23, 2016, 5:13:35 AM4/23/16
to
Am 23.04.2016 um 11:01 schrieb Dottore H. Deichmann:
> Am Fri, 22 Apr 2016 11:02:05 +0200, Ina Koys
> <garten...@iko-web.de> schrieb:
>
>> Am 22.04.2016 um 09:24 schrieb Dottore H. Deichmann:
>>
>>>> Ich verstehe darunter ein Essen, das satt macht und wenig kostet. Z.B.:
>>>> Bratkartoffeln mit Spiegel- oder Rühreiern. War das nicht sogar Dagobert
>>>> Ducks Lieblingsessen?
>>>
>>> Fiktive Personen können nicht essen. Wenn schon, dann bitte Carl
>>> Barks, der Erfinder von Dagobert . Was dennoch unsicher ist, da nicht
>>> gesagt, dass Dagobert ein alter Ego war.
>>
>> Finanziell sicher nicht, da er für Walt Disney gearbeitet hat. Da wird
>> man nicht von Reichtümern bedroht, auch nicht als Chefzeichner.
>
> Das war er nie. Zuerst Zwischenphasenzeichner, (...)

Boah. Ein Kenner.

Luigi Rotta

unread,
Apr 23, 2016, 6:31:26 AM4/23/16
to
Am Sat, 23 Apr 2016 10:45:04 +0200 schrieb Ina Koys
<garten...@iko-web.de>:

>Pfui Deibel! Wenn, dann bestenfalls vor der Blüte. Aber auch dann nur
>homöopathische Mengen bitte.

Klar. Jung und zart. Meine Oma suchte die auf dem Feld zusammen, weit
draussen vor der Stadt, wo es noch keine Hunde (ausspuck) gab.

Luigi Rotta

unread,
Apr 23, 2016, 6:32:18 AM4/23/16
to
Am Sat, 23 Apr 2016 02:08:31 -0700 (PDT) schrieb Lothar Frings
<Lothar...@gmx.de>:

> panierter
>Jagdwurst

Paniert bedeutet fritiert und damit ganz klar nichts für arme Leute.

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 23, 2016, 9:29:50 AM4/23/16
to

On 23 Apr 16 at group /de/rec/mampf in article do0gpb...@mid.individual.net
7x12 ist mir nicht bekannt, mags gegeben haben. Aber dann war garantiert
nicht die gesamte Familie involviert. Die Frau hatte also Zeit genug.

Lothar Frings

unread,
Apr 23, 2016, 10:22:24 AM4/23/16
to
Luigi Rotta tat kund:

> Am Sat, 23 Apr 2016 02:08:31 -0700 (PDT) schrieb Lothar Frings
> <Lothar...@gmx.de>:
>
> > panierter
> >Jagdwurst
>
> Paniert bedeutet fritiert und damit ganz klar nichts für arme Leute.

???
Ich habe noch nie etwas Paniertes fritiert.
"Paniert" bedeutet "mit Semmelbröseln umhüllt".
Kommt von lat. panis = Brot.
Üblicherweise brät man das in einer Pfanne
(--> Kotelett, Wiener Schnitzel).

Lothar Frings

unread,
Apr 23, 2016, 10:24:58 AM4/23/16
to
Daniel Krebs tat kund:

> Saure Kartoffeln (Kartoffelsuppe mit Speck, Schweineschmalz, Malzkaffee
> und Essig)

Ist das ein Fehler der Auto-Ergänzung
oder soll da wirklich "Malzkaffee" stehen?

Gitta Faust

unread,
Apr 23, 2016, 10:55:15 AM4/23/16
to
Am 21.04.2016 um 20:39 schrieb Georg Wieser:
> Am 21.04.2016 um 19:44 schrieb Gitta Faust:
>> Am 21.04.2016 um 19:39 schrieb Georg Wieser:
>>> Weil ichs gerade gelesen habe.
>>>
>>> Erbsensuppe :-)
>>>
>>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>>>
>>> Z.B. Brotsuppe.
>>> arme Ritter
>>> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut
>>
>> Hast Du evtl. ein tolles Rezept für Bayrisch Kraut?
>>
>> Gitta
>>
>
> Kann man da was falsch machen :-) ??
>
> Weiß-Kraut in Streifen hobeln/schneiden.
> Auf einen kleinen Kopf Kraut ca. 200Gramm Speckwürfel in Fett auslassen
> zwei geschnittene Zwiebeln glasig bis hellbraun schwitzen dann das Kraut
> rein und kurz heiß "anbraten".

[...]
Dieses Rezept kenn ich schon.
Ich dachte an eines, das ich nicht kenne.

Gitta

Lothar Frings

unread,
Apr 23, 2016, 11:05:21 AM4/23/16
to
Gitta Faust tat kund:

> Dieses Rezept kenn ich schon.
> Ich dachte an eines, das ich nicht kenne.

Es ist für Georg sicher kein Problem,
zu wissen, welche Rezepte du kennst.
Schließlich kannst du auch an welche denken,
die du nicht kennst.

Lothar Frings

unread,
Apr 23, 2016, 11:05:28 AM4/23/16
to
Gitta Faust tat kund:

> Dieses Rezept kenn ich schon.
> Ich dachte an eines, das ich nicht kenne.

hansr...@googlemail.com

unread,
Apr 23, 2016, 11:10:04 AM4/23/16
to
Am Freitag, 22. April 2016 21:13:42 UTC+2 schrieb Hans-Jürgen Meyer:

>>> Falsches Schnitzel (aus Bauchfleisch)

> Bauchfleisch in Scheiben (wie fürs Grillen, nicht zu dick)
> Schwarte einschneiden
> Knorpel entfernen
> ...und dann wie ein paniertes Schnitzel zubereiten.

In der Greifswalder Mensa academica gab's panierten Kuheuter,
nicht so recht empfehlenswert - FR

Gitta Faust

unread,
Apr 23, 2016, 12:46:26 PM4/23/16
to
Wo Du Recht hast ... ;-)

Gitta

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 23, 2016, 1:02:43 PM4/23/16
to
Am 23.04.2016 um 09:28 schrieb Hans-Juergen Lukaschik:
> Hallo Hans-Jürgen,
>
> am Freitag, 22 April 2016 10:07:19
> schrieb Hans-Jürgen Meyer <spamme...@gmx.de>:
>
>>>> Grüne Heringe mit Bratkartoffeln (heute eine kostspielige
>>>> Angelegenheit)
>>>
>>> Seine Frage zielte auf "als Armenessen durchgehen". Das war mal.
>>
>> Hat aber immer noch den Ruf des Armeleuteessens. Der ist nicht
>> totzukriegen. Wohl aber die Heringsbestände :(
>
> Angeblich sind die Bestände in Nord- und Ostsee im Moment gut.
> Insgesamt sieht es aber ziemlich mau aus. Vor 40 Jahren war es doch
> noch ein wenig anders.
>
Wenn ich mir die Preise von Hering anschaue und dann muss man die
teilweise sogar bestellen...

>>> Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in denen meine
>>> Mutter mit 'nem großen Eimer am Fischwagen stand. Grüner Hering für
>>> 'nen Groschen pro Stück.
>>>
>> Ja, kenne ich auch noch. Und (siehe unten) im Hafen auf Fehmarn gab
>> es eine Kühltasche Schollen für 5 DM vom Kutter. Und im Fischladen
>> wurden Schillerlocken fast verschenkt. Heute 5 Euro für 100g...
>
> Da habe ich wohl etwas mehr bezahlt, oder du hattest 'ne kleine
> Kühlbox. Tellergroß (ohne Kopf), Stück für 'ne Mark.
> Bei meinem letzten Besuch war leider kein Fischer zu finden.
>
Ne, war schon eine Familienkühlbox. Und die Schollen waren Schollen und
keine Kinder. Also max. eine pro Pfanne.

>>>> - und am nächsten Tag: eingelegter Brathering
>>>
>>> Viel zu kurz. Ich rechne da eher mit vier Tagen. Bald ist es wieder
>>> so weit. Mein Junior ist vom 04.05. bis 08.05. auf Fehmarn. Ich
>>> hoffe für ihn auf 'nen guten Fang. Vielleicht habe ich sogar Zeit,
>>> mit zu fahren.
>
>> Ich habe rund 20 Jahre Ferien auf Fehmarn gemacht. Es aber leider in
>> den letzten Jahren nicht mehr geschafft :( Ich muss unbedingt
>> versuchen mal wenigsten wieder ein langes Wochenende zu machen. Zur
>> Rapsblüte bin ich leider im Süden unterwegs...
>>
>> Gibt es den Fischladen auf der linken Straßenseite in Richtung Hafen
>> noch?
>
> Dazu kann ich dir nichts sagen.

Es gibt ihn noch habe ich mittlerweile erfahren. :)

> Mein letzter Besuch ist schon wieder
> ein paar Jahre her. Da waren wir kurz in einer Imbissbude. Ansonsten
> kenne ich da kaum mehr, als den Weg vom Busparkplatz Burgstaaken zum
> Kutter und zurück.
>
Großer Fehler. Fehmarn ist m.E. eins der schönsten Ziele im Bereich Ostsee.

>> Und in der Fleischerei in Dänschendorf am Dorfplatz gab es außer
>> Spanferkel die besten Fischplatten Fehmarns. Leider ist das wohl
>> alles Vergangenheit...
>
> Ich werde demnächst öfter da sein und dann wohl auch ein wenig mehr
> von der Insel sehen. Mein Junior und seine Verlobte haben sich letztes
> Jahr 'nen Wohnwagen auf dem Platz am Klausdorfer Strand gekauft.

Mein WW stand immer in Meeschendorf.

> Anfang
> April hat er schon mal das Boot hin gebracht. Wird bei Gelegenheit von
> 5 PS auf 15 PS umgerüstet. Bei einigermaßen ruhigem Wetter geht's aber
> auch mit 5 PS, mein Sohn hat's gleich getestet.
>
Ich hatte ein Cabrio mit 120 PS Ford Cobra Innenborder :)
Da slippen auf dem Campingplatz nicht ging lag es im Hafen - zu
horrenden Preisen... :(

In absehbarer Zeit gehts wieder aufs Schiff. Das hat aber wohl ein paar
zehntausend...

Hans-Jürgen



Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2016, 1:51:52 PM4/23/16
to
Ein gscheider Pfannkuchen braucht auch etwas Fett!

Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2016, 1:53:30 PM4/23/16
to
Am 23.04.2016 um 12:32 schrieb Luigi Rotta:
> Am Sat, 23 Apr 2016 02:08:31 -0700 (PDT) schrieb Lothar Frings
> <Lothar...@gmx.de>:
>
>> panierter
>> Jagdwurst
>
> Paniert bedeutet fritiert und damit ganz klar nichts für arme Leute.
>
>
hä? Fritierst Du alles was Du panierst?

Johann Mayerwieser

unread,
Apr 23, 2016, 1:55:11 PM4/23/16
to
Am Sat, 23 Apr 2016 07:22:23 -0700 schrieb Lothar Frings:

> Ich habe noch nie etwas Paniertes fritiert. "Paniert" bedeutet "mit
> Semmelbröseln umhüllt".
> Kommt von lat. panis = Brot.
> Üblicherweise brät man das in einer Pfanne (--> Kotelett, Wiener
> Schnitzel).

Gebraten wird es aber auch nicht - es wird herausgebacken. Da gibt es die
verschiedensten Methoden:
Fritteuse
Einfach in der Pfanne in Öl, irgendwann umdrehen.
Die Wiener "Schnitzelpäpste" haben, wie ich im Fernsehen gesehen habe,
andere Methoden:
Einer wendet das Schnitzel gar nicht, löffelt ständig Öl aus der Pfanne
über die Oberseite
Der andere wendet das Schnitzel nicht in der Pfann, sondern in eine
zweite Pfanne.
Gleich ist beiden gewesen: Das Schnitzel wird händisch sehr dünn
(papierdünn) ausgeklopft.

Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2016, 1:57:45 PM4/23/16
to
Am 23.04.2016 um 17:05 schrieb Lothar Frings:
:-)

Das war auch kein "Rezept". Das war wie von Mama gelernt aus dem Kopf.
Außer dem gemörserten Kümmel, der kommt aus meinem Kopf :-)

Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2016, 2:00:39 PM4/23/16
to
Wenn er vorher gut weichgekocht und die Panade recht dick ist...
Dann merkst Du doch eh nicht ob Du gerade Fleisch, den Kuheuter oder den
Spülschwamm isst :-)

Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2016, 2:01:04 PM4/23/16
to
Am 22.04.2016 um 21:13 schrieb Hans-Jürgen Meyer:
> Am 22.04.2016 um 20:47 schrieb Georg Wieser:
>> Am 21.04.2016 um 20:47 schrieb Hans-Jürgen Meyer:
>>
>>> Falsches Schnitzel (aus Bauchfleisch)
>>
>> ??? Schnitzel aus Bündla?
>>
>> Ich brauche mehr Infos. :-)
>>
> Bauchfleisch in Scheiben (wie fürs Grillen, nicht zu dick)
> Schwarte einschneiden
> Knorpel entfernen
> ...und dann wie ein paniertes Schnitzel zubereiten.
>
> Ungesund und lecker... :)
>
> Hans-Jürgen

Wird probiert. Hört sich geil an!

Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2016, 2:03:26 PM4/23/16
to
Am 23.04.2016 um 09:43 schrieb Hans-Juergen Lukaschik:
> Hallo Georg,
>
> am Freitag, 22 April 2016 20:56:57
> schrieb Georg Wieser <weninteressiert...@gmx.de>:
>
>>> Gibt es heute bei mir. Als Armeleuteessen geht das aber nicht mehr
>>> durch.
>>> Grüne Erbsen 1,49 Euro, Suppengrün 1,49 Euro, Bauchspeck, 1,79 Euro,
>>> Mettenden, 1,79 Euro, Kartoffeln, etwas Brühe und Gewürze, sonstiges
>>> Zubehör.
>>> Da komme ich auf etwa 2,35 Euro Wareneinsatz pro Person. Alles
>>> Supermarktware, die Preise habe ich gerade vom Kassenbon abgelesen.
>
>> "Früher" kamen auch Erbsen und Suppengrün aus dem Garten, der
>> Bauchspeck war nur äußerst spärlich vertreten und die Würstel gar
>> nicht.
>
> Aus dem Garten der armen Leute?

jupp, auch Mietshäuser hatten früher Gärten und Schrebergärten und und
und...
Wer arm war musste kreativ sein.

> Und Erbsen aus dem eigenen Garten für 'ne Erbsensuppe? Rechne mal aus,
> was das für ein Aufwand wäre, 500 g trockene grüne Erbsen zu bekommen.
> Ich weiß, was für einen Ertrag eine 20 Meter Reihe Erbsen im eigenen
> Garten bringt. Habe oft genug Erbsen gepult. Vergiss' es.

OK. Überredet. Woher kamen die dann früher?
>
> MfG Hans-Jürgen
>

Hans-Heinrich Hoppenstedt

unread,
Apr 23, 2016, 2:10:30 PM4/23/16
to
Georg Wieser wrote:
> Luigi Rotta wrote:
>> Lothar Frings wrote:
>>
>>> panierter
>>> Jagdwurst
>>
>> Paniert bedeutet fritiert und damit ganz klar nichts für arme Leute.
>>
>>
> hä? Fritierst Du alles was Du panierst?

Ein Wiener Schnitzel muß aber doch fast im Butterschmalz schwimmen, es
wird also im Grunde ausgebacken (fritiert), damit die Panade dadurch
auch überall eine schöne gleichmäßig Farbe bekommt, und oben wird davon
dann auch immer wieder was von dem heißen Bratfett mit einem Löffel
drübergeschöpft.

h.

Peter H. Beier

unread,
Apr 23, 2016, 5:57:20 PM4/23/16
to
Am 23.04.2016 um 19:57 schrieb Georg Wieser:

> Außer dem gemörserten Kümmel, der kommt aus meinem Kopf :-)

Ich dachte, im Alter rieselt der Kalk ... Aber man lernt ja nie aus!

;-)
--
Mit freundlichem Gruß
P. Beier
Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's.

Ina Koys

unread,
Apr 24, 2016, 8:01:21 AM4/24/16
to
Am 23.04.2016 um 20:03 schrieb Georg Wieser:

>> Und Erbsen aus dem eigenen Garten für 'ne Erbsensuppe? Rechne mal aus,
>> was das für ein Aufwand wäre, 500 g trockene grüne Erbsen zu bekommen.
>> Ich weiß, was für einen Ertrag eine 20 Meter Reihe Erbsen im eigenen
>> Garten bringt. Habe oft genug Erbsen gepult. Vergiss' es.
>
> OK. Überredet. Woher kamen die dann früher?

Im Garten hat man entweder Markerbsen, die gepult werden müssen oder
Zuckererbsen/Kaiserschoten, die man nicht pulen muss. Beides wird nur
frisch oder als Feuchtkonserve gegossen. Trockenerbsen sind Schälerbsen,
die werden nicht gepult, sondern gedroschen.

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Apr 24, 2016, 9:49:01 AM4/24/16
to
Am 24.04.2016 um 15:08 schrieb Hans-Juergen Lukaschik:
> Hallo Hans-Jürgen,
>
> am Samstag, 23 April 2016 19:02:17
> schrieb Hans-Jürgen Meyer <spamme...@gmx.de>:
>
[...]
>>> Ich werde demnächst öfter da sein und dann wohl auch ein wenig mehr
>>> von der Insel sehen. Mein Junior und seine Verlobte haben sich
>>> letztes Jahr 'nen Wohnwagen auf dem Platz am Klausdorfer Strand
>>> gekauft.
>>
>> Mein WW stand immer in Meeschendorf.
>
> Da kann man aber nicht mal eben 300 m bis an den Strand laufen.
Der Weg ist deutlich kürzer. Die 3 Campingplätze liegen quasi direkt am
Wasser. Und der Südstrand war zu Fuß locker zu erreichen.

Allerdings ist für Angler Katharinenhof und Klausdorf die deutlich
bessere Wahl.

> Naja, der Wohnwagenkauf war ein Glückstreffer. Die Eltern meiner
> zukünftigen Schwiegertochter fahren seit Jahrzehnten mehrmals im Jahr
> nach Fehmarn. Letztes Jahr war mein Sohn auch dabei und ist zufällig
> mit dem Verkäufer ins Gespräch gekommen. Der hatte gerade den Wohnwagen
> seiner Schwester übernommen, die den aus gesundheitlichen Gründen
> aufgegeben hat. Da war seiner dann über, inklusive Übernahme des
> Stellplatzes. Sowas ist da ja wie ein Sechser im Lotto.
>
Allerdings. Wohnwagen sind teuer geworden. Und fest Jahresplätze ein
Problem...

Hans-Jürgen

Georg Wieser

unread,
Apr 24, 2016, 11:03:18 AM4/24/16
to
Am 23.04.2016 um 23:57 schrieb Peter H. Beier:
> Am 23.04.2016 um 19:57 schrieb Georg Wieser:
>
>> Außer dem gemörserten Kümmel, der kommt aus meinem Kopf :-)
>
> Ich dachte, im Alter rieselt der Kalk ... Aber man lernt ja nie aus!
>
> ;-)
ooch... der auch....

Georg Wieser

unread,
Apr 24, 2016, 11:05:07 AM4/24/16
to
Und es besteht aus Kalb mit dünner aber knuspriger Panade.

Daniel Krebs

unread,
Apr 24, 2016, 11:58:19 AM4/24/16
to
Wie schreibst Du denn Malzkaffee?
Muckefuck?
Daniel

--
"Die Ratten schrubben das sinkende Schiff
mit der Zahnbürste, mit der Klobürste,
mit der Nietzsche-Büste."
Baader

HC Ahlmann

unread,
Apr 25, 2016, 2:06:49 AM4/25/16
to
Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> wrote:

> Dämpfte Hex:
> von unten önach oben in einen Topf schlichten:
> je 1/3 Zwiebel, rohe, in Scheiben geschnittene Kartoffel, Schweinsbraten
> vom Vortag (eher fettes Bauchfleisch), gewürfelt.
> Das Ganze auf kleinster Flamme einige STunden, dann durchrühren. Schaut
> aus wie schon einmal gegessen und retour gekommen - der Geschmack ist
> Wahnsinn.

Das klingt wie abgesprecktes Labskaus, bei dem die wesentlichen Zutaten
Zwiebel, Kartoffeln, Schweinefleich und Zeit enthalten sind.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 25, 2016, 4:20:29 AM4/25/16
to
Am 23 Apr 2016 05:50:35 GMT schrieb Johann Mayerwieser:

> Am Fri, 22 Apr 2016 09:35:00 -0300 schrieb Wolfgang Allinger:
>
>> Die Armen haben ja typischerweise viel Zeit, weil keine Arbeit und da
>> kann man u.U. stundenlang was kochen und sie probieren auch, es mit
>> allen möglichen einfachen Zutaten geschmacklich zu verbessern.
>
> Die Armen, die keine Arbeit hatten, hatten auch kaum was, um Armenessen
> zuzubereiten. Die, die Arbeit hatten, konnten sich einfache Lebensmittel
> leisten, hatten aber bei 7x12 STunden Arbeit pro Woche (und am Sonntag 1
> Stunden frei für den Kirchgang) kaum Zeit, lange herum zu kochen.

Die hatten damals aber auch meistens große Familien, und während der Mann
arbeitete, hat die Frau oder eine ältere Tochter das Essen gekocht.

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
Apr 25, 2016, 4:27:43 AM4/25/16
to
Johann Mayerwieser tat kund:

> Am Fri, 22 Apr 2016 09:35:00 -0300 schrieb Wolfgang Allinger:
>
> > Die Armen haben ja typischerweise viel Zeit, weil keine Arbeit und da
> > kann man u.U. stundenlang was kochen und sie probieren auch, es mit
> > allen möglichen einfachen Zutaten geschmacklich zu verbessern.
>
> Die Armen, die keine Arbeit hatten, hatten auch kaum was, um Armenessen
> zuzubereiten. Die, die Arbeit hatten, konnten sich einfache Lebensmittel
> leisten, hatten aber bei 7x12 STunden Arbeit pro Woche (und am Sonntag 1
> Stunden frei für den Kirchgang) kaum Zeit, lange herum zu kochen.

Ich möchte mich nicht erkecken, den Tagesablauf "von damals"
zu beurteilen, aber es gab wohl kein Fernsehen, insofern
blieb evtl. noch etwas Zeit übrig.

HC Ahlmann

unread,
Apr 25, 2016, 9:47:53 AM4/25/16
to
Hans-Juergen Lukaschik <h.j.lu...@brondholz.de> wrote:

> am Montag, 25 April 2016 08:06:48
> schrieb hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann):
>
> > Das klingt wie abgesprecktes Labskaus, bei dem die wesentlichen
> > Zutaten Zwiebel, Kartoffeln, Schweinefleich und Zeit enthalten sind.
>
> Schweinefleisch?

Ja, in Dänemark macht man's so.

Lothar Frings

unread,
Apr 25, 2016, 10:01:19 AM4/25/16
to
HC Ahlmann tat kund:

> Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> wrote:
>
> > Dämpfte Hex:
> > von unten önach oben in einen Topf schlichten:
> > je 1/3 Zwiebel, rohe, in Scheiben geschnittene Kartoffel, Schweinsbraten
> > vom Vortag (eher fettes Bauchfleisch), gewürfelt.
> > Das Ganze auf kleinster Flamme einige STunden, dann durchrühren. Schaut
> > aus wie schon einmal gegessen und retour gekommen - der Geschmack ist
> > Wahnsinn.
>
> Das klingt wie abgesprecktes Labskaus, bei dem die wesentlichen Zutaten
> Zwiebel, Kartoffeln, Schweinefleich und Zeit enthalten sind.

Wenn man die andere wesentliche Zutat (Rote Bete)
reintut, sieht es vielleicht sogar besser aus.

Jochen Petry

unread,
Apr 25, 2016, 10:15:10 AM4/25/16
to
Am 23.04.2016 um 12:31 schrieb Luigi Rotta:
> Am Sat, 23 Apr 2016 10:45:04 +0200 schrieb Ina Koys
> <garten...@iko-web.de>:
>
>> Pfui Deibel! Wenn, dann bestenfalls vor der Blüte. Aber auch dann nur
>> homöopathische Mengen bitte.
>
> Klar. Jung und zart. Meine Oma suchte die auf dem Feld zusammen, weit
> draussen vor der Stadt, wo es noch keine Hunde (ausspuck) gab.

Dazu ausgelassene Speckwürfel und hart gekochtes Ei, beides noch lauwarm
dazu.
Mit guten Pellkartoffeln ein Festessen!

Bis dähmnäxt
jochen


HC Ahlmann

unread,
Apr 25, 2016, 3:52:25 PM4/25/16
to
Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> wrote:

> Am Fri, 22 Apr 2016 21:00:22 +0200 schrieb Georg Wieser:
>
> > In der richtigen Pfanne braucht der Pfannkuchen nur einen "Schups" und
> > er wendet sich von alleine in der Luft.
> >
> > Für die Fettspritzer bringt mich meine Frau um
>
> Einige Tropfen Öl in die Pfanne und mit Küchenpapier in der Pfanne
> verteilen. Das genügt vollkommen.

Wegen Sohnemann gibt's mehrmals im Monat Pfannkuchen, die in
schmiedeeisernen Pfannen gebacken werden. Da reicht 1 TL vor dem ersten
Pfannkuchen für reichlich einen Liter Teig. Die ersten, fettigen
Pfannkuchen sind ungleich gebräunt und haben wenigstens knusprige
Ränder, die letzten, trockenen sind gleichmäßig blß- bis goldbraun, aber
nicht knusprig.

Meine Pfannkuchen esse ich am liebsten mit etwas Ziegenfrischkäse (Buko
von Arla) bestrichen, gefüllt mit Feldsalat, Champignongs, angemacht mit
Olivenöl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker. Junior zieht Süßkram wie
Rübensirup oder Nutella vor, die Herzallerliebst nimmt alles, auch
Apfelschnitze oder geriebenen Käse, wenn sie eingebacken werden, oder
Obst dazu.

Die Füllung mit Schinken und Spargel, das Überbacken mit Sauce
Hollandaise und Kirschtomaten fällt dann aber nicht mehr unter
Armen-Essen.

Georg Wieser

unread,
Apr 25, 2016, 4:21:16 PM4/25/16
to
Am 25.04.2016 um 19:28 schrieb Ludger Averborg:
> On Thu, 21 Apr 2016 19:39:45 +0200, Georg Wieser
> <weninteressiert...@gmx.de> wrote:
>
>> Weil ichs gerade gelesen habe.
>>
>> Erbsensuppe :-)
>>
>> Welche Gerichte kennt Ihr, die als "Armenessen" durchgehen aber mit
>> guten Zutaten gemacht saulecker sind?
>>
>> Z.B. Brotsuppe.
>
> Brot kostet so um die 2...4 €/kg
>
>> arme Ritter
>
> Billigsemmeln -.13
>
>> Kohlsuppe/Bayerisch Kraut
>
> Weißkohl ca 1 € pro kg
>
> Billig sind Nudeln (ca -.80 bis 1. €/kg)
> Billigstes Gemüse sind Möhren (-.70/kg)
>
> l.
>


ICh habe mich anscheined falsch ausgedrückt.

Dinge die "früher" als Armenessen durchgingen und "heute" saulecker sind.

Muss heute nicht mehr billig sein.

Lothar Frings

unread,
Apr 25, 2016, 4:37:36 PM4/25/16
to
Daniel Krebs tat kund:

> Lothar Frings <Lothar...@gmx.de> wrote:
>
> > Daniel Krebs tat kund:
> >
> > > Saure Kartoffeln (Kartoffelsuppe mit Speck, Schweineschmalz, Malzkaffee
> > > und Essig)
> >
> > Ist das ein Fehler der Auto-Ergänzung
> > oder soll da wirklich "Malzkaffee" stehen?
>
> Wie schreibst Du denn Malzkaffee?
> Muckefuck?

Nein, "Malzkaffee". Ich habe nur noch nie ein Rezept
gesehen, in dem der vorkam. Getrunken habe ich
ihn schon mal (oder ist "Kornkaffee" was anderes?),
und das wird nie wieder passieren.

Luigi Rotta

unread,
Apr 25, 2016, 5:26:37 PM4/25/16
to
Am Mon, 25 Apr 2016 22:21:15 +0200 schrieb Georg Wieser
<weninteressiert...@gmx.de>:

>Dinge die "früher" als Armenessen durchgingen und "heute" saulecker sind.

Ochsenschwanzsuppe. Der Klassiker des geadelten Arme-Leute-Essens.




--

Gruss

Luigi




Was dem einen die richtige Schuhgrösse ist sind dem anderen seine Clownschuhe.

Johann Mayerwieser

unread,
Apr 25, 2016, 5:38:31 PM4/25/16
to
Am Mon, 25 Apr 2016 21:52:24 +0200 schrieb HC Ahlmann:

> Die ersten, fettigen Pfannkuchen sind ungleich gebräunt und haben
> wenigstens knusprige Ränder,
> die letzten, trockenen sind gleichmäßig blß- bis goldbraun, aber nicht
> knusprig.

Wenn ich was knuspriges essen will, dann back ich keine Palatschinken,
sondern kauf mir Manner-SChnitten

HC Ahlmann

unread,
Apr 26, 2016, 5:51:47 AM4/26/16
to
Siehste, lieber Österreicher, meine Südhessin ist anderer Ansicht,
wünscht eher dunkle und knusprige Pfannkuchen (rösch oder resch
dortzulande, wimre?) als die crepe-artigen, helleren vom Ende der Charge
und isst öfter bei uns als du.

Birgit

unread,
Apr 26, 2016, 8:20:54 AM4/26/16
to
Am Dienstag, 26. April 2016 11:51:47 UTC+2 schrieb HC Ahlmann:

> Siehste, lieber Österreicher, meine Südhessin ist anderer Ansicht,
> wünscht eher dunkle und knusprige Pfannkuchen (rösch oder resch
> dortzulande, wimre?) als die crepe-artigen, helleren vom Ende der Charge
> und isst öfter bei uns als du.

Siehsse, lieber Männers, und deshalb hat keiner "Recht" und Pfannkuchen
und Palatschinken und Crêpes sind eben doch nicht das Gleiche und lassen
sich auch nicht nach dem gleichen Rezept zubereiten, dessen einziger
Unterschied darin besteht, dass man die Pfanne unterschiedlich dick
befüllt und / oder mehr oder weniger lange brät.

Für knusprige Pfannkuchen bspw. lieber Wasser als Milch nehmen...
Ansonsten unterscheiden sich international die Varianten durchaus deutlich.

http://goccus.com/magazin.php?id=218

Kulinarische Grüße

Birgit

--

Goccus - der Genießertempel
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