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Haltbarkeit von Sardellenfilets in Oel

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Michael Gruber

unread,
Jan 26, 2003, 4:17:31 PM1/26/03
to
Hallo Mampfer,

im Kühlschrank ganz hinten - ein Glas Sardellenfilets in Öl. Recht groß. So
ein Pfundglasl.
Vor Zeiten mal geöffnet. Leider lange ignoriert. Aber immer im Kühlschrank
aufbewahrt.
Die Mindesthaltbarkeit ist also schon eine gute Zeitspanne lang abgelaufen.
Die Filets sehen aber noch ganz rosig aus.
Ich mag das herrliche Gewürz nicht einfach wegwerfen.
Gehe ich Gefahr für Leib und Leben meiner Familie ein, wenn ich die
Sardellen noch mehrere Monate nach Ablauf des MHD zum Kochen verwende?
Ich kann zumindest keinenunangenehmen Gerüch fsetstellen.

Würdet Ihr mir von der Verwendung auf Verdacht abraten?

Danke für Eure Ratschläge.

Gruß

Michael


Pedro

unread,
Jan 27, 2003, 1:06:14 AM1/27/03
to
On Sun, 26 Jan 2003 22:17:31 +0100, "Michael Gruber" <mu...@web.de> wrote:
> im Kühlschrank ganz hinten - ein Glas Sardellenfilets in Öl. Recht groß. So
> ein Pfundglasl.
> Würdet Ihr mir von der Verwendung auf Verdacht abraten?

Moin,
ich werfe alles, was mir merkwürdig vorkommt, oder dem ich nicht traue, in den Müll !
Mich hats vor 25 Jahren mit verdorbener Kalbsleberwurst mal fast erwischt

MsG
Pedro
--
http://www.hotsauce.de
Scharfe Chilis & feurige Saucen


Klaus Gebhardt

unread,
Jan 27, 2003, 11:09:37 AM1/27/03
to
"Konrad Wilhelm" <Konrad_...@web.de> schrieb:

> On Sun, 26 Jan 2003 22:17:31 +0100, "Michael Gruber" <mu...@web.de>
> wrote:
>
> >Gehe ich Gefahr für Leib und Leben meiner Familie ein, wenn ich die
> >Sardellen noch mehrere Monate nach Ablauf des MHD zum Kochen
> >verwende?
> >Ich kann zumindest keinenunangenehmen Gerüch fsetstellen.
> >
> >Würdet Ihr mir von der Verwendung auf Verdacht abraten?

> Du würdest als erstes einen schlechten Geschmack/Geruch feststellen,
> bevor da was gesundheitsschädlich wird.

Bei Sardellen? Stell' ich mir nicht so ganz einfach vor. Bevor man da
intensiven Fischgeruch (normal) von Fischgestank unterschieden hat, hat
man sich u.Ust. schon den Magen verkorkst... Jedenfalls würde ich ein
Steak, das nach (selbst fangfrischen) Sardellen riecht, auf keinen Fall
mehr essen. Aber ich fabuliere mal wieder. ;-)

Zum konkreten Fall: Mehrere Monate nach Ablauf des MHD sind schon etwas
heikel, auch wenn Sardellen sich im *ungeöffneten* Glas durchaus einige
Jahre halten können.

Wichtig ist sicher auch, wie sie *nach* dem Öffnen gelagert wurden:
waren sie die ganze Zeit mit Öl/Salz bedeckt? Wenn sie nicht mit Luft in
Berührung kamen, können sie wahrscheinlich noch gut sein. Wie ist die
Farbe? Rosig bis braun oder schon grau/unansehnlich?

Auch könnte man (natürlich nur nach einer positiven Geruchs- und
Sichtprobe) mal ein kleines Stückchen probieren. Hat es noch Biss?
Lassen sich die Filets noch in *einem* Stück aus dem Glas holen? Oder
wirken sie irgendwie zersetzt, matschig oder gar schleimig? Und zuletzt:
frisst's die Katze noch? Oder wendet sie sich desinteressiert ab? In dem
Fall oder bei jedem sonstigen, geringsten Zweifel - weg mit dem ganzen
Geraffel! Auch wenn's weh tut :-(

Wohl bekomm's, Klaus

Michael Gruber

unread,
Jan 28, 2003, 2:26:59 AM1/28/03
to

"Klaus Gebhardt" <kgeb...@muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b13m42$351$4...@news.citykom.de...

<snip>


> Wichtig ist sicher auch, wie sie *nach* dem Öffnen gelagert wurden:
> waren sie die ganze Zeit mit Öl/Salz bedeckt? Wenn sie nicht mit
Luft in
> Berührung kamen, können sie wahrscheinlich noch gut sein. Wie ist
die
> Farbe? Rosig bis braun oder schon grau/unansehnlich?
>

Aussehen tun sie noch ganz appetitlich. Auch das Öl ist noch völlig
klar, ohne Schlieren oder so.
Geruchlich ist auch nix unangenehmes festzustellen.

> Auch könnte man (natürlich nur nach einer positiven Geruchs- und
> Sichtprobe) mal ein kleines Stückchen probieren. Hat es noch Biss?
> Lassen sich die Filets noch in *einem* Stück aus dem Glas holen?
Oder
> wirken sie irgendwie zersetzt, matschig oder gar schleimig? Und
zuletzt:
> frisst's die Katze noch? Oder wendet sie sich desinteressiert ab? In
dem
> Fall oder bei jedem sonstigen, geringsten Zweifel - weg mit dem
ganzen
> Geraffel! Auch wenn's weh tut :-(
>

Unsere Katze ist so extrem heikel, dass die Idee das Tierchen als
Vorkoster zu nutzen gar nicht so abwegig ist. Vermutlich hält ein
Katzenmagen aber wesentlich mehr aus wie meiner. Die haben doch ganz
andere Säuregehalte oder? Eigentlich bin ich ja auch gegen
Tierversuche.


> Wohl bekomm's, Klaus

Danke, aber Risiko werde ich wohl keins eingehen. Das MHD ist mit
26.05.2001 doch schon etwas lang abgelaufen. ;-(

Gruß und danke an alle für die guten Ratschläge.

Michael


Klaus Gebhardt

unread,
Jan 28, 2003, 2:01:39 PM1/28/03
to
"Michael Gruber" <mu...@web.de> schrieb:
> "Klaus Gebhardt" <kgeb...@muenster.de> schrieb:

> Das MHD ist mit 26.05.2001 doch schon etwas lang abgelaufen. ;-(

Da muss ich dir allerdings recht geben. In dem Fall würde ich mich ohne
weitere Überlegungen von den dubiosen Fischen trennen... Die Frage
hättest du dir aber auch eigentlich selbst beantworten können, oder? :-(

> Unsere Katze ist so extrem heikel, dass die Idee das Tierchen als
> Vorkoster zu nutzen gar nicht so abwegig ist.

Mein Vorschlag war auch durchaus ernst gemeint. Z.B. bei Kochschinken,
der über eine Woche bei mir im Kühlschrank liegt und dem ich äusserlich
nichts Schlechtes ansehe, ist Kätzchen 'Krümel' ein sicherer Indikator.

Krümel würde ihn garantiert nicht mehr anrühren, gäbe es da auch nur
einen Hauch von nachlassender Frische: Katzenmagen hin- oder her. Katzen
sind nun mal keine Aasfresser, im Gegensatz zu Hunden, und sie rühren
einfach grundsätzlich nichts an, was auch nur ein bisschen 'müffelt'.
Wobei ihre Nasen und Gaumen zigtausendfach feiner sind als unsere
menschlichen, und somit Unrat wittern, bevor wir Menschen das tun.
IMO kann man sich 100%ig auf ihr Urteilsvermögen verlassen.

> Gruß und danke an alle für die guten Ratschläge.

Immer wieder gerne :-)

Viele Grüße, Klaus (und das nächste mal die Anchovis ein bisschen
zügiger aufbrauchen. Ich hätte da z.B. ein tolles Rezept für eine
Anchovi-Pizza 'Pissaladiere'. Klingt furchtbar, ich weiss, aber
trotzdem *schleck*!

Friedhelm Topp

unread,
Jan 31, 2003, 5:21:45 PM1/31/03
to
Hallo, Klaus

"Klaus Gebhardt" <kgeb...@muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b16k4b$6gu$1...@news.citykom.de...

>
> Viele Grüße, Klaus (und das nächste mal die Anchovis ein bisschen
> zügiger aufbrauchen. Ich hätte da z.B. ein tolles Rezept für eine
> Anchovi-Pizza 'Pissaladiere'. Klingt furchtbar, ich weiss, aber
> trotzdem *schleck*!
>
Ich sabber hier so leise vor mich hin!!
Wo ist das Rezept?!

Danke im voraus

Friedhelm


Rene Gagnaux

unread,
Feb 1, 2003, 12:30:02 AM2/1/03
to

Guten Tag Friedhelm, guten Tag allerseits,

On Fri, 31 Jan 2003 23:21:45 +0100, "Friedhelm Topp" <ft...@gmx.de> wrote
(<b1estq$rc$07$1...@news.t-online.com>):

>> zügiger aufbrauchen. Ich hätte da z.B. ein tolles Rezept für eine
>> Anchovi-Pizza 'Pissaladiere'. Klingt furchtbar, ich weiss, aber
>> trotzdem *schleck*!

>Ich sabber hier so leise vor mich hin!!
>Wo ist das Rezept?!

Das von Klaus? Keine Ahnung ;-) Dafür kann ich Dir das von mir verwendete
Rezept geben:

MMMMM----- Meal-Master via MERE7

Title: La pissaladiere, Zwiebel-Oliven-Kuchen aus der Provence
Categories: Backen, Pikant, Olive, Zwiebel, Frankreich
Yield: 1 kuchen

MMMMM----------------------------TEIG---------------------------------
250 g Mehl
1/4 ts ;Salz
15 g Frischhefe
150 ml ;Wasser, lauwarm, ca. Menge
2 tb Olivenoel

MMMMM---------------------------BELAG--------------------------------
1000 g Zwiebeln
50 ml Olivenoel
;Salz
;Schwarzer Pfeffer
10 Sardellenfilets
150 g Schwarze Oliven

MMMMM----------------------------REF---------------------------------
-- A.Wildeisen, D.u.R.
-- Waelti-Portner
-- Vermittelt von R.Gagnaux

Frueher wurde diese Spezialitaet aus Nizza mit "Pissala", einem
Fischpueree, bepinselt anstatt mit Sardellenfilets belegt. Daher auch
der Name Pissaladiere.

Mehl und Salz in einer Schuessel mischen. Die Hefe mit einem Teil des
lauwarmen Wassers anruehren und zum Mehl geben. Das restliche Wasser
sowie das Olivenoel ebenfalls beifuegen und alles zu einem glatten,
glaenzenden Teig kneten; er soll nicht zu trocken sein. Zugedeckt an
einem warmen Ort etwa 3/4 Stunde gehen lassen.

Die Zwiebel schaelen und in duenne Ringe schneiden. In einer weiten
Pfanne das Olivenoel erhitzen und die Zwiebeln auf kleinem Feuer
waehrend ca. 40 Minuten zugedeckt weich duensten. Erst am Schluss
salzen und pfeffern.

Den Teig auswallen, zirka 1/2 cm dick ausrollen und auf ein grosses,
rechteckiges Blech legen. Die Zwiebelmasse darauf verteilen, mit den
Sardellenfilets und den Oliven belegen.

Im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen auf der untersten Rille waehrend 35
bis 40 Minuten backen. Heiss oder lauwarm servieren.

MMMMM

Salut
René

Klaus Gebhardt

unread,
Feb 1, 2003, 7:39:55 PM2/1/03
to
Rene Gagnaux wrote:
> On Fri, 31 Jan 2003 23:21:45 +0100, "Friedhelm Topp" wrote

>>> Ich hätte da z.B. ein tolles Rezept für eine Anchovi-Pizza
>>> 'Pissaladiere'.
>>> Klingt furchtbar, ich weiss, aber trotzdem *schleck*!

>> Ich sabber hier so leise vor mich hin!!
>> Wo ist das Rezept?!
>
> Das von Klaus? Keine Ahnung ;-) Dafür kann ich Dir das von mir
> verwendete Rezept geben:

[Rene's Rezept gesnippt]

Nö - ich mach das anders - irgendwie pragmatischer (allerdings erhebe
ich keinen Anspruch auf Authentizität):

1 Hefe-Boden aus der TK-Truhe auf Backpapier auswalzen (echte Mampfer
machen ihn natürlich selbst - ich bin allerdings schlicht zu faul), die
Sosse bereite ich wie folgt:

1 mittlere, kleingewürfelte Zwiebel in Olivenöl glasig andünsten. 1 kl.
Dose Tomatenmark dazu, kurz anrösten. 3-5 oder mehr kleingehackte
Knobizehen zugeben (aufpassen, dass sie nicht verbrennen). Mit 1 Dose
(ca. 400 gr.) Pizza-Tomaten ablöschen, die Tomatenstücke mit einem
Holzlöffel zerkleinern. Mit Salz, Pfeffer und (wenn man's mag) etwas
Curry abschmecken und dick einköcheln lassen. (Reicht für 2 Pizzen - die
Hälfte frier' ich immer ein. Schon wieder Arbeit gespart, hehe ;-)

In der Zwischenzeit eine gute Handvoll Oliven entkernen und halbieren
(original sind schwarze - ich mag lieber grüne). 2 EL Kapern abtropfen.
1 gute Handvoll Cherry-Tomaten waschen und halbieren (wenn man an
frische, aromatische Flaschentomaten kommt, dann natürlich lieber diese
verwenden und in Scheiben schneiden), Stielansätze rausschneiden. Die
Menge von 2 kleinen Gläschen Anchovis unter kaltem Wasser abspülen und
abtropfen, in Daumenbreite Stücke schneiden. (Billiger ist es, beim
Griechen ein größeres Glas zu kaufen, anstatt der überteuerten
Nadler-'Reagenzgläser' aus dem Supermarkt).

Wenn die fertige und abgekühlte Sosse auf dem Teig verstrichen wurde,
werden die Tomaten, die Anchovis, die Oliven und die Kapern gleichmäßig
auf der Pizza verteilt.

Jetzt noch 2-3 mittlere Zwiebeln in feine (etwa 2-4 mm, je nachdem, ob
man mehr 'Biss' wünscht) Scheiben schneiden, kräftig salzen und mit
Olivenöl beträufeln, das Ganze mit den Händen gut durchwalken, damit die
Zwiebelscheiben in Ringe zerfallen. Diese Ringe auf der fertig belegten
Pizza großzügig verteilen.

Dann das Übliche: Backofen vorheizen, die Pizza auf mittlerer
Schiene ca. 30 Min. auf Stufe 5-6 (Gas) backen, bis der Boden knusprig
genug ist. Ist aber von Ofen zu Ofen unterschiedlich. Wenn die Zwiebeln
beim ersten mal zu dunkel wurden, schneidet man sie beim nächsten mal
halt was dicker. Wichtig ist, dass die vielen Tomaten schön schrumpelig
werden und nicht mehr 'suppig' sind. Andererseits dürfen die Sardellen
auch nicht austrocknen. Braucht alles ein bisschen Fingerspitzengefühl.
(Ich verteile die Anchovistücke mittlerweile hauptsächlich auf den
Tomatenscheiben - da bleiben sie schön saftig).

Ich hab btw grad ein *.JPG meiner ersten Pissaladiere (vor dem Backen)
gefunden. Schicke ich euch gerne zu, wenn ihr wollt.

So, dann macht euch mal ran... :-)

Ach so, ganz wichtig: die Pissaladiere wird bevorzugt abgekühlt oder
lauwarm gegessen. So schmeckt sie am besten und ist nicht so salzig.
Und man kann statt Hefeteig auch mal (ungesüßten) Mürb- oder Blätterteig
versuchen.

Herzhafte Grüße, Klaus
--
Wozu brauch' ich ein Euro-Zeichen? Ich kann eh' nicht mit Geld umgehen.

Rene Gagnaux

unread,
Feb 2, 2003, 1:30:36 AM2/2/03
to

Guten Tag Klaus, guten Tag allerseits,

On Sun, 2 Feb 2003 01:39:55 +0100, "Klaus Gebhardt" <kgeb...@muenster.de>
wrote (<b1hpmg$2pf$7...@news.citykom.de>):

>[Rene's Rezept gesnippt]
>
>Nö - ich mach das anders - irgendwie pragmatischer

Vielen Dank für Dein Rezept!

> (allerdings erhebe ich keinen Anspruch auf Authentizität):

Das Rezept sieht sehr gut aus. Für eine authentische Pissaladière werden
allerdings zuviele Tomaten verwendet: eine Pissaladière ist ja keine Pizza,
auch wenn sie einer Pizza ähnlich aussieht! ;) Der Zwiebelgeschmack muss mit
dem Sardellengeschmack im Vordergrund sein. Wenn Tomaten, dann nur wenig und
kleingestückelt obendrauf, als Garnitur.

Salut
René

Klaus Gebhardt

unread,
Feb 2, 2003, 1:44:36 PM2/2/03
to
Rene Gagnaux wrote:

> Das Rezept sieht sehr gut aus. Für eine authentische Pissaladière
> werden allerdings zuviele Tomaten verwendet: eine Pissaladière ist ja
> keine Pizza, auch wenn sie einer Pizza ähnlich aussieht! ;) Der
> Zwiebelgeschmack muss mit dem Sardellengeschmack im Vordergrund sein.
> Wenn Tomaten, dann nur wenig und kleingestückelt obendrauf, als
> Garnitur.

Hallo Rene,

danke für dein Lob, und du hast sicher recht. Ich schrieb ja
ausdrücklich, dass meine Variation wohl nicht authentisch ist. Alle sog.
'Originalrezepte', die ich bislang ausmachen konnte, entsprachen eher
dem von dir veröffentlichten. Beim Original werden afaik auch keine
Kapern verwendet, auch wenn sie sehr gut dazu passen würden.
Doch genau so, wie ich schrieb, habe ich meine 'Pissaladiere' in
etlichen Bistros in Südfrankreich kennengelernt, unter exakt diesem
Namen. Die Aquitanier nehmen es aber in vielen anderen Dingen auch nicht
so genau... Hauptsache, es schmeckt. :-)

Viele Grüße, Klaus

Rene Gagnaux

unread,
Feb 3, 2003, 11:31:04 AM2/3/03
to

Guten Tag Klaus, guten Tag allerseits,

On Sun, 2 Feb 2003 19:44:36 +0100, "Klaus Gebhardt" <kgeb...@muenster.de>
wrote:

>Beim Original werden afaik auch keine Kapern verwendet,

Richtig. Die Pissaladière hat sich im Laufe der Jahrhunderte deutlich
verändert, Kapern wurden aber nie verwendet. Wohl weil sie früher in
Südfrankreich nicht sehr bekannt waren. Dafür werden die kleine schwarzen
Oliven der Provence (vor allem bei Nice) verwendet, Kapern *und* Oliven wären
dann IMO zuviel.

>auch wenn sie sehr gut dazu passen würden.

Finde ich auch. Kapern und Sardellen gehören IMO miteinander, ich nehme
ebenfalls Kapern, auch weil ich Kapern sehr mag. Aber eben dann keine Oliven.

>Doch genau so, wie ich schrieb, habe ich meine 'Pissaladiere' in
>etlichen Bistros in Südfrankreich kennengelernt, unter exakt diesem
>Namen. Die Aquitanier nehmen es aber in vielen anderen Dingen auch
>nicht so genau...

Sie passen sich - verständlicherweise - den Wünschen der Kundschaft an, und es
ist schon so, dass eine Pissaladière mit vielen Zwiebeln heute nicht mehr so
gefragt ist (mit etwa 600 g Zwiebeln pro Person...), dafür aber eben die
Pissaladière mit vielen Tomaten. Kräuter werden übrigens auch gerne verwendet:
wenig Lorbeer, etwas Bohnenkraut (nicht ganz die gleiche Art wie in
Deutschland) und Origano. Die Kräuter müssen aber sparsam dosiert sein, sie
dürfen nicht dominieren (sie werden mit dem Zwiebelkonfit gekocht, und dann
herausgenommen).

>Hauptsache, es schmeckt. :-)

Eben! ;-) Vielen Dank übrigens für das Bild, Deine Pissaladière sieht fein
aus!

Salut
René

Vava Luna

unread,
May 28, 2003, 2:40:53 PM5/28/03
to
Im Artikel <b11j9i$qb0$06$1...@news.t-online.com>, "Michael Gruber" <mu...@web.de>
schreibt:

Scheint normal zu sein, das die Leuten den Kuehlschrank selten sauber machen,
sonst wuerdste sowat ja nich finden. Mehrere Monate nach Ablauf MHD nich sauber
gemacht, is ja nich zu fassen.

Tschau,
Vava

NP: Hands Up, Sequential One
--
If I had to work in a German factory, I would die after three days.

Prince Charles aus Clausthal-Zellerfeld

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