Bekannte aus Polen haben mir ein Glas Steinpilze gebracht mit
Essig, Zwiebel, Pfefferkörner, Loorbeerblatt, Salz.
Leider ist vom Steinpilzaroma nach dieser Behandlung nichts mehr
zu merken, sie schmecken halt nur sauer.
Schlimm ist aber, dass sich Schleim bildet. Erinnert etwas an
Grippe (nur völlig durchsichtig).
Wie kommt das zustande? Hat jemand schon mal Pilze mit Schleim
gesehen? Oder von dieser Tortur als Rezept gehört?
hjh
> Hi,
>
> Bekannte aus Polen haben mir ein Glas Steinpilze gebracht mit
> Essig, Zwiebel, Pfefferkörner, Loorbeerblatt, Salz.
>
> Leider ist vom Steinpilzaroma nach dieser Behandlung nichts mehr
> zu merken, sie schmecken halt nur sauer.
>
> Schlimm ist aber, dass sich Schleim bildet. Erinnert etwas an
> Grippe (nur völlig durchsichtig).
>
Pilze, gleich welcher Art, aus Polen tät ich ja nicht so gern essen. Wenn
ich mich recht erinnere, ist Polen damals von der Tschernobyl-Wolke
ziemlich bös getroffen worden.
Ich würde auch keine (wildwachsenden) Pilze aus Deutschland essen, davon
mal abgesehen.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er glaubt, daß die Quarzuhr die Babylonier erfunden
haben. Weil Sand, sagt er, gäbs dort unten genug.
www.theodor-rieh.de, www.theodor-rieh.de/heinrich, www.brueckenbauer.it
Interessant wäre ein Rezept, bei dem das Aroma erhalten bleibt.
hjh
> Hab selber Rezepte mit Google gefunden unter "eingelegte steinpilze".
>
> Interessant wäre ein Rezept, bei dem das Aroma erhalten bleibt.
Nimm' einfach eines für 'Pilze trocknen', wenn das wunderbare Aroma der
Steinpilze erhalten oder sogar noch verstärkt werden soll.
Ulli
--
Web: http://www.rezkonv.de
Blog: http://rksuite.ccwn.org
> On Mon, 22 Oct 2007 13:34:07 +0200, "h.-j.hoffmann"
> <h.-j.h...@arcor.de> wrote:
>
> Wir haben früher vor allem (kahle) Kremplinge in so einen würzigen
> Essigsud (1/3 Essig, 2/3 Wasser, Lorbeer, Pfefferkörner, neue Würze,
> Senfkörner, Zwiebelscheiben) eingelegt.
> Meinem Körper war damals glücklicherweise noch nicht klar, dass er
> eigentlich hätte sterben müssen (nach dem, was man heute so von kahlen
> Kremplingen sagt).
>
Der Mensch stirbt nicht vom Gift, der Mensch stirbt nicht am Tod
Er stirbt vor lauter Todesangst, er stirbt, wenn man ihm droht.
ARIK BRAUER
>
Ciao
Wolfram
--
Wehrkundeunterricht - Judo-Training.
www.theodor-rieh.de, www.theodor-rieh.de/heinrich, www.brueckenbauer.it
hjh
> Wieso sollte sauer eingelegte Steinpilze denn auch noch so schmecke wie
> frische?
> Daniel
Weil Steinpilze mit Steinpilzaroma besser schmecken als solche
mit mit Essigaroma, und das Rezept deshalb als Barbarei
einzustufen ist.
Leg mal deine Socken in Essig ein und teste, ob du sie von den
eingelegten Steinpilzen unterscheiden kannst.
Dir ist das Aroma wohl egal. Und wenn du Aroma willst, kaust du auf
den getrockneten Pilzen rum.
hjh
"h.-j.hoffmann" <h.-j.h...@arcor.de> wrote:
>> Wieso sollte sauer eingelegte Steinpilze denn auch noch so schmecke wie
>> frische?
>Weil Steinpilze mit Steinpilzaroma besser schmecken als solche
>mit mit Essigaroma, und das Rezept deshalb als Barbarei
>einzustufen ist.
;-) Trotzdem geht beim Einlegen im Essig sehr, sehr viel vom Aroma
verloren. Warum, weiss ich nicht, es ist nun mal so.
Gute Steinpilze in Essig einzulegen ist mMn nach eine Verschwendung, es
wäre besser, sie in Öl einzulegen, oder trocknen. In Essig eingelegte
Pilze sind höchstens wegen Knackigkeit, Struktur und Aussehen interessant,
leider nicht wegen Geschmack.
Wenn man diese in Essig eingelegte Steinpilze in einem Gericht verwerten
will, dann zuerst sehr gut spülen und dem Gericht etwas getrocknete
Steinpilze, unmittelbar vor der Verwendung fein gemörsert, zumischen.
Salut
René
--
Die hier verwendete Absenderadresse könnte nur kurzfristig existieren.
Um mich sicher zu erreichen: bitte an ReneOnNews AT aolPUNKTcom schreiben.
Sauer eingelegte Pilze sind eine polnische Spezialität und
schmecken so wie sie schmecken. In Polen wird viel Gemüse sauer
eingelegt. Wenn Dir der Geschmack saurer Pilze nicht behagt,
mußt Du auf frische oder getrocknete Pilze umsteigen.
Bei den sauren Pilzen achte ich nicht aufs Haltbarkeitsdatum.
Das ist mir relativ Wurscht. Solange der SUD noch klar ist
und nicht trübe, so meine persönliche Erfahrung, kann man sie
getrost verspeisen. Die Oberfläche ist immer etwas glatt.
Als "schleimig" würde ich sowas jedoch nicht bezeichnen.
War der Sud schon trüb?
Nimm sie als Mixed Pickles oder nachdem Du sie sehr gut abgewaschen
hast, kannst Du sie auch in den Bigos tun. Ich neme dafür aber lieber
getrocknete oder frische.
BGE
> Leider ist vom Steinpilzaroma nach dieser Behandlung nichts mehr
> zu merken, sie schmecken halt nur sauer.
Die armen Pilze ! Ich würde einen u-turn richtung antipasti
machen.......
zum Einen hat man früher viel stärker Vorratswirtschaft betreiben müssen
als heutzutage, sintemalen im ..."Osten",
zum Anderen hat man diese "Vorräte" dann gerne etwas geplündert, wenn
"Wässerchen" auf den Tisch kamen. Denn zu jedem anständigen Umtrunk
gehörte (und gehört!) im "Osten" etwas Handfestes für den Gaumen, eben
"Sakouskas" - ich hoffe, diesen Begriff einigermasen lautmalerisch
reproduziert zu haben.
Es sind dies alle möglichen Arten von Nahrungsmitteln, die den Genuss
von Wodka oder "Samagon" wie es die Litauer zu nennen pflegten,
begleiteten und immer noch begleiten. Sauer eingelegte Steinpilze aus
Polen oder noch weiter weg würde ich stantepede als solche Dreingabe
ansehen -
- und geniessen.
Randbemerkung: unsere aus Kasachstan stammende Putzhilfe hat sich
verwundert darüber mokiert, dass in Old Germany zwar sehr viel gesoffen,
aber dabei nix gegessen würde. DAS wäre in Russland undenkbar.
Wobei nun wiederum der Begriff "Russland" nicht politisch, sondern eher
geografisch zu benutzen wäre - also bezogen auf alles, was jenseits
von .... nehmt eine Grenze, welche Ihr Euch denkt .. liegt.
Hoffe, der Diskussion eine neue Wendung gegeben zu haben.
Peter der Langmesser
Konrad Wilhelm <konrad_...@web.de> wrote:
> On Mon, 22 Oct 2007 17:14:28 +0200, Rene Gagnaux
> <rg_01...@renegagnaux.ch> wrote:
>
> >Wenn man diese in Essig eingelegte Steinpilze in einem Gericht verwerten
> >will,
>
> Das _ist_ ein Gericht.
> Sowas serviert man wie z. B. Mixed Pickles oder saure Gürkchen.
> Es kommt doch auch niemand auf die Idee, Cornichons abzuspülen, wenn
> er Gurken braucht.
>
> Wenn man Pilze in Essig einlegt, schmecken sie nach Pilzen in Essig.
> Wenn man Pilze trocknet, schmecken sie nach getrockneten Pilzen, und
> das ist völlig unterschiedlich wie frische Pilze.
> Wenn man Pilze in Öl einlegt schmecken sie mach Pilze in Öl und das
> ist völlig anders als frische Pilze.
> Wenn man Pilze möglichst unter Erhalt des frischen Pilzgeschmacks
> konservieren will und auch so verwenden will wie frische Pilze sollte
> man sie einfrieren.
>
> k.
Das habe ich aber von einigen Leuten 50+ schon gehört, daß sie früher
Kremplinge gegessen haben. Ich glaube, daß Pilze waren früher viel
ungiftiger als heute waren und und auch, je östlicher man kommt.
Viele Grüße!
Martina
Wie wird denn ein Pilz immer giftiger?
BGE
> Interessante Theorie. Proben von vor 50 Jahren wird man wohl nicht
> mehr untersuchen können (hat man das damals?) aber ein
> west-ost-Gefälle wäre ja nachweisbar.
>
Aber bitte... Ich glaube, die Martina meinte nur, daß man früher (und heute
noch in Osteuropa) nicht so ein Geschiß und Trara gemacht von wegen
Giftigkeit von irgendwelchen Sachen.
Ciao
Wolfram
--
wenn ich einmal zweimal bin,/geb ich mir die hand;/dabei stets
vorausgesetzt,/ich hätte mich erkannt.
www.theodor-rieh.de, www.theodor-rieh.de/heinrich, www.brueckenbauer.it
>
> Ihr habt ja Recht.
> Aber in Polen ist der Steinpilz oft ein Massenpilz.
> 2001 war das hier auch mal wieder so. Soviel konnte man garnicht essen
> und trocknen, wie gefunden wurden.
also ich finde frische Steinpilze auch nicht unbedingt das tollst
was es an Pilzen gibt, getrocknet entfalten sie erst das intensive
Steinpilzaroma. Eine Schüssel voll Pfifferlinge sind mir lieber.
Aber das ist eine rein subjektive Meinung.
Grüßle Karin
> Rotfußröhrlinge mag ich nur im Mischpilzgericht.
Und zwar IMHO deswegen, weil man sie dann nicht mehr ausfindig macht. Die
schmecken nämlich fast nach gar nichts.
Ulli
--
Web: http://www.rezkonv.de
Blog: http://rksuite.ccwn.org
>Wie wird denn ein Pilz immer giftiger?
Beim Krempling lagert sich wohl ein Gift an, bzw. gibt es irgendwelche
Veränderungen im Körper, die auf Jahre bestehen bleiben, und sich oft
erst spät so akkumulieren, dass es zu Vergiftungserscheinungen kommt.
Dass hat man früher einfach nicht gewusst. Die Erfahrung half da nicht
weiter ("Hab ich doch die letzten Jahre immer mal gegessen und hat mir
nie geschadet").
Jetzt weiß man's.
Gruß
Gerald
>>
> Koste mal schöne Mischpilze: paar Maroner, paar Täublinge, paar
> Perlpilze, paar Butterpilze (Lärchenröhrling), einen (oder 1/2)
> Birkenreizker und eben was man so findet. Vielleicht eine Hexenpilz,
> vielleicht paar Stockschwämmchen, vielleicht Rotfußröhrlinge oder eine
> krause Glucke. Mir schmeckt das allemal besser als nackte
> Pfifferlinge.
> Aber das ist auch eine rein subjektive Meinung.
>
> k.
zu viele Butterpilze dürfen aber nicht drin sein.
Reizker und Maronen findet man bei uns, Waldchampignons und Steinpilze
auch. Mit Morcheln hatte ich noch kein Glück, dafür gibt es
Schopftintlinge und alle 2-3 Jahre Wiesenchampignons in rauen Mengen.
Pfifferlinge mag ich, in Butter geröstet mit etwas Zwiebel und
Petersilie, noch etwas Sahne dazu, lecker.
Grüßle Karin
h.-j.hoffmann schrieb:
> Hi,
> Wie kommt das zustande? Hat jemand schon mal Pilze mit Schleim
> gesehen? Oder von dieser Tortur als Rezept gehört?
>
> hjh
ohne den Thread wirklich ganz durchgelesen zu haben: Könnte es sich,
wenn die Pilze halbsauer eingelegt sind, bei dem Schleim etwa um die
Vorstufe einer sog. "Essigmutter" handeln? oder ist das völlig abwegig?
Grüsse
Margrit