Ab heute ist eigentlich Schluss

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Ina Koys

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May 2, 2016, 6:18:08 AM5/2/16
to

Kathinka Wenz

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May 2, 2016, 9:31:36 AM5/2/16
to
On Monday, May 2, 2016 at 12:18:08 PM UTC+2, Ina Koys wrote:
> http://www.slowfood.de/projekte_und_aktionen/fish_dependence_day

Es wäre nett, wenn nicht nur einen Link postest, sondern auch ein bisschen
Erklärung im Posting dazu lieferst.

Einen Link kommentarlos zu verschicken hat immer ein bisschen was von Spam.

Gruß, Kathinka

Christian Schill

unread,
May 2, 2016, 11:57:35 AM5/2/16
to
Am 02.05.16 um 15:31 schrieb Kathinka Wenz:
.. und von Lieblosigkeit, das sehe ich auch so.

Grüße
Christian.

Hans-Heinrich Hoppenstedt

unread,
May 2, 2016, 12:44:03 PM5/2/16
to
Christian Schill wrote:
> Kathinka Wenz wrote:
>> Ina Koys wrote:
>>> http://www.slowfood.de/projekte_und_aktionen/fish_dependence_day
>>
>> Es wäre nett, wenn nicht nur einen Link postest, sondern auch ein
>> bisschen Erklärung im Posting dazu lieferst.
>>
>> Einen Link kommentarlos zu verschicken hat immer ein bisschen was
>> von Spam.
>
> .. und von Lieblosigkeit, das sehe ich auch so.

Sag das mal besser dem pensionierten Gemeinschaftskunde- und
Religionslehrer Dr. phil. Horst Leps aus Hamburg!

Hannes

Ina Koys

unread,
May 2, 2016, 1:41:37 PM5/2/16
to
Und das traust du mir zu? *Schluchz*

Ina,
gesenkten Hauptes davon schleichend

Ina Koys

unread,
May 2, 2016, 1:43:13 PM5/2/16
to
Wird ja immer schlimmer, was ihr mir alles zutraut. Dabei wollte ich
exakt das Gegenteil, wo doch die glatten Fakten schon traurig genug sind.

Ich wollte einfach kein überflüssiges Geschwätz abladen. Manno...

Ina Koys

unread,
May 2, 2016, 1:47:52 PM5/2/16
to
Am 02.05.2016 um 12:18 schrieb Ina Koys:
> http://www.slowfood.de/projekte_und_aktionen/fish_dependence_day

Also auf den Wunsch verschiedener - aber noch lebender - hier
Mitlesender in Zusammenfassung: am heutigen Tage haben wir statistisch
das Quantum an Fisch aufgegessen, das in Deutschland nachwachsen würde.
Ab morgen plündern wir die Ressourcen anderer Länder und der Weltmeere.

Guten Appetit!

Diedrich Ehlerding

unread,
May 2, 2016, 2:19:33 PM5/2/16
to
Ina Koys meinte:

> am heutigen Tage haben wir statistisch
> das Quantum an Fisch aufgegessen, das in Deutschland nachwachsen würde.
> Ab morgen plündern wir die Ressourcen anderer Länder und der Weltmeere.

Was bedeutet "in Deutschland nachwachsen"? In heimischen Teichen und in
der 12- (oder meinetwegen auch 200-) Seemeilen-Zone? Dann dürften also
Österreicher und Schweizer gar keinen Seefisch essen.

Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
morgen. Nichts gegen das Ziel, aber die Argumentation ... das mit
"statistisch in Deutschland nachwachsen" zu begründen, ist, ähm,
eigenwillig.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Tobias Schuster

unread,
May 2, 2016, 3:27:14 PM5/2/16
to

> Ich wollte einfach kein überflüssiges Geschwätz abladen. Manno...

Aber zuzumuten, auf irgendwie hingeworfene Links zu klicken, ist
Manno... nicht comme il faut, ein EDV-No-Go oder schlicht: bäh!

2


Hans-Jürgen Meyer

unread,
May 2, 2016, 3:59:27 PM5/2/16
to
Am 02.05.2016 um 19:47 schrieb Ina Koys:
> Am 02.05.2016 um 12:18 schrieb Ina Koys:
>> http://www.slowfood.de/projekte_und_aktionen/fish_dependence_day
>
> Also auf den Wunsch verschiedener - aber noch lebender - hier
> Mitlesender in Zusammenfassung: am heutigen Tage haben wir statistisch
> das Quantum an Fisch aufgegessen, das in Deutschland nachwachsen würde.

Falsch. Das was vom dem deutschen Flotten gefangen wird bzw. werden
darf. Das ist ein RIESEN Unterschied!

> Ab morgen plündern wir die Ressourcen anderer Länder und der Weltmeere.
>
Falsch. Wir plündern nur die Bestände anderer Länder. Diese anderen
Länder sind die wirklich Fischbestände plündernden... ;)

Bislang fand ich ja den Steuerzahlergedenktag (Tax Freedom Day) mit als
schlimmsten
http://www.steuerzahler.de/Von-1-Euro-bleiben-nur-476-Cent/65996c76569i1p1520/index.html
...

Nun nehm ich den Fischtag mit auf...

Ich find das alles nicht wirklich so schlimm. Es ist Besserung in Sicht.
Fukushima wird sicher große und schnellwachsende Fische hervorbringen... ;)



Hans-Jürgen

Luigi Rotta

unread,
May 2, 2016, 4:36:07 PM5/2/16
to
Am Mon, 2 May 2016 21:27:08 +0200 schrieb Tobias Schuster
<7e0f...@gmx.de>:

>
>> Ich wollte einfach kein überflüssiges Geschwätz abladen. Manno...
>
>Aber zuzumuten, auf irgendwie hingeworfene Links zu klicken, ist
>Manno... nicht comme il faut, ein EDV-No-Go oder schlicht: bäh!

Leider fasst diese Unmode überall immer mehr Fuss: einfach nur Link
abladen und fertig.

Mindestens einen kurzen Satz oder Stichworte, so als minimaler
redaktioneller Anteil an der Nachricht.

Schliesslich ist hier eine *News"-Group und keine *Link-Ablade*-Group.


--

Gruss

Luigi




Was dem einen die richtige Schuhgrösse ist sind dem anderen seine Clownschuhe.

Luigi Rotta

unread,
May 2, 2016, 4:37:11 PM5/2/16
to
Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
<diedrich....@t-online.de>:

>Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>morgen.

Nicht nachdenken.

Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.

Hans-Jürgen Meyer

unread,
May 2, 2016, 4:48:33 PM5/2/16
to
Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
> <diedrich....@t-online.de>:
>
>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>> morgen.
>
> Nicht nachdenken.
>
> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>
Kein Fisch ist auch keine Lösung... :(

Letzte Woche hatte ich seit Jahren mal wieder eine richtige Scholle.
Eine die so gerade in die 28er Pfanne passte...

Hans-Jürgen

HC Ahlmann

unread,
May 2, 2016, 4:59:14 PM5/2/16
to
Luigi Rotta <lu...@rotta.ch> wrote:

> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
> <diedrich....@t-online.de>:
>
> >Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
> >Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
> >morgen.
>
> Nicht nachdenken.
>
> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.

"Nicht nachdenken" führt aber regelmäßig zu "Fisch essen". Verzicht oder
Änderung erfordert Nachdenken.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Tobias Schuster

unread,
May 2, 2016, 6:14:33 PM5/2/16
to

>>> Ich wollte einfach kein überflüssiges Geschwätz abladen. Manno...
>>
>> Aber zuzumuten, auf irgendwie hingeworfene Links zu klicken, ist
>> Manno... nicht comme il faut, ein EDV-No-Go oder schlicht: bäh!
>
> Leider fasst diese Unmode überall immer mehr Fuss: einfach nur Link
> abladen und fertig.
>
> Mindestens einen kurzen Satz oder Stichworte, so als minimaler
> redaktioneller Anteil an der Nachricht.

Manche Sonder-Gestalten und Spezial-Waidmänner machen solche Sachen, um
auf sich aufmerksam zu machen.
Aber dass ein bisweilen ausgeschlafenes Mädel sich so gibt, scheint wohl
einer Provokation geschuldet. Aber das können die anderen besser.
<k> rulez!

> Schliesslich ist hier eine *News"-Group und keine *Link-Ablade*-Group.
Schon traurig.

2


Luigi Rotta

unread,
May 3, 2016, 12:28:26 AM5/3/16
to
Am Mon, 2 May 2016 22:48:02 +0200 schrieb Hans-Jürgen Meyer
<spamme...@gmx.de>:

>Kein Fisch ist auch keine Lösung... :(
>
>Letzte Woche hatte ich seit Jahren mal wieder eine richtige Scholle.
>Eine die so gerade in die 28er Pfanne passte...

Ich hatte dieses Jahr auch schon ein Mal Fisch zum Mittagessen. Nicht
weil ich es mir ausgesucht hätte.

Nächste Weihnachten noch feinen Wildlachs, das wärs dann für dieses
Jahr. ;)

Luigi Rotta

unread,
May 3, 2016, 12:29:10 AM5/3/16
to
Am Mon, 2 May 2016 22:59:12 +0200 schrieb hc.ah...@gmx.de (HC
Ahlmann):

>Luigi Rotta <lu...@rotta.ch> wrote:
>
>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
>> <diedrich....@t-online.de>:
>>
>> >Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>> >Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>> >morgen.
>>
>> Nicht nachdenken.
>>
>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>
>"Nicht nachdenken" führt aber regelmäßig zu "Fisch essen". Verzicht oder
>Änderung erfordert Nachdenken.

Ok, ändern wir auf "nicht lange nachdenken" ...

Hans-Heinrich Hoppenstedt

unread,
May 3, 2016, 3:17:50 AM5/3/16
to
Tobias Schuster projizierte heftigst:
>>
>> Mindestens einen kurzen Satz oder Stichworte, so als minimaler
>> redaktioneller Anteil an der Nachricht.
>
> Manche Sonder-Gestalten und Spezial-Waidmänner machen solche Sachen,
> um auf sich aufmerksam zu machen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Sag den Spruch einfach noch mal auf, wenn Du das nächste Mal in deinen
Rasierspiegel schaust.

Tschüß!
Hannes

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 3:22:32 AM5/3/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 02.05.2016 um 12:18 schrieb Ina Koys:
> > http://www.slowfood.de/projekte_und_aktionen/fish_dependence_day
>
> Also auf den Wunsch verschiedener - aber noch lebender - hier
> Mitlesender in Zusammenfassung: am heutigen Tage haben wir statistisch
> das Quantum an Fisch aufgegessen, das in Deutschland nachwachsen würde.
> Ab morgen plündern wir die Ressourcen anderer Länder und der Weltmeere.

Wenn euch das so umtreibt - warum tut ihr es dann?

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 3:53:31 AM5/3/16
to
Am 02.05.2016 um 20:49 schrieb Kathinka Wenz:
> Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
>> Am 02.05.2016 um 15:31 schrieb Kathinka Wenz:
>>> On Monday, May 2, 2016 at 12:18:08 PM UTC+2, Ina Koys wrote:
>>> Einen Link kommentarlos zu verschicken hat immer ein bisschen was von Spam.
>> Und das traust du mir zu? *Schluchz*
>
> Nein, deswegen habe ich ihn auch angeschaut. Aber es trotzdem netter, wenn
> da ein paar Worte dabei stehen. Sieh es als begründete Bitte an. :-)

Ich gehe in mich - auch wenn da auch nichts los ist...

Ina

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 3:57:14 AM5/3/16
to
Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
> <diedrich....@t-online.de>:
>
>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>> morgen.
>
> Nicht nachdenken.
>
> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.

Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
in höherem Maße als heute befischbar sein.

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 4:09:27 AM5/3/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
> > Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
> > <diedrich....@t-online.de>:
> >
> >> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
> >> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
> >> morgen.
> >
> > Nicht nachdenken.
> >
> > Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>
> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> in höherem Maße als heute befischbar sein.

Wie begründet denn die andere, konkret nicht erinnerte
Quelle, daß die Beseitigung der Lebensgrundlage
unzähliger Menschen das von allen Umweltproblemen
am leichtesten zu lösende ist? Es könnte deutlichen
Widerstand dagegen geben.

Hans-Heinrich Hoppenstedt

unread,
May 3, 2016, 4:18:22 AM5/3/16
to
Behauptung: Selbst, wenn jetzt alle Eingeborenen im BRD-Staate mit einem
Schlage sterben sollten, würde sich trotzdem rein gar nichts ändern am
Elend der Welt.

Warum das denn? - wird sich vielleicht mancher Gutmensch jetzt erstaunt
fragen. Die bösen Deutschen (Nazis) würden dann doch anderen Menschen
keinen Fisch mehr wegessen und es wäre gleichzeitig auch viel mehr Platz
da für die ganzen fleißigen und hochqualifizierten Zuwanderer aus
"Syrien", also aus Schwarzafrika, Nordafrika, Afghanistan, Pakistan,
Indien und wo diese ganzen "schutzsuchenden Syrer" sonst noch alle
herkommen mögen. Das Problem sind doch wohl allein die Eingeborenen
(alles Nazis, außer Mutti!) mit ihrem unverschämten Anspruchsdenken und
ihren Besitzständen, das Pack also, wie es vom fetten SPD-Schwein Siggi
immer "liebevoll" genannt wird.

Hier versucht jemand mal global betrachtet die ungefähren Relationen zu
dem gesamten Problem mit Hilfe von bunten Kaugummikugeln darzustellen,
und dann hat es ja auch wiederum was mit Mampf im engeren Sinne zu tun
und ist deshalb nicht völlig OT:
https://www.youtube.com/watch?v=YsRQNu9Jg7k

Laßt euch das Leben von den ganzen Polit-Gaunern am besten nicht
vermiesen und eßt weiter Kabeljau- und Rotbarschfilet!

Seefisch ist lecker und zudem gesund.

Der Prankenhannes


---------------------------------------------------
Die Wahrheit über die Bildung syrischer Flüchtlinge
http://tinyurl.com/h7zydbq
---------------------------------------------------




Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 4:55:45 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 10:09 schrieb Lothar Frings:
> Ina Koys tat kund:
>
>> Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
>>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
>>> <diedrich....@t-online.de>:
>>>
>>>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>>>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>>>> morgen.
>>>
>>> Nicht nachdenken.
>>>
>>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>>
>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>
> Wie begründet denn die andere, konkret nicht erinnerte
> Quelle, daß die Beseitigung der Lebensgrundlage
> unzähliger Menschen

Lebensgrundlage unzähliger Menschen? Erinnere dich mal daran, wieviele
Leute überhaupt auf Schiffen arbeiten. Ich habe jetzt konkrete Zahlen
nicht für Fangschiffe finden können, aber auf einem Containerschiff
kannst du ausgehen von 8-10 Leuten. Sein wir großzügig und rechnen wir
für ein Hochseefangschiff 50. Glaub ich nicht dran, aber sagen wir mal.
Manche von diesen Schiffen haben Netze, die 12 *zwölf* Jumbojets fassen
können und jeden Schwarm, den sie einmal gefunden haben, restlos an Deck
ziehen können. Wie viele Leute dann an dem wie lange essen und ob er
nicht - wie gar nicht so selten - einfach nur als Viehfutter verwendet
wird, ist mir jetzt zu spekulativ. Aber wenn wir von den direkt auf See
Angestellten ausgehen, sind es in Deutschland kaum mehr als 1000 Leute.
Von denen sind kaum mehr als 10% Deutsche. Zwar finde ich Deutsche jetzt
nicht wichtiger als andere, aber ich fühle mich nicht verantwortlich für
die Arbeitsplatzsicherheit von Wanderarbeitern. Sie können auch woanders
wanderarbeiten gehen, so ist der Job. Vielleicht gibts ja mehr Jobs auf
Frachtern, wenn Fischerei vorübergehend nicht geht. Nach 3 Jahren kann
man ja mit verstärktem Einsatz weitermachen. Und selbst wenn sich z.B.
die EU völlig unerwartet darauf einigen sollte, genau diese
3-Jahres-Maßnahme zu ergreifen, dann fischen derweile die Isländer,
Russen, Japaner, Amerikaner und sonstwer weiter. Und Küstenfischer
dürften zu dem Problem sowieso wenig beitragen, die werden auch besser
dran sein und *wieder* Arbeitsplätze schaffen können, und das nicht nur
in ein paar reichen Industriestaaten, sondern auch in den Ländern, vor
deren Haustür sich jetzt unser Fischfang abspielt, von dem sie nichts
haben.

das von allen Umweltproblemen
> am leichtesten zu lösende ist? Es könnte deutlichen
> Widerstand dagegen geben.

Es gibt Widerstand gegen alles. Vor meiner Haustür hat eine
Bürgerinitiative wütenden Widerstand dagegen geleistet, dass ein völlig
verwilderter Stadtpark endlich mal wieder aufgebügelt und das
Baumunkraut entfernt wird. Und wenn jemand Widerstand dagegen leistet,
dass es seinen Wirtschaftszweig auch in 5 Jahren noch geben wird, dann
ist es ihm freigestellt. Das wird mich aber nicht von seiner Position
überzeugen.

Dorothee Hermann

unread,
May 3, 2016, 6:02:01 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 10:15 schrieb Werner Sondermann/Hans-Heinrich Hoppenstedt:

> Hier versucht jemand mal global betrachtet die ungefähren Relationen
> zu dem gesamten Problem mit Hilfe von bunten Kaugummikugeln
> darzustellen, und dann hat es ja auch wiederum was mit Mampf im
> engeren Sinne zu tun und ist deshalb nicht völlig OT:
> https://www.youtube.com/watch?v=YsRQNu9Jg7k

War vor einem Jahr doch schon Bestandteil einer Rede eines Schweizers
https://www.youtube.com/watch?v=N0VwnKXGEc8

Die Demonstration ist so einseitig-einfach-gestrickt-erdrückend, dass
kaum jemand in dem Moment etwas dagegen sagen kann.
Führt hier in de.mampf zu weit, aber damals gab es weiterfassende und
sehr gute Gegenargumente.


Dorothee

Wolfgang Kynast

unread,
May 3, 2016, 6:16:46 AM5/3/16
to
On Tue, 3 May 2016 09:53:29 +0200, "Ina Koys" posted:

>Am 02.05.2016 um 20:49 schrieb Kathinka Wenz:
>> Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>>
>>> Am 02.05.2016 um 15:31 schrieb Kathinka Wenz:
>>>> On Monday, May 2, 2016 at 12:18:08 PM UTC+2, Ina Koys wrote:
>>>> Einen Link kommentarlos zu verschicken hat immer ein bisschen was von Spam.
>>> Und das traust du mir zu? *Schluchz*
>>
>> Nein, deswegen habe ich ihn auch angeschaut. Aber es trotzdem netter, wenn
>> da ein paar Worte dabei stehen. Sieh es als begründete Bitte an. :-)
>
>Ich gehe in mich - auch wenn da auch nichts los ist...

Keine Angst im Dunkeln? Respekt!

--
;-)
Wolfgang

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 6:23:48 AM5/3/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 03.05.2016 um 10:09 schrieb Lothar Frings:
> > Ina Koys tat kund:
> >
> >> Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
> >>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
> >>> <diedrich....@t-online.de>:
> >>>
> >>>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
> >>>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
> >>>> morgen.
> >>>
> >>> Nicht nachdenken.
> >>>
> >>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
> >>
> >> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> >> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> >> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> >> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> >> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> >> in höherem Maße als heute befischbar sein.
> >
> > Wie begründet denn die andere, konkret nicht erinnerte
> > Quelle, daß die Beseitigung der Lebensgrundlage
> > unzähliger Menschen
>
> Lebensgrundlage unzähliger Menschen? Erinnere dich mal daran, wieviele
> Leute überhaupt auf Schiffen arbeiten.

Ok, ich bekomme meinen Fisch nicht direkt vom Kutter,
sondern nachdem unzählige andere Menschen an der
Verarbeitungs, Transport- und Verkaufskette teilhatten.

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 6:31:08 AM5/3/16
to
Dorothee Hermann tat kund:
Besonders eindrucksvoll waren die
aber offenbar nicht.

HC Ahlmann

unread,
May 3, 2016, 6:31:23 AM5/3/16
to
Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:

> Am 03.05.2016 um 10:09 schrieb Lothar Frings:
> > Ina Koys tat kund:

> >> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> >> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> >> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> >> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> >> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> >> in höherem Maße als heute befischbar sein.
> >
> > Wie begründet denn die andere, konkret nicht erinnerte
> > Quelle, daß die Beseitigung der Lebensgrundlage
> > unzähliger Menschen
>
> Lebensgrundlage unzähliger Menschen? Erinnere dich mal daran, wieviele
> Leute überhaupt auf Schiffen arbeiten.

Ich habe den Eindruck, Ihr beiden redet aneinander vorbei. Lothar meint
Fischfang zur Ernährung, Ina meint Fischfang als Lohnerwerb; beides
hilft, satt zu werden, unterscheidet sich dennoch.

> > das von allen Umweltproblemen am leichtesten zu lösende ist? Es könnte
> > deutlichen Widerstand dagegen geben.
>
> Es gibt Widerstand gegen alles. Vor meiner Haustür hat eine
> Bürgerinitiative wütenden Widerstand dagegen geleistet, dass ein völlig
> verwilderter Stadtpark endlich mal wieder aufgebügelt und das
> Baumunkraut entfernt wird. Und wenn jemand Widerstand dagegen leistet,
> dass es seinen Wirtschaftszweig auch in 5 Jahren noch geben wird, dann
> ist es ihm freigestellt. Das wird mich aber nicht von seiner Position
> überzeugen.

Du denkst an Fischfang als Lohnerwerb, betrachte es als Nahrungsquelle
und betrachte aus beiden Blickwinkeln: Würde Dein Widerstand gegen
Wegfall Deiner Erträge aus dem Gemüsegarten überzeugen? Gemüse gibt's
schließlich auch im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt, im Bioladen. Es
bräche also nicht die Ernährungsgrundlage, sondern nur eine
Bezugsmöglichkeit von mehreren und ein Freizeitvertreib weg. Als damals™
der Gemüsegarten noch mangels ausreichendem Einkommen oder Versorgung
zur Ernährung unverzichtbar war, wäre Widerstand sicher noch
überzeugender.

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 6:40:23 AM5/3/16
to
HC Ahlmann tat kund:

> Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
> > Am 03.05.2016 um 10:09 schrieb Lothar Frings:
> > > Ina Koys tat kund:
>
> > >> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> > >> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> > >> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> > >> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> > >> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> > >> in höherem Maße als heute befischbar sein.
> > >
> > > Wie begründet denn die andere, konkret nicht erinnerte
> > > Quelle, daß die Beseitigung der Lebensgrundlage
> > > unzähliger Menschen
> >
> > Lebensgrundlage unzähliger Menschen? Erinnere dich mal daran, wieviele
> > Leute überhaupt auf Schiffen arbeiten.
>
> Ich habe den Eindruck, Ihr beiden redet aneinander vorbei. Lothar meint
> Fischfang zur Ernährung, Ina meint Fischfang als Lohnerwerb; beides
> hilft, satt zu werden, unterscheidet sich dennoch.

Wir meinen beide Fischfang als Lohnerwerb.
Alles andere wäre ja Unsinn, weil man sich
zweifellos gut ernähren kann, ohne Fisch
zu essen.

Dorothee Hermann

unread,
May 3, 2016, 6:53:15 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 12:31 schrieb Lothar Frings:
Es ist ein (für mich) 'plakatives' Beispiel und vielleicht, wie Werner
schrieb, ein Versuch, etwas darzustellen, wenn man es als 'ein Argument'
sieht, vielleicht als Teil einer Diskussion.

Aber so 'lähmt' es. Dann käme die (mögliche) Folgerung dieses
'Kugelspiels', ob man 'einem/wenigen Menschen helfen sollte, weil es
doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre und der überwältigenden,
großen Anzahl der Hilfsbedürftigen nicht hilft.
Was dann vielleicht den einen oder anderen Hilfswilligen veranlasst,
seine Hilfe nicht anzubieten oder sich ohnmächtig vor der Größe der
Aufgabe zu fühlen.

Dass es daneben Hilfe zur Selbsthilfe z.B. geben muss, ist wichtig.
Ich mag Leute, die es versuchen - und nicht welche, die darstellen,
warum es nicht geht!


Dorothee

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 7:27:37 AM5/3/16
to
Ich auch nicht. Und ich kann mir nicht mal vorstellen, dass Kutter
überhaupt irgendwo ein Problem sind. Trotzdem ist es für praktisch alle
Menschen außer den Deutschen normal, dass das Leben sich ändert. Wenn
ein Job was abwirft, dann macht man den. Wirft er nichts ab, sucht man
sich einen anderen. Niemand in Deutschland wird deshalb verelenden. Die
Verelendung findet in anderen Ländern statt, wo wir es normalerweise
nicht sehen müssen. Besitzstandswahrung in dem vollen Bewusstsein, dass
in wenigen Jahren der komplette Zusammenbruch folgen wird, finde ich
vorsichtig ausgedrückt minderintelligent.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 7:42:55 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 12:31 schrieb HC Ahlmann:
> Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
>> Am 03.05.2016 um 10:09 schrieb Lothar Frings:
>>> Ina Koys tat kund:
>
>>>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>>>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>>>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>>>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>>>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>>>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>>>
>>> Wie begründet denn die andere, konkret nicht erinnerte
>>> Quelle, daß die Beseitigung der Lebensgrundlage
>>> unzähliger Menschen
>>
>> Lebensgrundlage unzähliger Menschen? Erinnere dich mal daran, wieviele
>> Leute überhaupt auf Schiffen arbeiten.
>
> Ich habe den Eindruck, Ihr beiden redet aneinander vorbei. Lothar meint
> Fischfang zur Ernährung, Ina meint Fischfang als Lohnerwerb; beides
> hilft, satt zu werden, unterscheidet sich dennoch.

Fischfang zur persönlichen Ernährung brauchen? Europäer? Wer sollte das
sein? Wer in Europa ist gezwungen, vom selbst gefangenen Fisch zu leben?
Und wenn es tatsächlich solche Leute gibt, warum sollten die nicht vor
Glück auf den Tischen tanzen, wenn fabrikmäßiger Fischfang für ein paar
Jahre ausgesetzt wird?

> Du denkst an Fischfang als Lohnerwerb, betrachte es als Nahrungsquelle
> und betrachte aus beiden Blickwinkeln: Würde Dein Widerstand gegen
> Wegfall Deiner Erträge aus dem Gemüsegarten überzeugen?

Ich frage mich, an was für eine Art Fischfang du denkst. Es geht hier
nicht um Kleinkram. Die Angler kaufen seit Jahren oder Jahrzehnten
Satzfische, damit sie was zu angeln haben. Ist auch so mittel, aber
immerhin beschaffen sie sich ihren Nachschub selber. Ein Fabrikschiff
tut das nicht. Das fischt nicht nur die See leer, sondern zerstört oft
genug das ganze Ökosystem, auf dem die nächste Generation heranwachsen
könnte. Das ist das Problem. Kein romantischer Kutter.

> Gemüse gibt's
> schließlich auch im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt, im Bioladen.

Du verdrehst da was: ich wirtschafte auf meinem Boden und ich pflege
ihn. Das mach ich seit 35 Jahren und die Erträge schwanken im Detail,
aber sie bleiben im Rahmen des Erwünschten. Ich steige nicht über
anderer Leute Zäune, um mir dort zu einzutüten, was mir fehlt. Im Grunde
ist es genau mein Fehler, überhaupt Nahrung zuzukaufen, wenn ich doch
die Möglichkeit habe, sie selber zu erwirtschaften. Wenn wir mal im
Rahmen dieses Bildes bleiben wollen. Denn das ist ja offensichtlich mein
nicht nachhaltiger Verbrauch.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 7:43:51 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 12:40 schrieb Lothar Frings:

> Wir meinen beide Fischfang als Lohnerwerb.
> Alles andere wäre ja Unsinn, weil man sich
> zweifellos gut ernähren kann, ohne Fisch
> zu essen.

Ja, jedenfalls bei uns. Ich verstehe auch nicht so recht, worauf er
hinaus will.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 8:02:06 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 12:53 schrieb Dorothee Hermann:

> Dass es daneben Hilfe zur Selbsthilfe z.B. geben muss, ist wichtig.
> Ich mag Leute, die es versuchen - und nicht welche, die darstellen,
> warum es nicht geht!

Aber der letzte Teil ist der einfachste. Deshalb ist er auch so beliebt.
Aber wenn man ein paarmal gesehen hat, wie man z.B. in Gegenden, wo es
keine Banken gibt, Geschäftsleuten mit durchaus übersichtlichen Krediten
richtig und ernsthaft helfen kann, dann kann das zur Sucht ausarten. Ich
war z.B. bei einem Kredit von 5500 USD mit dabei, den eine Bäuerin in
einem Dorf in Ruanda aufgenommen hat, um die Dorfernte an Bohnen und
Mais aufzukaufen und auf eigene Kappe zum Markt zu bringen. 15 Leute aus
dem Dorf haben selbstschuldnerisch für sie gebürgt. Sie hat den Kredit
in 5 Monaten komplett zurückgezahlt und uns allen noch eine Nachricht
geschrieben "Alles hat wunderbar funktioniert! Ich hab beim Zurückzahlen
sogar noch ein schönes Haus kaufen können. Wir sind richtig glücklich!"
Klingt wie ausgedacht und wird sicher nicht immer so funktionieren, ist
aber echt. Da mit dabei zu sein, macht mir Spaß. Nicht das Gejammer,
dass die Welt schlecht ist und wir daran sowieso nichts ändern können.
Denn das ist ein guter Teil des Problems: wenn die Welt nicht besser
wird, dann liegt es auch daran, dass wir uns nicht bessern wollen. Wir
mit unserem Ressourcenverbrauch sind das Problem. Und damit wir uns
nicht bessern müssen, verstecken wir uns gern hinter Sprechblasen wie
"Der Mensch ist eben so!" und ähnlichem Unfug. Schon immer haben es
ganze Völker geschafft, nicht alles rings um sich zu verballern. Und bis
heute gibt es Leute, die das "zivilisierte" Leben kennenlernen, dort
Universitätsabschlüsse erlangen, dann entscheiden, dass das nichts für
sie ist und zurück gehen in ihre Lehmhütte mit dem undichten Dach und
ohne Fenster und sich freuen, endlich wieder bei sich zu sein. Ich hab
so einen getroffen. "Der Mensch" ist nicht so oder so. Wir sind alle
anders und die meisten von uns haben genug Hirn zum Denken. Wir sollten
auf breiter Front damit anfangen.

Ina,
verweisend auf http://www.smava.org

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 8:03:26 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 12:16 schrieb Wolfgang Kynast:

>> Ich gehe in mich - auch wenn da auch nichts los ist...
>
> Keine Angst im Dunkeln? Respekt!

Da ist ja keiner, der mir was tun könnte. Müsste ich dort mit Spinnen
rechnen, sähe die Sache GANZ anders aus!

Dorothee Hermann

unread,
May 3, 2016, 8:32:36 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 14:02 schrieb Ina Koys:
> Am 03.05.2016 um 12:53 schrieb Dorothee Hermann:
>> Dass es daneben Hilfe zur Selbsthilfe z.B. geben muss, ist wichtig.
>> Ich mag Leute, die es versuchen - und nicht welche, die darstellen,
>> warum es nicht geht!

> Aber der letzte Teil ist der einfachste. Deshalb ist er auch so beliebt.

Und ob! In vielen Bereichen des täglichen Lebens.

> Aber wenn man ein paarmal gesehen hat, wie man z.B. in Gegenden, wo es
> keine Banken gibt, Geschäftsleuten mit durchaus übersichtlichen Krediten
> richtig und ernsthaft helfen kann, dann kann das zur Sucht ausarten. Ich
> war z.B. bei einem Kredit von 5500 USD mit dabei, den eine Bäuerin in
> einem Dorf in Ruanda aufgenommen hat, um die Dorfernte an Bohnen und
> Mais aufzukaufen und auf eigene Kappe zum Markt zu bringen. 15 Leute aus
> dem Dorf haben selbstschuldnerisch für sie gebürgt. Sie hat den Kredit
> in 5 Monaten komplett zurückgezahlt und uns allen noch eine Nachricht
> geschrieben "Alles hat wunderbar funktioniert! Ich hab beim Zurückzahlen
> sogar noch ein schönes Haus kaufen können. Wir sind richtig glücklich!"
> Klingt wie ausgedacht und wird sicher nicht immer so funktionieren, ist
> aber echt. Da mit dabei zu sein, macht mir Spaß. Nicht das Gejammer,
> dass die Welt schlecht ist und wir daran sowieso nichts ändern können.
> Denn das ist ein guter Teil des Problems: wenn die Welt nicht besser
> wird, dann liegt es auch daran, dass wir uns nicht bessern wollen. Wir
> mit unserem Ressourcenverbrauch sind das Problem. Und damit wir uns
> nicht bessern müssen, verstecken wir uns gern hinter Sprechblasen wie
> "Der Mensch ist eben so!" und ähnlichem Unfug. Schon immer haben es
> ganze Völker geschafft, nicht alles rings um sich zu verballern. Und bis
> heute gibt es Leute, die das "zivilisierte" Leben kennenlernen, dort
> Universitätsabschlüsse erlangen, dann entscheiden, dass das nichts für
> sie ist und zurück gehen in ihre Lehmhütte mit dem undichten Dach und
> ohne Fenster und sich freuen, endlich wieder bei sich zu sein. Ich hab
> so einen getroffen. Verweisend auf http://www.smava.org

Ich hab das schon mal von Dir gelesen, finde es so gut, dass ich es
nicht gekürzt habe.

> Der Mensch" ist nicht so oder so. Wir sind alle anders und die
> meisten von uns haben genug Hirn zum Denken. Wir sollten auf
> breiter Front damit anfangen.

Vor allem sollte man sich selber vor möglichen 'zu kritischen Worten' im
Alltag hüten, denn es gibt viele Menschen die sich nicht mehr trauen, zu
helfen, zuzufassen, wenn sie hören müssen: Hätten sie doch lieber
dasunddas gemacht ... Lassen sie mich mal dran, ich kann das besser ...
Können sie das denn überhaupt? ...aber das hilft doch sowieso nichts ...
willst du denn da soviel Zeit hineinstecken, kauf doch einfach was Neues
... Du kennst die Leute doch garnicht ...Da
muss doch der Staat dran ...usw.


Dorothee

Frank Hucklenbroich

unread,
May 3, 2016, 9:17:57 AM5/3/16
to
Am Tue, 3 May 2016 09:57:12 +0200 schrieb Ina Koys:

> Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
>> <diedrich....@t-online.de>:
>>
>>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>>> morgen.
>>
>> Nicht nachdenken.
>>
>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>
> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> in höherem Maße als heute befischbar sein.

Erzähl das den Chinesen.

Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 9:19:45 AM5/3/16
to
Frank Hucklenbroich tat kund:
Das GPS-Gerät, das dem Steuermann ins Wasser gefallen war?

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 9:23:34 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:

>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>
> Erzähl das den Chinesen.

Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut. Die haben das Problem schon
länger in Arbeit als wir. Nur anders.

> Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
> gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?

Aha. Und weil manche Leute Banken ausrauben, Frauen vergewaltigen und
Flüsse vergiften, müssen wir das jetzt auch machen, ja? Was soll das
Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
nachzudenken?

HC Ahlmann

unread,
May 3, 2016, 9:48:48 AM5/3/16
to
Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:

> Am 03.05.2016 um 12:31 schrieb HC Ahlmann:
> > Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:

> > Ich habe den Eindruck, Ihr beiden redet aneinander vorbei. Lothar meint
> > Fischfang zur Ernährung, Ina meint Fischfang als Lohnerwerb; beides
> > hilft, satt zu werden, unterscheidet sich dennoch.
>
> Fischfang zur persönlichen Ernährung brauchen? Europäer? Wer sollte das
> sein? Wer in Europa ist gezwungen, vom selbst gefangenen Fisch zu leben?

Fischfang für den perönlichen Bedarf hat es in Deutschland noch zur Zeit
meiner Großeltern gegeben; mittlerweile hat es keiner mehr nötig, bei
Ebbe in Prielen nach Garnelen zu fischen und auch die Küstenfischer
werden immer weniger. Scholle, so frisch, dass man den Kuttter noch
tuckckckern hört? Vorbei.

> Und wenn es tatsächlich solche Leute gibt, warum sollten die nicht vor
> Glück auf den Tischen tanzen, wenn fabrikmäßiger Fischfang für ein paar
> Jahre ausgesetzt wird?

Weil "Aussetzen von Fischfang" typischerweise über Fangquoten und
Maschenweite realisiert wird und alle Fischer gleichermaßen trifft.
Kleine Küstenfischer verkraften es weniger, als industrialierte
Hochseefischereiflotten, weil sie lokal gebunden sind, nicht so einfach
das Revier wechseln können (Ausrüstung für Fang und Kühlung, Schiff für
Küstenfahrt statt Hochsee) und geringere Fänge oder Erlöse mangels
finanziellem Polster schnell für den Geschäftsuntergang sorgen. Wenn ein
Küstenfischer seinen Kutter drei Jahre lang auflegen müsste, würde er
das Geschäft aufgeben und nicht wieder einsteigen, weil er sich in der
Zwischenzeit einen anderen Broterwerb suchen musste.

> Ich frage mich, an was für eine Art Fischfang du denkst.

Ich denke nicht nur an Hochseefischerei zu unserer Versorgung, sondern
auch an Küstenfischerei und die Auswirkung europäischer Hochseefischerei
auf Küstenfischerei in anderen Küstenmeeren und deren lokale Versorgung.
Hochsee-Fangflotten, die in fremde Reviere drängen und abfischen,
bedrohen deren lokale Fischerei, die einen wichtigen Beitrag zur
Ernährung liefern könnte, wenn nicht räuberisch abgefischt, Mannschaften
abgeworben und ausgebeutet oder Fangrechte veräußert würden. Stattdessen
triggert der Fischhunger der westlichen Welt den Aufbau von Aquakulturen
(Lachs aus Norwegen, Wels aus Vietnam), die wiederum die Gammelfischerei
fördern, um Fischfutter zu gewinnen, oder zerstört Lebensräume und
lokale Fischerei (Nilbarsch im Victoriasee).

> Du verdrehst da was: ich wirtschafte auf meinem Boden und ich pflege
> ihn. Das mach ich seit 35 Jahren und die Erträge schwanken im Detail,
> aber sie bleiben im Rahmen des Erwünschten.

Das hat es in Deutschland gegeben und das sollte es auch noch in anderen
Teilen der Welt geben können, wären nicht Fangflotten unterwegs.

> Ich steige nicht über anderer Leute Zäune, um mir dort zu einzutüten, was
> mir fehlt. Im Grunde ist es genau mein Fehler, überhaupt Nahrung
> zuzukaufen, wenn ich doch die Möglichkeit habe, sie selber zu
> erwirtschaften. Wenn wir mal im Rahmen dieses Bildes bleiben wollen. Denn
> das ist ja offensichtlich mein nicht nachhaltiger Verbrauch.

Zum einen wollte ich Dir nicht unterstellen, sondern nur zur
Illustration benutzen - das ist nach hinten losgegangen–; zum anderen
hatte ich dich und Lothar offensichtlich missverstanden. Beides tut mir
leid; ich bitte es zu entschuldigen.

HC Ahlmann

unread,
May 3, 2016, 9:48:48 AM5/3/16
to
Lothar Frings <Lothar...@gmx.de> wrote:

> Wir meinen beide Fischfang als Lohnerwerb.

Gut, dann habe ich EUch missverstanden.

> Alles andere wäre ja Unsinn, weil man sich
> zweifellos gut ernähren kann, ohne Fisch
> zu essen.

Aber mit Fisch kann man sich besser ernähren. Es muss nicht der Fang
subventionierter Hochseeflotten sein, der Fischstäbchen für die TK
fängt. In meiner Kindheit konnte man am Sielhafen noch vom Kutter
kaufen, aber diese Küstenfischerei hat nachgelassen und die
Vermarktungsmethoden geändert.

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 10:03:28 AM5/3/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
> >> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> >> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> >> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> >> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> >> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> >> in höherem Maße als heute befischbar sein.
> >
> > Erzähl das den Chinesen.
>
> Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
> ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut. Die haben das Problem schon
> länger in Arbeit als wir. Nur anders.

Stimmt. Sie befehlen eine Ein-Kind-Politik,
wir schreien "Willkommen, Millionen!"

>
> > Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
> > gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?
>
> Aha. Und weil manche Leute Banken ausrauben, Frauen vergewaltigen und
> Flüsse vergiften, müssen wir das jetzt auch machen, ja? Was soll das
> Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
> nachzudenken?

Ich zitiere mal: "Die Chinesen sind so ziemlich

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 10:12:14 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 15:48 schrieb HC Ahlmann:
> Lothar Frings <Lothar...@gmx.de> wrote:
>
>> Wir meinen beide Fischfang als Lohnerwerb.
>
> Gut, dann habe ich EUch missverstanden.
>
>> Alles andere wäre ja Unsinn, weil man sich
>> zweifellos gut ernähren kann, ohne Fisch
>> zu essen.
>
> Aber mit Fisch kann man sich besser ernähren.

Und genau deshalb sollte er auch vorhanden bleiben. Was mit der
aktuellen Praxis nicht gegeben ist.

> In meiner Kindheit konnte man am Sielhafen noch vom Kutter
> kaufen, aber diese Küstenfischerei hat nachgelassen

Du darfst einmal raten, warum das so ist.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 10:15:40 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 15:48 schrieb HC Ahlmann:

>> Und wenn es tatsächlich solche Leute gibt, warum sollten die nicht vor
>> Glück auf den Tischen tanzen, wenn fabrikmäßiger Fischfang für ein paar
>> Jahre ausgesetzt wird?
>
> Weil "Aussetzen von Fischfang" typischerweise über Fangquoten und
> Maschenweite realisiert wird und alle Fischer gleichermaßen trifft.

Da hast du was überlesen. Ich schrieb "Subventionen abschaffen". Das
trifft keinen, der sich sein Essen selber fängt. Und auch keinen, der
einer aus sich heraus wirtschaftlichen Tätigkeit nachgeht.

> Zum einen wollte ich Dir nicht unterstellen, sondern nur zur
> Illustration benutzen - das ist nach hinten losgegangen–; zum anderen
> hatte ich dich und Lothar offensichtlich missverstanden. Beides tut mir
> leid; ich bitte es zu entschuldigen.

Kein Problem. Mistverständnisse passieren auch mir.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 10:18:34 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 16:03 schrieb Lothar Frings:
> Ina Koys tat kund:
>
>> Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>
>>>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>>>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>>>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>>>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>>>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>>>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>>>
>>> Erzähl das den Chinesen.
>>
>> Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
>> ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut. Die haben das Problem schon
>> länger in Arbeit als wir. Nur anders.
>
> Stimmt. Sie befehlen eine Ein-Kind-Politik,
> wir schreien "Willkommen, Millionen!"

Aha. Du meinst jetzt nicht zufällig ein paar Hunderttausend, die bereits
rumlaufen, sich gerade in Lebensgefahr befinden und in jedem Falle
irgendwo auf dem Planeten was essen müssten?

>>> Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
>>> gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?
>>
>> Aha. Und weil manche Leute Banken ausrauben, Frauen vergewaltigen und
>> Flüsse vergiften, müssen wir das jetzt auch machen, ja? Was soll das
>> Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
>> nachzudenken?
>
> Ich zitiere mal: "Die Chinesen sind so ziemlich
> das einzige Volk auf der Welt, das ernstlich
> was gegen die Überbevölkerung tut."

Der Sinn deiner Worte bleibt dunkel. Ich habe nicht geschrieben, dass
die Chinesen alles richtig machen.

Jochen Petry

unread,
May 3, 2016, 10:24:27 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 06:28 schrieb Luigi Rotta:
> Am Mon, 2 May 2016 22:48:02 +0200 schrieb Hans-Jürgen Meyer
> <spamme...@gmx.de>:
>
>> Kein Fisch ist auch keine Lösung... :(

Ja, schwieriges Thema... :-/

>> Letzte Woche hatte ich seit Jahren mal wieder eine richtige Scholle.
>> Eine die so gerade in die 28er Pfanne passte...
>
> Ich hatte dieses Jahr auch schon ein Mal Fisch zum Mittagessen. Nicht
> weil ich es mir ausgesucht hätte.
>
> Nächste Weihnachten noch feinen Wildlachs, das wärs dann für dieses
> Jahr. ;)

Wenn es wirklich Wildlachs ist, dann stehen die Chancen gut, den mit
gutem Gewissen essen zu können.
Lachs aus Aquafarmen ist dagegen leider mindestens doppelbääh.

Bis dähmnäxt
jochen

Jochen Petry

unread,
May 3, 2016, 10:26:38 AM5/3/16
to
Am 02.05.2016 um 22:59 schrieb HC Ahlmann:
> Luigi Rotta <lu...@rotta.ch> wrote:
>
>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
>> <diedrich....@t-online.de>:
>>
>>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>>> morgen.
>>
>> Nicht nachdenken.
>>
>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>
> "Nicht nachdenken" führt aber regelmäßig zu "Fisch essen". Verzicht oder
> Änderung erfordert Nachdenken.

Leider ist es mit ein paar Vernünftigen Leuten in Deutschland bzw in
Europa nicht getan, das ist leider schon lange ein weltweites Problem.

Bis dähmnäxt
jochen

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 10:26:38 AM5/3/16
to
Ina Koys tat kund:

> Am 03.05.2016 um 16:03 schrieb Lothar Frings:
> > Ina Koys tat kund:
> >
> >> Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:
> >>
> >>>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> >>>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> >>>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> >>>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> >>>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> >>>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
> >>>
> >>> Erzähl das den Chinesen.
> >>
> >> Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
> >> ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut. Die haben das Problem schon
> >> länger in Arbeit als wir. Nur anders.
> >
> > Stimmt. Sie befehlen eine Ein-Kind-Politik,
> > wir schreien "Willkommen, Millionen!"
>
> Aha. Du meinst jetzt nicht zufällig ein paar Hunderttausend, die bereits
> rumlaufen, sich gerade in Lebensgefahr befinden und in jedem Falle
> irgendwo auf dem Planeten was essen müssten?

Ich meine eine Million allein im vergangenen Jahr
und weitere Lawinen, die wir nicht so nennen dürfen
und die uns nur erspart bleibt, weil wir andere Länder
als Türsteher bezahlen.

>
> >>> Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
> >>> gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?
> >>
> >> Aha. Und weil manche Leute Banken ausrauben, Frauen vergewaltigen und
> >> Flüsse vergiften, müssen wir das jetzt auch machen, ja? Was soll das
> >> Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
> >> nachzudenken?
> >
> > Ich zitiere mal: "Die Chinesen sind so ziemlich
> > das einzige Volk auf der Welt, das ernstlich
> > was gegen die Überbevölkerung tut."
>
> Der Sinn deiner Worte bleibt dunkel. Ich habe nicht geschrieben, dass
> die Chinesen alles richtig machen.

Aber daß man nicht auf Andere verweisen soll,
wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise nachzudenken.

Jochen Petry

unread,
May 3, 2016, 10:33:00 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 09:57 schrieb Ina Koys:
> Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
>> <diedrich....@t-online.de>:
>>
>>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute als
>>> morgen.
>>
>> Nicht nachdenken.
>>
>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>
> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> lösende.

In der Theorie.
Aber mach das mal z.B. den Herren in Asien klar...

> Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> in höherem Maße als heute befischbar sein.

Wird allerdings ein gewisses Maß der Überfischung überschritten, dann
erholt sich so schnell gar nix mehr.
Dann können wir uns auf panierte Quallenfilets einstellen.

Die ehemaligen Kabeljau-Fischer in Neufundland können ein Lied davon
singen...

Bis dähmnäxt
jochen

Jochen Petry

unread,
May 3, 2016, 10:37:27 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 13:43 schrieb Ina Koys:
> Am 03.05.2016 um 12:40 schrieb Lothar Frings:
>
>> Wir meinen beide Fischfang als Lohnerwerb.
>> Alles andere wäre ja Unsinn, weil man sich
>> zweifellos gut ernähren kann, ohne Fisch
>> zu essen.
>
> Ja, jedenfalls bei uns.

Richtig, für uns ist Fisch fast schon ein Luxus.
Das sieht in anderen Nationen ganz anders aus, die auf Fischfang
angewiesen sind, aber ihre Bestände von großen Fangflotten anderer
Nationen zerstört bekommen.

Bis dähmnäxt
jochen

Frank Hucklenbroich

unread,
May 3, 2016, 10:38:58 AM5/3/16
to
Am Tue, 3 May 2016 15:23:31 +0200 schrieb Ina Koys:

> Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>>
>> Erzähl das den Chinesen.
>
> Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
> ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut.

Ja, damals, unter Mao. Ist aber längst aufgeweicht.

> Die haben das Problem schon
> länger in Arbeit als wir. Nur anders.

Umweltschutz zählt da nicht sonderlich viel.

>> Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
>> gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?
>
> Aha. Und weil manche Leute Banken ausrauben, Frauen vergewaltigen und
> Flüsse vergiften, müssen wir das jetzt auch machen, ja?

Zunächst mal ist nichts illegales dabei, in den Weltmeeren zu fischen. Das
machen deutsche Fischer auch. In Oostende kann man ein belgisches
Fischerboot aus den 60er Jahren besichtigen, die sind damit bis nach
Grönland hoch, zwei Wochen lang, um zu fischen. Noch bis in die 90er Jahre
hinein. Die Vorstellung, daß die Fischer wie weiland die Capri-Fischer
abends herausfahren, vor der eigenen Küste etwas fischen und am nächsten
Morgen zurück sind, ist in vielen Fällen längst überholt.

> Was soll das
> Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
> nachzudenken?

Die Chinesen sind es nun mal, die vor allem vor Westafrika extrem die
Küsten leerfischen. So, daß die Einheimischen nicht mehr viel fangen. Die
eigenen Meere in Asien sind ja schon fast leergefischt.

Wenn wir jetzt also in Deutschland hingehen, und auf Fisch verzichten,
dürften die sich freuen, bleibt mehr für sie übrig.

Dann doch eher beim Kauf darauf achten, welchen Fisch man kauft und wo der
herkommt, gibt ja mittlerweile genügend Gütesiegel wie z.B. MSC.

Grüße,

Frank

Wolfgang Kynast

unread,
May 3, 2016, 11:02:18 AM5/3/16
to
On Tue, 3 May 2016 14:03:23 +0200, "Ina Koys" posted:

>Am 03.05.2016 um 12:16 schrieb Wolfgang Kynast:
>
>>> Ich gehe in mich - auch wenn da auch nichts los ist...
>>
>> Keine Angst im Dunkeln? Respekt!
>
>Da ist ja keiner, der mir was tun könnte. Müsste ich dort mit Spinnen
>rechnen, sähe die Sache GANZ anders aus!

Ach, Spinnen sind doch nett:
https://www.youtube.com/watch?v=Yo2TUIEXJig
https://www.youtube.com/watch?v=Z-NmuFeMPls

--
;-)
Wolfgang

Lothar Frings

unread,
May 3, 2016, 11:06:19 AM5/3/16
to
Frank Hucklenbroich tat kund:

> Am Tue, 3 May 2016 15:23:31 +0200 schrieb Ina Koys:
>
> > Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:
> >
> >>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
> >>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
> >>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
> >>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
> >>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
> >>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
> >>
> >> Erzähl das den Chinesen.
> >
> > Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
> > ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut.
>
> Ja, damals, unter Mao. Ist aber längst aufgeweicht.

Das war es schon zu Maos Zeiten, zum Beispiel auf dem Land.
Da es hier aber um Generationen geht, "zehrt" das Land
immer noch davon. Zumindest die schlimmsten Auswüchse
- zum Beispiel Abtreibung von Mädchen - kommen aber wohl
inzwischen nicht mehr vor.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 11:46:36 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 17:02 schrieb Wolfgang Kynast:
> On Tue, 3 May 2016 14:03:23 +0200, "Ina Koys" posted:
>
>> Am 03.05.2016 um 12:16 schrieb Wolfgang Kynast:
>>
>>>> Ich gehe in mich - auch wenn da auch nichts los ist...
>>>
>>> Keine Angst im Dunkeln? Respekt!
>>
>> Da ist ja keiner, der mir was tun könnte. Müsste ich dort mit Spinnen
>> rechnen, sähe die Sache GANZ anders aus!
>
> Ach, Spinnen sind doch nett:
> https://www.youtube.com/watch?v=Yo2TUIEXJig

Spinnig tanzen kann die super! Kann sie noch was?

> https://www.youtube.com/watch?v=Z-NmuFeMPls

Also Formationstanz und bunt kucken. Bin fasziniert, dass man damit
anscheinend in Serie gehen kann.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 11:47:50 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 16:26 schrieb Jochen Petry:

>> "Nicht nachdenken" führt aber regelmäßig zu "Fisch essen". Verzicht oder
>> Änderung erfordert Nachdenken.
>
> Leider ist es mit ein paar Vernünftigen Leuten in Deutschland bzw in
> Europa nicht getan, das ist leider schon lange ein weltweites Problem.

Ja. Aber es wäre ein Anfang gemacht. Einer muss immer anfangen.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 11:48:44 AM5/3/16
to
Und unter anderem um die geht es. Dass sie die Fangflotten nicht mehr
vor der Nase haben.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 11:51:52 AM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 16:26 schrieb Lothar Frings:

>>>> Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
>>>> ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut. Die haben das Problem schon
>>>> länger in Arbeit als wir. Nur anders.
>>>
>>> Stimmt. Sie befehlen eine Ein-Kind-Politik,
>>> wir schreien "Willkommen, Millionen!"
>>
>> Aha. Du meinst jetzt nicht zufällig ein paar Hunderttausend, die bereits
>> rumlaufen, sich gerade in Lebensgefahr befinden und in jedem Falle
>> irgendwo auf dem Planeten was essen müssten?
>
> Ich meine eine Million allein im vergangenen Jahr
> und weitere Lawinen, die wir nicht so nennen dürfen

Weil es absolut unangemessen ist, Menschen als Lawine zu bezeichnen.
Selbst wenn es alles Verbrecher wären. Was bei denen nicht häufiger der
Fall ist als bei den schon hier Seienden.

>>>>> Vor Gran Canaria ist letztes Jahr eines ihrer Fischerboote auf Grund
>>>>> gelaufen. Was die da wohl zu suchen hatten?
>>>>
>>>> Aha. Und weil manche Leute Banken ausrauben, Frauen vergewaltigen und
>>>> Flüsse vergiften, müssen wir das jetzt auch machen, ja? Was soll das
>>>> Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
>>>> nachzudenken?
>>>
>>> Ich zitiere mal: "Die Chinesen sind so ziemlich
>>> das einzige Volk auf der Welt, das ernstlich
>>> was gegen die Überbevölkerung tut."
>>
>> Der Sinn deiner Worte bleibt dunkel. Ich habe nicht geschrieben, dass
>> die Chinesen alles richtig machen.
>
> Aber daß man nicht auf Andere verweisen soll,
> wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise nachzudenken.

Welche meiner Handlungsweisen wollte ich nicht überdenken?

Luigi Rotta

unread,
May 3, 2016, 11:53:40 AM5/3/16
to
Am Tue, 3 May 2016 16:24:19 +0200 schrieb Jochen Petry
<joc...@knipsbildchenknipser.de>:

>Lachs aus Aquafarmen ist dagegen leider mindestens doppelbääh.

Dann lieber Thunfisch aus der Dose.

Ich hab noch was im Vorratsschrank. Der muss noch weg bevor er abläuft.


--

Gruss

Luigi




Was dem einen die richtige Schuhgrösse ist sind dem anderen seine Clownschuhe.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 12:12:06 PM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 16:38 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Tue, 3 May 2016 15:23:31 +0200 schrieb Ina Koys:
>
>> Am 03.05.2016 um 15:17 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>
>>>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>>>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>>>> lösende. Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>>>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>>>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>>>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>>>
>>> Erzähl das den Chinesen.
>>
>> Die Chinesen sind so ziemlich das einzige Volk auf der Welt, das
>> ernstlich was gegen die Überbevölkerung tut.
>
> Ja, damals, unter Mao. Ist aber längst aufgeweicht.

Das war auch unter Mao nicht absolut und es ist quasi unverändert lange
aufrecht erhalten worden. Und warum wurde es aufgeweicht? U.a., weil die
Bevölkerungskurve jetzt ganz anders verläuft. Die Leute werden es nicht
mehr normal finden, 6 Kinder pro Frau in die Welt zu setzen. Da kann man
mal entspannen.
>
>> Die haben das Problem schon
>> länger in Arbeit als wir. Nur anders.
>
> Umweltschutz zählt da nicht sonderlich viel.

Das war mal so und die Folgen werden noch lange anhalten. Wie bei uns
auch. Aber die Phase des theoretischen Umdenkens hat schon lange
eingesetzt, die des praktischen Andershandelns befindet sich noch im
Anfang. Aber gemacht ist der Anfang.

> Zunächst mal ist nichts illegales dabei, in den Weltmeeren zu fischen. Das
> machen deutsche Fischer auch.

Ja. Und so weit sie dabei subventioniert werden, sollte das aufhören.

> In Oostende kann man ein belgisches
> Fischerboot aus den 60er Jahren besichtigen, die sind damit bis nach
> Grönland hoch, zwei Wochen lang, um zu fischen.

Auf einem gewesenen Island-Heringskutter habe ich auch schon viel Zeit
verbracht. Nach dem Umbau allerdings.

> hinein. Die Vorstellung, daß die Fischer wie weiland die Capri-Fischer
> abends herausfahren, vor der eigenen Küste etwas fischen und am nächsten
> Morgen zurück sind, ist in vielen Fällen längst überholt.

Ja. Wegen Umweltverschmutzung und Fabrikschiffen. Kriegen wir das in
Griff, wird auch die Küstenfischerei wieder lohnender. Im Bereich von
Meeresschutzgebieten zeigt sich das teilweise sehr deutlich. Da haben
sich teilweise die lokalen Interessenten (Fischer,
Tauchreiseveranstalter, Naturschützer) zusammen gesetzt und ihre leer
gefischte Küste neu unter sich aufgeteilt. Niemand hatte im Gebiet des
anderen was zu suchen, durfte bei sich zu Hause aber alles machen was
gewünscht. Mit dem Ergebnis, dass aus den völlig sich selbst
überlassenen Gebieten nach wenigen Jahren mehr Fische in die Gebiete der
Fischer drängen, als diese vorher aus dem Gesamtgebiet geholt haben.
Aber an den meisten Stellen der Welt gehen solche Einigungen leider
nicht so einfach einzurichten.

>> Was soll das
>> Verweisen auf andere, wenn es daran geht, über die eigene Handlungsweise
>> nachzudenken?
>
> Die Chinesen sind es nun mal, die vor allem vor Westafrika extrem die
> Küsten leerfischen.

Auch die Chinesen. Europa ist auch mit dabei. Und bestimmt auch noch
weitere interessierte Kreise.

> So, daß die Einheimischen nicht mehr viel fangen. Die
> eigenen Meere in Asien sind ja schon fast leergefischt.

Wie unsere. Genau darum geht es ja.

> Wenn wir jetzt also in Deutschland hingehen, und auf Fisch verzichten,
> dürften die sich freuen, bleibt mehr für sie übrig.

Ja eben. Es bleibt mehr übrig. Darum geht es. Und diverse weitere
Wünsche lassen sich z.B. auf dem Weg der Kommunikation lösen. Island hat
aufgehört (legal) Wale zu jagen, weil die japanische Bevölkerung das
Fleisch nicht mehr haben will. Es liegt jahrelang in den Kühlhäusern.
Das muss jetzt nur noch den Regierungsinstanzen auffallen, dann hat der
kommerzielle fabrikmäßige Walfang praktisch ein totales Ende gefunden.
Und es werden weiterhin Grönländer ihre paar Wale mit Kanus jagen
können, so lange sie das wollen. Oder sie schwenken ein wie die Leute
auf den Azoren, die am whalewatching besser verdienen als sie am Walfang
jemals verdient haben.

> Dann doch eher beim Kauf darauf achten, welchen Fisch man kauft und wo der
> herkommt, gibt ja mittlerweile genügend Gütesiegel wie z.B. MSC.

Das eine schließt das andere nicht aus. Das Blöde ist nur: in der Praxis
findest du MSC fast nur für Hering. Ich würde sehr gern auch mal was
anderes probieren. Und ich möchte noch eine Zeit erleben, in der ich das
ohne schlechtes Gewissen tun kann.

Ina Koys

unread,
May 3, 2016, 12:22:57 PM5/3/16
to
Am 03.05.2016 um 16:32 schrieb Jochen Petry:
> Am 03.05.2016 um 09:57 schrieb Ina Koys:
>> Am 02.05.2016 um 22:36 schrieb Luigi Rotta:
>>> Am Mon, 02 May 2016 20:09:32 +0200 schrieb Diedrich Ehlerding
>>> <diedrich....@t-online.de>:
>>>
>>>> Ja, es ist bekannt, dass die Meere überfischt werden und dass wir über
>>>> Fangquoten(grenzen) und Fangmethoden nachdenken müssen, besser heute
>>>> als
>>>> morgen.
>>>
>>> Nicht nachdenken.
>>>
>>> Einfach keinen Fisch essen. Dann löst sich das Problem von alleine.
>>
>> Aus anderer, konkret nicht erinnerter Quelle gehört: Das Problem der
>> Überfischung ist von allen Umweltproblemen das am leichtesten zu
>> lösende.
>
> In der Theorie.
> Aber mach das mal z.B. den Herren in Asien klar...

Nicht auslaufende Fangflotten sind nicht auslaufende Fangflotten. Für
den Fisch ist egal, wer ihn fängt.

>> Die Fangflotten werden alle dick subventioniert. Wenn diese
>> Subventionen gestrichen werden, könnte ein bedeutender Teil der jetzt
>> überfischten Bestände in 3 Jahren komplett regeneriert sein und wieder
>> in höherem Maße als heute befischbar sein.
>
> Wird allerdings ein gewisses Maß der Überfischung überschritten, dann
> erholt sich so schnell gar nix mehr.

Eben. Deshalb sollte man besser jetzt als später anfangen. Bei den
Lodden