Ludger Averborg <
ludger_...@web.de> wrote:
>On Mon, 13 May 2013 08:33:11 +0200, Angelique Presse <
ange...@nurfuerspam.de>
>wrote:
>
>>Unabh�ngig von Deinem Beispiel bin ich absolut �berzeugt davon, da� der
>>K�rper "wei�", was er ben�tigt.
>
>Und ich bin absolut davon �berzeugt, dass "der K�rper" das nicht wei�.
>
>Es gibt haufenweise Mangelerscheinungen, die der K�rper nicht durch besonders
>gerichteten Appetit steuert: Jodmangel, Fluormangel, Kaliummangel,
>Magnesiummangel, Eisenmangel, Biotinmangel, Vitamin-D-Mangel, Lysinmangel kann
>der K�rper nicht �ber besonderen Appetit regeln, diese Mangelerscheinung f�hren
>zu pathologischen Befunden, auf die eine entsprechende Diagnose folgen muss und
>daran anschlie�end eine entsprechende Di�t.
Wir leben zwar im 21 Jhd., aber unser K�rper hat sich vor vielen zig
Tausend an die damalige Umwelt angepasst, auch was die Ern�hrung betrifft.
Damals gab es keinen gravierenden Jod-, Fluor- oder Vitamin-D-Mangel.
Vit.-D stellt der K�rper ja selbst her und speichert es im Fett f�r die
dunklere Jahreszeit.
Meine Mutter erz�hlte mir, dass ich im Alter von etwa zwei Jahren mehrmals
pro Woche an den Fugen einer Mauer gekratzt und die K�rnchen gegessen habe.
Der deswegen befragte Arzt meinte, das deute auf einen Kalziummangel hin.
>Auch das Umgekehrte klappt nicht: auf zu hohen Glucosespiegel reagiert der
>K�rper (leider) nicht durch weniger Appetit auf kohlenhydrathaltige und
>kalorienreiche Nahrungsmittel.
>Dito: �bergewicht beantwortet der K�rper nicht dadurch, dass er einen
>Widerwillen gegen Schokolade entwickelt und sich nur noch nach Sauerkraut sehnt.
Vor vielen Tausend Jahren, als die Software im Gehirn optimiert wurde,
gab es weder regelm��ige Mahlzeiten, noch waren diese immer ausreichend.
Da war es viel wichtiger, Nahrungs�berschuss f�r schlechtere Tage zu
speichern. Au�erdem waren kurzkettige Kohlehydrate (Zucker) kaum verf�g-
bar, so dass Insulin nicht in der Menge im K�rper freigesetzt wird, wie
heutzutage. Und besch�ftigungsloses Insulin ist stark am Hungergef�hl
beteiligt. Ich habe im Juni 2010 mal f�r einige Monate mit einer nahezu
kohlehydratfreien Di�t gelebt (vgl. Newsgroups: de.rec.mampf, Subject:
Umstellung meiner Diaet, Date: Sun, 06 Jun 2010 21:49:59 +0200) und
geringf�gig abgenommen. Hungergef�hle gab es nie.
Weiteres Beispiel: Ich war bis vor einem Jahr k�rperlich recht aktiv
und dann nach einem Unfall f�r 6 Wochen im Bett gelegen. Im Kranken-
haus bekam ich gl�cklicherweise wenig zu essen und hielt mein Gewicht
trotz geringer Aktivit�t konstant. Nach dem ich dann zum ersten Mal
eine halbe Stunde schwimmen konnte, hatte ich nicht sofort starken
Hunger. Es dauert schon drei bis vier Tage, bis sich der Appetit an
die k�rperliche Belastung anpasst - in beide Richtungen.
>Die Sache muss genau andersrum funktionieren: Wir m�ssen abwechslungsreich
>essen, so dass dadurch automatisch alles Ben�tigte vorhanden ist. Das wird uns
>leichtgemacht, wenn wir beim Essen auf Wohlgeschmack achten.
Das schafft l�ngst nicht jeder! Au�erdem kann nicht jeder immer sein
Essen selbst zusammen stellen. Ich bin z.B. froh, wenn ich in der
Kantine �berhaupt etwas finde. Dann brauche ich auch mal abends eine
Pellkartoffel, Quark, Lein�l und Schnittlauch. Wohlgeschmack??
Norbert