Rotkohl (Konserven) (was: Alter)

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Quinn C

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Jan 2, 2022, 7:10:40 PMJan 2
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* Martin Gerdes:

> NB: 8,3g Zucker/100g Fertiggemüse finde ich recht stramm.

Stimmt, aber das ist noch relativ harmlos. Es geht von 5g (Kühne "Der
Leichte") bis über 20g: <https://www.otto-gourmet.de/rotkohl.html>

Das ist jetzt eher was für Mampf, F'up2 gesetzt.
--
Ich habe ein Geschäft verdunkelt Anregung für Sie.
-- SPAMPOESIE

Lutz Meisinger

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Jan 3, 2022, 11:27:01 AMJan 3
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Am 03.01.2022 um 11:25 schrieb Ludger Averborg:
> On Sun, 2 Jan 2022 19:10:34 -0500, Quinn C <lispa...@crommatograph.info>
> wrote:
>
>> * Martin Gerdes:
>>
>>> NB: 8,3g Zucker/100g Fertiggemüse finde ich recht stramm.
>>
>> Stimmt, aber das ist noch relativ harmlos. Es geht von 5g (Kühne "Der
>> Leichte") bis über 20g: <https://www.otto-gourmet.de/rotkohl.html>
>>
> Wieviel macht Ihr denn dran, wenn ihr selbst Rotkraut kocht?
>
> Ich nehm 3 geh. Essl. pro kg, Und ziemlich viel Essig, und eine Zwiebel, in die
> 7 Nelken reingesteckt werden, und (wenn ich hab) 3 Essl. Gänsefett. Und 1/2 TL
> Zimt.
>
> l.
>
Rotkohl aus der Dose ist in drei Minuten fertig, selbstgemachter in 30-75 Minuten Kochzeit, 15
Minuten Arbeitszeit.

- Zwiebeln in (Gänse-)Schmalz braten
- Apfelschnitze zugeben
- Salz, Piment, Pfeffer, Wacholder, Lorbeerblatt und Nelken (evtl. auch Zimt und Prise Zucker)
- Rotwein schmeckt auch sehr gut im Kochsud (oder Orangensaft oder Essig) aber keine Würfelbrühe.
- mit einer rohen Kartoffel andicken

Wer auf alles das verzichtet, sollte dafür bestraft werden und genau das wird mit dem Dosenrotkohl
zuverlässig erledigt.

Gruß

L.

Quinn C

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Jan 3, 2022, 1:16:19 PMJan 3
to
* Lutz Meisinger:

> Am 03.01.2022 um 11:25 schrieb Ludger Averborg:
>> [18 quoted lines suppressed]
> Rotkohl aus der Dose ist in drei Minuten fertig, selbstgemachter in 30-75 Minuten Kochzeit, 15
> Minuten Arbeitszeit.
>
> - Zwiebeln in (Gänse-)Schmalz braten
> - Apfelschnitze zugeben
> - Salz, Piment, Pfeffer, Wacholder, Lorbeerblatt und Nelken (evtl. auch Zimt und Prise Zucker)
> - Rotwein schmeckt auch sehr gut im Kochsud (oder Orangensaft oder Essig) aber keine Würfelbrühe.
> - mit einer rohen Kartoffel andicken
>
> Wer auf alles das verzichtet, sollte dafür bestraft werden und genau das wird mit dem Dosenrotkohl
> zuverlässig erledigt.

So schwierig finde ich das nicht, mich hält vom Selberkochen hier
vornehmlich ab, daß ich dazu erst einmal einen passenden Gemüseladen
aufsuchen muß, weil ich im Supermarkt in der Regel keinen Rotkohlkopf
finde, der für meinen Bedarf als alleinstehende Person klein genug ist.
Und wenn man das Resultat einfriert, unterscheidet es sich vom
Dosenprodukt auch nicht mehr so sehr, scheint mir.

--
Aufgrundder Überlastung aller Yahoo-Nutzer und die Entfernung
aller unbenutzten YahooAccounts, würde Yahoo haben, um Ihr Konto
zu schließen [...]
-- SPAMPOESIE

Lutz Meisinger

unread,
Jan 3, 2022, 1:43:05 PMJan 3
to
Am 03.01.2022 um 19:16 schrieb Quinn C:
> * Lutz Meisinger:
>
>> Am 03.01.2022 um 11:25 schrieb Ludger Averborg:
>>> [18 quoted lines suppressed]
>> Rotkohl aus der Dose ist in drei Minuten fertig, selbstgemachter in 30-75 Minuten Kochzeit, 15
>> Minuten Arbeitszeit.
>>
>> - Zwiebeln in (Gänse-)Schmalz braten
>> - Apfelschnitze zugeben
>> - Salz, Piment, Pfeffer, Wacholder, Lorbeerblatt und Nelken (evtl. auch Zimt und Prise Zucker)
>> - Rotwein schmeckt auch sehr gut im Kochsud (oder Orangensaft oder Essig) aber keine Würfelbrühe.
>> - mit einer rohen Kartoffel andicken
>>
>> Wer auf alles das verzichtet, sollte dafür bestraft werden und genau das wird mit dem Dosenrotkohl
>> zuverlässig erledigt.
>
> So schwierig finde ich das nicht, mich hält vom Selberkochen hier
> vornehmlich ab, daß ich dazu erst einmal einen passenden Gemüseladen
> aufsuchen muß, weil ich im Supermarkt in der Regel keinen Rotkohlkopf
> finde, der für meinen Bedarf als alleinstehende Person klein genug ist.

der ist so billig, da kannst Du die Hälfte problemlos wegwerfen (oder Kompost)
Habe ich noch vergessen: Rotkohl, auch halbe Köpfe, lassen sich problemlos wochenlang aufheben.
Anschnitt oder außenblätter wirft man dann weg.

> Und wenn man das Resultat einfriert, unterscheidet es sich vom
> Dosenprodukt auch nicht mehr so sehr, scheint mir.
>
Doch, tut er.

Siegfrid Breuer

unread,
Jan 3, 2022, 7:18:42 PMJan 3
to
ludger_...@web.de (Ludger Averborg) schrieb:

>> - Zwiebeln in (Gänse-)Schmalz braten
>> - Apfelschnitze zugeben
>> - Salz, Piment, Pfeffer, Wacholder, Lorbeerblatt und Nelken (evtl.
>> auch Zimt
> und Prise Zucker)
>> - Rotwein schmeckt auch sehr gut im Kochsud (oder Orangensaft oder
>> Essig) aber
> keine Würfelbrühe.
>> - mit einer rohen Kartoffel andicken
>>
> nur ne Prise Zucker?
> Das schmeckt aber dann sehr anders, als ich es von Rotkohl gewohnt
> bin. Ich nehm 3 geh. Essl.

Oder garkeinen Zucker und dafuer paar Essloeffel Johannisbeergelee.
Oder Holunder-.

--
> Ich denke, dass meine Ueberlegung schon fundiert ist, und ich wuerde
> nichts empfehlen, was ich nicht selbst tun wuerde.
[suggeriert Ohlemacher in <43sn9u8tatelsvlf0...@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

Quinn C

unread,
Jan 3, 2022, 8:12:13 PMJan 3
to
* Lutz Meisinger:

> Am 03.01.2022 um 19:16 schrieb Quinn C:
>> * Lutz Meisinger:
>>
>>> Am 03.01.2022 um 11:25 schrieb Ludger Averborg:
>>>> [18 quoted lines suppressed]
>>> Rotkohl aus der Dose ist in drei Minuten fertig, selbstgemachter in 30-75 Minuten Kochzeit, 15
>>> Minuten Arbeitszeit.
>>>
>>> - Zwiebeln in (Gänse-)Schmalz braten
>>> - Apfelschnitze zugeben
>>> - Salz, Piment, Pfeffer, Wacholder, Lorbeerblatt und Nelken (evtl. auch Zimt und Prise Zucker)
>>> - Rotwein schmeckt auch sehr gut im Kochsud (oder Orangensaft oder Essig) aber keine Würfelbrühe.
>>> - mit einer rohen Kartoffel andicken
>>>
>>> Wer auf alles das verzichtet, sollte dafür bestraft werden und genau das wird mit dem Dosenrotkohl
>>> zuverlässig erledigt.
>>
>> So schwierig finde ich das nicht, mich hält vom Selberkochen hier
>> vornehmlich ab, daß ich dazu erst einmal einen passenden Gemüseladen
>> aufsuchen muß, weil ich im Supermarkt in der Regel keinen Rotkohlkopf
>> finde, der für meinen Bedarf als alleinstehende Person klein genug ist.
>
> der ist so billig, da kannst Du die Hälfte problemlos wegwerfen (oder Kompost)

Hier gibt's noch nicht mal Kompost, da fühle ich mich nicht so wohl
damit. Auf der anderen Straßenseite gibt's Kompostsammlung von der
Stadt, aber hier immer noch nicht :-(

> Habe ich noch vergessen: Rotkohl, auch halbe Köpfe, lassen sich problemlos wochenlang aufheben.
> Anschnitt oder außenblätter wirft man dann weg.

Ich habe Zweifel, aber das kann ich ja nächstes mal ausprobieren.

Ich kaufe öfter mal einen Kürbis (japanischer Art, kabocha), und die
gibt's auch im Supermarkt oft klein genug. Die liegen dann meist 1-3
Wochen herum, bevor ich dazu komme, die zu kochen. Neulich - es war
nicht mal im Supermarkt, sondern im asiatischen Laden - gab es keinen
kleinen, aber einen halben, hab ich den genommen, aber nach drei Tagen
fing der an, sich zu verflüssigen. Hab dann mindestens ein Viertel
weggeworfen.

Nun ist Kürbis natürlich nicht gleich Kohl.

>> Und wenn man das Resultat einfriert, unterscheidet es sich vom
>> Dosenprodukt auch nicht mehr so sehr, scheint mir.
>>
> Doch, tut er.

Hm.

--
For since no male
Has ruled me or has fed,
I think my own thoughts
In my woman's head. -- Lesbia Harford, Fatherless

Quinn C

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Jan 3, 2022, 8:12:14 PMJan 3
to
* Ludger Averborg:

> On Sun, 2 Jan 2022 19:10:34 -0500, Quinn C <lispa...@crommatograph.info>
> wrote:
>
>>* Martin Gerdes:
>>
>>> NB: 8,3g Zucker/100g Fertiggemüse finde ich recht stramm.
>>
>>Stimmt, aber das ist noch relativ harmlos. Es geht von 5g (Kühne "Der
>>Leichte") bis über 20g: <https://www.otto-gourmet.de/rotkohl.html>
>>
> Wieviel macht Ihr denn dran, wenn ihr selbst Rotkraut kocht?
>
> Ich nehm 3 geh. Essl. pro kg, Und ziemlich viel Essig, und eine Zwiebel, in die
> 7 Nelken reingesteckt werden, und (wenn ich hab) 3 Essl. Gänsefett. Und 1/2 TL
> Zimt.
>
> l.

Ich habe das nie abgemessen, aber denke, das werden bei mir vielleicht
etwa 2 EL Zucker auf ein Kilo sein. Bei mehr Essig möchte man aber
eventuell auch wieder mehr. Dazu kommt dann noch der Zucker aus den
Äpfeln.

--
They're telling the truth. [...] I know what you mean. There's
another truth that they're not telling. But newspapers never
do, that's not what they're for.
-- James Baldwin, Giovanni's Room

Lutz Meisinger

unread,
Jan 4, 2022, 8:18:49 AMJan 4
to
Am 04.01.2022 um 02:12 schrieb Quinn C:
> * Lutz Meisinger:
>
>> der ist so billig, da kannst Du die Hälfte problemlos wegwerfen (oder Kompost)
>
> Hier gibt's noch nicht mal Kompost, da fühle ich mich nicht so wohl
> damit. Auf der anderen Straßenseite gibt's Kompostsammlung von der
> Stadt, aber hier immer noch nicht :-(
>
bringt auch nicht viel. Dann vergammelt er eben auf der Müllhalde. Wenn die Discounter täglich
Containerweise Lebensmittel wegwerfen, mache ich mir um meine weggeworfenen Lebensmittel nicht so
viel sorgen.

>> Habe ich noch vergessen: Rotkohl, auch halbe Köpfe, lassen sich problemlos wochenlang aufheben.
>> Anschnitt oder außenblätter wirft man dann weg.
>
> Ich habe Zweifel, aber das kann ich ja nächstes mal ausprobieren.
>
Aus Rotkohl läßt sich auch gut Salat machen. Der sollte vorher ausreichend aber nicht zu stark in
Salzwasser gekocht werden.

Wir machen hier immer Rotkohl mit Kastanien. Die machen aber sehr viel Arbeit bis sie gekocht und
geschält sind. Kastanien gibt es zur Zeit noch. Die Schale sollte sich nicht zusammendrücken lassen ...

> Ich kaufe öfter mal einen Kürbis (japanischer Art, kabocha), und die
> gibt's auch im Supermarkt oft klein genug. Die liegen dann meist 1-3
> Wochen herum, bevor ich dazu komme, die zu kochen. Neulich - es war
> nicht mal im Supermarkt, sondern im asiatischen Laden - gab es keinen
> kleinen, aber einen halben, hab ich den genommen, aber nach drei Tagen
> fing der an, sich zu verflüssigen. Hab dann mindestens ein Viertel
> weggeworfen.
>
Angeschnittener Kürbis hält nicht so lang wie ganzer. Der Kürbis vom Herbst ist bei uns noch in
Ordnung. In einer Stadtwohnung würde ich ihn frostfrei auf dem Balkon lagern, wenn das zu machen
ist. Altbauwohnungen haben machmal eine Speisekammer oder einen Platz mit kleiner Tür unter dem
Küchenfenster. Das wäre der richtige Ort für Kürbis oder Rotkohl.

Gruß

L.

Lutz Meisinger

unread,
Jan 4, 2022, 8:34:43 AMJan 4
to
Am 03.01.2022 um 20:45 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 3 Jan 2022 17:26:57 +0100, Lutz Meisinger <L.Mei...@gmx.net> wrote:
>
>> - Zwiebeln in (Gänse-)Schmalz braten
>> - Apfelschnitze zugeben
>> - Salz, Piment, Pfeffer, Wacholder, Lorbeerblatt und Nelken (evtl. auch Zimt und Prise Zucker)
>> - Rotwein schmeckt auch sehr gut im Kochsud (oder Orangensaft oder Essig) aber keine Würfelbrühe.
>> - mit einer rohen Kartoffel andicken
>>
> nur ne Prise Zucker?
> Das schmeckt aber dann sehr anders, als ich es von Rotkohl gewohnt bin.
> Ich nehm 3 geh. Essl.
>
> Andicken ist bei mir gar nicht.
>
war auch nur ein Vorschlag, eine Zusammenfassung von einigen Rezepten. Man kann dreiviertel davon
weglassen.

Das unten erwähnte Johannisbeergelee finde ich auch sehr gut.

Gruß

L.




Hartmut Ott

unread,
Jan 4, 2022, 9:35:10 AMJan 4
to
Hej,

Am 03.01.22 um 20:45 schrieb Ludger Averborg:


> nur ne Prise Zucker?
> Das schmeckt aber dann sehr anders, als ich es von Rotkohl gewohnt bin.
> Ich nehm 3 geh. Essl.


Als ich es zuerst las, dachte ich das es ein Fehler sei. Ist es aber
nicht und ich frage mich, wie der Rotkohl schmeckt - aber selber
ausprobieren werde ich das nicht, da ich in einem Alter bin, wo ich
Zucker meiden muss.

Früher, als Kind war das Sonnabends gegen 13:00 Uhr anfangen, mit
einem ordentlichen Stück Schmalz, dann kam der geschnittene Rotkohl
dazu, die kleingeschnittenen Äpfel, etwas Lorbeer und auch einen Schuß
Essig und immer wenn es runtergekocht war wurde nachgefüllt, das ging
bis gegen 16:00 Uhr und dann schmurgelte der Rotkohl vor sich hin, bis
man ins Bett musste. Sonntags Morgens um 06:00 Uhr, wenn man vor dem
erneuten anzünden in den Topf sah, war der Kohl schön weiß marmoriert.
Und dann ließ man ihn bis Mittag weiter vor sich hin schmurgeln.

Ein Genuss sondergleichen. Und ja, der war auch süß und aromatisch,
obwohl wir, wenn möglich die Boskop vom eigenen Baum dazu nahmen. Und
der Rotkohl war weich, also nicht bißfest, wie es manche heute bevorzugen.



--
--
mfg
Hartmut Ott

Dorothee Hermann

unread,
Jan 4, 2022, 11:58:32 AMJan 4
to
Am 04.01.22 um 13:48 schrieb Hartmut Ott:
> Früher, als Kind war das Sonnabends gegen 13:00 Uhr anfangen, mit
> einem ordentlichen Stück Schmalz, dann kam der geschnittene Rotkohl
> dazu, die kleingeschnittenen Äpfel, etwas Lorbeer und auch einen
> Schuß Essig und immer wenn es runtergekocht war wurde nachgefüllt,
> das ging bis gegen 16:00 Uhr und dann schmurgelte der Rotkohl vor
> sich hin, bis man ins Bett musste.

Also etwa 1 - 2 Stunden?

> Sonntags Morgens um 06:00 Uhr, wenn man vor dem erneuten anzünden in
> den Topf sah, war der Kohl schön weiß marmoriert.

"weiß-marmoriert"? Wenn da Essig drin war, war der lilarot. Selbst die
dicken Blattrispen waren es.

> Und dann ließ man ihn bis Mittag weiter vor sich hin schmurgeln.

Also nochmal 4 bis 5 Stunden bis 12 Uhr Mittags?

> Ein Genuss sondergleichen. Und ja, der war auch süß und aromatisch,
> obwohl wir, wenn möglich die Boskop vom eigenen Baum dazu nahmen.
> Und der Rotkohl war weich, also nicht bißfest, wie es manche heute
> bevorzugen.

Ich hab gerade letzte Woche Rotkohl (Blaukraut) gekocht. Zwei Köpfe mit
dem Messer geschnitten. (Handschuhe) ;-) Angedünstet mit etwas Entenfett
noch von der Weihnachtsente, Zwiebel, dann ganz traditionell mit Essig
(ich nehm Essigessenz), zwei Boskop-Äpfeln, Zwiebel, Zitronenachtel,
Piment, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Nelken, etwas Salz, Pfeffer,
angefüllt - und den großen Bräter dann in den Backofen gestellt (war
fast voll).
Nach knapp zwei Stunden dann drei Essl. Gelee (Schwarze Johannisbeere,
kein Rotwein, weil Gäste), dazu, abgeschmeckt und weiterschmoren lassen.
(Da war der Rotkohl aber eigentlich schon essbar, nicht mehr "bissfest")

Ich meine, Deine Kochzeit-Erinnerung trügt dich da, oder dein Rotkohl
aus den Kindertagen simmerte "ganz hinten" auf einem Holz-/Kohleherd vor
sich hin.

Ich hab mal in meinen alten, ererbten Kochbuchschätzchen nqachgesehen
wegen den damaligen Kochzeiten (früher hat man ja gerne alles mehr
"etwas weicher" kochen lassen.

"MENUE, Die schönsten Rezepte der Welt" (Hefte in 10 Ordnern, v.
Mohndruck - Bertelsmann, 1971, Seite 254, 1 Kg Rotkohl, Kochzeit 60 Min.

"Das ist Kochen", v. Schwarzer und Wolter, Gräfe+Unzer Vlg., 1981,
Seite 254/255, 1 Kopf = 40 - 60 Min.

"Dr. Oetker Schulkochbuch" Ceres Verlag, 1984, Seite 182, gesamte
Garzeit 1 Kg etwa 2 Std.

"Kochen, die junge Schule", Zabert Sandmann, 1986, Seite 187, ein Kopf
(1 Kg), Kochzeit 1 Std. etwa.


BtW: Man sollte nicht in Kochbüchern kramen - jetzt hab ich mich nicht
nur teilweise festgelesen - nein, ich hab auch Anregungen für den ganzen
Januar. ;-)


Dorothee

Markus Ermert

unread,
Jan 4, 2022, 2:12:51 PMJan 4
to
Hartmut Ott <ho...@arcor.de> wrote:
> Hej,
>
> Am 03.01.22 um 20:45 schrieb Ludger Averborg:
>
>> nur ne Prise Zucker?
>> Das schmeckt aber dann sehr anders, als ich es von Rotkohl gewohnt bin.
>> Ich nehm 3 geh. Essl.
>
>
> Als ich es zuerst las, dachte ich das es ein Fehler sei. Ist es aber
> nicht und ich frage mich, wie der Rotkohl schmeckt -

Ging mir genauso. Ich frag mich generell, warum manche Leute Zucker zu
Salatsoßen, Möhren oder Eintöpfen geben. Ein leichter Süßkick lässt sich
doch viel eleganter schaffen, und zu ohnehin süßem Zeug wie Möhren oder
Apfelrotkohl mit Preiselbeeren noch Industriezucker zu addieren? Warum?



Markus Ermert

unread,
Jan 4, 2022, 2:13:00 PMJan 4
to
Hartmut Ott <ho...@arcor.de> wrote:
> Hej,
>
> Am 03.01.22 um 20:45 schrieb Ludger Averborg:
>
>> nur ne Prise Zucker?
>> Das schmeckt aber dann sehr anders, als ich es von Rotkohl gewohnt bin.
>> Ich nehm 3 geh. Essl.
>
>
> Als ich es zuerst las, dachte ich das es ein Fehler sei. Ist es aber
> nicht und ich frage mich, wie der Rotkohl schmeckt -

Luigi Rotta

unread,
Jan 4, 2022, 9:55:32 PMJan 4
to
Am 4 Jan 2022 19:12:48 GMT schrieb Markus Ermert <mspa...@gmail.com>:

>Ging mir genauso. Ich frag mich generell, warum manche Leute Zucker zu
>Salatsoßen, Möhren oder Eintöpfen geben.

Hierzulande galt: Zucker in die Salatsauce, dann nehmen auch die Kinder
Salat.



--

Gruss

Luigi

"Manchen genügt es nicht, dämlich zu sein. Sie müssen es
auch noch zeigen." (L.R.)

Hartmut Ott

unread,
Jan 5, 2022, 9:32:57 AMJan 5
to
Hej,

Am 04.01.22 um 17:58 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 04.01.22 um 13:48 schrieb Hartmut Ott:
>> Früher, als Kind war das Sonnabends gegen 13:00 Uhr anfangen, mit
>> einem ordentlichen Stück Schmalz, dann kam der geschnittene Rotkohl
>> dazu, die kleingeschnittenen Äpfel, etwas Lorbeer und auch einen
>> Schuß Essig und immer wenn es runtergekocht war wurde nachgefüllt,
>> das ging bis gegen 16:00 Uhr und dann schmurgelte der Rotkohl vor
>> sich hin, bis man ins Bett musste.
>
> Also etwa 1 - 2 Stunden?


14 Uhr ging es los, ab ca. 16 Uhr wurde nicht mehr nachgefüllt und bis
gegen 21 bis 22 Uhr kochte es weiter.


>> Sonntags Morgens um 06:00 Uhr, wenn man vor dem erneuten anzünden in
>> den Topf sah, war der Kohl schön weiß marmoriert.
>
> "weiß-marmoriert"? Wenn da Essig drin war, war der lilarot. Selbst die
> dicken Blattrispen waren es.


Das weiße war das erkaltete Schmalz, das dünne Adern über die Oberfläche
zig.



>> Und dann ließ man ihn bis Mittag weiter vor sich hin schmurgeln.
>
> Also nochmal 4 bis 5 Stunden bis 12 Uhr Mittags?


Eher 6 Stunden.


>> Ein Genuss sondergleichen. Und ja, der war auch süß und aromatisch,
>> obwohl wir, wenn möglich die Boskop vom eigenen Baum dazu nahmen.
>> Und der Rotkohl war weich, also nicht bißfest, wie es manche heute
>> bevorzugen.
>
> Ich hab gerade letzte Woche Rotkohl (Blaukraut) gekocht. Zwei Köpfe mit
> dem Messer geschnitten. (Handschuhe) ;-) Angedünstet mit etwas Entenfett
> noch von der Weihnachtsente, Zwiebel, dann ganz traditionell mit Essig
> (ich nehm Essigessenz), zwei Boskop-Äpfeln, Zwiebel, Zitronenachtel,
> Piment, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Nelken, etwas Salz, Pfeffer,
> angefüllt - und den großen Bräter dann in den Backofen gestellt (war
> fast voll).
> Nach knapp zwei Stunden dann drei Essl. Gelee (Schwarze Johannisbeere,
> kein Rotwein, weil Gäste), dazu, abgeschmeckt und weiterschmoren lassen.
> (Da war der Rotkohl aber eigentlich schon essbar, nicht mehr "bissfest")
>
> Ich meine, Deine Kochzeit-Erinnerung trügt dich da, oder dein Rotkohl
> aus den Kindertagen simmerte "ganz hinten" auf einem Holz-/Kohleherd vor
> sich hin.


Der Eisentopf stand auf dem Gasherd - und es war mehr als simmern.


> Ich hab mal in meinen alten, ererbten Kochbuchschätzchen nqachgesehen
> wegen den damaligen Kochzeiten (früher hat man ja gerne alles mehr
> "etwas weicher" kochen lassen.

Das war bei uns eben Tradition, auch das mein Vater da den Rotkohl
schnitt (das einzige was er in der Küche zum kochen beitrug) während
meine meine Mutter die Äpfel machte. So habe ich, Geburtsjahr 1948 das
schon als kleines Kind erlebt. Und ja, Sonntags um 6 Uhr wach sein war
normal, das war eben die Zeit wo das Hamburger Hafenkonzert früher im
Radio übertragen wurde, was sich meine Mutter immer anhörte.


> BtW: Man sollte nicht in Kochbüchern kramen - jetzt hab ich mich nicht
> nur teilweise festgelesen - nein, ich hab auch Anregungen für den ganzen
> Januar. ;-)

Ich habe 3 Davidis Kochbücher - die Aufzählung, was alles zu einem
Jagdfrühstück gehört ist herrlich. ,-)

Einleitung 1888

Die Zubereitung der Speisen ist schon der Gesundheit wegen nicht als
Nebensache zu betrachten. Jedes junge Mädchen, es sei aus hohem oder
niederem Stande, sollte sich hinlänglich damit bekannt machen, um als
Hausfrau selbst Hand ans Werk legen zu können, oder wo die Verhältnisse
das nicht erfordern, doch im Stande zu sein, die Küche zu kontrollieren,
damit sie ihren Untergebenen nicht zu stark in die Hand falle.

Ulf Kutzner

unread,
Jan 5, 2022, 4:45:57 PMJan 5
to
Luigi Rotta schrieb am Mittwoch, 5. Januar 2022 um 03:55:32 UTC+1:
> Am 4 Jan 2022 19:12:48 GMT schrieb Markus Ermert <mspa...@gmail.com>:
>
> >Ging mir genauso. Ich frag mich generell, warum manche Leute Zucker zu
> >Salatsoßen, Möhren oder Eintöpfen geben.
> Hierzulande galt: Zucker in die Salatsauce, dann nehmen auch die Kinder
> Salat.

Ich erinnere mich an Zucker auf den bereits servierten Grünkohl.
War lange her, und war so gar nicht meins.

Quinn C

unread,
Jan 5, 2022, 5:24:58 PMJan 5
to
* Luigi Rotta:

> Am 4 Jan 2022 19:12:48 GMT schrieb Markus Ermert <mspa...@gmail.com>:
>
>>Ging mir genauso. Ich frag mich generell, warum manche Leute Zucker zu
>>Salatsoßen, Möhren oder Eintöpfen geben.
>
> Hierzulande galt: Zucker in die Salatsauce, dann nehmen auch die Kinder
> Salat.

Für meine Mutter war das ein Kulturschock nach dem Umzug von Thüringen
nach Hessen, daß der Salat so sauer war. Sie hat dann als Kompromiß
gerne wenigstens Zitrone statt Essig verwendet.

Die europäische strenge Trennung von herzhaften und Süßspeisen gibt es
wohl erst ein paar hundert Jahre, und auf anderen Kontinenten auch meist
nicht.

--
Luthor: Otis, my good man, forcing women into loving you
is the underpinning of a toxic relationship.
Otis: But you love toxic relationships.
-- Supergirl S06E17

Quinn C

unread,
Jan 5, 2022, 5:24:59 PMJan 5
to
* Lutz Meisinger:

> Angeschnittener Kürbis hält nicht so lang wie ganzer. Der Kürbis vom Herbst ist bei uns noch in
> Ordnung. In einer Stadtwohnung würde ich ihn frostfrei auf dem Balkon lagern, wenn das zu machen
> ist. Altbauwohnungen haben machmal eine Speisekammer oder einen Platz mit kleiner Tür unter dem
> Küchenfenster. Das wäre der richtige Ort für Kürbis oder Rotkohl.

Das ist hier leider nicht möglich. Ich kann die Temperatur in der
Wohnung nicht mal selber regulieren, das ist zentral fürs ganze Gebäude,
und Heizkörper sind in jedem Raum. In der Küche muß ich im Winter die
Tür unter der Spüle offenstehen lassen, weil der Heizkörper da eingebaut
ist!

Immerhin ist es diesen Winter nicht mehr so überheizt wie die letzten
zwei (oder ich gehe so wenig raus, daß mein Körper die Regulierung nicht
mehr kann ...)

Und auf dem Balkon ist es halt leider monatelang selten frostfrei, hier
in Kanada. Montag hatten wir -18, gefühlt -25 oder so ähnlich.

--
- It's the title search for the Rachel property.
Guess who owns it?
- Tell me it's not that bastard Donald Trump.
-- Gilmore Girls, S02E08 (2001)

Andreas Karrer

unread,
Jan 5, 2022, 9:04:22 PMJan 5
to
* Quinn C <lispa...@crommatograph.info>:

> Das ist hier leider nicht möglich. Ich kann die Temperatur in der
> Wohnung nicht mal selber regulieren, das ist zentral fürs ganze Gebäude,
> und Heizkörper sind in jedem Raum. In der Küche muß ich im Winter die
> Tür unter der Spüle offenstehen lassen, weil der Heizkörper da eingebaut
> ist!
>
> Immerhin ist es diesen Winter nicht mehr so überheizt wie die letzten
> zwei (oder ich gehe so wenig raus, daß mein Körper die Regulierung nicht
> mehr kann ...)

Man könnte das Gegenteil machen wie bei der Spüle in der Küche und
die Luftzirkulation um die Heizkörper behindern. Mal ne Decke
drauf legen. In Karton oder gleich in Styropor einpacken.

> Und auf dem Balkon ist es halt leider monatelang selten frostfrei, hier
> in Kanada. Montag hatten wir -18, gefühlt -25 oder so ähnlich.

Die nette Kanadierin, die ein paar Jahre in der Wohnung nebenan lebte,
ist wieder in Edmonton. Vor einer Woche hatten die nachts -35, ziemlich
egal, ob Fahrenheit oder Celsius.

- Andi

Luigi Rotta

unread,
Jan 5, 2022, 9:40:07 PMJan 5
to
Am Wed, 5 Jan 2022 17:24:54 -0500 schrieb Quinn C
<lispa...@crommatograph.info>:

>Die europäische strenge Trennung von herzhaften und Süßspeisen gibt es
>wohl erst ein paar hundert Jahre, und auf anderen Kontinenten auch meist
>nicht.

In der Schweiz unterscheidet man zwischen süss und salzig.

Wobei es hier auch süsse Hauptgerichte gibt, z.B. Wähen (Blechkuchen);
aber auch Milchreis gibt es oft als Abendbrot. Für mich nur ohne Zucker.

Quinn C

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Jan 6, 2022, 8:40:38 AMJan 6
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* Andreas Karrer:

> * Quinn C <lispa...@crommatograph.info>:
>
>> Das ist hier leider nicht möglich. Ich kann die Temperatur in der
>> Wohnung nicht mal selber regulieren, das ist zentral fürs ganze Gebäude,
>> und Heizkörper sind in jedem Raum. In der Küche muß ich im Winter die
>> Tür unter der Spüle offenstehen lassen, weil der Heizkörper da eingebaut
>> ist!
>>
>> Immerhin ist es diesen Winter nicht mehr so überheizt wie die letzten
>> zwei (oder ich gehe so wenig raus, daß mein Körper die Regulierung nicht
>> mehr kann ...)
>
> Man könnte das Gegenteil machen wie bei der Spüle in der Küche und
> die Luftzirkulation um die Heizkörper behindern. Mal ne Decke
> drauf legen. In Karton oder gleich in Styropor einpacken.

Bei dem Heizkörper in der Küche könnte das gehen, denn zu dem habe ich
immerhin Zugang. Die anderen sind alle hinter Gittern (verschraubte
Paneele, wo über die Schrauben zig mal drübergestrichen worden ist).

>> Und auf dem Balkon ist es halt leider monatelang selten frostfrei, hier
>> in Kanada. Montag hatten wir -18, gefühlt -25 oder so ähnlich.
>
> Die nette Kanadierin, die ein paar Jahre in der Wohnung nebenan lebte,
> ist wieder in Edmonton. Vor einer Woche hatten die nachts -35, ziemlich
> egal, ob Fahrenheit oder Celsius.

Ja, dort ist richtig kalt. Hier geht es zur Zeit immer noch wild rauf
und runter, als wäre es noch Dezember - heute nahe 0, aber für Anfang
nächster Woche sind -26 (Temperatur, nicht gefühlt) angekündigt.

--
Wenn Sie mit irgendjemand anderem außer viel von ihnen, sind Sie
ganz in Gefahr.
-- SPAMPOESIE

Markus Ermert

unread,
Jan 6, 2022, 5:27:24 PMJan 6
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Quinn C <lispa...@crommatograph.info> wrote:

> In der Küche muß ich im Winter die
> Tür unter der Spüle offenstehen lassen, weil der Heizkörper da eingebaut
> ist!

Sind in Kanada auch wie in den USA die Spülen immer und ausnahmslos vor
einem Fenster?

Ich frage mich: Schauen Amerikaner lieber beim
Abwasch aus dem Fenster als bei allen anderen Gelegenheiten? Haben
Hausbauer und Installateure in mehrstöckigen Häusern Spaß daran, vertikale
Wasserleitungen immer zickzack zu bauen?

Markus Ermert

unread,
Jan 6, 2022, 5:43:12 PMJan 6
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Quinn C <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>
> Die europäische strenge Trennung von herzhaften und Süßspeisen gibt es
> wohl erst ein paar hundert Jahre, und auf anderen Kontinenten auch meist
> nicht.

Nix gegen Süße in deftigen Gerichten, aber warum durch Industriezucker?

Schon bei Tomatensoßen kann man wählen zwischen der Süße, die sich durch
langes Kochen ergibt oder ekligem Zuckern. Bei Salaten und Gemüsen gibt es
fruchtige Zutaten, gerade beim Rotkohl.

Aber in der Tat gehört es zu den Besonderheiten der europäischen Küche,
dass süß und salzig recht streng getrennt werden. Es gibt Ausnahmen, aber
wenige.

In Asien ist das ganz anders, im Rest der Welt gibt es wiederum recht
krasse Unterschiede. Beispiel Anbauregionen von Mangos, Avocados und
Bananen: Mancherorts werden die in die warme Küche integriert, andernorts
ausschließlich als Süßspeise oder -getränk konsumiert.

USA ist wiederum ein Sonderfall, die zuckern ja nahezu alle Nahrungsmittel.

Ulf Kutzner

unread,
Jan 6, 2022, 6:12:47 PMJan 6
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Quinn C schrieb am Mittwoch, 5. Januar 2022 um 23:24:58 UTC+1:
> * Luigi Rotta:
> > Am 4 Jan 2022 19:12:48 GMT schrieb Markus Ermert <mspa...@gmail.com>:
> >
> >>Ging mir genauso. Ich frag mich generell, warum manche Leute Zucker zu
> >>Salatsoßen, Möhren oder Eintöpfen geben.
> >
> > Hierzulande galt: Zucker in die Salatsauce, dann nehmen auch die Kinder
> > Salat.
> Für meine Mutter war das ein Kulturschock nach dem Umzug von Thüringen
> nach Hessen, daß der Salat so sauer war. Sie hat dann als Kompromiß
> gerne wenigstens Zitrone statt Essig verwendet.
>
> Die europäische strenge Trennung von herzhaften und Süßspeisen gibt es
> wohl erst ein paar hundert Jahre, und auf anderen Kontinenten auch meist
> nicht.

Selbst WK2 hat die schlesische Küche nicht völlig beseitigen
können, und nicht zuletzt in Norddeutschland gibt es Relikte eines
Sowohl-als-auch.

Ulf Kutzner

unread,
Jan 6, 2022, 6:16:03 PMJan 6
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Quinn C schrieb am Mittwoch, 5. Januar 2022 um 23:24:59 UTC+1:
> * Lutz Meisinger:
> > Angeschnittener Kürbis hält nicht so lang wie ganzer. Der Kürbis vom Herbst ist bei uns noch in
> > Ordnung. In einer Stadtwohnung würde ich ihn frostfrei auf dem Balkon lagern, wenn das zu machen
> > ist. Altbauwohnungen haben machmal eine Speisekammer oder einen Platz mit kleiner Tür unter dem
> > Küchenfenster. Das wäre der richtige Ort für Kürbis oder Rotkohl.
> Das ist hier leider nicht möglich. Ich kann die Temperatur in der
> Wohnung nicht mal selber regulieren, das ist zentral fürs ganze Gebäude,
> und Heizkörper sind in jedem Raum. In der Küche muß ich im Winter die
> Tür unter der Spüle offenstehen lassen, weil der Heizkörper da eingebaut
> ist!
>
> Immerhin ist es diesen Winter nicht mehr so überheizt wie die letzten
> zwei (oder ich gehe so wenig raus, daß mein Körper die Regulierung nicht
> mehr kann ...)
>
> Und auf dem Balkon ist es halt leider monatelang selten frostfrei, hier
> in Kanada. Montag hatten wir -18, gefühlt -25 oder so ähnlich.

Russen habe ich sagen hören, Borschtsch und Schtschi schmeckten
so richtig gut erst nach dem zweiten Aufwärmen, jeweils nach
Durchfrieren auf dem Balkon. Gut, für beide verwendet man etwas
andere Gemüsearten.

Quinn C

unread,
Jan 6, 2022, 6:18:18 PMJan 6
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* Markus Ermert:

> Quinn C <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>
>> In der Küche muß ich im Winter die
>> Tür unter der Spüle offenstehen lassen, weil der Heizkörper da eingebaut
>> ist!
>
> Sind in Kanada auch wie in den USA die Spülen immer und ausnahmslos vor
> einem Fenster?

An sich sind Küchen heutzutage oft im Zentrum der Wohnung und haben gar
keine Fenster, sind aber offen zum Wohnbereich.

Ob, wenn die Küche wie in meiner Wohnung ein eigener Raum ist, der vom
Korridor abgeht und Fenster hat, dann die Regel mit der Spüle gilt, das
kann ich nicht sagen. Vielleicht denke ich ja zukünftigen Gelegenheiten
daran. In meiner Wohnung stimmt's, aber meine letzte Wohnung ist schon
mal ein Gegenbeispiel. Die hatte von der Küche aus den Ausgang auf die
außenliegende Feuertreppe. Die Spüle hätte dann nicht an diese Wand
gepaßt und war an der Längsseite (also Innenwand).

--
Aufmerksamkeit,
ich bitte Sie um Nachsicht für ein dringendes Geschäft.
-- SPAMPOESIE

Mike Grantz

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Jan 6, 2022, 9:38:07 PMJan 6
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On 03.01.2022 01:10, Quinn C wrote:

> Das ist jetzt eher was für Mampf, F'up2 gesetzt.

Da ich gerne Rotkohl mit brauner oder Bratensauce esse - also nur
Rotkohl mit Sauce, evtl noch ein paar Drillinge dazu - frage ich mich,
was sich gut als Opferfleisch bei der Saucenzubereitung eignet.

Jedes mal Rouladen braten oder stundenlang einen Schinken im Ofen garen,
nur um mal schnell die Gier nach Rotkohl mit Sauce zu befriedigen, ist
etwas overkill.

Gibt es einen Geheimtipp für eine Fertigsauce, bei der man nicht würgen
muss?

Wobei, ich wollte eh mal wieder was im Römertopf garen, dann kann ich
gleich bisl mehr Sauce machen.
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