dieses Wochenende ist Fondkochen angesagt, die Vorräte im Keller gehen zur
Neige. Komme gerade nach Hause mit Knochen und dem passenden Gemüse dazu.
Der Metzger hat meine Bestellung "irgendwie" falsch verstanden. Es hätten 3
kg Kalbaknochen sein sollen plus 3 kg Rinderknochen, normale Suppenknochen.
Jetzt hat er mir aber beim Rind lauter Markknochen aufgehoben nicht so
/ganz/ billig der Spaß.
Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
Fond bereiten zu verwenden. Aus einem Großteil würde ich gerne Markklößchen
zubereiten und die dann als Suppeneinlage einfrieren.
Würdet Ihr eher die Markknochen die ganze Nacht über mitkochen oder
vielleicht nur ein, zwei Stündchen? Ein erprobtes Rezept für Markklößchen
wäre mir auch willkommen.
Danke und Grüße
Christian.
Die Knochen kann man gut über Nacht auskochen lassen.
Viel Erfolg.
Muß jetzt in die Küche. Morgen ein Grill - Buffet mit 60 bis 90 Personen
vorbereiten.
Gruß
NMS
> Ein erprobtes Rezept für
> Markklößchen wäre mir auch willkommen.
Mark roh aus den Knochen herausdrücken, grob zerkleinern, auf kleiner
Flamme auslassen, bis das Fett ausgebraten und die nicht-Fett-Stückchen
(wie heißt das eigentlich? Grieben?) leicht gebräunt sind. Abkühlen
lassen. Fett und Ei schsumig rühren, Semmelbrösel dazu, bis eine Masse
entsteht, aus der sich leicht Klöße formen lassen. Etwas Backpulver
kann auch rein - nicht zuviel, sonst fallen sie dir nachher
auseinander. Eine Zeitlang stehen lassen, dann kleine Klößchen formen,
in heißer Flüssigkeit gar ziehen lassen.
Mengenverhältnisse: ich mach das immer nach Gefühl, je nachdem wie viele
Markknochen ich habe. Eines meiner Kochbücher sagt: ca. 40 g Mark, 1
Ei, 50g Semmelbrösel. Aber wer wiegt schon das Mark und die
Semmelbrösel? Das Kochbuch siebt auch die Grieben aus dem Fett heraus;
ich lasse die drin.
Wenn ichs recht verstehe, hast du ja nun eine größere Menge Mark, da
kannst du ja probieren - viel Erfolg, sag mal Bescheid, wie es am
besten gelingt
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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> Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
> Fond bereiten zu verwenden. Aus einem Großteil würde ich gerne Markklößchen
> zubereiten und die dann als Suppeneinlage einfrieren.
> Würdet Ihr eher die Markknochen die ganze Nacht über mitkochen oder
> vielleicht nur ein, zwei Stündchen?
Ich würde nur einige wenige Knochen mit Mark mitkochen, von den
restlichen das Mark vorab auslösen. Denn wenn Du Pech hast, löst sich
das Mark relativ schnell aus den Knochen - ist mir schon häufiger
passiert - und verschwindet in der Brühe, so dass Du nachher nur sehr
wenig Mark für die Klößchen übrig hast.
> Ein erprobtes Rezept für Markklößchen wäre mir auch willkommen.
anbei ein bewährtes Rezept für Markklößchen und ein etwas
"anderes", gutes Rezept für einen Indianischen Brotaufstrich, falls Du
noch Mark übrig hast:
========== 'Kalorio V3.40' (reg.) nach REZKONV
Titel: Markklößchensuppe
Kategorien: Fleisch, Suppe
Menge: 4 Portionen
50 Gramm Markknochen
3 Essl. Milch
30 Gramm Butter
2 Eier
50 Gramm Paniermehl
1 Teel. Petersilie
Salz
Muskat
1/2 Litr. Gemüsebrühe
============================= QUELLE ================================
Kienle Kochbuch
- Erfasst am 18.10.2003 von
- Karina Schmidt
1. Mark aus den Knochen lösen und in 20 min wässern.
2. Die Milch erwärmen und das Mark solange kochen bis es glasig ist.
3. Die Butter erwärmen.
4. Das Mark in ein Sieb abgießen und anschließend durch das Sieb in
eine Schüssel drücken. Diesen Schritt nicht auslassen. Verhindert,
dass kleine Knochenspreisel in die Markklößchen gelangen.
5. Die Butter zugeben und beides schaumig rühren.
6. Die Eier, das Paniermehl, das Salz und die Petersilie zugeben.
7. ½ l Wasser erhitzen, die Gemüsebrühe zugeben.
8. Aus dem Markteig kleine Bällchen formen. Diese in die Gemüsebrühe
geben und ca. 5 min ziehen lassen ( nicht kochen).
9. Zum Abschluß die Suppe mit frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Inhaltsstoff Rezept à Portion Einheit
Energie 1010 252 kcal
Eiweiss 21 5 g
Fett 85 21 g
Kohlenhydrate 40 10 g
::Stichworte : : Knochenmark
::Kosten : : 2 €
::Quelle : : Kienle Kochbuch
::Erfasser : : Karina Schmidt
::Erfasst am : : 18.10.2003
::Letzte Änderung: : Karina Schmidt
::Letzte Aender. : : 18.10.2003
::Fingerprint : : 24810075,707047237,Kalorio
=====
========== 'Kalorio V3.40' (reg.) nach REZKONV
Titel: Indianischer Markaufstrich
Kategorien: Fleisch, Gemüse
Menge: 4 Portionen
4 Rindermarkknochen, groß
1 Zwiebel, klein
2 Knoblauchzehen
Petersilie
Salz
1 Prise Cayennepfeffer
Schwarzer Pfeffer
2 Essl. Maiskeimöl
============================= QUELLE ================================
Brotaufstrich, S. 44
Gräfe & Unzer
Adelheid Beyreder
- Erfasst am 3.9.2003 von
- Karina Schmidt
1. Die Markknochen etwas 30 min in eiskaltes Wasser legen. Die
Petersilie für die Garnierung waschen, trocken schwenken, von den
groben Stielen befreien und fein hacken.
2. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und ebenfalls fein
hacken.
3. Das Rindermark aus den Knochen drücken und mit kaltem Wasser
abspülen, dabei eventuell vorhandene Knochensplitter sorgfältig
entfernen. Das Mark auf einem Teller mit einer Gabel gut zerdrücken.
4. Das Maiskeimöl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebel und die
Knoblauchstückchen darin glasig braten. Das Rindermark hinzufügen und
bei mittlerer Hitze in etwas 5 min unter Rühren durchbraten und danach
auskühlen lassen.
5. Den Aufstrich mit dem Cayennepfeffer, etwas Salz und reichlich
Pfeffer pikant würzen.
6. Den ausgekühlten Markaufstrich mit der gehackten Petersilie
bestreut servieren. Er paßt gut zu Fladenbrot oder Weißbrot.
Inhaltsstoff Rezept à Portion Einheit
Energie 630 157 kcal
Eiweiss 2 + g
Fett 67 16 g
Kohlenhydrate 6 1 g
::Stichworte : : Rindermark
::Kosten : : 1 €
::Quelle : : Brotaufstrich, S. 44
::Quelle : : Gräfe & Unzer
::Quelle : : Adelheid Beyreder
::Erfasser : : Karina Schmidt
::Erfasst am : : 3.9.2003
::Letzte Änderung: : Karina Schmidt
::Letzte Aender. : : 3.9.2003
::Fingerprint : : 24714386,707047815,Kalorio
=====
Gruß,
Karina
*Diedrich Ehlerding* schrieb am 25.08.2006:
> Mark roh aus den Knochen herausdrücken, grob zerkleinern, auf kleiner
> Flamme auslassen, bis das Fett ausgebraten und die nicht-Fett-Stückchen
> (wie heißt das eigentlich? Grieben?) leicht gebräunt sind.
Danke erst mal für Eure vielen Ratschläge. Von den meisten Markknochen habe
ich das Mark jetzt roh raus geholt, ein paar andere liegen mit den anderen
Knochen im Ofen bei 200 °C zum Rösten.
Das mit dem "durch ein Sieb streichen" leuchtet mir ein, es sind schon ein
paar Splitterchen mit dran. Würde die Markklößchen am liebsten morgen erst
machen, nicht heute, wird mir zu viel Arbeit auf einmal.
Ist es denkbar, das Mark auszulassen, durch ein Sieb zu strteichen,
erkalten zu lassen und morgen weiter zu verarbeiten?
Grüße
Christian.
> Würde die Markklößchen am liebsten morgen erst
> machen, nicht heute, wird mir zu viel Arbeit auf einmal.
> Ist es denkbar, das Mark auszulassen, durch ein Sieb zu strteichen,
> erkalten zu lassen und morgen weiter zu verarbeiten?
Das kannst Du ohne Probleme machen. Bei dem indianischen Brotaufstrich
wird ja genauso vorgegangen. Der hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank.
Ich würde übrigens die Markklößchen roh einfrieren - im Gegensatz
zu Grießklöchen. Kommt meiner Meinung nach geschmacklich besser, wenn
sie dann im gefroreren Zustand in eine Rinderbrühe gegeben werden.
Gruß,
Karina
> Ist es denkbar, das Mark auszulassen, durch ein Sieb zu strteichen,
> erkalten zu lassen und morgen weiter zu verarbeiten?
Rohes Mark würde ich nicht gern länger aufbewahren, das ausgelassene
Fett sollte aber insofern problemlos sein. Auch mehrere Tage, stells
ggf. in den Kühlschrank.
mfG
>Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
>Fond bereiten zu verwenden. Aus einem Großteil würde ich gerne Markklößchen
>zubereiten und die dann als Suppeneinlage einfrieren.
Ist es denn in D wieder 'gesund' moeglich, Rindermark zu essen ? Hier
in USA mache ich um das Zeug immer noch einen Riesenbogen, weil ich
den Kontrollen/Kontrolleuren nicht vertraue.
--
Ciao. Ralph.
http://cioppino.blogs.com/hungrig_in_san_francisco/
* Der Versuch eines ( Küchen ) Tagebuchs *
>>Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
>>Fond bereiten zu verwenden. Aus einem Großteil würde ich gerne Markklößchen
>>zubereiten und die dann als Suppeneinlage einfrieren.
>
>
> Ist es denn in D wieder 'gesund' moeglich, Rindermark zu essen ? Hier
> in USA mache ich um das Zeug immer noch einen Riesenbogen, weil ich
> den Kontrollen/Kontrolleuren nicht vertraue.
Knochenmark und Rückenmark ist nicht annähernd dasselbe. Rückenmark muss
in D schon seit längerer Zeit(und immer noch) vorsichtshalber entfernt
und entsorgt werden, Knochenmark haben diese Regelungen noch nie
betroffen. Wenn du hier dennoch Bedenken hast, wird sie dir aber
vermutlich keiner nehmen können.
Roland
> Ist es denn in D wieder 'gesund' moeglich, Rindermark zu essen ? Hier
> in USA mache ich um das Zeug immer noch einen Riesenbogen, weil ich
> den Kontrollen/Kontrolleuren nicht vertraue.
Schau mal hier nach (wenn's nicht klappt, gib bei google BSE und
Baden-Württemberg ein):
Gruß,
Karina
Funktioniert :-) Nach diesen Informationen gilt Knochenmark allerdings
immer noch als "gefaehrlich" im Gegensatz zu Muskelfleisch.
>Gruß,
>
>Karina
>
>Knochenmark und Rückenmark ist nicht annähernd dasselbe. Rückenmark muss
>in D schon seit längerer Zeit(und immer noch) vorsichtshalber entfernt
>und entsorgt werden, Knochenmark haben diese Regelungen noch nie
>betroffen. Wenn du hier dennoch Bedenken hast, wird sie dir aber
>vermutlich keiner nehmen können.
Jupp. Deshalb werde ich auch weiterhin kein Knochenmark essen, und
das, obwohl ich es eigentlich sehr gerne mag, ob beim Ossu Buco oder
bei Markkloeschen :-(
>
>Roland
Karina schrieb:
>>Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
>>Fond bereiten zu verwenden.
> Ich würde nur einige wenige Knochen mit Mark mitkochen, von den
> restlichen das Mark vorab auslösen. Denn wenn Du Pech hast, löst sich
> das Mark relativ schnell aus den Knochen - ist mir schon häufiger
> passiert - und verschwindet in der Brühe, so dass Du nachher nur sehr
> wenig Mark für die Klößchen übrig hast.
So haben wir das jetzt gemacht. Die meisten Knochen "ausgemarkt" das
liegt jetz im Kühlschrank, so 300 g reines Mark schätze ich mal. Fünf
Markknochen kamen mit in den Backofen zum Anrösten. Nach gut einer
Stunde gab es dann als Vorspeise angeröstete Baguette mit Knoblauch
abgerieben und mit frischem warmen Mark bestrichen. Dazu je ein Gläschen
Weißwein, das war schon ganz nett. :-)
>>Ein erprobtes Rezept für Markklößchen wäre mir auch willkommen.
> anbei ein bewährtes Rezept für Markklößchen und ein etwas
> "anderes", gutes Rezept für einen Indianischen Brotaufstrich, falls Du
> noch Mark übrig hast:
> Titel: Markklößchensuppe
Klingt gut.
> Titel: Indianischer Markaufstrich
> 4 Rindermarkknochen, groß
> 1 Zwiebel, klein
> 2 Knoblauchzehen
> Petersilie
> Salz
> 1 Prise Cayennepfeffer
> Schwarzer Pfeffer
> 2 Essl. Maiskeimöl
> 5. Den Aufstrich mit dem Cayennepfeffer, etwas Salz und reichlich
> Pfeffer pikant würzen.
> 6. Den ausgekühlten Markaufstrich mit der gehackten Petersilie
> bestreut servieren. Er paßt gut zu Fladenbrot oder Weißbrot.
Ist ja so was ähnliches wie unsere Vorspeise von heute Abend, nur etwas
raffinierter. Die Peterle habe ich in den Fond mit geschmissen weil sie
schon seint vier Tagen in der Vase standen. Danke trotzdem für das
Rezept aber ich bin schon wieder bedient für heute.
Werde noch warten bis der 16 l Topf auf kleiner Flamme zum Köcheln
gekommen ist, abschäumen und dann ins Bett gehen und über Nacht köcheln
lassen.
LG
Christian.
Es scheint so, ja, Ralph. Das Thema BSE hat sich augenscheilich
gegessen, redet keiner mehr drüber. Es wird ja AFAIK alles Rindfleisch
von Tieren, die älter als ein Jahr sind, untersucht. Es kommt nur sehr
selten vor, dass BSE entdeckt wird.
In USA haben die Leute übrigens sogar Angst davor Butter zu essen, habe
ich lesen müssen. ;-(
Viele Grüße
Christian.
Oh well, davon fangen wir mal gar nicht an ! Allerdings, bei meinen
Eltern steht auch nur noch becel auf dem Tisch ( es sei denn, ich bin
da ;-)
>Viele Grüße
>Christian.
Hartmut Kuntze fehlt mir hier. Der hat immer wieder gesagt "esst Butter,
die Kühe brauchen auch einen Job". Späßle gemacht, wie es halt seine Art
ist und damit wieder mal den Nagel auf den Kopf getroffen. Butter ist
gesund genug und Olivenöl und Abwechslung.
Margarine soll fressen wer will oder wer meint, sich damit was gutes zu
tun.
Ist zwar völlig am Thread vorbei, es wundert mich aber immer wieder so
stark, wie viele Leute immer wieder den neuesten "Gesundheitsanalysen" von
alt hergebrachten Lebnesmitteln hinterher rennen bzw. den Kommentaren
darüber.
Der schwitzer Buur frisst sein Käsfondue und wird 90 Jahre alt, der
Südfranzose trinkt seinen Rotwein und kocht mit Öl und Butter und wird
genau so alt.
Schau mer mal.
Christian.
kürzlich im August erst der 400. Fall in DE nach Einführung der Tests in
2000
http://www.vetion.de/aktuell/index.cfm?aktuell_id=10020
Es waberte nur kurz und nebenbei durch unser lokales Käseblatt, da
Niedersachsen betroffen war.
Gruss
Karla
Und Karla? Was machst Du daraus? Würdest Du jetzt ein paar kg Markknochen
verarbeiten oder eher lieber nicht?
Grüße
Christian. Rennt jetzt vor die Glotze für JBK.
> Funktioniert :-) Nach diesen Informationen gilt Knochenmark allerdings
> immer noch als "gefaehrlich" im Gegensatz zu Muskelfleisch.
Richtig, aber es ist schon relativ weit hinten, was die Gefährlichkeit
betrifft. Wie heißt es doch so schön: No risk, no fun?
Aber Spaß beiseite, wenn ich morgen wieder richtig wach bin, mache ich
mich auf die Suche, nach einer Quelle der Verbraucherzentrale Ba-Wü.
Dort gibt es eine eindeutige Entwarnung, was das Knochenmark betrifft.
Ich habe nur noch Auszüge aus dem Text ohne Quellenangaben, weil ich
es idiotischerweise mal gelöscht habe, als das Thema nicht mehr so
präsent war bzw. ich nicht permanent danach in meinen Kursen darauf
angesprochen wurde.
Gruß,
Karina
[...]
> Jetzt hat er mir aber beim Rind lauter Markknochen aufgehoben nicht so
> /ganz/ billig der Spaß.
Ups! Mein Beileid. Vom Geld abgesehen natürlich kein Verlust. Aber
Markknochen sind halt nicht immer nötig. Dafür zahle ich z.B. mehr als
für Schweinefleisch.
> Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
> Fond bereiten zu verwenden. Aus einem Großteil würde ich gerne Markklößchen
> zubereiten und die dann als Suppeneinlage einfrieren.
> Würdet Ihr eher die Markknochen die ganze Nacht über mitkochen oder
> vielleicht nur ein, zwei Stündchen? Ein erprobtes Rezept für Markklößchen
> wäre mir auch willkommen.
Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, weil ich Markknochen passend
bestelle, aber soweit ich weiß, kann man die gut einfrieren. Den
Thread werde ich aufmerksam verfolgen, weil ich schon Dosensuppen mit
Markklößchen gegessen habe und gern wüßte, wie man die "richtig"
herstellt.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef
[...]
> Ist es denn in D wieder 'gesund' moeglich, Rindermark zu essen ? Hier
> in USA mache ich um das Zeug immer noch einen Riesenbogen, weil ich
> den Kontrollen/Kontrolleuren nicht vertraue.
Wenn Du den Kontrolleuren nicht vertraust, hilft Dir niemand - egal,
wo du wohnst. Soweit ich in Deutschland mitbekommen habe, ist die
Wahrscheilichkeit, durch Knochenmark an Creutzfeld-Jakob zu erkranken,
ziemlich genau gleich Null. In Amerika eher noch etwas niedriger.
;-)
Mit freundlichen Grüßen
Detlef
[...]
> Margarine soll fressen wer will oder wer meint, sich damit was gutes zu
> tun.
[...]
Margarine nehme ich gern für Bratkartoffeln und teilweise zum Backen.
Hat für mich durchaus eine Berechtigung. Aber daß sie gesünder als
Butter ist, konnte mir nie jemand begreiflich machen. Vielleicht bin
ich ein paar Jahre zu spät (oder zu früh) geboren.
[...]
> Der schwitzer Buur frisst sein Käsfondue und wird 90 Jahre alt, der
> Südfranzose trinkt seinen Rotwein und kocht mit Öl und Butter und wird
> genau so alt.
> Schau mer mal.
Hatte ich schon mal bemerkt: Gerade in der Ernährungs"wissenschaft"
ist heute falsch, was gestern richtig war - und umgekehrt. Ich höre
lieber darauf, was mein Körper mir sagt. Wenn ich z.B. eine Woche kein
Obst gegessen habe, meldet er sich. Wenn ich Butter statt Margarine
esse, sinnvollerweise nicht.
:-)
Mit freundlichen Grüßen
Detlef
(BSE)
> kürzlich im August erst der 400. Fall in DE nach Einführung der Tests in
> 2000
> http://www.vetion.de/aktuell/index.cfm?aktuell_id=10020
> Es waberte nur kurz und nebenbei durch unser lokales Käseblatt, da
> Niedersachsen betroffen war.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß viele Fälle anfangs gar nicht
aufgefallen sind. Aber ich bin auch ziemlich sicher, daß das Problem
in Deutschland von den Medien überbewertet wurde. Das ist mir aber
allemal Fall lieber, als daß wie in England versucht wird, alles unter
den Teppich zu kehren.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef
>Ralph Knauth schrieb:
>
>> in USA mache ich um das Zeug immer noch einen Riesenbogen, weil ich
>> den Kontrollen/Kontrolleuren nicht vertraue.
>
>Wenn Du den Kontrolleuren nicht vertraust, hilft Dir niemand - egal,
>wo du wohnst.
Das ist sicherlich richtig. Allerdings sind hier lt. Newsweek
innerhalb der letzten 3 Jahre durchaus Faelle vorgekommen, wo
Angestellte von Rinderzuechtern / Schlachthoefen aktiv daran gehindert
wurden, verdaechtige Rinder an die Gesundheitsbehoerden zu melden.
Es werden auch nicht, wie wohl in D vorgeschrieben, alle Rinder ueber
12 Monate alt, getestet, sondern nur Stichproben entnommen.
>Soweit ich in Deutschland mitbekommen habe, ist die
>Wahrscheilichkeit, durch Knochenmark an Creutzfeld-Jakob zu erkranken,
>ziemlich genau gleich Null.
Lass es mal so sagen, sie ist gering.
>In Amerika eher noch etwas niedriger.
>;-)
Das bezweifele ich allerdings. Soweit mir bekannt ist, wird hier immer
noch so geschlachtet ( was in weit groesserem Masse als in D
mechanisch, d.h. durch Maschinen erfolgt ), das ein Uebergang von
Rueckenmark, welches durchaus BSE uebertragen kann, selbst auf reines
Muskelfleisch nicht ausgeschlossen werden kann.
>
>Mit freundlichen Grüßen
>Detlef
No risk no fun.
Häufigkeit v. vCreutzfeld-Jakob-Desease Wikipedia
"Bis zum November 2005 sind in Großbritannien 152 Menschen an vCJD
gestorben, 6 Patienten leben noch. Die Zahl der Erkrankungen nimmt
derzeit ab, daher gilt die Gefahr als gebannt. Es wurde jedoch vermutet,
dass in den nächsten 10 Jahren eine massive Epidemie des „menschlichen
Rinderwahnsinns“ Großbritannien heimsuchen wird und womöglich viele
Tausend Menschen dieser Krankheit erliegen werden. Erhärtet wurde dieser
Vermutung auch durch eine Studie, bei der durch Untersuchungen von
entferntem Mandel- und Blinddarmgewebe festgestellt wurde, dass mehrere
Tausend Briten den vCJD-Erreger in sich tragen müssen.
Die BBC berichtete allerdings am 12. Januar 2005 von Ergebnissen einer
Gruppe von Wissenschaftlern, nach denen eine große Epidemie
unwahrscheinlich ist. Dies wird u. a. dadurch gestützt, dass die Zahl
der Todesfälle in Großbritannien von 28 im Jahr 2000 auf 9 im Jahr 2004
zurückgegangen ist. Ein erneuter Anstieg der Todesfälle kann jedoch
nicht ausgeschlossen werden."
Ehrlich gesagt, sind das sehr wenige Menschen, die bisher an einer sehr
seltenen Krankheit gestorben sind. Im Vergleich dazu: jährlich sterben
in DE ca. 63.000 Menschen an Herzinfarkt. Das Risiko an BSE-verseuchten
Markknochen zu sterben, ist also zu vernachlässigen. Da ist der Gang zum
Supermarkt gefährlicher.
Gruss
Karla
> In USA haben die Leute übrigens sogar Angst davor Butter zu essen,
> habe ich lesen müssen. ;-(
Ja, die sind sehr cholesterinbewusst dor. Zum Frühstück bekam ich dort
einmal neben einem Riesenteller fettriefender Bratkartoffeln, drei oder
vier Spiegeleiern, ausreichend gebratenem Speck, ein paar Würstchen und
wasweißichnochallesanderem auch eine scheibe Toast mit cholesterinarmer
Margarine :-)
Diedrich
Jepp.
> Häufigkeit v. vCreutzfeld-Jakob-Desease Wikipedia
[...]
> Ehrlich gesagt, sind das sehr wenige Menschen, die bisher an einer sehr
> seltenen Krankheit gestorben sind. Im Vergleich dazu: jährlich sterben
> in DE ca. 63.000 Menschen an Herzinfarkt. Das Risiko an BSE-verseuchten
> Markknochen zu sterben, ist also zu vernachlässigen. Da ist der Gang zum
> Supermarkt gefährlicher.
Das hast Du schön gesagt und gut recherchiert, danke Karla.
*Handkusswerf*
Christian.
*Detlef Wirsing* schrieb am 26.08.2006:
> Christian Schill schrieb:
>
> [...]
>> Jetzt hat er mir aber beim Rind lauter Markknochen aufgehoben nicht so
>> /ganz/ billig der Spaß.
>
> Ups! Mein Beileid. Vom Geld abgesehen natürlich kein Verlust. Aber
> Markknochen sind halt nicht immer nötig. Dafür zahle ich z.B. mehr als
> für Schweinefleisch.
Ebendtt! Aber wenn sie schon da sind, dann kann man doch etwas "haute
cuisine" spielen. :-)
>> Diese Markknochen sind mir etwas zu schade um sie alle einfach nur so zum
>> Fond bereiten zu verwenden. Aus einem Großteil würde ich gerne Markklößchen
>> zubereiten und die dann als Suppeneinlage einfrieren.
>> Würdet Ihr eher die Markknochen die ganze Nacht über mitkochen oder
>> vielleicht nur ein, zwei Stündchen? Ein erprobtes Rezept für Markklößchen
>> wäre mir auch willkommen.
>
> Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, weil ich Markknochen passend
> bestelle, aber soweit ich weiß, kann man die gut einfrieren.
Die, die ich gestern gekauf habe, waren schon eingefroren gewesen. Hat mir
der Metzger vorher angekündigt, weil er anscheinend drei Kilogramm auf
einmal nicht grad so bekommt.
> Den Thread werde ich aufmerksam verfolgen, weil ich schon Dosensuppen mit
> Markklößchen gegessen habe und gern wüßte, wie man die "richtig"
> herstellt.
Also gut, dann formatiere ich halt ein Rezept und erzähle mal etwas.
Manchmal gibt es Highlights im Leben eines Hobbykochs.
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Quenelles de Moelle Christian - Markkloesschen
Kategorien: Suppe, Rind, Einlage, Frankreich
Menge: 90 Stück
============================= BRÜHE =============================
2 Ltr. Rinder- Kalb- oder Hühnerbrühe
=========================== KLÖSSCHEN ===========================
330 Gramm Rindermark (aus 2 kg Markknochen)
7 Eier
200 Gramm Paniermehl
100 Gramm Trockene Baguette
12 Stengel Blattpetersilie
12 Gramm Salz
1 Essl. Muskatblüte oder Muskat
=========================== AUSSERDEM ===========================
Backpapier
============================ QUELLE ============================
Christian Schill
Diese Menge an Markklößchen ist zum Einfrieren gedacht. Zu viert
haben wir etwa 12-16 Stück gegessen, der Rest ging in die TK,
einzeln einfrieren.
Mark aus den Knochen drücken und in Wasser mit Eiswürfeln einlegen.
Beim Witzigmann soll man die Markknochen eine Stunde vorher klar
laufen lassen. Habe das nicht gemacht. Wasserverschwendung. In der
Profiküche müssen die Markkläßchen wohl ganz hell sein, das kann
einem als Hobbykoche egal sein. Markstücke aus dem Wasser holen und
in eine andere Schüssel legen, dabei eventuelle Knochensplitter
entfernen. Die Eier aufschlagen und in Schüssel geben. Knochenmark,
Paniermehl (selber machen oder französisches, z.B. von Bloch
verwenden "Chapelure - le gout du vrai depuis 1811) durch den
Fleischwolf, feine Scheibe drehen. Dabei die Stücke von alter
Baguette mir rein geben.
Es wäre bestimmt genau so gut, alte Semmeln oder das übliche Zeugs
zu verwenden, was man auch für Frikadellen nimmt. Grobe Regel:
Verhältnis Knochenmark zu Broteinlage etwa 1:1.
Die ganze Masse in die Rührschüssel von der Küchenmaschine geben
oder in eine große sonstige Schüssel. Egal, entweder mit
Küchenmaschine oder von Hand arbeitet man da jetzt die Eier mit ein,
das Salz und die Muskatblüte (oder halt frisch geriebenen Muskat,
ganz egal) und die Petersilie. Die Blatt(!)petersilie sollte man mit
einem scharfen Küchenmesser vorher fein geschnitten haben (nicht mit
durchwolfen). Alles gut miteinander vermengen bis eine homogene
Masse entsteht.
Mit vier Teelöffeln aus der Masse kleine Klößchen formen und auf
Backpapier legen. Vier Löffel braucht man, weil man diese Arbeit am
besten zu zweit macht. ;-)
Wenn alle Klößchen fertig sind, Backpapier (können bei der Menge
schon so 2-3 Streifen werden) auf Tablett und ab in die
Tiefkühltruhe oder in den Kühlschrank. Die Knödelchen sollen etwas
abkühlen, damit sie die Form beser bewahren beim daruf folgenden
Kochen (außerdem will man nach der Knödelei sowieso mal eine kleine
Pause).
Nach 15-30 Minuten Kühlen kann man die Klößchen kochen. Dazu eignet
sich frisch gekochter Fond sehr gut. Andernfalls geht aber auch
Suppe oder Gemüsebrühe, im schlimmsten Fall nimmt man halt gesalztes
Wasser (1% Salz). Flüssigkeit zum Kochen bringen, Knödel rein (nicht
alle auf einmal bei der Menge, die sollen nicht aneinander kleben!),
Kochwasser auwallen lassen, Flamme aus oder auf ganz klein. Fünf bis
15 Minuten ziehen lassen. Raus holen, fertig. Guten Appetit!
=====
Hätte ja gerne ein Foto von den Dingern gezeigt, mein Uploadlimit in der
Fotocommunity ist aber derzeit erschöpft.
Der Titel wäre auf alle Fälle "Suppenpralinen". :-)
Viele Grüße
Christian.
> Titel: Quenelles de Moelle Christian - Markkloesschen
> Mark aus den Knochen drücken und in Wasser mit Eiswürfeln einlegen.
> Beim Witzigmann soll man die Markknochen eine Stunde vorher klar
> laufen lassen. Habe das nicht gemacht. Wasserverschwendung. In der
> Profiküche müssen die Markkläßchen wohl ganz hell sein, das kann
> einem als Hobbykoche egal sein. Markstücke aus dem Wasser holen und
> in eine andere Schüssel legen, dabei eventuelle Knochensplitter
> entfernen.
Du hast das Mark roh - nicht ausgelassen - mit den restlichen Zutaten
vermischt? Interessant, habe ich jetzt so noch nicht gelesen bzw.
probiert. Wird der Teig dann aber nicht ziemlich fest?
Gruß,
Karina
> Mit vier Teelöffeln aus der Masse kleine Klößchen formen und auf
> Backpapier legen. Vier Löffel braucht man, weil man diese Arbeit am
> besten zu zweit macht. ;-)
;-) Bei solchen Aufgaben hole ich mir auch immer Helfer. Z.B. beim
Holunder pflücken. Saft, Chutney und Marmelade will jeder, aber die
Minibeeren vom Stängel abstreifen und die grünen paar grünen
aussortieren niemand.
Christian Schill schrieb:
> Szervusztok,
[...]
> vielleicht nur ein, zwei Stündchen? Ein erprobtes Rezept für Markklößchen
> wäre mir auch willkommen.
... soory, hoffentlich nicht zu spät?
===== Titelliste (4 Rezepte) =====
Markklößchen Gefüllt
Markkloesschen
Markklößchen
Grünkernsuppe
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Markklößchen Gefüllt
Kategorien: Suppe, Einlage, Ungarn
Menge: 1 Rezept
300 Gramm Knochenmark
1/2 Semmel
2 Eier
Pfeffer & Salz aus der Mühle
Petersilie
1 Teel. Geriebene Zwiebeln
=========================== ZUM TEIG ===========================
100 Gramm Mehl
2 Eier
; Salz
========================== Q U E L L E ==========================
- Ungarische Speisen
- frueher und heute
- Gaswerke Budapest 1984
- Erfasst von:
- Roland Poetschke
- www.Ddorf.Rhein-Ruhr.de
- /~poetschke/
Die geriebene Zwiebel wird in wenig Fett glasig gebraten. Man gibt
die Petersilie dazu. Danach werden das Mark, Salz, Pfeffer, die
schaumig geschlagenen Eier und die eingeweichte Semmel hinzugefügt.
Auf den inzwischen zubereiteten und ausgerollten Teig werden in
gleichmäßigem Abstand kleine Häufchen der Masse auf die eine Hälfte
gegeben, die andere daraufgeklappt und zerschnitten. Die Klößchen
werden in Salzwasser gekocht. Sie sind auch als Vorspeise geeignet.
=====
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Markkloesschen
Kategorien: Suppe, Knoedel, Einlage
Menge: 1 Rezept
125 Gramm Knochenmark vom Rind
75 Gramm Semmelbroesel, fein
25 Gramm Griess
2 Eier
Muskatnuss
Pfeffer & Salz
Kerbel
Petersilie
========================== Q U E L L E ==========================
- erfaßt von Petra
- Holzapfel
Das Mark mit der Gabel zerdruecken, nach und nach die anderen
Zutaten und die gehackten Kraeuter hinzufuegen. Kleine Kloesschen
formen und diese in heisser Bruehe 20 Minuten pochieren (nicht
kochen!). Man kann die Kloesschen auch vor dem Pochieren gut
einfrieren.
=====
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Markklößchen
Kategorien: Aufbau
Menge: 1 Rezept
80 Gramm Knochenmark
30 Gramm Butter
1/2 Brötchen
Milch
3 Eier
; Salz
Muskatblüte
Petersilie; fein gewiegt
Semmelbrösel
8 dkg frisches Mark wird mit 3 dkg guter Butter tüchtig abgerieben,
mit einer halben in Milch geweichten, gut ausgedrückten Semmel, 3
ganzen Eiern, etwas Salz, Muskatblüte und etwas ganz fein gewiegter
grüner Petersilie vermischt, gibt noch soviel Semmelbrösel dazu, daß
man aus der Masse kleine Klößchen formen kann und kocht sie in der
klaren, entfetteten Rindsuppe ein.
Quelle: Rex-Kochbuch mit gründlicher Anleitung zur Bereitung
sämtlicher
: Hauskonserven, von Frau Emilie Lösel, Wanderlehrerin, Aussig
erfaßt: Sabine Becker, 2. Mai 2000
: ®KHBO6|98
=====
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Grünkernsuppe
Kategorien: Suppe, Grünkern
Menge: 10 Portionen
50 Gramm Grünkernschrot
150 Gramm Ganzer Grünkern
1 mittl. Zwiebel
100 Gramm Butter
3 1/2 Ltr. Fleischbrühe
1/2 Ltr. Rahm
1 Ei
===================== FÜR DIE MARKKLÖSSCHEN =====================
100 Gramm Ausgelassenes Knochenmark
3 Eier
200 Gramm Weißbrot, gerieben
Pfeffer & Salz aus der Mühle
Muskat
Petersilie
========================== Q U E L L E ==========================
- Hessen à la carte
- von: Otto-Heinrich
- Sattler
- Restaurant "Schwanen"
- Beerfelden, Odenwald
- erfaßt von:
- Michael Bromberg
Den ganzen ungeschroteten Grünkern am Vortag in Wasser einweichen.
Das Grünkernschrot mit feingeschnittener Zwiebel in Butter hell
anrösten. Mit Fleischbrühe und dem eingeweichten Grünkern auffüllen
und einen Halbe Stunde schwach kochen. Rahm mit Ei verquirlen und in
die Suppe rühren. Mit Salz und Muskat abschmecken.
Das Knochenmark schaumig rühren, Eier, Weckmehl und Gewürze
unterrühren. Klößchen formen und ca. 10 Minuten in Salzwasser ziehen
lassen.
Die Klößchen in die Suppe geben, die zum Schluß mit
feingeschnittener Petersilie bestreut wird.
=====
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Pilzklößchen
Kategorien: Einlage
Menge: 4 Portionen
150 Gramm Champignons
- fein gehackt
60 Gramm Knochenmark
- fein gehackt
1 klein. Zwiebel
- sehr feine Würfel
2 klein. Knoblauchzehen
- sehr feine Würfel
2 Teel. Butter
Etwas Majoran, getrocknet
Pfeffer & Salz
100 Gramm Kalbsbrät
2 klein. Eier
2 Essl. Semmelbrösel
============================ QUELLE ============================
Die besten Kochrezepte aus
Annas Küchenschatz
Bechtermünz, 1997
ISBN 3-86047-292-5
- Erfasst *RK* 15.02.2006 von
- tom
Pilze, Mark, Zwiebel und Knoblauch in der Butter bei mittlerer Hitze
anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und so lange unter
Wenden so lange garen, bis der Saft aus den Pilzen verdampft ist.
Beiseite stellen und abkühlen lassen.
Brät, Brösel und Ei mit der Pilzmasse gut vermischen.
Mit gut feuchten Händen kleine Bällchen formen und gut 10 Minuten in
Salzwasser bei schwacher Hitze garziehen lassen.
=====
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Gratin de Cardons
Kategorien: Gemüse, Gratin
Menge: 4 Personen
1 kg Cardon, Karden (1
- Staude)
200 Gramm Knochenmark
1 Ltr. Gemüsebrühe oder
- Fleischbrühe
50 Gramm Geriebenen Gruyère
4 Essl. Mehl
1 Zitrone
Pfeffer, Salz
============================ QUELLE ============================
Erfasst und übersetzt *RK*
04.03.2004 von Heiner Blett
http://www.saveurs.
sympatico.ca/ency_3/bette/
gratin2.htm
Cardons schälen, Blätter ab, Stacheln ab und faserige Schicht
abschneiden.
Mit einem Lappen abreiben um dünne, pelzige Schicht zu entfernen.
In mundgerechte Stücke schneiden und gleich in zitroniertes Wasser
werfen, damit nichts anläuft.
20 Minuten in 3 l gesalzenem Wasser, dem Zitrone und 2 EL Mehl
zugegeben worden sind, kochen. Ich habe das Mehl weg gelassen
(vergessen), im Originalrezept steht's aber so drin.
Wasser abschütten, abtropfen lassen.
Mit 2 EL Mehl eine helle Mehlschwitze herstellen (roux blond, ist
das überhaupt Mehlschwitze?), nach und nach unter heftigem Rühren
mit der Brühe ablöschen. 20 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen,
pfeffern, salzen.
Das Knochenmark 2 Minuten in Salzwasser pochieren.
Cardond in einer Gratinform anrichten, mit der Sauce begießen und
mit in Scheiben geschnittenem Knochenmark belegen.
Großzügig mit Käse bestreuen.
Im Ofen erst aufwärmen und anschließend einige Minuten unter dem
Grill gratinieren.
Zubereitungszeit ca. 45 Minuten. Ofentemperatur 230 °C.
=====
Recht guten Appetit!
K a r l - H e i n z
--
»Irrsinnig schnell wurde alles. In der Welt von heute bist Du morgen
manchmal schon von gestern.«
Benjamin Stelzer
Am Sat, 26 Aug 2006 22:47:44 +0200, schrieb Christian Schill:
>Hätte ja gerne ein Foto von den Dingern gezeigt, mein Uploadlimit in der
>Fotocommunity ist aber derzeit erschöpft.
Wie wär's mit einem kostenlosen Account bei www.flickr.com ?
>Der Titel wäre auf alle Fälle "Suppenpralinen". :-)
:-)
Grüße
Petra
--
Petra Holzapfel
www.kochkiste.de * Menüs für jede Jahreszeit * Backrezepte *
www.petras-brotkasten.de * Brotrezepte mit Fotos *
www.peho.typepad.com/chili_und_cibatta * Mein Küchentagebuch *
[...]
CS> Ist zwar völlig am Thread vorbei, es wundert mich aber immer wieder so
CS> stark, wie viele Leute immer wieder den neuesten "Gesundheitsanalysen" von
CS> alt hergebrachten Lebnesmitteln hinterher rennen bzw. den Kommentaren
CS> darüber.
CS> Der schwitzer Buur frisst sein Käsfondue und wird 90 Jahre alt, der
CS> Südfranzose trinkt seinen Rotwein und kocht mit Öl und Butter und wird
CS> genau so alt.
Hallo lieber Christian, hallo liebe Mampf-Gemeinde
Dazu hätte ich auch was anzufügen.
Man kann davon ausgehen, dass praktisch alle Studien und
"Gesundheitsanalysen" von Interessengruppen finanziert werden.
Margarine ist hier ein erstklassiges Beispiel für das Wirken der "pressure
groups". Die Ausgangsstoffe werden in den Herkunftsländern extrem billig
hergestellt. Zur Weiterverarbeitung wird (teure) industrielle Technik
benötigt. Die Gewinnspanne zwischen den Rohstoffen und dem fertigen Produkt
ist vergleichsweise hoch. Somit liegt es nahe, einen namhaften Teil des
Ertrags für Werbung und sogenannte wissenschaftliche Studien zu verwenden.
Diese Information (und vieles Wichtige mehr) ist in folgenden zwei
Büchern nachzulesen, zwei Bücher, die zu meiner gastronomischen
Grundversorgung gehören:
Dr. oec.troph. Nicolai Worm: "Diätlos glücklich - Abnehmen macht dick
und krank. Genießen ist gesund." Hallwag Verlag Berlin & Stuttgart 1998
ISBN 3-444-10513-4
Udo Pollmer, Susanne Warmuth: "Lexikon der populären
Ernährungsirrtümer" Piper Verlag München 2005 ISBN 3-492-24023-2
Das erste Buch ist leider vergriffen, sollte aber über eine Suchanfrage
im ZVAB (http://www.zvab.com) zu finden sein.
(ich muss nun schliessen, mein Kaschmir-Curry nähert sich der letzten
Phase - die Beilagen müssen aufs Feuer...)
Beste Grüsse
Albert
*Karina* schrieb am 27.08.2006:
>> Titel: Quenelles de Moelle Christian - Markkloesschen
>> Mark aus den Knochen drücken und in Wasser mit Eiswürfeln einlegen.
>> Beim Witzigmann soll man die Markknochen eine Stunde vorher klar
>> laufen lassen. Habe das nicht gemacht. Wasserverschwendung. In der
>> Profiküche müssen die Markkläßchen wohl ganz hell sein, das kann
>> einem als Hobbykoche egal sein. Markstücke aus dem Wasser holen und
>> in eine andere Schüssel legen, dabei eventuelle Knochensplitter
>> entfernen.
>
> Du hast das Mark roh - nicht ausgelassen - mit den restlichen Zutaten
> vermischt? Interessant, habe ich jetzt so noch nicht gelesen bzw.
> probiert. Wird der Teig dann aber nicht ziemlich fest?
Habe ich, stimmt. Hatte vorher mit Hartmut Kuntze telefoniert und er legte
ziemlich großen Wert darauf, dass man das Mark roh verarbeitet, wegen der
Konsistenz, meint er.
Die Masse wird schon etwas fest aber gerade so, dass man sie gut
verarbeiten kann, passt schon.
Viele Grüße
Christian.
*Petra Holzapfel* schrieb am 27.08.2006:
> Am Sat, 26 Aug 2006 22:47:44 +0200, schrieb Christian Schill:
>
>>Hätte ja gerne ein Foto von den Dingern gezeigt, mein Uploadlimit in der
>>Fotocommunity ist aber derzeit erschöpft.
>
> Wie wär's mit einem kostenlosen Account bei www.flickr.com ?
Danke für den Tipp, werde mir das gelegentlich mal anschauen.
Inzwischen habe ich wieder ein paar Bildchen frei in der FC, hier sind die
Dinger:
<http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/571614/display/6513185>
Liebe Grüße
Christian.
> Inzwischen habe ich wieder ein paar Bildchen frei in der FC, hier sind die
> Dinger:
Sorry, der Link hier isses:
<http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/571614/display/6513344>
Christian.
> Das ist sicherlich richtig. Allerdings sind hier lt. Newsweek
> innerhalb der letzten 3 Jahre durchaus Faelle vorgekommen, wo
> Angestellte von Rinderzuechtern / Schlachthoefen aktiv daran gehindert
> wurden, verdaechtige Rinder an die Gesundheitsbehoerden zu melden.
> Es werden auch nicht, wie wohl in D vorgeschrieben, alle Rinder ueber
> 12 Monate alt, getestet, sondern nur Stichproben entnommen.
Warum auch?
Im Gegensatz zu Europa werden die Viecher extensiv gehalten. Kaum jemand
kommt auf die Idee die in den Stall zu stellen und mit Tiermehl zu
fuettern. Gibt's das Zeug ueberhaupt?
Selbst Wenn, kein ganadero wuerde seine Weiden damit duengen.
Ich habe noch nie so unbesorgt Rindfleisch gekauft und verkasematuckelt.
Edg@r
--
*** Einfach ist genial / fácil es genial ***
Berichte aus Paraguay [last update: 25.08.06]
http://edgar-warnecke.schmuckfabrik.de
> *Petra Holzapfel* schrieb am 27.08.2006:
[...]
> > Wie wär's mit einem kostenlosen Account bei www.flickr.com ?
>
> Danke für den Tipp, werde mir das gelegentlich mal anschauen.
[...]
Ich benutze für Bilder www.imageshack.us. Da ist nicht mal eine
Anmeldung nötig.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef
> Das ist sicherlich richtig. Allerdings sind hier lt. Newsweek
> innerhalb der letzten 3 Jahre durchaus Faelle vorgekommen, wo
> Angestellte von Rinderzuechtern / Schlachthoefen aktiv daran gehindert
> wurden, verdaechtige Rinder an die Gesundheitsbehoerden zu melden.
> Es werden auch nicht, wie wohl in D vorgeschrieben, alle Rinder ueber
> 12 Monate alt, getestet, sondern nur Stichproben entnommen.
Warum auch?
>Am Fri, 25 Aug 2006 21:46:34 -0700 schrieb Ralph Knauth:
>
>> Das ist sicherlich richtig. Allerdings sind hier lt. Newsweek
>> innerhalb der letzten 3 Jahre durchaus Faelle vorgekommen, wo
>> Angestellte von Rinderzuechtern / Schlachthoefen aktiv daran gehindert
>> wurden, verdaechtige Rinder an die Gesundheitsbehoerden zu melden.
>> Es werden auch nicht, wie wohl in D vorgeschrieben, alle Rinder ueber
>> 12 Monate alt, getestet, sondern nur Stichproben entnommen.
>
>Warum auch?
>Im Gegensatz zu Europa werden die Viecher extensiv gehalten. Kaum jemand
>kommt auf die Idee die in den Stall zu stellen
Du glaubst ja wohl selber nicht, das alle Rindviecher, die noetig
sind, um 33 Milliarden kg Rindfleisch ( ohne Knochen, Haut, ... ) pro
Jahr zu liefern ( Bedarf in USA in 2002 ), gluecklich auf den Weiden
Gras nuckeln duerfen !
>
> und mit Tiermehl zu
>fuettern. Gibt's das Zeug ueberhaupt?
In USA schon seit 'zig Jahren verboten.
>Selbst Wenn, kein ganadero wuerde seine Weiden damit duengen.
>
>Ich habe noch nie so unbesorgt Rindfleisch gekauft und verkasematuckelt.
Gut fuer dich, ich habe halt ein paar Bedenken.
>
> Edg@r
--
Ciao. Ralph.
Cabbage goes great with shredded carrots and Mayonnaise.
Cole's Law
>>Warum auch?
>>Im Gegensatz zu Europa werden die Viecher extensiv gehalten. Kaum jemand
>>kommt auf die Idee die in den Stall zu stellen
>
>
> Du glaubst ja wohl selber nicht, das alle Rindviecher, die noetig
> sind, um 33 Milliarden kg Rindfleisch ( ohne Knochen, Haut, ... ) pro
> Jahr zu liefern ( Bedarf in USA in 2002 ), gluecklich auf den Weiden
> Gras nuckeln duerfen !
Hm, sicher dass die 33 Milliarden kg ohne Knochen berechnet sind? Oder
reine Vermutung? Würde schon einen erheblichen Unterschied machen..
selbst dann kommt mir die Zahl immer noch etwas hoch vor. Wieviel macht
das denn pro Kopf? Wenn ich annähernd richtig rechne mehr deutlich mehr
als 100kg. Wäre höher als die Gesamtmenge an Fleisch in D(ohne jetzt
genau zu wissen wie jeweils gerechnet wurde - Lebendgewicht,
Schlachtgewicht, Fleisch ohne Knochen - habe eine Zahl von 60-70kg gefunden)
Laut wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Rindfleisch steht dem Bedarf
von 33 000 Tonnen auch nur eine Erzeugung von 11207 Tonnen gegenüber(und
wenn ich raten soll - Schlachtgewicht, dh mit Knochen). Um die 33000 zu
erreichen darf man die 7 größten Produzenten zusammenzählen. Hm, alles
in allem - entweder ich verhaue mich irgendwo um 10er, 100er oder 1000er
beim rechnen oder die genannten 33 Milliarden kg Rindfleisch ohne
Knochen sind nicht ganz korrekt.
Roland
>Ralph Knauth wrote:
>
>Hm, sicher dass die 33 Milliarden kg ohne Knochen berechnet sind? Oder
>reine Vermutung?
Nein. Ich habe das aus einer Sendung, die ich letzte Woche gesehen
habe.
>Würde schon einen erheblichen Unterschied machen..
Stimmt.
>selbst dann kommt mir die Zahl immer noch etwas hoch vor. Wieviel macht
>das denn pro Kopf? Wenn ich annähernd richtig rechne mehr deutlich mehr
>als 100kg.
Ich denke, das ich da einen Fehler gemacht habe. Hier wird alles in
Pfund angegeben, und nicht Kilo, und lt. dieser Sendung ist der pro
Kopf Verbrauch an Rindfleisch in USA 110 Pfund,nicht Kilo. Das waeren
dann 33 Milliarden US Pfund = 14.85 Millarden kg.
Allerdings habe ich jetzt im Internet eine Seite gefunden, die geht
von einem pro Kopf Verbrauch von _nur_ 29.98 kg aus, das waeren dann 9
Millarden kg Rindfleisch ( in 2005 )
<http://lme.agrar.de/20051024-00000/>
>
>Roland
> Hallo Karina,
...
>> Du hast das Mark roh - nicht ausgelassen - mit den restlichen Zutaten
>> vermischt? Interessant, habe ich jetzt so noch nicht gelesen bzw.
>> probiert. Wird der Teig dann aber nicht ziemlich fest?
>
> Habe ich, stimmt. Hatte vorher mit Hartmut Kuntze telefoniert und er legte
> ziemlich großen Wert darauf, dass man das Mark roh verarbeitet, wegen der
> Konsistenz, meint er.
[stoehn] Erst "Suppenpralinen", dann noch ein Ueberseegespraech wegen der
Zubereitung, dass nenne ich "ueberkandidelt" ROTFLMAO.
Bei der naechsten Fuhre Falda bin ich dran. Ich verspreche es, auch wenn es
"nicht unbedingt" Offspringkueche ist. Suppe/Bruehe/Fond sind mittlerweile
genug da.
BTW: Braunen Fond mache ich nicht mehr. Da gebe ich Konni recht. Der ist
einfacher und preiswerter in annaehernd gleicher Qualitaet zu basteln.
> Ich denke, das ich da einen Fehler gemacht habe. Hier wird alles in
> Pfund angegeben, und nicht Kilo, und lt. dieser Sendung ist der pro
> Kopf Verbrauch an Rindfleisch in USA 110 Pfund,nicht Kilo. Das waeren
> dann 33 Milliarden US Pfund = 14.85 Millarden kg.
>
> Allerdings habe ich jetzt im Internet eine Seite gefunden, die geht
> von einem pro Kopf Verbrauch von _nur_ 29.98 kg aus, das waeren dann 9
> Millarden kg Rindfleisch ( in 2005 )
> <http://lme.agrar.de/20051024-00000/>
Üblicherweise würde ich davon ausgehen dass normale Statistiken mit
Schlachtgewicht rechnen. Warum? Nun, das ist das was idR tatsächlich
gewogen und abgerechnet wird. Lebendgewicht spielt bei Abrechnungen
selten eine Rolle und Gewicht ohne Knochen erst viel später mal.
Tja, gerade in dem Bereich Rindfleischverbrauch ist es wohl auch
wirklich recht einfach sich seine eigenen Zahlen zu machen.
Möchte man hohe Zahlen, nunja, rechnen wir auf Lebendgewicht hoch. Ist
ja auch Rindfleisch, oder?
Möchte man kleine Zahlen, nunja, rechnen wir Knochen raus.. wenns sein
muss vielleicht gleich noch auf Magerfleischanteil runterrechnen wenn
man schon dabei ist. Ist auch immer noch Rindfleisch.
Ausserdem wird meist Rind+Kalb angegeben, kann man ja auch noch
rausschätzen. Bleibt auch immer noch Rindfleisch über.
Das könnte die immer noch unterschiedlichen Mengen (ca 30kg oder ca
50kg) durchaus erklären. Kann auch sein dass irgendwer dort schlampig
gerechnet hat. Ist vielleicht sogar wahrscheinlicher...
Roland
> Ralph Knauth <ralph....@COMCAST.NET> wrote:
>
>> Du glaubst ja wohl selber nicht, das alle Rindviecher, die noetig sind,
>> um 33 Milliarden kg Rindfleisch ( ohne Knochen, Haut, ... ) pro Jahr zu
>> liefern ( Bedarf in USA in 2002 ), gluecklich auf den Weiden Gras
>> nuckeln duerfen !
>
> Kann es sein, daß es außer den USA noch andere amerikanische Staaten
> gibt?
> Zum Bleistift Paraguay...
Ich zitiere mal, um ein Bildchen zu zeichnen:
Die Viecher werden in PY, einem Land von 406.752 km², neben 5 Mio.
Einwohnern gehalten. In der Viehzuchtregion Chaco kommen 0,3 Einwohner auf
den km^2. Da ist reichlich Platz fuer die Rinder. Der Gran Chaco, dessen
paraguayischer Teil fast so groß ist, wie die ehemalige Bundesrepublik,
besteht größtenteils aus savannenartiger Steppe, Sumpf und weiten
Salzsumpfgebieten und wird daher überwiegend nur zur Jagd und Viehzucht
genutzt. In der mittleren Chaco-Region – namentlich um das
Mennoniten-Zentrum Fernheim – entstanden florierende landwirtschaftliche
Großbetriebe, die ca. seit Ende der 60er Jahre wesentlich dazu beitrugen,
die Bevölkerung in den Kolonien und der Landeshauptstadt mit Fleisch und
Molkereiprodukten zu versorgen.
Zitat:
Stallhaltung, Kraft- und Zufutter, künstliche Besamung usw. sind nahezu
unbekannt. Die Tiere ernähren sich, so gut es geht, von dem, was sie auf
ihrem Areal finden, leben also gewissermaßen frei in ›Gottes Natur‹. Um
eine höhere Zahl an Rindern halten zu können, sind inzwischen viele Farmer
dazu übergegangen, Futtergräser zu pflanzen (Büffelgras, Kolonialgras
u.a.), womit im Chaco pro Hektar nun bis zu zwei Rindern ausreichend
Futter finden. Bei einer Kalbungsquote von 35% – 50% des Rinderbestands
verzeichnen fachmännisch geführte Estancias zuweilen enorme
wirtschaftliche Gewinne. Die Haltung von Rindern im Chaco, auch deren
Fleischqualität, unterscheidet sich deutlich von den Tieren, die im Osten
des Landes gezüchtet und gemästet werden. Im Chaco benötigt man für große
Herden entsprechend viel Land und für die Trockenzeit in den Monaten Mai
bis August Wasserreservoirs (tajamares), die der Größe des Viehbestandes
angepasst sind. Das Vorkommen von Parasiten ist hier relativ gering, was
auch die Kosten für die tierärztliche Versorgung in Grenzen hält. Fleisch
von Chaco-Rindern erzielt auf Grund seiner Qualität etwas höhere Preise,
als das von Rindern aus dem Osten.
...
Im fruchtbaren Ostparaguay wird überwiegend eine kontrollierte und
geregelte Beweidung durchgeführt. Wasserprobleme sind selten, da die
meisten gut geführten Rinderfarmen über eigene Bäche, kleine Flüsse oder
Tränken verfügen, die nie versiegen. Die Menge an Rindern, die hier bei
intensiver Bewirtschaftung mit den Vorteilen einer doppelt so hohen
Kalbungsquote auf einem Hektar gehalten werden kann, ist um ein vielfaches
höher als im Chaco. Kostenfaktor ist hier allerdings die Bekämpfung von
Parasiten, die im schwül-warmen Klima der Ostregion in vielen
Schattierungen auftauchen können.
...
Außer den ca. 7,5 Mio. Rindern werden in Paraguay unter anderem etwa 15
Mio. Hühner, 1,5 Mio. Schweine, 320 000 Pferde und etwa 500.000 Schafe und
Ziegen gehalten. Diese Viehwirtschaft nimmt eine Fläche von 22 000 Mio.
ha für sich in Anspruch (überwiegend Weideland). Etwa 12,5 Mio. ha
entfallen auf die Forstwirtschaft; 4,6 Mio. Hektar werden für den Ackerbau
genutzt. 10 Mio. ha der landwirtschaftlichen Nutzfläche teilen sich in
Paraguay 351 Großgrundbesitzer.
Aus:
H.W.Kopczinski
Domizilland Paraguay
Autoren-Manuskriptausgabe (2005)
Die Zahlen entsprechen ungefaehr 5 Mio. Tonnen Rindfleisch p.a. bei 5 Mio
Einwohnern. Da sollte man schon satt werden denke ich.
Auf Wunsch wuehle ich gerne im Archiv. Argumente wie "...habe ich letzte
Woche im Fernsehen gesehen" halte ich fuer nicht sonderlich belastbar.
Unter abc.com.py finden sich links oben weitere Links zu Statistiken und
der Oekonomie.
BTW: Ohne Haut, ja, aber ohne Knochen ist definitiv flasch. Wie kauft Ihr
Euer t-bone, das ossambuco, den Ochsenschwanz, die costilla?
> BTW: Ohne Haut, ja, aber ohne Knochen ist definitiv flasch. Wie kauft Ihr
> Euer t-bone, das ossambuco, den Ochsenschwanz, die costilla?
Das ist kein Argument. Ich bin zwar auch der Ansicht das es sich hier
idR bei der Mengenangabe um das Schlachtgewicht(also inklusive Knochen)
handelt - aber den Knochenanteil rauszurechnen wäre nun wirklich kein
Problem.
Roland
Übrigens, das ein Bestand von 7,5 Rindern eine Ausbeute von 5 Tonnen
Schlachtgewicht liefert - das kann ich auch kaum glauben.
> Edgar Warnecke wrote:
>
>> BTW: Ohne Haut, ja, aber ohne Knochen ist definitiv flasch. Wie kauft Ihr
>> Euer t-bone, das ossambuco, den Ochsenschwanz, die costilla?
>
> Das ist kein Argument. Ich bin zwar auch der Ansicht das es sich hier
> idR bei der Mengenangabe um das Schlachtgewicht(also inklusive Knochen)
> handelt - aber den Knochenanteil rauszurechnen wäre nun wirklich kein
> Problem.
Scherzkeks.
Ich zeige Dir gerne zwei verschiedene ossambuco und Du definierst, wie Du
bei den unterschiedlichen Dingern halbwegs sauber den Knochenanteil
rausrechnen willst.
Was meinste wohl warum ich soviel Fond koche?
> Roland
>
> Übrigens, das ein Bestand von 7,5 Rindern eine Ausbeute von 5 Tonnen
> Schlachtgewicht liefert - das kann ich auch kaum glauben.
ROTFLMAO
Dann google mal nach:
"Angus", "Brahma", "Brangus", die anderen Arten kommen Dir dann schon noch
unter. Schade, dass ich das Mendelplakat vor der Brangus-Sektion nicht
aufgenommen habe.
Rindviecher unter 900kg werden nur notgeschlachtet. Der Spitzenbulle
brachte dieses Jahr 1.250 kg auf die Waage.
Das da kenne ich, Albert. Hatte es mal vor ein-zwei Jahren, anschließend
verliehen, weiß nicht mehr an wen und jetzt ist es weg. Macht nix, die
Quinessenz bleibt: wenn man sich abwechslungsreich ernährt, dann kann man
essen was man mag und was einem gefällt. Diese Erkenntnis ist wirklich sehr
beruhigend.
Viele Grüße
Christian.
> [stoehn] Erst "Suppenpralinen", dann noch ein Ueberseegespraech wegen der
> Zubereitung, dass nenne ich "ueberkandidelt" ROTFLMAO.
Ist ja schön, Edgar, dass Du Dich so gut amüsierst. Hoffentlich geht es
seinem abgelachten Arsch einigermaßen gut. Von den Möglichkeiten der
Internettelephonie hast Du anscheinend noch nicht so viel gehört,
andernfalls würde Dich ein "Überseegespräch" nicht so stark beeindrucken.
:-)
> Bei der naechsten Fuhre Falda bin ich dran.
Was meinst Du denn da mit?
Christian.
> Scherzkeks.
> Ich zeige Dir gerne zwei verschiedene ossambuco und Du definierst, wie Du
> bei den unterschiedlichen Dingern halbwegs sauber den Knochenanteil
> rausrechnen willst.
Son Rindviech hat einen Knochenanteil von etwa 30% bezogen auf das
Schlachtgewicht. Ist ein bisschen geraten aber die Größenordnung passt,
Berufsstatisker haben sicher eine genaue Zahl parat.
Ist doch nun wirklich nicht schwer bei bekanntem Schlachtgewicht und
bekanntem Knochenanteil zu errechnen wie hoch der Anteil Fleisch+Fett
ist. Oder?
>>Übrigens, das ein Bestand von 7,5 Rindern eine Ausbeute von 5 Tonnen
>>Schlachtgewicht liefert - das kann ich auch kaum glauben.
>
>
> ROTFLMAO
> Dann google mal nach:
>
> "Angus", "Brahma", "Brangus", die anderen Arten kommen Dir dann schon noch
> unter. Schade, dass ich das Mendelplakat vor der Brangus-Sektion nicht
> aufgenommen habe.
>
> Rindviecher unter 900kg werden nur notgeschlachtet. Der Spitzenbulle
> brachte dieses Jahr 1.250 kg auf die Waage.
Durchschnittliches Schlachtgewicht liegt hierzulande bei etwa 400kg für
Jungbullen. Weibliche Tiere bei rund 320kg. Und dass es sich nicht um
Lebendgewicht handelt bei der Fleischproduktion, da waren wir uns doch
schon einig dachte ich?
Und wenn der Bestand nicht weniger werden soll, dann dürften sich die
Schlachtzahlen ungefähr in der Höhe des Nachwuchses bewegen.
Angegeben werden hier 35-50% für die eine Region, in Ostparaguay
angeblich doppelt so hoch(Wobei ich mich schon frage wie die 70-100%
Kalbungsquote erreichen? - dort werden scheinbar nur weibliche geboren
und dann besamt?)
Wie auch immer, gehen wir von etwa 50% aus, wären das immer noch 5
Tonnen Schlachtgewicht von 4 Rindern. Erscheint mir immer noch nicht
glaubhaft. Egal welche Rasse dort rumläuft.
Roland
Hierzulande ist das sicher anders. Ich denke dass die meisten Kühe hier
künstlich besamt werden. Demzufolge sind die meisten männlichen Tiere
zur Mast bestimmt, nur ausgesuchte Tiere als Zuchtbullen. Keine Ahnung
wie die das in Australien machen. Aber paar weibliche Tiere werden sie
schon noch zum austragen brauchen, dieser Vorgang wird selten künstlich
vorgenommen ;)
Roland
Wie auch immer, ich war nie in Australien und von Rinderzucht weiß ich
auch nicht viel. Aber bei Kälbern dürften etwa die Hälfte männlich sein
und die andre Hälfte weiblich. Und jede Sorte dürfte etwa so groß werden
wie sie der Züchter lässt, in gewissem Rahmen abhängig von der Sorte
natürlich ;)
Roland
CS> Das da kenne ich, Albert. Hatte es mal vor ein-zwei Jahren, anschließend
CS> verliehen, weiß nicht mehr an wen und jetzt ist es weg. Macht nix, die
CS> Quinessenz bleibt: wenn man sich abwechslungsreich ernährt, dann kann man
CS> essen was man mag und was einem gefällt. Diese Erkenntnis ist wirklich sehr
CS> beruhigend.
Ja, das ist auch für mich die positive Aussage von dem Buch. Was mir
hingegen fehlt, ist die prägnante Darstellung der Wirkung gehärteter Fette
auf den menschlichen Organismus. Die findet sich - sehr verständlich
erläutert - in dem Buch "Diätlos glücklich" von Nicolai Worm.
Was Dr. Worm schreibt, deckt sich völlig mit meiner eigenen Erfahrung
und Beobachtung. Die immer zunehmende Fettleibigkeit hat ihre Ursache im
zunehmenden Konsum von gehärteten (= für die Industrie prozesstechnisch
günstigen) Fetten und eklatentem Bewegungsmangel.
Übrigens, Dein Kallbsfond ist sensationell. Das Ossobuco ist letzthin
so gut wie schon lange nicht mehr geraten. Den Fond habe ich als
Schmorflüssigkeit verwendet, und erst ganz am Schluss etwas Weisswein zur
Verfeinerung hinzugefügt. Damit stört keine Säure den Garprozess. Und noch ein
Tipp: Die Kalbshaxen nicht auf der Kochplatte, sondern in der Pyrexform
im Ofen zubereiten. Damit lässt sich die Hitze viel feiner regulieren.
Die Schmorbrühe darf sich praktisch nicht bewegen - also unter 100°C
sein. So wird das Fleisch um Welten zarter. Lieber länger schmoren, dafür
mit weniger Hitze.
Womit wir wieder on-topic wären, denn jede Kalbshaxe hat einen
wundervollen Markknochen... :-)
Beste Grüsse
Albert
> Was Dr. Worm schreibt, deckt sich völlig mit meiner eigenen Erfahrung
> und Beobachtung. Die immer zunehmende Fettleibigkeit hat ihre Ursache im
> zunehmenden Konsum von gehärteten (= für die Industrie prozesstechnisch
> günstigen) Fetten und eklatentem Bewegungsmangel.
Dr. Dietrich Grönemeyer empfiehlt: Turne bis zur Urne!
SCNR
Dirk
Letzten Endes ja.
- Carsten
Wenn das Ende naht, schon.
SCNR3
Dirk
--
Mit Sport stirbt man. Ohne auch. (Churchill; unbestätigt)
>
>Was Dr. Worm schreibt, deckt sich völlig mit meiner eigenen Erfahrung
>und Beobachtung. Die immer zunehmende Fettleibigkeit hat ihre Ursache im
>zunehmenden Konsum von gehärteten (= für die Industrie prozesstechnisch
>günstigen) Fetten und eklatentem Bewegungsmangel.
>
Es ist sicher einer der Gruende fuer Fettleibigkeit, junk food zu
essen. Aber _die_ Hauptursache fuer Fettleibigkeit ist _zuviel_ zu
essen, egal ob mit oder ohne gehaerteten Fetten.
Und Abnehmen ist ganz einfach. Weniger Kalorien zu sich nehmen als
verbraucht werden. So einfach ist das ;-)
Bewegung hilft natuerlich viel.
>Beste Grüsse
>Albert
> Es ist sicher einer der Gruende fuer Fettleibigkeit, junk food zu
> essen. Aber _die_ Hauptursache fuer Fettleibigkeit ist _zuviel_ zu
> essen, egal ob mit oder ohne gehaerteten Fetten.
>
> Und Abnehmen ist ganz einfach. Weniger Kalorien zu sich nehmen als
> verbraucht werden. So einfach ist das ;-)
Wahrscheinlich hatten unsere Altvorderen auch hier Recht, wenn sie auf
festen Essenszeiten beharrten. Kleinvieh zwischendurch macht auch Mist.
> Bewegung hilft natuerlich viel.
Macht außerdem gute Laune und "guten Hunger". Man kann das auch
kombinieren: offene Chipstüten immer in einem anderen Raum aufbewahren. Das
schafft Bewegung!
Grüsse
Dirk
> http://cioppino.blogs.com/hungrig_in_san_francisco/
Arbeiten die Menschen in Frisco überhaupt noch oder frönen sie nur dem
Vergnügen ;-)
RK> Es ist sicher einer der Gruende fuer Fettleibigkeit, junk food zu
RK> essen. Aber _die_ Hauptursache fuer Fettleibigkeit ist _zuviel_ zu
RK> essen, egal ob mit oder ohne gehaerteten Fetten.
RK> Und Abnehmen ist ganz einfach. Weniger Kalorien zu sich nehmen als
RK> verbraucht werden. So einfach ist das ;-)
RK> Bewegung hilft natuerlich viel.
Hallo Ralph
Nein, es ist eben nicht so einfach. Wenn Du (rhetorisch gesprochen)
z.B. eine Diät machst, indem Du weniger Kalorien zu Dir nimmst, wird Dein
Körper lernen, mit dem Wenigen besser auszukommen. Während der Diät wirst
Du vielleicht ein wenig abnehmen, aber später, wenn Du wieder "normal"
isst, wirst Du sogar noch zunehmen - da der Organismus die Nahrung
effizienter verarbeitet. FDas ist der berühmte Yoyo-Effekt, von dem Dr. Worm
in seinem Buch spricht.
Aber grundsätzlich gebe ich Dir Recht, wer zuviel isst, wird natürlich
fett.
Gruss Albert
DT> Dr. Dietrich Grönemeyer empfiehlt: Turne bis zur Urne!
Hallo Dirk
So extrem möchte ich mein Plädoyer für Bewegung nicht verstanden
wissen. Turnen ist sicher sehr gut, aber m.E. noch wichtiger ist die
alltägliche Bewegung. Also: Wenn ich irgendwo einen Lift (dt: Aufzug) sehe,
lassen ich ihn links (oder rechts) liegen und nehme die Treppe. Egal, ob es 4
Etagen sind. Auf- wie abwärts. Und zuhause drucke ich Dokumente eine
Etage tiefer im Computerraum aus, dann kann ich die Treppe nehmen, um das
Papier zu holen. Kuz gesagt, ich nehme jede Gelegenheit zur Bewegung
wahr.
Gruss Albert
> Dirk Trunz schrieb am 01.09.2006, 21:23
> DT> Dr. Dietrich Grönemeyer empfiehlt: Turne bis zur Urne!
> So extrem möchte ich mein Plädoyer für Bewegung nicht verstanden
> wissen.
Ich schon :-) Will sagen: Sport bis ins hohe Alter ist sicher kein Fehler
und bringt auch soziale Vorteile mit sich. Der vollständige "Lehrsatz des
Grönemeyer" lautet denn auch:
- Bewußtes Essen
- Turne ...
- Kultur/Soziales
> Turnen ist sicher sehr gut, aber m.E. noch wichtiger ist die
> alltägliche Bewegung. Also: Wenn ich irgendwo einen Lift (dt: Aufzug) sehe,
> lassen ich ihn links (oder rechts) liegen und nehme die Treppe. Egal, ob es 4
> Etagen sind. Auf- wie abwärts. Und zuhause drucke ich Dokumente eine
> Etage tiefer im Computerraum aus, dann kann ich die Treppe nehmen, um das
> Papier zu holen. Kuz gesagt, ich nehme jede Gelegenheit zur Bewegung
> wahr.
Sicher sinnvoll und für jedermann machbar. (für Frau natürlich auch)
Grüsse
Dirk
DT> Ich schon :-) Will sagen: Sport bis ins hohe Alter ist sicher kein Fehler
DT> und bringt auch soziale Vorteile mit sich. Der vollständige "Lehrsatz des
DT> Grönemeyer" lautet denn auch:
DT> - Bewußtes Essen
DT> - Turne ...
DT> - Kultur/Soziales
Jaaa! Volle Zustimmung. Und Punkt 1 - bewußtes Essen ist immens
wichtig. Ob es die Werbewirtschaft war, die Produkte "für den kleinen Hunger
zwischendurch" erfunden hat? Für die Volksgesundheit gibt es kaum etwas
Schlimmeres als genau dieses Zeug.
Ich schätze die französischen Läden, aber auf die Kühlregale mit den
bunten Joghurts, Milchprodukten und wasweissich alles könnte man
verzichten. Aber in der Schweiz ist es genauso schlimm. War gerade auf der Coop-
Homepage -
http://www4.coop.ch/supermarkt/aktionen.cfm?navi1=2&navi2=1&language=de
Unter "Grundnahrungsmittel" (!) ist folgender Dreck aufgeführt:
Heinz Ketchup, 2 x 1 kg 5.60 statt 11.20
Coop Crunch Müesli Beeren 2.95 statt 3.95 400 g
Coop Crunch Müesli Choco 3.30 statt 4.30 450 g
Coop Choco Croc, Ice Flakes oder Teddy Pops 1.95 statt 2.95 375 g
Coop Crunch-Müesli Kokos-Apfel 2.30 statt 3.30
Und so weiter...
Wenn man sich auf das bewußte(!) Essen während der Mahlzeiten
beschränkt, BRAUCHT MAN KEINE DIÄT!
Auch der letzte Punkt, Kultur/Soziales ist nicht außer Acht zu lassen.
Die Einbindung in einen kulturellen Kontext wird den Verzicht auf die
unsäglichen Zwischenmahlzeiten leichter machen, vermute ich mal.
Ich möchte das näher erläutern. Gerade vorhin habe ich einem Bekannten
in einer e-mail von unserem letzten Urlaub erzählt. Auszug:
"Auch der Hin- und der Rückweg waren ein Erlebnis. Zum ersten Mal haben
wir unser Bett in einem "Chambre d'Hôtes" reserviert. Man übernachtet
in einem einfachen, aber vollständig ausgestatteten Zimmer, mit eigenem
Bad. Das Spannende ist das Abendessen: das wird zu einer festen Zeit
serviert, und alle Gäste (etwa 8-10) sitzen um einen grossen Tisch herum.
Man kommt mit sehr netten Menschen ins Gespräch, und das Essen (speziell
in der Auvergne) ist ganz hervorragend. Beide Male haben wir im
Département 43 Haute-Loire haltgemacht, auf dem Hinweg in Polignac, und auf dem
Rückweg in Blesle."
Also. Man freut sich auf einen netten Abend mit gutem Essen, der nach
bestimmten Spielregeln abläuft. Kein Grund sich vorher mit irgend etwas
den Hunger zu verderben, und das Essen selbst ist ein zutiefst
demokratischer, sozialer Prozeß.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, dass dies
mit dem dritten Punkt gemeint sein muss.
Beste Grüsse
Albert
> Edgar Warnecke <ewar...@gmx.net> wrote:
>
>> Rindviecher unter 900kg werden nur notgeschlachtet. Der Spitzenbulle
>> brachte dieses Jahr 1.250 kg auf die Waage.
>
> Also, aus Australien habe ich in Erinnerung, daß die Bullen nur für die
> Zucht da sind. Das Fleisch kam von den Kühen und Kälbern.
> Ist das bei Euch anders?
Jepp.
Vacas (Kuehe) werden nach Ende der Dienstzeit auch ueber Kopp gemacht. Da
die "Auslese", ich schrieb es, aber ausschliesslich auf dem fuer die Bullen
"Spasswege" stattfindet, gibt es halt viel mehr arbeitslose Bullen als
Kuehe und Zuchtbullen.
Hmmm, klingt kompliziert, konnte ich das rueberbringen?
> Dirk Trunz schrieb am 02.09.2006, 17:26
> DT> Der vollständige "Lehrsatz des Grönemeyer" lautet denn auch:
>
> DT> - Bewußtes Essen
> DT> - Turne ...
> DT> - Kultur/Soziales
>
> Jaaa! Volle Zustimmung. Und Punkt 1 - bewußtes Essen ist immens
> wichtig. Ob es die Werbewirtschaft war, die Produkte "für den kleinen Hunger
> zwischendurch" erfunden hat? Für die Volksgesundheit gibt es kaum etwas
> Schlimmeres als genau dieses Zeug.
Das mit der Gesundheit stimmt schon. Ich mag das Wort im Zusammenhang mit
Essen aber nicht überstrapazieren, weil es arg nach dem erhobenen
Zeigefinger müffelt und auch bei Tisch mal Raum für "unvernünftiges"
bleiben sollte. In einem "ganzheitlichen" Ansatz (s.o.) sehe ich es besser
aufgehoben. Dass die Werbung immer schuld sein soll, will mir auch nicht in
den Kopf. Sie kann sich schließlich nur dort einnisten, wo fehlendes
Bewußtsein Platz macht. Und bei diesem Punkt lande ich immer wieder
zielsicher im Kinderzimmer, wo die Grundlagen geschaffen werden (sollten).
Ich seh mich da auch bestätigt durch die (wenigen) Begleitforschungen zu
sog. Aufklärungskampagnen (egal zu welchem Thema), die einen Effekt
zwischen Null und Wenig ergeben hatten. Was jetzt natürlich nicht gegen die
segensreiche Wirkung von d.r.m spricht :-)
> Ich schätze die französischen Läden, aber auf die Kühlregale mit den
> bunten Joghurts, Milchprodukten und wasweissich alles könnte man
> verzichten.
Was spricht dagegen, seinen Jogi einfach mit Marmelade zu mixen?
> Aber in der Schweiz ist es genauso schlimm.
Auch die Hopp Schwyzzer haben zwei Seiten: um den Migros beneide ich sie
schon. Der Laden soll auch ganz fair mit den Angestellten umgehen.
> Zum ersten Mal haben
> wir unser Bett in einem "Chambre d'Hôtes" reserviert. Man übernachtet
> in einem einfachen, aber vollständig ausgestatteten Zimmer, mit eigenem
> Bad. Das Spannende ist das Abendessen: das wird zu einer festen Zeit
> serviert, und alle Gäste (etwa 8-10) sitzen um einen grossen Tisch herum.
So etwas soll ja in de. auch vorkommen. Aber über den groben Leisten
geschlagen haben die Franzmänner schon ein anderes Verhältnis zum Essen.
Leider haben die Medicis damals einen großen Bogen um de. gemacht ;-)
> ... und das Essen selbst ist ein zutiefst
> demokratischer, sozialer Prozeß.
Nun ja, beim Essen wurden schon immer Verträge geschlossen, die Woche
besprochen (etc) ... und die Kinder geschurigelt. Für mich war das nicht
immer das reinste Vergnügen :-))
Grüsse
Dirk
--
Wir aßen Kartoffelsalat, zwei Portionen hintereinander, mit Schnitzel, in
einem deutschen Lokal. Am Nebentisch Marlene Dietrich, die hausfraulich
nett zu dir über die Tische sprach. Über eingelegte Gurken und Leberwurst
klangt ihr hier wie Verbündete im Exil. (Ch. Höllger über ein Essen mit
Romy Schneider in Paris)
> Wie auch immer, gehen wir von etwa 50% aus, wären das immer noch 5
> Tonnen Schlachtgewicht von 4 Rindern. Erscheint mir immer noch nicht
> glaubhaft. Egal welche Rasse dort rumläuft.
Roland, ist doch alles in Ordnung, die Diskussion ist IMHO muessig.
Man schafft es ausreichend inlaendisches, sauberes Rindfleisch
ranzuschaffen. Okay, ueber die Preise aergere ich mich. Rinderzuechter bin
ich nicht, will ich auch nicht werden.
So what?
Gestern habe ich mich an einer (falschen) Mockturtle versucht. Schon ganz
gut geworden, aber das Feintuning fehlt noch ;-)
Da es heute mal wieder saukalt ist, 17 Grad, gibt es Sauerkraut mit
Kartoffelpue. Der Gemuesemann hat mir die Kartoffeln gerade ans Gartentor
gebracht, die gepoekelten Kottelets sind seit vorgestern aus der Lake, ich
denke das wird schmecken. Schwein, wie Du liest. Man kann ja nicht immer
nur Kuehe essen.
> Christian Schill <c.sc...@gmx.net> wrote:
>
>> Von den Möglichkeiten der
>> Internettelephonie hast Du anscheinend noch nicht so viel gehört,
>
> Wenn das in einem Internetcafé in PY überhaupt machbar ist, Du
> Schlaumeier..
Das geht nichtmal mit einem eigenen DSL-Anschluss. Wer mag kann versuchen
meine Kochhotline ueber eine "linea baja" zu erreichen. Also ganz normales
Telefon. 99% aller Leitungen sind semiduplex. Da kann man auch versuchen
mit dem Mond zu telefonieren.
Demnaechst rufe ich noch Schwiechamutta an, um zu Fragen wie ich meine
Huehnersuppe machen soll.
Nimms nicht persönlich. Aber ich versuch halt zu gerne statistische
Angaben zu zerpflücken sobald ich glaube ein passendes Opfer(die
Statistik is hier gemeint, nicht Du) gefunden zu haben :)
Roland
Die gegenwärtige Studienlage sagt: Sport ist sehr gesund und unbedingt zu
empfehlen, aber nicht zum Abnehmen ;-)
- Carsten
DT> Das mit der Gesundheit stimmt schon. Ich mag das Wort im Zusammenhang mit
DT> Essen aber nicht überstrapazieren, weil es arg nach dem erhobenen
DT> Zeigefinger müffelt und auch bei Tisch mal Raum für "unvernünftiges"
DT> bleiben sollte. In einem "ganzheitlichen" Ansatz (s.o.) sehe ich es besser
DT> aufgehoben. Dass die Werbung immer schuld sein soll, will mir auch nicht in
DT> den Kopf. Sie kann sich schließlich nur dort einnisten, wo fehlendes
DT> Bewußtsein Platz macht. Und bei diesem Punkt lande ich immer wieder
DT> zielsicher im Kinderzimmer, wo die Grundlagen geschaffen werden (sollten).
Es ist die alte Frage nach dem Huhn und dem Ei. Natürlich wird die
Industrie nur jene Produkte bewerben, die auch an den Mann oder die Frau
gebracht werden können. Das ist die Rolle der Marketingstudie. Andererseits
ist die Verfügbarkeit, und das über die Werbung vermittelte Image eines
Produkts beim Verbraucher mitentscheidend.
Du hast natürlich Recht, wenn Du sagst, dass alles im Kinderzimmer
beginnt. Für alles gibt es Fähigkeitszeugnisse und Prüfungen, aber für etwas
so Wichtiges wie Kindererziehung nicht...
[buntes Zeug im Kühlregal]
DT> Was spricht dagegen, seinen Jogi einfach mit Marmelade zu mixen?
Eben. Meine Rede. Wenn es denn schon Joghurt sein muss. Die
gesundheitliche Wirkung dieser Zwischendurchmahlzeit (schon wieder!) ist durchaus
umstritten. Siehe Udo Pollmer.
DT> Auch die Hopp Schwyzzer haben zwei Seiten: um den Migros beneide ich sie
DT> schon. Der Laden soll auch ganz fair mit den Angestellten umgehen.
Die Fairness gegenüber den Angestellten relativiert sich, wenn man wie
ich Leute im Freundeskreis hat, die dort arbeiten. Migros kocht auch nur
mit Wasser. Natürlich ist Migros um Welten besser als z.B. Walmart.
[Chambres d'Hôtes]
DT> So etwas soll ja in de. auch vorkommen. Aber über den groben Leisten
DT> geschlagen haben die Franzmänner schon ein anderes Verhältnis zum Essen.
DT> Leider haben die Medicis damals einen großen Bogen um de. gemacht ;-)
Das würde mich interessieren. Gibt es Verzeichnisse über solche
Adressen in de?
[Demokratie beim Essen]
DT> Nun ja, beim Essen wurden schon immer Verträge geschlossen, die Woche
DT> besprochen (etc) ... und die Kinder geschurigelt. Für mich war das nicht
DT> immer das reinste Vergnügen :-))
Ja, leider, das auch. Aber auch das wäre eine wichtige Frage der
Erziehung. Das Essen sollte ein Freiraum vom Alltagsstress sein. Essen als
Oase, "hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein"...
Gruss Albert
Hallo Carsten
CK> Die gegenwärtige Studienlage sagt: Sport ist sehr gesund und unbedingt zu
CK> empfehlen, aber nicht zum Abnehmen ;-)
Wie Dr. Worm in einem seiner Bücher sehr nachvollziehbar darlegt,
werden die WENIGSTEN Studien im Kontext von Erhährung von internen
Hochschulmitteln bestritten. Es ist die Nahrungsindustrie, die durch Finanzierung
der Studien die nötige Werbewirksamkeit erzielt. Durch sorgfältige
Auswahl und passender Veröffentlichung der Studienresultate, notabene.
Gruss Albert
P.S. Ja, ich habe Deinen Smiley gesehen. Aber soviel zum Thema
"gegenwärtige Studienlage"...
> Die gegenwärtige Studienlage sagt: Sport ist sehr gesund und unbedingt zu
> empfehlen, aber nicht zum Abnehmen ;-)
Dann muß man eben etwas warten. Die gegenteiligen Ergebnise kommen
bestimmt! Und wer dann keinen Bock auf Bewegung hat, muß eben wieder etwas
warten ....
Studien sind wie diese NG, wo jeder sein Plätzchen findet. Kommt immer
drauf an, wie und ob man einen Filter benutzt.
Grüsse
Dirk
--
Alles was Sie sehen, verdanke ich der Spaghetti. (Sophia Loren)
> Edgar Warnecke wrote:
>> So what?
>
> Nimms nicht persönlich. Aber ich versuch halt zu gerne statistische
> Angaben zu zerpflücken sobald ich glaube ein passendes Opfer(die
> Statistik is hier gemeint, nicht Du) gefunden zu haben :)
Na dann haben sich ja zwei gefunden.
Auf froehliches Wiederlesen ;-)
Edg@r
dem immer noch eine belastbare Zahl fuer den durchschnittlichen
Rindviehbestand fehlt.
Da es hier eine Kopfsteuer auf Schlachtvieh gibt, wird wohl kaum jemand ein
echtes Interesse an diesen Zahlen haben.