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Hobbytip Kaffee [war: Espressomaschine, aber welche?]

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Rainer Schmitz [swift]

unread,
Oct 31, 1994, 3:04:50 AM10/31/94
to
Da nun doch immer wieder Leute nach besagtem Hobbytip fragen, poste ich ihn
hier mal. Leider weiss ich nicht mehr, auf welchem Server das Original
liegt.

Viel Spass
swift

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H H OOO BBBBBB BBBBBB Y Y TTTTTTT IIIIIII PPPPPP
H H O O B B B B Y Y T I P P
H H O O B B B B Y Y T I P P
H H O O B B B B Y Y T I P P
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HOBBYTIP 10/92


Kaffee: Genußmittel und Medizin?

von und mit Sabine Fricke und Jean Pütz

Liebe Zuschauer,

Als kleiner Junge mußte ich, Jean Pütz, mit meinen Eltern und
meinem Bruder den Zweiten Weltkrieg und die entbehrungsreiche
Nachkriegszeit im wahrsten Sinne des Wortes "überleben", d.h. wir
schafften es gemeinsam, nicht nur zwei Großbombenangriffe in
Kellern, einen Tieffliegerangriff in einem Eisenbahnzug und drei
Frontwechsel an der luxemburgischen Mosel zu überstehen, sondern
wir strotzten auch dem Hunger in den Jahren 1945/46. Dem Mut und
dem Geschick meines Vaters verdanken wir unser Leben, der
Zuversicht und dem Organisationstalent meiner Mutter eine gewisse
Lebensqualität in dieser trostlosen Zeit. Irgendwie gelang es ihr
immer wieder mal, eine Tafel Schokolade oder ein bißchen Butter
und Zucker, vor allem von Zeit zu Zeit sogar, wie sie sagte,
"echten Bohnenkaffee" zu ergattern. Heute noch steckt mir der
Geruch in der Nase, der sich dann in der Wohnung verströmte.
Manchmal waren die Bohnen noch nicht richtig geröstet, das mußte
dann ganz vorsichtig im Kochkessel nachgeholt werden. Das
anschließende Mahlen der Bohnen war in der Regel meine Aufgabe.
Und dann kam der große Moment, wenn das siedende Wasser auf das
Kaffeepulver gegossen wurde; das duftete doch ganz anders, als
wenn der Muckefuck zubereitet wurde, dieser Kaffee-Ersatz aus
Gerste, Roggen sowie Malz, Zichorie und Eicheln. Substanzen, die
dem Muckefuck bestimmte Gerbstoffe verleihen sollten.
Besonders gut - und das schmecke ich noch heute auf der Zunge -
hat dieses Gebräu nicht geschmeckt, aber was konnten wir tun, es
war besser als nichts.
Diese schweren Zeiten sind Gott sei Dank für uns vorbei. Die
soziale Marktwirtschaft hat uns Wohlstand und eine relative
soziale Sicherheit beschert. Es hat bisher aber den Anschein, daß
soziale Marktwirtschaft (zu der es eigentlich keine Alternative
gibt, insbesondere wenn auch noch die ökologischen Kriterien mit
einbezogen werden) nur den Gesellschaften vorbehalten bleiben,
denen es wirtschaftlich gut geht, das heißt besonders den
westlichen Industrienationen. Der Kommunismus oder der
Staatssozialismus hat sich wie wir wissen kaputtgewirtschaftet,
vor allen Dingen, weil er seine Bürger belogen und seine
Funktionäre unerträglich gegängelt hat.
Bleiben noch die sogenannten Dritte-Welt-Länder, die von beiden
Wirtschaftssystemen entwicklungshilfegeschädigt wurden - so möchte
ich das einmal formulieren. Leider hat sich die sozial-ökologische
Marktwirtschaft bisher nicht weltweit ausgebreitet, sondern im
Gegenteil, auf dem Weltmarkt herrscht immer noch brutaler
Manchester-Liberalismus, der in unseren Breiten im 18. Jahrhundert
die Verarmung der arbeitenden Bevölkerung bewirkte.
Rücksichtsloser Kapitalismus führt derzeit immer noch auf den
Weltrohstoffmärkten das Zepter. Da ist es egal, ob die Menschen,
die davon abhängig sind, das heißt weitgehend die aus der Dritten
Welt, verarmen oder gar verhungern, Hauptsache der Profit stimmt.
So ist es dazu gekommen, daß viele Produkte dieser Art nicht
einmal mehr die bescheidenen Produktionskosten decken. Das gilt
ganz besonders für den Kaffee. Hätten Sie gedacht, daß der Kaffee
nach dem Rohöl das zweitwichtigste Welthandelsprodukt ist. Es hat
sich herausgestellt, daß der Kaffee, für den wir hier immer
weniger bezahlen müssen, daß dieser "billige" Kaffee arm macht.
Ich konnte mich selbst davon in Costa Rica überzeugen. Obwohl ich
ehrlicherweise sagen muß, daß es den kleinen Kaffeebauern in Costa
Rica schon wesentlich besser geht als ihren Brüdern in anderen
Teilen der Welt. Große Verdienste hat sich dafür die Deutsche
Friedrich-Ebert-Stiftung erworben, die diese kleinen Bauern
organisatorisch beraten hat; sie hat sie vor allen Dingen
veranlaßt, sich in Kooperativen zusammenzuschließen und fünf
dieser Kooperativen haben sich dann zum Cocafe vereint, der auf
dem Wege ist, auch wegen seiner exellenten Qualität, zu einer
Welthandelsmarke zu werden. Ich konnte den Bauern dort auch
deswegen große Hoffnung machen, weil ich selbst aus einer
Weingegend in Luxemburg komme, in der es um die Jahrhundertwende
den Weinbauern so schlecht ging, daß sie hungern mußten. Heute
sind sie wohlhabend, vor allen Dingen, weil sie sich zu Wein-
Kooperativen, der sogenannten "Vin-Moselle" zusammengeschlossen
haben.
Allerdings könnten diese Wein-Kooperativen auch nicht gegen den
Weltmarkt ankommen, wenn sich nicht in Amerika und Europa aktive
Menschen entschlossen hätten, den Weltmarktpreis durch eine
soziale Komponente zu ergänzen.
Mittlerweile weiß ich, daß zumindest der Cafe-Foresta (s. S. XX)
in Deutschland so eingeschlagen ist, daß inzwischen schon über 500
bis 1000 Tonnen verkauft worden sind - allerdings auch wegen der
Premium-Qualität.
In Holland hat sich dieser Sache vor allen Dingen die Max-
Havelaar-Stiftung und in Deutschland die Transfair-Organisation
angenommen, und es scheint so zu sein, daß demnächst der
Transfair-Kaffee mit unterschiedlichen Sorten sogar in
Supermärkten zu kaufen sein wird, zu Gunsten der Kleinbauern in
der Dritten Welt, die damit einen weit über dem Weltmarktpreis
liegenden Erlös erzielen können.
Zum Schluß möchte ich noch einige Fragen beantworten, die sehr
häufig gestellt worden sind. Wie Sie in der Sendung erfuhren, habe
ich die Filme selbst mit einem kleinen Camcorder in Costa Rica
gedreht. Es war eine Video-High 8-Kamera, die mittlerweile auch
für den normalen Bürger mit Preisen um DM 2.000,- herum
erschwinglich ist. Er ermöglicht es erstmals auch dem Laien,
exellente Videoqualität zu erreichen, die dem des professionellen
Fernsehens nur ganz gering nachsteht. Der Vollständigkeit halber
sei gesagt, daß gleiche Ergebnisse auch mit dem SVHS-System zu
erzielen sind.
Daß unsere Kamera auch bei Bewegung - zum Beispiel aus dem Auto -
so ruhige Bilder macht, lag daran, daß wir ein sogenanntes Mini-
Stady-Cam-System verwandt haben, daß leider nicht sehr billig ist,
es kostet ca. 2.000,- DM, aber mit dieser Hilfe können Sie sogar
im Gehen tolle Aufnahmen machen.
"Last but not least" möchte ich mich bei Willy Millowitsch
bedanken, weil er zu uns ins Studio gekommen ist, denn auch er ist
von der Notwendigkeit überzeugt, daß die Menschen in der Dritten
Welt durch solche Aktionen unterstützt werden müssen. Als
jahrzehntelanger überzeugter Kaffeetrinker ist er auch ein Experte
auf dem Gebiet und konnte uns die Premium-Qualität des Kaffee -
wie Sie ja gesehen haben - glaubwürdig bestätigen.
So, jetzt viel Spaß beim Lesen und guten Appetit bei der Umsetzung
unserer Rezepte.
Ihr
Jean Pütz

Der Erfolgszug des Schwarzen Goldes

Die Heimat des Kaffees scheint irgendwo in Abessinien, dem
heutigen Äthiopien, zu liegen, und dort in der Provinz Kaffa. Zwei
Hirten wunderten sich der Sage nach darüber, daß ihre Kamele
nächtelang herumtollten und selbst nach Tagen noch keine Zeichen
von Müdigkeit erkennen ließen. Bald kamen sie dem Geheimnis auf
die Spur und entdeckten einen Baum, dessen Früchte die Tiere mit
Vorliebe gegessen hatten.
Bevor aber die arabischen Gelehrten ihn in ihren Schriften
nannten, wurde er seit dem 14. Jahrhundert in den
terrassenförmigen Gärten Jemens angebaut. Es wird angenommen, daß
er durch die Überfälle der Äthiopier im Jemen im 13. und 14.
Jahrhundert dorthin gelangt sei. Vor allem die Mekkapilger
verbreiteten den Kaffeegenuß in der ganzen mohammedanischen Welt,
denn sie wurden in der heiligen Stadt mit dem Kaffee vertraut.
In's christliche Europa gelangte der Kaffee erst im 17.
Jahrhundert, und dort zunächst nach Venedig. Am Hofe des
französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. servierte der Gesandte von
Mohammed IV. den Hofschranzen und den Gästen zum ersten Mal einen
Kaffee nach türkischer Hofsitte. Ludwig XIV. begünstigte dann den
Kaffeegenuß, weil er glaubte, damit der immer mehr um sich
greifenden "Trunksucht" zu begegnen. Paris wies schon Ende des 17.
Jahrhunderts etwa 250 Kaffeehäuser auf, 1715 waren es 600 und 1782
gegen 1800. In Deutschland wurde das erste Kaffeehaus 1677 in
Hamburg eröffnet, dem folgte dann Bremen. Kein Wunder, daß sich
diese beiden Städte zu den deutschen Kaffeezentren entwickelten,
wie man ja auch heute noch aus der Werbung diverser Kaffeesorten
entnehmen kann.
Mittlerweile ist der Kaffee zu einem der wichtigsten
Welthandelsprodukte geworden: Nach Erdöl ist er der wichtigste
Exportrohstoff. Weltweit werden dem Tropenboden jährlich 6
Milliarden Kilogramm Kaffee abgerungen. Und trotzdem haben die
Kaffeebauern extreme Probleme mit den Weltmarktpreisen, nur die
wenigsten können sich auch nur einen bescheidenen Lebensstandard
damit erarbeiten. In den 76 Ländern, in denen Kaffee angebaut
wird, leben über 100 Millionen Menschen von Produktion,
Verarbeitung und Vertrieb dieses landwirtschaftlichen
Rohproduktes.
Der aus Äthiopien stammende Kaffee wurde von den Europäern im Zuge
der kolonialen Ausdehnung über die ganze Welt verbreitet. Zunächst
waren es die Türken und Araber, die ihn anbauten. Ja, sie
erklärten die Pflanze sogar zum Staatsgeheimnis. Durch List und
Tücke kamen dann zuerst die Niederländer in den Besitz der
Pflanze. In den Gewächshäusern Amsterdams zogen sie
Kaffeeschößlinge auf, um sie von hier aus direkt in die neu
eroberten Kolonien zu verpflanzen. 1658 begann der Anbau auf
Ceylon, es folgten Java, dann Sumatra, Bali und Timor. Ab 1718
wuchs holländischer Kaffee dann auch in Südamerika, und zwar in
Niederländisch-Guana, dem heutigen Surinam, und dem standen dann
später die Franzosen, die Spanier und Portugiesen nicht nach. Sie
bestahlen sich jetzt gegenseitig, wie der protugiesische Diplomat,
der 1727 Kaffeesetzlinge aus Guana in einem Blumenstrauß versteckt
nach Brasilien brachte. Schon 1750 wurde der Kaffeeanbau dort
intensiv betrieben, bis heute ist Brasilien das wichtigste
Kaffeeland. Die Engländer, die im 18. Jahrhundert zu den größten
Kaffeeverbrauchern Europas zählten, brachten dann den Kaffee nach
Jamaika, und die spanischen Jesuiten führten ihn auf den
Philippinen, in Cuba, Guatemala, Puerto Rico, Venezuela und am
Ende des 18. Jahrhunderts in Mexiko und Kolumbien ein.


Kaffee: Schicksal vieler Bauern in der Dritten Welt

Kaffee ist für viele Länder zum Schicksal geworden. Häufig sind
sie in ihrem Wohl und Wehe von den Rohstoffbörsen der Welt
abhängig. Allein in den letzten drei Jahren hat sich der
Weltmarktpreis von 3 Dollar auf 1 Dollar pro Kilogramm um den
Faktor 3 verringert. In vielen Ländern stehen Familien, die seit
Generationen durch den Kaffeeanbau ihren Lebensunterhalt
verdienen, vor dem wirtschaftlichen Ruin. Und diese Probleme
bewirken dann auch, daß die Menschen immer mehr in die Slums der
Großstädte ziehen und dort verkommen.
Damit Sie sich selbst eine Vorstellung von der katastrophalen
Entwicklung der Kaffeepreise verschaffen können, haben wir die
obere Grafik angefertigt. Dort können Sie erkennen, wie weit der
Weltmarktpreis für gewaschene Arabica Bohnen, das sind bereits
aufbereitete Bohnen der wichtigsten Kaffeeart, in den letzten
sieben Jahren gefallen ist. 1982 lag er noch bei 9,32 Mark pro kg.
Im Jahr 1992 ist er auf 2,14 Mark pro kg abgesunken.
(Rechnungszeitraum Januar 1982 bis November 1992)
Ein Teil des Preisverfalls ist auch uns Verbrauchern zu Gute
gekommen, das können Sie an der unteren Grafik erkennen. Im April
1992 lag der Konsumentenpreis, also der Preis, den wir im Geschäft
zu zahlen haben, mit 7,27 Mark pro 500g Röstkaffee so niedrig wie
im gesamten Rechnungszeitraum seit 1950 noch nicht. Gleichzeitig
sind aber die Lebenshaltungskosten weltweit angestiegen. Mit
anderen Worten: die Landwirte in der Dritten Welt können sich für
den Erlös, den sie aus dem Kaffeeanbau erwirtschaften immer
weniger kaufen.


Mehr Gerechtigkeit auf unserem Globus: TransFair

Um dieser fatalen Situation entgegenzuwirken, haben sich etliche
Organisationen, die sich ehrlich um ein besseres Verhältnis
zwischen uns und den Ländern der Dritten Welt bemühen, wie zum
Beispiel die Organisation Brot für die Welt, Misereor, die Aktion
Arme Welt, der Ring der katholischen studierenden Jugend und die
katholische Landbevölkerung, das Nord-Süd-Netz im DGB-
Bildungswerk, die Wirtschaftsgesellschaft der evangelischen
Mission und viele andere, zusammengetan und haben einen Verein zur
Förderung des fairen Handels mit der Dritten Welt gegründet. Sie
haben ein Markenzeichen geschaffen, daß sie "TransFair" nennen,
und sie bemühen sich um Zukunftssicherung der immer schon
benachteiligten kleinen Bauern in der Dritten Welt. Sie arbeiten
direkt mit bäuerlichen Genossenschaften und handwerklichen
Kooperativen zusammen und sie garantieren vor allen Dingen Preise,
die deutlich über denen des Weltmarktes liegen, damit den Menschen
dort das Überleben einigermaßen gesichert wird. Sie treten für
längerfristige Abnahmeverträge ein und ermöglichen gegebenenfalls
auch die Vorfinanzierung von Saatgut, Düngemitteln, Werkzeugen,
Maschinen oder Transportmitteln. Vor allem aber fördern sie auch
ökologisch-orientierte Anbauweisen.
Mittlerweile gibt es in Deutschland 10 verschiedene Lizenznehmer,
die das Gütesiegel TransFair auf ihren Kaffeeprodukten tragen
dürfen. Diese Kaffees können Sie mittlerweile in vielen
Supermärkten, Einzelhandelsgeschäften, natürlich auch in Dritte
Welt Läden und ab Januar diesen Jahres auch in vielen Läden
finden, die die Zutaten der Hobbythek führen.
Nebenstehend ist das auch im Original schwarz-weiße TranFair-
Siegel abgebildet. Wenn Sie mithelfen möchten, den Kaffeebauern in
der Dritten Welt ein gerechtes Einkommen zu verschaffen, dann
kaufen Sie Kaffee mit diesem Siegel.
Wichtig ist, daß sich in Deutschland herumspricht, daß diese
Produkte nicht nur in einigen wenigen Läden zu bekommen sind, wie
beispielsweise in den Dritte-Welt-Läden, sondern daß sie in
möglichst vielen Geschäften und auch in jedem Supermarkt angeboten
werden. Wir halten auch für wichtig, daß diesen "fair" gehandelten
Produkten der Odem des Almosens genommen wird. In diesem
Zusammenhang sollten deshalb auch die Produkte einer Firma genannt
werden, die sich schon seit Jahren um die Förderung der Dritten
Welt verdient gemacht hat, die "Gesellschaft zur Förderung der
Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH", kurz "gepa". Sie ist der
wichtigste deutsche Importeur für fair gehandelte Produkte und ihr
Angebotssortiment ist entsprechend groß: Die Produkte stammen aus
aller Welt, z.B. aus Tanzania, Costa Rica, Mexiko oder Nicaragua.
Wir haben alle Kaffees durchprobiert und festgestellt, daß sie im
Geschmack sehr unterschiedlich sind. Deshalb möchten wir Ihnen
empfehlen, selbst einmal verschiedene zu testen, denn erst dann
können Sie den für Ihren Gaumen schmackhaftesten Kaffee
herausfinden.
Allerdings einen kleinen Tip möchten wir schon an dieser Stelle
weitergeben:


Kaffee aus ökologischem Anbau

Ein gepa-Kaffee aus dem Hochland Mexikos, mit Namen Cafe organico,
hat uns besonders gut geschmeckt. Bei näherem Hinsehen haben wir
festgestellt, daß dieser Kaffee biologisch, also ohne Einsatz
chemischer Pflanzenschutzmittel und synthetischer Düngemittel,
angebaut wurde. Zunächst hielten wir es für einen Zufall, daß
ausgerechnet dieser Kaffee einen so ausgeglichenen Geschmack hat.
Einige Zeit später trafen wir dann auf einen renommierten
Kaffeeröster, dem wir unsere Erfahrungen mit den TransFair-Kaffees
berichtet haben. Dieser bestätigte uns dann aber aus seiner
langjährigen Praxis diese Beobachtung und erklärte, daß biologisch
angebauter Kaffee generell einen besonders ausgewogenen Geschmack
habe. Wir fanden das sehr interessant, zeigt es doch, daß sich der
Mehraufwand der durch biologische Wirtschaftsweise entsteht, auch
beim Kaffeeanbau lohnt. Allerdings bleibt bei der ohnehin
miserablen Entlohnung der Landwirte in der Dritten Welt fraglich,
ob die Biobauern dafür angemessen bezahlt werden können.
Bezahlung hin oder her, viele von Ihnen denken jetzt vermutlich
mit Schrecken an die vielen Pestizidgeister, die sich in Ihrer
Tasse Kaffee möglicherweise umtun?


Pflanzenschutzmittel im Kaffee?

Wir können die erfreuliche Nachricht übermitteln, daß auch bei
konventioneller Anbauweise, also bei Einsatz von
Pflanzenschutzmitteln, Kaffee praktisch rückstandsfrei ist. Das
kritische Magazin "Natur" wollte es ganz genau wissen und hat 1985
den deutschen Kaffee penibelst durchchecken lassen. Das Ergebnis:
"Der schmutzigste Kaffee (wenn man überhaupt von "schmutzig" reden
kann) war noch sauberer als der sauberste Tee. Der
zweitschmutzigste Tee ... dagegen war um ein vielfaches stärker
mit Insektengiften verunreinigt, als sämtliche 30 getesteten
Kaffeesorten zusammengenommen." Die Erklärung für dieses Ergebnis
ist sicherlich nicht, daß im Kaffeeanbau wenig gespritzt wird. Die
Gründe sind vielmehr in der Botanik der Kaffeekirsche und in ihrer
Aufbereitung zu finden. Zunächst ist die Kaffeebohne gut vor den
Spritzattacken geschützt, da sie im Fruchtfleisch der Kirsche
verborgen liegt. Die Rückstände die dennoch bis zu den Bohnen
durchdringen, werden zum größten Teil bei den hohen Temperaturen,
wie sie bei der Röstung entstehen, zerstört.
Weil das so ist, halte ich, Jean Pütz, es nicht für oppertun, von
den Bauern der Dritten Welt ökologischen Anbau so zu fordern, wie
wir es zu Recht von den Landwirten erwarten, die sich dazu
verpflichtet haben. Ich halte es mit dem Gebot, das sich die
Kooperativen von Cocafe in Costa Rica freiwillig auferlegt haben:
Sie gestatten für den Fall den Einsatz von Pestiziden, daß Gefahr
durch eine Schädlingsseuche im Verzuge ist. Herbizide werden nicht
eingesetzt, und Dünger nur so viel wie unbedingt nötig - auch um
das Grundwasser nicht zu belasten.
Derzeit werden erfolgversprechende Versuche durchgeführt, das
Kaffeekirschen-Fruchtfleisch zu Dünger zu verarbeiten. Genaue
Informationen über diese Hintergründe und vieles mehr erfahren Sie
in der August-Hobbythekreportage "Das goldene Korn - Kaffee
zwischen Ausbeutung und Genuß", in der wir wesentlich mehr über
unseren Besuch in Costa Rica dokumentieren können.


TransFair-Kaffee aus Costa Rica

Da wir wissen, daß die Bezahlung für alle Kaffeeanbauern, nicht
nur für die "Bios" das zentrale Problem darstellt, wollten wir uns
von der Hobbythek von einem TransFair-Projekt vor Ort überzeugen.
Wir von der Hobbythek haben ein Projekt der Friedrich-Ebert-
Stiftung in Costa Rica als besonders exemplarisch bewertet, und
ich, Jean Pütz, habe das an Ort und Stelle in Augenschein
genommen. Es geht hier um eine der ärmsten Gegenden Costa Ricas,
die Provinz Guanacaste. Etwa 240.000 Menschen leben hier auf einer
Fläche von 10.000 Quadratkilometern. Doch das Land ist ungleich
verteilt. Großgrundbesitzer, die selbst zumeist in der Hauptstadt
San Jose wohnen, haben in der Tiefebene den Regenwald roden und
große Rinderfarmen anlegen lassen. Andere bauen großflächig
Monokulturen wie Reis und Zuckerrohr an. Die kleinen Bauern
dagegen leben in den höher gelegenen Zonen mit vergleichsweise
sehr schwer zu bearbeitenden Böden. Teilweise kann dort nur im
aufwendigen Terrassen angebaut werden, die unter großen Mühen von
den Bauern angelegt wurden. Die Mehrzahl dieser Menschen ist aus
den Kaffeeanbaugebieten des Zentralen Hochlandes, wo über 90 % des
für den Weltmarkt vorgesehenen costaricanischen Kaffees produziert
wird, hierhingezogen. Diese kleinen Bauern will die Friedrich-
Ebert-Stiftung mit ihrem Projekt unterstützen, und von dort aus
wird zunächst der Kaffee kommen, den Sie auch in unseren
Hobbythekläden beziehen können. Probieren Sie ihn und ich denke,
mit diesen Vorgaben wird er Ihnen bestimmt noch besser schmecken.
Auf keinen Fall gibt es einen Qualitätsunterschied zu den
Kaffeesorten, die mit Millionen beworben werden. Im Gegenteil -
Kenner meinen, daß er einem sehr teuren, nur in Spezialgeschäften
erhältlichen Premium-Kaffee überlegen ist. Auch, weil die Bauern
für diesen Kaffee nur vollreife Kirschen herauspflücken. Manchmal
wird so drei- bis viermal nachgepflückt. In unseren Breiten sorgt
dann eine kleine mittelständische Rösterei für sachgerechte
Röstung, so daß Sie das volle Aroma genießen können.
Wir wollen damit nicht andere Kaffeeanbaugebiete diskriminieren,
aber irgendwo muß ein Anfang gemacht werden, und das wollen wir
hiermit exemplarisch unterstützen.


Cafe-Foresta -
Ein Spitzenkaffee der ersten Sorte
Cafe-Foresta ist ein Premium-Kaffee aus Costa Rica, der
selbstverständlich auch das TransFair-Siegel trägt. Produziert
wird er genau von den Cooperativen auf Costa Rica, die wir vor Ort
besichtigt haben. Wir haben ihn getestet und sind von seinem
vollem, aromatischem und ausgeglichenem Geschmack begeistert.
Cafe-Foresta ist ein Kaffee der unserem Geschmack in Deutschland
entspricht, er kommt ungemahlen und gemahlen auf den Markt.
Zusätzlich wird Cafe-Foresta auch als Espresso-Kaffee angeboten.
Da die Handelsspanne, das ist das Geld, das beim An- und Verkauf
für den Einzelhandel übrigbleibt, bei TranFair-Kaffees und somit
auch beim Cafe-Foresta sehr gering gehalten wird, haben weniger
Geschäfte als üblich entschlossen, mitzumachen. Diese Maßnahme zu
Lasten der Händler erscheint aber notwendig, um den Kaffeeanbauern
mehr Geld als gewöhnlich zu geben, ohne den Kaffee noch weiter zu
verteuern.
Im Anhang dieses Heftchens können Sie nachlesen, in welchen
Geschäften, in denen Zutaten der Hobbythek geführt werden, auch
der Cafe-Foresta angeboten wird.
Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, in welche Kanäle Ihr
Geld fließt, das Sie für ein Päckchen Cafe-Foresta auf die
Ladentheke legen, haben wir die untenstehende Tabelle abgedruckt.
Hierin können Sie nachlesen, wie sich der Preis für üblichen
Kaffee (Marktpreis) und für Cafe-Foresta zusammensetzt. Die
Korrektheit der Kalkulation wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung
bestätigt.
Die Angaben stammen von der Rösterei, die auch den Cafe-Foresta
vertreibt.
An der Übersicht können Sie z.B. ablesen, daß die Kaffeebauern
normalerweise 22 Pfennig für 500g Kaffee erhalten. Bei dem
TransFair Kaffee sind es 2,20 Mark, also rund 10 mal so viel. Sie
können auch sehen, daß die Handelsspanne von 8% auf 4% also von 57
Pfennig auf 42 Pfennig absinkt.
Diese Werte, so genau sie hier wirken sind nur Orientierungswerte,
denn die Kaffeepreise ändern sich praktisch täglich. Zudem wird im
internationalen Kaffeegeschäft nirgendwo in D-Mark sondern
ausschließlich in US-Dollar gehandelt. Verändert sich der
Wechselkurs, so ändern sich auch die Angaben in D-Mark. Dennoch
ist die tabellarische Übersicht eine praktische
Orientierungshilfe, da sie die Preisrelationen zwischen den beiden
Vertriebswegen aufzeigt.
500 Gramm Kaffee Marktpreis TransFair-
Foresta
in DM % DM %


Konsumentenpreis 7,50 100% 11,88 100%

Kaffeesteuer 2,15 28% 2,15 18%
Mehrwertsteuer0,49 7% 0,78 6%
Distributionsspanne0,97 13% 2,35 20%
Lizenzgebühren TransFair0,00 0% 0,12 1%
Kosten rösten, (See-) Transport
Vorfinanzierung, Lagerung,
Spanne Röster und Importeur 3,07 41% 2,88 24%
Baum Pflanzen Costa Rica 0,84 7%

FOB Preis0,82 11% 2,76 24%
(=free on board, d.h. Lieferung
an Bord des Frachters)
Exportsteuer 0,05 0,6% 0,14 1%
Kosten Verarbeitung, Finanzierung
Transport Säcke, und übrige
Handelskosten - Handelsspanne0,57 8% 0,42 4%


Brutto Einkommen Bauer 0,22 3% 2,20 19%
An dieser Auflistung können Sie auch erkennen, daß in dem Preis
jeder 500 Gramm Packung Cafe-Foresta zusätzlich rund 80 Pfennig
enthalten sind, die die Rückforstung und Bewahrung des noch
existierenden Urwaldes in Costa Rica unterstützen soll - auf den
Kaffeepackungen anschaulich gemacht durch den Aufdruck
"Anpflanzung eines Baumes im bedrohten Urwald". Dies wird
garantiert, und die Mittelverwendung wird u.a. von der Friedrich-
Ebert-Stiftung kontrolliert.
Aber auch Sie profitieren. Der höhere Preis ist voll durch die
wesentlich höhere Qualität gerechtfertigt. Geschmacklich ist er
kaum zu überbieten. Wenn Sie Wein trinken, bezahlen Sie ja auch
mehr für einen exzellenten Tropfen. Dieser Premium-Kaffee
entspricht - bezogen auf den Weinbau - den besten Lagen. Willy
Millowitsch - ein Wein- und Kaffeekenner par excellence - hat mich
in dieser Ansicht - wie Sie in der Sendung sehen konnten - voll
unterstützt.

Neben Cafe-Foresta sind auch TransFair-Kaffees aus kontrolliert-
biologischem Anbau zu empfehlen (s.o.). In den Hobbythekläden
können Sie solchen Kaffee unter der Bezeichnung "Cafe-Natura" oder
auch "Cafe-organico" erhalten.
Cafe-organico ist übrigens ein Kaffee, der von der gepa angeboten
wird. Wir möchten Ihnen deshalb an dieser Stelle auch die
Berechnungen vorstellen, die die gepa zum Vergleich des
"kommerziellen" mit dem "alternativen" Handel angestellt hat.
Diese Berechnungen stammen allerdings vom September 1991.
500 Gramm Kaffee konventionell alternativ
(TransFair)
in DM DM


Konsumentenpreis 8,1310,63

Mehrwertsteuer0,500,63

Sonstige Einstandskosten3,503,75
davon:
Kaffeesteuer 1,941,94
Transport u. Versicherung 0,560,69
Zoll0,190,31
Rösten, Mischen, Verpacken 0,810,81

Großhandel 1,79-

Einzelhandel 0,751,25

FOB Preis1,753,50
(=free on board, d.h.
Lieferung an Bord des Frachters)

davon:
Brutto Einkommen Bauer 1,002,44
Kaffee: Primadonna unter den Nutzpflanzen

Der Kaffee gilt als Primadonna unter den Nutzpflanzen. Manchmal
genügt schon der leichte Frost einer einzigen Nacht, um Millionen
Kaffeebäume zu vernichten. Aber auch starke Trockenheit oder
übermäßiger Regen bekommen den Pflanzen schlecht. Sie bevorzugen
humusreichen, lockeren Boden, und besonders gut geeignet sind
Böden vulkanischen Ursprungs oder Erde in gerodeten Wäldern. So
ist es kein Wunder, daß der Kaffee, so gut er uns schmeckt, auch
mit dazu beigetragen hat, daß die Urwälder immer mehr abgeholzt
oder abgebrannt wurden. Die dünne Humusschicht ist dann
allerdings, wie es sich in Brasilien immer deutlicher zeigt, nach
wenigen Jahren ausgelaugt, und dann wird dem mit verstärktem
Einsatz von Düngemitteln nachgeholfen, was wiederum
Langzeitschäden zur Folge hat, die kaum mehr reparabel sind.
Weltweit stehen heute auf 10 Millionen Hektar Anbaufläche fast 15
Milliarden Kaffeebäume. Die jährliche Erntemenge eines einzelnen
Baumes ergibt ein knappes Pfund Röstkaffee.


Die Aufbereitung des Kaffees

Die Früchte des Kaffeebaumes wachsen 8 bis 12 Monate bis zur
vollen Reife heran. Es sind Steinfrüchte von 10 bis 15 mm
Durchmesser; sie werden mit der Hand gepflückt oder abgestreift,
und dann von dem Fruchtfleisch befreit. Das geschieht nach zwei
Verfahren.


Die Trockene Aufbereitung

Entweder werden die Früchte nach der Ernte auf Trockenterrassen
ausgebreitet. Die Sonne trocknet sie dann so weit ab, bis die
Bohnen in der Schale rascheln. Mit Schälmaschinen wird das
getrocknete Fruchtfleisch inklusive der Haut um den Kern und des
Silberhäutchens entfernt. Der so geschälte und gereinigte Kaffee
wird dann nach Größe sortiert und in Säcken zu 60 kg verpackt.


Die Nasse Aufbereitung

Bei der nassen Aufbereitung werden die Kirschen zunächst ins
Wasser gebracht. Gute Kirschen sinken ab, minderwertige schwimmen
obenauf. Dann werden diese Kirschen unter fließendem Wasser durch
Walzen und Scheiben zerquetscht und anschließend die Bohnen vom
Fruchtfleisch befreit. Anhaftende Fruchtfleischreste werden durch
ein- bis zweitätige Gärung in großen Bottichen gelöst,
anschließend weiter abgewaschen und wieder getrocknet.
Das nasse Verfahren ist aufwendiger, liefert aber ein besseres
Produkt, weshalb es in der Regel bevorzugt wird.


Die wichtigsten Kaffeearten

Wir kennen heute über 80 verschiene Arten von Kaffeebäumen. Von
diesen haben zwei Arten die größte wirtschaftliche Bedeutung, sie
teilen sich 99% des Weltmarktes:


Coffea arabica

Dieser am längsten bekannte Kaffee stammt aus Äthiopien. Seine
Bäume erreichen in der Natur eine Höhe von 6 bis 10 Metern. Auf
den Plantagen werden sie aus arbeitswirtschaftlichen Gründen aber
klein gehalten, schließlich müssen die Pflücker die Kaffeebohnen
mit der Hand erreichen können.
Arabicas haben eine hervorragende und edle Qualität. Dafür
benötigen sie aber auch intensive Pflege und beste Lagen. Sie
gedeihen vor allem in tropischen Gebieten zwischen 600 und 1800
Metern Höhe.
Ihr Anteil am Weltmarkt liegt bei rund 75%.


Coffea robusta

Wie schon der Name vermuten läßt, ist die Robusta wesentlich
widerstandsfähiger als Coffea arabica. Sie wächst schneller und
ist auch ertragreicher als
Arabica. Die Bäume erreichen Höhen von 8 bis zu 15 Metern. Die
Bohnen sind rundlich und haben ein hellbraunes oder baun-
grünliches Aussehen. Im Gegensatz zur Arabica läßt sich Robusta
auch in Tiefen Lagen bis zu 600 Metern anbauen. Ihr Geschmack wird
von Experten als erdig, rauh, hart oder kräftig bezeichnet. In
Deutschland wir Coffea robusta entweder nur für Billigkaffee
verwendet oder den hochwertigen Arabica-Sorten untergemischt.
Ihr Weltmarktanteil liegt bei rund 25%.


Der Kaffee und seine Inhaltsstoffe

Die Kaffeebohne besitzt im Prinzip ähnliche Inhaltsstoffe wie auch
sämtliche anderen Samenprodukte. Aber hier kommt es weniger auf
die Nährstoffe an, sondern auf die Stoffe, die für das Aroma des
Kaffees verantwortlich sind. Dazu gehören bestimmte Gerbstoffe,
aber auch einige stickstoffhaltige Substanzen, d.h. Eiweißstoffe
und organische Säuren sowie einige Zellulosestoffe:


Inhaltsstoffe des Kaffee

scheinbares Eiweiß:9%
scheinbare Kohlenhydrate:24%
Fette und Lipoide:13%
Säuren:4,5%
Coffein:1,2%
Nicotinsäure:0,02%
Mineralstoffe:4%
Wasser:2,5%
flüchtige Aromastoffe:0,1%
unbekannte Substanzen:35%

(Die Zahlen sind Mittelwerte für einen Arabica-Kaffee normaler
Röstung.
aus: Katalyse Umweltgruppe Köln, Chemie in Lebensmiteln)


Das eigentliche Aroma entsteht aber erst durch das Rösten. Hierbei
werden Rohkaffees verschiedener Herkunftsländer, unterschiedlicher
Sorten und Qualitäten zusammengestellt und Temperaturen von über
200° Celsius ausgesetzt. Zucker und andere Kohlenhydrate werden
karamelisiert, die Bohnen verfärben sich von grünlich zu
goldbraun, das Gewicht reduziert sich um 15% bis 20% und das
Volumen der Kaffeebohnen erhöht sich gleichzeitig um rund 60%.
Viele bekannte und noch mehr unbekannte Inhaltsstoffe werden
zerstört, umgewandelt oder bilden sich neu. Einige diese insgesamt
unüberschaubaren Reaktionen sind z.B. bei den Säuren des Kaffees
recht gut erforscht. Die Kaffeesorte Arabica hat etwa einen
Gesamtsäuregehalt von 4,5% bis 8,5%, die Sorte Robusta hingegen
einen von 6,5% bis 12%. Nach dem Rösten enthalten diese Bohnen
Essigsäure, Zitronensäure, Äpfelsäure, Oxalsäure, spezielle
Kaffeesäuren, sogenannte Chlorogensäuren, aber auch in Spuren
Buttersäure, die in ganz geringen Mengen aromatisch sein kann, in
größeren aber eine ganz üble Stinkbombe darstellt. Trotz all'
dieser Aromastoffe, Kaffee wäre nicht das geworden, was er ist,
wenn er nicht ein Rauschgift beinhaltete, nämlich das Koffein. Es
macht immerhin im ungerösteten Kaffee ca. 0,8% bis 2,5% aus und
kann bei der Sorte Robusta bis auf 4% ansteigen. Durch Rösten
verringert sich die Koffeinmenge nur geringfügig. Sie liegt im
Mittel um 1,2% bis 1,5%. Es gibt auch koffeinarme und koffeinfreie
Kaffeearten, allerdings schmecken die nicht so gut, so daß in der
Regel bei koffeinfreiem Kaffee das Koffein aus normalen Sorten
entzogen wird.
Häufig wir übersehen, daß auch andere Getränke und auch
Schmerzmittel zum Teil recht beachtliche Dosen an Koffein
beinhalten, die dem Kaffee in nichts nachstehen:

Koffeingehalt verschiedener Stoffe in mg:
1 Espresso (50ml): 50
1 Tasse Filterkaffee (125ml): 80-120mg
1 Glas Cola (200ml): 20-50mg
1 Tasse schwarzer Tee (125ml): 30-60mg
1 Tasse Kakao(125ml):2-5mg
1 Schmerztablette: 30-100mg

(aus: test 9/91)


Die Wirkungen des Koffein

Koffein übt intensive Wirkungen auf unseren Körper aus. Kleine
Mengen regen zum Beispiel die geistige Tätigkeit an, sie wirken
auf das Zentralnervensystem als Reizmittel. Sie regen die Muskel-
und Herztätigkeit an, hauptsächlich bei Menschen mit sitzender
Lebensweise und bei jungen Leuten. Ferner erregt Kaffee die
Schleimhäute, erhöht den Blutdruck und die Durchblutung, was sich
in einer leicht erhöhten Körperwärme niederschlägt.
Kaffee regt die Nieren an und kann durchaus als diuretisches
(harntreibendes) Mittel angesehen werden. Aber damit ist die Liste
der Wirkungen des Koffein noch nicht beendet:


Kaffee erhöht den Energieumsatz

Kaffee soll, so wollen es verschiedene Versuche belegen, den
Energieumsatz des Körpers nach dem Essen um rund 10 bis 20 Prozent
über drei Stunden hinweg erhöhen. Verantwortlich hierfür werden
das Koffein und ein im Kaffee enthaltenes Vitamin, das Niacin,
gemacht. Um diese Wirkung zu erzielen, sollten allerdings rund
250g Koffein aufgenommen werden. Das entspricht rund zwei Tassen
Kaffee.
Deshalb ist eine Tasse Kaffee nach dem Essen durchaus angebracht.
Aber Vorsicht, in höheren Mengen kann es die Darmmuskelfasern
reizen, was dann zu Diarrhoe (Durchfall) und Erbrechen führen
kann.

Macht Kaffee süchtig?

Regelmäßiger Kaffeekonsum von etwa einer bis drei Tassen
koffeinhaltigen Kaffees führt zu körperlicher Abhängigkeit. Zwar
ist diese Abhängigkeit ohne Probleme überwindbar, dennoch kann der
Entzug zunächst zu körperlichen Symptomen führen. Diese reichen
von starker Nervosität, Müdigkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen bis
hin zu Störungen der Bewegungs-Koordination und der
Konzentration. Allerdings verschwinden diese Symptome, die bei gut
50% der "Koffein-Entsager" auftreten, schon nach ein paar Tagen.


Kann Kaffee schaden?

Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die den
Kaffeekonsum möglichst einschränken oder ganz vermeiden sollten.
Dazu zählen z.B. Menschen mit einem stark erhöhten Blutdruck,
extrem hohen Cholesterinwerten oder Herz-Kreislauferkrankungen.
Weiter unten können Sie hierzu Genaueres erfahren. Aber auch
gesunde Menschen können im Einzelfall ungünstig auf Kaffee
reagieren. Das gilt z.B. für hypernervöse und leicht erregbare
Wesen unter uns. Aber wir glauben, daß diese Menschen die
Reaktionen, die Kaffee bei Ihnen verursacht, am besten an sich
selbst beobachten und sich darauf einstellen sollten. Auch
schwangeren Frauen wird geraten, den Kaffeekonsum zu begrenzen.
Andere Menschen klagen häufig über Kopfschmerzen und in einigen
Fällen scheint Kaffee ein Auslöser dafür zu sein. Falls auch Sie
zur Gruppe der "Kopfschmerzmenschen" gehören, lassen Sie die
Kaffeedose doch einfach ein paar Wochen im Schrank stehen und
beobachten Sie, ob bei Ihnen eine Besserung eintritt. Falls dies
nicht der Fall ist, wird der Kaffee auch kaum der Auslöser für
Ihre Schmerzattacken gewesen sein.
Wie individuell wir Menschen auf Kaffee ragieren, kann man gerade
am Phänomen Kopfschmerz gut verfolgen: Während einige Menschen von
Kaffee Kopfschmerzen bekommen, kann der Schmerz bei dem nächsten
durch eine Tasse des schwarzen Trunks verscheucht werden.
Andere Stimmen behaupten, daß Kaffee unserem Körper übermäßig
stark Vitamine, z.B. Vitamin C und B1, und Mineralstoffe, z.B.
Magnesium, Kalium, Zink und Calcium, entziehe. Die Datenlage
erscheint uns aber noch sehr vage und wir möchten uns daher der
Meinung der Mehrheit aller Ärzte anschließen, die bei gesunden
Menschen und ausgeglichener Ernährung keinen Grund für
Kaffeeabstinenz sehen.


Kaffee als Betthupferl?

Tatsächlich reagieren Menschen äußerst unterschiedlich auf eine
spät am Abend genossene Tasse Kaffee: Während der eine nach einem
schwarzen Betthupferl eine schlaflose Nacht durchstehen muß, wiegt
sich der andere schnell in himmlischen Träumen.
Zunächst gilt: Wer selten Kaffee trinkt, reagiert wesentlich
intensiver als ein "Gewohnheitstrinker". Der "Gelegenheitstrinker"
sollte die Tasse Kaffee am Abend also tunlichst unterlassen, wenn
er eine erholsame Nacht in seinen Federn verbringen möchte.
Gewohnheitstrinker reagieren weniger und häufig sogar kaum auf
eine späte Dosis Koffein. Dies ist allerdings, so fanden Forscher
heraus, nur eine Seite der Medaille. Denn Studien zeigen, daß zwar
die Schlafdauer egal ob mit oder ohne spätabendlichen Kaffee
gleich lang bleibt, der Tiefschlafanteil hingegen beim
Abstinenzler höher ist. Dieser wiederum ist Voraussetzung für
einen wahrhaft erholsamen Schlaf. Fazit: Ob
Gewohnheitskaffeetrinker oder nicht, Kaffee sollte nur in
Ausnahmefällen als Betthupferl genossen werden.
Eine andere Gruppe von Menschen profitiert hingegen eher von der
späten Dosis Koffein, denn ältere Menschen, die unter Herzschwäche
und infolge dessen unter Störungen der Hirndurchblutung leiden und
häufig auch Hypotoniker, also Menschen mit sehr niedrigem
Blutdruck können anschließend besser einschlafen.


Weitere Wirkungen von Kaffee


Insgesamt wirkt Kaffee auf die verschiedenen Organsysteme,
leistungsmäßig betrachtet, uneinheitlich. Einerseits wird die
Adrenalinausscheidung angeregt, was sich bei Überdosen in einer
Pupillenerweiterung niederschlägt, andererseits wird die
Magensaftproduktion gesteigert, was zu einer Verbesserung der
Verdauung führt, und - vielleicht werden Sportler jetzt aufhorchen
- kurze sportliche Leistungen werden nach koffeinhaltigem Kaffee
besser als nach koffeinfreien Vergleichsproben. Bei ausdauernden
Leibesübungen bedeutet Kaffee aber eine zusätzliche Belastung für
den Kreislauf. Während reines Koffein den Pulsschlag verlangsamt
und die Gefäße erweitert, was mit einer Erhöhung des Blutstroms
verbunden ist, zeigt Kaffee bei kreislaufgesunden, kaffeegewohnten
Menschen keine oder nur geringe Wirkungen auf den Kreislauf.
Vorsicht allerdings sollten Menschen walten lassen, die zu einem
sehr hohen Bluthochdruck neigen, die sollten möglichst auf Kaffee
ganz verzichten.

Diabetiker mit Bluthochdruck: Kaffeetrinken erlaubt!

Diese Schlagzeile erschien im Mai letzten Jahres im Diabetiker
Ratgeber. Dort bezog sich der Autor auf eine in der
Fachzeitschrift "British Medical Journal" veröffentlichte
schottische Studie. Die Wissenschaftler untersuchten zunächst
Menschen, die unter einer milden Hypertonie leiden. So bezeichnet
der Fachmann einen Blutdruck der leicht auf 90 bis 105 erhöht ist.
Bei den Prüflingen war nach der Testzeit von 13 Tagen der
Blutdruck unverändert, egal ob sie koffeinhaltige Kost wie Kaffee,
Tee, Schokolade oder Cola-Getränke zu sich genommen hatten oder
nicht. Der Ratger kommt daher zu dem Schluß: "Patienten, deren
Blutdruckwerte gerade noch an der Grenze des Normalen liegen oder
bereits leicht erhöht sind, muß also nicht mehr - wie früher oft -
empfohlen weren, auf Kaffee zu verzichten oder nurmehr
koffeinfreien Kaffee zu trinken."


Schadet Kaffee dem Herzen?

Im medizinischen Fachbuch "Ernährungsmedizin und Diätetik" von
Prof. Heinrich Kaspar lesen wir, daß es nicht angebracht ist,
Kaffee zur Verminderung des Herzinfarktrisikos zu verbieten, da
die überwiegende Mehrzahl der Studien keinen Beweis für einen
Zusammenhang zwischen Kaffeegenuß und Herzkranzgefäß-Erkrankungen
erbracht hätten. Eine Einschränkung wird allerdings bei den
Patienten empfohlen, die einen extrem hohen Cholesterinspiegel
haben.
Zu ähnlichen Ergebnissen sind auch neuere Untersuchungen
niederländischer und amerikanischer Wissenschaftler gekommen, die
im letzten Jahr im "New England Journal of Medicine" und im
"Journal of the American Medical Association" veröffentlicht
wurden. In Rotterdam und in Boston wurden über einen Zeitraum von
zwei Jahren 45000 Männern begleitet, um festzustellen, ob
Kaffeetrinken ein Risiko für das Herz in sich birgt. Zu Beginn der
Studie hatte kein Prüfling diagnostizierbare Herz- Kreislauf-
Erkrankungen. Nach Beendigung der Studie stand fest, daß in diesen
zwei Jahren weniger Kaffeetrinker (max. sechs Tassen Kaffee pro
Tag) als Abstinenzler einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt
erlitten hatten. Auch Herzoperationen mußten die Abstinenzler
statistisch häufiger über sich ergehen lassen. Daraus kann
gefolgert werden, daß der Kaffeegenuß bei herzgesunden Menschen
kein zusätzliches Risiko für eine Erkrankung des Herz-
Kreislaufsystems mit sich bringt.
Doch so klar diese Resultate wirken, die Wissenschaftler stehen
bei einem anderen Ergebnis vor Rätseln, denn diejenigen
Kaffeetrinker, die nur entkoffeinierten Kaffee genossen, schnitten
mit den meisten Infarkten am schlechtesten ab.
Das Fazit dieser Untersuchung lautet aber sicherlich:
Kaffeetrinken ist für Gesunde auch weiterhin erlaubt, bereits
Herzkranke sollten sich mit ihrem Arzt besprechen.


Kaffee und Cholesterin

Verunsicherung entstand nach Veröffentlichung skandinavischer
Forschungsergebnisse. Hier stellte man fest, daß Kaffee die
Blutfettwerte erhöht. Die Verbraucher Zeitschrift Test berichtet
in ihrer Ausgabe 9/91 gelichzeitig, daß norwegischen und
niederländischen Studien zufolge, nur aufgebrühter und
ungefilterter Kaffee diesen Effekt habe. Diese herkömmliche
Kaffeezubereitungsmethode sei im Norden Europas offensichtlich
wesentlich verbreiteter als bei uns.
Es wird vermutet, daß die Fette der Kaffeebohne selbst für diese
Wirkung verantwortlich sind. Bei der Kaffeefilterung bleiben sie
nämlich größtenteils im Filter hängen und können deshalb den
Blutfettspiegel auch weniger beeinflussen.
Auch das Bundesgesundheitsamt ist tätig geworden. Hier stellte man
fest, daß eine Tasse Kaffee den Cholesterinspiegel um
"durchschnittlich 1,2 Milligramm pro Deziliter Blut" anheben kann.
Dies ist ein äußerst geringer Wert, allerdings handelt es sich vor
allem um eine Cholesterin-Fraktion (LDL), die sich besonders
ungünstig auf das Arteriosklerose-Risiko auswirkt. Dennoch, die
Datenlage ist bis heute unsicher, so daß man höchstens den
Menschen empfehlen müßte den Kaffeekonsum einzuschränken, die
einen weit über der Norm liegenden Cholesterin-Spiegel haben.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen noch einen Tip zur
Selbstkontrolle geben: Oftmals sind Einschränkungen, wie Verzicht
auf Eier oder Kaffee völlig unsinnig, da die Gründe für einen
überhöhten Cholesterinspiegel ganz unterschiedlich sein können und
deshalb jeder Mensch anders auf Veränderungen im Eßverhalten
reagiert.
Hat der Arzt bei Ihnen wiederholt einen zu hohen
Cholesterinspiegel festgestellt, dann verändern Sie in Absprache
mit Ihrem Arzt, gezielt einen Faktor. Essen Sie z.B. wieder zwei
Eier in der Woche oder trinken Sie wieder vier Tassen Kaffee am
Tag. Bei der nächsten Untersuchung kann Ihr Arzt Ihnen dann ganz
genau sagen, ob sich Ihre Blutfettwerte weiter verschlimmert haben
oder ob der maßvolle Genuß der Eier oder des Kaffees für Sie
unbedenklich sind.


Magenschonender Kaffee

Gelegentlich wird Kaffee von magenkranken oder magenempfindlichen
Menschen schlecht vertragen. Verantwortlich für diese
Erscheinungen aber auch für die schon oben angeführten Durchfälle
und Gallenkoliken sind Reizstoffe des Kaffees, die schon von Natur
aus in Ihm enthalten sind, wie z.B. Säuren oder auch Stoffe, die
erst durch die Röstung entstehen.
Der Markt hat sich auf diese Konsumentengruppe längst eingestellt
und bietet dem Verbraucher Schonkaffees an. Allerdings muß nicht
jeder Schonkaffee auf Ihren Körper schonend wirken. Denn die
Aufbereitungsmethoden, die die Reizstoffe im Kaffee zerstören
sollen, können auch neue Stoffe erzeugen. Diese wiederum können
vielleicht ihrem Magen besonders schweres Kneifen verursachen.
Fazit: Es gibt nicht den (!) Schonkaffee. Wenn Sie trotz
Beschwerden weiter Kaffee trinken möchten, müssen Sie sich die
Mühe machen und die Pallette der am Markt befindlichen
Schonkaffees solange durchprobieren, bis Sie auf Ihren Hauskaffee
gestoßen sind.


Freundlich zum Magen: Espresso

Vielleicht ist es Ihnen auch den Versuch wert, einmal
Espressokaffee auszuprobieren. Viele Menschen, die Schwierigkeiten
mit dem gewöhnlichen deutschen Kaffee haben, kommen mit
italienischem Espresso oder mit dem verlängerten Cappuccino
bestens zurecht. Probieren Sie es doch einfach einmal aus.
Die Gründe für seine Magenfreundlichkeit versucht man heute so zu
erklären: Erstens wird Espressokaffee bei wesentlich höheren
Temperaturen gebrannt. Deshalb zersetzen sich auch mehr Reizstoffe
als bei der üblichen Röstung. Zweitens wird Espresso anders
zubereitet, was sich ebenfalls günstig auf den Gehalt an
Reizstoffen auswirkt. Für die Zubereitung eines Espresso wird
heißes Wasser möglichst schnell durch Kaffeemehl hindurchgepresst.
Die Kontaktzeit des Mehls mit dem Wasser ist also denkbar kurz.
Die Folge ist, daß sich weniger Bitter- und Gerbstoffe herauslösen
als bei der üblichen Filtermethode. Das ist übrigens auch der
Grund dafür, daß Espresso allen Reden zum Trotz weniger Koffein
enthält als eine ganz gewöhnliche Tasse Kaffee. Schauen Sie dafür
nochmals unter dem Kapitel "Der Kaffee und seine Inhaltsstoffe"
nach.
Wenn Sie dem Kaffee lieber ganz ausweichen wollen, dann empfehlen
sich schwarze Teesorten, die ebenfalls Koffein enthalten, hier
nennt man es Thein, oder aber auch Kräutertees, die in der
richtigen Zusammensetzung ebenfalls ausgesprochen angenehm
schmecken können.

Im folgenden möchten wir Ihnen noch praktische Tips, Tricks und
Rezepte rund um den Kaffee vorstellen und wünschen Ihnen hierfür
Genuß und guten Appetit.


Die richtige Kaffeezubereitung

Zunächst aber noch ein Wort zum Kaffee selbst: Selbstverständlich
kann das Getränk Kaffee nie besser sein, als das Kaffeemehl das
für seine Zubereitung eingesetzt wird. Deshalb solte man schon
beim Kauf des Mehls bzw. der Bohne nach einer mit dem Geldbeutel
vereinbaren optimalen Lösung suchen.


Vakuumverpackter Kaffee

Wir sagen das deshalb, weil heute bereits 65% des Kaffees
vakuumverpackt über den Ladentisch gehen. Das liegt häufig am
Preis, denn vakuumverpackter Kaffee wird oft zu wahren
Schleuderpreisen angeboten. Ganz abgesehen davon, daß wir diese
aggressive Preispolitik schon wegen unserer Mitmenschen in den
Erzeugerländern ablehnen, verschenken Sie beim Kauf eines
vakuumverpackten Kaffees das unverwechselbare Geruchs- und
Geschmackserlebnis einer wahrhaft frischen Bohne. Die Erklärung
hierfür ist recht einfach, denn gerade für den Duft eines Kaffees
sind insbesondere ätherische Öle verantwortlich. Duft wiederum
bedeutet, daß die Stoffe, die den Duft verursachen, leicht
flüchtig sind. Das ist auch ganz logisch, denn sonst könnten sie
den Weg zwischen dem Kaffeepulver und unserer Nase ja nicht
zurücklegen. Wird nun Kaffee gemahlen und verpackt, dann aus
folgendem Grund und mit folgendem Ergebnis: Die Fette und
ätherischen Öle, die den spezifischen Geschmack eines Kaffees
mitverursachen, können durch den Sauerstoff der Luft leicht
zerstört werden. Nichts ist also naheliegender als dem Kaffee
einfach den Sauerstoff zu entziehen. Deshalb ist vakuumverpackter
Kaffee auch haltbarer als frischer. Da der Kaffee hierbei zunächst
gemahlen werden muß, setzt sich sozusagen eine wahre Duftlawine
frei. Diese Duft- und Aromastoffe sind nun unwiderruflich
verloren, denn anschließend wird dem Kaffee die Luft entzogen und
damit auch die bereits freigesetzten Aromastoffe. Jetzt könnte man
argumentieren, macht nichts, der Kaffee setzt ja nicht alle
Aromastoffe auf einmal frei, es werden schon genügend viele übrig
bleiben.


Der Geruchstest - vakuumverpackt oder frisch gemahlen?

Allen denjenigen unter Ihnen, die sich die Dimension dieses
Unterschiedes nicht so recht vorstellen können, möchten wir
folgenden Test vorschlagen. Kaufen Sie je ein halbes Pfund
vakuumverpackten und frischen, ungemahlenen Kaffee. Gehen Sie
nach Hause, mahlen Sie das Kaffeemehl, daß Sie für Ihren nächsten
Kaffeeaufguß benötigen und schnuppern Sie dann nacheinander an
beiden Kaffeeproben. Sie werden sehen, daß Geruchswelten zwischen
diesen beiden Proben liegen. Bei unseren Recherchen sind wir auf
einen ausgewiesenen Kaffeeschmecker gestoßen, der den
vakuumverpackten Kaffee deshalb treffend als "Kaffeeleiche"
bezeichnet.
Damit Sie sich in Zukunft gegen Kaffeeleichen besser schützen
können, möchten wir Ihnen im folgenden noch ein paar frische Tips
geben:


Frische Tips für frischen Kaffee

*Kaufen Sie Kaffee niemals auf Vorrat, denn Kaffee kann schnell
alt und ranzig werden. Auch die ungemahlene Bohne hält sich nach
Röstung maximal drei bis vier Wochen, danach nimmt die Qualität
langsam wieder ab. Achten Sie deshalb darauf, daß das eingekaufte
Kaffeemehl etwa nach einer Woche verbraucht ist.

*Kaufen Sie Kaffee wenn möglich als ganze Bohne und mahlen Sie den
Kaffee jeweils vor jeder Zubereitung.

*Bewahren Sie Ihren Kaffee in luftdichtverschließbaren
Behältnissen auf, denn die Luft mit dem darin enthaltenen
Sauerstoff ist der größte Feind des Kaffees. Außerdem schützen Sie
ihn auf diese Weise automatisch vor Frendgerüchen und
Feuchtigkeit.

*Um das Älterwerden des Kaffees in Grenzen zu halten, stellen Sie
die Kaffeedose in den Kühlschrank oder in die Gefriertruhe (!),
denn dort wo es kühler ist, halten sich nicht nur Lebensmittel,
sondern auch Kaffee länger frisch.

*Lassen Sie Ihren Kaffee bereits im Geschäft mahlen, so geben Sie
an, wie Sie Ihren Kaffee zubereiten. Denn der Geschmack des
Kaffees hängt auch vom Mahlgrad ab.


Weitere Tips für schmackhaften Kaffee

Der Mahlgrad
Beim direkten Aufbrühen, also ohne Filter, sollte grob bis
mittelgrob gemahlener Kaffee verwendet werden. Wird der Handfilter
oder die Kaffeemaschine verwendet, empfiehlt sich feines bis
mittelfeines Mahlgut. Für Espresso eignet sich am besten
feingemahlener Kaffee. Für den Mokka sollte er staubfein sein.


Die Menge
Ein gestrichener Meßlöffel pro Tasse, das sind etwa sechs bis acht
Gramm. Für löslichen Kaffee rechnet man ein Teelöffel, das sind
circa 1,8 Gramm.

Das Wasser
Nur frisches Wasser verwenden und kalt aufsetzen, denn dann
enthält das Wasser mehr Sauerstoff und der Geschmack ist nicht
flach, wie es bei Verwendung von sauerstoffarmen Wasser der Fall
ist. Am besten eignet sich Wasser mit fünf bis sechs Härtegraden.
Ist das Wasser weicher, so kann eine Prise Salz Abhilfe schaffen.
Ist das Wasser zu hart, verschlechtert sich vor allem das Aussehen
des Getränks. Hier können Sie das Wasser gegebenenfalls mit
speziellen Filtern enthärten.

Die Kanne
Um den Kaffeegeschmack nicht zu beeinträchtigen, am besten Gefäße
aus Glas, Porzellan oder Keramik verwenden.

Das Warmhalten
Besonders geeignet sind Thermoskannen. Gut ist auch eine mäßig
warme Herdplatte oder ein elektrischer Rechaud. Weniger geeignet
sind Kerzenwarmhalter oder, zum Warmhalten kleiner Mengen, die
Heizplatte mancher Kaffeemaschinen, denn diese erwärmen den Kaffee
zu stark.

Die verschiedenen Zubereitungsverfahren

Kaffeetrinken ist ein subjektives Erlebnis, der eine trinkt gerne
echt deutschen Filterkaffee, der nächste ist auf italienischen
Espressokaffee umgestiegen. Kein Fachmann der Welt kann der einen
oder der anderen Methode den Vorzug geben, aber jeder einzelne von
Ihnen kann überprüfen, ob er den Kaffee, so wie er ihn am liebsten
trinkt, mit kleinen Tricks nicht noch etwas verbessern kann.
Deshalb möchten wir Ihnen hiermit die bekanntesten
Kaffeezubereitungsmethoden einmal etwas genauer vorstellen.


Kannenaufguß

Der Kannenaufguß ist die älteste Methode überhaupt. Hierbei wird
der Kaffee zunächst gemahlen und dann in eine aufgewärmte nicht zu
große Kanne gegeben. Das Wasser wird auf dem Herd erhitzt bis es
siedet und dann zu etwa einem Drittel in die Kanne geschüttet.
Kurze Zeit danach wird das restliche Wasser hinzugegeben und
umgerührt. Dann läßt man den Kaffee rund fünf bis zehn Minuten
ruhen. Dabei kann der Kaffee sein volles Aroma entfalten und der
Kaffeesatz sinkt gleichzeitig zu Boden.
Nun kann der Kaffee genossen werden. Schütten Sie ihn hierfür
durch ein Sieb direkt in die Tassen oder zunächst den gesamten
Kaffee in eine weitere vorgewärmte Kanne. Die Kanne selbst sollte
während des Kaffeetrinkens immer warm gehalten werden. Hierfür
können Sie die früher übliche Kaffeemütze wieder vom Speicher
holen, oder Sie bewahren den Kaffee in einer Termoskanne auf.
Übrigens, professionelle Kaffeeschmecker setzen den Kannenaufguß
immer noch für ihre Tests ein.
(Lesen Sie hierzu auch im Kapitel Kaffee und Cholesterin nach.)

Handfilterung

Auch die Handfilterung wird heute immer weniger angewendet.
Obgleich man auch mit dieser Kaffeezubereitungsmethode exzellente
Ergebnisse erzielen kann. Zu beachten ist jedoch, daß das
verwendete Pulver nicht zu fein ist. Das hat zweierlei Nachteile.
Einmal setzt es die Poren des Filters zu, der Kaffee läuft nicht
mehr durch und das Wasser erkaltet zu stark. Zum anderen wäre der
Kontakt zwischen Wasser und Kaffeemehl so intensiv, daß er Kaffee
einen bitteren Geschmack bekommt.
Auch zu grob gemahlener Kaffee ist für die Handfilterung völlig
ungeeignet, denn hierbei rauscht das Wasser quasi durch den Filter
hindurch, ohne die wertvollen Geschmacks- und Aromastoffe
mitaufzunehmen. Deshalb bitten Sie beim Kauf des Kaffees unbedingt
um eine mittelfeine Mahlung.
Wie beim Kannenaufguß, so sollte auch bei der Handfilterung die
Kanne vorgewärmt sein. Eventuell könnten Sie hier auch direkt für
die Filterung eine Thermoskanne verwenden, die sie zuvor mit
heißem Wasser angewärmt haben. Hierfür muß die Kanne nicht ganz
angefüllt sein. Es reicht, wenn Sie ein wenig heißes Wasser in die
Kanne geben und diese dann einige Male kräftig schwenken. Dann
schütten Sie das Wasser wieder ab.
Auch das eigentliche Filtern ist eine Kunst, die bei uns leider
etwas in Vergessenheit geraten ist. Zunächst wird das Kaffeemehl
mit so wenig sprudelnd kochendem Wasser in dem Filter angebrüht,
bis es gerade damit bedeckt ist. Bevor weiteres Wasser
hinzugegeben wird, sollte etwa eine Minute gewartet werden, denn
nur so kann dem Kaffeemehl seine ganze "Kaffeeseele" abgeluchst
werden.
Ist das erste Aufbrühwasser durchgelaufen, wird der Filter zum
zweiten Mal gefüllt. Wichtig ist, daß wiederum abgewartet wird,
bis das Wasser vollständig abgelaufen ist. Wird dies nicht
eingehalten, lösen sich die unliebsamen Bitterstoffe aus dem
Kaffee und die ganze Liebesmüh' war umsonst.


Vorsicht Falle: Permanentfilter

Permanentfilter sind Filter aus Stahl oder Plastik mit oder ohne
Goldüberzug, für deren Einsatz kein zusätzliches Papier und keine
Tüte mehr gebraucht werden. Zweifelsohne sind diese Filter aus
Umweltgründen zu begrüßen. Dennoch möchten wir Sie dabei auf einen
großen Nachteil hinweisen. Kaffee enthält wie oben beschrieben
Fette, die bei längerem Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft ranzig
werden können. Diese Fette setzen sich mit der Zeit auch im
Permanentfilter mit dem Ergebnis fest, daß bei jeder
Kaffeezubereitung einige von den bereits ranzig gewordenen
Fettpartikeln mit in den Kaffee gelangen. Der Kaffee bekommt einen
unangenehmen Beigeschmack. Deshalb sollten Sie unbedingt auf eine
intensive Reinigung Ihres Permanentfilters achten oder wieder ganz
auf die üblichen Papiertüten umsteigen.


Kaffeemaschinen

Heute gibt es wohl praktisch kaum mehr einen Haushalt, in dem
nicht eine Kaffeemaschine steht. Falls auch Sie ein solches Gerät
besitzen, sollten Sie es regelmäßig entkalken. Regelmäßig bedeutet
hier, daß sie die Entkalkung nach etwa 40 bis 50 Aufgüssen
durchführen sollten. Schon die kleinsten Veruneinigungen können
den Kaffeegeschmack nachteilig beeinflussen. Besonders vorsichtig
sollten Sie dann sein, wenn Ihr Wasser hart ist, denn dann enthält
es auch größere Mengen an Kalk.
Aber auch beim Kauf einer Kaffeemaschine können Sie schon einiges
für den späteren Kaffeegenuß tun. Denn längst nicht alle Maschinen
produzieren annehmbare Ergebnisse.
Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl ist die Wattzahl. Denn
umso höher die Wattzahl desto höher kann auch das Wasser erwärmt
werden. Dies ist wichtig, denn das große Manko der billigsten
Kaffeemaschinen ist, daß sie nur eine geringe Wattzahl bieten und
deshalb das auf das Kaffeemehl tropfende Wasser zu kühl bleibt und
daher dem Kaffee nicht genügend Geschmacksstoffe abringen kann.
Das ist auch der Hauptgrund dafür, daß die meisten Kaffeemaschinen
dem handaufgegossenen Kaffee im Geschmack nachstehen.
Dennoch, das müssen wir einräumen, Kaffeemaschinen sind eine
ungemein praktische Angelegenheit. Deshalb drucken wir Ihnen im
folgenden die Ergebnisse zweier Untersuchungen der Stiftung
Warentest ab.


Kaffeemaschinen im Test

Hierbei hat man die Kaffeemaschinen einer technischen Prüfung,
einer Sicherheitsprüfung und einer praktischen Prüfung unterzogen.
Der Geschmack des Kaffees wurde von professionellen
Kaffeeschmeckern beurteilt. Dabei kamen sie zu folgendem Ergebnis:
"Zwar stuften wir den Extraktgehalt, also die Kaffeestärke fast
ausnahmslos "hoch" ein, das Aroma konnte mit diesem Urteil aber
nur selten mithalten. Bei maximaler Wassermenge lagen die meisten
Maschinen bei einem "zufriedenstellend", kleine Mengen schmeckten
häufig nur "wenig aromatisch", was einem "mangelhaft" gleichkommt.
Da hilft auch so mancher Aromaschalter oder -steller wenig, der
bewirkt, daß sich die Durchlaufzeit des Wassers verlängert, damit
es mehr Zeit hat, das Aroma aus dem vergleichsweise wenigen
Kaffeepulver herauszuholen. Während des Dauertests mit 500
Durchläufen zeigte sich auch, daß die Kaffeemaschinen
unterschiedlich schnell verkalken. Sechs Geräte brauchten gar
keinen Entkalkungsdurchlauf, sieben andere hingegen zwei bis
drei."
Die Maschinen aus dem Test vom Mai 1989, denen die Kaffeeschmecker
einen besonders gutes Aroma im Kaffee bescheinigt haben, haben wir
mit "gutes Aroma" gekennzeichnet. Alle anderen Maschinen bekommen
diese Auszeichnung nicht, da der von ihnen produzierte Kaffee die
Kaffeeschmecker nicht überzeugen konnte.


Test Mai 1989

Maschine Preis Testurteil
- in DM
ca.

Severin 5390 40,- gut

Severin 5504 40,- gut
"gutes Aroma"

Rowenta FK 54,- gut

Ismet KM 557 55,- gut

AEG KF 557 E-Nr.
613-407-000 59,- gut

Petra electric
KM 463.00 59,- gut

Quelle Privileg
Best.-Nr. 593.353 59,95 gut

Emide KA 880 60,- gut

Melitta Rio 8 Plus
4-0076-63 65,-mangelhaft
Da technische Mängel behoben, besseres Test-Urteil bei Maschinen
mit Seriennummer ab ...03 zu erwarten!

Emide KA 860 70,- gut

Krups T 10 Plus
Art.-Nr. 155 70,- gut
"gutes Aroma"
Lt. Anbieter wurde Gerät ab 12/89 abgelöst durch Krups 10 Aroma
Plus Art.-Nr. 245

Philips HD 5751 70,- gut
"gutes Aroma"

AEG KF 104 Aroma
E-Nr. 613-408-000 79,- gut
Lt. Anbieter ab 4/89 durch E-Nr.613408100 ersetzt

Bosch TKA 5310 79,- zufriedenstellend

Siemens TC 3510 79,- zufriedenstellend

Quelle Privileg
Best.-Nr. 368.014 79,95 gut

Braun Aromamaster
10 KF 40 80,- gut
Lt. Anbieter Gerät ab 1/89 durch KF 42 ersetzt, geänderte Heizung.

Krups Compact
Aroma 10 Plus 80,-zufriedenstellend

Siemens TC 8446 95,- gut

Melitta Aroma Comfort 140,- gut
"gutes Aroma"
Lt. Anbieter Gerät inzwischen mit geänderter Warmhalteplatte.

2-Tassengeräte

Quelle Privileg
Best.-Nr. 178.030 49,95 gut

Philips Cafe Duo
5190 50,- gut

Melitta Aromaboy 55,- gut
"gutes Aroma"

Philips Cafe Duo
Select HD 5195 70,- gut
incl. 2 Tassen
Im Januar 1991 startete die Stiftung Warentest den zweiten
Großtest der marktgängigsten Kaffeemaschinen. Auch hier wurden
wieder Kaffeeschmecker zur Bewertung mitherangezogen. Das traurige
Ergebnis war, daß nur eine Maschine im Geschmackstest den Zungen
der Profis genügte. Wir haben diese Maschine mit dem Prädikat
"besonders aromatisch" versehen. Der Kaffee aller anderen
Maschinen schmeckte den Verkostern nicht so gut, wie der per Hand
aufgebrühte. Eine Maschine muß die Kaffeeschmecker schier entsetzt
haben, denn trotz ansonsten durchschnittlich guter Prüfergebnisse,
wurde die Maschine wegen ihres katastrophalen Gebräus nur mit
mangelhaft bewertet. Wir haben dieser Maschine deshalb die
Bezeichnung "Kaffeeleiche" verliehen.
Test September 1991


Maschine Preis Testurteil
in DM
ca.

Helicon K 109.1 27,-zufriedenstellend
(Auslaufmodell)

Condel 2510 30,- mangelhaft
"Kaffeeleiche"

Moulinex 9012
Art.-Nr. 851 25 35,- gut

Bormann CB 109 40,- zufriedenstellend

Ismet KM 546 47,- gut

Severin KA 5070 50,- gut

Petraelectric KM 50.00 53,- gut

Philips HD 7202 59,- gut

Powenta FG 22 60,- gut

Siemens TC 20110 60,- zufriedenstellend

Melitta Rio 10 62,- gut

Quelle Privileg
Best.-Nr.119.714 69,95 gut

Krups Compact Aroma 74,- gut

AEG KF 104 Aroma 79,- gut

Braun KF 46
Aromamaster plus 85,- gut
"besonders aromatisch"
(inzw. verändert)
Espresso-Kannen

Die typisch italienische Espresso-Kanne ist mittlerweile auch bei
uns sehr weit verbreitet. Sie werden solch eine Kanne sicherlich
schon hin und wieder gesehen haben. Sie bestehen im Prinzip aus
drei Teilen. Der untere Teil ist sozusagen ein kleines Töpfchen.
Er wird beim Zubereiten des Kaffees auf die Herdplatte gestellt
und mit Wasser gefüllt. Hierauf wird ein Filter mit dem Kaffeemehl
gesetzt, der nach unten in dem Wasser als kleines Röhrchen endet.
Auf diese beiden Teile wird ein weiterer Topf aufgeschraubt. Er
ist mit Henkel und Ausguß ausgestattet.
Wird nun das Wasser erhitzt, zieht es durch den Druck, der im
unteren Teil des Gefäßes entsteht, durch das Röhrchen nach oben in
den Filter. Das Wasser, nun mit Geschmacks-und Aromastoffen im
wahrsten Sinne des Wortes getränkt, läuft als Espresso über den
Filter in den oberen Teil der Kanne. Diese ganze Prozedur dauert
maximal ein bis zwei Minuten. Der Espresso kann nun direkt in die
Tassen eingegossen werden.


Espresso-Maschinen

Überzeugte Espresso-Trinker geben sich längst nicht mehr mit der
stilvollen und dabei recht preiswerten Espresso-Kanne ab. Eine
"richtige" Espressomaschine sollte es schon sein. Stiftung
Warentest nahm auch diese Maschinen unter die Lupe und kam zu sehr
erstaunlichen Ergebnissen.


Espressomaschinen im Test

Der Preis, der bei diesen Maschinen in's astronomische gehen kann,
scheint kein Garant für einen guten Espresso zu sein. Gleichzeitig
fanden die Tester daß die billigste Maschine, die unter
vermeindlichen Kennern nur müde belächelt wird, da sie das für
"echten" Espresso nicht akzeptierte Schleuderverfahren verwendet,
einen aromatischen Espresso mit einem schönen Schaum produziert.
Holger Maschke, ein ausgewiesener Berliner Espressospezialist hält
schon deshalb wenig von den Testergebnissen der Stiftung
Warentest. Er bezeichnet diese Maschine als "einen besseren
Schleuderaschenbescher". Vielleicht könnte man sich darauf
einigen, daß der Kaffee, der von dieser Maschine produziert wird,
sehr schmackhaft, aber eben kein echter Espresso ist.
Die Crema, ein hellbrauner Kaffeeschaum, der sich bei der
Zubereitung auf dem Espresso bilden soll, ist übrigens ein
wichtiges Kriterium für die Güte eines Espressos.
Sie ensteht dadurch, daß beim Extraktionsvorgang Luft unter Druck
in die Flüssigkeit eingebracht wird und zusammen mit den in Lösung
gegangenen Fetten und Ölen, feinsten Partikeln und Schwebstoffen
des Kaffees eine Schaumkrone bildet. Diese Schaumkrone legt sich
dann wie eine Schutzschicht über das Espressogetränk und
verhindert, daß sich die sensiblen Aromastoffe verflüchtigen
können.
Zunächst möchten wir Ihnen aber knapp die unterschiedlichen
Espresso-Maschinen-Systeme vorstellen, damit Sie diese beim Kauf
einer eigenen Maschine mitberücksichtigen können.

1.Schleudersystem
Die Maschinen dieses Typs funktionieren im Grunde sehr simpel. Das
Wasser befindet sich in der selben Kammer wie der Filter mit dem
Kaffeemehl. Ist das Wasser erhitzt, wird der Filter in Rotation
versetzt. Dadurch zieht er das Wasser in sich hinein. oberhalb es
Filters wird es in eine Rinne wieder herausgeschleudert und läuft
dann direkt in die unterstehenden Tassen.

2.Boilersystem
Hierbei wird Wasser im luftdicht verschlossenen Boiler aufgeheizt.
Der dabei entstehende Dampfdruck preßt dann das Wasser durch ein
mit Kaffeepulver angefülltes Sieb. Alle Geräte diese Typs haben
von Stiftung Warentest Test nur das Urteil "zufriedenstellend"
erhalten. Vor allem das Aroma würde gerügt. Der Grund: "Das Wasser
im Boiler muß zum Kochen gebracht werden, um ausreichenden
Dampfdruck zu entwickeln. Doch kochendes Wasser laugt das
Kaffeepulver aus und setzt Bitterstoffe frei. Darüber hinaus
reicht der Druck kaum aus, um eine Crema zu bilden."


3.Pumpen/Thermoblock-System
Eine Pumpe zieht bei Maschinen dieses Typs das Wasser aus einem
Vorratsbehälter an und transportiert es zu einem Thermostat, der
für die richtige Temperatur sorgt. Dann wird es mittels einer
Hochleistungspumpe durch ein mit Kaffeemehl angefülltes Sieb
gedrückt.


Die Maschinen, die im folgenden Test von den Kaffeeschmeckern ein
"gutes Aroma" bescheinigt bekommen haben, haben wir hiermit
gekennzeichnet. Maschinen, die einen Espresso mit einem nicht
zufriedenstellendem Aroma produziert haben, haben wir mit "mageres
Aroma" gekennzeichnet.
Test Mai 1990

Maschine Preis Testurteil
in DM
ca.

Schleudersystem

Tschibo Picco 89,95 gut
"gutes Aoma"
inzwischen verändert

Boilersystem

Eduscho,Diabolo-Nuova 98,-zufriedenstellend
"mageres Aoma"

ismet ES-560 105,- zufriedenstellend
"mageres Aoma"

abc,Espresso-
Capuccino 540 120,- zufriedenstellend
"mageres Aoma"

Form+Funktion,Piccola,
Art,-Nr.1040 140,- zufriedenstellend
"mageres Aoma"

Philips,HD 5649 140,- zufriedenstellend
"mageres Aoma"

Krups,Espresso mini,
Cappuccino plus 160,- zufriedenstellend
"mageres Aoma"


Pumpen/Thermoblock-System

Girmi,CF 35 250,- zufriedenstellend
Auslaufmodell

Jura Rio Jeunesse,
Modell A 13 270,- zufriedenstellend
inzw. verändert. Neue Bezeichnung ..A 13 B

Quelle Privileg
Best.-Nr.762.991 279,95 zufriedenstellend

Krups,Espresso Novo
Art.-Nr. 964 300,- gut
"gutes Aroma"
Auslaufmodell, Nachfolger: Krups Espresso Novo Plus

Philips,HD 5650 300,- zufriedendstellend

Poccino Linea Uno
Art.-Nr. 5300 470,- gut
"gutes Aroma"

Form+Funktion,
Coffee-Profi 500,- gut
"gutes Aroma"

Gaggia Coffee,
Art.-Nr.18230 500,- zufriedenstellend
Inzw. geringfügig verändert

Gaggia Baby,
Art.-Nr.18200 800,- zufriedenstellend
Inzw. gerinfügig verändert

Poccino Stretta de Luxe,
Art.-Nr. 3515 900,- zufriedenstellend
Inzw. verändert

Turmix,
TX 40 futura 535 1000,- gut
"gutes Aroma"
Zum Abschluß möchten wir an Sie noch die Ergebnisse eines
Espressomaschinentests aus der österreichischen Zeitschrift
"Konsument" weitergeben, wie sie dort im März 1992 erschienen
sind. Die Preise sind in österreichische Schilling angegeben. 100
ÖS enstprechen etwa 14 Mark.
Test März 1992

Maschine Preis Testurteil
in ÖS
ca.

Form & Funktion, 1001 3890,- gut

Krups, 973 3590,- gut

Burg, 9472598,- gut

Tefal, 8916 2498,- gut

Saeco, Espresso 2002
Arome blanc 3280,- gut

Moulinex, B 04 Perfecto 1990,- gut

De Longhi, Bar-16 1990,- gut

Jura, A 13 2480,- gut

Gaggia, Classic Coffee 3990,- gut

Siemens, ES 4D1498,- gut

Bosch, ES 4D 1498,- gut

Braun, 3060 3698,- gut

Solac, 167 1690,- durchschnittlich

Rowenta, A FK 02 3698,- durchschnittlich

Philips, HD 5670/A 1998,- durchschnittlich

Rotel, U 24.5 1690,- durchschnittlich

Emide, EA 900 1690,- durchschnittlich

Kenwood, Koala Super 1990,- durchschnittlich
Türkischer Mokka

Die Mokka-Methode, bekannt als "Türkischer" Mokka" oder
"Orientalischer Mokka" ist wohl die älteste Kaffeezubereitungsart
überhaupt. Bis zum 18.Jahrhundert wurde auch bei uns der Kaffee
nach dieser Methode zubereitet. Erst dannn wurde er durch
Aufgußtechniken abgelöst.
Für die Bereitung von echtem Mokka wird staubfein gemahlener
Kaffee mit Zucker in einem von innen verzinnten Kupfer- oder
Messingkännchen (dem Ibrik), mit Wasser angerührt. Pro Tasse Mokka
gibt man hierbei einen Löffel Kaffeemehl in das Kännchen. Die
Menge des Zuckers können Sie nach Geschmack variieren. Verrühren
Sie Wasser, Kaffeemehl und Zucker gründlich miteinander, so daß
das Mokkapulver völlig vom Wasser benetzt ist. Dann setzten Sie
den Ibrik auf eine Heizquelle. Sobald der Mokka zu kochen und
sprudeln beginnt, nehmen Sie den Topf vom Feuer und verteilen nur
den Schaum auf zwei Tässchen. Füllen Sie erneut etwas Wasser in
die Kanne und lassen es ein zweites Mal aufkochen. Dann verteilen
Sie Schaum und Mokka gleichmäßig auf die Tassen. Beim Ausgießen
ziehen Sie die Kanne auf- und abwärts. Auf diese Weise bildet sich
zusätzlich noch ein wenig Schaum. Ist die Hälfte des Kaffees
abgeschüttet, schütteln Sie Kanne etwas kräftiger, damit sich der
Satz löst, der anschließend mit auf die Tassen verteilt wird.
Bevor der Mokka nun getrunken wird, läßt man ihn einen Moment
stehen, damit der Satz nach unten absinken kann.
Wenn Sie den Mokka nach original orientalischer Sitte trinken
möchten, dann müssen Sie sich zum einen echte Mokka-Tässchen
anschaffen und Sie müssen den Satz ganz oder zumindest teilweise
mittrinken.
Dies soll übrigens seinen Sinn haben. Denn der Kaffeesatz soll
bewirken, daß sich Schadstoffe an ihn binden und so ausgeschieden
werden.


Rezepte

Aroma-Kaffees

Den Kaffee wie gewohnt zubereiten, 2-3 Tropfen Aromaöl
hineingeben, umrühren.
Besonders geeignet sind die Aromaöle Vanille, natürlich HT,
Karamel, natürlich HT, Schokolade, natürlich HT und Kakao,
natürlich HT.
Falls Sie Ihren Kaffe schwarz trinken, sollten Sie zur
Hervorhebung des Aromas etwas Zucker, Süßstoff, z.B. Lightsüß HT,
Milch oder Sahne verwenden.
Zusätzlich können Sie den Kaffee noch mit Gewürzen wie Zimt,
Kardamon, oder Muskatnuß verfeinern.
Auf diese Weise können Sie spielend preiswert neue
Kaffeekreationen schaffen, z.B. den


Nußkaffee

* 1 Tasse Kaffee
* 1 Teel. Zucker oder
1Tabl. Lightsüß HT
* 3 Tr. Walnußaroma,
natürlich, HT
* 2 Tr. Karamelaroma, natürlich, HT
Mit Sahnehäubchen servieren und geriebene Nüsse darüberstreuen.
Anstelle des Walnußaromas können Sie auch Nußlikör verwenden.

Dem sprichwörtlichen "kalten Kaffee" können Sie den Schrecken
nehmen und ihn in Lust und Freude ummünzen, wenn Sie ihn mit Milch
oder Buttermilch und unseren Aromen zubereiten.


Kaffee-Vanille-Flip

* 1/2 Glas (100ml) Kaffee, kalt
* 1/2 Glas Milch
* 12 Tr. Vanillearoma, natürlich, HT
* 1-2 Teel. Zucker oder 3 Tabl. Lightsüß HT

Zutaten zusammengeben, mixen, fertig.


Kaffee-Buttermilch-Shake

* 1/2 Glas (100ml) Kaffee, kalt
* 2-3 Meßl. Orangensirupkonzentrat HT
* 1/2 Glas Buttermilch
* 2 Teel. Zucker oder 3 Tabl. Lightsüß HT

Zutaten zusammengeben, mixen, fertig.


Pinacolada-Kaffee

* 1/2 Glas Kaffee, kalt
* 1/2 Glas Buttermilch oder Joghurt
* 6 Meßl. Ananassirupkonzentrat HT
* evtl. 10-20ml weißer Rum
* 20-30 Tr. Kokosaroma, natürlich, HT
* 2 Teel. Apfelextrakt HT oder 3 Tabl. Lightsüß HT

Zutaten zusammengeben, mit Eis und Strohhalm servieren.

Kaffee kann man übrigens nicht nur zum Trinken, sondern ganz
hervorragend auch zum Kochen und Backen verwenden.


Grüne Pfeffersauce mit Cognac

* 250 ml Wasser
* 1 geh. Teel. Instant-Gemüsebrühe
* evtl. frischen Knoblauch
* 1 Teel. Zitronensaft oder Essig
* 1/4 Tasse normal gekochter Kaffee
* 1 Msp. Senf
* 1 Prise Zucker oder 1 Tr. Konfilight HT, flüssig
* Salz
* 2g (1 1/2 Meßl.) Bindix HT
* 2-3 Eßl. Schmand
* 1 Eßlöffel grüner Pfeffer
* 1 Glas (20ml) Cognac

Das Wasser aufkochen und die Instant-Gemüsebrühe zusammen mit dem
Bindemittel Bindix HT kräftig einrühren. Anschließend Kaffee,
Knoblauch, Zironensaft oder Essig, Senf, Zucker oder Konfilight
und den grünen Pfeffer hinzugeben. Der Schamnd wird zuerst in
einer Tasse mit dem Schneebesen glattgerührt und anschließend in
die Sauce gegeben. Mit Salz und gegebenenfalls etwas zusätzlichem
Kaffee die Sauce abschmecken, den Cognac einrühren und zu Steak
oder Nudeln servieren.

Abschließend möchten wir Ihnen noch einen Pudding vorstellen, der
ebenfalls mit Kaffee hergestellt wird:


Indianerpudding

* 375ml (3/8l) Milch
* 100g Maismehl
* 1 Meßl. Weizenkleber HT
* 60g Apfelextrakt HT oder Honig
* 1/2 Tasse doppelt starken, schwarzen Kaffee
* Salz(max. 1/2Teel.)
* 1 Msp. Zimt
* frisch geriebene Ingwerwurzel(max. 1/2 Teel.)
* 1 Eßl. Butter

Das Maismehl mit dem Weizenkleber HT, der die Masse besser bindet,
und einer Tasse Milch verrühren, die restliche Milch aufkochen und
die Mehlmischung hineingeben.
Auf kleiner Flamme unter Rühren köcheln, bis das Mehl andickt.
Dann die restlichen Zutaten bis auf die Butter zugeben. Eine
feuerfeste Form fetten, die Masse hineingeben, auf der Oberfläche
Butterflöckchen verteilen und in den vorgeheizten Backofen
schieben. Bei etwa 150°C ca. 2 Stunden backen. Mit Vanillesauce
servieren.

Weitere schmackhafte Kaffee-Rezepte finden Sie in unserem neuen
Hobbythek-Buch "Gesund genießen mit Früchten und Getränken".
Bezugsquellenverzeichnis:
- Fa. Altamira, Söckinger Str. 7, 8130 Starnberg, Tel.:
08151/28571
Auslieferungsladen: 8120 Weilheim, Angerkapellenweg 5
- Fa. Bioline, Hohenloherstr. 3, 7000 Stuttgart 40, Tel.:
0711/876231
- Fa. Biotruhe, Katharinenstr. 29, 7300 Esslingen, Tel.:
0711/354604
- Fa. Brandsmühle, Caspar-Bauer-Str. 31, 4230 Wesel 1, Tel.:
0281/23357
- Fa. Brennessel, Türkenstr. 60, 8000 München 40, Tel.: 089/280303
Auslieferungsladen in: Luckengasse 16, 8050 Freising
- Fa. Colimex, Ringstr. 46, 5000 Köln 50, Tel.:0221/352072
Auslieferungsläden in:
2050 Hamburg-Berged. Alte Holstenstr. 22
2370 Rendsburg, Jungfernstieg 6
3000 Hannover, Andreastr. 23
5000 Köln, Schildergasse 84a
5000 Köln 90, Friedenstr. 55
5100 Aachen 1, Alexiandergraben 9
5204 Lohmar 1,Breiterstegmühle 1
7300 Esslingen, Hirschlandstr. 1
7560 Gaggenau, Hauptstr. 16
8208 Rosenheim-Kolberm., Försterstr.8
8750 Aschaffenbg., Steingasse 37
2300 Kiel, Kirchhofallee 29
4134 Rheinberg, An der Landwehr 34
- Fa. Cosmetic-Baukasten, Arndtstr. 51, 4800 Bielefeld, Tel.:
0521/131008
- Fa. Feldkamps Naturladen, Am Neumarkt 27, 5650 Solingen,
0212/10332
Auslieferungsladen in: 5632 Wermelskirchen, Kölner Str. 36
- Fa. Hanni's Bioshop, Achsheimer Str. 10, 8901 Gablingen/OT
Lützelburg, Tel.: 08230/9897
Auslieferungsladen in: 8851 Pfaffenhofen/Zusam, Sylvesterstr. 45,
- Fa. Hobby Kosmetik, Lechhauser Str. 3, 8900 Augsburg, Tel.:
0821/155346
Auslieferungsläden in:
8721 Dittelbrunn, Erlenstr. 25, 8264 Waldkrainburg, Pürtenerstr.
34,
- Hobby-Kosmetik-Haag, Entengasse 4, 6950 Mosbach, Tel.:
06261/14020
- Fa. Hobby-Körbchen, Westend 23, 4290 Bocholt, Tel.: 02871/42830
Auslieferungsladen in: 4650 Gelsenkirchen, Grillostr. 27
4270 Dorsten, Borkenerstr. 143 4350 Recklinghausen,
Bochumerstr. 70
- Fa. Janson GmbH, Kaiserpassage 16, 7500 Karlsruhe 1, Tel.:
0721/26410
- Fa. Jasmin Kosmetik, Friedrichstr. 1, 4000 Düsseldorf 1, Tel.:
0211/378655
- Fa. Jojoba Naturprodukte, Bismarckstr. 5, 5900 Siegen 21, Tel.:
0271/790201
- Fa. Kosm.Bazar, Ingrid Jütten, 7530 Pforzheim, Goethestr. 19,
Tel.: 07231/33254
- Fa. Kosmetik z. Selbermachen, R.Schumannstr. 10, 8412
Burglengenfeld, Tel.: 09471/6835
- Fa. Kosmetik z. Selbermachen, Sauerstr. 9, 8070 Ingolstadt,
Tel.: 0841/33711
- Fa. La Vendel, Hirschgasse 5, 8940 Memmingen, 08331/4667
- Fa. Manuela's Kosmetik-Shop, Hobbenserstr. 19, 3061 Meerbeck,
Tel.: 05721/77708
- Fa. Omikron, Marktplatz 5, 7129, Neckarwestheim,
Tel.:07133/17081, Fax: 17465
Auslieferungsladen in: 7100 Heilbronn, Postpassage
- Fa. Rein und Fein, Münchner Str. 25, 8080 Fürstenfeldbrück,
Tel.: 08141/4548
- Fa. Ringelblume, Dillingerstr. 2a, 8857 Wertingen, Tel.:
08271/5774
- Fa. Ursula Singer, Höhenweg 11, 8901 Horgau-Auerbach,
08294/2358, Frau Ursula Singer
- Fa. Spindel pro Natur, Am Buchenbusch 24, 4100 Duisburg 14,
Tel.: 02065/21101
- Fa. Spinnrad, Am Luftschacht 3A, 4650 Gelsenkirchen,
Tel.:0209/1700011,
Auslieferungsläden in:
1000 Berlin 15, Uhlandstr. 43/44
1000 Berlin 41, Rheinstr. 10
2000 Hamburg 13, Grindelallee 42
2000 Hamburg, Rahlstedt-Center
2120 Lüneburg, Grapengießer Str. 25
2300 Kiel, Holstenstr. 340
2350 Neumünster, Großflecken 51-53
2400 Lübeck, Mühlenstr. 11
2800 Bremen, Ostertorsteinweg 90
2900 Oldenburg, Gaststr. 26
3000 Hannover, Steintorstr. 9
3008 Garbsen, Havelser Str. 10
3180 Wolfsburg, Südkopfcenter
3200 Hildesheim, Angoulemeplatz 2
3300 Braunschweig, vor der Burg 8
3400 Göttingen, Gronerstr. 1
3500 Kassel, Hedwigstr. 9
3530 Warburg, Hauptstr. 46
4000 Düsseldorf, Königsallee 92a
4040 Neuß, Oberstr./Ecke Zollstr.
4050 M-Gladbach, Hindenburgstr. 249
4060 Viersen, Hauptstr. 85
4100 Duisburg, Averdung-Center
4130 Moers, Neumarkt-Eck
4150 Krefeld, Hansa-Center 32
4200 Oberhausen, Bero-Centrum 84a
4220 Dinslaken, Duisburger Str. 10
4250 Bottrop, Hochstr. 11
4270 Dorsten,
4290 Bocholt, Osterstr. 51
4300 Essen, City-Center/Porscheplatz
4300 Essen-Altenessen,EKZ Altenessen
4330 Mülheim, Rhein-Ruhr-Zentrum
4350 Recklinghausen, Kunibertistr. 28
4370 Marl, Marler Stern
4400 Münster, Alter Steinweg 39
4440 Rheine, Emsstr. 71
4500 Osnabrück Domhof 7c
4600 Dortmund, Lütge Brückstr. 12
4630 Bochum, Kortumstr. 33
4650 Gelsenkirchen, Klosterstr. 13
4650 Gelsenkirchen-Buer, Breddestr. 8
4690 Herne, Bebelstr. 8
4700 Hamm, Oststr. 3
4780 Lippstadt, Lippe-Galerie/Langestr.
4790 Paderborn, Grube 8
4800 Bielefeld, K.Eilers Str./Friedenstr.
4900 Herford, Lübberstr. 12-20
4950 Minden, Martinitreppe 5
5000 Köln, Mittelstr. 12/14
5090 Leverkusen, Hauptstr. 73
5100 Aachen, Rethelstr. 3
5160 Düren, Josef-Schregel-Str. 48
5205 St. Augustin, HUMA, Rathhausallee 2
5270 Gummersbach, Wilhelmstr. 7
5300 Bonn, Poststr. 4
5350 Euskirchen, Hochstr. 56
5400 Koblenz, Casinostr. 15-19
5500 Trier, Neustr. 66
5600 Wuppertal-Elberf., Am Mäuerchen
5650 Solingen, Dachtor-Centrum
5800 Hagen, Elberfelderstr. 64
5810 Witten, Bahnhofstr. 38
5860 Iserlohn, Wermigserstr./Marktpass.
5880 Lüdenscheid, EKZ Sterncenter
5900 Siegen, Marburger Str. 34
6000 Frankfurt, Kaiserstr. 11
6050 Offenbach Herrnstr. 37
6100 Darmstadt, Wilhelminenpassage
6200 Wiesbaden, Mauritiusgalerie
6300 Gießen, Kaplansgasse 1
6500 Mainz, Kirschgarten 4
6547 Wahlenau, Auf der Gasse 3
6600 Saarbrücken, Dudweilerstr. 12
6700 Ludwigshafen, Bismarckstr. 106
6740 Landau, Rathausplatz 10
6750 Kaiserslautern, Pirmasenserstr.3
6800 Mannheim, Kurpfalzpassage K 1,5
7000 Stuttgart, Lautenschlagerstr. 3
7100 Heilbronn, Sülmerstr. 34
7140 Ludwigsburg, Wilhelmstr. 24
7500 Karlsruhe, Herrenstr. 23
7700 Singen, Scheffelstr. 9
7800 Freiburg, Grünwalder Str.12-14
7900 Ulm, Neue Str. 93
7980 Ravensburg, Eisenbahnstr. 8
8000 München,Sendlingerstr./Asamhof
8000 München 40, Schleißheimer Str. 100
8200 Rosenheim, Kufsteiner Str.
8300 Landshut, Altstadt 193
8400 Regensburg, Malergasse 3
8480 Weiden, Mooslohstr. 123
8500 Nürnberg, Karolinenstr. 45
8510 Fürth, City-Center
8520 Erlangen, Obere Karlstr. 23
8540 Schwabach, Königstr. 2
8700 Würzburg, Oberthürstr. 3
8900 Augsburg, Ulrichplatz 8
8960 Kempten, Bahnhofstr. 1
- Fa. Stephan, Mendener Str. 14, 5760 Arnsberg, Tel. 02932/25000
- Fa. Stella, Bleichereistr. 41, 7336 Uhingen, Tel.: 07161/37321
- Fa. von der Gathen, Am Wehrhahn 24, 4000 Düsseldorf 1,
Tel.:0211/1640355
Apotheken:
- Apotheke außer der Schleißmühle, 2800 Bremen, a.d.Schleißmühle
80, Tel.: 0421/326665
- Andreas-Apotheke, Oldenburger Str. 25, 2870 Delmenhorst, Tel.:
04221/150990
- Schwanen-Apotheke, Osterstr. 160, 2980 Norden 1, Tel.:
04931/2197
- Concordia-Apotheke, Lister Meile 81, 3000 Hannover 1, Tel.:
0511/629615
- City-Apotheke, Marktplatz 5, 3012 Langenhagen, Tel.: 0511/772056
- Löwen Apoth. Müllfort, Odenkirchener Str.315, 4050 M.-Gladbach
2, Tel.: 02166/40578
- Alpha Apotheke, Lehrerstr. 5, 4100 Duisburg, Tel.: 0203/582375
- Kräuter Depot, Ostwall 146, 4150 Krefeld, Tel.: 02151/25346
- Marien Apotheke, Große Straße 33, 4190 Kleve, Tel.: 02821/22035
- Elefanten Apotheke, Steinstr. 14, 4430 Seinfurt, Tel.:
02551/5435
- Alpha Apotheke, Hans-Böckler-Str. 1-19, 4630 Bochum, Tel.:
0234/60681
- St. Christopherus Drogerie, Bahnhofstr. 18, 4790 Paderborn,
Tel.: 05251/24239
- Stern Apotheke, Lange Str. 1, 4990 Lübbecke, Tel.: 05741/7939
- St. Michael Apotheke, Frankfurter Str. 593, 5000 Köln 90, Tel.:
02203/31669
- Rosen Apotheke, Breite Straße 38, 5142 Hückelhoven, Tel.:
02433/42805
- Amts-Apotheke, Frankfurter Str. 2, 5431 Wallmerod, Tel.:
06435/7001
- Apotheke am Henkelshof, Hans-Potyka-Str. 16, 5630 Remscheid,
Tel.: 02191/660707
- Fortuna Apotheke, Voerder Str. 68, 5828 Ennepetal, Tel.:
02333/71601
- Bahnhof Apotheke, Hindenburgstr. 4, 5900 Siegen, Tel.:
0271/55353
- Schiller Apotheke, Schillerstr. 2, 6107 Reinheim, Tel.:
06162/4705
- Langgass Apotheke, Langgasse 68, 6330 Wetzlar, Tel.: 06441/46900
- Rochus-Apotheke, Mainzer Str. 95, 6550 Bad Kreuznach-Planing,
Tel.: 0671/69733
- Pilgerpfad Apotheke, Albr.-Dürer-Ring 12, 6710 Frankental, Tel.:
06233/41396
- Altpörtel Apotheke, Maximilianstr. 52, 6720 Speyer, Tel.:
06232/75089
- Central Apotheke, Hauptstr. 108, 6920 Sinsheim, Tel.: 07261/2255
- Hohenlohe-Apotheke, Keltergasse 13, 7118 Künzelsau, Tel.:
07940/6031
- Kreuzäcker Vitamarkt, Limpurger Platz, 7170 Schwäbisch Hall,
Tel.: 0791/43061
- Linden Apotheke, Lindenplatz 6, 7600 Offenburg, Tel.: 0781/25519
- Lamm Apotheke, Lammstr. 3, 7630 Lahr, Tel.: 07821/38935
- Hochland Apotheke, Prinzregentenstr. 7, 8200 Rosenheim, Tel.:
08031/15639
- Turm Apotheke, Am Schanzl 10, 8390 Passau, Tel.: 0851/33377
- Apotheke am roten Hügel, Preuschwitzer Str. 57, 8580 Bayreuth,
Tel.: 0921/44343
- Obere Apotheke, Marktplatz 7, 8870 Günzburg, Tel.: 08221/8024
- St. Mang Apotheke, Reichenstr. 36, 8958 Füssen, Tel.: 08362/6306

Für unsere Zuschauer in Belgien:
- Fa. Spinnrad, Eiermarkt 19, 2000 Antwerpen, Tel.: 03/2315675
- Fa. Spinnrad, Groot Kanonplein 7, 9000 Gent, Tel.: 09/254522
Für unsere Zuschauer in den Niederlanden:
- Fa. Colimex, Clakenveg 140, 8081 LZ Elburg, Tel.: 05250/3349
- Fa. Spinnrad, Postbus 19, 1000 Amsterdam, Tel.: 2503/33564

Bewegung ist Gesundheit geht Thema: Sonne und
das halbe Leben durch den Magen Sonnenschutz
Genießen

WDR Mi. 10.03.93-21.45 07.04.93-21.4505.05.93-21.45

HR Mi. 10.03.93-18.30 14.04.93-18.3012.05.93-18.30

Südkette So. ? ? ?

BR So. 14.03.93-14.45 18.04.93-14.4516.05.93-14.45

NDR Sa. 13.03.93-17.00 10..04.93-17.00 08.05.93-17.00

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EINS PLUSSa. 20.03.93-14.00 24.04.93-14.0022.05.93-14.00
(Wiederholung)Mo. 22.03.93-14.02 26.04.93-14.0224.05.93-14.02

WDR WDR WDR

Änderungen behalten sich die Sendeanstalten im einzelnen vor.

Text: Sabine Fricke und Jean Pütz
Satz: Christel Bora und Bernhard Frechen, Grafische Gestaltung:
Horst Gläser
Brandneu ist im Fachhandel und in den Läden, die die Hobbythek-
Rohstoffe verkaufen, das Hobbythekbuch "Gesund genießen mit
Früchten und Getränken" erschienen. Darin finden Sie eine Menge
interessante Informationen zu heimischen und exotischen Früchten,
gekrönt durch zahlreiche Anleitungen und Rezepte für
außergewöhnliche Getränke vom besonders gesunden Obst- und
Gemüsesaft über zahlreiche Cocktails für alle Jahreszeiten bis hin
zu selbsthergestellten exotischen Limonaden oder zum individuellen
Kaffeegenuß.
Gute Gesundheit und sehr zum Wohl!

Viele Informationen, Tips und Rezepte zum Thema Gesundheit bietet
das Hobbythek-Diätbuch "Schlank und gesund durch richtige
Ernährung", nach dem Motto: Gut essen und trinken muß nicht
unbedingt fettig, zuckersüß und gesundheitsschädlich sein. Hier
eine Inhaltsübersicht:
- Die Figur - eine Frage der Zeit?
- Eßstörungen
- Mein Gott - was es nicht alles gibt!
- Das Lexikon der bösen Folgen
- Die wichtigsten Inhaltsstoffe unserer Nahrung
- Brandneues aus der Gesundheitsforschung
- Grundlagen der Hobbythek-Diät
und vieles mehr.
... und natrülich jede Menge sehr gesunde und äußerst
wohlschmeckende Rezepte.


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Karl Tenbrock
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