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Essen wie bei Mutter, aber wie?

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Kerstin und Martin Sigge

unread,
Jan 17, 2002, 5:49:08 PM1/17/02
to
Hi nochmal,

ich bin nochmal in mich gegangen und habe festgestellt (neee, eigentlich
ja meine Frau), dass wir
nicht in der Lage sind, die einfachsten Sachen zu kochen. Zum Beispiel,
wie macht man aus einer
Dose Sauerkraut oder Rotkohl das Sauerkraut/den Rotkohl, den man früher
zu Hause essen durfte???
Die Anleitung auf der Dose oder dem Glas ist da nicht sehr hilfreich:
"Küchenfertig, einfach aufwärmen und
nach Geschmack variieren".

Überhaupt habe ich noch kein Kochbuch gefunden, in dem so "banale"
Rezepte wie Königsberger Klopse,
Erbsensuppe oder Nudelsalat zu finden sind :-((((

Ich bin für jeden Tipp oder jedes Rezept dankbar,


Martin

Tom Berger

unread,
Jan 18, 2002, 6:15:40 PM1/18/02
to
Kerstin und Martin Sigge schrieb:

> Die Anleitung auf der Dose oder dem Glas ist da nicht sehr hilfreich:
> "Küchenfertig, einfach aufwärmen und nach Geschmack variieren".

Naja, Du mußt schon selbst wissen, welche Variationen Dein Geschmack
fordert :-) Fertiger Rotkohl aus dem Glas (nehme ich auch, der ist genau
so gut wenn nicht besser als selbstgemacht) beispielsweise könnte noch
einige extra Nelken vertragen und ein wenig Johannisbeergelee oder einen
herbsauren Apfel. Ich nehme meistens das fertige Apfelrotkraut von
Kühne, das schmeckt eigentlich ganz gut so wie es ist.

> Überhaupt habe ich noch kein Kochbuch gefunden, in dem so "banale"
> Rezepte wie Königsberger Klopse,

An die hab' ich mich noch nie getraut! Und ich hab' schon ziemlich
komplizierte Sachen gekocht.

> Erbsensuppe oder Nudelsalat zu finden sind :-((((

Erbsensuppe ist wirklich einfach. Hier eine Variation mit Lachs, der
wirklich gut dazu paßt:
http://www.kochen-und-geniessen.de/rezepte/kgrezept05b-218.html

Nudelsalat? Nun, Nudeln kochen kannst Du, oder? Kalt werden lassen
kannst Du sie auch? Gut. Aber auch so, daß sie nicht zusammenkleben?
Nein? OK: wenn Du die fertig gekochten Nudeln (sollten noch sehr "al
dente" sein für einen Salat!) im Sieb in der Spüle abgegossen hast, dann
kippst Du einfach ein wenig Öl über die Nudeln, schüttelst noch ein
wenig, und läßt dann kaltes Wasser 'drüber laufen. Nach ein paar Minuten
rührst Du sicherheitshalber nochmals um, dann klebt nichts mehr
aneinander.

So, dann schnippelst Du für's erste einiges salatähnliches Gemüse über
die Nudeln: Paprika, Staudensellerie, Erbsen, Mais ... gut machen sich
auch einige kleingeschnippselte Cornichons, glasig angeschmorte
Zwiebelwürfel ... "nach Geschmack": gedünsteter Blumenkohl, Möhren,
Broccoli, Zucchini, geschmorte Pilze, Du kannst auch Wurstschnippsel
oder Schinkenwürfel dazu geben oder Sardellen, was immer Du halt für gut
hältst. Dann empfehle ich eine Vinaigrette (einfach Weinessig, Salz,
Zucker, Pfeffer) 'drüber zu geben und das ganze etwas durchziehen zu
lassen. Anschließend packst Du einfach eine Lage Mayonaise 'drauf,
rührst das Ganze durch, läßt es im Kühlschrank noch mindestens eine
Stunde gut durvhziehen, und servierst es dann festlich. Ist vielleicht
nicht der allerbeste Nudelsalat der Welt, aber für den Anfang gar nicht
schlecht :-)

Tom Berger

--
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Bernd Wortmann

unread,
Jan 18, 2002, 7:15:09 PM1/18/02
to
"Kerstin und Martin Sigge" <kms...@T-Online.de> schrieb:
>
> ... Zum Beispiel, wie macht man aus einer Dose Sauerkraut oder

> Rotkohl das Sauerkraut/den Rotkohl, den man früher zu Hause essen
> durfte???

Zumindest bei mir zu Hause wurde alles fetter und länger gekocht, als
heute für gesund gehalten wird.
Aber speziell Sauerkraut braucht seine Zeit. Ich drücke
Dosensauerkraut gut aus, frisches weniger (daß ich den Saft trinke
gehört nicht zum Rezept). Dann lasse ich es mit einer
kleingeschnittenen Zwiebel, Pfeffer, Salz, Lorbeerblatt und
Wacholderbeeren in genügend Wasser weichkochen, wenn's noch zu flüssig
ist, zuletzt mit geöffnetem Deckel. Mal reibe ich zum Binden eine
Kartoffel rein, meistens aber nicht. Ganz am Ende nehme ich es vom
Feuer, gieße soviel Öl rein, wie ich an dem Tag für 2-4 Löffel halte
und serviere.
Rotkohl aus dem Glas mache ich so wie Tom, allerdings lasse ich schon
mal in wenig Butter mit einem Zwiebelchen einen Esslöffel Zucker
karamelisieren und vergreife mich am Zitronensaft. Rotkohl verträgt
IMHO auch gut etwas mehr Pfeffer, kocht aber bei weitem nicht so lange
wie Sauerkraut. Und wenn er dann noch nicht genug "glänzt", kommt noch
etwas Butter dran.

> Überhaupt habe ich noch kein Kochbuch gefunden, in dem so "banale"
> Rezepte wie Königsberger Klopse, Erbsensuppe oder Nudelsalat zu
> finden sind :-((((

Meine Empfehlung, das Dr. Oetker Schulkochbuch, da steht zwar nix
dolles drin, aber alles.
Aber speziell zu Nudelsalat könnte es ein eigenes geben.

Bernd

NMS

unread,
Jan 18, 2002, 8:05:58 PM1/18/02
to
OT:
Ein Mann, der lange bei seiner Mutter verblieben ist, heiratet dann doch
einmal, ist aber von den Kochkünsten der Frau ziemlich sehr enttäuscht.
"So wie meine Mutter kriegst Du das einfach nicht hin!"
Sie gerät unter Druck und versucht und versucht es ihm endlich recht zu
machen, kauft Kochbücher,besucht Kurse, läßt sich von Nachbarinnen
beraten......
"So wie meine Mutter kriegst Du das einfach nicht hin!"
Eines Tages läuft alles schief: angebrannt, nicht gar, versalzen......
Er kommt schnuppernd an den Eßtisch und probiert mißtrauisch:
"Schatz, das ist ja toll! Endlich so wie bei meiner Mutter!"

Rene Gagnaux

unread,
Jan 19, 2002, 3:02:48 AM1/19/02
to

Guten morgen Kerstin und Martin, guten morgen allerseits,

On Thu, 17 Jan 2002 23:49:08 +0100, Kerstin und Martin Sigge
<kms...@T-Online.de> in <3C4754E4...@T-Online.de> wrote:

>wie macht man aus einer Dose Sauerkraut oder Rotkohl das
>Sauerkraut/den Rotkohl, den man früher zu Hause essen durfte???

Schwer zu sagen, ohne zu wissen, wie es bei Euch früher zu Hause war! ;-)

>Die Anleitung auf der Dose oder dem Glas ist da nicht sehr hilfreich:
>"Küchenfertig, einfach aufwärmen und nach Geschmack variieren".

Als Basisrezept würde ich mit dem Sauerkraut wie im folgendem Rezept vorgehen
(Das Rezept ist für ungekochtes Sauerkraut vorgesehen. Ich würde ohnehin immer
von ungekochtem Sauerkraut ausgehen, braucht mehr Zubereitungszeit, schmeckt
aber IMO viel besser):

MMMMM----- Recipe via Meal-Master (tm) v8.04

Title: Sauerkraut nach alter Art
Categories: Gemuese, Milchsauer, Sauerkraut
Yield: 4 Servings

1 kg Sauerkraut
2 tb Butterfett
2 lg Zwiebeln; gehackt
Trockener Weisswein
2 pn Kuemmel
10 Wacholderbeeren
1 Frisches Lorbeerblatt
1 md Rohe Kartoffel
500 g Speck
4 Wienerli
1 Saucisson
4 sm Blutwuerste
4 sm Leberwuerste

MMMMM-----------------------SUPPENFLEISCH----------------------------
1400 g Laffenspitz

MMMMM-----------------------SUPPENGEMUESE----------------------------
Sellerieknolle
Zwiebel
Karotte
Lauch

MMMMM--------------------------GEWUERZE-------------------------------
6 Pfefferkoerner
Salz
1 Lorbeerblatt
1 sm Gewuerznelke

MMMMM----------------------------REF---------------------------------
-- Rubrik Michael Merz
-- Meyer's, 43/2001
-- Erfasst von Rene Gagnaux

Zubereitung des Suppenfleisches: Das Suppenfleisch in heisses Wasser
geben, zum Kochen bringen und alles geruestete Gemuese zugeben. Zwei
Stunden alles zugedeckt auf der tiefsten Hitzestufe vor dem Kochen
halten. Nach 15 Minuten Gewuerze zufuegen.

Zubereitung des Sauerkrauts: Sauerkraut in einem Sieb mit kaltem
Wasser ueberbrausen. Ausdruecken und auflockern. Butterfett erhitzen
und die Zwiebeln darin anziehen. Wenn sie sich leicht zu braeunen
beginnen, das Sauerkraut locker dazugeben, alles unter Wenden
anziehen und mit so viel Wasser und Weisswein (im Verhaeltnis 2 zu 1)
abloeschen, dass das Kraut knapp davon bedeckt ist. Den Speck auf das
Kraut legen und die Gewuerze rundum ins Kraut geben. Zugedeckt eine
Stunde sanft koecheln lassen. Nach 50 Minuten die rohe Kartoffel
dazuraffeln.

In der Zwischenzeit die Saucisson in viel kaltem Wasser aufsetzen,
vor dem Sieden halten und nach 10 bis 15 Minuten zugedeckt zur Seite
stellen. Die Wienerli sowie die Blut- und Leberwuerste in kaltem
Wasser aufsetzen, vor das Kochen bringen, vom Herd nehmen und
zugedeckt durchziehen lassen.

Anrichten: Das Sauerkraut in einer grossen, tiefen Platte in Bergform
anrichten. Das Suppenfleisch und die Saucisson in Tranchen schneiden,
die Wienerli halbieren, die Blut- und Leberwuerstli ganz auf das
Sauerkraut legen und alles sofort auftragen.

MMMMM

Zum obenerwähnten Ueberbrausen vom Sauerkraut mit kaltem Wasser: ich mache es
nur wenn der Sauerkraut wirklich sehr sauer schmeckt, sonst nicht. Die
Würste... Natürlich kann man die Würste teilweise oder ganz weglassen, nur mit
Speck und Suppenfleisch bleibt der Sauerkraut noch immer gut (Ich bereite
Sauerkraut in der Regel mit Speck, Saucisson und Wienerli).

Salut ,
Rene

Ilka Spiess

unread,
Jan 19, 2002, 4:35:20 AM1/19/02
to
In <3C48AC9C...@archtools.de> Tom Berger schrieb:

Hallo Tom ,
>> Rezepte wie Königsberger Klopse,

>An die hab' ich mich noch nie getraut! Und ich hab' schon ziemlich
>komplizierte Sachen gekocht.

Das ist schade, die sind so lecker.

Wenn du möchtest kannst du mal dieses Rezept probieren, zumindest bei mir hat es
wunderbar geklappt und fein geschmeckt hat es auch:-)

========== winREZKONV v1.52 Rezept ==========

Titel: KOENIGSBERGER KLOPSE MEUTH-DUTTENHOFER
Kategorien: Fleisch, Kalb, Knoedel
Menge: 6 Portionen

2 Altbackene Broetchen
1 gross. Zwiebel
1 klein. Knoblauchzehe
2 Essl. Butter
600 Gramm Kalbfleisch; durchwachsen
-- vom Hals
250 Gramm Schweinebauch
1 Bund Petersilie
3 Anchovis
2 Eier
Salz, Pfeffer
Macis
Zitronenschale
3/4 Liter Kraeftige Bruehe am besten
-- aus Kalbsknochen
-- zubereitet oder 1 Glas
-- fertiger Kalbsfond
1/4 Sahne
2 Eigelb
Worcestershiresauce
Cayennepfeffer
6 Essl. Kleine Kapern

======================QUELLE======================
-- MARTINA MEUTH/BERND
-- NEUNER-DUTTENHOFER
-- Erfasst *RK* 31.03.99 von
-- Ilka Spiess

Koenigsberger Klopse, richtig zubereitet, eine wunderbare Leibspeise.
Fuer das Gelingen sind mehrere Dinge wichtig: z.B. kraeftige
Gewuerze; die Anchovis z.B., die ein ganz besonderes Aroma liefern,
die Zitronenschale, die ein typisches Aroma gibt, und Macis, der
rosagelbliche Mantel der die Muskatnuss umgibt, auch Muskatbluete
genannt.

Das Fleisch: Man streitet sich ja, aus welchem Fleisch die zarten
Baellchen produziert werden sollen. Ob aus Rind und Schwein, aus
Kalb und Schwein oder ueberhaupt aus Kalbfleisch. Wir nehmen
Kalbfleisch. Und zwar ein Stueck vom Hals, weil es dort mit Fett
durchzogen ist, das den Klopsen guten Geschmack gibt. Ausserdem ist
ein Stueckchen frischer fetter Schweinebauch noetig, der Kraft,
Geschmack und vor allem durch sein Fett Geschmeidigkeit gibt.
Bestellen Sie moeglichst das Fleisch beim Metzger, wenn Sie moechten,
dass er es fuer Sie durchdreht. Wenn Sie einen Fleischwolf haben,
ist es natuerlich besser. Sie lassen das Fleisch mitsamt aller
uebrigen Zutaten selber durch. Auf keinen Fall darf man den
elektrischen Zerhacker nehmen, denn der zermust das Fleisch, die
Klopse werden schwammig, als ob man Braet genommen haette.

Mindestens ebenso wichtig wie das richtige Fleisch sind die
Broetchen. Ein Fleischteig ohne Broetchen wird unweigerlich fest und
trocken. Und dann sollte man ruhig eine groessere Portion Klopse
zubereiten, als man eigentlich braucht. Denn erstens isst man davon
immer mehr, als man denkt, weil sie so gut schmecken; und zweitens
lassen sie sich wunderbar fuer eine naechste Gelegenheit einfrieren.
Die Broetchen in einer Schuessel einweichen. Zwiebel und Knoblauch
schaelen, grob zerschneiden, mit der Butter bedecken. In der
Mikrowelle drei Minuten lang weich duensten. Wer keine Mikrowelle
hat, muss die Zwiebeln in einer Pfanne weich duensten, muss aber
darauf achten, dass sie dabei keine Farbe nimmt!

Inzwischen das Fleisch in Wuerfel schneiden und durch die feine
Scheibe des Fleischwolfs drehen. Die Petersilie ebenfalls
durchlassen, auch die Zwiebel die deshalb vorher nicht muehsam fein
geschnitten wurde, die Sardellen und die eingeweichten Broetchen.
Sollten diese nicht trocken genug gewesen sein, um alle Milch gut
aufzusaugen: sie ausdruecken, damit nachher der Fleischteig nicht zu
weich wird.

Tip: Die Broetchen immer zum Schluss durch den Fleischwolf lassen,
weil sie die Maschine sozusagen saeubern - dann steckt garantiert
kein teures Fleisch mehr in der Drehschnecke, sondern allenfalls
billiges Brot. Die Eier unter die Fleischmasse arbeiten, dabei
sparsam mit Salz die Sardellen sind salzig genug, maessig mit
Pfeffer und grosszuegig mit Macis und abgeriebener Zitronenschale
wuerzen. Mit angefeuchteten Haenden tischtennisballgrosse Kugeln
formen. In einem Topf die Bruehe aufkochen, die Fleischbaellchen
hineingleiten lassen und auf milder Hitze im offenen Topf etwa 15
bis 20 Minuten garziehen lassen. Die Kloesschen sollten in diesem
Topf gut schwimmen koennen, damit sie nicht aneinanderkleben. Ab und
zu am Topf ruetteln, damit die Baellchen sich drehen und
gleichmaessig gar werden. Die Klopse mit einer Schaumkelle
herausheben und in einer Schuessel warm stellen. Die Sahne in den
Kochsud giessen und alles auf starker Hitze um etwa die Haelfte
einkochen. Um die Sauce zu binden, die Eigelb mit ein wenig des
eingekochten Suds verquirlen, in die leise siedende Fluessigkeit
giessen und heiss und dicklich werden, aber auf keinen Fall mehr
kochen lassen, weil sonst die Sauce gerinnt. Mit Worcestershiresauce
und einem Hauch Cayennepfeffer abschmecken. Zum Schluss die Kapern
in die Sauce ruehren. Die Klopse in dieser Sauce wieder erwaermen
und zu Tisch bringen.

Dazu gehoeren Salzkartoffeln, moeglichst eine
mehlige Sorte, die fast zerfaellt, wenn die Kartoffeln gar sind.
Dann koennen die Kartoffeln die Sauce besonders gut aufnehmen.

Tip: Sollten Sie keine kleinen Kapern bekommen, sollten Sie die
normalgrossen unbedingt etwas kleiner hacken. Sie entfalten so ihren
Geschmack besser und teilen ihn der Sauce intensiver mit.

=====


Gruss,
o
Ilka
--
http://home.t-online.de/home/ufetzer (Ilkas und Ullis Kochecke)
** REZKONV ** MMTOOLS ** TV-COOK ** REZEPTE ** KÜCHENKRÄUTER **

Helmut Spitzenpfeil

unread,
Jan 19, 2002, 7:05:45 AM1/19/02
to
schnipp

Zum Beispiel,
> wie macht man aus einer
> Dose Sauerkraut oder Rotkohl das Sauerkraut/den Rotkohl, den man früher
> zu Hause essen durfte???

schnipp

MMMMM----- REZEPTI 2.1 registriert, Format Meal-Master

Title: "aufgewaermtes" sauerkraut *
Categories: Einfach
Yield: 4 Portionen

1 cn weinsauerkraut (fuellm.400g)
1 c instantbruehe
100 g speck leicht gesalzen
1 lorbeerblatt
6 wacholderbeeren

MMMMM-----------------------zubereitung-----------------------------


auch wilhelm busch wusste,dass sauerkraut beim aufwaermen gewinnt;er hat es
deshalb in max und moritz verewigt.:-))

zitat: Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller, Dass sie von
dem Sauerkohle Eine Portion sich hole, Wofuer sie besonders schwaermt, Wenn
es wieder aufgewaermt.


dieser "aufgewaermte" geschmack laesst sich ganz einfach erreichen.

das kraut mit der bruehe im topf koecheln lassen,den speck in wuerfel
schneiden und mit dem lorbeerblatt und den wacholderbeeren in der pfanne
auslassen.das lorbeerblatt sollte von dem ausgelassenem schmalz bedeckt
werden. wenn die speckwuerfel kross sind alles vorsichtig (es spritzt!!!!)
ueber das koechelnde kraut giessen umruehren und nach weitern 15 minuten
kann serviert werden.

zum kraut passen z.b. bratwuerste,rippchen oder schlachtplatte.

MMMMM


--
m.f.G.
H.Spitzenpfeil

h_spitz...@yahoo.de


---
Ausgehende Mail ist zertifiziert virenfrei.
Überprüft durch AVG Antivirus System (http://www.grisoft.com/de).
Version: 6.0.313 / Virendatenbank: 174 - Erstellungsdatum: 1/2/2002


Gerhard Amberger

unread,
Jan 19, 2002, 10:37:29 AM1/19/02
to
Kerstin und Martin Sigge <kms...@T-Online.de> wrote:

> Überhaupt habe ich noch kein Kochbuch gefunden, in dem so "banale"
> Rezepte wie Königsberger Klopse,
> Erbsensuppe oder Nudelsalat zu finden sind :-((((

Bayerisches Kochbuch. Da wir sogar erklaert, wie man Kaffee kocht.
--
Gerhard Amberger

Ernst

unread,
Jan 19, 2002, 10:47:39 AM1/19/02
to

"Gerhard Amberger" schrieb...
> Bayerisches Kochbuch. Da wird sogar erklaert, wie man Kaffee kocht.

Is' ja auch 'ne Wissenschaft für sich!

--
Werner Sondermann

Bernd S.

unread,
Jan 19, 2002, 11:24:01 AM1/19/02
to

Hi auch,
neben dem klassischen Dr. Oetker (Schul-)Büchern
sind wohl für den Einstig auch immer gut:

Studentenkochbuch von Christine Lehner
Schlampen-kochbuch von Gisela Krahl
Schulkochbuch von Luise Haarer
Kochschule von Anne Willan
Grosses (Einsteigerkochbuch) von Essen und Trinken.

Diese Bücher kosten nicht so besonders viel, geben aber eine
Menge her - auch "banales", wenn du so willst.
Am besten, du schaust sie die bei deinem Buchhändler
mal an, falls sie dich interessieren.
Die Klassiker wie Königsberger Klopse, Rotkohl, Nudelsalate,
Kartoffelsalate, Nachspeisen aller Art wie Tiramis Su oder
Obstkompott sind heute aber dank
Internet und Suchmaschinen zum Glück nicht mehr so
schwer zu finden.

So gibt es zum Beisspiel interessante Rot und Sauerkrautrezepte
bei:
http://www.kremerchen.de/

Bei vielen Rezepten ist es aber am besten, direkt dort nachzufragen,
wo man sie kennengelernt hat. Also bei Omi, Mami und den
Freunden, falls sie irgendetwas merkwürdiges für dich hergestellt haben.
Oder einfach mal bei Freunden fragen, was die so auf dem Tisch haben und
wenn es interessiert die Frage nach der Anleitung nicht vergessen ;-)

M. Maier

unread,
Jan 19, 2002, 3:16:50 PM1/19/02
to
Gerhard Amberger <sn000...@my-box.de> wrote:
>
>Bayerisches Kochbuch. Da wir sogar erklaert, wie man Kaffee kocht.


Hallo Gerhard,


davon habe ich auch ein etwas zerfleddertes Exemplar, schon ein paar Jahrzehnte
alt, aber unentbehrlich. Die angegebenen Kochzeiten muss man allerdings halbieren.
Positiv ist, dass exakt die Vorbereitung der Zutaten erklärt wird. Außerdem gibt
es zu jeder Rubrik wie z. B. fetten Braten, Magerbraten, Hackfleischteig usw.
erst ein Grundrezept und dann kommen ausführlich die Varianten. Ich finde diesen
Aufbau sehr zweckmäßig.


Marianne
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Petra Zervikal

unread,
Jan 19, 2002, 8:21:47 PM1/19/02
to
"Kerstin und Martin Sigge" <kms...@T-Online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4754E4...@T-Online.de...

Hallo Kerstin u. Martin,

ich hab jetzt grad nochmal im google nachgeschaut und bin
überraschenderweise auf *meine* alte Kochfibel gestossen:
"Kochen nach Grundrezepten" - ist zwar ein *ur*österreichisches Kochbuch,
kann ich aber (aufgrund der immer wieder angegebenen Grundrezepte und dann
nur noch der Abwandlungen) auch für jene, die sich für "typisch
österrereichische Gerichte" begeistern, nur empfehlen:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3852645425/qid%3D1011489543/302-429379
0-6914426

> Martin

lg
Pez, die heute ihr erstes (!) Majoranfleisch kochen wird und natürlich dann
Bericht erstatten! ;-)


--
http://home.globalserve.de/mampf/

Ingeborg Denner

unread,
Jan 21, 2002, 2:52:06 AM1/21/02
to
<g>. Da werden ja Erinnerungen wach... Salat mit nur Essig, angebrannte
Pellkartoffeln, Magerquark mit Weizenkleie und Zitronensaft mit
Cayennepfeffer...

Aber, Scherz und Schlangenfrass beiseite:

Sauerkraut: z.B. beim Aufwaremen Ananasstuecke, oder Bauchspeck, oder
Kassler untermischen.

Rotkohl: Einen Rotkohl aufschnibbeln. Eine Zwiebel mit Lorbeerblatt und
Nelke spiken. In einem Topf Schmalz zerlassen. Rotkohl anbrutzeln, dann
mit etwas Wasser (oder Rotwein) aufgiessen und mit der gespickten
Zwiebel schmoren. Kurz bevor man's essen will, ein oder zwei saeuerliche
Aepfel (z.B. Boskop) in Stucke schneiden und kurz mitkochen.
Bei Rotkohl aus dem Glas guck ich immer darauf, dass er nicht mit
Suessstoff ist, das schmeckt naemlich IMHO scheusslich.

Erbsensuppe: <http://home.foni.net/~lyorn/rezept_d/rezept6.htm>
(vorsicht: Grosspartymenge!)

Generell: Zeit lassen. All diese Sachen sind am besten gut durchgezogen
und/oder wieder aufgewaermt.

inge

--
"Heute geht mit einem Teller


Witwe Bolte in den Keller

Dass sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole

Wofuer sie besonders schwaermt
Wenn er wieder aufgewaermt."
- W. Busch
===
<http://home.foni.net/~lyorn> -- Stories, RPG & stuff.

Thomas -Balu- Walter

unread,
Jan 23, 2002, 5:28:35 AM1/23/02
to
In article <3C48AC9C...@archtools.de>, Tom Berger wrote:
>Kerstin und Martin Sigge schrieb:
>
>> Die Anleitung auf der Dose oder dem Glas ist da nicht sehr hilfreich:
>> "Küchenfertig, einfach aufwärmen und nach Geschmack variieren".
>
>Naja, Du mußt schon selbst wissen, welche Variationen Dein Geschmack
>fordert :-) Fertiger Rotkohl aus dem Glas (nehme ich auch, der ist genau
>so gut wenn nicht besser als selbstgemacht) beispielsweise könnte noch

Wir haben frueher auch immer Rotkohl ausm Glas gehabt, aber mit dem
selbstgemachten von Muttern ist er definitiv nicht vergleichbar :)


Balu
PS: Eine Frau ist voellig verzweifelt, weil ihrem Mann das Essen nie so
schmeckt wie "bei seiner Mutter" - bis sie es irgendwann einmal
anbrennen laesst ;)

Anja Hamich

unread,
Jan 23, 2002, 8:34:11 AM1/23/02
to
Ich habe zu meiner ersten Wohnung von meiner Mutter "Das Schulkochbuch"
von Dr. Oetker und "das elektrische Kochen (oder ähnlich)" von der VEW
(Stromversoger), auch das "Blaue Kochbuch" genannt geschenkt bekommen.

In beiden Kochbüchern stehen die typischen Deutschen Standartrezepte
(Rotkohl, Sauerbraten, Sauerkraut, Kartoffelsalat, Nudelsalat,
Schweinebraten, Kartoffelpüree...) drin. Zusätzlich Infos wie
Warenkunde, aufbewahren von Lebensmitteln, Grundausstattung an
Küchengeräten ...

Wenn Du das nächste Mal in einer Buchhandliung vorbeikommst blättere die
Bücher doch mal durch...

Anja
-----------------------------------------------------------------------
Ingeborg Denner schrieb:

Tom Berger

unread,
Jan 24, 2002, 4:28:20 PM1/24/02
to
Torsten Bentrup schrieb:

> Gerüchteweise (habs noch nicht ausprobiert) gibt es da Empfehlung in
> Richtung: "Prise Salz (Kakao (wohl echten Kakao, kein Nesquick o.ä.) in
> das Kaffeepulver".

Salz ist Geschmacksache. Kakao verstopft die Filterporen, so daß der
Kaffee noch langsamer durchläuft und so "besser ausgewertet" wird. M.E.
werden dadurch aber noch mehr magenfeindliche Säuren und Bitterstoffe
gelöst, so daß der Kaffee damit noch deutlich unverträglicher wird als
der ohnehin schon miese Filterkaffee. Wenn dagegen das sehr heiße Wasser
nur wenige Sekunden durch das Kaffeemehl läuft, dann werden nur die
leichter löslichen angenehmen Geschmackstoffe gelöst - deshalb ist
Espresso so viel besser!

> Gibt es bei "günstigen" Kaffeesorten Sorten, die man mal ausprobieren
> sollte, bisher ist es immer der "grüne Melitta" (sorry, bin kein
> Kaffeeexperte...). Und haben bestimmte Filter geschmackliche Vorteile?

Interessant ist v.a., daß in D die Kaffeeanbieter seit längerer Zeit den
Massengeschmack immer weiter Richtung Robusta entwickeln. Der Grund
liegt v.a. darin, daß Kaffee eine extrem preissensible Ware ist, und daß
sich die Anbieter deshalb seit Jahren einen extremen Preiskampf liefern.
Daß dieser Kampf vor allem auf den Rücken der Produzenten in der 3. Welt
ausgetragen wird, ist ja kein großes Geheimnis. Daß wir hierzulande aber
aufgrund dieses Preiskampfs immer mehr billigen Robusta vorgesetzt
bekommen, statt des wesentlich besseren Arabica, das bemerkt kaum
jemand. Daß dies hierzulande kaum bemerkt wird, liegt außer an der
Werbung v.a. an der unglaublich miserablen Zubereitung - Filterkaffee
gehört einfach abgeschafft!

Petra Zervikal

unread,
Jan 24, 2002, 4:52:10 PM1/24/02
to
"Tom Berger" <ber...@archtools.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C507C74...@archtools.de...

Hallo Tom,

[...]


> .a. an der unglaublich miserablen Zubereitung - Filterkaffee
> gehört einfach abgeschafft!

Also das find ich eigentlich nicht :-) Wir kaufen seit längerem ein
Trans-Fair-Produkt, das grad mal ein wenig teurer ist als der Kaffee, den
wir bisher hatten - und ich kann an unserem Filterkaffe nix Grausliches
entdecken! ;-)

> Tom Berger

lg
Pez, die auch schon Kaffe mit Salz und Kakaopulver ausprobiert hat -
schmeckt IMO auch nicht grad schlecht und ist auch nicht soo schlecht
verträglich


--
http://home.globalserve.de/mampf/

Rene Gagnaux

unread,
Jan 25, 2002, 1:15:04 AM1/25/02
to

Guten morgen Michel, guten morgen allerseits,

On Thu, 24 Jan 2002 22:28:20 +0100, Tom Berger <ber...@archtools.de>
wrote:

>so daß der Kaffee damit noch deutlich unverträglicher wird als
>der ohnehin schon miese Filterkaffee. Wenn dagegen das sehr heiße Wasser
>nur wenige Sekunden durch das Kaffeemehl läuft, dann werden nur die
>leichter löslichen angenehmen Geschmackstoffe gelöst - deshalb ist
>Espresso so viel besser!

Sagen wir... Du *magst* Espresso und Du *magst* vielleicht
Filterkaffee nicht! ;-) Ich bin auch eher Espressotrinker, man kann
aber ausgezeichnetes Filterkaffee zubereiten, es ist eine Frage der
richtigen Kaffeeauswahl und der richtigen Zubereitung. Oft schmeckt
Filterkaffee nur feswegen unerträglich schlecht, weil er warmgehalten
worden ist: Filterkaffee *muss* frisch zubereitet werden, genau wie
Espresso oder andere Kaffeearten. Nix mit warmhalten.

Salut
René

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