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Nostalgie die 2.: Rezept für den Kantinen-Weißkohlsalat gesucht!

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Ina Koys

unread,
Mar 8, 2009, 5:25:51 AM3/8/09
to
Hallo,
das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige
Weißkohlsalat, den es ziemlich oft gab. Der kann an Primitivität kaum zu
überbieten sein, aber ich habe ihn bisher nicht so hingekriegt. Kennt
einer den Trick?

Danke!

Ina
--
Es wächst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/

Andre Pier

unread,
Mar 8, 2009, 8:17:50 AM3/8/09
to
Hallo,

Ina Koys schrieb:


>
> Hallo,
> das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige
> Weißkohlsalat, den es ziemlich oft gab. Der kann an Primitivität kaum
> zu überbieten sein, aber ich habe ihn bisher nicht so hingekriegt.
> Kennt einer den Trick?

Nach Zubereitung einfach noch drei Wochen liegen lassen?


SCNR
André

Detlef Wirsing

unread,
Mar 8, 2009, 8:39:13 AM3/8/09
to
Ina Koys schrieb:

>Hallo,
>das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige
>Weißkohlsalat, den es ziemlich oft gab. Der kann an Primitivität kaum zu
>überbieten sein, aber ich habe ihn bisher nicht so hingekriegt. Kennt
>einer den Trick?

Ich weiß zwar nicht, wie der in der DDR war, aber Krautsalat bekomme
ich auch nicht so hin, wie ich ihn haben will: so wie früher bei
meinem Lieblingsjugoslawen (notfalls auch wie im Eimer beim
Discounter, nur nicht so widerlich süß) mit Essig und Öl. Der Kohl
bleibt bei mir immer knüppelhart, obwohl ich ihn fein schneide.

Einzig das angehängte Rezept kann man nach ca. 3 Tagen (und nicht 3
Stunden) essen. Ist aber nicht das, was ich möchte, auch wenn es gut
schmeckt.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

Titel: Krautsalat mit Speck (Bayern)
Kategorien: Salat, Kalt, Weißkraut, Speck, Deutschland
Menge: 4 Portionen

1 Kopf Weißkraut; ca. 750 g
1 Teel. Salz
100 Gramm Durchwachsenes Wammerl
-- Räucherspeck
1 klein. Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 Essl. Weißweinessig
125 ml ; Wasser
1 Teel. Fleischbrühe; Instant
-- oder Gemüsebrühe
1/2 Essl. Kümmelkörner
1 Teel. Scharfer Senf
4 Essl. Öl
Schwarzer Pfeffer
1 Bund Petersilie

============================== REF ==============================
-- Barbara Rias-Bucher
-- Der bayerische Küchen-
-- kalender
-- Vermittelt von R.Gagnaux

Krautkopf vierteln, putzen, waschen und in feine Streifen hobeln.
Mit Salz vermischt zugedeckt ziehen lassen.

Wammerl in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehe fein
hacken. Wammerl bei schwacher Hitze unter häufigem Wenden braten,
bis das Fett austritt. Zwiebel und Knoblauch zugeben und glasig
braten. Essig und Wasser zugießen und aufkochen. Brühe untermischen
und rühren, bis sich der Bratensatz gelöst hat.

Kümmel, Senf und Öl mit einem Schneebesen unterrühren. Das Kraut mit
dieser Marinade vermischen und zugedeckt bei Zimmertemperatur drei
Stunden ziehen lassen.

Petersilie hacken und untermischen. Krautsalat mit reichlich Pfeffer
aus der Mühle würzen und noch einmal mit Salz abschmecken.

Küchentipp: Schneiden Sie das Kraut möglichst fein - in Bayern gibt
es dafür einen eigenen Hobel - damit es viel Salatsauce aufnimmt und
beim Ziehen schön mürbe wird. Übrigens taucht Krautsalat schon in
einem Text aus dem Jahr 1633 auf. Damals wie h

=====

PS: Der Text bricht wirklich so abrupt ab.

Alexander Bachmann

unread,
Mar 8, 2009, 10:30:46 AM3/8/09
to
Hallo Detlef,

ich übergieße den geschnittenen Kohl mit kochendem Wasser und lasse ihn
ein paar Minuten stehen.

In Rezepten haben ich auch schon "einige Minuten kräftig kneten"
gelesen; das ist mit aber zu viel Arbeit.

Hdh,
Alex

Detlef Wirsing schrieb:

Detlef Wirsing

unread,
Mar 8, 2009, 11:13:38 AM3/8/09
to
Alexander Bachmann schrieb:

>Hallo Detlef,

Hallo Alexander.

>ich übergieße den geschnittenen Kohl mit kochendem Wasser und lasse ihn
>ein paar Minuten stehen.
>
>In Rezepten haben ich auch schon "einige Minuten kräftig kneten"
>gelesen; das ist mit aber zu viel Arbeit.

Ich habe ihn über eine Stunde kräftig geknetet. Brachte genau gar
nichts. Allerdings war es ein normal großer Weißkohl - nicht wie in
vielen Rezepten angegeben einer von 750 g oder weniger. Ich möchte mal
wissen, wo die ihre Kohlköpfe kaufen. Dementsprechend viel war zu
kneten.

André Kunath

unread,
Mar 8, 2009, 11:37:50 AM3/8/09
to
Ina Koys schrieb:

> das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige
> Weißkoh...,

*blaaarghhh* .. ich nicht, weil ich einst als Schüler (Ferienarbeit) die
für den Klump bestimmten Fässer waschen durfte ...
Von daher kann ich natürlich von ein paar geheimen Kollateralzutaten ;) wie
Kunstbesenborsten, Heringsresten und undefinierbarem
Abwaschwasser"detritus" berichten. :)

MfG, An- naja der Sonntag ist eh im Eimer ;) -dré

Ina Koys

unread,
Mar 8, 2009, 11:55:15 AM3/8/09
to
André Kunath schrieb:

> Ina Koys schrieb:
>> das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige Weißkoh...,
>
> *blaaarghhh* .. ich nicht, weil ich einst als Schüler (Ferienarbeit) die
> für den Klump bestimmten Fässer waschen durfte ...

Ja, so können einem intime Kenntnisse einiges versauen... Sagen wir mal
so: ich werd ja sehen, ob hier noch ein Originalrezept rumkommt und wie
das dann ausgeht. Falls nix dergleichen wirkt, sind es wohl wirklich die
von dir erwähnten Aromastoffe. Aber noch hab ich Hoffnung.

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Helga Schulz

unread,
Mar 11, 2009, 11:09:03 AM3/11/09
to
Ina Koys <garten...@iko-web.de> schrieb vorher:

>Hallo,
>das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige
>Weißkohlsalat, den es ziemlich oft gab. Der kann an Primitivität kaum zu
>überbieten sein, aber ich habe ihn bisher nicht so hingekriegt. Kennt
>einer den Trick?

Hm, keine Ahnung, ob das in deinem Sinne hinkommt, ich kenn nur
den "Zitronen-Trick": Weißkohl hobeln, in großen Topf oder
Schüssel tun, Saft von einer Viertel oder halben Zitrone
draufpressen, bissel Salz dazu (1 Prise reicht schon), alles
"umnulen", Stunde stehen lassen, nochmal "umnulen", nochmal
stehenlassen. Es muß insgesamt ca. 3 Stunden oder mehr ziehen,
dann ist es gut. Wenn man will, kann man es dann auch noch nach
Belieben abschmecken. Die Zitrone "kocht" den Salat.
Man muß es also ca. einen halben Tag bevor man es ißt machen.

So hab ichs mir mal von einer jungen türkischen Frau abgeguckt,
es hat wirklich gut geschmeckt.

Gerald Endres

unread,
Mar 11, 2009, 12:27:15 PM3/11/09
to
Detlef Wirsing <detlef....@gmx.de> schrieb:

>Ich habe ihn über eine Stunde kräftig geknetet.

Kann es sein, dass Kneten mit der Hand nicht ausreicht? Ich habe von
meiner Mutter gelernt, das feingeschnittene Kraut mit einer
Glasflasche zu bearbeiten. Da reichen ein paar Minuten, um die Stränge
wirklich vielfach zu brecchen. Danach wird etwas mehr Salz
reingemischt, als man gefühlsmäßig für richtig hielte, und dann lasse
ich es eine Weile ziehen. So kriegt mein Weißkraut jedenfalls die
erwünschte Konsistenz und Würze.
Ich vermute, es ist die Kombination von mechanischer ( fein Schneiden,
Durchwalken mit der Flasche) und chemischer (Salz) Behandlung.

Gruß
Gerald

--
http://www.boen-end.de

Ina Koys

unread,
Mar 11, 2009, 1:13:53 PM3/11/09
to
Helga Schulz schrieb:

> Ina Koys <garten...@iko-web.de> schrieb vorher:
>
>> Hallo,
>> das einzige Ost-Essen, das ich echt vermisse, ist der saftige
>> Weißkohlsalat, den es ziemlich oft gab. Der kann an Primitivität kaum zu
>> überbieten sein, aber ich habe ihn bisher nicht so hingekriegt. Kennt
>> einer den Trick?
>
> Hm, keine Ahnung, ob das in deinem Sinne hinkommt, ich kenn nur
> den "Zitronen-Trick": Weißkohl hobeln, in großen Topf oder
> Schüssel tun, Saft von einer Viertel oder halben Zitrone
> draufpressen, bissel Salz dazu (1 Prise reicht schon), alles
> "umnulen", Stunde stehen lassen, nochmal "umnulen", nochmal
> stehenlassen. Es muß insgesamt ca. 3 Stunden oder mehr ziehen,
> dann ist es gut. Wenn man will, kann man es dann auch noch nach
> Belieben abschmecken. Die Zitrone "kocht" den Salat.
> Man muß es also ca. einen halben Tag bevor man es ißt machen.

Das könnte es sein. Muss ich bei nächster Gelegenheit gleich mal probieren!

Detlef Wirsing

unread,
Mar 11, 2009, 2:15:09 PM3/11/09
to
Gerald Endres schrieb:

>Detlef Wirsing <detlef....@gmx.de> schrieb:
>
>>Ich habe ihn über eine Stunde kräftig geknetet.
>
>Kann es sein, dass Kneten mit der Hand nicht ausreicht?

Den Eindruck hatte ich nach zwei Versuchen auch.
:-)

[...]


>Ich vermute, es ist die Kombination von mechanischer ( fein Schneiden,
>Durchwalken mit der Flasche) und chemischer (Salz) Behandlung.

Ich möchte zu gern wissen, wie die früher in diversen jugoslawischen
Restaurants den Krautsalat gemacht haben. Der schmeckte klasse, in
weiß oder rot zu haben und war nicht völlig hart und nicht wirklich
weich. Gebrochen schienen mir die Stücke nicht zu sein.

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