Hallo, dieter !
die...@klein.ping.de gab am Mittwoch den 31.12.97
in /DE/REC/MAMPF unter Gruenkohl
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
>DK Gruenkohlfan bin ich schon sedit langem und es wurden ja schon einige
>DK Rezepte hier gepostet, aber DER ABSOLUTE Hit ist Gruenkohl mit
>DK Gaensefleisch. Anstatt des Specks und der Wuerstchen habe ich eine gepoekelte
>DK Gans genommen. Wirklich einmalig - gibt nichts besseres. Ist zwar eine
Stimmt!
Ich habe das schon mit Gaensekeulen gemacht.
Nur sollte man nach dem Anbraten der Keulen einen Teil des ausgetretenen
Fetts abschuetten. Sonst wird es echt zuviel.
Und sooo teuer ist es auch nicht. Wenn ich daran denke, was ich in
Sueddeutschland fuer Pinkelwuerste bezahle.. (:-(
Gruss Hugin
Da bist Du nicht der einzige, dem das schmeckt. Rainer Sass, Koch bei
DAS! (Sendung auf N3) hat auch vor kurzem Grünkohl mit Gans gemacht,
allerdings nahm er einfach eine geräucherte Gänsebrust (wer ißt schon
eine ganze Gans?!)
Gruß
Petra
> DER ABSOLUTE Hit ist Grünkohl mit
>Gänsefleisch. Anstatt des Specks und der Würstchen habe ich eine gepökelte
>Gans genommen. Wirklich einmalig - gibt nichts besseres.
Das glaube ich dir gerne, aber wo hast du die gepökelte Gans
hergekriegt?
Gruß
Gerald
--
http://www.snafu.de/~endres
>Da bist Du nicht der einzige, dem das schmeckt. Rainer Sass, Koch bei
>DAS! (Sendung auf N3) hat auch vor kurzem Grünkohl mit Gans gemacht,
>allerdings nahm er einfach eine geräucherte Gänsebrust (wer ißt schon
>eine ganze Gans?!)
Mein altes "Grünkohl light"-Rezept ging mit entfetteter Hühnerbrühe,
geräucherter Hähnchenbrust und mit etwas Ahornsirup glasiertem
Topinambur.
Die traditionelle norddeutsche Art (Schweinebacke!!) schmeckt mir aber
auch. Muß man nur genug Schnaps dazu trinken:)
Ganz wichtig. Grünkohl schmeckt erst nach den ersten Nachtfrösten.
Kann das mal einer der Experten hier erklären ?
gruessings: Georg
---
"I never want to be quiet again - or subtle." Amy Ray
Georg Petersen, Heintzestrasse 20, D-24582 Bordesholm, Germany
Ich bin zwar kein Experte, aber so ungefähr bekomme ich das
nochzusammen:
Durch denn Frost werden bestimmte Inhaltsstoffe des Grünkohls in Zucker
umgewandelt, wodurch er dann besser schmeckt. Allerdings muß man bei den
moderne Sorten den Frost nicht mehr abwarten, da hat den Züchtung des
Temperaturwechsel schon besorgt :-) Wenn man's überhaupt nicht abwarten
kann, kann man den Kohl auch in den Gefrierschrank legen.
Aber wo wir schon einmal dabei sind. Hat hier irgendjemand ein Rezept
für Pinkel? Für die, die es nicht wissen; das ist eine Art Wurst, die es
nur im Bremer und Oldenburger Raum gibt. Hier in Hannover schon nicht
mehr, ich muß sie immer importieren.
Tschüß
Carl
>Aber wo wir schon einmal dabei sind. Hat hier irgendjemand ein Rezept
>für Pinkel? Für die, die es nicht wissen; das ist eine Art Wurst, die es
>nur im Bremer und Oldenburger Raum gibt. Hier in Hannover schon nicht
>mehr, ich muß sie immer importieren.
Aus B. Neuner-Duttenhöfer: 11 x Deutsche Küche. Die regionale
Kochkunst neu entdeckt. München 1988:
"250 g Nierenfett, 250 g Hafergrütze, Zwiebeln, Speckstücke, Pfeffer,
Salz, Nelken.
Nierenfett und Zwiebeln werden kleingehackt und mit der Grütze,
Pfeffer und Salz in eine Wursthaut gestopft, die vom Mastdarm des
Rindes, dem Pinkeldarm (daher der Name), stammen muß. Etwas Raum zum
Ausquellen der Würste lassen. Man kann auch statt des Nierenfetts
kleiner geschnittenen Speck nehmen."
Ich habe das Rezept vor Jahren mal ausprobiert. Das Resultat war
niederschmetternd. Seitdem importiere ich auch wieder.
Viele Grüße,
Ulf Neumann
Du kannst einem ja Mut machen :-(
Vielleicht reicht es für die paar Male Kohl+Pinkel-Essen in der Tat aus,
die Dinger zu importieren.
Tschüß
Carl
> >Aber wo wir schon einmal dabei sind. Hat hier irgendjemand ein Rezept
> >für Pinkel? Für die, die es nicht wissen; das ist eine Art Wurst, die es
> >nur im Bremer und Oldenburger Raum gibt. Hier in Hannover schon nicht
> >mehr, ich muß sie immer importieren.
> Aus B. Neuner-Duttenhöfer: 11 x Deutsche Küche. Die regionale
> Kochkunst neu entdeckt. München 1988:
> "250 g Nierenfett, 250 g Hafergrütze, Zwiebeln, Speckstücke, Pfeffer,
> Salz, Nelken.
> Nierenfett und Zwiebeln werden kleingehackt und mit der Grütze,
> Pfeffer und Salz in eine Wursthaut gestopft, die vom Mastdarm des
> Rindes, dem Pinkeldarm (daher der Name), stammen muß. Etwas Raum zum
> Ausquellen der Würste lassen. Man kann auch statt des Nierenfetts
> kleiner geschnittenen Speck nehmen."
> Ich habe das Rezept vor Jahren mal ausprobiert. Das Resultat war
> niederschmetternd. Seitdem importiere ich auch wieder.
Das kann ich mir vorstellen.
Bei uns in der Familie wurde es immer aus Kasseler Bauch, frischem
Bauchspeck, Flomen, Zwiebeln und etwas Hafergruetze (bloss nicht
zuviel) hergestellt.
Speck,Flomen und Zwiebeln klein geschnitten.
Ach ja, Pfeffer (darf scharf sein) und Salz zum wuerzen.
Das alles wurde in Leinensaeckchen gekocht, aber nicht im Kohl,
sondern separat. Allenfalls wurden die Saeckchen noch die letzten
Minuten zum Kohl gelegt.
Mengenangaben habe ich jetzt nicht, koennte ich aber evtl. nochmal
erfragen.
Es gibt aber diverse Methoden es zu machen. Im Oldenburger Raum wird
es wieder anders hergestellt. Auch hier in Bremen musz es noch andere
Rezepte geben, denn bisher schmeckt mir fertig gekauftes nicht.
Norbert
--
Norbert Kluge ** Diedrich-Wilkens-Str.92 ** voice +49 421 454240
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>Das kann ich mir vorstellen.
>
>Bei uns in der Familie wurde es immer aus Kasseler Bauch, frischem
>Bauchspeck, Flomen, Zwiebeln und etwas Hafergruetze (bloss nicht
>zuviel) hergestellt.
>Speck,Flomen und Zwiebeln klein geschnitten.
>Ach ja, Pfeffer (darf scharf sein) und Salz zum wuerzen.
Also, Kassler und anderes Geräuchertes habe ich aus Pinkel ja noch nie
herausgeschmeckt.
>Das alles wurde in Leinensaeckchen gekocht, aber nicht im Kohl,
>sondern separat. Allenfalls wurden die Saeckchen noch die letzten
>Minuten zum Kohl gelegt.
Jetzt, wo Du es sagst. Ich kann mich an Kinderzeiten erinnern, da war
Pinkel wirklich in Leinensäckchen.
>Es gibt aber diverse Methoden es zu machen. Im Oldenburger Raum wird
>es wieder anders hergestellt. Auch hier in Bremen musz es noch andere
>Rezepte geben, denn bisher schmeckt mir fertig gekauftes nicht.
Irgendwie ist das schon eine komische Geschichte. Es gibt, glaube ich,
kaum Gerichte, bei denen der Lokalpatriotismus so losbricht wie bei
Kohl und Pinkel. Ich komme auch aus dem Bremer Raum, aber ich kann
mich beim besten Willen nicht daran erinnern, daß jemand Pinkel selbst
gemacht hat. Die wurde schon immer fertig gekauft. Ausnahmen gab es
nur beim jährlichen Schlachten. Dann schmeckte die Pinkel allerdings
nicht so gut.
Völlig standardisiert kann das Pinkel-Rezept allerdings immer noch
nicht sein. Als ich vor kurzem mit meiner Mutter telefonisch die
diesjährigen Importkriterien besprach, sagte sie mir, die Pinkel von
Fleischer A habe doch deutlich nachgelassen, aber sie habe da einen
neuen Fleischer B, dessen Pinkel würde fast so schmecken wie die von
Fleischer C, du erinnerst dich noch bla bla bla.
Also, ich bleibe beim Importieren, diskutiere keine Kohlrezepte (das
kann außer mir sowieso keiner kochen :-) ) und freue mich auf den 14.
Februar, an dem das große Kohlessen stattfindet, zu dem sich schon
Leute aus mehr als 500 km Entfernung angemeldet haben. Sorry,
Anmeldungen nur noch gegen großzügiges Bakschisch oder wirklich gute
Argumente.
Viele Grüße,
Ulf Neumann
Ich hatte eine Menge Besuch zum Grünkohlessen und da geht so eine Gans
ganz schnell wech :-)
Außerdem habe ich hundert Kilo zu versorgen - gar nicht so leicht.
dk
Dieter
Hat etwas mit dem dann darin gespeicherten Zucker zu tun oder so.
Schmeckt dann nicht so bitter. Ich setze dem Grünkohl einfach für
je 500 g Kohl einen Löffel Zuckerrübensirup zu. Schmeckt herrlich.
Georg