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I. Kaiser

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Hallo,

mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll. Auf
dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?

Gruß Inka


Vava Luna

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Im Artikel <90aunl$bnu$1...@news.online.de>, "I. Kaiser" <ink...@gmx.de> schreibt:

>mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll. Auf
>dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?

War das nich im Rotwein?

Tschau,
Vava
--
"Im Kampf um die Gunst der Haesin ohrfeigen sich die Rammler, dass die Wolle
stiebt. Den Beginn der Rammelzeit kann man auch an herumliegender "Rammelwolle"
erkennen."

Dr. Richard Blase

Malte Tanner

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Hallo Inka,
"I. Kaiser" <ink...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:90aunl$bnu$1...@news.online.de...
> Hallo,

>
> mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll.
Auf
> dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?

Ich gebe Dir mal die webseite von nutella.

http://www.nutella.at

Da müßte was drinstehen wie sich der Brotaufstrich zusammensetzt.

Ich nehme an, daß unter der Rubrik "Zutaten" auf der homepage was zu finden
ist.

HTH,

Malte

HTH = ich hoffe, daß es hilft.

I. Kaiser

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Danke für Deine Hilfe.

Gruß Inka

"Malte Tanner" <DTanneru...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:90b1tk$2hk$06$1...@news.t-online.com...
> Hallo Inka,

Marco Fritzsch

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Hallo Inka,

"I. Kaiser" wrote:
>
> Hallo,
>
> mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll. Auf
> dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?

Da das Rinderblut schon für den Rotwein reserviert ist, nimmt man für
Nutella das Blut von Negerkindern. (Diese Variante habe ich tatsächlich
schon zu hören bekommen...). -> urban legend.

Doch Spaß (naja, nicht wirklicher) beiseite. Tierblut ist eiweißreich
und wurde tatsächlich zum Entfernen feinster Schwebeteilchen aus dem
Wein verwendet. Rohes Hühnereiweiß ist heute noch gebräuchlich. Kein
Problem, da es praktisch rückstandsfrei wieder aus dem Wein entfernt
wird.

In Nutella ist Lecithin drin. Gab es hier nicht vor ein paar Monaten
eine Diskussion zum Thema Lecithin-Gewinnung aus Tierblut, bzw. daß sich
das für die Lebensmittelindustrie nicht rechnen würde? Soweit ich weiß,
wird Lecithin vorwiegend aus (genmanipulierten?) Sojabohnen gewonnen.
Auch lecker, oder? ;-)

In der Lebensmittelindustrie geschehen mit Sicherheit merkwürdige Dinge.
Doch solange der mündige Bürger glaubt, ohne die hundertste Sorte
Tütensuppe nicht leben zu können, werden wohl auch die Gerüchte (?) um
Asiatenhaare in den Frühstücksbrötchen oder um Krebsfleischersatz aus
Klärschlamm weiter kursieren.

Viele Grüße,

Marco, dessen Nutella alle ist :-(

--
Marco Fritzsch
Trierer Str. 119
D-56072 Koblenz
Phone: +49-(0)261-9223152

Alexander Klein

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
hallo,
ich erinnere mich an eine fernsehreportage vor ein paar jahren, wo berichtet
wurde, dass nuss-nougat-cremes oder schokolade blut als emulgator zugesetzt
wuerde. danach habe ich jahrelang immer vorm kaufen die inhaltsangabe
gelesen, fand als emulgator aber immer nur Lecithin. ich kann mir nicht
vorstellen, dass da echt blut verwurschtelt wird - mir schmeckt nutella nach
wie vor.
tschuess, nicole.

Helmut Hall

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
"Alexander Klein" <mindf...@t-online.de> schrieb:

> ich erinnere mich an eine fernsehreportage vor ein paar jahren,
> wo berichtet wurde, dass nuss-nougat-cremes oder schokolade blut
> als emulgator zugesetzt wuerde.

Das kam in stern-tv, ich kann mich auch noch daran erinnern. Günther Jauch bot
zwei Studiogästen jeweils ein Stückchen einer "besonderen" Schokolade an. Erst
ziemlich skeptisch, dann aber doch breitgrinsend schluckten die
"Versuchskaninchen" die Schokolade. Auf die Frage wie es denn geschmeckt hätte,
sagten beide: "Ganz normal - wie Schokolade eben schmeckt". Als Jauch dann
verriet, das in besagter Schokolade (Rinder-?/Schweine-?)blut enthalten sei,
fielen etliche Kinnladen nach unten, und mir wurde nur bei dem Gedanken daran
übel.

> danach habe ich jahrelang immer vorm kaufen die inhaltsangabe
> gelesen, fand als emulgator aber immer nur Lecithin.

Lecithin kann aus Tierblut gewonnen werden! Für Nutella wird jedoch, AFAIK
Lecithin auf Sojagrundlage verwendet (finde ich aber auch nicht beruhigender...)

> ich kann mir nicht vorstellen, dass da echt blut verwurschtelt wird

Tja, manchmal ist es auch besser sich nicht vorzustellen, was alles in
Lebensmitteln verwurschtelt wird! Und das um so mehr als man diese "ekligen"
Zutaten nicht herausschmecken kann.

> mir schmeckt nutella nach wie vor.

Und das ist doch die Hauptsache... ;)


--
.oo0O O0oo.
( ) ( )
\ ( ) /
\_) (_/

Malte Tanner

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Hallo Nicole,


> ich erinnere mich an eine fernsehreportage vor ein paar jahren, wo
berichtet
> wurde, dass nuss-nougat-cremes oder schokolade blut als emulgator
zugesetzt
wuerde.

Aha.

> danach habe ich jahrelang immer vorm kaufen die inhaltsangabe
> gelesen, fand als emulgator aber immer nur Lecithin.

Gleiches mache ich auch, das ist eigenartig und merkwürdig mit dem Lecithin
IMO.


> ich kann mir nicht
vorstellen, dass da echt blut verwurschtelt wird - mir schmeckt nutella
nach
wie vor.

Ich will nichts behaupten, aber wir hatten schon einige Lebensmittelskandale
und sind aus dem Staunen nicht wieder rausgekommen über manche Vermischungen
die Du als Verwurschtelungen bezeichnest. Man darf weiter gespannt sein was
aus der Lebensmittelküche kommen könnte.

Aber in wie weit muß eigentlich jeder einzelne Bestandteil in einem
Lebensmittelprodukt gekennzeichnet werden?

Grüße von Malte

Malte Tanner

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Hallo Marco,
"Marco Fritzsch" <mfr...@uni-koblenz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3A292EC6...@uni-koblenz.de...

[...snipped...]

> Soweit ich weiß,
wird Lecithin vorwiegend aus (genmanipulierten?) Sojabohnen gewonnen.
> Auch lecker, oder? ;-)

An der Vorstellung wird mir übel.

> In der Lebensmittelindustrie geschehen mit Sicherheit merkwürdige Dinge.

Das ja.

Gruß von Malte

Frank Amoneit

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
Marco Fritzsch wrote:
> Soweit ich weiß,
> wird Lecithin vorwiegend aus (genmanipulierten?) Sojabohnen gewonnen.
> Auch lecker, oder? ;-)

Welchen Einfluß sollte es, Deiner Meinung nach, auf die Qualität des
Lecithins haben, wenn die Sojapflanze (z.B.) ein zusätzliches Enzym (zu
den tausenden anderen) enthält, die ihr den Abbau von Glyphosat
ermöglicht?

Es muß nicht einmal ein bewiesener Einfluß sein, eine qualifizierte
Spekulation würde mir ja schon reichen.


>
> In der Lebensmittelindustrie geschehen mit Sicherheit merkwürdige Dinge.

Die Lebensmittelindustrie ist, mehr als jede andere, auf zufriedene
Kunden angewiesen.
Eine Firma, die ungesunde, giftige, minderwertige [insert your favorite
word here] Lebensmittel vertreibt, ist schneller vom Markt verschwunden,
als sie ihre Produkt vom Markt nehmen kann. Und an wirtschaftlichen
Selbstmord ist, IMHO, kein Unternehmen übermäßig interessiert.

Frank, nicht in der Lebensmittelindustrie tätig.

R.Freitag

unread,
Dec 2, 2000, 7:11:38 PM12/2/00
to
Frank Amoneit wrote:
[...]

> Welchen Einfluß sollte es, Deiner Meinung nach, auf die Qualität des
> Lecithins haben, wenn die Sojapflanze (z.B.) ein zusätzliches Enzym (zu
> den tausenden anderen) enthält, die ihr den Abbau von Glyphosat
> ermöglicht?
>
> Es muß nicht einmal ein bewiesener Einfluß sein, eine qualifizierte
> Spekulation würde mir ja schon reichen.

Aber wer von denen, die Lebensmittel konsumieren,
ist ausreichend qualifiziert, um eie solche
Spekulation abzugeben ?? Die Mehrheit sicher
nicht. Das sichert Konsumenten.


> >
> > In der Lebensmittelindustrie geschehen mit Sicherheit merkwürdige Dinge.
>
> Die Lebensmittelindustrie ist, mehr als jede andere, auf zufriedene
> Kunden angewiesen.

> Eine Firma, die ungesunde, giftige, minderwertige [insert your favorite
> word here] Lebensmittel vertreibt, ist schneller vom Markt verschwunden,
> als sie ihre Produkt vom Markt nehmen kann. Und an wirtschaftlichen
> Selbstmord ist, IMHO, kein Unternehmen übermäßig interessiert.

Das ist so nicht richtig. Richtig wäre:
Eine Firma, von der man weiss, daß sie [insert ]
anbietet, ist schnell vom Markt verschwunden. Eine
Fiorma, von der man es nicjt vermutet, die es aber
trotzdem tut, produziert billig und ist
profitabel. Daher wird der Trend zum vetuschen und
billigproduzieren anhalten.

Die Lebensm,ittelindustrie ist nicht auf
zufriedene Kunden, sondern auf unwissende Kunden
angewiesen. Nichts anderes sichert den Erfolg als
die Ahnungslosigkeit des Konsumenten.


>
> Frank, nicht in der Lebensmittelindustrie tätig.


RFr ( nicht in der Lebensmittelindustrie tätig.)

Frank Amoneit

unread,
Dec 2, 2000, 6:15:16 PM12/2/00
to
"R.Freitag" wrote:


> Aber wer von denen, die Lebensmittel konsumieren,
> ist ausreichend qualifiziert, um eie solche
> Spekulation abzugeben ??

Das ist wohl genau das Problem.
Aber abgelehnt wird trotzdem erstmal, sind ja böse Gene drin....


> Die Mehrheit sicher
> nicht. Das sichert Konsumenten.

Du baust Verschwörungstheorien auf.

> Das ist so nicht richtig. Richtig wäre:
> Eine Firma, von der man weiss, daß sie [insert ]
> anbietet, ist schnell vom Markt verschwunden. Eine
> Fiorma, von der man es nicjt vermutet, die es aber
> trotzdem tut, produziert billig und ist
> profitabel. Daher wird der Trend zum vetuschen und
> billigproduzieren anhalten.

Auch das ist eine Verschwörungstheorie.
Die böse Ernährungsmafia steckt einen Großteil ihrer Energie,
Finanzpower und der Kreativität ihrer Angestellten in Projekte, die die
armen, unwissenden Verbraucher vergiften.
Obwohl man mit vernünftigen Produkten zufriedene Kunden haben könnte,
die ihr Geld willig ausgeben...
Get real.


>
> Die Lebensm,ittelindustrie ist nicht auf
> zufriedene Kunden, sondern auf unwissende Kunden
> angewiesen. Nichts anderes sichert den Erfolg als
> die Ahnungslosigkeit des Konsumenten.

Unwissende Kunden?
Heutzutage?
Und darauf baue ich mein Geschäftsmodell auf?
Naja, andere Erklärungen sind wohl doch wahrscheinlicher.....

Frank

nina corda

unread,
Dec 2, 2000, 7:38:31 PM12/2/00
to
"I. Kaiser" <ink...@gmx.de> schrieb:

> Hallo,
>
> mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll. Auf
> dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?

tierbestandteile(insb. blut) sollen in britischer schockolade sein. aber
wer will sowat schon essen? ansonsten enthalten suesswaren wie lakritze
trotz jahrelanger verleumdung zumindest in d kein blut, agal von wem.

nina

Jens Dittmar

unread,
Dec 2, 2000, 11:14:12 PM12/2/00
to
* Malte Tanner schreibt:

>> danach habe ich jahrelang immer vorm kaufen die inhaltsangabe
>> gelesen, fand als emulgator aber immer nur Lecithin.
>
> Gleiches mache ich auch, das ist eigenartig und merkwürdig mit dem
> Lecithin IMO.

Inwiefern?

Jens
--
Is there anybody listening?
Is there anyone who smiles without a mask?

Rene Gagnaux

unread,
Dec 3, 2000, 2:28:34 AM12/3/00
to

Guten morgen Malte, guten morgen allerseits,

On Sat, 2 Dec 2000 20:30:16 +0100, "Malte Tanner"
<DTanneru...@t-online.de> in <90bilh$e1m$06$1...@news.t-online.com> wrote:

>Aber in wie weit muß eigentlich jeder einzelne Bestandteil in einem
>Lebensmittelprodukt gekennzeichnet werden?

Was Zusatzstoffe anbetrifft, ist dies im GU-Kompass 'E-Nummern' kurz - aber
anschaulich - erläutert:

MMMMM----- Recipe Meal-Master via Ambrosia 0.50.059

Title: Zusatzstoffe, eine Kurzinfo
Categories: Aufbau, Info, Zusatzstoff
Yield: 1 Text

Zusatzstoffe

MMMMM---------------------NACH EINEM AUFSATZ VON----------------------
-- I. Elmadfa, E. Muskat,
-- D. Fritzsche

In der Behoerdensprache sind Zusatzstoffe nach $ 2 des Lebensmittel-
und Bedarfsgegenstaendegesetzes (LMBG) Stoffe, die dazu bestimmt sind,
Lebensmitteln zugesetzt zu werden, um deren Beschaffenheit zu
beeinflussen oder bestimmte Eigenschaften oder Wirkungen bei diesen
Lebensmitteln zu erzielen. Ausdruecklich ausgenommen sind Stoffe mit
Lebensmittelcharakter, die nach allgemeiner Verkehrsauffassung (=
Verbrauchererwartung hinsichtlich Wirkung, Vertraeglichkeit und
Bekoemmlichkeit eines Zusatzstoffes) ueberwiegend wegen ihres Naehr-,
Geruchs- oder Geschmackswertes oder als Genussmittel verwendet
werden, sowie Trink- und Tafelwasser. So ist zum Beispiel Eigelb kein
Zusatzstoff, obwohl es bestimmte Eigenschaften (Aussehen, Farbe)
eines Lebensmittels (zum Beispiel eines Kuchens) beeinflussen soll,
weil es in erster Linie wegen seines Naehr- und Geschmackswertes
verwendet wird.

Unter Zusatzstoffen versteht man also Verbindungen, die Lebensmitteln
absichtlich beigegeben werden. Unbeabsichtigt in Lebensmittel
uebergehende Stoffe, wie Verunreinigungen und Rueckstaende aller Art,
sind keine Zusatzstoffe: Geht zum Beispiel Zinn aus Konservendosen in
Lebensmittel ueber, wird Zinn dadurch nicht zum Zusatzstoff. Das
Lebensmittelrecht stellt eine Reihe von Stoffen den Zusatzstoffen
gleich, weil sie in Lebensmitteln eine technologische Aufgabe zu
erfuellen haben. Zu diesen zaehlen
:* Naehrstoffe wie
: - die Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente), ausser Kochsalz
: - die Aminosaeuren (= Eiweissbausteine)
: - die Vitamine A und D
:
:* die Zuckeraustauschstoff wie
: - Sorbit, ausser Fructose (= Fruchtzucker)
:
:* alle Suessstoffe.

Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese Stoffe aus natuerlichen
Quellen gewonnen oder auf synthetischem Wege erzeugt werden.
Umhuellungen und Uberzuege - soweit sie nicht mitgegessen werden -
sind nach dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenstaendegesetz den
Zusatzstoffen zuzurechnen. Was unterscheidet Zusatzstoffe von Zutaten?

Zusatzstoffe sind eine Untergruppe der Zutaten. Wenn ein Stoff oder
eine Verbindung zum Zusatzstoff im Sinne des Gesetzes erklaert wurde,
so hat dies fuer den Hersteller und damit letztlich auch fuer uns als
Verbraucher besondere lebensmittelrechtliche Konsequenzen: Denn der
Einsatz von Zusatzstoffen in Lebensmitteln unterliegt starken
Beschraenkungen, und zwar sowohl hinsichtlich der Menge, die
zugesetzt werden darf, als auch hinsichtlich der Art der
Lebensmittel, in denen sie verwendet werden duerfen.

Eine behoerdliche Zulassung wird nur dann ausgesprochen, wenn der
Stoff mindestens folgende drei Grundvoraussetzungen erfuellt:

* Er muss technisch nonvendig sein.

* Seine Anwendung darf nicht zur Taeuschung des Verbrauchers fuehren.

* Er muss gesundheitlich unbedenklich sein.

Was bedeutet "technisch notwendig"?

Eine technische Notwendigkeit kann vorliegen, wenn eine bestimmte
Zubereitungsform eines Lebensmittels ohne Zugabe dieses Stoffes nicht
moeglich ist, zum Beispiel die Herstellung von Pudding oder Sauce ohne
Gelier.

Technisch nicht notwendig ist aber unseres Erachtens zum Beispiel der
Zusatz von Geliermittel zu Joghurt oder Dickmilcherzeugnissen.
Was bedeutet "Taeuschung des Verbrauchers"?

Ein Lebensmittel soll nicht durch Zusatz von farbgebenden Stoffen den
falschen Eindruck erwecken, es enthalte bestimmte, auch nahrhafte
Zutaten, die nach objektiver Beurteilung im Lebensmittel jedoch nicht
vorkommen. Ein Beispiel waere das Auffaerben eines Eierlikoers mit
einem synthetischen Farbstoff, um einen hoeheren Eigehalt
vorzutaeuschen. Was bedeutet "gesundheitlich unbedenklich"?

Unter gesundheitlicher Unbedenklichkeit versteht man, dass ein
Zusatzstoff beim Verzehr in der angewendeten Konzentration
langfristig kein Risiko fuer die Gesundheit darstellt. Die vom
Gesetzgeber genannten Hoechstmengen an Zusatzstoffen sind fuer eine
lebenslange Zufuhr der mit den Zusatzstoffen behandelten Lebensmittel
abgesichert. Allergische und Ueberempfindlichkeitsreaktionen koennen
durch die Aufnahme einiger Zusatzstoffe auftreten. In diesen Faellen
muss der Verbraucher auf den Verzehr so behandelter Lebensmittel
verzichten.

:Fingerprint: 21764623,101318662,Ambrosia

MMMMM

Mit diesen Ausführungen ist es auch klar, dass es in der Deklarationspraxis
eine Reihe an "Graubereichen" gibt.

Salut ,
Rene

alex

unread,
Dec 3, 2000, 3:00:00 AM12/3/00
to
Frank Amoneit schrieb:

> Auch das ist eine Verschwörungstheorie.
> Die böse Ernährungsmafia steckt einen Großteil ihrer Energie,
> Finanzpower und der Kreativität ihrer Angestellten in Projekte, die die
> armen, unwissenden Verbraucher vergiften.
> Obwohl man mit vernünftigen Produkten zufriedene Kunden haben könnte,
> die ihr Geld willig ausgeben...
> Get real.

spar dir den sarkasums: die ernährungsindustrie hat alleine das ziel, so
wie jeder andere industriezweig auch, ihre produkte möglichst rentabel
an die konsumenten weiterzugeben. dazu gehört auch das vorgaukeln von
"allerlei gesunden zutaten" in der werbung um den käufer anzuregen.
der spielraum für die gesetzlichen mindestanforderungen für die
toxikologische reinheit eines produktes wird dabei bis an die grenze des
möglichen ausgeschlachtet.

> > Die Lebensm,ittelindustrie ist nicht auf
> > zufriedene Kunden, sondern auf unwissende Kunden
> > angewiesen. Nichts anderes sichert den Erfolg als
> > die Ahnungslosigkeit des Konsumenten.

richtig

> Unwissende Kunden?
> Heutzutage?

wieviele wissen denn schon bescheid über gifitge transfette in
fertigprodukten? wieviele glauben heute noch an das böse cholesterin in
den hühnereiern? wieviele kämpfen heute noch mit gewichtsproblemen
aufgrund falscher ernährung?

die menschen glauben vor allem, was ihnen die industrie über die medien
zu glauben gibt. denk' mal darüber nach!

gruss,
@lex

--
They say you're beautiful and they'll always let you in
But doors are never open to the child without the trace of sin

mailto:alexand...@stud.tu-muenchen.de
icq: 74427392
http://www.stud.tu-muenchen.de/~alexander.kralj/
schuhgrösse: 44


Werner Sondermann

unread,
Dec 3, 2000, 3:00:00 AM12/3/00
to

"alex" <alexand...@stud.tu-muenchen.de> schrieb unter anderem:
.....

> die menschen glauben vor allem, was ihnen die industrie über die medien
> zu glauben gibt. denk' mal darüber nach!
.....

Is' wohl wahr!
Nur dann, wenn mich mal die Faehigkeit zur Selbstreflexion uebermannt,
erkenne ich, dass auch ich voll konditioniert bin und den ganzen
kursierenden Images - oder besser gesagt Vorurteilen - die so in den Medien
gestreut werden, aufsitze.
Irgendwie funktionieren wir doch alle nur wie 'ne bekloppte Rinderherde,
die man beliebig fuettern oder nach Bedarf schlachten kann.

Sorry, heute mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden :o(
Werner

--
Nur der Unterworfene handelt im Rahmen seiner Denkweise, der Freie dagegen
immer im Rahmen seiner Moeglichkeiten.
[von mir]

Malte Tanner

unread,
Dec 3, 2000, 3:00:00 AM12/3/00
to
Hallo Jens,

Am 03 Dec 2000 05:14:12 +0100, Jens Dittmar
<dit...@sonne.tachemie.uni-leipzig.de> schrieb:

> Inwiefern?

Wenn ich Nicoles Nachricht richtig gelesen habe, hat sie sich über die
Zusammensetzung bestimmter Produkte gewundert in denen Lecitin drin
war aber nichts anderes. Mehr wollte ich eigentlich in dem Bereich
dieser Nachricht nicht sagen auf die Du geantwortet hast.

Grüße von Malte

Helmut Lammertz

unread,
Dec 3, 2000, 3:00:00 AM12/3/00
to
Ein Gelatine Hersteller listet unter Produkteigenschaften auf das eine
spezielle Gelatine die
Entmischung verhindert.
Vermutlich ist dies damit gemeint.

http://www.gelita.com/dgf-deutsch/eigeng.htm

Mahlzeit!

"I. Kaiser" wrote:
>
> Hallo,
>
> mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll. Auf
> dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?
>

> Gruß Inka

--
Helmut Lammertz
Leverkusen
Germany Helmut....@NetCologne.de

Sabine Becker

unread,
Dec 3, 2000, 3:00:00 AM12/3/00
to
Hallo Marco,

zu Deinem Artikel vom 02.12.00 muß ich noch was quaken:

> Marco, dessen Nutella alle ist :-(

Geh in den nächsten Naturkostladen und kauf Dir Salabim. Schmeckt eh viel
besser. :-)

(nicht mit dem Hersteller verwandt oder verschwägert und so ...)

Einen schoenen Gruss quakt der |||
|||
/ | \TARI-FROSCH

Dirk Schneider

unread,
Dec 3, 2000, 7:06:52 PM12/3/00
to

"I. Kaiser" <ink...@gmx.de> schrieb:

>
> mir wurde erzählt, dass im "Nutella" Rinderblut verarbeitet werden soll.
Auf
> dem Glas finde ich davon keine Inhaltsangabe. Was soll ich glauben?
>

Habe ich auch letztens gehört, und muss zugeben, dass ich erst etwas
angeekelt war.
Aber, wo ist eigentlich das Problem, wir essen Fleisch, teilweise blutige
Steaks, Blutwurst,... da ist überall lecker Rinderblut drin. Mal davon
abgesehen, dass man Blut jetzt nicht direkt mit süssen Speisen wie
Nutella(R) un Verbindung bringen würde.

Allerdings - einen anderen Geschmack bekommt das natürlich durch die
aktuelle
BSE-Situation.

Gruß Dirk.


Frank Amoneit

unread,
Dec 4, 2000, 2:37:00 AM12/4/00
to
On Sun, 03 Dec 2000 00:57:08 +0100, alex
<alexand...@stud.tu-muenchen.de> wrote:

>spar dir den sarkasums: die ernährungsindustrie hat alleine das ziel, so
>wie jeder andere industriezweig auch, ihre produkte möglichst rentabel
>an die konsumenten weiterzugeben.

Das ist unbestritten und selbstverständlich.
Allerdings in einem hochregulierten und kontrolierten Markt.
Nimm zum Beispiel Zusatzstoffe: da gilt das Prinzip, das alles
verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Nimm das lückenlose Netz der Lebensmittel-Untersuchungsämter, an die
sich jeder Bürger bei Verdacht wenden kann und die ohnehin selber
aktiv in der Kontrolle sind.
Nimm die Vielzahl der Publikationen, die ihr Geld damit verdienen,
vermeintliche oder wirkliche Skandale aufzudecken (Ökotest o.ä.)

Und in diesem Umfeld tummelt sich eine mafiöse Ernährungsindustrie und
legt es darauf an, durch Verbrauchertäuschung reich zu werden?


>dazu gehört auch das vorgaukeln von
>"allerlei gesunden zutaten" in der werbung um den käufer anzuregen.

Auch das finde ich unproblematisch, solange die Zutaten nicht schaden.
Niemand zwingt Dich, Vitaminsäfte zu kaufen.

>der spielraum für die gesetzlichen mindestanforderungen für die
>toxikologische reinheit eines produktes wird dabei bis an die grenze des
>möglichen ausgeschlachtet.

Der gesetzliche Spielraum ist ziemlich eng. Und die Grenzen liegen
*ziemlich* weit von den Regionen entfernt, wo es toxikologisch
bedeutsam wird. Außer bei althergebrachten Produkten, wie z.B. Bohnen.
Die würdest Du nach der Novel-Food Verordnung sicher nicht als
Lebensmittel zugelassen bekommen....

Frank

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