Auf einem der Gemuseglaesschen fuer unser Baby steht als Zutaten u.a.
Pastinaten. Weiss zufaellig jemand, was das ist?
Ciao
Norbert
Burt schrieb in Nachricht <36fe199f...@news.az-online.net>...
Hallo, Burt(?) oder Norbert(?)
>Auf einem der Gemuseglaesschen fuer unser Baby steht als Zutaten u.a.
>Pastinaten. Weiss zufaellig jemand, was das ist?
Falls Du _Pastinaken_ meinst:
Pastinake Pastinaca sativa
-auch: Welsche Petersilie,
Hammelmoehre, Hirschmoehre,
Moorwurzel, Balsternaken,
Pasternat, Rosskemmich
Der Pastinak ist ein Doldenbluetler. Er besitzt eine fleischige,
gelblichweisse Pfahlwurzel.
Die einfach gefiederten Blaetter sind glaenzend gruen.
Im 2. Jahr treibt die Pflanze einen kantigen, gerillten Blueten-
stengel, der fein behaart ist. Er erreicht eine Hoehe von 100 cm
und verzweigt sich erst im oberen Teil. Von Juli bis September
entfalten sich an den Stengelspitzen viele kleine, gelbe Blueten,
die in ungleich langen Dolden zusammenstehen.
Der Geruch der Pflanze erinnert an Moehren, die Wurzel schmeckt
suesslich. Sie hat einen hohen Gehalt an Vitamin A, B und C und
enthaelt ausserdem Eiweiss, Zucker, Staerke, Pektin, aetherisches und
fettes Oel. Sie wirkt blutreinigend und harntreibend.
In seiner aeusseren Form gleicht dieses Gemuese grossen Peter-
silienwurzeln. Der Geschmack ist jedoch etwas strenger, und deshalb
werden Pastinaken gern in Verbindung mit anderem Gemuese zubereitet
oder zur Suppe verwendet.
> Auf einem der Gemuseglaesschen fuer unser Baby steht als
> Zutaten u.a. Pastinaten. Weiss zufaellig jemand, was das ist?
Ein Druckfehler!
Es handelt sich mit Sicherheit um Pastinaken, ein möhrenähnliches und
ganz enorm gesundes Wurzelgemüse. Es ist nicht orange wie Möhren,
sondern eher beige-weiß und sieht ähnlich aus, ist aber viel größer
als Petersilienwurzeln - vielleicht kennst Du die.
Pastinaken wachsen bei uns auch wild, werden aber schon mindestens
solange wie Möhren auch angebaut. Pastinaken sind nicht nur beim Bio-
Bauern dem Markt sondern auch in jedem gutsortierten Gemüseladen zu
haben. Letzhin fand ich sie sogar bei Liedl vor einer Weile auch mal
bei Penny, da waren sie aber etwas verschrumpelt und recht zäh - im
Suppengrün für die Cremesuppe ging es gerade noch.
Grüße
Bernhard
ohne das ich hier die Pferde
scheu machen moechte, und
ebenfalls ohne Wertung moechte
ich an dieser Stelle mal aus dem
Roempp, Lexikon der Chemie und
Lebensmittelchemie zitieren:
"... Beachtlich ist der Gehalt an
Furocumarinen (...), die nicht nur
photosensibilisierend, sondern
auch carcinogen wirksam sind"
aus der 9. erweiterten Auflage,
Roempp Chemie Lexikon,
Hrsg.: Prof. Dr. J. Falbe und
Prof. Dr. M. Regitz,
Georg Thieme Verlag Stuttgart.
> "... Beachtlich ist der Gehalt an
> Furocumarinen (...), die nicht nur
> photosensibilisierend, sondern
> auch carcinogen wirksam sind"
Was wissen andere darüber?
Was geschieht mit Furocumarinen bei der Zubereitung?
Wo sind die noch drin?
Doch hoffentlich nicht in allen Doldenblütern?
Grüße
Bernhard
Cumarine selbst duerften sich eigentlich
nicht durch Hitzeeinwirkung bis 100 Grad
zersetzen. Cumarin zB hat einen
Siedepunkt von 300 Grad und
siedet unzersetzt. Ob das bei Furocumarinen
so viel anders ist kann man bezweifeln.
Jedoch noch folgender Hinweis:
Limonaden, Backwaren und Tabak
duerfen nach der Essenzen-VO
nicht mehr mit Cumarin-haltigen
Pflanzen aromatisiert werden.
Quelle: Roempp, Stichwort Cumarin
> Wo sind die noch drin?
Besonders haeufig in Doldenbluetlern wie
Knorpelmoehre, Bibernelle, Engelswurz
und Baerenklau. Auch in
Schmetterlingsbluetlern und
Rautengewaechsen.
Quelle: Wieder Roempp, Stichwort Furocumarine
> Doch hoffentlich nicht in allen Doldenblütern?
mfg
Timm
On Mon, 29 Mar 1999 01:00:00 +0000, B.Al...@LINK-F.rhein-main.de (Bernhard
Albert) in <7DnQq...@lf42.link-f.rhein-main.de> wrote:
>> "... Beachtlich ist der Gehalt an
>> Furocumarinen (...), die nicht nur
>> photosensibilisierend, sondern
>> auch carcinogen wirksam sind"
>
>Was wissen andere darüber?
Panikmacherei. Auch Wasser kann mit Sicherheit tödlich wirken ;))
Salut ,
Rene
Hallo René,
nicht nur die geschmückten Birken sind typisch für den Mai, sondern auch die
zu dieser Jahreszeit beliebte Maibowle, die aus Wein, Sekt und
Waldmeisterkraut bereitet wird. 1970 wurde die Herstellung bzw. der Verkauf
von Waldmeisterbowle verboten, nachdem der Gesetzgeber den Waldmeister
aufgrund seines Cumarin-Gehaltes auf der Liste der verbotenen Stoffe gesetzt
hat.
Cumarin und verwandte Verbindungen sind im Pflanzenreich weit verbreitet.
Der charakteristische Geruch z. B. frischen Heus aus Klee beruht auf
Cumarin. Cumarin ist ausser in einigen exotischen Früchten auch in
Waldmeister, Datteln, Erdbeeren, Brombeeren, Aprikosen und Kirschen in
kleineren Mengen enthalten. Während zwar akut giftige Wirkungen des Cumarins
in Nahrungsmitteln keine Rolle spielen, sind bei häufiger Aufnahme von
Cumarin jedoch Gesundheitsschäden möglich. Verantwortlich ist hier nicht das
Cumarin selbst, sondern die Abbauprodukte, die o-Hydroxyphenylessigsäure und
die o-Hydrophenylmilchsäure, die gerinnungshemmend sind und bei
Versuchstieren Leberschäden hervorriefen. Cumarin steht auch in Verdacht
krebserzeugend zu sein, obwohl diese Wirkung noch nicht endgültig geklärt
ist.
Mit der Neuregelung des Weinrechts wurden auch bestimmte Einschränkungen
aufgehoben, die früher mit Rücksicht auf die Gesundheit erlassen worden. So
können Maibowle und ähnliche weinhaltige Getränke künftig wieder mit
Waldmeisterkraut hergestellt werden. Allerdings darf der dadurch
hervorgerufene Cumarin-Gehalt im fertigen Produkt die Menge von 5 ppm nicht
übersteigen. Wird dieser Grenzwert in der Praxis eingehalten - wozu sicher
mehr als nur stichprobenartige Kontrollen nötig sind -, wird eine Maibowle
wohl kaum gesundheitliche Schäden anrichten. Bei selbsthergestellter Bowle
aus gesammelten oder gekauftem Waldmeisterkraut können die
Cumarin-Konzentrationen aber wesentlich höher sein. Wer sicher gehen will,
sollte nicht mehr als 3,5 g frisches Waldmeisterkraut zum Ansatz auf 1 Liter
Bowle nehmen. Damit ergibt sich ein Maximalgehalt von 5 ppm Cumarin.
Panikmacherei ist diese Aussage sicherlich nicht, René!
MfG Gunter
Zusammenfassung
Übersicht über die wichtigsten, Cumarin enthaltenden Gewürz- und
Arzneipflanzen: Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), Mariengras (Hierochloe
odorata), Waldmeister (Galium odoratum), Steinklee (Melilotus officinalis,
M. alba) und Tonkabohnen (Dipteryx odorata), deren Wirkungen, Verwendung
sowie die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.
Summary
The author described the importand cumarin contained spice and medical
plants: sweet vernal grass (Anthoxanthum odoratum), holy grass (Hierochloe
odorata), sweet woodruff (Galium odoratum), sweet clover or yellow and white
melilot (Melilotus officinalis, M. alba) and tonka beans (Dipteryx odorata),
your effects, uses and the relevanted legaled regulationes.
Literatur
1. ANONYM, 1994: Leberschäden durch Cumarin ? Dtsch. Apoth. Ztg. 134, 1372.
2. ASHTON, W.M. and E.G. DAVIES, 1962: Coumarin and related compounds in
Anthoxanthum and Melilotus officinalis species, and the formation of
dicoumarol. Biochem. J. 85, 22-23.
3. DOMBROWICZ, E., L. SWIATEK, R. GURYN and R. ZADERNOWSKI, 1991: Phenolic
acids in herb (Melilotus officinalis). Pharmazie 46, 156-157.
4. HEEGER, E. F. und W. POETHKE, 1954: Gemeine Quecke, Ruchgras und
Heublumen - Gewinnung, Inhaltsstoffe, Verwendung. Pharmazie 9, 131-157.
5. POUND, F. J., 1938: History and cultivation of the tonka bean (Dipteryx
odorata) with analysis of Trinidad, Venezuela and Brazilian samples. Trop.
Agricult. Trinidad 15, 4-9, 28-32.
6. SEIDEMANN, J., 1993: Würzmittel-Lexikon. Ein alphabetisches
Nachschlagewerk von Abelmoschus bis Zwiebeln. B. Behr’s Verlag Hamburg. 621
S.
7. SEIDEMANN, J., 1994: Sind Maibowlen gesundheitsschädlich? LMB -
Lebensmittelbrief 5, 35-37 (dort auch weitere Lit.).
8. STEVENSON , G. A., 1969: A agronomic and taxonomic review of the genus
Melilotus Mill.. Canad. J. Plant Sci. 49, 1-20.
9. SULLIVAN, G., 1982: Occurrence of umbelliferone in the seeds of Dipteryx
odorata (Aubl.) Willd.. J. agric. Food Chem. 30, 609-610.
10. WALKER, G. T., 1975: Cumarin. Seifen, Öle, Fette, Wachse 101, 217-218.
11. WÖRNER, M. und P. SCHREIER, 1990: Flüchtige Inhaltsstoffe aus Steinklee
(Melilotus officinalis [L.] Lam.) Z. Lebensmittel-Unters. u. -Forsch. 192,
425-428.
12. WÖRNER, M. und P. SCHREIER, 1991: Flüchtige Inhaltsstoffe aus
Tonkabohnen (Dipteryx odorata Willd.). Z. Lebensmittel-Unters. u. -Forsch.
193, 21-25.
13. WÖRNER, M. und P. SCHREIER, 1991: Über die Aromastoffzusammensetzung von
Waldmeister (Galium odoratum [L.] Scop.). Z. Lebensmittel-Unters.
u. -Forsch. 193, 317-320.
14. Aromen-Verordnung vom 22.12.1981 (BGBl I, S. 1625-1627); geändert durch
die Änderungs-VO. vom 10.05.1983 (BGBl. I, S. 601) und § 77, Abs. 6 der
Zusatzstoff-VO. vom 10.07.1984 (BGBl. I, S. 897).
15. Verordnung über Wein, Likörwein und weinhaltige Getränke - Wein-VO. -
vom 04.08.1983 (BGBL. I, S. 1078) i.d. Form der Änderungs-VO. vom 05.02.1986
(BGBL. I, S. 256), der 7. Änderungs-VO. vom 29.07.1986 (BGBL. I, S. 1266)
und der 8. Änderungs-VO. vom 22.05.1987 (BGBL. I, S. 1386).
Anschrift des Verfassers
Dr. Johannes Seidemann
Neuendorfer Str. 26/56
D-14480 Potsdam - Germany -
:>Panikmacherei. Auch Wasser kann mit Sicherheit tödlich wirken ;))
[Zusammenhang von mir voellig zerstoert, Ilja]
: Panikmacherei ist diese Aussage sicherlich nicht, René!
Wie mir eine Pharmaziestudentin einmal versichert hatte, beginnt Wasser ab
etwa 8 Litern (auf einmal genossen) toedlich zu wirken.
Ich will auch keine Panik machen! ;-)
Ilja.
--
"Soldaten sind Moerder." (Kurt Tucholsky)
"Soldaten sind [...] Zinksargfuellmasse." (Wiglaf Droste, TAZ 31.3.1999)
On Wed, 31 Mar 1999 01:30:44 +0200, "Gunter Thierauf"
<GunterT...@gmx.net> in <7drmuj$1hi$1...@public.ndh.net> wrote:
>Rene Gagnaux schrieb in Nachricht <37040ee1.614288960@news>...
>>Hallo Bernhard
>>
>>On Mon, 29 Mar 1999 01:00:00 +0000, B.Al...@LINK-F.rhein-main.de
>(Bernhard
>>Albert) in <7DnQq...@lf42.link-f.rhein-main.de> wrote:
>>
>>>> "... Beachtlich ist der Gehalt an
>>>> Furocumarinen (...), die nicht nur
>>>> photosensibilisierend, sondern
>>>> auch carcinogen wirksam sind"
>>>
>>>Was wissen andere darüber?
>>
>>Panikmacherei. Auch Wasser kann mit Sicherheit tödlich wirken ;))
>nicht nur die geschmückten Birken sind typisch für den Mai, sondern auch die
>zu dieser Jahreszeit beliebte Maibowle, die aus Wein, Sekt und
>Waldmeisterkraut bereitet wird. 1970 wurde die Herstellung bzw. der Verkauf
>von Waldmeisterbowle verboten, nachdem der Gesetzgeber den Waldmeister
>aufgrund seines Cumarin-Gehaltes auf der Liste der verbotenen Stoffe gesetzt
>hat.
Klar... Es wurde aber nicht über Cumarin-Gehalt von Waldmeister geschrieben,
sondern über Cumarin-Gehalt von Pastinaken.
>Panikmacherei ist diese Aussage sicherlich nicht, René!
Bei Pastinaken??
Salut ,
Rene
On Wed, 31 Mar 1999 01:48:43 +0200, "Gunter Thierauf"
<GunterT...@gmx.net> in <7drnt2$33c$1...@public.ndh.net> wrote:
>Übersicht über die wichtigsten, Cumarin enthaltenden Gewürz- und
>Arzneipflanzen: Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), Mariengras (Hierochloe
>odorata), Waldmeister (Galium odoratum), Steinklee (Melilotus officinalis,
>M. alba) und Tonkabohnen (Dipteryx odorata), deren Wirkungen, Verwendung
>sowie die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.
Wie ist es mit dem Cumarin-Gehalt in Pastinaken?
Salut ,
Rene
Danke fuer den interessanten Hinweis.
In der Zwischenzeit mache ich wieder einmal Werbung fuer mein
Gewuerzlexikon, das natuerlich auch einen Artikel ueber
Tonkabohnen enthaelt:
http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/germ/Dipt_odo.html
Gernot
Rene Gagnaux schrieb in Nachricht <3702b42e.1575616@news>...
dieser ist mir nicht bekannt. Für eine normale Menge von Pastinaken wird
Cumarin keine wesentliche Bedeutung haben! In unmengen genossen wird es
sicherlich ein Erwachen geben. Das ging aber allgemein aus dem Artikel
hervor. Es ist dann gleich welches Kraut man als Beispiel heranzieht.
MfG Gunter
>sondern über Cumarin-Gehalt von Pastinaken.
um es nochmal genau zu sagen:
den Gehalt an Furocumarinen!
Und zwar sagt der Roempp hierzu
zum einen, der Gehalt sei
bemerkenswert hoch, und zum
anderen werden dort gleich mehrere
Furocumarine aufgezaehlt, die in P.
enthalten sind.
Den Vergleich zwischen Furocumarinen
und Cumarin hatte ich lediglich gezogen,
um Mutmassungen ueber die Eigenschaften
(Zersetzungspunkt, Hydrolyseanfaelligkeit)
anzustellen.
In Physiologischer Hinsicht sind solche
Mutmassungen natuerlich voellig
ausgeschlossen.
Und des weiteren: fuer die
carcinogene Wirkung gibt es
natuerlich keine Mindestdosis,
im Gegensatz zu der Leberschaedigenden
Wirkung von Cumarin.
Und zum Thema Panikmache
moechte ich auch noch was loswerden:
Es ist keine Art eine sachlich vorgetragene
Bemerkung einfach als Panikmache abzutun.
Insbesondere nicht mit dem Verweis auf
die toxische Wirkung von Wasser.
Die LD50 von Zyankali liegt bei meinem
Koerpergewicht zum Beispiel bei immerhin
2g harmlos, ebenfalls Panikmache!
(Ich werde es trotzdem nicht essen)
mfg
Timm
insbesondere bei Babynahrung,
ist doch wohl die Diskussion
nicht schaedlich, ob es sinnvoll
ist Zutaten zu verwenden,
welch Potentiell carcinogen sind,
oder? Man bedenke Immerhin
das fuer Babys die Dosis, welche fuer
eine entsprechende Wirkung notwendig
ist um mindestens eine
Groessenordnung niedriger ist.
mfg
Timm
On 1 Apr 1999 12:45:26 GMT, trei...@aol.com (TReinisch) in
<19990401074526...@ng-fa1.aol.com> wrote:
>>sondern über Cumarin-Gehalt von Pastinaken.
>
>um es nochmal genau zu sagen:
>den Gehalt an Furocumarinen!
>
>Und zwar sagt der Roempp hierzu
>zum einen, der Gehalt sei
>bemerkenswert hoch, und zum
>anderen werden dort gleich mehrere
>Furocumarine aufgezaehlt, die in P.
>enthalten sind.
Wenn dieser Gehalt so bemerkenswert hoch sein sollte, warum
a) wird dieser Gehalt nicht angegeben
b) findet sich offensichtlich niemand, der diesen Gehalt angeben kann??
Salut ,
Rene
>a) wird dieser Gehalt nicht angegeben
>b) findet sich offensichtlich niemand, der diesen Gehalt angeben kann??
Der Roempp selbst ist stets sehr knapp gehalten
(immerhin 5500 Seiten) weitergehende Informationen
muss man sich dann aus den angegebenen
Literaturstellen raussuchen.
Ich gehe davon aus, dass ueber den
Gehalt etwas im Literaturverweis steht.
Dieses Werk befindet sich aber nicht in
meinem Besitz. Ich werde es aber naechste
Woche in der Bibliothek anfordern.
Wenns jemand hat, kann er ja mal nachschauen:
Franke, Naturpflanzenkunde, Stuttgart: Thieme 1989
mfg
Timm
>Ich gehe davon aus, dass ueber den
>Gehalt etwas im Literaturverweis steht.
>Dieses Werk befindet sich aber nicht in
>meinem Besitz. Ich werde es aber naechste
>Woche in der Bibliothek anfordern.
>Wenns jemand hat, kann er ja mal nachschauen:
>
>Franke, Naturpflanzenkunde, Stuttgart: Thieme 1989
Hallo Timm,
da muss ich mir doch mal eine neuere Ausgabe gönnen ;-)
Meine ist von 1976, da finde ich nichts von Furocumarinen bei Pastinaken.
Grüße
Petra
--
Petra Holzapfel
Helmutu.Pet...@t-online.de
> >>Wie ist es mit dem Cumarin-Gehalt in Pastinaken?
> Oh, Spitze!
> Kann man mit Pasinak Maibowle machen?
Wann wird denn endlich einmal einer die Frage, die übrigens die
Ausgangsfrage war, so beantworten, daß ich eine Entscheidung treffen,
kann, ob wir sie im Garten anbauen und zum Kochen verwenden können und
wie hoch das Gesundheitsrisiko zumindest im Vergleich ist.
Jeder weiß, daß in großen Mengen so ziemlich alles einen umbringen
kann, aber jeder weiß auch, daß in jedem Gericht und in jeder Pflanze
kleinere oder größere Mengen von für den Menschen schädlichen Stoffen
sind. Aber keiner weiß bisher offensichtlich wie schädlich Pastinaken
sind - dabei sind die sogar im Baby-Brei.
Von Maibowle haben wir nun gehört, daß die relativ schädlich ist und
ich werde sie deshalb weiterhin nur 1-2 mal im Jahr zu mir nehmen,
weil sie trotzdem sehr lecker ist - hacken wir also nicht weiter auf
ihr herum.
Und nehmen wir uns wieder die Pastinaken vor, bis das geklärt ist.
Grüße
Bernhard
On Tue, 06 Apr 1999 01:00:00 +0000, B.Al...@LINK-F.rhein-main.de (Bernhard
Albert) in <7EMmd...@lf42.link-f.rhein-main.de> wrote:
>Wann wird denn endlich einmal einer die Frage, die übrigens die
>Ausgangsfrage war, so beantworten, daß ich eine Entscheidung treffen,
>kann, ob wir sie im Garten anbauen und zum Kochen verwenden können und
>wie hoch das Gesundheitsrisiko zumindest im Vergleich ist.
>Und nehmen wir uns wieder die Pastinaken vor, bis das geklärt ist.
;))
Absolut keine gesundheitliche Probleme mit der Pastinake zu erwarten: die
Pastinaken kannst Du ruhig anbauen und geniessen :-)
Salut ,
Rene
Bernhard Albert schrieb in Nachricht
<7EMmd...@lf42.link-f.rhein-main.de>...
>Wann wird denn endlich einmal einer die Frage, die übrigens die
>Ausgangsfrage war, so beantworten, daß ich eine Entscheidung treffen,
>kann, ob wir sie im Garten anbauen und zum Kochen verwenden können und
>wie hoch das Gesundheitsrisiko zumindest im Vergleich ist.
>
für ganz eilige und unentwegte habe ich eine nette URL:
dort kannst du deine Frage ebenso anbringen. Es handelt sich hier um das
BUNDESINSTITUT FÜR GESUNDHEITLICHEN
VERBRAUCHERSCHUTZ UND VETERINÄRMEDIZIN
Da meine Kenntnis zu den Pastinaken unzureichend war, habe ich dort auch
angefragt. Das Ergebnis werde ich hier mitteilen. Schneller geht es nun mal
nicht! Dennoch sei wegen der Anpflanzung darauf hingewiesen, das dem nichts
im Wege steht. 'GIFT' ist in jeder Pflanze und wir essen sie doch. Kiloweise
wirst du sie ja nicht täglich verzehren wollen. Diese Pastinaken werden auch
verfüttert, so dass der Fleisch und Milch- und Milchproduktekonsum ebenso zu
überdenken ist! ;-)
MfG Gunter
> >Ich gehe davon aus, dass ueber den
> >Gehalt etwas im Literaturverweis steht.
> >Dieses Werk befindet sich aber nicht in
> >meinem Besitz. Ich werde es aber naechste
> >Woche in der Bibliothek anfordern.
> >Wenns jemand hat, kann er ja mal nachschauen:
> >
> >Franke, Naturpflanzenkunde, Stuttgart: Thieme 1989
>
Hallo Timm, hallo Petra,
berichtigt mich, wenn ich falsch liege, aber ich gehe davon aus, daß es
sich um 'Franke: NUTZpflanzenkunde' handelt. Ich habe die Ausgabe von
1985, da steht ber auch nur was über Vitamingehalt und sowas drin, nix
von Cumarinen.
Ciao - Susannne
> wil...@uni-muenster.de (Konrad Wilhelm ) meinte am 04.04.99 im Brett
> > Kann man mit Pasinak Maibowle machen?
> Wann wird denn endlich einmal einer die Frage, die übrigens die
> Ausgangsfrage war, so beantworten, daß ich eine Entscheidung treffen,
> kann, ob wir sie im Garten anbauen und zum Kochen verwenden können und
> wie hoch das Gesundheitsrisiko zumindest im Vergleich ist.
Dieser Thread bezieht einen betraechtlichen Teil seiner Atraktivitaet
aus der Verwechslung von "Coumarin" (dem Geruchsstoff im Waldmeister,
blutgerinnungshemmend und angeblich leberschaedigend) mit
"Furocoumarinen" (einer Substanzklasse, die in der Familie der
Doldenbluetengewaechse haeufig vorkommt [Sellerie, Petersilie] und
u.a. photosensibilisierend wirkt).
Ob der Furocoumaringehalt von Pastinak bedenklich ist, weisz
ich nicht; es ist anzunehmen, das man das Zeug durch Zucht sehr
gut entfernen kann, aber ich weisz nicht, wieviel Zuchtaufwand
Urgroszmuttergemuese gesteckt worden ist. Die Urspruenglichen
Sorten enthalten wahrscheinlich am meisten davon, und selbst da
weisz ich nicht, ob es genug ist, dasz sich ein Kopfzerbrechen
lohnt.
Vielleicht kann aber jemand klaeren, ob Furocoumarine hitzestabil
sind (ein Versuch, diese Frage zu bentworten, brachte ja das
Coumarin ins Spiel, und seitdem geht's drunter und drueber).
Gernot
Giftig durch:
Furocumarine. In den Wurzeln Pimpinellin, Sphondin. Unreife Früchte besitzen
den höchsten Furocumaringehalt. *
Kritische Dosis:
Furocumarine bewirken eine phototoxische Reaktion bei gleichzeitiger oder
nachfolgender Sonnenlichteinwirkung und führen so zur
"Wiesengräserdermatitis".
Die akute Giftigkeit der Furocumarine ist bei Abwesenheit von Licht gering.
Bei Einnahme größerer Mengen ist eine schwere Symptomatik möglich, schon bei
Einnahme kleinerer Mengen sind ernste Symptome zu erwarten.
Mögliche Symptome:
"Wiesengräserdermatitis". Zuerst brennende und juckende Rötung. Nach ca.
20-48 h scharf begrenzte Rötung der Haut mit Juckreiz, Rötung,
Blasenbildung, Ödem möglich. Die Hautveränderungen heilen langsam ab (1-2
Wochen) und können eine narbenähnliche Hyperpigmentierung hinterlassen.
Erste Hilfe:
Unbedingt Sonnenexposition vermeiden. Ansonsten symptomatische Lokaltherapie
mit abschwellenden und antiphlogistischen Mitteln. Nach dem Eintrocknen der
Blasen meist keine Beschwerden mehr, die vollständige Normalisierung der
Haut erfordert jedoch längere Zeit.
----------------------
*Pastinake gehört auch dazu.
Nähere Angaben gibt es nicht in der Fachliteratur. Eine bestimmte Dosis,
welche eine toxische Wirkung auslöst, ist für die Pastinake nicht bekannt.
Das ein Krebsrisiko besteht habe ich ja bereits geschrieben.
MfG Gunter