wären des betrieblichen Weihnachtsessen, Indisch, kamen wie auf des
Deutschen Lieblinggericht zu sprechen; Wiener Schnitzel. Ein Kollege
entfremdete sich uns mit der Behauptung, das das deutsche Nationsymbol
"Schnitzel" erst um 1800 nach Deutschland, bzw Österreich entführt
würde. Graf Radetzky, ehemalig General-Gouverneur in Oberitalien, soll es
als "Mailänder Schnitzel" okkupiert haben, um dann das besetzte Stück
Fleisch zum "Wiener Schnitzel" zu annektieren. Wunder, Google bestätigt
diese dreiste Tat. Noch ungeheuerlicher erscheint allerdings, die
nationale Sicherheit unterlaufende Behauptung, das Wiener Schnitzel wäre
ursprünglich aus Lamm gewesen. Nun standen die Türken ja vor Wien, doch
haben sie sicher nicht alle Kälber mitgenommen und dafür ihre Lämmer
dagelassen. Welche Not könnte zum Schnitzel a la Lamm geführt haben?
Oder stimmt dieser Teil der Behauptung nicht? Google schweigt sich dazu
leider aus. Vielleicht kennt einer/eine aus dieser NG die Wahrheit.
Heinrich
--
Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es,
dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.
Grüße
Nek.
und daß die Italiener das Rezept eigentlich von den Spaniern übernommen
hatten, die es während der Zeit ihrer maurischen Besatzung wiederum den
Arabern abschauten, die nun ihrerseits diese Technik aus Byzanz (dem heutigen
Istanbul) mitgebracht hatten.
So ist das Wiener Schnitzel eigentlich ein Byzantinisches Schnitzel und ein
Produkt der daraus entstandenen costoletta milanese.
Ich halte selbst Lämmer. Da die üblichen Rezepte für Lammfleisch mich aber
nicht mehr begeistern können, experimentierte ich in verschiedenster Weise.
Habe bisher keine Teile/Zuschnitte gefunden, deren Qualität als Schnitzel
mich überzeugen könnten. Aber wenn man nichts anderes hat, warum nicht?
Im Orient wird viel Lamm gegessen, da kann doch sicher schon mal die eine
oder andere Scheibe paniert worden sein. Heute sind Schwein, Pute, Hähnchen
ja auch oft beliebte Schnitzel.
Gruß
NMS
> Noch ungeheuerlicher erscheint allerdings, die
> nationale Sicherheit unterlaufende Behauptung, das Wiener Schnitzel wäre
> ursprünglich aus Lamm gewesen. Nun standen die Türken ja vor Wien, doch
> haben sie sicher nicht alle Kälber mitgenommen und dafür ihre Lämmer
> dagelassen. Welche Not könnte zum Schnitzel a la Lamm geführt haben?
> Oder stimmt dieser Teil der Behauptung nicht? Google schweigt sich dazu
> leider aus. Vielleicht kennt einer/eine aus dieser NG die Wahrheit.
AFFAIR gab es im orientalischen Kulturraum mal die Sitte, Speisen mit
Blattgold zu verzieren. Nachdem diese Zubereitung verboten wurde, wurde
eine Art Panade wegen ihres güldenen Schimmers als Ersatz kreiert.
Und ich vermute mal, dass Lamm bei den Orientalen gebräuchlicher war als
Kalb.
Grüsse
Dirk
Lieber Heinrich, liebe Mampfer,
In der italienischen (und in der klassischen franösischen nach
Escoffier) -Küche nent man alle panierten Speisen "alla milanese" resp. à la
milanaise. Panieren lässt sich natürlich alles. Es kann ja sein, dass sich
das "Wiener Schnitzel" erst um 1800 als österreichische Spezialität
entwickelt hat. Unterdessen ist es aber unbedingt so, dass ein
Wienerschnitzel unbedingt und nur aus Kalbfleisch ist, ohne irgendwelche
wenn und aber. Alles andere ist Unsinn.
Guten Appetit
Carlo
Nek Oggo schrieb:
> Das "Wiener Schnitzel" nennt sich in Italien "Milanese" und es ist aus
> Kalbsfleisch.
... was es mit dem "klassischen" Wiener Schnitzel im Gegensazt zum
Schnitzel Wiener Art gemeinsam hat.
Alexander
NMS wrote:
> Hallo Heinrich,
> mein Informationsstand geht auch so ähnlich:
>
> und daß die Italiener das Rezept eigentlich von den Spaniern übernommen
> hatten, die es während der Zeit ihrer maurischen Besatzung wiederum den
> Arabern abschauten, die nun ihrerseits diese Technik aus Byzanz (dem heutigen
> Istanbul) mitgebracht hatten.
> So ist das Wiener Schnitzel eigentlich ein Byzantinisches Schnitzel und ein
> Produkt der daraus entstandenen costoletta milanese.
Kann es nicht sein, das so Sachen wie Panade an verschiedenen Stellen erfunden
wurden? Ist ja nicht so kompliziert.Das ist so wie bei uns Töpfern immer darum
gestritten wird, wer nun eigentlich die Töpferscheibe erfunden hat. Darauf gibt
es auch keine eindeutige Antwort. Einen rotierenden Stein zu erfinden, war ja
nicht so toll und dann war die Töpferscheibe gleich das nächste. Und ein Stück
Fleisch zuerst mit Brotbröseln zu belegen, bevor man es brät, ist sicher auch
vielen eingefallen. also ich glaub das mit den Spaniern und Byzantinern nicht
wirklich.
>
>
> Ich halte selbst Lämmer. Da die üblichen Rezepte für Lammfleisch mich aber
> nicht mehr begeistern können, experimentierte ich in verschiedenster Weise.
> Habe bisher keine Teile/Zuschnitte gefunden, deren Qualität als Schnitzel
> mich überzeugen könnten. Aber wenn man nichts anderes hat, warum nicht?
> Im Orient wird viel Lamm gegessen, da kann doch sicher schon mal die eine
> oder andere Scheibe paniert worden sein. Heute sind Schwein, Pute, Hähnchen
> ja auch oft beliebte Schnitzel.
>
eben, hatte man mal mehr Lämmer, machte man es eben daraus. Ich glaube, früher
haben sie das nicht so genau genommen. Wir alle wissen, echtes Wienerschnitzel
ist aus Kallbfleisch, macht aber heute kaum mehr jemand, meistens ist es Schwein.
Liebe Grüsse, Monika
--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
www.schleidt.org/mskeramik
> Kann es nicht sein, dass so Sachen wie Panade an verschiedenen Stellen erfunden
> wurden? Ist ja nicht so kompliziert. Und ein Stück Fleisch zuerst mit Brotbröseln
> zu belegen, bevor man es brät, ist sicher auch vielen eingefallen. also ich glaub
> das mit den Spaniern und Byzantinern nicht wirklich.
Na klar! Kann alles sein! Ich war auch nicht direkt dabei! War geringfügig vor meiner
Zeit!
Die Historiker reimen sich gern eins an das andere. Man kann dann sagen: erscheint
nachvollziehbar oder eben nicht. Mir kam es eben nachvollziehbar vor.
Es gibt recht gute Gründe, anzunehmen, die Spinx sei 6T Jahre alt. Auch
nachvollziehbare Gründe zu meinen, sie sei 16T Jahre alt. Da war ich auch nicht
dabei.
> > Ich halte selbst Lämmer. Da die üblichen Rezepte für Lammfleisch mich aber
> > nicht mehr begeistern können, experimentierte ich in verschiedenster Weise.
> > Habe bisher keine Teile/Zuschnitte gefunden, deren Qualität als Schnitzel
> > mich überzeugen könnten. Aber wenn man nichts anderes hat, warum nicht?
> > Im Orient wird viel Lamm gegessen, da kann doch sicher schon mal die eine
> > oder andere Scheibe paniert worden sein. Heute sind Schwein, Pute, > Hähnchen ja
> auch oft beliebte Schnitzel.
> >
>
> eben, hatte man mal mehr Lämmer, machte man es eben daraus. Ich glaube, früher
> haben sie das nicht so genau genommen. Wir alle wissen, echtes Wienerschnitzel ist
> aus Kalbfleisch, macht aber heute kaum mehr jemand, meistens ist es Schwein.
Und heißt dann Schnitzel Wiener Art.
Na, Hauptsache, es schmeckt :-)
>
> Liebe Grüsse, Monika
>
Ebensolche
NMS
Das Alter der _Sphinix_ wird nicht angenommen. Es kann wissenschaftlich
bestimmt werden.
Da brauchst Du nicht dabei gewesen zu sein.
MfG
Holger
> "NMS" schrieb...
>
> > Die Historiker reimen sich gern eins an das andere. Man kann dann
> > sagen: erscheint nachvollziehbar oder eben nicht. Mir kam es eben
> > nachvollziehbar vor.
> > Es gibt recht gute Gründe, anzunehmen, die Spinx sei 6T Jahre alt.
> > Auch nachvollziehbare Gründe zu meinen, sie sei 16T Jahre alt. Da
> > war ich auch nicht dabei.
>
> Das Alter der _Sphinix_ wird nicht angenommen. Es kann wissenschaftlich
> bestimmt werden.
> Da brauchst Du nicht dabei gewesen zu sein.
Und wie alt ist nun der Sphinx genau, wenn es doch so einfach
wissenschaftlich zu bestimmen ist?
Vom Holzstoeckchen, das man angeblich im Geheimgang der
Cheops-Pyramide fand, hat man auch nichts mehr gross gehoert.
Zumindest daran muesste man doch jetzt ziemlich genaue das Alter
dieses Bauwerks bestimmen koennen?
Ach egal!
Hat jemand zufaellig ein REZ fuer altaegyptisches Fladenbrot
in seinem Archiv?
Tschau,
der alte Fellache Werner ;)
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v0.94a
Titel: Altägyptisches Fladenbrot
Kategorien: Brot
Menge: 8 Fladen
1 Teel. Trockenhefe
1/4 Tasse/n Warmes Wasser
1/2 Tasse/n Joghurt fettreduziert/
-- zimmerwarm
1/2 Teel. Backpulver
1 Tasse/n Gerstenmehl
1 Tasse/n Vollkornweizenmehl
1/2 Teel. Salz
======================ÖLDIP======================
1/2 Tasse/n Olivenöl
100 Gramm Sesamsamen
75 Gramm Haselnüsse (alternativ
-- Mandeln, Pistazien)
50 Gramm Geröstete Kichererbsen
50 Gramm Koriandersamen
25 Gramm Kreuzkümmel
1 Teel. Thymian
1/2 Teel. Pfeffer
======================QUELLE======================
-- Erfasst *RK* 27.12.02 von
-- Karla Baumann
Hefe in warmen Wasser auflösen, mit dem Joghurt glatt verrühren, das
Backpulver untermixen. In einer Schüssel beide Mehlsorten mit dem Salz
vermengen. Die Joghurt-Hefewassergemisch einrühren und den Teig per
Hand 10 Minuten rund kneten. Die Schüssel mit Folie oder einem
Küchenhandtuch bedecken und an einem warmen Ort 1 bis 1 1/2 Stunden
gehen lassen. Den Teig danach nochmals kurz durchkneten und in 8
Portionen teilen und 8 Kugeln formen zu dünnen Fladen von 15 cm
Durchmesser auswalken, Fladen zudecken und 20 Minuten gehen lassen.
Eine Pfanne mit Öl auspinseln und mittelstark erhitzen. Jeden Fladen ca.
1 1/2 Minuten auf jeder Seite braten, dabei flachdrücken, um eine zu
große Blasenbildung und zu starkes Auftreiben zu verhindern. Gebackene
Fladen warmhalten.
Dazu passt ein Olivenöldip: Geröstete Kichererbsen grob zerhacken,
Koriandersamen, Sesam, Kreuzkümmelsamen, Pfeffer in einer trockenen
Pfanne erhitzen, schroten und Kichererbsen und geröstete Nüsse
einrühren, Olivenöl dazugeben und nach Bedarf salzen. Heisst auf
ägypthisch Dukkah.
=====
> "Werner Sondermann" schrieb...
>
> > Hat jemand zufaellig ein REZ fuer altaegyptisches Fladenbrot
> > in seinem Archiv?
>
> Damit du weiter an deiner Pyramide bauen kannst - hier ein Rezept
> [...]
Erstmal Danke fuers REZ!
So, wie in diesen Erdbackoefen auf Stein gebacken, bekommt man so ein
Fladenbrot in der Pfanne bestimmt nicht wirklich hin.
Wahrscheinlich fehlen dazu auch noch die getrockneten Kamelkoettel
zum anheizen (wegen des Aromas). :)
Tschau
Werner
... Werner <werner-ern...@freenet.de> schrieb hier am 26.12.02 u.a.:
> Und wie alt ist nun der Sphinx genau, wenn es doch so einfach
> wissenschaftlich zu bestimmen ist?
> Vom Holzstoeckchen, das man angeblich im Geheimgang der
> Cheops-Pyramide fand, hat man auch nichts mehr gross gehoert.
> Zumindest daran muesste man doch jetzt ziemlich genaue das Alter
> dieses Bauwerks bestimmen koennen?
... "Empfehle" Dir den Genuß von d/s/g ... ;-))
Wenn Du die niemals zu Ende kommende 300-Jahre-Debatte
ausfilterst, kannst Du dort sogar lesen - bekommst
mitunter vernünftige Antworten.
... Soweit mir bekannt, wird die Datierung der Pyramiden
ebenso wie die der Sphinx seit ein paar Jahren mit
neuen, computergestützten, mathematischen Methoden
"aufgemischt".
Hat irgendetwas mit der Ausrichtung der Bauten nach den
Sternbildern zu tun - und dann wiederum mit dem
Standort der Sternbilder vor x-tausend Jahren.
... Wenn's Dich interessiert - ne Freundin hat die Doku auf
Tape - suche ich Dir Titel und Autor ...
bye
tom
--
... Jedes Jahr wird in den USA mindestens ein
Todesurteil ausgeführt, bei dem sich nach der
Hinrichtung die Unschuld des getöteten Menschen
erweist. (ai, 1999)
> ... "Empfehle" Dir den Genuß von d/s/g ... ;-))
>
> Wenn Du die niemals zu Ende kommende 300-Jahre-Debatte
> ausfilterst, kannst Du dort sogar lesen - bekommst
> mitunter vernünftige Antworten.
"de.sci.geschichte" ist jetzt einfach erstmal von mir abonniert.
Wahrscheinlich handelt es sich bei der 300-Jahre-Diskussion ums
angeblich nur erfundene Mittelalter? Dieses Thema ist bei den
Verschwoerern anscheinend schon laengst abgehakt.
Logisch! Erstmal nur die Schnauze halten und aufmerksam lesen.
Vor den Sci-Gruppen hab' ich doch 'nen riesen Respekt, obwohl
ich sonst eher leicht zum Plappern neige. ;)
Ciao
Werner
> AFFAIR gab es im orientalischen Kulturraum mal die Sitte, Speisen mit
> Blattgold zu verzieren. Nachdem diese Zubereitung verboten wurde,
Das gibt es immer noch: ich habe schon öfter in verschiedenen Ländern
zwischen dem Marokko und Bangla Desh mit Blattgold überzogene Pralinen
gegessen. Und bei uns haben wir immerhin das Danziger Goldwasser.
Gruß
Tom Berger
--
ArchTools: Architektur-Werkzeuge für AutoCAD (TM)
ArchDIM - architekturgerechte Bemaßung und Höhenkoten
ArchAREA - Flächenermittlung und Raumbuch nach DIN 277
Info und Demo unter http://www.archtools.de
Alexander schrieb:
>
>
> Nek Oggo schrieb:
>
>> Das "Wiener Schnitzel" nennt sich in Italien "Milanese" und es ist aus
>> Kalbsfleisch.
>
Blödsinn,
Das Wiener Schnitzel hat mit Pikato Milanese fast nichts gemeinsam.
Die Bezeichnung "Wiener Schnitzel" darf in Oesterreich von Gastronomen
für Speisekarten nur dann verwendet werden, wenn es
a. aus Kalbfleisch ist
b. mit Brotbroeseln paniert ist.
Fuer alles Andere soll der Begriff "nach Wiener Art" verwendet werden,
bei uns ist das fuer den Gast ein Hinweis auf die Fleischsorte.
Pikato Milanese ist demzufolge eben Pikato Milanese
und kein Wiener Schnitzel ------ klar ?
Gruss Heinz from Austria
"heinz m. fink" wrote:
>
> >> Das "Wiener Schnitzel" nennt sich in Italien "Milanese" und es ist aus
> >> Kalbsfleisch.
> >
> Blödsinn,
> Das Wiener Schnitzel hat mit Pikato Milanese fast nichts gemeinsam.
> Die Bezeichnung "Wiener Schnitzel" darf in Oesterreich von Gastronomen
> für Speisekarten nur dann verwendet werden, wenn es
> a. aus Kalbfleisch ist
Das würde ja doch noch was gemeinsam haben hier, denn PICCATA milanese ist
auch aus Kalbfleisch, nur dann mit Parmesan und Ei paniert, da liegt der
Unterschied. Also so ein Blödsinn ist das nicht.
>
> b. mit Brotbroeseln paniert ist.
Richtig!
>
> Fuer alles Andere soll der Begriff "nach Wiener Art" verwendet werden,
Du meinst für Schnitzel aus Schwein oder Pute,
"alles Andere" wäre dann auch das Piccata Milanese, und das wird wirklich
nicht als Schnitzel Wiener Art bezeichnet.
>
> bei uns ist das fuer den Gast ein Hinweis auf die Fleischsorte.
>
> Pikato Milanese ist demzufolge eben Pikato Milanese
> und kein Wiener Schnitzel ------ klar ?
Wir schätzen deinen Ton hier nicht wirklich in der Newsgroup. Dasselbe hätte
sich auch ganz anders sagen lassen.
"klar?"
Liebe Grüße, Monika (auch aus Österreich)
Monika Schleidt schrieb:
> Das würde ja doch noch was gemeinsam haben hier, denn PICCATA milanese ist
> auch aus Kalbfleisch, nur dann mit Parmesan und Ei paniert, da liegt der
> Unterschied. Also so ein Blödsinn ist das nicht.
Zu Piccata Milanese gehoert immer spaghetti mit paradeissosse. Das ganze
gericht heisst so...
Liebe gruesse
Hans
In Wien darf es auch Schweinefleisch sein.
http://www.8ung.at/wienerleben/schnitzel.html
Muß aber dann vermutlich auf der Karte stehen. Und es kommt angeblich
ursprünglich aus Mailand.
cu
Erich
--
"The day Chello makes something that doesn't suck is
probably the day they start making vacuum cleaners...."
> In Wien darf es auch Schweinefleisch sein.
> http://www.8ung.at/wienerleben/schnitzel.html
> Muß aber dann vermutlich auf der Karte stehen.
Die Seite irrt. Es gibt diesbezüglich keinen Unterschied zwischen
Wien und Provinz. Tatsachlich muss "Wiener Schnitzel" vom Kalb
sein, ein Schweinsschnitzel muss "Schnitzel Wiener Art (Schwein)"
heißen.
Tatsächlich aber reißt in den letzten Jahren das
"Wiener Schnitzel (Schwein)" immer mehr ein - wo kein Kläger,
da kein Richter ...
M.
On Sat, 28 Dec 2002 18:40:57 +0100, "heinz m. fink" <hf.p...@aon.at> wrote
(<3E0DE229...@aon.at>):
>>> Das "Wiener Schnitzel" nennt sich in Italien "Milanese" und es ist aus
>>> Kalbsfleisch.
>Blödsinn,
>Das Wiener Schnitzel hat mit Pikato Milanese fast nichts gemeinsam.
>Pikato Milanese ist demzufolge eben Pikato Milanese
>und kein Wiener Schnitzel ------ klar ?
;) Ist diese "Pikato Milanese" eine chinesische oder eine japanische
Variante der Piccata Milanese? ;))
Salut
René
Sehr ulkig, Du Schlauberger.
Diese Bestimmungen machen dann andere andere "wissenschaftliche Schlauberger"
und kommen dann zu so präzisen Angaben wie 6 T oder 16 T Jahre und unterhalten
damit mehrere Jahrzehnte andere "wissenschaftliche Schlauberger" auf Kongressen.
Ist schon etwas sehr präzises mit der Wissenschaft!
Gruß
NMS
> >> Das "Wiener Schnitzel" nennt sich in Italien "Milanese"
> Blödsinn,
> Das Wiener Schnitzel hat mit Pikato Milanese
> fast nichts gemeinsam.
[...]
Schrieb ich "Pikato" (Du meinst wahrscheinlich "Piccata") dazu, damit ist in
der Tat z.T. eher ein ganzes Gericht (in vielen Variationen), als nur ein
Schnitzel gemeint.
Unter "Milanese" versteht man hier in D. meist ein "Scaloppina Milanese"
oder "Cotoletta Milanese" (wobei "Cotoletta" ebenso ein Schnitzel wie ein
Kotelett bezeichnet), was wiederum ein Wienerschnitzel meint. "Milanese"
steht in Italien umgangsprachlich aber auch für ein Kotelett oder Schnitzel
allgemein.
Nun ist es aber so, daß in vielen italienischen Gaststätten in D. unter
einem Wienerschnitzel eben wie in vielen deutschen Gaststätten ebenso, ein
Schweineschnitzel nach Wienerart verstanden wird.
Dabei ist wiederum zu bedenken, daß die meisten italienischen Gastromen in
D. aus Süditalien stammen und man dort eine andere Küche (und Begriffe) als
in Noritalien hat.
In Norditalien versteht man beim Zusatz "Milanese" in Zusammenhang mit
Schnitzeln i.d.R. ein paniertes Kalbsschnitzel, daß dem echten
"Wienerschnitzel" recht nahe kommt.
Wer über dieses Thema googelt wird noch weiter verwirrt.
Grüße
Nek.
> Zu Piccata Milanese gehoert immer spaghetti mit paradeissosse. Das ganze
> gericht heisst so...
Quatsch, dazu serviert man Spaghetti mit Tomatensoße. ;-))
SCNR
Gruß
Thomas
--
Yo, wir schaffen das. ;-)
(Bob, der Baumeister)
Paradeiser=Tomaten ergo Paradeisersosse=Tomatensosse Tomaten.
Eindeutig ein Fall für den/das MampfWiki :))
Gruss,
Karla
-- Und jetzt hauen wir weiter die Schluchtenbrunser, die kein Deutsch können
oder wie?
>> Zu Piccata Milanese gehoert immer spaghetti mit paradeissosse.
>> Das ganze gericht heisst so...
> Bestimmt nicht in Italien. Spaghetti werden nicht als Beilage,
> sondern als Gang serviert und sind in Mailand keineswegs ein
> traditionelles Essen.
Da muss ich Markus Recht geben. In Italien gibt's Nudeln definitiv
nie als Beilagen, sondern immer als eigenen Gang - mit der
Ausnahme, dass sie auch mal in der Suppe serviert werden dürfen.
Piccata milanese mit Spaghetti als Beilage ist eine typische
Verirrung, die außerhalb Italens passiert ist - aber halt
inzwischen längst anerkannt und einverleibt worden ist.
Das ganze erinnert mich an das - im Subject angesprochene - Wiener
Schnitzel. In AT wird's grundsätzlich nackt (nur mit
Zitronenspalte) serviert. Außerhalb Österreichs scheinen aber
Sauce, Tunke (oder was immer) und Zierspieß die Norm zu sein, die
sich selbst in den Lehrplänen der einschlägigen Fachschulen
(zumindest in DE) wiederfindet.
Such is life.
M.
> Das ganze erinnert mich an das - im Subject angesprochene - Wiener
> Schnitzel. In AT wird's grundsätzlich nackt (nur mit
> Zitronenspalte) serviert. Außerhalb Österreichs scheinen aber
> Sauce, Tunke (oder was immer) und Zierspieß die Norm zu sein, die
> sich selbst in den Lehrplänen der einschlägigen Fachschulen
> (zumindest in DE) wiederfindet.
>
Meinung des Oberkellners im Figlmüller in Wien:
Die einzig stilechte Beilage ist der Wiener Kartoffelsalat (Essig-Öl
Marinade) aus Kipferln!
Die Erdäpfel = Kartoffeln heißen Kipfler, kleine längliche Sorte
Essig-Öl-Marinade meistens noch verfeinert mit Senf.
Eventuell dürfen auch noch Preiselbeeren und grüner Salat gereicht
werden.
Aber bitte niemals Pommes frites und Mayonnaise oder gar Ketchup.
Gruß
NMS
"NMS" schrieb...
> Die einzig stilechte Beilage ist der Wiener Kartoffelsalat (Essig-Öl
> Marinade) aus Kipferln!
> Die Erdäpfel = Kartoffeln heißen Kipfler, kleine längliche Sorte
> Essig-Öl-Marinade meistens noch verfeinert mit Senf.
Sag mal jetzt ehrlich, wie bekommt man diesen Kartoffelsalat wirklich
richtig hin? Ist da nicht doch noch etwas Zitronensaft mit drinne?
Die Sorte der Kartoffeln ist mir schon irgendwie klar (Bamberger Hörndl,
Kipferl oder "la ratte"), aber diese Marinade?
Tschau
Werner
> Meinung des Oberkellners im Figlmüller in Wien:
> Die einzig stilechte Beilage ist der Wiener Kartoffelsalat
> (Essig-Öl Marinade) aus Kipferln!
Aus Kipfler. Kipferl gibt's beim Bäcker.
> Die Erdäpfel = Kartoffeln heißen Kipfler, kleine längliche Sorte
> Essig-Öl-Marinade meistens noch verfeinert mit Senf.
Im klassischen Wiener Erdapfelsalat hat Senf nicht das geringste
zu suchen.
> Eventuell dürfen auch noch Preiselbeeren und grüner Salat
> gereicht werden.
Völliger Quatsch. Hast Du das auch vom Figlmüller-Ober?
Preiselbeeren zum Schnitzel sind ungefähr so passend wie
Serviettenknödel. Und grünen Salat serviert man zu Eiernockerln,
aber nicht zum Schnitzel. Erlaubt hingegen ist Erdapfel-Mayonnaise-
Salat.
> Aber bitte niemals Pommes frites und Mayonnaise oder gar
> Ketchup.
Recte.
M.
> Aus Kipfler. Kipferl gibt's beim Bäcker.
Bestimmt nur ein kleiner Buchstabendreher?
> Im klassischen Wiener Erdapfelsalat hat Senf nicht das geringste
> zu suchen.
Du willst doch in Wirklichkeit nur stänkern?
Tschau,
Piefke Sondermann©
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v0.94a
Titel: Wiener Schnitzel
Kategorien: Fleisch
Menge: 4 Portionen
4 Kalbsschnitzel (dünn
-- geschnitten insg. 600 g)
Salz/Pfeffer
3 Essl. Mehl
100 Gramm Semmelbrösel
2 Eier
2 Essl. Milch
1/2 Teel. Paprikapulver (edelsüß)
150 Gramm Butterschmalz
Zum Garnieren
1 Unbehandelte Zitrone
Petersilienblätter
======================QUELLE======================
-- Meine Familie und ich,
-- Die besten Rezepte aus
-- Österreich, 4/99
-- Erfasst *RK* 30.12.02 von
-- Karla Baumann
1. Kalbsschnitzel waschen, trockentupfen, Ränder mehrfach einschneiden,
damit sich das Fleisch beim Braten nicht wölbt. Die Schnitzel zwischen
zwei Lagen Frischhaltefolie mit einem kleinen Teigroller oder Stieltopf
vorsichtig dünn ausrollen oder klopfen. Von beiden Seiten salzen und
pfeffern.
2. Mehl und Brösel separat auf zwei Teller geben. Eier in einem tiefen
Teller mit der Milch und 1 Prs. Salz und Paprika verquirlen.
3. Nacheinander die Schnitzel in Mehl wenden und das überflüssige Mehl
abklopfen. Fleisch duch das Ei ziehen, abtropfen lassen, in den
Semmelbröseln wenden und leicht andrücken. Überschüssige Brösel
abschütteln. Die Schnitzel müssen sofort gebacken werden, sonst wird
die Panade hart.
4. Das Butterschmalz in einer großen Pfanne eritzen und die Schnitzel
nacheinander von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier
abtropfen lassen.
5. Die Zitrone heiss waschen, abtrocknen, in Scheiben oder Viertel
schneiden. Die Petesilienblätter waschen und trockentupfen. Schnitzel
auf einer Platte anrichten, mit Zitrone und Petersilienblätter
garnieren.
Dazu passt grüner Blattsalat oder Salat aus Endivie, Tomaten,
Zwiebelringen, Streifen von gelbem Paprika und Fenchel in einer
Zitronenvinaigrette.
=====
>> Im klassischen Wiener Erdapfelsalat hat Senf nicht das
>> geringste zu suchen.
> Du willst doch in Wirklichkeit nur stänkern?
Hast Du was genommen, was Dir nicht zuträglich ist?
Man kann natürlich alles mögliche hineintun - auch Senf -, aber
das ist dann Deine persönliche Variante und nicht mehr der
Klassiker. Was hingegen immer hineingehört, ist Rindsuppe.
M.
> NMS <02207910...@t-online.de> wrote:
> > Eventuell dürfen auch noch Preiselbeeren und grüner Salat
> > gereicht werden.
>
> Völliger Quatsch. Hast Du das auch vom Figlmüller-Ober?
> Preiselbeeren zum Schnitzel sind ungefähr so passend wie
> Serviettenknödel.
So eine Diskussion hatten wir vor 2,5 Jahren schon mal (Thread:
"Österreichische Rezepte"). Damals hatte jemand behauptet, in Salzburg
wäre dies eine übliche Zubereitung.
Grüsse
Dirk
>> > Eventuell dürfen auch noch Preiselbeeren und grüner Salat
>> > gereicht werden.
>> Völliger Quatsch. Hast Du das auch vom Figlmüller-Ober?
>> Preiselbeeren zum Schnitzel sind ungefähr so passend wie
>> Serviettenknödel.
> So eine Diskussion hatten wir vor 2,5 Jahren schon mal (Thread:
> "Österreichische Rezepte"). Damals hatte jemand behauptet, in
> Salzburg wäre dies eine übliche Zubereitung.
Mag schon sein. In DE wird auch unterrichtet, dass zum klassischen
Wiener Schnitzel ein Sardellenspießchen und Tunke gehört. Je
weiter weg der Heimat, umso seltsamer die Permutationen - was auch
für Karlas Salatempfehlungen gilt (Tomaten zum Schnitzel - auch im
Salat - sind in Wien völlig unüblich). Ich maße mir schließlich
auch nicht an, Salzburgern zu erklären, wie sie Salzburger Nockerl
anzurichten hätten. Oder umgekehrt: Selbst wenn es hier eine
Anrichteweise gäbe, die sich von der Salzburger unterschiede,
würde ich zur Kenntnis nehmen, dass eben nicht das Original wäre.
M.
On Mon, 30 Dec 2002 13:03:59 +0100, "Karla Baumann" <kab...@web.de> wrote
(<aupcib$uhq$06$1...@news.t-online.com>):
>Hier kann er jetzt noch mehr toben : ) schau mal auf die Beilagen..
;)
>deren Uroma wirklich Köchin im KuK-Reich war (deshalb nix gegen
>Österreicher) und vermutlich Blattsalat zum Schnitzel reichte, weil meine
>Oma hat es dann genauso gemacht - niemals Kartoffelsalat mit Mayo *würg*
Hierzu...
MMMMM----- Meal-Master via MERE7
Title: Das echte Wiener Schnitzel
Categories: Fleisch, Kalb, Info, Oesterreich
Yield: 4 servings
600 g Kalbsfricandeau; oder Schale
-- Kaiserteil, Huft, Nuss,
-- Nierstueck, usw., pariert
2 Eiern
;Salz
Mehl
Semmelbroesel; Paniermehl
Butterschmalz
MMMMM---------------------------QUELLE--------------------------------
-- Nach: E.Plachutta und
-- Ch.Wagner,Die gute Kueche
-- Das Oesterreichische
-- Jahrhundert Kochbuch
-- sowie Marmite, 4/94
-- Vermittelt von R.Gagnaux
Die haeufigsten Fragen und deren Antworten:
a) ob das Wiener Schnitzel nun eigentlich nur vom Kalb oder auch vom
Schwein stammen duerfe ?! Kalb, sonst darf es nicht Wiener Schnitzel
heissen, sondern muss "Schweinschnitzel gebacken" heissen.
b) ob die knusprige Huelle stramm wie ein Tauchertrikot oder
schlotternd wie ein Jogging-Anzug sitzen soll ?! Schlotternd, im
Kuechendeutsch "soufflierend".
c) ob man zum Panieren auch entrindete Weissbrotbroesel oder nur die
goldgelbene Wiener Semmelbroesel verwenden darf ?! Semmelbroesel.
d) ob man das Schnitzel besser mit oder ohne Folie klopft ?!
klassisch ohne Folie (auch wenn sie hilft).
e) ob die obligate Zitrone erst ueber das fertige Gericht getraeufelt
oder das Fleisch schon vor dem Panieren damit eingerieben wird ?!
Zitrone darf erst auf das fertige Schnitzel getraeufelt werden.
f) ob das ideale Fett zum Ausbacken Schweineschmalz, Butterschmalz
oder Pflanzenfett sei ?! Puristen lassen nur Butterschmalz gelten,
gelaeufig ist aber auch Schweineschmalz.
g) ob das Schnitzel gesalzen und gepfeffert oder nur gesalzen werden
duerfe ?! Nur gesalzen, niemals gepfeffert.
h) ob als Beilage Reis, Petersilienkartoffeln oder lediglich ein
Kartoffel- bzw. Blattsalat obligatorisch seien ?! Kartoffelsalat mit
Mayonnaise, Blattsalat oder Petersilienkartoffeln, niemals Reis.
i) ob man dazu nur Bier, nur Wein bzw. sowohl Bier als auch Wein
trinken duerfe ?! Mittags Bier, abends Wein.
j) ob das Wiener Schnitzel mit hartgekochten Eiern, Anchovis oder
Kapern serviert wird ?! Wer dies behauptet, muss mit lebenslaenglichem
Einreiseverbot in Oesterreich rechnen.
Nun das Rezept:
Kalbfleisch je nach Produktewahl mit Einfach- bzw. Klappschnitt
portionieren. Raender leicht einschneiden, Schnitzel zart plattieren
(klopfen). Die Staerke ist zwar dem individuellen Geschmack
anzupassen, misst jedoch im Normallfall etwa 6 mm.
Schnitzel beidseitig gleichmaessig salzen. Eier mit Gabel verschlagen
(nicht mixen). Schnitzel im Mehl beidseitig wenden, durch Eier ziehen
und danach in Semmelbroeseln wenden (Broesel zart andruecken).
Schnitzel leicht abschuetteln.
Reichlich Fett (Tiefe etwa 2 bis 3 cm) in passender Pfanne erhitzen.
Schnitzel in heisses Fett einlegen, unter wiederholtem Schwingen der
Pfanne die Schnitzel braeunen, mittels Fleischgabel vorsichtig wenden,
fertigbacken und mit Backschaufel aus der Pfanne heben. Schnitzel
abtropfen lassen, mit Kuechenkrepp das ueberschuessige Fett abtupfen.
Garungsdauer: ca. 3 bis 5 Minuten, je nach Staerke.
MMMMM
Salut
René
> i) ob man [zum Wiener Schnitzel] nur Bier, nur Wein bzw. sowohl
> Bier als auch Wein trinken duerfe ?! Mittags Bier, abends
> Wein.
Das stimmt so nicht. Mittags Wein ist absolut adäquat - umso mehr,
als Wiener Schnitzel traditionell ein Sonntagmittagsgericht ist -
also den kulinarischen Höhepunkt der Woche markiert, wo der Wein
seinen festen Platz hat.
M.
Die Marinade zum Kartoffelsalat bestand an dem Tag nach meinen Sinnen zu
urteilen aus einfachem Speiseöl, Essig, sparsam Zwiebel, Salz, Pfeffer,
sparsam Senf.
Ich glaube, das hätte bei mir daheim besser geschmeckt. Und: natürlich hätte
ich auch Zitrone, wenig Estragon und eine Prise Zucker drangetan.
Aber bei so einer berühmten Institution meckere ich nicht, buche nur meine
Erfahrungen ab.
Beste Grüße und frohes neues Jahr!
NMS
On 30 Dec 2002 13:40:47 GMT, Michael Pronay <pro...@gmx.at> wrote
(<Xns92F49552A...@pronay.com>):
>> i) ob man [zum Wiener Schnitzel] nur Bier, nur Wein bzw. sowohl
>> Bier als auch Wein trinken duerfe ?! Mittags Bier, abends
>> Wein.
>
>Das stimmt so nicht.
Da bin ich aber froh, dass es nur bei einem einzigen Punkt nicht stimmt! :-)
Salut
René
>>> i) ob man [zum Wiener Schnitzel] nur Bier, nur Wein bzw.
>>> sowohl Bier als auch Wein trinken duerfe ?! Mittags Bier,
>>> abends Wein.
>>Das stimmt so nicht.
> Da bin ich aber froh, dass es nur bei einem einzigen Punkt nicht
> stimmt! :-)
Och - diskutieren könnte man über so manches, aber das mit dem
Bierzwang zu Mittag, das stimmt halt eindeutig nicht.
M.
Rene Gagnaux wrote:
>
>
> >> i) ob man [zum Wiener Schnitzel] nur Bier, nur Wein bzw. sowohl
> >> Bier als auch Wein trinken duerfe ?! Mittags Bier, abends
> >> Wein.
> >
> >Das stimmt so nicht.
>
> Da bin ich aber froh, dass es nur bei einem einzigen Punkt nicht stimmt! :-)
Guten Abend Rene,
das mit dem Mayonnaise Salat stimmt meiner Meinung nach auch nicht, weder bei
uns zuhause, noch in den meisten Gasthäusern wirst du Kartoffelsalat mit
Mayonnaise zu Wienerschnitzel finden.
Liebe Grüße, Monika
... Muß mal meine 5 Cent mit dazu tun ... ;-)
... Garnitur: "Milanese" - Mailänder Art
Anwendung: Kalb
Wichtigste Zutaten: Julienne von Pökelzunge, Schinken,
Champignon, Trüffel, Käse, Sauce Tomate
Jedoch auch als richtig gelernt:
Ei und Käse vermischen, Kalbschnitzel darin wenden.
In reichlich Fett (jedoch nicht schwimmend) ausbacken.
Dazu tomatisierte Spaghetti.
Das nennt sich dann Piccata Milanese
... Vielleicht hat ja hier wer den Hering und teilt uns mit,
was dort herinnen dazu zu lesen ist ? ;-))
bye
tom
--
... Moderne Liebe: Sie geht putzen, damit er die Raten
für die neue Stereoanlage bezahlen kann, während
er vor dem TV sitzt ...
>> Quatsch, dazu serviert man Spaghetti mit Tomatensoße. ;-))
>>
>> SCNR
>
> Paradeiser=Tomaten ergo Paradeisersosse=Tomatensosse Tomaten.
> Eindeutig ein Fall für den/das MampfWiki :))
Kann es sein, dass Du meinen Smiley und das SCNR übersehen hast. ;-)
Für Paradeiser lese ich schon lange genug drm. Und den Rest beantwortet
(meistens) Google.
Gruß
Thomas
--
[ ] Du kennst das Prinzip von TupperWare (r)
Tupperware wurde erfunden, damit man die Lebensmittel erst noch 14
Tage aufbewahren kann, bevor man sie wegwirft.
(Holger Hirschfeld in braunschweig.allgemein)
Werner Sondermann wrote:
> Hi, geschaetzter NMS!
>
>
> Sag mal jetzt ehrlich, wie bekommt man diesen Kartoffelsalat wirklich
> richtig hin? Ist da nicht doch noch etwas Zitronensaft mit drinne?
> Die Sorte der Kartoffeln ist mir schon irgendwie klar (Bamberger Hörndl,
> Kipferl oder "la ratte"), aber diese Marinade?
>
> Tschau
> Werner
Kartoffeln kochen. In einer Schüssel Essig, Öl, Wasser, Salz verrühren
(nicht zu wenig), die Kartoffeln schälen und in dünnen Scheiben gleich in
die Marinade schneiden. Immer gut verrühren. Eine Zeit lang auskühlen
lassen. Heisse Rindsuppe (aus einem Würfel) zugießen. Etwas Zwiebel sehr
klein schneiden und unterrühren. Eventuell etwas Knoblauch dazu, da streiten
sich bei uns die Geister. Das Ganze darf nicht zu trocken sein, muss so
richtig Saft drum haben. Nachwürzen nach Geschmack.
Zitronensaft ist ganz sicher nicht drin, man hat ja den Essig.
Dirk Trunz wrote:
> > > Eventuell dürfen auch noch Preiselbeeren und grüner Salat
> > > gereicht werden.
> >
> > Völliger Quatsch. Hast Du das auch vom Figlmüller-Ober?
> > Preiselbeeren zum Schnitzel sind ungefähr so passend wie
> > Serviettenknödel.
>
> So eine Diskussion hatten wir vor 2,5 Jahren schon mal (Thread:
> "Österreichische Rezepte"). Damals hatte jemand behauptet, in Salzburg
> wäre dies eine übliche Zubereitung.
>
Das sind aber Wiener und nicht Salzburger Schnitzeln!
lg, Monika
> Hallo ...
>
> ... Muß mal meine 5 Cent mit dazu tun ... ;-)
>
> ... Garnitur: "Milanese" - Mailänder Art
>
> Anwendung: Kalb
>
> Wichtigste Zutaten: Julienne von Pökelzunge, Schinken,
> Champignon, Trüffel, Käse, Sauce Tomate
Hi Tom, das ist klassisch Hering, hoert sich aber mehr wie Zingara an,
auch so eine Abomination.
> Jedoch auch als richtig gelernt:
>
> Ei und Käse vermischen, Kalbschnitzel darin wenden.
> In reichlich Fett (jedoch nicht schwimmend) ausbacken.
Auf alle Faelle langsam, geht aber besser wenn der Parmesan (Grana) nicht
mit dem Ei vermischt wird, sondern 50/50 mit mie de pain und dann die
Kalbsschnitzel paniert (mehl/ei/panierung).
> Dazu tomatisierte Spaghetti.
>
> Das nennt sich dann Piccata Milanese
Du findest das ebensooft mit Safranrisotto. Speziell in Italien nicht mit
Spaghetti.
> ... Vielleicht hat ja hier wer den Hering und teilt uns mit,
> was dort herinnen dazu zu lesen ist ? ;-))
Der hat nur Mailaender Art, die Abomination wie oben unter Zingara
beschrieben. Wen fragen wir naechstens? Den Arnold Schwarzenegger?
Das faellt sowieso unter "continental cuisine", nix Klassisches.
--
Gruesse.
C=¦-)§ H. W. Hans Kuntze, CMC, S.g.K. (_o_)
" Die einfachsten Dinge sind sehr kompliziert " Morgenroete
http://www.cmcchef.com And zen ve vil tak over ze vorld! ;-)
_/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/
Hallo Tom,
> ... Vielleicht hat ja hier wer den Hering und teilt uns mit,
> was dort herinnen dazu zu lesen ist ? ;-))
Ja ich habe ihn und herinnen ist folgendes zu lesen. Ob Hering damit richtig
liegt, wirst Du allerdings erst von den Experten erfahren:
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
Piccata:
Als Piccata (spanisch: Picada-Würzfleisch) werden dünne, kleine (6 bis 7 cm
Durchmesser), schnell in Butter gebratene Fleischscheiben, vorzugsweise vom
Filet, bezeichnet. Je Portion werden etwa 4 Stück angerichtet.
italienische Art:
Piccata des veau à la milanaise: Angerichtet auf Erbsenreis. Bestreut mit
Parmesan. Umkränzt mit tomatisierter Jus.
Mailänder Art:
Piccata des veau ä la milanaise: Kalbsschnitzelchen bemehlt, durch Ei
gezogen. Paniert mit Panierbrot, mit Reibekäse vermischt. Angerichtet auf
Makkaroni oder Risotto. Mit Champignon- und Schinkenstreifen garniert.
Umkränzt mit Tomatensauce.
mit grünen Nudeln:
Piccata auf italienische Art: Piccata de chevreuil à l'italienne: Kleine in
Butter gebratene Rehschnitzelchen auf grünen Nudeln anserichtet. Grüne
Paprikastreifen darüber. Mit Wildsauce nappiert.
Quelle: Richard Hering, Lexikon der Küche, Pfanneberg
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
Ulli
> Tom Frank schrieb in <8cr$-QBm...@tomtom.nadeshda.org>:
>
> Hallo Tom,
>
> > ... Vielleicht hat ja hier wer den Hering und teilt uns mit,
> > was dort herinnen dazu zu lesen ist ? ;-))
>
> Ja ich habe ihn und herinnen ist folgendes zu lesen. Ob Hering damit richtig
> liegt, wirst Du allerdings erst von den Experten erfahren:
> = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
> Piccata:
Hi Ulli, Gruezi Allemiteinander.
Wo findest Du das denne?
Finde ich in meinem nicht, weder in dem .de noch .etranger Verszeichniss.
Nur die Abomination unter Garnituren.
Allerdings ist meiner von 1973 und vielleicht haben die Auf- und Angeraeumt
nachdem der Hering in den Kellnerhimmel (oder Hoelle) gezogen ist.
Thomas Erstfeld schrieb:
> Quatsch, dazu serviert man Spaghetti mit Tomatensoße. ;-))
Ach ja, das ist ganz was anderes. :-)
Trotzdem: Nicht dazu, sondern das ganz zusammen heisst Piccata milanese.
Das schnitzel alleine heisst anders, wie weiss ich aber nicht.
Costoletta alla milanese wird jedenfalls mit "paniermehl" gemacht. Wird
wohl das sein, was bei uns broesel genannt wird ;-)...
Liebe gruesse
Hans
Markus Ermert schrieb:
> > Zu Piccata Milanese gehoert immer spaghetti mit paradeissosse. Das
> > ganze gericht heisst so...
>
> Bestimmt nicht in Italien. Spaghetti werden nicht als Beilage, sondern
> als Gang serviert und sind in Mailand keineswegs ein traditionelles
> Essen.
Tja, ob Piccata milanese ueberhaupt ein italienisches gericht ist, weiss
ich auch nicht. Im italienischen kochbuch steht nichts davon...
Paste werden normalerweise als vorspeise gereicht und darum sind es nur
sehr kleine portionen. Aber das ist in Italien alles anders. Da werden
saemtliche gaenge extra gegessen. Gegrilltes oder gebratenes fleisch
immer mit weissbrot, kaum mit irgendeiner beilage oder salat, wie bei
uns.
Dass bei uns alles zusammengemanscht wird, wundert Italiener sicher
sehr. Moeglich, dass so manchem der appetit vergeht...
Liebe gruesse
Hans
Markus Ermert schrieb:
> > Das nennt sich dann Piccata Milanese
> Definitiv nicht in Italien. Spaghetti "dazu" ist nicht.
Ging es wirklich um Italien, wenn es um piccata milanese geht?
Costolette alla milanese ist was anderes. Ob jetzt zuerst das huhn oder
das ei da war ist noch die frage ;-). Jedenfalls ist das dasselbe wie
ein wienerschnitzel...
Aber frankfurter und wienerwuerstchen ist auch dasselbe. Besonderes
kennzeichen ist fuer mich, dass es als paar serviert wird. Auch
wienerwuerstchen? Eine bockwurst sieht auch aehnlich aus, aber...
Liebe gruesse
Hans
Michael Pronay schrieb:
> Das ganze erinnert mich an das - im Subject angesprochene - Wiener
> Schnitzel. In AT wird's grundsätzlich nackt (nur mit
> Zitronenspalte) serviert. Außerhalb Österreichs scheinen aber
> Sauce, Tunke (oder was immer) und Zierspieß die Norm zu sein, die
> sich selbst in den Lehrplänen der einschlägigen Fachschulen
> (zumindest in DE) wiederfindet.
In Deutschland hab ich mal die nerven buchstaeblich verloren, als sie
mir eine sosse ueber das gebackene schnitzel schuetteten. Dort ist die
sitte alles auf einen haufen, kommt eh im magen auch zusammen, extrem im
vergleich...
Liebe gruesse
Hans
NMS schrieb:
> Die Marinade zum Kartoffelsalat bestand an dem Tag nach meinen Sinnen zu
> urteilen aus einfachem Speiseöl, Essig, sparsam Zwiebel, Salz, Pfeffer,
> sparsam Senf.
Im wiener bereich ist eigentlich immer zucker in der salatmarinade.
Dafuer kann ich mich ueberhaupt nicht erwaermen.
Liebe gruesse
Hans
Werner Sondermann schrieb:
> > Im klassischen Wiener Erdapfelsalat hat Senf nicht das geringste
> > zu suchen.
>
> Du willst doch in Wirklichkeit nur stänkern?
Wieso? Will man nun wissen wie erdaepfelsalat in Oesterreich gemacht
wird?
Ich glaube jedem, dass kartoffelsalat in Deutschland was anderes ist.
Selbst in der Steiermark wird sicher kein zucker dazugetan, aber in Wien
ist es halt so.
Liebe gruesse
Hans
Dirk Trunz schrieb:
> So eine Diskussion hatten wir vor 2,5 Jahren schon mal (Thread:
> "Österreichische Rezepte"). Damals hatte jemand behauptet, in Salzburg
> wäre dies eine übliche Zubereitung.
Naja, Salzburg ist schon sehr nahe bei Deutschland ;-)
Liebe gruesse
Hans
Grüß Gott Hartmut,
> Wo findest Du das denne?
Im Register unter Fleischspeisen, Seite 391.
> Allerdings ist meiner von 1973 und vielleicht haben die Auf- und Angeraeumt
> nachdem der Hering in den Kellnerhimmel (oder Hoelle) gezogen ist.
Ich habe die 22. überarbeitete Auflage von 1997, herausgegeben von F. Jürgen
Herrmann.
Ein Gutes Neues wünscht Dir
Ulli
> H. W. Hans Kuntze schrieb in <3E10D8F0...@earthlink.net>:
>
> Grüß Gott Hartmut,
Hi Ulli, den sehe ich in Kuerze wieder, mach ich gewiss.
> > Wo findest Du das denne?
>
> Im Register unter Fleischspeisen, Seite 391.
Da ist bei mir nur Kalbsbrustknorpel (tendron de veau) und Kalbseuter (tetine de
veau)
Aber unter Kalbsschnitzel hat er was, Mailaender Art, paniert, serviert mit
Maccharoni gratiniert nach Mailaender Art und Tomatenjus.;-/ Wuerg mich mit der 5
Literkelle.;-), oder auch nicht.
> > Allerdings ist meiner von 1973 und vielleicht haben die Auf- und Angeraeumt
> > nachdem der Hering in den Kellnerhimmel (oder Hoelle) gezogen ist.
>
> Ich habe die 22. überarbeitete Auflage von 1997, herausgegeben von F. Jürgen
> Herrmann.
Yup, den Hering benutze ich zu selten um ihn ins Antiquariat zu schicken.
Pellaprat oder Larousse Gastronimique meist.
> Ein Gutes Neues wünscht Dir
> Ulli
Und ich Euch Allen auch, ihr seid mir ja einen halben Tag voraus mit dem
Schampusschluerfen.;-)
Ich wuensch mir dass es so zivilisiert bleibt wie bevor dem Sturm im Wasserglass
von Anno 02..;-)
> Wichtigste Zutaten: Julienne von Pökelzunge, Schinken,
Hab mich schon vor 20 Jahren während meiner Kochausbildung gefragt, ob
da immer zuviel Pökelzunge gekocht wurde. In jeder dritten Garnitur
taucht das Zeug auf.
> ... Vielleicht hat ja hier wer den Hering und teilt uns mit,
> was dort herinnen dazu zu lesen ist ? ;-))
Hering ist das einzige Fachbuch, dass nur für die Meisterprüfung und
dann nie wieder gebraucht habe.
SCNR
Konni
Hallo Hartmut,
> Da ist bei mir nur Kalbsbrustknorpel (tendron de veau) und Kalbseuter (tetine de
> veau)
Die kommen bei mir ca. 50 Seiten zuvor, d.h. das "Werk" ist mittlerweile
schon etwas erweitert worden.
> Yup, den Hering benutze ich zu selten um ihn ins Antiquariat zu schicken.
Erst recht für den Hausgebrauch halte ich den Hering für eine
Fehlinvestition, für ein Küchenlexikon total unübersichtlich, zudem das
Inhaltsverzeichnis sehr mager ausgefallen ist.
> Und ich Euch Allen auch, ihr seid mir ja einen halben Tag voraus mit dem
> Schampusschluerfen.;-)
Das stimmt zwar, was den Anlass betrifft, aber was hindert Dich daran, schon
jetzt damit zu beginnen? ;-9
> Ich wuensch mir dass es so zivilisiert bleibt wie bevor dem Sturm im Wasserglass
> von Anno 02..;-)
Das wäre wirklich schön. Wenn ich bedenke, wieviele angenehm zu lesende
drmler zumindest schreibend im letzten Jahr dem Forum den Rücken gekehrt
haben.
Es sind einfach mittlerweile zuviele Schaumschläger und Supercoole hier. Nur
einer steht zeitlos und unbeirrt da wie ein Fels in der Brandung ;-)
Mit vielen Grüßen und besten Wünschen für ein
Glückliches und Gesundes 2003
Ulli
Gruß und frohes neues Jahr
NMS
> > > Im klassischen Wiener Erdapfelsalat hat Senf nicht das geringste
> > > zu suchen.
> >
> > Du willst doch in Wirklichkeit nur stänkern?
>
> Wieso? Will man nun wissen wie erdaepfelsalat in Oesterreich gemacht
> wird?
Ich hatte doch nur nachgefragt, was denn eigentlich seine Intension
waere. :)
Mir ging es um diesen besonderen Salat, mit etwas Zucker? angemacht
und auch wohl Zitronensaft.
--
W.S.
Könnte was dran sein. Im selben Thread wurde AFAIR behauptet, dass
Preiselbeeren als Beilage auch in Deutschland üblich sei. Hab ich
persönlich aber weder in Süd noch in Nord erlebt.
Grüsse
Dirk
> Ulli Fetzer wrote:
> > Ein Gutes Neues wünscht Dir
> > Ulli
>
> Und ich Euch Allen auch, ihr seid mir ja einen halben Tag voraus mit dem
> Schampusschluerfen.;-)
Dann mach halt das Beste draus: Stosse zweimal an.
Ein kräftiges Plonk auf 02
Dirk
>
> Ein kräftiges Plonk auf 02
Pling Plang und Proscht :-)
...
Whaaaaaaaaaaaaaaaaauh, Sekt is leckergeil an Silvester,
Malte
ALLES GUTE FÜR 2003 :-)
>> > > Im klassischen Wiener Erdapfelsalat hat Senf nicht das
>> > > geringste zu suchen.
>> > Du willst doch in Wirklichkeit nur stänkern?
>> Wieso? Will man nun wissen wie erdaepfelsalat in Oesterreich
>> gemacht wird?
> Ich hatte doch nur nachgefragt, was denn eigentlich seine
> Intension waere. :)
Nein, Du hattest nicht "gefragt", sondern mir mit mit einer
rhetorischen Frage die Inten_t_ion unterstellt, stänkern zu
wollen.
> Mir ging es um diesen besonderen Salat, mit etwas Zucker?
> angemacht und auch wohl Zitronensaft.
Indem ich gemeint habe, dass Senf jedenfalls darin nichts zu
suchen hat, habe ich ich genau dieser deiner Absicht, etwas über
diesen besonderen Salat zu erfahren, entsprochen. Im Gegenzug
erklärst Du mich zum Stänkerer. Das versteh, wer will - ich
jedenfalls nicht.
M.
> Allerdings ist meiner von 1973 und vielleicht haben die Auf- und
> Angeraeumt nachdem der Hering in den Kellnerhimmel (oder Hoelle)
> gezogen ist.
Was, bitteschön, soll der einstige Küchendirektor des Hotel
Metropol in Wien im Himmel oder in der Hölle der Kellner? Der
spielt eher mit Antoine Carème, Auguste Escoffier und Alfred
Walterspiel eine gepflegte Runde Bridge im Clubraum des
Köchehimmels, vermute ich.
M.
> Hering ist das einzige Fachbuch, dass nur für die Meisterprüfung
> und dann nie wieder gebraucht habe.
Also als Lexikon zum Nachschlagen nehme ich's ganz gern -
insbesondere dort, wo den französischen Klassikern nicht über den
Weg zu trauen ist, wie beispielsweise beim Wiener Schnitzel, das
Auguste Escoffier doch tatsächlich auf Sardellensaucenspiegel
anrichtet. (Ganz abgesehen davon, dass der Escoffier das
unmöglichste Register hat, das ich kenne.)
M.
Dirk Trunz schrieb:
> Könnte was dran sein. Im selben Thread wurde AFAIR behauptet, dass
> Preiselbeeren als Beilage auch in Deutschland üblich sei. Hab ich
> persönlich aber weder in Süd noch in Nord erlebt.
Aber sosse ueber ein gebackenes schnitzel gegossen hab ich selber
erlebt. Frage mich nicht wo, aber es war in Deutschland....
Liebe gruesse
Hans
Hans-Juergen Lukaschik schrieb:
> >In Deutschland hab ich mal die nerven buchstaeblich verloren, als sie
> >mir eine sosse ueber das gebackene schnitzel schuetteten. Dort ist die
> >sitte alles auf einen haufen, kommt eh im magen auch zusammen, extrem im
> >vergleich...
>
> Das klingt nach Vorurteil, falscher Bestellung oder ganz miesem
> Laden.
Tja, ich weiss auch nicht, wie man auf die idee gekommen ist. Ich habe
einen freund, dessen mutter aus Luebeck kommt, die macht auch ueberall
sosse dazu. Natuerlich nicht aufs panierte schnitzel, aber sonst schon.
Mein freund muss heute noch streiten, weil er halt weder reis, nudeln
noch erdaepferl begossen mag. Also: auch paniertes schnitzel wird mit
reis serviert, und der reis mit irgendeiner extragezauberten sosse
eingeweicht. Und sie ist beleidigt, weil sie sich extra soviel muehe
gegeben hat. Gut sie ist 82, aber angeblich war das schon immer so...
Ist der deutsche kaffe (richtig geschrieben?) auch ein vorurteil? Ich
dachte mal ich haette tee bekommen, wegen der farbe...
> eventuell 'nen Klacks Senf dazu.
Waah! :-)
> sondern
> weil ich als Deutscher unter Kartoffelsalat ein Gemisch aus in
> Scheiben geschnittenen Pellkartoffeln, selbstgemachter
> Mayonaise, feingewürfelten Zwiebeln, Gurkenstückchen und
> gekochtem Ei, Pfeffer und Salz verstehe.
Naja, warum nicht, der name ist etwas irrefuehrend, fuer uns halt ;-)...
> Soße auf einem panierten Schnitzel ist ekelig, da ja die
> knusprige Panade ein wichtiger Bestandteil des Ganzen ist. Und
> die wird ja durch die Flüssigkeit versaut.
Die hat damals den "klacks senf" in form einer sosse gleich draufgehaut,
schaut so aus. War irgendwas mit selbstbedienung muss ich zugeben, aber
ich kann mir so eine idee in der wildesten bude bei uns nicht
vorstellen, dafuer viel anderes...
Ein Italiener in Oesterreich:
Wuerstel werden bei uns mit der hand gegessen, und er kennt nur hotdog.
Also semmel, oh gott eine runde kaeisersemmel, aufgeschnitten die
krainer rein und abzubeissen versucht. Natuerlich senf schoen rein
vorher. Kann man sich die sauerei vorstellen?
Naja, "wurstel con krauti" ist sogar in Italien inzwischen bekannt
:-)...
Liebe gruesse
Hans
In_tension würde ja wohl auch passen, wenn es das Wort den gäbe? :)
Also am besten einfach mal alles etwas ent_spannter sehen.
Grüße und guten Rutsch!
Küchenyeti Werner
Heute Abend werde ich vermutlich den von dir gesuchten Kartoffelsalat
östereichischer Bauart konsumieren. Und dazu natürlich die Bratlinge
nach deinem Rezept. Für den Salat ist meine Freundin zuständig - und
die bekommt den wunderbar hin.
Ich berichte dann mal - rezeptmäßig.
liebe Grüße an alle Mampfer!
Harry
Harry Schmidt schrieb:
> Und dazu natürlich die Bratlinge
> nach deinem Rezept.
Jetzt wuerde ich doch wirklich gerne wissen, was bratlinge sind?
Liebe gruesse
Hans
Hans Pesserl schrieb:
>
> Jetzt wuerde ich doch wirklich gerne wissen, was bratlinge sind?
Praktisch alles, was wie eine Frikadelle ausieht, aber keine ist. :-)
Bestandteile sind dan meisst verschiedene Getreidesorten, Sojaprodukte
und alle Gemüsesorten. Aber auf keinem Fall ist Fleisch darin.
Schau doch mal unter dem Threat "Vegetarische Alternative zu Silvester"
in dieser Group oder suche mit Google.de nach Bratlinge oder vegetarische
Speisen. Da gibt es haufenweise Rezepte zu.
ciao und einen guten Rutsch!
Harry
> Jetzt wuerde ich doch wirklich gerne wissen, was bratlinge sind?
Hoffentlich bald mal das Unwort des Jahres.
SCNR
Daniel
Das wird wohl im Süden gewesen sein. Kenne das noch von früher, als dort
jedes Stück Fleisch -egal ob Braten oder Schnitzel- zur Hälfte mit Sauce
überzogen wurde.
Grüsse
Dirk
> Whaaaaaaaaaaaaaaaaauh, Sekt is leckergeil an Silvester,
Na Malte, du solltest nicht zu früh damit anfangen. Die Nacht ist noch
lang.
Grüsse
Dirk
Zu spät - wurde schon von "Fleischesser" belegt! ;-)
guten Rutsch
Harry
>
> Na Malte, du solltest nicht zu früh damit anfangen. Die Nacht ist noch
> lang.
Klaro :-) Bis jetzt hab ich heute IRL auch keinen davon zu mir genommen.
Aber was hier kulinarisch passierte:
Hier hat es heute Mittag einen Fleischsalat gegeben. Nicht Dein gepostetes
Rezept, Dirk, das wird später getestet. Ich hab Max seine Variante
probiert, die vor einiger Zeit drinne stand. Alles recht rezeptnah
zubereitet, bis auf die Silberzwiebeln, die ich nicht mehr gekriegt habe.
Jetzt eben gab es Matjestartar mit Gurkensalat, das Rezept wurde irgendwann
mal im ARD-Büffet zubereitet.
Hat sehr lecker geschmeckt beides. Würde ich wieder machen wollen.
Fisch ist bei mir privat fast Tradition am 31.12.
Mal schauen was es noch so gibt. Mein Vater will gegen 21.00 ne Quarkspeise
geben. Ansonsten essen wir hier Muzen, die wir selber gemacht haben.
Grüße sendet Malte
> Das ist eine Sache, die mich sehr interessiert.
> Ich persönlich mag diese ganzen "trocken" angebotenen
> Sachen nicht so gerne. Ich suche im Restaurant
> auf der Speisekarte (sehr oft vergeblich) immer nach
> Gerichten, die eine Soße dabei haben.
Gehe einfach mal in eine deutsche (Firmen-)Kantine Deiner Wahl, da
beliebt(e) man sie meist zu ertränken.
> Ich habe mich schon oft darüber gewundert, was man
> in der Gastronomie wohl gegen Soßen haben könnte?
Den guten Geschmack evtl., aber der ist halt sehr verschieden...
[...]
Grüße
Nek.
Barbara Thieme schrieb:
> Wenn man mir ein persönliches Bekenntnis an dieser Stelle
> verzeiht: Seit ich d.r.m. lese, traue ich mich nicht mehr an den
> Herd. Gottseidank bin ich alleinstehend, da stört das keinen.
Hallo Barbara,
ja biste denn des Wahnsinns fette Beute? Du kannst doch den heiligen
Küchenaltar nicht einfach so verstauben lassen!!! Und ein jeder soll so
kochen wie es ihm schmeckt und Spass macht, das ist doch das wichtigste
an der ganzen Sache.
-Also, nur Mut und im neuen Jahr frisch ran an den Herd!
Bis dahin einen guten Rutsch,
Achim
--
"Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die,
dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Krieg:
Wer die Butter hat, wird frech." - K. Tucholsky
> Ich persönlich mag diese ganzen "trocken" angebotenen
> Sachen nicht so gerne. Ich suche im Restaurant
> auf der Speisekarte (sehr oft vergeblich) immer nach
> Gerichten, die eine Soße dabei haben.
> Ich habe mich schon oft darüber gewundert, was man
> in der Gastronomie wohl gegen Soßen haben könnte?
> Meiner laienhaften Meinung nach kann ein paniertes Schnitzel
> ruhig Soße haben. Man sollte das Ganze natürlich nicht
> über Gebühr lange in der Soße liegenlassen, dann wird es matschig,
> das ist klar. Aber so ganz trocken finde ich es nicht sehr
> lecker.
Zumindest beim Wiener Schnitzel mit klassischem Erdapfelsalat löst
sich dieses Problem insofern von selber, als da der Salat die
Funktion von Beilage *und* Sauce übernimmt. Ein Stückchen Schnitzel
auf die Gabel gespießt, Erdapfelsalat dazu - und am Gaumen geht die
Post ab (wenn Schnitzel und Salat gut sind).
M.
Lieber Heinrich, liebe Mampfer,
Da hast Du ein Super Thema gestartet. Seit über vierzig Jahren esse ich
Wienerschnitzel und es gibt immer noch so viel Wiener :-)
Allen wünsche ich viel Glück im Neuen Jahr, eine Gute Verdauung und auch
etwas zum verdauen.
Carlo
Harry Schmidt schrieb:
> Bestandteile sind dan meisst verschiedene Getreidesorten, Sojaprodukte
> und alle Gemüsesorten. Aber auf keinem Fall ist Fleisch darin.
Danke, das muss ich mir mal merken...
Liebe gruesse
Hans
Barbara Thieme schrieb:
> Wenn man mir ein persönliches Bekenntnis an dieser Stelle
> verzeiht: Seit ich d.r.m. lese, traue ich mich nicht mehr an den
> Herd. Gottseidank bin ich alleinstehend, da stört das keinen.
> Nur meine Kinder wundern sich, warum ich mich immer so gegen
> das Kochen sträube.
> Ich bin zum "Jäger und Sammler" geworden, als Ersatzhandlung
> gewissermaßen. Ich ersticke förmlich in Rezepten und Kochbüchern.
> Aber einige Leute hier machen es einem wirklich schwer,
> den Mut nicht total zu verlieren.
Und warum? Nur weil ich und einzelne andere manche sachen halt anders
moegen?
Liebe gruesse
Hans
Achim Kleemeyer schrieb:
> ja biste denn des Wahnsinns fette Beute? Du kannst doch den heiligen
> Küchenaltar nicht einfach so verstauben lassen!!! Und ein jeder soll so
> kochen wie es ihm schmeckt und Spass macht, das ist doch das wichtigste
> an der ganzen Sache.
> -Also, nur Mut und im neuen Jahr frisch ran an den Herd!
Richtig find ich auch.
Liebe gruesse
Hans
Also auch ich hab meinen Hering gewältzt und fand auf Seite 538
"Würzfleisch" - was wohl zutreffend ist. (Mein Hering ist auch schon was
älter ! Hab schlieslich vor mindestens 25 Jahren meine Lehre gemacht -
und seid dem hab ich das Buch - würde ich mir jederzeit wieder zulegen. ! )
Übrigens "Juten Rutsch & so >>>>>>>>
Bis zum nächsten Mal
groetjes uit Holland van Walter
www.FleischNet.de .........übrigens da wird u.a. auch der Hering
besprochen und einiges von Jamie Oliver !
> Hoi Hartmut und Ulli und Companie !
>
> Also auch ich hab meinen Hering gewältzt und fand auf Seite 538
> "Würzfleisch" - was wohl zutreffend ist.
Also Wally, jetzt hoer aber auf.
"Würzfleisch". So nennen die Schluchtenbrunzer ihre Sautes, und da gehoert das
Picatta *nicht* dazu, eher zu den kurzgebratenen Escalopes.
Nur weil Du da auch Salz & Pfeffer draufmachst.............
Sautes werden zwar auch kurzgebraten, aber immer mit einer Sauce beendet, nie
paniert.
Aber ist eh OK, der Schampus haut halt rein.;-)
> (Mein Hering ist auch schon was
> älter ! Hab schlieslich vor mindestens 25 Jahren meine Lehre gemacht -
Junger Sprutzer.;-) Ist aber nicht wichtig, das mit der Zeit, sondern was Du in
der vorhandenen mit ihr & Dir gemacht hast.
> und seid dem hab ich das Buch - würde ich mir jederzeit wieder zulegen. ! )
Ich nicht, zu klein, brennt nicht lang genug. Klavier ist besser als ne' Geige.
Der Larousse ist groesser.
> Übrigens "Juten Rutsch & so >>>>>>>>
Uebrigens auch und so.
> www.FleischNet.de .........übrigens da wird u.a. auch der Hering
> besprochen und einiges von Jamie Oliver !
Ja, da muss ich hin, speziell wegen Deinem Lochschwager.
Tut aber den armen Hering nicht so schuppen, der war schon tot als Du das Buch
gekauft hast.
--
Gruesse.
C=¦-)§ H. W. Hans Kuntze, CMC, S.g.K. (_o_)
" Die einfachsten Dinge sind sehr kompliziert " Morgenroete
http://www.cmcchef.com And zen ve vil tak over ze vorld! ;-)
_/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/
Huhu und ein frohes Neues!
>Koch einfach wie du willst. Ein durchschnittlicher Koch/Köchin kocht meist
>danach, wie er/sie es mal gelernt hat - strikt nach Standardwerk, vielleicht
>hat er/sie sich im Laufe seines/ihres Berufslebens, den einen oder anderen
>Trick angeeignet. Prima, jetzt weiss er/sie, wie man eine Standard-Bechamel
>macht. Dadurch gewinnen die Herren und Damens keinen Stern.Deshalb ist das
>Essen in den Durchschnittrestaurants auch meist nicht der Rede wert.
>Wenn dir deine Kinder sagen, dass es ihnen gut geschmeckt hat, wen kümmert
>es, wie du das Ergebnis erzielt hast? Lass dich da nur nicht verrückt
>machen. Koch wie du denkst, poste was du magst. Prügel kann man dabei
>beziehen aber- he - was solls! Ich denke, hier lesen auch noch ganz normale
>weniger abgedrehte mit.
Gut gesprochen, Schwester! :-)
Ich lese ja nun erst seit wenigen Wochen (wieder) mit, aber einige
Ansprüche finde ich auch etwas "affig" - da fehlt mir bei aller
Professionalität der individuelle Touch. Wenn ich irgend ein Gericht
mehrmals koche, hat das gleiche Rezept, glaube ich, noch nie zweimal
genau gleich geschmeckt. Da ist die Tagesform immer ganz entscheidend.
Ob ich mich mal relativ streng ans Rezept halte oder gerade Lust habe,
frei zu improvisieren - wichtig ist doch nur, dass hinterher alle
Esser zufrieden sind. :-)
>Übrigens sind die meisten Rezepte, die hier gepostet werden aus
>irgendwelchen Zeitschriften und Kochbüchern - da ist kaum jemand dabei, der
>wirklich eigene Kreationen anbietet.
Finde ich ziemlich öde. Wer hat schon jeden Tag Lust das volle
Programm mit Einkaufen und Abwiegen durchzuexerzieren? Über ein gutes
erprobtes Rezept mit "Geling-Garantie" freue ich mich viel mehr als
über rein hypothetisch kochbare Gerichte, die man nur zu hohen
Feiertagen servieren kann.
>Wahrscheinlich krieg ich es jetzt dicke, aber ehrlich, ich glaub erst dran,
>dass jemand gut kochen kann, wenn er/sie ohne Rezeptbuch vor nem Kühlschrank
>mit egalem Inhalt steht und ruckzuck was Tolles und Überraschendes zaubert -
>das Standardzeug kann jeder auswendig lernen.
Jep. Volle Zustimmung! (Wahrscheinlich ist das das Gehimnis des
Erfolges von solchen Sendungen wie "Kochduell" *g*)
Und damit es nicht so dröge endet, hier noch ein ganz ehrlich
improvisiertes Gericht aus der Küche meiner Ma, die schon immer grosse
Klasse im Rezepte-Ausdenken war (auch wenn es so ähnliche Sachen
sicher schonmal in irgend einem Kochbuch gegeben haben mag).
---schnipp---
Mamas Aprikosen-Nachtisch
1/2 Packung Löffelbiscuits (ersatzweise Butterkekse oder notfalls
Zwieback)
1 kleine Dose Aprikosen
2-3 Eiweiße
Die Löffelbiscuits grob zerbröseln und ca. 1 cm dick in eine
Auflaufform füllen. Die Dose mit den Aprikosen aufmachen und die
Aprikosen dicht an dicht mit der runden Seite nach oben auf die
Keksschicht legen und mit wenig Aprikosensaft beträufeln (vorsicht,
darf nicht wegschwimmen). 2-3 Eiweiße mit etwas Zucker steif schlagen
und nicht zu glatt oben auf die Aprikosen streichen. Das Ganze für
10-15 Minuten bei 180 Grad in den Backofen bis der Eischnee zäh und
oben leicht gebräunt ist.
Schmeckt klasse und ist schnell gemacht, auch wenn der Vorratsschrank
für Leckermäuler sonst nicht mehr viel hergibt.
---schnapp---
Liebe Grüße und ein katerfreies Neujahr,
Susie!
> Du scheinst für individuellen Geschmack nicht
> viel übrig zu haben.
Aber sicher doch.
> Gegenfrage: Wer bestimmt eigentlich, was der
> korrekte sogenannte "Gute Geschmack" in Bezug
> auf Essen eigentlich ist?
Was Dir schmeckt entscheidest Du selbst.
Was (aktuell) als "guter Geschmack" gilt, entwickelt sich im komplexen
Zusammenwirken vieler Faktoren innerhalb einer bestimmten
Gesellschaft/Gruppe, das gilt nicht nur für die Küche. Darüber könnte man
jetzt endlos diskutieren.
Deutsche Kantinenkultur zähle ich allgemein nicht zum "guten Geschmack",
schon dieser einheitliche Grundgeruch der dort meist herrscht, verdirbt mir
(mittlerweile) den Appetit, es mag aber auch in diesem Bereich sicher
Ausnahmen geben.
> Generell kann man doch sagen, daß Geschmack eine
> Modeerscheinung ist.
_Auch_ eine solche, aber nicht nur, das wäre zu simpel.
> Andere Gründe erschließen sich mir nicht so leicht.
Denke z.B. mal drüber nach, warum wir in unserem Kulturkreis bestimmte Dinge
nicht essen, welche in anderen gegessen werden und umgekehrt, warum Du
selbst bestimmte Dinge ißt oder nicht, wie sich das Angebot des Marktes
stetig verändert, welche Entwicklung die "Deutsche Küche" in den letzten 25
Jahren gemacht hat und warum etc.
> Zum Beispiel die Gründe für die Angewohnheit, in alles
> mögliche süße Sahne zu rühren. Ist seit einiger Zeit
>ungeheuer in.
In welchen Kreisen denn?
Ich kann das nicht bestätigen.
> Gleichzeitig soll man aber gesundheitsbewußt essen.
Das mußt Du selbst entscheiden, hängt von Deinem Gesundheitsstatus und
anderen Lebensgewohnheiten ab, wie u.a. auch von Deiner Weltanschauung.
> Weniger Fett und so etwas.
Schon wieder so ein Thema, daß man endlos breittreten könnte.
Ich selbst achte nicht besonders drauf und kaufe auch nie Lightprodukte
o.ä., achte aber auf die Fettqualität.
[...]
> Es ist doch Tatsache, daß junge Leute -mit gewissen
> Einschränkungen- essen können, was sie mögen und
> ihnen schmeckt.
> Problematisch wird die Sache allgemein erst ab den
> mittleren Jahren, da man dann nicht mehr alles verträgt
> und auch schneller Gewichtsprobleme bekommt.
Naja, Gewichtsprobleme kommen nur zu einem sehr kleinem Teil vom Essen
selbst, von krankhaften (Eß)Störungen einmal abgesehen.
Ein Punkt ist aber auch, daß man nicht selten mit gewisser Erfahrung im
Leben nicht mehr alles Essen mag.
> Worauf ich denn nun hinaus will?
> Hier in der Gruppe wird schnell mal etwas abgetan,
> weil es nicht der Mode oder dem Zeitgeist entspricht.
> Oder es wird abgewinkt, wenn Dinge erwähnt werden,
> die die "Profis" so nicht tun würden.
Empfinde ich nicht so, vielleicht deshalb, weil es mir auch egal ist.
> Wenn man mir ein persönliches Bekenntnis an dieser
> Stelle verzeiht: Seit ich d.r.m. lese, traue ich mich nicht
> mehr an den Herd.
Das ist schade, hier gibt es doch auch und gerade für den "Kochlaien" sehr
viele gute Anregungen.
>Gottseidank bin ich alleinstehend, da stört das keinen.
Bist Du wirklich gerne alleinstehend, liegt da vielleicht die wirkliche
Ursache für Deine Kochunlust.
> Nur meine Kinder wundern sich, warum ich mich immer
> so gegen das Kochen sträube.
Leben die Kinder noch in Deinem Haushalt, dann fände ich Deine Haltung
bedenklich.
> Ich bin zum "Jäger und Sammler" geworden, als
> Ersatzhandlung gewissermaßen. Ich ersticke förmlich in
> Rezepten und Kochbüchern. Aber einige Leute hier machen
> es einem wirklich schwer, den Mut nicht total zu verlieren.
Fange mal an, bei Dir zu suchen und solche Dinge nicht auf andere Menschen
abzuwälzen.
Wenn Du keine Lust am Kochen mehr verspürst, liegt das sicher nicht an
dieser Gruppe.
Grüße
Nek.
Hallo,
Geschmack ist immer individuell. Was sich ändert, ist die Vorliebe für
bestimmte Zutaten oder Zubereitungsarten.
> Hier in der Gruppe wird schnell mal etwas abgetan, weil es nicht
> der Mode oder dem Zeitgeist entspricht. Oder es wird abgewinkt,
> wenn Dinge erwähnt werden, die die "Profis" so nicht tun würden.
Da muß man ja nicht drauf hören! Und wenn Profis mir 100 mal erklären,
daß eine Sauce linksrum gerührt wird, ist mir das lange egal.....
> Wenn man mir ein persönliches Bekenntnis an dieser Stelle
> verzeiht: Seit ich d.r.m. lese, traue ich mich nicht mehr an den
> Herd.
Eher im Gegenteil. Seit ich drm lese, habe ich mich an viele Sachen ran
getraut ! Auch, weil eben nicht nur "Profis" hier mitdiskutieren.
> Aber einige Leute hier machen es einem wirklich schwer,
> den Mut nicht total zu verlieren.
Laß Dich doch nicht verunsichern !
Glaubst Du, wenn die "Starköche" experimentieren und wild
kombinieren, klappt und schmeckt alles auf Anhieb?
Bei uns sagt man: "Und jetzt schlag noch ein Ei rein und gibs de Säu "
Koch was Dir schmeckt und lass Dich einfach inspirieren.
Scharfe Grüße
Pedro
--
http://www.hotsauce.de
Scharfe Chilis & feurige Saucen
> >> Ich habe mich schon oft darüber gewundert, was man
> >> in der Gastronomie wohl gegen Soßen haben könnte?
>
> > Den guten Geschmack evtl., aber der ist halt sehr verschieden...
> >
> > [...]
> >
> > Grüße
> > Nek.
>
> Hallo!
> Du scheinst für individuellen Geschmack nicht viel übrig
> zu haben.
> Gegenfrage: Wer bestimmt eigentlich, was der korrekte
> sogenannte "Gute Geschmack" in Bezug auf Essen eigentlich
> ist?
Natürlich kann dies niemand _wirklich_ bestimmen. Und trotzdem hat jeder
seine Meinung dazu:
|Was sagst Du als Fachmann zu dieser merkwürdigen Zusammenstellung?
|Sauerkraut mit Weintrauben und süßer Sahne???
|Also mich schüttelt es bei der Vorstellung. Aber das heißt nichts,
|mein Geschmack unterschied sich schon immer deutlich von dem meiner
|Mitmenschen.
<8$ZvmM...@Barbara-Thieme.dialin.t-online.de>
Nichts anderes hat Nek mit seinem Beitrag auch gesagt.
> Generell kann man doch sagen, daß Geschmack eine Modeerscheinung ist.
[...]
> Worauf ich denn nun hinaus will?
> Hier in der Gruppe wird schnell mal etwas abgetan, weil es nicht
> der Mode oder dem Zeitgeist entspricht.
Das verstehe ich jetzt nicht so richtig. Schon weil die zweite Aussage
IMO nicht stimmt.
> Oder es wird abgewinkt,
> wenn Dinge erwähnt werden, die die "Profis" so nicht tun würden.
Und? Du kannst solche Anmerkungen übernehmen oder auch nicht. Ich
verstehe nicht so ganz, warum du dies als Einschränkung und nicht als
Erweiterung deiner Möglichkeiten siehst.
Das ist doch das Schöne an so einem Forum: du kannst dich neugierig
machen lassen und dich eben auch mal von Weintrauben und Sauerkraut
inspirieren lassen. Vielleicht kommt es ja ganz anders als du erwartest?
> Wenn man mir ein persönliches Bekenntnis an dieser Stelle
> verzeiht: Seit ich d.r.m. lese, traue ich mich nicht mehr an den
> Herd.
Das liegt -mit Verlaub gesagt- einzig und alleine an dir. Die "Schuld"
denen zu geben, die dies oder jenes gesagt haben, ist schon etwas
unfair. Es ist schon fast zu plakativ, um es zu schreiben: Was der
Einzelne aus drm mit nimmt, ist seine persönliche Entscheidung, für die
er selbst die Verantwortung trägt.
Grüsse
Dirk
On 31 Dec 2002 18:08:00 +0200, Barbara...@t-online.de (Barbara Thieme)
wrote (<8cuEk...@Barbara-Thieme.dialin.t-online.de>):
>Worauf ich denn nun hinaus will?
>Hier in der Gruppe wird schnell mal etwas abgetan, weil es nicht
>der Mode oder dem Zeitgeist entspricht.
Wirklich? Ich kann es nicht bestätigen, im Gegenteil.
>Oder es wird abgewinkt, wenn Dinge erwähnt werden, die
>die "Profis" so nicht tun würden.
Wenn Du aber etwas in einer Art zubereitest, die *Dir* gefällt und vor allem
*Dir* schmeckt, die aber der Meinung der "Profis" nicht entspricht, dann
sollte es Dir doch gleich sein. Wichtig ist dass es *Dir* gefällt und
schmeckt, nicht dass es nach "Profis"-Richtlinien zubereitet wird.
>Wenn man mir ein persönliches Bekenntnis an dieser Stelle
>verzeiht: Seit ich d.r.m. lese, traue ich mich nicht mehr an den
>Herd.
Bei mir ist es genau umgekehrt: ich wünsche, ich hätte mehr Möglichkeiten,
nachzukochen, was hier vorgestellt wird, sowohl was die Zeit wie auch was
die Linie betrifft...
Ich wünsche Dir ein frohes Neujahr, und hoffentlich trotzdem noch viel Spass
hier und beim Kochen!
Salut
René
Pedro schrieb:
> Eher im Gegenteil. Seit ich drm lese, habe ich mich an viele Sachen ran
> getraut ! Auch, weil eben nicht nur "Profis" hier mitdiskutieren.
Eben, die am groessten reden haben dann 2x "" dabei ;-)...
Meiner meinung nach, hat kochen auch mit kunst zu tun. Oft genug gibt es
gute handwerker, die aber keine kuenstler sind. Die kennen zwar die
buecher auswendig, wenn aber eine zutat zuhause fehlt kommt die grosse
verzweiflung. Also egal wie, komplexe braucht keiner zu kriegen, denke
ich. Schmecken muss es, und wem es nicht passt was man macht, darf ja
ins gasthaus gehen ;-)...
Liebe gruesse
Hans
Barbara Thieme schrieb:
> Kartoffelsalat hat in meinem Fall nur einen Haken. Ich schaffe es
> nie, Kartoffelsalat oder Eintopf in halbwegs vernünftigen Mengen
> zu produzieren. Was immer ich auch tue, das fertige Essen
> reicht grundsätzlich für eine ganze Kompanie von hungrigen
> jungen Männern.
Genau dann schmeckt es am besten. Warum kann ich aber nicht erklaeren.
Gulasch ist auch sowas, das wird im 4-liter-topf am besten, aber wenn er
voll ist...
Liebe gruesse
Hans
Barbara Thieme schrieb:
> Ich bin nicht gerne alleinstehend. Aber das ist nicht der Punkt.
> Ich habe früher gerne gekocht und gebacken. Es gab Leute, die haben
> behauptet, ich könne das gut.
Siehst das ist wichtig...
> Dann kam d.r.m. und ich mußte erkennen,
> daß das was ich so tue, größtenteils aus den verschiedensten Gründen
> falsch war. Ich habe kochen nie gelernt, ich habe es mir im Laufe
> der Zeit nur angeeignet, denn meine Familie wollte ja nicht verhungern.
Was heisst falsch? Wenn ich sorezepte ansehe ist auch fuer fast alles
"falsch". Bin beiweitem kein "fachmann", aber manches gelingt ganz gut.
Und da frage ich dann kein rezeptbuch mit beruehmten verlag, sondern
meine gaeste.
> Du gestattest, daß ich Dich korrigiere. Es liegt sicher nicht NUR
> an dieser Gruppe. Aber zum Teil eben schon.
> Man glaubt, irgendetwas einigermaßen zu können und muß dann feststellen,
> daß das nicht der Fall ist. So etwas kann einen schon ganz schön
> umhauen.
In fachbuechern und sonstwo stehen niemals absolute weisheiten sondern
gerade mal anregungen und ideen. Zb., welches gewuerz wo dazupasst und
wie kombinationen am besten entsprechen. Aber mehr braucht schon nicht
drinnen stehen. Und selbst da gibt es unzaehlige kombinationen, die mir
die haare im nacken aufstellen, aber man muss ja nicht alles verwenden.
Als langjaehrige koechin mit fanpublikum, bist eigentlich du fachfrau
hier! Lass dir doch deine erfahrung nicht wegnehmen.
Liebe gruesse
Hans
> Gulasch ist auch sowas, das wird im 4-liter-topf am besten, aber wenn er
> voll ist...
Na, das meinst Du aber auch nur, denn Du hast noch keinen aus meiner 200
ltr. Gulaschkanone bekommen! ;)
Gruß
NMS
> Ich danke Dir. Ich sollte mir vielleicht wirklich etwas
> Selbstbewußtsein zulegen. Gibt es das irgendwo im Sonderangebot? :-))
Hmmh, schwierig. Steckt in jedem mehr oder weniger drinne.Könnte vielleicht
eine weitere Zutat sein zu dem was man so in ein Gericht reingeben sollte,
das man im neuen Jahr kocht :-)
/Spaßmode an/
Ob im Sonderangebot: Karstadt Hobby und Technikhaus Stechbahn :-)? Ich weiß
nicht.
/Spaßmode aus/
> Ein frohes neues Jahr und schöne Grüße aus Celle
ebenso nach Celle aus dem Lks.SFA wo es Schnee hat, der wohl zu tauen
scheint ab morgen glaubt man dem was örtliche Sender so erzählen.
Hallo Barbara,
>Ich habe früher gerne gekocht und gebacken. Es gab Leute, die haben
>behauptet, ich könne das gut. Dann kam d.r.m. und ich mußte erkennen,
>daß das was ich so tue, größtenteils aus den verschiedensten Gründen
>falsch war.
Ich würde mal sagen - entspann dich! Die 'wirklichen' Experten in drm
zeichnen sich durch sehr viel Toleranz aus, alle diejenigen die mit
Igitt, Spott usw. reagieren muß man nicht wirklich ernst nehmen - sie
wollen lediglich nur nur Punkte machen auf Kosten Anderer - einen
Beweis, daß sie kochen können bleiben sie in aller Regel schuldig,
schreiben kann man viel. Man merkt sehr schnell wer aus der Praxis
schreibt und wer nicht.
Wer ein Leben lang eine Familie versorgt hat, die zufrieden war mit dem
was man ihr angeboten hat, kann ganz zufrieden sein.
Ich finde daß es hier einige reine Theoretiker gibt und nacherzählen
läßt sich viel.
Als kleiner Trost zum Schluß - wer einmal den Abspann von Lafers
Sendungen 'essen wie in Deutschland' oder ähnlich gesehen hat weiß, daß
auch der große Meister viel in die Tonne getreten hat bis es reif für
die Öffentlichkeit war und selbst wenn ihm alles gelunge wäre, so what -
es gibt dir keiner was, wenn du nach seinen Vorstellungen kochst und
hier in drm schon garnicht.
Ein guter Freund hat mir einmal den guten Rat gegeben, die Foren im
Newsnet wie den Testbildschirm am TV zu sehen und glaube mir das hilft,
man kann sie sehr gut abschalten und weg sind sie;-)
Was wirklich zählt sind die Menschen mit denen du dich Tag für Tag im
wirklichen Leben auseinandersetzt und sonst garnichts.
Ich wünsche dir im neuen Jahr eine ganze Ladung Gelassenheit!
Hi,
Gulaschkanone ist unschlagbar !
Erbsensuppe z.B. bekommt man in kleinen Töpfen nicht so hin.
Hallo Barbara,
Gruss,
o
Ilka
--
http://home.t-online.de/home/ufetzer - (Ilkas und Ullis Kochecke)
* REZKONV * RkSuite* MMTOOLS * TV-COOK * REZEPTE * KÜCHENKRÄUTER *