vor etwa 10 Wochen hat Vincent Klink ein tolles Rezept gezeigt, war
ein ganz einfaches Gericht aus den (italienischen?) Alpen. Mit
Mangold, Käse, Schalotten, den Rest habe ich vergessen.
Es wurde erst alles in der Pfanne vorgeköchelt, kam dann in eine
Auflaufform in den Ofen.
Hat das noch jemand von euch und wäre so nett, es zu posten? Habe
heute Mangold besorgt und wollte es morgen Abend machen.
Danke und einen schönen Abend noch.
Christian.
On Mon, 18 Mar 2002 22:37:48 +0100, Christian Schill
<schill.c...@wanadoo.fr> wrote
(<abnc9uomm1l33jjhj...@4ax.com>):
>vor etwa 10 Wochen hat Vincent Klink ein tolles Rezept gezeigt, war
>ein ganz einfaches Gericht aus den (italienischen?) Alpen. Mit
>Mangold, Käse, Schalotten, den Rest habe ich vergessen.
>Es wurde erst alles in der Pfanne vorgeköchelt, kam dann in eine
>Auflaufform in den Ofen.
>Hat das noch jemand von euch und wäre so nett, es zu posten? Habe
>heute Mangold besorgt und wollte es morgen Abend machen.
Du meinst wohl das Pizokels-Rezept, das im ARD-Buffet kam und hier von
Christina Philips gepostet worden ist? Sie wird es sicher reposten, oder Dir
schicken.
Pizokels bereitet man aber nicht nur mit Mangold (mit Mangold ist es gar
eher eine Ausnahme, mit Mangold bereitet man eher Capuns zu), auch mit
Spinat, mit Kraut, mit Wirsing. Hier ein paar Varianten:
MMMMM----- Recipe via Meal-Master (tm) v8.04
Title: Spinatpizokels (Graubuenden)
Categories: Teigware, Spaetzle, Spinat, Sbrinz, Schweiz
Yield: 4 servings
250 g Mehl
5 Eier
200 ml Milch
200 ml Wasser
250 g Weissbrotbroesmeli
100 g Butter
1/2 bn Petersilie; gehackt
1/2 bn Schnittlauch;feingeschnitten
250 g Spinat; gehackt
;Salz
;Pfeffer
Muskat
150 g Sbrinz; gerieben
MMMMM-----------------------------REF---------------------------------
-- Nach: Tele ??
-- Erfasst von Rene Gagnaux
Aus Mehl, Eiern, Milch, Wasser und den Gewuerzen einen Teig
zubereiten. Die Weissbrotbroesmeli in der Haelfte der Butter anziehen
lassen, Petersilie, Schnittlauch und Spinat zugeben und das Ganze mit
dem Teig gut verkneten. Eine Stunde zugedeckt ruhen lassen.
Mit einem Essloeffel Kloesschen abstechen und in kochendem Salzwasser
pochieren: steigen sie an der Oberflaeche, werden sie mit der
Schaumkelle herausgenommen, in einer ausgebutterten Gratinplatte
angerichtet und lagenweise mit dem Sbrinz bestreut.
Die restliche Butter leicht braeuen und daruebergiessen.
Wer will, serviert dazu eine Tomatensauce.
MMMMM
MMMMM----- Recipe via Meal-Master (tm) v8.04
Title: Krautpizokel (Bizoccals cun ravitscha, Graubuenden)
Categories: Teigware, Spaetzle, Wirsing, Spinat, Schweiz
Yield: 4 servings
MMMMM------------------------PIZOKELMASSE-----------------------------
200 g Mehl
80 ml Milch
2 Eier; verquirlt
15 g Buendnerfleisch
15 g Salsiz; wuerzige
-- Trockenwurst, der
-- Salami aehnlich
20 g Lauch
1 ts Butter
;Salz
Muskat
MMMMM-----------------GEMUESEMISCHUNG MIT SPECK----------------------
60 g Magerspeck; in Streifen
1 ds Knoblauch; gepresst
15 g Schalotten; fein gehackt
1 ts Butter
120 g Wirsing; Wirz
100 g Spinat
;Salz
;Pfeffer
Muskat
80 ml Schlagrahm
MMMMM-----------------------------REF---------------------------------
-- Roland Joehri, Die
-- Kochkunst Graubuendens
-- AT-Verlag, 1993
-- ISBN 3-85502-367-0
-- Erfasst von Rene Gagnaux
Fuer die Pizokelmasse Mehl zusammen mit der Milch und den Eiern in
eine Schuessel geben und zu einem glatten Teig ruehren.
Buendnerfleisch, Salsiz und Lauch - alle kleinegschnitten - in der
Butter duensten und unter den Teig mischen.
Fuer die Gemuesemischung Wirsing und grosse Spinatblaetter (kleine
Blaetter ganz lassen) in grobe Quadrate schneiden und im Salzwasser
ueberwallen. Gut abtropfen lassen. Magerspeckstreifen, Knoblauch und
Schalotten in der Butter duensten, das Gemuese dazugeben.
Fuer die Pizokel Teig portionsweise auf ein Brett streichen und mit
einem Spachtel in das siedende Salzwasser schaben. Sobald die Pizokel
an die Oberflaeche steigen, fischt man sie mit einer Schaumkelle
heraus und gibt sie in die Krautpfanne. Nach Geschmack mit Salz,
Pfeffer und Muskat nachwuerzen. Den Schlagrahm darunterziehen und
sofort servieren.
Zur Geschichte: schon 1799 werden die "Perzockeln" als
Lieblingsgericht der Buendner Bauern an Festtagen bezeichnet. Der
romanisch-italienische Ausdruck ist auch in ganz Deutschbuenden
verbreitet und hat sogar dem Churer Hausberg seinen Namen verliehen.
Die Pizokel werden in den verschiedensten Varianten gegessen. Ohne
Beilage heissen sie im Vorderrheintal "bizochels bluts". Wenn jemand
einen Anstandsrest zuruecklaesst, heisst es im Engadin "far sco quel
dal bizoccal", wie jener tut, der in der Schuessel einen einzigen
Pizokel zurueckliess.
MMMMM
MMMMM----- Recipe via Meal-Master (tm) v8.04
Title: Engadiner Krautpizokels (Graubuenden)
Categories: Teigware, Spaetzle, Pizokel, Quark, Wirsing
Yield: 4 Servings
150 g Magerquark
2 Eier
1 Eigelb
125 g Mehl
200 g Wirz
Butter
1/2 Knoblauchzehe; fein gehackt
1 Schalotte; gehackt
2 tb Gemuesefond
120 ml Rahm; geschlagen
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
MMMMM----------------------------REF---------------------------------
-- UZ, 17. Maerz 1999
-- Natural Gourmet Cooking
-- Erfasst von Rene Gagnaux
Den Quark mit den Eiern und Eigelb verruehren, mit Salz, Pfeffer und
Muskatnuss wuerzen. Zum Schluss das Mehl unterheben. Die Masse wie
Spaetzle vom Brett ins kochende Salzwasser schaben. Sobald die
Pizokel an die Oberflaeche steigen, mit der Lochkelle herausheben und
abtropfen lassen.
Den Wirz in grobe Streifen schneiden und in Salzwasser blanchieren.
Gut abtropfen lassen. Die Butter in einer Bratpfanne erwaermen.
Knoblauch, Schalotte und Wirz darin anziehen lassen, mit Gemuesefond
abloeschen, aufkochen und die Pizokel hinzufuegen. Abschmecken, den
Schlagrahm darunterziehen und anrichten.
MMMMM
Salut
René
Hallo Christian,
> vor etwa 10 Wochen hat Vincent Klink ein tolles Rezept gezeigt, war
> ein ganz einfaches Gericht aus den (italienischen?) Alpen. Mit
> Mangold, Käse, Schalotten, den Rest habe ich vergessen.
Es ist schon etwas länger her, aber hier ist es:
========== winREZKONV v1.55p4 Rezept ==========
Titel: PIZZOKEL - VINCENT KLINK
Kategorien: Backofen, Auflauf, Kartoffel
Menge: 2 Portionen
200 Gramm Kleine Kartoffeln
50 Gramm Mehl
2 Eier
1 Zwiebel; fein geschnitten
10 Mangoldblaetter
100 Gramm Bergkaese; fein gewuerfelt
1 Zweig Salbei
Butterfloeckchen
Peffer und Salz
======================QUELLE======================
- ARD-Buffet
- Erfasst *RK* 01.10.01 von
- Ilka Spiess
Kartoffeln kochen, schaelen und in Scheiben schneiden.
Mehl mit den Eiern vermengen, gut schlagen und ev. etwas Wasser
zugeben, der Teig sollte sehr weich sein, fast fluessig. Mit einer
Prise Salz wuerzen. Mit einem Teeloeffel kleine Teigkluempchen ins
kochende Salzwasser geben und diese ca. 3 Minuten garen. Dann
herausnehmen, unter kaltem Wasser abschrecken und auf einem Tuch
ausbreiten.
Die Zwiebel in Butter hellbraun anduensten. Kartoffelscheiben und
Mangoldblaetter dazugeben. Alles kurz anduensten, dann die
Teigkluempchen zugeben und mit Pfeffer und Salz wuerzen.
Alles in eine gebutterte Auflaufform geben, mit Kaese,
Salbeiblaettern und Butterfloeckchen bestreuen Unter dem Grill den
Kaese zerlaufen lassen (nicht gratinieren) und servieren.
Kartoffelgerichte: Vincent Klink, Donnerstag, 01.11.2001
=====
Eine Mangoldstaude vom Blattgrün befreien. Grün aufheben. Die Stengel in
etwa 3 bis 4 cm lange Stücke schneiden. In einem Topf mit Wasser und
Knoblauch ca. 10 - 15 min. weich kochen. Zwischenzeitlich Mangoldgrün
und 1 Bund glatte Petersielie hacken. Gelderländer Bauchspeck würfeln
(alternativ Schinkenwürfel)In eine Auflaufform eine Lage Mangoldstiele
schichten dann das Grün und Bauchspeckwürfeln darübergeben. Mit
geriebenem Käse bestreuen.Mit Muskat und Pfeffer würzen (Salz nur
sparsam verwenden, da der Speck genug Salz abgibt). Eine zweite Schicht
daraufgeben. Zum Abschluß das ganze mit Semmelkrume abdecken und einen
Guß aus einem Ei und einem Becher Schmand gewürzt mit Paprika, Muskat,
Pfeffer u. ggf. Salz darüber geben. 25 - 30 min im Backofen goldbraun
backen.
Antje Reinsch
Christian Schill schrieb:
lieber Christian,
es kann sich auch um Cpauns gehandelt haben. (bei uns in Graubünden quasi
Nationalgericht):
Rezept für 4 Personen:
Füllung für ca 40 Mangoldblätter:
200 g Mehl
3 Eier
2 Prisen Salz
2 dl Wasser
Gehakte Petersielie
Gehakter Schnittlauch
100 g Landjäger (geräucherte Trockenwurst) oder Salsiz(Salamiähnliche
Trockenwurst)
50 g Rohspeck
Für die Finition:
Nussgross Butter
Schalotten und geh. Petersilie
1 Glas Bouillon
1 dl. Rahm
Reibkäse
Zubereitung:
Mehl, Eier, Salz und Wasser zu einem Spätzliteig klopfen. Eine Stunde
stehen lassen. Schnittlauch, Peteersilie, Rohschinken und Landjäger fein
hacken und in den Teig mischen.
Mangold waschen (Falls man Krautstielblätter nimmt, balnchieren) auf
jedes Blatt eine Messerladung von Capunsteig geben, Blatt einrollen. Bei der
letzten Drehung die Balttrippe an zwei stellen einschneiden, damit der
Wickel hält.
Die Wickel auf den Pfannenboden schichten, leicht salzen, kochendes
Wasser darüberleeren, aufkochen, zehn minuten ziehen lassen.
Für die Sauce Sachlotten und Peterli ganz fein hacken, in Butter dünsten,
mit Bouillon ablöschen, einköcheln. Rahm dazugeben.
Rohspeck in separateer Pfanne glasig braten.
Capuns auf Teller verteilen, mit Sauce überziehen, Käse darüberstreuen
und mit gebratenen Speckstücklein bestreuen.
Achtung: es gibt soviel Capunsrezepte wie es Schwiegermütter gibt.
Eigentlich sind alle fein.
Guten Appetit
Carlo
On Tue, 19 Mar 2002 19:20:08 +0100, "Carlo Joesler"
<ca...@chesa-salis.ch> schrieb:
>"Christian Schill" <schill.c...@wanadoo.fr> schrieb im Newsbeitrag
>news:abnc9uomm1l33jjhj...@4ax.com...
>> Hallo miteinander,
>>
>> vor etwa 10 Wochen hat Vincent Klink ein tolles Rezept gezeigt, war
beeindruckt davon, wie er die ganzen Zutaten salopp in die Pfanne
geschmissen hat.
[...]
>es kann sich auch um Cpauns gehandelt haben. (bei uns in Graubünden quasi
>Nationalgericht):
jedenfalls war's was aus den Schweizer Alpen, eher Richtung
italienisch sprachiger Schweiz.
[...]
Als das Rezept im Fernsehen kam, habe ich nur einen Teil verfolgen
können (immer in den Einweichpausen der Tapetenbahnen biem Tapezieren
:-)). Hatte es dann aus den aufgeschnappten Teilinformationen
nachgekocht. Ulli's REZ kommt der Sache am nächsten, allerdings
erinnere ich mich nicht mehr daran, dass da auch Kartoffeln im Spiel
waren.
Der Name Pizokels sagt mir gar nichts, muss da wohl den Anfang der
Kocherei verpasst haben. Jedenfalls war die ganze Sache einfach
zuzubereiten und wirklich lecker.
René's Alternativen klingen auch verlockend.
Danke jedenfalls an _alle_ Poster.
Vertragt euch und einen schönen Abend noch.
Christian.
On Tue, 19 Mar 2002 19:20:08 +0100, "Carlo Joesler" <ca...@chesa-salis.ch>
wrote (<3c978...@news.tiscalinet.ch>):
>Achtung: es gibt soviel Capunsrezepte wie es Schwiegermütter gibt.
;-)
Es gibt übrigens einen ausgezeichneten Buch über Capuns, vielleicht kennst
Du es schon? Evely Lengler und Charly Bieler, "Capuns", 1999, Verlag
Desertina, Chur, ISBN 3 85637 248 2. Aeusserst empfehlenswert, eine
ausgezeichnete Dokumentation über Geschichte und Zubereitungen aller Arten
Capuns!
Salut
René