schon wieder ich mit einem Problem ;-)
Mir ist gestern abend ein Glas mit nicht gerade billigem Honig
runtergefallen. Jetzt habe ich in einer Schüssel Honig mit Glasscherben.
Kennt jemand einen Trick, um daraus Honig ohne Glasscherben zu machen?
Es handelt sich um Kleehonig. Kann man den so weit verflüssigen, daß sich
die Scherben ausfiltern lassen?
Einen schoenen Gruss quakt der |||
|||
/ | \TARI-FROSCH
> Hi Leutz,
>
> schon wieder ich mit einem Problem ;-)
>
> Mir ist gestern abend ein Glas mit nicht gerade
> billigem Honig runtergefallen. Jetzt habe ich in
> einer Schüssel Honig mit Glasscherben. Kennt
> jemand einen Trick, um daraus Honig ohne
> Glasscherben zu machen?
Es geht nicht.
Die Glasscherben können beliebig klein sein.
Dadurch kannst du sie praktisch nicht filtern.
Beim Erhitzen des Honigs wird er zwar flüssig,
aber er zerstört sich auch(-> schmeckt nicht).
Am sichersten ist es daher, den Honig
wegzuschmeissen.
Nebenbei bemerkt: Das Versetzen einer Speise mit
Glasscherben ist eine sehr wirksame Methode,
jemand anderen umzubringen. Die sehr kleinen
Scherben schneiden kleine Löcher in Magen und
Darm, man stirbt dann durch innere Blutungen.
unschön.
hth
RFr
Wenn du dauernd so teures Zeugs kaufst, reicht die Kohle logisch nich :-)
>Jetzt habe ich in einer Schüssel Honig mit Glasscherben.
>Kennt jemand einen Trick, um daraus Honig ohne Glasscherben zu machen?
>
>Es handelt sich um Kleehonig. Kann man den so weit verflüssigen, daß sich
>die Scherben ausfiltern lassen?
>
Das kannste ziemlich vergessen. Wenns unbedingt sein muss den aufzuheben, wuerd
ich den in ein anderes Glas fuellen und dann zum suessen von Tee nehmen. Tuste
Wasser innen Topf und machst heiss und giesst damit den Tee auf. Die Scherben
bleiben dann untem im Topf zurueck.
Tschau,
Vava
--
Meine Schweine bekommen neben den geringen Abfaellen aus meiner Kueche nur
Pferdefleisch. Sie gedeihen dabei ganz vortrefflich.
Silva
Ich habe mal in meinem Imkereibüchern nachgeschlagen (ist schon eine
Weile her seit ich geimkert habe).
Also, Honig lässt sich vorsichtig bis ca. 40°C erwärmen, ohne das er
seine positiven Eigenschaften verändert. Ich habe immer ein Wasserbad
mit 40 °C verwendet, dauert ca. 2 Tage bei einem 12,5 kg Eimer. Andere
verwenden einen Wärmeschrank mit 40°C Lufttemperatur, was noch länger
dauert. Der Honig darf allerdings auf keinen Fall überhitzen, sonst ist
die Wert des Honigs dahin. Sicheres Zeichen hierfür ist das Ausbleiben
der Kandierung (bei fast allen Honigsorten früher oder später der Fall,
einzige mir bekannte Ausnahme ist Akazienhonig)
Letztere Methode (im Backofen kleinste Heizstufe, nachmessen!!!) könnte
hier funktionieren, wenn das ganze direkt im Fliter mit untergestelltem
Gefäß stattfindet.
Wenn ich jetzt aber Aufwand und Strom rechne, dazu das Risiko eine unter
Umständen tödliche Glasbeilage auf dem Honigbrötchen zu haben, ist auch
bei teuren Honigen (und Klee ist noch lange nicht der wertvollste Hong)
die Entsorgung über den Müll und der Neukauf die langfristig billigste
Lösung.
Lars
--
Lars Stein
Hallo Sabine
Der Gesundheit zuliebe würde ich davon abraten den Honig zu filtern.
Auch den empfohlenen Weg zum Imker kannst du dir sparen, da eine
Erwärmung den Honig zwar Siebfähig machen würde (dabei keine Gewähr
gegeben wäre das er glasfrei ist) ein verflüssigen das er durch
Papierfilter geht kann ich mir nicht vorstellen. Mir persönlich wäre das
Risiko zu groß.
So bitter es für dich sein mag, aber entsorge den Honig deiner
Gesundheit willen doch lieber
Mit imkerlichen Grüßen
Reinhard
--
Man findet mich unter: http://www.honigquelle.de
erst mal vielen Dank für die Antworten.
>Der Gesundheit zuliebe würde ich davon abraten den Honig zu filtern.
r.fr...@nospam.netcologne.de schrieb:
>Beim Erhitzen des Honigs wird er zwar flüssig,
>aber er zerstört sich auch(-> schmeckt nicht).
Wenn ich heiße Milch mit Honig mache (dafür war er eigentlich auch
vorgesehen) oder den Honig in Tee gebe, wird er ja auch heiß - und wäre
flüssig genug, um durch einen Sieb zu gehen.
Hartman...@t-online.de (Lars Stein) schrieb:
>Letztere Methode (im Backofen kleinste Heizstufe, nachmessen!!!) könnte
>hier funktionieren, wenn das ganze direkt im Fliter mit untergestelltem
>Gefäß stattfindet.
>Wenn ich jetzt aber Aufwand und Strom rechne, dazu das Risiko eine unter
>Umständen tödliche Glasbeilage auf dem Honigbrötchen zu haben, ist auch
>bei teuren Honigen (und Klee ist noch lange nicht der wertvollste Hong)
Einen Backofen habe ich leider nicht.
wil...@onlinehome.de (Konrad Wilhelm) schrieb:
>Durch ein Papierfilter vermutlich nicht, aber durch ein Sieb müsste gehen.
>Warm machen. So pulverfein wird das Glas vermutlich nicht zersplittert sein.
Das Glas ist sehr ungünstig zersplittert, weil es mit dem Bodenrand auf
einem hartem Boden aufgeschlagen ist. Die Scherben sind teilweise wirklich
extrem klein. Aber so fein, daß ein feines Teesieb sie nicht zurückhalten
könnte ...?
Aufs Frühstücksbrötchen streiche ich lieber Marmelade, das gibt nicht so
ein Gebapp ;-)
Ich überlege noch, ob ich es mit gefilterter heißer Milch versuche. Gäste
wären davon sowieso nicht betroffen, "nur" ich selbst. Nur müßte ich dann
in nächster Zeit sehr viel heiße Milch oder Tee mit Honig trinken - ich
will ja auch meine Schüssel wieder haben, ich hab zur Zeit nicht so viele.
> Ich überlege noch, ob ich es mit gefilterter heißer Milch versuche.
Hallo Sabine,
statt mit Milch würde ich den Honig lieber mit Wasser lösen, und zwar
etwa wie folgt:
- große Scherben auslesen
- lauwarmes Wasser zugeben und durch sanftes Schwenken den Honig lösen
- Honiglösung durch ein Sieb filtrieren (um die größeren Scherben
abzutrennen und das folgende Papierfilter zu schonen)
- Honiglösung durch ein zuvor mit Wasser angefeuchtetes Kaffeefilter
filtrieren (die Honiglösung dazu nicht mit Schwung aufgießen, sondern an
einem Kaffelöffel entlang in das Filter fließen lassen)
-diese Honiglösung im Kühlschrank aufbewahren, damit sie nicht so
schnell zu gären anfängt
- vor jeder Entnahme möglichst _nicht _ schwenken/schütteln, damit sich
der Bodensatz nicht aufwirbelt
- den letzten Rest der Honiglösung sicherheitshalber verwerfen.
Dabei muss man insgesamt _sehr sauber_ arbeiten, damit man die
Scherbchen nicht weiterschleppt ( z. B. an den Gefäßmündungen, oder mit
dem Löffel zum Rühren).
Bei Beachtung all dieser Vorsichtsmaßnahmen kann ich mir eine Gefährdung
nicht vorstellen.
Ich wünsche dir guten Teegenuss!
Gruß Hans.
Sabine Becker schrieb:
> r.fr...@nospam.netcologne.de schrieb:
> >Beim Erhitzen des Honigs wird er zwar flüssig,
> >aber er zerstört sich auch(-> schmeckt nicht).
> Wenn ich heiße Milch mit Honig mache (dafür war er eigentlich
> auch vorgesehen) oder den Honig in Tee gebe, wird er ja auch heiß
> - und wäre flüssig genug, um durch einen Sieb zu gehen.
Da muß man Dir zustimmen! Beim Backen z.B. mit Honig ist
es ja auch so. Also, ich an deiner Stelle würde das mit einem
sehr kleinmaschigen Plastiksieb einfach mal versuchen.
In meinem Honigbuch steht, daß man Honig wegen seines
Säuregehaltes niemals mit Kupfer und Zinkbehälter lagern soll.
Aluminium sollte ebenfalls vermieden werden! Zu empfehlen
ist rostfreier Stahl, Zinn oder Glas.
> wil...@onlinehome.de (Konrad Wilhelm) schrieb:
> >Durch ein Papierfilter vermutlich nicht, aber durch ein Sieb müsste
> >gehen. Warm machen. So pulverfein wird das Glas vermutlich nicht
> >zersplittert sein.
> Das Glas ist sehr ungünstig zersplittert, weil es mit dem Bodenrand
> auf einem hartem Boden aufgeschlagen ist. Die Scherben sind teilweise
> wirklich extrem klein. Aber so fein, daß ein feines Teesieb sie nicht
> zurückhalten könnte ...?
> Ich überlege noch, ob ich es mit gefilterter heißer Milch versuche.
> Nur müßte ich dann in nächster Zeit sehr viel heiße Milch oder Tee
> mit Honig trinken - ich will ja auch meine Schüssel wieder haben,
> ich hab zur Zeit nicht so viele.
Damit Du nicht die ganze nächste Zeit sehr viel heiße Milch oder Tee
mit Honig trinken mußt, dann backe doch einfach Kuchen davon.
Anstelle von Zucker nimmst Du Honig, der ja auch noch zudem
einen guten Geschmack abgibt.
Im "Das Buch vom Honig" von Claude Francis Ferdinande Gontier,
Otto Maier Verlag Ravensburg steht folgender Hinweis:
Wenn in Rezepten Zucker durch Honig ersetzt werden soll,
dann nimmt man jeweils weniger von der Flüssigkeit (Wasser oder
Milch) als das Rezept verlangt, da der Honig 18 - 20 % Wasser
enthält. Wenn man in Backwaren Honig statt Zucker verwenden will,
dann soll man 1/2 Teelöffel Backnatron zu jeder Tasse Honig
hinzu fügen.
Außerdem steht da noch:
Kuchen, Puddings, Plätzchen und sonstige Süßigkeiten bleiben
länger frisch, wenn sie mit Honig zubereitet werden.
Um Honig abzumessen bestreicht man die Tasse oder den Löffel
mit Öl, dann klebt der Honig nicht.
Honig ist süßer als Zucker. 1 Teelöffel Honig ist so süß wie
1/2 Teelöffel Zucker.
Daß Du Deine Schüssel wieder haben willst, das kann ich sehr
gut verstehen. Du kannst den Honig mit schwacher Wärme
in einem Topf flüssig machen und dann den flüssig gemachten
Honig nach dem Filtern in ein neues Glas füllen.
So kannst Du ganz schnell wieder zu Deiner Schüssel kommen.
Und der Honig im kaputten Glas braucht sich da nicht etablieren! ;-)
Gruß Barbara