Shepherd’s Pie

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Andreas Kohlbach

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Apr 7, 2022, 9:48:40 PMApr 7
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Wo ich gerade Shepherd’s Pie esse erinnere ich mich daran, die (und so
vieles andere) erst in Kanada kennen- und liebengelernt zu haben.

Auch wenn man "Pie" mit "Kuchen" übersetzen könnte, ist es eher eine
"Pastete". Sie geht als Hauptgericht.

Sie besteht aus mehreren Schichten, meist einer aus Hackfleisch und einer
aus Kartoffelpüree. Dazu je nach Region noch Erbsen, Karotten (in Kanada
Mais anders kenne ich die nicht), Tomatenmark, Käse, verschiedene andere
Gemüse und Gewürzen wie Rosmarin oder Oregano. In meiner heute war auch
Fleisch (vermutlich Schweinefleisch) drin. Superlecker meiner Meinung
nach, und nicht so furchtbar schwer zu machen, wenn meine auch ein
Fertiggericht war.

Hier <https://de.wikipedia.org/wiki/Shepherd%E2%80%99s_Pie> die deutsche
Wikipedia Seite zum "Schäfer-Kuchen". Da es ein Gericht der britischen
Küche ist, ist die englische Version der Seite natürlich ausführlicher.

Guten Appetit!
--
Andreas

Andreas Kohlbach

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Apr 7, 2022, 9:58:36 PMApr 7
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Wo ich gerade Shepherd’s Pie esse erinnere ich mich daran, die (und so
vieles andere) erst in Kanada kennen- und liebengelernt zu haben.

Auch wenn man "Pie" mit "Kuchen" übersetzen könnte, ist es eher eine
"Pastete". Sie geht als Hauptgericht.

Sie besteht aus mehreren Schichten, meist einer aus Hackfleisch und einer
aus Kartoffelpüree. Dazu je nach Region noch Erbsen, Karotten (in Kanada
Mais anders kenne ich die nicht), Tomatenmark, Käse, verschiedene andere
Gemüse und Gewürzen wie Rosmarin oder Oregano. Superlecker meiner Meinung

Mike Grantz

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Apr 8, 2022, 12:43:26 AMApr 8
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On 08.04.2022 03:58, Andreas Kohlbach wrote:

> Sie besteht aus mehreren Schichten, meist einer aus Hackfleisch und einer
> aus Kartoffelpüree. Dazu je nach Region noch Erbsen, Karotten (in Kanada
> Mais anders kenne ich die nicht), Tomatenmark, Käse, verschiedene andere
> Gemüse und Gewürzen wie Rosmarin oder Oregano. Superlecker meiner Meinung
> nach, und nicht so furchtbar schwer zu machen, wenn meine auch ein
> Fertiggericht war.

Mag ich sehr gerne, aber in meiner kleinen Küche sehr sehr umständlich
zuzubereiten, wesshalb ich dann lieber ne Hacksauce koche und sie dann
über KaPü gebe.

Als Fertiggericht habe das allerdings noch nie gesehen.

Frank Hucklenbroich

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Apr 8, 2022, 5:36:42 AMApr 8
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Doch, gibt es in English Shops. Hier in Köln der Laden hinterm Kaufhauf,
die haben verschiedene Versionen: "Shepherd's Pie", "Steak&Kidney Pie" und
andere. Macht man im Backofen warm.

Oder frisch gemacht hier:

https://www.tasty-pasty.com/

Der ist auch manchmal auf Straßenfesten mit seinem Food-Truck unterwegs, da
habe ich die schon mehrfach probiert. Saulecker!

Grüße,

Frank

Andreas Karrer

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Apr 8, 2022, 2:30:51 PMApr 8
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* Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net>:
> Wo ich gerade Shepherd’s Pie esse erinnere ich mich daran, die (und so
> vieles andere) erst in Kanada kennen- und liebengelernt zu haben.

Meine Mutter hat das in den 50ern in England kennengelernt und dann
häufig gemacht, besonders, als Kartoffelflocken aufkamen. Und zwar
immer 2 Gratinformen: eine zum Gleichessen und eine wanderte in den
Tiefkühler. Die haben wir Halbwüchsigen in den Ofen geschoben, wenn
die Eltern mal für ein Wochenende weg waren.

Heute als Elter mach ichs genauso mit den 2 Gratinformen. Lieber Rind
als Schaf, also offiziell Cottage Pie. Die Kinder mögen Karotten drin.
Da die Kartoffeln mit Reibkäse und Ei vermischt werden, tritt der
Kartoffelgeschmack einigermassen in den Hintergrund und es spielt m.E.
keine grosse Rolle, obs aus Flocken ist oder echtes Kartoffelpuree.
Letzteres wär mir zu viel Arbeit.

- Andi

Mike Grantz

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Apr 8, 2022, 2:47:51 PMApr 8
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On 08.04.2022 19:46, Andreas Kohlbach wrote:

> Dann vielleicht noch Mais, geraspelte Karotten oder Erbsen einstreuen, dazu
> würzen (Oregano?).

Gebratener Mais oder ganz banal ne Dose Karotten und Erbsen.
Btw. Erbsen. Hier in der Gegend habe ich schon ewig keine tiefgefrorenen
Erbsen mehr im Supermarkt gefunden.

Angebratene Karotten sind ansonsten eh in der Sauce.
> In Kanada überall. Wie auch Poutine. Faul wie ich bin, mache ich die in
> der Mikrowelle (nicht Ofen) warm.

Faul wie ich bin, steht meine Welle immer noch im Keller. ;)
Hätte eh keinen Platz für, ausser ich bastel ein nerviges Regal irgendwo
an die Wand, an dem ich mich dann ständig stiesse.

Mike Grantz

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Apr 8, 2022, 2:53:40 PMApr 8
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On 08.04.2022 20:30, Andreas Karrer wrote:

> Meine Mutter hat das in den 50ern in England kennengelernt und dann
> häufig gemacht

Nicht ganz in den 50ern, aber auch relativ oft, obwohl wir keine direkte
Verbindung zur Insel hatten und haben. Und dazu ein Glas Milch.

Eines der ganz wenigen Gerichte mit Fleisch, die ich als Semivegetarier
ass. Hatte alles dabei, was ein Sportler braucht.

Ich glaube, sie hat auch Käse verwendet.

Mike Grantz

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Apr 8, 2022, 11:36:39 PMApr 8
to
On 09.04.2022 04:08, Andreas Kohlbach wrote:

> Das ist sicher "kulturelle Geschmackssache". In D liebte ich
> Mett-Brötchen; also rohes Fleisch. Schön mit Zwiebelscheiben, Salz und
> Pfeffer. Sicher bin ich nicht der einzige Deutsche, der das mag. Als ich
> meinem Bekannten hier in Kanada die Deutsche Küche näher bringen wollte,
> lehnte er Mett-Brötchen schon nach der Beschreibung rundweg ab.

Neulich geisterten wieder die Körperscans einer Chinesin aus dem Jahre
2016 durchs Netz, die seit 10 Jahren rohes Schwein gegessen hat. Ich hab
die Echtheit nicht validiert, weil manches muss man echt nicht sehen. ;)

> Ähnlich bei mir mit Erdnussbutter. Mochte ich in D nie. Dann lag die hier
> beim Frühstück aber als Portionspackung bei. Nach einiger Zeit mochte ich
> dann auch Erdnussbutter.

Als Brotaufstrich hasse ich das Zeug seit eh und je. Aber seit einer
Weile nutze ich sie allerdings für Saucen.
>> Wer isst das denn noch?
>
> Hier jeder. Ich vermute, dass man als Verräter des Landes verwiesen wird,
> wenn herauskommt, wenn einer keine Poutine mag. ;-)

Und ich hatte mit Varianten davon experimentiert, Jahre bevor ich
wusste, dass Poutine existiert. Liegt aber auch nahe, irgendwann mal
Pommes zu nehmen, wenn man keinen Bock auf Salzkartoffeln, Reis oder
Nudeln/Spätzle, etc. hat. Bratkartoffeln mit Bratensauce schmeckt ja
auch lecker.

Alleine an den cheese curds mangelt es hierzulande. Aber sie wurden
angeblich schon hier und dort gesichtet.

Mike Grantz

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Apr 9, 2022, 5:25:41 AMApr 9
to
On 09.04.2022 10:56, Ludger Averborg wrote:

>> Neulich geisterten wieder die Körperscans einer Chinesin aus dem Jahre
>> 2016 durchs Netz, die seit 10 Jahren rohes Schwein gegessen hat. Ich hab
>> die Echtheit nicht validiert, weil manches muss man echt nicht sehen. ;)
>>
> Ich esse seit ca 75 Jahren (dann und wann) rohes Schwein und fühle mich
> altersentsprechend noch einigermaße gut.

Es gibt einen Unterschied, ob man täglich unkontrolliertes rohes Schwein
isst, oder alle paar Monate mal kontrolliertes Mett.

Ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass sie das wohl täglich ass.

> Das fertig gewürzte Thüringer Mett ist hier sehr mager und entsprechend
> geschmacksarm. Ich kauf folglich normales Schweinehackfleisch und würze das
> selber mit Salz, Majoran, Pfeffer, gemahlenem Kümmel und Muskatblüte/Macis.

Auch hier gibt es einen Unterschied. In deinem Mett sind
höchstwahrscheinlich keine Parasiten.

Hans-R. Biermann

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Apr 9, 2022, 9:01:01 AMApr 9
to
Andreas Karrer schrieb am Freitag, 8. April 2022 um 20:30:51 UTC+2:

>> Wo ich gerade Shepherd’s Pie esse erinnere ich mich daran, die (und so
>> vieles andere) erst in Kanada kennen- und liebengelernt zu haben.

> Meine Mutter hat das in den 50ern in England kennengelernt und dann
> häufig gemacht, besonders, als Kartoffelflocken aufkamen. Und zwar
> immer 2 Gratinformen

Da ich des öfteren dem Entgraten obgelegen habe, ist mir der Grat ein fester
Begriff. Was aber ist Informen?

> eine zum Gleichessen und eine wanderte in den
> Tiefkühler. Die haben wir Halbwüchsigen in den Ofen geschoben, wenn
> die Eltern mal für ein Wochenende weg waren.
>
> Heute als Elter mach ichs genauso mit den 2 Gratinformen. Lieber Rind
> als Schaf, also offiziell Cottage Pie. Die Kinder mögen Karotten drin.
> Da die Kartoffeln mit Reibkäse und Ei vermischt werden, tritt der
> Kartoffelgeschmack einigermassen in den Hintergrund und es spielt m.E.
> keine grosse Rolle, obs aus Flocken ist oder echtes Kartoffelpuree.
> Letzteres wär mir zu viel Arbeit.

Hierlandes gibt's Pulver zum Verfertigen von Kartoffelpüree, wird in heißes
Wasser eingerührt - fertig. Eignet sich auch zum Erhöhen der Viskosität
von Präparaten wie Kartoffelsuppe - FR

Luigi Rotta

unread,
Apr 9, 2022, 9:47:34 AMApr 9
to
Am Sat, 9 Apr 2022 06:01:00 -0700 (PDT) schrieb "Hans-R. Biermann"
<xylo...@gmail.com>:

>Da ich des öfteren dem Entgraten obgelegen habe, ist mir der Grat ein fester
>Begriff. Was aber ist Informen?

Wir sind hier in drm, da weiss man was Gratinformen sind.


--

Gruss

Luigi


Man muss nicht von Anfang das Perfekte machen, es genügt
wenn man beginnt es besser zu machen.(L.R.)

Ulf Kutzner

unread,
Apr 9, 2022, 11:23:10 AMApr 9
to
Luigi Rotta schrieb am Samstag, 9. April 2022 um 15:47:34 UTC+2:
> Am Sat, 9 Apr 2022 06:01:00 -0700 (PDT) schrieb "Hans-R. Biermann"
> <xylo...@gmail.com>:

> >Da ich des öfteren dem Entgraten obgelegen habe, ist mir der Grat ein fester
> >Begriff. Was aber ist Informen?

> Wir sind hier in drm, da weiss man was Gratinformen sind.

Ein Westfranke würde anmerken, Dein Vorschreiber
sei als solcher besonders ingrat.

Mike Grantz

unread,
Apr 9, 2022, 5:54:16 PMApr 9
to
On 09.04.2022 15:47, Luigi Rotta wrote:

>> Da ich des öfteren dem Entgraten obgelegen habe, ist mir der Grat ein fester
>> Begriff. Was aber ist Informen?
>
> Wir sind hier in drm, da weiss man was Gratinformen sind.

Gratin for men. Das ist eine neumodische Genderküchenbewegung aus UK.

Hartmut Ott

unread,
Apr 10, 2022, 8:48:16 AMApr 10
to
Hej,

Am 09.04.22 um 15:01 schrieb Hans-R. Biermann:


>> Meine Mutter hat das in den 50ern in England kennengelernt und dann
>> häufig gemacht, besonders, als Kartoffelflocken aufkamen. Und zwar
>> immer 2 Gratinformen
>
> Da ich des öfteren dem Entgraten obgelegen habe, ist mir der Grat ein fester
> Begriff. Was aber ist Informen?


Gratinformen kann man auch Auflaufformen nennen - und das kann man sehr
gut in Auflauf und formen teilen, die dir sicherlich bekannt sind.


--
--
mfg
Hartmut Ott

Ralph Angenendt

unread,
Apr 11, 2022, 7:34:33 AMApr 11
to
Well, Mike Grantz <inv...@invalid.invalid> wrote:
> Bratkartoffeln mit Bratensauce schmeckt ja
> auch lecker.

Oargh. Das ist genauso schlimm wie Pommes oder knuspriges Schnitzel mit
Bratensoße. Da gibt man sich viel Mühe, Kartoffeln so hinzubekommen,
wie der liebe Gott sie gewollt hat: Innen weich und außen schön
knusprig. Und dann kommt jemand anders daher und kippt da Soße drüber,
so dass alles wieder komplett labbrig ist.

Da ist nix "lecker" dran, das ist einfach ekelhaft.

Gut, gibt ja auch die Fraktion, die unter Bratkartoffeln "Ein paar
dunkle bis schwarze Stellen, aber Hauptsache in viel Fett gebraten, bis
die Kartoffeln schön vollgesogen sind" verstehen, da kann Bratensoße
tatsächlich nix mehr kaputtmachen.

Ralph
--
Übervaterlandverräter und Mutterkornblumenblau

Thomas Hochstein

unread,
Apr 11, 2022, 8:15:03 AMApr 11
to
Ralph Angenendt schrieb:

> Oargh. Das ist genauso schlimm wie Pommes oder knuspriges Schnitzel mit
> Bratensoße.

Schnitzel mit Soß ist doch Tradition? ;)

HC Ahlmann

unread,
Apr 11, 2022, 1:57:25 PMApr 11
to
Ralph Angenendt <dein...@strg-alt-entf.org> wrote:

> Well, Mike Grantz <inv...@invalid.invalid> wrote:
> > Bratkartoffeln mit Bratensauce schmeckt ja
> > auch lecker.
>
> Oargh. Das ist genauso schlimm wie Pommes oder knuspriges Schnitzel mit
> Bratensoße. Da gibt man sich viel Mühe, Kartoffeln so hinzubekommen,
> wie der liebe Gott sie gewollt hat: Innen weich und außen schön
> knusprig. Und dann kommt jemand anders daher und kippt da Soße drüber,
> so dass alles wieder komplett labbrig ist.
>
> Da ist nix "lecker" dran, das ist einfach ekelhaft.

Unterscheide Geschmack und Konsistenz.
Lecker ist es, aber man kippt eben keine Soße über Bratkartoffeln oder
knusprige Schnitzel, sonder gibt sie dazu, damit man Bissen für Bissen
dippt und isst – knusprig und lecker.
--
Munterbleiben
HC

Mike Grantz

unread,
Apr 11, 2022, 4:15:26 PMApr 11
to
On 11.04.2022 19:57, HC Ahlmann wrote:

>> Da ist nix "lecker" dran, das ist einfach ekelhaft.
>
> Unterscheide Geschmack und Konsistenz.
> Lecker ist es, aber man kippt eben keine Soße über Bratkartoffeln oder
> knusprige Schnitzel, sonder gibt sie dazu, damit man Bissen für Bissen
> dippt und isst – knusprig und lecker.

Danke. Deine Antwort erspart mir eine sehr böse Antwort auf seinen Post.

Erika Ciesla

unread,
Apr 12, 2022, 1:49:07 AMApr 12
to
Am 11.04.22 um 14:02 Uhr Thomas Hochstein schrieb:
> Ralph Angenendt schrieb:


> Schnitzel mit Soß ist doch Tradition?

Nee, wirklich nich!

> ;)

Ach so! :-D



🖖️ 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪 😷️

--

💙
💛 Слава Україні

Thomas Hochstein

unread,
Apr 12, 2022, 7:45:03 AMApr 12
to
Erika Ciesla schrieb:

> Am 11.04.22 um 14:02 Uhr Thomas Hochstein schrieb:
>> Ralph Angenendt schrieb:
>>
>> Schnitzel mit Soß ist doch Tradition?
>
> Nee, wirklich nich!

Sag das mal den Schwaben.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 12, 2022, 8:49:41 AMApr 12
to
Es ist nicht zuletzt ein Frage der aufgebrachten oder weggelassenen Panade.

Eine Ecke vom panierten Schnitzel Sekunden vor dem Servieren mit Soße übergossen
mag gerade noch angehen; dann kann ich diese Ecke nämlich abschneiden und zu
Munde führen, noch bevor die Panade in breiigen Kleber übergeht.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 12, 2022, 8:52:23 AMApr 12
to
HC Ahlmann schrieb am Montag, 11. April 2022 um 19:57:25 UTC+2:
> Ralph Angenendt <dein...@strg-alt-entf.org> wrote:
>
> > Und dann kommt jemand anders daher und kippt da Soße drüber,
> > so dass alles wieder komplett labbrig ist.
> >
> > Da ist nix "lecker" dran, das ist einfach ekelhaft.

> Unterscheide Geschmack und Konsistenz.
> Lecker ist es, aber man kippt eben keine Soße über Bratkartoffeln oder
> knusprige Schnitzel, sonder gibt sie dazu, damit man Bissen für Bissen
> dippt und isst – knusprig und lecker.

Es geht nicht nur um die Konsistenz, denn durch langanhaltende Soßentränkung
zu Brei gewordene Panade schmeckt anders als pure Soße und krosse Panade.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 12, 2022, 8:54:52 AMApr 12
to
Ralph Angenendt schrieb am Montag, 11. April 2022 um 13:34:33 UTC+2:

> Oargh. Das ist genauso schlimm wie Pommes […] mit
> Bratensoße.

Da ist ja nun die Pflanzenölknappheit vor. Zumindest in einem
Kölner Brauhaus; sollte mich aber wundern, wenn der Rest der
Gastronomie nicht betroffen wäre und nicht zumindest reduziert.

Schabracken-Dompteur

unread,
Apr 12, 2022, 9:12:09 AMApr 12
to
a...@xyz.invalid (die allwissende Monnemer Universalkoryphaee
und 'Nazi'-Profilerin Erika Ciesla mit dem Buchstabentauschsyndrom:
<http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3Cbu3ok...@mid.individual.net%3E>
AKA 'plonky tonk woman' oder 'Schnatterliese' froente ihrem Hobby:
<http://debeste.de/upload2/v/8226b00c88955d2cc7189bd75da96e679955.mp4>

>> Schnitzel mit Soß ist doch Tradition?
>
> Nee, wirklich nich!

Reis mit draufgekipptem Tomatenfisch rulez!

Vergiss nicht, um Vergebung zu bitten fuer Deine Verleumdungen, alte Drotze
(<http://reusenet.froehlich.priv.at/posting.php?msgid=%3CFhq9...@tipota.de%3E>):

<http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3Ci1j4p...@mid.individual.net%3E>

--
Du haettest vielleicht gerne was gegen Juden (zum Beispiel Zyklon-B),
aber die Zeit ist abgelaufen.
[Schnatterliese Erika Ciesla pflegt ihr Drecksnaturell mit Unterstellungen:
<http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3Caupu6...@mid.individual.net%3E>]
> Ich stampfe nicht, Du stampfst, ich habe einfach nur Recht.
> Ist es meine Schuld, wenn ihr mir intellektuell nicht gewachsen seid?
> Warum sollte ich nachgeben, wenn ich Recht habe?
<https://eulenspiegelblog.files.wordpress.com/2018/06/meinungsbildung_modern.jpg>
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

Erika Ciesla

unread,
Apr 12, 2022, 10:30:37 AMApr 12
to
Am 12.04.22 um 13:39 Uhr Thomas Hochstein schrieb:
Oh gottogott – DIE essen das?

Also ich tu schonmal ein winziges kleines Tröpfchen Zitrone drauf, aber
soße! Da weicht ja die schöne knackige Panade auf!



🖖️ 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪 😷️

--

💙
💛 Слава Україні

Kurt Lautenschläger

unread,
Apr 12, 2022, 1:51:36 PMApr 12
to
Am 12.04.2022 um 15:11 schrieb Schabracken-Dompteur:
> a...@xyz.invalid (die allwissende Monnemer Universalkoryphaee
> und 'Nazi'-Profilerin Erika Ciesla mit dem Buchstabentauschsyndrom:
> <http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3Cbu3ok...@mid.individual.net%3E>
> AKA 'plonky tonk woman' oder 'Schnatterliese' froente ihrem Hobby:
> <http://debeste.de/upload2/v/8226b00c88955d2cc7189bd75da96e679955.mp4>
>
>>> Schnitzel mit Soß ist doch Tradition?
>>
>> Nee, wirklich nich!
>
> Reis mit draufgekipptem Tomatenfisch rulez!
>
> Vergiss nicht, um Vergebung zu bitten fuer Deine Verleumdungen, alte Drotze
> (<http://reusenet.froehlich.priv.at/posting.php?msgid=%3CFhq9...@tipota.de%3E>):
>
> <http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3Ci1j4p...@mid.individual.net%3E>
>
Sie hat doch in dtt wieder mal ordentlich die Hucke voll bekommen, da
muß sie sich jetzt eben hier zur Erholung ein wenig wichtigtun.

Schabracken-Dompteur

unread,
Apr 12, 2022, 2:59:59 PMApr 12
to
a...@xyz.invalid (die allwissende Monnemer Universalkoryphaee
und 'Nazi'-Profilerin Erika Ciesla mit dem Buchstabentauschsyndrom:
<http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3Cbu3ok...@mid.individual.net%3E>
AKA 'plonky tonk woman' oder 'Schnatterliese' froente ihrem Hobby:
<http://debeste.de/upload2/v/8226b00c88955d2cc7189bd75da96e679955.mp4>

>> Sag das mal den Schwaben.
>
> Oh gottogott ? DIE essen das?

Dafuer wohl keinen Reis mit draufgekipptem Tomatenfisch.
Trotzdem Du alte Schabracke das Mass aller Dinge bist...

Quinn C

unread,
Apr 16, 2022, 12:27:11 PMApr 16
to
* Markus Ermert:

> Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:
>> On Fri, 8 Apr 2022 06:43:23 +0200, Mike Grantz wrote:
>
>>> Als Fertiggericht habe das allerdings noch nie gesehen.
>>
>> In Kanada überall. Wie auch Poutine.
>
> Das Zeug war ja schon immer ein Verbrechen. Nun dürfte der zweite Grund für
> einen Bann reichen. Wer isst das denn noch?

Selten, aber dann sollte man es genießen, und dazu muß es superfrisch
zubereitet sein. Schon wenn die Hälfte vertilgt ist, schmeckt es nicht
mehr richtig, bei meinem Eßtempo.

Ich hab sie hier in der Heimat der Poutine noch nicht als Fertiggericht
bemerkt. Ist wahrscheinlich in einer Ecke des Supermarkts, wo ich selten
schaue. Drei Zutaten separat zu kaufen, sollte eigentlich auch niemanden
überfordern.

In Teilen Englands ist das Übergießen von Chips mit brauner Soße
übrigens auch üblich, und auf der Insel Man gibt man dann noch
geraspelten Cheddar dazu und nennte es Nationalgericht!

<https://www.tasteatlas.com/chips-cheese-and-gravy>

--
9/11 was pretty much the 9/11 of the falafel business.
-- Abed Nadir on Community

Quinn C

unread,
Apr 16, 2022, 12:32:06 PMApr 16
to
* Andreas Kohlbach:

> Hier <https://de.wikipedia.org/wiki/Shepherd%E2%80%99s_Pie> die deutsche
> Wikipedia Seite zum "Schäfer-Kuchen". Da es ein Gericht der britischen
> Küche ist, ist die englische Version der Seite natürlich ausführlicher.

Daß die Quebecer Varietät "Pâté chinois" heißt, also "chinesische
Pastete", finde ich auch recht apart. Mit chinesischer Küche hat das
natürlich nichts zu tun. Es gibt diverse Theorien zur Herkunft dieses
Namens; die verbreitetste ist, daß dieses (einfache, billige) Gericht
den chinesischen Gastarbeitern beim Eisenbahnbau oft serviert wurde,
aber dagegen spricht so einiges.

--
... it might be nice to see ourselves reflected in TV shows and
Pride season campaigns, but the cis white men who invented the
gender binary still own the damn mirror.
-- Delilah Friedler at slate.com

Quinn C

unread,
Apr 16, 2022, 7:51:04 PMApr 16
to
* Andreas Kohlbach:

> On Sat, 16 Apr 2022 12:27:05 -0400, Quinn C wrote:
>>
>> * Markus Ermert:
>>
>>> Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:
>>>>
>>>> In Kanada überall. Wie auch Poutine.
>>>
>>> Das Zeug war ja schon immer ein Verbrechen. Nun dürfte der zweite Grund für
>>> einen Bann reichen. Wer isst das denn noch?
>>
>> Selten, aber dann sollte man es genießen, und dazu muß es superfrisch
>> zubereitet sein. Schon wenn die Hälfte vertilgt ist, schmeckt es nicht
>> mehr richtig, bei meinem Eßtempo.
>
> Mag ich lieber, wenn die Pommes schon aufgeweicht sind, und der Cheddar
> geschmolzen ist. Also erst mal unterrühren...

Ähm, Cheddar gehört in Poutine aber nicht rein. Ja, der Käse soll
angeschmolzen sein. Das Fenster ist daher relativ kurz, bis es dann zu
kalt wird. Bei Poutineville z.B. sind die Portionen viel zu groß für
mich, aber den Rest nach Hause mitnehmen lohnt für meine Empfinden auch
nicht.

--
I'll call you the next time I pass through your star system.
-- Commander William T. Riker

Quinn C

unread,
Apr 17, 2022, 10:35:49 AMApr 17
to
* Markus Ermert:

> Quinn C <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>
>> Ähm, Cheddar gehört in Poutine aber nicht rein. Ja, der Käse soll
>> angeschmolzen sein. Das Fenster ist daher relativ kurz, bis es dann zu
>> kalt wird. Bei Poutineville z.B. sind die Portionen viel zu groß
>
> Und das Zeug und die Kette heißen wirklich immer noch so? Stört das keinen?

Lokal nur sehr vereinzelt. Aufgefallen ist mir derlei noch nicht.
<https://www.pressreader.com/canada/lethbridge-herald/20220303/281552294326200>

Irgendwo außerhalb von Quebec gab es wohl schon Proteste vor so einem
Restaurant. Ah, in Frankreich:
<https://www.nzherald.co.nz/travel/president-poutine-french-restaurants-mistaken-focus-of-ukraine-war-protests/MHX3YSK3M23LH4VG7FZRXILA7A/>

--
Es wurde versucht, auf Ihr Konto von einem neuen verbinden Computer.
-- SPAMPOESIE

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 19, 2022, 9:27:51 AMApr 19
to
Am 9 Apr 2022 10:09:29 GMT schrieb Markus Ermert:

> Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
>
>> Ich esse seit ca 75 Jahren (dann und wann) rohes Schwein und fühle mich
>> altersentsprechend noch einigermaße gut.
>
> Da gäbe es noch Rinder-Tatar/Tartar, risikoärmer als Schwein. Ganz
> bandwurmfrei ist Ziege.
>
> In Äthiopien ist Tatar, scharf gewürzt, als „Kitfo“ gängig. Das Wurmrisiko
> bei Rind ist den Äthiopiern bewusst, wird aber hingenommen, da, sobald
> entdeckt, recht einfach behandelbar. Zugleich gibt es aber den Trend zur
> Ziege, sehr häufig in Hausschlachtung. Da gibt es dann körperwarmes Hack -
> eine Frische, die nicht jedermanns Sache ist.
>
> https://ethiopianfood.wordpress.com/2011/08/25/raw-meat-an-ethiopian-delight/
>
> Ist natürlich nix für die risikoscheuen Europäer oder gar Amerikaner, da
> gibt‘s ja auch keine echten Spaghetti Carbonara oder Rohmilch (und
> natürlich kein echtes Tatar mit rohem Ei).

In Madagaskar machten die das auch, da konnte man sich rohes Rindfleisch
auf den Teller wolfen lassen, und da kam dann ein rohes Ei drauf.

Man konnte sich also aussuchen, ob man Würmer vom Fleisch oder Salmonellen
vom rohen Ei bekommt.

Ich habe mich dann lieber an Reis mit gegrilltem Zebufleisch gehalten, auch
wenn das eher "Zähbu" war.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 19, 2022, 9:31:04 AMApr 19
to
Am Mon, 11 Apr 2022 11:34:31 -0000 (UTC) schrieb Ralph Angenendt:

> Well, Mike Grantz <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> Bratkartoffeln mit Bratensauce schmeckt ja
>> auch lecker.
>
> Oargh. Das ist genauso schlimm wie Pommes oder knuspriges Schnitzel mit
> Bratensoße.

Auf Madeira machten die als Fast-Food sowas ähnliches, Pommes mit einer Art
Gulaschsauce drüber. Das kam dann in die Mitte auf den Tisch und die Leute
dippten ihre Fritten in diese Sauce. So als Beilage zu Bier und Wein.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

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Apr 19, 2022, 9:33:12 AMApr 19
to
Am 11 Apr 2022 13:23:29 GMT schrieb Markus Ermert:

> Ralph Angenendt <dein...@strg-alt-entf.org> wrote:
>> Well, Mike Grantz <inv...@invalid.invalid> wrote:
>>> Bratkartoffeln mit Bratensauce schmeckt ja
>>> auch lecker.
>>
>> Oargh. Das ist genauso schlimm wie Pommes oder knuspriges Schnitzel mit
>> Bratensoße. Da gibt man sich viel Mühe, Kartoffeln so hinzubekommen,
>> wie der liebe Gott sie gewollt hat: Innen weich und außen schön
>> knusprig. Und dann kommt jemand anders daher und kippt da Soße drüber,
>> so dass alles wieder komplett labbrig ist.
>
> Bratensoße quer über alles (einschließlich des mehlpampengetränkten
> Gemüses) ist mancherorts im Osten tatsächlich noch üblich.

Im Westen als Jäger- oder Zigeunerschnitzel berüchtigt.

Paniertes Schweineschnitzel mit brauner Pilzsauce (=Jäger) oder mit
Paprikasauce (=Zigeuner).

Nicht zu verwechseln mit dem Ost-Jägerschnitzel aus Wurst.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

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Apr 19, 2022, 9:34:54 AMApr 19
to
Am 17 Apr 2022 11:47:05 GMT schrieb Markus Ermert:

> Quinn C <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>
>> Ähm, Cheddar gehört in Poutine aber nicht rein. Ja, der Käse soll
>> angeschmolzen sein. Das Fenster ist daher relativ kurz, bis es dann zu
>> kalt wird. Bei Poutineville z.B. sind die Portionen viel zu groß
>
> Und das Zeug und die Kette heißen wirklich immer noch so? Stört das keinen?

Freedom-Fries anyone?

Ralph Angenendt

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Apr 19, 2022, 11:18:10 AMApr 19
to
Well, Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
> Paniertes Schweineschnitzel mit brauner Pilzsauce (=Jäger) oder mit
> Paprikasauce (=Zigeuner).
>
> Nicht zu verwechseln mit dem Ost-Jägerschnitzel aus Wurst.

Irgendwann serviere ich mal panierte Jagdwurst mit Pilzsauce, um West
wie Ost zu verwirren.

Frank Hucklenbroich

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Apr 19, 2022, 4:24:26 PMApr 19
to
Am 19 Apr 2022 19:54:56 GMT schrieb Markus Ermert:

> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>
>>> In Äthiopien ist Tatar, scharf gewürzt, als „Kitfo“ gängig. Das Wurmrisiko
>>> bei Rind ist den Äthiopiern bewusst, wird aber hingenommen, da, sobald
>>> entdeckt, recht einfach behandelbar. Zugleich gibt es aber den Trend zur
>>> Ziege, sehr häufig in Hausschlachtung. Da gibt es dann körperwarmes Hack -
>>> eine Frische, die nicht jedermanns Sache ist.
>>>
>>> https://ethiopianfood.wordpress.com/2011/08/25/raw-meat-an-ethiopian-delight/
>>>
>>> Ist natürlich nix für die risikoscheuen Europäer oder gar Amerikaner, da
>>> gibt‘s ja auch keine echten Spaghetti Carbonara oder Rohmilch (und
>>> natürlich kein echtes Tatar mit rohem Ei).
>>
>> In Madagaskar machten die das auch, da konnte man sich rohes Rindfleisch
>> auf den Teller wolfen lassen, und da kam dann ein rohes Ei drauf.
>
> Sofern der Ochse frisch geschlachtet, das Ei tagesaktuell gelegt und die
> Mitessser frohen Mutes, hätte ich keine Bedenken. Zumal vermutlich scharfe
> Gewürze hinzukommen.

Ich war vorher auf dem Fleischmarkt in Antananarivo, das Fleisch war
schwarz vor Fliegen, die notdürftig mit Wedeln vertrieben wurden. Jetzt
weiß ich nicht, inwiefern Fliegeneier gesundheitsschädlich sind, ich wollte
es aber auch nicht ausprobieren möchten. Die hatten da übrigens auch die
Pest, rund 40 Fälle jedes Jahr.

Und Gewürze gab es keine, außer Pfeffer aus der Mühle, das war ein
französisches Restaurant im Hotel Colbert in Tana.

Wow, das gibt es noch:

https://www.hotel-restaurant-colbert.com/en/

Ich war da 1993, und da gab es kein Spielcasino oder sowas. Es gab halbwegs
saubere Zimmer, und eine schöne Aussicht vom Berg aus der Oberstadt. Und
den Reis mit dem Zebu. Das Bier war auch okay.

Grüße,

Frank

Mike Grantz

unread,
Apr 19, 2022, 4:35:53 PMApr 19
to
On 19.04.2022 21:54, Markus Ermert wrote:

> Hackbraten, zähe (oder wahlweise matschige) Kartoffeln, Mischgemüse in
> Mehlpampe und darüber Bratensoße - das kann nur der Osten noch in Reinform.

Damals im ersten Kalten Krieg wurden wir gelegentlich von der DDR zum
sportlichen Kräftemessen eingeladen. Das Kantinenessen im Sportinternat
in Neubrandenburg, oder KJS oder wie auch immer man das nannte, war
absolut gruselig. Das waren die abartigsten Kartoffeln, die ich je
gegessen habe.

Wir verzichteten danach kollektiv auf die Bewirtung und nährten uns von
unserem Proviant.

Randnotiz. Ich schlief in Kathrin Krabbes Bett. Allerdings alleine. ;)

Martin Klaiber

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Apr 20, 2022, 12:38:11 AMApr 20
to
Mike Grantz <inv...@invalid.invalid> wrote:

> Damals im ersten Kalten Krieg wurden wir gelegentlich von der DDR zum
> sportlichen Kräftemessen eingeladen. Das Kantinenessen im Sportinternat
> in Neubrandenburg, oder KJS oder wie auch immer man das nannte, war
> absolut gruselig. Das waren die abartigsten Kartoffeln, die ich je
> gegessen habe.

Was war an denen abartig? Kann mir gerade nichts darunter vorstellen,
bzw. sehr viel.

Die schlimmsten Kartoffeln hatte ich mal an der Küste gegessen, weiß
nicht mehr, ob Nord- oder Ostsee. Sie hatten einen undefinierbar
scharfen und gleichzeitig modrigen Geschmack. Es war keine pfefferige
Schärfe, eher eine ätzende und das modrige erinnerte an vergammeltes
Laub. Ich musste sie mir echt reinwürgen. Aber ich war auf einer
Radtour und hatte Hunger und das war in einem kleinen Dorf und kein
anderes Restaurant weit und breit. Vermutlich war es auch das einzige
Tagesessen, weiß es nicht mehr.

Später, als ich wieder auf dem Rad saß, sah ich an einem Bauernhof ein
Schild: "Kartoffeln zu verkaufen - keine Güllekartoffeln!". Da war mir
klar, was das Problem mit "meinen" gewesen war. Ja, sie schmeckten
tatsächlich so, wie es riecht, wenn ein Bauer Gülle versprüht. Darauf
bin ich in dem Moment aber nicht gekommen. Was vielleicht ganz gut war.

Grüße
Martin

Ulf Kutzner

unread,
Apr 20, 2022, 4:16:29 AMApr 20
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Dienstag, 19. April 2022 um 22:24:26 UTC+2:
> Am 19 Apr 2022 19:54:56 GMT schrieb [...] Ermert:
> > Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:

> >> In Madagaskar machten die das auch, da konnte man sich rohes Rindfleisch
> >> auf den Teller wolfen lassen, und da kam dann ein rohes Ei drauf.
> >
> > Sofern der Ochse frisch geschlachtet, das Ei tagesaktuell gelegt und die
> > Mitessser frohen Mutes, hätte ich keine Bedenken. Zumal vermutlich scharfe
> > Gewürze hinzukommen.
>
> Ich war vorher auf dem Fleischmarkt in Antananarivo, das Fleisch war
> schwarz vor Fliegen, die notdürftig mit Wedeln vertrieben wurden. Jetzt
> weiß ich nicht, inwiefern Fliegeneier gesundheitsschädlich sind, ich wollte
> es aber auch nicht ausprobieren möchten. Die hatten da übrigens auch die
> Pest, rund 40 Fälle jedes Jahr.
>
> Und Gewürze gab es keine, außer Pfeffer aus der Mühle

Scharfe Gewürze regen zwar die Produktion von Verdauungssäften an,
töten aber eher keine Erreger.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 20, 2022, 4:20:04 AMApr 20
to
In der Unimensa hier hatten sie an dem Tag, an dem ich mit Polen einkehrte,
glasige Dampfkartoffeln. Zum Fremdschämen.

Weiß nicht, wie man das schafft. Frost einwirken lassen und sich erst
Wochen später kümmern?

Gruß, ULF

Hans-R. Biermann

unread,
Apr 20, 2022, 2:12:45 PMApr 20
to
Martin Klaiber schrieb am Mittwoch, 20. April 2022 um 06:38:11 UTC+2:

>> Damals im ersten Kalten Krieg wurden wir gelegentlich von der DDR zum
>> sportlichen Kräftemessen eingeladen. Das Kantinenessen im Sportinternat
>> in Neubrandenburg, oder KJS oder wie auch immer man das nannte, war
>> absolut gruselig. Das waren die abartigsten Kartoffeln, die ich je
>> gegessen habe.

> Was war an denen abartig? Kann mir gerade nichts darunter vorstellen,
> bzw. sehr viel.

Wahrscheinlich maschinell geschält, danach in Natronlauge
stabilisiert - FR

Hans-R. Biermann

unread,
Apr 20, 2022, 2:19:55 PMApr 20
to
Ulf Kutzner schrieb am Mittwoch, 20. April 2022 um 10:20:04 UTC+2:

> In der Unimensa hier hatten sie an dem Tag, an dem ich mit Polen einkehrte,
> glasige Dampfkartoffeln. Zum Fremdschämen.

Anfang der 80er hatten wir an der TUB einen polnischen
Austauschwissenschaftler, der wurde in die Freßetage des
KaDeWe geführt - er wollte partout nicht glauben, alles dort
Feilgebotene wäre echt.

FR

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 22, 2022, 4:37:54 PMApr 22
to
Am 19 Apr 2022 19:54:56 GMT schrieb Markus Ermert:

> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>> Am 11 Apr 2022 13:23:29 GMT schrieb Markus Ermert:
>
>>> Bratensoße quer über alles (einschließlich des mehlpampengetränkten
>>> Gemüses) ist mancherorts im Osten tatsächlich noch üblich.
>>
>> Im Westen als Jäger- oder Zigeunerschnitzel berüchtigt.
>
> Die sind zwar auch alles andere als Höhepunkte. Aber immerhin in der Regel
> nicht mit Bratensoße und mehlpampigem Weichgemüse zusätzlich beschädigt.

Die braune Bratensauce war ja auch da immer über dem Schnitzel, und zwar
reichlich. Beim Jägerschnitzel waren da Pilze drin, bei Zigeunerschnitzel
ein paar Streifen Paprika. Sonst war das die gleiche Sauce aus dem
5-Liter-Eimer.

Gemüse gehörte nicht dazu, sondern Pommes, das war dann Glückssache, ob die
frisch und gut waren oder nicht.

Ich erinnere mich mit Grausen an eine Übung mit dem Katastrophenschutz
irgendwo in der Eifel, wir machten da Mittagspause in einem
Straßenrestaurant. Wir bestellten die entsprechenden Schnitzel, und die
Bedienung (eine Endsechzigerin mit Zigarette im Mundwinkel) servierte die
Katastrophenschnitzel mit dem Kommentar "Einmal Ziejeuner!!!"

Erzählt mir nix von der DDR, sowas konnten wir auch!

Grüße,

Frank

Thomas Hochstein

unread,
Apr 23, 2022, 2:45:03 AMApr 23
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Ich erinnere mich mit Grausen an eine Übung mit dem Katastrophenschutz
> irgendwo in der Eifel, wir machten da Mittagspause in einem
> Straßenrestaurant. Wir bestellten die entsprechenden Schnitzel, und die
> Bedienung (eine Endsechzigerin mit Zigarette im Mundwinkel) servierte die
> Katastrophenschnitzel mit dem Kommentar "Einmal Ziejeuner!!!"

Katastrophenschnitzel waren aber doch für den Katastrophenschutz genau
richtig?

Henning Sponbiel

unread,
Apr 23, 2022, 7:06:09 AMApr 23
to
Wieso erstaunte dich das? Schließöoch wusstest du ja, dass es sich um
eine _Katastrophen_schutzübung handelte.


Henning

Quinn C

unread,
Apr 28, 2022, 5:06:08 PMApr 28
to
* Markus Ermert:

> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
>>
>> Scharfe Gewürze regen zwar die Produktion von Verdauungssäften an,
>> töten aber eher keine Erreger.
>
> Stimmt nicht. Sie wirken gegen etliche Substanzen und Teilchen, die das
> Essen verderben, indem sie deren Vermehrung hemmen oder als Antioxidanzien
> agieren. Es ist kein Zufall, dass in heißen Ländern oft viel und scharf
> gewürzt wird.

Hilft aber wahrscheinlich eher wenn als Marinade eingesetzt, als erst
beim Kochen oder gar später.

--
The country has its quota of fools and windbags; such people are
most prominent in politics, where their inherent weaknesses seem
less glaring and attract less ridicule than they would in other
walks of life. -- Robert Bothwell et.al.: Canada since 1945
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