Kann mir jemand erklären, welche Unterschiede es bei verschieden teurer
Butter gibt? Die Unterschiede im Preis betragen bei einem halben Pfund
mehr als eine Mark. Für mich besteht Butter aus dem Fett von Kuhmilch.
Und Kuh ist Kuh, Milch ist Milch. Kann man bei der Butterproduktion
Unterschiede machen ? Gibt es "bessere" und "schlechtere" Butter ?
Bisher nehme ich meist die billigste Sorte aus dem Regal. Ich habe schon
mal eine teurere genommen und keinen Unterschied feststellen können.
Wer kann mir weiterhelfen?
Gruß
Arne
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
see...@my-deja.com schrieb:
> Hallo,
> Suche "Molkereifachmann (bzw. -frau)"
>
>
> Und Kuh ist Kuh, Milch ist Milch. Kann man bei der Butterproduktion
> Unterschiede machen ? Gibt es "bessere" und "schlechtere" Butter ?
>
>
Hallo Arne,
mit Sicherheit ist Kuh nicht gleich Kuh und schon lange nicht Milch gleich
Milch !
Aufzuchtbedingungen, Freilauf, Futter, Klima und sicher noch andere
Faktoren, wie der
liebevolle und nicht mechanistische Umgang mit den Tieren wirken sich massiv
auf die Milchqualitaet aus.
Preisunterschiede koennen auch erheblich mehr als eine Mark betragen z.B.
Bioland oder Demeterbutter sind deutlich hoeher im Preis.
Butter in Frankreich in der Schweiz und auch in anderen Laender schmeckt
merklich
anders.
Herzliche Gruesse
Frank Richter
--------------------------------------------------
e-Mail:mailto:richter.lear...@t-online.de
mfg
Andreas Neumayr
On Fri, 13 Aug 1999 19:15:13 GMT, see...@my-deja.com in
<7p1qrp$bhb$1...@nnrp1.deja.com> wrote:
>Kann mir jemand erklären, welche Unterschiede es bei verschieden teurer
>Butter gibt? Die Unterschiede im Preis betragen bei einem halben Pfund
>mehr als eine Mark. Für mich besteht Butter aus dem Fett von Kuhmilch.
>Und Kuh ist Kuh, Milch ist Milch. Kann man bei der Butterproduktion
>Unterschiede machen ? Gibt es "bessere" und "schlechtere" Butter ?
Der wesentliche (Preis)Unterschied liegt darin begründet, ob es sich um frisch
hergestellte Butter (teurer) oder um gelagerte (zwischendurch tiefgekühlte)
Butter - von den berüchtigten Butterlagern... - (billiger) handelt.
Geschmacksunterschiede merkt man vor allem wenn man "Fabrikbutter" - sei es
Kochbutter oder Vorzugsbutter - und Alpbutter bzw. Käsereibutter vergleicht:
hier in Uri kann man Alp- und Käsereibutter - naturgemäss - leicht kaufen,
schmeckt in der Tat hervorragend, und je nach Alp - also vor allem je nach
Futterungsart der Kühe - durchaus unterschieden. Diese geschmackliche bessere
Qualität ist aber nur für die kalte Küche wichtig. In der warmen Küche merkt
man die Unterschiede nicht mehr.
Salut ,
Rene
> Kann mir jemand erklären, welche Unterschiede es bei verschieden teurer
> Butter gibt? Die Unterschiede im Preis betragen bei einem halben Pfund
> mehr als eine Mark. Für mich besteht Butter aus dem Fett von Kuhmilch.
> Und Kuh ist Kuh, Milch ist Milch. Kann man bei der Butterproduktion
> Unterschiede machen ? Gibt es "bessere" und "schlechtere" Butter ?
Neben den Unterschieden bezüglich der Milchqualität, die sich aus Haltung und
Fütterung ergeben, gibt es einen generellen Unterschied, was das
Ausgangsmaterial angeht. Qualitativ am besten (sprich: am gesündesten) ist
Butter aus nicht homogenisierter Rohmilch, danach kommt die Butter aus nicht
homogenisierter, aber pasteurisierter Milch und das Schlußlicht bildet die
sowohl homogenisierte als auch pasteurisierte Milch - also das, was man
üblicherweise im Supermarkt findet.
-- jn
Joachim Nock wrote:
> Qualitativ am besten (sprich: am gesündesten) ist
> Butter aus nicht homogenisierter Rohmilch, danach kommt die Butter aus nicht
> homogenisierter, aber pasteurisierter Milch und das Schlußlicht bildet die
> sowohl homogenisierte als auch pasteurisierte Milch - also das, was man
> üblicherweise im Supermarkt findet.
>
> -- jn
und wie finde ich jetzt als sehr interessierter Verbraucher raus, welche Milch
die einzelnen Firmen als Basis benutzen?
Heike,
die den Butterwürfel dreht und wendet und doch nur " 82% Fett" findet
Joachim Nock wrote:
>
> Hallo Arne,
>
> > Kann mir jemand erklären, welche Unterschiede es bei verschieden teurer
> > Butter gibt?
> > [...] Gibt es "bessere" und "schlechtere" Butter ?
>
> Neben den Unterschieden bezüglich der Milchqualität, die sich aus Haltung und
> Fütterung ergeben, gibt es einen generellen Unterschied, was das
> Ausgangsmaterial angeht. Qualitativ am besten (sprich: am gesündesten) ist
> Butter aus nicht homogenisierter Rohmilch, danach kommt die Butter aus nicht
> homogenisierter, aber pasteurisierter Milch und das Schlußlicht bildet die
> sowohl homogenisierte als auch pasteurisierte Milch
Und dann gibt es noch Süßrahmbutter und Sauerrahmbutter...
Die teuerste (aber imho bei weitem leckerste) Butter ist die, die leicht
gesalzen ist (kommt genial auf frischem Toastbrot...)
Und was qualitativ ein sehr(!) wichtiger Faktor ist, der für uns als
Kunden
leider nur durch Erfahrung (z.B. beim Kochen) erkennbar wird, ist der
Wassergehalt. Denn der Butter wird zusätzlich (damit sie schön fest ist
- im Gegensatz zur Margarine) Wasser beigemischt. Und wenns zuviel des
Guten war, dann merkt man das ganz schnell, wenn man Butter zum Braten
in die Pfanne tut und sich wundert, warum's so wahnsinnig spritzt.
Und für alle, dies genau wissen wollen:
In Butter befinden sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Durch die
Zugabe von Wasser werden diese mehr und mehr gesättigt. Je höher der
Sättigungsgrad, um so fester die Butter, bis zu einem gewissen Punkt.
Dann ist die Sättigung erreicht und das Wasser bleibt in kleinen
Bläschen. Und das spritzt dann beim Kochen.
Übrigens, je gesättigter die Fettsäuren sind, um so weniger nützlich,
weil um so weniger verwertbar sind sie für den menschlichen Körper.
Aber das ist egal, denn jeder weiß ja:
Butter hat fest zu sein. Denn das ist ein Qualitätsmerkmal (ist uns
anerzogen worden). Denn wer würde schon weiche Butter kaufen?
Nur deshalb macht die Industrie nämlich sowas...
Tschau,
Michael
>In Butter befinden sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Durch die
>Zugabe von Wasser werden diese mehr und mehr gesättigt.
Zum einen findet bei der Herstellung von Butter kein
Fetthärtungsprozeß statt, zum anderen lassen sich Fette nicht durch
Zusatz von Wasser härten. Dazu braucht man schon Wasserstoff und einen
geeigneten Katalysator.
>Übrigens, je gesättigter die Fettsäuren sind, um so weniger nützlich,
>weil um so weniger verwertbar sind sie für den menschlichen Körper.
So kann man das ja nun nicht sehen. Jede Doppelbindung mehr in einer
Fettsäure bedeutet zwei ATP weniger. Aus der Sicht eines katabolen
Stoffwechsels ist eine gesättigte Fettsäure verwertbarer als eine
ungesättigte.
>Aber das ist egal, denn jeder weiß ja:
Egal? Jeder?
>Butter hat fest zu sein. Denn das ist ein Qualitätsmerkmal (ist uns
>anerzogen worden). Denn wer würde schon weiche Butter kaufen?
Wie meinen? Butter ist fest. Bei einer "normalen" Butterherstellung
entsteht ein bei Raumtemperatur gerade noch so eben festes Produkt.
>Nur deshalb macht die Industrie nämlich sowas...
Egal, was wir von der Lebensmittelindustrie halten mögen: Im Fall der
Butterherstellung macht sie das, was Du behauptest, nicht. Butter ist
kein gehärtetes Fett.
Viele Grüße,
Ulf Neumann
> [....]
> In Butter befinden sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Michael,
waere das nicht wunderbar. Leider nicht. Es war ja nur ein Traum, wachen wir auf.
Es gibt kein Tierisches Fett mit Poly ungesaettigten Fettsaeuren, noch nichtmal
Mono.
> Durch die
> Zugabe von Wasser werden diese mehr und mehr gesättigt.
Hydrogen ist zwar ein Teil vom Wasser, wie sollte das denn in der Butter gespalten
werden? Es sei denn die Kuh war Lila und kam vom Outerspace.
Wasserstoff ( H ist Hydrogen) ja, H2O, nein. Wird normalerweise durch Oel
gesprudelt in der Form von Gas. Das macht aber noch lange kein Fett aus Oel, nur
hitzestabiler durch die Saturation.
Der Typ der Fettsaeure, also Oleic oder Stearic bestimmt ob es fluessig oder hart
ist. Nicht die gesaettigte/ungesaettigte Fettsaeure. Und der Wassergehalt schon
ueberhaupt nicht.
> Je höher der
> Sättigungsgrad, um so fester die Butter, bis zu einem gewissen Punkt.
Hast Du schon mal die Molke von der Butter enfernt und Butterfett gemacht? Dann
wuesstest Du was hart ist.
> [....]
> Nur deshalb macht die Industrie nämlich sowas...
Nee, Wasser ist billiger als Butter und auch die netteste Muhkuh Molkerei ist nicht
Altrustisch. Wasauchimmer, auch in .de gibt es Gesetze wo der maximale Wassergehalt
in Butter festgelegt ist.
> Tschau,
> Michael
In ganz wenigen Worten, Wasser macht die Butter nicht hart.
Ciao,
--
²C=¦-)§ Hartmut W. Kuntze, CMC, S.G.K.
" Die einfachsten Dinge sind sehr kompliziert "
Morgenröte
> In <37B893E5...@chef.net> Hartmut W. Kuntze wrote:
> >Es gibt kein Tierisches Fett mit Poly ungesaettigten Fettsaeuren, noch nichtmal
> >Mono.
> Das ja nun auch wieder nicht. Milch und damit auch Butter enthält
> durchaus ungesättigte Fettsäuren, auch mehrfach ungesättigte. Aber
> eben weniger als die meisten pflanzlichen Fette:
> Milch (in Butter ist das Verteilungsmuster nahezu identisch) enthält
> etwa 60 % gesättigte und 40 % ungesättigte Fettsäuren. Bei den
> gesättigten haben C16 und C18 den überwiegenden Anteil, bei den
> ungesättigten Ölsäure. Mehrfach ungesättigte kommen in der Tat nur in
> geringer Menge vor.
> Viele Grüße,
> Ulf Neumann
Der Ulf hat natuerlich, wie meistens, recht.
1000 g butter
769 g Fett
saturated fat 500 g
monounsaturated 234 g
polyunsaturated 30 g
Cholesterol 2189 mg
Calcium 235 mg
Sodium 110 mg
Kohlenhydrate (Milchzucker) 1 g
MfG
>Und für alle, dies genau wissen wollen:
>In Butter befinden sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Durch die
>Zugabe von Wasser werden diese mehr und mehr gesättigt.
<Loriot>
ACH!
</Loriot>
Sind Fettsäuren "ungesättigt", so versteht man darunter nichts anderes
als daß sie C=C-Doppelbindungen enthalten. Zum "Sättigen" reicht es
leider nicht, einfach Wasser reinzurühren, da muß man schon
Wasser_stoff_ und einen Katalysator bemühen.
Gruss, Radbert
--
http://www.rrr.de/~radbert
> Gibt es wirklich Molkereien, denen es erlaubt ist, nicht
> pasteurisierten Rahm zu verwenden?
Keine Ahnung. Aber ichhabe im Supermarkt schon Rohmilchbutter aus der Bretagne
gesehen; und ich denke, der eine oder andere Biobauer macht evtl. auch
Rohmilchbutter.
> Denn das dient ja dazu, alle eventuell vorhandenen Bakterien
> abzutöten.
> Erst danach wird eine reine Kultur Milchsäurebakterien
> zugesetzt, ohne die die Herstellung von Butter ja nicht möglich ist.
???
Ich habe schon einfache Schlagsahne überschlagen und so Butterklümpchen
produziert; und wenn ich mich recht entsinne, wurde die letzten Jahrhunderte
fast nur Rohmilchbutter (aus abgeschöpftem = unpasteurisiertem Rahm)
hergestellt, der keine extra Milchsäurebakterien zugesetzt wurde (das Zeug
sollte in der Milch / in der Luft sein).
Grüße
Petra
--
Petra Hildebrandt <phi...@gmx.net>
--E
> Erst danach wird eine reine Kultur Milchsäurebakterien
> zugesetzt, ohne die die Herstellung von Butter ja nicht möglich ist.
Und wie wird Deiner Ansicht nach Süßrahmbutter hergestellt?
Meines Wissens ist der überwiegende Teil der heute verkauften Butter
nicht aus gesäuerter Sahne hergestellt, sondern wird erst nachträglich
mit Milchsäurekulturen geimpft (oder sogar nur mit Milchsäure), und
das nennt sich dann "mildgesäuert".
Diedrich
--
pgp-Key 1024/09B8C0BD auf den üblichen Servern
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
Ich will doch blos wissen:
Auf meiner letzten Packung stand drauf: "Markenbutter, Zusatzstoff
Carotin (ist meist drinnen wegen der Farbe)" Dann war noch die Molkerei
verzeichnet (irgendeine Gegend mit der Postleitzahl 4....). Hat etwa DM
1,69 gekostet.
wäre ich mit einer Packung "Weihenstephaner" oder "Landliebe" oder
"Almbutter" für ein bis zwei Mark mehr besser dran? Irische Butter gibts
auch, aber da bin ich wegen der hohen Umweltverschmutzung durch den
langen Transport dagegen?
Oder muß man alle Sorten nach persönlichem Geschmack durchtesten?
Gruß
Die Sommerbutter ist im allgemeinen etwas gelblicher und
schmeckt besser.
Gibts den Unterschied heute noch?? Früher[tm] war es jedenfalls so.
Servus,
Konni
--
-- Konrad Scheller ------------ Rote...@fonline.de -----------
-- Kuechenmeister -------------------------------------------------
-- 91301 Forchheim ------ http://www.RoterOchs.Forchheim.com ------
Aber Süßrahmbutter wird aus Sahne hergestellt, ohne dass die vorher
zum Säuern stehenbleibt. Es bifinden sich in (unpasteurisiertem)
Süßrahm natürlich, wie in jeder unpasteurisierten Milch, auch
Milchsäurebakterien, aber sie sind weder für die Butterherstellung
nötig noch bekommen sie bei Süßrahmbutter die Chance, ihr
geschmacklich segensreiches Werk zu tun.
>
>>Meines Wissens ist der überwiegende Teil der heute verkauften Butter
>>nicht aus gesäuerter Sahne hergestellt, sondern wird erst nachträglich
>>mit Milchsäurekulturen geimpft
>
> Das schrieb ich schon. Diese "Impfung" ist nötig, weil ja beim
> Pasteurisieren auch die Milchsäurebakterien getötet werden.
Nein, die Impfung ist nicht nötig, jedenfalls nicht dazu, dass es
Butter wird. Süßrahmbutter, wenn Du sie denn bekommst, ist nicht
geimpft. Richtige Sauerrahmbutter wird aus *vor* dem Buttern gesäuerten
Rahm hergestellt, ob mit natürlich vorhandenen Milchsäurenakterien
oder Reinzuchtkulturen, weiß ich nicht. Die "mildgesäuerte" wird
*nach* dem Buttern mit Bakterien oder nur mit Milchsäure versetzt.
Doch, auch nur mit Milchsäure", so jedenfalls der letzte Molkerei-
fachmann, der mich mal durch eine Molkerei geführt und mir den Prozess
erklärt hat.
h.j.lu...@owl-online.de (Hans-Juergen Lukaschik) wrote:
>Nach meiner Ansicht wird überhaupt keine Butter hergestellt. Ich bin
>kein Molkereifachmann, weiß aber, dass Milchsäurebakterien nötig sind.
Das stimmt aber trotzdem nicht :)
Aus der Butterverordnung (16.12.1988, BGBl. 1 S. 2286,2657)
$1, Abs 2
Buttersorten:
a) Sauerrahmbutter: Butter, die aus bakteriell gesäuerter Milch, Sahne
(Rahm) oder Molkensahne (Molkenrahm) hergestellt ist und deren pH-
Wert im Serum 5,1 nicht überschreitet;
b) Süßrahmbutter: Butter, die aus nicht gesäuerter Milch, Sahne (Rahm)
oder Molkensahne (Molkenrahm) hergestellt ist, der auch nach der
Butterung keine Bakterienkulturen zugesetzt wurden und deren pH- Wert
im Serum 6,4 nicht unterschreitet;
c) mildgesäuerte Butter: Butter, die weder der Definition für
Sauerrahmbutter noch der für Süßrahmbutter entspricht und einen pH-
Wert im Serum von nicht mehr als 6,3 aufweist.
>>(oder sogar nur mit Milchsäure), und das nennt sich dann "mildgesäuert".
>
>Das dürfte in den Chemiewerken, die Milchprodukte herstellen, auch
>möglich sein. Aber nicht "nur mit Milchsäure". Denn genau die entsteht
>ja auch bei der natürlichen "Reifung" des Rahms durch eben diese
>Milchsäurebakterien. Und irgendwie müssen die Molkereien erst mal an
>die Milchsäure gelangen.
Die dürfen sie kaufen. Die Butterverordnung sieht vor, daß zur
Herstellung von mildgesäuerter Butter nur "spezifische
Milchsäurebakterienkulturen" oder "Milchsäurekonzentrat, das
ausschließlich durch Einwirkung von Milchsäurebakterien auf
Milchinhaltsstoffe erzeugt wurde, oder E270 Milchsäure" verwendet
werden.
Hopsa, wie unhöflich, hab' ich doch glatt den Gruß vergessen ;)
Viele Grüße,
Nina
Vielleicht könnte mir dann jetzt jemand verraten, welche Butter man am besten
wofür verwendet
> Buttersorten:
> a) Sauerrahmbutter:
> b) Süßrahmbutter:
>
> c) mildgesäuerte Butter:
Vielleicht könnte mir dann jetzt jemand verraten, welche Butter man am besten
wofür verwendet. Welche eignet sich am besten für süßes bzw. herzhaftes
Gebäck, welche für eine Buttersauce,...
CU, Angelique
> Ich will doch blos wissen:
> Auf meiner letzten Packung stand drauf: "Markenbutter, Zusatzstoff
> Carotin (ist meist drinnen wegen der Farbe)" Dann war noch die Molkerei
> verzeichnet (irgendeine Gegend mit der Postleitzahl 4....). Hat etwa DM
> 1,69 gekostet.
>
> wäre ich mit einer Packung "Weihenstephaner" oder "Landliebe" oder
> "Almbutter" für ein bis zwei Mark mehr besser dran? Irische Butter gibts
> auch, aber da bin ich wegen der hohen Umweltverschmutzung durch den
> langen Transport dagegen?
Tja, das hängt ganz von Dir ab. Willst Du möglichst eine regional erzeugte
Butter, solltest Du drauf achten, daß sie aus einer Molkerei in Deiner
Gegend kommt; das sagt dann zwar noch nichts über den Weg, den die Milch
zurückgelegt hat, aber spart normalerweise ein paar km.
Ich fände es hier in HH zum Beispiel blödsinnig, Weihenstephaner zu
kaufen, wo die mecklenburgischen und holsteinischen Milchproduzenten
vor der Haustüre sind.
Bei Landliebe solltest Du Dir klar machen, daß ein nicht unwesentlicher
Teil des Preises für den Werbeetat draufgeht.
> Oder muß man alle Sorten nach persönlichem Geschmack durchtesten?
Auf jeden Fall. Im Alltag verwende ich die Butter von Aldi oder Spar
(das gleiche Zeug wie bei Aldi zum gleichen Preis), die aus Schleswig-
Holstein kommt, das ist imho mildgesäuerte. Es gibt viele Leute, die der
Meinung sind, daß Sauerrahmbutter besser schmeckt, ich mag dagegen am
liebsten Süßrahm-Butter (und zwar die schleswig-holsteinische).
Es gibt schon Geschmacksunterschiede. Kerrygold z.B. hat früher imho
besser geschmeckt. Und die im Thread aufgetauchte Rohmilchbutter aus der
Bretagne ist sehr teuer und schwer zu bekommen, dafür (wiederum imho)
auch sehr köstlich; es gibt sicher auch Leute, die die gar nicht mögen.
>Bei Landliebe solltest Du Dir klar machen, daß ein nicht unwesentlicher
>Teil des Preises für den Werbeetat draufgeht.
Außerdem ist Landliebe- Butter aus Holland (zumindest die, die ich
hier letztens gesehen habe)! Zu erkennen am "NL" im ovalen EU-
Stempel.
>Auf jeden Fall. Im Alltag verwende ich die Butter von Aldi oder Spar
>(das gleiche Zeug wie bei Aldi zum gleichen Preis), die aus Schleswig-
>Holstein kommt, das ist imho mildgesäuerte. Es gibt viele Leute, die der
>Meinung sind, daß Sauerrahmbutter besser schmeckt, ich mag dagegen am
>liebsten Süßrahm-Butter (und zwar die schleswig-holsteinische).
Ich mag am liebsten Sauerrahmbutter, Süßrahmbutter schmeckt mir zu ...
süß :)
>Es gibt schon Geschmacksunterschiede. Kerrygold z.B. hat früher imho
>besser geschmeckt. Und die im Thread aufgetauchte Rohmilchbutter aus der
>Bretagne ist sehr teuer und schwer zu bekommen, dafür (wiederum imho)
>auch sehr köstlich; es gibt sicher auch Leute, die die gar nicht mögen.
Man muß sich eben wirklich durch die Sorten probieren :).
Viele Grüße,
Nina
"Hartmut W. Kuntze" wrote:
>
> Michael Wilms wrote:
>
> > [....]
> > In Butter befinden sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
>
> Michael,
> waere das nicht wunderbar. Leider nicht. Es war ja nur ein Traum, wachen wir auf.
> Es gibt kein Tierisches Fett mit Poly ungesaettigten Fettsaeuren, noch nichtmal
> Mono.
[...]
> In ganz wenigen Worten, Wasser macht die Butter nicht hart.
Uups, ...
Mag sein, daß ich mich in obigem Punkt geirrt habe. Schließlich ist
es ca. 10 Jahre her, daß ich dieses Kapitel in der Schule hatte.
Man möge mir deshalb meinen vorschnellen Beitrag verzeihen.
Aber dennoch wird Butter (zumindest die "günstigere") zwecks
Härtung mit Wasser versetzt. Das konnte so mancher schon beim Anbraten
spüren...
Tschau,
Michael
>Mag sein, daß ich mich in obigem Punkt geirrt habe. Schließlich ist
>es ca. 10 Jahre her, daß ich dieses Kapitel in der Schule hatte.
>Man möge mir deshalb meinen vorschnellen Beitrag verzeihen.
>Aber dennoch wird Butter (zumindest die "günstigere") zwecks
>Härtung mit Wasser versetzt. Das konnte so mancher schon beim Anbraten
>spüren...
Das stimmt nicht. Das Wasser ist schon in der Butter drin (82% Fett,
der Rest ist größtenteils Wasser).
Diese 82% sind auch gesetzlich vorgeschrieben, zumindest für die
Buttersorten, die man so im Supermarkt kaufen kann.
Ob die Butter härter oder weicher ist, hängt vom Verhältnis der
Fettsäuren im Butterfett ab. Viel ungesättigte Fettsäuren gibt weiche
Butter, viel gesättigte Fettsäuren harte Butter.
Dieses Verhältnis der Fettsäuren im Butterfett hängt wiederum von der
Zusammensetzung des Futters ab, das die Kuh zu fressen bekommt.
Grüße,
Nina
>>Das stimmt aber trotzdem nicht :)
>
>Darauf habe ich mich jetzt gut sechsundzwanzig Jahre lang verlassen.
>Und die eigene Butter ist immer gelungen.
Warum hätte sie denn mißlingen sollen?
Milchsäurebakterien und die von ihnen hergestellte Milchsäure braucht
man zur Herstellung von Sauerrahmbutter. Und zwar nur für die
Säuerung, nicht für den Butterungsprozeß an sich.
Ohne Säuerung gibt es eben Süßrahmbutter.
>Naja, eine Verordnung ist nicht dabei. Und wenn das in einer
>Verordnung von 1988, also fünfzehn Jahre nach Erscheinen meines Buches
>steht, kommt mir der Verdacht, dass eventuell Erfolge von Chemikern
>eine Rolle dabei spielen.
Wieso?
Butterung ist eigentlich ein rein mechanischer Prozeß. Das Fett im
Rahm liegt in Fettkügelchen vor, das Fett ist dabei von einer
Proteinmembran umschlossen. So bleibt die Emulsion stabil.
Beim Buttern wird durch die mechanische Einwirkung die Membran
zerstört, das Fett wird frei und die Phasen trennen sich, in Butter
und Buttermilch.
Grüße,
Nina
Wer hält denn noch solche Kühe? das ist vielleicht der direkte Inhalt des
Euters, aber wenn gemolken wird, dann 2x täglich soviel, wie Du angibst und
mehr.
>Um die
>Milchleistung zu erhöhen, werden zusätzlich Gerste, Hafer und Bohnen
>verfüttert. Wenn erforderlich, wird auch Kalk und Salz beigefügt.
>Milchkühe werden im Gegensatz zu Mastrindern nicht in engen
>Verschlägen gehalten
stimmt. Die leben in Anbindehaltung in Ständen, eine neben der anderen
-( umdrehen geht nicht, Körperpflege auch nicht.
>und auch nicht innerhalb kürzester Zeit auf
>Fleischertrag gefüttert. Und jeder Bauer hat Interesse daran,
>möglichst gute Milch zu liefern, denn die wird zwar in Litern gemessen
>aber nach Qualität bezahlt.
genau gesagt: nach Fettgehalt. deswegen halten sich einige Bauern neben dem
beliebten Holsteiner Milchvieh (große Menge) noch 1 oder 2 Kühe anderer
Rasse, die zwar wenig, dafür aber sehr fette Milch geben - so peppt man das
Ergebnis auf und bekommt mehr Geld für die Milch.
>>Bisher nehme ich meist die billigste Sorte aus dem Regal. Ich habe schon
>>mal eine teurere genommen und keinen Unterschied feststellen können.
Doooooch. Habe mal die Meggle Portionsbutter fürs Büro versucht: da ist ja
jede Margarine geschmacklich besser: das Zeug schmeckt einfach nach
überhaupt nichts!
[...]
>Ein Schelm, wer sich dabei etwas denkt.
>Auch über Namensähnlichkeiten läßt sich schmunzeln. Z.B. Schneekoppe
>und Gletscherkrone.
Oder das design. Und die Adresse. Bei Miree und Cremerie (Aldi) sind design
der Schrift und Aufmachung der Packung sehr ähnlich, und die
Herstellerkennung im Oval ist identisch.
andrea
--
--E
Stimmt gegen Spam!
Online-Petition gegen die Legalisierung von Werbemails!
http://www.politik-digital.de/spam/
=>Deine Stimme Zählt!
>Oder muß man alle Sorten nach persönlichem Geschmack durchtesten?
Ja. Genießen war noch nie ein leichtes Spiel. Was hattest Du denn
gedacht? Daß jemand Dir die ultimative Butter nennt? Gesund und
wohlschmeckend? Und was machst Du, wenn ausgerechnet die Dir dann
nicht schmeckt?
Geschmacklich? Je größer der Hersteller, desto konstanter ist das
Produkt. Jahreszeitliche Schwankungen in der Qualität der verwendeten
Milch bemerkt man als Verbraucher kaum, weil das Mischen von Sommer-
und Winterbutter ebenso legal ist wie der Zusatz von ß-Carotin.
Verbraucherverhalten: Ich bevorzuge z.B. Süßrahmbutter. Manchmal kaufe
ich Sauerrahmbutter, wenn man denn überhaupt welche bekommt.
Mildgesäuerte mag ich nicht so gerne. Bei den Rohmilchbuttern
(eigentlich immer französicher Herkunft) sind die
Geschmacksunterschiede groß.
Tip: Probier' mal eine Rohmilchbutter aus Ziegenmilch. Gibt es
gelegentlich bei gutsortierten Käsehändlern. Wirklich guter Stoff.
Ulf "Margarine? Niemals!" Neumann
>Man möge mir deshalb meinen vorschnellen Beitrag verzeihen.
Kein Problem.
>Aber dennoch wird Butter (zumindest die "günstigere") zwecks
>Härtung mit Wasser versetzt.
Nein.
>Das konnte so mancher schon beim Anbraten spüren...
Das lag dann nicht an der Butter. Deren Wassergehalt ist konstant.
Tritt Deinen Fleischlieferanten.
Viele Grüße,
Ulf Neumann
> Nein, die Impfung ist nicht nötig, jedenfalls nicht dazu, dass es
> Butter wird. Süßrahmbutter, wenn Du sie denn bekommst, ist nicht
> geimpft. Richtige Sauerrahmbutter wird aus *vor* dem Buttern gesäuerten
> Rahm hergestellt, ob mit natürlich vorhandenen Milchsäurenakterien
> oder Reinzuchtkulturen, weiß ich nicht.
In diesem Zusammenhang würde mich mal interessieren: wenn durch
Überschlagen von Sahne Butter entsteht, entsteht dann durch Überschlagen
von Sauerrahm Sauerrahmbutter?
Ich meine: kann ich mit einem Pott Sauerrahm und einem Mixer meine
Sauerrahmbutter selber machen? Wäre ja nicht schlecht, weil SRB sonst
schlecht zu kriegen ist.
--
Mirko Driller
http://driller.home.pages.de
mit Hoerspiel-FAQ & PGP-Key
>>Milchkühe werden im Gegensatz zu Mastrindern nicht in engen
>>Verschlägen gehalten
>
> stimmt. Die leben in Anbindehaltung in Ständen, eine neben der anderen
> -( umdrehen geht nicht, Körperpflege auch nicht.
Je nach Gegend stimmt das so nicht.
Überall da, wo es ausreichend Weideflächen gibt (z.B. Friesland),
sind sowohl Milchkühe als auch Mastrinder im Sommerhalbjahr auf der
Weide und kommen nur zum Melken (und Kraftfutter-Futtern) in den Stall.
In den Mittelgebirgsgegenden, in denen keine Streusiedlungen, sondern
enge Dörfer die regel sind, sieht man allerdings auch im Sommer kaum eine
Kuh auf der Weide.
Ist das wirklich so?
Oder liegt das nur daran, daß Landliebe mittlerweile nicht mehr von
Südmilch ist, sondern von Campina (holländische Firma)?
AFAIK wird immer noch in D produziert.
Gruß,
Eddie
Wenn "NL" draufsteht, ist sie in NL produziert. Ich denke nicht, daß
jemand sich die Mühe machen würde, in D produzierte Butter zum Verpacken
nach Holland zu karren ;)
Der Sinn des EU- Stempels ist, daß man daran erkennt, wo das Produkt
hergestellt wurde. Die Nummer ist eine dem Betrieb fest zugewiesene
Kennziffer. Manchmal (bei Wurst und Fleisch) sieht man davor noch ein EZ
(Zerlegebetrieb) oder EV (verarbeitender Betrieb). In dem Fall hat man
aber natürlich keine Information darüber, wo der Rohstoff für das
Produkt ursprünglich herkam.
Nina
> Hallo Michael,
>
> On Mon, 16 Aug 1999 23:06:47 +0200, Michael Wilms
> <Michae...@t-online.de> wrote:
>
> ...
> Bei Bedarf schicke ich Dir auch noch eine Anleitung zum Buttern. Dazu
> etwas Wichtiges vorweg.
> ...
Hallo Hans-Jürgen!
Schickste die nicht nur Ihm, sondern als Posting bitte?
Ansonsten ist hier m.o.w. alles richtig genannt worden, was Milch- u.
Butterproduktion anbetrifft. Ich empfehle: Haltet Euch doch einfach an
Eure Zunge und da geht m.E. zumindest im Berliner Raum nichts über
Lindner Butter (oder selber machen).
Gruß
Thomas
>Jetzt brauchst Du ein Butterfass. Für kleinere Mengen geht aber auch
>der normale Mixer mit Knethaken.
Oder einfach eine verschliessbare Glasflasche (mit grosser
Oefnung). Laenger, kraeftig schuetteln hat bei uns immer gelangt.
Christoph
>>homogenisierter, aber pasteurisierter Milch und das Schlußlicht bildet die
>>sowohl homogenisierte als auch pasteurisierte Milch - also das, was man
>>üblicherweise im Supermarkt findet.
>>
>Hast du eine Vermutung, warum jemand, der das Fett von der Milch
>trennen will (also Rahm herstellen), sich das zusätzlich erschweren
>sollte, indem er die Milch vorher homogenisiert?
>Seltsam. Was sollte das denn bewirken?
>
>Das verwunderliche für mich ist nicht, dass du das nicht besser weißt,
>sondern mit welcher Überzeugung du diesen Quatsch hier dozierst.
>
>Es gibt doch bestimmt eine Menge, wo du Bescheid weißt. Red doch
>lieber darüber.
>
>k.
>--
>Konrad Wilhelm <wil...@uni-muenster.de>
>Suedstr. 3, D48329 Havixbeck
>k.
Moin,Moin!
Warum so harsch,(;<))
Ich finde es so richtig erheiternd, wenn immer diejenigen, die kaum die
Aufschrift auf der Butterpackung lesen können, die tiefschürfendsten
Erkenntnisse hier zum besten geben.
---
--
Grüße aus Dithmarschen
Peter Trott
> Hallo Thomas,
>
> On Thu, 19 Aug 1999 15:58:12 +0200, "Thomas Scholz" <Tuem...@gmx.at>
> wrote:
>
> >Schickste die nicht nur Ihm, sondern als Posting bitte?
>
> Ich versuch's mal.
> ...
Heißen Dank, ich versuchs dann auch mal!
Thomas
Hallo Nina,
> Der Sinn des EU- Stempels ist, da man daran erkennt, wo das Produkt
> hergestellt wurde.
Das ist eben der Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit!
Was meinst Du, was alles wie oft nur aus Steuerersparnis- oder sonstigen
Profitgruenden als Halb- oder Fertigprodukt, nur damit die dritte
Umverpackung in einem anderen EU-Land drumgebastelt wird, voellig sinnlos
quer durch die EU gefahren wird.
Dass die Laster dabei unsere Autobahnen verstopfen und verschleissen
(zahlt ja eh der Lohnsteuerzahler und priv. Kfz.-Steuerzahler.), dass
deren Abgase sinnlos unsere Umwelt belasten, das alles interessiert die
Profitgeier, die daran verdienen nicht. >:-((
Es ist kein Witz: Aber Nordseekrabben werden per Kuehl-LKW nach Marokko
zum auspuhlen gebracht, dann wieder zurueck an die Kuesten um dann als
*frisches* Krabbenfleisch in die Handelsketten verteilt zu werden.
Fuer mich Grund genug moeglichst auf regionale Produkte zurueckzugreifen.
Gruesse
Gerd
--
Der Aerger von Heute ist die gute, alte Zeit von Morgen!
( BAP )
Gerd Hoeffken wrote:
> > Der Sinn des EU- Stempels ist, da man daran erkennt, wo das Produkt
> > hergestellt wurde.
> Es ist kein Witz: Aber Nordseekrabben werden per Kuehl-LKW nach Marokko
> zum auspuhlen gebracht, dann wieder zurueck an die Kuesten um dann als
> *frisches* Krabbenfleisch in die Handelsketten verteilt zu werden.
Ist mir bekannt. Deswegen auch das Beispiel mit Verarbeitungs/
Zerlegebetrieben.
Das spräche aber dafür, die Butter in NL herstellen zu lassen, dann in
Deutschland zu verpacken und den "D" Stempel draufzutun :-)).
Ich bleibe dabei: steht NL auf der Butter, dann kommt sie auch daher.
Die Maschinen zur Butterherstellung verpacken nämlich die Butter
automatisch, wenn sie fertig ist ;-).
> Fuer mich Grund genug moeglichst auf regionale Produkte zurueckzugreifen.
Also: Finger weg von Landliebe- Butter :-)
Nina
> stimmt. Die leben in Anbindehaltung in Ständen, eine neben der anderen
> -( umdrehen geht nicht, Körperpflege auch nicht.
Stimmt nur noch begrenzt. Anbindehaltung gibt es eigentlich nur noch in
wenigen altmodischen Kleinbetrieben. Bei der modernen Milchviehhaltung
leben die Tiere in Boxenlaufstaellen, wo sie sich frei bewegen koennen.
Es gibt einen Fress- und einen Liegebereich.
Teile ihrer Futterration stehen 24 Stunden am Tag zur Verfuegung und
koennen an einer computergesteuerten Futterstation nach Lust und
Laune abgeholt werden. Ein Transponder am Halsband sorgt dafuer, dass
die Kuh erkannt wird und der Computer passt auf, dass sich das Tier
nicht ueberfrisst.
Fuer die Koerperpflege gibt es eine Buerste, an der sich die Kuh
scheuern kann, schliesslich wachsen im Stall keine Baeume. :-)
Manche Staelle sind sogar mit Stationen mit rotierenden Buersten, die
mittels Lichtscharanke gestartet werden, ausgestattet. Die Tiere lieben
sowas.
> genau gesagt: nach Fettgehalt.
Ganz so einfach ist das nicht. Auch der Eiweisgehalt spielt eine sehr
grosse Rolle. Der Fettgehalt wirkt sich auch auf die zugelassene
Liefermenge (Kontigent) aus.
Auch die Qualitaet wird honoriert. Nur wer die zugelassenen Bakterien
und Zellzahlen einhaelt, bekommt den vollen Auszahlungspreis, ansonsten
fehlen gleich ein paar Pfennig pro Kilo. Die Latte haengt hier recht
hoch.
Noch kitzliger sind die Labors der Milchwerke was
Medikamentenrueckstaende angeht. Ist eine Kuh mal krank und muss
verarztet werden, landet ihre Milch in der Guellegrube.
Nach Ablauf der Wartezeit geht eine Milchprobe ins Labor des Milchwerks.
Erst wenn von dort der Anruf kommt "Probe o.k.", darf die Milch wieder
in den Tank.
> deswegen halten sich einige Bauern
>neben dembeliebten Holsteiner Milchvieh (große Menge)
>noch 1 oder 2 Kühe anderer
> Rasse, die zwar wenig, dafür aber sehr fette Milch geben -
>so peppt man das
> Ergebnis auf und bekommt mehr Geld für die Milch.
Mag sein, dass es im Norden so zu geht, was aber wohl auch dort eher die
Ausnahme ist. Im Sueden haelt man ueberwiegend Fleck- und Braunvieh.
Bei einem Fettgehalt um die 4% in der gemolkenen Milch muss da nichts
mehr "aufgepeppt" werden.
Gerhard
... dessen Bruder >50 Milchkuehe + Jungvieh und Bullen in einem
Boxenlaufstall haelt
>Eine normale Kuh gibt etwa 4 - 5 Liter Milch am Tag.
Das gilt vielleicht fuer eine Fleischrindrasse, die recht mager
gehalten wird.
Wenn Du die Zahlen mit 5 multiplizierst, dann bist Du bei einer
unterdurchschnittlichen Kuh.
Bei einer sehr guten Kuh istauch Faktor 10 drin.
>Um die
>Milchleistung zu erhöhen, werden zusätzlich Gerste, Hafer und Bohnen
>verfüttert. Wenn erforderlich, wird auch Kalk und Salz beigefügt.
Soso.
Sagen wir es mal so:
Grundration sind Gras (gruen im Stall oder auf der Weide, als Heu,
oder Silage), Maissilage, Getreide.
Dann noch Soja (-Schrot, oder -Oel), evtl. Biertreber, Rapskuchen,
Mineralfutter (immer weniger, da sehr teuer und Milchpreis staendig
niedriger).
>Und jeder Bauer hat Interesse daran,
>möglichst gute Milch zu liefern, denn die wird zwar in Litern gemessen
>aber nach Qualität bezahlt.
Da kann ich sogar (fast) zustimmen. (Es wird in kg gemessen, auch wenn
es eine Fluessigkeit ist, ich weiss nicht warum)
Es gruesst
Gerhard
... der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist.
... dessen Bruder ca. 50 Kuehe im Stall hat.
fast richtig...
Nina Baltes schrieb:
>
> Butterung ist eigentlich ein rein mechanischer Prozeß. Das Fett im
> Rahm liegt in Fettkügelchen vor, das Fett ist dabei von einer
> Proteinmembran umschlossen. So bleibt die Emulsion stabil.
> Beim Buttern wird durch die mechanische Einwirkung die Membran
> zerstört, das Fett wird frei und die Phasen trennen sich, in Butter
> und Buttermilch.
Butter ist immer noch eine Emulsion, und deswegen muss man Deinen
letzten Halbsatz ändern in:
... das Fett wird frei und die Phasen trennen sich, in Butter und
Buttermilch, allerdings nicht vollständig, sondern es findet im Butter
eine Phasenumkehr statt, also der Emulsionstyp ändert sich von w/o (das
ist Öl in Wasser emulgiert) in o/w.
War das jetzt Haarspalterisch? Aber alles wurde so gründlich diskutiert,
da dachte ich...
Grüße Micha
> ... das Fett wird frei und die Phasen trennen sich, in Butter und
> Buttermilch, allerdings nicht vollständig, sondern es findet im Butter
> eine Phasenumkehr statt, also der Emulsionstyp ändert sich von w/o (das
> ist Öl in Wasser emulgiert) in o/w.
> War das jetzt Haarspalterisch?
Ja. ;>
> Aber alles wurde so gründlich diskutiert,
> da dachte ich...
...Du bringst mal wieder ein bißchen Verwirrung hineuin ;-))
Ich wollte ja auch nur den grobsinnlich erfaßbaren Prozeß wiedergeben
und keine Galenikvorlesung halten ;-)
Nina
On Tue, 24 Aug 1999 09:23:34 GMT, h.j.lu...@owl-online.de
(Hans-Juergen Lukaschik) wrote:
...
>>>Eine normale Kuh gibt etwa 4 - 5 Liter Milch am Tag.
>
>>Das gilt vielleicht fuer eine Fleischrindrasse, die recht mager
>>gehalten wird.
>>Wenn Du die Zahlen mit 5 multiplizierst, dann bist Du bei einer
>>unterdurchschnittlichen Kuh.
>
>Es kommt immer darauf an, was man unter normal versteht. Bei Dir
>scheint die Milchleistung im Vordergrund zu stehen, ich halte eher die
>für normal, die sowohl Milch als auch Fleisch liefern können und nicht
>im computergesteuerten Stall stehen.
...
Klaro, man kann sich drueber streiten, was normal ist.
Normal ist fuer mich z.B. das, was ich im Stall meines Bruders
beobachten kann.
Nur wenn die Tiere kerngesund sind, sich wohl fuehlen und optimal
gefuettert werden, belohnen sie dies mit optimaler Quantitaet und
Qualitaet bei Milch und Fleisch. Da mein Bruder davon leben muss, ist
es selbstverstaendlich, dass er alles tut, um es den Tieren moeglichst
gut gehen zu lassen.
Er haelt ausschliesslich die Rasse "Fleckvieh", die durchaus als
universelle Rasse bezeichnet werden kann, da Milchleistung und Fleisch
(Menge und Qualitaet) ausgewogen sind. Die von mir genannten
Milchmengen treffen bei Fleckvieh zu.
Maennliche Tiere werden ueberwiegend gemaestet und liefern
hervorragendes Rindfleisch.
Milchrassen, wie sie meist im Norden gehalten werden, geben noch mehr
Milch, haben aber Defizite beim Fleisch.
Was den computergesteuerten Stall angeht:
- Computergesteuerte Fuetterung
Es ist fuer die Verdauung der Tiere besser, wenn sie Futter haefiger
in kleinen Portionen aufnehmen (gilt ja auch bei Menschen). Da die
Tiere aber dazu neigen, sich reinzuhauen was geht (kenn ich auch von
uns Menschen), ist es besser, wenn dieses verhindert wird.
Desweiteren muessen die Tiere individuell ernaehrt werden, da sie sich
in der Milchleistung unterscheiden, sonst wuerden sie zu fett bzw. die
Milchleistung ginge zurueck,...
Die Steuerung der Futterstation sorgt dafuer, dass sich jedes Tier
seine individuelle Ration rund um die Uhr in mehreren
verdauungsgerechten Portionen abholen kann.
Dies waere bei herkoemmlicher Fuetterung nicht moeglich.
- Computergesteuerte Lueftung sorgt fuer optimales Klima
-Computergesteuerte Milchkuehlung sorgt fuer Qualitaet und
umweltfreundliche Waermerueckgewinnung
Die beschriebene Form der Haltung ist bei Landwirten, die von ihrem
Beruf leben muessen, inzwischen Stand der Technik.
Viele Gruesse
Gerhard
P.S.
Solltest Du im Raum Ulm wohnen, bist Du herzlich eingeladen, Dir alles
mal vor Ort anzuschauen. Das gilt natuerlich auch fuer alle anderen
Mampfer!
Das hat nichts mit Computern zu tun. Es gibt fleischbetonte Rassen, wie
beispielsweise britische Black Angus oder italienische Piemonteser oder
südafrikanische Longhorn-Rassen u.v.m. genauso wie Rassen, bei denen
die Milchnutzung im Vordergrund steht (z.B. Schwarzbunte), wobei es dort
auch wieder Rassen gibt die typischerweise mehr Fettgehalt in der Milch
haben (jetzt komme ich etwas ins Schwimmen, aber Vorderwälder sind
glaube ich so eine Rasse). Ach ja und dann gibt es noch die
Zweinutzungsrinder und die Hybriden wie HF (Holstein-Frisian), aber jetzt
wird's zu speziell.
Ich glaube auch nicht, daß Du wirklich das Fleisch einer Milchkuh auf dem
Teller haben willst, die acht oder mehr Laktationsperioden hinter sich hat; allenfalls noch in der Suppe.
Und nun kommen wir doch wieder zu den heißgeliebten Computern:
Frage mal eine Mastitis-geplagte Kuh (Entzündung des Euters), ob sie
lieber von einem mißgelaunten, weil er mal wieder um 04:00 aufstehen
mußte, um Ihr das Euter zu leeren, Menschen oder einem Melkroboter, der
jedes Euter gleich vorsichtig behandelt und sie auch nocht genau dann
melkt, wenn sie das möchte (statt zwei mal Täglich, wenn sie Glück hat drei
mal zu festen Zeiten), gemolken werden möchte. Ich glaube diese Abstimmung
fiele sehr deutlich aus!
Cheers
Thomas
> Da kann ich sogar (fast) zustimmen. (Es wird in kg gemessen, auch wenn
> es eine Fluessigkeit ist, ich weiss nicht warum)
Weil "Liter" ein Hohlmaß ist, das temperaturabhängig eine sehr
unterschiedliche Masse (Einheit: Kilogramm) beinhalten kann? In
Kilogramm zu messen ist somit fairer; sollte man mal den Tankstellen
beibringen (oder grundsätzlich morgens Tanken). Ich weiß zwar nicht ob das
die tatsächliche Begründung ist, physikalisch ist es jedenfalls so.
> ... der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist.
> ... dessen Bruder ca. 50 Kuehe im Stall hat.
Lang macht der aber net mehr, gell?
Cheers
Thomas
ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, was Galenik ist, und leider
gerade auch keinen Duden zu Hand, aber im Prinzip hast Du wahrscheinlich
ganz sicher recht :-)), und auch die Formulierung "grobsinnlich
erfaßbarer Prozeß" ist einfach spitze!
Grüssle, Micha
Nina Baltes schrieb:
>
> Hallo Michael,
> > ... War das jetzt Haarspalterisch?
Du hast die wunderschönen Jerseys vergessen :)
Nina
Michael Hofmann wrote:
> ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, was Galenik ist,
Das ist die Lehre von den Arzneimittelformen. Man lernt, wie man korrekt
zwei Pülverchen miteinander verreibt und Salben anrührt, Zäpfchen gießt
=) usw. Und Deine Beschreibung hat mich einfach ans Salbenrühren
erinnert :-).
> und auch die Formulierung "grobsinnlich
> erfaßbarer Prozeß" ist einfach spitze!
Manchmal geht halt mein Schwafelzentrum mit mir durch 8)
Viele Grüße,
Nina
Warum?
Mit 28 ist er fuer die Rente noch ein wenig zu jung...
Gerhard
Machst Du gerade Patho oder Lebensmittelkurs o.ä.? Fehlt nur noch der
Spruch vom "aromatisch" riechenden Harn.
Die Vetis sind halt ein ganz spezielles Völkchen ;o)
Cheers
Thomas
> Machst Du gerade Patho oder Lebensmittelkurs o.ä.?
Ich bin schon fertig und war zu faul, die Emailadresse ändern zu lassen.
Ich bin im Institut für Mikrobiologie (PhD- Studium), Lebensmittel und
Patho finde ich aber auch sehr interessant ;-)
> Fehlt nur noch der
> Spruch vom "aromatisch" riechenden Harn.
Fruchtig heißt das hier in Hannover :-)
Nina
Cheers
Thomas
PhD?
> > Fehlt nur noch der
> > Spruch vom "aromatisch" riechenden Harn.
>
> Fruchtig heißt das hier in Hannover :-)
>;.)
Werd ich in der nächsten Prüfung auch mal los lassen; ab 28.09. steht
das 3. Staatsexamen ins Haus *schauder*.
Cheers
Thomas
> Ich denke da eher an die fleischarmen, männlichen Kälber, bei denen
> der Bauer beinahe noch Geld drauf legen muss, damit er sie überhaupt
> los wird.
Wer ist denn auch Babys?! Noch dazu welche, die bewußt falsch ernährt
wurden, damit sie nicht erwachsen werden. Kalbfleisch war mal was für
kranke und alte Leute, da leichter verdaulich und leichter zu kauen (du
weißt schon, für die, die mit dem Gebiß klappern können :-)); eigentlich
ist es minderwertig. Echte Männer essen Rindfleisch ;-); Frauen natürlich
auch.
> >Frage mal eine Mastitis-geplagte Kuh (Entzündung des Euters), ob sie
> >lieber von einem mißgelaunten, weil er mal wieder um 04:00 aufstehen
> >mußte, um Ihr das Euter zu leeren, Menschen oder einem Melkroboter,
>
> Soll das heißen, kranke Kühe, die in diesem Fall nur wertlose Milch
> liefern, werden inzwischen auch in die Anlage integriert?
Nee, natürlich nicht; nur wenn die Mastitis vorbei ist, kommt der gleiche
Grobian / die gleiche Grobiane (äh, war das jetzt richtig?) und das
Spielchen geht von vorne los. Mal ganz ernsthaft: Mich hat der
Melkroboter (inkl. dazugehörigem Laufstall natürlich) ein _wenig_ mit der
modernen Landwirtschaft versöhnt. Du solltest so einem Ding mal bei der
Arbeit zusehen. Die Kuh geht (sofern entsprechend konditioniert worden)
freiwillig hin, weil sie genau weiß, daß sie da ihren "Druck" los wird und
natürlich auch, weil es da eine Portion Kraftfutter gibt. Dann kommt, während
sie gemütlich mampft, eine Art Mini-Waschanlage zum Einsatz, zwei
Walzen, die lichtschrankengesteuert jede Zitze einzeln waschen. Schön
_vorsichtig_. Anschließend wird per Unterdruck genauso vorsichtig
das Melkgeschirr angelegt. Nach dem Melken wird gedippt.
In amerikanischen Anlagen gibt es auch Prä-Dipping; geht hier nicht
wegen MilchVO. Wenn nötig werden auch noch Proben für die
Milchuntersuchung gezogen. Und der Betreuer schimpft, wenn Nachts
um drei Kollege Computer anruft: "Ey Alter, geh' mal gucke! Kuh Berta
war heut' noch nicht zum melken. Ist die noch da, hat die eventuell ein
Problem?" Verkehrte Welt, aber gut so.
> Früher war's mal so, dass die Euter auf ihren Gesundheitszustand
> untersucht wurden, bevor die Melkmaschine zum Einsatz kam und
> erkrankte Tiere grundsätzlich mit der Hand gemolken wurden.
Ist auch immer noch so. Wobei, richtig von Hand melkt heute keiner mehr,
es sei denn privat oder es muß aus therapeutischen Gründen richtig
ausgemolken werden (Ökohof evtl. auch noch). Aber getrennt wird
schon. Kein Bauer macht sich die Zellzahl kaputt, indem er Millionäre
drunter mischt; verboten ist es nach MilchVO sowieso. Und wenn
sie behandelt werden, ist i.d.R. auch noch Wartezeit drauf.
Ganz ehrlich, manche Betriebe lassen an Ihre Herden für Vorzugsmilch
auch keinen Melkroboter dran, weil die Technik noch zu neu ist. Die
stehen nach wie vor auf Handarbeit (naja im weitesten Sinne). Das
ist dann aber auch ausgesuchtes und gut bezahltes Personal
(gibt ja auch mehr Geld für die Milch).
Cheers
Thomas
*ob sie demnächst noch so unbedarft ein Glas Milch trinken?*
In article <7q7vf6$o7k$1...@m15.mevacom.de>,
"Thomas Scholz" <tuem...@gmx.at> wrote:
...
> > > > ... dessen Bruder ca. 50 Kuehe im Stall hat.
> > >
> > > Lang macht der aber net mehr, gell?
> >
> > Warum?
> >
> > Mit 28 ist er fuer die Rente noch ein wenig zu jung...
> >
> Dann sollte er aber schleunigst noch was zulegen, sonst wird
> er _damit_ nicht alt ;-)
...
Tja, einfach ist seine Zukunft sicher nicht.
Einfach ist auch das mit dem Zulegen nicht, denn dafuer braucht man
Lieferrechte. Diese sind aber momentan sehr teuer und der Milchpreis ist
erst kuerzlich wieder mal ein paar Pfennige gefallen. Die Quotenpreise
leider kaum, deshalb stehen die Zeichen gerade auf abwarten und interne
Ablaeufe (z.B. Fuetterung) optimieren, um billiger produzieren zu
koennen.
Oder gleich nach Israel auswandern, die halten momentan den Weltrekord ;-).
Aber *mir* brauchst Du die Probleme nicht zu erzählen.
Cheers
Thomas
In article <7qh7f6$olf$2...@m15.mevacom.de>,
"Thomas Scholz" <tuem...@gmx.at> wrote:
....
> Oder gleich nach Israel auswandern,
Ich glaube er waere gluecklicher, wenn er einen ordentlichen Milchpreis
bekommen wuerde. Dann wuerde er wohl auch nicht mehr liefern wollen. So
wie es jetzt laeuft, geht es aber leider nur ueber die Menge und selbst
das ist momentan nicht mehr lukrativ, denn der, der die Quote verleast /
verpachtet, verdient mehr, als der, der die Milch melken muss.
Aber wem erzaehle ich das. Du scheinst Dich ja auch recht gut
auszukennen.
Normalerweise halte ich mich ja auch bei Threads wie diesem zurueck,
wenn jedoch irgendwelche "Experten", die offensichtlich absolut keine
Ahnung haben, bzw. jeglichen Bezug zur Realitaet verloren haben,
irgendwelchen Duennpfiff posten, dann muss ich einfach auch meinen Senf
dazu abgeben. Sonst glaubt der Rest der Leser, die weeniger mit der
Materie zu tun haben, das entspricht der breiten Realitaet.
> die halten momentan den Weltrekord ;-).
Die haben ja auch interessante Fuetterungsmethoden: dort werden
Orangenschalen und Huehnerkacke ins Futter gemischt.
Da die Huehner einen recht kurzen Darm haben, nutzen sie ihr Futter
nicht komplett aus und der Kot enthaelt immer noch genug nahrhaftes, das
der Wiederkaeuermagen noch erschliessen kann...
Ist schon verrueckt...
Die Info hat mein Daddy mal von einem Vortrag oder von einer
Studienfahrt mitgebracht.
Ausserdem waeren wir hier wieder beim Thema Rasse, aber das hatten wir
schon weiter oben im Thread...
> Aber *mir* brauchst Du die Probleme nicht zu erzählen.
Schon erkannt. Hast Du selbst Rindviecher, oder stammst Du wie ich aus
einer landwirtschaftlich gepraegten Familie?
Gruesse
Hallo,
(Vorsicht - ziemlich OT)
gerade heute habe ich eine Veröffentlichung des BMELF über den
Gesetzesentwurf zur Milchgarantiemengenverordnung gelesen:
Ab 01.04.2000 soll Quote nicht mehr verleast/verpachtet werden dürfen;
Handel mit Milchquoten nur noch regional begrenzt möglich;
Da müßte so manchem Sofamelker den Wind aus den Segeln nehmen, oder ?
Grüße - Susanne
In article <37CD666E...@t-online.de>,
Susanne Koch <320048...@t-online.de> wrote:
...
> gerade heute habe ich eine Veröffentlichung des BMELF über den
> Gesetzesentwurf zur Milchgarantiemengenverordnung gelesen:
> Ab 01.04.2000 soll Quote nicht mehr verleast/verpachtet werden dürfen;
> Handel mit Milchquoten nur noch regional begrenzt möglich;
> Da müßte so manchem Sofamelker den Wind aus den Segeln nehmen, oder ?
> ...
aus Deiner Wortwahl zu schliessen, scheinst Du Dich auch recht gut
auszukennen. :-)
Wichtig ist wohl, dass bald Klarheit geschaffen wird, was passiert,
damit die Betroffenen planen koennen.
Auch ich bin dafuer, dass die vorhandenen Mengen auf die tatsaechlichen
Produzenten aufgeteilt werden. Wie dies genau zu geschehen hat, da gibt
es ja auch noch unterschiedliche Vorstellungen.
Leider sind auch viele der Entscheider (Politiker) Sofamelker, die sich
natuerlich nicht selbst um einen risikolosen Nebenverdienst bringen
moechten, fuer den man nicht arbeiten musss....
> In article <7qh7f6$olf$2...@m15.mevacom.de>,
> "Thomas Scholz" <tuem...@gmx.at> wrote:
Hallo Gerhard,
> ....
> > Oder gleich nach Israel auswandern,
>
> Ich glaube er waere gluecklicher, wenn er einen ordentlichen Milchpreis
> bekommen wuerde
<Seufz>
...
> > die halten momentan den Weltrekord ;-).
>
> Die haben ja auch interessante Fuetterungsmethoden: dort werden
> Orangenschalen und Huehnerkacke ins Futter gemischt.
Kohlenstoff, Stickstoff, Mineralstoffe - alles was ein
Wiederkäuer braucht zum glücklich sein. Es gab ja auch hier
die Fütterungsversuche mit Zellulose (Zeitungspapier) und
Stickstoffquelle (Harnstoff). Der Kuh reicht es, nur Leistung
darfst Du nicht verlangen.
> Da die Huehner einen recht kurzen Darm haben, nutzen sie ihr Futter
> nicht komplett aus und der Kot enthaelt immer noch genug nahrhaftes, das
> der Wiederkaeuermagen noch erschliessen kann...
> Ist schon verrueckt...
Verrückter als Tiermehl in Form von Kraftfutter an
Pflanzenfresser, sprich wiederkäuende Rinder, zu verfüttern?
Wissenschaftlich ist es genauso plausibel.
Wobei, wovon Du sprichst sind Fütterungsversuche. Das
"Erfolgsrezept" liegt woanders:
1. Motivation: Kolchos-"Mitarbeiter" sind Miteigentümer.
Versuch mal hier die Melkfrequenz auf 3-4/Tag raufzusetzen...
2. Geringer Kapitalaufwand für Ställe, da Witterung
freundlicher. Die bauen, vereinfacht, ein Stahlgerüst und
hängen ein paar Planen davor. Fertig. Das eingesparte Kapital
kann für Melktechnik, Stallhygiene, Kuhkomfort und
dergleichen eingesetzt werden. Das ganze gleicht eher einem
Kreißsaal als den uns bekannten Ställen.
3. Drei Laktationsperioden und raus.
> Schon erkannt. Hast Du selbst Rindviecher, oder stammst Du wie ich aus
> einer landwirtschaftlich gepraegten Familie?
Nein, ich studiere Tiermedizin (werde zum Jahreswechsel
fertig). Abgesehen von meiner großen Leidenschaft Afrika und
der dortigen Fauna hatte ich die Landwirtschaft auf Rang 2
als mögliches Betätigungsfeld nach dem Studium. Aber so wie
es momentan aussieht, sorry...
Gruß
Thomas
> Aber dennoch wird Butter (zumindest die "günstigere") zwecks
> Härtung mit Wasser versetzt. Das konnte so mancher schon beim Anbraten
> spüren...
Aber nein doch - die Butter wird mit dem Wasser nur gestreckt, härter wird sie
dadurch nicht. Du verwechselst das mit dem Härten vermutlich mit der
Margarine. Die wird - nachdem Pflanzenöle ja dummerweise flüssig sind - durch
ein chemisches Verfahren gehärtet bzw. umgeestert. Das ist dieser interessante
Vorgang, bei dem dann die Transfette entstehen, von denen kein Mensch weiß,
was sie im Körper bewirken...
-- Joachim
> Hast du eine Vermutung, warum jemand, der das Fett von der Milch
> trennen will (also Rahm herstellen), sich das zusätzlich erschweren
> sollte, indem er die Milch vorher homogenisiert?
Hmm, gute Frage - so gesehen wäre das tatsächlich unsinnig. Ich könnte mir
vorstellen, daß es verfahrenstechnisch kostengünstiger ist, alles zu
pasteurisieren und zu homogenisieren und danach weiter zu verarbeiten, als die
Milch getrennt Wege gehen zu lassen. Aber vielleicht ist das Ausgangsmaterial
ja auch gar nicht homogenisiert - gibts hier jemanden aus der Butterindustrie,
der das aufklären kann ?
-- jn
> und wie finde ich jetzt als sehr interessierter Verbraucher raus, welche Milch
> die einzelnen Firmen als Basis benutzen?
Nur durch Nachfragen. Aufgrund des höheren Aufwands bei der Erzeugung und beim
Vearbeiten von Roh- bzw. Vorzugsmilch und der damit verbundenen höheren Kosten
und der kurzen Haltbarkeit kann man aber problemlos davon ausgehen, daß die
Butter aus dem Supermarkt in jedem Fall aus pasteurisierter Milch hergestellt
wird. Ob die verwendete Milch auch homogenisiert wurde, entzieht sich meiner
Kenntnis, da müßte man wirklich mal nachfragen. Bei der Butter, die im
örtlichen Naturkostladen angeboten wird, hat man mir zumindest versichert, daß
die Milch dazu nicht homogenisiert wurde.
-- jn
> 1. Motivation: Kolchos-"Mitarbeiter" sind Miteigentümer.
> Versuch mal hier die Melkfrequenz auf 3-4/Tag raufzusetzen...
>
Oops, da ist mir ein grober Fehler unterlaufen -
heißt natürlich Kibbutz.
Cheers
Thomas
Thomas Scholz schrieb:
>
> Gerhard Scheuing <sch...@my-deja.com> schrieb:
>
> > Da kann ich sogar (fast) zustimmen. (Es wird in kg gemessen, auch wenn
> > es eine Fluessigkeit ist, ich weiss nicht warum)
>
> Weil "Liter" ein Hohlmaß ist, das temperaturabhängig eine sehr
> unterschiedliche Masse (Einheit: Kilogramm) beinhalten kann? In
> Kilogramm zu messen ist somit fairer; sollte man mal den Tankstellen
> beibringen (oder grundsätzlich morgens Tanken). Ich weiß zwar nicht ob das
> die tatsächliche Begründung ist, physikalisch ist es jedenfalls so.
Echt? so genau? Ein Kilogramm ist jedoch auch nicht überall gleich
schwer, es hängt u.a. vom erdmagnetfeld ab, welches nun mal nicht
überall gleich ist. ;-) Und nun ??
--
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gruss helmut
Lutz Bojasch <lu...@cyborgs.de> schrieb:
>
>
> Thomas Scholz schrieb:
> >
> > Weil "Liter" ein Hohlmaß ist, das temperaturabhängig eine sehr
> > unterschiedliche Masse (Einheit: Kilogramm) beinhalten kann? In
> > Kilogramm zu messen ist somit fairer; sollte man mal den Tankstellen
> > beibringen (oder grundsätzlich morgens Tanken). Ich weiß zwar nicht ob das
> > die tatsächliche Begründung ist, physikalisch ist es jedenfalls so.
>
>
> Echt? so genau? Ein Kilogramm ist jedoch auch nicht überall gleich
> schwer, es hängt u.a. vom erdmagnetfeld ab, welches nun mal nicht
> überall gleich ist. ;-) Und nun ??
Hallo Lutz!
Fast richtig. Ein Kilogramm entspricht der Masse eines Liter
Wassers (dm³) am "Normalort" (sprich Paris, wo auch der
Kilogramm-Prototyp aufbewahrt wird, wenn ich mich recht
entsinne). Örtliche Schwankungen ergeben sich aufgrund der
_Gravitation_:
m(1) x m(2)
F= ------------
r²
F=Gravitationskraft; m(1)=Masse 1, m(2)=Masse 2;
r=Abstand zwischen den Mittelpunkten beider Massen.
Da die Erde keine Kugel sondern ellipsoid ist, _wiegt_ ein
Kilogramm am Äquator weniger als an den Polen.
Diese Unterschiede kannst Du aber vernachlässigen, vor allem
im Vergleich zu den temperaturabhängigen Masseunterschieden,
wenn man in Litern mißt und erst recht innerhalb eines Landes.
Unser Physiklehrer, ein sehr sparsamer Mensch (geizig? ;-))
hat uns mal vorgerechnet, daß an einem heißen Sommertag der
Unterschied zwischen einem morgens und mittags betankten Auto
(Benzin) 3-4% betragen kann.
Cheers
Thomas
[End of mission]