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REZ: Original Wiener Schnitzel

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K-H. Boller

unread,
Mar 25, 2010, 5:15:23 PM3/25/10
to

Hallo liebe Mampfgemeinde,
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Original Wiener Schnitzel
Kategorien: Fleisch, Kalb
Menge: 4 Personen

8 Kalbsschnitzel à ca.80 g aus der Oberschale
- dünn geschnitten
50 Gramm Mehl
4 Eier
1/2 Essl. Sahne oder Milch
100 Gramm Paniermehl vom Bäcker; bitte kein
- handelsübliches Produkt benutzen
Butterschmalz
Pfeffer & Salz
1 Zitrone

============================ JEWEILS ============================
1 Glas Kapern und Sardellen

============================ QUELLE ============================
Frankfurt Marriot Hotel
Hamburger Allee 2
60486 Frankfurt/Main
Stefan Petermann
www.hr-online.de/
Erfasst 17.02.2008


Die Schnitzel von beiden Seiten gut salzen und pfeffern. Eier und
Sahne verquirlen. Butterschmalz in der Teflonpfanne erhitzen
(Schnitzel müssen in der Pfanne schwimmen). Unmittelbar vor dem
Braten die Schnitzel in Mehl, Eiern und Paniermehl (in dieser
Reihenfolge) wenden. Die Schnitzel im heißen Butterschmalz von
beiden Seiten knusprig braten. Nur einmal in der Pfanne wenden.
Anschließend auf einem Tuchteller abtropfen, mit den Zitronenscheiben
Sardellen und Kapern garnieren und sofort servieren.

TIPP: Das Fleisch immer erst unmittelbar vor dem Braten panieren
weil die Panade sonst feucht wird und nicht mehr knusprig werden
kann.

Bratkartoffeln: Pellkartoffeln vom Vortag schälen und in Scheiben
schneiden. In die Pfanne Butterschmalz (nicht zu viel) geben und die
Scheiben darin verteilen (die Pfanne nicht zu voll machen). Von
einer Seite stark anbraten und danach vorsichtig wenden. Salz und
Pfeffer (aus der Mühle) dazugeben und je nach Wunsch mit kleinen
Zwiebel- und Speckwürfeln verfeinern. (Zwiebel und Speck zum Schluss
da die Würfel sehr schnell dunkel werden).

=====
Buon appetito und...
...möge die Übung gelingen!
K a r l - H e i n z
--
|\ | ////
_/ ,`-| ////
\ ,°D |\\\\////
`--´\| \\\\//
www.freerice.com

Lars Friedrich

unread,
Mar 25, 2010, 5:47:46 PM3/25/10
to
K-H. Boller schrieb:

> Hallo liebe Mampfgemeinde,
> ========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
>
> Titel: Original Wiener Schnitzel

> Die Schnitzel von beiden Seiten gut salzen und pfeffern. Eier und


> Sahne verquirlen. Butterschmalz in der Teflonpfanne erhitzen
> (Schnitzel müssen in der Pfanne schwimmen).

"Original" ohne Angabe, dass es extra griffiges Mehl sein soll? Ha!

Naja, nehmen wir es nicht so eng, dann schmeckt's eh besser:
Paniermehl würzen. Fleisch hat auch so Geschmack.

Grüße,
Lars Friedrich

Tilman Ahr

unread,
Mar 25, 2010, 6:57:07 PM3/25/10
to
"K-H. Boller" <b0ll...@ewetel.net> writes:

> Hallo liebe Mampfgemeinde, ========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite
> v1.4
>
> Titel: Original Wiener Schnitzel

Och nöö. Nich schon wieder |-(

> Kategorien: Fleisch, Kalb
> Menge: 4 Personen
>
> 8 Kalbsschnitzel à ca.80 g aus der Oberschale
> - dünn geschnitten

2 kleine? Wäre original nicht doch eher ein großes angemessen? Also:
560g - 720g Kalbsoberschale, im Schmetterlingsschnitt¹ in 4 gleiche
Teile geschnitten, jeweils leicht plattiert (~5mm dick).

> 50 Gramm Mehl
> 4 Eier


> 1/2 Essl. Sahne oder Milch

Wurks. Nach dem was mir so beigebracht wurde, bestätigt durch eigene
Erfahrung, sorgt das tendenziell dafür, daß das Panier zu blättern
anfängt. Nicht schön.

> 100 Gramm Paniermehl vom Bäcker; bitte kein
> - handelsübliches Produkt benutzen

Äh, ja. Sicher. Abgesehen davon, daß viele "Bäcker" heutzutage kein
eigenes Paniermehl mehr anbieten: Altes Weißbrot aufheben und wenn genug
zusammen ist, reiben (per Küchenmaschine geht IMHO am besten) wäre die
Alternative. Zwieback reiben tut auch ganz passabel...

> Butterschmalz

Oder einfach Öl nehmen und nach dem Wenden des Schnitzels 'n Stich
Butter dazu. Schmeckt mindestens genausogut und ist noch weniger
rauchgefährdet. Nach 2-3 Ladungen Schnitzel muß das Fett sowieso ersetzt
werden (oder man filtert zwischendrin per Haarsieb die niedlichen
schwarz-braunenen Teilchen raus...

> Pfeffer & Salz 1 Zitrone
>
> ============================ JEWEILS ============================
> 1 Glas Kapern und Sardellen

Scheint laut Interview-Aussagen Wiener/Österreicher Spitzenköche eher
eine typisch deutsche Sache zu sein...

> Die Schnitzel von beiden Seiten gut salzen und pfeffern.

IMHO besser: Nur leicht salzen/pfeffern, dafür Eier auch
salzen/pfeffern.

> Eier und Sahne verquirlen. Butterschmalz in der Teflonpfanne erhitzen

Gerade für den Zweck braucht's nun wirklich beim allerbesten Willen
keine beschichtete Pfanne.

> (Schnitzel müssen in der Pfanne schwimmen).

Mnaja. Am besten *auf* dem Fett - bedeckt sein sollten sie eher nicht...

> Unmittelbar vor dem Braten die Schnitzel in Mehl, Eiern und Paniermehl
> (in dieser Reihenfolge) wenden.

Überflüssiges Ei aptropfen lassen, überschüssiges Mehl leicht
abschütteln. Paniermehl leicht andrücken schadet dagegen meiner
Erfahrung nach nicht/kaum.

> Die Schnitzel im heißen Butterschmalz von beiden Seiten knusprig
> braten. Nur einmal in der Pfanne wenden.

Pfanne beim braten regelmäßig bewegen, ggfs. heißes Fett über die
obenliegende Seite schöpfen, nur so geht das Panier schön auf und wirft
Blasen (was beim Wiener Schnitzel AFAIK Ziel ist).

> Anschließend auf einem Tuchteller abtropfen, mit den Zitronenscheiben
> Sardellen und Kapern garnieren und sofort servieren.

Oder Sardellen und Kapern irgendwie zu 'ner Vorspeise verwursten - dann
hat man wenigstens was von dem leckeren Zeug.

> TIPP: Das Fleisch immer erst unmittelbar vor dem Braten panieren weil
> die Panade sonst feucht wird und nicht mehr knusprig werden kann.

Ach?(TM)

SCNR

Tilman

1: Vier gleiche Teile mit leichtem Schnitt markieren, jeweils mittig
zwischen den Markierungen bis ca. ½-1cm vor "durch" einschneiden, dann
auf der Markierung durch.

Lars Friedrich

unread,
Mar 26, 2010, 8:34:22 AM3/26/10
to
Tilman Ahr schrieb:

> Äh, ja. Sicher. Abgesehen davon, daß viele "Bäcker" heutzutage kein
> eigenes Paniermehl mehr anbieten:

Das hast du falsch verstanden. Alle Bäcker bieten Paniermehl an, es gibt
bloss keine Bäcker mehr.


>> Butterschmalz
> Oder einfach Öl nehmen und nach dem Wenden des Schnitzels 'n Stich
> Butter dazu. Schmeckt mindestens genausogut und ist noch weniger
> rauchgefährdet.

Ja, ist aber die Hartz IV Version.


>> Die Schnitzel von beiden Seiten gut salzen und pfeffern.
> IMHO besser: Nur leicht salzen/pfeffern, dafür Eier auch
> salzen/pfeffern.

Ack. Eier oder Paniermehl. Langweilige Panade ist pfui, da hilft auch
keine Zitrone.


> Überflüssiges Ei aptropfen lassen, überschüssiges Mehl leicht
> abschütteln. Paniermehl leicht andrücken schadet dagegen meiner
> Erfahrung nach nicht/kaum.

Ack. Allerdings musste ich auch noch nie die Pfanne bewegen. Das Wiener
Schnitzel klappt auch wunderbar in einer großen Friteuse, ganz ohne
Bewegung oder Umdrehen. Und man hat da auch kein Rauchproblem.

Grüße,
Lars Friedrich

Manfred Cuntz

unread,
Mar 26, 2010, 9:44:43 AM3/26/10
to
Tilman Ahr wrote:

>> ============================ JEWEILS ============================
>> 1 Glas Kapern und Sardellen
>
> Scheint laut Interview-Aussagen Wiener/Österreicher Spitzenköche eher
> eine typisch deutsche Sache zu sein...

Kapern und Sardellen ist die klassische Wiener Garnitur und hat weder mit
dem Wiener Schnitzel noch mit Wien was zu tun.

Irgendwer hat mal Schnitzel und Garnitur durcheinander gebracht und seitdem
geistert das im Fernsehen, in Kochbüchern, in Kochkursen und sogar im Usenet
rum.

In jedem Fall weglassen.

Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred

K-H. Boller

unread,
Mar 26, 2010, 1:41:45 PM3/26/10
to

Hallo Tilman,

"Tilman Ahr" schrieb:

> "K-H. Boller" <b0ll...@ewetel.net> writes:
>
>> Hallo liebe Mampfgemeinde, ========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite
>> v1.4
>>
>> Titel: Original Wiener Schnitzel
>
> Och nöö. Nich schon wieder |-(
>

[...]

Doch, gerade weil's so schön ist und nicht nur die "Alten" hier lesen. Den
Profis unter den Nutzern hier braucht man die Zubereitung des WS wohl nicht
erläutern.

Es freut mich jedoch, wenn weitere Ausführungen zu einem altbekannten Thema
gegeben werden. Dein Anmerkungen und Ergänzungen habe ich in das Rezept
aufgenommen. Dafür danke ich Dir mit einem leckeren Dessert:
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.3

Titel: Sorbet von Rosé-Champagner
Kategorien: Dessert
Menge: 8 Portionen

500 ml ; Wasser
250 Gramm Zucker
375 ml Rosé-Champagner "Lady Rose"
2-3 Essl. Zitronensaft
Rote Früchte (nach Belieben)

============================ QUELLE ============================
essen & trinken
DEZEMBER 2oo7
Erfasst 19.11.2007


1. 500 ml Wasser mit dem Zucker aufkochen und ca. 5 Minuten zu einem
Sirup einkochen. Sirup abkühlen lassen. Die Hälfte des Champagners
und Zitronensaft hinzufügen und die Mischung 45 Minuten in der
Eismaschine gefrieren lassen. Sorbet 30-40 Minuten in das
Gefrierfach stellen.

2. Das Sorbet in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen, in
vorgekühlte Gläser spritzen, mit dem restlichen Champagner auffüllen,
nach Belieben mit Früchten garnieren.

Zubereitungszeit 20 Minuten (plus Zeit zum Abkühlen und Gefrieren)

Pro Portion 0 g E, 0 g F, 33 g KH = 166 kcal (695 kJ)

=====
Bon appétit und...


...möge die Übung gelingen!
K a r l - H e i n z
--

Man sollte dem Leib was Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu
wohnen.

Tilman Ahr

unread,
Mar 26, 2010, 6:20:53 PM3/26/10
to
Manfred Cuntz <manfre...@gmx.de> writes:

> Tilman Ahr wrote:
>
>>> ============================ JEWEILS ============================
>>> 1 Glas Kapern und Sardellen
>>
>> Scheint laut Interview-Aussagen Wiener/Österreicher Spitzenköche eher
>> eine typisch deutsche Sache zu sein...
>
> Kapern und Sardellen ist die klassische Wiener Garnitur und hat weder mit
> dem Wiener Schnitzel noch mit Wien was zu tun.

Den Begriff hab' ich dafür auch immer gehört, daß es mit Wien nix zu tun
hat wußte ich bisher nicht. Muß ich glatt mal hinterherrecherchieren.

> Irgendwer hat mal Schnitzel und Garnitur durcheinander gebracht und seitdem
> geistert das im Fernsehen, in Kochbüchern, in Kochkursen und sogar im Usenet
> rum.

So dachte ich mir das auch. Andere Frage: Wofür wird die Garnitur
eigentlich klassisch verwendet? Ist mir bisher außer beim Schnitzel noch
nicht wirklich untergekommen...

> In jedem Fall weglassen.

ACK.

Tilman

Tilman Ahr

unread,
Mar 26, 2010, 6:31:38 PM3/26/10
to
"K-H. Boller" <b0ll...@ewetel.net> writes:

> "Tilman Ahr" schrieb:
>
>> "K-H. Boller" <b0ll...@ewetel.net> writes:
>>
>>> Titel: Original Wiener Schnitzel
>>
>> Och nöö. Nich schon wieder |-(
>>
> [...]
>
> Doch, gerade weil's so schön ist und nicht nur die "Alten" hier lesen. Den
> Profis unter den Nutzern hier braucht man die Zubereitung des WS wohl nicht
> erläutern.

Ich hab' bloß bis vor ca ½ Jahr fast täglich zwischen 5 und 25 von den
Dingern gebrutzelt, ich glaub' ich bin da einfach etwas überempfindlich
;-)


>
> Es freut mich jedoch, wenn weitere Ausführungen zu einem altbekannten Thema
> gegeben werden. Dein Anmerkungen und Ergänzungen habe ich in das Rezept
> aufgenommen. Dafür danke ich Dir mit einem leckeren Dessert:

Darum geht's hier ja, also: Da nicht für, gerne!

> ========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.3
>
> Titel: Sorbet von Rosé-Champagner

Gespeichert. Ich muß wirklich mal so'n Champanger-Sorbet machen - ist ja
eigentlich ein echter Klassiker...

Tilman

Tilman Ahr

unread,
Mar 26, 2010, 6:18:20 PM3/26/10
to
Lars Friedrich <sofortl...@nurfuerspam.de> writes:

> Tilman Ahr schrieb:
>> Äh, ja. Sicher. Abgesehen davon, daß viele "Bäcker" heutzutage kein
>> eigenes Paniermehl mehr anbieten:
>
> Das hast du falsch verstanden. Alle Bäcker bieten Paniermehl an, es
> gibt bloss keine Bäcker mehr.

Deshalb die "" ;-)

> Ack. Allerdings musste ich auch noch nie die Pfanne bewegen. Das
> Wiener Schnitzel klappt auch wunderbar in einer großen Friteuse, ganz
> ohne Bewegung oder Umdrehen. Und man hat da auch kein Rauchproblem.

Hmm... Meine ERfahrungen mit Fritteuse waren eher suboptimal. Abgesehen
davon, daß so 'ne Fritteusenfüllung Butterschmalz nicht direkt billig
ist ;->

Mit dem Bewegen ist so 'ne Sache - ohne wird auch ganz nett, mit schafft
man es mit etwas Erfahrung, daß das Panier so richtig schön
"ballonartig" aufgeht - sieht einfach schicker aus...
Für den Geschmack ist es Banane.

Tilman

Manfred Cuntz

unread,
Mar 27, 2010, 3:23:12 AM3/27/10
to
Tilman Ahr wrote:


> Den Begriff hab' ich dafür auch immer gehört, daß es mit Wien nix zu tun
> hat wußte ich bisher nicht. Muß ich glatt mal hinterherrecherchieren.

Ich habe trotz eifrigem gugeln nichts gefunden. Jedenfalls kommt sie nicht
aus Wien und gehört zum Wiener Schnitzel so wenig wie irgendeine Sauce.

Das Sacher Kochbuch kennt sie nicht, Plachuta kennt sie nicht und auch bei
Rokitansky ist nichts von Wiener Garnitur zu finden.

Inzwischen vermute ich fast, daß irgendwann mal jemand Kapern und eine
Sardelle übrig hatte, auf ein Wiener Schnitzel gelegt hat und es Wiener
Garnitur nannte.

Ich habe mal beim Altmeister nachgeschlagen und siehe da, in Bocuse "Die
Neue Küche" gibts auf dem Wiener Schnitzel zwei geschälte Zitronenscheiben
und eine Olive. Dazwischen zwei Anchovis Filets verteilen (nicht auf der
Zitronenscheibe, da war der Meister pingelig). Am Tellerrand dann noch ein
kleines Häufchen Kapern.

Karin Rathfelder

unread,
Mar 27, 2010, 3:31:18 AM3/27/10
to
Tilman Ahr schrieb:

> Lars Friedrich <sofortl...@nurfuerspam.de> writes:
>
>> Tilman Ahr schrieb:
>>> Äh, ja. Sicher. Abgesehen davon, daß viele "Bäcker" heutzutage kein
>>> eigenes Paniermehl mehr anbieten:
>> Das hast du falsch verstanden. Alle Bäcker bieten Paniermehl an, es
>> gibt bloss keine Bäcker mehr.
>
> Deshalb die "" ;-)
>
>> Ack. Allerdings musste ich auch noch nie die Pfanne bewegen. Das
>> Wiener Schnitzel klappt auch wunderbar in einer großen Friteuse, ganz
>> ohne Bewegung oder Umdrehen. Und man hat da auch kein Rauchproblem.
>


frittierte Schnitzel schmecken frittiert und nicht gebraten, gebratene
schmecken mir besser.

Grüßle Karin

Harald Deichmann

unread,
Mar 27, 2010, 8:50:01 AM3/27/10
to
Lars Friedrich schrieb unter anderem:


>Tilman Ahr schrieb:
>> Äh, ja. Sicher. Abgesehen davon, daß viele "Bäcker" heutzutage kein
>> eigenes Paniermehl mehr anbieten:
>
>Das hast du falsch verstanden. Alle Bäcker bieten Paniermehl an, es gibt
>bloss keine Bäcker mehr.
>
>
>>> Butterschmalz
>> Oder einfach Öl nehmen und nach dem Wenden des Schnitzels 'n Stich
>> Butter dazu. Schmeckt mindestens genausogut und ist noch weniger
>> rauchgefährdet.
>
>Ja, ist aber die Hartz IV Version.

Außerdem liegt der Rauchpunkt von Butterschmalz bei 205, das ist über dem
für kaltgepresstes Raps- oder Olivenöl.


Ciao
Harald
--
See my friends...
http://www.negativeland.de
http://www.hartmut-mechtel.de

Harald Deichmann

unread,
Mar 27, 2010, 8:51:01 AM3/27/10
to
Manfred Cuntz schrieb unter anderem:


>Ich habe mal beim Altmeister nachgeschlagen und siehe da, in Bocuse "Die
>Neue Küche" gibts auf dem Wiener Schnitzel zwei geschälte Zitronenscheiben
>und eine Olive. Dazwischen zwei Anchovis Filets verteilen (nicht auf der
>Zitronenscheibe, da war der Meister pingelig).

Der war auch sonst sehr pingelig.

>Am Tellerrand dann noch ein
>kleines Häufchen Kapern.

und gehacktes Eiweiß.
Die Kapern und das Eiweiß mit 60g ebenfalls gebräunter Butter vermischen
und auf jedes Schnitzel 1 El geben.

Tilman Ahr

unread,
Mar 27, 2010, 10:24:24 AM3/27/10
to
Manfred Cuntz <manfre...@gmx.de> writes:

> Tilman Ahr wrote:
>
>
>> ["Wiener Garnitur", woher, warum?]


>
> Ich habe trotz eifrigem gugeln nichts gefunden. Jedenfalls kommt sie nicht
> aus Wien und gehört zum Wiener Schnitzel so wenig wie irgendeine Sauce.

Ging mir genauso.

> Das Sacher Kochbuch kennt sie nicht, Plachuta kennt sie nicht und auch bei
> Rokitansky ist nichts von Wiener Garnitur zu finden.
>
> Inzwischen vermute ich fast, daß irgendwann mal jemand Kapern und eine
> Sardelle übrig hatte, auf ein Wiener Schnitzel gelegt hat und es Wiener
> Garnitur nannte.

Durchaus drin, aber:

> Ich habe mal beim Altmeister nachgeschlagen und siehe da, in Bocuse "Die
> Neue Küche" gibts auf dem Wiener Schnitzel zwei geschälte Zitronenscheiben
> und eine Olive. Dazwischen zwei Anchovis Filets verteilen (nicht auf der
> Zitronenscheibe, da war der Meister pingelig). Am Tellerrand dann noch ein
> kleines Häufchen Kapern.

Ah, ja. Das ergibt Sinn (als Herkunft - warum man Kapern, Olive
Sardellen zum Schnitzel futtern sollte ist mir immer noch
schleierhaft...). "Die Neue Küche" ist eins von den Büchern, die auf meiner
"wenn mal wieder Kohle über ist"-Liste relativ weit oben stehen. Na, mal
sehen.

Tilman

Joe Kotroczo

unread,
Mar 27, 2010, 11:51:54 AM3/27/10
to
On 27/03/2010 07:23, in article hokboc$iu4$1...@online.de, "Manfred Cuntz"
<manfre...@gmx.de> wrote:

> Tilman Ahr wrote:
>
>
>> Den Begriff hab' ich dafür auch immer gehört, daß es mit Wien nix zu tun
>> hat wußte ich bisher nicht. Muß ich glatt mal hinterherrecherchieren.
>
> Ich habe trotz eifrigem gugeln nichts gefunden. Jedenfalls kommt sie nicht
> aus Wien und gehört zum Wiener Schnitzel so wenig wie irgendeine Sauce.

Dazu sollte man vielleicht erwähnen, dass es in Frankreich 7 Orte und 3
Flüsse, sowie 2 Départements (Vienne und Haute-Vienne) namens "Vienne" gibt.

"Garniture Viennoise" kann man natürlich dann mit "Wiener Garnitur"
übersetzen, gemeint sein muss aber nicht die Stadt Wien in Österreich.

--
Joe Kotroczo kotr...@mac.com

Harald Deichmann

unread,
Mar 27, 2010, 12:02:01 PM3/27/10
to
Tilman Ahr schrieb unter anderem:


>Ah, ja. Das ergibt Sinn (als Herkunft - warum man Kapern, Olive
>Sardellen zum Schnitzel futtern sollte ist mir immer noch
>schleierhaft...).

Gegenfrage: warum nicht? Es gibt allerdings einige Leute, die sich fragen
warum man überhaupt noch etwas zum Schnitzel essen sollte bzw. zu sonst
einem guten Stück Fleisch.
Wobei wir mal wieder bei "jeder nach seinem Gusto" sind.

Edith

unread,
Mar 27, 2010, 4:42:11 PM3/27/10
to
Manfred Cuntz schrieb:

> Tilman Ahr wrote:
>
>
>> Den Begriff hab' ich dafür auch immer gehört, daß es mit Wien nix zu tun
>> hat wußte ich bisher nicht. Muß ich glatt mal hinterherrecherchieren.
>
> Ich habe trotz eifrigem gugeln nichts gefunden. Jedenfalls kommt sie nicht
> aus Wien und gehört zum Wiener Schnitzel so wenig wie irgendeine Sauce.
>
> Das Sacher Kochbuch kennt sie nicht, Plachuta kennt sie nicht und auch bei
> Rokitansky ist nichts von Wiener Garnitur zu finden.
>
> Inzwischen vermute ich fast, daß irgendwann mal jemand Kapern und eine
> Sardelle übrig hatte, auf ein Wiener Schnitzel gelegt hat und es Wiener
> Garnitur nannte.

Klingt plausibel... :-)

> Ich habe mal beim Altmeister nachgeschlagen und siehe da, in Bocuse "Die
> Neue Küche" gibts auf dem Wiener Schnitzel zwei geschälte Zitronenscheiben
> und eine Olive. Dazwischen zwei Anchovis Filets verteilen (nicht auf der
> Zitronenscheibe, da war der Meister pingelig). Am Tellerrand dann noch ein
> kleines Häufchen Kapern.


???? Sehr seltsame Idee... Zu einem Wiener Schnitzel gehören meiner
Meinung nach Kartoffelsalat, Preiselbeeren (in einer Birnen- oder
Pfirsichhälfte) und ein Achtel Zitrone :-)

LG Edith

Harald Deichmann

unread,
Mar 27, 2010, 5:24:01 PM3/27/10
to
Edith schrieb unter anderem:

>Manfred Cuntz schrieb:

>
>> Ich habe mal beim Altmeister nachgeschlagen und siehe da, in Bocuse "Die
>> Neue Küche" gibts auf dem Wiener Schnitzel zwei geschälte Zitronenscheiben
>> und eine Olive. Dazwischen zwei Anchovis Filets verteilen (nicht auf der
>> Zitronenscheibe, da war der Meister pingelig). Am Tellerrand dann noch ein
>> kleines Häufchen Kapern.
>
>
>???? Sehr seltsame Idee... Zu einem Wiener Schnitzel gehören meiner
>Meinung nach Kartoffelsalat, Preiselbeeren (in einer Birnen- oder
>Pfirsichhälfte) und ein Achtel Zitrone :-)

Der Meister reicht Bratkartoffeln dazu, was ich voll okay finde. Die Kapern
sind mit gehacktem Eiweiß gemischt. Diese Art der Beilage ist sicherlich
nicht ungewöhnlicher als andere Variationen, die es im Schloß Concordia zB
gibt.

Tilman Ahr

unread,
Mar 28, 2010, 2:52:46 PM3/28/10
to
Harald Deichmann <de...@end.street> writes:

> Tilman Ahr schrieb unter anderem:
>
>>Ah, ja. Das ergibt Sinn (als Herkunft - warum man Kapern, Olive
>>Sardellen zum Schnitzel futtern sollte ist mir immer noch
>>schleierhaft...).
>
> Gegenfrage: warum nicht? Es gibt allerdings einige Leute, die sich fragen
> warum man überhaupt noch etwas zum Schnitzel essen sollte bzw. zu sonst
> einem guten Stück Fleisch.
> Wobei wir mal wieder bei "jeder nach seinem Gusto" sind.

Genau deshalb schrub ich auch "ist *mir* schleierhaft". De gustibus...

Til*hauptsache, lecker*man

Tilman Ahr

unread,
Mar 28, 2010, 2:48:15 PM3/28/10
to
Joe Kotroczo <kotr...@mac.com> writes:

> On 27/03/2010 07:23, in article hokboc$iu4$1...@online.de, "Manfred Cuntz"
> <manfre...@gmx.de> wrote:
>
>> Tilman Ahr wrote:
>>
>>
>>> Den Begriff hab' ich dafür auch immer gehört, daß es mit Wien nix zu tun
>>> hat wußte ich bisher nicht. Muß ich glatt mal hinterherrecherchieren.
>>
>> Ich habe trotz eifrigem gugeln nichts gefunden. Jedenfalls kommt sie nicht
>> aus Wien und gehört zum Wiener Schnitzel so wenig wie irgendeine Sauce.
>
> Dazu sollte man vielleicht erwähnen, dass es in Frankreich 7 Orte und 3
> Flüsse, sowie 2 Départements (Vienne und Haute-Vienne) namens "Vienne" gibt.

Äähh... Da war ja noch was...
Das eine oder andere Adelsgeschlecht des Namens gibt es laut WP auch
noch - wäre noch eine weitere mögliche Quelle für die Bezeichnung.

> "Garniture Viennoise" kann man natürlich dann mit "Wiener Garnitur"
> übersetzen, gemeint sein muss aber nicht die Stadt Wien in Österreich.

Das macht irgendwie Sinn, denn besonders typisch für österreichische
Küche erscheint mir die Kombination eigentlich nicht - meine Kenntnisse
der österreichischen Küche sind allerdings auch eher überschaubar.

Hochinteressant, vielleicht findet sich ja irgendwo mal eine
"defininitive" Antwort...

Tilman

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