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Vorbereitung zum Auswahltest bei Lufthansa

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Christoph Heermann

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Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Buch, mit dem ich mich auf den Auswahltest
bei der Lufthansa Flight Training vorbereiten kann. Kann mir jemand helfen
und mir sagen, wie ich mich darauf vorbereiten kann und wo ich evtl. Bücher
dazu bekommen kann ?

Vielen Dank, Gruß Christoph !

Adrian Neumeyer

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
Die Vereinigung Cockpit empfiehlt in ihrer FAQ folgendes Buch:

"Gedächtnis-Training" von Günther Beyer, humboldt-Verlag,
ISBN 3-581-66313-9, Preis: 14,90 DM

Ansonsten ist es sicher empfehlenswert, an einem PC-Simulator ein paar
präzise Übungen mit Propeller-Maschinen zu machen. Um dann noch die sog.
"Arbeit unter Mehrfachbelastung" zu erreichen, lass dir einfach von einem
Kumpel während des Fluges Rechenaufgaben zurufen, die du dann möglichst
schnell im Kopf ausrechnen musst. Aber Achtung: Nicht dabei vom Kurs
abkommen.

Gruss,

Adrian


Christoph Heermann schrieb in Nachricht <6vqqeb$sil$1...@news.ipf.net>...

Ellspermann Marcus

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Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to
Das kann man aber nur machen, wenn man den ersten Test bestanden hat.
Am besten sollte man sich kommentierte Informationen hohlen, die einem den
Testablauf aufzeigen und einige gute Tips geben, wie man diese Tests knacken
und üben kann.
Das mit dem Flugsimulator ist erst bei der 2 /3 Phase wichtig.


Gruß Marcus

Ingo Wagner

unread,
Oct 25, 1998, 2:00:00 AM10/25/98
to
Meiner Meinung nach kann man sich all diesen Aufwand sparen:

1. Wer nur mit Training vorher die Tests schafft, wird spätestens an
der Flugschule mit "seinen Defiziten " in diesen Bereichen zu kämpfen
haben und ist vermutlich langfristig in diesem Job überfordert!

2. Wer zu viel "übt" setzt sich selbst zu viel unter Druck. Bei den
Tests entsteht genug Druck über die Aufgabenstellung und den
verfügbaren Zeitrahmen.

3. Wer während der Ausbildung noch rausfliegt (kommt immer wieder mal
vor), hat einen Schuldenberg von bis zu 80 000 DM!

Der "Normpilot" bei uns (LH) hat die Tests ausgeschlafen nur mit
persönlichem Ehrgeiz und ohne große Vorbereitung bestanden.

Ansonsten wünsche ich viel Glück und später einen reichen Papa (damit
man nicht mit >80 000 DM Schulden ins Berufsleben einsteigt).

(bin LH A340 Pilot und fliege nun seit 10 Jahren für LH)

--
Ingo Wagner in...@t-online.de

Telefon 06133-927801
Fax, Anrufbeantworter -61034

Think pink! Hang Loose

Adrian Neumeyer

unread,
Oct 26, 1998, 3:00:00 AM10/26/98
to
>1. Wer nur mit Training vorher die Tests schafft, wird spätestens an
>der Flugschule mit "seinen Defiziten " in diesen Bereichen zu kämpfen
>haben und ist vermutlich langfristig in diesem Job überfordert!

Wenn man wirkliche Defizite hat, z.B. mangelndes Technikverständnis,
schlechtes Englisch oder fehlende Teamfähigkeit, dann bringt einem
selbst die beste Vorbereitung nichts. Dann fliegt man durch.

>2. Wer zu viel "übt" setzt sich selbst zu viel unter Druck. Bei den
>Tests entsteht genug Druck über die Aufgabenstellung und den
>verfügbaren Zeitrahmen.

Warum bereitet man sich eigentlich vor? Doch gerade deshalb, um einen
gewissen Druck (zumindest subjektiv) zu verringern. Jemand, der
nicht weiss, was auf ihn zu kommt, ist doch unsicherer, als derjenige,
der weiss, was er zu erwarten hat. Insofern verstehe ich Deine Argumentation
nicht, wenn Du sagst, zu viel Übung vergrössert den persönlichen Druck.

>Der "Normpilot" bei uns (LH) hat die Tests ausgeschlafen nur mit
>persönlichem Ehrgeiz und ohne große Vorbereitung bestanden.

Der "Normpilot" bei der LH hat den Test zu einer Zeit gemacht, als er 1.
noch kostenlos war
und 2. als man ihn wiederholen konnte. Heute muss man auf Anhieb reussieren.
Das muss berücksichtigt werden, wenn jemand heutzutage von
"Test-Vorbereitung" spricht.

Gruss,

-Adrian-

Christian Pappert

unread,
Oct 26, 1998, 3:00:00 AM10/26/98
to
Ingo Wagner wrote:

> Der "Normpilot" bei uns (LH) hat die Tests ausgeschlafen nur mit
> persönlichem Ehrgeiz und ohne große Vorbereitung bestanden.

Ehrgeiz hin und her, ich denke nicht, daß man sich schadet oder
unqualifiziert in die Ausbildung einsteigt, wenn man vor dem Test
nochmal ein paar Dreisatzaufgaben rechnet oder physikalisches
Grundwissen wiederholt.

Für die Mehrfachbelastbarkeitstests und die Gruppensituationsversuche
und das ganze andere psychologische Zeug kann man sich meiner Meinung
nach sowieso nur begrenzt vorbereiten. Da bin ich auch Deiner Meinung,
das sollte man ruhig auf sich zukommen lassen.

Generall allerdings zu behaupten, nur wer unvorbereitet den DLR-Test
besteht hat überhaupt eine Chance im Berufsleben als Pilot, finde ich
falsch.

Gruß, Christian

Ingo Wagner

unread,
Nov 4, 1998, 3:00:00 AM11/4/98
to
"Adrian Neumeyer" <adrian....@primus-online.de> wrote:

>>2. Wer zu viel "übt" setzt sich selbst zu viel unter Druck. Bei den
>>Tests entsteht genug Druck über die Aufgabenstellung und den
>>verfügbaren Zeitrahmen.
>
>Warum bereitet man sich eigentlich vor? Doch gerade deshalb, um einen
>gewissen Druck (zumindest subjektiv) zu verringern. Jemand, der
>nicht weiss, was auf ihn zu kommt, ist doch unsicherer, als derjenige,
>der weiss, was er zu erwarten hat. Insofern verstehe ich Deine Argumentation
>nicht, wenn Du sagst, zu viel Übung vergrössert den persönlichen Druck.

Hmmh!? Viel Vorbereitung führt meiner Meinung nach zu einem höheren
Erwartungsdruck, teilweise kann ich Dir aber recht geben.


>
>>Der "Normpilot" bei uns (LH) hat die Tests ausgeschlafen nur mit
>>persönlichem Ehrgeiz und ohne große Vorbereitung bestanden.
>

>Der "Normpilot" bei der LH hat den Test zu einer Zeit gemacht, als er 1.
>noch kostenlos war

das ist aber schon etwas länger her (5 Jahre !?)


>und 2. als man ihn wiederholen konnte.

Falsch, das ging nie!!! Das wäre ja noch schöner!
>heute muss man auf Anhieb reussieren.


>Das muss berücksichtigt werden, wenn jemand heutzutage von
>"Test-Vorbereitung" spricht.

Abgesehen davon gebe ich Dir Recht, daß diese ganze Geldmacherei mit
den Pilotenanwärtern ziemlich mies ist und zumindestens von uns (dem
fliegenden Personal) aufs Schärfste kritisiert wird. Wir wollen keine
reichen Söhne, sondern gute Nachwuchspiloten!

I wäre sehr dankbar für eine Kopie der geposteten
Antwort per email. Danke
--
Ingo Wagner pi...@gmx.de

rain...@my-dejanews.com

unread,
Nov 6, 1998, 3:00:00 AM11/6/98
to
In article <71qc50$3l8$3...@news02.btx.dtag.de>,
pi...@gmx.de wrote:

> Abgesehen davon gebe ich Dir Recht, daß diese ganze Geldmacherei mit
> den Pilotenanwärtern ziemlich mies ist und zumindestens von uns (dem
> fliegenden Personal) aufs Schärfste kritisiert wird. Wir wollen keine
> reichen Söhne, sondern gute Nachwuchspiloten!
>
> I wäre sehr dankbar für eine Kopie der geposteten
> Antwort per email. Danke
> --
> Ingo Wagner pi...@gmx.de

Waere es nicht schoen, wenn dann auch die Krankenhäuser die Ausbildung ihrer
Aerzte (eigentlich ganz arme Hunde) und die Rechtsanwaltspraxen die Ausbildung
ihrer Juristen usw. bezahlen wuerden!? Ich bezweifle, daß das Motiv fuer die
Kritik so edel ist, wie oben geschrieben....

-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
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C.Mühlenkamp

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
....jetzt neu: Zumindest der Auswahltest in Hamburg ist bei LH seit kurzem
kostenlos. Das ist doch schön, senkt die Ausbildungskosten doch immerhin um ein
paar Promille........
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