Vielen Dank schon mal im Voraus.
Andreas
> Was muss man sich
> darunter vorstellen?
Wie bei einer Uhr: 2 Prop. auf einer Achse (genaugenommen: 2 Achsen,
davon eine hohl). Der eine Prop. läuft rechtsrum, das andere linksrum.
Macht doppelt so viel "Wind" wie wenn es nur einer wäre.
--
Antworten auf öffentlich gestellte Fragen bitte NUR öffentlich.
Mein Postfach (email) wird wird nur 2 mal im Monat entmüllt.
Außerdem wohne ich nicht im Rechner, Antworten könnten ein paar Tage
dauern. Grüße von T.R.H.
On 2007-06-23 22:09:16 +0200, T....@gmx.de (Torsten Rüdiger Hansen) said:
> <andreas.m...@gmx.net> wrote:
>
>> Was muss man sich
>> darunter vorstellen?
>
> Wie bei einer Uhr: 2 Prop. auf einer Achse (genaugenommen: 2 Achsen,
> davon eine hohl). Der eine Prop. läuft rechtsrum, das andere linksrum.
> Macht doppelt so viel "Wind" wie wenn es nur einer wäre.
Und vor allem, eliminiert das Drehmoment....... Nicht zu verachten,besonders
wenn Du "schlagartig" Gas geben musst. Ich hab ein Reno die "Tsunami" gesehen,
eine P-51 Mustang mit gegenläufigen Props. Der war bestimmt froh, die
Baustelle nicht
an seinem Flieger zu haben. Soll bei der Corsait F4 ganz extrem gewesen sein.
Mehr tote Piloten durch Fehler als durch feindliche Einwirkung.
Gruss,
Dirk
Hat so eine Propelleranordnung einen hohen Wirkungsgrad? Habe mal
gelesen, dass der effektivste Propeller einen Flügel hat, da es
dadurch zu keinen Turbolenzen kommt. Wenn jetzt aber die AN-70 6+8
Flügel hat...
[...]
> Hat so eine Propelleranordnung einen hohen Wirkungsgrad? Habe mal
> gelesen, dass der effektivste Propeller einen Flügel hat, da es
> dadurch zu keinen Turbolenzen kommt. Wenn jetzt aber die AN-70 6+8
> Flügel hat...
Wenn du von linearen Verhältnissen ausgehst, hast du recht. Wenn der
Prop der An-70 aber nur ein Blatt hätte, müsste er entweder extrem
schnell drehen oder ein extrem langes Blatt haben. Davon abgesehen, dass
du dann mit dem Material und der Bodenfreiheit Probleme bekommst, kommt
dann auch die Blattspitze in den Überschall, was den tollen Wirkungsgrad
vernichtet.
--
Tobias Sendel
> Hat so eine Propelleranordnung einen hohen Wirkungsgrad?
Das ist sogar der Grund, warum diese sehr aufwändige Konstruktion
überhaupt angewandt wird. Gibt's übrigens auch im Wasser.
Stefan
> Gibt's übrigens auch im Wasser.
Sicher? Oder hast du da was mit dem Grimmschen Leitrad verwechselt?
Ja.
> Oder hast du da was mit dem Grimmschen Leitrad verwechselt?
Nein.
[Gegenläufige Schrauben]
> Das ist sogar der Grund, warum diese sehr aufwändige Konstruktion
> überhaupt angewandt wird. Gibt's übrigens auch im Wasser.
Das habe ich bisher nur bei Torpedos gesehen (da ist der Grund wohl
offensichtlich auch das bei Richtungs- oder Drehzahländerung quer
zur Längsachse auftretende Drehmoment).
Wenn der Wirkungsgrad so hoch ist, wieso verwendet man das System
eigentlich nicht bei Hochseeschiffen? Da würde es sich doch
besonders rechnen.
Grüße,
Björn
--
BOFH excuse #338:
old inkjet cartridges emanate barium-based fumes
> Das habe ich bisher nur bei Torpedos gesehen
Volvo machte mal (macht immer noch?) einen ganz zivilen Z-Antrieb für
Jachten mit zwei gegenläufigen Propellern. Da ging's nur um den
Wirkungsgrad.
> Wenn der Wirkungsgrad so hoch ist, wieso verwendet man das System
> eigentlich nicht bei Hochseeschiffen?
Keine Ahnung, ich bin ja kein Hochseeschiffsbauer. Wird schätzungsweise
mit der komplizierten und daher unter der hohen Belastung
reparaturanfälligen (sprich teuren, auch wegen der Standzeiten) Mechanik
zusammenhängen. Immerhin ist es einfacher, einfach einen Propeller auf
die verlängerte Kurbelwelle zu flanschen. (Dieses Prinzip kennen wir
doch irgendwoher?)
> Bjoern Schliessmann schrieb:
>
>> Das habe ich bisher nur bei Torpedos gesehen
>
> Volvo machte mal (macht immer noch?) einen ganz zivilen Z-Antrieb für
> Jachten mit zwei gegenläufigen Propellern. Da ging's nur um den
> Wirkungsgrad.
Machense immer noch, mal nach "DuoProp" googlen, wer sich interessiert.
Anno.
Dirk Beerbohm wrote:
> an seinem Flieger zu haben. Soll bei der Corsait F4 ganz extrem gewesen
> sein.
> Mehr tote Piloten durch Fehler als durch feindliche Einwirkung.
Ja, aber im Zusammenhang mit dem Einsatz auf Flugzeugträgern. Die
Corsair hat eine irre lange Nase... und damit 0 Sicht nach vorn unten.
Dazu kommt ihre heftiges Drehmoment, was die Maschine beim Starten
ausbrechen läßt UND wohl anfangs auch ein etwas böses Stallverhalten.
Man darf ja nicht vergessen: Die wiegt beladen mehr al 5t.
Gruß...
Frederic
On 2007-06-26 12:04:31 +0200, Frederic Daguenet <dagu...@skygate.de> said:
> Hi!
>
> Dirk Beerbohm wrote:
>> an seinem Flieger zu haben. Soll bei der Corsait F4 ganz extrem gewesen sein.
>> Mehr tote Piloten durch Fehler als durch feindliche Einwirkung.
>
> Ja, aber im Zusammenhang mit dem Einsatz auf Flugzeugträgern. Die
> Corsair hat eine irre lange Nase... und damit 0 Sicht nach vorn unten.
> Dazu kommt ihre heftiges Drehmoment, was die Maschine beim Starten
> ausbrechen läßt UND wohl anfangs auch ein etwas böses Stallverhalten.
Na ja, nicht ganz richtig. Die Corsair ist erst sehr spät auf
Flugzeugträger gekommen und vor allem erst, nach dem
das >>> Spornrad <<< geändert wurde. Habe die Quelle nicht gerade
passend zu Hand. Sie hatte wohl auch ein
unpassendes Springverhalten bei der Landung. Im wesentlichen ist es
aber das Drehmoment gewesen, welches
den Piloten zum Verhängnis wurde, und zwar beim Start oder beim Durchstarten.
Bevor die Corsair Träger gesehen hat, war sie schon eine ganze Weile im
Einsatz - von Land aus. Eigentlich in der
Mehrzahl war sie landgestützt. Lies mal Bah Bah Black Sheep. Das ist
nicht nur eine Fernseh-Serie, sondern
auch Realität. Wobei Serie und Realität entsprechend weit auseinander
liegen............
Gruss,
Dirk
Komisch, von Wirkungsgrad kann ich nichts finden. Hab ich's
überlesen?
<http://www.volvo.com/volvopenta/germany/de-de/marineengines/drives/
DPH+Duoprop/the+benefits+of+Duoprop.htm>
Grüße,
Björn
--
BOFH excuse #369:
Virus transmitted from computer to sysadmins.
Bjoern Schliessmann schrieb:
> Komisch, von Wirkungsgrad kann ich nichts finden. Hab ich's
> überlesen?
>
> <http://www.volvo.com/volvopenta/germany/de-de/marineengines/drives/
> DPH+Duoprop/the+benefits+of+Duoprop.htm>
Hallo,
na ja, man muß halt ein bisschen Mitdenken beim Lesen.
Aus diesem Satz: " Im Teillastbetrieb können Sie einen zwischen 10 und
12 % geringeren Kraftstoffverbrauch erwarten."
folgt ja ein besserer Wirkungsgrad wenn sich ein ehrlicher Vergleich auf
die gleiche Geschwindigkeit und gleiches Schiff bezieht.
Bye
> na ja, man muß halt ein bisschen Mitdenken beim Lesen.
Ja, ich hatte es überlesen.
> Aus diesem Satz: " Im Teillastbetrieb können Sie einen zwischen 10
> und 12 % geringeren Kraftstoffverbrauch erwarten."
> folgt ja ein besserer Wirkungsgrad wenn sich ein ehrlicher
> Vergleich auf die gleiche Geschwindigkeit und gleiches Schiff
> bezieht.
Nur wird der mit wachsender Schiffsgröße anscheinend verschwindend
klein, schätze ich. Sonst würde man die Technik verwenden.
Grüße,
Björn
--
BOFH excuse #25:
Decreasing electron flux
> Nur wird der mit wachsender Schiffsgröße anscheinend verschwindend
> klein, schätze ich. Sonst würde man die Technik verwenden.
Hängt vermutlich eher mit der Drehgeschwindigkeit des Quirls zusammen.
Sonst hätten's die Russen kaum an ihren Frachtflugzeugen verbaut.
http://tinyurl.com/2bkljy
und ihre etwas dickere Schwester die Tu 114
http://en.wikipedia.org/wiki/Tupolev_Tu-114
Die RU Frachter sind erst viel spaeter damit ausgeruestet worden.
G!
uwe
> Nur wird der mit wachsender Schiffsgröße anscheinend verschwindend
> klein, schätze ich. Sonst würde man die Technik verwenden.
das hat mechanische gründe.
ab einer gewissen grösse wird es verdammt schwierig so etwas noch
halbwegs zuverlässig zu bauen. du brauchst dafür ja eine sehr aufwendige
lagerung und ein (planeten)getriebe. fällt dir das ding an einem container-
frachter aus ist der pott im besten falle manöverierunfähig mitten auf
hoher see. ungünstigstensfalls gibts halt wieder billigware am strand.
die richtig grossen pötte haben nicht mal verstellpropeller, weil die bei
der
grösse einfach zu unzuverlässig wären. die teile haben 5-9m durchmesser
und wiegen bis zu 130to.
auch das grimmsche leitrad findet deswegen kaum verwendung.
so eine schraube soll ja bitteschön 20 jahre lang klaglos ihren
dienst tun.
CU Ralf
Soloy war vor einige Jahren damit beschäftigt 2 Turbinen / 2 Props
hintereinander zu bauen. Was daraus geworden ist, weiss ich nicht. www.soloy.com
2 wellenturbinen auf _eine_ Propwelle bietet Soloy käuflich an:
http://soloy.portal.acrosonic.com/Products/Fixed+Wing+Aircraft/Soloy+Dual+Pac/default.aspx
G!
uwe
Dirk Beerbohm schrieb:
> Na ja, nicht ganz richtig. Die Corsair ist erst sehr spät auf
> Flugzeugträger gekommen und vor allem erst, nach dem
> das >>> Spornrad <<< geändert wurde. Habe die Quelle nicht gerade
> passend zu Hand. Sie hatte wohl auch ein
> unpassendes Springverhalten bei der Landung. Im wesentlichen ist es aber
> das Drehmoment gewesen, welches
> den Piloten zum Verhängnis wurde, und zwar beim Start oder beim
> Durchstarten.
Richtig! Und deswegen kam sie ja erst spät auf die Träger. Auf einer
großen Landebahn ist Ausbrechen weit weniger ein Problem als auf den
wenigen Metern Flugdeck eines Trägers, vor allem wenn dann noch die
Mittelinsel im Weg ist.
Aber ein Hauptproblem war wirklich die lange Nase und die Angewohnheit
beim Stall über (soweit ich mich erinner) die linke Fläche zackig
abzukippen. Hab da glaub ich sogar mal ein Lehrfilm zu gesehen.
Das Problem mit der schlechten Sicht hat man übrigens mit einer
entsprechenden Landetechnik gelöst. Die Träger wurden wohl mit der
Corsair in einer Kurve angeflogen, so das der Pilot den Träger bis kurz
vor dem Aufsetzen im Blick behalten konnte.
> Bevor die Corsair Träger gesehen hat, war sie schon eine ganze Weile im
> Einsatz - von Land aus. Eigentlich in der
> Mehrzahl war sie landgestützt. Lies mal Bah Bah Black Sheep. Das ist
> nicht nur eine Fernseh-Serie, sondern
> auch Realität. Wobei Serie und Realität entsprechend weit auseinander
> liegen............
Die Marines haben sie viel von den Inseln aus eingesetzt. Aber Träger
hat sie auch reichlich gesehen. Die Corsair hat gegenüber der F6F einige
Vorteile: Sie ist schneller und sie kann meines Wissens mehr Lasten tragen.
Gruß...
Frederic
Vieleicht das hier.
http://www.barnstormers.com/eFLYER/2007/070600eFLYER.html
Hans
Hans-Dieter Aue schrieb:
> Vieleicht das hier.
> http://www.barnstormers.com/eFLYER/2007/070600eFLYER.html
Nö, das ist nix neues... da werden doch nur zwei Kolbenmotoren
hintereinander geschraubt. Gab es schon in den 1940ern.
Gruß...
Frederic
Frederic Daguenet schrieb:
> Nö, das ist nix neues... da werden doch nur zwei Kolbenmotoren
> hintereinander geschraubt. Gab es schon in den 1940ern.
Hallo,
wer genauer liest ist klar im Vorteil: zwei Kolbenmotoren, zwei
Propeller, diese gegenläufig.
"drives the rear prop in contra rotation"
Bye